1 2 3 Premieren 2011/12 Tanz/Extra/ Série française/Kammer Junges Schauspielhaus Preise/Sitzplan Abonnements MitarbeiterInnen/Adressen Kriege, Erdbeben, Hungersnöte, Terrorakte, Menschenrechtsverletzungen, SuperGAU – die Bilderflut, die aus den Medien quillt, kann uns nicht wirklich helfen, die Verhängnisse des Erdballs zu erfassen, geschweige denn zu bewältigen. Paradoxerweise, darauf hat Boris Groys hingewiesen, ist das Bildmaterial relativ begrenzt, um durch den Wiedererkennungseffekt einer möglichst grossen Zielgruppe zugänglich zu sein; darüber hinaus fehlt der Kontext, der kritische Betrachtung und Erkenntnisgewinn erst möglich macht. Die Bilder machen einen hilflos, verzweifelt, manchmal wütend. Sie schaffen keinen Raum für Erfahrung, denn die Erfahrung ist immer auf den Vergleich angewiesen. Das Theater, wie alle Kunst, bezieht seine Kraft – und damit seine Daseinsberechtigung – aus dem Katastrophischen. Die Idylle, das Happy End, das Lustspiel sind nur Zwischenräume, Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Schon die grossen Attischen Dramen, darauf angelegt, Grausen und Entsetzen hervorzurufen, tun dies in einer betörend vollkommenen Sprache, die im Zuschauer eine Art ästhetischen Schock auslöst. Büchner, Beckett, Shakespeare, Jelinek, Bärfuss, Jonigk, Dürrenmatt, Horváth – alles Katastrophenliebhaber. Zur Produktion wie zur Rezeption aller Kunst gehört etwas Amoralisches, Kannibalisches. Die Dichter wissen: Zum Erleben von Kunst gehört die Mischung aus Vertrautem mit Neuem, Unerhörtem. Der Zuschauer ist im Theater ja gewissermassen Sadist, das ist sein Privileg; er darf im Parkett geniessen, dass den Bühnenhelden übel mitgespielt wird. Ob das in einer Komödie oder einem Trauerspiel passiert, ist unerheblich. Das Entscheidende ist die Erfahrung, die man macht. Bei allen Formen der Kunst zählt nur, dass sie einen Raum für Erfahrung bereitstellen. Das ist ihre kulturelle Notwendigkeit. Heiner Müller formulierte es so: „Das ist das ewige Missverständnis gegenüber Literatur und Kunst: sie behandeln Erfahrenes – nicht Begriffenes.“ Die Hinwendung des Menschen zu einer Ästhetik des Schreckens zieht sich durch alle kulturellen Epochen. Mag sein, dass die imaginierte Katastrophe, die sich im Kunstwerk ausdrücken kann, Trost spendet, das Leben mit seinen realen Verheerungen erträglicher macht, eine Art von „Erhebung“ bewirkt, eine Sehnsucht nach anderen Möglichkeiten weckt. Nach Versöhnung, nach Erlösung? Das ist in der säkularisierten westlichen Welt schwer zu sagen. Im glücklichen Fall erlebt man im Theater die spezifische Mischung aus Déjà-vu und dem Schock des Neuen. George Steiner hat es schön gesagt: „Die Sprache des Dichters führt uns nach Hause zu dem, was wir nicht kannten.“ Seien Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, in der Spielzeit 2011/12 am Schauspielhaus Zürich herzlich willkommen! Inhalt 4 28 38 46 49 55 Theater und Katastrophe Vorwort von Barbara Frey Ihre Barbara Frey Premieren 2011/12 4 6 7 Pfauen Schiffbau/Halle Leonce und Lena Endspiel Weiter träumen Zwerg Nase Der ideale Mann Geschichten aus dem Wiener Wald Das Versprechen Faust 1–3 Richard III. Das Glas Wasser von Georg Büchner Regie Barbara Frey Premiere am 15. September 2011 von Samuel Beckett Regie Stefan Pucher Premiere am 30. September 2011 von Thomas Jonigk Regie Christof Loy Uraufführung am 22. Oktober 2011 nach Wilhelm Hauff Regie Corinna von Rad Premiere am 19. November 2011 von Oscar Wilde/Elfriede Jelinek Regie Tina Lanik Premiere am 9. Dezember 2011 von Ödön von Horváth Regie Karin Henkel Premiere am 14. Januar 2012 nach Friedrich Dürrenmatt Regie Daniela Löffner Premiere im Februar 2012 von Johann Wolfgang von Goethe/Elfriede Jelinek Regie Dušan David Pařízek Premiere/Uraufführung im März 2012 von William Shakespeare Regie Barbara Frey Premiere Ende März 2012 von Eugène Scribe Regie Werner Düggelin Premiere im Mai 2012 Pfauen/Kammer Merlin oder Das wüste Land Amerika nach Franz Kafka Regie Frank Castorf Premiere im April 2012 Schiffbau/Box Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos Am Strand* Zwanzigtausend Seiten* Vielzahl leiser Pfiffe* Solaris von Werner Schwab Regie Heike M. Goetze Premiere am 17. September 2011 Tanztheaterprojekt von Sebastian Nübling und Ives Thuwis-De Leeuw Uraufführung am 10. Dezember 2011 von Lukas Bärfuss Regie Lars-Ole Walburg Uraufführung im Februar 2012 von Stanislaw Lem Regie Antú Romero Nunes Premiere im Mai 2012 D’Zäller Wiehnacht Illusionen Ein neues Stück von Paul Burkhard Regie Klaus Brömmelmeier/Sibylle Burkart Premiere am 26. November 2011 von Iwan Wyrypajew Regie Julia Burger Schweizerische Erstaufführung im Februar 2012 von Juliane Kann Regie Nina Mattenklotz Uraufführung im Juni 2012 von Tankred Dorst Regie Christian Stückl Premiere im November 2011 *Arbeitstitel Konzerttheater von Ruedi Häusermann Uraufführung im April 2012 8 9 Regie Barbara Frey Bühne Bettina Meyer Kostüme Bettina Walter Musik Claus Boesser-Ferrari Regie Heike M. Goetze Bühne Bettina Meyer Kostüme Inge Gill Klossner Leonce und Lena von Georg Büchner Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos von Werner Schwab Ab 15. September 2011 im Pfauen Ab 17. September 2011 im Schiffbau/Box Leonce, Prinz aus dem Reiche Popo, lebt in einer Welt der Dekadenz und des Müssiggangs. Ob es sich um andere Menschen, die Liebe, die Wissenschaften oder die eigene Person handelt: Leonce leidet an existenzieller Langeweile. Als er auf Geheiss seines Vaters, des Königs von Popo, die Prinzessin Lena aus dem Reiche Pipi heiraten soll, ohne diese je gesehen zu haben, rafft er sich auf und flieht mit Valerio, seinem arbeitsscheuen Gefährten, nach Italien. Unterwegs trifft er auf eine Frau, in die er sich augenblicklich verliebt. Durch eine bizarre List gelingt es Leonce, sich von seinem trotteligen Vater mit ihr verheiraten zu lassen – um danach festzustellen, dass es sich bei seiner Angetrauten um keine andere als Prinzessin Lena handelt. Ein Mietshaus mit drei Parteien. Im Erdgeschoss wohnt die bigotte Frau Wurm mit ihrem verkrüppelten Sohn Herrmann, der – eigentlich zum Künstler berufen – sich nicht aus der quälenden Abhängigkeit von seiner Mutter zu befreien weiss. Die alte Frau, von ihrem Sohn tyrannisiert, möchte ihn am liebsten „abmurksen“ und Herrmann, der als Kind missbraucht wurde, flüchtet sich in sadistische Vergewaltigungs- und Ermordungsphantasien. Eine Etage höher hat der grobschlächtige Herr Kovacic mit seiner verschüchterten Frau und den beiden ordinären Töchtern seine Wohnung. Als Frau Grollfeuer, die kettenrauchende bessere Dame und Herrin des Hauses, zu ihrem Geburtstag in die Belle Etage lädt, eskaliert der schwelende Konflikt zwischen den Hausbewohnern: Verachtung und Hass finden erst ihr Ende, als alle an einem vergifteten Kuchen von Frau Grollfeuer zu Tode kommen. Frau Grollfeuers Versuch, sich „in ein Verständnis hineinzutrinken“, ist gescheitert, die vollzogene Volksvernichtung die letzte Konsequenz, denn: „Das Furchtbarste, was es gibt, ist das Volk.