Komödie über einen elternabend - Theater Krefeld Mönchengladbach

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Ausgabe 1/2016 · Sonderveröffentlichung der City Anzeigenblatt Krefeld mbH
Theater TIPP
Veith Winkels und
Michael Grosse
Vorwort
Liebe verehrte Theaterbesucherinnen
und Theaterbesucher,
wir sind überaus glücklich, uns in diesem neuen Format einer Theaterzeitung mit dem Spielplan für die Saison
2016/17 präsentieren zu dürfen. Das
neue Theaterzeitungsformat wird es
Ihnen ermöglichen, vielfältige Informationen über unsere Spielplanvorhaben
zu bekommen und dabei gleichzeitig
einen Blick hinter die Kulissen unseres
Theaterbetriebes zu werfen. Sie werden
biografisch Interessantes über mitwirkende Künstlerinnen und Künstler erfahren und informiert werden darüber,
welche inhaltlichen Intentionen zu den
einzelnen Spielplanentscheidungen geführt haben und in welcher Stilistik die
jeweilige Inszenierung zu erwarten ist.
Wir hoffen, Sie mit dieser Theaterzeitung weiterhin neugierig auf unser abwechslungsreiches Programm für alle
Generationen machen zu können und
freuen uns über den Besuch im Theater
Krefeld.
Seien Sie auf das Herzlichste
gegrüßt von
Michael Grosse
Generalintendant und Geschäftsführer
Veith Winkels
Geschäftsführer City Anzeigenblatt
Krefeld mbH
Inhaltsverzeichnis
• Der Kinoerfolg im Theater:
„Frau Müller muss weg“
• Ein italienischer Opernabend
à la „Der Pate“
• Ein Ballett dreht sich um eine Frau
• Ein armenisches Schicksal
einfühlsam erzählt
• Klassik wirkt. Das 1. Sinfoniekonzert
• Gewinnen: Einen Abend mit Rio Reiser
Auf Kuschelkurs? Das täuscht, denn in „Frau Müller muss weg“ fliegen die Fetzen.
Komödie über einen Elternabend
Eltern, Lehrer, Explosionen. Nach dem Kinoerfolg kommt das Theaterstück ab dem 24. September nach Krefeld
////// Wie absurd-komisch und gleichzeitig dramatisch ein Elternabend sein kann,
haben viele Erwachsene schon am eigenen
Leib – auf zu kleinen Stühlchen sitzend
– erlebt. In diesem Milieu hat Lutz Hübner die Komödie „Frau Müller muss weg“
angesiedelt, die in Deutschland landauf,
landab gespielt wird. Fünf Eltern wollen
die Klassenlehrerin Frau Müller absägen,
da sich die Noten vieler Kinder massiv verschlechtert haben, denn „es ist eine Unruhe
in der Klasse“ – und Schuld daran kann nur
Frau Müller sein: „Burnout ist sehr häufig
bei Lehrern“, konstatiert eine der Mütter.
Hintergrund des Elternabends ist, dass
sich mit dem Halbjahreszeugnis entscheidet, wer eine Empfehlung fürs Gymnasium
bekommt – und wer eben nicht. Im zarten
Alter von zehn Jahren wird in den Augen
vieler Eltern schon der erste Schritt in Richtung erfolgreicher Karriere oder in Richtung Abstellgleis eingeleitet. Davor muss
das eigene Kind geschützt werden, notfalls
mit aggressiven Methoden zu Lasten von
anderen. Doch im Lauf des Stücks stellt sich
heraus, dass die Eltern selbst einen Gutteil
zur „Unruhe in der Klasse“ beigetragen
haben. Und, wie bei einer guten Komödie
üblich, läuft alles anders als geplant und
ziemlich aus dem Ruder. „Am Elternabend
zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft
wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht“. Das Kämpfen für das eigene Kind gehört wahrscheinlich zum Wesen der Elternschaft, verschärft hat es sich
nur durch die zunehmende Ausrichtung
unserer Gesellschaft auf neoliberale Prinzipien und einen Leistungsbegriff, der Anpassungsfähigkeit statt Eigenart postuliert,
so Hübner über sein Stück.
