3 die grundrechenarten

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FERNUNTERRICHT
ZUR VORBEREITUNG AUF DEN
UNMITTELBAREN EINTRITT IN EINEN
FACHHOCHSCHULREIFE - LEHRGANG
DER
BUNDESWEHRFACHSCHULE
M A T H E M A T I K
LEHREINHEIT 03
INHALT: Die Grundrechenarten
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Stand: 13.09.2006 13:47:00
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INHALTSVERZEICHNIS ZUR LEHREINHEIT 03
Seite
3
Die Grundrechenarten
3 - 15
3.1 Addition und Subtraktion; Rechengesetze
3 - 5
3.1.1 Zahlen als Pfeile
3 - 5
3.1.2 Regeln und Gesetze
5
3.2 Addition und Subtraktion von Termen
6 - 7
3.3 Multiplikation; Rechengesetze
7 - 8
3.4 Produkte mit gleichen Faktoren: Potenzen
8 - 9
3.4.1 Der Potenzbegriff
8
3.4.2 Das Rechnen mit Potenzen
9
3.5 Multiplikation eines Faktors mit einer Summe
9 - 10
3.6 Multiplikation von Summen; die binomischen Formeln
10 - 12
3.7 Faktorisieren
12
3.8 Division
12 - 14
Aufgaben zur Lehreinheit 03
14
Lösungen der Übungen und Aufgaben
15
Einsendeaufgaben
16
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3 DIE GRUNDRECHENARTEN
In der vorliegenden Lehreinheit und in Lehreinheit 04 werden Rechentechniken und Rechenregeln für
Termumformungen bezüglich der Grundrechenarten behandelt.
3.1 Addition und Subtraktion: Rechengesetze
Können Sie sich noch an die Regel erinnern: Ein „doppeltes Minus“ ergibt ein „Plus“!? Es fällt schwer,
diese Regel zu erklären bzw. zu verstehen. Man kann beispielsweise die doppelte Verneinung
heranziehen. Eine Abnahme von Schulden ist zweifellos etwas Positives. An dieser Stelle sollen die
obige Regel und weitere Rechen- und Vorzeichenregeln zur Addition und Subtraktion mit Hilfe der
Zahlengeraden und sogenannten Vektoren erarbeitet werden. Die Gründe dafür sind:
1. Die Art der Darstellung ist rechtlich anschaulich.
2. Es gibt einen umfangreichen Teilbereich der Mathematik, die Vektorrechnung, die auf dieser
Grundlage aufbaut (Vektorrechnung wird z.B. im Fachhochschulreifelehrgang Technik behandelt).
3.1.1 Zahlen als Pfeile ( Vektoren )
Jede Zahl hat als Punkt einen festen Platz auf der Zahlengeraden ( vgl. LE 01/1.6 ) . Sie hat damit
einen bestimmten Abstand von der Null. So ist z.B. die Zahl +3 auf der abgebildeten Zahlengeraden
3 cm ( 3 Längeneinheiten ) von der Null entfernt.
-4
-3
-1
-2
0
1
2
3
4
5
6
3 Längeneinheiten
Eine Zahl kann somit auch durch die Länge einer Strecke veranschaulicht werden. Nun ist aber die
Zahl –3 ebenfalls 3 cm von Null entfernt. Beide Zahlen haben bezüglich der Null die gleiche
Streckenlänge. Man sagt: Sie haben den gleichen Betrag.
Unter dem Betrag einer Zahl a (a  R ) versteht man die Länge der Strecke ( in Längeneinheiten ) von der Null bis zur Zahl a.
Der Betrag einer Zahl ist immer positiv ( Länge einer Strecke! ), mit einer Ausnahme: Der Betrag von 0
ist 0. Um den Betrag einer Zahl a von der Zahl a unterscheiden zu können, wird eine eigene
Schreibweise benötigt: Die Zahl wird zwischen die sogenannten Betragsstriche in folgender Form
geschrieben: │a│ lies: Betrag von a . So gilt z.B.: -3= 3, +3 = 3 .
Um Zahlen wie –3 und +3 geometrisch unterscheiden zu können (gleicher Betrag!), gibt man
zusätzlich eine Richtung an, man erhält einen Pfeil (Vektor).
-4
-3
-2
-1
0
1
(-3)
2
3
4
(+3)
Die Richtung des Pfeils wird durch das Vorzeichen bestimmt. Ein „+“ bedeutet: Pfeil nach rechts, ein
“-“ bedeutet: Pfeil nach links. Schreibweise für einen Pfeil: Die Zahl wird einschließlich des
Vorzeichens in eine Klammer gesetzt (siehe Abbildung).
Zwei Zahlen mit gleichem Betrag, aber entgegengesetzter Richtung, heißen auch Gegenzahlen. So
ist die Zahl –3 Gegenzahl von +3 (und umgekehrt).
Mit Hilfe von Pfeilen und des Begriffes „Gegenzahl“ können die Rechen- und Vorzeichenregeln
veranschaulicht werden.
Die Pfeile lassen sich auf der Zahlengeraden verschieben. Legt man z.B. den Pfeil (+3) bei der Zahl 2
an, so liegt die Pfeilspitze bei der Zahl 5.
-1
0 1
2
3 4
5
(+3)
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Addition:
Die Addition zweier Zahlen lässt sich durch Aneinanderfügen der entsprechenden Pfeile an der
Zahlengraden darstellen.
Beispiel 1: (+2) + (+3) = (+5) bedeutet 2 + 3 = 5
Steht das Zeichen + in der Klammer, dann ist es ein Vorzeichen, sonst ein Rechenzeichen.
anschaulich:
(+2)
-1
(+3)
0
1
2
3
4
5
6
(+5)
Ergebnispfeil
Regel für die Addition von Pfeilen:
Der Anfang des 2. Pfeils wird an die Spitze des 1. Pfeils gelegt (Pfeilanfang an Pfeilspitze); der
Ergebnispfeil geht vom Anfang des 1. Pfeils bis zur Spitze des 2. Pfeils.
