Bluthochdruck vorbeugen

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Schweizerische
Herzstiftung
Aktiv gegen Herzkrankheiten und Hirnschlag
Bluthochdruck vorbeugen
Inhaltsverzeichnis
3
Einleitung
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Was versteht man unter Blutdruck?
5
Was bedeutet Bluthochdruck?
6
Die Folgen von Bluthochdruck
9
9
10
11
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Wie kann ich vorbeugen?
Essen und Trinken
Körpergewicht
Rauchstopp
Umgang mit Stress
12
12
13
13
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Blutdruck messen – nicht vergessen!
Wann und wie oft messen?
Die Selbstmessung
Wie messe ich richtig?
Zu hohe oder zu tiefe Werte – was nun?
Einleitung
In der Schweizer Bevölkerung weist eine von vier erwachsenen Personen einen erhöhten Blutdruck auf. Ab 60 Jahren sind die Werte sogar
bei rund der Hälfte zu hoch. Einen zu hohen Blutdruck spürt man
nicht – daher weiss rund ein Drittel von ihnen nicht, dass ihr Blutdruck
erhöht ist.
Bluthochdruck bereitet keine Schmerzen oder sonstige Beschwerden.
Doch der hohe Druck belastet die Blutgefässe und das Herz übermässig. Die Folgen sind fatal: Hirnschlag, Herzinfarkt, Angina pectoris,
Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Durchblutungsstörungen in den
Beinen oder eine Störung der Nierenfunktion sind nur einige der
Krankheiten, die durch Bluthochdruck ausgelöst werden können.
Wird der hohe Blutdruck frühzeitig entdeckt und behandelt, sinkt
das Risiko für diese Erkrankungen deutlich. Deshalb sollte man den
Blutdruck regelmässig, das heisst mindestens einmal jährlich messen
(lassen), damit ein erhöhter Blutdruck möglichst früh festgestellt und
durch geeignete Massnahmen wieder auf einen normalen Wert
gebracht werden kann.
Hoher Blutdruck ist aber nicht nur Schicksal. Mit einem gesunden
Lebensstil kann jede und jeder dazu beitragen, das persönliche Bluthochdruck-Risiko zu senken. Mit dieser Broschüre wollen wir Sie
darüber informieren, was Bluthochdruck bedeutet und was Sie selbst
tun können, um Ihren Blutdruck «im Griff» zu behalten.
Ihre Schweizerische Herzstiftung
3
Was versteht man unter Blutdruck?
In den Blutgefässen herrscht ein gewisser Druck, damit das Blut in den
ganzen Körper sowie zu allen Organen und Geweben fliessen kann.
Zwei Mechanismen sorgen dafür, dass dieser Druck entsteht: das
rhythmische Pumpen des Herzens und der Widerstand der Gefässwände.
Der Blutdruck ist nicht immer gleich hoch. Am Morgen nach dem Aufstehen steigt er an, am Mittag sinkt er wieder. Gegen Abend erreicht
er seinen höchsten Wert, in der Nacht während des Schlafs ist der
Blutdruck am tiefsten. Körperliche Anstrengung, psychische Belastungen, Aufregungen, Stress oder Schmerzen sorgen dafür, dass sich der
Blutdruck vorübergehend erhöht.
Beim Messen des Blutdrucks unterscheidet man zwei Werte:
Der systolische oder obere Blutdruck entsteht, wenn sich das Herz
zusammenzieht und Blut in den Kreislauf pumpt. Der Druck in den
Gefässen steigt.
Der diastolische oder untere Blutdruck entsteht, wenn sich das Herz
entspannt und erneut mit Blut füllt. Der Druck in den Gefässen sinkt.
Die beiden Blutdruckwerte werden bei jeder Blutdruckmessung
erfasst. Ein normaler Blutdruck liegt vor, wenn der systolische Blutdruck unter 140 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) und der diastolische Blutdruck unter 90 mmHg liegt. Besser für die Gesundheit sind
aber noch tiefere Blutdruckwerte.
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Was bedeutet Bluthochdruck?
