Schulpsychologischer Dienst des Bezirkes Horgen JAHRESBERICHT 2012 / 2013 54. Jahrgang 2 INHALTSVERZEICHNIS SEITE 1. BERICHT DER AUFSICHTSKOMMISSION (AK) 4 2. JAHRESRÜCKBLICK LEITER 6 3. FACHARTIKEL: DEPRESSION 8 4. STATISTIKEN 25 KOMMENTAR ZU DEN STATISTIKEN 31 5. RECHNUNG 2012 32 6. VERZEICHNIS DER KOMMISSIONSMITGLIEDER, MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER 35 3 1. BERICHT DER AUFSICHTSKOMMISSION (AK) Jahresrechnung 2012 und Budget 2014 hat nicht mehr die gleiche Bedeutung wie vor der Einführung des NFA. Hingegen sind die Bedürfnisse der einzelnen Gemeinden sehr unterschiedlich. Die AK hat sich deshalb dazu Gedanken gemacht, wie die Kosten im Sinne eines Verursacherprinzips gerechter verteilt werden könnten. Mit der Unterstützung der Firma Inoversum AG hat die AK nun ein neues Modell des Kostenverteilers erarbeitet. Das Grundangebot bleibt unverändert, wird jedoch mit einer Leistungsvereinbarung mit dem SPD von den einzelnen Gemeinden „eingekauft“ und Ende Jahr abgerechnet. Eine Änderung des Kostenverteilers verlangt eine Statutenänderung, für welche die Zustimmung aller Verbandsgemeinden Voraussetzung ist. Der Vorschlag des neuen Kostenverteilers nach Leistungsbezug liegt nun zur Vernehmlassung bei den Delegierten. Die Revisionsstelle und die neu gewählte Rechnungsprüfungskommission Wädenswil haben die Jahresrechnung 2012 (s. Details S. 32) geprüft. An der Delegiertenversammlung wurde diese mit Dank an die Rechnungsführerin verabschiedet. Auch das Budget wurde von den Delegierten für das Jahr 2014 genehmigt. Rückblick auf das Geschäftsjahr 2012/13 Dienstjubiläum Während der Berichtsperiode konnte Marion Zumbühl auf eine 10-jährige Tätigkeit als Schulpsychologin zurückblicken. Sie ist vor allem für die Gemeinden Richterswil und Wädenswil Oberstufe im Einsatz. Wir danken ihr für ihr grosses Engagement im Dienste der Schule und der ihr anvertrauten Kinder. Ausblick Schuljahr 2013/14 Das Jahresprogramm 2013/14 wurde durch die Delegiertenversammlung genehmigt. Die Vorbereitung der Statutenänderung mit Antrag und Weisung zuhanden der Zweckverbandsgemeinden hat erste Priorität. Weitere grundlegende Reglemente bezüglich Kostenverteiler Mit der Einführung des neuen Finanzausgleichs (NFA) werden die Gemeinden direkt unterstützt. Der ursprüngliche Solidaritätsgedanke, nach dem der Kostenverteiler in den Statuten festgeschrieben ist, 4 Ausflug des SPD-Teams und der Aufsichtskommission in eine Schulstube im Appenzellerland Personalwesen werden mit Unterstützung der Firma Inoversum AG ausgearbeitet. Eine Analyse der internen Organisation sowie die Einrichtung einer neuen Falldatenbank und einer Arbeitszeiterfassung sind eng mit dem neuen Kostenverteiler verknüpft und erfordern eine sorgfältige Überprüfung. : m l i F ung Acht Sie den n Sehe auf n e m l i u f ne ons e an! i t a m Infor r websit re unse Nebst all den Veränderungen stehen an erster Stelle Kinder, Eltern und Behörden. Wir danken dem Leiter und seinem Team für ihren grossen Einsatz und wünschen weiterhin viel Freude in der Erfüllung ihrer Aufgaben. Beatrice Kern 5 2. JAHRESRÜCKBLICK LEITER Die Schlagwörter des letzten Schuljahres waren: Rückzug des Kantons aus der Schulpsychologie, die Reorganisation des SPD und des Zweckverbandes und weiterhin viel Arbeit mit Sonderschulungen. Zum Jahresprogramm 2012/13 Die Arbeiten zur Reorganisation wurden unter der Leitung von Beatrice Kern als Präsidentin der Aufsichtskommission und Danielle Maron als Präsidentin der Delegiertenversammlung zügig angegangen Ein neuer Kostenverteiler nach Leistungsbezug - wie er in den schulpsychologischen Diensten im Bezirk Hinwil und im Bezirk Meilen Praxis ist - wurde mit externer Beratung den Gemeinden vorgeschlagen. Die Verrechnung und die Zusammenarbeit zwischen SPD und Gemeinden soll auf die Grundlage des Verursacherprinzips gestellt werden. Intern wurde an einem Personalreglement gearbeitet sowie in Anlehnung an den Kanton ein neues MAB eingeführt. Die Arbeiten werden fortgesetzt und der SPD steht nach innen und aussen mitten in einem Reorganisationsprozess. Nach dem Scheitern einer Kantonalisierung der Schulpsychologie verzichtet der Kanton nun auch auf eine Regelung (Beschluss Kantonsrat vom 8. April 2013). Entsprechend wurde §19 des Volksschulgesetzes geändert: „Die Gemeinden führen die schulpsychologischen Dienste“. Die Finanzierung liegt somit ebenfalls wieder bei den Gemeinden. Einzig die anzuwendenden Verfahren wie das Standardisierte Abklärungsverfahren bei Sonderschulungen (SAV) und die Mindestgrösse der SPD kann der Kanton vorschreiben. Ersteres hat er unter dem Druck der stark gestiegenen Sonderschulungen (Kosten: ca. 300 Mio. pro Jahr) inzwischen an die Hand genommen und mit dem SAV-ZH liegt ein Verfahren zur Erprobung vor. Mittlerweile hat die Bildungsdirektion auch die Einführung einer Monitoringstelle für das Sonderschulwesen beschlossen. Eine Quote wurde diskutiert und es gilt zwar noch keine, eine Richtzahl von 3% wurde aber in der neuen Handreichung Sonderschulung ausgegeben. Betreffend Personalwechseln wurde zur Konsolidierung des Teams ein verstärktes Gewicht auf eine gute Einarbeitung der neuen Mitarbeiterinnen gelegt, die internen Fallbesprechungen intensiviert und als Team arbeiteten wir an drei Halbtagen mit Hilfe einer externen Supervision an Themen der Zusammenarbeit. Für die Einführung des SAV arbeitete ich in einer vorbereitenden Arbeitsgruppe unter der Leitung des VSA und Prof. 6 Judith Hollenweger mit. Ab Schuljahr 2014/15 ist die Einführung für unseren Bezirk in der ersten Staffel geplant. Monate in einem Teilpensum unser Team. Frau Marion Zumbühl Müller feierte ihr 10-jähriges Dienstjubiläum. Sie trat kurz vor den Sommerferien einen Mutterschaftsurlaub an. Sie wird bis Ende 2013 von Frau Corinne Roniger vertreten, die bereits früher für den SPD arbeitete und danach lange im SPD des Kantons Aargau tätig war. Im Weiteren wurde die Website des SPD zusammen mit dem Informatikinstitut der ZHAW überarbeitet und neu gestaltet. Ausblick Jahresprogramm 2013/2014 Falls die Gemeinden einem neuen Kostenverteiler zustimmen, bedingt dies verschiedene Anpassungen. Das Personalreglement soll ebenfalls der Delegiertenversammlung vorgelegt werden. Die alte Falldatenbank und die Arbeitszeiterfassung müssen abgelöst werden. Die Einführung des SAV gilt es vorzubereiten. Und schliesslich soll die interne Informationsdatenbank, das sogenannte SPD-Wiki, neu gestaltet und aktualisiert werden. Frau Milena Kost aus Zürich absolvierte als Studentin ein Praktikum. Frau Yvonne Eichmann arbeitete nach ihrem Studienabschluss an der Universität Zürich während sechs Monaten als Assistentin / Post Graduate bei uns und trat dann in den KJPD Wetzikon ein. Herr Philipp Lütolf schloss sein Nachdiplomstudium an der Universität Zürich mit einem Master und dem Fachtitel Psychotherapeut FSP ab. Sein Fachartikel widmet sich wie seine Masterarbeit dem Thema Depression. An der Sektionsversammlung wurde Herr Lütolf in den Vorstand des VSKZ (Vereinigte Schulpsychologen/innen im Kanton Zürich gewählt). Intern trat Philipp Lütolf im November die Funktion als Stellvertreter des Leiters an. Personelles Frau Sina Loretz trat infolge Wohnortswechsel bereits per Ende Februar 2013 aus dem SPD aus und arbeitet nun als Therapeutin im Kanton Solothurn. Ihre Nachfolge nahm im April Frau Diana von Ins aus Zollikon ein, die 2012 bereits eine Assistenz bei uns absolvierte und danach im SPD des Kantons Aargau und im SPD Bezirk Meilen arbeitete. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für ihren Einsatz zum Wohl unserer Schülerinnen und Schüler. Frau Katharina Albertin, die mittlerweile als freischaffende Psychologin in eigener Praxis arbeitet, verstärkte nochmals als temporäre Mitarbeiterin für drei Matthias Obrist-Müller 7 3. FACHARTIKEL SCHÜLERINNEN – DEPRESSION UND SCHÜLERN Depression - viele haben schon davon gehört oder sich ein Bild davon gemacht, sei es über erkrankte Angehörige oder betroffene Freunde. Einige kennen die depressive Erkrankung gar aus eigener Erfahrung. Seit jeher versucht der Mensch diesem seelischen Zustand einen Namen zu geben, ihn zu charakterisieren und zu bewerten auf dem Hintergrund der gesellschaftlichen Wertvorstellungen der jeweiligen Epoche. Dies reicht vom Begriff der Melancholie während der Antike, einem gestörten Ungleichgewicht der Körpersäfte bis zur heutigen BurnoutErkrankung. BEI Im Kindes- und Jugendalter liegt der historische Ursprung der Depressionsdiagnose nicht lange zurück. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie zwar in den Lehrbüchern behandelt, ihre Existenz jedoch bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts angezweifelt. Durch die intensive Erforschung depressiver Störungen im Kindes- und Jugendalter seit (erst!) 20 Jahren gilt die Erkrankung mittlerweile als sichere Erkenntnis. Vermutlich gab es depressive Kinder zu allen Zeiten, nur dass man sie nicht erkannt bzw. auch verkannt hatte. Gerade im Lebensbereich Schule drängen sich Fragen dazu auf: Ist eine Schülerin lediglich traurig oder doch depressiv? Woran können Lehrpersonen eine depressive Schülerin erkennen? Wie kommt es zur Entwicklung einer Depression? Welche schulischen Risikofaktoren existieren und was können Lehrpersonen tun angesichts allfälliger Erkrankungen bei Schülern? Nachdem die Depression in der Spätmoderne als Hirnkrankheit galt, wurde sie durch die Verbindung mit der Arbeitswelt in Form des Burnout-Begriffs entpathologisiert. Das Leiden der Betroffenen hingegen erhielt im Laufe der Geschichte keineswegs immer Achtung und Würde. Auch die depressiven Erkrankungen von Friedrich Schiller, William Shakespeare oder Pablo Picasso vermochten keinen nachhaltigen Abbau vorhandener Tabus und Stigmata gegenüber der Depression auszulösen. Dass es jeden von uns treffen kann und noch mehr Menschen als zunächst vermutet, wurde in eindrücklicher Weise durch die WHO im Jahr 2012 verdeutlicht: Bis spätestens im Jahr 2030 sind Depressionen die Hauptursache der globalen Belastung durch Krankheiten und bereits 2020 sollen Depressionen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit als das Leiden Nummer Zwei sein. Deprimiert, depressiv oder gar noch schlimmer Die Grenze zwischen „deprimiert“ im Sinne einer Trauerreaktion und „depressiv“ als Störung ist gerade bei Kindern und Jugendlichen fliessend und sowohl abhängig von der Dauer der jeweiligen Phase und deren Intensität als auch vom Ausmass der psychosozialen Einschränkungen und den körperlichen Reaktionen, die damit einhergehen. Ab der Geburt erleben Menschen wiederholte Phasen von Traurigkeit. Ein Gefühl, das uns auffordert, uns eine Ruhepause und Unterbrechung zu gönnen, das uns hilft Gesche- 8 henes neu zu betrachten, neu einzuordnen, Dinge zu verändern und sich auf das Wesentliche zu beschränken. Insbesondere bei Kindern vermittelt Traurigkeit die Botschaften: „Ich benötige Verständnis und Hilfe“, „Ich brauche Trost und Zuwendung“ oder aber „Ruhe und Zeit für mich“. Depressive Verstimmung oder Reizbarkeit Dabei handelt es sich um ein beständiges Grundgefühl, das sich neben einer deutlichen Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit bei Kindern und Jugendlichen auch darin äussert, dass sie besonders leicht und ständig reizbar sind. Oftmals aus kleinen Anlässen heraus reagieren sie missmutig, quengelig und trotzig. Gegenüber diesem gesunden und normalen Gefühl ist die Depression (lateinisch „deprimere“, d.h. niederschlagen, niederdrücken) eine von der WHO definierte psychische Störung. Für die Diagnose bestehen heute in den Leitlinien der Internationalen Klassifikationen psychischer Störungen (ICD-10) allgemeingültige Kriterien. Drei Kernsymptome werden für eine depressive Epsiode genannt, die mindestens über einen Zeitraum von zwei Wochen in deutlich ungewöhnlichem Ausmass und die meiste Zeit des Tages bestehen müssen: Lustlosigkeit (Anhedonie) Bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen ist die Möglichkeit Spass und Lust zu empfinden erheblich eingeschränkt. Das Interesse und die Begeisterungsfähigkeit auch für vormals spannende Sachen und Aktivitäten wird deutlich weniger gespürt oder ist kaum mehr vorhanden. Antriebslosigkeit Durch eine Herabsetzung der allgemeinen Motivation, Energie und Lebenskraft können sich betroffene Kinder und Jugendlichen kaum aufraffen etwas zu unternehmen; sie wirken schnell erschöpft und müde. 9 Neben der depressiven Episode unterschiedlicher Ausprägung, die als schwere psychische Störung bezeichnet wird, gibt es auch eine viel schwächere jedoch oftmals chronisch verlaufende Form: Die sogenannte Dysthyme Störung. Sie dauert mindestens ein Jahr. Gefühl, nicht geliebt zu werden Gefühle der Wertlosigkeit Niedergeschlagenheit Wut und Verzweiflung Angst (z.B. Zukunftsängste) (negatives) Gelangweiltsein Emotionen Zusätzlich zu den Kernsymptomen leiden depressive Kinder und Jugendliche ebenfalls an weiteren Krankheitszeichen, die Denken, Handeln, Fühlen und körperliches Wohlbefinden beeinträchtigen (Abb. 1). Die unter den Emotionen genannte Langeweile geht oft mit dem Verlust von Antrieb einher und kann von den betroffenen Kindern und Jugendlichen durch die Unfähigkeit zur Entspannung und der inneren Unruhe nicht positiv erlebt werden. Kognitive Merkmale (Wahrnehmung und Denken) Nicht selten geben die Betroffenen ihre geliebten Hobbies und Interessen auf, wenden sich von ihrem sozialen Umfeld ab und überraschen dieses dadurch oder brüskieren es gar. Auch mittels übermässigem Medienkonsum im späteren Kindesalter und während der Jugendzeit versuchen Depressive Gefühle der Langeweile zu vertreiben. Die Erwartung von einigen Erkrankten Gefühle der eigenen Lebhaftigkeit durch übermässigen Medienkonsum wiederzuerlangen, führt jedoch zur weiteren Verstärkung der depressiven Symptomatik. Gefühle von Einsamkeit können dadurch verstärkt werden oder es kommt gar zur Isolation. In diesem Zusammenhang schilderte mir eine betroffene Jugendliche: „Ein Tag kommt mir vor wie ein Jahr“, „die Zeit scheint still zu stehen; es ist alles sinnlos!“. Pessimismus und negatives Denken treten in Form negativer Überzeu- Verhaltensmerkmale Körperliche Merkmale Pessimismus und negatives Denken Negative Selbstbewertung geringes Selbstwertgefühl Unentschlossenheit Schuldgefühle Hilflosigkeit Hoffnungslosigkeit Gedächtnisprobleme Weinen Trotz und Abwehr Konzentrationsprobleme Verlangsamung psychomotorische Unruhe sozialer Rückzug schulischer Leistungsabfall Schulabstinenz Probleme in sozialen Beziehungen Dependenz autoaggressives Verhalten Müdigkeit Schlafstörungen Psychomotorische Verlangsamung Appetitstörungen Gewichtszu- oder -abnahme Schmerzen Körperliche Beschwerden (Kopf- und Bauchschmerzen) Unfähigkeit zur Entspannung Abb. 1: Symptome der Depression 10 gungs- und Bewertungsmuster häufig bei che zeigen deshalb Schwierigkeiten eigedepressiven Erkrankungen auf. So wer- ne Anliegen und Bedürfnisse angemesden beispielsweise positive Leistungen sen zu vertreten. Auf soziale Anforderunnotorisch abgewertet. Dazu die Aussage gen reagieren sie häufig verängstigt, miteines Schülers: „Die gute Note in der Prü- unter schnell gereizt oder aggressiv, und fung lag doch nur an den einfachen Auf- bei unangemessenen Forderungen andegaben, das war Zufall.“ Aber auch soge- rer fällt ihnen das Nein-Sagen schwer. So nannt selektive Verallgemeinerungen wie werden sie in der Folge nicht zuletzt Op„der Lehrer hat fer übermässiger einen anderen Kritik oder von KlassenkameHänseleien. Dies „Die Menschen werden nicht raden dran gekann auch als durch Dinge beunruhigt, nommen; er Reaktion andebeachtet mich rer Kinder gesondern durch die Ansicht, die nie“ widerspiegenüber dem sie darüber haben.