Rehabilitation von psychisch kranken Kindern und

Werbung
LepperMühle
 Detlev Detering
Rehabilitation psychisch kranker Kinder und
Jugendlicher in der Leppermühle
1
Geographische
Lage der
Leppermühle
2
Einrichtung Leppermühle
3
Verein für Jugendfürsorge
Berhold-Martin-Haus
Adalbert-Focken-Haus
Leppermühle
Werkstätten
Holz
Metall
Hauswirtschaft
Garten
Büro
Montage
Computer
Tierpflege
Haupthaus
- 4 Wohngruppen
- ärztlich-psyolg. Dienst
- Reittherapie
- Motopädagogik
- Ergotherapie
- Musikpädagogik
- Tagesgruppen
MLS
Schule für Kranke
Heimschüler
Tagesgruppenkinder
externe Schüler
14 AWG für Jugendliche
3 AWG für Kinder
Mutter-Kind-Gruppen
7 Intensivgruppen für
Kinder
Betreute WG´s und betreutes Einzelwohnen
Tagesgruppen
Reiskirchen
Homberg
Grünberg
Krisenintervention
Uniklinik
Marburg
5
Leppermühle: Standorte der Heimwohngruppen
Außenwohngruppen , des betreuten Wohnens
Tagesgruppen und der Mutter-Kind-Gruppen
,
,der
Homberg
A485
A480
A5
Alten-Buseck
Bersrod
Trohe
Rödgen
Großen-Buseck
LM
Grünberg
Gießen
Reiskirchen
A5
Q
Queckborn
GH
6
Betreuter Personenkreis
Kinder
mit
 emotionalen Störungen
 Entwicklungsstörungen
 ADS und ADHS
 Teilleistungsstörungen
 kindlichen Psychosen
 Autismus
 Hirnfunktionsstörungen
7
Betreuter Personenkreis
Jugendliche
mit
 Psychosen
 Autismus
 Schweren neurotischen Störungen
 Persönlichkeitsstörung (im Einzelfall)
 Teilweise Doppeldiagnosen
8
Betreuter Personenkreis
Tagesgruppen Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren
 Störung des Sozialverhaltens
 Emotionalstörungen
 Entwicklungsrückstände
 Autistische Verhaltensweisen
9
Betreuter Personenkreis
Mutter-Kind-Bereich
 Alleinerziehnde Mütter/Väter mit Kindern im
Vorschulalter
 Schwangere mit eingeschränkten
erzieherischen Ressourcen
 Vorliegen von Kindeswohlgefährdung
10
Unterformen der Schizophrenie als Hauptdiagnose bei den in
der Leppermühle betreuten Patienten (Stichtag 21.01.2009)
65
20
2
10
1
1
0
0
0
ie
ie
ie
ie
on uum plex enie h...
n
n
n
i
en
e
e
e
s
r
r
s
hr zop
h
hr
h
id
hr
im
e
p
p
p
p
s
r
s
p
izo chi
izo hizo hizo hizo Dep s Re enia
h
h
e
r
Sc ete S
Sc e Sc e Sc e Sc ene
n
h
e
p
e
e
n
n
rt
hr
hr
id
zo
e
i
o
e
sig ichn
p
p
o
i
r
t
h
n
o
z
n
o
a
h
t
z
n
iz
p
ra
Sc
ze
So
Ka fer e schi Sch
e
Pa Hebe
t
if
rb
s
e
d
o
h
P
ä
Un
tn
h
c
Ni
11
Beteiligte Institutionen
 Klinik
individuelle, störungsspezifische
Fragestellungen und Therapiemaßnahmen
stehen im Vordergrund
Finanzierung über die Krankenkasse
 Rehabilitationsträger
Jugendhilfe
Sozialhilfe
Arbeitsverwaltung
12
Theorien und Denkmodelle
Jugendhilfe
pädagogisch
Beratung
helfen
familienzentriert
Forschung prozeßorientiert,
häufig qualitativ
KJPP
medizinisch
bisweilen defizitorientiert
therapeutisch
Beratung
heilen
individuumszentriert
Forschung häufig
quantitativ
Betreuungsmaßnahmen
§ 35a SGB VIII (Jugendhilfe)
1.
