neues und wichtiges aus der medizin

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NEUES UND WICHTIGES
AUS DER MEDIZIN
EMPHASIS-HF-SUBANALYSE UNTERSUCHT
AUSWIRKUNGEN VON VERÄNDERTER
QRS-DAUER UND -MORPHOLOGIE
NEUES AUS DER MEDIZIN
EPLERENON BEI PATIENTEN MIT MILDER HERZINSUFFIZIENZ
68
Eine kürzlich präsentierte Subgruppenanalyse1 der EMPHASISHF-Studie verdeutlicht die Risikoreduktion durch eine Zusatztherapie mit Inspra® (Eplerenon) bei Patienten mit leichter
chronischer
Herzinsuffizienz
(NYHA II) und linksventrikulärer
systolischer Dysfunktion (LVEF ≤
30 %), unabhängig von QRS-Dauer und -Morphologie.
Für diese kürzlich publizierte
Subanalyse wurden 2.275 Herzinsuffizienz-Patienten der EMPHASIS-HF-Studie in Bezug auf QRSDauer und -Morphologie in jeweils 3
Gruppen kategorisiert. QRS-Dauer
(ms): (Gruppe 1) < 120 (n = 1.375);
(Gruppe 2) 120–149 (n = 517); und
(Gruppe 3) ≥ 150 (n = 383); QRSMorphologie: (Gruppe 1) normal (n
= 1.252); (Gruppe 2) Linksschenkelblock (n = 608); und (Gruppe 3)
Rechtsschenkelblock / intraventrikuläre Leitungsstörung (n = 415).
Die Patienten wurden im
Rahmen der Studie hinsichtlich ihres Risikos für kardiovaskuläre Todesfälle oder Klinikeinweisungen
aufgrund von Herzinsuffizienz analysiert. Die Auswertung der Daten
belegt, dass eine veränderte QRSDauer und -Morphologie – verglichen mit Patienten ohne diese EKGAnomalien – mit einem höheren Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle
oder Klinikeinweisungen aufgrund
von Herzinsuffizienz verbunden ist.
Gleichzeitig konnte durch die Untersuchung gezeigt werden, dass die
Wirksamkeit des Aldosteronantagonisten Eplerenon unabhängig von
veränderter QRS-Dauer und -Morphologie gegeben ist.
Auch Patienten mit veränderter QRS-Dauer und -Morphologie
profitieren von einer MRA (Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten)Therapie mit Eplerenon als Ergänzung zu einer Standardtherapie mit
ACE-Hemmer/AT1-Rezeptor-Antagonist und Betablocker bei schwach
ausgeprägter Symptomatik der
Herzinsuffizienz.
Bei EMPHASIS-HF (Eplerenone in Mild Patients Hospitalization And Survival Study in Heart Failure)2 handelt es sich um eine multinationale, randomisierte, doppelblinde Untersuchung an über 2.700
Patienten mit leichter chronischer
Herzinsuffizienz (NYHA II) und
linksventrikulärer systolischer Dysfunktion (LVEF ≤ 30 %). Die im Jahre 2011 veröffentlichten Ergebnisse
hatten gezeigt, dass durch eine Behandlung mit Eplerenon (Inspra®)
zusätzlich zur Standardtherapie die
Rate der kardiovaskulären Todesfälle oder Klinikeinweisungen aufgrund von Herzinsuffizienz (primärer kombinierter Endpunkt) signifikant um 37 % (p < 0,001) reduziert
werden kann. Außerdem konnte so-
wohl die Gesamtmortalität als auch
die kardiovaskulär bedingte Sterblichkeit durch die zusätzliche Gabe
von Eplerenon um 24 % gesenkt werden. Zudem wurde durch die zusätzliche Eplerenon-Therapie eine Reduktion der stationären Behandlungen um 23 % und der herzinsuffizienzbedingten Hospitalisierungen
um 42 % erreicht. Die vorgelegten
Daten führten in 2012 zu einer
Empfehlung von Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten (MRA) wie
z.B. Eplerenon in den europäischen
Leitlinien.3
Über Inspra®
Eplerenon (z. B. Inspra®) ist
ein Medikament aus der Klasse der
selektiven Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten. Eplerenon wird
sowohl zusätzlich zu einer Standardtherapie, die Betablocker
einschließt, zur Verringerung des
Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei stabilen
Patienten mit linksventrikulärer
Dysfunktion (LVEF ≤ 40 %) und klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz nach kürzlich aufgetretenem
Herzinfarkt angewendet als auch
bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II
und linksventrikulärer systolischer
Dysfunktion (LVEF ≤ 30 %) zusätzlich zu einer optimalen Standardtherapie, unabhängig von der
Ursache der Herzinsuffizienz.4 Eplerenon weist im Vergleich zu Spironolacton eine niedrigere Affinität
zu Androgen- und Progesteron-Rezeptoren auf. Durch das bessere
«hormonale Profil» treten unter der
Therapie mit Eplerenon im Vergleich zu Spironolacton weniger
hormonal bedingte Nebenwirkungen wie beispielsweise Gynäkomastie auf.5, 6, 7
3.
Quellen
1.
Eur J Heart Fail. 2015 Jul;
17(7):707-16.
2.
N Engl J Med 2011; 364:11-21.
5.
4.
6.
7.
Eur Heart J 2012; 33(14):1787847.
Aktuelle Fachinformation Inspra®
Ann N Y Acad Sci. 2002; 970:89.
N Engl J Med. 2003; 348 (14):
1309.
N Engl J Med. 1999; 341(10):709.
Bei depressiven Patienten ab etwa
dem 60. Lebensjahr spricht man
von einer Depression im Alter bzw.
Altersdepression. Prinzipiell unterscheidet sich die Depression von älteren Patienten nicht wesentlich von
der Depression jüngerer Patienten,
allerdings sind einige Besonderheiten zu beachten. Die Depression im
Alter wird häufig durch belastende
Lebensereignisse ausgelöst. Dazu
kann z.B. der Tod von Familienangehörigen und Freunden, gesundheitliche Beeinträchtigungen, Übergang in den Altersruhestand, die
Trennung von den eigenen Kindern
oder eine schlechtere finanzielle Absicherung gehören. Im Alter sind
Hauptsymptome einer Depression
am Anfang oft von körperlichen Beschwerden, teilweise auch psychosomatischer Natur, überlagert. Es
überwiegen anfänglich oft unspezifische Symptome wie Kopf- und
Rückenschmerzen, Schwindelanfälle oder Magen-Darm-Beschwerden.
Zu den typischen körperlichen Symptomen zählen:
• Kopfschmerzen: äußern sich typischerweise als diffuse Schmerzen im ganzen Kopf. Der
Schmerz wird häufig als permanenter Druck beschrieben, als
wäre der Kopf in einem Schraubstock eingespannt.
• Rückenschmerzen: können in
verschiedenster Form auftreten.
• Magen-Darm-Beschwerden:
treten in verschiedenster Form
auf, diese reichen von Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung,
bis hin zu Übelkeit und Erbrechen.
• Atemprobleme: oft wird ein
Druck auf den Brustkorb beschrieben und es kommt zu einer
flachen und erschwerten Atmung.
• Schlafstörungen: typisch sind
die Durchschlafstörungen, seltener Einschlafstörungen. Die Patienten wachen nach einer kurzen Schlafphase auf und können
dann für eine längere Zeit nicht
mehr einschlafen und/oder der
Schlaf bleibt oberflächlich und
ist von vielen Wachphasen unterbrochen. Oft wird dies noch von
Albträumen begleitet. Die Patienten fühlen sich morgens, als
hätten sie gar nicht geschlafen.
• Appetitlosigkeit: häufig kommt
es zu einer Appetitlosigkeit mit
Gewichtsverlust.
• Herzbeschwerden: treten in
den verschiedensten Formen
auf, von einem permanenten
Druckgefühl in der Brust, über
stechende
und
brennende
Schmerzen, bis hin zu Herzrasen.
• Kreislaufbeschwerden: oft klagen die Betroffenen über kalte
Hände und Füße, es kann zu ei-
ner Temperaturüberempfindlichkeit kommen, häufig werden Symptome wie erhöhter Blutdruck
und Schwindel beobachtet.
Die Hauptsymptome der Depression im Alter sind die psychischen Beschwerden, die allerdings
oft zunächst von den körperlichen
Symptomen überlagert werden und
sich erst mit der Zeit manifestieren.
Zu den wichtigsten zählen:
• Eine allgemeine Antriebs- und
Lustlosigkeit.
• Emotionales Abstumpfen: Die
Patienten sind oft nicht mehr in
der Lage, Gefühle zu äußern. Positive Ereignisse werden nicht
mehr wahrgenommen.
• Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche.
• Häufig kommt es zu einem
Rückzug aus dem sozialen Umfeld, Hobbys werden aufgegeben
und der Kontakt zu anderen
Menschen vermieden. Der Patient igelt sich ein.
• Die allgemeine Stimmung ist
niedergeschlagen, unglücklich,
verzweifelt. Der Patient resigniert, verfällt in Selbstzweifel
und es stellt sich ein Gefühl der
Wertlosigkeit ein.
• Es kann zu einem vermehrten
Nachdenken über den Tod und
Selbstmordgedanken kommen.
• Bei depressiven Männern
kommt es gehäuft zu einer ho-
NEUES AUS DER MEDIZIN
TRANYLCYPROMIN BEI DER BEHANDLUNG DER
DEPRESSION IM ALTER
69
NEUES AUS DER MEDIZIN
hen Reizbarkeit bis hin zu Aggressivität und Wutanfällen.
Eine allgemeine Feindseligkeit
sogar gegenüber geliebten Menschen kann auftreten. Oft ist
auch ein verstärktes Suchtverhalten bemerkbar.
Als grundsätzliches Ziel der
Therapie einer Depression im Alter
ist die Rückgewinnung von Lebensqualität bei den Betroffenen anzusehen. Dies bedeutet, dass einerseits
gelernt wird, mit der derzeitigen Situation umzugehen und diese zu akzeptieren und andererseits, dass der
Alltag wieder aktiver und positiver
gestaltet wird. Die Behandlung besteht zumeist aus einer Kombination von Psychotherapie, medikamentöser Therapie und soziotherapeutischen Maßnahmen. Bei der
medikamentösen Therapie altersdepressiver Menschen müssen verschiedene Besonderheiten beachtet
werden. Im Alter verändert sich die
Verarbeitung von Wirkstoffen in den
Organen und in der Regel verlaufen
Aufnahme
und
Ausscheidung
langsamer als bei jüngeren Menschen. Die richtige Einstellung ist somit besonders sorgfältig durchzuführen. Der Beachtung von Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
kommt bei älteren Patienten eine besondere Rolle zu, da häufig mehrere
70
Erkrankungen gleichzeitig behandelt werden. Selektive Serotoninwiederaufnahme-Hemmer gelten als
Mittel der Wahl. Sollte ein Erfolg der
Therapie ausbleiben, kommen auch
andere Wirkstoffe zum Einsatz. Die
Therapie muss bei jedem Patienten
individuell abgestimmt werden und
hängt stark von dem Gesamtzustand, anderen Erkrankungen und
möglichen Wechselwirkungen mit
Medikamenten ab.