derwahn und Wohlstandsverwahrlosung
ist auch der Schwerpunkt des Konzepts von
Regisseurin Anja Panse: „Wichtig ist mir der
Punkt, dass wir heute in einer ausgeprägten
Leistungsgesellschaft leben und warum wir
so oft Masken aufsetzen, um in dieser Gesellschaft zu funktionieren.“
Anja Panse inszeniert zum ersten Mal am
Gemeinschaftstheater. 1999 schloss sie ihre
Schauspielausbildung ab, wenige Jahre später begann sie auch Regie zu führen und
inszenierte inzwischen fast zwanzig Stücke,
unter anderem in Ingolstadt, Konstanz,
Magdeburg und Rostock. In ihren Inszenierungen arbeitete sie in den letzten Jahren
immer wieder mit Annette Meyer (Bühne
und Kostüm) und Annegret Enderle (Musik) zusammen: „Wir begreifen uns als ein
Team, unser Anspruch ist es, Musik, Ausstattung und Inszenierung zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk zusammenzuführen. Im Vorfeld besprechen wir uns
Er erfasst in „Frau Müller muss weg“ die
unterschiedlichen Elterntypen sowie das
Klischee der Lehrerin sehr präzise – die
Überzeichnungen sind genau gesetzt. Das
macht auch die Komik des Stückes aus: Die
Wiedererkennbarkeit von Verhaltensweisen
aus dem (Schul)Alltag – auch den eigenen.
Das Bild einer Gesellschaft zwischen För-
Info:
Frühstücks-Matinee am Sonntag,
18. September, 11.15 Uhr
Frühstück ab 10 Uhr
Theater Krefeld, Glasfoyer
Regie, Ausstattung und Musik
bilden ein Gesamtkonzept
Klischees und Überzeichnungen
machen die Komik des Stücks aus
intensiv, überlegen, was uns an einem Stück
interessiert und entwickeln eine Vision – so
auch bei Frau Müller.“ bk
Premiere am Samstag,
24. September, 19.30 Uhr
Theater Krefeld, Große Bühne
Inszenierung: Anja Panse
Bühne & Kostüme: Annette Meyer
Musik: Annegret Enderle
Dramaturgie: Barbara Kastner,
Thomas Blockhaus
Mit: Susanne Jansen, Esther Keil,
Eva Spott, Helen Wendt,
Adrian Linke, Christopher Wintgens
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/// Kartentelefon: 02151/805-125 · www.theater-kr-mg.de
Theater TIPP
Aktuelles /
Rückblick
Musiktheater
Da bleibt kein Auge trocken:
Italienische Oper im Doppelpack
/// Schaurig-schönes Filmerlebnis
Ab dem 17. September kommen die
Fans der italienischen Oper gleich
doppelt auf ihre Kosten: Dann feiern „Cavalleria rusticana“ und „Gianni Schicchi“ Premiere im Theater
Krefeld.
Wer am 27. und 28. August das SWK
Open-Air-Kino an der Rennbahn besucht hat, wird noch jetzt von dem
einzigartigen Kino-Erlebnis vor einer
fantastischen Kulisse schwärmen. Nach
dem großen Erfolg in der vergangenen
Spielzeit mit dem legendären Stummfilm
„Das Phantom der Oper“ wurde die Kino-Reihe in diesem Sommer wieder mit
einem besonderen Film- und Konzerterlebnis gekrönt:
An zwei Abenden begleiteten die Niederrheinischen Sinfoniker unter der Leitung
von Kapellmeister Andreas Fellner den
expressionistischen Stummfilmklassiker
„Das Cabinet des Dr. Caligari“ aus dem
Jahr 1920.
