AKTUELLFragebogen mit Selbsteinschätzung -1

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EVA HOLKE !JANA KAMPHAUSEN ! RENE KLASEN ! STEFAN KARGER ! LENA SCHLAFKE
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Fragebogen zur Selbsteinschätzung
Kreuze an welche Frage Du bereits beantworten kannst (!) & welche nicht (")!
Überprüfe nach der Übungsphase dein Wissen erneut!
WELCOME TO YOUR BRAIN!
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NEUROBIOLOGISCHE GRUNDLAGEN
Nervensystem
!
Kann ich nach der
Übgungsphase
beantworten
1. Woraus besteht das zentrale Nervensystem?
2. Was gehört zum peripheren Nervensystem?
3. Welche Aufgaben haben das somatische und das
autonome Nervensystem?
4. Zwei Abteilungen des autonomen Nervensystems
arbeiten zusammen: Der Sympathikus und der
Parasympathikus. Welche sind ihre Aufgaben?
Gehirn
5. Benennen Sie - für eine Grobgliederung der Funktionen
- die drei Hauptabschnitte des Gehirns!
6. Benennen Sie die vier Felder (Lappen) der
Großhirnrinde und ihre Funktionen. Ordnen Sie die
lateinischen Bezeichnungen zu: Lobus parietalis, Lobus
temporalis und Lobus frontalis.
SDK 2.3
Inhaltsverzeichnis
Neuronen
7. Welche der Struckturen des „limbischen Systems“
werden in der Fachliteratur besonders hervorgehoben ?
Welche Aufgaben hat das limibsche System?
Fragebogen zur Selbsteinschätzung ............................................................................... 1
2. Gehirn ........................................................................................................................... 5
3. Neuronen ...................................................................................................................... 9
4. Hormone ..................................................................................................................... 12
9. Was ist eine Synapse?
10. Wie werden Informationen im Nervensystem
übertragen?
11. Was sind Hormone? Was ist das endokrine System?
Hormone
1. Nervensystem .............................................................................................................. 2
8. Was ist ein Neuron? Wie ist es beschaffen und wie
arbeitet es? Welche Arten von Neuronen werden
unterschieden?
12. Erläutern Sie:
• Endorphine
• Adrenalin
• Oxitozin
13. Welcher Unterschied besteht zwischen neuronaler und
endokriner Informationsübertragung
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Das somatische (auch: animalische) Nervensystem dient der motorisch der
1. Nervensystem
willkürlichen
Das Nervensystem ist in vieler Hinsicht das komplizierteste funktionelle System des
Ansteuerung
der
Skelettmuskulatur
und
sensibel
der
bewussten
Wahrnehmung der Körperperipherie. Das vegetative (auch: autonome oder viszerale)
Körpers. Milliarden feinster abgestimmter elektrischer Impulse jagen unablässig durch
Nervensystem
dieses faszinierende Netzwerk, das unseren Körper durchzieht und seine Teile wie ein
setzt
sich
aus
zwei
Anteilen,
dem
Sympathikus
und
dem
Parasympathikus zusammen. Es dient der unbewussten und unwillkürlichen
extrem komplexes Telefonnetz verbindet. So ermöglicht es dem Menschen die
Steuerung der inneren Organe und damit zahlreicher lebenswichtiger Vorgänge, wie z.B.
Kommunikation mit seiner Umwelt und bildet damit die Grundlage für ein dieser Umwelt
Atmung, Verdauung und Blutdruckregulation.
sinnvoll angepasstes Leben. Die wichtigsten Funktionen des Nervensystems stehen im
Dienste der Wahrnehmung, der Integration des Wahrgenommenen, des Denkens und
Auch die Informationen, die über den sensiblen Teil des vegetativen Nervensystems dem
Fühlens sowie der Auslösung angemessener Verhaltensweisen.
ZNS zugeteilt werden (Mitteilung von den Vorgängen in den Organen), gelangen meist
nicht ins Bewusstsein.
