ZUM NACHLESEN UND PUNKTEN Was gab es Neues auf dem

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10. Jahrgang, 1. Ausgabe 2016, 25-45
- - - Rubrik Neue Arzneimittel - - -
Was gab es Neues auf dem
Arzneimittelmarkt 2015
Teil 2: Stoffwechselerkrankungen
Hypercholesterolämie
Diabetes mellitus Typ 2
Evolocumab
Empagliflozin
Alirocumab
Dulaglutid
Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
26
Was gab es Neues auf dem
Arzneimittelmarkt 2015
Stoffwechselerkrankungen
Prof. Dr. Georg Kojda
Fachpharmakologe DGPT,
Fachapotheker für Arzneimittelinformation
Institut für Pharmakologie und klinische Pharmakologie
Universitätsklinikum, Heinrich-Heine-Universität
Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf
[email protected]
*Aus einem Vortrag des Autors vom 25.01.2016 im großen Hörsaal des LFI der
Universitätsklinik Köln (organisiert durch Apothekerkammer Nordrhein/Apothekerverband
Köln e.V./Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein Bezirksstelle Köln)
Den Fortbildungsfragebogen zur Erlangung eines Fortbildungspunktes zum
Fortbildungstelegramm Pharmazie finden Sie hier:
http://www2.hhu.de/kojda-pharmalehrbuch/FortbildungstelegrammPharmazie/Kurzportraet.html
Titelbild : Universitätsbibliothek New York , Urheber: Photoprof, Lizenz: Fotolia
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Was gab es Neues auf dem
Arzneimittelmarkt 2015?
Prof. Dr. Georg Kojda
Fachpharmakologe, Fachapotheker für Arzneimittelinformation
Fortbildungsbeauftragter Apothekerkammer Nordrhein, Apothekerverband Köln e.V.
Herausgeber „Fortbildungstelegramm Pharmazie“
Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmakologie,
Universitätsklinikum, Düsseldorf,
Fortbildungsvortrag vom 25.01.2016 organisiert durch Apothekerkammer Nordrhein,
Apothekerverband Köln e.V., Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Bezirksstelle Köln
Der Autor erhielt Forschungsgelder1 sowie dienstlich genehmigte Beratungs-2
und Referentenhonorare3 von folgenden Arzneimittelherstellern:
Actavis1, Allergan2, Boehringer3, Mundipharma3, Schwarz Pharma1, Pfizer1,2, Shire1
Wichtige Hinweise
Für die Nutzung dieses Dokumentes gelten die Nutzungsbedingungen, einsehbar unter
http://www2.hhu.de/kojda-pharmalehrbuch/FortbildungstelegrammPharmazie/impressum.html
Für die Angaben in diesem Dokument gilt der Disclaimer, einsehbar unter
http://www2.hhu.de/kojda-pharmalehrbuch/impressum/Disclaimer.html
Insbesondere soll hier Folgendes noch einmal betont werden (Disclaimer):
„In keinem Falle stellen Informationen zu Arzneimitteln oder sonstigen medizinischen
Produkten Empfehlungen oder eine Werbung für Präparate oder Produkte dar. Gleichfalls
ersetzen die Informationen nicht eine individuelle fachliche Beratung durch einen Arzt oder
Apotheker. Der Inhalt von www.kojda.de darf nicht dazu verwendet werden, eigenständig
Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.“
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Übersicht
Hinweise
Zeitraum
Die Auflistung beinhaltet erstmals auch neue Arzneistoffe aus
2015, deren Ausbietung zum 01.01.2016 erfolgte (Efmoroctocog
alpha und Sacubitril/Valsartan). Die Kombination aus
Ceftolozan/Tazobactam (Zerbaxa®) wurde nicht aufgenommen.
Erweiterung
Die Auflistung beinhaltet ebenfalls neue Impfstoffe (Neisseria
meningitidis der Gruppe C [Stamm C11] konjugiert) sowie
autologe menschliche Hornhautepithelzellen (erste
Stammzelltherapie).
Kosten
Die Berechnung der Tages-Therapiekosten erfolgte auf der Basis
des Apothekenverkaufspreises des jeweils größten erhältlichen
Packung und der vom Hersteller empfohlenen Dosierung.
Übersicht
38 neue Arzneistoffe in 2015
(12 Zytostatika, 11 Orphan-Drugs!)
