Sternfrucht

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Obst
Sternfrucht
Den Erfolg hat die Sternfrucht oder Karambola sicherlich ihrer dekorativen
Wirkung zuzuschreiben. Mit den zu Sternen geschnittenen Früchten lassen
sich Getränke, Süßspeisen und pikante Gerichte verzieren.
Gesund in Maßen
Die goldene Farbe, die außergewöhnliche Form und der zarte Duft
zeichnen die Sternfrucht aus.
Das Fruchtfleisch der Karambola enthält
viel organische Säuren, Vitamin B1 und
C, Kalzium, Magnesium und Phosphor.
Besonders der Oxalsäuregehalt ist recht
hoch. Daher kommt der säuerliche Geschmack zustande. Da bei übermäßigem
Verzehr die Oxalsäure das Risiko einer
Nierensteinbildung erhöht, sollte man
also nicht zu viel von oxalsäurehaltigen
Früchten (hierzu zählt auch der Rhabarber) essen.
Dem Saft frischer Karambola wird eine
fiebersenkende Wirkung zugeschrieben.
Außerdem ist er erfrischend und durstlöschend.
Da die Früchte auch den Blutzuckerspiegel senken, werden sie häufig bei
Diabetes eingesetzt.
Karambola (Averrhoa carambola)
Die Karambola gehört zur Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae). Diese Pflanzenfamilie
verdankt ihren Namen dem Gehalt an Oxalsäure, die vor allem für das säuerliche Aroma
verantwortlich ist. Die Karambola stammt
ursprünglich aus Malaysia und wird heute in
vielen tropischen Ländern angebaut. Die Früchte
dieser bis zu 10 Meter hohen Bäume besitzen
eine unverwechselbare Form, der sie auch den
Namen Sternfrucht verdanken. Sie werden bis zu
12 cm lang und besitzen in Längsrichtung fünf
tiefe Kerben. Schneidet man die Früchte quer
in Scheiben, entstehen so die dekorativen fünfzackigen Sterne.
Karambolas werden unreif geerntet und reifen während Transport und Lagerung nach. Die
glatte Schale ist wachsartig und kann mitver-
zehrt werden. Die zunächst grünlichen Früchte
nehmen mit zunehmender Reife eine immer intensivere gelbe Farbe an. Reife Früchte kann man
noch einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Zum Einfrieren sind Karambolas nicht geeignet, da das knackige Fruchtfleisch durch die
Eiskristalle zerstört und dadurch weich wird und
den meisten Saft verliert.
Goldene Sterne
Das etwas durchscheinende Fruchtfleisch ist
sehr knackig und schmeckt säuerlich. Das Aroma
ist zugegebenermaßen nicht sehr intensiv. Dafür
verströmen die Früchte aber einen deutlichen
Jasmingeruch.
Zur Dekoration sollten die Früchte mit Schale
zu Sternen geschnitten werden, damit sie besser
Sternfrüchte
Der Saft von Karambola
oder Bilimbi ist übrigens auch ein ausgezeichnetes Mittel, um Messing oder andere Metallarten zu reinigen. Auch lassen
sich damit Rostflecken aus der Kleidung
entfernen.
hohen Gehalts an Oxal- und Zitronensäure ist
die Frucht für den Rohverzehr weniger geeignet.
Wer schon mal in eine frische Bilimbi gebissen
hat, wird sofort gemerkt haben, wie stark die
„zusammenziehende“ Wirkung ist. Die Bilimbi
wird daher vor allem zu Chutneys, Soßen oder
Pickles, aber auch Konfitüren und Säften verarbeitet. Gekocht wird sie außerdem als Beilage zu
Fisch oder Fleisch gereicht. Die Säure lässt sich
etwas abmildern, indem man die Früchte einige
Stunden in Salzwasser legt.
Geschnetzeltes mit Karambola
Die Bilimbi hat einen höheren Säuregehalt
als ihre größere Verwandte.
in Form bleiben. Zur weiteren Verwendung für
Süßspeisen oder Kuchen kann die Schale auch
vorsichtig abgezogen werden.
Die erhabenen Kanten der „Zacken“ der Sterne
verfärben sich bei reifen Früchten schnell bräunlich. Dann sollte die Frucht möglichst bald verwertet werden. Die braunen Kanten werden einfach kurz vor dem Verzehr knapp abgeschnitten.
In Asien wird aus Karambolas auch zusammen
mit anderem Obst, Zucker und Gewürznelken
ein Kompott hergestellt. In einigen Ländern
werden die Sternfrüchte auch als Gemüse zubereitet und zusammen mit anderem Gemüse und
Gewürzen zu einem Relish verarbeitet. Unreife
Früchte werden gekocht als Beilage zu Fisch oder
Meeresfrüchten gereicht.
Bilimbi (Averrhoa bilimbi)
Eine verwandte Art der Karambola ist die Bilimbi.
Sie hat im vollreifen Zustand eine grünlich gelbe
Farbe und ist länglicher als die Karambola. Sie
wird vor allem in Südostasien kultiviert, kommt
bei uns aber kaum auf den Markt. Wegen des
Zutaten für 4 Portionen:
> 500 g Puten- oder
Hähnchenfleisch
> 2 Karambolas
> 1 große Zwiebel
> 200 g Sahne
Zubereitung:
1
Die Zwiebel schälen und
fein würfeln. Das Fleisch
in kleine Stücke schneiden.
In einer Pfanne die Zwiebel in
etwas Öl anrösten und dann
das Fleisch dazugeben. Von
allen Seiten gut anbraten.
2
Das Fleisch aus der Pfanne
nehmen, mit Salz und
Pfeffer würzen und zur Seite
stellen.
3
Die Karambolas klein
schneiden, einige Sterne
als Garnitur aufbewahren.
>
>
>
>
1/8 l Gemüsebrühe
Ingwerpulver
Salz
Pfeffer
4
Die Karambolastückchen
in etwas Öl in der Pfanne
glasig dünsten und dann die
Gemüsebrühe angießen. Das
Fleisch zufügen, mit der Sahne
aufgießen und mit Ingwer,
Salz und Pfeffer abschmecken.
Vor dem Servieren mit den
restlichen Karambolasternen
verzieren. Hierzu passt am
besten Reis.
Variante:
Anstatt Karambolas kann man
auch Kiwis verwenden.
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