Vernetzte Praxis – eine Realität mit Zusatzchancen

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Der Zahnarzt integriert sogar schon klassisch analoges Equipment
Vernetzte Praxis – eine Realität mit Zusatzchancen
Der Begriff „Vernetzung“ ist in aller Munde, und dabei handelt es sich keinesfalls um ein Modewort. Die organisatorischen, ökonomischen und medizinischen Implikationen sind in jeder Praxis
täglich erlebbar – ein Blick auf die Chancen, die sich daraus heute ergeben.
Vernetzung, das heißt für uns in Deutschland: vierzig Millionen
Smartphones und acht Millionen Tablet-Computer. Eine enorme
medizinische Chance besteht in der Weitergabe therapierelevanter Daten, beispielsweise von Diabetikern. Schon 230.000 Patienten setzen für die Übermittlung ihrer aktuellen Insulinwerte eine
spezielle App ein (MySugr). Bei einer regelmäßigen Kontrolle und
Weitergabe der Daten lassen sich so auch automatisch Statistiken erstellen und auf deren Grundlage ein individueller Dosierungsplan1.
Auch Sauganlagen zählen zu den „dentalen Marathonläufern“
– zur Zeit ihrer Installation existierten Internet und Vernetzung
noch gar nicht. Ihre Vorteile jedoch liegen auf der Hand: Statusmeldung auf dem zentralen Praxis-PC, dazu Wartungshinweise
(z.B. „Filterwechsel nötig“), Fernwartung (remote monitoring)
und Problemlösung (remote service) durch das Dental-Depot,
unmittelbare Fehlerweitergabe an den Servicetechniker etc. Das
gibt ein gutes Gefühl und schafft Sicherheit bei der Behandlung.
– Kurz: Das zahnärztliche Team zählt bereits heute bei der Ausschöpfung der Potenziale moderner Vernetzung zur Spitzengruppe.
Literatur
1 Ehrensberger C: Consumer electronics erobern die Medizin. ZWP 9 (2015), S. 98f.
 Bilharz C: Mehr als nur Zahnfleischschwund. Deutsche Apotheker Zeitung 155 (37): 50-53
© (3) Dürr Dental
Auch für die Zahnmedizin könnte dies interessant sein, denn die
Verbindung von Diabetes und Parodontitis ist evident – ein vernetztes Krankheitsgeschehen2: So kann durch eine chronische parodontale Infektion die Insulinresistenz und damit die hyperglykämische Stoffwechsellage verstärkt werden. Umgekehrt entstehen bei schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel vermehrt AGEs
(advanced glycated endproducts). Diese fördern den intrazellulären oxidativen Stress, wodurch vermehrt Entzündungsmediatoren produziert werden – ein Risikofaktor für Parodontitis.
Die Vernetzung von Patient und Arzt sowie von Fachärzten unterschiedlicher Fakultäten könnte hier einen erheblichen Fortschritt
in der Therapie mit sich bringen. Der Zahnarzt ist es heute schon
gewohnt, dabei die medizinischen Potenziale der Datenvernetzung zu nutzen. Ein Beispiel stellt die Diskussion diagnoserelevanten Bildmaterials mit Studienkollegen oder ausgewiesenen Experten dar. So kann der Allgemeinzahnarzt etwa Implantologen oder
Parodontologen zu Rate ziehen – oder eben auch Diabetologen,
Orthopäden (CMD, Skoliose) etc. Schon lange ist die Vernetzung
verschiedener Praxissysteme zur Abrechnungssoftware oder zur
elektronischen Patientenakte gängig. Die Terminvergabe erfolgt
teilweise online, und bei der Hygiene- und Infektionskontrolle helfen ebenfalls digitale Systeme. Inzwischen integriert sich sogar so
klassisch analoges Equipment in das Netzwerk wie Kompressoren
und Sauganlagen. Hätte man das gedacht? Schließlich gibt es ölfreie Kompressoren schon seit fünfzig Jahren, was uns ein aktuelles Gewinnspiel ins Bewusstsein rückt (www.duerrdental.
com/50jahre).
1Nutzung
Eine gewohnte Situation für den Zahnarzt:
2rungKlarfürund
übersichtlich: elektronische Steue- 3 Der Duo Tandem Kompressor: elektronisch top, vernetzungsfähig und aktuell der
der medizinischen Potenziale der Dakommunikative Kompressoren mit
tenvernetzung (hier: Fluoreszenz- und Intraoralaufnahmen).
Anbindung an eine leistungsfähige Software
(Tyscor Pulse).
Hauptpreis im Jubiläums-Gewinnspiel um
den ältesten ölfreien Dürr Dental Kompressor (www.duerrdental.com/50jahre).
11 ∙ 2015 DFZ
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