gier! – avidità - Hochschule für Musik Freiburg

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FR 20.1. | SA 21.1. | MO 23.1. | MI 25.1. 2017
19.30 UHR | WOLFGANG HOFFMANN SAAL
GIER! – AVIDITÀ
INSTITUT FÜR MUSIKTHEATER
BORIS BLACHER (1903 – 1975)
DIE FLUT
GIACOMO PUCCINI (1858 – 1924)
GIANNI SCHICCHI
Boris Blacher (1903–1975)
DIE FLUT
Kammeroper in einem Akt
Text: Heinz von Cramer nach Guy de Maupassant
Uraufführung im Rundfunk: 20. Dezember 1946
Szenische Uraufführung: 4. März 1947, Tonhalle Dresden
Giacomo Puccini (1858–1924)
GIANNI SCHICCHI
Oper in einem Akt
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Text: Giovacchino Forzano nach Dante Alighieri
Uraufführung: 14. Dezember 1918, Metropolitan Opera New York
DIE FLUT
Felicitas Frische | Das Mädchen
Juliane Stolzenbach Ramos | Sopran
Thomas Kiechle | Der junge Mann
Julienne Mbodjé | Mezzosopran
Johannes Weng | Der Fischer
Jakob Boenig | Tenor
Martin Peters | Der Bankier
Tobias Schwarz | Bass
GIANNI SCHICCHI
Martin Peters | Buoso Donati
Daeho Kim *, Seonghwan Koo ** | Gianni Schicchi
Aina Martin *, Annemarie Vergoossen ** | Lauretta, seine Tochter
Yuhong Jiang | Zita
Rubén Olivares *, Harin Lee ** | Rinuccio, Zitas Neffe
Changjun Yoon | Simone
Kyungho Park | Betto
Luca Festner | Gherardo
Narae Park | Nella, Gherardos Frau
Elisabeth Birgmeier | Gherardino, Gherardos und Nellas Sohn
Linus Fischer | Marco
Alies Mack | Ciesca, Marcos Frau
Mateo Peñaloza | Spinelloccio, Arzt
Mateo Peñaloza | Amantio di Nicolao, Notar
Tobias Schwarz | Pinellino
Uli Bützer | Guccio
* Vorstellung am 20.01.17 und 23.01.17
** Vorstellung am 21.01.17 und 25.01.17
Orchester der Hochschule für Musik Freiburg
Aziz Kortel* Musikalische Leitung
Kieran Staub**, Martin Wutz*** Musikalische Assistenz
Alexander Schulin Regie
Fabian Lüdicke Bühne
Charlotte Labenz Kostüme
Emma-Louise Jordan Choreographie
Theresa Steinacker Regieassistenz, Produktionsleitung
Juliane Hollerbach Maske und Mitarbeit Kostüm
Aline Manyas Maske
Anelio Rodríguez Candelaria Übertitel-Inspizienz
Hanspeter Brutschin Technische Leitung
Georg Berkenbrink, Juhani Brutschin, Wolfgang Dobler Licht und Technik
Bernd Höfflin, Stefan Hutmacher Bühne
* dirigiert die Premiere am 20.01.17 und die Vorstellung am 21.01.17
** dirigiert DIE FLUT in den Vorstellungen am 23. und 25.01.17
*** dirigiert GIANNI SCHICCHI in den Vorstellungen am 23. und 25.01.17
Die Übersetzung wurde für die Produktion an der Hochschule für Musik Freiburg
erstellt.
Wir danken den Werkstätten des Theaters Freiburg für ihre Unterstützung.
Leitung Werkstätten: Alexander Albiker, Leitung Kostüm: Jörg Hauser
Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, Pause nach DIE FLUT
Die Handlung
DIE FLUT
Ein namenloser Küstenlandstrich – und eine namenlose Reisegesellschaft. Ein junges
Mädchen und ihr Lebensgefährte, ein alter Bankier; ein junger Mann; ein Fischer. Das
Mädchen, der Bankier und der junge Mann sind auf der Suche nach einer
Beschäftigung, woraufhin der ortskundige Fischer vorschlägt, ein nahegelegenes
Schiffswrack zu besuchen.
Das Mädchen ist fasziniert vom Fischer, vor den Augen des schimpfenden Bankiers
kommen die beiden einander langsam näher. Plötzlich bemerkt der junge Mann, dass
der Meeresspiegel steigt. Die Flut schließt sie auf dem Schiffswrack ein, der Rückweg
an Land ist abgeschnitten und es ist nicht sicher, ob sie die Flut an Deck des Wracks
überleben werden.
Der Bankier versucht den Fischer und den jungen Mann zu überreden, an Land zu
schwimmen und Hilfe zu holen, und bietet ihnen dafür reichlich Geld. Zwischen dem
Bankier und dem jungen Mann entspinnt sich eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit
dieses Vorhabens; unterdessen nimmt die Annäherung zwischen dem Fischer und
dem Mädchen ihren Lauf.
Schließlich geht die Flut zurück und die vier erkennen, dass sie mit dem Leben
davongekommen sind. Der Fischer und das Mädchen schwören einander ihre Liebe
und beschließen gemeinsam zu fliehen.
Die Geldbündel des Bankiers vor Augen, erschlägt der junge Mann den Bankier und
nimmt ihm sein Geld ab. Als das Mädchen nach dem Bankier sehen will, erkennt sie,
was der junge Mann getan hat. Ihr anfängliches Entsetzen weicht rasch, als er ihr in
Aussicht stellt, gemeinsam mit dem Geld zu fliehen. Der Fischer bleibt an Deck des
Wracks zurück, auf das Mädchen wartend.
„Was ihr so Liebe nennt…“
GIANNI SCHICCHI
Eine reiche, angesehene Familie lässt in Erwartung eines reichen Erbes alle
zwischenmenschlichen Konventionen hinter sich.
Am Bett des jüngst verstorbenen Buoso Donati beklagen die Verwandten ihren
Verlust: Simone, der Familienälteste; Zita, die ältere Dame, vor der alle parieren; ihr
Neffe Rinuccio, der bis über beide Ohren verliebt ist und seine Hochzeit finanzieren
will; Nella und Gherardo mit ihrem Sohn Gherardino; Ciesca und Marco sowie der
etwas außerhalb der Familienhierarchie stehende Betto. Bald zeichnet sich ab, dass
die Trauer nur vorgeschützt ist und das eigentliche Interesse der Familie sich auf das
reiche Erbe richtet. Unruhe kommt auf, als Betto von den Gerüchten erzählt, die ihm
zu Ohren gekommen sind: Buoso habe sein gesamtes Vermögen einem Kloster
vermacht. Es beginnt eine fieberhafte Suche nach dem Testament, welches schließlich
von Rinuccio gefunden wird – der die günstige Gelegenheit nutzt und seiner Tante
Zita das Versprechen abringt, seine Liebe Lauretta, die Tochter Gianni Schicchis,
heiraten zu dürfen. Die Lektüre des Testaments bestätigt jedoch die Befürchtungen:
Die Familie geht leer aus. Die anschließende Verzweiflung sucht Rinuccio mit dem
Vorschlag aufzufangen, Gianni Schicchi hinzuzuziehen, der für seinen findigen
Umgang mit Gesetzeslücken bekannt ist. Die Familie lehnt jedoch entsetzt ab, da ein
aus dem Umland von Florenz Zugezogener als nicht würdig angesehen wird, dem
alteingesessenen Geschlecht der Donati zu helfen.
