Literaturtipps

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kunstvortrag projekte Christian Heeck48143 MünsterMühlenstraße 4-5
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Literaturtipps:
David Shields: Das Dumme am Leben ist, dass man eines Tages tot ist: Eine Art Anleitung zum
Glücklichsein – Goldmann-Taschenbuch (2010)
„Das Leben ist einfach, tragisch und schön“, schreibt David Shields. Der Gedanke, dass alles, was lebt,
vergänglich ist, kann auf eine seltsame Weise befreiend wirken. Kompetent und witzig: eine Perle! Zur
Zeit mein Lieblingsbuch…Absolut spannend und erstaunlich, wie er von „Säuglingsalter und Kindheit“
bis „Hohes Alter und Tod“ Vorzüge und Verfallserscheinungen zum Teil hinreißend komisch darstellt.
Michael Titze und Inge Patsch: Die Humor-Strategie. Auf verblüffende Art Konflikte lösen KöselVerlag –
Dr. Tietze, Psychologe und Analytiker aus Stuttgart, ist einer der Mitbegründer der „humor-care“
Bewegung – siehe www.humor.ch Seine Lehrer, Prof. Viktor Frankl, hat ihn zum Thema Humor gebracht
und er hat einiges zum Thema „Therapeutischer Humor“ veröffentlicht. Dieses Buch ist eine Tippkiste mit
vielen Beispielen, Witzen und durchgängig leicht zu durchblättern… zur Vertiefung :
Michael Titze (und Christof T. Eschenröder): Therapeutischer Humor: Grundlagen und Anwendungen,
Fischer Tb. Sowie: dto.: Die heilende Kraft des Lachens: Mit Therapeutischem Humor frühe
Beschämungen heilen, Kösel-Verlag
dazu passt: Eleonore Höfner / Hans-Ulrich Schachtner, Das wäre doch gelacht!: Humor und Provokation
in der Therapie [Taschenbuch] 8,95 und: Vera M. Robinson, Praxishandbuch Therapeutischer Humor:
Grundlagen und Anwendung für Pflege- und Gesundheitsberufe [Taschenbuch] herausgegeben von Prof.
Joachim Gardemann, 19,95
Douwe Draaisma: Die Heimwehfabrik. Wie das Gedächtnis im Alter funktioniert, Herder-Verlag
(Herder-Spektrum, Taschenbuch (2011)Kleines, aber sehr unterhaltsames und lehrreiches Büchlein über
die Besonderheiten des Gedächtnisses alter Menschen. Lesenswert, gut geschrieben.
Douwe Draaisma: Das Buch des Vergessens. Warum Träume so schnell verloren gehen und
Erinnerungen sich ständig verändern Galiani Verlag Berlin, Berlin 2012 ISBN 9783869710617
Gebunden, 352 Seiten, 19,99 EU. Für manche das bisher beste Buch des holländischen Psychologen und
Hirnforschers. Das Gedächtnis ist keine Wachstafel, wie Platon meinte, aber auch keine Festplatte, wie
heute manchmal gesagt wird. (Eher ein Dschungel ohne Wege, und kein Gärtner in Sicht!) Das
Gedächtnis kristallisiert sich nach den Bedürfnissen und Konjunkturen der Gegenwart und im Blick auf
die Zukunft stets neu - ein "hochgradig dynamisches System". Klar wird: Vergessen ist besser als sein Ruf
Warum erinnern wir uns so schlecht an unsere Träume? Was passiert mit verdrängten Erinnerungen – wo
bleiben sie? Warum ist die Vorstellung eines absoluten Gedächtnisses für uns so verführerisch, ja
faszinierend? Warum gibt es Gedächtnistrainings, aber keine Vergessenstechnik? Unser Gedächtnis, so
Draaisma, ist wie ein unfolgsames Kind: Woran wir uns erinnern, und woran nicht – darauf haben wir
keinen Einfluss.
