Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik Gleichstromnetze Versuch 1 WS 2014 / 2015 Lineare und nichtlineare Widerstände Die Widerstände R zweier Drähte sollen indirekt durch Messung von Spannung U und Strom I ermittelt werden. Die Werte liegen im Bereich Ra 1 für den äußeren Draht und Ri 1 für den inneren Draht (hierfür die Vierdrahtmessung verwenden!). 1.) Wählen Sie die geeignete Messschaltung (strom- oder spannungsrichtig) unter Berücksichtigung der Messgerätewiderstände aus. Die im Versuch verwendeten Digitalmultimeter besitzen im Gleichspannungsmessbereich einen Messgerätewiderstand, der unabhängig vom Messbereich RMU = 10 M beträgt. Zur Abschätzung der Größenordnung des Messgerätewiderstandes im Gleichstrommessbereich ist die nachfolgende Tabelle für das Hameg Multimeter 8012 angegeben: Strommessbereich m a x . Spannungsabfall 500 A 0,7 V 5 mA 0,7 V 50 mA 0,7 V 500 mA 2,5 V 10 A 0,2 V Bestimmen Sie zuhause den Messgerätewiderstand RMI in den einzelnen Messbereichen. 2.) Messen Sie U(I) und zeichnen Sie die Kennlinie für folgende Ströme am Äußeren Draht IA/A = 0,02 ; 0,05 ; 0,1 ; 0,2 ; 0,4 ; 0,6 ; 0,8 ; 1,0 ; Imax A = 1,2 A Inneren Draht II/A = 0,02 ; 0,05 ; 0,1 ; 0,2 ; 0,4 ; 0,6 ; 0,8 ; 1,0 ; 1,2 ; 1,4 ; 1,6 ; 1,8 ; Imax I = 2,0 A. Da die Sicherungen im Strommessbereich besonders schnell ansprechen, ist dringend zu darauf zu achten, Ströme ab 0,25 A nur im 10 A Messbereich zu messen! Warten Sie besonders bei größeren Strömen darauf, bis U(I) konstant bleibt! 3.) Berechnen Sie R = U / I für alle gemessenen Paare [I ; U] und zeichnen Sie die Kennlinie R(I) für beide Drähte in ein Diagramm mit getrennten Maßstäben ein. Erklären Sie die Abhängigkeit R(I). Messen Sie beide Drahtwiderstände auch im Widerstandsmessbereich der Multimeter. 4.) Berechnen Sie die spezifischen Widerstände in mm / m der beiden Drähte und ermitteln Sie aus der Tabelle, um welche Drahtmaterialien es sich handelt. Beide Drähte sind = 0,5 m lang und die Durchmesser betragen dA = 0,22 mm bzw. dI = 0,28 mm. 2 Welcher Widerstandswert aus dem Diagramm nach 3.) ist dabei jeweils zu verwenden? 2 –3 20 in 10 /K –6 Material in mm /m Kupfer Silber Aluminium Wolfram Nickel Eisen 0,01786 0,0160 0,0286 0,0550 0,08 – 0,11 0,10 – 0,15 3,93 3,80 3,77 4,10 3,7 – 6,0 4,5 – 6,0 0,6 0,7 1,3 1,0 9,0 6,0 Platin Blei Konstantan 0,11 – 0,14 0,21 0,50 2,0 – 3,0 4,2 –0,0035 0,6 2,0 0,0 2 20 in 10 /K Bitte wenden! Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl Gleichstromnetze Versuch 1 Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik WS 2014 / 2015 5.) Berechnen Sie die Stromdichte JA und JI bei den maximal durch die Drähte fließenden Strömen und die dabei von den Drähten aufgenommene Leistung PA und PI. Bei welcher Stromdichte JAG und JIG wird die Erwärmung siehe 3.) gerade bemerkbar? Berechnen Sie PAG und PIG dazu. 6.) Prüfen Sie die Spannungsverteilung entlang des äußeren Drahtes U() . Messen Sie dazu alle 10 cm die Spannung am äußeren Draht von einem geeigneten Bezugspunkt aus nach! Zeichnen Sie den Spannungsverlauf entlang des Drahtes in ein Diagramm U(). Welche Funktion in Worten beschreibt die aufgezeichnete Abhängigkeit? 