////// Operndirektor Andreas Wendholz hatte die ungewöhnliche Idee, die Eifersuchtstragödie „Cavalleria rusticana“ von Pietro
Mascagni mit einer temporeichen Komödie
zu kombinieren. Wie kam es dazu? „Wir
möchten unser Publikum mit dieser ungewöhnlichen Kombination anspruchsvoll,
aber kurzweilig unterhalten.“ Auf die dunkle
„Cavalleria“ wird in Krefeld ein komödiantischer Schwank folgen: „Gianni Schicchi“,
die einzige komische Oper von Giacomo
Puccini. Taschentücher sind für beide Teile
des Doppelabends empfohlen: im ersten für
die Tränen des Mitgefühls, im zweiten für
die Lachtränen. Dass man die beiden Werke
nicht klinisch voneinander trennt, sondern
sie schlüssig miteinander verwebt, darin
sind sich Andreas Wendholz und Gastregisseur François De Carpentries einig. Das liegt
bereits in der Besetzung begründet. De Carpentries dazu: „Einige der Sänger sind in beiden Stücken besetzt, und so hatten wir schon
früh die Idee, die zwei Geschichten miteinan-
der zu verzahnen. Wir werden die Geschichte zweier typisch italienischer Familien erzählen, die sich über mehrere Generationen
erstreckt. Eine Familiensaga, so ähnlich wie
bei Francis Ford Coppolas ‚Der Pate‘.“ Der
französische Regisseur ist niederrheinischen
Opernfreunden kein Fremder – er hat seit
2004 regelmäßig am Gemeinschaftstheater
gearbeitet. Die umjubelten Produktionen
„Lucia di Lammermoor“, „Don Carlos“ oder
zuletzt „Manon“ von Jules Massenet waren
einige seiner Arbeiten. Nun steht dem privat sehr humorvollen Franzosen an diesem
Theater mit „Gianni Schicchi“ seine erste
echte Komödie bevor. „Ich liebe dieses Stück
und wollte es immer schon gern inszenieren“, schwärmt der Regisseur. „Besonders
die Boshaftigkeit der Familienmitglieder, die
den Tod ihres Verwandten zu ihrem Vorteil
ausschlachten möchten, ist zum Schreien
komisch.“ „Gianni Schicchi“ ist ein echtes
Ensemblestück. „Es sind fast immer sämtliche Mitwirkenden auf der Bühne. Sie müssen sich gegenseitig belauern und ihre Intrigen spinnen. Die einzigen Hoffnungsträger
in dieser bitterschwarzen Burleske sind das
junge Liebespaar Lauretta und Rinuccio. Sie
sind noch nicht hinterhältig und geldgierig,
sondern glauben an das Gute im Menschen
und an ihre Liebe.“ ua
/// Mitglied im Jugendclub werden
Die Jugendclubs des Theaters Krefeld
und Mönchengladbach möchten jungen Leuten kreative Freiräume eröffnen,
um sich auszuprobieren, erste Bühnenerfahrungen zu sammeln und Theater
hautnah zu erleben. Hier entsteht Theater von, mit und für Jugendliche! Alle
Theaterbegeisterten zwischen 15 und 26
Jahren sind eingeladen, in den Clubs das
Theater aktiv mitzugestalten und unter
professioneller Anleitung ein Schauspiel-, Musical- oder Tanzstück selbst zu
erarbeiten, das dann auf der Bühne des
Theaters aufgeführt wird.
Bei der Probe: Johannes Schwärsky und Debra Hays.
INFO:
Frühstücks-Matinee am Sonntag, 4. September, 11.15 Uhr
Theater Krefeld, Glasfoyer (Frühstück ab 10 Uhr)
Premiere am Samstag, 17. September, 19.30 Uhr
Theater Krefeld, Große Bühne
Musikalische Leitung: GMD Mihkel Kütson
Inszenierung: François De Carpentries
Bühne: Siegfried E. Mayer
Kostüme: Karine Van Hercke
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Mit: Janet Bartolova, Eva Maria Günschmann, Debra Hays, Izabela Matula,
Agnes Thorsteins, Gabriela Kuhn, Susanne Seefing, Satik Tumyan,
Sophie Witte, Julia Danz, Rafael Bruck, Hayk Dèinyan, Michael Wade Lee,
Kairschan Scholdybajew, Johannes Schwärsky, Michael Siemon,
Alexander Liu, Matthias Wippich u. a.