Man spricht von Bluthochdruck (in der medizinischen Fachsprache
«Hypertonie» genannt) ab Blutdruckwerten von 140/90 mmHg.
systolischer Wert
normaler Blutdruck
unter 140 mmHg
Bluthochdruck
ab 140 mmHg
diastolischer Wert
und
und/oder
unter 90 mmHg
ab 90 mmHg
Da der Blutdruck im Tagesverlauf schwankt, wird die Diagnose Bluthochdruck erst gestellt, wenn bei mindestens zwei- bis dreimaliger
Messung zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Tagen ein
erhöhter Blutdruck gemessen wird. Als Bluthochdruck gilt auch, wenn
nur einer der beiden Werte (unterer oder oberer Wert) erhöht ist.
Warum der Blutdruck ansteigt, lässt sich bei über 90 Prozent der
Betroffenen nicht feststellen (essenzielle Hypertonie). Es gibt aber
verschiedene Faktoren, welche die Regulierung des Blutdrucks stören.
Dazu gehören Faktoren des Lebensstils wie Übergewicht, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung (vor allem zuviel Salz), Bewegungsmangel und Stress.
Bei etwa einem von zwanzig Patienten findet man eine Ursache für
den hohen Blutdruck (sekundäre Hypertonie), zum Beispiel Durchblutungsstörungen der Nieren oder Störungen des Hormonstoffwechsels. Durch eine Behandlung dieser Krankheiten lässt sich der
Blutdruck meistens senken.
Bluthochdruck bereitet keine Schmerzen oder andere Beschwerden.
Trotzdem ist er sehr gefährlich, da ein konstanter Hochdruck die
Gefässe schädigt und den Herzmuskel überlastet. Deshalb ist Bluthochdruck der häufigste und bedeutendste Risikofaktor für HerzKreislauf-Erkrankungen.
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Die Folgen von Bluthochdruck
Ist der Blutdruck zu hoch, muss der Herzmuskel eine grössere Pumpleistung als normal erbringen, um den Körper mit Blut zu versorgen.
Wenn diese starke Belastung über Jahre anhält, kann sich eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) entwickeln. Erste Anzeichen für eine
Herzinsuffizienz sind Atemnot, Schwellungen in den Beinen und eine
verminderte Leistungsfähigkeit.
Vor allem leiden aber auch die Blutgefässe unter einem ständig zu
hohen Blutdruck. Die Arterien verdicken und verhärten sich, und mit
der Zeit bilden sich in ihren Innenwänden Ablagerungen (Plaques).
Diese Schädigung der Blutgefässe wird Arteriosklerose (oder Atherosklerose) genannt.
Die Plaques verengen das Gefäss, so dass die dahinter liegenden
Organe und Gewebe nicht mehr genügend mit Blut und Sauerstoff
versorgt werden. Wenn eine Plaque aufbricht und sich an dieser Stelle
Blutplättchen anlagern, entsteht ein Gefässverschluss (Thrombose).
Die Sauerstoffversorgung wird unterbrochen und es kommt zum
Infarkt, aufgrund dessen die nicht mehr durchbluteten Regionen und
Zellen absterben.
Eine Arteriosklerose kann verschiedene Folgen haben – abhängig
davon, welche Körperregion betroffen ist.
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Gehirn
Verschliesst sich in den Hals- oder Hirngefässen ein Gefäss oder platzt
dieses, kommt es zum Hirnschlag. Je nach dem, welche Zone im
Gehirn betroffen ist, leiden die Opfer beispielsweise unter Lähmungen, Sprech- oder Sehstörungen oder unter Schluckbeschwerden.
Pro Jahr erleiden in der Schweiz rund 16 000 Menschen einen Hirnschlag. Ein Drittel erholt sich vollständig, ein Drittel bleibt behindert
und ein Drittel stirbt. Bluthochdruck ist der wichtigste Risikofaktor
für einen Hirnschlag.
