Chemie zweistündig

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Kern- und Schulcurriculum Chemie
Chemie
Kursstufe (2-stündig)
VORBEMERKUNG
Die Chemie untersucht und beschreibt die stoffliche Welt. Sie liefert Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten über die Eigenschaften, den Aufbau
und die Umwandlungen von Stoffen. Der Chemieunterricht soll Einblicke in die Arbeitsweisen und Denkweisen der Chemie geben und
darüber hinaus Grundkenntnisse vermitteln, die für das Verständnis von chemischen Prozessen in Natur, Umwelt, Technik und Alltag
unabdingbar sind.
Im 2-stündigen Chemiekurs wird logisches Denken und Transferdenken erworben und gefördert. Auf dem
anspruchsvollen Weg hin zur fachspezifisch korrekten Erklärung der stofflichen Welt werden Geduld, Genauigkeit, Sorgfalt und Ausdauer
weiterentwickelt. Die Schülerinnen und Schüler suchen und realisieren verschiedene experimentelle Untersuchungswege. Mit der
Dokumentation und gemeinsamen Interpretation der dabei gewonnenen Untersuchungsergebnisse lernen sie Fachprobleme vorurteilsfrei zu
bewerten und zu diskutieren.
Kerncurriculum
Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans
1 Chemisches Gleichgewicht
Die Schülerinnen und Schüler können
an Beispielen umkehrbare Reaktionen und die
Einstellung eines chemischen Gleichgewichtes
beschreiben
(Ammoniak-Gleichgewicht und EsterGleichgewicht);
das Massenwirkungsgesetz an homogenen Gleichgewichten anwenden;
das Prinzip von LE CHATELIER zur Beeinflussung
von Gleichgewichten anwenden (Änderungen von
Konzentrationen, Druck und Temperatur);
und auf verschiedene Reaktionen übertragen
Unterrichtsinhalte mit Hinweisen zur möglichen Vertiefung und Querverweisen
Chemisches Gleichgewicht Gesetze und Prinzipien für Reaktionen
•
•
umkehrbare chemische Reaktionen
Chemisches Gleichgewicht
•
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Massenwirkungsgesetz und Gleichgewichtskonstante KC
Berechnungen zum Massenwirkungsgesetz
•
Prinzip von LE CHATELIER und BRAUN Massenwirkungsgesetz und wichtige
chemischtechnische Prozesse
Kern- und Schulcurriculum Chemie
die gesellschaftliche Bedeutung der AmmoniakSynthese erläutern;
Faktoren nennen, welche die
Gleichgewichtseinstellung bei der AmmoniakSynthese beeinflussen und mögliche technische
Problemlösungen kommentieren
•
Haber-Bosch-Verfahren und seine Das Geschichte
•
technische Ammoniak-Synthese heute
•
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Säure-Base-Definition nach BRØNSTED
Können Salze sauer sein?
•
Gleichgewichte bei Säure-Base-Reaktionen
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Ionenprodukt des Wassers und pH-Wert
•
•
starke Säuren, schwache Säuren pKS- und pKb-Wert
pH-unempfindlich - Puffersysteme
die Leistungen von HABER und BOSCH
präsentieren;
Säuren und Basen nach BRØNSTED definieren
Säure-Base-Reaktionen durchführen und
Reaktionsgleichungen für verschiedene Säure-BaseGleichgewichte in wässrigen Lösungen angeben;
den pH-Wert über die Autoprotolyse des Wassers
erklären
Kern- und Schulcurriculum Chemie
Kerncurriculum
Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans
2. Moleküle des Lebens
Die Schülerinnen und Schüler können
die drei Naturstoffgruppen Kohlenhydrate, Proteine
und Nukleinsäuren an ihrer Molekülstruktur
erkennen (Polymere, Monomere)
die Funktionen von Kohlenhydraten, Proteinen und
Nukleinsäuren in Lebewesen beschreiben
(Energieträger, Bausubstanz, Informationsträger)
Unterrichtsinhalte mit Hinweisen zur möglichen Vertiefung und Querverweisen
z. B. Naturstoffe in unserer Ernährung
Kohlenhydrate, Traubenzucker, Stärke und Verwandte
evt. Chiralität und räumlicher Bau von Molekülen
Monosaccharide
Kette und Ring, intramolekulare Halbacetale und intermolekulare Glycoside