Seltene Erkrankungen
Antiinfektiva
Zytostatika
Asfotase alfa (Strensiq®)
Efmoroctocog alfa (Elocta®)
Eliglustat (Cerdelga®)
Idebenon (Raxone®)
Lumacaftor / Ivacaftor (Orkambi®)
Nintedanib (Ofev®)
Sebelipase alfa (Kanuma®)
autologe menschliche
Hornhautepithelzellen (Holoclar®)
Dasabuvir (Exviera®)
Isavuconazol (Cresemba®)
Ombitasvir in Kombination
mit Paritaprevir und
Ritonavir (Viekirax®)
Paritaprevir (Viekirax®)
Tedizolid (Sivextro®)
Blinatumomab (Blincyto®)
Carfilzomib (Kyprolis®) O
Ceritinib (Zykadia®)
Cobimetinib (Cotellic®)
Lenvatinib (Lenvima®) O
Nintedanib (Vargatef®)
Nivolumab (Opdivo®)
Olaparib (Lynparza®) O
Panobinostat (Farydak®) O
Pembrolizumab (Keytruda®)
Ramucirumab (Cyramza®)
Trametinib (Mekinist®)
Andere
Stoffwechsel
(Praluent®)
Alirocumab
Evolocumab (Repatha®)
Dulaglutid (Trulicity®)
Herz-Kreislauf
Cangrelor (Kengrexal®)
Edoxaban (Lixiana®)
Sacubitril/Valsartan (Entresto®)
Naloxegol (Moventig®)
Neisseria meningitidis
der Gruppe C (Stamm C11)
konjugiert (Menjugate®)
Netupitant (Akynzeo®)
Nonacog gamma (Rixubis®)
Safinamid (Xadago®)
Vasopressin (Empressin®)
Vortioxetin (Brintellix®)
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Übersicht
Frühe Nutzenbewertung nach AMNOG
erheblich > beträchtlich > gering und nicht quantifizierbar (z.B. bei Orphan-Drugs)
Bewertung erfolgt im Verhältnis zur „zweckmäßigen Vergleichstherapie“.
Prüfung des Dossiers
innerhalb von 3 Monaten
Erstattungsbetragsverhandlungen bis 12. Monat
Schiedsspruch bis 15. Monat
Anhörung und Beschluss
zwischen 4. – 6. Monat
IQWiG
Einigung
G-BA
Dossier
Einigung
Klage oder
Marktrücknahme
Marktrücknahme
durch Hersteller
möglich
Abb. modifiziert nach: http://www.vfa.de/de/download-manager/_infografik-amnog-fruehe-nutzenbewertung.pdf
Übersicht
Gruppe Stoffwechselerkrankungen
Fortschritte bei der Behandlung von Fett-Stoffwechselstörungen
Vollständige Liste erhältlich unter: http://www2.hhu.de/kojda-pharmalehrbuch/fortbildungkoeln/index.html
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Evolocumab (Repatha®)
Arzneistoff
Evolocumab (Repatha®)
Indikation
Hypercholesterinämie (heterozygot familiär
und nicht-familiär) und gemischte
Dyslipidämie
(meistens in Kombination mit einem Statin)
Abb. aus: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=59933
Homozygote familiäre Hypercholesterinämie
Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahren
(meistens in Kombination mit einem Statin)
Zusatznutzen
Hersteller
nicht belegt (IQWiG)
Amgen GmbH
Familiäre Hypercholesterolämie
Fallbeispiel
18 Jahre alte chinesische Patientin mit
familiärer Hypercholesterolämie
seit 4 Jahren schmerzhafte Gelenkschwellungen
wurde mit Xanthomen geboren, die mit
zunehmendem Alter größer wurden
Bruder starb mit 30 Jahren an Herzinfarkt
vergrößerte Gelenke an Händen und Füßen und
erosive Läsionen an den Grundgelenken
(Metatarsophalangealgelenke)
Labor:
Cholesterol: 669 mg/dl (=17,3 mM)
LDL: 338 mg/dl (=8,7 mM)
Triglyceride und HDL waren normal
Behandlung mit Simvastatin und
Acetaminophen
Nach 4 Wochen Therapie Verbesserung der
Arthritis und Senkung des Cholesterols auf
258 mg/dl
Abb. aus: Li SG. N Engl J Med 2009;360:1885-1885
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Familiäre Hypercholesterolämie
Die FH ist weltweit die häufigste genetische Erkrankung.* In Europa sind
ca. 1.000.000 und in Deutschland ca. 160.000 Menschen davon betroffen.
