307 ANNETTE BECKER geboren 1968, ist - Referenz

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autorinnen und autoren
ANNETTE BECKER
geboren 1968, ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und hat einen Master
für Public Health mit Schwerpunkt Gesundheitsökonomie und Epidemiologie. Seit 2010 hat sie eine Professur für Prävention und Behandlung
chronischer Krankheiten in der Abteilung Allgemeinmedizin der Philipps-­
Universität Marburg. Wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit in Forschung
und Lehre ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Gesundheitsvorsorge und Früherkennung.
FRIEDRICH BREYER
geboren 1950, ist Gesundheitsökonom und seit 1992 Ordinarius für Volkswirtschaftslehre an der Universität Konstanz. Er ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
und war zwischen 2006 und 2009 Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheitsökonomie im Verein für Socialpolitik. 2008 gründete er die Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (DGGÖ) mit, deren Vorsitzender
er von 2012 bis 2013 war. Seit zehn Jahren beschäftigt er sich mit der
Frage, wie dem Mangel an Spenderorganen begegnet werden kann.
MICHAELA EIKERMANN
geboren 1973, ist Ärztin und leitet seit 2010 die Abteilung für evidenz­
basierte Versorgungsforschung am Institut für Forschung in der operativen
Medizin der Universität Witten/Herdecke. Sie ist Sprecherin des Fachbereichs „Operative Fächer“ und Beisitzerin im Vorstand des Deutschen
Netzwerks evidenzbasierte Medizin (DNEbM). In der Medizin, davon ist
sie überzeugt, wird nach wie vor viel geglaubt, gesehen, vertraut und gemacht. Zu einer qualitativ hochwertigen, gerechten und patientenorientierten Versorgung gehört aber auch die Berücksichtigung dokumentierter
Daten aus klinischer Forschung. Auf dem Feld der Transplantationsme­
dizin, so ihre Hoffnung, kann das Bekenntnis zu einer evidenzbasierten
Versorgung eine Chance sein, das verlorene Vertrauen der Menschen wiederherzustellen.
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autorinnen und autoren
THOMAS GUTMANN
geboren 1964, ist Professor für Bürgerliches Recht, Rechtsphilosophie
und Medizinrecht an der Westfälischen Universität Münster. Er schreibt
seit 20 Jahren über ethische und rechtliche Fragen der Transplantationsmedizin und ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Legal Boundaries for
Organ Transplantation in Europe“ der Sektion „Ethical, Legal and Psychosocial Aspects of Transplantation (ELPAT)“ der European Society for
Organ Transplantation (ESOT).
HEIKE HAARHOFF
geboren 1969, ist Diplom-Journalistin und Politikwissenschaftlerin und
arbeitet als gesundheitspolitische Redakteurin bei der tageszeitung in Berlin. Sie setzt auf Vernunft und gibt insofern die Hoffnung nicht auf, dass
die Debatte um ein gerechtes Transplantationssystem – auch dank kritischer Berichterstattung – eines Tages ehrlich und gesellschaftspolitisch
geführt wird, orientiert am Wohl derjenigen, deren Leben auf dem Spiel
steht: der Patienten.
CAROLA SEIFART
geboren 1967, hat Rechtswissenschaften und Medizin studiert und ist
Fachärztin und Privatdozentin für Innere Medizin und Lungenerkrankungen. Schon immer hatte sie großes Interesse an medizinethischen Fragen,
so dass sie im Jahr 2009 aus einem rein klinischen Arbeitsfeld an der Philipps-Universität Marburg in die Geschäftsführung der Ethikkommission
wechselte und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angewandte Ethik studierte; sie schloss mit dem Master ab. Sie arbeitet wissenschaftlich an medizinethischen Fragestellungen.
SIBYLLE STORKEBAUM
geboren 1946, hat in München als Psychologin 20 Jahre lang Patientinnen und Patienten vor und nach der Transplantation betreut. Sie wäre
froh, wenn sich die Organtransplantation als Übergangstherapie überflüssig machen würde und von fortschrittlicheren und für Menschen psychisch wie physisch erträglicheren Alternativen der Lebensrettung ersetzt
werden könnte.
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autorinnen und autoren
OLIVER TOLMEIN
geboren 1961, ist promovierter Jurist und vertritt als Fachanwalt für Medizinrecht vor allem die Interessen von Menschen mit Krankheiten oder
Behinderungen in der Kanzlei Menschen und Rechte, die er 2007 in
Hamburg mit zwei Kolleginnen gründete. Er ist außerdem Lehrbeauftragter am Zentrum für Medizinrecht der Georg-August-Universität Göttingen, Sprecher der Sektion Rechtsberufe der Deutschen Gesellschaft für
Palliativmedizin und war Sachverständiger unter anderem bei Anhörungen zur Reform des Transplantationsgesetzes im Deutschen Bundestag.
Der Autor mehrerer Bücher ist zudem seit 1984 als Journalist tätig. Er
schreibt vor allem für FAZ, WDR, konkret und Dr. med. Mabuse mit dem
Themenschwerpunkt Bioethik.
ANDREAS UMGELTER
geboren 1966, ist Privatdozent für Innere Medizin in München und betreut als Gastroenterologe Patientinnen und Patienten mit terminalen Lebererkrankungen vor und nach der Transplantation. Er wünscht sich, dass
die Entscheidung darüber, wer leben darf und wer sterben muss, nicht irgendwie getroffen wird, und findet, dass sie jeden etwas angeht.
WILHELM VOSSENKUHL
geboren 1945, ist emeritierter Professor für Philosophie an der Ludwig-­
Maximilians-Universität München. Er war Mitgründer und zwischen
2005 und 2011 erster Sprecher für das Münchner Kompetenzzentrum
Ethik (MKE) und hat zahlreiche Publikationen zu den ethischen Aspekten der Organspende und Transplantationsmedizin verfasst.
JULIA WUTTKE
geboren 1975, ist promovierte Juristin und leitet das Büro des grünen
Bundestagsabgeordneten Dr. Harald Terpe MdB. Als wissenschaftliche
Mitarbeiterin hat sie in den letzten Jahren neben der Organspende zahlreiche weitere Gesetzentwürfe zu medizinethischen Fragen begleitet, so
etwa zur Patientenverfügung und zur Präimplantationsdiagnostik. Trotz
des phlegmatischen Umgangs politischer Entscheidungsträger mit den
jüngsten Skandalen hat sie die Hoffnung auf ein qualitativ hochwertiges,
gerechtes und gut kontrolliertes Transplantationswesen in Deutschland
noch nicht aufgegeben.
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