Beispiel 2: (+5) + (-3) = (+2) bedeutet 5 + (-3) = 2
Hinweis: Die Klammer bei -3 bleibt stehen, da zwei Zeichen nie direkt hintereinander stehen sollen.
anschaulich:
(-3)
(+5)
-1
0
1
2
3
4
5
6
(+2)
Ergebnispfeil
Subtraktion:
Beispiel 3:
(+5) - (+3) = (+2)
bedeutet
anschaulich:
5-3=2
(+3)
(+5)
-1
0
1
2
3
4
5
6
(+2)
Ergebnispfeil
Regel für die Subtraktion von Pfeilen: Pfeilspitze an Pfeilspitze; der Ergebnispfeil verläuft vom Anfang
des 1. Pfeils bis zum Anfang des 2. Pfeils.
Beispiel 4:
(+2) - (-3) = (+5)
bedeutet
2 - (-3) = 5
(- 3)
(+2)
anschaulich:
-1
0
1
2
3
4
5
6
(+5)
Ergebnispfeil
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Subtraktion als Addition
In den Beispielen 2 und 3 bzw. 1 und 4 sind die Ergebnisse gleich. (+3) subtrahieren bedeutet (-3)
addieren bzw. (-3) subtrahieren bedeutet (+3) addieren.
Die Subtraktion einer Zahl lässt sich daher als Addition der Gegenzahl auffassen. Deshalb können
auch bei der Subtraktion vorteilhaft die Begriffe „Summand“ und „Summe“ benutzt werden.
Beispiel: 10 - 6 = 4;
1. Summand 10, 2. Summand (-6), Summenwert 4
3.1.2 Regeln und Gesetze:
Regeln für Addition und Subtraktion
1.
Die Verbindung von Rechen- und Vorzeichen:
+ (+)
ergibt +,
d.h. + (+a)
= +a
+ (-)
ergibt
-,
d.h. + (-a)
=
-a
- (+)
ergibt
-,
d.h. - (+a)
=
-a
(-)
ergibt +,
d.h. - (-a)
= +a
2. Das Vorzeichen + kann wegfallen, d.h. +a = a
3. Zwei Rechen- bzw. Vorzeichen dürfen nie hintereinander stehen, sie werden durch eine Klammer
getrennt.
Nach den Rechenregeln folgen nun Rechengesetze, die vor allem beim Rechnen mit Variablen
benötigt werden.
Rechengesetze der Addition
Die folgenden Variablen sind stellvertretend für beliebige reelle Zahlen.
1.
Das Vertauschungsgesetz (Kommutativgesetz): a + b = b + a
Beispiel: 2 + 3 = 3 + 2
Beachten Sie: 3 - 2 ≠ 2 - 3, aber 3 + (-2) = (-2) + 3, d. h. 3 - 2 = -2 + 3
Sie sehen: Fasst man die Subtraktion als Addition auf, kann man das Vertauschungsgesetz
anwenden. Das Minuszeichen muss dabei mit vertauscht werden.
2.
Das Verbindungsgesetz (Assoziativgesetz): a + b + c = (a + b) + c ; a + b + c = a + (b + c)
Beispiel: 136 + 447 + 553 = ?
Sie können rechnen: (136 + 447) + 553 = 583 + 553 = 1136 ,
einfacher geht es so: 136 + (447 + 553) = 136 + 1000 = 1136
Beachten Sie: Mit Minuszeichen können Sie nicht in beliebiger Reihenfolge rechnen,
z. B. 344 - 186 - 44 = ? (344 - 186) – 44 = 158 - 44 = 114,
im Vergleich dazu: 344 - (186 - 44) = 344 - 142 = 202
Hier gilt die Vorrangsregel 2 (LE 01/1.2), d.h. das Ergebnis 114 ist richtig.
3. Die Zahl 0 ist das neutrale Element der Addition: a + 0 = a bzw. 0 + a = a
4. Die Addition von Gegenzahlen ergibt 0: a + (-a) = 0 bzw. -a + a = 0
Beispiele zu 3.1:
1. (+30) - (-12) + (-15) 2.
= 30 + 12 - 15
= 42 - 15
= 27
+15 + 98 + (-15)
=
98 + 15
=
98 + 0
=
98
+
(-15)
Übungen zu 3.1: 1. (+10) - (-5).= 2. (+20) + (-13) - (+5) =
5 / 17
3. (-42) + (+99) + (+101) =
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3.2 Addition und Subtraktion von Termen
1. Die Terme sind gleichartig
Beispiele: 10 – 3 + 8
= 7 + 8
= 15
,
10 € - 3 € + 8 €
= 7€ + 8€
= 15 €
,
10x – 3x + 8x ,
= 7x + 8x
= 15x
+10x + (-3x) + 8x
= 10x - 3x + 8x
= 15x
Sie sehen: Es handelt sich hier um Addition bzw. Subtraktion „gleicher Dinge“ (nur reine Zahlen, nur €,
nur x), die Terme sind jeweils gleichartig. Die Art spielt für die Zusammenfassung keine Rolle. Terme
wie 10x, 3x, 8x bestehen aus einer Variablen und einer Beizahl (statt Beizahl sagt man auch
Koeffizient). Gleichartige Terme werden addiert bzw. subtrahiert, indem man ihre Beizahlen addiert
bzw. subtrahiert und die Variable beibehält. Das Ergebnis kann auch negativ sein, so gilt z.B. auf dem
Thermometer: 2°C – 5°C = -3°C . Ebenso gilt: 2x - 5x = -3x .