Genetische Defekte im Fettstoffwechsel
Kreislauf des Fettstoffwechsels mit Absorption von Nahrungsfetten, hepatischer Freisetzung von VLDL, Bildung
von LDL sowie Protein-Defekten, die z.B. Erkennung oder zelluläre Aufnahme von LDL vermindern. Vermehrt
zirkulierendes LDL fördert die Bildung einer Atherosklerose.
*bei Heterozygotie
Abb. modifiziert nach: Nabel E. N Engl J Med 2003;349:60-72
Familiäre Hypercholesterolämie
Genetische Ursachen der Hypercholesterolämie
Auch Mischformen von Hyperliproteinämien können genetische Ursachen haben.
Erkrankung (Inzidenz)
Genmutation
Mechanismus
Cholesterol
Familiäre Hypercholesterolämie*
heterozygot (1:500)
homozygot (1:1.000.000)
LDL-Rezeptor
LDL-Rezeptormangel
(mg/dl)
und/oder Defekt
300
(teilweise oder vollständig)
650
Familiärer APOB-100 Ligandendefekt
heterozygot (1:750 bis 1:1.000)
homozygot (1:1.000.000)
APOB-100
keine Bindung von LDL
an LDL-Rezeptor
(mg/dl)
275
325
Autosomal-rezessive
Hypercholesterolämie (ARH)
(<1:10.000.000)
hepatisches
Adaptorprotein
verminderte
LDL-Rezeptor-Aktivität
(mg/dl)
650
Sitosterolämie (<1:1.000.000)
ABCG5, ABCG8
(ATP-Bindungs
Cassette)
Sterolausscheidung über
Galle und Darm gering
(mg/dl)
150-650
*defektes APO-Lipoprotein B-100, ARH sowie aktivierende Mutationen der PCSK9 (siehe unten)
werden heute unter der Bezeichnung „Familiäre Hypercholesterolämie“ (FH) zusammengefasst.
siehe auch: Nabel E. N Engl J Med 2003;349:60-72,
Thompson et al., Curr Opin Lipidol. 2010 Dec;21(6):492-8
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Familiäre Hypercholesterolämie
Entstehung, Funktion, Recycling und Mutationen ( )
des LDL-Rezeptors
Hemmung der
Synthese
Nach Bindung von LDL wird der
LDL-Rezeptor (LDL-R) in einem
Clathrin Vesikel über Endozytose
aufgenommen (coated vesicle).
Hemmung des
Transportes
Dieses wird nach raschem Zerfall
der Clathrin-Hülle und Fusion zu
einem aziden Endosom.
Durch den niedrigen pH-Wert
trennt sich LDL vom Rezeptor.
Hemmung der
LDL-Bindung
Hemmung des
Recyclings
Hemmung der
Endozytose
Sowohl die Synthese als auch die Wiederverwertung des
LDL-R wird durch verschiedene Mechanismen reguliert,
die durch Mutationen (>1.000) gehemmt werden
Der LDL-R wird entweder recycelt
oder abgebaut.
LDL wird im Lysosom zu
Cholesterol und Triglyceriden
gespalten, welches dann, z.B. in
Hepatozyten, für die Synthese von
Gallensäuren und VLDL zur
Verfügung steht.
Abb. modifiziert nach: Braunstein & Gold, Science 1986
Nobelpreis Medizin 1985
Evolocumab (Repatha®)
Die Serinprotease PCSK9* vermindert die Dichte hepatischer LDL-Rezeptoren
im Sinne einer physiologischen Gegenregulation.
Hepatozyt
LDLRezeptoren
Translation von
weiteren Proteinen,
die an der zellulären
Homöostase von
Cholesterol beteiligt
sind
mehr LDL-R, weniger LDL
weniger koronare Ereignisse
inaktivierende PCSK9 Mutation
PCSK9*
Zellkern
Zellkernhülle
Cholesterolmangel
Zellkernporen
aktivierende PCSK9 Mutation
weniger LDL-R, mehr LDL
mehr koronare Ereignisse
Chromosomen
LDL-R Transkription
Chromatin
LDL-R Translation
*Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9
LDL-R Abbau
Abb. modifiziert nach: Kojda G. Pharmakologie Toxikologie
Systematisch, UNI-MED Verlag, Bremen, 2.Auflage 2002
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Evolocumab (Repatha®)
Kardiovaskuläre Protektion durch inaktivierende
PCSK9-Mutationen
Laborwerte
Surrogatparameter
Daten aus:
Cohen et al., NEJM 2006;354:1264
KHK-Inzidenz
harter Endpunkt Morbidität
(lebenslanger Effekt!)
