Die Vulkanbombe vom Wartgesberg

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Die Vulkanbombe vom Wartgesberg
29.10.15, 15:57
Die Vulkanbombe vom Wartgesberg
Werner Schönhofen, Leutesdorf
Belegexemplar - Nur für den privaten Gebrauch!
In der Eitel unterscheiden wir zwei Perioden vulkanischer Tätigkeit. Die ältere reicht bis zu 500
000 Jahre zurück. Es war die Zeit mit glutflüssigen Gesteinsauswürfen, Erscheinungen, die wir
heute mit dem Begriff »Vulkanismus« allgemein verbinden. In 60 bis 120 km Erdtiefe wurden
basaltische Gesteine geschmolzen bei Temperaturen von 1000 -1200° C. Die leichteren Gase
trennten sich dabei vom Magma; sie waren bestrebt nach oben zu dringen und Spalten und
Risse auszufüllen. Nachdrückende Gase vergrößerten diese schließlich bis die Erdkruste barst.
Vulkanbombe vom Wartgesberg bei Strohn. Foto: Werner Schönhofen, Leutesdorf
Das feuerflüssige Gestein schoß in Fontänen hoch und riß das ursprüngliche Gestein des
Kraterrandes mit, so daß wir heute magmatische Gesteine mit Durchbruchsgestein durchsetzt
vorfinden im Bereich dieser Vulkane der 1. Periode. Diese mächtigen Detonationen haben die
Oberflächendecke der Erdkruste aufgerissen, diese mithochgerissen, mitverschmolzen und
verformt, wofür die Vulkanbomben gute Beispiele sind.
Eine der größten wohl, die man bisher gefunden hat, stammt vom Wartgesberg. Er liegt mit
seiner 80 m hohen Kuppe an der Straße Strohn ​ Strotzbüsch und ist großenteils abgebaut. Die
dort vor Jahren vorgefundene Vulkanbombe hat einen Durchmesser von 5 Metern und ein
Volumen von mehr als 25 Kubikmeter, ihr Gewicht beträgt fast 100 Tonnen. Sie ist ein Teil einer
älteren Basaltdecke, die in den Krater gelangte, angeschmolzen und herausgewirbelt wurde. Als
einzigartiges Zeugnis vulkanischer Tätigkeit steht sie unter Naturdenkmalschutz. Sie wurde aus
der Sandgrube in die Ortslage von Strohn verbracht, wo sie gefahrlos betrachtet werden kann.
http://www.jahrbuch-vulkaneifel.de/VT/hjb1986/hjb1986.79.htm
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Eines Menschen Heimat ist auf keiner Landkarte
zu finden
nur in den Herzen der Menschen, die ihn lieben
http://www.jahrbuch-vulkaneifel.de/VT/hjb1986/hjb1986.79.htm
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