Die Behandlung von älteren Patienten mit Tranylcypromin (Jatrosom®)
Tranylcypromin steht aufgrund seiner Kontraindikationen
(ausgeprägte Hypertonie, vaskuläre
Erkrankungen des Herzens und des
ZNS, Phäochromozytom, Thyreotoxikose) und häufigen Nebenwirkungen wie orthostatische Dysregulation auf der PRISCUS-Liste der für ältere Menschen potenziell inadäquaten Arzneimittel. Die dort genannten Alternativen wie SSRI sind aber
im Therapiealgorithmus der Depression zumeist ohnehin schon vor
dem MAO-Hemmer versucht worden. Weiterhin nimmt im Alter die
MAO-Aktivität zu und es kommt zu
einer Verringerung von zentralem
Noradrenalin und Serotonin. Eine
medikamentöse
MAO-Hemmung
bietet somit einen durchaus sinnvollen Ansatz als Therapie der dritten
Wahl. Mögliche Vorteile von
Tranylcypromin bei älteren Patienten sind das Fehlen zentraler anticholinerger Effekte, keine EKGVeränderungen, fehlende Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien,
geringe pharmakokinetische Wechselwirkungen und die Verringerung
von oxidativem metabolischen
Stress. Bei älteren Patienten ist eine
langsamere Dosissteigerung unter
regelmäßiger Blutdruckkontrolle
vorzunehmen. Die verabreichten
Tagesdosen sollten so gering wie
möglich gehalten werden. Auf eine
tyraminarme Diät ist zu achten. Diese kann auch von älteren Patienten
in der Regel gut gehandhabt werden. Wie auch bei anderen Antidepressiva ist eine regelmäßige Kontrolle auf Verträglichkeit und Nebenwirkungen notwendig.
Man kann also zusammenfassen, dass eine Therapie mit
Tranylcypromin durchaus eine Ergänzung zur herkömmlichen Therapie der Depression im Alter bieten
kann, wenn Kontraindikationen
ausgeschlossen werden können, das
höhere Risiko einiger Nebenwirkungen berücksichtigt und das Einhalten der tyraminarmen Diät gewährleistet wird.
TARDYFERON® – 3 FÄLLE AUS DER
GYNÄKOLOGISCHEN PRAXIS
BERICHT VON PROF. DR. MED. DR. H.C. ERNST RAINER WEISSENBACHER
Eisen zählt zu den wichtigsten Spurenelementen des menschlichen Organismus. Es dient zur erythrozytären Hämoglobinbildung und ist
mitverantwortlich für den Sauerstofftransport und einen funktionierenden Energiestoffwechsel. Es wird
geschätzt, dass weltweit etwa 2.000
Millionen Menschen von einer Anä-
mie betroffen sind. Etwa die Hälfte
der Anämie-Fälle geht mit einem Eisenmangel einher. In den Industrienationen sind etwa 5–20 % der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen .
Eisenmangel und eine daraus resultierende Anämie kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Zu den typischen Symptomen
gehören: eine verminderte Leistungsfähigkeit und allgemeine Abgeschlagenheit, sowie eingerissene
Mundwinkel, Blässe, Müdigkeit,
eine erhöhte Infektanfälligkeit und
vermehrter Haarausfall. Auch
scheint der Eisenmangel eine Rolle
beim als „Restless Legs“ bezeichneten Phänomen zu spielen, bei dem
resorbiert werden kann . Auch eine
nicht erkannte Zöliakie stellt ein
Problem für die Eisenresorption
dar. Viele weitere chronische Erkrankungen wie z.B. eine rheumatoide Arthritis sind ebenfalls häufig
von einem Eisenmangel begleitet.
Neben einem erhöhten Bedarf aufgrund entzündlicher Prozesse treten als Medikamentennebenwirkung unter Umständen Mikroblutungen im Gastrointestinalbereich
auf, die zu Blut- und somit Eisenverlusten führen .
Liegt eine manifeste Anämie
mit Eisenmangel vor, so ist die Therapie der Wahl die Eisensubstitution. Auch im Fall eines sogenannten
IDWA (Iron Deficiency without
Anaemia, Eisenmangel ohne Anämie) kann eine Eisensubstitution
sinnvoll sein, um das Allgemeinbefinden des Patienten zu verbessern
und ein Abgleiten in die Anämie zu
vermeiden . Die orale Eisentherapie
ist hierbei die Therapie der Wahl.
Eine parenterale Eisensupplementation sollte nur erfolgen, wenn klinisch eine rasche Substitution notwendig ist und/oder orale Eisenpräparate unwirksam sind oder
nicht angewendet werden können.
Anhand von drei Fällen aus
der täglichen Praxis lässt sich die
ausgezeichnete effektive Wirkung
von Tardyferon® deutlich darstellen.
Fall 1:
Anamnese: 22-jährige Patientin,
1,67 m groß, bei einem Körpergewicht von 54 kg, Angestellte in der
Stadtverwaltung, klagt über gelegentliche Zwischenblutungen, zusätzlich leidet sie unter Konzentrationsproblemen und fühlt sich allgemein abgeschlagen. In den letzten
Monaten hatte sie mehrere banale
Infekte. Sie ist sportlich aktiv und
ansonsten in einem guten Allgemeinzustand. Sie ernährt sich seit 2
Jahren vegan.
Befund: Die klinischen Untersuchungen sind unauffällig. Die üblichen Laborparameter sind im
Normbereich. Der Serumeisenstatus zeigt allerdings einen sehr tiefen
Ferritin-Wert von 7µg/ml und einen
tiefen Serumeisenwert, ein erhöhtes
Transferrin und eine außerordentlich tiefe Transferrinsättigung.
Therapie: Es erfolgt die Substitution mit Tardyferon®, 2-mal täglich
morgens und abends über einen
Zeitraum von 4 Wochen. Nach 4 Wochen wird die Dosis auf 1-mal täglich reduziert und erfolgt für weitere
8 Wochen.
Verlauf: Die Eisenparameter haben
sich normalisiert und die Patientin
ist beschwerdefrei. Das Medikament wurde sehr gut vertragen.
Fall 2:
Anamnese: 34-jährige Patientin,
1,59 m groß, bei einem Körpergewicht von 61 kg, Hausfrau. Hat vor 3
Monaten im Ausland entbunden
und ist seit 2 Wochen wieder in
Deutschland. Sie kommt zur gynäkologischen Erstuntersuchung in
die Praxis. Sie klagt seit Wochen
über leicht gesteigerten Haarausfall, Müdigkeit, Leistungsabfall und
Konzentrationsmangel. Vor dem
Einschlafen verspürt sie häufig ein
unangenehmes Kribbeln in den Beinen. Allerdings wurde den Symptomen bis jetzt durch die geänderten
Lebensumstände wenig Beachtung
geschenkt.
Befund: Die klinischen Untersuchungen und üblichen Laborparameter zeigen weitgehend normale
Befunde. Allerdings ist eine geringgradige Anämie vorhanden. Ein Serum-Eisenstatus zeigt erniedrigte
Ferritinwerte, einen tiefen Serumeisenwert, ein leicht erhöhtes Transferrin und eine tiefe Transferrinsättigung.
Therapie: Gabe von Tardyferon®
1-mal täglich über einen Zeitraum
von 16 Wochen.
Verlauf: Abklingen der gesamten
Symptomatik, bereits nach 5 Wochen verspürte sie keinerlei abendliche Missempfindungen in den Beinen mehr. Das Medikament wurde
hervorragend vertragen.
NEUES AUS DER MEDIZIN
es zu Missempfindungen in den Beinen (vorwiegend abends und
nachts) und in Folge zu Schlafstörungen kommen kann. Insbesondere bei heranwachsenden Mädchen
scheint sich ein Eisenmangel auch
auf die kognitiven Funktionen auszuwirken .
Ein Eisenmangel kann vielfältige Ursachen haben. Im Wesentlichen liegen dabei zwei Mechanismen zugrunde: es kommt zu einem
vermehrten Bedarf unter bestimmten Lebensumständen und/oder erhöhten Verlusten. Zunächst äußert
sich dies durch eine Entleerung der
Eisenspeicher mit Absinken des Ferritin-Wertes. Der Körper versucht
daraufhin, vermehrt Eisen aus der
Nahrung zu resorbieren. Jedoch unterliegt das in Nahrungsmitteln enthaltene Eisen zahlreichen Wechselwirkungen. So sind speziell Frauen
im gebärfähigen Alter von Eisenmangel betroffen . Durch die monatlichen Blutungen kommt es zu Eisenverlusten, die insbesondere im
Fall von Hypermenorrhoe oft nicht
mehr durch Nahrungseisen ausgeglichen werden können. Auch in der
Schwangerschaft ist der steigende
Eisenbedarf ebenfalls oft nicht
mehr durch die Ernährung zu
decken, denn schwangere Frauen
haben in Abhängigkeit vom Körpergewicht einen stark gesteigerten
Gesamteisenbedarf. Frauen, die
während der Schwangerschaft keine
Eisensubstitution erhalten haben,
weisen oft noch bis zu einem halben
Jahr nach der Entbindung entleerte
Eisenspeicher auf. Auch bei Frauen,
die verstärkt Ausdauersport betreiben, kann es zu einem erhöhten Eisenbedarf kommen. Zum einen
wird dies durch die verstärkte Hämoglobinproduktion hervorgerufen
und zum anderen scheint es unter
extremer körperlicher Belastung zu
Mikroblutungen im Darm und damit verbundenen Eisenverlusten zu
kommen . Chronisch entzündliche
Darmerkrankungen wie Morbus
Crohn oder Colitis ulcerosa führen
dazu, dass Nahrungseisen schlecht
71
Fall 3:
Anamnese: 29-jährige Patientin,
1,73 m groß, bei einem Körpergewicht von 68 kg, angestellte Bürokraft. Sie ist postpartal nach Sectio
in Behandlung. Sie leidet an
Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Des Weiteren beklagt
sie sich über Stillprobleme, wenig
Milchproduktion, überempfindliche Brustwarzen und dadurch eine
ausgeprägte Abneigung gegen das
Stillen.
Befund: Die Patientin befindet sich
in einem der Situation entsprechenden Zustand. Sie hat leichte Anzeichen einer Wochenbettdepression.
Die Laborbefunde deuten auf eine
Anämie hin. Der Hämoglobin Wert
liegt bei 9,6 g/dl, der Ferritinwert ist
hoch, was aber auf die Entzün-
dungswerte nach der Sectio zurückzuführen ist.
Therapie: Die Patientin erhält Tardyferon® zusätzlich zur üblichen
Therapie über einen längeren Zeitraum.
Verlauf: Bereits nach wenigen Wochen kam es zu einer deutlichen
Besserung des Gesamtzustandes.
Auch die Kontrolle der Laborwerte
zeigte eine Besserung und nach 16
Wochen stellte sich eine Normalisierung der Werte ein. Das Medikament wurde sehr gut vertragen.
Resümee:
Tardyferon® ist das weltweit
am häufigsten verordnete Eisenpräparat . Es hat eine besondere Galenik, die speziell an die bei Eisenmangel veränderten Resorptionsbe-
dingungen des Organismus angepasst ist. Dabei ist die Eisenfreisetzung so gesteuert, dass nach sechs
Stunden 90 % des Eisens freigesetzt
sind, wovon 70 % im Duodenum und
weitere 15 % zur Verfügung stehen.
Das Eisen steht somit in den einzelnen Darmabschnitten gemäß der resorptiven Kapazität zur Verfügung
und es kommt so zu keinem massiven Überangebot an Eisen. Dadurch
kommt es zu deutlich weniger Irritationen der Darmschleimhaut. Weitere Inhaltsstoffe unterstützen zusätzlich die gute Verträglichkeit von Tardyferon® .Auf Grund dieser Eigenschaften ist Tardyferon® hervorragend zur Therapie der Eisenmangelanämie für eine Vielzahl von
Patientinnen in der gynäkologischen
Praxis geeignet.
Iberogast
®
Ibero
gas t
®
HyperSäure
acidität
freie
Entzündungen
Radikale
Hypomotilität
motolität
Ibe
rog
Magenschmerzen
Sodbrennen
Völlegefühl
Blähungen
Magenkrämpfe
Übelkeit
Hypersensibilität
®
72
Eine wirklich großartige Erfolgsgeschichte in der Gastroenterologie
schreibt Iberogast® als Phytotherapeutikum, dessen überlegene
Wirksamkeit sowohl beim Reizmagensyndrom als auch beim
Reizdarmsyndrom in klinischen
Studien nachgewiesen wurde. Iberogast gilt somit heute als das Arzneimittel der ersten Wahl bei Mobilitätsstörungen des Magen-DarmTrakts.
