Therapie - Brustzentrum Münsterland

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Therapiekompass
Eine Informationsbroschüre
für Patientinnen des
Brustzentrums Münsterland
Einführung
Das Brustzentrum Münsterland
Liebe Patientin,
mit der Diagnose „Brustkrebs“ tut sich ein tiefer Abgrund auf. Kaum jemand –
weder Sie als Betroffene noch Ihre Angehörigen – kann sich in dieser Situation
ganz von Angst und Unsicherheit frei machen. Eins jedoch ist sicher: Was die
wirksame Behandlung dieser Krankheit angeht, befinden Sie sich im Brustzentrum Münsterland von Anfang an in den besten Händen. Denn wir verbinden
umfassende medizinische Kenntnisse und moderne Therapieansätze auf dem
jeweils neuesten Stand der Technik mit einfühlsamer, menschlicher Fürsorge.
Unser Ziel ist eine ganz individuelle Therapie, bei der wir für jede einzelne Erkrankung die am besten geeigneten Maßnahmen zusammenstellen und nach geprüften Qualitätsstandards durchführen. Damit es Ihnen schnell wieder besser geht.
Clemenshospital GmbH
Düesbergweg 124
48153 Münster
www.clemenshospital.de
Christophorus-Kliniken GmbH
Südring 41
48653 Coesfeld
www.krankenhaus-coesfeld.de
Vorab
Wegen der einfacheren Lesbarkeit nutzen
wir in dieser Broschüre jeweils den einfachsten sprachlichen Ausdruck. Das bedeutet,
dass die männliche Form einer Berufsbezeichnung – wie „Arzt“ oder „Therapeut“
– selbstverständlich immer auch Mitarbeiterinnen einschließt, die einen wesentlichen
Teil unseres qualifizierten Fachpersonals
darstellen.
Inhaltsverzeichnis
Wozu diese Broschüre?
„Wie überstehe ich nur die nächsten Wochen?“ – „Was kommt auf mich zu?“ –
„An wen kann ich mich jetzt wenden?“ Solche oder ähnliche Fragen stellen Sie
sich jetzt vermutlich häufig. Wir geben Ihnen diese Broschüre in die Hand, damit Sie unser Brustzentrum mit seinen vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten
kennenlernen und sich hier schnell zurechtfinden. Darüber hinaus sollen Ihnen
die Informationen über die Erkrankung, Diagnose und Therapie helfen, Ihre
Gedanken zu ordnen, Wissen zu sammeln und wieder Mut für die Zukunft zu
fassen. Wir wünschen Ihnen gute Besserung!
Ihr Behandlungsteam im
Brustzentrum Münsterland
Einführung
2
3
4
5
6
Das Brustzentrum stellt sich vor
Wozu diese Broschüre?
Inhaltsverzeichnis
Unsere Häuser
Kompetenzen & Kapazitäten
Gut aufgehoben
Breast Nurses
Psychosozialer Dienst
Wissenswertes über Brustkrebs
Sie sind nicht alleine!
Die weibliche Brust – Anatomie
ohne Befund und mit Befund
Was ist Krebs?
Krebsarten
Diagnose
8
10
11
12
13
Sorgfältig betrachtet
Körperliche Untersuchung
Bildgebende Verfahren
Unter die Lupe genommen
Biopsien
Laboruntersuchungen
Tumormarker
Histologie
Diagnosefazit ziehen (Staging)
TNM-Klassifikation
Grading
Hormonrezeptorstatus
HER2-neu
Therapie
14
16 18
20
22
Die Brustoperation
Die Entfernung der
Lymphknoten
Strahlentherapie
Wie läuft eine Strahlentherapie ab?
Welche Nebenwirkungen sind
möglich?
Chemotherapie
Wie läuft eine Chemotherapie ab?
Welche Nebenwirkungen können
auftreten?
Hormontherapie
Wie läuft eine Hormontherapie
ab?
Welche Nebenwirkungen können
auftreten?
Antikörpertherapie
Nachsorge / Leben!
24
26
27
28
Entlassung
Termine
Nachsorge
Wieder zu Hause
Gut zu wissen
Wundbeobachtung
Lymphödem
Therapiemöglichkeiten
Tipps zur Vermeidung
Alltag
Ernährung
Bewegung
Selbstuntersuchung
Anhang
30 Glossar
Impressum
Herausgeber:
Brustzentrum Münsterland
www.das-brustzentrum.de
Text und Konzept:
le Viseur Kommunikation
www.leviseur-kommunikation.de
Layout und Satz:
Magnus Sundermann
www.ms-mediengestaltung.de
Einführung
Unsere Häuser
Im Brustzentrum Münsterland haben
sich drei Krankenhäuser und zwei weitere Einrichtungen aus Münster und
dem Münsterland zusammengeschlossen, um ihr Fachwissen zum Wohle der
Patientinnen zu bündeln. Zu unserem
Einzugsgebiet gehören der gesamte
südliche Teil Münsters sowie der südwestliche Teil des Münsterlandes. Die
einzelnen Einrichtungen unseres Netzwerkes erfüllen dabei unterschiedliche
Funktionen. So dienen das Clemenshospital und das St.-Vincenz-Hospital
Coesfeld als Operationsstandorte und
werden ergänzt von den onkologischen
Fachabteilungen des Clemenshospitals
und des Franz-Hospitals Dülmen. Für
die behutsame Behandlung der sichtbaren und unsichtbaren Folgen einer
Krebserkrankung bringt die Fachklinik
Hornheide ihre Erfahrung und Kompetenz im Bereich der Psychoonkologie
und der plastischen Chirurgie ein.
Kompetenzen und Kapazitäten gehen Hand in Hand
Wenn die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, kommt meist nichts Gutes
dabei heraus. Um das zu verhindern und Ihnen die beste Behandlung zu ermöglichen, ziehen im Brustzentrum Münsterland ganz bewusst alle an einem Strang.
Hier arbeiten sämtliche Abteilungen eng zusammen, die für die Brustheilkunde
(Senologie) von Bedeutung sind, nämlich Gynäkologie, Radiologie, Diagnostik,
Strahlentherapie, Onkologie, Pathologie, Chirurgie und Psychoonkologie.
Von der Diagnose über Erst- und Folgebehandlung bis zur Rehabilitation gehen
alle beteiligten Ärzte sowie Pflegepersonal und Therapeuten nach anspruchsvollen
landeseinheitlichen Vorgaben vor. Indem sich die Spezialisten der einzelnen Bereiche intensiv über die einzelnen Untersuchungsergebnisse austauschen, können
sie jeweils die wirkungsvollsten Therapieansätze für jede Patientin finden. Ein
wichtiges Instrument stellt dabei die wöchentliche Tumorkonferenz dar, an der die
Ärzte aller beteiligten Abteilungen sowie niedergelassene Ärzte und weitere Vertreter aus den interdisziplinären Behandlungsteams teilnehmen. Vom Zeitpunkt der
Diagnose an beraten sie jeden wichtigen Therapieschritt, sodass Ihnen mit Sicherheit eine qualitativ optimale Behandlung und Betreuung angeboten werden kann.
Ebenfalls wöchentlich findet eine
Screening-Konferenz unter der Leitung
von Frau Doktor Spital und Herrn
Doktor Hovestadt statt. Hier werden
alle auffälligen mammographischen
Befunde der Vorwoche aus den beiden
Mammografie-Zentren Münster-Clemenshospital und Coesfeld-St.-VincenzHospital besprochen und das weitere gemeinschaftliche Vorgehen abgestimmt.
Breast Nurses
Physiotherapie
Ob bei organisatorischen Fragen oder
in Krisenmomenten – unsere speziell
für die Betreuung von Brustkrebspatientinnen ausgebildeten Krankenschwestern begleiten Sie in jeder
unserer Einrichtungen vom Tag der
Diagnose an über die gesamte Therapie hinweg. Diese „Breast Nurses“
– oder Pflegeexpertinnen für Senologie – sind Ihr wichtigster Anlaufpunkt bei allen Fragen. Sie vermitteln
allgemeine Informationen zum organisatorischen Ablauf, unterstützen
Sie in sozialen und psychologischen
Belangen, unterweisen Sie in gesunder Lebensführung und beantworten
medizinische Fragen. Eine Breast
Nurse ist das Bindeglied zwischen
Ihnen, dem Arzt und allen anderen an
der Behandlung beteiligten Personen.
Alle Breast Nurses des Brustzentrums
Münsterland arbeiten eng zusammen
und organisieren Kosmetikseminare
oder andere Kurse, die die prinzipielle
Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen verbessern und ihnen damit
wieder zu einer positiven Lebenseinstellung verhelfen sollen.
Um Ihre Beweglichkeit und Ihr Wohlbefinden nach den Eingriffen schnellstmöglich wiederherzustellen, können Sie auf Rezept in allen drei Krankenhäusern unseres Netzwerkes die physiotherapeutischen Abteilungen nutzen. Je nach körperlicher Verfassung und Genesungsfortschritt stehen Ihnen hier Krankengymnastik,
Schulter- und Nackenmassagen sowie Bewegungsbäder zur Verfügung. Sie können
das Angebot schon während Ihres stationären Aufenthaltes und später in der Nachsorge ambulant nutzen.
Sozialdienst
Mit der Diagnose „Brustkrebs“ und dem Krankenhausaufenthalt steht das Leben
Kopf: Für die Betroffenen selbst sowie für ihre Angehörigen bricht die vertraute
Ordnung zumindest vorübergehend zusammen. Damit Sie schnellstmöglich wieder
den Rückweg in ein normales Leben antreten können, steht Ihnen unser Sozialdienst mit Rat und Tat zur Seite. Er hilft Ihnen ganz praktisch, Ihre private und berufliche Situation zu klären und Ihre Sorgen zu bewältigen. Dazu gehört zunächst
ein einfühlsames Beratungsgespräch mit Ihnen oder Ihren Angehörigen, für das
unterschiedliche psychosoziale Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen. Sie
alle dienen dem Zweck, alltagspraktische und soziale Fertigkeiten wieder herzustellen, zu erhalten oder zu fördern. Zudem berät Sie der Sozialdienst bei sozialen bzw.
sozialversicherungsrechtlichen Fragen und den entsprechenden Antragsverfahren.
Nicht zuletzt stellen wir Ihnen sinnvolle Rehabilitationsmaßnahmen vor und leiten
sie bei Bedarf für Sie in die Wege.
Hilfe für die Seele
Wenn sich der Krebsverdacht bestätigt, verlieren vermeintliche Gewissheiten ihre
Geltung. Wenn Sie möchten, begleitet Sie unsere Psychologin Cornelia Borchard
bei sämtlichen Fragen, Sorgen und Ängsten in allen Entscheidungsprozessen, die
in den kommenden Wochen auf Sie zukommen. Gemeinsam können eine Sie neue
Sicht auf Ihre Krankheit entwickeln, um die Nebenwirkungen und Einschränkungen der Therapie besser tolerieren zu können, sich in Ihrem Lebensumfeld neu zu
orientieren und Ihre persönliche Lebensqualität zu verbessern.
Einführung
Diagnose Brustkrebs –
Sie sind nicht alleine
In Deutschland erkranken jährlich etwa 55.000 Frauen und
nur 200 Männer neu an Brustkrebs, dem sogenannten
Mammakarzinom. Damit ist Brustkrebs die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen. Zwar liegt die Altersspitze
zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr, dennoch erkranken
zunehmend auch jüngere Frauen daran. Prinzipiell aber gilt:
Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.
Hat sich ein Anfangsverdacht erhärtet und die Diagnose steht
fest, quält viele die Frage, ob ein gesünderer Lebenswandel die
Erkrankung verhindert hätte. Zwar gibt es Risikofaktoren, die
die Entstehung von Brustkrebs begünstigen wie familiäre Vorbelastung, Übergewicht, erhöhter Alkoholkonsum, schlechte
Ernährungsgewohnheiten, andere Krebserkrankungen und
bestimmte Umwelteinflüsse. Letztendlich kann aber jede Frau
an Brustkrebs erkranken – selbst wenn sie immer gesund
gelebt hat und erblich nicht vorbelastet ist.
Wie ist die weibliche Brust aufgebaut?
Die weibliche Brust besteht zum größten Teil aus Binde- und
Fettgewebe, das wesentlich für ihre Form und Weichheit verantwortlich ist. Darin eingebettet ist das Milchdrüsensystem,
das nach der Geburt eines Babys die Muttermilch produziert.