2. Verschiedene Arten von Termen
Man kann nicht 4 Meter und 3 Gramm addieren (4m + 3g), auch nicht 4 Meter und 3 Quadratmeter
(4m + 3m²). Es handelt sich um ungleichartige Terme. Ausdrücke wie 4x + 3y, 4x + 3x² oder 4x + 3xy
lassen sich also nicht durch Addition weiter zusammenfassen.
Dagegen gilt z.B.: 2 Äpfel + 7 Birnen + 3 Äpfel + 5 Birnen = 5 Äpfel + 12 Birnen,
2x + 7y + 3x + 5y = 2x + 3x + 7y + 5y = 5x + 12y
Weitere Beispiele:
1. 4a + 6a + 10b – 18b
= 10a + (-8b)
= 10a – 8b
2.
4x + 7y + 6 – 2x + 3y
= 4x – 2x + 7y + 3y + 6
= 2x + 10y + 6
3.
3x + 19y + 368y – 68y – 3x
= 3x – 3x + 19y + 300y
= 0x + 319y
= 319y
3. Eine Klammer kommt hinzu
Beispiele:
1. 10a + (12b + 3a)
= 10a + 12b + 3a
= 13a + 12b
2.
10a – (12b + 3a)  d.h. 12b und 3a
= 10a – 12b – 3a werden subtrahiert
= 7a – 12b
3.
10a – (-12b – 3a)
= 10a + 12b + 3a
= 13a + 12b
Regeln für die Auflösung einer Klammer nach „+“ oder „-“:
Steht ein Minuszeichen vor einer Klammer, werden die Rechen- bzw. Vorzeichen in der Klammer bei
Auflösung der Klammer umgekehrt. Dagegen bringt ein Pluszeichen vor einer Klammer bei deren
Auflösung keine Veränderung.
Bemerkung: In der Vorrangsregel 3 (LE 01/1.2) heißt es zwar: „Was in der Klammer steht, muss
zuerst berechnet werden“. Beim Rechnen mit Variablen ist dies meist nicht möglich. Daher werden
Regeln für die Auflösung von Klammern benötigt.
Aufgaben wie 10 – (4 + 3) können auf beide Arten gelöst werden: 10 – 4 – 3 = 3; 10 – 7 = 3
4. Weitere Klammern kommen hinzu
Beispiele:
1. 10 – (3 + 2x) - (6 - 5x)
2. 15a – (3x - (5a + 6x))
3. 10 - (5 - (3x + 6 - (8x + 5)))
= 10 – 3 - 2x – 6 + 5x
= 15a - (3x - 5a - 6x)
= 10 - (5 - (3x + 6 - 8x - 5))
= 1 + 3x
= 15a - 3x + 5a + 6x
= 10 - (5 - 3x – 6 + 8x + 5)
= 20a + 3x
= 10 – 5 + 3x + 6 - 8x – 5
= 6 - 5x
Man kann im 3. Beispiel nach der 2. Zeile zuerst in der inneren Klammer zusammenfassen:
10 - (5 - (3x + 6 - 8x - 5)) = 10 - (5 - (-5x + 1)) = 10 - (5 + 5x - 1) = 10 – 5 - 5x + 1 = 6 - 5x
Regel: Sind mehrere Klammern ineinander geschachtelt, dann werden die Klammern von innen nach
außen aufgelöst (innere Klammer vor äußerer Klammer!).
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Übungen zu 3.2:
Fassen Sie zusammen:
1. 20m + 15m - 12m ;
4. –5y - (-3y) + (-8y) ;
7. 8 + 4x + 6xy - 8x + 12xy ;
10. 12 + (3x + 6 - (3 - 4x) ;
2. 20a + (-14a) - (+8a) ;
5. 10y + 6x - 3y + 8x + 2x ;
8. 12x - 6a + 9x + 6a ;
11. (10 + 5a) - (6 + 3a) ;
3.
6.
9.
12.
10x - (+3x) - (-2x) ;
–3a + 9b + 8a - 18b ;
9a - (5x + 6a) + 3x ;
20 - (5a - (3a - (2a+6)) + 10) .
Heiteres am Rande:
Ein Professor hält in seinem Hörsaal eine Vorlesung vor nur 3 Studenten. Er überlegt:
Wenn jetzt 5 Studenten den Saal verlassen, dann müssen sogar noch 2 wieder hereinkommen, damit
der Saal leer ist.
3.3 Multiplikation; Rechengesetze
Multiplikation als Addition:
2 + 2 + 2 = 3  2 = 6; (-3) + (-3) = 2  (-3) = -6; x + x = 2x = 2x ; 2x + 2x + 2x = 3  2x = 6x
Die Multiplikation ist die Kurzform der Addition gleicher Summanden. Man könnte die Multiplikation
ebenfalls an der Zahlengeraden erklären. Auf dieses relativ aufwendige Verfahren soll hier verzichtet
werden.
Das Vorzeichen eines Produkts:
+4  (+3) = +12
+4  (-3) = -12
-4  (+3) = -12
vergleichen Sie: 20 – 4  3 = 20 - 12
-4  (-3) = +12
vergleichen Sie: 20 - (4  (-3)) = 20 - (-12) = 20 + 12
Regeln:
Das Produkt zweier Zahlen mit gleichem Vorzeichen ist positiv, das Produkt zweier Zahlen mit
verschiedenem Vorzeichen ist negativ. Besteht ein Produkt aus mehr als 2 Faktoren, dann
entscheidet die Anzahl der Minuszeichen. Eine gerade Anzahl von Minuszeichen ergibt Plus (je 2
Minuszeichen ergeben ein Plus) eine ungerade Anzahl von Minuszeichen ergibt Minus.
Rechengesetze der Multiplikation (vgl. Rechengesetze der Addition in 3.2)
Die gewählten Variablen sind stellvertretend für beliebige reelle Zahlen.
1. Das Vertauschungsgesetz: a  b = b  a
Beispiel: 3  4 = 4  3 . Beachten Sie: 3 : 4  4 : 3 .