“ Liebesgeschichte, Gesellschaftskritik, politischer Angriff auf die deutsche Kleinstaaterei, Persiflage auf die Romantik, philosophische Erörterung und Sprachspiel – Büchners Genie brachte all dies in einem einzigen Stück, „Leonce und Lena“, unter. Er schrieb diese vielleicht sonderbarste Komödie der Weltliteratur 1836, zur Uraufführung gelangte sie erst 60 Jahre später. Georg Büchner wurde 1813 bei Darmstadt geboren. Als Student geriet er in die revolutionären Wirren Hessens, machte sich als Herausgeber des „Hessischen Landboten“ strafbar und floh nach Strassburg, wo er Medizin studierte. In Zürich doktorierte er und wirkte für ein halbes Jahr als Privatdozent an der neu gegründeten Universität. Eine Typhusepidemie riss ihn 1837 mit 23 Jahren aus dem Leben. Zu seinen Lebzeiten ohne Erfolg, wies Büchner formal und inhaltlich unter anderem dem Realismus und dem Expressionismus den Weg, vor allem auch durch seine Erzählung „Lenz“. Seine Stücke „Dantons Tod“, „Woyzeck“ und „Leonce und Lena“ beeinflussen durch ihre Radikalität das Drama bis zum heutigen Tag. Barbara Frey, seit 2009 Künstlerische Direktorin am Schauspielhaus Zürich, inszeniert zum ersten Mal ein Stück von Georg Büchner. In den ersten beiden Jahren ihrer Intendanz standen in ihrer Regie Werke von Anton Tschechow, Euripides, Edgar Allan Poe, Marieluise Fleisser, Lukas Bärfuss, William Shakespeare, Pierre Carlet de Marivaux und Friedrich Schiller auf dem Spielplan des Schauspielhauses Zürich. Unterstützt von der Hans Imholz-Stiftung „Volksvernichtung“ (1991) ist neben „Die Präsidentinnen“ Werner Schwabs bekanntestes Stück. Innerhalb kürzester Zeit avancierte der junge Grazer Autor zum erfolgreichsten und produktivsten Stückeschreiber seiner Zeit, heute zählen seine Texte zu den Klassikern der neueren deutschsprachigen Dramatik. Schwab, der in der Silvesternacht 1993/94 im Alter von 35 Jahren an den Folgen einer Alkoholvergiftung starb, gilt als Erfinder einer neuen Theaterkunstsprache – seine meist dem Kleinbürgertum entstammenden Figuren sprechen seltsam grotesk, sie sind Produkte ihrer Sprache. Sinnverwirrend entlarvt diese das erbärmliche Leben der Menschen, doch hinter ihren Verrenkungen bietet sie auch Schutz. Heike M. Goetze studierte Regie an der Zürcher Hochschule der Künste; dort inszenierte sie u.a. „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ von Lukas Bärfuss. Für ihre Diplominszenierung „Spieltrieb“ nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh gewann sie 2008 den Preis der Körber-Stiftung als beste Nachwuchsregisseurin. Goetze realisierte mehrere Projekte in der freien Szene und führte zuletzt mehrfach am Schauspiel Hannover sowie am Schauspielhaus Bochum Regie. Am Schauspielhaus Zürich inszenierte sie 2009 „Warum läuft Herr R. Amok?“ nach Fassbinder, 2010 dann „Stiller“ nach dem Roman von Max Frisch – mit dieser Arbeit wurde Heike M. Goetze 2011 zum Festival „Radikal jung“ eingeladen. 10 Endspiel von Samuel Beckett Regie Stefan Pucher Bühne Barbara Ehnes Kostüme Marysol del Castillo Musik Christopher Uhe Video Stephan Komitsch Ab 30. September 2011 im Pfauen „Innenraum ohne Möbel. Trübes Licht. An der rechten und linken Wand im Hintergrund je ein hoch angebrachtes Fensterchen mit geschlossenen Vorhängen. Vorne rechts eine Tür. Vorne links stehen zwei mit einem alten Betttuch verhüllte Mülleimer nebeneinander. In der Mitte sitzt Hamm in einem mit Röllchen versehenen Sessel. Clov steht regungslos in der Nähe der Tür und betrachtet den Sessel.“ Mit diesen Regieanweisungen beginnt Samuel Becketts „Endspiel“ – sie enthalten beinahe alles, was in diesem Stück zu sehen sein wird. Zwei Männer, der gelähmte und blinde Hamm und sein gehbehinderter Diener Clov, sowie Hamms Eltern Nell und Nagg, die ohne Beine in den Mülltonnen vegetieren und nur manchmal unter den Deckeln hervorkommen dürfen. Ein apokalyptisches Szenario, das umso beklemmender wirkt, als sich die vier Figuren herrlich mit ihrer Situation als letzte Überlebende in einem ansonsten toten Universum arrangiert zu haben scheinen. Ihre Lage mag aussichtslos und verzweifelt sein, aber die Gewöhnung hat zu neuen Möglichkeiten geführt: zu immer neuen Spielarten der Gehässigkeit und der Zuneigungsbekundung, zu Möglichkeiten der Wiederholung und der Variation, zu den Möglichkeiten eines Endspiels. Samuel Beckett wurde 1906 in Dublin geboren und starb 1989 in Paris. Als „Endspiel“ in französischer Originalsprache 1957 in London uraufgeführt wurde, war er bereits als Autor von „Warten auf Godot“ bekannt und umstritten – auch in Zürich, wo ihn Uraufführungsregisseur Roger Blin und Werner Düggelin durchsetzten. Becketts Stücke – neben den genannten vor allem „Das letzte Band“ und „Glückliche Tage“ – haben durch ihren radikalen Verzicht auf dramaturgisch begründete Handlung und dramatische Zeitstrukturen das Theater revolutioniert und eine neue Theaterform etabliert. Mit Stefan Pucher stellt sich nun ein Regisseur der jüngeren Generation der Herausforderung Beckett. 1965 in Giessen geboren, studierte er Theaterwissenschaft und Amerikanistik, bevor er sich mit PerformanceProjekten einen Namen machte. Am Schauspielhaus Zürich war Pucher bereits während der Marthaler-Direktion Hausregisseur, seine hier entstandenen Inszenierungen „Drei Schwestern“, „Richard III.“ und „Homo Faber“ gastierten beim Berliner Theatertreffen. Zuletzt arbeitete er an den Münchner Kammerspielen, am Thalia Theater Hamburg und am Wiener Burgtheater sowie wieder in Zürich: Seine Inszenierung „Tod eines Handlungsreisenden“ wurde zum Berliner Theatertreffen 2011 eingeladen. 11 Weiter träumen von Thomas Jonigk Uraufführung Regie Christof Loy Bühne Jan Versweyveld Kostüme Ursula Renzenbrink Musik Mathis Nitschke Choreographie Thomas Wilhelm Ab 22. Oktober 2011 im Pfauen Weihnachten. Karl Bockmann liegt im Koma. Silvia, seit 32 Jahren mit ihm verheiratet, sitzt auf der Intensivstation und wartet auf sein Erwachen. Doch ob er das tun wird, ob gesundheitliche Schäden zurückbleiben werden – diese Fragen geistern als Schreckgespenster durch ihren Kopf. Am meisten aber erschrickt sie, als ihr klar wird, dass sie Angst hat, ihr Mann könne als der aufwachen, der er in ihrer Ehe viel zu lange gewesen ist. Die Angelegenheit wird durch das Auftauchen von Hans nicht eben leichter. Schon nach kurzer Zeit gesteht er der überrumpelten Silvia seine Liebe und plant eine gemeinsame Zukunft voller Leidenschaft, Erotik und Sexualität, also mit allem, was Silvia seit langer Zeit vermisst und sich aufgrund ihres Alters nicht mehr eingestanden hat. Die Tatsache, dass Hans nach einem Selbstmordversuch eingeliefert wurde und in manchen Widerspruch verstrickt ist, führt auf Silvias Seite zu immer grösserer emotionaler Überforderung. Mehr und mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Traum, Koma und Wachzustand. Die Sehnsüchte der Männer und Frauen, die sich an diesem Ort begegnen, scheinen sich zu ähneln, auch wenn ihre Lebensmodelle komplett unterschiedlich sind. Wie Traumgestalten wandeln die Figuren durch die Flure der Station und konfrontieren sich gegenseitig mit ihren Lebensträumen und -lügen. Die Intensivstation als Verhandlungsraum des Lebens – und als Ort der Komödie. Thomas Jonigk, Schriftsteller und Dramaturg am Schauspielhaus Zürich, hat „Weiter träumen“ als Auftragsstück des Schauspielhauses verfasst. Von ihm waren in Zürich bislang die Theaterfassung von Gottfried Kellers „Martin Salander“ sowie sein Stück „Täter“ zu sehen. In der Spielzeit 2010/11 inszenierte er zudem „Biokhraphia“ von Lina Saneh und Rabih Mroué. Der Regisseur Christof Loy arbeitet seit 1990 im Bereich Oper und Schauspiel. In den letzten Jahren inszenierte er fast ausschliesslich Musiktheater – an der Hamburgischen Staatsoper, an der Deutschen Oper am Rhein, bei den Festspielen in Salzburg und Aix-en-Provence, am Royal Opera House Covent Garden London sowie in Wien, Madrid, Kopenhagen und Amsterdam. 2008 wurde er bereits zum dritten Mal zum Opernregisseur des Jahres gewählt. Dem Zürcher Theaterpublikum stellte er sich 2010 mit der Inszenierung von Paul Claudels „Der Tausch“ vor. 12 Zwerg Nase nach dem Märchen von Wilhelm Hauff Familienstück ab 6 Jahren Regie Corinna von Rad Bühne Ralf Käselau Kostüme Sabine Blickenstorfer Musik Jürg Kienberger/Rainer Süssmilch Ab 19. November 2011 im Pfauen Jakob hilft wie immer seiner Mutter am Gemüsestand auf dem Wochenmarkt, als eine Kundin sich merkwürdig benimmt. An allem hat die alte Frau etwas auszusetzen und wühlt mit dürren, hässlichen Fingern in den frischen Waren. Die Kohlköpfe, die sie schliesslich kauft, lässt sie sich von Jakob nach Hause tragen und braut ihm dort ein Süppchen. Die Suppe aber ist verzaubert und die alte Frau erweist sich als eine böse Hexe. Zusammen mit unzähligen Eichhörnchen und Meerschweinchen muss Jakob nun Dienst bei dieser Hexe leisten, sie weiht ihn in die Geheimnisse der Kräuter ein und macht aus ihm einen wahren Meister der Kochkunst. Als Jakob nach sieben Jahren endlich ihrer Macht entkommen kann, ist er in einen hässlichen Zwerg mit langer Nase verwandelt. Auf dem Markt wird er verspottet und nicht einmal seine Eltern erkennen ihn wieder. Der Herzog aber lässt