Herz
Verengungen der Herzgefässe führen zur koronaren Herzkrankheit:
•
Angina pectoris: Die Betroffenen haben – meistens bei körperlicher Anstrengung – starke Schmerzen im Brustkorb. Dazu kommen
Symptome wie Angst, Übelkeit, Schwitzen und Atemnot. Die
Beschwerden dauern nicht länger als 15 Minuten und verschwinden, wenn die Belastung aufhört.
•
Herzinfarkt: Es treten dieselben Symptome auf wie bei Angina
pectoris, sie dauern aber länger als 15 Minuten. Bei einem Herzinfarkt stirbt ein Teil des Herzmuskels ab. Die Folgen sind unter
anderem Herzrhythmusstörungen oder eine Herzschwäche.
•
7
Herz-Kreislauf-Stillstand: Die Betroffenen werden plötzlich
bewusstlos und reagieren weder auf Ansprechen noch auf
Schütteln. Ohne sofortige Wiederbelebungsmassnahmen (HerzLungen-Wiederbelebung und Defibrillation) innerhalb von
4 bis 8 Minuten stirbt das Opfer.
Beine
Durchblutungsstörungen in den Beinen werden auch periphere
arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) oder «Schaufensterkrankheit»
genannt. Die Patienten haben schon nach einer kurzen Gehstrecke
heftige Schmerzen in den Beinen und müssen stehen bleiben. Bei
einer stark ausgeprägten PAVK besteht die Gefahr, dass Gewebe
abstirbt.
Nieren
Verengungen der Nierenarterien schädigen die Nieren. Dadurch wird
die Nierenfunktion gestört und die Nieren können nicht mehr genügend Abfallstoffe des Organismus ausscheiden. Die Folge ist eine
Niereninsuffizienz.
Augen
Wenn sich die Arterien in den Augen verengen, beeinträchtigt dies
die Sehfunktion. Im schlimmsten Fall droht die Erblindung.
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Wie kann ich vorbeugen?
Bluthochdruck ist nicht einfach Schicksal. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die den Blutdruck in ungesunde Höhen treiben. Manche
dieser Faktoren, wie beispielsweise das Alter oder die erbliche Veranlagung, lassen sich nicht beeinflussen. Doch die meisten Risikofaktoren können Sie mit einem gesunden Lebensstil reduzieren oder
sogar ganz eliminieren.
Essen und Trinken
Essen Sie weniger Salz: Bei manchen Menschen steigt der Blutdruck,
wenn sie viel Salz zu sich nehmen und sinkt bei einer salzarmen
Ernährung. Es lohnt sich deshalb, sparsam mit Salz umzugehen.
Würzen Sie beim Kochen mit Kräutern und Gewürzen statt mit Salz
oder salzhaltigen Gewürzmischungen (Maggi, Aromat) und meiden
Sie salzreiche Nahrungsmittel wie Snacks, Würste, Fertiggerichte und
Konserven. Auch Brot und Käse enthalten in der Regel viel Salz.
Trinken Sie nur moderat Alkohol: Alkohol lässt den Blutdruck steigen.
Deshalb heisst bei Alkohol die Devise: Weniger ist gesünder! Trinken
Sie nicht regelmässig oder gar täglich Alkohol.
Ernähren Sie sich gesund: Das richtige Rezept für eine herzgesunde
und blutdrucksenkende Ernährung lautet: viel Früchte und Gemüse,
Vollkornprodukte, wenig tierische Fette. Obst und Gemüse enthalten
Kalium und reduzieren den Blutdruck. Achten Sie auch auf eine ausreichende Kalziumzufuhr, zum Beispiel mit fettarmen Milchprodukten
wie Jogurt oder Hüttenkäse.
9
Körpergewicht
Reduzieren Sie Übergewicht: Übergewichtige Menschen haben häufig
einen hohen Blutdruck. Eine Gewichtsreduktion von 5 kg kann den
Blutdruck um 10 mmHg senken. Versuchen Sie deshalb, ein normales
Körpergewicht zu halten oder zu erreichen.