Man kann dar Nervensystem auf verschiedene Weise unterteilen. So unterscheidet man in
erster Linie ein: Zentrales Nervensystem (= Zentralnervensystem) von einem peripheren
Dem somatischen Nervensystem das wir bewusst ansteuern können kann man das
Nervensystem.
autonome Nervensystem gegenüberstellen, dessen Steuerung unserem Bewusstsein
weitgehend entzogen ist. Es innerviert motorisch überwiegen die glatte Muskulatur der
Das Zentralnervensystem (ZNS) umfasst Gehirn und Rückenmark, die strukturell und
Eingeweide und Gefäße sowie exokrine und endokrine Drüsen. Es steuert dabei alle
funktionell untrennbar miteinander verbunden sind.
vegetativen Parameter, wie z.B. Atmung, Kreislauf, Wasserhaushalt, Körpertemperatur,
Stoffwechsel, Verdauung, Fortpflanzung etc. Seine Funktion dient generell der
„Aufrechterhaltung des inneren Körpermilieus“ und der Anpassung der einzelnen
Organfunktionen an die wechselnden Umwelterfordernisse.
Das periphere Nervensystem (PNS) kann man als „Rezeptions- und Ausführungsorgan
Trotz seiner Funktion als Kommandozentrale ist das ZNS, von direktem Kontakt, mit der
das ZNS“ bezeichnen. Es ist in den zahlreichen Nerven repräsentiert, die den Körper
Außenwelt isoliert. Es ist die Rolle des PNS, das ZNS mit Informationen aus den
Sinnesrezeptoren zu versorgen, wie man sie in den Augen und Ohren findet, und
durchziehen und als sensible oder motorische Leitungsbahnen entweder Impulse von
der Peripherie zum ZNS (sensibel) oder vom ZNS zur Peripherie (motorisch) tragen.
Eine weitere Unterteilung sowohl im zentralen als auch im peripheren Nervensystem ist
diejenige in: somatisches Nervensystem und vegetatives Nervensystem.
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Anweisungen vom Gehirn zu den Organen und Muskeln weiterzuleiten. Das PNS
umfassen wiederum zwei Arten von Nervenfasern.
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Das somatische Nervensystem reguliert die Skelettmuskulatur. Man stelle sich vor, man
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2. Gehirn
tippe einen Brief. Die Bewegung der Finger auf der Tastatur wird vom somatischen
Gehirnstrukturen und ihre Funktionen
Nervensystem gesteuert. Sobald man weiß, was man schreiben will, sendet das Gehirn
Das menschliche Gehirn besteht aus drei miteinander verbundenen Schichten. Im tiefsten
Anweisungen an die Finger, bestimmte Tasten zu drücken. Gleichzeitig senden die Finger
Bereich des Gehirns, dem Hirnstamm, befinden sich Strukturen, die hauptsächlich an
eine Rückmeldung über ihre Position und ihrer Bewegung an das Gehirn. Drückt man die
autonomen Prozessen wie Pulsfrequenz, Atmung, Schlucken und Verdauung beteiligt
falsche Paste, informiert das somatische Nervensystem das Gehirn, das dann die nötige
sind. Dieser zentrale Kern ist umgeben von dem limbischen System, das an Prozessen
Korrektur vornimmt, und in Sekundenbruchteilen löscht man den Fehler und drückt die
von Motivation, Emotion und Gedächtnis beteiligt ist. Das Großhirn (Cerebrum)
richtige Taste.
umschließt diese beiden Strukturebenen. Im Großhirn befindet sich die Gesamtheit des
Das autonome Nervensystem ist für zwei Arten von überlebenswichtigen Situationen
menschlichen Geistes. Das Cerebrum und dessen Oberfläche, der cerebrale Cortex
zuständig: Solche, die den Organismus bedrohen und solche, die zur Erhaltung des
(Großhirnrinde) integriert sensorische Informationen, koordiniert die Bewegungen und
Organismus beitragen. Um diese Funktion zu erfüllen, ist das autonome Nervensystem
ermöglicht abstraktes Denken und Schlussfolgern.
wiederum in sympathisches und ein parasympathisches Nervensystem unterteilt.