In diesem Moment treten Gianni Schicchi und Lauretta ein, nach denen Rinuccio den
kleinen Gherardino geschickt hat – zum Ärger von dessen Eltern. Rinuccio und
Lauretta sind für einen kurzen Moment glücklich vereint, doch Rinuccio weiß, dass er
ohne das Geld aus der Erbschaft nicht heiraten kann. Gianni Schicchi wiederum kann
seine Häme nicht verbergen, als er erfährt, dass die Familie enterbt ist. Die schlechte
Behandlung, die ihm die Donatis zukommen lassen, lassen ihn Rinuccios Bitte um
Hilfe ablehnen. Insbesondere Zita lässt keine Gelegenheit aus, Schicchi seinen
niederen Stand vor Augen zu führen. Doch Lauretta weiß ihren Vater ihrerseits unter
Druck zu setzen. Schließlich willigt dieser ein den Donatis zu helfen, die Erbschaft zu
regeln.
Große Aufregung bricht aus, als Buosos Arzt ins Haus tritt und nach seinem Patienten
sehen will. Die Familie versucht ihn abzuwimmeln, doch erst als Schicchi die Stimme
Buosos imitiert und den Arzt bittet, am Abend wiederzukommen, lässt sich dieser zur
Verabschiedung bewegen.
Nun verkündet Schicchi der Familie seinen Plan: Er wird sich als Buoso verkleiden
und in Gegenwart eines Notars ein neues Testament aufsetzen. Die
Familienmitglieder werden sich über die Aufteilung des Erbes im Großen und Ganzen
recht schnell einig, doch drei Besitztümer wecken bei allen die höchsten
Begehrlichkeiten: Das Florentiner Haus des Buoso, die Mühlen von Signa und ein
über die Maßen wertvolles Maultier. Simone schlägt schließlich vor, die Entscheidung
Schicchi zu überlassen. Vor dem Eintreffen des Notars ruft Schicchi der Familie die
Strafe in Erinnerung, die für das Ablegen eines falschen Testaments droht: Den
Überführten würde eine Hand abgehackt und sie würden aus Florenz verstoßen.
Die Erstellung des Testaments verläuft zunächst wie geplant. Zum Entsetzen der
Familie schanzt Schicchi sich das Haus, die Mühlen und das Maultier selbst zu. Um vor
dem Notar den Schein zu wahren, muss die Familie aber stillhalten – erst nach
Abgang des Notars entspinnt sich eine tumultartige Szene, im Laufe derer Schicchi die
Sippschaft aus dem Haus jagt, das nun ihm gehört.
Rinuccio und Lauretta genießen ihr Liebesglück, das jetzt frei von materiellen Sorgen
ist. Das Glück seiner Tochter nimmt auch Schicchi zum Anlass, sein zumindest aus
legaler Sicht fragwürdiges Handeln zu rechtfertigen.
„A pro di quella gente?“
(„Für diese Sippe?“)
Menschlich-Allzumenschlich? Zum Thema GIER
Wer das Geld liebt, wird des Geldes nicht satt. Und wer liebt Reichtum ohne Ertrag?
Auch das ist nichtig. Mehrt sich das Gut, so mehren sich, die es verzehren. Und welchen
Gewinn hat der Besitzer außer dem Zusehen? Süß ist der Schlaf des Arbeiters, ob er
wenig oder viel zu essen hat. doch die Sättigung des Reichen lässt ihn nicht schlafen.
Kohelet 5,9–11
Ist Gier überlebensnotwendig? Der Grat zwischen Selbsterhaltungstrieb und einer
Schädigung der Mitmenschen ist schmal. Die Rechtfertigung, das eigene Überleben
sicherstellen zu wollen, wird anfechtbar, sobald es um einen materiellen Wert geht,
der mehr als nur das bloße Überleben sichert – und der zumeist auf Kosten der
Mitmenschen geht. Dabei ist die Gier, zu haben, eng mit der Angst vor dem Verlust
verbunden. Gier, Neid, Geiz und die Unfähigkeit, mehr als den eigenen Vorteil im Blick
zu haben, bilden eine Konstellation, die emotionale zwischenmenschliche
Beziehungen unmöglich macht.
Die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere.
Erich Fromm
Sowohl in der FLUT als auch in GIANNI SCHICCHI spielen Geldflüsse eine
entscheidende Rolle für die Handlung. Erst als endgültig feststeht, dass das reiche
Erbe Buosos an ihnen vorbeigeht, ist die Familie Donati in der Lage, ihren Stolz für
einen Moment zu überwinden und Gianni Schicchi zu bitten, ihnen aus ihrer
misslichen Lage zu helfen. Ihre Arroganz jedoch geht noch weiter: Jeder einzelne
versucht, Schicchi zu bestechen, um im Gegenzug das Haus, die Mühlen und das
berühmte Maultier zu erhalten. Doch nicht nur sind die angebotenen Summen im
Hinblick auf das Erbe lächerlich: Die Donatis halten sich für so schlau, dass sie
glauben, Schicchi so einfach abfertigen zu können.
Das Mädchen in der FLUT wiederum lässt den Fischer, dem sie eben noch ihre Liebe
gestand, an Deck des Schiffswracks zurück und geht mit dem jungen Mann – in vollem
Wissen darum, dass er den Bankier ermordet hat. Die Geldscheine, die er ihr hinhält,
sind das einzige nach außen erkennbare Zeichen für ihren Sinneswandel.
Die beiden Kurzopern sind in einer Hinsicht nicht unähnlich: Um auch nur an einer
der Figuren eine wirklich gute Eigenschaft zu entdecken, muss man schon sehr viel
Mühe aufwenden. Puccini führt seine Abrechnung mit der Familie Donati allerdings
über einen schwarzen Humor, der dem Publikum in den Momenten des comic relief
immer wieder ein kurzes Aufatmen erlaubt. Ohne dass Götter oder allwissendlenkende Gestalten ins Bühnengeschehen eingreifen, haben letztlich wohl beide
Werke das gleiche Ziel: Das Publikum daran zu erinnern, dass es noch mehr und
wichtigeres gibt als die rein materielle Dimension des Seins – und dass man sich
daran messen lassen muss, wie man seine Mitmenschen behandelt.
Durch das Raster der Rezeption: Boris Blachers FLUT
Biogramm Geboren 1903 in China; aufgrund seines Vaters, der als Direktor einer
Bank tätig war, häufige Ortswechsel in Kindheit und Jugend. Frühe musikalische
Ausbildung. Kam 1922 nach Berlin; begann zunächst ein Architektur- und
Mathematikstudium, bevor er zu Komposition und Musikwissenschaft wechselte.
Erste eigene Kompositionen und Arrangements. Erhielt 1938 in Dresden eine
Kompositionsklasse, die ihm jedoch aus politischen Gründen bald entzogen wurde.
Nach Kriegsende Wiederaufnahme der Tätigkeit als Kompositionslehrer, ab 1948
Professor für Komposition an der Berliner Hochschule (dort auch von 1953 bis 1970
als Direktor tätig). Blacher starb 1975 in Berlin. Hinterließ ein sehr vielseitiges Werk,
das auch zahlreiche Opern umfasst. Zu Blachers Schülern gehören Aribert Reimann,
Klaus Huber, Gottfried von Einem, Heimo Erbse, Rudolf Kelterborn, Giselher Klebe,
Isang Yun.
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Mitte der 1930er Jahre feierte Boris Blacher erste größere Erfolge, doch seine
Laufbahn wurde durch das nationalsozialistische Regime jäh ausgebremst. Zu
international war der familiäre Hintergrund des Komponisten, der einer baltischrussischen Familie entstammte. Zu breit gefächert waren die musikalischen Einflüsse,
die sich in seinem Werk finden – auch Jazz und außereuropäische Musikkulturen sind
hier anzutreffen. Gleichzeitig waren Blachers Kompositionen beim Publikum sehr
beliebt, was es den Nationalsozialisten erschwerte, den Komponisten gänzlich aus
dem öffentlichen Kulturleben auszuschließen.
