DAS KUNDENMAGAZIN DER STADTWERKE TÜBINGEN Juni 2016 TÜBINGER FREIBAD Die Erweiterung kommt! STANDORTVORTEIL Glasfaser für den Neckarbogen MENSCHEN swt als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet KULTUR Kommissar Wallander wird zum Opernhelden ÄFER ESTHER SCH äder” Abteilung „B von der swte st gä de e Ba kennen viel bad-Kasse. von der Frei 1 Bild: Jens Klatt Liebe Leserin, lieber Leser, seit das Tübinger Freibad 1951 seine Pforten öffnete, sind die Bäder der Stadt in Verantwortung der Stadtwerke. Die Tübinger lieben ihr Freibad! Und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Bäder-Abteilung fiebern alljährlich dem Saisonstart entgegen. 280.000 Badegäste kamen im vergangenen Jahr – so viele wie seit dem „Jahrhundertsommer“ 2003 nicht mehr. Da kann es schon mal eng werden, vor allem an Land. Um künftig mehr Platz für Liegeflächen, Erholungsoasen und Sportangebote zu haben, beginnen wir noch in diesem Sommer mit der Erweiterung. Tübingen wächst stetig – und das Bäderangebot soll mithalten. Für ungetrübtes Badevergnügen mit hohem Standard planen wir weitere Modernisierungen und tüfteln an Übergangslösungen. Um das über 100-jährige Uhlandbad dauerhaft zu erhalten, bereiten wir derzeit seine umfassende Sanierung vor. Damit Schulen und Vereine während der Schließung weiter trainieren können, prüfen wir, ob eine Traglufthalle im Freibad technisch und wirtschaftlich machbar ist. Im Anschluss steht dann das Hallenbad Nord auf der Agenda. Einen schönen Freibadsommer und viel Spaß beim Lesen! Ihre Dr. Achim Kötzle Ortwin Wiebecke Geschäftsführung der Stadtwerke Tübingen GmbH Wilfried Kannenberg INHALT IMPRESSUM TüWelt | Kundenmagazin der Stadtwerke Tübingen GmbH | Eisenhutstr. 6 | 72072 Tübingen [email protected] | www.swtue.de | VERANTWORTLICH: Johannes Fritsche | REDAKTION: Dr. Birgit Krämer MITARBEIT AN DIESER AUSGABE: Sabine Frank, Dr. Birgit Krämer, Veronika Renkenberger, Dr. Ulrich Schermaul, Melanie Wasner | LAYOUT: www.goetzinger-komplizen.de | TITELBILD: Jörg Jäger HERSTELLUNG: Gulde Druck, Tübingen | Gedruckt auf 100 % Recyclingpapier 12 14 6 10 4KOMPAKT | Aktuelles rund um die swt 6HURRA – DIE FREIBADERWEITERUNG KOMMT | Wir zeigen, wie es aussehen wird 14 MENSCHEN | swt erhalten Zertifikat „berufundfamilie” 16KUNDENPORTRÄT | sitronic – mit Sensoren groß geworden 8BUS-BUSINESS | Unterwegs mit der Frühschicht 18 SPENDENAKTION | Schwimmen für alle Kinder 10STANDORTVORTEIL MIT HIGHSPEED | swt erschließen Neckarbogen mit Glasfaser 19 KINDERSEITE | Wohin mit dem Müll? 12 E NERGIESPAREN WIE DIE PROFIS | Die etwas andere Trainingseinheit für die WALTER Tigers 20 KULTUR | Kommissar Wallander wird zum Opernhelden 22 TERMINE | Veranstaltungstipps für Tübingen 3 Bild: Freepik.com KUNDENBINDUNG KLIMAFREUNDLICHER ROCK UND POP SWT LUDEN GEWERBEKUNDEN ZUM „PARLAMENT“ NECKARALB LIVE SENDET MIT ÖKOSTROM Zufriedene Kunden sind der Schlüssel zum Erfolg – auch im Energiemarkt. Die Energiewende weckt neue Bedürfnisse, steigert die Ansprüche an Versorger und verunsichert so manchen Kunden. Um den Fragen, Sorgen und Nöten gewerblicher Kunden ein Forum zu geben, beriefen die Stadtwerke Tübingen im März ein „Gewerbe­ kundenparlament“ ein: Geschäftsführer aus unterschiedlichen Branchen diskutierten über Kunden­ zufriedenheit, Strompreistarife und erneuerbare Energien. Und gaben den Kunden­betreuern der swt wertvolle Anregungen mit auf den Weg. „Radio Neckaralb Live: Wir spielen, was Sie lieben. Klimafreundlich mit Ökostrom der Stadtwerke Tübingen“ – so schallt es seit April aus Auto-, Küchen- und sonstigen Radios im Sendegebiet Tübingen, Reutlingen und Zollernalb. Damit die Energie der Moderatoren zu den Hörerinnen und Hörern kommt, braucht es jede Menge Energie aus der Steckdose: Monitore, Mischpulte, Schneidegeräte, Mikrofonanlage und PCs – hinter einem störungsfreien Sendeablauf steckt einiges an Technik. Und die betreibt Radio Neckaralb Live, das seit Jahresbeginn auf Sendung ist, mit Ökostrom. Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Achim Kötzle überreichte das Ökostrom-Zertifikat in der Reutlinger Sendezentrale – Radio-Interview inklusive. Im Frühjahr gingen die swt auf „Partnersuche“ für ihre diversen Spendenaktionen. Jetzt stehen die Sozial­partner 2016 fest: •Tübinger Initiative für Mädchenarbeit Tima e. V. • Pfunzkerle e. V. •KikE – Hilfe für Kinder krebskranker Eltern •Förderverein LESE-Haus Tübingen e. V. •Tübinger Hospizdienste e. V. • Arbeitskreis Leben e. V. Bild: Neckaralb Live I Moderator Axel Dedering Reinhören: UKW-Frequenz 100,9 MHz (TÜ), 104,8 MHz (RT), 95,6 MHz (BL), per Kabel auf 98,65 MHz (RT), 97,60 MHz (SIG) oder 107,90 MHz (BB). KOMPAKT NEU DIE RATHAUS-AUSSTELLUNG DER STADTWERKE Wie schwer ist mein CO²-Rucksack? Was kann ich im Alltag für den Klimaschutz tun? Seit dem 30. April lädt die Ausstellung „Energiewende in Tübingen“ im neu gestalteten Rathaus-Foyer dazu ein, dies herauszufinden. Besucher werden mit einem virtuellen CO²-Rucksack auf einen Wanderweg zu den Bereichen Wärme, Strom, Mobilität und Konsum geschickt und erfahren, wie sich ihr Rucksack tagtäglich füllt. Welche Aktivitäten belasten Umwelt und Klima am stärksten? Multimediale Inhalte und Experimente machen die Ausstellung zu einem interaktiven Erlebnis. Will ich Spaziergänger, Wanderer oder Gipfelstürmer sein? Die Anregungen für die klimafreundliche Wanderschaft durch den Alltag sind vielfältig, und „Energiespartipps to go“ für die Hosentasche gibt es gleich