Ernähren Sie sich herzgesund:
•
pro Tag fünf Portionen Früchte und Gemüse
•
täglich Getreideprodukte oder Kartoffeln
•
Fettkonsum reduzieren, besonders die «versteckten» Fette in
Snacks, Fertigprodukten, Wurstwaren und Süssigkeiten meiden
•
verwenden Sie Oliven- und Rapsöl
•
trinken Sie viel (Wasser, Früchte- oder Kräutertees)
•
Übergewicht langsam abbauen: etwa 0,5 bis 1 Kilogramm
pro Woche.
Wie viel Bewegung bringt’s?
Regelmässige körperliche Bewegung ist in jedem Alter gesundheitsfördernd und steigert das Wohlbefinden. Sind Sie körperlich inaktiv,
so bringt Ihnen jeder Schritt hin zu mehr Bewegung einen Nutzen.
Wir empfehlen:
•
idealerweise 30 Minuten Bewegung täglich in mittlerer Intensität,
jedoch mindestens 2 ½ Stunden Bewegung wöchentlich
•
oder mindestens 1 ¼ Stunden pro Woche sportliche Bewegung in
hoher Intensität
Unter mittlerer Intensität versteht man, dass Puls und Atem durch körperliche Aktivität beschleunigt werden, Sie aber nicht unbedingt ins
Schwitzen kommen. Dazu gehören zum Beispiel zügiges Gehen, Radfahren oder auch Gartenarbeiten. Eine hohe Intensität weisen Aktivitäten auf, bei denen Sie schwitzen und ihr Atem beschleunigt wird
wie beim Joggen, sportlichen Radfahren, Schwimmen, Skilanglaufen.
Jede Bewegungseinheit von mindestens 10 Minuten Dauer im Laufe
eines Tages können Sie zusammenzählen, um das empfohlene Pensum
zu erreichen.
10
Rauchstopp
Rauchen Sie nicht: Raucherinnen und Raucher erleiden viermal
häufiger einen Herzinfarkt als Nichtraucher. Bei jedem Zug an einer
Zigarette verengen sich die Blutgefässe und der Blutdruck steigt.
Ausserdem schädigt der Tabakrauch die Innenwände der Gefässe.
Dies fördert die Arteriosklerose und verstärkt die Gefahr von Bluthochdruck. Deshalb gilt: Hände weg von Zigaretten!
•
•
Das Wichtigste beim Rauchstopp ist Ihre Motivation. Sie können
und werden es schaffen!
Nehmen Sie Hilfe in Anspruch, beim Arzt oder in der Apotheke,
bei Freunden und Angehörigen oder in einem Rauchstoppkurs.
Ex-Raucher geben gerne ihre Erfahrungen weiter!
Medikamente zur Rauchentwöhnung können den Rauchstopp
wesentlich erleichtern.
Verständnis, gute Tipps und kompetente Beratung bietet auch die
Rauchstopplinie (Telefon 0848 000 181 / Lokaltarif) oder
www.leben-ohne-rauchen.ch
•
•
Umgang mit Stress
Bauen Sie Stress ab: Langanhaltender Stress fördert die Entstehung
von Bluthochdruck. Sorgen Sie deshalb für genügend Entspannung in
Ihrem Leben.
•
Versuchen Sie, Ihren Tages- und Wochenablauf zu planen.
Machen Sie auch bei grosser Arbeitsbelastung Pausen, auch wenn
sie nur kurz sind.
Fressen Sie Probleme nicht in sich hinein, sondern besprechen Sie
diese mit jemandem, dem Sie vertrauen.
Sorgen Sie bewusst für «Entspannungsinseln» und Erholung im
Alltag: Bewegen Sie sich oder treiben Sie Sport, nehmen Sie ein
Bad oder treffen Sie sich mit Freunden zum Kaffee.
•
•
•
Tragen Sie Sorge zu sich selbst – gönnen Sie sich einen gesunden
Lebensstil und vermindern Sie dadurch Ihr Risiko für Bluthochdruck,
Hirnschlag und Herzinfarkt.
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Blutdruck messen – nicht vergessen!
Einen erhöhten Blutdruck spürt man in der Regel nicht. Um Bluthochdruck festzustellen, gibt es nur eine Möglichkeit: regelmässig den
Blutdruck messen.