2.
„Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe,
wenn
ihre seel. Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs
Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und
daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder
eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist“
§§ 53 und 54 SGB XII (früher BSHG)
„Personen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit, an
der Gesellschaft teilzuhaben , eingeschränkt …..sind, erhalten
Leistungen der Eingliederungshilfe…“
14
Rehabilitations und Betreuungskonzept
Phasen der Krankheitsentwicklung
 Prodromalphase
Wesensveränderungen vor der Akutphase
 Akutphase
Beginn der Behandlung in der Klinik
 Remissionsphase
Tagesstrukturierende Maßnahmen in der Klinik
 Rehaphase I
Heimbetreuung vollstationär mit Tagestruktur durch Heimschule oder
Arbeitstrainingsmaßnahme
 Rehaphase II
Betreute Wohngemeinschaft mit Selbstversorgung und ex. Schule oder
Arbeit
15
Behandlungssäulen
 Rehabilitation
 Therapie
 Pädagogik
16
Rehabilitationsprogramm
Eingliederung in Schule und Beruf
17
Martin-Luther-Schule
(Schule für Kranke)
 Förderschule
 Hauptschule
 Realschule
18
Schulische Rehabilitation
19
Schulische Rehabilitation
Beschult werden
 Heimbewohner
 Tagesgruppenkinder
 externe Schüler aus der Region Gießen
Angebotene Schulabschlüsse sind
 Förderschulabschluss
 Hauptschulabschluss
 Realschulabschluss
20
Berufliche Rehabilitation
Mögliche Maßnahmen sind
 Ergotherapie
 internes Arbeitstraining
 Betriebspraktika
 berufsvorbereitende Förderkurse
 Berufsausbildung
 dauerhafte Beschäftigung
21
Ergotherapie
Zielsetzungen:
 allgemeine Aktivierung
 Tagesstrukturierung
 Motivierung
22
Arbeitstrainingsbereich
 Montagegruppe
 Holzwerkstatt
 Metallwerkstatt
 Hauswirtschaft
 Büro
 Gärtnerei
 Computerwerkstatt
 Tierpflege
23
Arbeitsplätze
24
Arbeitstraining
Zielsetzungen:
 Vermittlung elementarer Arbeitskompetenzen:




Einhaltung der Arbeitszeiten und der Regeln am
Arbeitsplatz
Angemessenes Verhalten gegenüber Mitarbeitern und
Vorgesetzten
Durchhaltevermögen (möglichst über einen 8-StundenTag)
eine gewisse Arbeitsintensität und Produktivität
25
Therapie
 Pharmakotherapie
 Psychotherapie
 Ergotherapie
 Reittherapie
 Motopädagogik
26
Relative Bedeutung der Psychotherapie für
Rehabilitationsziele in fünf Lebensbereichen
Selbstbestimmung,
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
Seelische
Gesundheit
Ausbildung
und Beruf
Freiheit von
Symptomen
Verhinderung
von Rezidiven
Bewältigung
von weiterbestehenden
Symptomen
Schulabschluss
Ausbildung
Beschäftigung
auf angemessenem Niveau
Selbständiges
Leben
Soziale
Beziehungen
Persönliche
Entwicklung
Lebenspraktische
Fähigkeiten
Bewältigung
alltäglicher
Aufgaben und
Probleme
Integration
in soziale
Beziehungen
Soziale
Kompetenz
Entwicklung
von
Interessen
Freizeitgestaltung
Privatsphäre
Psychotherapie
27
Ärztliche und psychotherapeutische
Dienste
intern:
 Ärztlicher Dienst
 Psychotherapeuten
extern:
 Ärzte
 Kliniken
29
Wohnen und Pädagogik
30
Personalstruktur einer
Regelwohngruppe
 10 Plätze
 4 päd. Mitarbeiter
 1 Jahrespraktikant
 1 Hauswirtschaftskraft
 ½ Berater (Psychologe, Arzt)
31
Wohngruppe
32
Außenwohngruppe
33
Zur Pädagogik bei schizophren
erkrankten Jugendlichen
Schizophrene Jugendliche brauchen in
vielen Bereichen Pädagogik wie andere
Jugendliche auch
34
Zur Pädagogik bei schizophren
erkrankten Jugendlichen
Krankheitsspezifische Faktoren erfordern