DIE FLUT ist die erste nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland komponierte
und uraufgeführte Oper. Dass sie als Rundfunkoper konzipiert ist, hatte auch die
verheerenden Schäden durch den Krieg zum Hintergrund: Die Kulturlandschaft lag
buchstäblich in Trümmern, einzig das Opernhaus in Wiesbaden hatte die Kriegsjahre
gänzlich unbeschadet überstanden. Opernaufführungen waren in den
Rundfunkhäusern deutlich einfacher realisierbar und versprachen eine ausreichend
weite und verhältnismäßig unkomplizierte Verbreitung. Die vom Komponisten
geleitete Uraufführung im Rundfunk 1946 war durchaus erfolgreich, die szenische
Uraufführung fand bereits ein Jahr später in Dresden statt. In den folgenden Jahren
war DIE FLUT an vielen deutschsprachigen Bühnen zu sehen – heute jedoch ist
Blachers Werk eher eine Randerscheinung des Bühnen- und Konzertlebens.
Musikalisch ist DIE FLUT von gemäßigter Modernität: Die Harmonik ist bewusst karg
gehalten. Tonale Bezüge sind häufig erkennbar, auch wenn funktionsharmonische
Fortschreitungen für Blachers Harmonik keine entscheidende Rolle mehr spielen.
Fast wichtiger waren ihm die rhythmischen Entwicklungen, was er gegenüber einem
seiner Kompositionsschüler einmal (etwas überspitzt) formulierte: „Ohne Zeit
kommt die Musik nicht aus, ohne Töne eher.“ Auch das eröffnende Motiv, das in einer
Art unterschwelliger Ostinato-Technik große Teile der Oper durchzieht, betont eher
das rhythmische als das tonale Element. DIE FLUT hüllt das Publikum nicht in
schwelgerischer Klangsinnlichkeit ein, sondern bleibt – auch aufgrund der kleinen
Besetzung – stets transparent und extrem durchhörbar.
Die Kammerbesetzung wird spätestens mit Hinblick auf die Uraufführung im
Rundfunk nachvollziehbar. Sie unterstützt auch die Textverständlichkeit, die bei
einer Aufführung ohne szenische Darstellung, ohne Programmheft und Übertitel
unbedingt gewährleistet sein musste. Auch die Eigenheit des Chores, der teils
Regieanweisungen vorträgt, teils kommentierend das Vorgehen beschreibt, resultiert
aus der Konzeption für den Rundfunk.
Heinz von Cramers Libretto beruht nach dessen Aussage auf Erzählungen von Guy de
Maupassant. Es scheint jedoch keine bestimmte Novelle oder Erzählung als Vorlage
verwendet worden zu sein: Vielmehr ist die Ausgangssituation einer lose
zusammengewürfelten Gruppe, die auf einem Schiffswrack von der Flut
eingeschlossen wird, einer Erzählung mit dem Titel „Das Wrack“ entlehnt. Der Name
des Mädchens wiederum – der einzigen Figur der FLUT, die namentlich angesprochen
wird – stammt wohl aus der Novelle „Miss (arriet“. Maupassants Kunstgriff besteht
darin, menschliche Fehler in ein erzählerisches Gewand zu hüllen, welches das
Lesepublikum immer wieder auch schmunzeln lässt. Von Cramers Libretto für DIE
FLUT hingegen macht es schwer, etwas anderes als die Schlechtigkeit des Menschen
zu sehen. Die Figuren sind dahingehend bemerkenswert, dass der Text kaum positive
Identifikationsmöglichkeiten bietet. Die einzigen Momente, an denen die emotionale
Motivation glaubhaft wird, sind von negativen Impulsen geprägt: Die gelangweilte
Attitüde des Mädchens zu Beginn; das herrische Einschreiten des Bankiers, als der
junge Mann und später der Fischer sich dem Mädchen nähern; der Glaube des
Bankiers, dass alles käuflich sei; die aufkeimende Geldgier des jungen Mannes, die im
Mord am Bankier mündet – und das Mädchen, das den frisch umgarnten Fischer
scheinbar ohne weitere Überlegung zurücklässt, als der Bankier tot ist und der junge
Mann ihr dessen Geld vorhält. Der Fischer wiederum träumt im Hinblick auf ihre
erwartete Rückkehr davon, dass er dann „nicht nur küssen“ werde – und wirkt
reichlich unbedarft. Zwischenmenschliches ist hier von Neid, Habsucht, Eifersucht
geprägt. DIE FLUT präsentiert weitestgehend Stereotypen: Ob die Figuren
füreinander mehr sind als bloße Projektionsflächen ihrer Sehnsüchte, aber auch ihrer
Ängste, ist fraglich.
Das Setting und die gleichnishafte Erzählform der FLUT suggerieren eine
überzeitliche Gültigkeit, doch in seinen Eigenheiten erschließt sich das Werk erst in
Einbezug seines Entstehungskontextes. Die durchweg illusionslose, negative
Zeichnung der Figuren lassen den gerade erst beendeten Krieg noch erahnen, der bei
Blacher offenkundig vor allem Eindrücke des Opportunismus und des rücksichtslosen
Egoismus erweckt. Diese „musikalische Verkörperung der Berliner Trümmerjahre“
(Andrew Oster) wird das zeitgenössische Publikum genau so gelesen haben. Dass die
folgenden Jahrzehnte sich dieser Auseinandersetzung wohl eher entzogen, ist
nachvollziehbar – doch kein Grund, DIE FLUT nicht erneut auf ihre Aktualität hin zu
befragen.
Guy de Maupassant: Die Nachzügler
Die Strände werden nun verlassen, die tristen Strände, wo das Meer seufzt. Bald
werden die Landstriche, auf denen die roten Sonnenschirme blühten, nichts mehr als
kahle Bäume besitzen, die mit ihrem grauen Spitzenbesatz ihrer blattlosen Zweige
zum Himmel hinaufragen.
Diejenigen, die noch an der Küste bleiben, spüren von Tag zu Tag, wie sie eine
langsame, grenzenlose, tödliche Traurigkeit überfällt. Sie erkennen das Meer nicht
wieder, das fröhliche und klare Meer vom Juli, das warme und weiche Meer vom
August. Nun haben sie vor ihm Angst und setzen sich nicht mehr, wie im letzten
Monat, an seinem Ufer nieder, um die Füße in den Schaum zu halten.
Vor allem die Abende kommen ihnen trübsinnig vor. … Alles liegt traurig und
verlassen da; und die sich selbst überlassenen Urlauber fühlen etwas Seltsames und
Schreckliches auf sich lasten, die Einsamkeit, die schier grenzenlose entvölkerte
Einsamkeit der freien Natur.
Das kennen sie nicht, die Städter, die Leute, die aus Häusern so voll wie Bienenstöcke
kommen, die Leute der von Menschen nur so wimmelnden Straßen, der glänzenden
Cafés und des ewigen Lebens auf Tuchfühlung. Immer haben sie Menschen um sich
herum, über sich, unter sich, über ihrem Kopf und unter den Füßen und hinter der
nächsten Wand, hinter der Mauer und im Haus gegenüber. Überall haben sie seit
ihrer Geburt das Menschengeschlecht um sich herum drängeln gespürt …
Aber nun ist mit einem Mal nichts mehr da als nur das Meer und der Himmel. Diese
Leute haben Angst, Angst, ohne zu wissen, wovor. Plötzlich überkommt sie der
Gedanke an den Tod.