mit auf den Weg. Tour 1 am 24. September zum Flusswasserkraftwerk in Horb am Neckar und zum Solarpark Reute in Horb-Nordstetten Tour 2 am 5. November zum neuen Windpark Ellwanger Berge und zum Windpark Oberkochen Infos zu Ablauf und Anmeldung unter www.swtue.de/touren ELLWANGER BERGE WIE EIN WINDPARK ENTSTEHT Bisher haben die Stadtwerke Tübingen ihre Windkraftanlagen fertig gekauft – nun entwickeln und bauen sie selbst einen der größten Windparks in BadenWürttemberg: Zehn Windräder des Typs Enercon E 115 drehen sich ab dem Frühjahr 2017 nördlich von Ellwangen an der Autobahn A 7. Fünf für die swt, fünf für den Projektpartner W-I-N-D Energien GmbH. Rund 33 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom sollen die swt-Anlagen erzeugen, genug für mehr als 8.000 Vierpersonenhaushalte. Im Februar wurde das Gelände vorbereitet, ab Mai an den Fundamenten gearbeitet. Im Juli beginnt der Turmbau, im Oktober kommen die ersten Rotoren. Bautagebuch im Netz: www.swtue.de/ee-bautagebuch Bilder: Jörg Jäger Zu den Öffnungszeiten des Rathauses: Mo. – Do. 8 – 16 Uhr, Fr. 8 – 15 Uhr Wie die Stadtwerke Tübingen Strom aus erneuerbaren Quellen in der Region gewinnen, können sich Stromkunden auf zwei Bustouren im Herbst anschauen: Bild: Shutterstock (bioraven) ENERGIEWENDE IN TÜBINGEN 5 Bild: Jörg Jäger NOCH IM SOMMER RÜCKEN DIE BAGGER AUF DEN WEILHEIMER WIESEN AN: FÜR DIE KOMMENDE SAISON WIRD DIE LANG ERSEHNTE ERWEITERUNG DES TÜBINGER FREIBADS WIRKLICHKEIT. WIE ES DANN AUSSEHEN WIRD, VERRATEN WIR HIER. FREIBAD ENDLICH FERIEN! Zur Eröffnung ihres Sommer­ferienprogramms veranstaltet die Universitätsstadt Tübingen eine Spiele-Olympiade im Freibad. 28. Juli ab 11 Uhr Quelle: Fritz Planung GmbH Neu ab 2016: Smartphone aufladen im Freibad Vier Schließfächer im Umkleidetrakt sind zu E-Ladestationen geworden, die mit Solarstrom betrieben werden. Das haben swt-Azubis ausgetüftelt. Größer und schöner soll das Tübinger Freibad werden. Die Stadtwerke Tübingen (swt) erweitern das Gelände bis zum Sommer 2017 um 2,6 Hektar in Richtung Westen – vor allem, um den Trubel an Land zu entzerren, die Ruhezonen und das Sportangebot auszuweiten. Die Schwimmbecken bleiben unverändert. Das Team von Fritz Planung aus Bad Urach hat zusammen mit den swt das Konzept entwickelt. Neckar 7 9 8 1 2 11 Zu m W asser > 3 10 6 4 1 2 Die Ballspielplätze werden erweitert und wandern in die neue Süd-West-Ecke: Es soll je einen Beachsoccer-, Basketballund Bolzplatz geben. Drei Beachvolleyball-Plätze sind geplant, nördlich davon Slackline-Vorrichtungen, außer­ dem Sitzstufen im Rasen für Zuschauer. 3 Vier Tischtennisplatten runden das Sportangebot ab. 4 Vom hölzernen Sonnendeck aus können Zuschauer das Spielgeschehen überblicken. Es wird mit Sonnensegeln, Korb- und Liegestühlen möbliert. 5 5 Eine Sandinsel mit Liegestühlen und Strandkörben lässt Urlaubsgefühle aufkommen. 8 Die „Oase der Ruhe“ lässt mit ihrem blau blühenden Staudenbeet an einen Teich denken. 6 Daran schließt sich ein Baumhain an, wo man in Hängematten schaukeln kann. 72 Bäume sollen insgesamt auf dem neuen Gelände gepflanzt werden. 9 Wo man bisher Beachvolleyball spielte, entsteht ein Sinnes- und Fitnesspfad: Der Barfußpfad mit Outdoor-Fitnessgeräten soll Jung und Alt ansprechen. 7 Der Mäander – ein Erdwall aus Naturm­aterialien wie Kies, Sand und Treibholz, bepflanzt mit Strauchweiden und Gräsern – soll an eine natürliche Flussaue erinnern. Er säumt die „Oase der Ruhe“ ein und bekommt zwei lange Sitz- und Liege­ stufen. 10 Der bisherige FKK-Bereich bleibt erhalten. 11 Der zentrale Fußweg führt von den neuen Sport- und Ruhebereichen zu den Schwimm­becken. Die Sanitäranlagen sollen im Zuge der weiteren Entwicklung an den neuen Sport- und Ruhebereich heranrücken. 7 „Die Zeit zwischen 7 und 9 Uhr morgens ist am aufregendsten.“ Bild: Gudrun de Maddalena Eleftherios Ekoutsidis BUS-BUSINESS KURZ NACH SIEBEN UHR MORGENS. DER TÜBINGER BUSBAHNHOF IST BIS AUF DREI BUSSE LEER. WÜRDEN WIR FÜNFZIG METER ÜBER DEM PLATZ SCHWEBEN, GLICHE ES EINER WOHL GEORDNETEN SPIELZEUG-EISENBAHN. ES IST DIE RUHE VOR DEM STURM. Zehn Minuten später frischt der Sturm auf. Volle Busse kommen aus den Teilorten. Sehr volle Gelenkbusse stehen abfahrbereit da, zu den Schulen in Derendingen, auf WHO, zu den Kliniken. Dazwischen rennen Schüler, Studenten, Pendler. Die Busfahrer, die sich ihren Weg durchs Getümmel bahnen, blicken vor jeder LenkradBewegung angespannt um sich. Jetzt sind Busse überall, kommen kaum umeinander herum. Nicht immer können sie ihre Haltestellen exakt anfahren und Türen bequem am erhöhten Bordstein öffnen. Von oben wäre es jetzt sicher spannend. GUTE PLANUNG IST ALLES „Den größten Andrang morgens kriegen wir auf dem engen Busbahnhof nicht besser in den Griff", sagt Johannes Schwarzer. Er ist Geschäftsführer der TüBus GmbH und erklärt, wie ein Tag im Stadtverkehr organisiert ist. Der Planung zugrunde liegen Fahrgast-Zählungen, Befragungen und Erfahrungswerte. In Stoßzeiten fahren „Verstärker-Busse” hinter den Linienbussen her. Viele Überlegungen der Verkehrsplaner drehen sich um die Kliniken mit ihrer chronischen Parkplatznot. Deren Beschäftigten, Patienten und Besucher sind eine besondere Zielgruppe. „Würden unsere Busse nicht fahren, käme der Klinikbetrieb rasch ins Trudeln“, weiß man in der Leitstelle. STADTVERKEHR Ab neun Uhr beginnen die ruhigsten Stunden: Diese Zeit gehört Gelegenheitsfahrern, die zum Arzt oder zum Einkaufen wollen. Ab Mittag sind erneut viele