sich von den Kochkünsten von „Zwerg Nase“ überzeugen und nimmt ihn in seine Dienste auf. Als er eines Tages auf dem Markt Gänse kauft, beginnt eine von ihnen mit Jakob zu sprechen: Auch sie wurde einst durch eine böse Zauberin verwandelt. Und sie weiss, wie Jakob wieder erlöst werden kann ... „Zwerg Nase“ gehört neben „Kalif Storch“, „Der kleine Muck“ oder „Das kalte Herz“ zu den bekanntesten Märchen von Wilhelm Hauff (1802–1827). Hauff war ein vielseitiger Erzähler – neben den Märchen schrieb er Romane, eine Oper, Theaterstücke und Lieder, von denen sich viele im Laufe der Zeit zu Volksliedern entwickelten. Corinna von Rad studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seither hat sie sich mit Inszenierungen sowohl im Musiktheater als auch im Schauspiel einen Namen gemacht. Sie arbeitete am Schauspiel Frankfurt, am Theater Neumarkt in Zürich, am Theater Basel und am Deutschen Nationaltheater Weimar. Neben ihrer Regiearbeit ist Corinna von Rad auch als Dozentin an verschiedenen künstlerischen Hochschulen tätig; zur Zeit hat sie eine Gastprofessur an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin im Fach Musiktheaterregie inne. Unterstützt von der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses 13 Merlin oder Das wüste Land von Tankred Dorst Regie Christian Stückl Bühne und Kostüme Stefan Hageneier Ab November 2011 im Schiffbau/Halle Mehr als hundert Szenen hat Tankred Dorst geschrieben, um die Geschichte unseres europäischen Mittelalters theatralisch aufleben zu lassen – und mit der Gegenwart anregend zu verknüpfen. Titelheld dieser Version der ArtusSage ist der Zauberer und Prophet Merlin. Dieser kommt als ausgewachsener Sohn des Teufels auf die Welt und präsentiert sich bald als Spielmacher der Menschheitsgeschichte. Merlin will die Helden und Antihelden rund um Artus auf den richtigen Weg bringen. Er führt den König an der Hand, als dieser alle Ritter an den grossen runden Tisch bringt und damit eine gesellschaftliche Utopie entwirft; er kreuzt die törichten Wege Parzivals, lässt Sir Lancelot in den Liebeswahnsinn taumeln und findet kein Mittel, den Reichsvernichter Mordred aufzuhalten. In einem reichen Panoptikum erlebt man Machtkämpfe, Ehedramen, Schlachten und schliesslich die Gralssuche selbst. Als kleiner Hinweis, wo der Gral zu suchen sei, dient dabei ein Motto des Stücks: „Des Nächsten Seele ist ein dunkler Wald“. Tankred Dorst hat „Merlin oder Das wüste Land“ 1982 geschrieben. Der überaus produktive Autor, der 1925 in Thüringen geboren wurde und heute in München lebt, schuf mehr als 30 Texte fürs Theater, dazu Hörspiele, Theaterstücke für Kinder, Prosa, Libretti und Drehbücher (oft in Zusammenarbeit mit Peter Zadek, dem auch „Merlin oder Das wüste Land“ gewidmet ist). Neben diesem Stück zählen „Ich, Feuerbach“, „Korbes“, „Fernando Krapp hat mir einen Brief geschrieben“ und „Herr Paul“ zu seinen bekanntesten Stücken. 2006 brachte Dorst bei den Bayreuther Festspielen Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ auf die Bühne. Christian Stückl inszeniert zum ersten Mal in Zürich. Mit grossen Stoffen, Mythen und Volkssagen hat er Erfahrungen gesammelt wie kaum ein anderer Regisseur. Geboren in Oberammergau, setzt der gelernte Holzbildhauer seit 1990 das katholische Grossereignis „Passionsspiele Oberammergau“ in Szene, an dem alle zehn Jahre rund 2000 Einwohner mitwirken. Seit 2002 trägt der „Jedermann“ auf dem Domplatz zu Salzburg Stückls Regiehandschrift. Und auch an seiner ersten Wirkungsstätte als Intendant, dem Volkstheater München, haben volkstümliche Vorlagen wie „Der Brandner Kaspar“ ihren Platz neben „Peer Gynt“ und „Die Dreigroschenoper“. Im Sommer 2011 verwirklichen Stückl und sein Bühnenbildner Stefan Hageneier auf der Passionsbühne eine Adaption von Thomas Manns „Joseph und seine Brüder“. 14 15 Regie Klaus Brömmelmeier/Sibylle Burkart Musikalische Leitung Thomas Rabenschlag Bühne Regina Lorenz Kostüme Silvana Arnold Regie Tina Lanik Bühne Stefan Hageneier Kostüme Su Sigmund D’ Zäller Wiehnacht Paul Burkhards Krippenspiel als Erinnerungsreise älterer Menschen Ab 26. November 2011 im Pfauen/Kammer „Das isch de Schtärn vo Bethlehem. Mached eu uuf und folged däm!“ Seit seiner Entstehung 1960 ist Paul Burkhards Krippenspiel „D’ Zäller Wiehnacht“ für Generationen von Kindern die erste Begegnung mit dem Theater. Mit Begeisterung und grosser Ernsthaftigkeit singen und spielen sie Ochs, Esel, Hirte, Engel oder – wer grosses Glück hat – gar Maria oder Josef. Wer erinnert sich nicht an schweissnasse Hände vor dem langersehnten Auftritt, an die neue weisse kratzende Strumpfhose oder an erste Versuche an den Orff’schen Instrumenten. Paul Burkhard zählt zu den grossen Schweizer Komponisten. Er verfasste unzählige Oratorien, Musicals und Operetten. Als seine grössten Erfolge gelten, neben „D’ Zäller Wiehnacht“, die Musicals „Die kleine Niederdorfoper“ und „Der schwarze Hecht“ – sie wurden am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt, wo Burkhard viele Jahre als Hauskomponist tätig war. Anlässlich des 100. Geburtstags von Paul Burkhard wagen Klaus Brömmelmeier und Sibylle Burkart einen Blick zurück: Gemeinsam mit einer Gruppe älterer Laiendarsteller – als Eltern und Grosseltern sicherlich reich an „Zäller Wiehnacht“-Erfahrung – entwickeln sie einen Abend rund um die Zäller Wiehnacht. Gemeinsam mit den Zuschauern tauchen sie ein in Kindheitserinnerungen, die auch nach Jahrzehnten von manchen Weihnachtsfesten geblieben sind. Es wird gesungen und gespielt wie damals, Flöte und Xylophon werden ausgepackt und noch einmal wird die kratzende Strumpfhose angezogen … Klaus Brömmelmeier, Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich, und Sibylle Burkart, Schauspielerin und Theaterpädagogin, stellten sich 2010 mit „Das Leben ist eigentl. schön“ – einer Stückentwicklung mit Jugendlichen in der Matchbox – als Regieteam am Schauspielhaus vor. In der kommenden Saison arbeiten sie nun erstmals mit älteren Darstellerinnen und Darstellern zusammen. Der ideale Mann von Oscar Wilde Deutsche Fassung von Elfriede Jelinek Ab 9. Dezember 2011 im Pfauen Der anerkannte Parlamentarier Sir Robert Chiltern wird wegen seines makellosen und vorbildlichen Charakters von seiner Frau, Lady Gertrud Chiltern, als „idealer Mann“ verehrt. Sie ahnt nichts – oder will nichts ahnen – von seinen dunklen Seiten, zu denen unter anderem Hab- und Machtgier sowie Skrupellosigkeit gehören. Robert Chiltern machte sein Vermögen, indem er einem wesensverwandten Börsenspekulanten wichtige Kabinettsgeheimnisse anvertraut hatte. Es gelingt ihm, sein damaliges Vorgehen geheimzuhalten, bis Mrs. Cheveley, eine ehemalige Schulkollegin Lady Chilterns, auftaucht. Sie erpresst Robert mit seinem brisanten Geheimnis, um seine Unterstützung für ein Projekt zu gewinnen, in das sie eigenes Geld investiert hat. Roberts engstem Freund, Lord Arthur Goring, der selbst einmal kurz mit Mrs. Cheveley intim war, gelingt es schliesslich, die unbequeme Erpresserin auszutricksen. Und so endet alles mit einem Happy End … Oscar Wildes „An Ideal Husband“ wurde 1895 am Londoner Haymarket Theatre uraufgeführt. Der Titel dieser von Erpressung, politischer Korruption und Heuchelei erzählenden Komödie lautete im Deutschen üblicherweise „Der ideale Gatte“ oder „Ein perfekter Ehemann“; Elfriede Jelinek nennt ihre Neufassung, die in der Schweiz erstmals aufgeführt wird, „Der ideale Mann“. Und das ist natürlich nicht der einzige Unterschied: Wie schon in Elfriede Jelineks Bearbeitung von Oscar Wildes „The Importance of Being Earnest“ („Ernst ist das Leben“) bilden monströse Männer und Frauen die Bestandteile einer emotional und intellektuell ausgehöhlten, selbstgerechten Gesellschaft, die gerade deshalb so reibungslos funktioniert, weil jeder sich nur noch für sich selbst und sein eigenes Fortkommen interessiert. So erscheint die politische Intrige nicht als Ausnahme, sondern als wesenhafter Bestandteil der Politik. Und die Unfähigkeit zur Menschlichkeit als prägendes Charakteristikum des Menschen. Für Tina Lanik ist diese Arbeit die erste Auseinandersetzung sowohl mit dem Werk von Oscar Wilde als auch mit der Sprache der Literaturnobelpreisträgerin von 2004. Die in Paderborn geborene Regisseurin arbeitete an Theatern wie dem Bayerischen Staatsschauspiel München, dem Wiener Burgtheater, dem Deutschen Theater Berlin, dem Theater Neumarkt und dem Düsseldorfer Schauspielhaus. Sie hat ein besonderes Interesse an Gegenwartsliteratur und inszenierte Texte von Rainer Werner Fassbinder, Thomas Jonigk, Sarah Kane, Lukas Linder, Martin McDonagh und Kathrin Röggla. 