Es setzt sich aus den Drüsenläppchen (Lobula) und Milchgängen (Ductuli) zusammen. Ein Netzwerk aus Blutgefäßen
versorgt das Brustgewebe mit Hormonen und Nährstoffen.
Zusätzlich wird die Brust von einem verästelten System aus
feinen Lymphbahnen durchzogen. Diese sammeln die Gewebsflüssigkeiten und die darin enthaltenen Substanzen bzw.
Zellen und führen sie zu Filterstationen in der Achselhöhle,
den sogenannten Lymphknoten. Sie fangen Bakterien, Viren
und auch einzelne Tumorzellen ab, versuchen sie unschädlich
zu machen und geben die gefilterte Lymphflüssigkeit wieder
an das Kreislaufsystem ab.
Anatomischer Aufbau der Brust ohne Tumor (links)
und mit Tumor (rechts)
Was ist Krebs?
Der menschliche Körper besteht aus vielen Milliarden Zellen.
Die Zellen sind die kleinsten Funktionseinheiten des Organismus. Weil sie meistens nur eine begrenzte Lebensdauer
haben, müssen sie sich durch Zellteilung laufend erneuern.
Die für die Teilung nötige Information liegt im Zellkern
– in der DNA. Sie bestimmt, ob und wann sich eine Zelle
teilt. Gerät dieser Mechanismus durcheinander, kann es zu
einem unkontrollierten Wachstum des betroffenen Gewebes
kommen. Solche Geschwülste bezeichnet man als „Tumoren“
und unterteilt sie in gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Formen. Als „Krebs“ bezeichnet man umgangssprachlich nur die bösartigen Geschwülste, die natürliche Organgrenzen nicht respektieren und die Tendenz haben, Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Körperregionen zu
bilden.
Welche Arten des Brustkrebses gibt es?
Den „typischen Brustkrebs“ gibt es nicht. Einige Grundregeln
gelten jedoch für alle Formen dieser Krankheit: Sie entsteht
durch die bösartige Veränderung einer einzigen Zelle. Diese
und ihre unzähligen Tochterzellen halten sich nicht mehr an
die Wachstumsgesetze ihres ursprünglichen Gewebes – also
der Drüsenläppchen oder der Milchgänge. Sie teilen sich
schneller, führen ein unkontrolliertes Eigenleben und wirken
zerstörerisch auf ihre Nachbarzellen. Trotz ihrer Verschiedenartigkeit lassen sich die unterschiedlichen Tumorarten in
zwei große Gruppen unterteilen: Diejenigen, die auf ihren
Ursprungsort begrenzt sind – die sogenannten nichtinvasiven
Karzinome – und diejenigen, die in das benachbarte Gewebe
eingedrungen sind – die sogenannten invasiven Karzinome.
Nichtinvasive Karzinome
Diese Veränderungen des Brustgewebes – auch In-situ-Karzinome genannt – bestehen aus Zellen, die bereits einige
krebstypische Eigenschaften aufweisen, wie eine erhöhte
Zellteilungsrate. Die Fähigkeit, in benachbartes Gewebe einzudringen, besitzen diese Zellen jedoch nicht, weshalb sie an
ihrem Ursprungsort verbleiben und nicht in der Lage sind,
zu streuen und damit Metastasen zu bilden.
Je nach Ursprungsort unterscheiden sie sich in intraduktale,
das heißt in den Milchgängen, oder lobuläre, also in den
Drüsenläppchen angesiedelte In-situ-Karzinome.
·Duktales Carcinoma in situ (DCIS oder CDIS)
Hierbei handelt es sich um eine Krebsvorstufe, eine sogenannte Präkanzerose, aus der sich bei 30 bis 50 Prozent der
Betroffenen innerhalb von zehn Jahren ein invasives Karzinom entwickelt. Die veränderten Zellen breiten sich ausschließlich in den Milchgängen aus. Da ein DCIS in der
Regel keine Metastasen bildet, ist diese Gewebeveränderung
meist durch eine Operation und anschließende Strahlentherapie vollständig heilbar. Da sich die Zellen mitunter
in einem unscharf begrenzten Bereich um den Ursprungsort ausbreiten, muss bei der Entfernung des betroffenen
Gewebes ein Sicherheitsabstand von einem Zentimeter zum
gesunden Brustgewebe eingehalten werden.
Erkannt wird ein DCIS meist über seine typische Mikrokalkspur in der Mammographie. Tastbar ist diese Krebsvorstufe nicht, da sie sehr selten mit der Bildung von Knoten
verbunden ist.
·Carcinoma lobulare in situ (CLIS)
Bei dem CLIS handelt es sich um eine Gewebeveränderung,
die mit einem statistisch erhöhten Risiko verbunden ist, an
einem invasiven Karzinom zu erkranken. Pro Jahr ist dies
bei etwa einer von hundert Patientinnen mit CLIS der Fall.
Man findet diese Veränderung in den Drüsenläppchen, weshalb sie ebenfalls nicht zu ertasten ist. Sie bildet auch keine
Verkalkungen wie das DCIS und ist daher auch in der
Mammographie nicht zu erkennen. Meistens entdeckt der
Pathologe ein CLIS zufällig im Rahmen einer anderen feingeweblichen Untersuchung, für die Brustgewebe entnommen wurde.
Invasive Karzinome
Die Neubildungen sind in der Lage, Krebszellen in den
Körper zu streuen und die gefürchteten Metastasen zu bilden.
Weil nun auch Lymphknoten und andere Organe von der Erkrankung betroffen sein können, betrachtet man die invasiven
Brustkrebsformen als systemische Erkrankungen, die also
nicht mehr nur auf die Brust allein beschränkt sind, sondern
den gesamten Organismus betreffen können.
·Invasives duktales Karzinom
Dieser bösartige Tumortyp geht von den Milchgängen aus
und ist mit 78 Prozent der am häufigsten auftretende Brustkrebs. Er bildet oft sehr feste (solide) Knoten, die in der
Mammographie und im Ultraschall gut erkannt werden
können.
·Invasives lobuläres Karzinom
Diese seltenere Art des Brustkrebses (etwa zwölf Prozent)
entwickelt sich in den hauchfeinen Gangsystemen der Drüsenläppchen. Sie ist daher selten als Knoten tastbar und
wird bei einer Mammographie selbst von sehr erfahrenen
Radiologen nicht immer eindeutig erkannt.
·Inflammatorisches Karzinom
Bei diesem Brustkrebs handelt es sich um eine sehr seltene
Form. Sie zeigt sich über eine geschwollene, entzündlich
gerötete und überwärmte Brust, deren Oberfläche wie eine
Orangenschale mit kleinen Einziehungen übersät ist. Im
Unterschied zur schmerzhaften Brustentzündung, die ähnlich aussieht, haben Frauen mit einem inflammatorischen
Karzinom meist keine Beschwerden.
Diagnose
Anschluss
Diagnose
Auffälliger Befund
- Mammographie
- Ultraschall
- Staging-Untersuchung
- Biopsie
- Klassifikation
Operation
Die Grafik zeigt die einzelnen Stationen der Brustkrebsbehandlung in einem vereinfachten Schema.
Die Reihenfolge der einzelnen Schritte kann je nach individuellem Krankheitsbild und -verlauf variieren.
Einsicht ist der erste Schritt
zur Besserung
Viele Frauen fürchten, als Brustkrebspatientin in eine unpersönliche
Medizinmaschine zu geraten, in der sie keinerlei Kontrolle mehr über
sich selbst und über die Vorgänge um sich herum haben. Eine verständliche Furcht, die aber unbegründet ist und im schlimmsten Fall sogar
dringende Schritte unnötig verzögert.
Denn je schneller ein Tumor behandelt wird, desto besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen. Ein erster Meilenstein auf dem Weg der
Besserung besteht daher darin, das verdächtige Gewebe und Ihren körperlichen Allgemeinzustand sorgfältig in Augenschein zu nehmen. Jeder
einzelne Untersuchungsschritt führt näher an das entscheidende Ziel
heran: nämlich eindeutig zu klären, ob Sie tatsächlich an Krebs erkrankt
sind oder nicht. Bestätigt sich der Verdacht, muss ganz genau festgestellt
werden, wo der Tumor sitzt, wie groß er ist, aus welcher Art von Zellen er
besteht und ob er vielleicht schon Tochtergeschwülste gebildet hat. Erst
wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, kann ausgehend davon eine
geeignete Behandlung geplant werden. Die gängigsten Untersuchungsmethoden stellen wir Ihnen im Folgenden vor. Aber keine Angst: Sie müssen
sich unter Umständen nicht allen unterziehen.
Körperliche Untersuchungen
Trotz aller technischen Möglichkeiten
der modernen Medizin sind das eingehende Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt sowie eine sorgfältige körperliche Untersuchung der Ausgangspunkt
für alle folgenden Schritte. Schildern Sie
zunächst alle Beschwerden und Vorerkrankungen so genau es geht, damit sich
Ihr Arzt ein möglichst vollständiges Bild
Ihres Gesundheitszustandes machen
kann. Anschließend wird er Ihre Körpergröße und Ihr momentanes Gewicht
feststellen, den Blutdruck messen, die
Lunge abhören und selbstverständlich
die Brust ansehen und abtasten. Ein
EKG dokumentiert Ihre Herzleistung,
was für die Planung einer möglichen
Operation von Bedeutung ist. Soll eine
Chemotherapie eingesetzt werden, stellt
eine Echokardiographie, eine harmlose
Ultraschalluntersuchung des Herzens
zusätzlich sicher, dass Ihr Herz stark
genug dafür ist.
heilbehandlung
Systemische Therapien
- Chemotherapie
- Hormontherapie
- Antikörpertherapie
Bestrahlung
Wiederaufbau der Brust
Nachsorge
Bildgebende Verfahren
Mammographie
Wenn Sie der Weg in unser Brustzentrum geführt hat, haben Sie eine Mammographie höchstwahrscheinlich schon hinter
sich. Bei dieser wichtigen und aussagekräftigen Untersuchungsmethode wird die Brust mittels Röntgentechnik durchleuchtet und abgebildet. Dank moderner Geräte werden Sie dabei nur einer sehr geringen Strahlenbelastung ausgesetzt. Mithilfe
der Mammographie werden beispielsweise kleine Mikroverkalkungen sichtbar gemacht, die auf mögliche Krebsvorstufen
hinweisen. Andere Brusttumoren fallen durch eine Weichteilverdichtung auf. Das bedeutet, dass das Gewebe an dieser Stelle
deutlich dichter ist als gewöhnliches Brustgewebe und dadurch heller abgebildet wird. Solche Auffälligkeiten werden auch
„Herdbefunde“ genannt. Zudem können Lage und Größe der verdächtigen Veränderung genau bestimmt werden.
Ultraschalluntersuchung
der Brust (Sonographie)
Hat die Mammographie zu noch
keiner eindeutigen Diagnose geführt,
dient die Ultraschalluntersuchung zur
ergänzenden Abklärung. Bei dieser
bildgebenden Methode werden keine
Röntgenstrahlen eingesetzt, sondern
Schallwellen. Diese sogenannte Sonographie ist bei dichtem Brustgewebe
jüngerer Frauen meist aussagekräftiger
als eine Mammographie. Hochauflösende Schallköpfe moderner Geräte
ermöglichen die exzellente zwei- und
dreidimensionale Abbildung der Brust.
Kernspintomographie
(MRT oder NMR)
Mithilfe der Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie
genannt, können ohne Röntgenstrahlung außerordentlich scharfe Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt
werden. Sie erlauben eine genaue Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen. Die MRT
stellt eine wertvolle, aber nur ergänzende Untersuchung dar, die bei Brustkrebs
nur zur Klärung besonderer Fragestellungen eingesetzt wird – z. B. wenn der
Verdacht auf eine Krebsform besteht,
bei der Tumoren an verschiedenen Stellen der Brust entstehen. MRT eignet
sich auch, um herauszufinden, ob ein
Tumor operiert werden kann und zur
Kontrolle einer Behandlung des Tumors
vor der Operation. In jedem Fall wird
Ihnen kurz vor der Untersuchung ein
Kontrastmittel in die Vene gespritzt.
Anschließend wird das Brustgewebe
über Magnetfelder, die in elektrische
Signale umgewandelt werden, sichtbar
gemacht.