2. Das Verbindungsgesetz: a  b  c = (a  b)  c oder a  b  c = a  (b  c)
Beispiel: 2  3  4 = ? (2  3)  4 = 6  4 = 24 oder 2  (3  4) = 2  12 = 24
Achtung: 24 : 6 : 2 =?
(24 : 6) : 2 = 4 : 2 = 2. Falsche Rechnung: 24 : (6 : 2) = 24 : 3 = 8
3. Die Zahl 1 ist das neutrale Element der Multiplikation: a  1 = a bzw. 1  a = a
Kurzschreibweisen:
Statt 1x schreibt man 1x oder x. Statt -1x schreibt man –1x oder –x. Statt 2x (entspricht 21x)
schreibt man 2x. Statt x2 schreibt man ebenfalls 2x (nicht x2!). Statt ab schreibt man ab.
Steht die Beizahl (der Koeffizient) vor der Variablen, kann der Malpunkt weggelassen werden. Ebenso
kann er zwischen Faktoren wegfallen, die Variablen sind.
Ein Minus als Vorzeichen kann als Faktor –1 aufgefasst werden. Das kann über manche Hürde
hinweghelfen! (z.B. 12x – x = 12x - 1x = 11x)
Ein Faktor ist 0:
Für jede Zahl reelle Zahl gilt: 0  a = 0 bzw. a  0 = 0. Auch wenn ein Produkt aus vielen Faktoren
besteht: Wenn ein Faktor Null ist, dann ist das ganze Produkt gleich Null.
Beispiel: 4  x  0  5 = 4  x  0 = 4  0 = 0
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Beispiele zu 3.3:
1. -2  (-4)  5  3  (-1) ;
= 8  15  (-1)
= 120  (-1)
= -120
2. 3  a  4  b ;
=34ab
= 12ab
3. -5  x  3  y ;
= -5  3  x  y
= -15xy
5. (-5)  (-x)  (-2)  y ;
=-52xy
= -10xy
6. a  4b  (-2c) ;
7. y  (-2) x
= 3  4  (-2)  a  b  c
= -2  y  x
= -24abc
= -2yx (oder -2xy)
4. -5  x  3  (-y) ;
=+53xy
= 15xy
Die in den Beispielen aufgeführten Zwischenschritte dienen zur Erklärung. Bei genügender
Rechensicherheit kann darauf verzichtet werden.
Übungen zu 3.3:
1. -3  5  (-2) = ;
5. 3x  (-5y)  (-2z) = ;
2. 4  (-2)  3  (-1) = ;
3. 10  a  (-b)  3 = ;
6. (-3)  y  (-4)  (-5)  x = .
4. x  (-6)  5  3a.=.;
3.4 Produkte mit gleichen Faktoren: Potenzen
3.4.1 Der Potenzbegriff
Die Multiplikation gleicher Faktoren lässt sich kürzer durch Potenzen ausdrücken, z.B.
2  2  2  2  2 = 25 (Berechnung mit dem Taschenrechner: 2 yx 5 = 32) .
Definition:
a  a  a  a  ...  a
= an für a  ℝ , n  ℕ*
n Faktoren
an heißt Potenz (gelesen: a hoch n).
a heißt Basis, n heißt Exponent (Hochzahl).
Das ausgerechnete Ergebnis von an heißt Potenzwert. (32 ist der Potenzwert von 25).
Für das Rechnen mit Potenzen ist folgende Schreibweise nützlich: a = a1 .
Der Potenzbegriff deckt sich mit den bekannten Schreibweisen in der Geometrie, z.B:
Flächeninhalt: 1m  1m = 1m², kürzer mm = m²;
Rauminhalt: 1m  1m  1m = 1m³, kürzer mmm = m³.
Vorsicht bei einer negativen Basis: (-2)³ = (-2)  (-2)  (-2) = - 8 ; (-2)4 = (-2)  (-2)  (-2)  (-2) = + 16 .
Regel: Wird eine negative Zahl potenziert, dann gilt: Das Ergebnis ist positiv, falls der Exponent
gerade ist, es ist negativ, falls der Exponent ungerade ist.
Vorsicht beim Taschenrechner!!
Bei der Tastenfolge 2 ± yx 3 erhalten sie unter Umständen die falsche Anzeige ERROR, d.h. manche
Taschenrechner „können keine Potenzwerte von Potenzen mit negativer Basis berechnen“. Rechnen
Sie in diesem Fall mit positiver Basis und beachten Sie anschließend die vorstehende Regel.
Nochmals Vorsicht! -24 = -2  2  2  2 = -16 im Unterschied zu (-2)4 = +16. Im 1. Fall hat die Potenz
24 das Vorzeichen Minus, im 2. Fall gehört das Minuszeichen zur Basis.
Die Basen 1 und –1 :
Für alle natürlichen Zahlen gilt :
1n = 1 ; (-1) n = 1, falls n gerade ; (-1) n = -1, falls n ungerade.
Vorrangregeln : Potenzrechnung vor Punktrechnung vor Strichrechnung. Sind Klammern vorhanden,
haben diese Vorrang!
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Beispiele:
1. 60 – 4  2³ = 60 – 4  8 = 28
;
2. ( 9 – 4 )  ( 2  3 )² = 5  6² = 5  36 = 180
3.4.2 Das Rechnen mit Potenzen
1. Multiplikation von Potenzen mit gleicher Basis:
Beispiele:
2³  24 = 2  2  2  2  2  2  2 = 27 = 128
x³  x4 = x7
2x³  5x4 = 2  5  x3  x4 = 10x7
8 cm2  2 cm = 16 cm3
a 2  b3  a3  b4 = a2  a3  b3  b4 = a5  b7 = a 5 b7
Regel: Potenzen mit gleicher Basis werden multipliziert, indem man die Exponenten addiert und die
Basis beibehält, kurz: am  an = a(m+n) (die Klammer kann auch wegfallen).