Paulus Böhmer: Am Meer [Auszug]
Das plötzliche Wissen, daß wir Punkte sind,
zwischen denen ein umherirrender Sinn zuweilen
auftaucht, über uns herfällt, uns wieder fallen läßt
– wir sind ihm, wie alles im Universum, einfach zu alt,
Bruchteile von Bruchteilen zu alt. ...
Und während sich unser Inneres, den Bewegungen
des nahen Meeres folgend,
hob und senkte, senkte und hob, wüßten wir, daß all das,
was wir noch Augenblicke zuvor für köstlich und sinnvoll,
für unsterblich gehalten hatten, nicht wichtiger war
als Einwegflaschen, Hamburger, Devisenkurse,
korrekte Sätze, nasse Kissen, Gott oder die Geschichte von Kain.
Vielleicht macht uns erst der süße Anblick von Toten zu Menschen.
Vielleicht gehen wir langsam eine Treppe hinunter und sind plötzlich
im Freien. Vielleicht sind die ersten Augenblicke unseres Lebens
die letzten Augenblicke unseres Lebens. Und jemand spitzt
den Mund zu einem verzweifelten Pfeifen, nur, um zu sagen,
– und es dauert nur ein paar Sekunden – daß alleine im Traum
die Liebe, weder physikalischen noch metaphysischen Gesetzen
unterworfen, möglich sei,
wie alles Wesentliche ohne Grund & Zweck
aus Leere entstanden.
„Una beffa nuova e rara“: Giacomo Puccinis GIANNI SCHICCHI
Ein Komponist auf der Höhe seines Schaffens: LA BOHÈME, TOSCA, MADAMA
BUTTERFLY lagen alle bereits hinter Puccini, der frei von materiellen Vorbehalten
seine Stoffe frei wählen konnte und in den 1910er Jahren mit dem Gedanken spielte,
drei inhaltlich unverbundene Kurzopern in einem Abend zusammenfassen. Diese
dramaturgisch reizvolle Anlage, die – mindestens im Seitenblick – auch als
Gegenentwurf zu Wagners RING zu sehen ist, mündete 1918 in der Uraufführung der
drei Einakter IL TABARRO, SUOR ANGELICA und GIANNI SCHICCHI unter dem
Gesamttitel IL TRITTICO an der Metropolitan Opera New York.
In der Praxis etablierte es sich bald, die Einakter voneinander zu lösen und mit
anderen Kurzopern zu kombinieren. Die funkelnde, bitterböse Komödie GIANNI
SCHICCHI – der letzte Teil des TRITTICO – wird dabei am häufigsten gewählt und war
schon in den verschiedensten Kombinationen mit anderen Opern zu sehen: An der
Metropolitan Opera beispielsweise wurde es einige Spielzeiten lang mit Strauss’
SALOME verbunden. Vor der historischen Kulisse der Stadt Florenz im ausgehenden
13. Jahrhundert verhandelt GIANNI SCHICCHI die Erbstreitigkeiten in einer reichen,
angesehenen florentinischen Familie, die ihre eigene Stellung sehr hoch schätzt. Die
Figurenkonstellation und die Geschehnisse um die Familie Donati und ihren Weg zum
Erbe, der nur über den verhassten Schicchi zu realisieren ist, wirken nur auf den
ersten Blick komisch. Doch Puccinis Figurenzeichnung ist gleichzeitig so ätzend
bitter, dass einem das Lachen oft genug im Halse stecken bleibt – zu durchsichtig sind
die egoistischen Anwandlungen des Familienclans der Donati, zu frappant die
Differenz zwischen der hohen Meinung, die die Familie von sich hat, und ihren
gemeinen und niederträchtigen Handlungen.
Für die Familie kommt es schon aus gesellschaftlichen Gründen überhaupt nicht in
Frage, dass Rinuccio die Tochter eines Zugezogenen, sozial Niedrigstehenden
heiratet. Rinuccio hingegen ist in dieser Hinsicht deutlich unbefangener, dem
Traditionalistisch-Beharrenden seiner Verwandten stellt er eine fortschrittlichere
Haltung entgegen, die jedoch auf taube Ohren stößt. Indem er ihnen darlegt, dass die
aus dem Umland Zugezogenen die Stadt Florenz immer nur reicher, schöner und
prunkvoller gemacht haben, versucht Rinuccio seine Familie zu überzeugen, dass
Gianni Schicchi der einzige ist, der ihnen aus der Zwangslage heraushelfen kann.
Doch nicht einmal die toskanischen Regionalhelden Giotto, Arnolfo und die Familie
der Medici helfen seinem Anliegen. Immer wieder flicht Puccini solch detaillierte
historische und regionale Bezüge in die Handlung ein, auch der Bologneser Dialekt
des Dottore Spinelloccio ist in dieser Richtung zu lesen. Doch jenseits dieser
historischen Verortung richtet sich Puccinis eigentlicher Fokus auf die
zwischenmenschlichen Vorgänge: Die geschichtlichen Hintergründe sind nur eine
reich ausgearbeitete Folie für das Verhalten der Figuren. Dass GIANNI SCHICCHI
nicht als bloß historisierendes Werk in die Operngeschichte eingegangen ist, liegt
auch an Puccinis sehr modernem Umgang mit Theatergeschichte und -gegenwart:
Von der Commedia dell’arte bis zur italienischen buffa-Tradition reichen die
Verweise in der Anlage der Figuren und Geschehnisse.
Die Erzählung um die Figur Schicchis geht auf eine Episode aus Dante Alighieris „La
divina commedia“ zurück. Dante verarbeitete hierfür die historischen Ereignisse um
einen Testamentsbetrüger gleichen Namens, der im mittelalterlichen Florenz
wohlbekannt war. Während Schicchi bei Dante hierfür in die Hölle fahren muss, ist
Puccini nicht daran gelegen, Schicchis Akt der Testamentsfälschung zu verurteilen.
Vielmehr zielt Puccini darauf ab, die dünne Schicht gesellschaftlicher Konventionen
abzutragen, welche die Familie Donati nur noch mühsam zusammenhält.
Mit seiner ganzen Erfahrung als Opernkomponist balanciert Puccini in GIANNI
SCHICCHI geifernde Ensembles, kurze lyrische Momente (die allerdings nie frei von
Ironie sind) und kurze Arien in einer Virtuosität, die diese Oper zu einem brillianten
Ensemblestück macht. Durch die komplexe Partitur zieht sich ein feiner ironischer
Faden, der im Zusammenwirken mit der äußerst differenzierten Instrumentierung
und fein geführten motivischen Durcharbeitung das Verhalten der Familie Donati
nicht nur überhaupt erträglich, sondern zu einem großen klanglichen Vergnügen
macht.
Mitwirkende
Elisabeth Birgmeier | Gherardino
Geboren 1993 in München – im Alter von 4 Jahren erster Geigenunterricht –
Ausbildung am musischen Pestalozzi-Gymnasium München – seit 2009 klassischer
Gesangsunterricht – 2010 Solistin in Jugendoper am Gärtnerplatztheater München –
seit 2012 Mitglied der bayerischen Singakademie und des bayerischen
Landesjugendchors – seit dem WS 2014 Studentin für BA Gesang an der Hochschule
für Musik Freiburg bei Prof. Regina Kabis – September 2016 Teilnahme am
Meisterkurs bei Prof. Edda Moser – November 2016 Solistin im DEUTSCHEN
REQUIEM von J. Brahms im Rahmen des Werkstattkonzertes der Hochschule
Freiburg – im WS 2016 Teilnahme am Meisterkurs bei Kai Wessel
«Guajo pei frati, ma per noi: speranza!»