Douwe Draaisma: Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird. Von den Rätseln
unserer Erinnerung…eines der einfallsreichsten und anregendsten Bücher der letzten Monate"sagt die
Kritik. Beschreibt unterschiedliche Ansätze der Gedächtnisforschung und befasst sich mit einer Reihe von
Phänomenen, die im Zusammenhang mit unserer Erinnerung stehen. Er untersucht etwa, wie Deja-vuErlebnisse zu Stande kommen, warum das autobiografische Gedächtnis nahezu alles vergessen kann bloß nicht erlittene Demütigungen und Kränkungen, warum man seine Erinnerungen nicht rückwärts
laufen lassen kann, und warum Menschen in akuter Lebensgefahr oft ihr Leben wie einen Film an sich
vorüberziehen sehen. Greift immer wieder auf die Forschungsergebnisse der Psychologie des
ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts zurück, die haben die Funktionsweise des
autobiografischen Gedächtnisses in der Alltagspraxis statt unter künstlichen Bedingungen analysiert. Zur
Vertiefung für Fans.
Hilfreich: Antonio Damasio, Descartes Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn
Victor E. Frankl: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn: Eine Auswahl aus dem Gesamtwerk
Taschenbuch
Eindrucksvoll, wie der Vater der Logotherapie (von Logos: der Sinn, das Wort) und Existenzanalyse in
gut lesbaren, auch ohne psychoanalytische Vorkenntnisse fasslichen Aufsätzen über den Sinn des Lebens,
des Sterbens, des Schmerzes und des Leids nachdenkt – Basisliteratur, meine ich.
Dazu passt: Frank Farrelly, Provokative Therapie [Taschenbuch] 44,95
Aaron Antonovsky: Salutogenese: Zur Entmystifizierung der Gesundheit, Taschenbuch, Hrsg. von
Alexa Franke Taschenbuch
Über den Begründer der Gesundheitswissenschaft, der Salutogenese. Wie Frankl hat er mit Überlebenden
des Holocaust gearbeitet und sich gefragt, wieso nach der Befreiung manche in eine (gutes) Leben
(zurück-)gefunden haben und andere an ihrem Schicksal zerbrochen sind. So hat er das Kohärenzgefühl
(sense of coherence) formuliert: das Gefühl der Verstehbarkeit, das Gefühl der Handhabbarkeit, das
Gefühl der Sinnhaftigkeit sind dafür verantwortlich, dass Menschen körperlich und psychisch gesünder
sind. Klassiker!
Paul Watzlawick: Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels, Taschenbuch
Sehr wissenschaftlich, aber mit vielen Beispielen erläutert der Vater der Kommunikationsforschung, wie
durch Paradoxien, Symptomverschreibungen u.ä. Lösungen sog. 2. Ordnung (Tom Sawyer und der Zaun!)
Hanbdlungsmöglichkeiten geben auch in scheinbar total verfahrenen Situationen. Wer nicht soviel Zeit
hat, dem reicht eigentlich:
Paul Watzlawick, Anleitung zum Ünglücklichsein –
Überhaupt, Das Absurde! Andre Breton schrieb über das wunderbare Alice im Wunderland von Lewis
Carroll: „Im Absurden vermag der Geist einen Ausweg aus allen beliebigen Schwierigkeiten zu finden.
Die Neigung zum Absurden öffnet dem Menschen aufs neue das geheimnisvolle Königreich der Kinder.
(Gucken Sie, wo wir schon gerade dabei sind, gerne auch mal in die Tagebücher von Albert Camus oder
seinen Mythos von Sisyphos – obwohl dieser von den Göttern bis in alle Ewigkeit verdammt ist, einen
Stein einen Berg hinauf zu rollen, der aber immer wieder runterrollt, sagt Camus, „müssen wir uns
Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen (oder wie ich gerne sage: wohl dem, der seinen Stein
hat-was ist unser Stein?)
Kommunikation steht auch im Zentrum eines der ersten Fachbücher zum Thema Pallativmedizin von S.
Husebo und E. Klaschik (der hat 2000 den ersten Lehrstuhl zur P-Medz. in Bonn bekommen. Wie
verhält sich der Arzt richtig und falsch, mit vielen Beispielen aus der medizinischen Praxis. Hilfreich,
macht nachdenklich, gibt Mut. Ist aber ein med. Fachbuch!