Diese Teile arbeiten gegensätzlich (antagonistisch), um ihrer Aufgaben zu erfüllen. Das
sympathische
Nervensystem
dirigiert
Reaktionen
auf
Notfallsituationen;
das
parasympathische Nervensystem überwacht Routinefunktionen des Körpers.
Der Hirnstamm ist bei allen Wirbeltieren zu finden und enthält Strukturen, die gemeinsam
die internen Prozesse des Körpers regeln. Die Medulla oblongata (verlängertes
Rückenmark), ist am oberen Ende des Rückenmarks angesiedelt und stellt das Zentrum
für Atmung,Blutdruck und Herzschlag dar. Weil diese Prozesse lebenswichtig sind, kann
eine Schädigung der Medulla fatale Folgen haben. Nervenfasern, die vom Körper
aufsteigen und vom Gehirn hinabführen, kreuzen die Medulla. Die linke Körperseite ist
also mit der rechten Hirnhälfte verbunden und umgekehrt. Genau über der Medulla liegt
die Brücke ( Pons), die ankommende Informationen in andere Strukturen des Hirnstamms
und in das Kleinhirn leitet. Die Brücke ist der Teil, der das Rückenmark mit dem Gehirn
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und verschiene Teile des Gehirns verbindet. Die Formatio reticularis ist ein dichtes
Netzwerk von Nervenzellen, das als Wächter des Gehirns dient. Sie regt den cerebralen
Cortex an, die Aufmerksamkeit auf eine neue Stimulation zu richten, und hält das Gehirn
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sogar während des Schlafes aufmerksam. Die Formatio reticularis
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ist außerdem
Die Amygdala (der Mandelkern) ist maßgebend an der emotionalen Kontrolle z.B.
verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Bewusstseins und für das Erwachen aus dem
Aggressionen und der Formung emotionaler Gedächtnisinhalte beteiligt. Aufgrund ihrer
Schlaf. Eine massive Schädigung in diesem Bereich führt sehr oft zum Koma. Die
Kontrollfunktion wirken sich Schädigungen der Amygdala beruhigend auf sonst
Formatio reticularis besitzt lange Nervenfasern, die zum Thalamus führen, der die
ungehaltene Menschen aus. Kommt es zur Schädigung einiger bestimmten Areale der
eintreffende sensorische Information kanalisiert und zu den entsprechenden Arealen des
Amygdala, so wird die Fähigkeit beeinträchtigt sich an den
Cortex zur Verarbeitung weiterleitet. Zum Beispiel leitet der Thalamus Informationen von
Gesichtsausdrücken zu erinnern.
den Augen in die cortikale Areale der visuellen Verarbeitung. Das Cerebellum
emotionalen Gehalt von
Der Hypothalamus ist eine der kleinsten Strukturen des Gehirns und spielt jedoch bei
(Kleinhirn) liegt beim Hirnstamm an der Schädelbasis. Es koordiniert Körperbewegungen,
vielen unserer wichtigsten alltäglichen Handlungen eine entscheidende Rolle. Er ist aus
kontrolliert die Haltung und hält das Gleichgewicht aufrecht. Eine Schädigung des
verschiedenen Kernen (Nuclei), kleiner Neuronenbündeln, zusammengesetzt, die
Cerebellums unterbricht den Fluss ansonsten weicher Bewegungen. Die Bewegungen
physiologische Prozesse des motivationalen Verhaltens regulieren (darunter Essen,
erscheinen bei einer Schädigung unkoordiniert und ruckartig.
Trinken, Regelung der Temperatur und sexuelle Erregung). Der Hypothalamus erhält das
innere Gleichgewicht des Körpers die Homöostase. Der Hypothalamus ist z.B. an der
Stimulation des Organismus zur Nahrungsbeschaffung und Nahrungsaufnahme beteiligt,
wenn dem Körper die Energiereserven fehlen. Sinkt die Körpertemperatur, verursacht der
Hypothalamus eine Kontraktion der Blutgefäße oder kleine unwillkürliche Bewegungen,
das Frösteln oder Zittern vor Kälte. Der Hypothalamus reguliert auch die Aktivitäten des
endokrinen Systems.
