Jahrestagung 2012 fördert Wissensaustausch zwischen Ärzten und

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PRESSEMITTEILUNG
Jahrestagung 2012 von DGHO, OeGHO, SGMO und SGH+SSH,
19. bis 23. Oktober 2012, ICS / Landesmesse Stuttgart
Jahrestagung 2012 fördert Wissensaustausch
zwischen Ärzten und Pflegekräften
Berlin/Stuttgart, 11. Juli 2012 – Um eine hohe Versorgungsqualität von
Krebspatienten kontinuierlich zu gewährleisten, müssen alle an der
Therapie Beteiligten eng zusammenarbeiten. Die Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie
wollen auf ihrer Jahrestagung und der begleitenden Pflegetagung den
intensiven Austausch zwischen Fachärzten und Pflegekräften weiter
fördern. Experten aus Klinik, Praxis und Pflege können sich vom 19. bis
23. Oktober in Stuttgart über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse
informieren und innovative Behandlungskonzepte diskutieren.
„Wir möchten hier ein Signal setzen und den interprofessionellen Dialog auf
Augenhöhe zwischen Ärzten und Pflegekräften intensivieren. Deshalb hat das
Programmkomitee erstmals gemeinschaftliche Veranstaltungen für Ärzte und
Pflegekräfte in das wissenschaftliche Hauptprogramm aufgenommen”, erklärt die
Tagungspräsidentin Prof. Else Heidemann. Das Spektrum onkologischer Erkrankungsbilder, komplexe Krebstherapien, die Zunahme chronischer Krebskrankheiten, effektives Symptommanagement sowie eine individuelle psychoonkologische Begleitung stellen hohe Anforderungen an die behandelnden Ärzte und
Pflegekräfte. Die Jahrestagung 2012 bietet ihnen eine Plattform, um neue
wissenschaftliche Studien vorzustellen, sich über den aktuellen Stand der
Forschung zu informieren und Handlungsempfehlungen für die Therapie und
Pflege von Krebserkrankten zu diskutieren.
„Wie sag ich’s meinem Patienten?“ - Ethische und kommunikative
Herausforderungen für Ärzte und Pflegende
Die integrierte Sitzung von Pflegekräften und Ärzten am Samstag, dem
20.10.2012 von 14:00 bis 15:30 Uhr, widmet sich dem wichtigen Thema
„Ethische und kommunikative Herausforderungen bei der Aufklärung und
Therapieentscheidung“. Gute Kommunikation mit Krebspatienten steigert nicht
nur deren Zufriedenheit mit der Versorgung, sondern wirkt sich positiv auf
Therapietreue und Krankheitsverlauf aus. Wichtig ist die Schulung der Kommunikationsfähigkeiten des onkologischen Teams. Und das vor allem für Situationen, in denen Patienten schlechte Nachrichten verarbeiten müssen, so etwa
bei einer Krebsdiagnose oder beim Übergang von kurativer zu palliativer
Behandlung. In der Sitzung referiert unter anderem Dr. Jan Schildmann vom
DGHO-Arbeitskreis „Medizin und Ethik” über Konzepte und die Evaluation
interprofessioneller Ansätze zur Aufklärung über schwerwiegende Erkrankungen.
„Neben Ärzten können auch Pflegende und Vertreter weiterer Gesundheitsberufe
einen wichtigen Beitrag zur kognitiven und emotionalen Verarbeitung schlechter
Nachrichten leisten“, erklärt Schildmann, der sich seit Jahren intensiv mit ethischen und kommunikativen Herausforderungen der Aufklärung und Therapieentscheidungsfindung in der Onkologie befasst. Bislang gibt es allerdings nur
wenige interprofessionelle Fortbildungskonzepte, die kommunikative Kompetenz
schulen. „Dabei profitieren Ärzte und Pflegepersonal von diesen Konzepten. Sie
scheinen nicht nur geeignet, die Aufklärung von Patienten zu unterstützen,
sondern auch die professionelle Kommunikation im Team“, so Schildmann.