Chor, Extrachor, Statisterie: Niederrheinische Sinfoniker
Theaterblut
////// Nein, sie hat nicht wirklich gemordet! Alles Theater! Auch die Hand ist
nicht verletzt, sondern nur mit einer dunkelroten Paste bestrichen. Wir haben
sogar Blutkapseln zum Zerbeißen – mit Erdbeergeschmack!
Informationen zu den geplanten Projekten sowie den Anmeldeflyer für eine
Mitgliedschaft in den Jugendclubs gibt
es an den Theaterkassen oder online
auf www.theater-kr-mg.de
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Theater TIPP
Termine im September 2016
Ballett
Vom Kreis des Lebens
Am 2. Oktober feiert das Ballett „Eine Frau ohne Namen“ von Chefchoreograf Robert North in Krefeld Premiere
das Klangspektrum vom Prolog, der sich auf
Streichinstrumente und eine weibliche Stimme beschränkt, auf das vollständige klassische Sinfonieorchester bis zum Einsatz eines
gemischten Chores im Finale, wenn ein Auszug aus Blake‘s Oratorium „Benedictus“ erklingt und auch musikalisch eine spirituelle
Dimension eröffnet.
Sonntag
Sonntag
Dienstag
Freitag
Sonntag
Montag
Mittwoch
Samstag
Sonntag
Samstag
Sonntag
4.9.2016
4.9.2016
6.9.2016
9.9.2016
11.9.2016
12.9.2016
14.9.2016
17.9.2016
18.9.2016
24.9.2016
25.9.2016
11.15 Uhr
18.00 Uhr
20.00 Uhr
20.00 Uhr
11.00 Uhr
20.00 Uhr
20.00 Uhr
19.30 Uhr
11.15 Uhr
19.30 Uhr
17.00 Uhr
Matinee Cavalleria Rusticana / Gianni Schicchi
Soiree Hrant Dink
1. Sinfoniekonzert
1. Sinfoniekonzert
1. Kammerkonzert
Jazz im Foyer
Hrant Dink (Premiere)
Cavalleria Rusticana / Gianni Schicchi (Premiere)
Matinee: Frau Müller muss weg
Frau Müller muss weg (Premiere)
Soiree: Eine Frau ohne Namen
Das Ballettensemble erzählt vom Lauf des Lebens.
Auf einen großen Ballettabend mit
Sinfonieorchester und Chor darf sich
das Krefelder Publikum freuen: Unter
dem Titel „Eine Frau ohne Namen“ hat
Ballettdirektor Robert North gemeinsam mit dem englischen Komponisten
Howard Blake (geb. 1938) erneut eine
Uraufführung kreiert.
Leben mit Höhen und Tiefen, Hoffnungen
und Enttäuschungen, Glück und Einsamkeit
– und jeder Zuschauer ist von diesem unspektakulären Dasein berührt, weil er sich
selbst darin wiederfindet.
////// Das Leben der Protagonistin, die beispielhaft für viele Frauen steht, wird in einem
umfassenden existentiellen Zusammenhang
dargestellt: „Howard Blake mag schwierige
Themen und empfindet sie als besondere
Herausforderung“, verrät Robert North. „So
haben wir uns gefragt, was vor und nach unserem realen Leben passiert, und versucht,
diese Frage künstlerisch zu beantworten.“
Dabei bedient sich der Choreograf auch mythologischer Bilder, um die Geburt der Frau
symbolhaft darzustellen. Als unschuldiges
Kind tritt sie in den Kreis des Lebens, wächst
heran, ihre Gefühle erwachen, sie verliebt
sich, gründet eine Familie. Die Frau lebt ihr
Schließlich nähert sich Robert North tänzerisch der Sphäre des Transzendenten.
