Musik und ihre Wirkung

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Abschlussarbeit zum Kapellmeisterkurs
Musik und ihre Wirkung
Verfasser:
Stefan Öttl
Trachtenmusikkapelle Bruck / Glstr.
Musik und ihre Wirkung
INHALTSVERZEICHNIS
1.ALLGEMEINES
Seite 2
1.1.DER BEGRIFF „MUSIK“
Seite 3
1.2. MUSIK und MENSCH heute
Seite 4
2. GEHÖR
Seite 8
2.1. ANLAGE DES GEHÖRS
Seite 8
2.2. AUFBAU UND LEISTUNGEN DES OHRES
Seite 9
3. MUSIK verbessert
Seite 12
3.1. Musiker/innen
Seite 15
3.2. Zuhörer/innen
Seite 16
4. MUSIK aktiviert / beruhigt
Seite 17
5. MUSIK stimuliert
Seite 21
5.1. Musiker/innen
Seite 22
5.2. Zuhörer/innen
Seite 23
6. MUSIK löst ASSOZIATIONEN aus
Seite 24
7. MUSIK löst EMOTIONEN aus
Seite 26
8. SCHLUSSWORT
Seite 31
9. QUELLENVERZEICHNIS
Seite 32
Stefan Öttl
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Musik und ihre Wirkung
1.ALLGEMEINES
Soweit Überlieferungen vorliegen, spielte im Leben aller Völker der Geschichte
Musik eine wesentliche Rolle.
Die Wirkung von Musik auf Körper und Psyche des Menschen bildet Erfahrungen,
die bereits Kulturen Jahrhunderte zuvor machten und die noch heute jeder einzelne an
sich selbst erfahren kann.
Musik kann zum Beispiel in Marsch- oder Tanzmusik einen
Bewegungsantrieb auslösen oder in Wiegenliedern den Körper beruhigen.
starken
Musik war und ist (in abgeänderter Form) in alle Lebenslagen stark eingebunden:
•
•
•
•
•
•
Anbetung der Geister und Götter
Machtdemonstration
Feste und Tänze
Arbeitsgesänge
Liebeslieder
Trauer und noch vieles mehr.
Musik kann starke Emotionen auslösen, nicht nur in Freude und Unterhaltung
sondern auch in Nachdenklichkeit und Trauer.
Musik ist in der heutigen Zeit überall vorhanden. Allerdings überwiegend als
Hintergrundmusik, als Untermalung, welche die Stimmung fördern oder Geräusche
überdecken soll.
Die Überzeugung das Musik etwas innerlich Bewegendes sei, dem man in der
Kirche, im Konzertsaal oder an sonstigen Orten begegnet, ist weiterhin vorhanden.
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Musik und ihre Wirkung
1.1.DER BEGRIFF „MUSIK“
Der Begriff „Musik“ist sehr breit gefächert.
Nur um einige Beispiele aufzuzählen:
•
•
•
•
•
•
eine Kunstform
Unterhaltungsmusik
Tanzmusik
Hintergrundmusik
funktionelle Musik (die einem bestimmten Zweck dient)
Volksmusik und viele mehr.
Heinrich Besseler hat in der europäischen Musik zwei Bereiche unterschieden:
1. Umgangsmusik
Ist als solche Musik in die Ausübung menschlicher Tätigkeit eingebunden.Sie hat
eine unterstützende oder begleitende Funktion.
2. Darbietungsmusik
Im Gegensatz zur Umgangsmusik steht die Darbietungsmusik im Mittelpunkt einer
Handlung, bei der Menschen Musik für andere darbieten.
Man kann aber den Begriff „Musik“ nicht mit einer klaren Definition erklären.
Alleine die vielen Bereiche (wie schon oben angeführt) in die man die Musik
aufteilen kann, machen dies unmöglich.
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Musik und ihre Wirkung
1.2. MUSIK und MENSCH heute
Die Zweige der Musikforschung sind heute aufgeteilt:
• entweder auf musikalische Werke verschiedener Epochen, Regionen und
sozialer Schichten,
• oder sie werden als gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtete Forschung
betrieben, die den Musik erlebenden Menschen mit einbeziehen.
Wobei hier beim zweiten Punkt hinzuzufügen ist, dass die sozialpsychologischen
Aspekte die individualpsychologischen klar überwiegen.
Das heisst, dass der Musik erlebende Mensch an den Rand des Blickfeldes gedrängt
wurde, jedoch ist der Mensch der alleinige Zuständige, der erlebt, der wahrnimmt,
denkt und fühlt.
Da Musik im heutigen Zeitalter praktisch allgegenwärtig ist und der Mensch ihr
sowohl in den unterschiedlichsten Alltagssituationen als auch in den besonderen, vom
Alltag abgehobenen Stunden eines Konzertes begegnen kann und jeder Mensch
bekanntlich sehr verschieden fühlt und denkt, ist eine einfache und einheitliche
Erklärung ihrer Bedeutung für den Menschen nicht möglich.
Einerseits gibt es eine Vielfalt unterschiedlicher Lebensbereiche, in denen
entsprechend abweichende Sparten der Musik verwendet werden, und andererseits
unterscheiden sich die einzelnen Menschen in ihrer Einstellung zu diesen Bereichen
des Erlebens.
An dieser Stelle möchte ich eine Studie anführen die bereits etwas älter ist aber
meines Erachtens immer noch zutrifft.
Im Jahre 1980 führte das Institut für Demoskopie Allensbach in der Bundesrepublik
Deutschland eine Umfrage „Die Deutschen und die Musik“ durch.
2490 Personen ab dem 10. Lebensjahr wurden über die Bedeutung der Musik in
ihrem Leben befragt.
Der Bericht umfasst eine Statistik über den musikalischen Geschmack der
Bevölkerung in Deutschland.
Bei dieser Umfrage wurden die verschiedenen Musikgattungen in 21 Kategorien
aufgegliedert und die befragten Personen nach ihrem Alter gruppiert.
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Musik und ihre Wirkung
Die Häufigkeitsverteilung zeigt einige Zusammenhänge zwischen Musikgattung und
Alter der Bevölkerungsgruppen klar ersichtlich sind.
In den meisten Fällen unterscheidet sich der Musikgeschmack der Kinder von dem
der Eltern. Insbesondere junge Leute zwischen 14 und 29 Jahren sagen, dass sie
andere Musik bevorzugen als ihre Eltern.
Dieser Punkt ist weitgehend davon geprägt, wie die jeweilige Musik vom sozialen
Umfeld, zu dem sich die Person verbunden fühlt, eingestuft wird.
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Musik und ihre Wirkung
Ein Schüler muss bestimmte populäre Musik kennen und schätzen, um im Kreis
seiner Altersgenossen anerkannt zu werden und zur Gruppe zu gehören.
Ein Akademiker wird Musik, die einen Ruf als Bildungsgut genießt, zumindest so
achten, wie es der Zugehörigkeit zu seiner Bildungsschicht entspricht.
Die Musik muss - und das gilt für alle sozialen Gruppierungen - in Bezug auf die
Situation, im Rahmen derer sie erklingt, den Gruppennormen entsprechen.