Computertomographie
(CT)
Die Computertomographie ist eine
computergestützte Weiterentwicklung
der Röntgentechnik. Sie ermöglicht
es, Körperstrukturen als Schnittbilder
darzustellen, was durch eine normale
Röntgenuntersuchung nicht möglich
ist. Um die Detailgenauigkeit zu verbessern, wird häufig ein Kontrastmittel
eingesetzt, das entweder gespritzt oder
getrunken wird. Eine Computertomographie wird nur bei bestimmten Fragestellungen durchgeführt.
Diagnose
Untersuchung von Zellen und Gewebeprobe (Biopsie)
Ist die Veränderung gutartig oder bösartig? Um diese Frage eindeutig zu beantworten, muss zuerst eine Gewebeprobe
(Biopsie) aus Ihrer Brust entnommen werden. Vielen Frauen graut es davor. Tatsächlich ist die Prozedur aber recht harmlos, denn die Brustdrüse ist nur gegenüber Druck schmerzempfindlich, nicht aber gegenüber Stichen. Es reicht daher aus,
die Haut an der Einstichstelle örtlich zu betäuben. Mit diesem Verfahren wird die Operation bestens vorbereitet, denn der
Chirurg weiß so schon im Vorfeld genau, mit welcher Art von Gewebe er es später zu tun haben wird. Um die Gewebeprobe
zu gewinnen, können unterschiedliche Techniken eingesetzt werden:
Info
Die Biopsie ist ein ungefährliches Verfahren. Sie brauchen dabei nicht zu befürchten, dass Tumorzellen, die durch die
Nadel in gesundes Gewebe „verschleppt“
werden, dort Metastasen bilden. Denn
die meisten Krebszellen besitzen gar nicht
die biologischen Fähigkeiten, sich in einer
neuen Umgebung anzusiedeln und die
notwendigen neuen Blutgefäße zu ihrer
Versorgung auszubilden.
Stanzbiopsie
(Hochgeschwindigkeitsstanze)
Diese minimalinvasive Methode wird
am häufigsten eingesetzt, um eine
aussagekräftige Gewebeprobe aus der
Brust zu gewinnen. Über eine Hohlnadel kann der Arzt kleine Gewebeteile
entnehmen, an denen der Pathologe
erkennt, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt.
Für die Untersuchung wird die Brusthaut zunächst örtlich betäubt. Anschließend führt der Arzt über einen kleinen
Hautschnitt eine Führungskanüle in
die Brust ein. In dieser Kanüle bewegt
eine kleine Stanzpistole die eigentliche
Nadel präzise und mit hoher Geschwindigkeit in den Tumor hinein und wieder
heraus – unter Umständen mehrmals.
Und weil diese Prozedur natürlich nicht
blind durchgeführt werden kann, wird
diese Stanzbiopsie unter Ultraschallkontrolle durchgeführt.
Vakuum-Saugbiopsie
(Mammotome)
Bei dieser Technik handelt es sich
um eine Gewebeentnahme, die unter
Sichtkontrolle einer Mammographie
stattfindet. Es wird genau wie bei der
Stanzbiopsie nach örtlicher Betäubung
und einem kleinen Hautschnitt eine
Hohlnadel zum verdächtigen Gewebe geführt. Der Unterschied besteht
darin, dass das Gewebe nicht durch
wiederholtes Ein- und Ausführen der
Nadel, sondern nach dem Einstich
durch kreisförmige Bewegungen in die
Hohlnadel eingesaugt wird. Diese Art
der Gewebeentnahme eignet sich bei
der Untersuchung kleinster Knoten und
zur Abklärung von Mikrokalkspuren.
Bei der Vakuumbiopsie wird die Führungskanüle nur einmal eingeführt. Es handelt
sich daher um ein sehr schonendes Verfahren.
10
Blutuntersuchung im Labor
Eine Blutuntersuchung gibt zusätzlichen Aufschluss über
Ihren gesundheitlichen Allgemeinzustand und die Funktion
Ihrer Organe, wie Leber oder Niere. Darüber hinaus wird Ihr
Blut auf einen speziellen Tumormarker getestet. Es handelt
sich dabei um einen Eiweißstoff, der von einigen bösartigen
Zellen produziert und in das Blut abgegeben wird. Für jede
Krebserkrankung gibt es ganz charakteristische Tumormarker.
Derjenige, der bei Brustkrebs nachgewiesen werden kann,
bezeichnet man als CA 15-3. Ist die Konzentration dieses
Stoffes im Blut erhöht, deutet dies auf eine Krebserkrankung
hin. Leider ist der Marker aber erst bei fortgeschrittener Erkrankung nachweisbar und generell nicht allzu aussagekräftig.
Denn auf der einen Seite produziert nicht jeder Mensch mit
einer Krebserkrankung diesen Tumormarker und auf der
anderen Seite kann der CA-15-3-Wert auch bei gutartigen
Erkrankungen erhöht sein.
Umfelduntersuchungen / Staginguntersuchungen
Diese Methode zur Früherkennung und Suche nach Tochtergeschwülsten (Metastasen) im gesamten Organismus ist Untersuchungsroutine für alle an Brustkrebs erkrankten Frauen. Zusammen mit der weiter unten beschriebenen TNM-Klassifikation dient sie der abschließenden Beurteilung des Schweregrades Ihrer Erkrankung und wird auch mit dem englischen Wort
Staging („Stadieneinteilung“) bezeichnet. Dabei nehmen wir vor allem diejenigen Organe in Augenschein, in denen sich
erfahrungsgemäß am ehesten Metastasen bilden. Bei Brustkrebs sind das bevorzugt die Lunge, die Leber und die Knochen.
Folgende Untersuchungen stehen in diesem Zusammenhang auf der Tagesordnung:
Röntgen der Lunge
(Röntgen Thorax)
Die klassische Röntgenaufnahme eignet
sich für die Darstellung von lufthaltigem Gewebe wie der Lunge besonders
gut. Mit den Abbildungen lassen sich
Neubildungen schnell und zuverlässig
erkennen.
Ultraschall der Leber
(Oberbauchsonographie)
Weil sich Weichteilgewebe mit Röntgenaufnahmen nicht eindeutig gegeneinander abgrenzen lassen, untersuchen
wir die Leber mithilfe von Ultraschallwellen.
Knochenszintigraphie
Mit dieser schonenden Untersuchung spüren wir Tochterabsiedlungen in den Knochen auf. Für diese sogenannte Knochenszintigraphie wird eine schwach radioaktive
Substanz in die Ellenbeugenvene gespritzt, die sich im Körper verteilt und sich bevorzugt in Zellen anreichert, die Knochen auf- oder abbauen – ein Prozess, der für
Knochenmetastasen bezeichnend ist. Die Substanz gibt nur kurze Zeit radioaktive
Strahlung ab. Nach etwa zwei Stunden kann man mit einer Spezialkamera feststellen, in welchem Bereich des Skeletts sich die Substanz abgelagert hat. Werden Knochenmetastasen entdeckt, kann auf der Grundlage dieser Untersuchung festgestellt
werden, ob entweder eine Operation oder eine Bestrahlung die sinnvollere Behandlungsmethode der bösartigen Zellen ist.
11
Diagnose
Was verrät die Gewebeprobe (Histologie)
über Ihren Brustkrebs?
Um welchen Krebstyp es sich bei Ihnen handelt, kann allerdings erst dann
zweifelsfrei festgestellt werden, wenn der Spezialist für Gewebeuntersuchungen, der Pathologe, die bei der Operation entnommenen Zellstrukturen unter
dem Mikroskop genau begutachtet hat. Diese histologische Untersuchung
dauert etwa vier Werktage. Eine Zeit des ungewissen Wartens, die aber nötig
ist, um das Gewebe in allen Einzelheiten zu studieren und den genauen Bauplan Ihres Tumors zu entschlüsseln. Erst wenn die vollständige Histologie
vorliegt, kann in der wöchentlich abgehaltenen Tumorkonferenz aller beteiligten Fachärzte des Brustzentrums Münsterland die am besten geeignete
Therapie für Sie bestimmt werden.
Qualitätskontrolle
Alle zur Auswahl stehenden Behandlungsprofile Ihrer Erkrankung orientieren sich an international gültigen Therapieempfehlungen, die auf den neuesten Forschungsergebnissen beruhen und darüber hinaus den sogenannten
„S3 Leitlinien der deutschen Krebsgesellschaft“ entsprechen. Damit die Behandlungsempfehlungen jederzeit garantiert von der höchstmöglichen Qualität sind, wird jeder einzelne Konferenzteilnehmer ständig bezüglich seiner
ärztlichen Kompetenz und Weiterbildung überwacht.
Der histologische Befund, der vom Pathologen erhoben
wird, setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:
Tumorgröße und Tumorausdehnung
Tx = Tumor ist nicht genau zu beurteilen
T0 = Es ist kein Tumor nachweisbar
T1 = Tumor ist kleiner als 2 cm
T2 = Tumor ist 2 bis 5 cm groß
T3 = Tumor ist größer als 5 cm
T4 = Tumor ist auf Haut und/oder Brustmuskulatur
ausgedehnt
Tis = Tumor in situ, also nicht invasiv
Sind Lymphknoten befallen?
Nx = Lymphknoten sind nicht genau zu beurteilen
N0 = keine befallenen Lymphknoten
N1 = Lymphknoten von Krebszellen befallen
N2 = wie N1, zusätzlich mit anderem Gewebe verwachsen
Sind bereits Metastasen vorhanden?
Mx = Metastasenbildung nicht zu beurteilen
M0 = keine Metastasen nachweisbar
M1 = Metastasen nachweisbar
Sind diese Werte bestimmt, kann der Schweregrad Ihrer
Erkrankung in ein grobes Raster eingeordnet werden.
Die Pathologen ergänzen das TNM-Schema um die Angabe G. Sie informiert über die Struktur der Zellen und des
Brustgewebes. Je differenzierter ein Tumor, desto gutartiger
ist er und desto niedriger ist die ihm zugeordnete Ziffer.
Wie gutartig ist bzw. wie aggressiv wächst der Tumor?
Gx = Beurteilung ist nicht möglich
G1 = die Zellen sind gut differenziert und denen der
normalen Brust noch ziemlich ähnlich
G2 = die Zellen sind nur noch mäßig differenziert und gelten als entartet
G3 = die Zellen sind schlecht differenziert und gelten
als stark entartet
12
Wie empfindlich reagiert der Tumor
auf Hormone?
Bei 70 bis 80 Prozent aller Frauen reagieren die Tumorzellen
mehr oder weniger stark auf Hormone, die sie zum Wachstum anregen. Krebszellen, die diese Eigenschaft zeigen, werden als „Hormonrezeptorstatus positiv“ bezeichnet. Diese
Hormonrezeptoren sind passgenaue Andockstationen für die
weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron.
Je sensibler die Zellen auf diese Botenstoffe reagieren, desto
günstiger ist der Krankheitsverlauf, weil Krebszellen gut auf
eine Behandlung mit Antihormonen oder Aromatasehemmern ansprechen. Das sind Medikamente, die die Ausschüttung der jeweiligen Hormone im Körper unterdrücken.
Die Untersuchung auf den Hormonrezeptorstatus wird
vom Pathologen durchgeführt.
HER2-neu
Wenn diese genetische Information für die Bildung eines bestimmten Rezeptors
vermehrt in Ihren Tumorzellen vorhanden ist, werden deutlich mehr HER2-neuRezeptoren auf der Zelloberfläche ausgebildet als bei normalen Zellen. Diese Besonderheit weist auf ein schnelleres Zellwachstum hin und geht mit einer schlechten Prognose einher. Es besteht jedoch die Möglichkeit, durch die Gabe eines
speziellen Antikörpers diese Rezeptoren auszuschalten und das Immunsystem so
zu stimulieren, dass es die Krebszellen angreift. Der Pathologe ermittelt Ihren
Hormonrezeptorstatus anhand einer Gewebeprobe und gibt das Testergebnis mit
einem Score-Wert von 0 bis 3 an.
Notizen
13
negativ = 0, die Anzahl der HER2-neuRezeptoren ist unauffällig.
positiv = 1+, 2 + und 3 +
Bei einem Messergebnis 1+ und 2 + wird
mit einem sogenannten FISH-Test genauer geprüft, ob die Antikörperbehandlung angezeigt ist. Bei einem dreifach
positiven Ergebnis (3 +) wird die Behandlung mit Antikörpern umgehend
angesetzt.