Evolocumab (Repatha®)
Funktion der PCSK9 und pharmakologische
Interventionen zu deren Hemmung
3
5
4
4
2
1
6
neutralisierende
Antikörper wie
Evolucumab
(1) Die Serin-Protease PCSK9 wird als
Prekursor synthetisiert, um danach
proteolytisch gespalten zu werden, in
der aktiven Form sind die beiden
Spaltprodukte assoziiert
(2) PCSK9 wird in verschiedenen Zellen
synthetisiert aber hautsächlich von
Hepatozyten sezerniert
(3) Bindung an die epidermal growth
factor-like repeat A (EGF-A) Domäne
des LDL-Rezeptor (LDL-R)
(4) führt zum lysosomalen Abbau des
LDL-R-PCSK9-Komplexes
(5) und zur Unterbrechung des LDL-R
Recycling (Recycling s.o.).
(6) Pharmaka zur Hemmung der PCSK9
Synthese sind in klinischer Prüfung.
PCSK9Synthesehemmer
Abb. modifiziert nach: Nat. Rev. Cardiol. 2011
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Evolocumab (Repatha®)
Klinische Wirksamkeit
Phase 3 Studie (Laplace-2)
randomisiert (24 Gruppen), doppelblind, Placebo- und Ezetimib-kontrolliert, 2067 Patienten,
mittleres Alter 60 Jahre; Dauer 12 Wochen, Start LDL-C unter Statin ca. 109 mg/dl
Abb. modifiziert nach:
Robinson et al., JAMA. 2014 May 14;311(18):1870-82
Evolocumab (Repatha®)
Klinische Wirksamkeit
Phase 3 Studie
randomisiert (2:1), kontrolliert, offen,
4.465 Patienten, mittleres Alter 58
Jahre; 80,4% wiesen mindestens einen
kardiovaskulären Risikofaktor auf
primärer Endpunkt war die Evaluierung
der therapeutischen Sicherheit
Verum: 140 mg alle zwei Wochen oder
420 mg pro Monat für 48 Wochen
Standardtherapie: je nach Leitlinien der
Zentren (Statine 70 %, Ezetimib 13 %)
Abb. modifiziert nach Sabatine MS et al N Engl J Med 2015;372:1500-9
Hauptergebnis:
LDL-Cholesterol Senkung um 61% nach
12 Wochen, Stabilität der Senkung über
48 Wochen, insgesamt gute Verträglichkeit (keine Langzeitergebnisse)
Sabatine MS et al N Engl J Med 2015;372:1500-9
Abb. aus: Kempen A, Telhar I. PCSK9 - Ein neuartiger Aspekt bei der Therapie der Hypercholesterolämie. Fortbildungstelegramm Pharmazie 2015;9(6):190-207
http://www2.hhu.de/kojda-pharmalehrbuch/FortbildungstelegrammPharmazie/SerieNeueArzneimittel.html
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Evolocumab (Repatha®)
Klinische Wirksamkeit
Es ist bislang offen, ob die mit Evolucumab erzielbare zusätzliche Senkung des
LDL-C auch mit einer Verminderung von Mortalität und Morbidität verbunden ist!
Post-hoc Analyse
selektive präspezifizierte
Auswertung kardiovaskulärer
Ereignisse wie Tod, Myokardinfarkt, instabile Angina, die eine
Klinikeinweisung erforderte,
koronare Revaskularisation,
Schlaganfall oder transiente
ischämische Attacken sowie
Herzinsuffizienz, welche eine
Klinikeinweisung erforderte
Prospektive Validierung in derzeit
laufenden Phase-3-Studien (u.a.