Multiprofessionalität in der Palliativmedizin
Um Krebspatienten mit einer unheilbaren Erkrankung optimal zu versorgen,
sollten sie möglichst frühzeitig Zugang zu palliativmedizinischen Maßnahmen
haben. Hierbei sollten die Anbieter der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung sektoren- und berufsgruppenübergreifend zusammenarbeiten und so
die Versorgungskontinuität gewährleisten, wie auch die „Charta zur Betreuung
schwerstkranker und sterbender Menschen“ fordert. Das wissenschaftliche
Symposium „Palliativmedizin II: Sterbebegleitung“ am Samstag, dem 20.10.2012
von 12:00 bis 13:30 Uhr, richtet sich deshalb gleichermaßen an Ärzte und
Pflegekräfte und beschäftigt sich unter anderem mit der Palliativen Sedierung
und dem „Liverpool Care Pathway“ für die Betreuung Sterbender. Der Palliativpfleger Thomas Schönberner erläutert im Rahmen des Symposiums den
ganzheitlichen Ansatz der Pflege in der Sterbebegleitung, die nicht nur die
körperlichen, sondern auch die seelischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse
des Schwerkranken individuell unterstützt. Als Koordinator des Brückenschwester-Teams des Onkologischen Schwerpunkts Stuttgart stellt er ein Modell
vor, das den Übergang zwischen stationärem und ambulantem Sektor für
Krebspatienten in der Endphase ihres Lebens erleichtert und deren Lebensqualität verbessert. „Der regelmäßige, enge Austausch im Palliative-Care-Team
ist grundlegend für eine umfassende, abgestimmte und kontinuierliche Betreuung
der Patienten. Wichtig ist dabei, die Erfahrungen und Schwerpunkte der
unterschiedlichen Berufsgruppen gleichberechtigt einzubringen und daraus
gemeinsam mit Patienten und Angehörigen das individuelle Behandlungsziel zu
finden”, erläutert Schönberner.
Pflegetagung am 20. und 21. Oktober 2012
Im Rahmen der Jahrestagung 2012 wird zudem eine zweitägige Pflegetagung
stattfinden, bei der sich Onkologie-Pflegefachleute und Medizinische Fachangestellte gezielt zu aktuellen Problemen in Klinik und Praxis austauschen
können. Das abwechslungsreiche Programm bietet Vorträge, Podiumsdiskus-
sionen und Workshops zu Themen wie Palliativpflege, Schmerz, Sexualität und
Burnout sowie zu berufspolitischen Fragestellungen. Verantwortlich für die
Programmgestaltung der Pflegetagung ist der DGHO-Arbeitskreis Pflege in
Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft hämato-onkologischer Pflegepersonen
in Österreich (AHOP) und der Onkologiepflege Schweiz. Die Pflegetagung wurde
von der Registrierung beruflich Pflegender (RbP) mit insg. 10 Fortbildungspunkten zertifiziert. Anmeldung und Programmdetails zur Jahrestagung 2012
sowie zur Pflegetagung sind im Internet abrufbar unter: www.haematologieonkologie-2012.de
Jahrestagung 2012 in Stuttgart
Auf der Jahrestagung Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen
Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie diskutieren 4.500 Ärzte und
Pflegekräfte vom 19. bis 23. Oktober über neue Erkenntnisse in der Erforschung
und Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen. Die wissenschaftliche
Information und der Erfahrungsaustausch stehen dabei im Fokus. Zudem
entwickelt der Arbeitskreis Pflege der DGHO sukzessiv Handlungsempfehlungen
für Pflegemaßnahmen auf Basis wissenschaftlicher Daten. Pflegekräfte können
diese im Internetportal „onkopedia pflege” unter www.dgho-onkopedia.de
abrufen.
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Die Pressemitteilung sowie weitere Informationen zur Jahrestagung 2012 können
Sie unter www.haematologie-onkologie-2012.de oder auf der Internetseite der
Fachgesellschaft www.dgho.de abrufen. Die mobile Kongress-Website erreichen
Sie über m.dgho2012.de oder scannen Sie den nachfolgenden QR-Code.
Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V.
DGHO Hauptstadtbüro
V.i.S.d.P. Mirjam Renz
Fon: 030 / 27 87 60 89 – 0
Fax: 030 / 27 87 60 89 – 18
E-Mail: [email protected]
Internet: www.dgho.de
m.dgho2012.de
Akzent
Agentur für strategische Kommunikation
Ulrike Feldhusen, Kirsten Thellmann
Fon: 030 / 63 41 32 – 05, 0761 / 70 76 – 904
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