Auch 55 Jahre nach der Einführung setzt Iberogast® Ärzte und
Pharmakologen immer wieder in Erstaunen. Die Multi-Target-Wirkung
auf alle wichtigen Ursachen und
Symptome funktioneller MagenDarm-Erkrankungen ebenso wie die
gute Verträglichkeit wurden in zahlreichen Evidenz-basierten Studien
nachgewiesen. Gleichzeitig gibt es
wohl kaum ein anderes pflanzliches
Arzneimittel, dessen Wirkweise bis
auf das Rezeptor-Niveau aufgeklärt
werden konnte. Es zeigte sich, dass
bei Patienten mit funktioneller Dyspepsie, die unter Symptomen wie
gast
Ibero
NEUES AUS DER MEDIZIN
55 JAHRE IBEROGAST
Hypermotolität
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Multi-Target-Wirkung von Iberogast bei Reizmagen- und Reizdarmsyndrom
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Tardyferon® Depot-Eisen(II)-sulfat. Wirkstoff: Eisen(II)-sulfat. Zus.: 1 Retardtablette enthält: Arzneilich wirksamer Bestandteil: 256,3 mg Eisen(II)-sulfat 1,5 H2O (entsprechend 80 mg Fe2+). Sonstige Bestandteile:
Mucoproteose, Ascorbinsäure, Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:2) (Ph Eur.), Triethylcitrat, Povidon K 30, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Magnesiumtrisilicat, Poly[butylmethacrylat-co-(2-dimethylaminoethyl)methacrylat-co-methylmethacrylat] (1:2:1), Carnaubawachs, Erythrosin, Aluminiumsalz, Titandioxid, hydriertes Rizinusöl, Sucrose, Kartoffelstärke, Reisstärke. Anw.: Therapie von Eisenmangelzuständen. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gegen Bestandteile, Hämochromatosen, Eisenverwertungsstörungen (Bleianämie, sideroachrestische Anämien, Thalassämie). Kinder < 10 Jahren. Nebenwirk.: Häufig: Verstopfung, Durchfall, aufgeblähter Bauch, Oberbauchbeschwerden, verfärbte Stühle, Übelkeit. Gelegentlich: Kehlkopfentzündungen, abnormale Stühle, Dyspepsie, Erbrechen, Gastritis, Pruritus,
erythematöser Ausschlag. Nicht bekannt: Zahnverfärbungen, Ulzerationen der Mundschleimhaut, Hypersensibilität, Urtikaria. Falsch positive Reaktionen bei Benzidinprobe oder ähnlichen Tests
zum Nachweis okkulter Blutungen im Stuhl sind möglich. Tardyferon® drei Tage vor der Untersuchung absetzen. Stand: Juli 2014
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NEUES AUS DER MEDIZIN
Magenschmerzen,
Magen-DarmKrämpfen, Völlegefühl, Blähungen
oder Sodbrennen leiden, die Behandlung mit der Iberis-amaraKombination ohne Alternative ist.
Die Multi-Target-Therapie ist
ein neues rationales Verabreichungskonzept, mit dem eine Erkrankung durch ein Multiarzneistoffgemisch gezielt parallel an den
unterschiedlichsten Ansatzpunkten
kausal behandelt wird.
Speziell bei multikausalen
Erkrankungen wie dem Reizmagensyndrom oder dem Reizdarmsyndrom ist diese Therapie zukunftsweisend.
In der Phytotherapie wurde
bereits sehr früh erkannt, dass mit
entsprechend zusammengesetzten
Pflanzenextrakt-Kombinationen
eine effektivere Wirkung erzielt werden kann als durch einen einzelnen
hoch dosierten Arzneistoff.
Gleichzeitig hat dieses Prinzip den Vorteil, dass das Risiko von
Nebenwirkungen aufgrund der
niedrigen Dosierung der Einzelkomponenten reduziert oder völlig
eliminiert werden kann.
Im Rahmen eines Expertengesprächs führender Gastroenterologen gab es Konsens darüber, dass
Iberogast® durch seine vielfältigen
74
Die neun Heilpflanzen in Iberogast®
Wirkmechanismen und Angriffspunkte dem Prinzip einer Multi-Target-Therapie voll entspricht.
Iberogast® wurde demzufolge
als einziges Präparat sowohl für das
Reizmagen- als auch für das
Reizdarmsyndrom zugelassen und
als einziges Evidenz-basiertes Therapeutikum von der Kommission
der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten in die Leitlinien und Therapieempfehlungen für beide Indikationsgebiete aufgenommen.
DAS ANTIDEPRESSIVUM AGOMELATIN:
UMFASSENDE META-ANALYSE BESTÄTIGT
GUTE WIRKSAMKEIT UND VERTRÄGLICHKEIT
BERICHT VON PROF. DR. MED. HANS-JÜRGEN MÖLLER
Agomelatin ist nun schon seit mehreren Jahren auf dem deutschen Arzneimittelmarkt verfügbar und hat
sich klinisch bewährt. Agomelatin
ist im klinischen Alltag neben seiner
guten Wirksamkeit besonders geschätzt wegen seiner hervorragenden Verträglichkeit. Das Medika-
ment hat weder die für die trizyklischen Antidepressiva typischen Nebenwirkungen, wie z.B. anticholinerge Nebenwirkungen (Mundtrockenheit, Harnverhaltung, Glaukom)
und kardiale Nebenwirkungen
(Störungen der Reizleitung), noch
die typischen Nebenwirkungen der
SSRIs wie Übelkeit, Erbrechen, gastrointestinale Störungen und sexuelle Funktionsbeeinträchtigung. Insofern ist die subjektive und objektive Verträglichkeit exzellent wie bei
kaum einem anderen Antidepressivum. Dieses positive Bild wird lediglich getrübt durch ein gewisses Risi-
der Patienten berichtet. Die Art der
unerwünschten Begleitwirkungen
entsprach dem, was aus Placebo
kontrollierten Studien bekannt ist
(und in diesen Studien größtenteils
sowohl unter Placebo als auch unter
Agomelatin auftraten!).
Die antidepressive Wirksamkeit wurde nicht nur in mehreren
Placebo kontrollierten Studien gezeigt, sondern auch in randomisierten doppelblinden Vergleichsstudien mit anderen Antidepressiva, wie
z.B. Fluoxetin, Sertralin und Venlafaxin. Die Ergebnisse dieser Studien wurden in mehreren Meta-Analysen zusammengefasst. Die umfassendste von allen publizierten und
unpublizierten Studien, die zum
Zeitpunkt der Meta-Analyse vorhanden war, ist die von Taylor et al
(2014), die im September 2015 beim
Kongress des European College of
Neuropsychopharmacology (ECNP)
in Amsterdam in einem viel beachteten Vortrag präsentiert wurde. In
diese Meta-Analyse wurden 20 Studien – sowohl Studien gegen Placebo als auch Studien gegen Antidepressiva (SSRIs, SNRIs) - mit insgesamt 7460 Patienten einbezogen.
Die Ergebnisse zur Wirksamkeit zeigen sowohl im Vergleich der
Mittelwerte des Depressionsscores
als auch im Vergleich der Häufigkeit
von Respondern und Remittern
eine deutliche und signifikante
Überlegenheit von Agomelatin gegen Placebo.
Im Vergleich zu verschiedenen Antidepressiva (SSRIs und
SNRIs) ergibt sich sowohl bei den
Depressionsscore-Mittelwerten als
auch bei den Häufigkeiten von Respondern bzw. Remittern eine den
anderen Antidepressiva entsprechende Wirksamkeit.
Die Ergebnisse zur Verträglichkeit, in den Meta-Analysen nur
indirekt über die Abbruchquote
erfasst, zeigen in verschiedenen
Kategorisierungen Vorteile für
Agomelatin, am deutlichsten und
hochsignifikant in der Kategorie
„Therapieabbruch wegen Nebenwirkungen“ im Vergleich zu Antidepressiva. In der gleichen Kategorie kommt es im Vergleich zu Placebo zu keiner Differenzierung, d.h.
die Abbruchquote wegen Nebenwirkungen liegt auf Placebo-Niveau.
Zusammengefasst zeigt diese
nach modernsten methodischen
Standards und unter Einbeziehung
aller randomisierten doppelblinden
Kontrollgruppenstudien durchgeführte Meta-Analyse:
- die Wirksamkeit von Agomelatin
ist anderen neueren Antidepressiva (SSRIs, SNRIs) vergleichbar,
- die Verträglichkeit, indirekt gemessen über die Quote von Therapieabbrüchen wegen Nebenwirkungen, ist deutlich besser als
die anderer neuerer Antidepressiva und liegt auf Placebo-Niveau.
JAYDESS BIETET VERHALTENSUNABHÄNGIGE,
HOHE KONTRAZEPTIVE WIRKSAMKEIT
BIS ZU DREI JAHREN
In einer mir vorliegenden Presse-Information weist der Arzneimittelhersteller Jenapharm darauf hin,
dass sich seit März 2014 mit Jaydess
das weltweit kleinste Levonorgestrel
freisetzende Intrauterinsystem auf
dem Markt befindet. Das nur 28 x
30 mm kleine IUS ist ein sehr verträgliches und verhaltensunabhängiges sicheres Langzeitverhütungsmittel. Mit einer Wirkdauer von drei
Jahren, minimalen, lokal abgegebe-
nen Levenorgestrelmengen, einem
Pearl-Index von 0,33 und einer schonenden Einlage eignet sich das neue
LNG-IUS für eine noch breitere
Zielgruppe von Anwenderinnen als
bisherige Systeme. Zudem belegt die
NEUES AUS DER MEDIZIN
ko zu Transaminasen-Anstiegen, selten mit Werten über der dreifachen
Norm, wie es auch von einigen anderen Antidepressiva bekannt ist. Dieses Risiko lässt sich durch das empfohlene Monitoring der Transaminasen-Werte klinisch adäquat managen.
Neben umfangreichen Erfahrungen aus dem klinischen Alltag
gibt es die kontrollierten Erfahrungen aus der nicht-interventionellen
Studie (NIS), die im Gegenssatz zu
randomisierten, doppelblinden Kontrollgruppenstudien gegen Placebo
oder gegen Standard-Antidepressiva
an weitgehend unselektierten Patienten und unter den Bedingungen
des klinischen Alltags („real world“
Studien) an großen Stichproben
durchgeführt werden. In Deutschland wurde eine solche Studie an
mehr als 3000 Patienten (VivaldiStudie) durchgeführt. Der Behandlungserfolg wurde mit der Montgomery-Asberg-Depression-Scale (WADRS) und der Clinical Global Impression Scale (CGI) beurteilt. Der
MADRS-Mittelwert sank von 30,6
bei Beginn auf 12,8 nach 12-wöchiger Behandlung. Bei den zu Beginn
schwer Depressiven war diese Abnahme noch größer: von 36,7 auf
14,7. 65,8 % wurden als Responder
(mehr als 50% Abnahme des Depressions-Scores) eingestuft, 54,8 % wurden als Remitter (MADRS Score kleiner als 12) bewertet. Unerwünschte
Begleitwirkungen wurden von 10 %
75
Phase II-Studie von Jaydess eine
gute Verträglichkeit für jene Anwenderinnen, deren oftmals kurzfristige Planung und häufig wechselnde
Lebensumstände von einem Langzeitverhütungssystem mehr Flexibilität verlangen.
