20160208_pm_lzh_rayfeye_final

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P RE S S E M I T TE I L U N G
Laser statt Lesebrille?
 Pressemitteilung
Hannover, 08. Februar 2016
Bislang wird Alterssichtigkeit (Presbyopie) meistens mit
einer Lesebrille korrigiert. In verschiedenen Ansätzen wird
inzwischen auch versucht, diese Form der Fehlsichtigkeit
mit dem Laser zu beheben. Jetzt entwickelt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) gemeinsam mit zwei
Projektpartnern ein virtuelles Modell, an dem eine
besonders schonende, laserbasierte Operationsmethode
simuliert werden kann. Bei der sogenannten fs-Lentotomie
wird die Augenlinse durch Mikroschnitte mit einem
Femtosekundenlaser wieder flexibler gemacht. Ziel des
Projekts RayFEye ist, die Ergebnisse der Augen-OP
vorhersagbar zu machen.
 Kontakt
Dr. Nadine Tinne
Marketing & Communications
+49 511 2788-238
[email protected]
Die Gruppe Bildgestützte Laserchirurgie der Abteilung
Biomedizinische Optik des LZH entwickelt dafür einen
Versuchsaufbau, durch den der Einfluss der Mikroschnitte auf die
Augenlinse gemessen werden kann. Die Besonderheit des
komplexen Aufbaus ist: Er kann die Probenlinse
(Tiernebenprodukt) in den gestreckten und ungestreckten
Zustand bringen. So lassen sich verschiedene
Fokussierungsabstände des Auges simulieren. Die
Wissenschaftler messen damit die Veränderungen des
Strahlverlaufs (Raytracing) durch die Linse vor und nach dem
Einbringen von Mikroschnitten im Auge.
Operation vorab simulieren
Mithilfe der Ergebnisse dieser Versuche sollen Schnittmuster für
die operative Korrektur von Alterssichtigkeit eruiert und optimiert
werden. Die Schnittmuster und Messergebnisse der Versuche
werden nachfolgend in eine Software eingespeist. Diese bildet
ein virtuelles Linsenmodell ab, an dem die operative Korrektur im
Vorfeld simuliert werden kann.
Redaktion:
Dr. Nadine Tinne | Marketing & Communications | +49 511 2788-238 | [email protected]
Laser Zentrum Hannover e.V. | Hollerithallee 8 | 30419 Hannover | +49 511 2788-0 | www.lzh.de
Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Operationsmethode,
die eine schonende Korrektur der Alterssichtigkeit mit dem Laser
ermöglicht. Darüber hinaus soll die Software so weiterentwickelt
werden, dass sie direkt in der Medizin angewendet werden kann.
Sie soll Operationen vorab simulieren, um die Resultate von
Augenkorrekturen zu verbessern.
Neben dem LZH sind die Optimo Medical AG (vormals Integrated
Scientific Services AG), die die Software OptimEyesTM
entwickeln, und die ROWIAK GmbH als Hersteller des
Lasersystems an dem Projekt beteiligt. Gefördert wird das
Verbundprojekt „Ray tracing in ophthalmic finite element models
for predicting of visual acuity enhancement“ (RayFEye) im
Rahmen von Eurostars vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) und dem Schweizer Staatssekretariat für
Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).
Zu dieser Pressemitteilung gibt es ein Bild.
Bildunterschrift Bild 1: Applizieren von Mikroschnitten in die Linse in einem Stretcher. (Foto: LZH)
Redaktion:
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Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für
innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem
Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter am LZH.
Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische
Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von
Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen
verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu
Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder
den Leichtbau im Automobilsektor. 17 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH
schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung
und Industrie.
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