2. Potenzen von Produkten:
Beispiele:
(2  3)2 = 62 = 36 oder (2  3)2 = 22  32 = 4  9 = 36
(2  x)3 = 23  x3 = 8x3
(3ab)3 = 33a3b3 = 27a3b3
Regel: Ein Produkt wird potenziert, indem man jeden Faktor potenziert
und die Potenzen miteinander multipliziert, kurz: (a  b)n = an  bn .
3. Addition und Subtraktion von Potenzen
Addieren Sie: 3x² + 4x³
Hoffentlich haben sie nicht als Ergebnis 7x5 errechnet! Das ist leider falsch! Warum?
Beachten Sie: Eine Zerlegung ergibt 3x² + 4x³ = x² + x² + x² + x³ + x³ + x³ + x³
Man kann 3x² + 4x³ nicht zusammenfassen! Denken Sie an die Geometrie:
3 cm² und 4 cm³ lassen sich ebenfalls nicht zusammenfassen.
Die Terme müssen gleichartig sein, z.B.
4x² + 5x² + y³ + 3y³ = 9x² + 4y³.
Regel: Nur gleiche Potenzen und Vielfache von gleichen Potenzen lassen sich durch Addition bzw.
Subtraktion zusammenfassen.
Übungen zu 3.4 Fassen Sie soweit wie möglich zusammen:
1. 4a²  3a³ + 6a5 ;
4. 2a² + 3a³ - a² - 6a³ ;
2. 3  (4x)² + (-2x)² ;
5. x³  2y²  3x4  5y ;
3. (4x²)³  2x  (-2x)³
6. 18  34 - 2  34  5
3.5 Multiplikation eines Faktors mit einer Summe
Beispiele:
1.
3  (4 + 5)
= 3  9 = 27
oder
3  (4 + 5) die Zahlen 4 und 5 werden mit 3 multipliziert
= 3  4 + 3  5 = 27
2. 3  (a + b) = 3  a + 3  b = 3a + 3b . (Statt 3  (a + b) ist auch die Kurzschreibweise 3 (a + b) erlaubt.)
3.
(2x + 3y)  4x²
= 2x  4x² + 3y  4x²
= 8x³ + 12yx²
oder
(2x + 3y)  4x²
= 4x²  (2x + 3y)
= 8x³ + 12x²y
4.
3  (5 – 2x)
= 3  5 – 3  2x
= 15 – 6x
oder
3  (5 – 2x)
= 3 5 + 3  (-2x)
= 15 + (-6x) = 15 – 6x
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5.
3  (x – y + 2) = 3x – 3y + 6
6.
10x + 3  (2x – 6) = 10x + 6x – 18 = 16x – 18
7.
Die Fläche des Rechtecks mit den Seitenlängen a und
(b + c) in Abb. 3.1 ist gleich der Summe der
beiden Teilflächen, d.h. a  (b + c) = a  b + a  c .
Abb. 3.1
a
ab
ac
b
c
Das Distributivgesetz: (Gesetz zum „Ausmultiplizieren“ einer Klammer)
Für beliebige Zahlen a; b; c  IR gilt :
a  (b + c) = a  b + a  c bzw. (b + c)  a = b  a + c  a
a  (b – c) = a  b – a  c bzw. (b - c)  a = b  a – c  a
Das Gesetz gilt auch für mehr als zwei Summanden in der Klammer, z.B.
a  (b + c – d) = a  b + a  c – a  d = ab + ac – ad
Vorsicht! 20 – 3  (6 – 2x) = 20 – 18 + 6x = 2 + 6x
Übungen zu 3.5: Rechnen Sie soweit wie möglich.
1. 5  (2x + 3y) ;
2. 2x  (3 – 4y) ;
4. –5  (-4 – x ) – 5x ;
5. (6 + 3a)  (-4) + 12 (a + 2) ;
3. 10y + 3  (x + 2y)
6. 20y - 4y  (3y + 2)
3.6 Multiplikation von Summen ; die binomischen Formeln
Beispiele:
1. (2 + 3)  (4 + 5)
=59
= 45
2.
(2 + 3)  (4 + 5)
= 2  (4 + 5) + 3  (4 + 5)
=24+25+34+35
= 8 + 10 + 12 + 15 = 45
oder
(x + 5)  (y + 3)
= x  (y + 3) + 5  (y + 3)
=xy+x3+5y+53
= xy + 3x + 5y + 15
3.
(2 + a) (3 + b + c)
4.
= 6 + 2b + 2c + 3a + ab + ac
(a + 5)  (a + 6)
= a² + 6a + 5a + 30
= a² + 11a + 30
Regel für die Multiplikation von Summen:
Jeder Summand der ersten Summe wird mit jedem Summanden der zweiten Summe
multipliziert und die erhaltenen Produkte werden addiert, kurz:
(a + b)  ( c + d) = ac + ad + bc + bd
Vorsicht bei Minuszeichen! (5 – x)  (3 – y) = 5  3 – 5  y – x  3 + x  y = 15 - 5y – 3x + xy
ausführlich : (5 – x)  (3 – y) = (5 + (-x))  (3 + (-y)) = 5  3 + 5  (-y) + (-x)  3 + (-x)  (-y)
= 15 – 5y – 3x + xy
Ein schwierigeres Beispiel :
(3x - y)  (4x + y)  (x - y)
= (12x² + 3xy – 4yx – y²)  (x - y)
= (12x² - xy – y²)  (x - y)
= 12x³ - 12x²y – x²y + xy² - y²x + y³
= 12x³ - 13x²y + y³
Nach dem Verbindungsgesetz kann auch zuerst der Term in der 2. Klammer mit dem Term in der 3.
Klammer multipliziert werden; versuchen Sie es auf diesem Weg!
