A 8. Morphologie, Kapsel - Johannes Gutenberg

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Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Mikrobiologie und Weinforschung
FI-Übung: Allgemeine Grundlagen (WS 2004/05)
Sebastian Lux
Datum: 14.12.2004
Morphologie, Kapsel- u. Sporenfärbung
1. Theoretische Grundlagen
Bakterien treten in drei Hauptformen auf, nämlich rundlichen Kokken, länglichen
Stäbchen sowie schraubenförmigen Spirillen. Darüber hinaus gibt es noch
Sonderformen wie Vibrionen (gekrümmte Stäbchen), Sarcinen (in Päckchen
angeordnete Kokken) oder Staphylokokken (traubenförmige Anordnung). Die im
Kurs untersuchten Organismen werden im Phasenkontrast mikroskopiert und
anschließend gezeichnet.
Um lebende von toten Zellen zu unterscheiden färbt man mit wässriger
Methylenblaulösung an. Die wässrige Lösung kann die Zellwand der lebenden
Zellen nicht passieren und färbt daher nur die toten Zellen blau.
Viele Bakterien sondern schleimige, polysaccharidhaltige Substanzen aus, die
man je nach Zusammensetzung Kapseln, Schleime oder zusammenfassend
Glykocalyx nennt. Die Glykocalyx ist weder ein artbestimmendes Merkmal noch
lebensnotwenig. Allerdings schützen Schleimschichten vor Phagocytose und
unterstützen die Anheftung pathogener Mikroorganismen an ihre Wirte. Die
starre Kapselschicht weist Stoffe wie Tusche ab, daher erscheinen Kapseln bei
Färbung unter dem Mikroskop farblos, während der Rest der Zelle schwarz
gefärbt ist.
Endosporen
Temperaturen
sind
über
hitzeresistente
120°
Dauerformen,
endgültig
abgetötet
die
teilweise
werden
und
erst
auch
bei
gegen
Chemikalien und Strahlung resistent sind. Die Sporenbildung setzt ein, sobald ein
essentieller Nährstoff fehlt. Während die Bildung ein komplexer Prozess ist, der
etwa acht Stunden dauert, keimen Sporen innerhalb von Minuten aus und
verlieren ihre Lichtbrechungsfähigkeit sowie ihre Resistenz. Sporen enthalten nur
10-30% des Wassergehalts vegetativer Zellen sowie eine große Menge Protein,
Calcium und Dipicolinsäure, die außerhalb von Sporen nicht zu finden ist. Die
große Mehrzahl der Sporenbildner gehört den Gattungen Bacillus und Clostridium
an. Unter dem Mikroskop sind Sporen leicht an ihrem hohen Lichtbrechungsindex
(bedingt durch den geringen Wassergehalt) zu erkennen. Im Zweifelsfall können
Sporen mit Malachitgrün sichtbar gemacht werden bei Gegenfärbung mit
Safranin.
2. Material und Methode
siehe Skript.
3. Ergebnisse
Morphologie (siehe auch Zeichnung im Anhang):
Leuconostoc mesenteroides: Kokken, kettenförmig
Micrococcus luteus: Diplokokken
Pseudomonas aeruginosa: Stäbchen
Rhodospirillum rubrum: Spirillen
Testorganismus: Stäbchen
Die Kapsel- u. Sporenfärbung klappte in beiden Fällen dem Skript entsprechend.
Literatur:
MADIGAN, MICHAEL T. et. al (2001): Brock. Mikrobiologie, Heidelberg.
SCHLEGEL, HANS G. (1992): Allgemeine Mikrobiologie. Stuttgart.
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