Stromerzeugung aus der Koppelung von Wind und Brennstoffzellen

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Stromerzeugung aus der Koppelung von
Wind und Brennstoffzellen
Vortragsreihe neue
Entwicklungen auf
den Energiemärkten
Sonia Acosta Ramírez
Einleitung
Die erneuerbaren Energien können dazu beitragen,
Ressourcen zu schonen und CO2 -Emissionen zu
reduzieren.
Oftmals sind sie aber abhängig von den Wetterbedingungen.
2006 trug der Strom aus Windenergie mit 5,7% zur
Stromversorgung in Deutschland bei, aber der Rohstoff
„Wind“ ist nicht immer konstant.
Eine Lösung dieses Problem könnte der Ausgleich der
Fluktuationen mit Hilfe von andere Technologien in unserem
Fall die Brennstoffzelle sein.
2
Die Präsentation basiert auf Ergebnissen einer Projektarbeit
des Lehrstuhls für Energiesysteme und Energiewirtschaft
der Ruhr-Universität Bochum
Inhalt
1. Zielsetzung
2. Lastverhalten von Windkraftanlagen der
Energieversorgungsunternehmen (EVU)
3. Auswahl der Brennstoffzellentypen
4. Auslegung des Wind-Brennstoffzellensystems
5. Berechnung der Gesamtkosten der Brennstoffzellen
6. Zusammenfassung
3
Zielsetzung
Ist die Brennstoffzelle als Ergänzung Technologie eine mögliche
Lösung der fehlenden Energieversorgung aus Windkraftanlagen?
Zwischenziel:
4
z
Analyse des Lastverhaltens der Windeinspeisung
Wie groß sind die Fluktuationen?
z
Welche Brennstoffzelle ist geeignet für dieses System?
z
Ist diese Lösung bezahlbar?
Lastverhalten von
Windkraftanlagen der EVU
Verteilung der Windenergieproduktion aller EVU über das Jahr 2006
Windenergieproduktion
schwankt zwischen Tag
und Nacht und über das
Jahr
Juni, Juli, August steht
wenig Windenergie zur
Verfügung
Produktion von EnBW ist
deutlich geringer als der
anderen EVU‘s
5
Quelle: Homepage der jeweiligen EVU‘s
Lastverhalten von
Windkraftanlagen der EVU
Ausschnitt aus Daten zur Windeinspeisung von EVU
Überproduzierte
Leistung zur H2
Erzeugung
fehlende Leistung
wird durch
Brennstoffzellen mit
dem gespeicherten
H2 erzeugt
6
Quelle: Homepage der jeweiligen EVU‘s
Auswahl der Brennstoffzellentypen
• Auswahl der geeigneten Brennstoffzellen anhand
• Wirkungsgrad
• Laständerungsgeschwindigkeiten
• Verwendbare Brennstoffe
• An- und Abfahrzeit
• Polymer-Elektrolyt-Membran und Oxidkeramische Brennstoffzellen wurden im Rahmen dieser
Studie verwendet.
Brennstoffzelletyp
7
Wichtige Eigenschaften der Bennstoffzellen
Laständerung
Ziel
Geschwindigkeit Sp. Kosten Sp. Kosten
(Є/kWel)
(Є/kWel)
Leistung (kWel) Wirkungsgrad (%) (% Pel Nen/Min)
PEMFC
212
35
8,50
14000
2100
SOFC
300
52
10,00
10000
1300
Geplante SOFC
3000
58
10,00
10000
1300
Quelle: Ausdruck der Vorlesung Energietechnik II TU Berlin
Auslegung des Wind
Brennstoffzellensystems
Die Erzeugung der gesamten installierten Brennstoffzellen muss die
Abweichung zwischen prognostizierter und tatsächlicher
Winderzeugung mindesten 99% abdecken
Implementierung von Brennstoffzellen nach EVU‘s
8
EVU
BrennstoffzellenGesamtleistung (MW)
Differenz Winderzeugung
Prognose (tausend MWh)
EnBW
60
14
EON
2500
3 890
RWE
1350
1 131
Vattenfall
2500
1 948
Quelle: Homepage der jeweiligen EVU‘s
Berechnung der Gesamtkosten
der Brennstoffzellen
•Gesamtkosten des Brennstoffzellensystems nach Petrovic
•Gesamtkosten auf Investitionskosten und Betriebskosten bzw.