Therapie
Ein tiefer Schnitt
Für fast alle Frauen markiert die Brustoperation ein einschneidendes Ereignis – in zweifacher Hinsicht. Zum einen im ganz wörtlichen Sinn, denn
die Behandlung wird mit sicht- und fühlbaren körperlichen Folgen einhergehen. Zum anderen besiegelt sie den Beginn eines neuen, ungeplanten
Lebensabschnittes. Vielleicht hadern auch Sie mit Ihrem Schicksal und mit
dem möglichen Verlust Ihrer Brust. Solche Gedanken sind natürlich, aber
nicht hilfreich. Versuchen Sie, die Operation als wichtige Therapieeinheit zu
sehen. Denn die sorgfältige Entfernung des entarteten Gewebes ist der erste
Schritt in Richtung Heilung. Darüber hinaus haben sich die medizinische
Sicht auf Brustkrebs und damit auch der chirurgische Ansatz grundlegend
gewandelt.
Bis vor einigen Jahren galt Brustkrebs noch als eine Organerkrankung,
die mit möglichst radikalen Operationsmethoden behandelt wurde. In der
Zwischenzeit werden die invasiven Brustkrebsarten als systemisch, also
den gesamten Körper betreffend betrachtet und entsprechend behandelt.
Die chirurgischen Behandlungsmethoden sind schonender und vielfältiger
geworden. Sie alle verfolgen aber zwei Ziele: Einerseits muss der Tumor
vollständig entfernt werden, um zu verhindern, dass er weiter wächst und
möglicherweise streut. Andererseits müssen auch diejenigen Krebszellen
abgetötet werden, die möglicherweise schon in Ihrem Körper unterwegs
sind. Daher wählen Ihre Ärzte ein Operationsverfahren, das mit Blick auf
Ihre ganz individuelle Erkrankung dasjenige mit den besten Erfolgsaussichten ist. Wir erläutern Ihnen im Folgenden die gängigsten chirurgischen
Methoden. Sprechen Sie mit Ihrem Operateur im Vorfeld auch unbedingt
über Ihre Ängste und Wünsche, denn nur so kann die für Sie erträglichste
Lösung gefunden werden.
Brust erhaltende Operation (BET)
Für diese Operationsart müssen bestimmte
Voraussetzungen erfüllt sein. Ein entscheidender Faktor hierbei ist das Verhältnis zwischen der Größe der Brust und der Größe des
zu entfernenden Brustdrüsengewebes. Denn
der Tumor muss vollständig und mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum gesunden
Gewebe entfernt werden. Nur so kann verhindert werden, dass er weiter wächst, streut
oder an derselben Stelle neu auftritt und
damit ein sogenanntes Lokalrezidiv bildet.
Eine zweite Voraussetzung ist, dass weder
Haut noch Brustwand vom Tumor befallen
sind. Um auch vereinzelten Krebszellen im
Brustgewebe den Garaus zu machen, ist die
Nachbestrahlung nach einer Brust erhaltenden Operation zwingend erforderlich.
14
Brustamputation (Ablatio
mammae / Mastektomie)
Es gibt Situationen, in denen die
Brustamputation die beste chirurgische
Behandlung ist, nämlich wenn
·der Tumor im Verhältnis zu Ihrer
Brust so groß ist, dass eine Brust erhaltende OP nicht mit dem notwendigen Sicherheitsabstand möglich ist,
·in Ihrer Brust mehrere Krebsherde
in unterschiedlichen Abschnitten
entdeckt wurden,
·der Tumor die Haut oder den Brustmuskel bereits großflächig befallen
hat,
·Sie ein sogenanntes inflammatorisches
Mamma-Karzinom haben.
Dabei werden die gesamte Brustdrüse,
die Brustwarze und ein Großteil der
Brusthaut entfernt. Sprechen Sie schon
vor dem Eingriff mit Ihrem Operateur
darüber, ob Sie zu einem späteren Zeitpunkt einen Brustaufbau wünschen
oder lieber darauf verzichten möchten.
Denn diese Entscheidung hat Folgen
für die Operation: Für den Wiederaufbau mit einem Silikonimplantat oder
körpereigenem Gewebe wird soviel wie
möglich Ihrer natürlichen Brusthaut
erhalten.
15
Skin Sparing Mastektomie
Brustaufbau
Bei diesem Verfahren, das mit „Haut
sparende Mastektomie“ übersetzt
werden kann, wird lediglich das Brustdrüsengewebe komplett entfernt, aber
der Hautmantel bleibt erhalten. Diese
Operationsmethode erfolgt oft in Kombination mit einer Brustrekonstruktion.
Allerdings ist sie nur bei besonders
günstigen Ausgangssituationen möglich,
da sie anderenfalls eine erhöhte Gefahr
für ein Lokalrezidiv mit sich bringt.
Der Brustaufbau ist ein wesentlicher
Baustein der chirurgischen Brustkrebstherapie. Er kann sowohl nach einer
Brustamputation als auch nach einer
Brust erhaltenden Operation angezeigt sein, bei der viel Gewebe entfernt
werden musste. Ziel ist es, das fehlende
Gewebe zu ersetzen und ein harmonisches Gesamtbild mit der gesunden
Brust wieder herzustellen. Ob mit
Silikonimplantaten oder mit körpereigenem Haut- und Muskelgewebe vom
Rücken oder Unterbauch – es gibt viele
unterschiedliche Methoden für einen
operativen Wiederaufbau der Brust.
Welches Vorgehen in Ihrem Fall ideal
ist, werden wir in einem ausführlichen
Gespräch mit Ihnen erörtern.
Therapie
Lymphknoten
Wie oben schon beschrieben, dienen die Lymphknoten
als eine Art „Filterstation“ für Gewebswasser. Sie halten
Krankheitserreger zurück und fangen Krebszellen auf
Wanderschaft ab. Dabei sind für jede Körperregion eigene
Lymphknoten zuständig. Diejenigen für die Brust liegen
in der Achselhöhle, im Bereich des Schlüsselbeins und
seitlich unter dem Brustbein.
Entfernung von Lymphknoten der Achselhöhle
(Axilladissektion)
Weil die Brustkrebszellen meistens in die Lymphknoten der
Achselhöhle auf der betroffenen Körperseite wandern, werden
diese zur Sicherheit bei der Operation gleich mit entfernt.
Diesen chirurgischen Therapieschritt bezeichnet man als
Axilladissektion. Wird die Brust komplett entfernt, geschieht
dieses meist durch den bereits vorhandenen Hautschnitt.
Bei einer Brust erhaltenden Operation ist je nach Lage
des Tumors möglicherweise ein zusätzlicher Schnitt in der
Achselhöhle erforderlich. Weil dieser Eingriff gewisse Risiken
und lebenslange Komplikationen mit sich bringen kann, wie
Schmerzen, Taubheitsgefühle, Bewegungseinschränkungen im
Schulter-Arm-Bereich und die Stauung von Gewebswasser im
Arm, ist man zu schonenden Vorgehensweisen übergegangen:
Sofern es medizinisch vertretbar ist, werden nicht mehr alle,
sondern nur noch ein Teil der Lymphknoten entfernt.
16
Wächterlymphknoten-Entfernung
(Sentinel-node-Biopsie)
Diese neue Methode geht sogar noch behutsamer vor. Als
Wächterlymphknoten (engl. Sentinel node) wird derjenige
Lymphknoten bezeichnet, der als erster im Abflussgebiet des
Gewebswassers eines bösartigen Tumors liegt. Falls Tumorzellen bereits in die Lymphbahn gewandert sind, sind sie in 95
bis 98 Prozent der Fälle zuerst dort zu finden. Weil der Wächterlymphknoten bei jeder Frau an einer anderen Stelle liegt,
muss er mit einer speziellen Markierung aufgespürt werden.
Dazu wird ein radioaktiver Eiweißstoff um den Tumor oder
um die Brustwarze herum gespritzt. Diese Substanz wandert über die Lymphbahnen in die Achselhöhle und wird in
einem, manchmal auch mehreren Lymphknoten gespeichert,
die damit als Wächterlymphknoten identifiziert worden sind.
Weil die Methode der Wächterlymphknotenentfernung noch
sehr neu ist, müssen zu ihrer Anwendung ganz bestimmte
Voraussetzungen erfüllt sein, die wir vor der Operation mit
Ihnen besprechen werden.
17
Therapie
Beispiel für die Planung einer Dosisverteilung
bei der Bestrahlung eines Mammakarzinoms
Strahlentherapie
Vielen Menschen sind Strahlen unheimlich, weil sie unsichtbar sind. Tatsächlich aber ist ihre Wirkung auf den menschlichen Körper sehr sorgfältig erforscht und dokumentiert.
Im Gegensatz zu vielen Medikamenten kann man ihre Dosierung mit physikalischen Methoden äußerst genau planen
und ihre Effekte präzise messen.
Strahlentherapie – auch Radatio genannt – funktioniert
mittels unterschiedlicher energiereicher Strahlenarten, deren
Wirkungsweise im Gewebe ähnlich ist: Sie stören oder verhindern die weitere Zellteilung des Tumors und geringfügig
auch die des umliegenden normalen Gewebes. Denn Krebszellen reagieren empfindlicher als andere Körperzellen auf
diese spezielle Art der Röntgenstrahlung.
Das Ziel der Bestrahlung besteht darin, die nach der Operation möglicherweise noch vorhandenen Krebszellen oder
deren Vorläufer zu zerstören. Nach einer Brust erhaltenden
Operation ist die anschließende Bestrahlung an der Tagesordnung. Sie kann in einzelnen Fällen aber auch nach einer
Brustabnahme notwendig sein, um dem Risiko eines erneuten Krebswachstums vorzubeugen. Frühestens wenn die
Operationswunden verheilt sind, kann die Bestrahlung
beginnen. Wenn eine Chemotherapie geplant ist, findet
die Bestrahlung in der Regel im Anschluss daran statt.
Wie läuft die Strahlentherapie ab?
Für höchste Heilungschancen bei möglichst geringen Nebenwirkungen für das umliegende gesunde Gewebe, berechnen
Medizinphysiker vor Ihrer Bestrahlung die perfekte Dosisverteilung für Ihre spezielle Situation. Die unterschiedlichen
Bestrahlungsfelder werden hierbei so angeordnet, dass der
Tumor zwar mit der notwendigen Dosis bestrahlt, das gesunde Gewebe aber weitgehend geschont wird. Dazu fertigen
wir vor der ersten Bestrahlung zunächst eine Computertomografie (CT) Ihres Brustbereiches an, auf deren Grundlage
im Computer ein dreidimensionales Modell dieses Körperabschnittes erstellt wird. Darin bestimmt der Arzt genau das
Gewebe, das während der Therapie bestrahlt werden soll –
das sogenannte Zielvolumen – und grenzt es von den zu
schonenden Organen ab.
Arzt und Physiker ermitteln anschließend gemeinsam die
günstigste Anordnung des Gerätes und die ideale Lagerung
Ihres Körpers. Damit diese komplizierten Einstellungen bei
jeder täglichen Behandlungssitzung gleich sind, werden die
Referenzpunkte zur Bestrahlungsplanung mit speziellen Filzschreibern und Klebemarkierungen auf Ihrer Haut festgehalten. Diese Markierungen dürfen auf keinen Fall entfernt oder
abgewaschen werden, denn sie stellen sicher, dass jedes Mal
exakt an derselben Stelle bestrahlt wird.
Anschließend erstellt ein speziell ausgebildeter Medizinphysiker den Bestrahlungsplan. Er legt die erforderliche Strahlendosis im Zielgebiet, die jeweilige Tagesdosis, die dafür erforderliche Bestrahlungszeit und die Gesamtdauer der Therapie
fest. Diese Arbeit kann mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Die Strahlentherapie dauert etwa sechs Wochen und findet jeweils an den Werktagen statt. Die einzelnen Sitzungen dauern
nur wenige Minuten.
18
Welche unerwünschten Nebenwirkungen können auftreten?
Eine Strahlenbehandlung ist heute aufgrund der aufwändigen apparativen Ausstattung vollkommen schmerzfrei, sicher, effektiv und zugleich schonend. Auch von
Ihnen selbst geht nach einer Strahlentherapie keine Strahlung aus. Sie können also
ganz normal mit Ihren Angehörigen umgehen und müssen nicht auf den Besuch
von Freunden oder Verwandten verzichten. Dennoch lassen sich einige Nebenwirkungen nicht ganz verhindern. Sie treten aber, weil die Strahlentherapie örtlich
begrenzt ist, lediglich in der Körperregion auf, die bestrahlt wird. Sie zeigen sich in
Form von sonnenbrandähnlichen Hautreaktionen, Pigmentflecken und Bildung
kleiner Narben im Brustgewebe. Prinzipiell aber gilt, dass Sie nicht unnötig unter
den Beschwerden zu leiden brauchen. Viele Nebenwirkungen können wir mit Medikamenten inzwischen gut behandeln. Wenden Sie sich damit einfach an Ihren
Arzt! Im schlimmsten Fall unterbrechen wir Ihre Bestrahlung für einige Tage.