“ Epikret geln, wie Dindepressiven Verge und Verhalhalten entsteten von dehen, das verbunpressiven Kindern und Jugendlichen an- den mit Antriebslosigkeit, Passivität und ders bewertet und eingeordnet werden. Rückzug früher oder später natürliches Die rationale Einschätzung ist durch die Ablehnungsverhalten beim Gegenüber depressive Verstimmung, durch erlebte auslöst. Zusätzlich erfährt das Gefühl Hilflosigkeit oder gar Hoffnungslosigkeit „nicht geliebt zu werden“ durch eine überoftmals in grossem Ausmass einge- mässige Sensitivität gegenüber empfunschränkt und es fehlt den Betroffenen an dener Ablehnung/Rückweisung (RückInterpretationsspielraum. weisungssensitivität) eine Verstärkung, mitbedingt durch negative BewertungsDie depressive Erkrankung bei Kindern und Überzeugungsmuster. und Jugendlichen geht weiter mit anhaltenden Problemen in sozialen Beziehun- Gerade im Jugendalter birgt die soziale gen einher; manchmal sogar mit vollstän- Isolierung und Einsamkeit grosses Leid in digem sozialem Rückzug. Vom Gefühl Form von Hoffnungslosigkeit (bezüglich eingenommen „nicht geliebt zu werden“ der Zukunft) und seelischem Schmerz. fehlt ihnen oftmals das Vertrauen in eige- Und noch schlimmer: Eine depressive ne Fertigkeiten im Austausch mit ande- Störung stellt eine besonders hohe Geren. Es verwundert deshalb nicht, dass fährdung dar, suizidal zu werden. Bei durch die Nicht-Stillung des menschlichen jährlich 15‘000 bis 25‘000 SuizidversuGrundbedürfnisses „von jemandem ge- chen schweizweit (rund 1000 Personen liebt zu werden“ oder nach „innerer Nä- sterben daran, NZZ vom 23. Mai 2012) he“, nach Beachtung und Anerkennung gilt die Depression als stärkster empirisch nur wenig soziale Fertigkeiten entwickelt gesicherter Risikofaktor für suizidales werden. Depressive Kinder und Jugendli- Verhalten (eines versuchten oder tatsäch- 11 lichen Selbstmordes) in allen Altersgruppen. Hinter dem Suizid oder dem Suizidversuch eines Kindes oder Jugendlichen steht vor allem persönliches Leid, einhergehend mit starken Gefühlen von Hoffnungslosigkeit; und nicht nur Impulsivität und Kontrollverlust, wie oft vermutet wird. Emotionen zu diesen Gedanken bilden die Basis für die Ausformung und Weiterentwicklung des schulischen Selbstwertgefühls. Als solches beeinflussen sie ebenfalls zu einem beachtlichen Teil die Schulmotivation. Depressiven Kindern und Jugendlichen fehlt es an positiver Einschätzung von Lernsituationen, an Zuschreibung von Lernerfolg auf eigene Kompetenzen und an der Überzeugung, schulisches Lernen durch selbstständiges Handeln zu erreichen. Sie bekunden Angst vor der sozialen Bewertung von Schulleistungen und vermeiden deshalb lieber den Vergleich. Misserfolge werden nicht selten generalisiert und als persönliche Unfähigkeit und Versagen betrachtet. Konzentrations- und Behaltensprobleme sind zusätzlich sehr einschneidende Faktoren auf das schulische Lernen, an denen depressive Schülerinnen und Schüler in besonderem Ausmass leiden. Nicht nur die Fokussierung auf den Unterrichtsgegenstand, sondern auch die anhaltende Konzentration über einen längeren Zeitabschnitt fällt den Betroffenen äusserst schwer. Unter dem Einfluss der getrübten Stimmung, der Antriebslosigkeit und der Konzentrationsproblematik findet kaum So tönt ein lebensmüder Gedanke einer 15-jährigen Jugendlichen: „Ich habe einfach gedacht, warum soll ich mich jeden Tag noch so sehr quälen…Es wäre doch für alle das Beste, wenn ich nicht mehr da bin…“ Im Jugendalter treten darüber hinaus verschiedene, auf den ersten Blick scheinbar untypische Symptome einer Depression auf. Dazu zählen verweigerndes Verhalten (anstelle von Antriebsarmut) eine starke Stimmungslabilität und Reizbarkeit. Die depressive Schülerin, der depressive Schüler Schule beinhaltet unter anderem Bewertungsnormen im Leistungsbereich. Schülerinnen und Schüler formen eigene Gedanken über ihr Leistungsvermögen. Die 12 eine Speicherung der Lerninhalte statt. Eine neuronale Vernetzung, wie Lernen es erfordert, scheint so beinahe unmöglich. Gefühle der sozialen Distanz- und Beziehungslosigkeit. Niedergedrücktheit, Gefühle der Einsamkeit und die Rückweisungssensitivität werden dadurch weiter verstärkt. Jüngere depressive Kinder beginnen nicht selten ohne offensichtlichen Anlass zu weinen, verlassen gar das Klassenzimmer oder verlieren die Kontrolle über ihr Verhalten. Aggressionen gegen Mitschüler oder gegen sich selbst in Form von absichtlichen Selbstverletzungen können auftreten. „Offene“ soziale Situationen, die sich durch wenig Berechenbarkeit auszeichnen wie zum Beispiel die Pausensituation werden weiter gemieden, da sie bei den Betroffenen viel Unsicherheiten und Angst vor Zurückweisung oder Abwertung auslösen. Ältere Kinder gehen eher in die „innere Immigration“, versäumen absichtlich den Unterricht und verweigern als Folge des depressiven Leidens den Unterricht. Depressive Schülerinnen und Schüler fühlen sich weiter erschöpft, lustlos, antriebslos und hegen nicht selten Verantwortungsgefühle für schulische Misserfolge, mit denen sie unausweichlich konfrontiert sind. Die mit dem schulischen Misserfolg einhergehenden negativen Konsequenzen, die teilweise durch das familiäre Umfeld verstärkt werden, bedrohen das bereits verminderte Selbstwertgefühl weiter und führen gleichzeitig zu Gefühlen von Hilflosigkeit. Einmal gefangen in der depressiven Spirale bringt der depressive Schüler schulische Misserfolge praktisch nur noch mit persönlichem Unvermögen in Verbindung. Er fühlt sich auf diese Weise zunehmend den schulischen Anforderungen hilflos ausgeliefert. Werden in der Folge bewusste oder unterschwellige Wünsche und Erwartungen der Eltern hinsichtlich der Schullaufbahn nicht erfüllt – die oftmals im Zusammenhang mit Ängsten resultierend aus der eigenen elterlichen Biographie stehen – fühlen sich die depressiven Mädchen und Knaben verantwortlich für ein ganzes „Familienschicksal“. Meistens jedoch haben diese Schuldgefühle keinen realistischen Hintergrund und sind so das Ergebnis depressiver Selbstzuschreibungen. Schülerinnen und Schüler, die depressiv sind, leiden sehr häufig auch an anderen psychischen Störungen. Vor allem sind dies Angststörungen und Essstörungen (hauptsächlich bei depressiven Mädchen) und bei depressiven Jungen ADHS, Substanzmissbrauch und Störungen des Sozialverhaltens. Im Zusammenhang mit einer Depression lassen sich nicht zuletzt auch Kinder und Jugendliche mit einer chronisch körperlichen Erkrankung finden; insbesondere bei starken funktionalen und psychosozialen Folgewirkungen der Erkrankung. Die in der Schule nur begrenzt mögliche Beachtung persönlicher Befindlichkeiten und die Abwesenheit eines geschützten Rahmens, der für einen solchen Austausch über persönliches Befinden notwendig wäre, vermittelt depressiven Schülerinnen und Schülern mehr noch als anderen die ohnehin schon bestehenden Die Häufigkeit depressiver Schülerinnen und Schüler liegt im Primarschulalter bei 2-3%, im Jugendalter bei 8-10% (Reicher und Rossmann, in: Nevermann, 2011). Bis zum 12. Lebensjahr bestehen keine Geschlechtsunterschiede. Danach zeigt 13 Die Frage nach dem Warum sich mit einer Verdoppelung der Erkrankungsrate ein klares Überwiegen der Mädchen. In der mittleren Adoleszenz – vor allem zwischen dem 14. und 15. Lebensjahr – konnte in Langzeitstudien ein sprunghafter Anstieg der Depressionsraten gefunden werden (Essau, 2010). Gerade ein frühes Alter bei Störungsbeginn stellt einen starken Risikofaktor für einen chronischen Verlauf mit hoher Rückfallneigung dar. Auch wenn die Symptome einer Depression ohne therapeutisches Einwirken nach einer bestimmten Zeit natürlich zurückgehen, kommt es beim Ausbleiben einer therapeutischen Unterstützung besonders häufig und relativ kurzzeitig nach der vermeintlichen Gesundung zu Rückfällen. Bei der Erforschung nach den Ursachen des seelischen Leidens und der psychischen Problematik einer depressiven Erkrankung stehen verschiedene Einflüsse und deren Wechselwirkungen im Zentrum. Dem sozialen Umfeld von Kindern und Jugendlichen, ihren psychischen Eigenarten und Besonderheiten sowie den körperlichen Vorgängen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Das aus dem Jahr 2011 stammende Modell von Groen und Petermann (Abb. 2) integriert die vielfältigen Zusammenhänge bei der Depressionsentstehung. Belastende Erlebnisse in der frühen Kindheit (zum Beispiel durch wechselnde Bezugspersonen, Vernachlässigung und gesundheitliche Schwierigkeiten) sowie die Bindungserfahrungen und die Erziehung der Eltern können – möglicherweise vor dem Hintergrund einer genetisch bedingten Veranlagung – zu einer Erhöhung der psychischen Verletzlichkeit bei einem Kind führen. Im Zusammenhang mit der Etablierung der frühkindlichen Bindung spielen gerade die ersten Lebensjahre eine wichtige Rolle. Sind Eltern in dieser Zeit keine verlässliche und verfügbare Quelle von Geborgenheit und Nähe oder gelingt es ihnen (auf Grund eigener Belastungen durch kritische Lebensereignisse oder psychische Störungen) wiederholt nicht, sensitiv auf kindliche Grundbedürfnisse zu reagieren, bestehen dadurch bereits gewichtige Risikofaktoren für eine depressive Entwicklung. Dazu zählen die Grundbedürfnisse nach Bindung, Selbstwerterhöhung, Kontrolle und Orientierung (möglichst einheitliche Erziehung, klare Abläufe, sinnvolle Regeln, Mitbestimmung Das Erkranken an einer chronisch depressiven Stimmung (Dysthyme Störung) wird in der Folge ebenfalls nicht selten beobachtet. Man geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass depressive Erkrankungen sogenannte psychischeoder gar neurobiologische Narben hinterlassen, die einen Rückfall unter besonderen Belastungen begünstigen. In diesem Zusammenhang zeigen depressive Kinder und Jugendliche im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne psychische Erkrankung im weiteren Leben stärkere psychosoziale Beeinträchtigungen; häufig in Form von zwischenmenschlichen Problemen, beruflichen Schwierigkeiten, Nikotinkonsum, einem höheren Medikamentenkonsum sowie auch mehr allgemeinen gesundheitlichen Probleme. 