DIE ZARENBRAUT (Zarskaja newesta) Nikolai Rimski-Korsakow Uraufführung: Moskau 1899; Libretto: Ilja Tjumenew nach Lew Mej Wassili Stepanowitsch Sobakin, Kaufmann – Bass; Marfa, seine Tochter – Sopran; Grigor Gregorewitsch Grjasnoi, Opritschnik – Bariton; Ljubascha, seine Geliebte- Mezzosopran; Grigori Maljuta Skuratow, Opritschnik – Bass; Iwan Sergewitsch Lykow, ein Bojar – Tenor; Domna Iwanowa Saburowa, Kaufmannsfrau - Sopran; Dunjascha, ihre Tochter, Marfas Freundin – Alt; Jelissej Bomelius, Leibarzt des Zaren – Tenor; Petrowna, Sobakins Haushälterin – Mezzosopran; Maljuta Skuratow, Diener des Zaren – Bass; Bojaren, Offiziere, Opritschniki, Sänger, Diener, Volk Moskau, 1572 1. Akt: Grjasnoi ist seiner Geliebten Ljubascha, die er von einem Feldzug mitgebracht hat, überdrüssig und möchte Marfa, die Tochter des Kaufmanns Sobakin, heiraten. Er hat von diesem eine Absage erhalten, weil Marfa bereits Lykow versprochen ist. Um Marfas Liebe zu gewinnen, lässt sich Grjasnoi von Bomelius einen Liebestrank geben. Vergeblich fleht Ljubascha, die alles für Grjasnoi geopfert hat, sie nicht zu verlassen 2. Akt: Zar Iwan der Schreckliche will eine neue Gattin unter den Schönsten von Moskau aussuchen. Zwölf Mädchen sind aufgefordert worden, vor dem Herrscher zu erscheinen. Ljubascha verlangt von Bomelius ein Gift, das Marfas Schönheit zerstören und sie langsam töten soll. Bomelius wünscht als Gegenleistung Ljubaschas Liebe. 3. Akt: Lykow und Grjasnoi sind bei Sobakin zu Gast. Domna Iwanowa Saburowa berichtet, dass der Zar wahrscheinlich Dunjascha wählen werde. Heimlich schüttet Grjasnoi das Mittel in Marfas Glas. Skuratow bringt die Nachricht, dass der Herrscher Marfa zur Braut erkoren hat. 4. Akt: Marfa ringt, nachdem sie in den Kreml gebracht worden ist, mit dem Tod. Ljubascha hat Grjasnois Liebespulver mit dem Gift, das sie von Bomelius erhalten hatte, vertauscht. In seiner Panik lenkt Grjasnoi den Verdacht auf Lykow, der hingerichtet wird. Als der Opritschnik die wahnsinnig gewordene Marfa sieht, bereut er und will alles gestehen. Ljubascha offenbart, was wirklich geschehen ist. Zornig ersticht Grjasnoi seine ehemalige Geliebte und wird festgenommen. Die sterbende Marfa ruft vergebens nach ihrem einzigen Geliebten Lykow. Auszug aus dem Buch „Das grosse Handbuch der Oper“ von Heinz Wagner ACS - REISEN AG, Bern