einige Besonderheiten auch in der Pädagogik:
- psychosoziale und/oder leistungsmäßige
Überforderung führt zur Psychose
- Störung der Informationsverarbeitung
- Einschränkung der Leistungsfähigkeit
- Defizite im Problemlösungsverhalten
- Defizite in der sozialen Kompetenz
35
Zur Pädagogik bei schizophren
erkrankten Jugendlichen
Betreuungsprinzipien:
- richtige dosierte Zuwendung der Pädagogen,
Überengagement ist ebenso ungünstig wie
Vernachlässigung
- Struktur, Transparenz, klare Regeln (braucht
jeder Schizophrene im besonderen Maße)
- gleiches Konzept aller Beteiligten
36
Zur Pädagogik bei schizophren
erkrankten Jugendlichen
Kommunikation:
- klar, einfach, nicht ironisch (Störung der
Informationsverarbeitung)
- verbal explizit (Verständigung über
nonverbale Aspekte, z.B. Mimik ist nicht
zuverlässig)
- ruhig, nicht emotional expressiv
37
Zur Pädagogik bei schizophren
erkrankten Jugendlichen
Förderung:
- Erarbeitung von Perspektiven und konkreten Zielen in verschiedenen Bereichen
- Dosierung von Anforderungen, Belastungen und Unterstützung (Verhinderung von Unter- oder Überforderung)
- Förderung von sozialer Kompetenz und
Problemlösefähigkeit
38
Zielbereiche
 Seelische Gesundheit
 Ausbildung und Beruf
 Selbständiges Leben
 Soziale Beziehungen
 Persönliche Entwicklung
39
Fallstudie Heinz
18 Jahre,
Diagnose: Schizoaffektive Störung
40
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Patient
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Pädagogische
Betreuer
Patient
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Beratung
Therapeut
Patient
Pädagogische
Betreuer
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
Beratung
Therapeut
Patient
Pädagogische
Betreuer
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
(Kinderund
Jugend-)
Psychiater
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
Beratung
Therapeut
Psychopharmakologische
Behandlung
Pädagogische
Betreuer
Patient
Austausch von Informationen; Abstimmung von Entscheidungen
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Nach Erfordernis Gespräche mit der Familie
(Kinderund
Jugend-)
Psychiater
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
Beratung
Therapeut
Psychopharmakologische
Behandlung
Pädagogische
Betreuer
Patient
Austausch von Informationen; Abstimmung von Entscheidungen
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Halbjährliche Erstellung des Hilfeplans mit dem Jugendamt
Nach Erfordernis Gespräche mit der Familie
(Kinderund
Jugend-)
Psychiater
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
Beratung
Therapeut
Psychopharmakologische
Behandlung
Pädagogische
Betreuer
Patient
Austausch von Informationen; Abstimmung von Entscheidungen
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Halbjährliche Erstellung des Hilfeplans mit dem Jugendamt
Nach Erfordernis Gespräche mit der Familie
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
(Kinderund
Jugend-)
Psychiater
Beratung
Therapeut
Psychopharmakologische
Behandlung
Pädagogische
Betreuer
Patient
Austausch von Informationen; Abstimmung von Entscheidungen
Klassenlehrer:
Martin-LutherSchule
Externe Schule
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Halbjährliche Erstellung des Hilfeplans mit dem Jugendamt
Nach Erfordernis Gespräche mit der Familie
(Kinderund
Jugend-)
Psychiater
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
Beratung
Therapeut