Tänzerische Inspiration über
ein Leben nach dem Tod
Erste Einblicke in diese spannende Ballettproduktion vermitteln Robert North,
Alexander Steinitz, Bühnen- und Kostümbildner Udo Hesse und natürlich die
Tänzerinnen und Tänzer in der Soiree am
25. September um 17 Uhr (mit öffentlichem
Training ab 16.15 Uhr). rh
INFO:
Der nächste Theater Tipp erscheint am 9. Oktober 2016.
„Natürlich weiß ich ebenso wenig wie jeder
andere, was nach dem physischen Tod passiert. Aber ich habe mich von Gemälden aus
der Renaissance mit Engelsdarstellungen
inspirieren lassen“, erklärt der Choreograf.
Howard Blake hat für dieses Ballett aus der
Fülle seiner Werke verschiedene „Bausteine“
ausgewählt und neu zusammengefügt. „Die
Musik ist vielschichtig und facettenreich
und zeugt durchweg vom handwerklichen
Können des Komponisten“, urteilt der Dirigent Alexander Steinitz. So erweitert sich
Eine Frau ohne Namen (UA)
Ballett von Robert North
Mit: Musik von Howard Blake
Musikalische Leitung:
Alexander Steinitz
Choreografie: Robert North
Bühne und Kostüme: Udo Hesse
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Mit lisa Rossignoli in der Titelrolle,
Ballettensemble, Sophie Witte
(Sopran), Chor, Niederrheinische
Sinfoniker
Weniger bezahlen
– aber mehr erleben
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Schauspiel
Die armenische Wunde
INFO:
Soiree am Sonntag,
4. September, 18 Uhr
Theater Krefeld, Glasfoyer
Spannende Uraufführung der Reihe „Außereuropäisches Theater“
////// Vor sechs Jahren hat Schauspieldirektor Matthias Gehrt am Gemeinschaftstheater die Reihe „Außereuropäisches Theater“ ins Leben gerufen. Seither konnte das
Publikum bemerkenswerte Inszenierungen sehen, realisiert von Regisseuren aus
dem Iran, Nigeria, Mexiko, dem Libanon,
Japan und Brasilien. Die Stücke bringen
den Zuschauern facettenreich die Kultur
des jeweiligen Landes näher und bieten
vor allem einen erfrischenden Blick über
den europäischen Tellerrand hinaus. Am
14. September wird mit „Eine Schiffsladung Nelken für Hrant Dink“ ein Stück in
der Krefelder Fabrik Heeder uraufgeführt,
das die Geschichte Armeniens in den Mittelpunkt rückt: exklusiv für das Gemeinschaftstheater geschrieben von der armenischen Autorin Anna Davtyan, inszeniert
von der armenischen Regisseurin Zara
Antonyan. „Für uns ist es wichtig, von
Hrant Dink zu erzählen. Er war ein einzigartiger Mensch mit einer unglaublichen
Willenskraft“, sagt Antonyan.
Hrant Dink, Armenier und türkischer
Staatsbürger, widmete sich als Chefredakteur der Zeitschrift „Agos“ der Aussöhnung
zwischen Armeniern und Türken, kämpfte
unermüdlich gegen die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern von 1915 bis
1923. 2007 wurde Hrant Dink in Istanbul auf
offener Straße erschossen – von einem 17jährigen türkischen Ultranationalisten. „Das
Stück erzählt in poetischen Bildern nicht nur
von Hrant Dinks Leben, sondern auch ganz
komprimiert die Geschichte Armeniens. Es
Uraufführung am 14. September,
20 Uhr, Fabrik Heeder, Studiobühne
Regisseurin Zara Antonyan inszeniert
ein Stück über Armenien.