Natürlich könnte man weitere Kategorien und Unterteilungen machen die aber ins
Unendliche führen würden.
Um zu ermitteln, welche Empfindungen und Stimmungen Musik auslöst, wurden den
Befragten Karten vorgelegt, zu denen sie jeweils angeben sollten, ob die darauf zu
lesenden Aussagen für sie zutreffen würden.
Die Antworten geben Aufschluss über die Bedeutung, die Menschen unserer Zeit der
Musik beimessen.
Unter den verschiedenen Aussagen heben sich vier Gruppen heraus, die am
häufigsten genannt wurden:
1. Musik aktiviert. Musik versetzt in Hochstimmung, regt zum Mitsingen und
Tanzen an.
2. Musik ist Auslöser von Stimmungen. Musik löst Erinnerungen, Assoziationen
aus, rührt zu Tränen, bewegt innerlich
3. Musik dient als Therapie. Musik hilft bei Depressionen, bei Einsamkeit, und
regt zum Träumen an.
4. Musik kann Aggressionen auslösen. Manche Musik drückt Macht aus, stachelt
an, macht angriffslustig.
Es wird deutlich, dass es keine einheitliche Bedeutung der Musik für den Menschen
gibt. Zweifelhaft ist ausserdem, ob die gleiche Musik bei verschiedenen Menschen
die gleiche Wirkung hat.
Die Ergebnisse der Allensbach-Studie sprechen dagegen, denn die Einstellung zu den
Musikgattungen erwies sich als abhängig von Alter und Schulbildung.
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Musik und ihre Wirkung
Das Musik-Erleben, als psychischer Vorgang, ist abhängig von erlernten,
geschichtlichem Wandel unterworfenen, Mustern derjenigen Gesellschaft, in die die
Person hineingeboren wird, sowie von speziellen Erfahrungen im Verlaufe des
individuellen Hineinwachsens in die Gemeinschaft.
Dennoch gibt es einen grundlegenden und gemeinsamen Punkt der bei Allen gleich
ist:
• die anatomisch-psychologischen
Nervensystems.
Strukturen
und
Funktionen
des
Das Psychische ist an spezifische Prozesse im Gehirn gebunden, es setzt
• das Vorhandensein,
• einen angemessenen Entwicklungsgrad,
• und die Funktionsfähigkeit
von neuronalen Strukturen voraus, die im Laufe der Evolution entstanden und
daher langfristig stabil sind.
Ebenso muss der Bau und die Funktion des Ohres als für das Hören wichtigstes
Sinnesorgan berücksichtigt werden und dadurch eine Basis für das Verständnis der
vielfältigen Wirkungen, die Musik auf den Menschen ausüben kann, geschaffen
werden.
Stefan Öttl
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Musik und ihre Wirkung
2. GEHÖR
2.1. ANLAGE DES GEHÖRS
Menschen unterscheiden sich durch ihre Leistungsfähigkeit auf verschiedenen
Gebieten.
Die Unterschiede lassen sich theoretisch auf zwei Grundlagen zurückführen:
1. auf Erbanlagen, auf Begabung und
2. auf Umweltbedingungen und entsprechend gesteuerte Lernvorgänge.
Die mit dem Lebensalter fortschreitenden menschlichen Entwicklungsprozesse sind
zweifellos von beiden Punkten abhängig.
Der Gehörsinn ist bereits lange vor der Geburt fertig entwickelt, er vermittelt dem
noch ungeborenen Menschen Signale, die seinen weiteren Werdegang auf dem Weg
zu einer individuellen Persönlichkeit wesentlich prägen.
Da Signale des kombinierten Gleichgewichts- und Hörorgans auch Muskelreflexe
steuern sind Klang und Bewegung seit einem frühen Entwicklungsstadium
reflektorisch gekoppelt.
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Musik und ihre Wirkung
2.2. AUFBAU UND LEISTUNGEN DES OHRES
Die akustischen Reize durchlaufen eine Kette von Reizübertragungsorganen, bevor es
zur Erregung der Sinneszellen im Innenohr kommt, wo die mechanische Energie der
Schallwellen in elektrische Impulse umgewandelt wird.
Die Ohrmuschel mündet in den Gehörgang, der am Ende durch das Trommelfell
abgeschlossen ist. Diese Membrane wird durch die beim Schalleinfall im Gehörgang
auftretenden Druckschwankungen in Schwingung versetzt.
Das Trommelfell reagiert ungefähr gleich gut über einen weiten Frequenzbereich.
Am Trommelfell greift die aus Hammer, Amboss und Steigbügel bestehende
Gehörknöchelchenkette des Mittelohres an und überträgt die Trommelfellschwingung
auf das Innenohr, das wegen seines komplizierten Baues auch als Labyrinth
bezeichnet wird.
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Musik und ihre Wirkung
Das eigentliche Hörorgan wird als Schnecke (lateinisch: Cochlea) bezeichnet.
In der Schnecke sind kleine Zellen, die an Ihrer Oberfläche feine Haare tragen und
daher Haarzellen genannt werden.
Diese Zellen haben die Aufgabe die eintreffenden Schallwellen in ein elektrisches
Signal umzuwandeln, das dann über den Hörnerv zum Gehirn weitergeleitet wird.
Das Hören ist somit ein relativ einfacher Vorgang. Wesentlich komplexer und viel
weniger erforscht ist dann das, was mit den Impulsen in unserem Gehirn weiter vor
sich geht. Hier müssen nämlich etliche Stationen durchlaufen werden ehe die
Nervenimpulse bis in die Hirnrinde vordringen.
Auf dem Weg dorthin wird alles, was wir hören, verstärkt oder vermindert, es wird
bewertet als negativ, positiv oder neutral und manches kann sogar völlig weggefiltert
werden.
Nur die Signale, die tatsächlich bis zur Hirnrinde gelangen werden von uns
wahrgenommen.
Stefan Öttl
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Musik und ihre Wirkung
Als Beispiel:
Jeder von uns schluckt an jedem Tag etwa 2000 bis 3000 mal.
Die Lautstärke des Schluckgeräusches liegt etwa bei 30dB. Wenn wir aber nicht
bewusst auf das Schlucken achten hören wir es nicht, da dieses Geräusch von den
Filtersystemen unseres Gehirns als normal erkannt und weggefiltert wird.
Dieses Geräusch erreicht daher die Hirnrinde nicht und wird von uns nicht
wahrgenommen - es sei denn wir achten bewusst darauf.
Stefan Öttl
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Musik und ihre Wirkung
3. MUSIK verbessert
Unter den verschiedenen Sinnen nimmt der Gehörsinn eine besonders wichtige Stelle
ein. Er bildet eine der Voraussetzungen für die menschliche Sprache.
Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass vergleichbare Zusammenhänge nicht auch
hinsichtlich musikalischer Fähigkeiten gelten sollten.
Daraus wurde die Annahme abgeleitet, dass frühe musikalische Übung und das damit
verbundene Training des Hörens nicht nur die musikalische, sondern die Hörfähigkeit
insgesamt verbessern könnte, dass also musikalische Übung möglicherweise auch
sprachliche Fähigkeiten zu steigern vermag.