Jakob Boenig | Tenor
Geboren 1989 in Berlin – dort nach dem Abitur zunächst Chemiestudium an der
Freien Universität Berlin – währenddessen Gesangsunterricht bei Volkmar Bussewitz
und Karolin Löffler, in zahlreichen Jugendchören unter anderem auch auf der
Opernbühne aktiv – seit 2014 Studium an der Hochschule für Musik Freiburg bei
Prof. Reginaldo Pinheiro
«Das ist vortrefflich, das ist ganz vortrefflich! Das ist noch besser, als wenn alle
Aktien steigen!»
Uli Bützer | Guccio
Ab dem sechsten Lebensjahr Klavier- und Trompetenunterricht – Bundespreis
„Jugend musiziert“ im Fach Ensemblegesang – seit 2011 Studium der Schulmusik mit
den Schwerpunkten Theorie und Improvisation, Mathematik an der Universität
Freiburg und Gesang zunächst bei Prof. Bernd Göpfert, dann bei Prof. Katharina
Kutsch – gründete mit drei Freunden das Männerquartett „Das (errengedeck“ –
Mitglied in Chören u. a. unter der Leitung von Morten Schuldt-Jensen, Hans Michael
Beuerle, Frieder Bernius – Tätigkeiten als Solist, Chorleiter, Gesangspädagoge und
Homebarista
«Ora dàgli da bere!»
Luca Festner | Gherardo
Seit 2014 Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Reginaldo
Pinheiro – in der Opernproduktion im Januar 2016 der Hochschule Freiburg wirkte
er als Ensemblemitglied in F. Poulencs LES MAMELLES DE TIRÉSIAS mit – im Januar
2017 Tenor-Solopartie beim Werkstattkonzert der Musikhochschule in W. A. Mozarts
REQUIEM
«Saccheggia! Saccheggia! Saccheggia! Saccheggia! Saccheggia!»
Linus Fischer | Marco
Geboren bei Köln und aufgewachsen im Markgräflerland – musikalische Frühbildung
im Elternhaus – 2013/14 Jungstudent und seit 2014/15 Bachelor-Student bei Prof.
Reginaldo Pinheiro – im März Rollendebut in Weimar in der Rolle des Simone in
GIANNI SCHICCHI an der dortigen Hochschule
«Addolcirlo…?»
Felicitas Frische | Das Mädchen
Studiert im 2. Semester Konzertexamen bei Prof. Dorothea Wirtz – Master Konzertund Operngesang 2016 – davor Studium von 2007–2012 bei Prof. Leandra Overmann
in Würzburg – erste Bühnenerfahrungen an der Opernschule der Musikhochschule
Würzburg, dem Mainfrankentheater Würzburg, der Opernschule der Hochschule
Freiburg und dem Theater Freiburg (Hänsel in HÄNSEL UND GRETEL, Carmela in LA
VIDA BREVE, Mrs. Herring in ALBERT HERRING, Erste Zofe in DER ZWERG, Vogelkind
Philipp in FREUNDE!, Arminda in LA FINTA GIARDINIERA, Elle in LA VOIX HUMAINE)
– April 2015 Debut bei den Osterfestspielen Baden-Baden mit den Berliner
Philharmonikern als Marschallin in der Uraufführung DER KLEINE ROSENKAVALIER
(Kinderoper nach R. Strauss) – April 2017 Debut als Micaëla in CARMEN bei den
Osterfestspielen
Baden-Baden
mit
den
Berliner
Philharmonikern
–
Konzertengagements in Deutschland, Frankreich, England, Schweiz, Polen (Tonhalle
Zürich, Philharmonie Krakau, Philharmonie Berlin)
«Ich spüre, wie das Wasser steigt und gegen die Planken stößt. Ich spüre das leise
Beben, das durch das Holz geht.»
Juliane Hollerbach | Mitarbeit Bühnenbild
Bühnenallrounderin,
Choreographin
und
Ausstatterin
im
ganzen
deutschsprachigen Raum – nach Jahren als Solistin am Freiburger Theater jetzt
Darstellerin oder im Leitungsteam bei unterschiedlichsten Theatern und
Ensembles, in neuerer Zeit z. B. als Choreographin an der Neuköllner Oper Berlin
und den Händel-Festspielen Halle, bei der Inszenierung der Musical-Satire
URINETOWN der Freiburger „Good Company“, als Kostümbildnerin am
Wallgrabentheater Freiburg und dem Theater Lindau, als Darstellerin im Ensem ble
des Theaters Eurodistrikt Baal Novo und des Musiktheaters „Die Schönen“ und Teil
der Jazz-Comedy Band „The Shoo-Shoos“ – ZMF-Preisträgerin des Jahres 2012
«Was ihr so Liebe nennt…»
Yuhong Jiang | Zita
Geboren 1989 in Dalian, China – bekam mit 17 Jahren ersten Gesangsunterricht – im
Jahr 2008 begann sie ein Gesangsstudium an der Musikhochschule Shanghai, China –
dort Bachelorabschluss, anschließend Masterstudium Gesang bei Prof. Angela Nick –
in einer Inszenierung der Hochschule Freiburg sang sie La Dame élégante sowie im
Chor der Oper LE MAMELLES DE TIRÉSIAS (F. Poulenc) – Meisterkurse bei Brigitte
Fassbaender
«Ladro, ladro…»
Emma-Louise Jordan | Choreographie
Stammt aus Großbritannien – erhielt ihre klassische Tanzausbildung an der Legat
School of Russian Ballet sowie an der Rambert Academy in London – sie tanzte u. a.
mit der Midlands Dance Company und war mit dem Vienna Festival Ballet in England
und Europa auf Tournee – in Deutschland war sie u. a. beim Ballett Schindowski,
Gelsenkirchen, dem Tanzwerk Nürnberg und dem Ballett Dortmund – 1999 kam sie
nach Freiburg und tanzte bis 2004 für Amanda Miller beim Ballett Freiburg Pretty
Ugly – seit 2004 ist sie als freie Pädagogin und seit 2007 als Dozentin für Tanz,
Improvisation und Körperarbeit an der Hochschule für Musik in Freiburg tätig –
Choreographie am Theater Freiburg und am Theater Karlsruhe – Regisseurin und
Choreographin für Jugendtanz – Theaterproduktionen zusammen mit Gary Joplin:
ROMEO UND JULIA, CINDERELLA und die Musicals 13 und FLOKATI – ihr letztes
Stück AKIMBO ist das dritte integrative Tanzprojekt mit Jugendlichen aus der
Staatlichen Esther-Weber-Schule für Körperbehinderte in Emmendingen-Wasser –
Leitung
diverser
Fortbildungsworkshops
für
Lehrer
in
Tanz
und
Bewegungsimprovisation – außerdem international tätig als Gyrokinesis®,
Gyrotonic® und als Tanzlehrerin
«Die Angst sitzt zwischen den Planken wie Schimmel…»
Thomas Kiechle | Der junge Mann
Geboren 1990 in Günzburg – seit 2010 Lehramtsstudium Musik/Latein sowie
Gesangsstudium – seit Wintersemester 2016/17 Masterstudium Gesang in der Klasse
von Prof. Torsten Meyer – seit 2014 Konzerte im Münster Villingen-Schwenningen, in
der Kreuzkirche Dresden und in St. Moritz, Halle – 2015 Stipendiat der Helene
Rosenberg-Stiftung und der Fritz-Wunderlich-Gesellschaft – Zusammenarbeit mit
Dirigenten wie Bernd Weil, Nabil Shehata, Sebastian Beckedorf und Regisseuren wie
Alexander Schulin, Tristan Braun und Dominik Wilgenbus – seit 2013 in
Opernproduktionen zu sehen: in St. Felix de Lauragais als Primo Pastore in
C. Monteverdis ORFEO, in Weikersheim als Basilio/Curzio in W. A. Mozarts LE NOZZE
DI FIGARO, an der Hochschule für Musik Freiburg als Pasquin/Silvio/Docteur Miracle
in G. Bizets LE DOCTEUR MIRACLE und an der KOM München als Conte Almaviva in
G. Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA und als Cecco in J. Haydns IL MONDO DELLA
LUNA
«Wie hier alles nach Abenteuer riecht, nach Sturmfahrten, Kampf und Tod.»