14 Abb. 2: Modell der Entstehung von Depressionen in angemessenem Mass, Förderung der Autonomie) und das Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung. Das von den Eltern vermittelte Gefühl „Ich bin es wert auf dieser neuen Welt zu sein“ bildet das Fundament zur Entwicklung des Vertrauens in das Selbst und die Umgebung. Jegliche Formen von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung verunmöglichen die Entstehung eines solchen Fundaments und führen beinahe unweigerlich zur psychischen Erkrankung im weiteren Leben. Gemeint sind auch psychische Gewaltformen wie Blossstellung, Einschüchterung, Beschimpfung, Bedrohung, häufige und harte Bestrafung. Ein Elternhaus mit chronischer Konfliktbelastung oder mit einer überbehütenden bis dominanten (=stark bestimmenden) Haltung der Eltern gegenüber dem Kind stellt darüber hinaus ebenfalls einen Risikofaktor zur späteren Störungsentwicklung dar. Die geschilderten Dispositionen für eine depressive Erkrankung erhöhen die psychische Verletzlichkeit eines Kindes. Dies kann zum Beispiel bedeuten, Stress weniger gut selbst zu regulieren, wiederholte Schwierigkeiten im Spiel und später im Sozialkontakt allgemein aufzuweisen und sich selbst, die Umwelt und die Zukunft stark pessimistisch zu betrachten. Kinder und Jugendliche, die an solchen Zeichen psychischer Verletzlichkeit leiden, befinden sich in der Regel bereits mitten in einer depressiven Erkrankung. Treten dann im späteren Leben weitere Belastungen auf, etwa durch kritische Lebensereignisse wie Trennung, Todesfälle und Schulwechsel oder durch täglich kleine Ärgernisse („daily hassles“), kann dies zu 15 einer Zunahme der depressiven Symptofühlsregulation (Compas und Connormatik führen. Unter „daily hassles“, die Smith, 2004). als Mitverursacher von Depressionen gelten, sind Verhaltensweisen gemeint wie Unberücksichtigt bleibt in diesem Modell „miteinander Streiten“, „angeschrien, kritidie mittlerweile wissenschaftlich bestätigsiert oder abgewertet werden“ oder te Annahme, dass eine komplexe Interak„übergangen, zurückgewiesen oder ignotion von neurochemischen Botenstoffen riert werden“, die chronisch auftreten. ebenfalls mit einer Depression einherWeiter steht eine zunehmende depressigeht. Vermutlich kommt diesen Neurove Symptomatik möglicherweise auch in transmittern – Serotonin, Noradrenalin Verbindung mit entwicklungsgemässen und Dopamin – wenn überhaupt lediglich Veränderungen eine margiund Herausfordenale (im „Schutzfaktoren“ rungen (wie die Rahmen Pubertät) und mit der Gene Gute Problemlösefähigkeit gesellschaftlichen tik) ursäch Soziale Unterstützung Einflüssen. liche Bedeutung eine dauerhafte, gute Beziehung Im Sinne eines zu. Sport Teufelskreises kann die depresZu erwähsive Symptomanen sind an tik, insbesondere in Form von Rückzug, dieser Stelle die vorhandenen SchutzfakAntriebslosigkeit und Hoffnungslosigkeit toren, die zum Teil in verblüffender Weise die Gesamtbelastung für die Betroffenen Kinder und Jugendliche angesichts widriweiter verstärken, was zu einer Aufrechtger Umstände vor einer Depression beerhaltung des seelischen Leidens führt. wahren oder die Wirkung von RisikofaktoDer depressive Boden wird weiter geren puffern. In neueren Studien werden nährt. beispielsweise „gute Problemlösefähigkeiten“, „die Fähigkeit zur Suche nach Als weitere Risikofaktoren für eine desozialer Unterstützung“, „Sport“ oder pressive Störungsentwicklung wird ein „eine dauerhafte, gute Beziehung zu minbestimmtes Temperament bezeichnet, destens einer Bezugsperson„ als solche das sowohl genetisch als auch durch die bezeichnet. Umwelt bedingt ist. Charakteristisch äussert sich dieses Temperament der sogenannt „negativen Affektivität“ durch einen „Risikofaktor Schule“ Hang zum negativen Gefühlserleben, eiKinder und Jugendliche verbringen einen ne erhöhte Sensibilität für negative Reigrossen Teil ihres Alltags in der Schule. ze, übermässiges Misstrauen, eine überEin Ort im Mittelpunkt des alltäglichen Lehöhte physiologische Erregbarkeit und bens, wo Lernerfolg und Lernfreude eine durch häufiges Stresserleben einhergewichtige Bedeutung für die Entwicklung hend mit einer nicht-zielführenden Gevon Persönlichkeit und Selbstbewusst16 Abb. 3: Risikomodell der schulischen Depression der Persönlichkeit eine generelle schulische Überforderung, kann daraus eine Depression („Schuldepression“) entstehen. Eine solche Überforderung entwickelt sich sowohl durch die Wahl eines „falschen Schultyps“ oder durch eine langfristige Leistungsüberforderung, als auch durch einen Mangel an positiven Rückmeldungen oder durch eine Aussenseiterrolle in der Klasse/Schule. sein haben. Versteht man Bildung einerseits als Quelle von geistigem Wachstum, Persönlichkeitsentfaltung und Entwicklungschancen, muss andererseits ebenfalls berücksichtigt werden, dass Schule auch mit Belastungen oder gar Risiken zur Störungsentwicklung verbunden sein kann. In diesem Fall kann Schule einen Teil bei der Entstehung und beim Verlauf einer Depression beitragen. Aber wie geschieht dies? Gerade mit der Wahl des falschen Schultyps bei der Oberstufeneinteilung, die nicht zuletzt als Folge unrealistischer Erwartungshaltung der Eltern und deren Befürchtungen bezüglich der Zukunft ihres Kindes passieren, kann der Schulalltag für den Schüler zur Dauerbelastung werden. Zu oft schränken Betroffene ihre Freizeit drastisch ein (Abbau von Hobbies, weniger Sozialkontakt etc.) und weiten ihre Lernzeiten manchmal sogar bis in die Nachtstunden aus. Kontrastieren die übermässigen Anstrengungen folglich mit dem Schulerfolg oder gar mit den Berufswünschen, fällt nicht nur das Selbstwertgefühl sondern zusätzlich der Glaube an eigene Handlungs- und Bewältigungs- Wie im Risikomodell für schulische Überforderung und Schuldepression (Abb. 3) dargestellt, findet der Ausbruch einer depressiven Symptomatik bei einem Schüler fast ausschliesslich vor dem Hintergrund einer „verletzlichen“ Persönlichkeit statt. Der Kinder- und Jugendpsychiater Nissen (1999) zeigt in diesem Modell, wie Verlustereignisse oder ein depressiver Elternteil im Sinne einer allgemeinen Depressionsgefährdung, eine Ich-Schwäche und ein instabiles Selbstwertgefühl als spezifische Eigenschaften dieser Schülerpersönlichkeit zusammenhängen. Erlebt nun ein Schüler mit den genannten Aspekten 17 kompetenzen drastisch ab. Eine anhaltende schulische Erschöpfung und langfristige Leistungsüberforderung geht damit Hand in Hand. Als dritter Aspekt, welcher den Weg in die Schuldepression oder Stressdepression ebnen kann, zählt ein „Mangel an positiven Rückmeldungen“ durch die Lehrperson. Zuwenig Lob und wenig positive Aufmerksamkeit bezüglich Lerninhalten, Arbeitsverhalten, Partizipation oder bezüglich dem Sozialverhalten können, falls über längere Zeit anhaltend, vor allem depressionsgefährdete Schüler tief kränken. Gerade diese Schüler sind angewiesen auf Wertschätzung, Anerkennung ohne Leistungsbezug und das Gefühl der sozialen Eingebundenheit im Unterricht. Ungerechte Behandlung und Herabwürdigung einzelner Schüler – insbesondere vor den Klassenkameraden – können grössere seelische Narben hinterlassen. Last but not least stellte sich mit der sogenannten „Aussenseiterrolle“ ein sozialer Faktor als depressionsbegünstigend heraus. Schüler, welche diese Rolle innehaben, leiden an genereller Ablehnung und sozialer Ausgrenzung. Oftmals geraten unbeliebte oder schlechte Schülerinnen schneller in die Aussenseiterrolle. Bei Schülern, welche gar wiederholtes und systematisches Schikanieren in Form von Mobbing erleben, verwundert es nicht, dass depressive Erkrankungen vermehrt diagnostiziert werden (Ivarsson et. al., 2005). nierung“, „übermässige Kontrolle durch die Lehrperson oder ein Mangel an Mitbestimmungsmöglichkeiten“, Konkurrenzverhalten“ und „mangelnde soziale Unterstützung durch Lehrpersonen und Mitschüler“ als negative Faktoren, die nicht zuletzt eine Depression zur Folge haben können (in Steinhausen, 2008 ). Interessanterweise bestehen bereits zu Beginn der Primarschulzeit Risikofaktoren bezüglich einer depressiven Erkrankung. So vermochte eine Untersuchung an 1.