Mit großer Vorsicht zu behandeln
Da die bestrahlte Haut mechanischen Reizen gegenüber sehr empfindlich reagiert,
sollte sie während und einige Wochen nach der Bestrahlung nicht beansprucht
werden. Verzichten Sie in dieser Zeit örtlich auf die Benutzung von:
·Seifen
·Pflaster
·Bürsten
·Deosprays
·Scheuernde Kleidung
(vor allem aus Kunstfaser)
·Wärmebehandlungen
·Sonne / Solarium
Während der Bestrahlungsbehandlung können Sie Ihre Haut mit Babypuder pflegen. Wenn die Haut juckt oder sich rötet, sprechen Sie bitte mit der betreu­enden
radiologischen Assistentin (MTRA) darüber. Sie kann Ihnen Abhilfe verschafften.
Waschen Sie sich während der Bestrahlung bis zum völligen Abklingen der Hautreaktionen nur mit lauwarmen Wasser ohne Seife, ohne dabei die Einzeichnungen
auf der Haut abzuwischen.
Das Gute ins Visier nehmen
Vielleicht hilft es Ihnen ja auch, wenn
Sie versuchen, selbst den unangenehmen Begleiterscheinungen etwas Positives abzugewinnen: Diese Therapie
gibt Ihnen schließlich die Chance,
den Krebs in den Griff zu bekommen!
Diese optimistische Haltung zieht den
Beschwerden ihren Stachel und ist ein
starker Verbündeter für Sie und uns im
Kampf gegen die Tumorerkrankung!
19
Therapie
Chemotherapie
Wenn wir vermuten, dass im Körper Krebszellen unterwegs
sind, die weder durch die Operation noch durch die Strahlentherapie erreicht und vernichtet werden können, setzen
wir Medikamente ein, die diese Aufgabe erfüllen sollen,
indem sie wie die Strahlentherapie eher entartetes als gesundes Gewebe angreifen. Per Infusion verabreicht, verteilen sie
sich über die Blutbahnen im gesamten Körper, weshalb man
diese Methode als systemische Therapie oder Chemotherapie bezeichnet. Sie soll die Krebszellen im Körper vernichten und verhindern, dass diese Metastasen bilden. Bei den
Medikamenten handelt es sich um Zellgifte, sogenannte
Zytostatika. Sie machen sich bestimmte Eigenschaften von
Krebszellen zunutze, um sie anzugreifen und auszulöschen.
Zum Beispiel die Tatsache, dass die Zellen bösartiger Tumoren schneller wachsen als gesunde Zellen und sich daher
auch häufiger teilen. Die entsprechenden Medikamente greifen die Zellen in einer sensiblen Phase ihrer Teilung an und
zerstören sie dadurch. Weil diese Wirkung Zellen des ganzen
Körpers einschließt, werden auch gesunde Zellen, die sich
häufig teilen in Mitleidenschaft gezogen, wie die Haarwurzeln und das Knochenmark. Die Folgen sind der gefürchtete
Haarausfall, Immunschwäche, Magen-Darm-Beschwerden
und bleierne Müdigkeit (siehe unten „Nebenwirkungen“).
Wie läuft eine Chemotherapie ab?
Die gute Nachricht vorab: In den meisten Fällen brauchen
Sie nicht in der Klinik zu bleiben, sondern können die Infusionen im Abstand von zwei bis vier Wochen ambulant
bekommen und anschließend wieder nach Hause gehen. Weil
die Chemotherapie ganz genau auf Ihre spezielle Erkrankung
zugeschnitten ist, klären wir in einem ausführlichen Gespräch
mit Ihnen wie oft, in welcher Dosierung und in welchen
Abständen Sie die Medikamente verabreicht bekommen. Ihr
Gesprächspartner ist entweder der für Sie zuständige Onkologe oder ein entsprechender Spezialist aus der behandelnden
Klinik.
20
Welche unerwünschten Nebenwirkungen können auftreten?
Haarverlust
Die eigentlich harmloseste, aber von
vielen Frauen am meisten gefürchtete
Nebenwirkung der Chemotherapie ist
der Haarverlust. Da die Medikamente
sämtliche Zellen schädigen, die sich
gerade in der Teilung befinden, werden
auch die Zellen der Haarwurzel angegriffen und abgetötet. Das führt für die
Dauer der Behandlung zum Haarausfall.
Nach der Therapie wachsen die Haare
innerhalb kurzer Zeit wieder nach. Weil
der Haarverlust stark emotional besetzt
und deshalb ein sehr wichtiges Thema
ist, besprechen wir schon im Therapieplanungsgespräch, wie Sie die haarlose
Zeit überbrücken wollen. Das Wichtigste ist, dass Sie sich wohl fühlen. Wenn
Sie eine Perücke tragen wollen, ist jetzt
der richtige Zeitpunkt, sie anfertigen
zu lassen. Die Kosten dafür trägt in der
Regel die Krankenkasse. Als Alternative
zum künstlichen Haar bieten sich auch
modische Mützen oder kunstvoll geknotete Tücher an.
Veränderungen des Blutbildes
Besonders empfindlich reagiert das
Knochenmark auf die Therapie. Es
ist für die Blutbildung zuständig. Die
Auswirkung der Therapie kann an der
Zahl der weißen Blutkörperchen im
Blut gemessen werden. Sinkt sie auf ein
Minimum ab, muss die Behandlung
unterbrochen werden. Denn in diesem
Fall ist das Immunsystem beeinträchtigt
und muss vor eventuellen Infektionen
geschützt werden.
Sprechen Sie mit Ihren betreuenden
Ärzten und Schwestern darüber, wie
Sie die Chemotherapie vertragen. In
den meisten Fällen verbessert schon
ein zusätzliches Medikament oder eine
Dosisänderung Ihre Lebensqualität
beträchtlich.
21
Übelkeit und Brechreiz
Reizungen der Magenschleimhaut können Übelkeit und Erbrechen auslösen.
Abhilfe schaffen spezielle Medikamente
(Antiemetika), die in Form von Tabletten oder einer Infusion vor den Zytostatika verabreicht werden. Je nach Präparat unterbrechen sie die Signalkette
für den Brechreiz oder unterstützen den
Magen-Darm-Trakt in seiner Funktion.
Solche Medikamente gegen Übelkeit
sind mittlerweile ein fester Bestandteil
jeder Therapie.
Hormonelle Veränderungen
Bei vielen Frauen setzt während der
Behandlung die Menstruation aus oder
unterbleibt möglicherweise ganz. In
manchen Fällen führt das sogar zu typischen Wechseljahrsbeschwerden. Dennoch sollten Sie zu jedem Zeitpunkt für
eine sichere Verhütung sorgen, damit
Sie während der Chemotherapie nicht
schwanger werden.
Notizen
Sensibilitätsstörungen
In Einzelfällen können auch Nerven
in Armen und Beinen durch die Gabe
von Zytostatika angegriffen werden.
Diese Nervenschädigungen (Neuropathien) äußern sich mit Kribbeln oder
Taubheitsgefühlen in Händen oder
Füßen und gehen in der Regel nach
Therapieende wieder langsam zurück.
Mit zentral wirksamen Medikamenten
kommt man diesen unangenehmen
Begleiterscheinungen aber gut bei.
Chronische Müdigkeit (=Fatigue)
Viele Patientinnen klagen im Lauf der
Therapie über eine alles umfassende Erschöpfung von Körper und Geist, die
jede alltägliche Verrichtung zur Herausforderung werden lässt. Diese ganzheitliche Müdigkeit kann vielfältige Ursachen haben, die genau abgeklärt werden
müssen, um wirkungsvoll dagegen anzugehen.
Therapie
Hormontherapie
Genau wie die Chemotherapie wird die Hormontherapie
als Ergänzung zu Operation und Bestrahlung eingesetzt,
um eventuell im Körper verbliebene Tumorzellen zu erreichen. Es ist nachgewiesen, dass viele Tumoren der weiblichen Brust hormonabhängig sind (siehe Seite 13) und
schneller wachsen, wenn sie mit den weiblichen Geschlechtshormonen im Blut in Berührung kommen. Genau hier
setzt die Hormontherapie an: Sie hemmt das Tumorwachstum des „Hormonrezeptor-Status-positiven“ Brustkrebses,
indem sie ihm seine Wachstumsgrundlage entzieht – entweder, indem die Hormonproduktion ausgeschaltet wird oder
durch eine gezielte Blockade der Hormonrezeptoren.
Wie läuft eine Hormontherapie ab?
GnRH-Analoga
Bei diesem Medikament handelt es sich um ein Hormon,
das die Östrogenproduktion der Eierstöcke für die Dauer
der Behandlung ausschaltet. Damit wird eine vergleichbare
Wirkung erzielt wie bei der zu früheren Zeiten üblichen operativen Entfernung der Eierstöcke. Die Therapie mit GnRHAnaloga wird als Vier-Wochen-Spritze verabreicht und vor
allem bei Frauen eingesetzt, denen die Wechseljahre noch
bevorstehen.
22
Antikörpertherapie
Anti-Östrogen (Tamoxifen)
Einige Tumorzellen besitzen kleine
„Antennen“ (Hormonrezeptoren), die
das Vorhandensein von Östrogenen
registrieren und reagieren darauf mit
Wachstum. Anti-Östrogene blockieren
diese „Antennen“ in ihrer Funktion,
sodass die Zellen nicht mehr zum
Wachstum angeregt werden. Die Gabe
eines Anti-Hormons wird nach Eintritt
der Wechseljahre angewendet und muss
von der Patientin täglich über fünf Jahre
in Form einer Tablette eingenommen
werden.
Aromatasehemmer
Auch wenn die Eierstöcke nach den
Wechseljahren die Östrogenproduktion
eingestellt haben, wird das Hormon
noch von einigen anderen Körpergeweben produziert. Verantwortlich dafür ist
ein bestimmtes Enzym namens Aromatase, das nach dem Eintritt der Wechseljahre vor allem im Fettgewebe und in
der Nebennierenrinde gebildet wird. Bei
einer Therapie mit Aromatasehemmern
wird dieses Enzym gezielt blockiert
und damit die Bildung von Östrogenen
verhindert. Vorraussetzung für den Einsatz von Aromatasehemmern ist, dass
sich die Patientin in den Wechseljahren
befindet. Die übliche Darreichungsform
sind Tabletten.
Welche unerwünschten Nebenwirkungen können auftreten?
Jeder Eingriff in das weibliche Hormonsystem kann Beschwerden auslösen, die von
den Wechseljahren bekannt sind:
·Hitzewallungen, Schweißausbrüche
·Verminderung der Scheidenfeuchtigkeit
·Schlafstörungen
·Depressionen
·Stimmungsschwankungen
·Schmerzen in Muskeln und Gelenken
·Abnahme der sexuellen Lust
·Erhöhtes Thromboserisiko
Während einer Hormontherapie sollten Sie sich zweimal im Jahr von Ihrem Frauenarzt untersuchen lassen. Wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden, teilen Sie ihm
diese mit, um gemeinsam Linderungsmöglichkeiten Ihrer Beschwerden zu finden.
23
Diese Therapie mit dem Wirkstoff
Trastuzumab eignet sich nur bei
25 bis 30 Prozent der Frauen.
Voraussetzung ist, dass die Krebszellen
über HER2-neu-Rezeptoren verfügen
und damit hormonempfindlich sind
(siehe Seite 13). Sprechen Sie mit Ihrem
Arzt, ob diese Behandlung für Sie in
Frage kommt.
Nachsorge / Leben!
Zeitenwende – die Zeit nach der Entlassung
Nach der Operation beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Vieles muss neu (ein)geordnet, anderes verarbeitet werden. Damit Sie sich nun auf die für Sie wichtigen
Dinge konzentrieren können, helfen wir Ihnen dabei, die notwendigen weiteren
Therapieschritte zu organisieren. Je nach Krankheitsbild sollten folgende Termine schon zum Zeitpunkt Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus feststehen:
·Ein Vorgespräch in der für Sie geeigneten onkologischen Praxis, wenn eine
Chemotherapie geplant ist.