Das limbische System ist die Gehirnregion, die das emotionale Verhalten, grundlegende
motivationale Bedürfnisse, Gedächtnis sowie wichtige physiologische Funktionen
kontrolliert. Des Weiteren regelt das limbische System die Körpertemperatur, Blutdruck,
Blutzuckerspiegel und andere Aspekte des Körperhaushalts. Das limbische System
besteht aus drei Strukturen: Hippocampus, Amygdala und Hypothalamus.
Der Hippocampus, die größte Struktur des limbischen Systems, spielt beim Erwerb
expliziter Gedächtnisinhalte eine wichtige Rolle. Eine Schädigung am Hippocampus
beeinträchtigt andererseits nicht die Fähigkeit, dem Bewusstsein nicht zugängliche
Gedächtnisinhalte zu erwerben. Das bedeutet, man könnte trotz einer Schädigung des
Hippocampus neue Tätigkeiten erlernen, man könnte sich nur nicht daran erinnern.
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:
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;
Das Großhirn
Beim Menschen überragt das Großhirn den Rest des Gehirns. Das Großhirn beansprucht
in etwa zwei Drittel der gesamten Gehirnmasse für sich. Seine Aufgabe ist die Regulierung
höherer kognitiver und emotionaler Funktionen. Die Großhirnrinde besteht aus einer etwa
drei Millimeter dicken Schicht aus Milliarden von Zellen. Das Großhirn ist in zwei fast
symmetrischen Hälften, die cerebralen Hemisphären, unterteilt. Die beiden Hemisphären
sind über einen gewaltigen Strang an Nervenfasern, das Corpus callosum (auch Balken
genannt) verbunden. Über diesem Pfad vollzieht sich der Informationsaustausch
zwischen den Hemisphären. Jede Hemisphäre wurde mithilfe zweier wichtiger
Landmarken kartografiert. Eine Furche, der Sulcus centralis (Zentralfurche), teilt jede
Hemisphäre vertikal und eine zweite ähnliche Furche, die Fissura lateralis (auch
sylvische Furche genannt), teilt jede Hemisphäre horizontal. Durch diese Unterteilungen
lassen sich 4 Hirnlappen in jeder Hemisphäre definieren.
Der Frontallappen oder Stirnlappen (Lobus frontalis) ist an der motorischen Kontrolle
und kognitiven Aktivitäten wie Planen, Entscheiden und dem Setzen von Zielen beteiligt.
3. Neuronen
Er befindet sich oberhalb der Fissura lateralis und vor dem Sulcus centralis. Eine
Schädigung des Lappens könnte eine verheerende Auswirkung auf das Handeln und die
Ein Neuron ist eine Zelle, die darauf spezialisiert ist, Informationen zu empfangen, zu
Persönlichkeit eines Menschen haben.
verarbeiten und/oder an andere Zellen innerhalb des Körpers weiterzuleiten. Neurone
Der Parietallappen oder Scheitellappen (Lobus parietalis) ist für Empfindungen wie
besitzen unterschiedliche Formen, Größen, chemische Zusammensetzungen und
Berührungen, Schmerz und Temperatür verantwortlich und befindet sich direkt hinter der
Funktionen – über 200 verschiedenen Arten wurden in Gehirnen von Säugetieren
Zentralfurche.
identifiziert – aber alle Neurone besitzen dieselbe grundlegende Struktur. Es gibt zwischen
100 Milliarden und einer Billion Neurone in unserem Gehirn.
Der Okzipitallappen oder Hinterhauptslappen (Lobus occipitalis), die Endstation für
Neurone erhalten typischerweise an einem Ende Informationen und senden am anderen
visuelle Informationen, liegt am Hinterkopf.
Ende Botschaften aus. Grundsätzlich besteht ein Neuron zum einen aus einem Zellkörper
Der Temporallappen oder Schläfenlappen (Lobus temporalis), verantwortlich für das
(Soma oder Perikaryon), der den Zellkern enthält und zum anderen aus einem oder
Hören, befindet sich unter der Lateralfurche auf jeder Hemisphäre.
mehreren
Fortsätzen,
welche
sich
wiederum
in
Erregungsempfänger
und
Erregungsweitergeber aufteilen. Der Teil der Zelle, der ankommende Signale erhält, ist
eine Anzahl von verästelten Fasern außerhalb des Zellkörpers, die man Dendriten nennt.