Der kleine T-Körper aus röntgendichtem Kunststoff wird mit einem nur 3,8 mm starken Insertionsröhrchen, einfach und für die Patientin schonend, unkompliziert in
den Uterus eingeführt. Während des
Anwendungszeitraums kann die
richtige Lage von Jaydess mithilfe
des Silberrings via Ultraschall einfach und schnell kontrolliert werden. Im Uterus setzt das insgesamt
13,5 mg Levonorgestrel fassende
Hormonreservoir über einen Anwendungszeitraum von drei Jahren
durchschnittlich 6 µg pro Tag lokal
frei. Mit dieser Abgabemenge ist Jaydess das am niedrigsten dosierte
LNG-IUS am Markt. Trotzdem bietet
es über mehrere Wirkmechanismen
einen sehr hohen kontrazeptiven
Schutz, der sowohl völlig unabhängig von der zeitlichen Anwendung
ist, als auch von Alter, Parität und
Body-Mass-Index der Anwenderin.
Levonorgestrel sorgt zum einen für eine Verdickung des Zervixschleims, womit ein Aufsteigen
der Spermien in die Gebärmutter
verhindert wird. Sollten Spermien
den Zervixkanal dennoch passieren, hemmt das veränderte lokale
Milieu im Uterus und in den Tuben
zudem die Motilität der Spermien
und deren Fähigkeit, eine Eizelle zu
befruchten. Darüber hinaus unterdrückt das Gestagen das Wachstum
des Endometriums. Die morphologischen Veränderungen am Endometrium finden innerhalb von drei
Zyklen statt und sind schnell vollständig reversibel nach Entfernung
des LNG-IUS.
Jaydess, so führt Jenapharm
weiter aus, wird vor allem den Bedürfnissen von modernen, aktiven
Frauen gerecht, die sich um ihre
Verhütung möglichst wenig Gedanken machen wollen, aber dennoch
in der Familienplanung flexibel
bleiben möchten. Wegen der geringen Größe und einer meist beschwerdefreien Einlage eignet sich
Jaydess auch für Frauen, die sich
zum ersten Mal für eine Langzeitlösung entscheiden. Auch bei Östro-
genunverträglichkeit oder bestehenden Kontraindikationen für Östrogene ist das Levonorgestrel-haltige
IUS eine Alternative.
In einer Phase III-Studie mit
1.432 Teilnehmerinnen waren 95
Prozent nach drei Jahren der Anwendung sehr zufrieden oder zufrieden. Unter der Anwendung von Jaydess verändert sich das Blutungsmuster der meisten Frauen. So nehmen Stärke und Dauer der Menstruation kontinuierlich ab. Zudem
konnte ein signifikanter Rückgang
der Dysmenorrhoe beobachtet werden.
Kann meinen Kolleginnen
und Kollegen den Einsatz von Jaydess empfehlen, da eine hohe kontrazeptive Sicherheit über drei Jahre geboten ist und damit die Frage
der Zuverlässigkeit als wichtigstes
Kriterium bei der Wahl eines Verhütungsmittels gewährleistet wird. Zudem ist die sehr gute Verträglichkeit
hervorzuheben - als eine weitere
Entscheidungshilfe, Jaydess anzuwenden.
Prof. Dr.med. Dr.h.c.mult. Rainer Weissenbacher, Premium Medizin, München.
NEUES AUS DER MEDIZIN
DEPREXIS –
COMPUTER-GESTÜTZTES PATIENTENPROGRAMM
76
Das Institut für evidenzbasierte Medizin in der Psychopharmakotherapie (IEP) an der Deutschen Eliteakademie (DEA) unter der Leitung von
Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Möller
und Prof. Dr. med. Gerd Laux verlieh dem Online-Depressions-Therapieprogramm deprexis das IEP-Gütesiegel.
Die Laudatoren führten dazu
aus, dass analog einer Studie deprexis ein zertifiziertes Medizinprodukt mit CE-Kennzeichnung sei, es
sämtliche Sicherheitskriterien des
Bundesdatenschutzgesetzes erfüllt,
der Zugangsschlüssel passwortge-
schützt ist und die Inhalte des Online-Programms auf anerkannten
Elementen der KVT, einem evidenzbasierten Behandlungsverfahren
bei Depression, basieren.
Die Institutsleitung weist darauf hin, dass den Anwendern zertifizierte Patienten-Websites zur Verfügung stehen, die mit Preisen ausgezeichnet wurden, dahingehend, dass
deprexis zeit- und ortsunabhängig
genutzt werden kann und es eine
graphische Gebrauchsinformation
gibt, wie bei einem Arzneimittel. Zudem bietet das interaktive Programm einen dynamischen Dialog,
reagiert individualisiert auf die Antworten des Patienten und gibt Feedback an den Patienten mit definierten Messkriterien und Abfragen.
Darüber hinaus sind Hinweis-Texte
und Telefonnummern für Notfälle
deutlich gekennzeichnet.
Das interaktive Online-Therapieprogramm deprexis für Patienten
mit unipolarer Depression –schreibt
Prof. Gerd Laux – basiert auf den
Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie und umfasst 10 Themenbereiche. Es vermittelt einen dynamischen Dialog mit Informationen zum Krankheitsbild Depressi-
on, vermittelt Techniken und
wöchentlich zu bearbeitende Übungen sowie Interventionen wie Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen, Aufdeckung von Denkverzerrungen, Möglichkeiten der Bewältigung negativer Gedanken und Gefühle, zum Beispiel in Form von Perspektivenwechsel.
Wesentlicher
Bestandteil im Sinne der Verhaltenstherapie ist die Motivation zum
Aufbau von Aktivitäten; weitere Elemente basieren auf dem sozialen
Kompetenztraining und der Vermittlung von Problemlösungstechniken.
Der Behandlungsverlauf
wird mit einem Stimmungsbarometer visualisiert, ein Online auszufüllender Befindlichkeits-Selbstbeurteilungsbogen wird regelmäßig eingesetzt. Ein spezifisches
Kennzeichen von deprexis ist die
Individualisierung, das heißt, die
behandelten Themenbereiche und
die angebotenen Lösungsansätze
werden an Hand der individuellen
Patientenangaben fortwährend angepasst.
Die Wirksamkeit von deprexis
wurde in drei randomisierten War-
tegruppenkontrollierten Studien effektiv belegt!
Die vorliegende Datenlage,
speziell aus den Studien, sprach
und spricht dafür, deprexis in der
Anwendung mit Therapeutenkontakt („Supported“) das IEP-Gütesiegel zu erteilen. Beim Einsatz empfohlen wird die Nutzung von Depressions-Fremdbeurteilungsskalen
(HAMD, MADRS) im Sinne einer
Kombinationsdiagnostik für die
psychiatrische Routineversorgung.
Prof. Dr. med. Gerd Laux /
Prof. Dr. med. Hans Jürgen Möller
Empagliflozin ist ein Inhibitor des
Natrium-Glukose-Cotransporters
(SGLT2), der in den proximalen Nierentubuli den Großteil der filtrierten Glukose reabsorbiert. Damit verringert Empagliflozin die Rückresorption von Glukose, steigert so deren renale Ausscheidung und verringert ihre Plasmaglukosekonzentration.
Empagliflozin ist demzufolge
ein blutzuckersenkender und antidiabetischer Wirkstoff aus der
Gruppe der SGLT2-Hemmer zur Behandlung eines Diabetes mellitus
Typ 2.
Die Effekte beruhen auf der
selektiven Hemmung des NatriumGlukose-Cotransporters 2, der an
der Niere für die Reabsorption der
Glukose verantwortlich ist.
Empagliflozin, das den Blutzucker durch eine gesteigerte Glukose-Ausscheidung über die Niere
senkt, ist damit das erste neuere orale Antidiabetikum, das in einer
größeren Studie die Herz-KreislaufSterblichkeit gesenkt hat.
Der jetzt publizierte EMPAREG OUTCOME-Trial gehört zu einer Reihe von so genannten Endpunkt-Studien, welche die US-Arzneibehörde FDA 2008 eingefordert
hatte. Dies geschah in der Erkennt-
nis, dass eine Blutzuckersenkung
nicht automatisch zu einer Senkung
von kardiovaskulären Ereignissen
führen muss.
Vor diesem Hintergrund
ließen die Ergebnisse des EMPAREG OUTCOME-Trial mit dem
SGLT2-Inhibitor Empagliflozin, die
im September 2015 parallel zur Publikation auf der Jahrestagung der
European Association for the Study
of Diabetes in Stockholm vorgestellt
wurden, das Herz der Diabetologen
wieder höher schlagen.
An der randomisierten kontrollierten Studie hatten in 42 Ländern 7.020 Patienten mit Typ 2-Diabetes teilgenommen. Die Patienten
waren aufgrund ihres erhöhten Risikos auf ein kardiovaskuläres Ereignis selektiert worden. Zu den Einschlusskriterien gehörte ein früherer Herzinfarkt, eine dokumentierte
Koronarsklerose, ein Schlaganfall
oder eine periphere arterielle Verschlusskrankheit.
Dies ließ erwarten, dass ein
weiteres kardiovaskuläres Ereignis
bevorstehen würde. Bei 12,1 Prozent
der Patienten im Placebo-Arm kam
es dann während der medianen Beobachtungszeit von 3,1 Jahren zu
Herzinfarkt, Schlaganfall oder einem Herz-Kreislauf-Tod. Dieser
primäre Endpunkt der Studie trat
in den beiden Therapiearmen, in
denen die Patienten mit 10 oder 25
mg Empagliflozin behandelt wurden, lediglich bei 10,5 Prozent auf.
Das Team um Bernard Zinman vom Mount Sinai Hospital in
Toronto errechnete eine Hazard-Ratio von 0,86 mit einem 95-ProzentKonfidenzintervall von 0,74 bis
0,99. Die Einnahme des SGLT2-Inhibitors hatte demnach das Endpunktrisiko signifikant um 14 Prozent gesenkt.
Der Nestor der bundesdeutschen Diabetologie Hellmut Mehnert wies zudem darauf hin, dass
für ihn mit am wichtigsten die Tatsache sei, dass durch die Gliflozine inzwischen auch dank Empagliflozin - 200 bis 300 Kalorien täglich im
Urin ausgeschieden werden, ein Kalorienverlust, der sogar die Möglichkeit einer entsprechenden Diät oft
überschreitet, zumal leider bei den
Patienten in Hinblick auf die
Ernährungs- und Bewegungsmaßnahmen oft eine massive Indolenz
besteht.
Prof. Dr. med. Petra-Maria
Schumm-Draeger, Chefärztin der
Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Angiologie am Klinikum Bogenhausen in München, ist
NEUES AUS DER MEDIZIN
JARDIANCE (EMPAGLIFLOZIN)
77
beeindruckt, „dass rechnerisch nur
39 Patienten (Number needed to
treat – NNT) drei Jahre lang mit
Empagliflozin behandelt werden
müssen, um einen Todesfall zu verhindern. Allerdings sind die Ergeb-
nisse der kardiovaskulären Outcome-Studie zu Empagliflozin nicht
leicht zu erklären und es wird gegenwärtig spekuliert, dass es sich
um ein „multidimensionales“ Geschehen handelt. Sicher ist die be-
eindruckend günstige Wirkung auf
kardiovaskuläre Endpunkte durch
Empagliflozin in den vorliegenden
Daten nicht auf die moderate Blutzuckersenkung alleine zurück zu
führen”.
VORTIOXETIN (BRINTELLIX) – EIN NEUARTIGES
ANTIDEPRESSIVUM, DESSEN
WIRKSAMKEITSSPEKTRUM AUCH KOGNITIVE
STÖRUNGEN DER DEPRESSION EINBEZIEHT
NEUES AUS DER MEDIZIN
BERICHT VON PROF. DR. MED. HANS-JÜRGEN MÖLLER, MÜNCHEN
78
Das Antidepressivum Vortioxetin
(Brintellix) wurde vor einigen Monaten auf dem deutschen Arzneimittelmarkt eingeführt, nachdem es
Ende 2013 die Zulassung der Europäischen
Arzneimittelbehörde
(EMA) bekam und vorher bereits die
Zulassung der US-amerikanischen
„Food and Drug Administration“
(FDA) erhielt. Durch diese Zulassungen seitens dieser beiden wichtigen Arzneimittelbehörden werden
Wirksamkeit und Verträglichkeit
dieses Antidepressivums dokumentiert.