7.) Berechnen Sie die Temperaturerhöhung der Drähte, die sich bei den maximalen Strömen in den Drähten einstellt. Verwenden Sie für R(20 °C) einen mittleren Widerstandswert, für den nach 3.) noch keine Erwärmung feststellbar war: R(Imax) = R(20 °C) (1 + 20 ) Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik Gleichstromnetze Versuch 2 WS 2014 / 2015 Lineare und nichtlineare Widerstände Der Widerstand der Glühwendel einer Lampe ist bei Betriebsspannungen U von 0 U 60 V zu ermitteln. Die Glühwendel ist aus Wolfram hergestellt. 1.) Zeichnen Sie vorab die genauere Messschaltung mit zwei Spannungsquellen auf. Hinweis: Es wird eine Glühlampe für die Nennspannung 230 V mit einer Nennleistung 60 W verwendet. Achten Sie insbesondere darauf, die Zählpfeile der Spannungsquellen einzuzeichnen. 2.) Messen Sie I (U) für U / V: 1 ; 2,5 ; 5 ; 10 ; 15 ; 20 ; 25 ; 30 ; 35 ; 40 ; 45 ; 50 ; 55 ; 60 . Hinweis: Um Spannungen > 30 V zu realisieren, müssen beide Netzgeräte in Reihe geschaltet werden. Ergänzen Sie obige Schaltung mit beiden Spannungsquellen! Zeichnen Sie die Kennlinie in ein von Ihnen zuhause vorbereitetes mm- Papier ein (mU = 0,2 cm / V; mI = 0,1 cm / mA; Bereich 0 < I < 180 mA). Warum ist die direkte Messung des Rkalt mit dem Multimeter vor obiger Versuchsreihe durchzuführen? (Eine kurze Begründung durch Vergleich mit R (U = 1 V)!) 3.) Welche Auswirkungen auf I hat ein Umpolen von U? Probe bei U = – 60 V durchführen. 4.) Tragen Sie den statischen Widerstand der Glühlampe Rstat = U / I in Abhängigkeit von U in ein weiteres Diagramm Rstat (U) ein. Hinweis: Wie groß ist der stat Widerstand Rstat (U = 0 V) der Glühwendel bei U = 0 V? IAP a Uq = 50 V R1, 2, 3 UAP a R1 = 100 R2 = 200 R3 = 400 Schaltung a.) 5.) Ermitteln Sie grafisch mit der in 2.) gezeichneten I (U) Kennlinie für einen der drei Widerstände R1 bis R3 den sich ergebenden Arbeitspunkt AP a (UAP a , IAP a) der Glühlampe in Schaltung a.), kennzeichnen Sie AP a, tragen Sie dazu auch die abgelesenen Werte in das Diagramm ein. Konstruieren Sie dazu die Gesamtkennlinie der Reihenschaltung. 6.) Messen Sie alle für die drei Widerstände R1 bis R3 sich ergebenden Arbeitspunkte an der Glühlampe. Vergleichen Sie das entsprechende Messergebnis mit der grafischen Bitte Lösung tabellarisch, kommentieren Sie die Übereinstimmung des Ergebnisses. wenden! Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl Gleichstromnetze Versuch 2 Iges Uq = 50 V Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik WS 2014 / 2015 IAP b 200 UAP b 200 Schaltung b.) 7.) Ermitteln Sie grafisch mit der in 2.) gezeichneten I (U) Kennlinie den sich ergebenden Arbeitspunkt AP b (UAP b , IAP b) der Glühlampe in Schaltung b.) , kennzeichnen Sie AP b. Konstruieren Sie dazu die Gesamtkennlinie der Schaltung mit Widerständen und Glühlampe. 8.) Prüfen Sie auch diesen Arbeitspunkt durch Messung von U und I an der Glühlampe nach. Vergleichen Sie das Messergebnis mit der grafischen Lösung in obiger Tabelle, kommentieren Sie auch die Übereinstimmung dieses Ergebnisses. 