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RAAbits Hauptschule 7–9 · Gesellschaftslehre 98
Das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944
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Widerstand im Nationalsozialismus –
das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944
Manuel Köhler, Würzburg
Geschichte
Ereignisse des 20. Juli 1944, Umsturzpläne nach dem Attentat, Operation Walküre, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die Folgen für die
Verschwörer, Formen des Widerstandes im Dritten Reich
Wissenswertes zum Attentat des 20. Juli 1944
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Historikern zufolge wurden während des Dritten Reiches über 40 Attentate auf Adolf Hitler geplant.
Das spektakulärste und gleichzeitig erfolgversprechendste wurde von Oberst Claus Schenk Graf
von Stauffenberg am 20. Juli 1944 verübt. Als Teilnehmer der Lagebesprechung im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ in Ostpreußen platzierte er eine Bombe mit Zeitzünder direkt neben Hitler,
der nur durch Zufall überlebte. Stauffenberg wurde noch in der gleichen Nacht hingerichtet. Andere Mitglieder seiner Widerstandsgruppe wurden ebenfalls hingerichtet, festgenommen, in den
Selbstmord getrieben oder Monate später in Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof zum Tode
verurteilt.
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Stauffenberg war Mitglied einer Widerstandsgruppe, die sich um den früheren Leipziger Oberbürgermeister Carl Friedrich Goerdeler, den politischen Führer der Verschwörung, sammelte. Die
Widerstandskämpfer waren von der Kriegsniederlage Deutschlands überzeugt und entsetzt von den
Gräueltaten gegenüber Juden und russischen Kriegsgefangenen. Sie wussten, dass der Tod Hitlers
die Voraussetzung für Friedensverhandlungen war. Dabei wollten sie der Bevölkerung und der
Wehrmacht nach dem erfolgreichen Attentat einen Putschversuch durch die Waffen-SS vortäuschen.
Wehrmachtsoldaten sollten gemäß „Operation Walküre“ führende SS- und NS-Führer verhaften.
Dann sollte eine neue Regierung unter Führung Goerdelers gebildet werden.
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Als Stauffenberg das Führerhauptquartier in Ostpreußen am 20. Juli 1944 verließ, war er vom Tod
Hitlers überzeugt. Als Hitler am Abend über das Radio zum Volk sprach, erkannten die Verschwörer jedoch, dass ihre Umsturzpläne gescheitert waren. Im Bendlerblock in Berlin, dem Hauptquartier der Wehrmacht, wurde Stauffenberg von SS-Soldaten erschossen. Er gilt heute als Symbol für
den Widerstand gegen Hitler. Doch warum entschloss sich der militärische Widerstand erst kurz
vor der Kriegsniederlage Deutschlands zu einem Attentat? Johann Georg Elser erkannte bereits
sehr früh die Gefahr, die von Hitler ausging. Sein Bombenanschlag scheiterte im November 1939
im Bürgerbräukeller in München. Widerstandsgruppen, wie die „Weiße Rose“, die zwei Jahre
zuvor Flugblätter an Münchener Studenten verteilte, protestierten ebenfalls gegen das Regime.
Didaktisch-methodische Hinweise
Das Material M 1 eignet sich als Einstieg in diese Unterrichtseinheit. Ein fiktiver Zeitungsbericht sowie eine Abbildung vom zerstörten Führerhauptquartier vermitteln Ihren Schülerinnen und Schülern
einen ersten Eindruck von den Ereignissen des 20. Juli 1944.
In Material M 2 liest Ihre Klasse einen Text über die Operation Walküre. Die Lernenden erfahren,
welche Pläne die Attentäter nach dem Tod Hitlers hatten, und erkennen die besondere Rolle Stauffenbergs.
In M 3 lesen die Lernenden einen Lückentext über Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Sie führen
eine Internetrecherche durch und ergänzen den Text mit den passenden Begriffen.
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M1
Das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944
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Was geschah am 20. Juli 1944?
Der folgende Zeitungsbericht verrät dir, was am 20. Juli 1944 passiert ist.
Aufgabe 1
Sieh dir die Abbildung an und lies den Zeitungsbericht.
21. Juli 1944
Mit einer Bombe versuchte eine
Gruppe von Offizieren gestern Mittag den Führer zu töten. Die Bombe,
die von Oberst Graf von Stauffenberg gezündet wurde, explodierte nur
wenige Meter neben Hitler. Nur durch
Zufall überlebte dieser leicht verletzt.