Sonderfälle der Multiplikation von Summen: die binomischen Formeln
Aufgabe: Berechnen Sie: a) (a  b)², b) (a + b)²
Beim Rechnen mit Variablen ist es ein großer Unterschied, ob ein Produkt oder eine Summe
potenziert wird. Lösung zu a): ( a  b)² = a²  b²
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Lösung zu b): (a + b)² ergibt nicht a² + b²!
(a + b)² = (a + b)  (a + b) = a² + ab + ba + b² = a² + 2ab + b²
Das Ergebnis von (a + b)² lässt sich eindrucksvoll an der Fläche
a
eines Quadrates mit der Seitenlänge a + b bestätigen (Abb.
3.2).
Abb.3.2
b
ab
a²
b²
ab
b
a
Wird ein Produkt potenziert, so ist dies relativ unproblematisch.
Dagegen ist es erheblich aufwendiger, eine Summe ( oder eine Differenz ) zu potenzieren. Dies wird
besonders deutlich, wenn der Exponent größer als 2 ist.
So ist z.B. (xy)³ = x³  y³, aber (x + y)³ = x³ + 3x²y + 3xy² + y³ (Rechnen Sie nach!).
Mit Hilfe der binomischen Formeln kann man u.a. relativ schnell Potenzen von Summen berechnen.
Besonders häufig treten Fälle der Form (a + b)² oder (a - b)² auf. Diese werden hier behandelt. In LE
09 folgt eine Erweiterung für Exponenten, die größer als 2 sind.
Die 1. binomische Formel wurde bereits oben hergeleitet.
(a + b)² = a² + 2ab + b²
Wie kann man diese Formel benutzen?
Für die ersten Versuche ist folgende Schreibweise günstiger: (a + b)² = a² + 2  a  b + b²
Beispiele:
1. (x + 7) ² = ? x entspricht a, 7 entspricht b
(x + 7)² = x² + 2  x  7 + 7² = x² + 14x + 49
2. (3x + 4y)² = ? 3x entsprechen a, 4y entsprechen b
(3x + 4y)² = (3x)² + 2  3x  4y + (4y)² = 9x² + 24xy + 16y²
Zur Probe sollten Sie (x + 7)  (x + 7) und (3x + 4y)  (3x + 4y) durch Ausmultiplizieren berechnen.
3. (6 + 5y)² = ?
Versuchen Sie es mit der Formel! Das Ergebnis lautet: 36 + 60y + 25y²
Mit Hilfe der 2. binomischen Formel lassen sich Ausdrücke der Form (a – b)2 berechnen.
(a – b)2 = (a – b) (a – b) = a2 – ab – ba + b2
d.h. (a – b)2 = a2 – 2ab – b2
Beispiele:
1. (5 – 3x)2 = ? 5 entspricht a , 3x entsprechen b
(5 – 3x)2 = 5² – 2  5  3x + (3x)² = 25 – 30x + 9x²
2. (6x – y)² = ? 6x entsprechen a, y entspricht b
(6x – y)² = (6x)² - 2  6x  y + y ² = 36x² - 12xy + y²
Noch eine Formel:
Von großem Nutzen kann die 3. binomische Formel sein (z.B. beim Erweitern und Kürzen, vgl. LE
04). Es handelt sich um Ausdrücke der Form (a + b)  (a – b) .
(a + b)  (a – b) = a2 – ab + ba – b2 (besonders günstig: die sog. Zwischenglieder heben sich auf)
d.h. (a + b)  (a – b) = a2 – b2
Ebenso gilt: (a - b)  (a + b) = a2 – b2
Beispiele: 1. (x + 5)  (x – 5) = x2 – 25 ;
2. (3x + 6y)  (3x – 6y) = 9x2 – 36y2
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Die binomischen Formeln auf einen Blick :
1. (a + b)² = a² + 2ab + b²
2. (a – b)² = a² – 2ab + b²
3. (a + b)  (a – b) = a² – b²
Übungen zu 3.6: Rechnen Sie soweit wie möglich:
1. (x + 6)  (3 – x) ;
2. (2a + 5)  (3x + 6) ;
3. (x + 3)  (x - 3) ;
4. (3 + y)2 ;
5. (4a – 3b)2 ;
6. (x – y)2  (x + 2) ;
7. (x – 5)  ( 7 + 2x)  3 ; 8. (5a + 6)  (a + 3)  (5a – 6)
3.7 Faktorisieren (Ausklammern)
Faktorisieren bedeutet: Eine Summe (Differenz) wird in ein Produkt umgewandelt. Verglichen mit den
Aufgaben in 3.5 und 3.6 wird jetzt „rückwärts“ gerechnet.
Beispiele:
1. 5x + 20 y = 5  (x + 4y) . Die 5 „steckt in 5x und 20y“.
Probe: 5  (x + 4y) = 5  x + 5  4y = 5x + 20y
2. 8a – 12b + 20c = 4  (2a – 3b + 5c) ;
3. 3x + 7xy = x  (3 + 7y)
4. 4a² + 12ab = 4  (a² + 3ab) = 4a  (a + 3b) ;
5. 3x³ - 8x4 + x² = x²  (3x – 8x² + 1)
Regel: Enthalten alle Summanden einer Summe einen gemeinsamen Faktor, so kann man diesen
Faktor ausklammern („herausziehen“); die Summe wird so in ein Produkt umgewandelt.
Diese Rechentechnik kann für die Vereinfachung schwieriger mathematischer Ausdrücke eine große
Hilfe sein. Eine der wichtigsten Anwendungen werden Sie in der Bruchrechnung beim Kürzen kennen
lernen (LE 04).
Weitere Beispiele:
6. Faktorisieren Sie: 16 – x² = ?
Scheinbar lässt sich daraus kein Produkt bilden (abgesehen von der wenig hilfreichen Möglichkeit
1(16 – x²) ). Denken Sie an die 3. binomische Formel! Es liegt eine Differenz von Quadraten vor:
4² - x² , das bedeutet: 16 – x² = (4 + x)∙(4 – x) .