Eine Studie mit 300 Kindern zwischen 10 und 12 Jahren zeigte damals, dass
zwischen musikalischer und sprachlicher Hörfähigkeit ein enger Zusammenhang
besteht.
In welchem Ausmaß musikalische und sprachliche Vorerfahrung der Kinder deren
musikalische und sprachliche Hörfähigkeiten beeinflusst hatte, wurde mit Hilfe eines
Fragebogens untersucht.
Folgende Zusammenhänge wurden dadurch belegt:
1. Je intensiver das Spiel von Musikinstrumenten betrieben wird, desto besser die
musikalischen und sprachlichen Hörfähigkeiten und die Leistungen in den
verbalen Intelligenztests.
2. Je intensiver im Elternhaus musiziert wird, desto besser die musikalischen und
sprachlichen Hörfähigkeiten und die Leistungen in den verbalen
Intelligenztests.
3. Die Teilnahme an Ensemblespiel oder Chorgesang wirkt sich auf die
musikalische Hörfähigkeit und das sprachliche Unterscheidungsvermögen aus.
4. Die Teilnahme an musikalischer Früherziehung wirkt sich auf die
musikalischen Hörfähigkeiten und auch auf die verbale Intelligenz aus.
5. Je umfangreicher die Fremdsprachkenntnisse der Eltern sind, desto besser sind
die musikalischen und sprachlichen Hörfähigkeiten und die verbale Intelligenz.
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Musik und ihre Wirkung
Die Ergebnisse konnten zwar keine ursächlichen Zusammenhänge beweisen, aber sie
machten es sehr wahrscheinlich, dass frühe musikalische Ausbildung der Kinder auch
deren sprachliches Leistungsvermögen steigert.
Die neueren Ergebnisse der Hirnforschung haben inzwischen zu Erkenntnissen
geführt, aufgrund derer man auf plausible Zusammenhänge, der vorhin genannten
fünf Punkte, schließen kann.
Von den Zentren für die Verarbeitung visueller Informationen im Hinterhauptlappen
der Großhirnrinde führen Verbindungen in die Bereiche im Schläfenlappen, die in
erster Linie auf akustische Signale reagieren, und von dort weiter nach innen in das
limbische System, das eine wichtige Rolle der Reizbewertung und bei der Entstehung
von Emotionen spielt sowie von überragender Bedeutung für das Lernen und
Einprägen ist.
Eine weitere Studie von Hans Günther Bastian (2000) der an Berliner Grundschulen
in seiner sechsjährigen Langzeitstudie „Musik(erziehung) und ihre Wirkung“ den
Einfluss von erweiterter Musikerziehung belegt dies ebenfalls.
Die Entwicklung von Kindern in Grundschulen mit musikbetonten Zügen, die neben
zweistündigem Musikunterricht das Erlernen eines Musikinstrumentes und das
Musizieren im Ensemble anboten, wurde mit derjenigen von Vergleichsschulen mit
„normalem“ einstündigem Musikunterricht verglichen.
Es zeigten sich bei den Kindern an den Musik fördernden Schulen neben deutlichen
Verbesserungen des Sozialverhaltens auch deutlich gesteigerte Fähigkeiten in
Bereichen der Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken, also derer Fähigkeiten
die
im
Zusammenhang
mit
der
menschlichen
Erkenntnisund
Informationsverarbeitung stehen.
Der erhebliche Zeitaufwand für das Erlernen eines Instrumentes und musikalische
Aufführungen gingen eindeutig nicht zu Lasten der allgemeinen schulischen
Leistungen.
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Musik und ihre Wirkung
Bastians Fazit lautet:
Musikerziehung fördert neben der Freude an der Musik und der eigenen
musikalischen Begabung wichtige Persönlichkeitsmerkmale wie:
1. nach aussen gewandte Handlungen im ausdrucksstarken Spiel
2. Teamfähigkeit im Ensemblemusizieren
3. Gewissenhaftigkeit gegenüber dem musikalischen Werk und Gesellschaft
4. emotionale Stabilität im Auftrittsstress der Darbietung
5. Intelligenz im Verstehen der künstlerischen Interpretation eines Musikwerkes
Das musikalische Erleben und Verhalten ist – wie alle psychischen Vorgänge – auf
Strukturen und Funktionen des Nervensystems gegründet, die im Laufe der
Entwicklung entstanden und überregional, auch bei den verschiedenen Völkern, im
Wesentlichen gleichartig sind.
Bau und Leistung der Sinnesorgane und des größten Teil des Nervensystems
einschließlich des Hirnstammes sind durch Erbinformation festgelegt und haben sich
in geschichtlicher Zeit nicht verändert. Der jüngste Teil des Gehirns jedoch, das
Großhirn, ist nur in seiner Grundstruktur genetisch veranlagt.
Seine komplexe interne Verschaltung und mit ihm die Leistungen der Großhirnrinde
entwickeln sich nach der Geburt und verändern sich im Laufe des Lebens
kontinuierlich.
Darüber hinaus sind die psychischen Vorgänge von sozialen kulturellen Faktoren
abhängig, einerseits von geschichtlichem Wandel unterworfenen Mustern der
Gesellschaft, in die der Mensch hineingeboren wird, und andererseits von speziellen
Erfahrungen im Verlaufe des individuellen Hineinwachsens in die menschliche
Gemeinschaft.
Das musikalische Erleben und Verhalten des Menschen entwickelt sich also im
Spannungsfeld zwischen angeborenen und erlernten Vorgängen, zwischen Natur- und
Kulturfaktoren, die ineinandergreifen.
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3.1. Musiker/innen
Da bei der Musikausübung die Kommunikation zwischen örtlich weit voneinander
entfernten Steuerungszentren im Gehirn erforderlich ist, nehmen wir an, dass der
besondere mentale Zustand während einer musikalischen Aufführung – unabhängig
von der speziellen Musik – durch extrem hohe Aktivität in den Nervenbahnen
entsteht, die die beteiligten Hirnzentren verbinden.
Diese Aktivität kann wegen ihrer Vielschichtigkeit vom Bewusstsein nicht im
einzelnen erfasst werden.
Dies erfordert nicht nur, die Aufmerksamkeit gleichzeitig auf verschiedene
Wahrnehmungsbereiche zu richten, sondern auch, eine Vielzahl unterschiedlicher
Aktivitäten wohlkoordiniert zu steuern:
•
•
•
•
•
psychische und mentale
intellektuelle und emotionale
willentliche und automatisierte
nach innen und nach aussen gerichtete
bewusste und unbewusste
In dieser Tatsache liegt die Erklärung für die Beobachtung, dass Erfahrung und
Training auf einem psychischen Gebiet auch die Leistungsfähigkeit auf anderen
Gebieten verbessert.
Wenige Handlungen sind so vielschichtig wie das Spiel eines Musikinstrumentes.
