201303_LZH_HM14_LAM_final

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P RE S S E M I T TE I L U N G
Ohrimplantate mit Gedächtnis
 Pressemitteilung
Hannover, 27. März 2014
Von kleinen Plastikmännchen über Nudeln zu Prototypen für
die Industrie – inzwischen kann man mit 3D-Druckern fast
alles drucken. Herausfordernd wird es erst, wenn die
„Drucke“ sehr akkurat und klein und dann noch aus schwer
bearbeitbaren oder teuren Materialien gefertigt sein sollen.
Die Wissenschaftler am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
setzen sich genau mit dieser Thematik auseinander. Auf der
Hannover Messe 2014 zeigen sie, wie sie den Laser nutzen,
um winzige Implantate mit Gedächtnisfunktion oder komplexe
Formen, wie die Hörschnecke des menschlichen Innenohrs,
zu fertigen.
 Kontakt
Lena Bennefeld
Marketing & Communications
+49 511 2788-238
[email protected]
In der Medizintechnik eröffnet die Laser Additive Fertigung (Laser
Additive Manufacturing; LAM) neue Heilungswege zum Beispiel
für Hörgeschädigte. Ein Implantat in die winzig kleine
Ohrschnecke einzusetzen, gebietet äußerste Sorgfalt. Der Chirurg
läuft während des Eingriffs Gefahr, noch verbliebene Sinneszellen
zu zerstören und das Hören des Patienten weiter einzuschränken.
Die Mikrometer-kleinen Cochlea-Replikate, an denen die
Chirurgen solche Eingriffe üben, werden mit Hilfe der LAM von der
Gruppe Photonische Systemtechnik des LZH hergestellt. Noch
einen Schritt weiter geht die Gruppe Oberflächentechnik. Sie
arbeitet zusammen mit der Medizinischen Hochschule Hannover
an Implantaten, die während der Operation durch einen
Temperaturwechsel die Form ändern und damit deren Einsetzen
wesentlich leichter machen sollen.
Mit gedrucktem Magnesium Gesichter rekonstruieren
Mit der LAM können auch Implantate gefertigt werden, die nur
temporär im menschlichen Körper verbleiben sollen. Diese Gitter
aus Magnesiumpulver baut der Körper langsam und kontinuierlich
ab. Sie eignen sich gut, um Gesichtsschädeldefekte zu
rekonstruieren, da ihre Form an das Gesicht des Patienten
angepasst werden kann. In der Anfangsphase kurz nach der
Redaktion:
Dipl.-Biol. Lena Bennefeld | Marketing & Communications | +49 511 2788-238 | [email protected]
Laser Zentrum Hannover e.V. | Hollerithallee 8 | 30419 Hannover | +49 511 2788-0 | www.lzh.de
Operation stützen die bioresorbierbaren Implantate das darüber
liegende Gewebe. Anschließend weichen sie den neuen
einwachsenden Knochenzellen.
Winzige, hochkomplexe Bauteile sorgen jedoch nicht nur in der
Biomedizintechnik für Neuerungen. Der Verwendung sind kaum
Grenzen gesetzt. Eingesetzt werden können etwa Polymere oder
Metalle. Selbst komplexe Bauteile mit inneren Öffnungen können
akkurat und rasch gefertigt werden. Benötigt wird nur eine 3DSkizze.
Mehr erfahren über die Laser Additive Fertigung kann man bei
einem Besuch des LZH auf der Hannover Messe:
Gemeinschaftsstand Land Niedersachsen, Halle 2, Stand A08.
Mehr Informationen zum Messeauftritt des LZH:
http://www.lzh.de/de/hannovermesse2014
Zu dieser Pressemitteilung gibt es ein Bild.
Bildunterschrift Bild 1: Dieser Laser-additiv gefertigte Mikroaktor für CochleaImplantate kann durch einen Temperaturwechsel seine Form verändern.
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für
innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem
Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet erarbeiten inzwischen über 170 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter einen Umsatz von 15,993 Millionen Euro (Stand 2013), u.a. aus Erträgen aus Projekten von Bund,
Land, EU und der Industrie.
Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische
Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von
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Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen
verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu
Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder
den Leichtbau im Automobilsektor. 17 Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH
schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung
und Industrie.
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