16 Am Strand (Arbeitstitel) Tanztheaterprojekt von Sebastian Nübling und Ives Thuwis-De Leeuw Uraufführung Regie Sebastian Nübling Choreographie Ives Thuwis-De Leeuw Bühne Muriel Gerstner Kostüme Ursula Leuenberger Musik James Legères/Lars Wittershagen Ab 10. Dezember 2011 im Schiffbau/Box Sommerferien am Meer: Eine Gruppe Mittdreissiger und einige Fünfzehnbis Achtzehnjährige machen zusammen Urlaub am Strand. In der gemeinsam verbrachten Freizeit entwickeln sich Gespräche und Auseinandersetzungen über die unterschiedlichen Erwartungen an das Leben und die Liebe. Wie schaut man auf die Beziehung und den Beruf, wenn man die erste Hälfte seines Lebens gelebt und die ersten Trennungen, Enttäuschungen und Erfolge hinter sich hat? Und wie ist es, wenn diese Erfahrungen in der Zukunft liegen und noch alle Möglichkeiten offen zu sein scheinen? Der Regisseur Sebastian Nübling und der Choreograph Ives Thuwis-De Leeuw untersuchen in ihrem Projekt „Am Strand“ zwei Altersgruppen, deren Konflikte sich nicht aus dem Generationenverhältnis zwischen Eltern und Kindern ergeben, sondern aus ihrem Altersunterschied. Mit Schauspielern aus dem Ensemble des Schauspielhauses Zürich und Jugendlichen aus dem jungen theater basel treffen in diesem Tanztheaterprojekt Menschen aufeinander, die diese Lebensphasen gerade erleben und auf der Bühne miteinander verhandeln. Zu Live-Musik der Basler Band „James Legères“ entsteht die Erzählung eines Sommers, der um Lebensentwürfe und ihre Überprüfung, um Desillusionierungen, Abschiede und neue Aufbrüche kreist. Sebastian Nübling studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim. In den letzten Jahren inszenierte er vor allem an den Münchner Kammerspielen, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Schauspielhaus Zürich. Mit dem jungen theater basel verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit, in deren Rahmen er wiederholt überregional beachtete Inszenierungen mit Jugendlichen erarbeitete. Ives Thuwis-De Leeuw studierte an der Tanzakademie von Tilburg in Belgien, war danach einige Jahre aktiv als Tänzer bei verschiedenen Kompanien tätig und tanzte u.a. bei Eva Bal und Alain Platel. Nach seiner ersten eigenen Choreographie „Royaal Lyrisch“ (1992) entwickelte er zunehmend Tanztheaterproduktionen für Jugendliche. Koproduktion Schauspielhaus Zürich, junges theater basel, Kaserne Basel, Mousonturm Frankfurt am Main 17 Geschichten aus dem Wiener Wald von Ödön von Horváth Regie Karin Henkel Bühne Henrike Engel Ab 14. Januar 2012 im Pfauen Draussen im Wienerwald ist in der Luft ein „Singen und Klingen“ zu spüren, drinnen in der Wienerstadt spielt in einer stillen Strasse jemand den Johann Strauss-Walzer „Geschichten aus dem Wiener Wald“. Zarte Melodien und süssliche Idyllen erfüllen Horváths Stück – wenn nur die Menschen danach wären! Aber die zeigen sich bei diesem Dichter gerne von ihrer scheusslichsten Seite, gemäss dem Motto: „Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit.“ In Horváths „Volksstück“ laufen die Geschäfte wie immer, nur schlechter: Der Spielwarenladen, den der sogenannte Zauberkönig und seine Tochter Marianne betreiben, steht vor dem Konkurs, der Fleischer Oskar, Mariannes Verlobter, hat nach dem Tod seines „armen Mutterls“ beim Schlachten keine rechte Freude mehr und die alleinstehende „Trafikantin“ Valerie hat sich einem Hallodri ausgeliefert, dem arbeitslosen Alfred, der seine Schulden bei Pferdewetten vergrössert. Doch aus diesen nachbarschaftlich gewachsenen Abhängigkeitsverhältnissen scheint die Liebe plötzlich eine Tür zu öffnen: Marianne entdeckt an der schönen blauen Donau in Alfred ihren Schutzengel. Mit ihm will sie ein neues Leben beginnen, unbeeindruckt von seiner entlarvend zurückhaltenden Antwort: „Du denkst zuviel.“ „Bildungsjargon“ nennt Horváth die Sprache seiner Menschen. Ihr emotionales Unvermögen äussert sich in Sprachlosigkeit und einem Konglomerat aus Zitaten, Floskeln und Phrasen, das umso demaskierender wirkt, je vorgeschobener die intellektuellen Anleihen sind. Der österreichisch-ungarische Dichter Ödön von Horváth, 1938 im Alter von 36 Jahren in Paris durch einen herabstürzenden Ast zu Tode gekommen, schuf mehrere bedeutende Stücke („Kasimir und Karoline“, „Glaube Liebe Hoffnung“, „Zur schönen Aussicht“) und Romane („Jugend ohne Gott“, „Der ewige Spiesser“). Für „Geschichten aus dem Wiener Wald“, das bei der Uraufführung 1931 in Berlin für einen Skandal sorgte, erhielt er im selben Jahr den Kleist-Preis. Obwohl Horváths bekanntestes Stück, ist „Geschichten aus dem Wiener Wald“ seit 1964 nicht mehr in Zürich inszeniert worden. Die Regisseurin Karin Henkel arbeitet am Schauspiel Frankfurt, an den Münchner Kammerspielen und am Schauspiel Köln – ihr dort entstandener „Kirschgarten“ wurde 2011 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im Pfauen hat sie zuletzt bei der Tragödie „Alkestis“ und der Komödie „Viel Lärm um nichts“ Regie geführt, nun wendet sie sich Horváths kleinbürgerlichem Welttheater zu. 18 Zwanzigtausend Seiten (Arbeitstitel) von Lukas Bärfuss Uraufführung Regie Lars-Ole Walburg Bühne Robert Schweer Kostüme Moritz Müller Ab Februar 2012 im Schiffbau/Box Man stelle sich vor, ein Mann, von Beruf Leuchtstoffröhrenbieger und Gelegenheitsarbeiter, der bis anhin niemandem aufgefallen ist, weder positiv noch negativ, erleide einen Unfall, der nun aber, im Unterschied zu gewöhnlichen Katastrophen dieser Art, dem Mann weder Fähigkeit noch Gesundheit raubt, sondern ihm ein Wissen verleiht, das ihn über alle anderen erhebt. Und man stelle sich weiter vor, dieses Wissen sei so aussergewöhnlich gross und vor allem vollständig, dass die Öffentlichkeit eine Gefrässigkeit entwickelt, weniger am Inhalt, mehr an der schieren Artistik, mit der dieser verunfallte Mensch mit seiner unerhörten Gabe jongliert. Eine Zeitlang, so kann man sich vorstellen, geniesst dieser Mann die Aufmerksamkeit, er fühlt sich geschmeichelt, bis er jedoch feststellt, dass der Alltag immer noch bestritten werden muss und dieses Wissen dabei so hilfreich wie einem Bein ein Klumpfuss ist – eine Behinderung, eine Entstellung. Und man wird es dem Mann nicht verübeln, wenn er also versuchen wird, dieses Wissen wieder loszuwerden. Aber wenn man nicht weiss, wie etwas in den Kopf gekommen ist, wie soll man herausfinden, wie es von da wieder zu entfernen wäre? Lukas Bärfuss, geboren 1971, ist seit Beginn der Intendanz Barbara Frey Schriftsteller und Dramaturg am Schauspielhaus Zürich. In der vergangenen Spielzeit inszenierte Barbara Frey sein Stück „Malaga“ auf der Pfauenbühne. Daneben befragt Bärfuss in seiner Gesprächsreihe „Weisse Flecken“ in der Kammer Gäste aus Wissenschaft, Politik und Kultur zu Themen an den Rändern unseres Wissens und leitet, gemeinsam mit dem ZEIT-Redaktor Peer Teuwsen, die Diskussionsreihe „Wer hat das Sagen?“ im Pfauen. Der Regisseur Lars-Ole Walburg, geboren 1965, ist Intendant am Schauspiel Hannover. Mit Lukas Bärfuss verbindet ihn eine langjährige Arbeitsbeziehung. Er brachte unter anderem Bärfuss’ Stück „Die Probe“ an den Münchner Kammerspielen zur Uraufführung und inszenierte in Hannover dessen Fassung des „Parzival“. Walburgs erste Arbeit am Schauspielhaus Zürich war in der Saison 2010/11 „Die Panne“ von Friedrich Dürrenmatt. 