Als Beispiel:
Wenn jemand in einem Orchester spielt, so muss er zur gleichen Zeit die Noten lesen,
sein Instrument spielen, das heißt in beiden Händen unterschiedliche
Bewegungsabläufe steuern, mit dem Gehör die erzeugten Klänge kontrollieren, auf
die anderen Musiker hören, um Tempo und Intonation in Übereinstimmung zu halten,
den Dirigenten und seine Zeichengebung beobachten, oder Pausen zählen, um
Einsätze zu treffen, und – über all dies hinaus – die selbst gespielte Stimme auf den
Gesamtklang beziehen und sie in der richtigen Wichtigkeit in das musikalische
Gemeinschaftsprodukt einfügen.
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Musik und ihre Wirkung
Die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung, dass Musikausübung nicht nur die
Hörfähigkeit steigert, sondern auch die Grundlage der Denkfähigkeit und die
Unterscheidung der Emotionalität, sollten dazu führen, sich endgültig vom Vorurteil
zu verabschieden, dass Musikunterricht nur eine mehr oder weniger überflüssige
Förderung von Spezialbegabungen sei.
Die Ausübung von – dem geistigen Entwicklungsstand eines jungen Menschen
angemessener – Musik versetzt das neuronale Netz in höchste Aktivität und zieht das
Erlebnis eines hohen funktionellen Lebensreichtums nach sich.
Diese unmittelbare Wirkung der Musik sowie ihre darüber hinaus gehende, viele
Gehirnfunktionen prägende Kraft sollte zukünftig in weit höherem Maße in die
pädagogische Arbeit integriert werden.
3.2. Zuhörer/innen
In schwächerem Ausmaß als beim aktivem Spiel in einem Ensemble oder Orchester
aber weitgehend vergleichbar ist das Netz der aktiven Hirnareale beim Hören von
Musik ausgeprägt.
In diesem Zusammenhang sei auf einen wesentlichen Unterschied zwischen der
Verarbeitung musikalisch-akustischer und der im Bildungssystem vorwiegend
visuellen Information hingewiesen.
Wenn wir sehen, befinden wir uns am Rande unseres Gesichtsfeldes. Wir befinden
uns ausserhalb eines Bildes und sehen es an.
Wenn wir dagegen die Augen schließen und der Musik zuhören, wird unser
Vorstellungsvermögen viel stärker aktiviert. Wir fühlen uns im Zentrum einer anderen
Erlebniswelt, wir befinden uns mitten im Klang. Der Raum, indem wir uns befinden,
der Umgebungsraum, sei es ein Saal, eine Kirche oder andere Räumlichkeiten,
verliert an Bedeutung.
Die Empfindungen „hoch“ oder „tief“ bedeuten nicht die Position im Raum draussen,
sondern im Tonraum, in den wir einbezogen sind. Dies hat ein wesentlich stärkere
emotionelle Aktivierung zur Folge als beim Zuschauen.
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Musik und ihre Wirkung
4. MUSIK aktiviert / beruhigt
Schall ist eine mechanische Schwingung beziehungsweise eine Welle, die durch
Bewegungen von Materie entstehen. Sie werden daher von Lebewesen, die über ein
Hörorgan verfügen, als Anzeichen für Vorgänge in der Umwelt benutzt.
Das Gehör ist ein ungerichteter Fernsinn, der Schallwellen aus allen Richtungen des
Raumes empfangen kann.
Da es Tag und Nacht empfangsbereit ist, erfüllt es die biologische Aufgabe,ständig
die Umgebung zu überwachen und Bewegungen an das zentrale Nervensystem zu
melden.
Plötzliche
Änderungen
innerhalb
der
akustischen
Umgebung
lösen
Schreckreaktionen, Zusammenzucken und Abwehrbewegungen der Hände aus. Dies
sind Schutzreflexe, die nicht vom Großhirn, sondern von Zentren im Hirnstamm
gesteuert werden und daher wesentlich schneller einsetzen als bewusst gesteuerte
Aktionen. Jede Veränderung im umgebenden Schallfeld ist ein Anzeichen für
Bewegungen in der Umwelt Sie weckt psychische Aufmerksamkeit und hat
Muskelkontraktionen zur Folge, unwillkürliches Ausrichten des Kopfes in Richtung
der Schallquelle und weitere Bereitschaftsreaktionen, die als Auffassungsbewegungen
beschrieben werden.
Völlige Ruhe oder unveränderte Regelmäßigkeit in der akustischen Umgebung
bedeutet dagegen Stabilität der Umwelt. Ein gleichmäßiges Schallfeld wirkt daher
beruhigend und entspannt den Organismus. Erst Änderungen in einer beständigen
Folge von Klängen wecken Aufmerksamkeit, denn sie könnten Anzeichen für
bedeutungsvolle Wechsel in der Umgebung sein.
Wenn Menschen absichtlich Klänge als Ausdrucksmittel verwenden, so knüpfen sie
an die vorhin genannten biologischen Zusammenhänge an.
Dementsprechend geht die physische Wirkung von Musik auf den Menschen in zwei
Richtungen:
• entweder ist sie aktivierend
• oder beruhigend.
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zu aktivierend)
Aktivierend wirken große Lautstärke, schnelles Tempo und eine regelmäßige, durch
starke Akzente gegebene Gliederung des klanglichen Ablaufes.
Eine regelmäßige Folge dynamischer Akzente, die durch die Betonung der
metrischen Schwerpunkte entsteht, zieht eine Übereinstimmung von muskulären
Spannungs- und Entspannungsverläufen nach sich, was man seit alter Zeit in
Marsch-, Tanz- und Arbeitsmusik nutzt und in Liedern, die aufrütteln und antreiben
sollen, verstärkt zur Wirkung bringt.
Die Akzente haben einen Magneteffekt, sie führen nicht nur zur Synchronisierung der
Muskulatur, sondern auch Atmungs- und Kreislaufprozesse werden mitgezogen.
Eine Steigerung erfahren die Effekte durch Tempowechsel und häufige dynamische
Veränderungen, die den Anpassungseffekt verhindern.
Lautstärken über 65 phon und starke metrische Akzente wirken allerdings in jedem
Fall stimmulierend auf Herz, Atmung und Muskelspannung. Rasch aufeinander
folgende Impulse im Bereich oberhalb der Herzfrequenz haben spontane
Mitbewegungen zur Folge, die physiologisch darauf zurückzuführen sind, dass die
Hörnerven bereits im Hirnstamm mit motorischen Bahnen verschalten sind, die unter
anderem auch die erwähnten Ausrichtungsreflexe ermöglichen. Diese Effekte sind
keine spezifisch musikalischen Wirkungen, sondern treten auch bei Geräuschen von
entsprechender Stärke auf.
zu beruhigend)
Beruhigend wirken hingegen geringe Lautstärke, langsames Tempo, weiche
Betonungen, geringer Tonumfang und eine einfache Harmonik.
Ein mit der Ruhefrequenz des Herzens (60-75 Schläge pro Minute) in
Wechselbeziehung stehender gleichmäßiger Verlauf bedeutet Ruhe und Entspannung.