Schüler und Studierende unterwegs, erste Berufstätige wollen heim. Zum Feierabend zieht es noch mal an. EINE SCHICHT – VIELE WELTEN Wer als Busfahrer unterwegs ist, taucht in viele Welten ein. Wir begleiten Eleftherios Ekoutsidis, der zu Dienstbeginn um 4:42 Uhr in Pfrondorf auf der Linie 1 startet: Er bringt die ersten schweigsamen Frühdienstler zum Bahnhof. Danach holt er als Linie 14 am Westbahnhof Klinik-Pendler ab, die sich munter über ihren Stationsalltag unterhalten. Weiter geht es zur Kunsthalle, der Bus wird zur 17. Berufstätige steigen zu, Stammgäste grüßen den Fahrer, viele schauen nur aufs Smartphone. Damit ihre Pausenzeiten stimmen, tauschen viele Fahrer nun Fahrzeug und Linien. Ekoutsidis übernimmt kurz vor neun Uhr einen Gelenkbus und fährt für drei Stunden die Linie 7. Mit ihm reisen Lustnauer Frauen, die auf den Markt wollen, und Studentinnen, die über eine Klausur reden. Gegen Mittag wechselt der Fahrer auf ein kürzeres Fahrzeug der Linie 20. Ein paar Schüler dürfen schon heim, ihre Stimmen verjagen die Stille. Unser Frühdienst-Fahrer hat um 13:29 Uhr Feierabend. Um diese Zeit sieht auch der Omnibusbahnhof, aus fünfzig Metern Höhe betrachtet, schon fast wieder aus wie eine Modellbahn. UMLEITUNGEN IM SOMMER Auch in diesem Sommer stehen Bauarbeiten auf Tübingens zentralen Verkehrsachsen an: Die Poststraße ist ab Mitte Juni halbseitig gesperrt, während der Sommerferien in beide Richtungen. Alle Buslinien in die Südstadt und ins Französische Viertel werden vom Hauptbahnhof über die Europa- und Hegelstraße umgeleitet, die Fahrzeiten verlängern sich. Von Anfang August bis Mitte November wird die Hechinger Straße voll gesperrt; die Umleitung erfolgt über die Steinlachallee bzw. den Sternplatz. Der SVT gibt einen Sonderfahrplan heraus, der ab Ende Juli an allen Verkaufsstellen ausliegt. Detaillierte Infos unter www.swtue.de/verkehrsmeldungen Bild: Jörg Jäger Bild: Gudrun de Maddalena Gegen 6 Uhr rollt der Bus bergab gen Bahnhof und brummt fast leer wieder hoch, niemand will zur Kunsthalle, nur eine Mutter bringt ihr Kleinkind zur Kita. Um halb sieben mutiert unser Bus auf der Wanne zur 13 und bringt auf sei- nem Weg ins Französische Viertel einige Stadtwerke-Mitarbeiter ins Büro, auf dem Rückweg Schüler zum Schulzentrum Feuerhägle. Am Bahnhof wird er voll, die 13 steuert nun die Kliniken an. An den Klinik-Stopps leert sich der Bus abrupt, wird wieder zur 17, bringt noch einmal Berufstätige von der Wanne zum Bahnhof. Nach einer Strecke als Linie 6 programmiert Ekoutsidis „Leerfahrt“, lenkt zum Omnibusbahnhof und macht Pause. 9 Bilder: Gudrun de Maddalena STANDORTVORTEIL MIT HIGHSPEEDGESCHWINDIGKEIT DIE STADTWERKE TÜBINGEN MACHEN DAS TÜBINGER NEUBAUGEBIET NECKARBOGEN FIT FÜR DIE DIGITALE ZUKUNFT – MIT EINEM GLASFASERANSCHLUSS FÜR SCHNELLES UND LEISTUNGSSTARKES INTERNET. „Die Möglichkeit, Glasfaserkabel zu verlegen, ist für uns Investoren ein klarer Standortvorteil“, sagt Friedrich Oesterle von der Projektgesellschaft Tübingen mbH. Stadtnah und direkt am Neckar entsteht zwischen der Tübinger Bismarck- und Schaffhausenstraße auf 5.500 Quadratmetern ein modernes Mischgebiet aus Gewerbe und Wohnen – der Neckarbogen. Die Projektgesellschaft Tübingen mbH baut dort acht Gebäude mit 81 Wohnungen, neun Gewerbeeinheiten und einem Restaurant. Seit Baubeginn sind die Stadtwerke mit im Boot: Das Gebiet wurde für die Versorgung mit Wasser, Strom und Fernwärme erschlossen. Gleichzeitig hat die TüNet den Glasfaseranschluss geplant und vorbereitet. Die TüNet ist die Telekommunikationssparte der Stadtwerke. Sie sorgt als regionaler Breitbandspezialist für den Ausbau des Tübinger Glasfasernetzes und stellt vor allem Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften oder Inter- netprovidern die Infrastruktur für den Highspeed-Internetzugang bereit. Eine Haupttrasse entlang der Straße und ein Zugang zu jedem Gebäude: Am Neckarbogen hat die TüNet 550 Meter Leerrohre verlegt – sogenannte Micropipes, flexible Röhrchen mit einem Zentimeter Durchmesser, in denen später bis zu 72 Glasfasern Platz finden. „Die Synergieeffekte sparen unseren Kunden richtig Geld!“ „Bei Neubauten und Sanierungen sollte man immer mit an den Glasfaseranschluss denken – auch wenn er nicht sofort genutzt wird“, rät Jens Steinmetz, TüNetProjektleiter für das Baugebiet Neckarbogen: „Denn wir können als Teil der Stadtwerke-Familie Synergieeffekte TELEKOMMUNIKATION Interessierten Gewerbekunden machen wir gern ein Angebot. Ihre Ansprechpartnerin: Ellen Schmid, Tel. 07071 157-130, [email protected] Jens Steinmetz zeigt die Micropipes, Mini-Leerrohre, die im Verbund verlegt werden. Die Glas­faser wird eingeblasen, sobald sie benötigt wird. nutzen – und das spart unseren Kunden richtig Geld.“ Die TüNet bietet drei Ausbaustufen an. Bei der ersten werden leere Micropipes einfach mit verlegt, wenn die Stadtwerke die Erde für die Grundversorgung aufgraben. Die Glasfasern werden später bei Bedarf nur noch eingeblasen. Bei der zweiten Stufe wird Glasfaser bis ins Haus geführt, aber noch nicht genutzt. Die dritte Stufe bietet sofortigen Zugang zum hochmodernen TüNetGlasfasernetz. Im Neckarbogen ist die Entscheidung übrigens gefallen. Friedrich Oesterle: „Wir werden jedes Haus mit Glasfaser versorgen; das zeigt die Nachfrage schon heute.