Die Hauptaufgabe der Dendriten besteht darin, Erregung von Sinnesrezeptoren oder
anderen Zellen zu empfangen. Der Zellkörper oder das Soma enthält den Zellkern
(Nukleus) und das Zytoplasma, das die Zelle am Leben erhält. Das Soma integriert
Informationen über die Stimulation, die von den Dendriten empfangen wird (oder in
:
manchen Fällen direkt von einem anderen Neuron), und leitet sie über eine einzelne,
ausgedehnte Faser, das Axon weiter. Das Axon wieder leitet diese Informationen seiner
Länge nach weiter - die im Rückenmark über einen Meter und im Gehirn weniger als
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einem Millimeter betragen kann. Am anderen Ende des Axons befinden sich verdickte,
knollenähnliche Strukturen, die Endknöpfchen, über die das Neuron angrenzende
Drüsen, Muskeln oder andere Neuronen stimulieren kann. Neuronen übertragen
normalerweise Informationen nur in eine Richtung: von den Dendriten über das Soma zum
Axon bis hin zu den Endknöpfen.
Anders als bei den Dendriten findet man am Ende eines Axons eine terminale
Aufzweigung (Telodendron). Die Enden dieser Aufzweigungen wiederum weisen kleine,
knötchenförmige Auftreibungen auf, die synaptischen Endknöpfchen (auch synaptische
Abbildung 1: Aufbau eines Neuron
Endkolben). Diese bilden zusammen mit der Zellmembran der nachfolgenden Zelle und
Es gibt drei Hauptarten von Neuronen. Sensorische Neuronen übermitteln Botschaften
dem dazwischen liegenden Spalt die sog. Synapse. An den Synapsen findet die
von Sinnesrezeptorzellen hin zum Zentralnervensystem. Rezeptorzellen sind hoch
Erregungsübertragung von einem Neuron zum nächsten statt. Das geschieht dadurch, das
spezialisierte Zellen, die beispielsweise auf Licht, Geräusche oder Körperpositionen
eine an den Endknöpfchen ankommende Erregung zum Einstrom von Kalziumionen an
reagieren. Motorneuronen leiten Botschaften weg vom Zentralnervensystem hin zu den
der präsynaptischen (vor dem synaptischen Spalt liegend) Zellmembran führt. Dies löst
Muskeln und Drüsen. Die Mehrzahl der Neuronen im Gehirn sind Interneurone, die
eine Verschmelzung von in den Endknöpfchen befindlichen synaptischen Vesikeln mit
Botschaften von sensorischen Neuronen an andere Interneurone oder Motorneurone
der präsynaptischen Membran aus. Dadurch wird eine in den Vesikeln gespeicherte
weiterleiten. Auf jedes Motorneuron im Körper kommen etwa 5.000 Interneurone im
Substanz in den synaptischen Spalt ausgeschüttet. Dies ist das Funktionsprinzip der
riesigen Schaltnetz, welches das Verarbeitungssystem des Gehirns bildet (Nauta &
chemischen Synapse. Die in den Spalt ausgeschüttete Substanz wird als Transmitter
Feirtag, 1979).
(Überträgerstoff) bezeichnet. Der Transmitter bindet an der nachfolgenden Nerven-,
Der Begriff Synapse bezeichnet die funktionelle Verbindung zwischen einzelnen
Muskel- oder Drüsenzelle an definierten Rezeptoren, erregt dadurch deren Membran
Nervenzellen oder Neuronen. Er wurde im Jahr 1897 von Sir Charles Sherrington aus dem
(postsynaptischer Membran) elektrisch und vermittelt auf diese Weise das Signal von
Griechischen (synapto = ich verbinde mich mit) entlehnt. An der Synapse wird der
Zelle zu Zelle weiter. Ein Transmitter kann nach Beschaffenheit des Rezeptors nicht nur
Nervenimpuls von einer Nervenzelle auf die andere übertragen. Erst in den 50er-Jahren
erregend, sondern auch hemmend auf die nachfolgende Zelle wirken.
konnte mit der Entwicklung des Elektronenmikroskops die Ultrastruktur der Synapse, klar
definiert und als Verbindung, aber nicht als Fusion zwischen Nervenzellen, nachgewiesen
werden.