Neuentwicklungen von Antidepressiva bis zur Marktreife sind
inzwischen eine Seltenheit geworden, was, ähnlich wie die analoge Situation auf anderen Gebieten der
Psychopharmaka-Entwicklung,
eine von vielen beklagte Krise der
Psychopharmakologie zeigt. Umso
mehr darf man sich freuen, dass
jetzt mit Vortioxetin wieder ein Erfolg zu verzeichnen ist.
Was ist das Neuartige an Vortioxetin? Zunächst einmal der komplexe pharmakologische Wirkmechanismus, der Vortioxetin der
Klasse der sogenannten multimodalen Antidepressiva zuordnen lässt. Vortioxetin inhibiert, wie die selektiven Serotonin-Wiederaufnah-
mehemmer (SSRIs), den SerotoninTransporter, und – das ist das Besondere – moduliert zusätzlich verschiedene Serotonin-Rezeptorsubtypen: vorrangig den 5-HT 1A, den
5-HT 1B, den 5-HT 3, den 5-HT 7
und den 5-HT 1D Rezeptor. Auf die
meisten dieser Rezeptor-Subtypen
wirkt Vortioxetin antagonistisch,
auf 5-HT 1A agonistisch und auf 5HT 1B partial-agonistisch. Durch
diese kombinierte Aktion kommt es
nicht nur zu einer Erhöhung der
Serotonin-Konzentration und einer
Modulation verschiedener Serotonin-Rezeptorsubtypen, sondern indirekt auch zu einer Konzentrationserhöhung mehrerer für die Depression relevanter Neurotransmitter. Die höchste Rezeptorbindungsaffinität besitzt Vortioxetin für den
5-HT 3 Rezeptor, auf den es antagonistisch wirkt. Dadurch wird die
Freisetzung von Noradrenalin und
Acetylcholin erhöht, und zwar vor
allem im entorhinalen Kortex, im
Hippocampus und in der Amygdala. Der komplexe Wirkmechanismus hängt in einer noch nicht völlig
geklärten Weise mit dem klinischen
Wirkprofil, insbesondere auch der
Wirkung auf kognitive Störungen
im Rahmen der Depression, zusammen.
Was ist das Besondere aus klinischer Sicht: Neben der guten Wirksamkeit und Verträglichkeit der therapeutische Effekt auf kognitive
Störungen im Rahmen der Depression. Bevor darauf näher eingegangen
wird, zunächst noch ein paar Hinweise zur allgemeinen Wirksamkeit und
Verträglichkeit. Mehrere Plazebokontrollierte, doppelblinde Kurz-und
Langzeitstudien, teilweise mit einem
zum Vergleich herangezogenen weiteren Antidepressivum in einem zusätzlichen Behandlungsarm, lieferten
den Nachweis für eine gute antidepressive Wirksamkeit bei gleichzeitig
guter Verträglichkeit und Sicherheit.
Im Vergleich zu den SSRIs kommt es
zwar auch zu Übelkeit, nicht aber zu
sexuellen Funktionsstörungen. Eine
auf dem US-amerikanischen Psychopharmakologen Kongress (ACNP)
2013 vorgetragene Meta-Analyse, die
die Ergebnisse von 9 Plazebo-kontrollierten Kurzzeitstudien mit mehr als
2000 mit Vortioxetin behandelten Patienten zusammenfasst, belegt im
Sinne der Evidenz-basierten Studie
die gute antidepressive Wirksamkeit
von Vortioxetin in der Gesamtschau
der Studien, in die auch die Studien
mit negativem Ergebnis eingeschlossen wurden (Thase et al. 2013, ACNP
2013).
Nun zu den therapeutischen
Effekten auf Kognitionsstörungen
im Rahmen der Depression. Erste
Hinweise fanden sich in einer doppelblinden Plazebo-kontrollierten
Studie an älteren Patienten (über
65 Jahre), in die Duloxetin als Referenzsubstanz miteinbezogen wurde
(Katona et al 2012). Im ZahlenSymbol-Test war nur Vortioxetin,
nicht aber Duloxetin signifikant
von Plazebo unterschieden. Eine
weitere doppelblinde Plazebo-kontrollierte Studie, diesmal an Depressiven im Erwachsenenalter
(McIntyre et al 2014) konnte die
Wirksamkeit bei kognitiven Störungen im Rahmen einer Depression
belegen. Gleichzeitig wurde in dieser Studie durch eine pfadanalytische Auswertung gezeigt, dass der
therapeutische Effekt auf die kognitiven Störungen im Wesentlichen
ein direkter Effekt ist, sich also
nicht vorrangig über eine Verbesserung der Depression erklärt. Kürzlich wurde eine weitere Studie publiziert, in der die Verbesserung der
kognitiven Störungen im Rahmen
der Depression der primäre Therapieziel-Parameter war (Mahableshwarkar et al 2015). In dieser doppelblinden, randomisierten Studie
an Depressiven im Erwachsenenalter wurde der prokognitive Effekt
von Vortioxetin im Vergleich zum
Antidepressivum Duloxetin und zu
Plazebo mit dem Zahlen-SymbolTest untersucht und zusätzlich andere Zielvariablen (Alltagsfunktionalität, Depression) einbezogen.
Vortioxetin, nicht jedoch Duloxetin,
war hinsichtlich der Besserung kognitiver Störungen, aber auch hinsichtlich der Besserung der Funktionalität, Plazebo signifikant über-
legen. Beide Antidepressiva zeigten
Überlegenheit gegenüber Plazebo
in der Reduktion des Depressionsscores.
Kognitiven Störungen im
Rahmen der Depression wurde in
den letzten Jahren zunehmend Bedeutung in Hinblick auf die Reintegration Depressiver in ihr Alltagsleben, insbesondere in den beruflichen Bereich, beigemessen. Response oder Remission allein sind nicht
ausreichend für das Gelingen der
Reintegration. Auch die Besserung
kognitiver Störungen scheint eine
wichtige Voraussetzung zu sein und
sollte im Behandlungsplan als Therapieziel definiert werden. Vortioxetin ist bisher das einzige Antidepressivum, das ausreichende Evidenz
für Wirksamkeit bei kognitiven
Störungen im Rahmen der Depression vorweisen kann.
Mit dem Slogan „Wenn Verhütung,
dann Maxim“ wirbt der Thüringer
Arzneimittelhersteller Jenapharm
und weist explizit darauf hin, dass
Maxim nicht nur als Kontrazeptivum seine Anwendung findet, sondern auch bei der Behandlung von
Frauen mit mittelschwerer Akne
sehr erfolgreich eingesetzt werden
kann.
Das Orginal Valette war jahrelang Marktführer bei den oralen
Kontrazeptiva. Maxim setzt diese
Tradition jetzt fort und besitzt - wir
wiesen eingangs bereits darauf hin wie nur wenige Präparate auf dem
Markt neben der wichtigen Kontrazeption die zusätzliche Indikation
zur Behandlung der Akne aufgrund
seiner antiandrogenen Wirkung.
Maxim gilt, wie der Hersteller
ausführt und die anwendenden Ärzte häufig feststellen, aufgrund des
Inhaltsstoffes Dienogest als besonders zyklusstabil, was es zur „Umstellungs- bzw. Problemlöserpille“
bei Zyklusunregelmäßigkeiten und
Blutungsproblemen macht.
Im Besonderen weist der Hersteller darauf hin, dass Maxim eine
laktosefreie Pille ist - dies auch vor
dem Hintergrund, dass in Deutschland 7,5 Millionen Frauen an einer
Laktoseintoleranz leiden.
Fasst man zusammen, ist Maxim verhütungssicher, gut verträglich
und hautfreundlich sowie laktoseund glutenfrei. Demzufolge – und auf
diese Betonung legt der Hersteller
größten Wert – ist Jenapharm der ein-
zige Produzent laktosefreier oraler
Kontrazeptiva im deutschen Markt.
Jenapharm bietet darüber
hinaus mit dem „Pillenalarm“ eine
eigene App, die das Vergessen minimieren soll. Diese App ist kostenfrei
für Apple-Nutzer im App Store und
für Android-Nutzer im Google Play
Store erhältlich.
Auch für Prof. Dr. med. Rainer Weissenbacher, renommierter
Gynäkologe und Leiter von „Premium Medizin“ in München, ist der
Einsatz laktosefreier Pillen besonders wichtig. Zudem setzt er häufig
Einphasenpräparate wie Maxim zur
hormonellen Verhütung bei Frauen
ein, die aufgrund einer verstärkten
Wirkung männlicher Hormone zu
Akne neigen, um damit Aknebildung bereits prophylaktisch zu verhindern.
Maxim erfüllt diese Eigenschaften im Besonderen und ist damit bei Verhütung das Mittel der ersten Wahl.
NEUES AUS DER MEDIZIN
MAXIM VON JENAPHARM/BAYER
79
GINKGO BILOBA EXTRAKT EGB 761 (TEBONIN):
ALTBEWÄHRT UND WEITERHIN UNVERZICHTBAR
ZUR BEHANDLUNG KOGNITIVER STÖRUNGEN
NEUES AUS DER MEDIZIN
BERICHT VON PROF. DR. MED. HANS-JÜRGEN MÖLLER
80
Ginkgo biloba Extrakt feiert in diesem Jahr das 50-jährige Jubiläum,
ein Grund, zurückzublicken auf
eine lange Entwicklungsgeschichte,
von den anfänglichen Diagnoseund Erklärungsansätzen bis zu den
aktuellen pharmakologischen und
ätiopathogenetischen Konzepten.
Die Geschichte von Ginkgo
als Arzneimittel begann 1965 mit
der Einführung eines Ginkgo Blätterextraktes durch Dr. Willmar
Schwabe, ein Pharmazeut und Mediziner, der das auf der Basis dieses
Extraktes entwickelte Fertigpräparat (Tropfen und Tabletten) unter
dem Namen „Tebonin“ in den Handel brachte. Indikationen waren damals periphere, besonders auch
zentrale Durchblutungsstörungen
mit dem Schwerpunkt auf der so genannten „Zerebralsklerose“, die zur
damaligen Zeit eine wichtige ätiopathogenetische Erklärung für kognitive Defizite bei älteren Patienten
war. Weiterführende Forschung und
die Erkenntnisse, dass die meisten
Inhaltsstoffe positive, einige wenige
auch negative Effekte hatten, führten letztlich zur Einführung des
Spezialextraktes EGb 761 in den 80er Jahren, indem Substanzen wie
die Flavonoide, die Ginkgolide und
Bilobalid angereichert und Substanzen wie die Ginkgolsäuren aufgrund möglicher unerwünschter
Wirkungen reduziert wurden.
Die Verbesserung kognitiver
Defizite war von Anfang an der therapeutische Schwerpunkt dieses
Spezialextraktes. Der Kontext der
Krankheitsbenennung
änderte
sich im Laufe der 50-jährigen Geschichte. Während zunächst der
Begriff
„zerebrale Insuffizienz
bzw. zerebrale Durchblutungsstörungen“ (damaligen ätiopathogenetischen Vorstellungen entsprechend) verwendet wurde, dominierte in der Folgezeit der Begriff „hirnorganisches Psychosyndrom“, der
vorranging Hirnleistungsstörungen im Rahmen von degenerativer
Demenz (Alzheimersche Erkrankung) und vaskulärer Demenz umfasste. Der Begriff „hirnorganisches Psychosyndrom“ wurde dann
im Rahmen der weiteren Entwicklung der internationalen Klassifikation durch den spezifischeren
Begriff Demenz differenziert in Demenz vom Alzheimer-Typ, vaskuläre Demenz und Mischtyp-Demenz,
und mit der Einführung der DSM5 durch „neurokognitive Erkrankungen“ ersetzt. Wie Reanalysen
(Hörr und Zaudig 2015) der älteren
Studien zeigten, können diese
primär unter anderen diagnostischen Benennungen durchgeführten Studien in die erwähnte Terminologie übersetzt werden und die
Ergebnisse bekommen dadurch
Gültigkeit auch im Rahmen der
neueren und aktuellen diagnostischen Benennungen.
