Musikalische Früherziehung für 3 - 6 jährige - MV

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Musikalische Früherziehung für 3 - 6 jährige
Liebe Eltern,
zunächst einmal freuen wir uns, dass Sie Interesse an unserem Angebot der „ Musikalischen
Früherziehung“ haben.
Wir möchten Ihnen an dieser Stelle gerne einige Informationen über den Unterricht, die
Ziele und die Erwartungen geben.
Warum überhaupt sollte Ihr Sohn/Ihre Tochter an der Musikalischen Früherziehung
teilnehmen und was verbinden wir damit?
Jedes Kind ist musikalisch!
Es hat eine natürliche Form der Musikalität und lebt diese ungehemmt und frei aus (es
versucht zu singen, haut auf Gegenstände, um den Klang zu erfahren. Es wird aufmerksam,
wenn es Musik hört – wie aus einer Spieluhr - usw.) Die musikalische Früherziehung will
diese natürliche Neugierde und Freude an der Musik aufgreifen und weiter fördern. Sie
bewertet nicht und will keine kleinen Wunderkinder heranziehen.
Wo also liegen die Ziele der musikalischen Früherziehung?
Neben dem freien spielen und improvisieren mit der Musik lernen die Kinder, sich über die
Musik auszudrücken. Die Musik wird zum guten Freund. Musik wird so zu einem seelischen
Ventil.
Auch die Freude am Lernen wird in der Gruppe entwickelt. Die Kinder haben schnell ein
Erfolgserlebnis und können das Ergebnis unmittelbar erleben. Sie lernen, sich zu
konzentrieren. Manche Übungen gehen nicht ohne Ausdauer. Daher erfahren sie, dass sich
Durchhalten lohnen kann und nicht sofort bei der ersten Widrigkeit aufzugeben. Sie lernen
Rücksicht auf andere zu nehmen, sich unterzuordnen oder aber zu behaupten. Der Umgang
mit Musik bietet also einen außerordentlichen Wert für die Gesamtentwicklung Ihres Kindes.
Machen wir hier einen kleinen Ausflug in die Vereinigten Staaten und die Schweiz, die
Anhand von Studien in den 90er Jahren folgende Ergebnisse erzielten:
· Musizierende Kinder steigern ihren Intelligenzquotienten
· Ihre schulischen Leistungen verbessern sich
· Ihr Sozialverhalten wird positiv beeinflusst
· Gewalt und Vandalismus treten deutlich seltener auf
· Ein umfassender Musikunterricht beeinträchtigt in keinster Weise die Leistungen in
anderen Fächern.
Leider werden durch ständige Mittelkürzungen die musischen Fächer immer weiter
zurückgeschraubt, während naturwissenschaftliche Themen immer mehr Bedeutung
beigemessen wird. Das aber ein Anheben der musischen Fächer keineswegs zu schlechteren
Noten führt, zeigten die Studien der USA und der Schweiz. Dort wurde der Musikunterricht
auf fünf Wochenstunden ausgeweitet und der Mathematik und Sprachunterricht reduziert.
Die musisch geförderten Kinder zeigten insgesamt in allen Fächern bessere Leistungen,
obwohl sie durch Üben und Orchesterproben zusätzlich belastet waren. Woran liegt das?
Bei den Forschungen fand man heraus, das Musizieren das Gehirn in hohem Maße
stimuliert. Diese Ergebnisse gelten für alle Kinder. Unabhängig, ob sie nun musikalisch,
begabt oder unmusikalisch sind. Auch das soziale Umfeld spielte bei diesen Studien keine
Rolle. (Quellenangabe: „Jedes Kind will musizieren“; Andrea Rittersberger, 2002)
Warum singen wir viel im Unterricht?
Singen ist die unkomplizierteste und natürlichste Art zu musizieren. Da wir allein mit unserm
Körper singen, ist es auch das persönlichste aller Instrumente. Im Unterricht wird
selbstverständlich keine Kritik aufgebaut. Sie schüchtert häufig ein und hemmt die Kinder
(wie jeder von uns ja auch aus eigener Erfahrung weiß) in ihrem freien Spiel mit der Musik.
Egal, wie „falsch“ Ihr Kind singt, es sollte für seine Leistungen stets gelobt und ermutigt
werden. Auch, wenn Ihr Kind keinen „richtigen“ Ton treffen kann, wird es später durchaus
ein Instrument erlernen. Wichtig ist, dass es sich traut und Freude an der Musik entwickelt.
Ermutigen Sie Ihr Kind und begleiten Sie den musikalischen Weg Ihres Kindes mit Interesse.
Die beste Begabung nützt nichts, wenn die Unterstützung der Eltern fehlt.
Singen und Musizieren ist daher soviel mehr als das schlichte Üben von Noten. Sie bietet uns
und unseren Kindern eine Möglichkeit der Ausdrucksfähigkeit, die sie in anderen Bereichen
nicht immer finden können.
Wird Ihre Tochter/Ihr Sohn auf einen späteren Instrumentalunterricht vorbereitet, falls
er gewünscht wird?
Ja! Neben den schon erwähnten Inhalten lernt Ihr Kind, wie verschiedene Musikinstrumente
klingen und wie man auf ihnen spielen kann. Sie lernen die ersten Noten kennen und
können sie selber auf die Musik übertragen. Sie lernen rhythmisches Spielen kennen und
unterscheiden die Tonlängen und Tonhöhen.
Wir hoffen, wir konnten ein paar Ihrer Fragen beantworten und Ihr Interesse wecken. Wenn
Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, zögern Sie nicht, uns anzusprechen.
Petra Hüfner und der Musikverein freuen sich über jeden, der “reinschnuppern“ möchte!
Musikverein Zöschingen e.V.
“Original Bachtal-Musikanten“
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