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Gegen 12.30 Uhr betritt StauffenHitlers Hauptquartier nach dem Anschlag
berg den Besprechungsraum, in dem
sich Hitler aufhält. Kurze Zeit später verlässt er diesen wieder. Er lässt seine
Aktentasche mit der Bombe zurück, die gegen 12.45 Uhr explodiert. Mehrere
Personen werden durch die gewaltige Druckwelle verletzt. Vier Männer sterben.
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Foto: Bundesarchiv,
Bild-Nr.: 146-1972-025-10
Attentat auf den Führer gescheitet
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Aufgabe 2
Beantworte die Fragen mithilfe des Textes.
a) Was geschah am 20. Juli 1944?
b) Welche Personen waren am Attentat beteiligt?
c) War das Attentat erfolgreich?
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M5
Das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944
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Bomben, Flugblätter und Verstecke –
Formen des Widerstands
Es gab noch weitere Menschen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft
Widerstand leisteten.
Aufgabe 1
Lies dir die Texte aufmerksam durch. Schneide dann die Bilder aus und klebe sie
neben den passenden Text.
Der Unternehmer Oskar Schindler beschäftigte im Zweiten Weltkrieg 1 200 jüdische
Zwangsarbeiter in seinen Fabriken. Der Gestapo erzählte er, dass er sie für die Produktion von kriegswichtigen Gütern benötigte.
So rettete er sie vor dem Tod in den Konzentrationslagern.
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An der Universität München bildete sich
1942 die Widerstandsgruppe Weiße Rose
um die Geschwister Hans und Sophie
Scholl. Die Studenten verteilten Flugblätter,
in denen sie zum Widerstand gegen den
Nationalsozialismus aufriefen. Ihre Mitglieder wurden wegen Hochverrat ermordet.
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Zwei Monate nach Kriegsbeginn verübte
Johann Georg Elser ein Attentat auf Adolf
Hitler. Dieser war auf einer Kundgebung in
München. Nur durch Zufall war Hitler nicht
mehr im Saal als die Bombe hochging. Elser wurde von der Gestapo verhaftet und
am 9. April 1945 hingerichtet.
Foto: picture-alliance/dpa
Foto: akg-images
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Das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944
Aufgabe 2
Beantworte die folgenden Fragen:
1. Wie half Oskar Schindler seinen jüdischen Arbeitern?
2. Wie drückte die „Weiße Rose“ ihren Widerstand aus?
3. Warum scheiterte der Bombenanschlag von Johann Georg Elser?
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4. Was passierte mit den Widerstandskämpfern?
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Lösung (M 5)
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Aufgabe 1
Lies dir die Texte aufmerksam durch. Schneide dann die Bilder aus und klebe sie neben den
passenden Text.
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Foto: akg-images
Der Unternehmer Oskar Schindler beschäftigte im Zweiten Weltkrieg 1 200 jüdische Zwangsarbeiter in seinen Fabriken. Der
Gestapo erzählte er, dass er sie für die Produktion von kriegswichtigen Gütern benötigte. So rettete er sie vor dem Tod in den
Konzentrationslagern.
An der Universität München bildete sich 1942 die Widerstandsgruppe Weiße Rose um die Geschwister Hans und Sophie Scholl.
Die Studenten verteilten Flugblätter, in denen sie zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufriefen. Ihre Mitglieder
wurden wegen Hochverrat ermordet.
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Foto: picturealliance/dpa
Zwei Monate nach Kriegsbeginn verübte Johann Georg Elser ein
Attentat auf Adolf Hitler. Dieser war auf einer Kundgebung in
München. Nur durch Zufall war Hitler nicht mehr im Saal als die
Bombe hochging. Elser wurde von der Gestapo verhaftet und am
9. April 1945 hingerichtet.
Aufgabe 2
Beantworte die folgenden Fragen:
1. Wie half Oskar Schindler seinen jüdischen Arbeitern?
Er sagte den Nationalsozialisten, dass er sie für die Arbeit in der Fabrik benötigte.
2. Wie drückte die „Weiße Rose“ ihren Widerstand aus?
Die Weiße Rose verteilte an der Universität München Flugblätter, in denen sie zum Widerstand
gegen den Nationalsozialismus aufrief.
3. Warum scheiterte der Bombenanschlag von Johann Georg Elser?
Hitler war nicht mehr im Saal, als die Bombe hochging.
4. Was passierte mit den Widerstandskämpfern?
Die Widerstandskämpfer wurden verhaftet und hingerichtet.
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