Dreiklang mit Pfiff kam gut an Senioren besuchen Nidwalden

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SEMPACH
24. SEPTEMBER 2015 • SEMPACHER WOCHE / SURSEER WOCHE / TRIENGER WOCHE
Auf dem Bauernhof
wurde gemostet
21
Dreiklang mit Pfiff kam gut an
SEMPACH DIE ERSTE SAISON DER TUCHLAUBENKONZERTE IST ZU ENDE
KREIS JUNGER ELTERN Kinder
und Eltern stellten auf einem
Sempacher Bauernhof selber feinen Saft aus Birnen und Äpfeln
her. Ein Tag mit viel Gesundem
aus der Natur.
Am letzten Samstag trafen sich knapp
30 Kinder mit ihren Eltern auf Einladung des Kreises junger Eltern (KJE)
zum Mosten auf dem Bauernhof von
Lisbeth und Hans Frey im Längmoos,
Sempach. Nach einer kurzen Einführung ging es erst einmal darum, genügend Äpfel und Birnen auf dem Feld
einzusammeln. Im Anschluss wurde
die Ernte von der Gruppe zur Scheune befördert, wo das Obst zuerst zerkleinert und dann in einem Fass gepresst wurde. Das Resultat war ein
erfrischender und leckerer Saft, den
sogleich alle probieren durften. Die
Kinder und Eltern kamen damit nicht
nur in den Genuss des Saftes, sondern erhielten auch wertvolle Informationen über dessen Herstellung.
Abgerundet wurde der Besuch durch
ein reichhaltiges Znüni mit Äpfeln
und selbst gebackenem Zopf. Im Anschluss durften die Kinder spielen
und die Tiere auf dem Bauernhof anschauen. Ein Highlight dabei waren
sicher die vor Kurzem geborenen FerSABRINA BÜHLER
kel.
Hans Frey zieht die Blicke der interessierten Eltern und Kinder auf sich. FOTO ZVG
Pro Senectute unterstützt Senioren
SEMPACH Jeder achte Mensch in der
Schweiz ist von Armut im Alter betroffen. Steigende Mietpreise, hohe
Pflegekosten bei Krankheit oder Überforderung mit administrativen Aufgaben können Gründe für finanzielle
Probleme von älteren Menschen sein.
Pro Senectute Kanton Luzern schaut
hin und hilft Seniorinnen und Senioren, die in Not geraten sind – diskret,
schnell und unbürokratisch. In der
Gemeinde Sempach findet deshalb im
Oktober die traditionelle Haussammlung durch freiwillige Helferinnen
statt. Ihre Spende hilft mit, die materielle Existenz von vielen älteren Menschen zu sichern, Perspektiven zu vermitteln und ihre Lebensfreude zu
verbessern. Wie jedes Jahr kommt ein
Teil des gesammelten Geldes der Altersarbeit in der Gemeinde zugute.
LISBETH STOCKER
PRÄZISIERUNG
Lärmemissionen,
nicht Verkehr
SEMPACH In der Ausgabe vom vergangenen Donnerstag, 17. September,
publizierten wir einen Artikel zur
Idee des Stadtrates, das Städtli Sempach an Wochenenden autofrei zu machen. Als Vertreter des Gewerbes sagte
Franz Willi, Inhaber der Bäckerei Willi, unter anderem, die heutigen Betriebe seien darauf angewiesen, dass die
Stammgäste mit dem Auto zufahren
könnten, sonst könnten sie die langen
Wintermonate nicht überleben. Wir
schrieben, Willi befürchte, dass diese
Betriebe durch Eventgastronomie ersetzt würden, was viel mehr Verkehrsemissionen bringe. Diese Umschreibung war nicht korrekt. Franz Willi
meinte nicht Mehrverkehr, sondern in
erster Linie Emissionen durch Lärm.
Wir bitten die unpräzise Wiedergabe
RED
zu entschuldigen.
Das Credo bleibt dasselbe
TUCHLAUBENKONZERTE PROGRAMM 2016
Eine junge Schweizer Pianistin
eröffnet die Konzerte in der
Tuchlaube im nächsten Jahr.
Weiter kommt es zu einer Uraufführung und der volksmusikalische Farbtupfer fehlt ebenfalls nicht.
Das Balasz Nemes Quintett eröffnete die Tuchlauben-Konzertreihe.
Überraschende Blechbläsermusik, zur Klassik gewordener
Pop, Volksmusik mit dem gewissen Etwas: Die Sempacher Tuchlaubenkonzerte lockten rund
260 Menschen ins Rathaus. Die
Organisatoren ziehen ein positives Fazit des ersten Jahres.
Den Auftakt gemacht hatte im Januar
ein Blechbläserquintett um den ungarischen Trompeter Balasz Nemes.
