Untitled - Schauspielhaus Zürich

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Junges
Schauspiel
Haus
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Produktionen
Weit ist der Weg
von Charles Way
Deutschsprachige Erstaufführung
Ab 9 Jahren
Das Geschenk des weissen Pferdes
von Rudolf Herfurtner
Schweizerische Erstaufführung
Ab 7 Jahren
Da gehören zwei dazu (Arbeitstitel)
von Eva Rottmann
Uraufführung
Ab 11 Jahren
Regie Enrico Beeler
Bühne Marc Totzke
Kostüme Karoline Young
Musik Tom Tafel
Regie Antonia Brix
Bühne und Kostüme Cornelia Koch
Regie N.N.
Mutter Gaia hat jahrelang in einem Dorf im Wald
gelebt. Jetzt, wo ihr Mann tot und die Söhne fort sind,
will sie dahin zurück, wo sie herkommt.
Die Dorfbewohner versuchen sie umzustimmen und
auch ihr toter Mann will, dass sie bleibt. Es gelingt
ihnen nicht. Mutter Gaia zieht trotzdem los, Richtung
Meer. Auf ihrem Weg findet sie einen verängstigten,
verwilderten Jungen, der sich wie ein Hund verhält.
Mutter Gaia gibt ihm zu trinken, säubert seine Wunde.
Sie sucht für ihn ein Zuhause, findet aber keins.
Die beiden ziehen gemeinsam weiter. Die alte Frau
bringt dem Jungen das Sprechen bei, gibt ihm einen
Namen: Andreas. Andreas entwickelt sich, begegnet
den Ecken und Kanten des Lebens – wird erwachsen.
Schliesslich erreichen sie das Meer. Im Heimatdorf
von Gaia aber hat sich alles verändert, nichts ist mehr
so, wie es war. Sie bleiben trotzdem.
Charles Way lebt in Wales, war am „Theatre Centre“
in London Hausautor für das Kinder- und
Jugendtheater und schreibt nunmehr für Erwachsene
und Kinder. Zu seinen wichtigsten Stücken gehören
u.a. „Blutrote Schuhe“ („Red Red Shoes“), nach
dem gleichnamigen Märchen von Hans-Christian
Andersen, „Eye of the Storm“, frei nach Motiven
aus Shakespeares „Der Sturm“ und „Auf der Suche
nach Odysseus“.
Enrico Beeler eröffnet mit dieser Produktion die neue
Saison am Jungen Schauspielhaus. Sowohl „Ein
himmlischer Platz“ als auch „Stones“, die er in der
vergangenen Spielzeit inszenierte, werden in der
neuen Spielzeit wieder aufgenommen und bilden den
Kern des Repertoires. Die viel beachtete Produktion
„Titus“ des belgischen Autors Jan Sobrie, die er 2010
mit der freien Gruppe jetzt&co. Theaterproduktion
Zürich herausbrachte, ist in der Saison 2010/11 zu
zahlreichen internationalen Gastspielen eingeladen.
Premiere am 18. September 2010 im Schiffbau/Box
Neueinrichtung einer Produktion des Theaters
an der Sihl
Es wird Frühling. Der kleine Tasi bittet seinen
Grossvater Ulan, mit ihm zum Fluss zu reiten und dem
brüllenden Bullen zuzuschauen. Aber Ulan ist alt und
schwach. Deshalb erzählt er lieber zusammen mit
Grossmutter Nuri die Geschichte der Pferdekopfgeige.
Es ist die Geschichte von dem Knecht Suhe und
seinem kleinen weissen Pferdchen, das er pflegt und
beschützt. Es wächst zum schönsten Pferd des
Landes heran und selbst die Prinzessin ist von ihm
bezaubert. Doch aus Eifersucht wird Suhes Pferd
getötet. Suhe ist untröstlich, da erscheint ihm
im Traum das Pferd und zeigt ihm, wie er aus
seinen Knochen, der Haut und den Haaren eine Geige
baut. Die Musik der Pferdekopfgeige schliesslich kann
Suhes Kummer heilen.