“ WUSSTEN SIE SCHON? EINE GLASFASER ... … ist mit 0,125 Millimetern dünner als ein menschliches Haar. … ist das schnellste Übertragungsmedium, das physikalisch möglich ist: Sie leitet Lichtsignale mit Lichtgeschwindigkeit – also circa 300.000 km/s. … kann für den Bedarf eines ganzen Unternehmens ausreichen. … mit 1 Millimeter Durchmesser kann etwa 3 Millionen Telefongespräche gleichzeitig übertragen. … ist zwar aus Glas; das Glasfaserkabel kann aber – wie jedes andere Kabel – auch um Ecken, Kanten und Kurven gelegt werden. Das Tübinger Glasfasernetz ist 181 Kilometer lang; darüber hinaus stehen schon 160 Kilometer Leerrohr-Infrastruktur bereit. 11 ENERGIESPAREN WIE DIE PROFIS Bild: Thinkstock (Design Pics) SPORTPROFIS UND ENERGIESPAREN – WIE PASST DAS ZUSAMMEN? SEHR GUT, FANDEN DIE WALTER TIGERS TÜBINGEN BEIM KLIMASCHUTZ-TRAINING IM TÜBINGER RATHAUS. ALS VORBILDER GEHEN SIE MIT GUTEM BEISPIEL VORAN. Garlon Green tritt in die Pedale des EnergieFahrrads, und ein breites Grinsen kommt auf: Gerade hat der Zwei-Meter-Hüne mit überschaubarer Anstrengung eine LED-Lampe zum Leuchten gebracht. Energieleis­ tungen ganz anderer Art liefert „Gee“ regelmäßig in der Paul Horn-Arena ab. Dort bringt der 25-jährige Forward in der Beko BBL Basketball Bundesliga die Augen der Fans zum Leuchten. Von der Uni­versitätsstadt und den Stadtwerken Tübingen bekamen die WALTER Tigers eine ganz spezielle Trainingseinheit: in Klimaschutz und Energiesparen. Wie die Profis: Jetzt zu bluegreen wechseln! Sauberer Strom aus 100 % Wasserkraft für nur 2,48 Euro/Monat* mehr zu jedem TüStrom-Tarif. TÜV-geprüfter Ökostrom I fördert Klimaschutzprojekte Kundenservice: Mo. – Fr. I 8 – 18 Uhr I Tel. 07071 157-300 [email protected] I www.swtue.de/oekostrom *2.500 kWh/Jahr VIER LEBENSBEREICHE – VIER TRAININGSSTATIONEN Wieder herunter vom Rad staunt Green, dass der steigende Fleischkonsum weltweit ein ernsthaftes Problem für das Klima ist. Die Station „Ernährung“ zeigt, wie viel CO² durch massenhafte Tierhaltung in die Atmosphäre ausgestoßen wird und dass sogar die Regenwaldabholzung damit zu tun hat. Das beeindruckt die Sportler. Rund 5.000 Kalorien nimmt ein Basketball-Profi am Tag zu sich. Mehr als den doppelten Tagesbedarf eines erwachsenen Mannes. Klar, dass da der Kühlschrank zu Hause gut gefüllt ist mit kalorienreichen Lebensmitteln. Und schon ist sie da, die Verbindung von Energiehaushalt und Energie im Haushalt. Ob Kühlschrank, Lampen oder Heizung – vieles verbraucht unnötig viel Energie. Wie sich die Energiebilanz durch neue Technik oder bewusstes Handeln positiv beeinflussen lässt, lernten die Tigers an der Station „Wohnen“. Vieles – wie Zugluftstopper für die Fensterbank – kennen die Spieler aus ihren Heimatländern nicht. In den USA werden etwa Reisen und Entfernungen ganz anders bewertet als in Deutschland. Wie sinnvoll es ist, über Verkehrsmittel und deren CO²-Ausstoß nachzudenken, vermittelt die Station „Mobilität“. „Muss man mit dem Auto zum Supermarkt um die Ecke fahren?“, lautet eine der Fragen, die auch das Themenfeld „Konsum“ betrifft, wo es um Ressourcenschutz, Müllvermeidung und Recycling geht. Am Ende notieren alle Teilnehmer ihren persönlichen Tipp: „Mit dem Fahrrad ins Training kommen”, „BioWare und LEDs kaufen” landen an der Tafel. Es wird klar: NACHHALTIG LEBEN Garlon Green auf dem EnergieFahrrad Bild: Gudrun de Maddalena Bild: Gudrun de Maddalena Bild: swt/Schermaul Interaktive Aufgabe zum Thema „Ernährung“ Dieses „Training“ hat zum Nachdenken angeregt und praktische, leicht umsetzbare Tipps vermittelt. Die Basket­ ball-Profis und Jugendspieler nehmen damit ihre Rolle als Vorbilder wahr und setzen „ein sehr ermutigendes Zeichen für den Klimaschutz“, findet Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. ÖKOSTROM FÜR DIE TIGERS Neuerdings beziehen die WALTER Tigers für ihre Geschäftsstelle und die Spielerwohnungen Ökostrom der Stadtwerke. Ein weiteres Beispiel für die enge Verbindung der Basketballer mit den swt, die nun schon über 30 Jahre hält. Beim letzten Heimspiel der Saison 2015/2016 überreichte swt-Geschäftsführer Dr. Achim Kötzle das Ökostrom-Zertifikat an Robert Wintermantel, den Manager der WALTER Tigers. Bild: Pressefoto Ulmer Die WALTER Tigers beim Klimaschutztraining im Tübinger Rathaus ÖkostromZertifikat für die WALTER Tigers 13 Bild: Gudrun de Maddalena .. Bettina Vetter setzt sich im Team Personalentwicklung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. MENSCHEN 2013 ERHIELTEN DIE STADTWERKE TÜBINGEN FÜR IHRE FAMILIENFREUNDLICHE PERSONALPOLITIK DAS ZERTIFIKAT „BERUFUNDFAMILIE“. SEITDEM SIND WICHTIGE MEILENSTEINE GESCHAFFT. AM 23. JUNI 2016 WIRD DIE AUSZEICHNUNG BESTÄTIGT UND IN BERLIN VON FAMILIENMINISTERIN MANUELA SCHWESIG FEIERLICH ÜBERREICHT. FRAU VETTER, WARUM IST FAMILIEN­ FREUNDLICHKEIT FÜR EIN UNTER­ NEHMEN WICHTIG? Viele qualifizierte Mütter und Väter legen auf Familienfreundlichkeit mindestens so viel Wert wie auf das Gehalt. Wer gute Fachkräfte gewinnen und binden möchte, wird so als Arbeitgeber attraktiver. Zudem sind die Stadtwerke ja nachhaltig aufgestellt – das beinhaltet auch gesellschaftliche Verantwortung. WOZU DIENT DIE AUDITIERUNG „BERUFUNDFAMILIE“? Sie bringt System in die Maßnahmen und schafft einen verlässlichen Rahmen für unsere Personalpolitik. Sie stößt Verbesserungen an und legt Ziele fest. Dabei stehen uns Experten zur Seite und begleiten den Prozess. WIE UNTERSTÜTZEN DIE SWT IHRE BESCHÄFTIGTEN KONKRET? Am wichtigsten ist sicher die Arbeitszeit. Wir haben die Bedingungen dafür geschaffen, dass sich jeder in seiner persönlichen Situation optimal entfalten kann: Teilzeitmodelle, Gleitzeit, Zeit­ konten, flexible Urlaubsregelungen, zunehmend auch Telearbeit. In Not­situationen helfen wir schnell und un­bürokratisch, etwa mit Sonderurlaub. Dabei gehört zu den Familienaufgaben ja nicht nur die Kindererziehung; in anderen Lebensphasen geht es um die Pflege von Angehörigen. Auch da unterstützen wir gern oder vermitteln nützliche Kontakte. WAS ERWARTEN SIE VON DEN ARBEITNEHMERN? Wer in der Familie Verantwortung übernimmt, macht das auch im Job. Es ist ein Zusammenspiel, ein Geben und Nehmen. Wir fördern eine offene Teamkultur und erwarten von jedem, dass er sich einbringt und auch etwas zurückgibt, wenn das im Team notwendig wird. Auch Weiterbildung, Sport- und Gesundheitsangebote sind für den Zusammenhalt und eine positive Unternehmenskultur wichtig. SPÜREN SIE DENN ERFOLGE? Wir erleben die Mitarbeiter tatsächlich als motivierter und leistungsbereiter. Sie nehmen die Angebote gern in Anspruch. Zum Beispiel kehren junge Eltern häufiger und früher aus der Elternzeit zurück. AUDIT „BERUFUNDFAMILIE“ Die berufundfamilie Service GmbH, an der die gemeinnützige Hertie-Stiftung beteiligt ist, ist ein Dienstleister für Unternehmen und öffentliche Institutionen. Die swt sind seit 2013 zertifiziert. WAS IST ALS NÄCHSTES ZU TUN? Wir werden diese sozialen Aspekte noch stärker im Unternehmensalltag verankern. Etwa was Karrierechancen angeht: Wer Familienaufgaben wahrnimmt, soll sich ohne Nachteile beruflich ent­wickeln können. Gerade erarbeiten wir ein Pro­ gramm zur Pflegezeit und führen in bestimmten Ferienwochen eine eigene Kinderbetreuung ein. .. 15 ! MIT SENSOREN GROSS GEWORDEN EINE DER VIELEN GUTEN ADRESSEN IM AUTOMOBILLAND BADEN-WÜRTTEMBERG LIEGT IN GÄRTRINGEN BEI BÖBLINGEN: DORT IST DIE FIRMENZENTRALE DES ZULIEFERERS SITRONIC, EINEM SPEZIALISTEN FÜR AUTOMOBIL-ELEKTRONIK UND SENSORIK. Bildquelle: sitronic KUNDENPORTRÄT sitronic-Sensoren (oben links) erkennen und verhindern, dass Autoscheiben beschlagen. Der Gebläseregler für vollautomatische Klimaanlagen (unten) steuert den Motor eines Gebläses. PRÄZISION AUS GÄRTRINGEN Moderne Autos warnen nicht nur, wenn draußen mit Glatteis zu rechnen ist. Sie spüren auch, wenn drinnen Scheiben zu beschlagen drohen. Und entscheiden dann selbst, wann die Klimaanlage die Innenluft entfeuchtet und heizt. Jahrzehntelang haben Fahrer an beschlagenen Scheiben herumgewischt, inzwischen haben Schwämmchen oder Lappen ausgedient. Dafür sorgen Sensoren an den Autoscheiben. Diese Sensoren gehören zu den Produkten, für die man sitronic in der Branche kennt. Seit fast 20 Jahren werden sie bereits hergestellt, rund 17 Millionen wurden bislang verkauft. Jährlich stellt sitronic in Gärtringen etwa 1,3 Millionen solcher Sensoren her. Zu den Produkten zählen außerdem Gebläseregler und Bediengeräte für Klimaanlagen, Steuergeräte und Kommunikationsschnittstellen. Auch an der Herstellung von LED-Scheinwerfern ist das Unternehmen beteiligt. PRODUZIERT WIRD IN DEUTSCHLAND Über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind es heute in der sitronic-Zentrale in Gärtringen. Sie arbeiten in zwei benachbarten Werken mit fast 9.000 Quadrat­ metern Produktions- und Bürofläche. Das Unternehmen hat einen weiteren Standort im fränkischen Gunzenhausen sowie eine Repräsentanz in Asien und seit 2015 eine eigene Tochtergesellschaft in Nordamerika. Geliefert wird die Technologie „made in Germany“ weltweit in alle Kontinente. 1969 wurde das Unternehmen in Sindelfingen gegründet. Die Anfangsbuchstaben der Stadt blieben im Firmennamen, einer Abkürzung von „Sindelfinger Electronic“. 1971 ist sitronic nach Gärtringen umgezogen und dort mehrfach baulich gewachsen. Die nächste Erweiterung um 1.500 Quadratmeter steht 2016 an. Bei sitronic wird bei vielen Produkten das MikrovergussVerfahren angewendet (Bild oben). Dafür sind höchst präzise Arbeitsschritte auf kleinstem Raum nötig: Beispielsweise wird ein Spezialklebstoff auf eine exakt festgelegte Stelle platziert. Die verwendete Klebstoff-Menge ist so gering, dass sie etwa 50 Mal in einen Wassertropfen passt – pro Klebepunkt 0,001 Milliliter. Seit 2005 bezieht sitronic Strom und Gas von den Stadt­ werken Tübingen, die zudem Ansprechpartner sind für individuelle Lösungen wie Trafos oder Wartungs­arbeiten. PRÄZISION, QUALITÄT UND LIEFERSICHERHEIT Gerade in jüngster Zeit war sitronic sehr erfolgreich und konnte den Umsatz stark ausbauen. Neben namhaften Automobilherstellern und Zulieferern aus der Region hat das Unternehmen auch zahlreiche Kunden in Asien und in den USA. „Unseren Kunden ist es wichtig, dass wir große Stückzahlen mit höchster Präzision, mit einem anspruchsvollen Qualitätsstandard und hoher Liefersicherheit fertigen“, erklärt Heinz-Dieter Müller, Geschäftsführer von sitronic. Das Unternehmen ent­ wickelt und produziert ausschließlich in Süddeutschland, in Gärtringen und Gunzenhausen. Es hat im Laufe der Jahrzehnte ein erhebliches Know-how aufgebaut und mit Patenten gesichert. Bei sitronic bekennt man sich trotz der weltweiten Ausrichtung zum Standort Gärtringen. „Wir sind ein schwäbisches Unternehmen und fühlen uns hier zu Hause“, betont Heinz-Dieter Müller. Daher soll das Wachstum in Gärtringen weitergehen. sitronic-Produkte werden weiter­ hin „made in Süddeutschland“ sein. www.sitronic.com Geschäftsführer Heinz-Dieter Müller 17 Bild: Thinkstock (Wavebreakmedia) MITWIRKER „SIE SPENDEN – WIR VERDOPPELN“ – UNTER DIESEM MOTTO SUCHEN DIE STADTWERKE UNTERSTÜTZER FÜR DAS PROJEKT „SCHWIMMEN FÜR ALLE KINDER“. SIE