Wasserstoffkosten bezogen
•Wartungskosten vernachlässigbar
•Erwartete Kosten für Brennstoffzellensysteme der Hersteller verwendet
•Wasserstoffherstellung aus Wind-Elektrolyse und Erdgas-Reformierung
•Investitionskosten bezüglich auf
Bruchteil der Brennstoffzellen mit 100% Nennleistung,
15 Jahren, Laufzeit der Brennstoffzellen von 40,000h
9
Jährliche Investitionskosten
aller EVU‘s
•EON und Vattenfall
müssen ein
Brennstoffzellesystem
von 2500 MW
auslegen, deshalb
haben sie höhere
Investitionskosten
•RWE und EnBW
müssen nur eine
kleinere Investition
machen
Quelle: Projektarbeit Wind –BZ von Bochum Universität
10
•Die Investitionskosten
von SOFC sind
geringer als mit
PEMFC
Jährliche Betriebskosten
aller EVU‘s
SOFC hat geringere
Betriebskosten als
PEMFC
EnBW nur geringe
Leistung abzudecken,
daher die geringen
Betriebskosten
EON höhere
Betriebskosten, da
mehr Leistung bei
anderen EVU‘s
abgedeckt werden
muss
Quelle: Projektarbeit Wind –BZ von Bochum Universität
11
Spezifische Preis H2
0,25-0,54 €/Nm3
0,07-0,101 €/Nm3
Vergleich der Gesamtkosten
Investitionskosten
machen einen
großen Teil der
Gesamtkosten aus
Je größer die
Brennstoffzelle desto
geringer sind die
Gesamtkosten
Gesamtkosten vom
Spotmarkt ist die
günstige Option
12
Quelle: Projektarbeit Wind –BZ von Bochum Universität
Zusammenfassung
Das Brennstoffzellensystem kann eine Lösung zum Ausgleich der
Schwankungen der Windleistung sein
Der Bedarf der Energie aus Brennstoffzellen wird angepasst
SOFC ist für dieses System geeignet
Die Technologie ist noch zu teuer, weil die Investitionskosten einen großen
Teil der Gesamtkosten ausmachen
Je größer das Brennstoffzellensystem desto geringer sind die
Betriebskosten
Die spezifischen Kosten für H2 durch Elektrolyse sind 0,25 – 0,54 €/Nm3
im Vergleich zu 0,07 – 0,101 €/Nm3 durch Erdgas-Reformierung. Die H2 Herstellung durch Windenergie-Elektrolyse könnte die Betriebskosten
reduzieren, wenn der Preis von CO2 154,08-578,11 €/t erreicht
13
Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit
14
Quelle
[Oertel, 2001] D. Oertel, T. Fleischer
Brennstoffzellen-Technologie: Hoffnungsträger für den Klimaschutz
Erich Schmidt Verlag, Berlin, 2001
[Petrovic, 2005] T. J. Petrovic, H.-J. Wagner, A. Lente, M. Krupp, R. Widmann
Photobiologische Wasserstofferzeugung durch Mikroalgen –
Beschreibung konkurrierender Systeme zur H2 -Erzeugung
Endbericht zum Forschungsvorhaben 85.65.69-T-170, LEE-38
[Temming, 2005] H.V. Temming
Analysen und Simulationen zur Bewertung der Einsatzmöglichkeiten
und Marktpotentiale von Brennstoffzellen in der Industrie
Dissertation, Selbstverlag des Lehrstuhls für Energiesysteme und
Energiewirtschaft der Ruhr-Universität Bochum, Bochum, 2005
[Wikipedia] Wikipedia – die freie Enzyklopädie, Online-Enzyklopädie,
www.wikipedia.de
15
Quelle
Untersuchung des Lehrstuhls für Energiesystem und Energiewirtschaft der
Universität Bochum
Ausdruck der Vorlesung Energietechnik II, Prof. Dr. Ing. G. Tsatsaronis
Kapitel #
[CO2-Handel] Artikel “CO2-Preis: Emissionsexperten sehen mittelfristig
Anstieg auf bis zu 40 Euro“, Europressedienst Bonn, 15.05.2006 Homepage
http://www.co2-handel.de/article58_2222.html
[DEWI] Homepage des Deutschen Instituts für Windenergie;
www.dewi.de
[Ledjeff-Hey, 2001] K. Ledjeff-Hey, F. Mahlendorf, J. Roes
Brennstoffzellen – Entwicklung, Technologie, Anwendungen
C. F. Müller Verlag, Heidelberg, 2. Auflage, 2001
16
Berechnung der Gesamtkosten der Brennstoffzellen nach
Petrovic Methode
1.
