Holzarchitektur entdecken

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Projek
Holzarchitektur entdecken
Neubau der Turnhalle Rötz
Nachhaltigkeit, ökologische Verantwortung und überschaubare Kosten. Diese Anforderungen an
kommunales Bauen unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Ein gutes Beispiel, wie es
gelingen kann, ist der Neubau der Turnhalle in Rötz. Dank des Engagements Vieler, entstand hier
in nur elf Monaten Bauzeit eine Turnhalle aus regionalem Holz, die zum Vorbild werden könnte.
Sowohl für weitere öffentliche Bauten, als auch für Private, die bei der Nutzung der Halle die Vorzüge
des modernen Holzbaus zu schätzen lernen werden. So bietet der nachwachsende Rohstoff nahezu
unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten, ein unschlagbares Raumklima und seine Nutzung als Baustoff
ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb unterstützen wir das Bauen mit Holz und freuen
uns über die neue Turnhalle in der Stadt Rötz.
Der Neubau in Zahlen
• Bruttogrundrissfläche EG / OG: 2.172 m2
• Nutzfläche gesamt: 2.015 m2
• Umbauter Raum: 15.890 m2
• Baukosten KG 300 – 400 netto:
1.840.000,– Euro
• Beheizung mit Fernwärmeanschluss
Landrat Franz Löffler,
Landkreis Cham
Bürgermeister Ludwig Reger,
Stadt Rötz
• Bauzeit: September 2015 bis Juli 2016
gesamt ca. 11 Monate
Bilder: Architekturbüro Dieter Brüggemann, Franz Löffler, Ludwig Reger
Grußwort
Bilder: SSV Wildpoldsried
Hintergründe & Informationen
Bedarf eines Neubaus
Projektverlauf
• Feststellung: Die bestehende Halle wurde den
örtlichen Vereinen zu klein.
• Eine große Halle ist ein Argument für den
Schulstandort Rötz.
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Vorgeschichte
• Im Laufe der Zeit wurden drei Alternativen geprüft:
1. Teilsanierung, 2. Sanierung, 3. Abriss und Neubau.
• Kosten der Alternativen 1 und 2 zwischen 2 und 3
Millionen Euro, aber die Halle bliebe weiter zu klein.
• 2004: Bürgermeister Ludwig Reger nimmt ersten
Kontakt mit Wildpoldsried auf. Dort wurde 2004
eine Halle eingeweiht, die den Bedürfnissen der
Gemeinde Rötz entspricht.
• 2005: Besichtigung der Halle Wildpoldsried
zusammen mit dem Sportverein und dem Gemeinderat.
• Anfrage an Architekt Brüggemann: Ist der Kostenrahmen bis 2 Millionen Euro weiterhin möglich?
Beschlüsse
• Es erfolgen nur einstimmige Beschlüsse.
• Das Architekturbüro Brüggemann erhält den
Planungsauftrag.
• Auch gibt kaum Änderungen zum bewährten
Raumkonzept Wildpoldsried.
• Nach öffentlicher Ausschreibung erfolgen
einstimmige Vergaben.
27.7.2015: Aufträge vergeben
10.08.2015: Abriss der alten Halle
Ende Oktober 2015: Baumeisterarbeiten, Fundamente
Dezember 2015: Aufstellen des Holzbaus
Ende 2015: Bau geschlossen
1./2./3. Quartal 2016: Innenausbau
Inbetriebnahme zum Schuljahr 2015/2016
Zum Gebäude
• Die Hallengröße beträgt etwa 23 x 45 m
(ca. 2,5- bis 3-fach Turnhalle).
• Baustoffmix: Die Umkleiden und Sanitärbereiche
bestehen aus Ziegeln und Beton, die Halle aus Holz.
• Energetische Qualität: Zwischen kfW 55 und 70
und Fernwärmenutzung.
• Es handelt sich um einen Zweckbau, jedoch ohne
Qualitätsverlust.
• Die Genehmigung erfolgt als Sporthalle, nicht als
Veranstaltungshalle (ab 200 Personen würden
höhere Brandschutzauflagen gelten).
• Schon jetzt gibt es Nachfragen / Besuche aus
Regen, Mintraching und Kallmünz.