Bei der Einführung von Ginkgo biloba EGb 761 stand das ätiopathogenetische Konzept einer gefäßbedingten vaskulären Durchblutungsstörung im Vordergrund. Im
weiteren Verlauf rückten in der Erforschung der Demenz Konzepte
der neuronalen Dysfunktion mit gestörtem Energiestoffwechsel, Einschränkungen der zerebralen Neurotransmission, der Neuroplastizität und des neuralen Überlebens
in den Vordergrund. Interessanterweise konnte die neuere Grundla-
genforschung zu EGb 761 zeigen,
dass in der neuronalen Dysfunktion
ein wesentliches Wirkprinzip dieses
Spezialextrakts liegt (Müller et al.
2009, Müller 2015, im Druck) und
dass die gefundene Zunahme der
Durchblutung als Folge des erhöhten Energiebedarfs der aktivierten
Neurone zu interpretieren ist.
Zu dieser Sichtweise passt,
dass in nahezu allen Studien, bei
denen die therapeutische Wirksamkeit, getrennt nach Subgruppen,
nach den Subgruppen Alzheimer
Demenz bzw. vaskuläre Demenz
ausgewertet wurde, keine Unterschiede gefunden wurden. Offenbar
kommt es auf die Verbesserung der
neuronalen Funktion an und nicht
auf primäre durchblutungsfördernde Effekte. EGb 761 hat also seinen
Platz in der Therapie der Demenz,
unabhängig von der ätiopathogenetischen Differenzierung in Alzheimer Demenz oder vaskuläre Demenz, da in der Endstrecke ähnliche pathogenetische Aspekte von
Bedeutung sind. Ginkgo biloba EGb
761 verbessert im Falle einer zerebralen funktionellen Beeinträchtigung gezielt die neuronale Funktion
und damit die aus der funktionellen
Beeinträchtigung
resultierenden
kognitiven und emotionalen Einschränkungen.
Verschiedene Sekundär-Analysen großer Datensätze und direkte
Vergleichsstudien zeigen, dass die
beobachtete Wirksamkeit von EGb
761 im Sinne einer Verzögerung der
Symptomprogression sowohl in den
Mittelwertveränderungen als auch
in der Responderrate der Kognitionsscores, wie sie zur Evaluierung
der Wirksamkeit von Antidementiva
* alt
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Tebonin® konzent® 240 mg. Wirkstoff: Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt. Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält: Wirkstoff: 240 mg quantifizierter Trockenextrakt aus Ginkgo-biloba-Blättern (35-67:1), Auszugsmittel:
Aceton 60 % (m/m). Der Extrakt ist quantifiziert auf 52,8 - 64,8 mg Flavonoidglykoside sowie auf 12,96 - 15,84 mg Terpenlactone, davon 6,72 - 8,16 mg Ginkgolide A, B und C sowie 6,24 - 7,68 mg Bilobalid, und enthält unter
1,2 µg Ginkgolsäuren pro Filmtablette. Sonstige Bestandteile: Croscarmellose-Natrium; Dimeticon 350; Hochdisperses Siliciumdioxid; Hypromellose; Lactose-Monohydrat; Macrogol 1500; Macrogolstearylether-5 (Ph. Eur.);
Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]; Maisstärke; Mikrokristalline Cellulose; Sorbinsäure (Ph. Eur.); Talkum; Titandioxid E 171; Eisen(III)-hydroxid-oxid E 172. Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Besserung von
(altersassoziierten) geistigen Leistungseinbußen und zur Verbesserung der Lebensqualität bei leichter Demenz. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Ginkgo biloba oder einem der sonstigen Bestandteile;
Schwangerschaft. Nebenwirkungen: Es können Blutungen an einzelnen Organen auftreten, vor allem wenn gleichzeitig gerinnungshemmende Arzneimittel wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure oder andere nichtsteroidale Antirheumatika eingenommen werden. Bei überempfindlichen Personen kann es zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen (allergischer Schock) kommen; darüber hinaus können allergische Hautreaktionen
(Hautrötung, Hautschwellung, Juckreiz) auftreten. Weiterhin kann es zu leichten Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel oder zur Verstärkung bereits bestehender Schwindelbeschwerden kommen.
Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG – Karlsruhe.
T1/04/10/15/01
verwendet werden, der Wirksamkeit
anderer Antidementiva (Acetylcholinesterasehemmer, Memantin) entspricht. (Kasper et al 2009) . Wichtig
ist, dass sich die Wirksamkeit sowohl auf die degenerative (Alzheimer Demenz) als auch die vaskuläre
Demenz und ihre Mischformen bezieht (Napryeyenko et al. 2009). Als
großer Vorteil ist die unbestritten
gute Verträglichkeit zu bewerten (Ihl
et al 2011).
In den internationalen „Guidelines der World Federation of Societies of Biological Psychiatry“
(WFSBP) wird EGb 761 wegen dieser
Qualitäten neben den Acetylcholinesterasehemmern und Memantin
als Demenz-Therapie, basierend auf
hoher Evidenz, empfohlen (Ihl et al.
2011). Nachdem wegen vieler negativer Studienresultate immer deutlicher wird, dass offensichtlich neue
Antidementiva auf der Basis der
lange Zeit so propagierten Amyloidhypothese der Demenz in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sind, wird
der Gingko biloba Spezialextrakt,
zusammen mit den anderen zugelassenen Antidementiva, auch in
der weiteren Zukunft eine wichtige
Rolle spielen in der Therapie der
Demenz. Es ist bemerkenswert, wie
sich ein Phytopharmakon in dieser
starken Konkurrenz
behaupten
konnte und kann.
AKTUELLER STAND DER MEDIKAMENTÖSEN
SCHIZOPHRENIE-BEHANDLUNG:
DIE WFSBP-LEITLINIE
NEUES AUS DER MEDIZIN
BERICHT VON PROF. DR. MED. HANS-JÜRGEN MÖLLER
82
Seit 2012 erscheint die Revision der
Schizophrenie-Behandlungsleitlinien der World Federation of Societies
of Biological Psychiatry (WFSBP) in
drei Teilen: Akutbehandlung, Langzeitbehandlung und besondere Therapiesituationen. Damit sind die
von einem internationalen Expertengremium herausgegebenen Schizophrenie-Behandlungsleitlinien
die derzeit modernsten, die für
deutsche Ärzte von hoher Relevanz
sind, zumal die diesbezüglichen
Leitlinien der Deutschen Psychiatrie-Fachgesellschaft (DGPPN) veraltet sind und ihre revidierte Neuauflage noch lange auf sich warten
lässt. Die WFSBP-Schizophrenie-Behandlungsleitlinie - Teil I (Akutbehandlung) und Teil II (Langzeitbehandlung) sind bereits erschienen ist auf der Homepage der WFSBP
einsehbar oder im World Journal of
Biological Psychiatry (WJBP) lesbar.
Sie ist sehr umfangreich – allein der
I. Teil umfasst 60 Seiten und erscheint dadurch prima vista nicht
sehr Praxisgeeignet – aber eine am
Anfang stehende generelle Zusammenfassung, detailliertere Zusammenfassungen der einzelnen Kapi-
tel sowie zahlreiche Übersichtstabellen erleichtern die schnelle Informationsgewinnung.
Im Folgenden können nur einige wenige Aspekte der umfangreichen Leitlinie dargestellt werden,
wobei der Fokus gelegt wird auf Tendenzwenden bzw. die erneute Bestätigung klinisch bewährter Traditionen. Im Zentrum der medikamentösen Akut- und Langzeitbehandlung stehen weiterhin die Antipsychotika (früher und z.T. auch
heute noch Neuroleptika genannt).
Bemerkenswert ist, dass im Gegensatz zu der früheren Version der
Schizophrenie-Behandlungsleitlinie die Vorrangstellung der neueren
(wegen des geringeren extrapyramidalmotorischen Nebenwirkungsrisikos auch atypisch genannten) Antipsychotika gegenüber den traditionellen Antipsychotika (Antipsychotika der ersten Generation) nicht
mehr so generell gesehen wird, sondern nur unter bestimmten Detailaspekten (wie z.B. Negativsymptomatik) und dies auch nur für bestimmte neuere Antipsychotika.
Hier folgt die Leitlinie einer analogen Tendenz, wie sie auch in ande-
ren neueren Schizophrenie-Behandlungsleitlinien zum Ausdruck
gebracht wird, so z.B. jener vom britischen National Institute of Clinical Excellence (NICE). Diese Sichtweise ist die Folge des „Verrauschens" singulärer Vorteile bestimmter Antipsychotika in großen Datensätzen, wie sie den in der Evidenz basierten Medizin (EBM), als
so vorrangig angesehenen Metaanalyse-Ergebnissen zugrunde liegen.
Hinsichtlich der Akutbehandlung wird deutlich differenziert zwischen Erstmanifestation
der schizophrenen Psychose und
Remanifestation. Dem liegt die klinische Erfahrung zugrunde, dass
Patienten, die an der ersten Episode
einer Schizophrenie leiden, meist
mit relativ niedrigen Antipsychotika-Dosen auskommen und dass sie
ein besonderes Risiko haben, extrapyramidal-motorische Nebenwirkungen zu entwickeln. Die früher
übliche Empfehlung, bei Erstmanifestation neuere Antipsychotika
(Antipsychotika der 2. Generation)
generell vorzuziehen, fehlt, stattdessen wird die individuelle Auswahl
des Antipsychotikums und eine
möglichst niedrige Dosierung vorgeschlagen.
Für die Remanifestation wird
die ggf. notwendige höhere Dosierung des Antipsychotikums angesprochen.
Während die sogenannte Positivsymptomatik (Wahn, Halluzinationen, etc.) sehr gut auf die Behandlung mit Antipsychotika anspricht,
reagiert die Negativsymptomatik
(reduzierte Emotionalität, Apathie,
Sprachverarmung, sozialer Rückzug) deutlich schlechter. Hier sind
einige der neueren Antipsychotika
(z.B. Amisulprid, Aripiprazol, Olanzapin, Quetiapin, Ziprasidon) besser wirksam und deshalb indiziert.
Glenmark bietet nun mit Aripiprazol Glenmark eine weitere
Therapieoption zur Behandlung
der Schizophrenie bei Erwachsenen
und Jugendlichen ab 15 Jahren an –
ein Wirkstoff, der sich bei dieser Indikation sehr gut bewährt hat. Gegenüber anderen Neuroleptika
zeichnet sich Aripiprazol durch ein
günstiges Nebenwirkungsprofil wie
geringere Gewichtszunahme und
niedrigere orthostatische Hypotension aus.
Ab sofort ist Aripiprazol
Glenmark in den Wirkstärken 5 mg,
10 mg, 15 mg und 30 mg erhältlich
und bietet bei Schizophrenie gegenüber dem Erstanbieterpräparat
einen Preisvorteil von bis zu 47 Prozent.
Die empfohlene Anfangsdosis
beträgt bei Erwachsenen 10 mg oder
15 mg pro Tag bei einer Erhaltungsdosis von 15 mg pro Tag.
ERFOLGREICHE PRÄVENTION DURCH
KASKADENFERMENTIERTE LEBENSMITTEL
Rahmen von Umweltbelastungen (z.
B. Schwermetalle, synthetische Verbindungen) und der damit einhergehenden Blockade des Stoffwechsels.
Wie viele Kilos sollen also pro Tag
verzehrt werden, und von welcher
Qualität? Ist das realistisch überhaupt zu schaffen? Gibt es eine Alternative?
Woher nehmen?
