Triple Mix - MTU Report

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Triple Mix
Words: Yvonne Wirth | Pictures: Gamesa, MTU Onsite Energy
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Keine flächendeckende Stromversorgung? Das können sich viele Menschen gar nicht mehr vorstellen.
Minen in den abgelegenen Gebieten stehen häufig genau vor dieser
Herausforderung. Dieselaggregate sind oft die einzige Lösung. Nachhaltiger wäre es, erneuerbaren
Strom mit Wind- und Sonnenenergie zu produzieren. Aber was, wenn die Sonne nicht scheint und der
Wind nicht weht? Der spanische Energieanlagenbauer Gamesa testet derzeit in La Muela in Spanien
eine Kombination aus diesen drei Energiequellen: ein sogenanntes Hybrid-Kraftwerk, bestehend aus
Photovoltaikanlage, Windkraftwerk und Dieselaggregaten der Baureihe 1600 von MTU Onsite Energy,
geliefert und installiert von MTU Iberica. Eine nachhaltige und umweltfreundliche Verbindung.
Warum wird ein hybrides Kraftwerk benötigt?
Dieselaggregate stehen bei Bedarf rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung und erzeugen
zuverlässig Strom. Gleichzeitig geht der Trend zur alternativen und nachhaltigen Stromversorgung zum
Beispiel aus Sonnen- und Windenergie. Sie sind umweltfreundlich und schier unerschöpflich –
stehen aber nicht kontinuierlich und planbar zur Verfügung. Nachts, wenn keine Sonne scheint, liefern
Photovoltaikzellen keinen elektrischen Strom, bei Flaute stehen die großen Rotorblätter still.
Schwankungen im Stromnetz sind die Folge – und Dieselaggregate
ein Ausweg. „Wenn wir Sonnen-, Wind- und Dieselenergie verbinden, können wir Strom gleichzeitig
günstig und zuverlässig erzeugen“, erklärt Alfonso Jaquotot Elorriaga, Marketing Manager für
Inselanlagen bei Gamesa, und erläutert damit die Idee des hybriden Kraftwerks.
Wie funktioniert ein hybrides Kraftwerk?
Wenn die Sonne scheint und der Wind weht, soll der aktuelle Strombedarf möglichst mit der günstigeren
Sonnen- und Windenergie abgedeckt werden. Ist dies nicht der Fall, springen die Dieselaggregate ein.
Produzieren Sonne und Wind zu viel Strom, wird dieser in von Gamesa entworfenen Batterien
zwischengespeichert. „Die Batterien wurden bereits installiert und haben eine Kapazität von bis zu 500
Kilowatt pro Stunde“, erklärt Alfonso Jaquotot Elorriaga. Um den aktuellen Strombedarf und die zur
Verfügung stehende Energie bestmöglich auszubalancieren, hat Gamesa eine sehr aufwendige
Steuerungs- und Regelelektronik entwickelt.
Was passiert mit den Dieselaggregaten, wenn sie nicht gebraucht werden?
Die Dieselaggregate laufen ständig, denn Photovoltaikmodule
können selbst kein Stromnetz bilden. Sie laufen nur in Verbindung mit einem vorhandenen Netz.
Allerdings werden die Motoren soweit wie möglich nach unten geregelt. Ist nicht genug Strom aus
erneuerbaren Energien vorhanden, laufen die Diesel sofort hoch. Um über lange Zeit in einem geringen
Drehzahlbereich zu laufen, benötigen sie eine sogenannte
Niedriglastfähigkeit.
Was bedeutet „Niedriglastfähigkeit“?
Das Dieselaggregat wird unter seiner eigentlichen Nennleistung betrieben. Vielen Stromaggregaten
schadet das längerfristig, da die optimale Betriebstemperatur des Dieselmotors nicht erreicht wird und
dadurch kein optimaler Verbrennungsprozess
stattfindet. Die Dieselaggregate der MTU-Baureihe 1600 sind allerdings genau für diesen
Niedriglastbetrieb ausgelegt. „Wir haben uns für MTU Onsite Energy entschieden, da die Aggregate der
Baureihe 1600 für maximal zwölf Stunden in
einer Niedriglast zwischen 0 und 20 Prozent betrieben werden können“, erklärt Alfonso Jaquotot
Elorriaga. „Diesen Spitzenwert konnten wir bisher mit keinem anderen Anbieter erreichen.“ Denn in der
Branche ist ein Wert von 30 Prozent üblich.
Voraussetzung für den Niedriglastbetrieb ist, dass die Aggregate direkt im Anschluss für mindestens
eine Stunde mit einer Last von mindestens 60 Prozent betrieben werden, um das Problem des
sogenannten Ölschiebens (geringe Betriebstemperatur
führt zur Verölung des Motors) zu vermeiden. „Durch den Niedriglastbetrieb der MTU Onsite EnergyAggregate ist es den Minenbetreibern möglich, für diese Zeit bis zu 100 Prozent der benötigten Energien
durch Wind- oder Solarenergie zu erzeugen. Dadurch wird eine maximale Kraftstoffeinsparung
erreicht“, erklärt Alfonso Jaquotot Elorriaga. Außerdem verfügen die Aggregate der Baureihe 1600 über
ein hervorragendes Lastaufschaltverhalten. Sollte beispielsweise aufgrund starker
Wolkenbildung die Photovoltaikleistung einbrechen, muss das Dieselaggregat innerhalb kürzester Zeit
die Lasten übernehmen und die Verbraucher mit elektrischem Strom versorgen.
Liefen die Tests bisher erfolgreich?
Das hybride Testkraftwerk ist seit Januar 2016 erfolgreich im Einsatz. Gamesa ist mit den Tests sehr
zufrieden: „Wir glauben, mit diesem Konzept die ideale Lösung für weit abgelegene Gebiete gefunden
zu haben. Zum einen werden die Kunden eine deutliche Kosteneinsparung gegenüber der gängigen
Dieselversorgung spüren, zum anderen gehen wir mit dem Mix aus nachhaltigen Energiequellen mit
dem Trend der
Zeit“, so Alfonso Jaquotot Elorriaga.
Kontakt
Hector Lopez
Tel.: +34 91 055-0993
Email [email protected]
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