SPENDEN – WIR VERDOPPELN • 45 Euro für eine Bäder-Jahreskarte • 110 Euro für einen Schwimmkurs • 300 Euro als Pate zum Seepferdchen • oder einen Betrag Ihrer Wahl Die swt verdoppeln bis Jahresende jede private Spende! Infos und Spendenbarometer unter: www.swtue.de/schwimmen-fuer-alle-kinder Spendenkonto: Förderverein Lokales Bündnis für Familie Tübingen e. V. IBAN DE09 6415 0020 0001 6819 61 BIC SOLADES1TUB Stichwort „KinderCard Schwimmprojekt“ Den Stadtwerken Tübingen (swt) ist es eine Herzensangelegenheit, dass alle Tübinger Kinder schwimmen lernen, auch wenn ihre Eltern nur über geringes Einkommen verfügen oder sie aus Flüchtlingsfamilien kommen. Genau das ist Ziel des Projekts „Schwimmen für alle Kinder“, das die swt seit dem vergangenen Jahr unterstützen. Kinder und Jugendliche mit KinderCard können so kostenlos schwimmen lernen. Sicherheit im Wasser zu bekommen, ist das Ziel. Mit dabei: viele engagierte Schwimmlehrerinnen und -lehrer der Schwimmschulen Claudia Braun, KiWi, Roth und Flipper, der DLRG, des Tübinger Schwimmvereins und der swt. „Dafür bringen wir als Schwimmschule gern unseren vollen Einsatz“, so Claudia Braun, die Unterstützerin der ersten Stunde. Denn nur so funktioniert es: Die Kursanbieter verzichten auf einen Teil ihres Um- satzes, Spender und Sponsoren tragen den Großteil der Kosten. Schwimmen ist hier mehr als Freizeitspaß und Lebensversicherung: „Mit dem Schwimmkurs hat mein Sohn viel Selbstbewusstsein gewonnen“, berichtet die Mutter eines Schwimmschülers. „Er hat gelernt, an sich zu glauben und an einer Sache dranzubleiben, auch wenn es nicht immer leicht war. Und ich bin beruhigt, dass mein Kind sich selbst über Wasser halten kann.“ Bereits 2015 wagten sich swt-Azubis an den Schwimmunterricht heran – Kurse zu geben, ist Bestandteil der Ausbildung zum „Fachangestellten für Bäderbetriebe“. Mit den Kindern, die im swt-Kurs das „Seepferdchen“ gemacht haben, trainieren sie nun für das Bronzeabzeichen. Und ganz nebenbei finden sich neue Freundschaften. Bildquelle: Müllbroschüre + Rätselheft KINDERSEITE EINE MÜLLBROSCHÜRE OHNE WORTE HABEN GRUNDSCHÜLER AUS WENDELSHEIM ENTWICKELT. UND EINEN DER SWT-UMWELTPREISE GEWONNEN. Müll trennen ist nicht schwer, aber für manche ungewohnt. Die Klasse 3 der Grundschule Wendelsheim hat für Menschen, die kein Deutsch verstehen, eine Broschüre ohne Worte erstellt. Die Idee kam vom Landratsamt Tübingen, das das Heft in Studentenwohnheimen und Flüchtlingsunterkünften einsetzen will. „Es war ganz schön schwierig, alles nur in Bildern darzustellen!“, sagt Lehrerin Heidi Haaf. „Manche kannten sich von zu Hause schon ein bisschen mit Mülltrennung aus, den meisten war das Thema neu.“ Sabrina erzählt: „Wir haben im Klassenrat genau besprochen, wer für was zuständig ist.“ Die Themen wurden aufgeteilt und Teams gebildet, etwa das Team Altglas oder Gelber Sack. „Jeder hat das gemacht, was er am besten kann“, ergänzt Jonathan, „deshalb habe ich viel gezeichnet.“ Viele lustige Figuren wurden entworfen und später am Computer eingefärbt, eine Unmenge Fotos geknipst, alle möglichen Leute mit eingespannt. „Sogar mein Hund musste seinen Hundekackbeutel fotografieren lassen“, so Charlotte. Das Thema wurde in den Deutschunterricht eingebaut; und beim Ausflug auf den Dusslinger Wertstoffhof erfuhren die Drittklässler viel über die Umwelt, etwa, dass sogar im Meer riesige Müllstrudel schwimmen. Hier haben sie gesehen, was mit dem Müll passiert, und nebenbei gelernt, ein Interview zu führen. Richtige Müllexperten sind sie geworden. Einige wie Jaron beraten ihre Familie in Sachen Müll. Sandra, die den Müll jeden Tag kontrolliert, hat ihren Spitznamen weg: „die Müllpolizei“. Auch bei David daheim handelt man nun bewusster: „Zum Beispiel kaufen wir jetzt immer ganz große Ketchupflaschen, um Verpackung zu sparen.“ Die Schule hat für jedes Klassenzimmer verschiedenfarbige Mülleimer zum Trennen angeschafft. Und über den schönen Nebeneffekt freut sich auch die Lehrerin: „Die Klasse ist ein richtig gutes Team geworden!“ Der Countdown läuf t! Mit 30.000 Euro fördern die Stadtwerke Tübingen auch 2016 Umweltprojekte aus der Region. Die Bewerbungsphase startet am 12. September. ww w.sw t-umweltpreis.de das Die Müllbroschüre und nn man Rätselheft für Kinder ka hier herunterladen : gen.de ww w.abfall-kreis-tuebin rn: de for an oder per E-Mail e n.d ge bin awb@ kreis-tue 19 Bild: Thinkstock (feedough) KULTKOMMISSAR WIRD DIE UNIVERSITÄT TÜBINGEN BRINGT DIE KRIMIFIGUR KURT WALLANDER DES SCHWEDISCHEN AUTORS HENNING MANKELL AUF DIE OPERNBÜHNE. „W – THE TRUTH BEYOND“ WIRD AM 15. JULI URAUFGEFÜHRT. Opernhäuser wurden schon in so manchem Krimi zum Schauplatz. Eher selten erobert der Krimi die Opernbühne. Dabei hat das Genre vieles, was große Oper ausmacht: starke Gefühle, Spannung, Tragik und Tod. Dass im Kult-Kommissar Wallander Opernpotenzial schlummert, entdeckte der Tübinger Universitätsmusikdirektor Philipp Amelung. Mit dem schwedischen Komponisten Fredrik Sixten und dem Dramatiker Klas Abrahamsson (Libretto) fand er begeisterte Mitstreiter. An dem ambitionierten Projekt sind außerdem beteiligt: das Collegium Musicum, die Fachbereiche Musikwissenschaft, Medienwissenschaft, Germanistik und Skandinavistik der Universität Tübingen, die Musikhochschule Stuttgart, die Württembergische Philharmonie Reutlingen sowie die Städte Tübingen und Ystad. Am 15. Juli öffnet sich in Tübingen der Vorhang zur Uraufführung; am 13. August ist Premiere in