Bilder: Ludwig Reger
Stimmen zum Projekt
Wirtschaftliches Bauen und Qualität
in Einklang gebracht –
Ludwig Reger (Erster Bürgermeister der Stadt Rötz)
Die politische Führung und die entscheidenden Gremien
sind gefordert, einen Interessensausgleich zwischen den
späteren Nutzern eines Gebäudes und den haushälterischen Zwängen einer Gemeinde zu finden. Eine Gemeinde
braucht für seine aktiven und erfolgreichen Sportlerinnen
und Sportler, aber auch für die örtliche Schule, eine den
heutigen Standards entsprechende Sporthalle.
Die Gemeinde hat aber die Pflicht wirtschaftlich und
nachhaltig zu bauen, unter Berücksichtigung der laufenden Betriebskosten. Mit dem überwiegend verwendeten
Baustoff Holz realisierte das Planungs- und Bauteam,
eine optisch ansprechende, energetische effiziente und
finanziell von uns tragbare Turnhalle. Wir hoffen, dass
noch viele Gemeinden unserem Beispiel folgen und stehen
gerne mit Rat zur Seite.
Hohe Qualität im regionalen Holzbau –
Gerhard Gruber (Beauftragter Holzbau Unternehmer)
Tradition und Innovation machen den modernen Holzbau
aus. Aus natürlichen Materialien entstehen langlebige,
energieeffiziente Gebäude mit gesundem Raumklima.
Holz als regenerativer Baustoff ist durch seine naturgegebenen Materialeigenschaften auch für öffentliche
Bauten bestens geeignet und kann auch mit anderen
Baumaterialien kombiniert werden. Die Halle erfüllt alle
Anforderungen an eine vielseitige Sporthalle für die
ansässigen Vereine und Gruppen und ist auch für den
Schulsport bestens geeignet.
Architekten helfen sparen –
Dieter Brüggemann (Verantwortlicher Architekt)
Eine wichtige Aufgabe von Architekten ist das Abwägen
des Gewünschten mit dem Möglichen, sich beim Planen auf
die wirklich notwendigen Funktionen des Bauvorhabens zu
konzentrieren. Kompaktheit statt Komplexität der Planung.
Mehrfachnutzung von Bauteilen in verschiedenen Funktionen und ein Baustoffmix der die jeweiligen Baustoffvorteile
geschickt nutzt. So ist in Rötz eine Turnhalle entstanden,
deren Massivanteil aussteift und deren Holzwände eine
beispielhafte energetische Qualität sichern.
Erfolg bringt, wenn, wie in der Gemeinde Rötz geschehen,
die künftigen Nutzer, die verantwortlichen Politiker und die
ausführenden Handwerker mit der Planung Hand in Hand
arbeiten. Dann entsteht ein Gebäude, das die gewünschten
Funktionen erfüllt, für die Politik finanzierbar bleibt und
dabei eine geerdete Baukultur zum Ausdruck bringt.
flach geneigte Dachfläche DN 5°
komplett mit PV-Anlage
Ansicht Norden
Schnitt A•A
Daten | Fakten | Infos
Konstruktion
Wand und Decke
• Das Bauvorhaben ist in energetisch hochwertiger
Holzrahmenbauweise erstellt. Lediglich der
erdangefüllte und aussteifende Gebäudeteil ist
betoniert.
• Die Wand und Deckenelemente sind vollständig in
hochwertiger mineralischer Kerndämmung ausgeführt.
• Eine innere Beplankung / Verkleidung ist jederzeit
möglich aber grundsätzlich nicht erforderlich.
• Das Gesamtgebäude ist energetisch nach KFW 70
Standard einzuordnen.
• Somit können alle anderen Stützen und Wände
ohne Einspannung und in Holzbauweise ausgeführt werden.
• Ein großer Vorteil liegt sicherlich in der größtmöglichen Vorfertigung der gesamten Wand- und
Dachelemente. Das Aufstellen der Grundkonstruktion hat insgesamt nur zehn Tage in Anspruch
genommen.