Nett: Eckart von Hirschhausen, Glück kommt selten allein ... [Gebundene Ausgabe], 18,90
Auch gut zu lesen, authentisch: Andreas Kienzl, Humor trotz Tumor: Besser leben mit Krebs [Broschiert]
14,95
Hilfreich:
Daniel Goleman, EQ – Emotionale Intelligenz (broschiert) 8,90
Daniel Goleman, Soziale Intelligenz – wer auf andere zugehen kann, hat mehr vom Leben (Knaur-Tb)
9,99
Patch Adams, Hausbesuche. Die etwas andere Art, Menschen zu heilen. [Taschenbuch]
Ein unglaublich guter Aufsatz von Dietrich Niethammer: Kinder im Angesicht des Todes (in: C.
Wiesemann, A. Dörries u. a. Hg.: Das Kind als Patient. Ethische Konflikte zwischen Kindeswohl und
Kindeswille, Campus-Verlag 2003, S. 92) – erstaunlich, weil authentisch. Niethammer deckt den Grund
auf hinter dem Verstummen und Schweigen schwerstkranker Kinder. Der Mann ist klasse! Es gibt Bücher
von ihm, die hab ich aber noch nicht gecheckt: Dietrich Niethammer: Das sprachlose Kind. Vom
ehrlichen Umgang mit schwer kranken und sterbenden Kindern und Jugendlichen (2008) und: Wenn ein
Kind schwer krank ist: Über den Umgang mit der Wahrheit (suhrkamp taschenbuch) (2010)
Recht neu wieder erschienen ist: Elisabeth Kübler-Ross, Kinder und Tod, Knaur – Tb 2011 (das kenn
ich aber noch nicht gut) sowie: Mechthild Ritter: Wen ein Kind stirbt. Hilfe und Orientierung für Eltern,
Geschwister und Begleitende, Gütersloher Verlagshaus 2011
Dazu passt natürlich (Basisliteratur!) Oskar und die Dame in Rosa von Eric-Emmanuel Schmitt (gibt’s
auch als DVD – Kleenex bereit halten!)
nett ist auch:
Manfred Lütz, Lebenslust. Wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult (PattlochVerlag)
sowie:
Wolf Ruede-Wissmann, Auf alle Fälle Recht behalten. Dialektische Rabulistik – Die Kunst der
überzeugenden Wortverdreherei (Wirtschaftsverlag Langen-Müller / Herbig) – vom gleichen Autor:
Satanische Verhandlungskunst – und wie man sich dagegen wehrt (Verlag wie eben)
Anmerkung:
Man muss die Bücher nicht alle kaufen, wenn man nicht gerade ein Büchernarr ist – wer einen
Computer hat, „googelt“ die Namen und findet auch im Internet Texte und Material zum
runterladen oder ausdrucken ( Sie können auch gerne mal meinen Namen googlen, oder
Schlagworte: „absurd“, paradoxe intention, paradoxe intervention usw. Zum bestellen (online):
www.amazon.de oder www.zvab.de
Wirklich ergiebig ist die homepage:
www.humor.ch
und als Film: Patch Adams, Nokan, alles, wirklich alles von Buster Keaton:
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=9onHRnIguko&NR=1
siehe auch:
Christian Heeck, Kunst und Kultur im Krankenhaus. Gedanken und Erfahrungen zur Rückgewinnung des Krankenhauses
als Lebensraum für Menschen (Münster: LIT-Verlag 1997 (Medizin ; 1.)
sowie Autorenbeiträge:
C. Heeck: Leid(t)-Bilder. Ästhetische Grenzgänge zwischen Angst und Hoffnung, in: Artheon. Mitteilungen der
Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche, Nr. 25, Juli 2007, Stuttgart, S.31-39
C. Heeck: Kunst im Krankenhaus. Erfahrung und Bedeutung – Distanz und Nähe, in: Meyer zu Capellen, J. u.a.
Kunstraum Universität, Münster: Rhema-Verlag 2002, S. 22 – 36
C. Heeck: Patienten und Bewohner im Mittelpunkt der lernenden Organisation, in: Bläsing, J. P. (Hg.), Die lernende
Organisation, Ulm: TQU-Verlag 2000, S. 99-117
C. Heeck: Kultur im Krankenhaus – Das Krankenhaus als Lebensraum, in: Braun, G. E. (Hg.): Handbuch
Krankenhausmanagement, Stuttgart: Schäffer-Poeschel 1999, S. 503-523
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