ClinicalTrial.gov Nummer
NCT01764633)
Abb. modifiziert nach Sabatine MS et al N Engl J Med 2015;372:1500-9
Abb. aus: Kempen A, Telhar I. PCSK9 - Ein neuartiger Aspekt bei der Therapie der Hypercholesterolämie. Fortbildungstelegramm Pharmazie 2015;9(6):190-207
http://www2.hhu.de/kojda-pharmalehrbuch/FortbildungstelegrammPharmazie/SerieNeueArzneimittel.html
Evolocumab (Repatha®)
Nebenwirkungen
„Die am häufigsten berichteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen in pivotalen
Studien mit primärer Hypercholesterinämie und gemischter Dyslipidämie waren bei
den empfohlenen Dosierungen Nasopharyngitis (4,8 %), Infektion der oberen
Atemwege (3,2 %), Rückenschmerzen (3,1 %), Arthralgie (2,2 %), Influenza (2,3 %)
und Übelkeit (2,1 %)
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1% und < 10%):
- Influenza
- Nasopharyngitis
- Infektion der oberen Atemwege
- Hautausschlag
- Übelkeit
- Rückenschmerzen
- Arthralgie
- Reaktionen an der Injektionsstelle (die am häufigsten vorkommenden
Reaktionen an der Injektionsstelle waren Erytheme an der Injektionsstelle,
Schmerzen an der Injektionsstelle und Hämatome an der Injektionsstelle)
ABDA-Datenbank, Fachinformation
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Evolocumab (Repatha®)
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen
Bestandteile
Warnhinweise
Schwangerschaft
Anwendung nur in Ausnahmefällen
Stillzeit
Abwägung von Nutzen des Stillens und therapeutischem Nutzen
Fertilität
keine Daten am Menschen, kein Einfluss in tierexperimentellen
Studien
ABDA-Datenbank, Fachinformation
Evolocumab (Repatha®)
Fazit
Evolocumab ist der erste gegen die PCSK9 gerichtete Antikörper, der in der EU
zugelassen wurde. Es handelt sich um ein neues Wirkprinzip. Die Zulassung
umfasst die Indikationen familiäre und nicht-familiär heterozygote
Hypercholesterinämie und gemischte Dyslipidämie sowie homozygote familiäre
Hypercholesterinämie bei Erwachsenen und Jugendlichen
> 12 Jahren (meistens in Kombination mit einem Statin)
Die add-on-Gabe von Evolocumab zu einer lipidsenkenden Standardtherapie
einschließlich Statine reduziert das LDL um etwas mehr als 60 %. Darüber hinaus
gibt es Hinweise für eine Senkung des kardiovaskulären Risikos um etwa 50 %
bereits nach einem Jahr (post-hoc Analyse!). Dieses Ergebnis wird derzeit
prospektiv untersucht.
Nach bisherigen Daten ergibt sich eine gute Verträglichkeit mit keinen sehr
häufigen und wenigen häufigen Nebenwirkungen, u.a. Nasopharyngitis, Infektion
der oberen Atemwege, Rückenschmerzen, Arthralgie, Influenza und Übelkeit.
Für Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die mit Statinen und Ezetimib
keine ausreichende LDL-Senkung erreichen, könnte Evolocumab eine wichtige
Alternative werden. Voraussetzung ist jedoch der noch ausstehende Nachweis
einer prognostischen Wirkung. Die Therapie kostet 26,01 €/Tag.
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Alirocumab (Praluent®)
Arzneistoff
Alirocumab (Praluent®)
Indikation
Abb. aus:
http://www.multivu.com/players/English/7500451-sanofi-praluent-fda-approval/
Hypercholesterinämie (heterozygot familiär
und nicht-familiär) und gemischte
Dyslipidämie
(meistens in Kombination mit einem Statin)
Homozygote familiäre Hypercholesterinämie
Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahren
(meistens in Kombination mit einem Statin)
Zusatznutzen
Hersteller
nicht belegt (IQWiG)
Sanofi-Aventis Deutschland
Alirocumab (Praluent®)
Klinische Wirksamkeit
Phase 2 Studie
multizentrisch, doppelblind, randomisiert (1:1:1), Placebo-kontrolliert, 92 Patienten mit
primärer (nicht-familiär) Hypercholesterolämie, mittleres Alter 56 Jahre, nur je 5 % mit
koronarer Herzkrankheit und/oder zerebrovaskulärer Erkrankung, LDL>100 mg/dl nach
7 Wochen Behandlung mit 10 mg Atorvastatin pro Tag
Behandlung mit Alirocumab
(REGN727/SAR236553, 150 mg
alle 2 Wochen s.c.) und/oder
Atorvastatin für insgesamt
8 Wochen
Während der Nachbeobachtung
Rückkehr zu vorheriger
Therapie
Hauptergebnis:
LDL-Cholesterol Senkung um
mehr als 50% gegenüber 80
mg/die Atorvastatin, kein
Synergismus, sondern additiver
Effekt zu Atorvastatin
Abb. modifiziert nach Roth EM et al., N Engl J Med 2012; 367:1891-1900
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
LOCF=Last Observation Carried Forward
38
Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Alirocumab (Praluent®)
Klinische Wirksamkeit
Phase 3 Studie
multizentrisch, doppelblind, randomisiert (2:1), Placebo-kontrolliert, 2.341 Patienten mit
heterozygoter familiärer Hypercholesterolämie (17 %), koronarer Herzkrankheit (68,9 %)
und/oder hohem Risiko (41 %) unter Statintherapie (50 % Hochdosis, mittleres Alter 60
Jahre, Ausganswert von LDL: 123 mg/dl, primärer Endpunkt war die Änderung des LDL nach
24 Wochen Therapie (ODYSSEY LONG TERM trial)
Behandlung mit Alirocumab
(150 mg alle 2 Wochen s.c.)
