Richard Strauss – Ein Leben in Stichworten 1864: Richard

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Richard Strauss – Ein Leben in Stichworten
Richard Strauss – Ein Leben in Stichworten
1864: Richard Strauss wird am 11. Juni in München geboren. Sein Vater ist Franz Joseph Strauss, der
erste Hornist am Hoftheater in München.
1868–70: Unterricht in Klavier und Violine. Erste Kompositionsversuche im Alter von 6 Jahren.
1870–82: Schulbesuch in München bis zum Abitur. 1881 wird Strauss’ »Festmarsch für großes
Orchester« als sein Opus 1 gedruckt. Ein Jahr später wird sein Violinkonzert uraufgeführt.
1882: Ein geisteswissenschaftliches Studium bricht Strauss nach wenigen Monaten ab. Er besucht
erstmals die »Bayreuther Festspiele«. Uraufführungen seiner Werke in Dresden und Wien bestärken
ihn in der Berufswahl als Komponist.
1883/84: Er lernt Hans von Bülow kennen, der den jungen Komponisten in den nächsten Jahren entscheidend prägen wird. Erstes öffentliches Dirigat.
1885: Bülow holt den jungen Strauss als Kapellmeister an den Meininger Hof. Als Bülow bald darauf
seinen Dienst quittiert, wird Strauss bis zum Ende der Saison sein Nachfolger als Musikdirektor.
1886/87: Strauss wird 3. Kapellmeister in München. Er unternimmt zwei Reisen nach Italien, als deren Ergebnis seine erste sinfonische Dichtung »Aus Italien« entsteht.
1889: Strauss ist bei den Bayreuther Festspielen Assistent in Wagners »Parsifal«. In Weimar wird er
2. Kapellmeister. Uraufführung der Tondichtung »Don Juan«.
1890: Uraufführungen von »Tod und Verklärung« und »Macbeth«. Strauss dirigiert erstmals die Berliner Philharmoniker.
1894: Seine erste Oper, »Guntram«, ist ein Misserfolg. Hochzeit mit der Sängerin Pauline de Ahna.
1895–1904: Uraufführung der meisten sinfonischen Dichtungen: »Till Eulenspiegels lustige Streiche« (Köln, 1895), »Also sprach Zarathustra« (Frankfurt, 1896), »Don Quixote« (Köln, 1898) und
»Ein Heldenleben« (Frankfurt, 1899) sowie der »Sinfonia domestica« (New York, 1904). Nachzügler
ist »Eine Alpensinfonie« (Berlin, 1915).
1897: Geburt des Sohnes Franz.
1898: Strauss wird Erster Königlich Preußischer Hofkapellmeister an der Berliner Hofoper.
1899: Beginn einer intensiven Arbeit für den Schutz von Urheberrechten.
1905–1942: Uraufführung der Oper »Salome« in Dresden. Strauss wird zum berühmtesten, kommerziell erfolgreichsten und auch einflussreichsten deutschen Opernkomponisten seiner Zeit.
1908: Bau seiner Villa in Garmisch, die er vom Erfolg der »Salome« finanziert.
1909: »Elektra«, die erste gemeinsame Oper mit dem Dichter Hugo von Hofmannsthal, wird ebenfalls in Dresden uraufgeführt. Musikalisch ist dies Strauss’ modernstes Werk.
1911: Die Oper »Der Rosenkavalier« thematisiert die vermeintlich heile Wiener Welt.
1919: Gemeinsam mit dem Dirigenten Franz Schalk übernimmt Strauss bis 1924 die Leitung der Wiener Staatsoper.
1924: Die Oper »Intermezzo« erlebt ihre Uraufführung.
1933: Erste Uraufführung unter dem Nazi-Regime: »Arabella«. Strauss wird von den braunen Machthabern zum Präsidenten der neu gegründeten Reichsmusikkammer ernannt. Mit dem Dichter Stefan
Zweig (der Jude ist) arbeitet er an einer neuen Oper.
1935: Strauss muss als Präsident der Reichsmusikkammer zurücktreten. Dennoch geht die Uraufführung von »Die schweigsame Frau« über die Bühne. Nach nur vier Vorstellungen wird die Oper
abgesetzt.
1942: Uraufführung der letzten Oper »Capriccio«.
1947/48: Komposition der »Vier letzten Lieder« für Sopran und Orchester.
1949: Richard Strauss stirbt am 8. September in seinem Haus in Garmisch-Partenkirchen.
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