fließen viele dokumentarische Elemente mit
ein“, erläutert die Regisseurin, die gemein-
Inszenierung: Zara Antonyan
Bühne & Kostüme: Rina Rosenberg
Inszenierungsmitarbeit: Stephen Ochsner
Mit: Denise Matthey,
Joana Tscheinig, Jonathan Hutter
sam mit ihrem Mann Stephen Ochsner an
der Inszenierung arbeitet. sm
/// Kartentelefon: 02151/805-125 · www.theater-kr-mg.de
Theater TIPP
Gewinnspiel
Niederrheinische Sinfoniker
Wunschkonzert zum Saisonauftakt
/// Gewinnen Sie einen Abend
mit Rio Reiser!
Publikumsliebling Brahms und Filmmusik stehen beim 1. Sinfoniekonzert auf dem Programm.
////// Eva Ziegelhöfer gerät ins Schwärmen,
wenn sie über das erste Sinfoniekonzert der
neuen Saison spricht. Die Konzertdramaturgin, die seit der Spielzeit 2009/2010 am
Theater Krefeld Mönchengladbach zum
Team des Generalmusikdirektors gehört,
freut sich über die ungewöhnliche Kombination der Kompositionen: „Die Zuschauer
erwartet ein sehr abwechslungsreiches Programm. Wir spannen den Bogen vom Barock bis zur Gegenwart.
Über 500 Teilnehmer haben gewählt
Ein Höhepunkt ist sicherlich die 2. Sinfonie von Johannes Brahms, die das Publikum vor den Theaterferien gewählt hat.“
Dass sich die Zuschauer zuletzt ein Konzert wünschen konnten, liegt schon viele
Jahre zurück. „Dass man aus vier Werken eines wählen konnte, gab es so am
Gemeinschaftstheater noch nicht“, weiß
Ziegelhöfer. Der ‚Wunsch-Brahms‘ ging
gemeinsam mit Richard Strauss‘ „Also
sprach Zarathustra“, Sergej Prokofjews
Orchestersuite „Romeo und Julia“ und
der Sinfonie „Mathis der Maler“ von Paul
Hindemith ins Rennen – und bekam 32,3
Prozent der Stimmen. Über 500 Konzertbegeisterte beteiligten sich insgesamt an
der Wahl, am 2. Juni stand der Sieger fest.
Als Konzertdramaturgin verfasst Eva Ziegelhöfer vor jedem Sinfoniekonzert der
Niederrheinischen Sinfoniker ein Programmheft und bereitet eine Einführung
vor, um interessierte Zuschauer mit Fakten
über die Komponisten und Werke zu versorgen. Nur selten kann sie auf bereits vorhandene Notizen zurückgreifen, denn die
Zusammenstellung der Konzerte ist immer
anders, die Fülle der Werke so groß, dass
sich immer wieder Neues kreieren lässt.
„Mein Beruf ist wirklich nicht langweilig“,
sagt Ziegelhöfer lachend.
Land in Sicht! Bei kühlen Getränke und
Brezeln können fünf Freunde erleben,
wie die Pop-Ikone Rio Reiser der „König
von Deutschland“ wird. Mit packender
Live-Musik erzählt der Theaterabend
von seiner Wohngemeinschaft, dem Erfolg seiner Band „Ton Steine Scherben“
und der Geburt des Popstars Rio Reiser
als Solokünstler. Dabei wird im Zuschauerraum viel gelacht, mitgesungen
und auch mal eine Träne vergossen.
Violinistin Elina Vähälä zu Gast im 1. Sinfoniekonzert.