9.) Berechnen Sie näherungsweise die Temperaturänderung der Glühwendel zwischen der direkten Widerstandsmessung mit dem Multimeter Rkalt und R (U = 1 V) . 10.) Berechnen Sie näherungsweise die Temperaturänderung der Glühwendel zwischen der direkten Widerstandsmessung mit dem Multimeter Rkalt und R (U = 60 V) , wobei Sie einmal mit linearer Näherung und einmal mit quadratischer Näherung arbeiten sollen. (20 und 20 aus der Tabelle des vorhergehenden Versuches entnehmen!) 2 Hinweis: R (U = 60 V) = Rkalt (1 + 20 + 20 ) Bestimmen Sie lin und quadr . Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik Elektrische und magnetische Felder Versuch 3 WS 2014 / 2015 Elektrische Ladung und Kondensatoren 1.) Zum besseren Verständnis des Versuches ist es vorteilhaft die Fragen a – d, vor Versuchsbeginn zuhause mit einer einfachen Abschätzung für t zu beantworten. Gegeben ist ein Kondensator mit C = 5 F der gerade auf Uq = 10 V aufgeladen wurde und die Selbstentladezeitkonstante (Typ MKY) e 3 Tage besitzt. Wie groß ist sein Isolationswiderstand Riso? a.) b.) c.) d.) Welche Ladung Q und wie viele Elementarladungen N befinden sich auf den Elektroden des Kondensators? Wie viele Elektronen N durchdringen das Dielektrikum des Kondensators pro 1 s bei Uq = 10 V Welche Ladung Qm entnehmen Sie dem Kondensator bei einer Messzeit von tm = 10 s mit RV + RM = 100 M, welcher Spannungsänderung Um entspricht dies näherungsweise (bei Uq = 10 V)? Welche Änderungen Qe und Ue ergäben sich durch die Selbstentladung e, wenn der Kondensator zu Beginn des Praktikums aufgeladen und am Praktikumsende nachgemessen würde? Für den Versuch stehen Ihnen drei Kondensatoren mit den Nennwerten: C1 = 3,3 F, C2 = 4,7 F und C3 = 6,8 F zur Verfügung. Der Widerstand des Digitalmultimeters als Spannungsmesser beträgt im 50 VMessbereich RM = 10 M, es kann in Reihe mit einem Vorwiderstand RV = 90 M betrieben werden. (Dieser Messbereich (L3) 50 V ist sowohl zur direkten Messung, sowie zur Messung mit RV zu verwenden!) Zeichnen Sie zur Vorbereitung die Messschaltung zur Erfassung des Entladevorganges, mit dem Vorwiderstand RV in Reihe zum Multimeter und mit der Spannungsquelle zum Laden des Kondensators. 2.) Bestimmen Sie die Spannung uC an einem Kondensator, der bis kurz vor Versuchsbeginn auf die Spannung Uq = 10 V aufgeladen wurde, mit einem Spannungsmesser, der den Kondensator entlädt. Der Spannungsmesser soll einmal mit und einmal ohne Vorwiderstand betrieben werden. Notieren Sie sich dazu die angezeigte Spannung alle 10 s. Zeichnen Sie beide Kurven uC = f(t) in ein Diagramm (mm- Papier Querformat, maximale Beobachtungszeit ca. 4 min., Zeitmesser mitbringen!). Bereiche und Maßstäbe: 0 uC 10 V: mU = 1 cm/V; 0 t 260 s: mt = 0,1 cm/s. Ermitteln Sie aus den Diagrammen die Kapazität des Kondensators, indem Sie zu verschiedenen Zeiten mithilfe der Tangente die Zeitkonstante festlegen. 3.) Bestimmen Sie die Kapazität von den drei Kondensatoren durch direkte Messung der Zeitkonstanten! (ohne Vorwiderstand RV) Bitte wenden! Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl Elektrische und magnetische Felder Versuch 3 Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik WS 2014 / 2015 Bei den nachfolgenden Aufgaben ist das Ergebnis jeweils allgemein und zahlenwertmäßig zuhause vorzubereiten. Das gerechnete Ergebnis ist jeweils durch eine Messung zu bestätigen und mit der Vorbereitung zu vergleichen. Achtung: Benutzen Sie von nun an zur Spannungsmessung nur noch den Spannungsmesser Messbereich (L3) mit dem 90 M Vorwiderstand, damit sich die Kondensatorspannung während der Spannungsmessung nicht zu schnell verändert. 4.) Schalten Sie die drei entladenen Kondensatoren, deren Kapazität unter Punkt 3.) ermittelt wurde, in Reihe und laden Sie die Reihenschaltung auf eine Spannung Uq = 15 V auf. Messen Sie die Spannung, die sich an jedem einzelnen Kondensator dabei einstellt. 5.) Laden Sie einen der Kondensatoren auf 6 V, einen anderen auf 12 V auf. Schalten sie anschließend die beiden Kondensatoren parallel (lassen Sie hierbei die Polarität der Kondensatoren unverändert). Welche Spannung ergibt sich nach der Parallelschaltung? 6.) Laden Sie die Kondensatoren jeweils auf die Spannung von Uq = 10 V auf. Schalten Sie die drei Kondensatoren anschließend gleichgepolt in Reihe. Welche Spannung wird an der Reihenschaltung gemessen? 7.) Schließen Sie nun die nach Punkt 6.) unverändert aufgeladene Reihenschaltung der drei Kondensatoren kurz (nicht die einzelnen Kondensatoren!). Bestimmen Sie die Spannungen, die sich nach dem Kurzschluss an den einzelnen Kondensatoren eingestellt haben! Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik Gleichstromnetze Versuch 4 WS 2014 / 2015 Statischer und differenzieller Widerstand In diesem Versuch wird als Versuchsobjekt eine Z- Diode ZX 3,9 mit einer Z- Spannung UZ 3,9 V verwendet. Abhängig von der Polarität der angelegten Spannung unterscheidet man zwischen dem "Durchlassbereich" und dem "Sperrbereich" der Z- Diode. Durchlassbereich ID Durchlassbereich (Flusspolung): Legt man an die Z- Diode die Spannung UD > 0 V an, fließt ein mit UD exponentiell ansteigender "Durchlassstrom" ID. In der linearen Darstellung ist dieser Strom ab einer Spannung von ca. 0,6 V sichtbar. – 3,9 V 0,6 V UD Sperrbereich Sperrbereich (Sperrpolung): Bei entgegengesetzter Polung mit negativer Spannung UD ergibt sich für (UD – 3,9 V) eine starker Anstieg des negativen Stromes ID (Sperrstrom). K A ID A K ZX 3,9 UD Achtung: Damit die Z- Diode in keinem Fall thermisch zerstört wird, muss die Strombegrenzung während des gesamten Versuches auf Imax = 0,1 A eingestellt werden (im 10 A Messbereich einstellen). 