-Klasskindern (Herman et al., 2008) zu zeigen, dass Probleme in den Kernfächern wie Lesen und Mathematik später ein höheres Risiko für geringes Selbstwertgefühl und depressive Symptome darstellen. Kinder mit schlechten Noten entwickeln ein geringeres Zutrauen, ihr Leben selbst beeinflussen zu können als Kinder mit guten Ergebnissen. Außerdem steigern gute Noten in der Regel die Beliebtheit der Kinder in ihrem Umfeld. Umgekehrt fehlt Kindern mit schlechten Noten ein wesentliches Mittel, ihr soziales Umfeld für sich zu gewinnen. Dieser Zusammenhang zwischen Schulleistungen und sozialen Faktoren wird auch im Jugendalter deutlich. Bei älteren Schülern mit bevorstehendem Schulaustritt nimmt der Umgang mit Leistungsdruck und der Anspruch, die geforderten Leistungsstandards auch im Hinblick auf die Zukunftsgestaltung zu erfüllen, eine wichtige Bedeutung ein. Merkt ein Schüler, dass er diesen auch gesellschaftspolitischen Standards (z.B. nach Engagement, Belastbarkeit, Initiative etc.) nicht standhalten kann, sinkt nicht nur sein Glaube an eigene leistungsrelevante Fähigkeiten, sondern gleichzeitig auch die In verschiedenen Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen erlebter schulischer Umwelt (wahrgenommenes Schulklima) und seelischem Befinden von Schülerinnen und Schüler erwiesen sich individuell wahrgenommene Merkmale wie „Leistungsdruck“, „Diszipli- 18 Einschätzung über soziale Kompetenzen zu verfügen. Findet nun eine generell negative Einschätzung der Zukunftsperspektive statt und fehlen die nötigen Strategien aus der Krise herauszufinden (z.B. die aktive Suche nach Unterstützung), kann es zu Resignationsverhalten und zu Gefühlen von Hoffnungslosigkeit kommen. Versagensängste und Orientierungslosigkeit können zudem auftreten. Die Entwicklung einer depressiven Symptomatik stellt den vorübergehenden Endpunkt einer negativen Spirale dar. renzierung im Leistungsbereich) klar begrenzt sind. Nichtsdestotrotz verbringen Lehrpersonen viele Stunden jede Woche mit den Schülern, erleben sie in unterschiedlichen Situationen mit verschiedenen Konstellationen und zählen zweifelsohne zu den bedeutendsten Bezugspersonen der Kinder und Jugendlichen. Einfluss können Lehrpersonen einerseits bei der Früherkennung der depressiven Erkrankung (Punkt 1) nehmen und gleichzeitig indem sie präventive Ansätze (Punkt 3) in den Unterricht einfliessen lassen. Sind Schüler bereits erkrankt, ergeben sich Hilfemöglichkeiten durch Lehrpersonen im „Umgang mit Betroffenen im Schulalltag“ (Punkt 2). Die nachfolgenden Abschnitte (Punkt 4) beinhalten Hilfestellungen für Lehrpersonen. Hilfe durch und für Lehrpersonen Zunächst soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Möglichkeiten der Schule auf psychische Belastungen einzelner Schüler einzugehen und persönliche Hilfe anzubieten unter den gegebenen schulischen Rahmenbedingungen (z.B. volle Lehrpläne, grosse Klassen, Binnendiffe- 19 etwa 12 Jahren, möglich. Bei pubertären Knaben kann darüber hinaus ein übermässiges Streben nach der Übernahme und Identifikation mit stark maskulinen genderspezifischen Eigenschaften (z.B. keine Gefühle von Trauer und Verletzlichkeit zeigen oder übermässige Glorifizierung von vermeintlich männlichen Heldenfiguren die Grandiosität, Souveränität, Coolness und Attraktivität verkörpern) eine depressive Symptomatik überdecken. Nicht selten werden auf diese Weise eigene negative Gefühle wie z.B. „Zukunftsängste“ oder „Traurigkeit“ unterdrückt, sodass keine direkte Emotionsregulation geschieht. Kommuniziert wird die negative Stimmungslage kaum, da Empathie und Verständnis vom männlichen Gegenüber nicht erwartet wird und Schamgefühle den Gefühlsausdruck von Angst und Trauer hemmen. 1. Erkennung oder Früherkennung Um überhaupt einen Handlungsbedarf festzustellen, braucht es zunächst ein wachsames Auge von Seiten der Lehrkraft, welches Verhalten, Stimmung und verbale/nonverbale Mitteilungen von Schülern abhängig vom Kontext sensitiv wahrnimmt. Lassen sich nachhaltige Veränderungen erkennen, die über die alltäglichen Schwankungen herausgehen, geht es in einem zweiten Schritt darum die betroffenen Schülerinnen bezüglich der Beobachtungen zu befragen und die Einschätzungen vertraulich schriftlich festzuhalten. Eine wichtige oder gar grundlegende Rolle spielt dabei der Aspekt der Informiertheit über mögliche Anzeichen und Hintergründe der Depression. Nicht immer einfach ist bei dieser Einschätzung das richtige Mass zwischen Bagatellisierung und Dramatisierung zu finden. Einerseits weil durch das Unterrichtsgeschehen, die Bedürfnisse anderer Kinder oder als Folge eigener Probleme auf Seiten der Lehrperson ihr „Wahrnehmungsspektrum“ schon ausgefüllt ist und andererseits weil die Einschätzung gerade bei jüngeren Schülern eine spezielle Herausforderung für Erwachsene darstellt. So gelingt es zum Beispiel Schülerinnen der Unterstufe kaum ihr „Selbst“ zu beschreiben oder Befindlichkeiten differenziert verbal auszudrücken. Der Ausdruck geschieht häufig über körperliche Beschwerden, Weinerlichkeit, Schlafprobleme usw. Auch eine angemessene Einschätzung bezüglich der Dauer von Ereignissen oder einer Stimmung ist im Entwicklungsverlauf erst später, im Alter von Gerade unter Berücksichtigung dieser Entwicklungsbesonderheiten ist die Diskussion mit Lehrpersonen oder mit anderen Fachpersonen unabdingbar. Auch das Einrichten von „Kummer- oder Befindlichkeitsboxen“ und das Vereinbaren von Sprechzeiten vor oder nach dem Unterricht können das Erkennen einer Problematik erleichtern. Einen weiteren Aspekt, den es bei der Erkennung zu berücksichtigen gilt, ist die Gefahr, dass bei gereizter Stimmung, Wut oder Affektausdrücken, die sehr verletzend für das Gegenüber sein können, eine beginnende depressive Störungsentwicklung verkannt wird. Derartige Gefühlsausdrücke können entweder bereits zur Symptomatik einer Depression gehören oder aber, wie bei drei Viertel aller Betroffenen, einen Teil 20 einer mit der Depression gemeinsam auftretenden Störung (z.B. ADHS) darstellen. bei zu achten. Machen die Schüler auf diese Weise wiederholt die Erfahrungen Aufgaben erfolgreich zu bewältigen, können vorhandene Gefühle von Hilflosigkeit abgeschwächt oder gar verlernt werden. Schulische Misserfolge sollen nach Möglichkeiten, insbesondere zu Beginn der depressiven Erkrankung, minimiert werden. Bei negativen Aussagen betroffener Schülerinnen wie zum Beispiel: „Ich bin schlecht in Mathematik“ kann durchaus der Wahrheitsgehalt und der Stellenwert der Aussage in Frage gestellt bzw. korrigiert werden, indem die Lehrerin die weitere Entwicklung betont und die erfolgten Anstrengungen lobt. Anstatt zu sagen „das war falsch“, kann die Rückmeldung „das war ein guter Versuch“ heissen. Gelingt es den Lehrpersonen negative Aussagen direkt und indirekt zu korrigieren und Optimismus auszustrahlen, indem sie den Schülern das „Gefühl etwas geschafft zu haben“ vermitteln, entstehen positive Lernbilder. 