Dazu zählte auch der Sempacher Albert Benz, der im Vorstand des Vereins Tuchlaubenkonzerte sitzt. Die
fünf Berufsmusiker spielten sowohl
barocke wie moderne Stücke und gar
solche, die für Streicher geschrieben
worden waren. Schon mit der Premiere der Tuchlaubenkonzerte löste der
Verein sein Versprechen ein, kleine,
feine Konzerte gespickt mit Überraschungen zu präsentieren.
Im März folgte das Wagnis des Pianisten Simon Bucher und der Sängerin
Stephanie Szanto, musikalisch dürftige Eurotrash-Hitparadenstürmer der
90er-Jahre als berauschende klassische Stücke darzubieten. Den Abschluss machte kürzlich die Volksmusikformation «Ils Fränzlis da Tschlin»
aus dem Unterengadin, welche in ihre
Arrangements auch andere Musikstile
einflocht.
Mutige Organisatoren
«Wir sind mit der ersten Saison der
Tuchlaubenkonzerte sehr zufrieden»,
sagt der Präsident des Vereins, der
Neuenkircher Michael Kahlert. Mit
rund 260 Leuten über alle drei Konzerte verzeichnete man bereits ein ansehnliches Publikum. Beim zweiten
Konzert mit der «Eurotrash-Klassik»
hinkte der Zuspruch aber etwas hintennach. «Vielleicht war dieses Konzert schon etwas gar mutig», räumt
Kahlert ein. Dass auch hierbei die
FOTO WY/ARCHIV
Qualität überzeugend war, davon
zeugte die helle Begeisterung des Publikums. «Wir wollen mit unseren Konzerten auch Menschen ansprechen,
die sonst weniger mit klassischer Musik in Berührung kommen.» Es brauche aber eine gewisse Zeit, bis sich ein
genügend grosses Vertrauen eingestellt habe, dass man an die Tuchlaubenkonzerte gehen könne, ohne genau
zu wissen, was einen erwarte. Rückmeldungen von Konzertbesuchern
seien aber allesamt positiv gewesen,
ergänzt Kahlert.
Tuchlaube bewährte sich
Laut Michael Kahlert war das Publikum bunt durchmischt, jeder habe sein
Konzert gefunden. Auch zugutegekommen sei dem Verein das Lokal der
Tuchlaube. «Wir dürften ebenfalls jene
Menschen als Gäste begrüssen, die sich
in erster Linie einfach ein Konzerterlebnis in der schönen Tuchlaube zu
Gemüte führen wollten.» Das Rathaus
habe sich nicht nur wegen der zentralen Lage und der stimmungsvollen Atmosphäre bewährt. «Die Tuchlaube genügte auch akustisch für sämtliche
Arten der Musik vollends.»
Defizit im ersten Jahr
Trotz des ansehnlichen Publikumsaufmarsches resultiert im ersten Jahr der
Tuchlaubenkonzerte ein Defizit, welches der Verein trägt. «Wir werden
uns noch um weitere finanzielle Unterstützung bemühen», sagt Michael
Kahlert. Auch sei nach wie vor jedes
neue Mitglied im Verein herzlich willkommen. Momentan zählt der Verein
rund 50 Personen. Klar ist, dass der
Verein Tuchlaubenkonzerte auch mit
dem Programm 2016 (siehe Kasten)
seinem Credo treu bleibt, Konzerte
mit vielfältiger Musik von hoher Qualität und experimentellem Einschlag
GERI WYSS
durchzuführen.
Die 21-jährige Mélodie Zhao ist eine
aufstrebende Pianistin. Die Schweizerin chinesischer Abstammung hatte bereits mit sechs Jahren in Peking
ihr viel umjubeltes Debüt auf dem
Klavier gegeben. Vor allem in der
Westschweizer Presse hat Mélodie
Zhao schon grosse Beachtung gefunden. Die Schwerpunkte im Repertoire der gebürtigen Fribourgerin
sind hochvirtuose Werke verschiedener Stilrichtungen aus allen Epochen. Sie gibt sowohl Solokonzerte
als auch Konzerte mit Orchester und
Kammermusik. Das Klavierrezital in
der Tuchlaube mit Werken von Ludwig van Beethoven, Johannes
Brahms, Franz Schubert, George
Gershwin und Mélodie Zhao selber
geht am Sonntag, 24. Januar 2016,
um 17 Uhr über die Bühne.
Vertonte Sempacher Schlacht
Das Ensemble Kalydon tritt am
Samstag, 25. Juni, um 20 Uhr auf.
Das Trio mit der Sopranistin Katharina Benz, Trompeter Albert Benz und
André Ducommun am Klavier wird
voraussichtlich noch vier weitere
Musiker um sich scharen und Werke
von Dimitri Shostakovich, Karl Jenkins und Barbara Strozzi spielen.