Frischlebensmittel aus nichtindustrieller Produktion sind leider
die Ausnahme geworden. Echte,
sehr hochwertige „Bio“-Lebensmittel haben schon aufgrund der eigenen Preisstruktur meist ein Nischen-Dasein, nur eine Minderheit
der Bevölkerung wandert regelmäßig und konsequent in Bio-Märkte oder direkt auf den Erzeugerhof.
Mangelernährung inmitten des
Überflusses
Wertvolle Spurenelemente,
sekundäre Pflanzenstoffe und viele
andere Bestandteile fehlen also, gemessen am erhöhten Bedarf im
Konzentrierte Naturkraft
Die effektivste Form, dieses
Defizit an natürlichen Lebensmitteln auszugleichen, ist die Einnahme einer konzentrierten Form dieser
Lebensmittel in einer voll bioverfügbaren Form. Vor über drei Jahrzehnten wurde hierzu eine geniale Idee
erdacht: Ausgewählte Bio-Lebensmittel über mehrere Stufen zu fermentieren, in Form der so genannten Kaskadenfermentation. Genau
also diejenigen Schritte, die der Körper selbst macht, um die Inhaltsstoffe aufzuschließen und aufzunehmen. So werden alle wertvollen Elemente direkt zur Verfügung gestellt.
Der Körper könnte es nicht besser
machen
Diese Erfindung mündete in
der Patentierung des „Rechtsregulats“, heute Rechtsregulat Bio. Die
NEUES AUS DER MEDIZIN
Immer wieder geht es – leidenschaftlich – um die Frage: Wie
ernähre ich mich gesund? Ausgefeilte Theorien gibt es wie Sand
am Meer. Mal sind sie hochanspruchsvoll, mal rudimentär,
meist gespickt mit Verboten
und/oder Geboten. Jedenfalls fast
immer mit dem Anspruch, die einzig wahre Lösung zu sein. Für alle.
Tatsächlich sind die Konstitutionen der Menschen aber
höchst unterschiedlich. Jahrtausende der Adaption an den jeweiligen Kulturkreis und die regionalen
Ernährungsgewohnheiten und das
lokale Nahrungsangebot, Eigenheiten nach Rasse, individuelle
Merkmale nach Statur, die Konstitutionstypen nach der Elementenlehre und viele andere Faktoren
schließen eine „Universallösung“
schlichtweg aus.
Gibt es dann wenigstens eine
einfache Lösung?
Die gibt es tatsächlich: Natürlich gewachsenes Gemüse, Obst und
Nüsse, von gesunden Böden, mit einem unveränderten Gehalt an Spurenelementen, gereift unter der Sonne. Nun ja, das war lange Zeit der
Erdgeschichte nicht anders denkbar – bis zum Industriezeitalter.
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Sellerie
Sojasprossen
Datteln
Acerola-Kirsche
Hirse
Feigen
Walnüsse
Artischocken
Sojabohnen
Erbsen
Zwiebeln
Kokosnüsse
Safran
Kurkuma
NEUES AUS DER MEDIZIN
Kraft von kiloweise Frischgemüse,
-obst und Nüssen ist hier voll konzentriert.
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Alterung entsteht durch Stress
Stress lässt die Zellen und
auch sichtbar die Haut altern. Neben dem emotionalen Stress wird
der Stoffwechsel-Stress im Körper
gerne vergessen. Nur durch ein ausgeglichenes Milieu kehrt wieder
mehr Ruhe ein. Und „Alterung“
kann so vorgebeugt werden.
Auch bei irritiertem Darm
Bei Menschen, die durch Allergien und Unverträglichkeiten die
Darmoberfläche ständig gereizt haben, kann oft nur ein Teil des Essens aufgenommen werden. Im Gegensatz dazu sorgt beim Regulat die
Besonderheit der Kaskadenfermentation dafür, dass sogar bei diesem
Zustand alle Inhaltsstoffe „biokompatibel“ direkt aufgenommen
werden können. Das ist wichtig, da
diese Patienten oft unter einem erheblichen Mangel an Vitalstoffen
leiden, mangels erfolgreicher Aufnahme. Mit der Original-Regulatessenz können die Depots wieder gefüllt werden.
Vorbeugen ist besser als
Nachheulen
Im Rahmen der modernen,
industrialisierten Ernährung klafft
ein erhebliches Defizit an unverfälschten Naturstoffen. Ob gesättigt, hitzebehandelt, emulgiert, raffiniert, konserviert, aromatisiert –
die Liste der Behandlungsmethoden und Zusätze ist befremdlich
lang.
Zitronen
Die Kontinuität stabilisiert den
Organismus
Über Monate eingenommen,
bekommt der Körper seine eigentliche Grundversorgung wieder voll
geboten. So folgen auch weitere Effekte. Der Stoffwechselstress im Allgemeinen und auch der Organe reduziert sich, es kann wieder mehr
Energie zur Verfügung gestellt werden, Reserven sind da – sobald sie
gebraucht werden, die Wundheilung und Zellreparatur haben wieder genug „Baumaterialien“. Solange der Körper in einem permanenten Mangel an Schlüsselsubstanzen gehalten wird, ist auch das
wiederholte Auftreten von Fressattacken nichts ungewöhnliches –
verlangt doch der Körper nach
mehr, in der Hoffnung, das Wichtige ist mit dabei. Da die Evolution
kein direktes Mitteilungssystem
kennt, das meldet „ich brauch
mehr Vitamin B12“, landet der unspezifische Fressdrang oft beim
Bäcker oder in der Süßwarenabteilung.1 Unter der Einnahme des Regulats ist die Feder weniger gespannt, das Vegetativum kann dem
Körper wieder Entwarnung geben,
der Dauer-Ausnahmezustand kann
endlich wieder aufgehoben werden.
Konzentrierte Natur für das
Wohlbefinden
Menschen, die sich „modern“, aber dadurch denaturiert
ernähren, bedürfen dringend der
Zufuhr der kaskadenfermentierten
Regulate, damit ihr Organismus
nicht aus dem Takt kommt. Das ist
effektive Prävention, ohne Chemie,
ohne synthetische Stoffe, sondern
mit dem Besten aus der Natur – mit
der Aufschluss-Uressenz der Natur!
So fühlt sich der Organismus wieder
wohl und ausgeglichen.
Thema Allergie?
Die Regulate beinhalten zwar
frische Früchte, Nüsse und Gemüse,
aber diese werden durch den patentierten Aufschlussprozess der Kaskadenfermentation in nicht allergieauslösende Moleküle zur Verfügung gestellt! Wie erfreulich !
Bericht von Marcus Stanton
1
siehe auch: „Das Bauchgefühl der Moderne“,
Marcus Stanton, CO.med 04-2014
Marcus Stanton
ist Arzt in Lübeck, Dozent und Autor für
ganzheitliche Medizin im In- und Ausland, Vorsitzender und Rektor der IFOS
(Internationale Fachakademie Oxidativer Stress), Vorsitzender von ProPrevent
(Verein für Funktionelle Medizin) und
Redaktionsleiter Medizin&Wissenschaft
sowie Moderator von „Quantensprung“
beim Sender nexworld.tv.
DIE DEUTSCHE ELITEAKADEMIE RATIFIZIERT
KOOPERATIONSVEREINBARUNG MIT DEM
TÜRKISCHEN FAMILIEN- UND SOZIALMINISTERIUM
RA Rüdiger Schilke, Vorstand der Deutschen Eliteakademie, bei der
Familienministerin Aysen Gürcan im türkischen Familien- und
Sozialministerium in Ankara
Deutsche Eliteakademie mit einer
Marktanalyse beauftragt. Deren Erstellung ist bereits in Arbeit und
wird die Zielvorgaben für die weiteren Aktionen der Zusammenarbeit
liefern.
Der Vorstand der Deutschen
Eliteakademie wurde am 13.10.
2015 zur Ratifizierung der Vereinbarung von der aktuellen Familienministerin Aysen Gürcan in Ankara
empfangen. Die Ministerin verdeutlichte bei dem Treffen in ihrem Statement, was sie von der Zusammenarbeit erwartet und wo derzeit der
Fokus der Politik auf diesem Sektor
in der Türkei liegt.
Darüber hinaus hat RA Schilke mit verschiedenen Leistungsträgern des Ministeriums eingehende
Gespräche zur Situation der Pflegeund Seniorenheime in der Türkei
geführt und die verschiedenen Problemstellungen in den Systemen
diskutiert. Begleitet und unterstützt
wurde er dabei von der Koordinatorin des Europäischen Instituts für
nachhaltige Wohn- und Pflegekonzepte (EINWP) an der Deutschen
Eliteakademie, Frau Jale Yilmazer.
Im Anschluss an die Termine
im Ministerium besuchte man zwei
staatliche Einrichtungen in Ankara.
Bei diesen Visiten konnten sich die
Teilnehmer einen ersten umfassenden Eindruck von staatlichen Pflege- und Seniorenheimen in der Türkei machen.
Auffällig war, dass die vorhandenen Standards von einer
außerordentlich guten Qualität waren. Die Türkei braucht hier keinen
Vergleich zu scheuen.
Die Deutsche Eliteakademie
freut sich auf die große Aufgabe,
welche sie im Rahmen der Kooperation erwartet und wird die Realisierung der gesetzten Aufgaben mit
vollem Engagement in Angriff nehmen.
NEUES AUS DER MEDIZIN
Der Vorstand der Deutschen Eliteakademie, RA Rüdiger Schilke, hat
am 13.10.2015 in Ankara eine Kooperationsvereinbarung mit dem
Familien- und Sozialministerium
unterzeichnet.
Die Zusammenarbeit mit
dem türkischen Ministerium wurde
vom Europäischen Institut für
nachhaltige Wohn- und Pflegekonzepte (EINWP) an der Deutschen
Eliteakademie, unter der Leitung
von Prof. Dr. Imre Koncsik, initiiert.
Ziel der Kooperation soll eine
Analyse von Einrichtungen pflegebedürftiger Menschen, insbesondere im Rahmen der Behinderten- und
Seniorenpflege, in der Türkei sein,
um deren Qualitätsstandards zu
vereinheitlichen und verbessern. In
diesem Zusammenhang wird ein
Vergleich zu deutschen Pflegestandards erstellt und kooperativ erwogen, welche Maßnahmen zur weiteren Optimierung türkischer Pflegeeinrichtungen getroffen werden
können.
Ziel der Kooperation ist eine
Akkreditierung/Zertifizierung der
türkischen Einrichtungen nach
deutschen Standards.
Darüber hinaus soll im Rahmen der Kooperation geklärt werden, welche Optionen der Zusammenarbeit zwischen türkischen und
deutschen Einrichtungen stattfinden und wie durch einen Austausch
der Erfahrungen beide Seiten profitieren können. Hierzu gehören die
Erstellung von Marktanalysen, Qualitätssicherungsmaßnahmen, Beratung und Fortbildung.
Die Kooperationsvereinbarung ist auf eine lange erfolgreiche
Zusammenarbeit ausgerichtet. In
einem ersten Schritt wurde die
85
Doris, 74, Typ-2-Diabetikerin und:
#PARTYMAUS
#SCHLAGERFAN #WHATSAPPER #GOLDENGIRL
#FUSSBALLFAN #ACCU-CHEK-CONNECT-TYP
QUALITATIV
HOCHWERTIGE BLUTZUCKERMESSUNG:
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Die Blutzuckermessung ist die entscheidende Grundlage
für alle Maßnahmen zur Therapieanpassung; ihr Fehlen
kommt einer Schifffahrt ohne Kompass gleich. Deshalb ist
eine Grundvoraussetzung für die Empfehlung eines jeden
Systems die Performance hinsichtlich Richtigkeit und Präzision. Aspekte wie komfortables Handling, möglichst geringe Beeinträchtigung des Alltags, etc. können nicht unabhängig von dieser Grundvoraussetzung bewertet werden. Bei den Accu-Chek-Geräten sind diese Voraussetzungen gegeben und belegt (Quelle: Evaluierungsreport AccuChek Connect, Roche Diabetes Care). Neue Systeme zur
Glukosemessung müssen diesen Beleg erst noch erbringen, wenn sie den Zucker nicht im Blut sondern im Gewebe messen. Veränderungen des Glukosespiegels werden im
Gewebe im Vergleich zum Blut zeitlich etwas verzögert angezeigt. Deswegen können solche Systeme zwar die Blutzuckermessungen unblutig reduzieren, aber gerade bei
schnell verändernden Glukosespiegeln (z.B. nach Insulingabe, Nahrungsaufnahme oder bei körperlicher Aktivität)
sowie bei drohenden Hypoglykämien die Blutzuckermessung mit qualitativ hochwertigen Messgeräten, die bisher
eine besonders hohe Messgenauigkeit aufweisen, für die
Therapieentscheidung womöglich nicht völlig ersetzen.