Rudolf Herfurtner hat über 40 Erzählungen, Romane,
Theaterstücke, Hörspiele, Drehbücher und
Opernlibretti verfasst. Zu seinen bekanntesten
Büchern zählen „Mensch Karnickel“ (1990), „Milo und
die Jagd nach dem grünhaarigen Mädchen“ (2000)
und „Ohne Musik ist alles nichts – Geschichten über
die Musik“ (2008). Stücke wie „Das Geheimnis der
Blätter“, „Spatz Fritz“ und „Nachtvögel“ gehören zum
festen Repertoire des Kinder- und Jugendtheaters.
Für „Die Geschichte des weissen Pferdes“ erhielt
Rudolf Herfurtner 2010 den Autorenpreis des Festivals
„Kaas & Kappes“.
Die Regisseurin Antonia Brix wurde in Frankfurt a. M.
geboren, absolvierte Regieassistenzen am Theater
der Jugend in München, an der Staatsoper Stuttgart
und am Vorstadttheater Basel. Seit 1992 ist sie
freischaffende Regisseurin und inszenierte am Thalia
Theater Halle, Staatstheater Braunschweig, Jungen
Theater Zürich, Landestheater Linz, Theater an der
Sihl Zürich, am Staatstheater Stuttgart und am
schnawwl Mannheim.
Premiere am 22. Oktober 2010 im Schiffbau/Matchbox
„Ceylor Hot Shot“ – so heisst das auch für
Jugendliche geeignete Kondom, das die Aids-Hilfe
Schweiz in diesem Jahr auf den Markt brachte
(in Zusammenarbeit mit der Stiftung für sexuelle
Gesundheit „Planes“, dem Verein Gütesiegel und dem
Hersteller Lamprecht AG). Boulevardmedien tauften
das Verhüterli bald „Kinderkondom“ und beklagten die
Sexualmoral der „Generation Porno“. Ohne sich von
dieser hysterisch geführten Debatte anstecken zu
lassen, geht Eva Rottmann in ihrem neuen Stück
Fragen nach, die Kinder und Jugendliche in diesem
Zusammenhang beschäftigen: Wie finden sie inmitten
der stark erotisch aufgeladenen Bilderwelt von MTV
zu einer individuellen sexuellen Identität und Reife?
Welche Vor-Bilder haben sie im Kopf, wenn sie an Sex
denken? Inwiefern prägen Musikvideos von 50 Cent,
Rihana und Co ihre Auffassung von Erotik und Körper?
Wo oder bei wem suchen sie Antworten bezüglich
ihrer keimenden Lust und körperlichen Veränderung?
Wie erträumen sie sich ihr „Erstes Mal“? Und wie
begegnen sie der Liebe? Die Autorin erzählt die
Geschichte einer jungen Liebe, die im Sturm der
Ausseneinflüsse, im Wechselspiel zwischen „Ich“ und
den „Anderen“ zu einem selbst gewählten Tempo
finden will. Das Stück entsteht im Austausch mit
Kindern zwischen 11 und 14 Jahren als
„Fachpersonen“.
Eva Rottmann wurde 1983 in Würzburg geboren.
Ihr erstes Theaterstück „Eidechsen und Salamander“
entstand im Rahmen von „Schreib für die Bühne,
4. Jahrgang“, wurde im Oktober 2008 mit dem
„Kathrin-Türks-Preis“ des Landestheaters Burghofbühne
Dinslaken und 2009 mit dem Jugenddramatikerpreis
des Festivals „Kaas & Kappes“ ausgezeichnet.
2008/09 nahm sie am Stück Labor Basel teil und
erhielt den Publikumspreis für ihr Stück „Skills“.
Mit „Unter jedem Dach (ein ach)“ war sie zum
Heidelberger Stückemarkt 2010 eingeladen.
In der Spielzeit 2009/10 arbeitete sie als
Theaterpädagogin am Schauspielhaus Zürich.