·Ein Vorgespräch im Clemenshospital, wenn eine Strahlentherapie geplant ist.
·Erster Kontakt mit dem Sozialdienst, der Ihnen sowohl dabei hilft, den unübersichtlichen Papierkram zu erledigen als auch den Weg in ein neues Leben
zu ebnen.
·Eine Anschlussheilbehandlung kurz nach Ihrem ersten Krankenhausaufenthalt,
die darauf abzielt, Sie wieder auf die Anforderungen des Alltages vorzubereiten.
·Nachbetreuung und Nachsorge
Die Nachsorge
Die Zeit nach der Strahlen- und /oder
Chemotherapie ist für viele Frauen eine
Zeit gefühlsmäßiger Achterbahnfahrt.
Misstrauen in den eigenen Körper,
Angst vor einem Rückfall oder die Nachwirkungen therapeutischer Eingriffe
erschweren die Rückkehr zum normalen Alltag ungemein. Inmitten dieser
Unsicherheit mag ein individuelles
Nachsorgeraster ein wenig Halt geben.
Um den Erfolg Ihrer Therapie zu verfolgen, sollten Sie daher in den ersten
drei Jahren nach der Primärbehandlung
regelmäßig Ihren Frauenarzt aufsuchen.
Im Abstand von drei Monaten führt
er die sogenannte Nachsorge durch.
Sie soll helfen, ein mögliches Wiederauftreten der Krankheit so früh wie
möglich zu erkennen, Begleit- oder
Folgeerkrankungen festzustellen und
bei psychischen Belastungen Hilfsangebote aufzuzeigen. Feste Bestandteile
der Untersuchung sind neben einem
ausführlichen Gespräch zu Ihrem Befinden, körperliche Untersuchungen wie
dem Abtasten der Brust, gegebenenfalls
einem Ultraschall der Brust und einer
Blutuntersuchung. In den Jahren vier
und fünf nach der Erstbehandlung können die Abstände zwischen den Untersuchungen auf sechs Monate erweitert
werden. Unabhängig von den Befunden
wird grundsätzlich in den ersten fünf
Jahren jährlich eine Kontrollmammographie für beide Brüste und für die
betroffene Seite sogar halbjährlich angefertigt.
24
Wieder zu Hause
Während des Klinikaufenthaltes haben
Sie sich vermutlich sehnlichst nach
Ihrem vertrauten Zuhause gesehnt,
nach Ihrem Partner, Kindern und der
Familie. Doch endlich zu Hause angekommen, ist auf einmal alles anders und
eine Flut von Fragen will beantwortet
werden. Einige der wichtigsten haben
wir im Folgenden aufgegriffen. Weil
nicht jeder alles wissen muss, ist es sinnvoll, sich vorher genau zu überlegen,
wer was wissen soll oder muss.
25
Neue Vorzeichen
für die Partnerschaft
Wie sage ich es
meinen Kindern?
Was dürfen oder sollen
Freunde und Kollegen wissen?
„In guten wie in schlechten Tagen“
– damit nicht auch noch die Beziehung
zum Partner unter der Erkrankung
leidet, ist gegenseitiges Verständnis
unverzichtbar. Von zentraler Bedeutung
ist dabei das Gespräch, bei dem man
sich über seine Bedürfnisse austauscht
und dem anderen vorbehaltlos Gehör
schenkt. Ein wichtiges Thema zwischen
Mann und Frau ist die Sexualität. Denn
während der Behandlung verspüren
viele Frauen vorübergehend wenig oder
keine Lust zu sexueller Betätigung.
Stattdessen sehnen sie sich nach Zärtlichkeit, Umarmungen und tröstendem
Körperkontakt. Sprechen Sie mit Ihrem
Partner offen über Ihre Bedürfnisse
und erwarten Sie nicht von ihm, dass
er Ihre Gedanken liest. Auch wenn es
schwerfällt – lassen Sie diesen Bereich
nicht unberührt, sondern fassen Sie sich
im rechten Moment ein Herz, um mit
Ihrem Partner darüber zu sprechen.
Kinder reagieren mit Angst und Unsicherheit auf die Erkrankung der Mutter.
Die Vorgänge um sie herum müssen
ihnen daher sehr einfühlsam erklärt
werden. Natürlich kommt es stark auf
das Alter Ihrer Kinder an, welche Informationen sie verstehen und einordnen
können und welche nicht. Trotzdem ist
es wichtig, Ihren Kindern altersgerecht
und in einfachen Worten zu erklären,
warum Sie sich gerade Sorgen machen,
traurig sind oder sich anders verhalten
als vor der Operation. Gerade Kinder
haben ein sehr feines Gespür für veränderte Situationen und fühlen sich
schnell ausgegrenzt und ungeliebt,
wenn sie nicht mit einbezogen werden.
Mit Menschen, die Ihnen nahe stehen,
sollten Sie eingehend über ihre Erkrankung und die damit verbundenen
Sorgen, Nöte und Gefühle sprechen.
Bedenken Sie aber, dass einige Ihrer
Freunde und Angehörigen möglicherweise verunsichert sind und nicht
wissen, wie sie Ihnen begegnen sollen.
Deshalb sollten Sie deutlich sagen, wo
Sie Verständnis oder Hilfe benötigen.
Je klarer Sie das tun, desto besser können alle mit der Situation umgehen.
Bei Kollegen sollten Sie sehr sorgfältig
abwägen, mit wem Sie über Ihre Erkrankung sprechen. Sie werden sicherlich viele positive, aber auch einige enttäuschende Rückmeldungen bekommen. Zu rechtlichen Aspekten der
„Informationspolitik“ gegenüber dem
Arbeitgeber informiert Sie unser Sozialdienst.
Trotz aller Belastungen, die die Diagnose „Brustkrebs“
mit sich bringt – lassen Sie sich von der Hoffnung und
Zuversicht tragen, dass die meisten Patientinnen von
dieser Erkrankung geheilt werden!
Nachsorge / Leben!
Gut zu wissen
Wundbeobachtung
Regelmäßige Selbstabtastung
Viele Brustkrebspatientinnen haben das Bedürfnis, selbst etwas zu ihrer Genesung
beizutragen. Wenn das bei Ihnen auch der Fall ist, geben wir Ihnen im Folgenden
ein paar Hinweise, die Ihnen helfen können, Ihr Allgemeinbefinden zu verbessern.
Wichtig ist die sorgfältige Beobachtung Ihrer Operationswunde: Bevor sie vollkommen verheilt ist, sollte bei der Körperreinigung keine Seife daran kommen.
Wenn Sie eine schmerzhafte Rötung oder eine Überwärmung der Wunde feststellen, informieren Sie umgehend Ihren behandelnden Arzt. Wenn auch Lymphknoten entfernt wurden, sollte die Achselhöhle in die Wundbeobachtung miteinbezogen werden. Denn hier kann sich eine unangenehme Schwellung bilden. Sie wird
in den allermeisten Fällen durch harmloses Wundwasser (Serom) verursacht, das
schmerzlos mit einer Spritze abgezogen werden kann (Punktion). Eventuell muss
diese Punktion wiederholt werden.
Tasten Sie beide Brüste einmal im
Monat – am besten kurz nach der Regelblutung – für jeweils zehn Minuten
pro Seite sorgfältig mit den Händen
ab. Besonders gut geht dies unter der
Dusche mit eingeseiften Händen, weil
die Haut dann besonders geschmeidig
ist. Wenn Sie eine Veränderung ertasten,
suchen Sie Ihren Arzt möglichst bald
auf, um die Ursache abzuklären.
Lymphödem
Diese unangenehme Folgeerscheinung
der Operation oder Strahlentherapie
tritt bei den heutigen schonenden Operationstechniken nur noch selten auf.
Die Ursache für die mit Schwellungen
einhergehenden Gewebeveränderungen,
die auch noch Jahre nach der eigentlichen Behandlung auftreten können,
ist die Entfernung der Lymphknoten.
Sie schränkt die Funktion der Lymphbahnen auf der betroffenen Seite ein,
sodass die eiweißhaltige Gewebsflüssigkeit aus dem Arm nicht mehr abfließen
kann. Sie staut sich daher im Bereich
des Handrückens, des Unter- und des
Oberarmes, manchmal auch im Rumpfbereich.
Wichtig: Je früher Sie etwas gegen die
Schwellung unternehmen, desto besser
sind die Aussichten, sie wieder völlig
loszuwerden!
26
Therapiemöglichkeiten:
Die Behandlung des Lymphödems besteht aus einer Kombination einzelner
physiotherapeutischer Verfahren, die
in der ersten Phase den Flüssigkeitsstau auflösen und diesen Zustand in
der zweiten Phase stabilisieren sollen.
Vorbeugende Lymphdrainagen und die
Einnahme entwässernder Medikamente
sind nicht sinnvoll. Folgende nebenwirkungsfreie Verfahren kommen meist in
Kombination zum Einsatz:
·Manuelle Lymphdrainage
(eine spezielle Massageform)
·Hautpflege
·Kompression des Armes durch
spezielle Bandagen oder maßangefertigte medizinische Strümpfe
Die erste Behandlung des Lymphödems
wird idealerweise bei einem stationären
Aufenthalt in einer Spezialklinik vorgenommen. In der zweiten Phase ist es
unerlässlich, dass Sie die Kompressionsstrümpfe konsequent tragen – wenn nötig
auch nachts – und Ihre Haut sorgfältig
pflegen.
Tipps zur Vermeidung eines Lymphödems
Sie können selbst einiges dafür tun, um die Bildung eines Lymphödems
zu verhindern:
·Schützen Sie sich auch bei alltäglichen Verrichtungen wie der Hausoder Gartenarbeit mit entsprechenden Handschuhen gegen mögliche
Verletzungen.
·Lassen Sie Blutdruckmessungen, Blutabnahmen und Injektionen oder
Akupunkturbehandlungen nur auf der „gesunden“ Seite durchführen.
·Lassen Sie bei der Körperpflege größte Vorsicht walten und vermeiden
Sie besonders bei der Nagelpflege mögliche Verletzungen.
·Tragen Sie nur Kleidung, die weder Rumpf noch Arme einschnürt.
Das gilt übrigens auch für den BH!
·Tragen Sie schwere Lasten und Umhängetaschen besser auf der unbeeinträchtigen Seite – oder noch besser: Lassen Sie sich helfen.
·Vermeiden Sie starke Sonneneinstrahlung, extreme Hitze oder Kälte.
·Achten Sie darauf, sich im Umgang mit Haustieren wie Katzen und
Hunden nicht zu verletzen und vermeiden Sie Insektenstiche.
·Gehen Sie bei Verletzungen oder Hauterkrankungen des Armes sofort
zu Ihrem zuständigen Arzt.
27
Nachsorge / Leben!
Leben!
Ernährung
Wenn Sie die belastende Behandlung mit allen Höhen und Tiefen überstanden
haben, sehnen Sie sich wahrscheinlich nach einem ganz normalen Leben. Eine
gesunde ausgewogene Ernährung, regelmäßige, leichte Bewegung und viele
seelische Streicheleinheiten helfen Ihnen, schnell wieder zu Kräften zu kommen.
Aber Vorsicht: Wie bei allem schadet auch hier Übereifer mehr als er hilft:
Allzu starke Reize – sei es durch Sport oder durch eine radikale Ernährungsumstellung – können Ihren Organismus unnötig belasten.
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung
mit frischen, pflanzlichen Produkten,
die reich an Vitaminen und Ballaststoffen ist, stellt dem geschwächten
Körper in der Regel alle jene Nährstoffe
zur Verfügung, die er zur Genesung
braucht. Und achten Sie außerdem
auch auf eine großzügige Flüssigkeitszufuhr. Eine spezielle „Krebsdiät“, die
das Tumorwachstum nachgewiesenermaßen hemmt, gibt es bis dato leider
nicht. Dennoch erhöhen bestimmte
Verhaltensweisen Ihre Heilungschancen.
Gegen geringe Mengen Alkohol ist in
der Regel nichts einzuwenden, fragen
Sie aber bitte vorher Ihren Arzt. Größere Mengen Alkohol sollten Sie jedoch in
jedem Fall vermeiden.
Tipps zur Ernährung
Prinzipiell können Sie essen, was Ihnen
schmeckt und was Ihnen gut bekommt.