Saccharose und andere Disaccharide
Stärke ein Polysaccharid aus α-Glucose
Cellulose ein Polysaccharid aus β-Glucose
evt. Modifizierte Cellulose für Textilien und andere Alltagsprodukte
Kohlenhydrate und Proteine mit einfachen
Labormethoden nachweisen
(GOD-Test, TOLLENS-Probe, Biuret- oder Ninhydrin- Ökobilanzen
Reaktion)
Kohlenhydrate oder Proteine charakterisieren
(Molekülstruktur und Eigenschaften, sowie
Vorkommen und Bedeutung)
die Verknüpfung von Monomeren bei
Kohlenhydraten oder Proteinen darstellen
Aminosäuren – Bausteine der Eiweiße
Peptide – Kondensationsprodukte der Aminosäuren
Sekundär- und Tertiärstruktur von Proteinen, Quartärstruktur von Proteinen und Proteiden
Desoxyribonucleinsäure DNA
Kern- und Schulcurriculum Chemie
Kerncurriculum
Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans
3. Kunststoffe
Die Schülerinnen und Schüler können
Unterrichtsinhalte mit Hinweisen zur möglichen Vertiefung und Querverweisen
Kunststoffe – Moleküle für Alltagsprodukte und Hightech-Materialien
Thermoplaste, Duroplaste, Elaste evt. Praktikum mit Kunststoffproben
Kunststoffe typisieren (zum Beispiel mechanische,
thermische Eigenschaften, Molekülstruktur,
Thermoplaste, Duroplaste, Elaste)
Struktur und Eigenschaften von Polymeren
Polyethen PE, Polypropen PP, Polyvinylchlorid PVC & Co
das Prinzip der Polykondensation und Hydrolyse
aus dem Leitthema „Moleküle des Lebens“ auf die
Bildung von Kunststoffen übertragen
Vom Monomer zum Polymer
radikalische Polymerisation
Polyamide und Polyester durch Polykondensation
zeigen, wie das Wissen um Struktur und
Eigenschaften von Monomeren und Polymeren zur Verarbeitung von Kunststoffen
Herstellung verschiedener Werkstoffe genutzt wird;
das Prinzip der Polymerisation auf ein geeignetes
Beispiel anwenden;
Verwertung von Kunststoffabfällen
aus alt mach neu
jeweils ein Experiment zur Herstellung eines
Polymerisats und eines Polykondensats
durchführen;
Vorteile und Nachteile bei der Verwendung von
Massenkunststoffen erläutern;
Ökonomie und Ökologie
verschiedene Möglichkeiten der Verwertung von
Kunststoffabfällen beschreiben und bewerten
(Werkstoffrecycling, Rohstoffrecycling,
energetische Verwertung, Nachhaltigkeit)
Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit beim Einsatz von Kunststoffen
evt. Online-Recherchen – Kunststoffe und Markennamen
z.B. von der Zahnfüllung bis zur Babywindel
z.B. elektrisch leitfähige Kunststoffe – Von der Leuchtdiode bis zur Solarzelle
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Kerncurriculum
Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans
Unterrichtsinhalte mit Hinweisen zur möglichen Vertiefung und Querverweisen
4. Elektrische Energie und Chemie
Die Schülerinnen und Schüler können
Salzlösungen unter Strom
Elektrolysen – erzwungene Elektronenübertragungen
Reaktionsgleichungen für Redoxreaktionen
formulieren und den Teilreaktionen die Begriffe
Elektronenaufnahme (Reduktion) und
Elektronenabgabe (Oxidation) zuordnen;
das Donator-Akzeptor-Prinzip bei Redoxreaktionen
Elektrolysen als erzwungene Redoxreaktionen
erklären;
Metalle – unterschiedlich gut oxidierbar
Korrespondierende Redoxpaare
Strom aus Redoxreaktionen – Galvanische-Zellen
Redoxreaktionen beschreiben, die der Umwandlung Potenzialdifferenzen bei galvanischen Zellen
von chemischer Energie in elektrische Energie
dienen (Galvanische Zellen, Brennstoffzelle);
Batterien und Akkumulatoren, der Bleiakkumulator
die Bedeutung einer Brennstoffzelle für die
zukünftige Energiebereitstellung
zur Nutzung gezähmt – die Knallgasreaktion
Brennstoffzellen
evt. Moderne Batterien, Weiterentwicklung der Akkumulatorentechnik,
evt. aus Licht wird Strom – photogalvanische Zellen
evt. Korrosion und Korrosionsschutz
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