Premiere im Mai 2011 im Schiffbau/Matchbox
Im Rahmen des europäischen Pausenplatz-Projektes
„platform 11+“
Apropos…
Angeregt durch Theatererlebnisse im Schauspielhaus
schreiben Kinder und Jugendliche Geschichten,
Tagebucheinträge, Liedtexte, Dialoge, Gedichte.
Schauspieler, Musiker, Regisseure erarbeiten daraus
kleine Theaterereignisse. Die Uraufführungen durch
die professionellen Darsteller finden in Anwesenheit
der Autorinnen und Autoren statt.
Apropos Weit ist der Weg
Regie Enrico Beeler
Premiere im November 2010 im Schiffbau/Matchbox
Apropos Dornröschen
Regie N.N.
Premiere im Dezember 2010 im Schiffbau/Matchbox
Apropos Dürrenmatt
Regie Enrico Beeler
Premiere im April 2011 im Schiffbau/Matchbox
Apropos Schwarze Spinne
Regie N.N.
Premiere im Juni 2011 im Schiffbau/Matchbox
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Gastspiele und Wiederaufnahmen
Festival
Mehr als Zuschauen
Gastspiele und Lesungen
Thematisch, ästhetisch oder personell an den
Spielplan des Schauspielhauses Zürich angebundene
Gastspiele und Lesungen ergänzen den Spielplan
des Jungen Schauspielhauses. Titel und Termine sind
dem jeweiligen Monatsspielplan und der Website zu
entnehmen.
Blickfelder – Künste für alle (Schul-)Klassen
Das Junge Schauspielhaus bietet Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen auch in der neuen
Spielzeit ein breit gefächertes theaterpädagogisches
Angebot. Sowohl Schulen als auch die Öffentlichkeit
sind eingeladen, sich das Theater auch aktiv aus
verschiedenen Perspektiven zu erschliessen: spielend,
forschend, schreibend und begleitend. Bezugspunkte
dafür sind sowohl der Spielplan des Jungen
Schauspielhauses als auch ausgewählte Produktionen
des Abendspielplans.
Ein himmlischer Platz
von Guus Kuijer
Ab 10 Jahren
Regie Enrico Beeler
Bühne Flurin Madsen
Kostüme Isabel Schumacher
Musik Simon Hostettler
Im Januar/Februar 2011 im Schiffbau/Matchbox
Eigentlich ist es ein ganz gewöhnlicher Tag. Aber
dann fliegt ein Spatz auf Florians Kopf und bleibt in
seinen Haaren sitzen. Fortan passieren ungewöhnliche
Dinge: Katja aus der Schule überfällt ihn mit einer
Liebeserklärung, zusammen lernen sie die alte Frau
Raaphorst kennen, in deren Welt ein Schlüssel eine
Gabel ist und vorvorgestern heute, dann stellt er fest,
dass seine Eltern ständig zu diskutieren, in
Wirklichkeit aber aneinander vorbei reden...
Stones
von Tom Lycos und Stefo Nantsou
Schweizerische Erstaufführung
Ab 12 Jahren
Regie Enrico Beeler
Bühne und Kostüme Karoline Young
Musik Nicolas Dauwalder
Im November 2010/März 2011 im Schiffbau/Matchbox
Zwei Jugendliche versuchen der Langeweile zu
entkommen und fordern sich gegenseitig mit immer
gefährlicheren Mutproben heraus, bis eine davon
tödlich endet. „Stones“ erzählt eine wahre
Begebenheit: 1994 warfen zwei Jugendliche Steine
von einer Autobahnbrücke bei Melbourne und töteten
dabei einen Universitätsprofessor. Zwei Schauspieler
verkörpern sowohl die Jugendlichen als auch die
beiden Ermittler. Bekannte Muster der
Schuldzuweisung werden dadurch hinterfragt.
vom 14. bis 27. März 2011 im Schiffbau/Box,
im Schiffbau/Matchbox und im Pfauen
Das internationale Festival „Blickfelder“ ist zu Gast
im Schauspielhaus Zürich. Während zwei Wochen
werden Bühnen und Säle von vielen verschiedenen
Kulturinstitutionen mit Theater, Tanz, Literatur, Film,
Musik und Kunst für ein junges Publikum bespielt.