Investitionskosten: Ermittlung des Lebensdauer der BrZ
L
z
Lebensdauer bei maximale Leistung
L
z
Leistung pro Modul 15min
z
Anteil an Gesamtlaufzeit
max
=
=
17
rieb
Lebensdaue
r ⋅ Maximalbet
Anteil ⋅ Gesamtlauf
zeit
Tatsächlich Lebensdauer
K
z
BZLeistung
Modulanzah
l • On
Zeit
Tasächlich e ⋅ Modulleist− ung
GLZ =
Nennleistu ng
15 min
TLD =
z
Laufzeit
On − Zeit
Investitionskosten pro Jahr:
inv
=
P
inst
•S
L
M
Berechnung der Gesamtkosten der Brennstoffzellen nach
der Petrovic Methode
VH
1.
z
z
E
=
el
H u ,H Wasserstoff:
•η
Betriebskosten: Ermittlung der Kosten durch
2
2
Benötige Menge
Wasserstoff
E el , plus
3
VH
2
,W
(Nm
H2)=
E
KwWasserstofferzeugung
(€ ) = Sw • VH ,w aus Stromüberproduktion durch Windenergie-Elektrolyse
2
z
Kosten für erzeugten Wasserstoff minimal und maximal
VH
z
2
,E
= VH − VH
2
2
,h
=
VH
2
,E
8760 h
Fremdbezug von Wasserstoff
K E = SE • VH
18
2
,E
VH
2,E
z
Kosten für bezogenen minimalen und maximalen Wasserstoff
z
Gesamtkosten Wasserstoff
K Wa = K w + K E
Berechnung der Gesamtkosten der
Brennstoffzellen
K w −E (€ ) = SE • VH ,w
2
1.
Betriebskosten: b) Ermittlung der Kosten CO2
K
z
Kosten für bezogenen Wasserstoff
z
Kostendifferenz
z
Diff
CO
S
CO2-Kostensparnis
CO2
=K +K
w
=
2 ,Spar
W −E
=K
V diff • CO
H 2 ,w
2 ,E
−V
H 2 ,w
• CO
2 ,w
CO
2 ,Spar
z
Preis pro Tonne CO2
S
CO2 ,Min
⎛€
⎞
⎜ tCO ⎟
⎝
⎠
2
19
EON
RWE
Vattenfall
EnBW
Min
154,08
154,08
154,08
15,51
Max
578,11
578,11
578,11
451,41
Wie Funktioniert eine
Brennstoffzelle?
Brennstoff
e¯
Anode
+
Elektrolyt
Kathode
Oxidationsmittels
Anode
H ↔ 2 H + 2e
+
2
20
−
Reaktion
Elektrolyt-MemBrane
Kathode
O + 4 H + 4e
H →
+
2
−
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