Ystad. Inhaltlich setzt die Oper die Krimireihe fort: Bei Wallander wurde Alzheimer diagnostiziert. Als er seinen Abschied vom Polizeidienst feiert, trifft er einen Mann, den er einst wegen Mordes überführte, der aber nach jahrelanger Haft noch immer seine Unschuld beteuert. Wallander rollt den Fall noch einmal auf ‒– eine Geschichte über Demenz und Transsexualität, verworrene Beziehungen und eine gescheiterte Liebe. „W – The truth beyond“ Uraufführung am 15. Juli im Festsaal der Universität Tübingen, weitere Aufführungen am 16. und 18. Juli. Karten gibt es bei www.reservix.de Hintergrundinfos und Webreportage unter: www.wallander-opera.com Unter allen, die sich bis zum 8. Juli bei [email protected] melden, verlosen die Stadtwerke 3 x 2 Opernkarten (2. Kategorie) für den 18. Juli. Betreff „Wallander goes Opera“. Wir sprachen mit dem künstlerischen Leiter, Uni­­versi­täts­musik­direktor Philipp Amelung, über sein Opernprojekt: HERR AMELUNG, WIE KAMEN SIE AUF DIE IDEE ZU EINER WALLANDER-OPER? SIND SIE EIN KRIMIFAN? Nicht generell, allerdings habe ich die Wallander-Romane regelrecht verschlungen. Als ich dann 2009 die deutsche Erstaufführung von Fredrik Sixtens Requiem dirigieren durfte, kam mir die Idee der Oper, weil die Atmosphäre der Musik mich sehr an die Romane erinnerte. WIE HABEN SIE HENNING MANKELL BEI IHREM TREFFEN 2013 ERLEBT? Er war unserem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen und hat sich Zeit für all unsere Fragen genommen. Dabei äußerte er, dass er sich selbst mit seinem Romanhelden wohl nicht gut verstanden hätte. Nur drei Dinge hätten sie gemeinsam: das Alter, die Liebe zur klassischen Musik und den unbedingten Willen zur Ehrlichkeit. WIE WAR DIE ZUSAMMENARBEIT MIT KOMPONIST UND AUTOR? Sehr vertrauensvoll. Trotz ziemlicher Zeitnot war ich mir immer sicher, dass alles gut gehen würde. Und ich bin beeindruckt, was Klas Abrahamson und Fredrik Sixten geschaffen haben: eine spannende, vielschichtige Story, eine Musik, die ausdrucksstark ist, aber nicht avantgardistisch. Mir war es wichtig, dass sie nicht nur Freunde zeitgenössischer Musik anspricht, sondern auch von den Wallander-Fans verstanden wird. WAR ES SCHWIERIG, SO VIELE PROJEKTPARTNER UNTER EINEN HUT ZU BEKOMMEN? Gar nicht. Alle sind sehr motiviert. Gerade jetzt in der heißen Phase ist es wunderbar, wie alle mit Feuereifer bei der Sache sind. Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar für die Unterstützung! Regisseurin Julia Riegel hat im Mai mit der Probenarbeit begonnen. FRAU RIEGEL, WAS IST DAS BESONDERE AN DIESER URAUF­ FÜHRUNG? Es ist meine erste Uraufführung. Einem Werk seine allererste Gestalt zu geben, ist eine große Herausforderung! Ich bin die Erste, die sich Gedanken macht, wie das Libretto umgesetzt wird, die Erste, die versucht, die Atmosphäre und Charaktere zu erspüren. Bild: Vincent Schulz Bild: Lena Kern KULTUR MÖGEN SIE DIE FIGUR KURT WALLANDER? Erst aus aktuellem Anlass habe ich Mankells Krimis gelesen. Ich mag Wallander sehr: seine Hingabe an den Beruf, sein Scheitern im Privatleben – ein authentischer Mix aus Leidenschaft und Einsamkeit. DIE MÖGLICHKEITEN DES TÜBINGER FESTSAALS SIND BEGRENZT. WIE SIND SIE DIE INSZENIERUNG HERANGEGANGEN? Es ist ein Kraftakt für alle Beteiligten, denn wir müssen die Infrastruktur eines Theaters aufbauen, mitsamt Scheinwerfern, Leinwänden, Filmprojektoren. Das Bühnenbild soll auch in Ystad funktionieren. Daher bilden wir die dortige Guckkastenbühne in Tübingen nach. ZUSAMMEN MIT STUDENTEN HABEN SIE DAS BÜHNENBILD UND VIDEO-EINSPIELER ENTWICKELT. WELCHE ROLLE SPIELEN DIE WALLANDER-FILME DABEI? Das Medium Film zu nutzen, war eine meiner ersten Ideen. Da war die Zusammenarbeit mit den Medienwissenschaftlern ein Glücksfall! Projektionen eignen sich wunderbar, um die Orts- und Zeitsprünge des Librettos effektvoll umzusetzen. Die Studenten haben auch in Ystad gedreht, um schwedische Atmosphäre einzufangen. Von den populären Wallander-Filmen setzen wir uns aber bewusst ab. Wir nutzen den Film, um eine Metaebene zu schaffen, die wie die Musik die Handlung psychologisch und atmosphärisch beleuchtet. 21 Bilder: LAV/Tim Marcour MUT LAV SOUNDTRACK TÜBINGER SOMMERTHEATER AUF DER NECKARINSEL KRANKHEIT ALS KUNST(FORM) – MOULAGEN DER MEDIZIN SPITZENSPORT MIT PARTY-STIMMUNG Im Sommer bei angenehmen Temperaturen auf der Tübinger Neckarinsel sitzen – und dann noch Theater genießen: Was gibt es Schöneres? Vom 8. Juli bis zum 6. August zeigt das LTT im Rahmen des Tübinger Sommertheaters Shakespeares Komödie „Wie es Euch gefällt“. Gespielt wird unter freiem Himmel auf der Platanenallee. Bühne und Tribünen werden unter und um die Bäume platziert und die Zuschauer so in Shakespeares zauberhaften Wald von Arden entführt. Inszeniert wird Shakespeares erotischste und politischste Komödie vom Sommertheater erfahrenen Regisseur Jan Jochymski – und das mit viel Live-Musik einer Band, in der ausschließlich Ensemblemitglieder spielen. Der Einlass ist schon um 19.30 Uhr, sodass sich die Zuschauer nicht nur in der Pause, sondern auch vor der Aufführung mit Getränken und Kleinigkeiten zum Essen versorgen können. Geplant sind 17 Vorstellungen. Haben Sie schon einmal gesehen, wie Lepra aussieht? In der Ausstellung „Krankheit als Kunst(form) – Moulagen der Medizin“ werden bis zum 11. September im Museum der Universität Tübingen MUT ganz besondere Exponate und deren Geschichte gezeigt: Moulagen sind anatomische Abgüsse aus Wachs, die Anfang des 20. Jahrhunderts