1.) Skizzieren Sie die Schaltung zur Messung der ID = f(UD)- Kennlinie der Z- Diode. Messen Sie die Spannung UD an der Z- Diode bei folgenden Strömen (beachten Sie die Polarität von UD und ID nach obiger Skizze !) ID/mA : -50; -40; -30; -20; -10; -5; -2,5; -1; 0; 1; 2,5; 5; 10; 20; 30; 40; 50. Tragen Sie die ID(UD)- Kennlinie in ein vorbereitetes Diagramm (mm- Papier DIN A4 Hochformat) welches auch schon die Quellenkennlinien für AP 1, AP 2, AP 4 und AP 5 enthält ein. Sehen Sie dabei folgende Bereiche vor: 2.) - 7 V UD + 2 V - 60 mA ID + 60 mA mit mU = 2 cm / V mit mI = 0,2 cm / mA und Bestimmen Sie grafisch aus der ID(UD)- Kennlinie die Werte ID AP 1 , UD AP 1 die in Schaltung 1) auftreten (Quellenkennlinie einzeichnen). In welchem Bereich wird die Z- Diode betrieben? ID AP 1 Schaltung 1.) AP 1 Ri = 330 Uq = 12 V a AP 1: Arbeitspunkt 1 UD AP 1 b Bauen Sie die Schaltung 1) auf und messen Sie ID AP 1 und UD AP 1. Vergleichen Sie die Werte mit grafisch ermittelten. Welche Leistung PD = UD · ID wird in der Z- Diode in Wärme umgewandelt? 3.) In Schaltung 1) soll nun an den Klemmen a, b anstelle der Z- Diode ein Widerstand R1 (Wendelpotenziometer) angeschlossen werden. Bestimmen Sie den einzustellenden Wert R1 dieses Widerstandes, bei dem sich die gleiche Klemmenspannung wie unter Punkt 2.) einstellt. (statischer Widerstand) Prüfen Sie anschließend durch Messung die Richtigkeit der Rechnung nach. Welche Leistung wird in R1 umgesetzt? 4.) Zur Ermittlung des differenziellen Widerstandes Rdiff1 der Z- Diode und des Widerstandes R1 sind nun die Spannungsänderungen U zu messen, die sich im Arbeitspunkt AP 1 bei Stromänderungen von ID = 5 mA ergeben (verändern Sie dazu Uq). Welchen Wert hat der differenzielle Widerstand Rdiff1 der Z- Diode in diesem Arbeitspunkt? Vergleichen Sie den gemessenen Wert, mit dem der Kennlinie entnommenen Wert (Tangente im Arbeitspunkt 1 und Bitte mit dem differenziellen Widerstand von R1. wenden! Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl Gleichstromnetze Versuch 4 5.) Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik WS 2014 / 2015 Die Z- Diode soll nun in der Schaltung 2) betrieben werden. ID AP 2 Schaltung 2.) AP 2 und AP 3 Ri = 220 Uq = 10 V a UD AP 2 b a.) In welchem Bereich wird die Z- Diode betrieben? Bestimmen Sie aus der ID(UD)- Kennlinie grafisch die Werte ID AP 2 , UD AP 2 für Uq = 10 V. Berechnen Sie daraus den statischen Widerstand R2 der Z- Diode. b.) Bauen Sie die Schaltung 2) auf und ermitteln ID AP 2 sowie UD AP 2 durch Messung. Vergleichen Sie die Werte mit den Ergebnissen aus 5a). c.) Durch Verändern von Uq soll der statische Widerstand der Z- Diode auf den gleichen Wert R1 gebracht werden, der im AP 1 vorhanden war. Ermitteln Sie grafisch den neuen Wert von Uq' und messen Sie den neuen Arbeitspunkt AP 3 (ID AP 3 , UD AP 3) nach. d.) Stellen Sie den differenziellen Widerstand Rdiff2 der Z- Diode in dem Arbeitspunkt AP 3 fest, indem Sie die Spannungsänderungen UD messen, die sich bei kleinen Stromänderungen von ID = 0,5 mA ergeben. Vergleichen Sie den gemessenen Wert mit dem der Kennlinie entnommenen Wert (Tangente in AP 3). 