Psychopharmakologische
Behandlung
Pädagogische
Betreuer
Patient
Austausch von Informationen; Abstimmung von Entscheidungen
Klassenlehrer:
Anleiter im
Martin-LutherRahmen
Schule
des Internen
Externe Schule Arbeitstrainings
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Halbjährliche Erstellung des Hilfeplans mit dem Jugendamt
Nach Erfordernis Gespräche mit der Familie
(Kinderund
Jugend-)
Psychiater
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
Beratung
Therapeut
Psychopharmakologische
Behandlung
Pädagogische
Betreuer
Patient
Austausch von Informationen; Abstimmung von Entscheidungen
Klassenlehrer:
Anleiter im
Martin-LutherRahmen
Schule
des Internen
Externe Schule Arbeitstrainings
Reha-Berater
der Agentur für
Arbeit
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Halbjährliche Erstellung des Hilfeplans mit dem Jugendamt
Nach Erfordernis Gespräche mit der Familie
(Kinderund
Jugend-)
Psychiater
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
Beratung
Therapeut
Psychopharmakologische
Behandlung
Pädagogische
Betreuer
Patient
Austausch von Informationen; Abstimmung von Entscheidungen
Klassenlehrer:
Anleiter im
Martin-LutherRahmen
Schule
des Internen
Externe Schule Arbeitstrainings
Reha-Berater
der Agentur für
Arbeit
Bildungsträger:
Berufsvorbereitende Bildungsmassnahme
Struktur der Kooperation der an der Rehabilitation in der
Leppermühle beteiligten Personen und Institutionen
Halbjährliche Erstellung des Hilfeplans mit dem Jugendamt
Nach Erfordernis Gespräche mit der Familie
(Kinderund
Jugend-)
Psychiater
Team: Täglicher Informationsaustausch; wöchentliche Besprechung
Beratung
Therapeut
Psychopharmakologische
Behandlung
Pädagogische
Betreuer
Patient
Austausch von Informationen; Abstimmung von Entscheidungen
Klassenlehrer:
Anleiter im
Martin-LutherRahmen
Schule
des Internen
Externe Schule Arbeitstrainings
Reha-Berater
der Agentur für
Arbeit
Bildungsträger:
Berufsvorbereitende Bildungsmassnahme
Ausbildungs-/
Arbeitsstelle,
Begleitdienst
Halbjährliche Aufstellung des Hilfeplans
Familiengespräche in unterschiedlicher Zusammensetzung
Angehörigengruppe
täglicher Informationsaustausch
wöchentliche Teambesprechung
regelmäßige medizinische Visiten
Beratung
Therapeut
Erzieher
Eltern
Jugendamt
Bewohner
Schule
Arbeitsamt
Berufsvorbereitung
Schule f. Kranke
Öfftl. Schule
Berater
Psychol. Dienst
Intern. Arbeitstraining
Externe Förderkurse
Ausbildungsstelle
Arbeitsstelle
Betriebe
53
Überbetr.Einrichtungen
Ve r lauf
25 %
Chronischer
Verlauf
52 %
50 %
Teilremission
Vollremission
25 %
23 %
Adoleszente
25 %
Erwachsene
54
Schulische und berufliche Ausbildung bzw.
Rehabilitation der in der Leppermühle
betreuten Patienten (N = 239; Stichtag: 21.01.2009)
Realschule
43
Hauptschule
43
61
Schule für
Lernhilfe
30
11
15
30
6
g
g
m
le
es
le
n
n
u
u
i
g
u
u
i
k
ti
ch
st
ch
ild
ain
k
S
n
r
S
b
a
t
So
ne
Pr
er
us
its
r
/
h
e
A
e
t
u
rb
xt
vB
L
E
A
B
n
es
rti
n
a
r
e
M
Int
55
Berufsausbildung von in der Leppermühle betreuten Personen:
Ausbildungsstellen / Betreuungsinstitutionen
N = 30 von 239; Stichtag 21.01.2009
3
1
8
12
1
5
ie
en
aft
ha
ng
erk
m
b
h
e
u
r
e
w
c
u
R
d
Ka
etz
rt s
er
t re
ka
i
k
n
e
a
n
r
gs
tte
nW
ten
eB
we
n
l
o
e
l
n
s
u
h
h
ng
oh
ild
ste
sc
Sc
u
i
b
e
b
s
d
s
g
n
es
su
b il
trie
A
f
s
H
e
f
u
e
r
B
ru
er
ch
de
B
s
Be
t
k
a
r
u
eh
we
De
R
s
ng
u
d
Bil
56
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Herunterladen