Detail Gebäude-Ecke M 1:10
Massivholzfassade
Lattung 40/60
Konterlattung 40/60
Schutzfolie
Dämmung wlg 035 d=40mm
Außenwand
Laibungsbrett
Fenster
Bilder: Architekturbüro Dieter Brüggemann
begrünte Dachfläche DN 5°
Folienabdichtung
Raumkonzept
Fassade
• Neben der Haupthallenfläche mit rd. 1000 m
Nutzfläche sind im EG 4 große Umkleideräume und
ein zentral gelegener Geräteraum angeordnet.
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• Der Geräteraum ist auch bei Hallenteilung
von jedem Hallenbereich direkt zugängig.
• Zwei der Umkleiden sind für den Schulsport vorgesehen. Diese sind so angeordnet, dass die Schüler
die Halle nur über die Umkleide erreichen können.
• Das EG ist über eine Verbindungsgang direkt mit
dem Schulgebäude verbunden.
• Weitere Nebenräume wie Lehrer- und Schiedsrichterumkleiden, Behinderten-WC, und Technikräume
sind im EG angeordnet.
• Im OG gibt es einen großzügigen Gang, welcher
als Tribüne für Zuschauer vorgesehen ist, weitere
Sporträume für Gymnastikgruppen und Konditionstraining eingeplant.
• Diesen Sporträumen ist nochmals jeweils ein kleinerer Dusch- und Umkleidebereich direkt zugeordnet.
• Neben einem großzügigen Foyer und den
allgemein zugängigen WC-Anlagen ist hier auch
noch ein Büro / Kassenraum und ein kleine
Cafeteria mit vorgelagerter Terrasse vorhanden.
• Als Fassadenverkleidung sind senkrechte massive
Lerchenhölzer in unterschiedlichen Dimensionen
verbaut. Zusätzlich wird in der Unterkonstruktion
noch eine weitere Dämmebene ausgeführt.
• Die weitere Fassadengestaltung erfolgt über
farbbeschichtete Fundermaxplatten.
• Die Fassadenbeplankung kann z.B. mit Holz,
Wärmedämmverbundsystem, Putz, Fassadenplatten oder Stahlblech usw. erfolgen.
Bilder: Architekturbüro Dieter Brüggemann
Ausschnitt Grundriss EG
Bilder: Gruber Naturholzhaus
Kooperationspartner:
Architekturbüro Dieter Brüggemann
Im Öschle 4 | 87499 Wildpoldsried
T 08304 745 | F 08304 1598
E [email protected]
www.architekt-db.de
Stadt Rötz
Rathausstraße 1 | 92444 Rötz
T 09976 9411-0 | F 09976 941199 | E [email protected]
Gruber Naturholzhaus GmbH
Sanddickicht 12 | 93426 Roding/Altenkreith
T 09461 4029-0 | F 09461 4029-29
E [email protected]
www.naturholzhaus.info
Prüfstatik Thomas Ammer, Straubing
Fliesen Aumer, Radling
Sägewerk Josef Falter, Drachselsried
Holzbau Hirtreiter, Leiblfing
Baustatik Höhl, Wildpoldsried
Haustechnik Kastl, Zandt
Elektro Helmut Preißer, Treffelstein
Massivbau Siegfried Wagner, Waldmünchen
Sowie weitere Fachplanungsbüros und ausführende Firmen
Gemeinde Rötz
Landkreis Cham – Regionalmanagement
Rachelstraße 6 | 93413 Cham
T 09971 78-564 | F 09971 845064 | E [email protected]
Zimmerer-Innung im Landkreis Cham
Frühlingstraße 13 | 93413 Cham
T 09971 200480 | F 09971 200486 | E [email protected]
Kreishandwerkerschaft im Landkreis Cham
Frühlingstraße 13 | 93413 Cham
T 09971 20048-0 | F 09971 20048-6 | E [email protected]
proHolz Bayern
Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 1 | 85354 Freising
T 08161 712582 | F 08161 715996 | E [email protected]
Netzwerk Forst und Holz beim C.A.R.M.E.N. e.V.,
Schulgasse 18, 94315 Straubing
T 09421 960 384 | F 09421 960 333 | E [email protected]
Titelbild: Architekturbüro Dieter Brüggemann
Zum Gelingen haben beigetragen:
Bilder: Ludwig Reger
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