Daeho Kim | Gianni Schicchi
Begann seine Gesangsausbildung im Alter von 15 Jahren – Studium an der YonseiUniversität in Seoul (Abschluss 2014) – im April 2014 Auftritt als Figaro in
W. A. Mozarts LE NOZZE DI FIGARO – seit SS 2016 im Masterstudium Gesang bei Prof.
Reginaldo Pinheiro – im Februar 2017 Bass-Solopartie in Rossinis PETITE MESSE
SOLENNELLE – im März bis Mai 2017 in der Partie des Elefanten in Richard Ayres’
Oper DIE GENESUNG DER GRILLE am Theater Basel
«Niente! Niente! Niente!!»
Seonghwan Koo | Gianni Schicchi
Geboren 1989 – Sommersemester 2009 bis 2015 Studium an der Universität
Hanyang – seit dem Sommersemester 2015 Studium an der Hochschule für Musik
Freiburg bei Prof. Dorothea Wirtz
«Io, lo Schicchi!»
Aziz Kortel | Musikalische Leitung
Geboren in Istanbul – italienisch-türkische Eltern – Studium an der Münchner
Musikhochschule – Richard-Strauss-Preis – Kapellmeister an den Theatern
Kaiserslautern und Freiburg – seit 1985 Professor an der Hochschule für Musik
Freiburg
«Guarda… Firenze è d’oro, Fiesole è bella!»
Charlotte Labenz | Kostüme
1985 in Lüneburg geboren – Modedesignstudium in Hamburg – anschließend
Volontariat im Bereich Kostümbild beim WDR – 2011–2014 Kostümassistentin in
allen Produktionen des Stadttheaters Ingolstadt (erste eigene Kostümentwürfe) – seit
2014 freischaffende Arbeit als Bühnen- und Kostümbildnerin
«Kein Lärm, keine Hast, nur Stille und Weite.»
Harin Lee | Rinuccio
Geboren 1989 in Südkorea – Beginn der Gesangsausbildung im Jahr 2005 –
Mitwirkung in diversen Opernprojekten und Konzerten in Korea seit 2008 – kleinere
Rollen in koreanischen Opernhäusern (u. a. in W. A. Mozarts ZAUBERFLÖTE) – seit
dem Sommersemester 2015 Masterstudent im Fach Operngesang an der Hochschule
für Musik Freiburg bei Prof. Reginaldo Pinheiro
«Firenze è d’oro, Fiesole è bella!»
Fabian Lüdicke | Bühnenbild
Geboren und aufgewachsen in München – Studium an der Akademie der Bildenden
Künste München – Assistent in München, Wien, Bonn und Freiburg – seit 2006 freier
Bühnen- und Kostümbildner, tätig u. a. für das Theater Freiburg, das Badische
Staatstheater Karlsruhe, die Städtischen Bühnen Münster, das Staatstheater
Darmstadt, das Theater Augsburg, das Theater Biel / Solothurn, das Davos Festival,
die Neuköllner Oper Berlin, das Schauspiel Essen, das Theater Ingolstadt und für das
Nationaltheater Weimar
«E di val d’Elsa giù dalle castella ben venga Arnolfo a far la torre bella!»
Alies Mack | Ciesca
Geboren 1992 – seit dem Kindesalter Mitglied mehrerer Chöre und Orchester,
darunter u. a. Junger Chor der Bachakademie Stuttgart und Remigius Kammerchor
Nagold – Gesangsunterricht seit 2008 (u. a. bei Prof. Andreas Reibenspies) –
„Meisterkurse für junge Talente“ bei Prof. Bernd Göpfert und Prof. Angela Nick – seit
WS 2012/13 Bachelorstudium an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Sato
Schöllhorn, seit WS 2014/15 bei Prof. Torsten Meyer – Meisterkurse bei Luisa
Giannini, Klesie Kelly, Helen Donath – neben dem Studium tätig als Stimmbildnerin
und Chorleiterin – am Theater Freiburg Mitwirkung im Chor in der Spielzeit 2015/16
(MEFISTOFELE, DER SCHMUCK DER MADONNA) – rege Konzerttätigkeit mit dem
Schwerpunkt Oratorium und Lied
«Nessuno lo saprà!»
Aina Martin | Lauretta
Bachelorstudium in den Fächern klassische Gitarre und Gesang an der „Escola
Superior de Música de Catalunya“ in Barcelona – seit Oktober 2015 Masterstudium
im Hauptfach Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik Freiburg bei
Prof. Dorothea Wirtz – erhielt während ihres Studiums in Barcelona das „Victòria dels
Àngels“- sowie das „Anna Riera“-Stipendium – regelmäßig aktiv in der Capella Reial
de Catalunya unter der Leitung von Jordi Savall – Konzerte mit Canto Coronato, El
Concierto Español, La Grande Chapelle und dem Ensemble Lux Feminae, u. a. in
Spanien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Belgien und Slovenien – 2013 tourte sie
in der Sopranpartie von J. S. Bachs JOHANNESPASSION mit dem Orquestra Simfònica
del Vallès unter der Leitung von Xavier Puig – gewann 2015 den Ersten Preis und
Publikumspreis beim Internationalen Gesangswettbewerb von Gijón (Spanien)
«Da morto son rinato!»
Julienne Mbodjé | Mezzo
Konzerttä tigkeiten von J. S. Bachs WEIHNACHTSORATORIUM Ensemblehaus
Freiburg bis zu zeitgenö ssischen Werken wie LEGENDE DE LA FEMME EMMUREE
von Ē . Eš envalds Radialsystem Berlin mit renommierten Musikern wie Gottfried
von der Goltz, Hans-Christoph Rademann und dem Freiburger Barockorchester –
Preisträ gerin des NDR-Kulturradio-Preises, CD-Produktion und Konzerte im Rathaus
Hamburg und NDR Landesfunkhaus Hannover – Meisterkurse bei Luisa Giannini,
Anne Le Bozec und Kai Wessel – 2010–2014 Jungstudentin an der HfM Hanns Eisler
Berlin bei Prof. Britta Schwarz – seit 2012 Mitglied im nationalen Auswahlensemble
„Deutscher Jugendkammerchor“, Leitung: Florian Benfer – nach dem Abitur 2014
Beginn des Studiums an der Hochschule Freiburg bei Prof. Dorothea Wirtz
«Da stürmt der junge Mann ihr entgegen, wild, atemlos.»
Rubén Olivares | Rinuccio
2007–2008 Gesangsstudium an der Akademie Agrupación Lírica Ciudad Jardín, Viña
del Mar, Valparaíso – 2008 Gesangsstudium bei Carlos Beltrami – 2009–2011
musikalische Interpretation in Gesang, Universidad de Chile bei Prof. Rodrigo del
Pozo – Mitglied als Bariton in der Gruppe Capilla de Indias – diverse Konzerte als
Solist von Opernarien usw. in der Region von Valparaíso und Viña del Mar – seit 2013
Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Reginaldo Pinheiro –
2014–2015 Tenorsoli in der MISA CRIOLLA (A. Ramírez), der KRÖNUNGSMESSE (W.