Das siebenköpfige Ensemble wird
das bisher grösste sein, das in der
Tuchlaube auftritt. Ein ganz besonderer Programmpunkt ist die Uraufführung des rund 15-minütigen
Stücks des Sempachers Alban Müller, «Trümmer und Fetzen zum 9.
Juli 1386». Es ist die Maturaarbeit
Müllers, in welcher er sich musikalisch mit der Schlacht von Sempach
auseinandersetzt und dabei auch auf
bestehende Kompositionen zu dem
historischen Ereignis zurückgreift.
«Das zweite Tuchlaubenkonzert mit
dem Ensemble Kalydon wird das experimentellste im nächsten Jahr
sein», stellt Michael Kahlert in Aussicht.
Am Samstag, 24. September, um 17
Uhr steht wieder die Volksmusik im
Vordergrund. Die Husistein-Musik
gibt Tanzweisen aus dem wiedergefundenen Notenschatz der gleichnamigen Formation zum Besten. Die Husistein-Musik war im 19. Jahrhundert
im Luzerner Hinterland legendär. WY
Verein Sempacher Tuchlaubenkonzerte,
Schlichtimatte 18, 6203 Sempach Station,
www.tuchlaubenkonzerte.ch.
Mit Mélodie Zhao kommt eine Schweizer Jungpianistin, die für Aufsehen sorgt, in die
Sempacher Tuchlaube.
FOTO ZVG
VERGISSMEINNICHT
Senioren besuchen Nidwalden
AKTIVES ALTER DAS PROGRAMM IM OKTOBER
Das Aktive Alter Sempach hält
auch im Oktober wieder ein attraktives Programm bereit.
JAHRESAUSFLUG: Donnerstag, 1. Oktober, Ausflug nach Stans. Abfahrt um
13.15 Uhr ab Parkplatz Seevogtei.
Rückkehr um ca. 19 Uhr beim Parkplatz Seevogtei. Kostenbeteiligung 30
Franken pro Person inklusive Carfahrt, Zobig-Plättli und Führung in
Stans. Anmeldung bis spätestens
Montag, 28. September, anDoris Furrer, 041 460 10 41, E-Mail: drfurrer@
bluewin.ch, oder an Vreni Bisel, 041
460 14 53.
SENIOREN-MITTAGESSEN: Donnerstag, 8.
Oktober, 11.45 Uhr im Meierhöfli. Anmeldung bei Vreni Bisel, 041 460 14
53, oder direkt im Meierhöfli, 041 462
67 67.
TURNEN:
Während
den Schulferien
(bis 11. Oktober) entfällt das Turnen.
Männer sonst jeden Dienstag von 8 bis
8.50 Uhr in der Turnhalle Felsenegg.
Frauen sonst jeden Montag von 8 bis
8.50 Uhr und jeden Mittwoch von
13.50 bis 14.50 Uhr in der Turnhalle
Tormatt.
Treffpunkt um 16.30 Uhr beim Parkplatz Seevogtei. Auskunft: Berta Wey,
041 460 03 90.
Freitag, 2. und 16. Oktober, von 14.30 bis 16.30 Uhr im Meierhöfli-Saal. Kontaktperson: Bernadette
Fleischlin, 041 460 19 30.
INDOOR-ROWING:Jeden
Donnerstag, 15. Oktober.
Treffpunkt um 13.30 Uhr beim Parkplatz Seevogtei. Anmeldung bei Marianne Janssen, 041 460 06 83.
WANDERN:
SINGEN:
Donnerstag,
jeweils von 9 bis 10 Uhr im Trainingsraum (Ergometer-Rudern) des Seeclubs Sempach. Neue Teilnahmeinte­
ressierte melden sich bitte beim Leiter
Dr. med. Hans Martin Strebel, 041 460
06 83.
Dienstag,
6. und 20. Oktober, jeweils von 17 bis
18 Uhr im SPZ-Hallenbad Nottwil.
Es sind alle in Sempach wohnenden
Seniorinnen und Senioren 60+ eingeladen, sich an den Anlässen und Aktivitäten zu beteiligen. Es ist keinerlei
PD
Mitgliedschaft erforderlich.
VOLKSTANZ:
9. Oktober im Restaurant Vogelsang, Eichberg. Treffpunkt um 13.30 Uhr bei der AviaTankstelle. Kontaktperson: Alfred
Helfenstein, 041 460 12 20.
Zählt zu den Angeboten des Aktiven Alters Sempach: Indoor-Rudern. FOTO ZVG
KEGELN:Freitag,
Montag, 12. Oktober, von 15
bis 16 Uhr im Meierhöfli-Saal. Kontaktperson Vreni Bisel, 041 460 14 53.
SCHWIMMEN/AQUA-FITNESS:
Dienstag, 13. Oktober, ab
14.30 Uhr im Meierhöfli.
JASSEN:
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