Achten Sie dabei vor allem auf Abwechslung. Erfahrungsgemäß verursachen bestimmte Lebensmittel häufiger
Beschwerden als andere. Folgende
Speisen sind daher eher mit Vorsicht zu
genießen:
·sehr fette und sehr süße Speisen wie
Frittiertes, Paniertes, Cremetorten oder
fette Fleisch-, Wurst- und Käsesorten
·scharfe oder stark gewürzte Speisen
wie Paprika, hochprozentiger Alkohol,
Gesalzenes wie Salzhering oder Räucherfisch
·stark säurehaltige Speisen oder Getränke, saure Früchtetees, stark gerösteter Bohnenkaffee oder Salatwürze
·sehr heiße oder sehr kalte Speisen
28
Bewegung
Sport und Bewegung steigern bei Krebserkrankungen nachweislich das Wohlempfinden – körperlich und seelisch. Sportliche Aktivität durchbricht einen Teufelskreis aus körperlichen
Beeinträchtigungen, depressiven Verstimmungen und im
schlimmsten Fall sozialer Isolation durch Rückzug und zuviel
Ruhe. Dagegen steigern Trainingserfolge die allgemeine Zuversicht und erleichtern mit mehr Kraft und Beweglichkeit
die Bewältigung des Alltages.
29
Die Brustkrebsbehandlung hat Ihre körperliche Leistungsfähigkeit auf mehreren Ebenen gemindert: Einerseits wurde
das Herz-Kreislaufsystem geschwächt, andererseits führte die
Operation zu Einschränkungen der Beweglichkeit. Mögliche
Ursachen dafür sind entweder Narbenschmerzen oder die
Entfernung eines Teils des Brustmuskels. Eine verkrampfte
Schonhaltung mit hochgezogener Schulter löst das Problem
nicht, sondern verschiebt es auf die Schultern, den Nacken,
den Kopf und die Wirbelsäule. Regelmäßige Gymnastik und
Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder zügiges
Spazierengehen sorgen hier nach kurzer Zeit für Erleichterung. Am besten beginnen Sie schon nach Ihrer Operation
im Krankenhaus mit leichter Gymnastik, denn das kann
Folgeerscheinungen des Eingriffes wie der Verkürzung der
Muskulatur oder dem Lymphstau vorbeugen. Sprechen Sie
mit unserem Physiotherapeuten über für Sie geeignete Sportprogramme.
Anhang
Fremdwörterlexikon
Wenn Ihr Arzt Fachbegriffe verwendet,
die Sie nicht verstehen, fragen Sie bitte
gleich nach, damit Sie sofort verstehen,
was er damit eigentlich sagen will. Ergänzend haben wir hier ein kleines Lexikon mit einer Auswahl der wichtigsten
Fremdwörter zusammengestellt, in dem
Sie unklare Begriffe jederzeit in Ruhe
noch einmal nachschlagen können.
Adnektomie
bezeichnet die Entfernung eines Eileiters
und Eierstocks
Adjuvante Therapie
ist eine Zusatztherapie, die eine andere,
grundlegende Behandlung (-> Primärtherapie) begleitet. So wird die Chemotherapie
in der Krebsmedizin oft „adjuvant“ – also
zusätzlich – zur operativen Entfernung eines
Tumors eingesetzt, um die Krankheit zu
heilen (vgl. -> palliativ).
Anschlussheilbehandlung (AHB)
ist eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme,
die direkt im Anschluss an die Krankenhausbehandlung erfolgt. Sie wird in der
Regel in einer auf Krebsbehandlung spezialisierten Nachsorgeklinik durchgeführt und
muss schon während des Krankenhausaufenthaltes beantragt werden.
Antihormone
unterbinden entweder die Bildung derjenigen Hormone, die das Tumorwachstum
fördern oder blockieren die zugehörigen
Empfangsstellen (Rezeptoren) auf den
Tumorzellen.
Areola
bezeichnet den Brustwarzenvorhof.
Axilladissektion
bezeichnet die Entfernung der Achsellymphknoten.
benigne
heißt gutartig – das Gegenteil zu -> maligne
Biopsie
bezeichnet die Entnahme von lebendem
Gewebe mit einer speziellen Hohlnadel für
die feingewebliche Untersuchung. Heutige
Verfahren sind sehr schonend, das heißt mit
minimalen Belastungen verbunden. Um das
verdächtige Gewebe genau zu treffen, wird
eine Biopsie oft mit bildgebenden Untersuchungsmethoden wie der -> Sonografie
kombiniert (mehr Information auf S. 9).
Chemotherapie
bezeichnet eine medikamentöse Behandlungsmethode, bei der den Patienten spe-
zielle Zellgifte (-> Zytostatika) verabreicht
werden. Sie wirken systemisch im gesamten
Organismus und hindern die Zellen an der
Teilung. Dadurch werden vor allem solche
Zellen geschädigt, die sich rasch teilen. Das
sind Krebszellen aber auch bestimmte andere
Körperzellen wie Schleimhäute, Haarwurzeln oder das Blut bildende Knochenmark
(mehr Information auf S. 20).
Computertomographie (CT)
ist ein spezielles Röntgenverfahren, das
Querschnittsbilder beliebiger Körperregionen liefert. CT-Aufnahmen sind detailreicher als eine normale Röntgenaufnahme.
Dank ihrer feinen Kontrastabstufung
kann der Arzt verschiedene Gewebearten
wie Knochen, Muskeln oder Fett besser
unterscheiden. Dieser Effekt lässt sich durch
Kontrastmittel noch verstärken.
Erythem
bezeichnet eine entzündliche Rötung der
Haut, die als Nebenwirkung einer Strahlentherapie auftreten kann.
Excision
bezeichnet eine -> Biopsiemethode, bei der
Gewebe mit einem Skalpell entnommen
wird.
Exstirpation
bezeichnet ein chirurgisches Verfahren, bei
dem ein Tumor mit einem zusätzlichen
Sicherheitsabstand zum umliegenden Gewebe entfernt wird.
Fibroadenom
ist eine gutartige Verdickung des Bindegewebes in der Brustdrüse, die als Knoten
ertastet wird. Sie muss jedoch nur dann
operiert werden, wenn sie Beschwerden verursacht oder Wachstumstendenzen zeigt.
Fibrose
bezeichnet eine Verhärtung von Gewebe, die
durch eine vermehrte körpereigene Produktion von Bindegewebsfasern hervorgerufen
wird. Bei Brustkrebspatientinnen kann eine
Fibrose um ein Implantat entstehen (Kapselfibrose) oder als seltene Nebenwirkung einer
Strahlentherapie entstehen.
Galaktografie
ist eine Spezialform der Mammografie, bei
der die Milchgänge mit Hilfe von Kontrastmitteln genauer untersucht werden. Dieses
Verfahren wird eingesetzt, um dauerhaft
auftretende, flüssige Absonderungen aus
der Brustwarze abzuklären, besonders wenn
auch Blut in der Flüssigkeit zu finden ist.
Hämatom
ist der Fachausdruck für den „blauen Fleck“
oder „Bluterguss“.
Hormonersatztherapie
dient der Linderung von Wechseljahrsbeschwerden durch die gezielte Gabe von
Östrogenen und ist grundsätzlich von der
-> Hormontherapie zu unterscheiden.
Hormonrezeptoren
sind „Fühler“ an der Zelloberfläche, mit
der sie Geschlechtshormone wie Östrogen
an die Zelle binden. Die Zelle reagiert dann
auf diese Hormone. Tumorzellen, die viele
Hormonrezeptoren haben – hormonrezeptor-positiv sind – beginnen zu wachsen,
sobald „ihr“ Hormon andockt. Solche
Tumorzellen können mit -> Antihormonen
an ihrem Wachstum gehindert werden.
Hormontherapie
beeinflusst bei Brustkrebs mit dem -> Antihormon Tamoxifen hormonempfindliche
Tumorzellen, indem die „Landeplätze“ des
körpereigenen Hormons Östrogen besetzt
werden. Wenn das Antihormon „andocken“
kann, stirbt die Krebszelle ab. Hormontherapie wird in der adjuvanten als auch in der
palliativen Krebsbehandlung eingesetzt.
Immuntherapie
ist eine Behandlungsmethode, bei der die
körpereigene Abwehr angeregt wird. Dafür
werden solche Zellen oder Botenstoffe eingesetzt, die sich im Dienste der körpereigenen Abwehr befinden. Unter bestimmten
Bedingungen kann eine Abwehrreaktion
gegen das Geschwulstgewebe erzielt werden.
Die Behandlung ist vor allem dann wirksam,
wenn sich bestimmte wachstumsfördernde
Eiweißstoffe (HER2-neu) in den Tumorzellen vermehren (vgl. S. 13).
Karzinom
bezeichnet eine bösartige Gewebeveränderung (vgl. -> Tumor).
Kernspintomografie / MRT
ist ein sehr genaues, bildgebendes Untersuchungsverfahren, das auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt wird.
Durch computergestützte Aufzeichnung von
Magnetfeldänderungen entstehen scharfe
Schnittbilder, die dem Arzt eine genaue
Beurteilung der Organe und möglicher
Organveränderungen erlauben.
Knochenszintigramm
ist ein radiologisches Untersuchungsverfahren, bei dem ein Knochenumbau und damit
mögliche -> Metastasen über radioaktive
Kontrastmittel sichtbar gemacht werden.
Lipom
ist ein gutartiges Fettgeschwulst, das auch in
der Brust auftreten kann.
30
Lokalrezidiv
bezeichnet das erneute Auftreten eines
bösartigen Tumors an der bereits operierten
Brust.
Lymphknoten
sind linsenförmige Filterstationen, die Gewebeflüssigkeiten einer Körperregion von
Krankheitserregern, Zelltrümmern und
Fremdkörpern reinigen. Da sich Krebszellen entweder über die Blutbahn oder das
Lymphsystem im Körper ausbreiten können,
werden eventuell befallene Lymphknoten in
der Nähe eines -> Karzinoms mit entfernt.
Lymphödem
bezeichnet die Stauung von Gewebswasser
in den Armen oder Beinen. Nach Brustkrebsoperationen stört die Entfernung der
Lymphknoten den Lymphabfluss, sodass es
auf der betroffenen Seite zu Schwellungen,
sogenannten Ödemen, kommen kann
(mehr Information auf S. 27).
maligne
heißt bösartig – das Gegenteil zu -> benigne
Mamille
ist der medizinische Fachausdruck für die
Brustwarze (Mamillen-Areola-Komplex =
Brustwarzenvorhof )
Mammakarzinom
ist der medizinische Fachausdruck für
Brustkrebs.
Mammografie
ist der medizinische Fachausdruck für die
Röntgenuntersuchung der Brust.
Mastektomie
bezeichnet die operative Entfernung (Amputation) der Brust (vgl. S. 15).
Metastase
Tochtergeschwulst eines bösartigen Tumors,
die durch gestreute Krebszellen des Ursprungstumors in anderen Organen des Körpers entstehen kann. Dabei unterscheidet
man je nach Entfernung vom Primärtumor
lokale Metastasen, regionäre Metastasen,
die sich noch im Lymphabflussgebiet der
nächstliegenden Lymphknotengruppe befinden und Fernmetastasen, die in vollkommen
anderen Körperregionen entstehen.
Naturheilverfahren
umfassen ein Spektrum verschiedener Behandlungsmethoden, die die körpereigenen
Fähigkeiten zur Selbstheilung aktivieren
sollen und die sich bevorzugt in der Natur
vorkommender Mittel oder Reize bedienen.
Neben allgemein stärkenden Kuranwendungen wie Reizbehandlungen mit Wasser,
Kälte oder Luft werden bestimmte Pflanzen
oder Organpräparaten stimulierende Wir-
31
kungen auf das Immunsystem nachgesagt.
Diese Verfahren können bei einer Krebstherapie ergänzend, keinesfalls jedoch anstelle
der schulmedizinischen Behandlungsmethode, eingesetzt werden. Alle Naturheilverfahren sollten mit dem behandelnden Arzt
abgesprochen werden. Über ihre Wirksamkeit gibt es in den meisten Fällen keine gesicherten Erkenntnisse.
Neoadjuvante Therapie
bezeichnet eine medikamentöse oder Strahlentherapie, die vor einer operativen Entfernung eines Tumors durchgeführt wird, um
die Verkleinerung des veränderten Gewebes
zu erreichen. Dieses Vorgehen ist besonders
bei sehr großen Tumoren sinnvoll, um das
umliegende gesunde Gewebe soweit es geht
zu erhalten.