19 Das Versprechen nach dem Roman von Friedrich Dürrenmatt Regie Daniela Löffner Bühne Claudia Kalinski Kostüme Sabine Thoss Ab Februar 2012 im Pfauen In Mägendorf bei Zürich wird die Leiche eines Mädchens gefunden: Die kleine Gritli Moser ist Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Der für seine Brillanz und Gefühllosigkeit bekannte Kommissar Matthäi übernimmt den Fall, obwohl er kurz davor steht, Zürich zu verlassen und Karriere bei der jordanischen Polizei zu machen. Als Matthäi Gritlis Eltern die schreckliche Nachricht überbringt, nimmt ihm die Mutter des Mädchens das Versprechen ab, den Mörder zu fassen. Und tatsächlich scheint der Fall bald aufgeklärt: Ein Hausierer, bereits wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen vorbestraft, gesteht nach einem mehrstündigen Dauerverhör und erhängt sich. Aber Matthäi ist nicht von seiner Schuld überzeugt und entwickelt einen ausgeklügelten und perfiden Plan, um Gritlis wirklichem Mörder eine Falle zu stellen. Aus dem ehemals so beherrschten, über den Dingen stehenden Kommissar wird ein Besessener, dem das jahrelange Warten den Verstand raubt. „Das Versprechen“ war ursprünglich ein Auftragswerk für eine Filmerzählung (1957), die Friedrich Dürrenmatt gemeinsam mit dem Regisseur Ladislao Vajda zum Drehbuch für den bekannten Film „Es geschah am hellichten Tag“ mit Heinz Rühmann weiterentwickelte. Nach der Fertigstellung des Drehbuchs machte sich Dürrenmatt noch einmal an die Arbeit und dachte die Geschichte neu und weiter. Der Roman „Das Versprechen“ (1958), dem Dürrenmatt den Untertitel „Requiem auf den Kriminalroman“ gab, entstand. Dürrenmatt arbeitet mit dem Genre des Kriminalromans und führt es gleichzeitig ad absurdum, indem er von einer letztlich nicht kalkulierbaren, dem Zufall anheim gegebenen Welt erzählt, über die sein Kommissar wahnsinnig wird. Die Regisseurin Daniela Löffner wurde 1980 in Freiburg geboren, wo sie später als Regieassistentin arbeitete. In der gleichen Funktion ging sie 2006 an das Düsseldorfer Schauspielhaus; dort entstanden auch ihre ersten eigenen Inszenierungen. Weitere Arbeiten führten sie an das Schauspiel Frankfurt und an das Schauspielhaus Zürich, wo sie 2009 die Uraufführung von Anne Nathers „Im Wald ist man nicht verabredet“ (eingeladen zu den Autorentheatertagen Berlin 2010) sowie im Mai 2011 Thomas Jonigks Stück „Täter“ inszenierte. Seit der Spielzeit 2010/11 ist Daniela Löffner Hausregisseurin am Staatstheater Braunschweig, wo sie bisher „Alle Tage schwarzer Kater“ von Anne Nather und „Liliom“ von Franz Molnár auf die Bühne brachte. Unterstützt von Swiss Re 20 Illusionen von Iwan Wyrypajew Schweizerische Erstaufführung Regie Julia Burger Bühne Barbara Pfyffer Kostüme Reto Keiser Ab Februar 2012 im Pfauen/Kammer Vier Spieler, zwei Frauen und zwei Männer, betreten die Bühne, um die Geschichte von vier alten Liebenden zu erzählen. Die beiden miteinander verstrickten Paare Sandra und Danny sowie Margret und Albert – jeweils weit über achtzig – blicken auf lange Ehen und tiefe Freundschaften zurück. Nun stellen sie sich und einander letzte Fragen: Kann Liebe nur auf Gegenseitigkeit beruhen? Hat sie nichts einzufordern, sondern nur zu geben? Ist die Liebe stärker als der Tod? Doch das Leben lässt sich nicht als eine einheitliche Geschichte erzählen; die Erinnerungen setzen sich aus Episoden zusammen – die vier Liebenden offenbaren, korrigieren und isolieren einzelne Splitter ihrer Biographie, sie bedienen sich aus einem Fundus von Details und Kleinigkeiten. Nicht die objektiven Lebensdaten formen die Identität, sondern die unbestimmten Gefühle. Die Lebenserinnerung – eine einzige Erfindung? Die vier Darsteller bieten, wenn sie von Sandra, Danny, Margret und Albert erzählen, ein „Spiel der Illusionen“. Wie in Corneilles Stück, das Wyrypajew als Motto dient, entfaltet sich das Leben „in seinem Auf und Ab … in Trugbildern, die sich geben wie leibhaftige Gestalten“. Zwischen Sein und verschiedenen Ebenen des Scheins entspinnt sich ein Theater auf dem Theater, komisch, entnervend, täuschend. Iwan Wyrypajew, geboren 1974, ist einer der wichtigsten russischen Dramatiker seiner Generation. Er stammt aus Sibirien, hat dort Schauspiel und anschliessend in Moskau Regie studiert. Seit 2001 arbeitet Wyrypajew mit seiner zehnköpfigen Theatertruppe in Moskau als Autor, Regisseur und Schauspieler am „Zentrum Neues Drama: Theater.doc“. Vor allem durch seine Stücke „Sauerstoff“ und „Juli“ ist er auch im deutschsprachigen Raum bekannt geworden. Julia Burger wurde 1984 in München geboren. Während ihres Studiums der Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien hospitierte und assistierte sie bei Drama X, am Burgtheater Wien sowie bei den Wiener Festwochen. Seit der Spielzeit 2009/10 ist sie Regieassistentin am Schauspielhaus Zürich, etwa bei Barbara Frey, Daniela Löffner, Sebastian Nübling und Ruedi Häusermann. Am Schauspielhaus richtete sie das Brinkmann-Projekt „Dieses Gedicht hat keinen Titel“ im Schiffbau-Foyer ein, produzierte einen „Hörspaziergang“ anlässlich des zehnjährigen Schiffbau-Jubiläums und inszenierte im Weihnachtssalon „Durch einen Spiegel in einem dunklen Wort“ von Jostein Gaarder in der Matchbox. 21 Faust 1–3 von Johann Wolfgang von Goethe, mit dem Sekundärdrama „FaustIn and out“ von Elfriede Jelinek (Uraufführung) Regie und Bühne Dušan David Pařízek Kostüme Kamila Polívková Musik Roman Zach Ab März 2012 im Pfauen Heinrich Faust will sich das Leben nehmen. Als Wissenschaftler sieht er sich am Ende, als neuer Nostradamus erntet er von dem Geist, dem er sich nahe wähnt, nur Spott und Hohn: „Du gleichst dem Geist, den du begreifst, nicht mir!“ Im Moment aber, als Faust sich vergiften will, beginnt eine Kette unverhoffter Versuchungen, die diesen melancholischen Mann weiter im Spiel der Welt halten. Erst läuten die Osterglocken, dann verspricht ein Teufel, alle Wünsche zu erfüllen, wenn Faust ihm nur seine Seele überantworte. Mit dem Wunsch, das Mädchen Gretchen zu seiner Geliebten zu machen, erhält Fausts Tragödie ihr zweites Gesicht: das der Liebe und der Zerstörung. Gretchen ermordet ihr Neugeborenes und erwartet im Kerker ihren Henker. Am Ende flieht Heinrich vor den Zumutungen, die er selbst verschuldet hat. Erkenntnis- und Liebesdrang wirken erloschen in Elfriede Jelineks neuem Theatertext „FaustIn and out“. Eine „FaustIn“ und eine „GeistIn“ sitzen in ihren Fernsehsesseln vor einem Bildschirm und sprechen gleichsam laut mit, was sie da zu sehen scheinen: Ärztedramen, mörderische Verbrechen, tablettensüchtige Frauen. Befeuert durch jüngst geschehene Ereignisse, erfährt die Gretchentragödie bei Jelinek eine moderne Übermalung, in der es die Väter selbst sind, die für ihre Töchter den Kerker bereithalten und mit Dämmschutz versehen: „Mädels aller Altersstufen: Marsch in den Keller, ab mit euch!“ Der mittelalterliche Faust-Stoff beschäftigte Goethe Zeit seiner Dichtung: von „Urfaust“ zu „Faust I“ und „Faust II“. Elfriede Jelinek hat nun „FaustIn and out“ als „Sekundärdrama“ geschrieben. Darunter versteht die Autorin ein Begleitstück, das nicht ohne das Original gezeigt werden darf. Am Schauspielhaus Zürich ist die in Wien und München lebende Nobelpreisträgerin seit Jahren eine feste Grösse: Uraufführungen wie „In den Alpen“ und „Macht nichts“ folgten zuletzt „Rechnitz (Der Würgeengel)“ und das Gastspiel „Die Winterreise“. Dušan David Pařízek inszeniert zum dritten Mal am Schauspielhaus – zuvor waren in der Box seine Romanadaption „Gestern“ und im Pfauen Kleists „Das Käthchen von Heilbronn“ zu sehen. Neben zeitgenössischen Stoffen an dem von ihm geleiteten Prager Kammertheater bildet deutsche Klassik einen zweiten Schwerpunkt seiner Arbeit. „Faust. Der Tragödie Erster Teil“ wurde zum letzten Mal vor mehr als 50 Jahren am Schauspielhaus gezeigt. 