6.) Ermitteln Sie grafisch den Arbeitspunkt AP 4 der Z- Diode in Schaltung 3). Verwenden Sie dazu eine geeignete lineare Ersatzquelle bezüglich der Klemmen a und b. Schaltung 3.) AP 4 und AP 5 R3 = 1 k ID AP4 IR a UD AP4 Uq = 18 V R4 = 270 b Überprüfen Sie die ermittelten Werte für ID AP 4 und UD AP 4 durch Messung. Welche Leistung PD = UD AP 4 · ID AP 4 wird in der Z- Diode in Wärme umgewandelt? Bei welchen Werten der Widerstände und der Versorgungsspannung ist die Erwärmung der ZX 3,9 am höchsten, wenn folgende Toleranzen zu berücksichtigen sind: Uq = (18 2) V; R3 = 1 k 10 %; R4 = 270 10 % Bestimmen Sie hierzu grafisch den Arbeitspunkt AP 5 der Z- Diode und berechnen Sie die dabei entstehende maximale Verlustleistung PD max = UD AP 5 ID AP 5. Achtung! Messen Sie zum Abschluss dieses Versuches, zur Vorbereitung des nächsten Versuches alle Widerstände am Versuchsplatz mit dem Multimeter nach. Halten Sie die Werte in einer Tabelle fest. Sie benötigen diese Werte zur Vorbereitung des nächsten Versuches! Hochschule München, FK 04 EI, E. Brücklmeier / W. Tinkl Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik Gleichstromnetze Versuch 5 1.) Blatt WS 2014 / 2015 Ersatzquellen und Leistungsanpassung Der Versuch 5 soll mithilfe des Netzwerkanalyseprogrammes LTSpice nicht am Laborplatz, sondern an einem PC im Labor durchgeführt werden. Zu untersuchen ist die nachstehende Schaltung mit den beiden Spannungsquellen Uq1 und Uq2 und den Widerständen R1 bis R6. R2 = 1000 R3 = 2200 R1 = 270 Uq1 = 14 V a R4 = Ra 220 I U b R5 = Uq2 = 820 30 V R6 = 330 A) Vorbereitung zu Hause von Hand. 1.) Bestimmen Sie die Nennkenngrößen der Ersatzspannungsquelle für die Nennwerte der Widerstände R1 bis R6 (Quellenspannung Uqn und Innenwiderstand Rin) des Netzwerkes bezüglich der Klemmen a und b und ermitteln Sie mit den beim letzten Praktikumsversuch nachgemessenen Istgrößen der Widerstände die tatsächlichen Kenngrößen der Ersatzquelle Uqe ,Rie und Iqe. Verwenden Sie von hier ab für alle weiteren Rechnungen nur noch die von Ihnen berechneten individuellen Istkenngrößen der Ersatzquelle Uqe, Rie und Iqe ! 2.) Ermitteln Sie für Ra / = 100; 200; 250; 300; 350; 400; 500; 600; 700; 800; 900; 1000 die Klemmenspannung U. Zeichnen Sie U = fu(Ra) in ein Diagramm auf mm- Papier. Empfohlene Bereiche und Maßstäbe: mU = 1 cm/V; 0 Ra 1000 : mR = 0,01 cm/. 0 U 8V : Gegen welchen Wert nähert sich U für Ra ? Zeichnen Sie die ermittelte Asymptote ebenfalls in obiges Diagramm ein. 2 Berechnen Sie die jeweils in Ra umgesetzte Leistung P = U / Ra und zeichnen Sie P = fp(Ra) auf mm- Papier. Empfohlene Bereiche und Maßstäbe: 0 P 40 mW : mP = 0,25 cm / mW; 0 Ra 1000 : mR = 0,01 cm / . * * Bei welchem Wert von Ra wird P(Ra ) maximal? Welche Kontrolle bietet sich hierfür an? 3.) Berechnen Sie den Strom I bei Ra = 100 . 4.) Bestimmen Sie den Wert von Ra, bei dem I = 0,3 Iqe ist. 5.) Berechnen Sie die Klemmenspannung U(Ra = 470 ), die bei Ra = 470 an den Klemmen a, b auftritt. Berechnen Sie den Wert des Widerstandes RX , der zusätzlich zu Ra = 470 parallel geschaltet werden muss, damit die Klemmenspannung auf U = [U(Ra = 470 )] / 2 absinkt. Vor Beginn des Praktikums sind die zuhause durchgeführten Berechnungen zu den Punkten 1 – 5) vorzulegen. Bitte wenden! Hochschule München, FK 04 EI, Tinkl / Brücklmeier Gleichstromnetze Versuch 5 1.) Blatt Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik WS 2014 / 2015 B) Simulation mit LTSPICE Falls Sie noch Probleme bei der Bedienung der Software LTSpice haben sollten, laden Sie sich das Skriptum www.prof-bruecklmeier.de/anleitungen-und-handbücher herunter. Öffnen Sie einen neuen Schaltplan und geben Sie das Netzwerk ein, verwenden Sie die gleichen Bezeichnungen (Reihenfolge der Eingabe beachten!) und geben Sie die entsprechenden von Ihnen nachgemessenen Bauteilewerte ein (R1.....R6, Ra = Arbeitswiderstand zwischen a – b, Uq1, Uq2). Verwenden Sie aus der Bauteilebibliothek die Spannungsquelle voltage und vergessen Sie nicht den Punkt b zu erden. Platzieren Sie ein Textfeld mit Ihrem Namen und dem Datum in den Druckbereich. Drucken Sie das von Ihnen erstellte Schaltbild a u s. Plot 1 Die Aufgaben 1 – 7) sind mit den tatsächlichen Widerstandswerten durchzuführen. Bearbeitung der Aufgaben 1, 3 – 5): Die zur Aufgabe 1) dazugehörigen Messungen müssten wie folgt ausgeführt werden: Bestimmung von Uqe durch Messung der Leerlaufspannung UL [Ra ; (Ra 10 T)] an a, b; Ermittlung von Iqe durch Messung des Kurzschlussstromes IK [Ra 0; (Ra 1 m)] an a, b; Starten Sie jeweils eine Arbeitspunktsimulation (DC op pnt) und tragen Sie die ermittelten Werte in das Schaltbild ein. (Zum Anzeigen von Simulationsergebnissen: Rechtsklick an freier Stelle im Schaltplan View Place .op Data Label Label positionieren Anzuzeigende Größe nach Rechtsklick auf Label auswählen, vorher $-Zeichen löschen. Knotenpotenziale können auch direkt durch Doppelklick auf den entsprechenden Knoten dargestellt werden.). Berechnen Sie aus Uqe und Iqe den Innenwiderstand Rie. Begründen Sie (durch Überlegung) den eventuell auftretenden Unterschied zur Messung des Kurzschlussstromes IK mit dem Strommesser (Vergleich mit Angaben zum Hameg Multimeter 8012 aus Versuch 1). Führen Sie die Aufgaben 3 – 5) sinngemäß mit LTSpice durch. Wie müssten bei der Simulation die Auswirkungen eines realen Strommessers von Versuch 1 Hameg Multimeter 8012 berücksichtigt werden? Für die Aufgabe 2) sind Strom I, Spannung U und Leistung P in einem größeren Widerstandsbereich (0....1 k ) zu untersuchen und in einem Diagramm abzubilden. Dazu müssen Sie zunächst den Festwert Ra als Größe in einen variablen Wert {Rvar} ändern. Fügen Sie dann Ihrem Schaltbild folgende Spice Direktive hinzu: aus der Toolbar .op [ .step param rvar 0.01 1k 0.1 ] Nach der Simulation erscheint zunächst ein leerer Graph über der Rvar Achse. Durch Anklicken von Knoten (Spannung) oder Bauteilen (Strom) können Sie die dazustellenden Größen auswählen. Durch Anklicken der Legende wird auf der entsprechenden Signalform ein Messcursor aktiviert. Wählen Sie wenn notwendig besser geeignete Maßstäbe. Kennzeichnen Sie dazu auf den Kurven (Plott Settings Notes & Annotations Label Curs. Pos.), die Werte für U, I und P bei R = 0,01 , 100 , 470 , 999,9 und bei Anpassung mit R a o p t vorher print Setup: Querformat einstellen Plot 2 Vergleichen Sie tabellarisch die so ermittelten Werte bei R = 0,01 , 100 und 470 und bei Anpassung mit R a o p t mit denen von 1 – 5). 