Das Junge Schauspielhaus spiegelt mit seiner
professionellen Theaterarbeit und deren Vermittlung
das Programm des Festivals.
Während des Festivals setzen sich Kinder und
Jugendliche mit den verschiedenen Künsten
auseinander. Sie spielen und reden mit. Sie werden
mit unerwarteten Klängen, rätselhaften Geschichten
und unbequemen Bildern konfrontiert. Kinder und
Jugendliche kommen in Kontakt mit Künstlern.
Das Programm des Festivals besticht durch seine
Qualität und Innovation und fördert den
internationalen Austausch der Zürcher Kulturszene.
Zwölf Mal ging „Blickfelder“ bereits über die Zürcher
Bühnen, dreimal tanzte es aus der Reihe und brachte
Kinder und Jugendliche damit in den Genuss von
zeitgenössischem Tanz.
Veranstaltet von der Bildungsdirektion Kanton Zürich
Spielen
Spielclubs
Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielen unter
professioneller Anleitung selbst Theater. Sie
improvisieren, entwickeln eigene Geschichten,
schlüpfen in fremde Rollen, trainieren Körper und
Stimme, erproben verschiedene Theatermittel und
stehen mit anderen zusammen vor Publikum auf der
Bühne.
Ferienangebote: „Theater trifft…“
Im Sommer, Herbst, Winter, Frühjahr erobern sich
Kinder zwischen 7 und 11 Jahren spielend einen
Bereich ausserhalb des Theaters. Sie treffen auf
Spezialisten der Wissenschaft, des Verkehrs, der
bildenden Kunst, der Literatur und anderen Bereichen.
Matchpoint – offene Bühne
Regelmässig gibt es in der Matchbox die Möglichkeit,
selbst auf der Bühne zu stehen – jeweils thematisch in
Anlehnung an eine Produktion des Jungen
Schauspielhauses.
Forschen
Wie entsteht ein Spielplan?
Kinder zwischen 9 und 11 Jahren bringen Geschichten,
Figuren und Fragen ins Theater und lesen alte und
neue Stücke. Sie reden mit Regisseuren über das,
was sie im Theater sehen wollen, treffen sich mit
Autoren und beeinflussen damit den Spielplan im
Jungen Schauspielhaus.
Kritikerclub
Man trifft sich, um gemeinsam Vorstellungen
anzuschauen, diese auszuwerten und im Gespräch
Kriterien für das Beobachten zu finden. Man stellt
öffentlich Fragen an das Theater und die Welt, führt
Interviews mit Schauspielern, Musikern, Regisseuren
etc. Die entstandenen Ton-, Bild- und Textbeiträge
werden auf junges.schauspielhaus.ch veröffentlicht.
Schreiben
Kinder, Jugendliche und Erwachsene entdecken die
Welt der Sprache, spielend und schreibend. Die
entstandenen Gedichte, Erzählungen, Szenen und
Liedtexte werden durch Autoren und professionelle
Schauspieler öffentlich vorgestellt.
Theater und Schule
Premierenklassen
Schulklassen sind eingeladen, die Entstehung neuer
Inszenierungen unmittelbar mitzuerleben, sie zu
begleiten und sich einen eigenen Zugang zu diesen
Produktionen zu erarbeiten.
Einstimmung/Nachbereitung
Für Schulklassen werden Einstimmungen und
Nachbereitungen sowie Begleitmaterialien angeboten.
Führungen
Termin und inhaltliche Ausrichtung nach Anmeldung,
für alle Altersklassen.
Praktika
Für Schülerinnen und Schüler, Schulabgänger und
Studierende bestehen durch die Spielzeit hindurch
Praktikumsmöglichkeiten in den Berufsfeldern
Dramaturgie, Bühnenbild, Theaterpädagogik,
Kostüm und Regie.
Das Gesamtprogramm des Jungen Schauspielhauses
erscheint gesondert im August 2010.
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