22 23 Regie Barbara Frey Raum Penelope Wehrli Regie Frank Castorf Richard III. von William Shakespeare Ab Ende März 2012 im Pfauen Richard, hässlich und verkrüppelt, ungeliebt und zum Lieben nicht fähig, beschliesst „ein Bösewicht zu werden“. Sein Ziel: Die Erringung der Königskrone. Doch an dieses Ziel gelangt er nur, indem er über Leichen geht, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Opfer auf seinem skrupellosen und blutigen Weg sind seine Brüder George, Herzog von Clarence, und der regierende König Eduard IV. sowie dessen Kinder. Richard handelt frei von Empathie, ohne Schuldgefühle oder moralische Bedenken, er kann und will der Gesellschaft nicht vergeben, dass sie ihn zum Aussenseiter, zum Ausgestossenen gemacht hat. Auf perverse Weise ist er in seinem Handeln brillant und konsequent, in seiner Effizienz unwiderstehlich. Ihn, den Missgebildeten, umgibt die Erotik der Macht. Seine grössten Feinde und Feindinnen erliegen seiner Faszination: Shakespeare hat mit Richard III. auch einen der grössten Verführer der Theaterliteratur insgesamt geschaffen. Und doch bleibt Richard einer der einsamsten Helden. Geistig und rhetorisch brillant, steht er in vollem Bewusstsein darüber, sich schuldig gemacht zu haben und ungeliebt geblieben zu sein. Für das Ungeheuer, das er ist, empfindet er kein Mitgefühl, nicht einmal im Sterben. Das 1593 entstandene Drama „Die Tragödie von König Richard III.“ („The Tragedy of King Richard the Third“) über den historischen König gleichen Namens schliesst an den dritten Teil von „Heinrich VI.“ an und ist der letzte Teil der Shakespeareschen York-Tetralogie. In seiner Verknüpfung von Gewalt und Erotik ist es bis heute eines der faszinierendsten Werke von William Shakespeare geblieben, auch deshalb, weil der Autor uns zu einem beunruhigend intimen Umgang mit seinem Titelhelden zwingt. In der Tat ist das Publikum unfähig, sich Richards überwältigendem Zauber zu entziehen. Und es wird nolens volens zu seinem Komplizen. Für die Regisseurin Barbara Frey ist „Richard III.“ nach einem Sonette-Abend (am Nationaltheater Mannheim), „Wie es euch gefällt“ (am Theater Basel), „Sturm“ (am Burgtheater Wien sowie als Gastspiel am Schauspielhaus Zürich) und „Was ihr wollt“, das in der Spielzeit 2009/10 am Schauspielhaus Zürich Premiere hatte, bereits die fünfte Auseinandersetzung mit dem Werk von William Shakespeare. Ein Kulturengagement der Credit Suisse Amerika nach dem Roman von Franz Kafka Ab April 2012 im Schiffbau/Halle „Als der siebzehnjährige Karl Rossmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht. Ihr Arm mit dem Schwert ragte wie neuerdings empor, und um ihre Gestalt wehten die freien Lüfte.“ So beginnt Kafkas Roman „Amerika“. Mit nichts in der Hand und seines Koffers ledig beginnt für Karl Rossmann ein neues Leben. Sein Existenzrecht als Sohn hat er verwirkt, weil Alimentezahlung und Schande aus Sicht der Eltern vermieden werden müssen, als Vater, der er praktisch durch Samenraub geworden war, bleibt er ohne Identität. Er ist „Der Verschollene“, wie Franz Kafka seinen Roman gemäss einer Briefnotiz betiteln wollte. Sein Freund, Nachlassverwalter und Herausgeber Max Brod setzte indes als Titel „Amerika“ durch und dramatisierte später selbst die Uraufführung – 1957 im Pfauen! Geschrieben zwischen 1911 und 1914, ist „Amerika“ der erste der drei Romane Kafkas und blieb unvollendet – die Geschichte sei „ins Endlose angelegt“, schrieb Kafka bedauernd an Felice Bauer. Anders als der verleumdete Josef K. in „Der Prozess“ und der Landvermesser K. in „Das Schloss“ begibt sich K. Rossmann auf verhältnismässig reales Terrain: In den Vereinigten Staaten von Nordamerika sucht er seine berufliche und soziale Chance. Dass sich diese Suche als chaplineske Kette von Missgeschicken und Rückschlägen beschreiben liesse, ändert nichts am naiven, beflissenen Streben der Hauptfigur nach Gerechtigkeit und Anstand. Einen „modernen Sisyphus, der ewig den Felsen der Zugehörigkeit vergeblich wälzt“, nannte ihn Camus; dass Karl Rossmann zu guter Letzt in einem absurden, metaphysischen „Naturtheater von Oklahoma“ aufgenommen wird („Jeder ist willkommen!“), wirkt wie ein aufgeklebtes Trostpflaster. Frank Castorf, der am Schauspielhaus zuletzt „Der Hofmeister“ und „Die schwarze Spinne. Pilatus’ Traum“ inszenierte, bringt zum ersten Mal ein Werk von Franz Kafka auf die Bühne. Nachdem frühere Inszenierungen Titel wie „Endstation Amerika“ (nach Tennessee Williams) oder „Fuck off, America!“ (nach Eduard Limonow) trugen, geht seine neue Zürcher Arbeit an die Wurzeln des amerikanischen Traums – bzw. der europäischen Perspektive auf diesen. Ein Schiff wird im Schiffbau ankommen. 24 Vielzahl leiser Pfiffe (Arbeitstitel) Konzerttheater von Ruedi Häusermann Uraufführung Komposition und Regie Ruedi Häusermann Bühne Bettina Meyer Kostüme Barbara Maier Ab April 2012 im Schiffbau/Box Mit „Vielzahl leiser Pfiffe“ erarbeitet der Schweizer Komponist und Regisseur Ruedi Häusermann einen neuen Abend für das Schauspielhaus Zürich. Häusermann ist bekannt für seine eigene musiktheatralische Sprache, in der sich Text, Ton, Bild und Szene in eine übergreifende, fein verästelte Partitur fügen. Seine Kompositionen sind Klangexperimente, in denen durch zum Teil minimale Verschiebungen und Bearbeitungen hochkonzentrierte Klangwelten von hypnotischer Sogkraft erzeugt werden. Fragmente des Liedhaften tauchen für kurze Momente auf, verschwinden wieder und erzeugen eine Atmosphäre, die melancholisch und humorvoll, wehmütig und verspielt zugleich ist. Häusermann lässt seiner Kompositionsarbeit intensive Phasen der Klangerforschung folgen, die er gemeinsam mit seinen Musikern unternimmt, bevor er die Probenarbeit mit den Schauspielern beginnt und der Musik die theatrale Ebene mit ihren optischen, darstellerischen und sprachlichen Mitteln gegenüberstellt. Häusermann untersucht so in seinen Abenden die Möglichkeiten von Musik und Theater, sich gegenseitig Räume zu eröffnen und zu neuen Ausdrucksformen zu finden. Ein poetischer und humorvoller, vieldeutiger Mikrokosmos entsteht. Ruedi Häusermann wurde 1948 in Lenzburg geboren. Er studierte Ökonomie und Musik. Früh interessierte er sich für Jazz und freie Improvisation. Der Maler Guiseppe Reichmuth und der Musiker und Regisseur Christoph Marthaler gehören zu seinen wichtigsten künstlerischen Weggefährten. 1993 stellte er seine Musik in seinem Soloprojekt „Der Schritt ins Jenseits“ zum ersten Mal bewusst in einen theatralen Zusammenhang. Seine Arbeiten entwickelte er wiederholt an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und am Hebbel am Ufer in Berlin, am Wiener Burgtheater, am Theater Basel, am Staatstheater Hannover, an der Staatsoper Stuttgart und bei den Münchner Opernfestspielen. In Zürich verwirklichte er seine Projekte am Theater Neumarkt und inzwischen wieder regelmässig am Schauspielhaus: 2010 kam im Schiffbau/Box „Der Hodler“ zur Uraufführung, eine „musiktheatralische Einsicht“ in das Spätwerk des Schweizer Malers Ferdinand Hodler, beim „Salon in der Box“ gastierte er mit der Band „The Immervollesäle“ und 2011 ist im Rahmen der Zürcher Festspiele Häusermanns Stuttgarter Inszenierung „Randolph’s Erben: Blas- und Streichinstrumente An- und Verkauf“ als Gastspiel im Schiffbau zu sehen. Unterstützt von der Stiftung Corymbo 25 Das Glas Wasser von Eugène Scribe Regie Werner Düggelin Bühne Raimund Bauer Ab Mai 2012 im Pfauen „Un verre d’eau reigne le monde“, soll der surrealistische Dichter und Maler Jean Cocteau in grossen Lettern auf eine seiner Wände geschrieben haben. Und auch in Eugène Scribes Komödie stellt das titelgebende Glas Wasser ein machtvolles Requisit dar – eines, das die ganze Weltgeschichte zu beeinflussen vermag … Das Stück spielt am Hofe der letzten Stuart-Königin Anna – eine zwar sympathische, aber schwache Regentin, deren Unentschlossenheit durch ihre Untergebenen kräftig ausgenutzt wird, etwa von der Herzogin von Marlborough. Deren Mann fungiert als Oberbefehlshaber der britischen Truppen, bereichert sich dabei schamlos und will deshalb alles andere als den Frieden. Gegenspieler ist Lord Bolingbroke, ein vehementer Kriegsgegner, dessen Fernziel, eines Tages Premierminister zu werden, in erreichbare Nähe rückt, als in Masham ein junger Offizier bei Hofe auftaucht. Es stellt sich heraus, dass sowohl die Königin als auch die Herzogin in Masham verliebt sind, dieser aber wiederum nur Augen für die junge Hofdame Abigail hat – einer gross angelegten Intrige steht nichts mehr im Wege ... „Das Glas Wasser“, 1840 in Paris uraufgeführt und Eugène Scribes bekanntestes Theaterstück, ist eine bitterböse Komödie um Liebe, Politik und Machtansprüche. Sie besticht durch brillante Wortduelle und lässt ausnahmslos Figuren auftreten, die für ihren eigenen Nutzen kämpfen. Dementsprechend lustvoll werden die Fäden der Intrige gesponnen. Eugène Scribe (1791–1861) zählt zu den grossen Autoren des Vaudeville im 19. Jahrhundert und sicherlich auch zu den produktivsten, die Frankreich hervorgebracht hat: An die 400 Stücke und Libretti (für Opern von Vincenzo Bellini, Gioacchino Rossini und Giuseppe Verdi) soll er verfasst haben, in denen Spezialisten für Witze neben solchen für Couplets und Dialoge schufteten und die Ideen des Meisters nach genauen Angaben umsetzten. Werner Düggelin ist ein ausgewiesener Kenner der französischen Literatur und nimmt sich nun zum ersten Mal eines Stücks von Eugène Scribe an. Am Schauspielhaus Zürich waren zuletzt seine Inszenierungen von Molières „Don Juan“, Camus’ „Die Gerechten“ und Ben Jonsons „Volpone“ (ausgezeichnet mit dem Nestroy-Preis für die beste deutschsprachige Inszenierung 2010) zu sehen. Im April 2011 brachte Werner Düggelin „Für die Nacht“ von Laura de Weck am Theater Basel zur Uraufführung. 