und/oder Atorvastatin für
insgesamt 78 Wochen
Während der Nachbeobachtung
Rückkehr zu vorheriger
Therapie
Hauptergebnis:
LDL-Cholesterol Senkung um
61,8 % gegenüber Placebo
nach 24 Wochen
Abb. modifiziert nach Robinson JG et al., N Engl J Med. 2015;372(16):1489-99
Alirocumab (Praluent®)
Bestätigte schwere kardiovaskuläre Ereignisse
Es ist bislang offen, ob die mit Alirocumab erzielbare zusätzliche Senkung des
LDL-C auch mit einer Verminderung von Mortalität und Morbidität verbunden ist!
Post-hoc Analyse
selektive präspezifizierte
Auswertung kardiovaskulärer
Ereignisse wie Tod durch
koronare Herzkrankheit, nicht
tödlicher Myokardinfarkt, instabile
Angina, die eine Klinikeinweisung
erforderte, sowie tödlicher und
nicht tödlicher Schlaganfall
Prospektive Validierung in einer
derzeit laufenden Phase-3-Studie
(ODYSSEY OUTCOMES trial)
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Alirocumab (Praluent®)
Nebenwirkungen
„Die häufigsten Nebenwirkungen waren lokale Reaktionen an der Injektionsstelle,
klinische Zeichen und Symptome im Bereich der oberen Atemwege und Pruritus. Die
häufigsten Nebenwirkungen, die zu einem Behandlungsabbruch bei mit Praluent
behandelten Patienten führten, waren lokale Reaktionen an der Injektionsstelle.“
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1% und < 10%):
- klinische Zeichen und Symptome im Bereich der oberen Atemwege
(einschließlich überwiegend Schmerzen im Oropharynx, Rhinorrhoe, Niesen)
- Pruritus
- Reaktionen an der Injektionsstelle
(einschließlich Erythem/Rötung, Juckreiz, Schwellung, Schmerzen/Druckschmerz)
ABDA-Datenbank, Fachinformation
Alirocumab (Praluent®)
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen
Bestandteile
Warnhinweise
Schwangerschaft
Anwendung nur in Ausnahmefällen
Stillzeit
Abwägung von Nutzen des Stillens und therapeutischem Nutzen
Fertilität
keine Daten am Menschen, kein Einfluss in tierexperimentellen
Studien
ABDA-Datenbank, Fachinformation
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Alirocumab (Praluent®)
Fazit
Alicuromab ist der zweite gegen die PCSK9 gerichtete Antikörper, der in der EU
zugelassen wurde. Es handelt sich um ein neues Wirkprinzip. Die Zulassung
umfasst die Indikationen familiäre und nicht-familiär heterozygote
Hypercholesterinämie und gemischte Dyslipidämie sowie homozygote familiäre
Hypercholesterinämie bei Erwachsenen und Jugendlichen > 12 Jahren (meistens in
Kombination mit einem Statin)
Die add-on-Gabe von Alicuromab zu einer lipidsenkenden Standardtherapie
einschließlich Statine reduziert das LDL um etwas mehr als 60 %. Darüber hinaus
gibt es Hinweise für eine Senkung des kardiovaskulären Risikos um etwa 50 %
bereits nach einem Jahr (post-hoc Analyse!). Dieses Ergebnis wird derzeit
prospektiv untersucht.
Nach bisherigen Daten ergibt sich eine gute Verträglichkeit mit keinen sehr
häufigen und wenigen häufigen Nebenwirkungen, wie Reaktionen an der
Injektionsstelle, Schmerzen im Oropharynx, Rhinorrhoe, Niesen und Pruritus.
Für Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko, die mit Statinen und Ezetimib
keine ausreichende LDL-Senkung erreichen, könnte Alicuromab eine wichtige
Alternative werden. Voraussetzung ist jedoch der noch ausstehende Nachweis
einer prognostischen Wirkung. Die Therapie kostet 21,33 €/Tag.