Wann und wie oft messen?
Wir empfehlen, ab dem 18. Lebensjahr mindestens einmal jährlich den
Blutdruck durch eine Fachperson, das heisst bei Ihrem Arzt oder in
einer Apotheke, messen zu lassen. Denn wenn Bluthochdruck frühzeitig erkannt und behandelt wird, sinkt Ihr Risiko für eine Folgekrankheit wie Herzinfarkt oder Hirnschlag deutlich. Eine Blutdruckmessung
dauert nur wenige Minuten, ist einfach und absolut schmerzlos. Es
gibt verschiedene Geräte für die Blutdruckmessung. In der Apotheke
wird der Blutdruck fast immer mit einem vollautomatischen OberarmMessgerät bestimmt. Bei der Methode, die insbesondere vom Arzt
angewendet wird, legt man eine Manschette um den Oberarm. Die
Untersucherin oder der Untersucher hält ein Stethoskop an Ihre Ellenbeuge. Anschliessend wird die Manschette auf über 200 mmHg aufgepumpt. Nun lässt die Untersucherin langsam die Luft aus der Manschette entweichen.
Sobald der Druck so tief ist, dass wieder Blut durch die zusammengepresste Arterie des Oberarms fliessen kann, hört man mit Hilfe des
Stethoskops ein klopfendes Geräusch. Der entsprechende systolische
(obere) Druckwert wird auf einer Skala abgelesen. Sinkt der Druck
in der Manschette weiter, verschwinden die klopfenden Geräusche allmählich. Der Druck, bei dem sie nicht mehr hörbar sind, entspricht
dem diastolischen (unteren) Blutdruck.
12
Die Selbstmessung
Sie können Ihren Blutdruck auch selbst zuhause messen. Achten Sie
beim Kauf eines Blutdruck-Messgeräts auf folgende Punkte:
•
•
Es gibt Oberarm- und Handgelenk-Messgeräte. Beide Gerätetypen
sind für die Blutdruckmessung geeignet. Entscheidend ist, dass Sie
mit Ihrem Gerät gut zurecht kommen.
Probieren Sie das Gerät vor dem Kauf aus.
Achten Sie darauf, dass die Grösse der Manschette dem Umfang
Ihres Oberarms angepasst ist. Lassen Sie sich im Verkaufsgeschäft
beraten.
Das Gerät sollte den Schweizer Normen entsprechen und klinisch
geprüft sein.
•
•
Wie messe ich richtig?
•
•
Führen Sie die erste Messung an beiden Armen durch. Messen Sie
anschliessend immer an dem Arm, bei dem Sie die höheren Werte
gemessen haben.
Nehmen Sie sich Zeit und entspannen Sie sich vor der Messung,
mindestens ca. 5 Minuten.
•
•
•
•
13
Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl und legen Sie den Arm, an
dem Sie messen, auf einen Tisch. Die Manschette sollte sich auf der
Höhe des Herzens befinden. Bei Handgelenkmessgeräten sollten
Sie den Arm anwinkeln, damit er auf Herzhöhe ist.
Lösen Sie nun die Messung aus.
Notieren Sie die gemessenen Werte (systolischer und diastolischer
Blutdruck) zusammen mit dem Datum und der Uhrzeit.
Am besten messen Sie den Blutdruck immer morgens gleich nach
dem Aufstehen.
Zu hohe oder zu tiefe Werte – was nun?
Falls bei Ihnen einmalig ein Blutdruckwert von 140/90 mmHg oder
höher gemessen wurde, bedeutet das noch nicht, dass ein Bluthochdruck vorliegt. Erst wenn die Blutdruckwerte bei mehrmaligem Messen zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Tagen
140/90 mmHg oder höher sind, besteht der Verdacht auf Bluthochdruck. Erhöhte Blutdruckwerte sollten Sie unbedingt vom Arzt
abklären lassen. Er wird mit Ihnen die weiteren Massnahmen
besprechen. Bluthochdruck sollte auf jeden Fall behandelt werden,
um das erhöhte Risiko für Hirnschlag und andere Herz-KreislaufKrankheiten zu senken.