Patienten sollten daher über den richtigen Einsatz solcher
Systeme gut informiert werden und auf Blutzuckermessungen in den genannten Fällen nicht völlig verzichten.
Das neue Diabetes Management System Accu-Chek
Connect besteht aus einem Blutzuckermesssytem, einer
passenden Smartphone-App mit Bolusrechner und einer
Online-Plattform. Die Messwerte werden automatisch auf
das Smartphone sowie an das Onlineportal übertragen.
Mit dem Smartphone lassen sich zudem Fotos von Mahlzeiten aufnehmen (!) und im elektronischen Tagebuch
speichern. So lässt sich nachträglich überprüfen, ob Kohlenhydratschätzungen und Bolusgaben korrekt waren.
Dies ist eine große Hilfe, um diese zu bewerten. Patienten
können die Blutzuckerwerte übrigens auch mit einer SMSFunktion versenden, was insbesondere Eltern diabetischer Kinder eine zusätzliche Sicherheit bietet.
Wie startet man einfach ins Online-Zeitalter des
Diabetesmanagements? Zunächst wird der Account erstellt, dann nutzt man das Accu-Chek Online Portal. Welche Vorteile bietet das Accu-Chek-Connect-System? Man
kann Auswirkungen von Ernährung, Insulingabe und körperlicher Bewegung direkt in den Blutzuckerverläufen erkennen. Diese Diabetesdaten hat man immer dabei.
Mahlzeitenfotos ermöglichen ein Feedback zur Kohlenhydratschätzung ( s.o.). Mit der App können SMS mit dem aktuellen Blutzuckerwert an eine beliebige Handynummer
übermittelt werden. Ein Zugriff auf die Diabetesdaten
und die entsprechenden Verläufe wird direkt über das Internet mit dem Accu-Chek-Connect ermöglicht.
Von solchen Vorteilen des neuesten Blutzuckermesssystems konnte man vor Jahren nur träumen, als die Stoffwechselkontrolle über Jahrzehnte nur mit den völlig unzureichenden Harnzuckermessungen oder später mit den
ersten Blutzuckerteststreifen wie dem Hämoglukotest (Vergleich an einer Farbskala) durchgeführt wurde. Die Vorteile der Selbstkontrollen zeichnen sich in der Tat schon
durch eine gewisse Reduzierung der diabetischen Folgeschäden ab.
Drei Arten der Selbstkontrolle gibt es: Das tägliche Ermitteln des Körpergewichts (85% der Typ-2- und
50% der Typ-1-Patienten sind übergewichtig), die tägliche Kontrolle der Füße, um das diabetische Fußsyndrom rechtzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln sowie eben eine verlässliche Glukosemessung mit
all den oben aufgezeigten Vorteilen.
Geselliger Typ?
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Komponenten, viele Vorteile: Die Kombination
aus Blutzuckermessgerät, App und Onlineportal
kann Ihren Diabetesalltag erleichtern.
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THERAPIE DER HYPERLIPIDÄMIE MIT LIPOPHARM®
BEI SENIOREN – 2 FÄLLE AUS DER PRAXIS
NEUES AUS DER MEDIZIN
Die Therapie der Hyperlipidämie
mit den gängigen Lipidsenkern ist
heute oft nicht unproblematisch.
Statine werden erfolgreich in der
Primär- und Sekundärprävention
kardiovaskulärer Erkrankungen
eingesetzt und gelten generell als
sicher und nebenwirkungsarm. Allerdings stieg durch die starke Verbreitung auch die Zahl der Patienten, die diese Medikamente nicht
tolerieren oder durch Nebenwirkungen beeinträchtigt werden. Bei
leichten Formen der Hypercholesterinämie wird deswegen auch
gerne auf Alternativen zurückgegriffen. Eine solche bietet der Einsatz von pflanzlichem Polyenylphosphatidylcholin (PPC) aus der
Sojabohne – Lipopharm®.
88
Fall 1:
Anamnese
69-jähriger Patient, Rentner,
ist bei einer Routineuntersuchung
in der Praxis vorstellig geworden. Er
ist 1,78 m groß, bei einem Körpergewicht von 91 kg. Bei der körperlichen Untersuchung wurden Xanthome an Armen und Beinen festgestellt. Der Blutdruck ist medikamentös eingestellt. Die Laboruntersuchung ergab ein leicht erhöhtes
Gesamtcholesterin (256 mg/dl) und
ein LDL-Cholesterin von 181 mg/dl.
Die Triglyzeride waren unter
200 mg/dl. Die sonstigen Werte waren unauffällig und dem Alter entsprechend.
Therapie und Verlauf
Zu Anfang erfolgte eine Umstellung auf eine fett- und cholesterinarme Ernährung. Zusätzlich
wurde eine leichte körperliche
Betätigung empfohlen. Nach eigenen Angaben erfolgten 2- bis 3-mal
die Woche einstündige Spaziergänge. Das Übergewicht konnte nach 4
Wochen leicht auf 89 kg reduziert
werden. Da es in dieser Zeit nur zu
einer geringen Absenkung der Cholesterinwerte kam (Gesamtcholesterin 248 mg/dl und ein LDL-Cholesterin von 177 mg/dl), wurde zusätzlich Lipopharm® 3x täglich zwei
Kapseln verordnet. Bei einer Kontrolle nach 6 Wochen hatte der Patient einen Gesamtcholesterinwert
von 198 mg/dl und einen LDL-Cholesterinwert von 155 mg/dl. Das Medikament wurde gut vertragen. Die
Therapie wird fortgeführt und der
Patient versucht die regelmäßigen
körperlichen Betätigungen beizubehalten und weiter auszubauen.
LDL-Cholesterin von 183 mg/dl
festgestellt. Die Triglyzeride waren
unter 200 mg/dl. Die sonstigen Werte waren unauffällig. Die Patientin
raucht, ca. 1-2 Zigaretten am Tag
und trinkt täglich 1 Glas Wein.
Therapie und Verlauf
Es erfolgte eine Umstellung
der Ernährung. Eine körperliche
Betätigung wurde angeraten. Die Patientin betreibt nun 1x die Woche
Nordic Walking und 1x die Woche
Seniorengymnastik. Nach 3 Monaten hatte sie ihr Gewicht auf 68 kg reduziert. Da es in dieser Zeit zu einer
nicht ausreichenden Absenkung der
Cholesterinwerte kam (Gesamtcholesterin 259 mg/dl und ein LDLCholesterin von 171 mg/dl), wurde
zusätzlich Lipopharm® 3x täglich
zwei Kapseln verordnet. Bei einer
Kontrolle nach 6 Wochen hatte die
Patientin ein Gesamtcholesterin von
207 mg/dl und ein LDL-Cholesterin
von 158 mg/dl. Das Medikament
wurde gut vertragen.
Fall 2:
Anamnese
74-jährige Patientin, Hausfrau, ist seit vielen Jahren regelmäßig in Behandlung. Sie ist 1,65 m
groß und hat ein Körpergewicht von
72 kg. In der Familie ist Bluthochdruck bei den Eltern bekannt. Ihr
Blutdruck ist medikamentös gut eingestellt. Bei einer Routineuntersuchung wurden ein erhöhtes Gesamtcholesterin von 282 mg/dl und ein
Resümee
Lipopharm® als ein pflanzlicher Cholesterinsenker ist eine gute
Option zur unterstützenden Therapie leichter Formen der Hypercholesterinämie, wenn Diät und andere
nichtmedikamentöse Maßnahmen
allein eine ungenügende Wirkung
zeigen. Der große Vorteil dieses Naturproduktes ist dabei die weitgehende Abwesenheit von Nebenwirkungen.
Kurztext
Lipopharm® Pflanzlicher Cholesterinsenker; apothekenpflichtig. Zusammensetzung: 1 Weichkapsel enthält 300 mg entölte, angereicherte
Phospholipide aus Sojabohnen. Sonstige Bestandteile: Gelatine, Glycerol 85%, Glycerolmono/dialkanoat (C14 - C18), Raffiniertes Sojaöl
(Ph.Eur.), Mittelkettige Triglyceride, alpha-Tocopherol (Ph.Eur.). Anwendungsgebiete: Verbesserung des subjektiven Beschwerdebildes wie Appetitlosigkeit, Druckgefühl im rechten Oberbauch, Vergiftungs- bzw. ernährungsbedingte Leberschäden und Hepatitis. Leichtere Formen von Hypercholesterinämie, sofern Diät u. andere nicht-medikamentöse Maßnahmen allein eine ungenügende Wirkung zeigen. Gegenanzeigen: Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Phospholipiden, Erdnuss, Soja oder einem der sonstigen Bestandteile; Antiphospholipidsyndrom; nicht
in der Stillzeit anwenden; nicht empfohlen bei Schwangeren; Kinder unter 12 Jahren. Nebenwirkungen: Gelegentlich gastrointestinale Beschwerden in Form von Magenbeschwerden, weichem Stuhl und Diarrhoe. Sehr selten allergische Reaktionen, Petechien, Zwischenblutungen bei
Frauen. Sojaöl kann in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Wechselwirkungen: Antikoagulantien vom Cumarintyp,
ggf. Dosisanpassung dieser Antikoagulantien. Dosierung: Ab 12 J.: 3mal täglich 2 Weichkapseln unzerkaut vor den Mahlzeiten mit ausreichend
Flüssigkeit einnehmen. Darreichungsformen und Packungsgrößen: Packungen mit 50 (N1), 100 (N2) und 200 (N3) Weichkapseln.
Lipopharm
®
Arzneimittel aus dem Land Brandenburg
Pflanzlicher
Cholesterinsenker
2
Mit dem
Wirkprinzip
-fachen
1.
Die Senkung des Cholesterinspiegels (LDL Cholesterin)
und der Triglyceridwerte um bis zu 30 Prozent. Die fettabbauenden Enzyme werden aktiviert.
2.
Die Verbesserung der Leberfunktion und Regeneration
der Leberzellen nach toxischen und nutritiven Leberschäden sowie chronischer Hepatitis. Gleichzeitig werden zahlreiche Stoffwechselprozesse reguliert.
medphano
www.medphano.de
Sie können Lipopharm® Pflanzlicher Cholesterinsenker auf grünem Rezept verordnen.
Lipopharm® Pflanzlicher Cholesterinsenker ist erhältlich in jeder Apotheke.
Lipopharm® Pflanzlicher Cholesterinsenker
Wirkstoff: Entölte, angereicherte Phospholipide aus Sojabohnen. Anwendung: Leichtere Formen von Hypercholesterinämie (erhöhte
Cholesterinwerte), sofern Diät und andere nichtmedikamentöse Maßnahmen (z. B. körperliches Training und Gewichtabnahme) allein eine
ungenügende Wirkung zeigen. Zur Verbesserung des subjektiven Beschwerdebildes, wie Appetitlosigkeit, Druckgefühl im rechten Oberbauch bei Leberschäden durch leberschädliche Stoffe sowie durch falsche Ernährung (toxisch-nutritive Leberschäden) und bei chronischer
Leberentzündung (Hepatitis).
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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