Stoffwechselerkrankungen
Fortschritte bei Antidiabetika
Dulaglutid (Trulicity®)
weiteres Inkretinanalogon, Nachfolger von Exenatide (Byetta®, Bydureon®)
Empagliflozin (Jardiance®)
Zulassung 2014, neue klinische Studie zeigt erstmals Überlebensvorteil
durch einen Hemmer des Sodium-Glukose-Co-Transporters-2 (SGTL2) im
renalen proximalen Tubulus
(Zinman B et al., N Engl J Med. 2015,26;373(22):2117-28)
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
40
41
Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Empagliflozin (Jardiance®)
Arzneistoff
Empagliflozin (Jardiance®)
Indikation
Bei Erwachsenen mit Typ2-Diabetes mellitus zur
Verbesserung der
Blutzuckerkontrolle als
Monotherapie und als Addon-Kombinationstherapie
Zusatznutzen
Hersteller
nicht belegt
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH
Empagliflozin (Jardiance®)
Wirkungsmechanismus
Empagliflocin ist ein selektiver, hochpotenter, reversibler, kompetitiver Inhibitor
des Sodium-Glukose-Co-Transporters-2 (SGTL2) im renalen proximalen Tubulus
Prinzip:
vermehrte renale
Ausscheidung von Glukose
unabhängig von Insulin
Verminderung des
Körpergewichtes
Geringes Risiko einer
Hypoglykämie
Abb. modifiziert nach http://de.slideshare.net
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Empagliflozin (Jardiance®)
Die EMPA-REG OUTCOME Studie
Studien- und Patientencharakteristika
multizentrisch, doppelblind, randomisiert
(1:1:1), Placebo-kontrolliert,
Intention to treat
n=7020
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, 63 Jahre,
Männer: 72 %, BMI: 30,6, HbA1c: 8,1,
bei 57 % länger als 10 Jahre Diabetes,
bei 76 % koronare Herzkrankheit und
bei 47 % Myokardinfarkt
Medikation der Patienten
Metformin: 74 %
Insulin: 48 %
Sufonylharnstoffe: 43 %
Empagliflozin 10 mg
n=2.345
Empagliflozin 25 mg
n=2342
Placebo
n=2.333
Antihypertensiva: 95 %
ACE-Hemmer/AT1-Blocker: 81 %
ß-Blocker: 65 %
Diuretika: 43 %
Kalziumkanalblocker: 33 %
Lipidsenker: 81 %
Statine: 77 %
Acetylsalicylsäure (low-dose): 83 %
Empagliflozin (Jardiance®)
Die EMPA-REG OUTCOME Studie
Ergebnisse
Die mediane Beobachtungsdauer betrug 3,1
Jahre, die tägliche Dosis 10-25 mg.
Der primäre Endpunkt, bestehend aus
Tod kardiovaskulärer Ursache,
nicht tödlicher Herzinfarkt und
nicht tödlichem Schlaganfall,
trat im Vergleich zu Placebo signifikant seltener
in den zusammengefassten EmpagliflozinGruppen auf (obere Abbildung). Die relative
Risikoreduktion betrug 14 %.
Der sekundäre Endpunkt Tod jeder Ursache trat
im Vergleich zu Placebo signifikant seltener in
den zusammengefassten EmpagliflozinGruppen auf (untere Abbildung). Die relative
Risikoreduktion betrug 38 %.
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Empagliflozin (Jardiance®)
Die EMPA-REG OUTCOME Studie
Ergebnisse
Der sekundäre Endpunkt Tod kardiovaskulärer
Ursache trat im Vergleich zu Placebo signifikant
seltener in den zusammengefassten
Empagliflozin-Gruppen auf (obere Abbildung).
Die relative Risikoreduktion betrug 32 %.
Der sekundäre Endpunkt hospitalisierungspflichtige Herzinsuffizienz trat im Vergleich zu
Placebo signifikant seltener in den zusammengefassten Empagliflozin-Gruppen auf (untere
Abbildung). Die relative Risikoreduktion betrug
35 %.
Dagegen waren nicht tödliche Schlaganfälle im
Vergleich zu Placebo (60 Fälle, 2,6 %)
numerisch häufiger in den zusammengefassten
Empagliflozin-Gruppen auf (150 Fälle, P=0.16).
Die Behandlung mit Empagliflozin war mit einer
geringen Senkung von Körpergewicht,
Blutdruck und Harnsäurespiegel verbunden
(nicht dargetellt).