2. Umgang mit Betroffenen im Schulalltag Im Umgang mit betroffenen Schülern können sich Lehrpersonen sehr unterstützend verhalten und so einen wichtigen Teil zur Genesung beisteuern. Dabei spielt nicht nur die Qualität der Hilfestellungen als Solches eine Rolle, sondern ebenfalls die Frage, ob diese Unterstützung auch nachhaltig von der Lehrperson angewendet wird. Gerade weil depressive Schülerinnen bei Leistungsanforderungen aufgrund der Fokussierungs- und Antriebsprobleme oft von Aufgabenstellungen überfordert sind, benötigen sie Hilfe bei der Lernplanung. Die Anforderungen sollen dabei in kleine Etappen (auf dem Lernweg hin zum Ziel) oder in einzelne Mosaike (die ein Gesamtbild ergeben) unterteilt werden. Auf das Einrichten von Pausen und Belohnungsmomente gilt da- 21 Wie kann nun der zunehmenden Passivi- 3. Vermitteln von Wertehaltung gegenüber der depressiven Erkrankung tät depressiver Schüler begegnet werim Klassenverband und Aufbau von den? Die Hilfe ausgewählter Mitschüler mit guten Sozialkompetenzen hat sich daSchutzfaktoren bei als sehr fruchtbar herausgestellt; insbesondere dann, wenn sie freiwillig ge- Im Hinblick auf die Prognosen der WHO schieht und so viel wie möglich eigene und die hohe Anzahl Suizidversuche und (autonome) Entwicklungsschritte der Be- tatsächlichen Suizide im Jugendalter ist troffenen vorantreibt. Eine Anleitung und nicht nur das Verbreiten von FachinforBegleitung durch Fachpersonen ist emp- mation über das Bild der Depression sehr fehlenswert. Gerade in der ersten Phase wichtig, sondern ebenfalls die Vermittlung gilt es übermässige Erwartungshaltung von Verständnis und Empathie gegenauf Seiten der Helfenden über psychischen Erkranabzubauen, da Depressive kungen und hier im Spezischnell ermüden (mitunter ellen gegenüber der De„Catch them als Folge der Schlafproblepression. Gerade Kinder having fun“ me) und ein grosses Mass möchten mit einer depresan genereller Unsicherheit siven Erkrankung das famitbringen. Lehrpersonen miliäre Umfeld nicht belaskönnen bei der Beobachtung von solchen ten, fühlen sich zu oft verantwortlich für Aktivitäten (zum Beispiel „Pausenge- ihr Leiden und hegen die berechtigte staltung“) ihre Wahrnehmung nach dem Angst vom ausserfamiliären Umfeld nicht Motto „catch them having fun“ ausrichten. verstanden oder gar blossgestellt zu werDurch Rückmeldung dieser Beobachtun- den. Dies verdeutlicht die wichtige Teilgen lernen die Betroffenen zunehmend, verantwortung der Schule als geselldass sie auf ihre Stimmung durch Teilnah- schaftliche Institution bei der Enttabuisieme an Aktivitäten selbst Einfluss nehmen rung und Entstigmatisierung der depreskönnen. Nicht zuletzt steht natürlich der siven Erkrankung. Schülerinnen sollen Erwerb neuer Problemlösefertigkeiten im psychische Erkrankungen verstehen und Zentrum. Zu einem späteren Zeitpunkt einordnen können, obwohl diese im Geerwies sich auch die angemessene Über- gensatz zu bestimmten körperlichen Ergabe bestimmter Verantwortungen als för- krankungen nicht augenfällig sind und derlich zur Stärkung des Selbstwertge- nicht rein den Körper sondern vielmehr fühls und Verbesserung der sozialen Ein- Körper, Geist und Seele betreffen. Überbettung. legungen, die Schüler nachvollziehen lassen, welche (sozialen) Folgen einer psyDie genannten Hilfestellungen vermögen chischen Erkrankung für den Betroffenen durchaus eine positive Dynamik auszulö- und seine Familie haben, zählen ebensen, ersetzen hingegen in aller Regel kei- falls zu wünschenswerten Lernzielen. ne psychotherapeutische Behandlung und/oder eine Medikation im Jugendalter. Ein weiterer Schritt in Richtung Entstigmatisierung gelingt durch die Stärkung der Gemeinschaft sei es beispielsweise 22 durch kooperative Arbeitsformen oder einen integrativen Führungs- und Unterrichtstil, der ein wertfreies Begegnen individueller Unterschiede fördert. Ein solches positives Klassenklima kann durch gemeinsame Regeln und Vereinbarungen weiter verbessert werden. Weiterführende präventive Ansätze – sogenannte Kindergesundheitsstrategien – haben eine grosse Bedeutung. Einerseits ist die Beziehungsgestaltung zwischen Schüler und Lehrer wichtig und andererseits die Vermittlung von Lebenskompetenzen im Schulumfeld. So gilt die Förderung von Selbstwahrnehmung, Einfühlungsvermögen, Umgang mit Stress und negativen Emotionen, Kommunikation (auch über Krisen), Selbstbehauptung und Standhaftigkeit als eine zentrale Quelle von Schutzfaktoren für Kinder gegenüber psychischen Erkrankungen. Fazit und Ausblick Die Depression stellt in ihrer ganzen Erkrankungsbreite ein vielschichtiges und komplexes psychisches Problem dar, das sich bei jungen Menschen unterschiedlich äussern kann. Eindeutig ist, dass depressive Schülerinnen und Schüler leiden, und zwar in einem erheblichen Ausmass. Im schulischen Lernen fehlt es ihnen nicht an Bereitschaft oder Anstrengungswille, sondern sie bringen schlicht den Lernmotor nicht mehr in Gang, weil ihnen durch die depressive Schwere die Grundlage für das Lernen abhanden gekommen ist. Noch so gut kann der Wille sein, er wird torpediert durch Müdigkeit, Unaufmerksamkeit und Behaltensprobleme, die in einer depressiven Spirale die Lernzeit für die Betroffenen vorbeirasen lässt. Auch im 21. Jahrhundert werden depressive Symptome noch immer mit einer vorübergehenden Traurigkeit, einer jammernden Selbstmitleidtirade oder menschlicher Leistungsschwäche in Verbindung gebracht. Wer glaubt, dass wir als Gesellschaft Vorurteile und Tabus gegenüber psychischen Erkrankungen weitgehend abgebaut haben, täuscht sich, wie eine schweizweit repräsentative Umfrage kürzlich zeigte. Leider werden uns durch die Tatsache, dass Depressionen in Zukunft zur Erkrankung Nummer eins weltweit zählen und Suizide im Kindesund Jugendalter schon jetzt zu den häufigsten Todesursachen gehören, unweigerlich die Augen geöffnet. Doch Resignation hilft nicht weiter, denn die Schule und insbesondere die Lehrpersonen besitzen wirksame Einflussmöglichkeiten im Bereich Prävention und Umgang mit depressiven Schülern. 4. Der Einbezug von Fachstellen Für Lehrer ist es im heutigen Schulalltag, wo das anspruchsvolle Schulgeschehen viel Aufmerksamkeit, Engagement und Organisationsvermögen abverlangt, von grosser Wichtigkeit, dass sie ihre Wahrnehmungen und Einschätzungen mit anderen Lehr- oder Fachpersonen austauschen. Zeichnet sich bezüglich Verhalten, Stimmung und Leistungen eines Schülers ein negativer Trend ab, der über Tagesschwankungen hinaus geht und in verschiedenen Situationen anhält, sollte man als Lehrperson nicht zögern, eine Fachstelle (z.B. SPD, KJPD, niedergelassene Kinderpsychiater/innen) einzubeziehen. Bei leichten und mittelgradigen Depressionen gilt eine psychotherapeutische Behandlung im Übrigen als Mittel der ersten Wahl. 23 Da die Ursachen depressiver Erkrankungen weitgehend durch Umwelteinflüsse und deren Wechselwirkungen entstehen, ist der Einfluss unserer Leistungsgesellschaft von besonderer Bedeutung. Schon früh nach dem Schuleintritt sind Kinder konfrontiert mit Leistungsmessungen, Leistungszielen und Leistungserwartungen. Für die Mehrheit ist dies ein positives Wertesystem. Bestimmte Kinder fühlen sich hingegen nicht herausgefordert und positive Lernerlebnisse werden für sie immer rarer. Kommen soziale Probleme hinzu, ist der Weg in die Depression möglich. Gefangen in dieser Dynamik, in der die versteckte Last oft lange unbemerkt bleibt, zerbrechen Jugendliche an überhöhten Leistungsstandards und auch aus Angst nicht zu genügen. Wird dabei nicht zu schnell vergessen, dass unsere Schülerinnen einfach auch das Bedürfnis nach menschlicher Wärme, bedingungsloser Wertschätzung, Verständnis und Empathie haben? Widerspiegeln sich die Kosten unserer Leistungsgesellschaft auf dem Hintergrund eines zunehmenden Produktivitäts-, Effizienz- und Innovationsdrucks im vorausgesagten Anstieg der Depressionserkrankungen? Literaturverzeichnis Compas, B., Conner-Smith, J., Jaser S. (2004). Temperament, stress reactivity, and coping: Implications for depression in childhood and adolescence. Journal of Clincal Chaild and Adolescent Psychologie, 33, 21-31. Essau, C. (2007). Depressionen bei Kinder und Jugendlichen. München: Ernst Reinhard. Herman, K., Lambert C., Sharon F., Reinke, W., Ialongo, N., Herman S. (2008). Low academic competence in first grade as a risk factor for depressive cognitions and symptoms in middle school. Journal of Counseling Psychology, 55. Ivarsoson,T. Broberg A., Arvidsson, T. & Gillberg, C. (2005). Bullying in adolescence. Nordic Journal of Psychiatry, 59, 365-373. Lau L. (2011). Depression und Schule. Möglichkeit und Grenzen schulischer Prävention / Intervention. Studienarbeit. Luebbers M. (2008). Depression bei Schülern. Korrelation zwischen Schule und dem Ausmass einer Depression bei Schülern. Examensarbeit. Lütolf, P. (2012). Persistierende Problembereiche nach einer kognitiv-verhaltenstherapeutschen Behandlung eines depressiven Jugendlichen […]. Masterarbeit Nachdiplomstudium Universität Fribourg. Steinhausen, H.C. (2006). Schule und psychische Störungen. Stuttgart: Kohlhammer. Tipps und Links Für unsere Kinder, unsere Schülerinnen und Schüler, sind wir angehalten derartige gesellschaftliche Fragen kritisch zu reflektieren, über psychische Erkrankungen transparent zu informieren, im präventiven Sinn die kindlichen Bedürfnisse angemessen zu stillen und rechtzeitig zu handeln. Das ist nicht nur Balsam für die Kinderseelen, sondern auch eine gesellschaftliche Verpflichtung, in moralischethischer wie in volkswirtschaftlicher Hinsicht. Philipp Lütolf www.depressionen.ch (Verein Equilibrum zur Bewältigung von Depressionen) www.kompetenznetz-depression.de -> Infos und Unterrichtsmaterialien für Lehrpersonen „(Nicht) ganz normal ?!