Bei leichtem Bluthochdruck (Werte bis 159/99 mmHg) können Änderungen des Lebensstils dazu beitragen, den Blutdruck auf normale
Werte zu senken. Dazu gehören Reduktion von Übergewicht, regelmässige Bewegung, ausgewogene Ernährung mit reduziertem Konsum von Salz und Alkohol, Rauchstopp und genügend Entspannung.
Bei mässigem bis schwerem Bluthochdruck (Werte ab 160/100 mmHg)
reichen Änderungen des Lebensstils für eine Normalisierung des
Blutdrucks meistens nicht mehr aus. Hier ist der Einsatz von blutdrucksenkenden Medikamenten nötig, um schwerwiegende Folgen des
Bluthochdrucks zu vermeiden. Nehmen Sie die Medikamente nach
Vorschrift ein, unterbrechen Sie Ihre Therapie nicht ohne Einverständnis des Arztes und gehen Sie regelmässig zur Kontrolle.
Manche Personen haben einen tiefen Blutdruck (Werte niedriger als
120/80 mmHg). Aus medizinischer Sicht ist ein tiefer Blutdruck unbedenklich und sogar vorteilhaft für Herz und Gefässe, auch wenn die
Symptome (z.B. Schwindel) teilweise sehr unangenehm sind und die
Lebensqualität etwas beeinträchtigen. Einfache Massnahmen wie
erhöhte Salzzufuhr, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (2 bis 2,5 Liter
am Tag), körperliches Training, Hydrotherapie (Wechselduschen,
Kneippkuren, Sauna) und Kraftgymnastik sind oft hilfreich bei
Beschwerden.
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Aktiv gegen Herzkrankheiten und Hirnschlag
Die Schweizerische Herzstiftung gibt regelmässig Aufklärungsmaterialien heraus, um Patienten und gesunde Personen umfassend
und objektiv über Behandlung und Vorbeugung von Herz-KreislaufErkrankungen zu informieren. Darüber hinaus unterstützt die Herzstiftung Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Krankheiten. Für beide Aufgaben werden Jahr für Jahr hohe Geldsummen
benötigt. Mit einer Spende helfen Sie uns, die Tätigkeit im Dienste
von Betroffenen und der gesamten Bevölkerung fortzuführen. Für
Ihre Unterstützung danken wir Ihnen herzlich.
Diese Information entstand in Zusammenarbeit mit folgenden medizinischen
Fachgesellschaften:
Schweizerische Gesellschaft für Allgemeinmedizin (SGAM)
Schweizerische Gesellschaft für Innere Medizin (SGIM)
Schweizerische Gesellschaft für Kardiologie (SGK)
Schweizerische Hypertonie-Gesellschaft (SHG)
Schweizerische Hirnschlaggesellschaft (ehemals: Zerebrovaskuläre
Arbeitsgruppe der Schweiz ZAS)
15
Schweizerische
Herzstiftung
Aktiv gegen Herzkrankheiten und Hirnschlag
Schweizerische Herzstiftung
Schwarztorstrasse 18
Postfach 368
3000 Bern 14
Telefon 031 388 80 80
Telefax 031 388 80 88
info@swissheart.ch
www.swissheart.ch
Beratung am Herztelefon 0848 443 278 durch unsere Fachärzte
jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr
Schriftliche Antwort auf Ihre Fragen in unserer Sprechstunde
auf www.swissheart.ch/sprechstunde oder per Brief
Die Schweizerische Herzstiftung ist seit 1989 ZEWO-zertifiziert.
Das Gütesiegel steht für:
•
zweckbestimmten, wirtschaftlichen und wirksamen Einsatz Ihrer Spende
•
transparente Information und aussagekräftige Rechnungslegung
•
unabhängige und zweckmässige Kontrollstrukturen
•
aufrichtige Kommunikation und faire Mittelbeschaffung
© Schweizerische Herzstiftung, November 2015
Spendenkonto PK 30-4356-3
IBAN CH21 0900 0000 3000 4356 3
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