für Lehre und Forschung in der Medizin verwendet wurden. Überraschend plastisch und oft täuschend echt zeigen die Nachbildungen menschliche Füße, Hände und Gesichtsteile mit verschiedensten – teilweise dramatischen – Krankheitssymptomen. Von Mouleuren hergestellt und handbemalt, verbinden die Moulagen Medizin, Kunst und Handwerk. Sie stammen aus Tübinger Sammlungen der UniversitätsHautklinik und des Deutschen Institutes für Ärztliche Mission. Die Ausstellung ist das eindrucksvolle Ergebnis eines interdisziplinären Studierendenprojektes. Leichtathletik auf hohem Niveau, Party-Stimmung im Freien – und das hautnah dran an den Spitzen­ sportlern: Die LAV Stadtwerke Tübingen lädt am Sonntag, dem 3. Juli, ab 16 Uhr zum SoundTRACK ins Tübinger SV-03-Stadion ein. Erwartet werden Athletinnen und Athleten sowohl aus der Region als auch aus ganz Deutschland. Für die gute Laune der Zuschauer und eine hohe Motivation der Sportlerinnen und Sportler sorgt ein DJ, der mit seiner Musik die Stimmung anheizt. Ein Stadionsprecher führt durch das – mit drei Stunden Dauer kompakte und spannende – Sport-Event. Die Zuschauer erleben die vier Dis­ ziplinen Lauf, Weitsprung, Hoch­ sprung und Speerwurf; für Abkühlung sorgen die alkohol­freien Cocktails an der swt-Bar. Sport macht Spaß – das will die LAV mit SoundTRACK zeigen. Präsentiert wird die Veranstaltung von den Stadtwerken; der Eintritt ist frei. 8. Juli – 6. August ab 20.30 Uhr, Karten unter www.landestheatertuebingen.de und beim Verkehrsverein an der Neckarbrücke Museum der Universität Tübingen MUT, Schloss Hohentübingen, noch bis 11. September, Mi. – So. 10 – 17 Uhr, Do. – 19 Uhr 3. Juli, 16 – 19 Uhr im SV-03-Stadion Tübingen www.soundtracktuebingen.de Bild: Valentin Marquardt Bildquelle: Landestheater Tübingen „WIE ES EUCH GEFÄLLT“ Bild: Universitätsstadt Tübingen TERMINE N SIE GER WIR BER ATE NE! SO ERREICHEN SIE UNS STADTRADELN 2016 TÜBINGEN RADELT FÜRS KLIMA Vom 4. bis 24. Juli zählt in Tübingen wieder jeder geradelte Kilometer! Die Universitätsstadt beteiligt sich zum fünften Mal am bundesweiten Stadtradel-Wettbewerb. Mit rund 277.000 Kilometern radelten sich mehr als 1.200 Tübingerinnen und Tübinger 2014 an die Spitze aller baden-württembergischen Teilnehmerkommunen. Das soll nun getoppt werden. Also: Fleißig in die Pedale treten! Jeder Kilometer zählt – ob zur Arbeit oder zum Sonntagsausflug. Die Anmeldung funktioniert online für Einzelpersonen oder Teams. Auch das StadtwerkeTeam „Stramme Waden Tübingen“ ist wieder mit dabei. Auf die erfolgreichsten Radlerinnen und Radler warten attraktive Preise. Schulklassen und Kinderhäuser können Geldpreise gewinnen, unter allen Teilnehmern wird ein 1.000-Euro-Einkaufsgutschein für einen Tübinger Radladen verlost, gesponsert von den swt. Am 4. Juli eröffnet Oberbürgermeister Boris Palmer das Stadt­ radeln um 16.30 Uhr im Rathausfoyer. Wer will, kann dann gleich zur „blauen Stempeljagd“ in die Pedale treten und an verschiedenen Stationen Rätsel lösen. Als Preise winken drei Saisonkarten fürs Freibad. BUSHALTESTELLE „Stadtwerke” | Linien 4, 7, 13 ÖFFNUNGSZEITEN: Montag – Freitag, 8 – 18 Uhr SERVICENUMMERN (Vorwahl 07071): Zentrale Kundenservice Wärmeversorgung Stadtverkehr Bäder Parkhäuser Gasnotruf Störungsdienst 157 - 0 157 - 300 157 - 455 157 - 157 157 - 238 157 - 221 157 - 112 157 - 111 IM INTERNET www.swtue.de | [email protected] www.facebook.com/mitwirker Online-Kundencenter: www.swtue.de/kundencenter TüWelt online lesen: www.swtue.de/tuewelt Infos zu Wettbewerb und Anmeldung unter www.tuebingen-macht-blau.de/ stadtradeln HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH – SIE HABEN GEWONNEN! DAS SWT-GEWINNSPIEL: MITMACHEN UND GEWINNEN! DIE GEWINNER VOM LETZTEN MAL: Vorname, Name 1. PREIS: Maike Seelhorst, Tübingen Straße, Hausnummer Entgelt bezahlt Empfänger PLZ, Ort 2. PREIS: Dieter Heinzelmann, Ammerbuch E-Mail 3. PREIS: Gottlieb Reutter, Tübingen 4. – 10. PREIS: Annette Kamp, Kirchentellinsfurt Karina Lehmann, Tübingen Gabriele Fritz, Tübingen Heidrun Wendlandt, Tübingen Herbert Holl, Dettenhausen Albert Ott, Kusterdingen Elsbeth Renz, Gomaringen STADTWERKE TÜBINGEN Eisenhutstraße 6 | 72072 Tübingen Telefon Ja, bitte informieren Sie mich künftig über Tarife und Produkte der swt. Meine Angaben werden dazu im Rahmen der rechtlichen Bestimmungen von den swt gespeichert. Eine Datenweitergabe an Dritte zu werblichen Zwecken ist ausgeschlossen. DatumUnterschrift Antwort Stadtwerke Tübingen GmbH Kommunikation und Marketing Postfach 2440 72014 Tübingen Teilnahmebedingungen: Gewinne können nicht in bar ausgezahlt werden. Mitarbeiter der swt und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist unabhängig von der Einwilligung zur Nutzung der persönlichen Angaben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 23 Das swt-Gewinnspiel GEWINNSPIELFRAGE Was wird eine der neuen Freibad-Attraktionen nach der Erweiterung sein? IHRE ANTWORT Hain mit Hängematten Kneipp-Becken „Feel good“ Massage-Station So einfach geht’s: Richtige Antwort ankreuzen, Karte ausschneiden und ab in die Post! Einsendeschluss ist der 25. Juli 2016. MITMACHEN UND GEWINNEN! 1. PREIS Familienjahreskarte für die Tübinger Bäder im Wert von 261 Euro 2. PREIS Romantische Fackelfahrt im Stocherkahn für eine ganze Gruppe im Wert von 165 Euro 3. PREIS Zwei Karten fürs Tübinger Sommertheater am 6. August 2016 im Wert von zusammen 60 Euro 4. – 10. PREIS Je ein Tübinger Einkaufsgutschein im Wert von 15 Euro