In dieser Hinsicht bildet der mütterliche Herzschlag, den der Fetus schon lange vor
der Geburt spürt, eine wesentliche prägende Norm. Darum sind Wiegenlieder aus
allen Teilen der Welt ähnlich. Durch weich schmiegsamen Klang und fließende
Melodien im Tempo des mütterlichen Herzens bringen sie eine Atmosphäre der
Geborgenheit zum Ausdruck.
Die sogenannte Entspannungsmusik ist in vielen Fällen an bestimmten fernöstlichen
Vorbildern orientiert. Durch ruhiges Tempo, geringe Dynamik, pentatonische
Melodik, die keine Leittonspannung kennt und den Verzicht auf
spannungserzeugende Harmonik entsteht eine Musik, die den Ruhebedingungen in
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der Natur dadurch entspricht, dass musikalisch möglichst wenig geschieht.
Die Rückmeldungen an das limbische System, das die Gefühle reguliert, signalisieren
unter Bedingungen, die erfahrungsgemäß mit entspannten Situationen verbunden
sind, ebenfalls Ruhe.
Das limbische System wiederum wirkt beruhigend auf die hormonalen Zentren des
Zwischenhirns und so den eventuell vorhandenen Stressreaktionen im Nervensystem
entgegen.
Musik kann die Großhirnrinde so beschäftigen, dass die Umweltreize kaum oder gar
nicht mehr wahrgenommen werden und die Skelettmuskulatur nachhaltig entspannt
wird.
Die Tabelle gibt einen Überblick über charakteristische musikalische Merkmale und
deren körperliche Wirkungen.
Jüngere Menschen werden eher die stimmulierende Wirkungen des Klanges suchen
und sich in körperliche Aktivität hineinsteigern, ältere eher Entspannung und
Beruhigung vorziehen. Die Gefahr bei typischer Entspannungsmusik besteht darin,
dass sich aufgrund der Hörerfahrung bei vielen Menschen Langeweile einstellt, die
der erwünschten Beruhigung entgegenwirkt.
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Die in den Abbildungen gezeigten beziehungsweise vorhin beschriebenen Effekte
setzen natürlich nicht zwingend ein, wenn einzelne der musikalischen Merkmale
auftreten, denn die Musik ist eine Ganzheit, innerhalb der die einzelnen Elemente
aufeinander zurückwirken und sich gegenseitig beeinflussen.
Aber die Beziehung dieser Kennzeichen auf ihre ursprüngliche biologische
Bedeutung macht den Zusammenhang mit körperlichen Reaktionen offensichtlich.
Von entscheidendem Gewicht für die Musikwirkung sind darüber hinaus die
physische und psychische Verfassung und die Stimmung der Musik erlebenden
Person.
Je nach Gefühlszustand entstehen unterschiedliche Bedürfnisse, die die Wirkung der
Musik verändern.
Insbesondere der Aktivierungsgrad, in dem sich eine Person beim Erklingen der
Musik befindet, spielt eine wichtige Rolle. Bei hoher Erregung sind die Reaktionen
auf Reize grundsätzlich verändert, und das gilt natürlich auch für Musik.
Eine ruhige Musik, die im entspannten Zustand als angenehm empfunden wird, kann
im erregtem Zustand total abgelehnt werden und reizen statt zu beruhigen.
Eine schnelle, rhythmisch akzentuierte Musik könnte in diesem Zustand eher
akzeptiert werden.
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5. MUSIK stimuliert
Der Mensch hat für Melodien ein prinzipiell unbegrenztes Gedächtnis.
„Verglichen mit anderen Gedächtnisleistungen überragt die akustische hier alle
anderen. Ihre Präzision ist so groß, dass auch die in der Vorstellung erklingende Arie
genau so lange dauert wie beim wirklichen Gesang, weil das Gedächtnis die
komplette Sequenz ohne Lücken gespeichert hat“ (Klingenberg 1974)
Demgegenüber werden zufällig stattfindende akustische Vorgänge, wie zum Beispiel
Straßenlärm, nicht behalten, selbst wenn die einzelnen Komponenten, etwa wie das
Quietschen einer Bremse, das Öffnen einer Haustür oder die Auspuffgeräusche
bestimmter Autotypen, auch nach langer Zeit ohne Schwierigkeiten wiedererkannt
werden.
In diesem Fall fehlt ein entscheidendes Kriterium für die akustische
Gedächtnisfähigkeit, nämlich eine durch das Hören erfassbare Ordnung.
Das Kurzzeitgedächtnis wählt daher aus dem akustischen Gesamtangebot nicht nach
Kriterien wie Gefallen oder Missfallen, sondern nach dem Prinzip der Ordnung.
Die Voraussetzungen, unter denen sich nacheinander erklingende Töne zu Motiven
und Melodien zusammenschließen, wurden im Laufe der Jahrtausende durch
Probieren entdeckt und haben zur Erfindung unendlich vieler Melodien geführt.
Viele melodische Wendungen sind stilisierte Klangformen, die dem Stimmklang der
Sprache abgelauscht sind, andere erhalten ihre Bedeutung über die Ähnlichkeit zu
körperlicher Bewegung. Ruhiges Schreiten, wildes Springen, anmutige Leichtigkeit,
schwere Schritte und noch eine unzählbare Menge von anderen
Bewegungscharakteren lassen sich in viele Schattierungen und Kombinationen durch
eine Folge von Tönen nachzeichnen.
Das Prinzip des Hörnervensystems, mehrere gleichzeitig auftretende Schwingungen
innerhalb des Schallfeldes zu Tönen mit einer bestimmten Klangfarbe
zusammenzufassen, wurde ebenfalls in das musikalische Spiel integriert.
Die vertikale Organisation erzeugt außer Klangfarben Akkorde mit ihren Qualitäten
Konsonanz und Dissonanz. In dem vom Menschen geschaffenen Spiel verbinden sich
Töne zu konsonanten Akkorden, zu strukturierten, aus Intervallen gebildeten
Tongestalten, oder sie bilden amorphe Mehrklänge, die als Dissonanzen
auseinanderstreben.
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Musik und ihre Wirkung
Dissonante Klänge wirken unruhig, gespannt. Sie widersetzen sich der Tendenz des
akustischen Sinnes, sie zu Einheiten zu verbinden.
Im erlernten musikalischen Spiel werden sie gedeutet, als drängten sie nach
Weiterführung, nach „Auflösung“ in einen konsonanten Zusammenklang.
Zum Beispiel: Leitton (Sept) bei Tonleiter
Mit Hilfe seines Gedächtnisses kann man das bereits Erklungene zum aktuell
Erklingenden in Beziehung setzen und dadurch eine Erwartung hinsichtlich des
weiteren klanglichen Verlaufes entwickeln.
Die Schallschwingungen, die den Tonwahrnehmungen vorangehen, sind der
physikalischen Zeit unterworfen, in der das, was eben noch Gegenwart war,
unmittelbar in die Vergangenheit übergeht.
Form kann erst entstehen, wenn Töne durch psychische Kräfte im Erleben
festgehalten und dem Vergehen entzogen werden.
Zeitgestalten entstehen nur in dem Maße, wie die Speicherung von Klängen im
Kurzzeitgedächtnis, Elemente bereitstellt, zwischen denen man Beziehungen erlebt.