A. Mozart), der MESSE D-DUR op. 8
A. Dvořák – Mitwirkung in diversen
Opernproduktionen: IL TROVATORE (G. Verdi); DIE KÖNIGIN VON SABA
(K. Goldmark)
«Ah! Che zucconi!»
Kyungho Park | Betto
Geboren in Südkorea – Bachelor Gesang an der Kookmin Universität – 3. Preis bei Die
Pädagogische Zeitung für Musik – sang daraufhin den Alfonso in COSÌ FAN TUTTE
von W. A. Mozart in Korea – derzeit Masterstudium Gesang bei Prof. Angela Nick an
der Hochschule für Musik Freiburg
«Lo dicono a Signa!»
Narae Park | Nella
Geboren in Busan/Südkorea – 2005–2008 Besuch der Busan künstlerischen Schule in
Busan – 2008–2012 Gesangsstudium an der Busan National Universität in Busan –
2013–2015 Masterstudium im Fach Oper/Konzertgesang an der Hochschule für
Musik Freiburg bei Prof. Markus Goritzki – seit 2015 studiert sie Konzertexamen im
Fach Gesang an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Angela Nick –
Mitwirkung an diversen Opernprojekten und Konzerten, wie z.B. als Adina in L’EL)S)R
D’AMORE von G. Donizetti, als Sandrina in LA FINTA GIARDINIERA von W. A. Mozart,
als Schopfhenne in DIE ABENTEUER DER FÜCHSIN SCHLAUKOPF von L. Janáček –
weitere Bühnenerfahrung u. a. als Praktikantin im Opernchor des Theater Freiburg
«Ladro, ladro, furfante, traditore!»
Mateo Peñaloza | Spinelloccio / Amantio di Nicolao
Italienisch-venezolanisch-deutsche familiäre Herkunft – begann das Singen als Kind
bei den Freiburger Domsingknaben – ab 2003 Unterricht bei Ulrich Rausch – 2011
drei Monate am „Liceo Musicale al Conservatorio G. Verdi“ in Mailand – SS 2012
Jungstudent an der Hochschule Freiburg bei Prof. Markus Goritzki – seit WS 2013
Gesangsstudium an der Freiburger Musikhochschule bei Prof. Goritzki – seit SS 2014
ebenfalls in Freiburg parallel Hauptfachstudium Dirigieren-Chorleitung bei Prof.
Morten Schuldt-Jensen – 2014 Rolle des Giorgio in G. Paisiellos NINA in der
Rathausoper Konstanz – seit WS 15 Gesangsstudium bei Prof. Reginaldo Pinheiro
sowie Dirigieren-Chorleitung bei Prof. Frank Markowitsch – in der Spielzeit 16/17
Praktikum als musikalischer Assistent des Chordirektors am Theater Freiburg
«Da morto son rinato!»
Martin Peters | Der Bankier
Geboren in Freiburg i. Br. – Studium seit 2010 an der Hochschule Freiburg, zunächst
Lehramt (Hauptfach Orgel bei Prof. Klemens Schnorr), später Bachelor Gesang (bei
Prof. Bernd Göpfert, Prof. Markus Goritzki), seit WS 2016 Master Gesang (bei Prof.
Markus Eiche) – seit 2010 Organist in Gundelfingen – seit 2011 Chorleiter
Kirchenchor Hausen a.d.M. – seit 2015 Chorleiter MGV Gundelfingen – rege
Konzerttätigkeit als Sänger, Dirigent, Chorist und Organist – Konzertreisen mit
verschiedenen Ensembles nach Frankreich, Schweiz, Österreich und Portugal – 2015
Debut am Stadttheater Freiburg als Josse in DER VETTER AUS DINGSDA
(E. Künnecke) – 2016 Rolle des Gendarm in LES MAMELLES DE TIRÉSIAS von
(F. Poulenc)
«Man kann sich kaum retten!»
Alexander Schulin | Regie
Geboren 1965, aufgewachsen in Berlin und Freiburg – Studium in München –
Regieassistent in München, Berlin, Paris, Salzburg – 1998–2008 freier Regisseur in
Berlin, Hildesheim, Florenz, Wien, Chicago, Kiel, Karlsruhe, Graz, Hamburg,
Montpellier, Luzern u. a. – seit 2008 Professur an der Hochschule für Musik Freiburg
«Seltsam ist es hier. Man könnte sich fürchten.»
Tobias Schwarz | Bass / Pinellino
Studierte bis zum 5. Semester bei Prof. Markus Goritzki, danach Wechsel zu Prof.
Reginaldo Pinheiro – Kurse bei Edith Wiens, Rudolf Piernay und Thomas Quasthoff –
ehemals Mitglied im Bayerischen Landesjugendchor, im Jugendorchester der
Bayerischen Staatsoper und im Kinderchor der Bayerischen Staatsoper –
Konzerttätigkeit im In- und Ausland
«Endlich ist auch der alte Bankier aufs Deck gekommen.»
Kieran Staub | Musikalische Assistenz
Geboren 1992 in Tübingen – tätig als Pianist und Dirigent – 2010 externe CAusbildung an der HfK Rottenburg – seit Oktober 2011 Studium der Schulmusik mit
Hauptfach Klavier an der HfM Freiburg – seit Oktober 2015 Studium Bachelor
Orchesterleitung bei Massimiliano Matesic, Lutz Köhler und Scott Sandmeier – Preise
beim Wettbewerb „Jugend musiziert“
. Preis Kategorie Liedbegleitung
Bundeswettbewerb) – seit SS 13 Tutor am Institut für Musiktheater (Korrepetition
von Opernprojekten unter Aziz Kortel und Neil Beardmore) – im SS 15
Projektorchester „Kammerorchester con espressione“ – in der Spielzeit 2015/16
Praktikum Assistenz Chordirektion Stadttheater Freiburg MEFISTOFELE, DER
SCHMUCK DER MADONNA und JÉRUSALEM - Nachdirigat FRÜHLINGSERWACHEN –
seit Juli
künstlerischer Leiter des „Kammerorchester Landwasser“ – in der
Spielzeit 2016/17 stellvertretender musikalischer Leiter in der Produktion ADDAMS
FAMILY
«Während das Mädchen dem Rufe folgt, bleibt der Fischer in Gedanken stehn.»
Theresa Steinacker | Regieassistenz und Produktionsleitung
Geboren in Leipzig – Studium der Musikwissenschaft, Slavistik und Judaistik in
Freiburg und Basel – Hospitanzen am Theater Freiburg (2008) und der Deutschen
Oper Berlin (2009, 2011, 2012) – 2013–2016 Assistentin der Geschäftsführung am
Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel – seit September 2016
Assistentin am Institut für Musiktheater der Hochschule für Musik Freiburg –
laufendes Promotionsprojekt zu den Opern Leoš Janáčeks an der Universität Basel
«Oh, quale commozione!»