7. y² - 9 = (y + 3) (y – 3)
8. x² - 2xy + y² = (x – y)² (2. binomische Formel)
9. 4x² + 12xy + 9y² = ?
Sie merken : Es wird immer schwieriger. In solchen Fällen sollte man versuchen, eine binomische
Formel „auszuprobieren“.
4x² entsprechen eventuell a², d.h. 2x entsprechen a.
9y² entsprechen eventuell b², d.h. 3y entsprechen b.
Der mittlere Summand müsste demnach 2  2x  3y betragen, das ist hier der Fall; das bedeutet:
4x² + 12xy + 9y² = (2x + 3y)² .
Erschrecken Sie nicht. Derartige Probleme sind selten zu lösen. Lediglich Faktorisierungen mit Hilfe
der 3. binomischen Formel wie in den Beispielen 5. und 6. sind von größerer Bedeutung.
Übungen zu 3.7
Faktorisieren Sie soweit wie möglich:
1. 12x + 9y – 3z ;
2. 10x + 6xy ;
4. 25 – x² ;
5. 2a² + 4ab + 2b² ;
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3. 3x² + 9x³ ;
6. 16x² - 49y²
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3.8 Division
Nach so viel Multiplikation folgt nu noch ein kleines Teilkapitel zur Division. Die Division ist die
Umkehrung der Multiplikation, z.B. ist 32 : 4 = 8 , weil 4  8 = 32 ist.
Die Vorzeichenregeln für Quotienten sind daher folgende:
Der Quotient zweier Zahlen mit gleichem Vorzeichen ist positiv, der Quotient zweier Zahlen mit
verschiedenen Vorzeichen ist negativ.
An dieser Stelle werden nur Fälle behandelt, die „aufgehen“. Die anderen Fälle folgen in LE 04 bei der
Bruchrechnung.
Beispiele:
1. 12x : 3 = 4x , weil 3  4x = 12x
2. 15x³ : 3x = 5x² , weil 3x  5x² = 15x³ . Vorsicht! 15x³ : 3  x = 5x³  x = 5x4
3. 6a7 : 3a³ = 2a4 , weil 3a³  2a4 = 6a7
4. (-24a²b) : (-8ab) = 3a , weil -8ab  3a = -24a²b
5. (10x + 15y) : 5 = 2x + 3y , weil 5  (2x + 3y) = 10x + 15y
6. (4a² - 8ab + 4a) : 4a = a – 2b + 1 , weil 4a  (a – 2b + 1) = 4a² - 8ab + 4a
Eine wichtige Regel: Man kann nicht durch 0 dividieren!
(vgl. LE 02/2.3). So kann z.B. 5 : 0 kein Ergebnis liefern, denn wäre ein Ergebnis vorhanden, dann
müsste gelten: 0  Ergebnis = 5 !
(Nicht verwechseln! 0 : 5 = 0 , weil 5  0 = 0)
Diese Regel hat entscheidende Konsequenzen für das Rechnen mit Variablen. Die Problematik wird
besonders beim Thema „Bruchgleichungen“ bedeutsam und wird daher erst an der entsprechenden
Stelle (LE 05) behandelt.
Ein wichtiger Sonderfall: Die Division von Summen
Die folgende (schwierige?) Rechentechnik wird in den Fachhochschulreifelehrgängen beim Lösen von
Gleichungen benötigt. Ich würde mich freuen, wenn Sie diese verstehen würden.
Zunächst möchte ich an ein bekanntes Verfahren erinnern: an das schriftliche Dividieren.
3756 : 4 = 939
-36
15
-12
36
-36
0
Vom Prinzip her geht es jetzt genauso.
Beispiele:
1. (x² + 7x + 12) : (x + 3) = ?
1. Schritt: Man teilt x² durch x, das Ergebnis ist x. x wird mit (x + 3)
multipliziert, das Ergebnis wird passend unter den Ausgangsterm
geschrieben und von diesem abgezogen.
(x² + 7x + 12) : (x + 3) = x
- (x² + 3x)
4x
2. Schritt: Man teilt 4x durch x, das Ergebnis ist 4. Es geht mit 4 weiter wie
im 1.Schritt mit x.
(x² + 7x + 12)
- (x² + 3x)
: (x + 3) = x + 4
4x + 12
- ( 4x + 12)
0
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Ergebnis: (x² + 7x + 12) : (x + 3) = x + 4
Probe: (x + 3)  (x + 4) = x² + 4x + 3x + 12 = x² + 7x + 12
2. (2x³ + 4x² - 10x – 12) : (x – 2) = 2x²
- (2x³ - 4x²)
8x² - 10x
- (8x² - 16x)
+ 8x + 6
Woher kommen die 8x² in dieser Zeile? Rechnung: 4x² - (-4x²) = 8x² !
6x – 12
- (6x – 12)
0
Berechnen Sie zur Probe: (x – 2)  (2x² + 8x + 6)
Noch ein Versuch:
3. (2x³ - 5x² + 7) : (x + 1) = ? Im Vergleich zum 2. Beispiel fehlt jetzt ein Term mit x. Für die Rechnung günstiger ist der
„Einbau“ von 0x!
(2x³ - 5x² + 0x + 7) : (x + 1) = 2x² - 7x + 7
- (2x³ + 2x²)
- 7x² + 0x
- (-7x² - 7x)
7x + 7
Beachten Sie: 0x – (-7x) = 7x !
- (7x + 7)
0
Machen Sie die Probe!