“ www.depression.ch/de/formen/kinder.php Für Jugendliche: www.tschau.ch; www.feelok.ch Depressionen im Kindes- und Jugendalter von Ch. Nevermann u. H. Reicher (2009) Ratgeber Traurigkeit, Rückzug und Depression von G. Groen, W. Ihle et al. (2012) Wie wird mein Kind wieder glücklich? G. Groen u. F. Petermann (2011) 24 25 9 22 47 19 58 11 6 70 78 17 0 Hütten Kilchberg Langnau Oberrieden Richterswil Rüschlikon Schönenberg Thalwil Wädenswil-Primar ** Wädenswil-Oberstufe ** KGS Wädenswil 30 0 1 5 8 0 0 6 1 1 1 0 4 3 33 0 3 6 9 0 1 5 0 4 1 0 4 0 261 0 5 76 32 4 13 33 9 6 6 3 70 4 280 2 14 77 47 5 5 35 12 5 6 1 65 6 Vorjahr Beratungs- und Standortgespräche 9 0 0 0 7 0 0 2 0 0 0 0 0 0 2 0 0 1 0 0 0 1 0 0 0 0 0 0 Vorjahr Begutachtung von Unterlagen Dritter 730*** 2 23 159 117 10 24 99 29 54 29 12 156 18 Anzahl 748*** 2 27 170 98 13 30 100 42 42 24 6 181 13 Vorjahr 8.2**** – – 7.9**** 4.4 11.0 7.3 9.1 8.0 7.6 10.8 5.9 4.7 6.7 10.0 5.1 Vorjahr 3.9 10.3 8.4 6.9 6.2 7.5 7.0 7.2 5.4 13.6 8.5 7.1 %* Prozentualer Anteil an der Schülerzahl der Schulgemeinde ** Für die Vergleichbarkeit mit anderen Gemeinden müssen die Fälle von Wäd.-Primar und –Oberstufe zusammen betrachtet werden. 433 0 10 86 42 8 24 59 30 33 17 5 112 7 Vorjahr Fortführung Fälle aus dem letzten Schuljahr **** Prozentualer Anteil an der Gesamtschülerzahl (9261) des Bezirkes Horgen (ohne Adliswil) *** Gesamtzahl der Anmeldungen: 775 (Vorjahr 781); Rückstellungen 45 (Vorjahr 33) * 430 82 Horgen Total 11 Vorjahr Untersuchungen Hirzel Schulgemeinde FÄLLE 4. STATISTIKEN (Kommentar S. 31) ANMELDENDE INSTANZEN Lehrperson/ Schulleitung Eltern IV Arzt/Schularzt Schulpflege Andere* Total 642 26 - - 43 19 730 [628] [57] [-] [2] [43] [18] [748] * Logopädinnen, Therapeutinnen, Frühberatung etc. [..] = Vorjahr SCHULSTUFEN Kleinklasse 0% (Vorjahr 1.5 %) Oberstufe 13.8% (Vorjahr 13.1%) Vor Kindergarten 4.2% (Vorjahr 5.0%) Kindergarten 19.9%, (Vorjahr 19,4%) Mittelstufe 26.8% (Vorjahr 27.0%) Unterstufe 35.2% (Vorjahr 34.0%) KINDER Anzahl % Vorjahr % Knaben / Mädchen 482 / 248 66 / 34 69 / 31 Erst- / Folge-Untersuchungen 301 / 429 41 / 59 44 / 56 Nationalität: Schweiz / Andere 489/ 241 67 / 33 67 / 33 26 EMPFOHLENE MASSNAHMEN (Mehrfachzählungen möglich) Regelschulische Massnahmen 2012/13 2011/12 Rückstellung Einschulung Kindergarten 1 3 Vorzeitige Einschulung Kindergarten 4 0 Rückstellung Übertritt 1. Kl. 11 10 Regulärer Übertritt 1. Kl. 15 20 Vorzeitiger Übertritt 1.Kl. 0 3 Überspringen einer Klasse 5 5 Nachhilfe, Stützunterricht 2 5 Aufgabenhilfe 2 5 Noten- oder Fächer-Dispens 6 8 Klassenwechsel, Parallelversetzung, Umstufung 9 8 Definitive Promotion 1 1 19 13 9 9 1 4 Psychomotoriktherapie 32 35 Logopädietherapie 87 89 Einschulungsklasse (EK) 15 13 Kleinklasse 13 13 145 168 3 3 4 3 60 74 Sonderschulung Körper- / Sinnesbehinderte 6 8 Privatschule (als Sonderschulung) 2 1 Sprachheilkindergarten 1 3 Sprachheilschule 2 12 Heilpädagogische Schule 10 15 Tagessonderschule 27 36 7 5 4 13 122 58 Repetition/Rückversetzung Integration nach Sonderschulung Sonderpädagogische Massnahmen Frühförderung IF (mit/ohne Lernzielanpassung) Schulisches Time-Out Einzelunterricht (als Sonderschulung) Sonderschulungen Integrierte Sonderschulung Sonderschulheim, Beobachtungsstation B+U durch Sonderschule Weiterführung Sonderschulung 27 2012/13 2011/12 Aufnahmeunterricht / -Klasse, Deutsch als Zweitsprache (DaZ) 20 29 Legasthenie- und Dyskalkulietherapie 10 4 0 1 11 0 3 0 14 21 1 0 112 108 27 35 Paartherapie, Mediation 0 1 Standortgespräch mit SPD 7 10 Schulpsycholog. Nachuntersuchung 4 1 Samowar 1 4 KJPD-Therapiestation 2 7 Abklärung KJPD oder Psychiater 25 18 Ergotherapie/Wahrnehmungsunterricht 15 7 Allgemeinärztliche Untersuchung u/o.Behandlung 1 4 Ohren- /Augenarzt 0 2 Neurostatus, EEG 0 2 Pädiatrische, neuropsychologische Abklärung 5 2 Freizeitaktivitäten 2 9 Überweisung Soziale Dienste oder AJB 5 9 Sozialpädagogische Familienbegleitung 6 4 Hort, Kita, Mittagstisch 1 2 Gefährdungsmeldung Kindswohl 1 2 19 24 Keine empfohlene Massnahme 125 115 Andere empfohlene Massnahme 17 28 Audiopädagogik Nachteilsausgleich Assistenz (individuell /Klasse) Hochbegabtenförderng IV-Anmeldung Psychologisch-psychiatrische Massnahmen Kinderpsychotherapie, Spieltherapie Einzel– und Familienberatung durch SPD Soziale Massnahmen Schulsozialarbeit 28 SCHÜLERZAHLEN (Stichtag 15.9.2012) Gemeinden Hirzel Horgen Hütten Kilchberg Langnau Oberrieden Richterswil Rüschlikon Schönenberg Thalwil Wädenswil-Primar Wädenswil-Oberstufe Total Kindergarten Primar Total KG/ Primar Oberstufe 59 381 34 123 156 77 255 71 33 299 399 0 134 991 54 313 438 236 784 251 111 800 1145 0 193 1372 88 436 594 313 1039 322 144 1099 1544 0 60 453 0 97 161 103 288 67 0 293 0 595 253 1825 88 533 755 416 1327 389 144 1392 1544 595 1887 5257 7144 2117 9261 Total KG und Primarschule 7144 Total Oberstufe 2117 Total Gesamttotal 9261 SITZUNGEN / REFERATE (keine Mehrfachzählungen wenn mehrere Teammitglieder anwesend) Anzahl Sitzungen Zweckverband (Aufsichtskommission, Delegiertenkommission) 6 Sitzungen Schule (Fach– und Arbeitsgruppen, Interdisziplinäre Teams, Schulpflege, Therapeuten etc.) 50 Sitzungen mit anderen Organisationen 36 (Mitarbeit in Verbänden und Fachgremien, Delegationen, Teamtreffen) Referate 5 (Präsentationen, Elternabende, Kurz– und Fachreferate) Sitzungen Beratungsgruppe für Lehrpersonen 2 29 ARBEITSZEITVERTEILUNG MITARBEITER/INNEN NACH LEISTUNGSART (in h) 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11 11/12 12/13 Umfassende Diagnostik und Beratung für Kind, Familie und Schule 6178 6170 6768 6614 6893 7319 7004 7095 Beratung Familien (ohne Testdiagnostik) 623 771 502 603 603 614 581 491 Beratung Lehrpersonen (ohne Testdiagnostik) 103 110 92 70 100 65 83 81 Beratung div. (ohne Fallaufnahme) 357 273 250 223 352 229 172 150 Schulberatung (Arbeitsgruppen, Sitzungen) und Klasseninterventionen 600 378 451 450 484 337 381 287 Arbeitsgruppen, Verbände und Fachgremien im Bezirk und Kanton 282 341 479 284 368 382 219 109 Organisation intern (Teamsitzungen, Leitung, Administration Psychologen/ innen) 2313 2129 1761 1737 2013 1871 2106 2405 Sekretariat und Rechnungsführung 3483 3558 3291 3027 2844 2862 2967 2839 Mobilität 476 519 575 534 532 512 595 683 Fort– und Weiterbildung, Selbststudium 763 989 1006 933 1282 1004 1333 1351 Total 15178 15238 15175 14475 15471 15195 15441 15491 ARBEITSZEITVERTEILUNG ALLER LEISTUNGEN DER PSYCHOLOGEN/INNEN FÜR DIE GEMEINDEN (in h) 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 10/11 11/12 12/13 123 134 79 200 99 145 118 194 Horgen 1320 1372 1383 1855 2022 1984 2290 1843 Hütten 78 112 51 95 79 64 61 154 KGS Wädenswil 94 132 108 67 30 53 36 - Kilchberg 242 267 241 227 208 256 284 366 Langnau 379 504 400 523 411 346 457 577 Oberrieden 408 420 321 242 325 336 473 396 Richterswil 1457 1172 1219 1359 1452 1427 1218 1135 Rüschlikon 371 240 264 249 379 415 373 220 Schönenberg 151 130 164 109 145 111 121 97 1060 1097 1182 817 901 1107 979 1189 345 294 305 181 227 232 241 264 1916 1954 2445 2035 2132 2088 1599 1668 7944 7828 8162 7959 8410 8564 8250 8103 Hirzel Thalwil Wädenswil-Oberstufe Wädenswil-Primar Total 30 KOMMENTAR ZU DEN STATISTIKEN Das Total der Fallzahlen ist mit 730 Fällen im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (-18 bearbeitete Fälle). Dabei ist die Anzahl Abklärungen konstant geblieben und die Zahl der Beratungen und Standortgespräche gesunken. Die Zahl der Anmeldungen war etwa konstant (775 und im Vorjahr 781), es wurden aber mehr Rückstellungen vorgenommen (45 und im Vorjahr 33). Bei den anmeldenden Instanzen ist der Anteil von Lehrpersonen/Schulleitungen und Schulpflegen weiter gestiegen und macht nun 88% aus. Es erreichen uns im Vergleich zu früheren Jahren nur mehr wenige Eltern direkt ohne einen vorgängigen Einbezug der Schule. Bezüglich Schulstufen und Geschlechterverteilung der angemeldeten Schülerinnen und Schüler sind die Verhältnisse seit längerem konstant. Jahresbericht