Eine im aktiven Hören erfasste Struktur fordert das Vorstellungsvermögen zu
Vorhersagen heraus. Ihr Eintreffen beschert Erfolgserlebnisse, Erfolg verlangt nach
Fortsetzung, das Nichteintreffen hat Überraschung zur Folge.
Eine ausgewogene Mischung aus beiden Möglichkeiten fördert die weitere
psychische Aktivität und zieht die Psyche in ihren Bann. Das musikalische
Formerlebnis ermöglicht dem Menschen, aus dem zwangsmäßigen Ablauf der
physikalischen Zeit herauszutreten und die Gegenwart zu genießen.
5.1. Musiker/innen
Der Mensch nutzt – ebenso wie seine Hände zum Spiel von Musikinstrumenten –
naturgegebene Fähigkeiten des Gehirns zu geistigem Spiel. Er fordert von seinem
Gehirn im Spiel höchste Leistungen und wird dafür von Systemen des Gehirns mit
der Ausschüttung von Hormonen belohnt, die ein Glücksgefühl erzeugen können, das
die physische Realität vergessen lässt.
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5.2. Zuhörer/innen
In abgeschwächter Form gelten die gleichen Vorgänge für den Hörer, der die
klanglichen Strukturen innerlich mitvollzieht. Je nach Entwicklung der
entsprechenden Funktionen des Menschen kann ein Musikwerk für ihn angemessen
sein, es kann ihn aber auch unter- oder überfordern.
Sein ästhetisches Urteil würde bei optimaler Angemessenheit „faszinierend“ lauten,
bei Unterforderung „banal“ und bei Überforderung „chaotisch“.
Als „schön“ empfindet der Hörer Musik, die für ihn geordnet und zugleich
phantasievoll ist, als „hässlich“ solche, die er als ungeordnet und einfallslos ansieht.
Musik, die zwar phantasievoll erscheint, aber deren Ordnung für den Hörer nicht zu
erkennen ist, kann zumindest „interessant“ wirken. Eine banale Ordnung wirkt
dagegen „langweilig“.
Dieser Zusammenhang erklärt, dass sich Urteile im Laufe des Lebens mit der
Entwicklung des musikalischen Hörvermögens und der gesamten Persönlichkeit
verschieben können.
Je mehr der Mensch die musikalische Form so erleben kann, als ob er sie selbst
hervorgebracht hätte, desto mehr wird sein Bewusstsein von ihr gefangen genommen.
Die Beschäftigung mit kunstvoll strukturierter Musik bietet dem Organismus eine
regulierende Reizung der Sinnesorgane und der verarbeitenden Zentren des Gehirns,
die der Alltag nicht bietet.
Ästhetische Stimulation ist eine Herausforderung der sinnlichen und geistigen
Verarbeitungsfähigkeit des Menschen.
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Musik und ihre Wirkung
6. MUSIK löst ASSOZIATIONEN aus
Wie jede Wahrnehmung gehört auch die akustische einem erlebten Augenblick an, in
dem nicht nur die direkt zusammengehörenden Töne, sondern auch zahlreiche andere
Wahrnehmungen als Glieder einer mehr oder weniger bewusst erfahrenen
Erlebnisganzheit verbunden sind. Wird nun ein einzelnes Element eines solchen
erlebten Zusammenhanges erneut wahrgenommen oder tritt es durch Vorstellung ins
Bewusstsein,
so
können
zusätzlich
andere,
auf
Grund
früherer
Erlebniszusammenhänge mit diesem verbundene Inhalte ebenfalls bewusst werden.
Diese mitbewussten Inhalte bezeichnet man als Assoziationen.
Zu den Klängen eines Musikstückes treten also infolge der individuellen Erfahrungen
vielfältige Assoziationen mit all ihren passierenden Bezügen hinzu, die das
unmittelbar Gehörte unter Umständen als Zeichen für einen übergeordneten Sinn
deuten lassen und damit den Eintritt in eine höhere Bedeutungsebene eröffnen.
Trotz der erheblichen individuellen Unterschiede kann man Assoziationen einteilen:
• Gebundene Assoziationen:
Es gibt Assoziationen, die so eng an die Wahrnehmung gebunden sind, dass man sie
unter Angehörigen unseres Kulturkreises als allgemein notwendig und
selbstverständlich ansehen kann wie etwa:
Kleine Terz abwärts – Kuckucksruf
Trompete – Signal
Horn – Wald
Harmonika – Seefahrt usw.
• Individuelle Assoziationen:
Dies sind individuell an Klänge herangetragene Assoziationen, die mit den
betreffenden Klängen in eher zufälligem Zusammenhang stehen, wie etwa ein
schönes Erlebnis, währenddessen zufällig eine bestimmte Melodie erklang, oder die
unliebsame Erinnerung an einen Taschendieb, der sein Unwesen ausgerechnet an
einer klassischen Kulturstätte treiben musste.
Stefan Öttl
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Musik und ihre Wirkung
Sie brauchen in ihrem Erlebniswert nicht minder intensiv zu sein, wie etwa eine
heimatliche Melodie, die nicht als Zeichen für die Heimat geschaffen sein muss und
diese dennoch repräsentiert, da sie mit Erinnerungen an die Heimat assoziert.
Art und Umfang der bei einem Menschen auftretenden Assoziationen sind natürlich
abhängig von einem mehr oder weniger großen Reichtum an Erlebnissen, die je nach
Intensität des Erlebens ihre Spuren hinterlassen haben.
Je größer die Erfahrungen sind, desto beharrlicher und mannigfaltiger kann der Strom
der Assoziationen fließen, desto mehr Bedeutungstiefe kann eine Wahrnehmung
erhalten und den Menschen innerlich bewegen.
Worin der eine nur ein Stück bemalter Leinwand oder höchstens ein
verschwommenes Bild sieht, darin erkennt ein anderer ein impressionistisches
Gemälde, das vielleicht zusätzlich musikalische Assoziationen hervorruft.
Auf der assoziativen Ebene gibt es zahlreiche Bindungen zwischen charakteristischen
Melodie- oder Klangmustern und bestimmten Situationen beziehungsweise
Stimmungen.
Relativ eng sind Stimmungen mit motorischen Charakteristika der Musik assoziert.
Tempobezeichnungen wie allegro, vivace, adagio oder grave gehen ihrem Wortsinne
nach auf Stimmungen zurück.
Durch Tempo, Rhythmik, Melodik und Klang kann der dynamische Aspekt
menschlichen Fühlens und Verhaltens nahezu allgemeinverständlich zum Ausdruck
gebracht werden.
Wenn Musik in emotional bewegende Handlungen, insbesondere in Rituale mit hoher
Bedeutung eingebunden ist, verstärken sich die Wirkungen der einzelnen Faktoren
mitunter gegenseitig und führen dazu, dass Musik extrem starke Gefühle auslöst.
Stefan Öttl
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Musik und ihre Wirkung
7. MUSIK löst EMOTIONEN aus
Gefühle haben im Verlauf der Evolution eine zentrale Rolle bei der Steuerung von
Handlungen gewonnen. Ihre Bedeutung wird nicht zuletzt dadurch bestätigt, dass das
Gehirn über ein körpereigenes System verfügt, das erfolgreiches Verhalten mit
angenehmen Gefühlen belohnt.