Östrogenrezeptoren
sind -> Hormonrezeptoren, die speziell auf
Östrogene reagieren
Ovarektomie
ist der medizinische Fachausdruck für die
Entfernung der Eierstöcke (Ovarien). Sie
kann im Rahmen einer Hormontherapie
sinnvoll sein, um den Östrogenspiegel dauerhaft zu senken.
Palliative Therapie
bezeichnet alle medizinischen Maßnahmen,
die bei fortgeschrittener Krebserkrankung
weniger die Heilung, sondern vielmehr die
Lebensverlängerung bei möglichst hoher
Lebensqualität zum Ziel haben. Dazu zählen
sowohl Maßnahmen, die das Tumorwachstum bremsen, als auch solche, die Schmerzen lindern.
Papillome
ist der medizinische Fachausdruck für gutartige Wucherung in den Milchgängen des
Brustgewebes.
Pathologie
ist ein Spezialgebiet der Medizin, das sich
mit der Entstehung, Untersuchung und
Erklärung krankhafter Veränderungen im
menschlichen Gewebe und ihrer Auswirkungen befasst.
Primärtherapie
bezeichnet die Erstbehandlung eines Tumors
mit dem Ziel der Heilung.
Remission
bezeichnet den Stillstand einer Krebserkrankung oder die Rückbildung eines Tumors.
Rezidiv
ist der medizinische Fachausdruck für einen
Rückfall bzw. das Wiederauftreten einer Krankheit nach einer erscheinungsfreien Periode.
Bei Brustkrebs ist damit die Entstehung von
Metastasen im Brustbereich (-> Lokalrezidiv)
oder auch an anderen Körperstellen wie
Knochen, Leber oder Lunge gemeint.
Serom
ist der medizinische Fachausdruck für die
Ansammlung von Gewebeflüssigkeit nach
einer Operation
Sentinel Lymphknoten
-> Wächterlymphknoten
Sonografie
ist besser bekannt als Ultraschalluntersuchung. Das bildgebende Verfahren kann
wichtige Hinweise zur Einschätzung der
Gut- oder Bösartigkeit eines verdächtigen
Befundes liefern, eine Mammografie jedoch
nicht ersetzen.
Strahlentherapie
funktioniert auf der Grundlage unterschiedlicher energiereicher Strahlen, deren Wirkungsweise im Gewebe aber ähnlich ist:
Sie stören oder verhindern die weitere Zellteilung des Tumors und geringfügig auch
die des umliegenden normalen Gewebes.
Das gesunde Gewebe erholt sich mit Hilfe
von zelleigenen Reparaturmechanismen von
den vielen einzelnen Bestrahlungen schnell.
Da das Tumorgewebe diese Erholungsfähigkeit dagegen kaum besitzt, wird es stärker
geschädigt und im Idealfall sogar komplett
vernichtet.
Tumor
ist ein allgemeiner Begriff für eine Geschwulst, die sowohl gut- als auch bösartig
sein kann.
Tumormarker
sind bestimmte Eiweißkörper im Blut, die
für den jeweiligen bösartigen Tumor typisch
sind und sein mögliches Wachstum anzeigen. Der Fachausdruck lautet „tumorassoziierte Antigene“.
Wächterlymphknoten
(engl. Sentinel node)
ist derjenige -> Lymphknoten, der als erste
Filterstation im Lymphabflussgebiet eines
Tumors liegt. Ist er bei der Brustoperation
noch frei von Krebszellen, kann auf die Entfernung weiterer Lymphknoten verzichtet
werden (mehr Information auf S. 17).
Zytologie
ist die Lehre vom Bau und Funktion der
Zellen.
Zytostatika
ist der medizinische Sammelbegriff für natürliche oder synthetisch hergestellte Zellgifte, die eine Zellteilung verhindern oder
erheblich verzögern. Sie werden in der Krebstherapie als -> Chemotherapie eingesetzt.
Wichtige Adressen
Adressen und
Ansprechpartner
Clemenshospital
Münster
Düesbergweg 124, 48153 Münster
0251 / 976-0
www.clemenshospital.de
Frauenklinik-Brustzentrum
0251 / 976-5555
Prof. Dr. med. H.-J. Muhs
0251 / 9762551
[email protected]
Ltd. OÄ Z. AL-Dulaimi
[email protected]
OA W. Funk
[email protected]
Dr. med. C. Thiel
[email protected]
Dr. med. T. Hardes
[email protected]
Breast Nurse
Sr. Ilka Gabriel
0251 / 9765985
[email protected]
Klinik für Radiologie und
Strahlentherapie
Prof. Dr. med. A.-R. Fischedick
0251 / 9762651
[email protected]
Radiologie
Ltd. OA Dr. med.B. Prümer
0251 / 9765844
[email protected]
Ltd. MTR Frau S. Bonse
0251 / 9762661
[email protected]
Strahlentherapie
OÄ Dr. med. D. Simoni
[email protected]
OÄ Dr. med. P. Benkel
[email protected]
OA Dr. med. T. Hillmann
[email protected]
Röntgenanmeldung
0251 / 9762658
MedicalCenter
am Clemenshospital,
Münster
Radiologische Gemeinschaftspraxis Münster
Onkologie
Dr. C. Lerchenmüller
0251 / 9765695
Dr. J. Wehmeyer
0251 / 9765696
[email protected]
Physiotherapie
Frau R. Wermes / Frau R. Brandt
0251 / 9762164
[email protected]
Psychoonkologie
Frau C. Borchard
0251 / 9765653
[email protected]
Sozialdienst
Frau B. Sartorius
0251 / 9762057
Frau E. Bruns
0251 / 9765984
[email protected]
Seelsorge Frau Lic. theol. M. Heine
0251 / 9762044
[email protected]
Verwaltung Herr G. Tschorn
0251 / 9762001
[email protected]
Herr C. Bake
0251 / 9762020
[email protected]
Qualitätsmanagment
Brustzentrum Münsterland
U. Scheidler
0251 / 9765918
[email protected]
Clemenshospital
Prof. Dr. U. Haverkamp
0251 / 9762682
[email protected]
Dr. med. C. Peuker / S. Spital
Düesbergweg 28, 48153 Münster
0251 / 9762674
www.rmc-ms.de
Institut für Pathologie
Prof. Dr. med. Schmidt
PD Dr. med. Kasper
Prof. Dr. med. Kuhnen
0251 / 764030
[email protected]
ChristophorusKliniken
St.-Vincenz-Hospital Coesfeld
Südring 41, 48653 Coesfeld
www.christophorus-kliniken.de
Frauenklinik
02541 / 892342
[email protected]
Dr. med. St. Wilhelms
[email protected]
Dr. med. N. Riedel
[email protected]
Dr. med. K.-D. Jaspers
[email protected]
Fr. Dr. med. S. Grobelny
[email protected]
Radiologie
02541 / 891114
Dr. med. Jacobs
[email protected]
Breast Nurses
02541 / 891265
Frau Nißler
Frau Wessling
Sozialdienst
Herr Abbing
02541 / 891007
[email protected]
Seelsorge
Sr. Niehues
02541 / 891304
[email protected]
Physiotherapie
Herr Dijkema
02541 / 891960
[email protected]
Psychoonkologie
Frau Krause
02541 / 892342
Psychoonkologische Betreuung
für Kinder krebskranker Mütter
Fr. Iken
02541 / 892342
Verwaltung
Südwall 20a, 48653 Coesfeld
02541 / 894040
Herr Breulmann
[email protected]
Herr Helming
[email protected]
Qualitätsmanagement
Dr. M. Holtel
02541 / 894123
[email protected]
Netzkoordinatorin
Brustzentrum Münsterland
Fr. Dr. med. S. Grobelny
[email protected]
Franz-Hospital
Dülmen
Vollenstraße 10, 48249 Dülmen
www.christophorus-kliniken.de
Stationäre Onkologie
PD Dr. med. M. Zülsdorf
02594 / 921530
[email protected]
Fachklinik
Hornheide
Krebsberatungsstellen
Dorbaumstraße 300, 48157 Münster
0251 / 3287-0
www.fachklinik-hornheide.de
Krebsberatungsstelle Münster
Gasselstiege 13, 48159 Münster
0251 / 62562010
[email protected]
www.krebsberatung-muenster.de
Plastische Chirurgie
Selbsthilfegruppen
Dr. med. Krause-Bergmann
0251 / 3287441
[email protected]
Psychoonkologie
Dr. Strittmatter
0251 / 3287328
[email protected]
Verwaltung
Herr Littek
0251 / 3287306
[email protected]
Weitere Adressen
Hämatoonkologische Praxen
Gemeinschaftspraxis für Hämatologie
und Onkologie
Dr. med. Lerchenmüller
Dr. med. Wehmeyer
Steinfurter Str. 60b, 48149 Münster
0251 / 620080
lerchenmü[email protected]
Gemeinschaftspraxis
Dr. med. M. Glados / Dr. med. St. Retzlaff / PD Dr. med. M. Zühlsdorf
Standort Coesfeld:
Südwall 20a, 48653 Coesfeld
02541-971893
[email protected]
Standort Dülmen:
Vollenstraße 8, 48249 Dülmen
02594 / 8929466
[email protected]
Radiologische Praxen
Radiologische Praxis Coesfeld
Dr. med. Göb / Dr. med. Hovestadt
Beguinenstraße 15, 48653 Coesfeld
02541 / 9765311
[email protected]
Selbsthilfegruppe Brustkrebs für den
Raum Coesfeld, Billerbeck, Rosendahl
Veronika Wellner
Gartenstraße 12, 48653 Coesfeld
02541 / 70964
Selbsthilfegruppe Brustkrebs für den
Raum Münster-Süd
Ilka Gabriel
Düesbergweg 124, 48153 Münster
0251 / 9765985
Sanitätshäuser
Sanitätshaus Miehle
Wiesenstraße 13-15, 48653 Coesfeld
02541-980981
[email protected]
Sanitätshaus Grundhoff im
MedicalCenter Münster
Düesbergweg 128, 48153 Münster
0251 / 1623616
Haartechnik
Haarteam Rieswick
Hüpohl 5 + 7, 46342 Velen-Ramsdorf
02594 / 8601621
[email protected]
Zweithaar Praxis Fliß
Lüdinghauserstr. 19, 48249 Dülmen
02863 / 5266 + 95053
www.zweithaarstudio-fliss.de
Haartechnik Wittkabel
Jüdefelder Str. 29 / 30, 48143 Münster
0251 / 7608226
[email protected]
Hospize
Hospiz Anna Katharina, Dülmen
Am Schlossgarten 7, 48249 Dülmen
02594 / 782120
[email protected]
Elisabeth-Hospiz, Stadtlohn
Laurentiusstraße 4, 48703 Stadtlohn
02563 / 20890
[email protected]
Johannes Hospiz, Münster
Hohenzollernring 72, 48145 Münster
0251 / 899980
[email protected]
www.johannes-hospiz.de
Therapiekompass
Brustkrebs ist zweifellos eine ernste Erkrankung
und die Diagnose niederschmetternd. Es gibt
aber auch eine gute Nachricht: Moderne Therapiemöglichkeiten eröffnen heute sehr gute Heilungschancen, und das Brustzentrum Münsterland
stellt sie Ihnen alle zur Verfügung. Für uns sind
Therapie und Heilung keine Frage der Statistik,
sondern eine ganzheitliche Angelegenheit.
Entsprechend individuell behandeln wir Sie
gemäß Ihrer speziellen Erkrankung und einzigartigen Vorgeschichte. So können wir operative
Eingriffe und Medikamente sehr fein dosiert
einsetzen – mit dem Ziel, Ihre Krankheit möglichst kraftvoll zu bekämpfen, dabei die Nebenwirkungen aber gleichzeitig möglichst gering
zu halten.
Uns liegen Ihre Genesung und Ihr Wohlbefinden
sehr am Herzen. Damit Sie einen Überblick bekommen, wer wir sind, was wir für Sie tun können und was in den nächsten Wochen möglicherweise auf Sie zukommt, haben wir diese Broschüre
entwickelt. Sie soll Ihnen Mut machen, sich
zusammen mit uns auf den Weg zu machen.
Für Ihre Sorgen und Fragen haben wir immer ein
offenes Ohr. Zögern Sie bitte nicht, sich damit
jederzeit an uns zu wenden.
Wir wünschen Ihnen gute Besserung.
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