Empagliflozin (Jardiance®)
Nebenwirkungen
Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1% und < 10%):
- Hypoglykämie
(bei Anwendung zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin)
Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1% und < 10%):
- vaginale Moniliasis, Vulvovaginitis, Balanitis und andere
genitale Infektion, Harnwegsinfektion
- Pruritus (generalisiert)
- verstärkte Harnausscheidung
ABDA-Datenbank, Fachinformation
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
Empagliflozin (Jardiance®)
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Warnhinweise
Keine Anwendung bei Patienten mit Typ-1-Diabetes oder bei einer diabetischen
Ketoazidose
Wegen der durch die osmotische Diurese (Glukosurie) mögliche Senkung des
Blutdrucks (siehe auch EMP-REG Outcome Studie) vorsichtige Anwendung bei
Patienten, für welche dies ein Risiko darstellen könnte, z.B. Patienten >75 Jahre
oder bei bekannter Hypotonie
Schwangerschaft
Anwendung nur in Ausnahmefällen
Stillzeit
Anwendung nicht empfohlen
Fertilität
keine Daten am Menschen, keine Hinweise aus tierexperimentellen Studien
ABDA-Datenbank, Fachinformation
Empagliflozin (Jardiance®)
Fazit
Empagliflozin ist ein selektiver, kompetitiver und reversibler Inhibitor des SodiumGlukose-Co-Transporters-2 (SGTL2) im renalen proximalen Tubulus und bewirkt
eine vermehrte renale Ausscheidung von Glukose, die eine moderate Senkung des
HbA1c zur Folge hat. Das Wirkprinzip ist nicht neu. Der g-BA hat im August 2014
beschlossen, dass kein Zusatznutzen vorliegt.
Neu ist nun, dass die Behandlung von Typ 2 Diabetikern mit Empagliflozin zu einer
signifikanten Verminderung von Morbidität und Mortalität führt. Damit ist
Empagliflozin seit langem das erste Antidiabetikum, das zu einer
Lebensverlängerung führt.
Nach bisherigen Daten ergibt sich eine gute Verträglichkeit mit wenigen sehr
häufigen (Hypoglykämie bei Kombinationstherapie, z.B. Sulfonylharnstoffe) und
wenigen häufigen Nebenwirkungen, wie genitale Infektionen, Pruritus und
verstärkter Harnausscheidung.
Für Typ 2 Diabetiker mit hohem kardiovaskulärem Risiko, z.B. nach
Myokardinfarkt, ist Empagliflozin im Vergleich zu anderen Antidiabetika ohne
prognostische Wirkung trotz der nur moderaten Senkung des HbA1c eine wertvolle
Alternative, wenn die Nierenfunktion noch ausreichend intakt ist (siehe Fachinfo).
Die Therapie kostet für täglich 10-25 mg 1,18 €/Tag.
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
Neue Arzneimittel 2015 – Stoffwechselerkrankungen
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Hinweise
1) Die Bezeichnung Zusatznutzen bezieht sich auf das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG), wonach der G-BA eine Nutzenbewertung neu zugelassener
Arzneimittel nach § 35 a SGB V durchführt.
2) Die Informationen zu den Arzneimitteln sind verkürzt dargestellt. Ausführlichere
Informationen finden besonders interessierte Leser unter Weblink 1 und Weblink 2.
3) Eine vollständige Liste der im Jahr 2015 zugelassen Arzneistoffe mit Indikationen und
und Zusatznutzen bei dieser Indikation ist unter folgendem Link erhältlich:
http://www.uni-duesseldorf.de/kojda-pharmalehrbuch/fortbildungkoeln/index.html
Weblinks
1) wissenschaftliche Diskussion der Arzneistoffdaten einschließlich Nutzen-Risiko Einschätzung in den European
Public Assessment Reports (EPARs,) der Zulassungsbehörde European Medicinal Agency (EMA), verzeichnet
nach Handelsnamen, abgelegt unter Assessment History (nur in englischer Sprache)
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/medicines/landing/epar_search.jsp&murl=menus/medicines/medicines.jsp&mid=WC0b01ac058001d125&jsenabled=true
2) Webseiten des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit einer Übersicht der Arzneimittel mit neuen
Wirkstoffen, für die der G-BA eine Nutzenbewertung nach § 35a SGB V durchführt oder bereits abgeschlossen
hat. Dort sind die Gutachten des IQWiG sowie die tragenden Gründe der Beschlüsse einsehbar.
http://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/
Literatur
Zitate zu Leitlinien, Phase III-Studien und anderer verwendeter Literatur sind - soweit
nicht aufgeführt - auf Nachfrage beim Autor erhältlich
Impressum:
http://www2.hhu.de/kojda-pharmalehrbuch/FortbildungstelegrammPharmazie/impressum.html
5ortbildungstelegramm Pharmazie 2016;10(1):24-45
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