Juliane Stolzenbach Ramos | Sopran
2012 Vorstudentin in der Freiburger Akademie zur Begabtenförderung der
Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Dorothea Wirtz – seit 2012/13 Studium
Bachelor Musik mit Hauptfach Gesang an der Hochschule Freiburg bei Prof. Dorothea
Wirtz – 2011/2012 . Bundespreis „Jugend Musiziert“ in der Kategorie Sologesang,
2. Bundespreis in der Kategorie Kunstlied – 2013–2016 Chorpraktikum am Theater
Freiburg in den Produktionen PARSIFAL, DIE KÖNIGIN VON SABA, MEFISTOFELE –
Stipendiatin des „Festival Internazionale Di Musica Portogruaro“ für den
Meisterkurs bei Claudio Desderi – 2016 Stipendiatin von „Live Music Now“ in
Freiburg – Auftritt in der Rolle der Madame Herz in DER SCHAUSPIELDIREKTOR bei
der Konzerttour des BJSO
«Wir haben so viel Zeit. Gibt es hier überhaupt eine Zeit?»
Annemarie Vergoossen | Lauretta
Geboren in den Niederlanden – ab 2007 Gesangsunterricht bei Karen van der Wal –
ab September 2010 Bachelorstudium in Amsterdam bei Pierre Mak, im 4. Jahr
zusätzlich Studium in der „Opera Basisklas“ der Dutch National Opera Academy –
2014 Abschluss des Bachelorstudiums – seit April 2015 Masterstudium bei Prof.
Angela Nick und Gabriele Kniesel an der Hochschule für Musik Freiburg – im Januar
2016 als Cover der Partie der Thérèse in F. Poulencs LES MAMELLES DE TIRÉSIAS –
im August 2016 sang sie die Partie der Ersten Dame aus DIE ZAUBERFLÖTE von
W. A. Mozart beim „Hojotoho Operastudio“ (Leitung: Wiebke Göetjes) – seit März
2016 regelmäßiger Unterricht bei Gemma Visser – Meisterkurse bei Margreet Honig,
Ira Siff, KS Prof. Edda Moser, Helen Donath, Prof. Renate Faltin, Prof. Norma Sharp,
Timothy Sharp, Udo Reinemann und Jeff Cohen
«Quanto dura l’amore fra i parenti!»
Johannes Weng | Der Fischer
Geboren 1989 in Stuttgart – studiert an der Hochschule für Musik Freiburg Master
Gesang im 2. Semester bei Prof. Torsten Meyer – ersten Gesangsunterricht erhielt er
mit neun Jahren bei den Freiburger Domsingknaben, bis zum Studium unternahm er
mit dem Chor zahlreiche Konzertreisen (u. a. nach Südafrika, Japan und Australien) –
an der Hochschule Freiburg war er in den Opernproduktionen L’ETO)LE, D)E
ABENTEUER DER FÜCHSIN SCHLAUKOPF und LES MAMELLES DE TIRÉSIAS zu hören
– im Theater Freiburg Mitwirkung in den Produktionen CARMEN, IL TROVATORE,
DIE KÖNIGIN VON SABA, DER VETTER AUS DINGSDA und JÉRUSALEM – rege
Tätigkeit im Bereich Konzert und Oratorium
«Und sie wird kommen, ehe der Abend anbricht.»
Martin Wutz | Musikalische Assistenz
Studium an der HMT München, Dirigierunterricht u.a. bei Gerhard Guglhör, Martin
Steidler und Christof Adt – seit 2011 Leitung des tiermedizinischen Chores der LMU
München – seit 2013 Studium Orchesterleitung an der HfM Freiburg bei Lutz Köhler,
Massimiliano Matesic und Scott Sandmeier – Dirigent bei Konzerten der HMT
München und Hochschule Freiburg, Gala-Nacht der Musicals 2010 in Schwarzach und
Flensburg, der Musicalproduktion „Nostradamus“ und Konzerten des Collegium
Musicum Straubing sowie des Münchner internationalen Orchesters – während
seines Studiums Arbeit im Rahmen des Dirigentenpodiums mit dem
Südwestdeutschen
Kammerorchester
Pforzheim,
dem
Kurpfälzischen
Kammerorchester Mannheim, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und der
Württembergischen Philharmonie Reutlingen – Mitbegründer und musikalischer
Leiter der Crazy-Musical-Company mit Produktionen wie OLIVER!, SUNSET
BOULEVARD und der Musicalgala HELLO!
«Zitti! È aperto!»
Changjun Yoon | Simone
Geboren in Seoul, Südkorea – Gesangsstudium bei Prof. Jae Whan Lee und Prof. Byung
doo Lee an der Chung-Ang-Universität – gewann 2009 den 2. Preis beim Yeeum
Musikwettbewerb – Unterricht bei Bonaldo Giaiotti und Prof. Roland Hermann –
Auftritt als Don Annibale Pistacchio in G. Donizettis IL CAMPANELLO – seit SS 2016
im Masterstudiengang Operngesang bei Prof. Angela Nick an der Hochschule für
Musik Freiburg – im Februar 2017 Solo-Partie DEUTSCHEN REQUIEM von J. Brahms
unter der Leitung von Morten Schuldt-Jensen
«Ah! Capisco, capisco!»
Orchester der Hochschule für Musik Freiburg
Boris Blacher: DIE FLUT
Violine 1 Laura Halina Mead
Violine 2 Julia Weeda
Viola Marie-Luise De Jong
Violoncello Jakob Schall
Kontrabass Timothée Méthou
Flöte Christina Reul
Klarinette Anna Dietz
Fagott Lisa Huh
Trompete Matthieu Chpelitch
Posaune Hanyan Chen
Giacomo Puccini: GIANNI SCHICCHI
Violine 1 Laura Halina Mead**, Daniel Drengk, Emma Errera, Arnaud Faggianelli,
Leonie Flaksman, Viola Grömminger, Jorge Llamas Muños, Chung-Ning Tung
Violine 2 Julia Weeda*, Arnaud Bassand, Theresa Jensen, Long Yuet Luen, Céline
Steiner, Charlotte Veihelmann
Viola Marie-Luise De Jong*, Alice Bordarier, Johanna Herzog, Johanna Ludwig
Violoncello Jakob Schall*, Shunichiro Katsura, Sofia Elisabeth Ogas Gonzalez, Karolin
Spegg
Kontrabass Timothée Méthou*, Jin Won Yoon
Flöte Ana Rita Oliveira, Julie Romestant, Lorenzo Scilla
Oboe Razvan Marin Gheorghiv, Yonghua Su
Englischhorn Katharina Buck
Klarinette Mei Osato, Hwanseok Lee
Bassklarinette Anna Dietz
Fagott Lisa Huh, Simeon Ohlsen
Horn Christophe Frisch, Pedro Blanco Gonzalez, Joshua Firkins, Xiao Xin Liu
Trompete Matthieu Chpelitch, Domicián Gyura, Gergo Kutyifa
Pauken/Schlagzeug Franz Lang, Kang-Jung Sung
Harfe Lisa Berg, Lea Kaya
** Konzertmeisterin
* StimmführerInnen
Textnachweise:
Paulus Böhmer, „Am Meer“ [Auszug], in: Am Meer. An Land. Bei mir, Ostheim / Rhön
2010.
Erich Fromm, Die Kraft der Liebe, Zürich 2005.
Kohelet (Prediger), deutsche Fassung nach der Zürcher Bibel, Zürich 2007.
Guy de Maupassant, „Die Nachzügler“ [gekürzt] / „Die Liebe zu dritt“ [gekürzt], in: Die
Liebe zu dritt. Geistreiche Plaudereien über das Leben und die Kunst, hg. von Hermann
Lindner, München 1993.
Alle anderen Texte sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.
Texte und Redaktion: Theresa Steinacker
Das einzige Gesetz, auf das es ankommt, ist das allerhöchste Gesetz
der Menschlichkeit, dieses Gesetz, das die Küsse zwischen den
Menschen regiert und das den Dichtern zum ewigen Thema
gereicht.
Guy de Maupassant: Die Liebe zu dritt
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