Übungen zu 3.8
1. 20ab : 5 =
4. 10ax4 : 2a  x =
7. (x³ - 8x² + 5x + 2) : (x – 1) =
2. 12xy : 4y =
5. (20a² + 10a³ + 5a) : 5a =
8. (2x² - 18) : (x + 3) =
3. 10ax4 : 2ax =
6. (x² + 9x + 14) : (x + 2) =
Aufgaben zur Lehreinheit 03
1. Rechnen Sie soweit wie möglich:
a) 15 – (3x + 4) + 3x ;
b) 12x – 3y – (4x – 8y) ;
d) (x – 5)  (2x + 6) ;
e) 22 – 3  (5a – (6 + 2a)) ;
c) 5  (2 + x) – 3  (4 – x) ;
f) (3a – 4)  5∙ (2b + 6)
2. Rechnen Sie soweit wie möglich:
a) (3x)² - 4  2x² ;^
b) (x – y)² ;
c) (3 + x)² + (3x)² ;
d) 4x4  3x²  2x ;
e) -x4  (-x)²  (-2x) ; f) (3a + 9b)² ∙2 ;
g) (2a² + 4a³ - 6a) : 2a ;
h) 39x³ : 13  x² ;
i) (2x² - 2x – 12) : (x – 3) ; j) (x³ - 31x – 30) : (x + 5)
3. Faktorisieren Sie soweit wie möglich:
a) 16 + 8x ;
b) 10x + 8y + 12z ;
e) x² - y² ;
f) 16a² - 9b² ;
c) 9a + 3a² - 6a³ ;
g) 9 – 6x + x²
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d) x² + x³ ;
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Lösungen der Übungen und Aufgaben
Übungen zu 3.1:
1. 15 ; 2. 2 ; 3. 158
Übungen zu 3.2:
1. 23m ; 2. -2a ; 3. 9x ; 4. -10y ; 5. 7y + 16x ; 6. 5a – 9b ;
7. 8 – 14x + 18xy ; 8. 21x ; 9. 3a – 2x ; 10. 15 + 7x ; 11. 4 + 2a ;
12. 4 – 4a
Übungen zu 3.3:
1. 30 ; 2. 24 ; 3. -30ab ; 4. -90xa ; 5. 30xyz ; 6. -60yx
Übungen zu 3.4:
1. 18a5 ; 2. 52x² ; 3. -1024x10 ; 4. a² - 3a³ ; 5. 30x7y³ ; 6. 648
Übungen zu 3.5:
1. 10x + 15y ; 2. 6x – 8xy ; 3. 16y + 3x ; 4. 20 ; 5. 0 ; 6. 12y – 12y²
Übungen zu 3.6:
1. -3x – x² + 18 ; 2. 6ax + 12a + 15x + 30 ; 3. x² - 9 ; 4. 9 + 6y + y² ;
5. 16a² - 24ab + 9b² ; 6. x³ + 2x² - 2x²y – 4xy + y²x + 2y² ;
7. -9x + 6x² - 105 ; 8. 25a³ + 75a² - 36a -108
Übungen zu 3.7:
1. 3  (4x + 3y – z) ; 2. 2x  (5 + 3y) ; 3. 3x²(1 + 3x) ; 4. (5 + x)  (5 - x) ;
5. 2  (a + b)² ; 6. (4x + 7y)  (4x – 7y)
Übungen zu 3.8:
1. 4ab ; 2. 3x ; 3. 5x³ ; 4. 5x5 ; 5. 4a + 2a² + 1 ; 6. x + 7 ;
7. x² - 7x – 2 ; 8. 2x – 6
Aufgaben
Aufgabe 1:
a) 11 ; b) 8x + 5y ; c) -2 + 8x ; d) 2x² - 4x – 30 ; e) 40 – 9a ;
f) 30ab + 90a - 40b – 120
Aufgabe 2:
a) x² ; b) x² - 2xy + y² ; c) 9 + 6x + 10x² ; d) 24x7 ; e) 2x7 ;
f) 18a² + 108ab + 162 b² ; g) a + 2a² - 3 ; h) 3x5 ; i) 2x + 4 ; j) x² - 5x – 6
Aufgabe 3:
a) 8 · (2 + x) ; b) 2  (5x + 4y + 6z) ; c) 3a  (3 + a – 2a²) ; d) x²  (1 + x) ;
e) (x + y)  (x – y) ; f) (4a + 3b)  (4a – 3b) ; g) (3 – x)²
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FERNUNTERRICHT DER BUNDESWEHRFACHSCHULE
Einsendeaufgaben zur Lehreinheit 03
Dienstgrad, Name,
Vorname
Einheit,
Standort,
DZE
Privatanschrift
Email
Datum
____
1. Rechnen Sie soweit wie möglich:
a) 15x – (4x + 3y) ; b) -5 – (-8) + (-7) ; c) 12a – 5 – (a + 6) – 6a ;
d) 36 – (2x + (18 – 2x)) – 1
2. Rechnen Sie soweit wie möglich:
a) 3x  (-12x) ; b) 10 – 6  (3x – 1) ; c) 5a  (2b – 3x) – 10ab ;
d) (6x – 3y)  (x – 2) ; e) -3x² + (-3x)² - 3²x ; f) (3 – 4x)² ;
g) (x -2y)  (x + 2y)  3 ; h) 2x²  3·(x³ - x) ; i) a²  b5  a³  b ; j) (4a  3b)²
3. Rechnen Sie soweit wie möglich:
a) (3a²b + 5a) : a ; b) (3a²b  5a) : a ;
d) (2x² + 9x – 35) : (x + 7)
4. Faktorisieren Sie soweit wie möglich:
a) 6x² + 12x – 18x³ ; b) 4a + 4 + 8b ;
c) (4x²y – 32xy²) : 4xy ;
c) 9y² - x² ;
d) 4a² + 8ab + 4b²
Senden Sie die Lösungen auf dem beigefügten DIN A 4 Blatt an die für Sie
zuständige Bundeswehrfachschule (Name und Adresse nicht vergessen!).
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DStG
Name
Vorname
Blatt:
Lösungen zu den Einsendeaufgaben LE 03
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