eingegangen. Für den SPD heisst es, dass trotz in den letzten Jahren eher gesunkenen Fallzahlen die komplexen, aufwändigeren Fälle zugenommen haben, die Anforderungen und die Leistungen gestiegen sind. Neu werden die Empfehlungen Nachteilsausgleich und Assistenz aufgeführt. Die Zahl der gesamthaft geleisteten Stunden ist gemäss der Arbeitszeitverteilung praktisch gleich geblieben (+50h im Vergleich zum Vorjahr). Die interne Vernetzung wurde gestärkt (+300h). Die Arbeitszeit für die Gemeinden sank leicht (147h). Unter den Gemeinden gab es wiederum einige Verschiebungen in den Anteilen (z.B. Horgen -447h, Thalwil +210h). Die periodische Rückmeldung des Leistungsbezugs an die Gemeinden könnte bereits zu einem bewussteren Umgang und einem ausgleichenden Effekt geführt haben. Die Statistik der empfohlenen Massnahmen zeigt einen Rückgang von neu empfohlenen Sonderschulungen auf 119 Empfehlungen (im Vorjahr 157, alle Formen der Sonderschulung). Es wurden 122 Sonderschulungen zur Weiterführung empfohlen. Sonderschulungsfragen machen somit rund einen Drittel aller Fälle aus. Auf die verschiedenen Ursachen dieses hohen Anteils an Sonderschulungsfragen an unserer Arbeit wurde im letzten Der Gesamtaufwand lag wegen dem zu verbuchenden Anteil an der Sanierung der kantonalen BVK um rund Fr. 144‘000 höher als im Vorjahr. Die Schülerzahlen im Zweckverbandsgebiet stiegen erfreulicherweise wieder leicht an (+152). Matthias Obrist-Müller 31 24’870.80 32 24’870.80 Kurzfristige Schulden Verpflichtungen für Sonderrechnungen Rückstellungen Transitorische Passiven 201 203 204 205 Gesamtpassiven Laufende Verpflichtungen Fremdkapital 20 200 Passiven 2 Gesamtaktiven Transitorische Aktiven 102 103 Anlagen 101 6’500.90 2’376.83 Guthaben 100 15’993.07 24’870.80 Finanzvermögen 10 Flüssige Mittel Aktiven 1 147’193.99 1’505.30 103’767.96 41’920.73 Aktiven Aktiven Passiven Bestand Ende 2012 Bestand Ende 2011 147’193.99 702.90 141’831.04 4’660.05 Passiven 5. RECHNUNG 2012 Einzelkonten nach Aufgaben gegliedert Voranschlag 2012 Aufwand 5‘000.00 6‘000.00 1‘081‘000.00 24‘500.00 87‘000.00 122‘000.00 45‘500.00 28‘000.00 2‘000.00 17‘500.00 5‘000.00 1423‘500.00 10‘000.00 2‘000.00 7‘000.00 6‘000.00 5‘000.00 18‘000.00 28‘000.00 1‘000.00 37‘500.00 2‘700.00 30‘700.00 21‘000.00 3‘500.00 2‘000.00 4‘000.00 178‘400.00 100.00 100.00 Ertrag Rechnung 2012 Bezeichnung Aufwand Entschädigung Aufsichtskommission Sitzungsgelder Besoldungen Zulagen Sozialleistungen AHV/ALV Sozialleistungen BVK Sozialleistungen Kranken-/Unfallversich. Temporäre Mitarbeiter Reinigung Weiterbildungsbeiträge Allg. Personalaufwand Personalaufwand Allg. Büromaterial Fachliteratur / Zeitschriften Testmaterial Drucksachen allg. Druckkosten Schulreifetest Anschaffungen Mobiliar, Maschinen Anschaffungen EDV Unterhalt Mobiliar, Maschinen Miete der Büroräume Miete von Apparaten / Geräten Fahrspesenentschädigung Allg. Verwaltungskosten Sachversicherungen Anlässe / Kurse Allg. Sachaufwand (AK) Sachaufwand Passivzinsen ZKB Ertrag 5‘000.00 5‘200.00 1‘057‘074.10 24‘741.50 82‘479.55 118‘160.90 32‘719.20 27‘840.00 430.50 17‘500.00 7‘603.20 1‘378‘748.95 9‘854.55 1‘956.49 8‘969.52 4‘379.35 4‘298.65 18‘030.90 27‘622.90 591.90 37‘392.00 2‘621.96 31‘010.00 21‘234.80 3‘628.95 2‘469.70 3‘910.20 177‘971.87 0.00 0.00 Passivzinsen 0.00 Beiträge an den Kanton (BVK bis 2013) 141‘831.04 0.00 0.00 Beiträge an private Institutionen 0.00 141‘831.04 1‘602‘000.00 Anteile und Beiträge Aufwand 1‘698‘551.86 33 Voranschlag 2012 Aufwand Rechnung 2012 Ertrag Bezeichnung 100.00 100.00 0.00 0.00 8’000.00 Aufwand Ertrag 265.40 265.40 0.00 0.00 8’301.75 Zinsen von Bankguthaben Vermögenserträge Gutachtenbeiträge private IV-Beiträge für logopädische Abklärungen Verkaufserlös Schulreifetest 100.00 Rückerstattung Versicherungsleistungen 0.00 100.00 Rückerstattung Verwaltungskosten 8’200.00 Entgelte 0.00 Staatsbeitrag 238.30 8’540.05 0.00 1’593’700.00 Kostenanteile Verbandsgemeinden 0.00 KGS Wädenswil Fachberatung 1’689’746.41 0.00 1’593’700.00 Beiträge 1’689’746.41 1’602’000.00 Ertrag 1’698’551.86 Anteile/Beiträge Sachaufwand Personalaufwand Gesamtaufwand 1999-2012 1'800'000 1'600'000 1'400'000 1'200'000 1'000'000 800'000 600'000 400'000 200'000 0 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 34 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 6. VERZEICHNIS DER KOMMISSIONSMITGLIEDER, MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER AUFSICHTSKOMMISSION (AK) Präsidentin Vizepräsidentin Aktuarin Beatrice Kern Brunnenstrasse 6, 8800 Thalwil E-mail: [email protected] 044 720 96 57 Michèle Winkler-Zosso Johanniterstrasse 3, 8805 Richterswil E-mail: [email protected] 044 784 36 04 Käthi Schoch Brämenhalde 3a, 8816 Hirzel E-mail: [email protected] 044 729 98 18 Beisitz mit beratender Stimme Präsidentin der DV Danielle Maron Umgasse 13a, 8803 Rüschlikon E-mail: [email protected] 044 724 40 62 Vertreter Pädagogik Felix Müller Schulhaus Gerberacher, 8820 Wädenswil E-mail: [email protected] 044 780 19 01 Leiter SPD Matthias Obrist-Müller 35 DELEGIERTENVERSAMMLUNG (DV) 8816 Hirzel Markus Steiner Wässeri 8 044 729 83 87 8810 Horgen Doris Klee Speerstrasse 8 044 725 77 20 [email protected] 8825 Hütten Monika Ulrich Gschwendboden 044 788 22 90 [email protected] 8802 Kilchberg Alessandra Widmer Alte Landstrasse 58 044 715 00 48 [email protected] 8135 Langnau a.A. Ursula Vonlanthen Unterrenggstrasse 8 044 713 28 88 [email protected] 8942 Oberrieden Gaby Fuhrimann-Hobi Langwiesstrasse 6 044 720 32 66 [email protected] 8805 Richterswil Susann Schnegg Speerstrasse 104 044 784 46 52 [email protected] 8803 Rüschlikon Danielle Maron Umgasse 13a 044 724 40 62 [email protected] 8824 Schönenberg Martina Nievergelt Etzelweg 2 044 781 17 94 [email protected] 8800 Thalwil Kurt Vuillemin Böhnistrasse 7 044 720 17 79 [email protected] 8820 Wädenswil-Primar Anita Weilenmann Schlossbergstrasse 30 044 780 58 94 [email protected] 8820 Wädenswil-Oberstufe Natascha Nussbaumer Neudorfstrasse 53 [email protected] 044 780 13 91 [email protected] 36 Psychologinnen und Psychologen Matthias Obrist-Müller, lic. phil. Schulpsychologe, Leiter; zuständig für die Gemeinden Horgen und Kilchberg [email protected] Irene Cachin, lic. phil. Schulpsychologin, zuständig für die Gemeinden Hirzel, Langnau und Thalwil [email protected] Petra Fehlmann, Dipl. Psych. FH Schulpsychologin, zuständig für die Gemeinden Horgen, Hütten, Schönenberg und Wädenswil (Primar) [email protected] Diana von Ins, M.Sc. Schulpsychologin, zuständig für die Gemeinden Hirzel und Wädenswil (Primar und Oberstufe) [email protected] Philipp Lütolf, lic. phil. Schulpsychologe, Stellvertreter Leiter, zuständig für die Gemeinden Rüschlikon und Wädenswil (Primar und Oberstufe) [email protected] Monika Obrist, lic.phil. Schulpsychologin, zuständig für die Gemeinde Oberrieden [email protected] Wanda Scheidegger Gizzi, lic. phil. Schulpsychologin, zuständig für die Gemeinden Kilchberg, Richterswil und Rüschlikon [email protected] Jeannine Schläpfer, lic. phil. Schulpsychologin, zuständig für die Gemeinden Langnau, Oberrieden und Thalwil [email protected] Marion Zumbühl Müller, lic. phil. (abwesend bis 31.12.) Schulpsychologin, zuständig für die Gemeinden Hütten, Richterswil, Schönenberg und Wädenswil (Oberstufe) [email protected] Corinne Roniger, lic. phil. Schulpsychologin, zuständig für die Gemeinden Thalwil und Kilchberg sowie (bis 31.12.) Richterswil [email protected] 37 SEKRETARIAT Yvonne Guretzki Sekretärin und Rechnungsführerin [email protected] Elisabeth Loosli Sekretärin [email protected] Barbara von Aesch Sekretärin [email protected] STELLENPLAN Stellen Schulpsychologie (inkl. Leitung) 6.9 Stellen Sekretariat und Rechnungsführung 1.7 Stellen Assistenz / Post Graduate 0.3 MITARBEIT IN FACHGREMIEN Petra Fehlmann, Dipl. Psych. FH Arbeitskreis Elternbildung AJB Region Süd Kinderschutzgruppe Bezirk Horgen Philipp Lütolf, lic. phil. Vorstand VSKZ (Vereinigte Schulpsychologen/innen Kanton Zürich) Matthias Obrist-Müller, lic. phil. SPD-Stellenleitungskonferenz (SLK-SPD) im Kanton Zürich Stiftungsrat Schul- und Berufsbildungsheim Albisbrunn, Hausen a.A. Direktorium MAS Schulpsychologie, Universität Zürich 38 SCHULPSYCHOLOGISCHER DIENST DES BEZIRKES HORGEN Postfach 444 Alte Landstrasse 26 8810 H O R G E N Telefon 044 727 77 44 Telefax 044 727 77 40 [email protected] www.spdhorgen.ch 39 40