Info:
Dienstag, 6. und Freitag,
9. September, 20 Uhr
Krefeld,
Seidenweberhaus
Konzerteinführung:
jeweils um 19.15 Uhr
Eine Violine zieht ihre Besitzer
über Jahrhunderte in ihren Bann
Neben der 2. Sinfonie von Brahms, die den
Abschluss des Abends bildet, stehen im
1. Sinfoniekonzert zwei Concerti grossi des
Barock-Komponisten Francesco Geminiani nach dem op. 3 von Arcangelo Corelli
und John Coriglianos Violinkonzert „The
Red Violin“ auf dem Programm. „Ich habe
mir zum ersten Mal als Vorbereitung auf
ein Sinfoniekonzert einen Film angesehen,
‚The Red Violin‘“, berichtet Eva Ziegelhöfer. Und: „Es kommt selten vor, dass ein
Violinkonzert auf einem Film basiert.“ Das
französische Filmdrama „Die rote Violine“
aus dem Jahr 1998 erzählt über Jahrhunderte hinweg die wechselvolle, oft tragische Geschichte einer Violine und deren
Besitzern, die von ihr in einen magischen
Bann gezogen werden. „Auch wenn man
den Film nicht kennt, kann man anhand
der Musik die Handlung erkennen“, macht
die Konzertdramaturgin neugierig. Solistin
des Konzertes ist die finnische Violinistin
Elina Vähälä, die schon mehrfach mit ihrer Interpretation der „roten Violine“ begeistert hat. Generalmusikdirektor Mihkel
Kütson dirigiert. Es spielen die Niederrheinischen Sinfoniker. sm
Jugend
Kikos geheimnisvolle Reise in den Norden
Für Kinder ab 6 Jahren und die ganze Familie
Konzertkobold Kiko mischt das Orchester auf.
Info:
Sonntag, 9. Oktober, 11 Uhr und 12.30 Uhr, Theater Krefeld
Niederrheinische Sinfoniker
Konzertkobold Kiko: Paula Emmrich I Sopran: Julia Danz I Dirigent: Andreas Fellner
////// „Endlich sind die Theaterferien vorbei“, freut sich Konzertkobold Kiko im
ersten Kinderkonzert. Die Wochen ohne
Dirigent Andreas Fellner, die Niederrheinischen Sinfoniker und alle kleinen wie
großen Kinderkonzertgänger sind Kiko
doch ziemlich lange geworden. Schließlich ist er die ganze Zeit – wie es für einen
anständigen Konzertkobold gehört – aufmerksam im Orchestergraben gesessen
und hat das Theater gehütet. Nun geht es
aber endlich weiter mit den Kinderkonzerten und der abenteuerlustige Kobold
möchte gerne etwas erleben. Was bietet
sich da besser an als eine Reise? Ein Ziel
hat Kiko auch schon ausgesucht: Nachdem
er vor gar nicht allzu langer Zeit mit seinem Dirigenten verschiedene Großstädte
erkundet hat, zieht es ihn diesmal in eine
andere Richtung. „Es wird Zeit, dass der
Österreicher Fellner den geheimnisvollen hohen Norden kennenlernt“, meint er.
Wen Kiko unterwegs wohl alles trifft? Im
Norden soll es ja verschiedene Koboldsverwandte geben: Trolle und Gnome zum
Beispiel … ez
Der Hauptpreis ist für fünf Freunde
ein Theatererlebnis mit „Rio Reiser
– König von Deutschland.“ Für die
glücklichen Gewinner gibt es zusätzlich an diesem Abend in der Pause ein
kühles Getränk und eine leckere Brezel. Wenn Sie mit Ihren Freunden zurück in die 70er und 80er reisen, dann
machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel. Unter allen Teilnehmern verlosen wir ebenfalls 10 x 5 € Gutscheine.
Senden Sie einfach eine E-Mail oder
Postkarte mit Ihren Kontaktdaten
an uns: gewinnspiel@theater-kr-mg.
de oder Theater Krefeld, „Rio Reiser
Gewinnspiel“, Theaterplatz 3, 47798
Krefeld. Die Gewinner werden in der
nächsten Ausgabe am 9. Oktober veröffentlicht. Einsendeschluss ist Freitag, 9. September.
Impressum
Herausgeber:
Theater Krefeld
und Mönchengladbach gGmbH
www.theater-krefeldmoenchengladbach.de
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