Dieser biologischen Tatsache steht die Feststellung gegenüber, dass im öffentlichen
Leben Gefühle als Grundlage von Handlungen wenig geschätzt werden.
Weder überschwängliche Begeisterung auf der einen noch Zorn oder Angst auf der
anderen Seite werden gern als Antriebe gesehen, sondern statt dessen vernünftige
Argumente für die Handlungsweise bevorzugt.
Da diese zweifellos viele Vorteile bieten und in mancher Hinsicht sogar unverzichtbar
sind, um das Zusammenleben in menschlichen Gemeinschaften zu regeln, erfährt der
Mensch schon bald nach seiner Geburt die unermüdlichen Anstrengungen seiner
Mitmenschen, ihm die Kontrolle seiner Gefühle anzuerziehen.
Was für das Zusammenleben vorteilhaft oder sogar notwendig ist, kann für den
einzelnen Menschen dann zum Problem werden, wenn durch fortwährende
Hemmung der Gefühle und der mit ihnen verbundenen Antriebe die
psychobiologische Regulation des Organismus aus dem Lot gebracht wird.
Einerseits besteht der Vorteil vom Menschen in der Evolution gegenüber anderen
Lebewesen gerade darin, seinen angeborenen Verhaltensweisen nicht uneingeschränkt
ausgeliefert zu sein, weil seine Gefühle nicht zwingend in daran gekoppelte
Instinkthandlungen münden müssen.
Dadurch wird es möglich, neue Handlungsstrategien einzusetzen und durch das
Lernen am Erfolg in kurzer Zeit die Verhaltensformen zu verändern. Diese Fähigkeit
hat die überragende Rolle des Menschen in der Welt begründet.
Andererseits aber entsteht ein Problem dadurch, dass die Beherrschung der Gefühle
insofern nur partiell wirksam wird, als zwar große Anteile der Körpermuskulatur
willentlich gesteuert werden können, nicht aber die Funktionen des vegetativen
Nerven- und Hormonsystems.
Hormone steigern die Handlungsbereitschaft und erregen den nicht dem Willen
unterworfenen Anteil der Muskulatur. Es kommt bei willentlicher Hemmung von
Verhaltensmustern in jedem Falle zu einer Spannung, die irgendwann gelöst werden
muss.
Stefan Öttl
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Musik und ihre Wirkung
Ein derartiger Entladungsreflex, bei dem man die steigende Anspannung vor der
Lösung gut beobachten kann, ist das Lachen.
In anderen Fällen bildet das Weinen den Entspannungsreflex.
Störungen der vegetativen Balance innerhalb des Organismus können aber auch
länger anhalten, wobei sich Spannungen aufstauen und oberhalb einer bestimmten
Schwelle eventuell explosionsartig lösen. Dies erweckt dann den Anschein einer
unmotivierten Überreaktion.
Bildlich sagt man, etwas habe „das Fass zum Überlaufen“ gebracht.
Die Spannung kann sich allerdings auch bis zur Verspannung steigern, die nicht
selten in eine Krankheit mündet.
Neben der Unterdrückung der Gefühle muss der Heranwachsende daher lernen, mit
Gefühlen umzugehen. Zu ihrer Beherrschung gehört es, Wege zu finden, auf denen
sich Gefühle entfalten können. Nur dadurch gelingt es, die auf eine Person wirkenden
Kräfte zu neutralisieren.
Gefühle müssen nicht durch Befehle des „kortikalen Systems“ unterdrückt und in
unterbewusste Schichten verdrängt werden, sondern sie dürfen, ja sie sollen erregt
werden und sich auf bestimmte Gebiete entfalten, um ihre Kräfte zu entladen. Die
Erregung des „limbischen Systems“ erhält dadurch ein Ventil und verliert den
überschießenden gefühlsmäßigen Einfluss auf das Verhalten im Bereich des
gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Diese Art von Ventil bietet die Kunst und in besonderem Maße die Musik.
Die Kunst ergänzt den Bereich des Lebens, der von übergeordneten Regeln der
Gesellschaft, denen der Einzelne sich zu unterwerfen hat, bestimmt wird.
Von alters her haben Menschen den Weg der künstlerischen Gestaltung gekannt und
auf ihm die ganze Vielfalt der individuellen Gefühle zum Ausdruck gebracht.
Sie sprachen in ihren Dichtungen von Liebe und Hass, Jubel und Trauer, schufen
Liebeslyrik und gestalteten Musik, in der ein ausgewogenes Spiel von Spannung und
Entspannung auf hoher geistiger Ebene stattfindet.
Assoziationen können Musik oder musikalische Elemente mit Bedeutungen
verbinden.
Die Musik vermag, die assoziierten Inhalte ins Bewusstsein zu rufen.
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Musik und ihre Wirkung
Aber auch dann, wenn derartige Bezüge nicht vorhanden sind, fällt Musik nicht auf
die Ebene einfachen Klanges zurück, der vielleicht stimulierende oder
narkotisierende Einflüsse auf den Menschen ausüben kann, darüber hinaus aber
nichts bedeutet.
Wesentliche Vorgänge, die man in strukturierter Musik verfolgen kann, sind
Spannung und Entspannung, Bewegung und Ruhe. Diese dynamischen Aspekte sind
auch als kennzeichnende Eigenschaften an den Gefühlen zu beobachten.
Gefühle, die im Klang der Stimme, in Mimik, Gestik und Körperhaltung zum
Ausdruck kommen, haben eine kommunikative Funktion. Diese Zeichen von erlebten
Gefühlen sind bei Angehörigen verschiedener Kulturen sehr ähnlich und bilden
gleichsam eine interkulturelle Sprache, die praktisch von allen Menschen verstanden
wird.
Spannung und Entspannung, Bewegung und Ruhe innerhalb der Musik sind in der
Lage, die dynamischen Kräfte von Gefühlen widerzuspiegeln und können in
gleicherweise wie sichtbare Gesten als Klanggestik verstanden werden.
Man hat die Musik daher auch die Sprache der Gefühle genannt.
„Die Tonsprache spricht, als reines Organ des Gefühles, gerade nur das aus, was der
Wortsprache an sich unaussprechlich ist, und von unsrem verstandesmenschlichen
Standpunkte aus angesehen also schlechthin das Unaussprechliche.“
Richard Wagner 1851
Jede Sprache benutzt Zeichen, die eine Bedeutung tragen. Betrachten wir diese
Beziehung im Falle der Tonsprache.
Hierbei unterscheidet man hinsichtlich der Beziehung zwischen Zeichen und ihrer
Bedeutung drei Funktionen: (Karl Bühler 1965)
1. Zeichen können einen Gefühlszustand kundtun.
Tränen können Zeichen der Trauer, ein lyrisches Gedicht oder Lied kann Zeichen der
Zuneigung zu einem geliebten Menschen sein.
Das Zeichen bringt etwas zum Ausdruck, es hat expressive Funktion.