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Adrenalin ist ein im Nebennierenmark gebildetes und in Stresssituationen ins Blut
4. Hormone
ausgeschüttetes Hormon. Als Stresshormon vermittelt Adrenalin eine Steigerung der
komplexes
Herzfrequenz, einen Anstieg des Blutdrucks, eine Erweiterung der Atemwege, eine
Regulationssystem, das endokrine System. Es unterstützt die Arbeit des Nervensystems
schnelle Bereitstellung von Energiereserven durch Fettabbau sowie die Freisetzung und
durch ein Netzwerk von Drüsen, welches chemische Botenstoffe, die Hormone,
Biosynthese von Glucose. Es reguliert ebenso die Durchblutung und die Magen-Darm-
synthetisiert. Zu dem Drüsen – Netzwerk gehören Hypothalamus, vordere und hintere
Tätigkeit.
Neben
dem
zentralen
Nervensystem
gibt
es
ein
zweites,
hoch
Hirnanhangsdrüse, Schilddrüsen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren, Eierstöcke
Das Hormon Oxytocin wird im Hypothalamus gebildet. Von hier wird es über Axone zur
und Hoden.
hinteren Hirnanhangdrüse transportiert, zwischen gespeichert und bei Bedarf abgegeben.
Oxytocin hat eine wichtige Bedeutung beim Geburtsprozess. Gleichzeitig beeinflusst es
1. Zirbeldrüse
nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Geschlechtspartnern,
2. Hypophyse
sondern auch ganz allgemein soziale Interaktionen. Darüber hinaus verursacht es die
Milchejektion (Entleerung der Drüsenbläschen) durch Stimulation der Milchdrüse. In der
3. Schilddrüse
neurochemischen Forschung wird Oxytocin beim Menschen mit psychischen Zuständen
4. Thymus
wie Liebe, Vertrauen und Ruhe in Zusammenhang gebracht, des Weiteren wurde eine
5. Nebenniere
Lust steigernde Wirkung für Männer als auch für Frauen nachgewiesen
6. Bauchspeicheldrüse
7. Ovar
Die neuronale Informationsübertragung ist ein elektrochemisches Ereignis, es kann vom
8. Hoden
Gehirn aus und überall im Körper in verschiedenen Muskelsystemen gefunden und
gemessen werden. Im Gegensatz dazu ist die endokrine Informationsübertragung ein
biochemisches Ereignis, welches im Blut nachgewiesen werden kann. Beide Wege der
Informationsübertragung haben ihren Ursprung im Gehirn und hängen voneinander ab.
Der Hypothalamus ist die Schaltstelle zwischen dem endokrinen System und dem
zentralen Nervensystem. Von dort gehen Botschaften an die Hirnanhangsdrüsen, welche
wiederum die Hormonausschüttung der anderen endokrinen Drüsen beeinflusst. So
werden Erregungsniveau, Bewusstsein und Stimmungsschwankungen beeinflusst aber
auch Körperwachstum, Stoffwechsel und vieles andere mehr. Über das endokrine System
gelangen die Hormone ins Blut und finden so ihren Weg zu dem für sie bestimmten Ort.
Endorphine werden im Hypothalamus und in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Diese
Hormone beeinflussen das emotionale Verhalten wie z.B. Angst, Furcht, Anspannung,
Freude und Schmerzempfinden. Sie werden auch als „Schlüssel zum Paradies“
bezeichnet, stehen in Verbindung mit der Produktion von Sexualhormonen und werden
mitverantwortlich gemacht für die Entstehung von Euphorie. Das Endorphinsystem wird
unter anderem in Notfallsituationen aktiviert. Bestimmte körperliche Anstrengungen und
Schmerzerfahrungen
können
Glückszustand hervorrufen.
durch
die
Ausschüttung
von
Endorphinen
einen
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