6.) Zur direkten Bestimmung des Ersatzinnenwiderstandes des Netzwerkes bezüglich der Klemmen a – b ist das Netzwerk als passives Netzwerk (Uq1 = Uq2 = 0 V) mit einer Teststromquelle an den Klemmen a – b zu untersuchen, Verwenden Sie aus der Bauteilebibliothek die Stromquelle current. Ermitteln Sie daraus den Widerstand Rie Ist und vergleichen Sie diesen mit den Ergebnissen nach 1). Plot 3 7.) Mit Aufgabe 1) ist der Überlagerungssatz zu überprüfen, betrachten Sie jeweils nur eine der Quellen als aktiv und deren Auswirkung auf ULi und IKi und überlagern Sie diese Ergebnisse. Weiter mit Blatt 2 ! Hochschule München, FK 04 EI, W. Tinkl / E. Brücklmeier Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik Gleichstromnetze Versuch 5 2.) Blatt 8.) WS 2014 / 2015 Als abschließende Aufgabe soll nun wieder mit den Nennwerten der Widerstände die Empfindlichkeit der Ersatzquellendaten auf Parameteränderungen der Bauteile des Netzwerkes untersucht werden. Verändern Sie dabei nacheinander die einzelnen Widerstände und die Spannungsquellen um + 10 %. Halten Sie auch die dazugehörigen Änderungen von UL und IK (UL, IK) in einer Tabelle fest. Bestimmen Sie diejenigen Bauteile (Ri und Uqi), die bei einer Änderung ihres Wertes um + 10 % jeweils die Leerlaufspannung UL oder den Kurzschlussstrom IK am stärksten beeinflussen. Hinweise zu LTSpice ACHTUNG: In LTSpice werden alle Werte ohne Einheiten und mit einem Punkt "." als Dezimaltrenner eingegeben! Das ist eine der häufigsten Fehlerquellen! Werte können mit SI- Präfixen eingegeben werden, wobei nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird: "M" wird als "milli" interpretiert, für "Mega" muss "meg" eingegeben werden. Statt "µ" kann "u" verwendet werden. Achten Sie immer darauf, welches Fenster gerade aktiviert ist. Sie können Eingaben nur im aktiven Fenster tätigen. Jede Änderung der Schaltung erfordert eine erneute Simulation. Um Zweigströme eindeutig festzulegen, behandelt LTSpice Widerstände, Kondensatoren und Spulen wie gepolte Bauelemente. Leider sieht man die angenommene Polung den Schaltzeichen nicht an. Entspricht das Vorzeichen eines simulierten Stromes nicht Ihren Erwartungen, so müssen die das betreffende Bauteil um 180° drehen. Dazu können Sie die Funktionen Verschieben und Drehen nacheinander anwenden. Bitte wenden! Hochschule München, FK 04 EI, Tinkl / Brücklmeier Gleichstromnetze Versuch 5 2.) Blatt Praktikum aus Grundlagen der Elektrotechnik WS 2014 / 2015 Kurzübersicht LTSpice Toolbar Neuer Schaltplan Laden Speichern Einstellungen Simulation starten Laufende Simulation abbrechen Zoom hinein Neuer Mittelpunkt Zoom heraus Originalgröße Simulationsergebnis Automatische Skalierung Fenster anordnen " " Teilschaltplan ausschneiden Teilschaltplan kopieren Teilschaltplan einfügen Suche Druckeinstellungen Drucken Leitende Verbindung Masse Knoten benennen Widerstand Kondensator Spule Dioden Bauteilbibliothek Verschieben Verschieben (Gummiband) Rückgängig <F9> Wiederherstellen <F9> Drehen <Srtg+R> Spiegeln <Strg+E> Kommentar in Textfeld eingeben Spice Direktive eingegeben