Die hier vorliegende Beziehung entspricht der verbreiteten Vorstellung, der
Komponist drücke durch die Musik seine Gefühle aus.
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Musik und ihre Wirkung
Das ist in vielen Fällen zweifellos der Fall und in der Musikgeschichte durch
historische Dokumente belegt worden. Aber diese Beziehung ist keinesfalls
allgemeingültig.
Mozart zum Beispiel hat auch in Zeiten, in denen ihn große Sorgen drückten,
unbeschwert heitere Musik geschrieben.
2. Zeichen haben, wenn sie an einen Empfänger gerichtet sind, um bei diesem
Verhaltensänderungen zu bewirken, eine weitere Funktion.
In diesem Fall spricht man von Appell. Diese Zeichenfunktion ist dann gegeben,
wenn Musik bewusst so gestaltet wird, dass sie im Hörer bestimmte Gefühle auslöst,
wenn der Komponist also das Ziel hat, den Hörer mithilfe des Zeichens „Musik“ zu
„rühren“.
„Indem ein Musikus nicht anders rühren kann, er sey dann selbst gerührt; so muß er
nothwendig sich selbst in alle Affecten setzen können, welche er bey seinen Zuhörern
erregen will; er giebt ihnen seine Empfindungen zu verstehen und bewegt sie
solchergestalt am besten zur Mit-Emfindung.“
Carl Philipp Emanuel Bach 1787
Diese Auffassung entsprach der allgemeinen Überzeugung seiner Zeit und vieler
späterer Generationen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts aber fordert Busoni (1916) eine physische Distanz
des Künstlers und wandelt diesen Satz in Hinblick auf die Oper entsprechend ab:
„So wie der Künstler, wo er rühren soll, nicht selber gerührt werden darf – soll er
nicht die Herrschaft über seine Mittel im gegebenen Augenblicke einbüßen -, so darf
auch der Zuschauer, will er die theatralische Wirkung kosten, diese niemals für
Wirklichkeit ansehen, soll nicht der künstlerische Genuß zur menschlichen Teilnahme
herabsinken.“
Auf der Kunstebene muss Musik nicht unmittelbarer Selbstausdruck mit dem
Ansuchen um Mitgefühl sein; aber auch der Hörer soll nicht in jedem Falle in die
Stimmung versetzt werden, von der die Musik spricht.
Wie könnte man sonst eine Tragödie „genießen“?
3. Zeichen können aus dem unmittelbaren Bezug zum Sender bzw. Empfänger
gelöst sein und Gegenstände oder Sachverhalte darstellen.
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Musik und ihre Wirkung
Musik drückt in diesem Fall nicht die Gefühle des Komponisten aus, sondern stellt
Inhalte dar.
„Das, was die Musik ausspricht, … spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die
Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die
Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht selbst, und zwar in den unendlich
mannigfaltigen Motivierungen, die in der ausschließlichen Eigentümlichkeit der
Musik begründet liegen, jeder andern Sprache aber fremd und unausdrückbar sind.“
Wagner 1841
Bei dieser Art von Zeichen handelt es sich um Symbole. Sie können an die Stelle
unmittelbarer Wahrnehmungen treten und erlauben, sich mit Inhalten zu beschäftigen,
ohne dass diese real gegenwärtig zu sein brauchen.
Ebenso wie Ereignisse, die man nicht selbst erlebt hat, durch Worte zu beschreiben
sind, kann ein Komponist in der Musik Stimmungen und Emotionen gestalten, in
denen man eigenes Erleben quasi aus zeitlicher Distanz nacherlebt; oder man wird an
Emotionen herangeführt, die stärker bewegen als alles, was man bisher selbst je
erlebt hat.
Musik kann daher eine Vielfalt von Emotionen auslösen und dient als Ventil welches
die im alltäglichen Leben von übergeordneten Regeln der menschlichen Gesellschaft,
denen der einzelne sich zu unterwerfen hat, „angestaute und unterdrückte
Spannungen und Gefühle“ lösen kann.
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Musik und ihre Wirkung
8. SCHLUSSWORT
Musik kann den Menschen auf verschiedenen Ebenen ansprechen. Daher ist ihre
Wirkung sehr unterschiedlich. Sie tritt dem Menschen - bildlich ausgedrückt – als
„Dreiklang“ gegenüber, der aus den Faktoren Klang, Struktur und Symbol gebildet
wird.
Musik steigert die Leistungen egal in welchem Ausmaß und Bereich.
Musik wirkt als Klang auf das Nervensystem, kann durch Teilnahme an den in der
Musik ablaufenden Spannungs- und Entspannungsvorgängen, Reflexe der
Muskulatur auslösen und dadurch Spannungen nachhaltig lösen.
Musik regt die Ausschüttung von Hormonen an und beeinflusst dadurch die
Stimmung.
Der Mensch kann sich dem Klang, der Melodik, dem Rhythmus hingeben, seine
geistige Aktivität reduzieren und durch die Verdrängung lästiger Gedanken der
Realität entfliehen.
Umgekehrt kann man bewusst oder auch unbewusst die körperliche Beteiligung am
musikalischen Geschehen weitgehend einschränken, sich mit geistiger Konzentration
dem Erlebnis der musikalischen Struktur hingeben und psychische Bereiche der
Funktionsschicht aktivieren.
Darüber hinaus aber eröffnet die Symbol-Funktion die ganze Palette emotionalen
Erlebens, die im zivilisierten Alltag von einem Mantel gesellschaftlicher
Verhaltensnormen verdeckt wird.
Die durch Musik ausgelösten Assoziationen führen den Menschen, der sich intensiv
in Musik vertieft, aus der „normalen“ Welt in die Welt der Gefühle und lassen
Emotionen erleben, die im normalen Alltag beherrscht und als Spannungen erhalten
werden. Im Durchleben der Gefühle lösen sich Spannungen, es kommt zur
„Läuterung der Seele.“
Es gibt kein spezielles Hirnareal, das nur dem musikalischen Genuss vorbehalten ist,
sondern Musikgenuss regt die gleichen Hirnzentren an wie reale Erlebnisse.
Besonders intensiv ist das Glücksgefühl, wenn Körper und Geist gemeinsam am
Musikerlebnis beteiligt sind und das Belohnungssystem von verschiedenen Seiten her
positive Meldungen erhält.
Pflege der Musik, das ist die Ausbildung der inneren Harmonie, sprach Konfuzius.
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Musik und ihre Wirkung
9. QUELLENVERZEICHNIS
LITERATUR:
Bastian, H. G. (2000). Musik(erziehung) und ihre Wirkung. Eine Langzeitstudie an
Berliner Grundschulen.
Schott International
Bastian, H. G. (2001). Kinder optimal fördern – mit Musik. Intelligenz,
Sozialverhalten und gute Schulleistungen durch Musikerziehung.
Schott International
Hesse, Horst-Peter. (2003). Musik und Emotion. Wissenschaftliche Grundlagen des
Musik-Erlebens.
Springer Wien New York
Spitzer, M. (2002). Musik im Kopf. Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im
neuronalen Netzwerk.
Schattauer Stuttgart New York
INTERNET:
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