26 Solaris nach dem Roman von Stanislaw Lem Regie Antú Romero Nunes Ab Mai 2012 im Schiffbau/Box Solaris – dieser ferne Planet erregt in Stanislaw Lems Science-Fiction-Klassiker das Interesse der irdischen Wissenschaft, weil sich seine Umlaufbahn nicht an die Gesetze der Physik hält. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht sein einziges Lebewesen – ein gallertartiger Ozean, an dessen wabernder Oberfläche sich phantastische Formen bilden und wieder verschlungen werden. Auf der einsamen Station des Planeten trifft der junge SolarikWissenschaftler Kris Kelvin auf zwei offenkundig verstörte Forscher; seit einiger Zeit suchen menschengleiche Wesen die Station auf. Und es dauert nicht lange, da erhält auch Kris Besuch – und zwar von dem Mädchen Harey, das er einst liebte und das aus nie geklärten Gründen Selbstmord beging. Es sind offensichtlich unangenehme Erinnerungsspuren in den Gehirnen der Forscher, derer sich der Plasma-Ozean bedient, um diese „Menschen“ zu materialisieren. Harey ist ganz die irdische Harey oder aber nicht von der Erinnerung an die Verstorbene zu unterscheiden – sie ist eben weder Mensch noch Kopie. Schliesslich begreifen die drei Forscher, dass sie zu den eigentlichen Objekten der Forschung geworden sind, dass die ausserirdische Intelligenz auf Solaris mit Hilfe von telepsychoplastischen Phänomenen Experimente mit ihnen durchführt … Mit seinem 1961 erschienenen Roman „Solaris“ verlieh Stanislaw Lem dem Science-Fiction-Genre eine neue philosophische Ausrichtung. Fragen nach der Realität von Vergangenem und Zukünftigem, Moral und Erkenntnis, Schein und Sein führen den polnischen Schriftsteller zur Endlichkeit des menschlichen Verstandes, der Unmöglichkeit, die letzte Erkenntnis zu erlangen. Das Unbekannte kann der Mensch lediglich nach seinen eigenen Erfahrungen und Massstäben bewerten – nichts kann erkannt werden, was nicht selbst mitgebracht wird. Somit ist die Erforschung des Anderen immer nur die Suche nach uns selbst. Antú Romero Nunes sammelte an Theatern und in Filmproduktionen in Chile erste Erfahrungen, bevor er 2005 sein Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin aufnahm. Seine Diplominszenierung „Der Geisterseher“ nach Schiller feierte 2009 am Maxim Gorki Theater Berlin Premiere und wurde 2010 zum Festival „Radikal jung“ nach München eingeladen. Seither inszeniert Nunes am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt sowie am Maxim Gorki Theater, wo er seit letzter Spielzeit Hausregisseur ist. Mit „Peer Gynt“ von Henrik Ibsen wurde Nunes 2011 erneut zu „Radikal jung“ eingeladen. 27 Ein neues Stück von Juliane Kann Uraufführung Regie Nina Mattenklotz Bühne und Kostüme Lena Hiebel Ab Juni 2012 im Pfauen/Kammer Juliane Kann, eine der prägenden deutschsprachigen Autorinnen ihrer Generation, schreibt ihr neues Stück als Auftragsarbeit für das Schauspielhaus Zürich. Sie wurde 1982 in Mecklenburg geboren und lebt in Berlin, wo sie „Szenisches Schreiben“ an der Universität der Künste studierte. Ausserdem nahm sie an dem von Thomas Jonigk geleiteten Autorenlabor am Düsseldorfer Schauspielhaus teil. In ihren Stücken gelingt es ihr laut „Theater der Zeit“, „dichte, eigenartige Atmosphären zu kreieren und auch mit scheinbar oberflächlichen Wortwechseln mehrdimensionale Figuren zu zeichnen“. Zu Beginn ihrer Laufbahn machte Juliane Kann mit einer „Jugend-Trilogie“ auf sich aufmerksam, sie umfasst die Stücke „Siebzehn“ (uraufgeführt am Düsseldorfer Schauspielhaus), „The kids are alright“ (Staatstheater Stuttgart) und „Birds“ (gewann bei der Langen Nacht der Autoren in Hamburg den Preis der Thalia Freunde und wurde danach am Theater Osnabrück uraufgeführt). Ihre weiteren Stücke waren Auftragsarbeiten für das Schauspielhaus Düsseldorf („Piaf. Keine Tränen“, Regie Daniela Löffner), das Nationaltheater Mannheim („Exit. Dinge bei Licht“), das Berliner Maxim Gorki Theater („Fieber“), das Hamburger Thalia Theater („Ein Fuchs reisst Kaninchen“) und abermals das Theater Osnabrück („Café Haertel“). Letzterer Text ist nach genauer Recherche vor Ort mit älteren und jungen Männern und Frauen zum Thema „Generationen“ entstanden und führte 2010/11 zur Begegnung mit der Regisseurin Nina Mattenklotz, die nun auch Juliane Kanns neues, für Zürich geschriebenes Stück zur Uraufführung bringen wird. Nina Mattenklotz wurde 1980 in Gütersloh geboren. Nach einem Studium der Medienkultur begann sie ein Regiestudium an der Hamburger Theaterakademie, das sie 2008 mit einer Inszenierung von Georg Büchners „Woyzeck“ abschloss. Mehrere während des Studiums entstandene Arbeiten wurden zu Festivals eingeladen. Die Regisseurin arbeitete zuletzt am Schauspielhaus Wien, am Theater Magdeburg und am Staatstheater Stuttgart. Am Schauspielhaus Zürich hatte 2009 ihre Inszenierung von Franz Kafkas „Die Verwandlung“ Premiere, die seitdem auf dem Spielplan steht. Tanz Extra Série française Kammer 28 30 31 Regie und Choreographie Sasha Waltz Bühne Thomas Schenk/Sasha Waltz Kostüme Christine Birkle Tanz Sasha Waltz & Guests Vom 24. September bis 1. Oktober 2011 im Schiffbau/Halle Impromptus von Sasha Waltz Musik von Franz Schubert Gastspiel am 16./17./18. September 2011 im Schiffbau/Halle „Impromptus“ wurde 2004 als intime und tänzerische, in erster Linie auf die Bewegung in den Körpern und im Raum angelegte Choreographie entwickelt. In der Auseinandersetzung mit der Musik von Franz Schubert – fünf Impromptus und vier Lieder – entwirft Sasha Waltz eine weitgehend abstrakte und dennoch emotional aufgeladene Atmosphäre. Die Choreographin illustriert nie Schuberts Musik, die reich an eigenen Bildern ist, sondern sucht grösstmögliche Einfachheit in der Umsetzung. Drei Duette bilden das Zentrum des Abends und werden von dynamischen, raumgreifenden Gruppenszenen kontrastiert. Fortlaufende Rhythmen, die das Gehen und Wandern kompositorisch ausdrücken, durchziehen Schuberts Instrumentalwerk ebenso wie seine Lieder. Die Choreographie nimmt diesen Faden auf und spinnt ihn in einer subtilen Rhythmik weiter. Das Stück wurde von und mit den Tänzern Maria Marta Colusi, Clémentine Deluy, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, Luc Dunberry, Michal Mualem, Claudia de Serpa Soares und Xuan Shi entwickelt. Es singt Ruth Sandhoff, am Klavier Cristina Marton. Franz Schubert (1797–1828) komponierte die „Impromptus“ 1827, ein Jahr vor seinem Tod, in einer von Krankheit geprägten und dennoch äusserst schaffensreichen Phase, aus der auch die „Winterreise“ stammt. „Impromptus“ bedeutet „aus dem Stegreif“; die Serien sind nicht notwendigerweise als Zyklus angelegt, sondern können sowohl einzeln als auch zusammenhängend gespielt werden. Mit der vielfach ausgezeichneten Choreographin Sasha Waltz – zuletzt erhielt sie den französischen Kulturorden „Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ und das „Bundesverdienstkreuz am Bande“ der Bundesrepublik Deutschland – verbindet das Schauspielhaus Zürich unter der künstlerischen Direktion von Barbara Frey eine enge Zusammenarbeit: Mit „Impromptus“ gastiert nach „Körper“ und dem 2010 in der Schiffbau/Halle uraufgeführten Stück „Continu“ eine weitere Produktion aus dem 17 Stücke umfassenden Repertoire von Sasha Waltz & Guests im Schiffbau/Halle. Eine Produktion der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin präsentiert von Sasha Waltz & Guests. Eine Koproduktion mit dem Teatro Comunale di Ferrara. Zürich im Bau Ein Urbanitätsprojekt des Schauspielhauses Zürich Eröffnungswochenende mit Live-Performances und Vorträgen in Zusammenarbeit mit „Hochparterre“ am 24./25. September im Schiffbau/Halle Begehbare Stadtinstallation vom 24. September bis 1. Oktober im Schiffbau/Halle Zürich boomt – gebaut wird im Zentrum und an den Rändern. In den letzten Jahren hat sich die Stadt rasant verändert, ein neuer Stadtplan ist entstanden, auf dem sich die Gewichtung zwischen den Quartieren verschoben hat. Wo früher Industriebrachen lagen, finden sich inzwischen die angesagten Galerien und Bars der Stadt, ein 36-stöckiges Hochhaus ist aus dem Boden gewachsen. Noch bis vor einem Jahr rollte der gesamte Verkehr, der die Schweiz auf der Nord-Süd-Achse zu durchqueren hatte, mitten durch die Stadt. Nun umfährt er Zürich in grossem Bogen und ein ganzes Viertel verwandelt sich erst in eine riesige Baustelle und danach in eine verkehrsberuhigte Zone und begehrte Wohngegend. Das Glatttal am Stadtrand ist die sich am schnellsten entwickelnde Wirtschaftsregion der Schweiz, hier entstehen riesige Wohn- und Büroflächen – alles in einer Geschwindigkeit, mit der Städteplaner kaum mithalten können oder wollen. Wie lässt sich der Wandel Zürichs in den letzten Jahrzehnten gesellschaftlich, kulturell und politisch fassen? In welche Richtung bewegt sich die Stadt? In der Halle im Schiffbau entsteht eine begehbare Stadtinstallation, in der die Brüche und Strömungen Zürichs erlebbar werden. Ausgehend vom eigenen Standort im Kreis 5 untersucht das Urbanitätsprojekt im Schiffbau zuerst die nähere Umgebung, um sich über Zürich und darüber hinaus auszuweiten. „Zürich im Bau“ versammelt unterschiedliche Blicke auf die Stadt im Wandel und lädt Künstler und Experten ein, ihre Arbeiten und ihr Wissen zehn Tage lang zu zeigen und mit dem Publikum zu teilen. Dabei schafft die komplexe, begehbare Installation verschiedene Raumsituationen für unterschiedliche künstlerische Handschriften und Kunstformen: Performances, Videoarbeiten, Raum- und Klanginstallationen lassen einen vieldeutigen, kaleidoskopartigen Blick auf das urbane Zürich entstehen. Am Eröffnungswochenende und während der Woche abends finden ausserdem Vorträge, Diskussionen und Gespräche zu städteplanerischen, gesellschaftspolitischen und architektonischen Fragestellungen statt. 32 33 Mise en scène Olivier Py Mise en scène Jean-Louis Martinelli Spectacle en tournée au Pfauen, les 21 et 22 décembre 2011 Production Théâtre de L’Odéon, Paris Spectacle en tournée au Pfauen, les 8 et 9 février 2012 Production Théâtre Nanterre-Amandiers, Paris Roméo et Juliette de William Shakespeare Juliette, jeune fille de la maison des Capulet, et Roméo, héritier de la maison des Montaigu, tous deux âgés de quatorze ans, s’aiment d’un amour éternel. Mais la haine farouche que se vouent les deux familles vient contrarier les amants qui s’épousent dans le plus grand secret. Lorsque Roméo est impliqué dans une rixe et tue le cousin de Juliette, il est condamné à l’exil; dans le même temps, le père de Juliette met tout en œuvre pour que sa fille épouse le comte Pâris. S’en suit le double suicide le plus célèbre de la littérature mondiale. William Shakespeare a écrit cette tragique histoire d’amour vers 1595/96, c’est-à-dire au début de sa carrière. „Roméo et Juliette“ impressionne tant par la diversité des registres – du comique cru de certaine scènes jusqu’au raffinement de la poésie amoureuse élisabéthaine en passant par la mélancolie poétique des aperçus psychologiques –, que par l’histoire de ce couple porté par un amour qui brise toutes les limites et dont le caractère absolu semble devoir presque inéluctablement conduire à la mort. Olivier Py, metteur en scène, acteur et auteur pour le théâtre, l’opéra et le cinéma, est né à Grasse en 1965. En 1997, il a été nommé directeur du Centre National d’Orléans; depuis 2007 il est directeur du Théâtre de l’Odéon à Paris où il accueille aussi régulièrement ses propres mises en scène. Outre ses travaux pour le théâtre parlé, Olivier Py s’est également distingué, ces dernières années, par ses mises en scène d’opéra, entre autres „La Damnation de Faust“ de Gounod et „Tristan et Isolde“ de Wagner au Grand Théâtre de Genève. Die vierzehnjährige Julia aus dem Hause Capulet und der gleichaltrige Romeo aus dem Hause Montague verlieben sich unsterblich ineinander. Aber die erbitterte Feindschaft zwischen ihren Elternhäusern steht zwischen den Liebenden, es wird in aller Heimlichkeit geheiratet. Als Romeo in einen Strassenkampf verwickelt wird und Julias Cousin erschlägt, wird er zur Strafe verbannt; gleichzeitig besteht Julias Vater auf der Heirat seiner Tochter mit dem Grafen Paris. Es folgt der wohl berühmteste Doppel-Selbstmord der Weltliteratur. William Shakespeares bekannte Liebestragödie entstand 1595/96 und gehört damit zu seinen frühen Werken. „Romeo und Julia“ besticht einerseits durch seine sprachliche Vielfalt, die von komisch-derben Auftritten über poetisch-melancholische Innenansichten bis zu ausgefeilter elisabethanischer Liebeslyrik reicht, andererseits durch ein Paar, dessen Liebe alle Grenzen sprengt und dessen Unbedingtheit fast zwangsläufig in den Tod zu führen scheint. Olivier Py wurde 1965 in Grasse geboren und ist als Regisseur, Schauspieler und Autor für Theater, Oper und Film tätig. 1997 wurde er Direktor des Centre Dramatique National d’Orléons, seit 2007 ist er Intendant des Théâtre de l’Odéon in Paris, wo er auch regelmässig selbst inszeniert. In den letzten Jahren ist Py neben seinen Arbeiten für das Sprechtheater auch mit seinen Operninszenierungen hervorgetreten, unter anderem mit Gounods „Fausts Verdammnis“ und Wagners „Tristan und Isolde“ am Grand Théâtre in Genf. Une maison de poupée (Nora) de Henrik Ibsen Nora et son mari, le futur directeur de banque Torvald Helmer, mènent une vie conjugale apparemment idyllique et sans nuage, comme en témoignent leurs trois enfants et les perspectives d’ascension professionnelle qui se présentent à Helmer. Mais le chantage qu’exerce sur Nora un collaborateur renvoyé par Torvald, met à jour peu à peu un incident qui remonte à plusieurs années: Nora a autrefois sauvé son mari de la faillite en falsifiant une signature. Lorsque Torvald l’apprend, il réagit par des insultes, redoutant avant tout le scandale public. La „maison de poupée“, le mariage en apparence si harmonieux de Nora et de Helmer, s’effondre. Désabusé, le spectateur est confronté à la fragilité de l’équilibre entre mariage, famille et épanouissement individuel et professionnel. „Une maison de poupée“, créé en 1879, tourne autour du thème central d’Ibsen: le mensonge sur lequel l’individu construit sa vie. C’est par ailleurs un plaidoyer étonnamment actuel pour les droits des femmes. Jean-Louis Martinelli fait partie des metteurs en scène les plus importants du théâtre français. Après avoir dirigé pendant dix ans sa propre troupe, il a pris, à partir de 1987, la direction du Théâtre de Lyon, puis, à partir de 1993, celle du Théâtre National de Strasbourg. Depuis 2002, il est directeur artistique du Théâtre des Amandiers à Nanterre où il a rencontré en 2010 un grand succès avec la mise en scène d’„Une maison de poupée (Nora)“. Le rôle-titre était assuré par Marina Foïs, une des plus remarquables actrices de la jeune génération. Nora und ihr Mann, der angehende Bankdirektor Torvald Helmer, leben in einer scheinbar ungetrübten Ehe-Idylle, wovon drei Kinder und der bevorstehende berufliche Aufstieg Helmers zeugen. Als ein entlassener Mitarbeiter Nora erpresst und unter Druck setzt, wird nach und nach ein lange zurückliegender Vorfall aufgedeckt: Nora hatte seinerzeit mit einer gefälschten Unterschrift ihren Mann vor dem finanziellen Ruin bewahrt. Als Torvald davon erfährt, reagiert er darauf mit Beschimpfungen und Furcht vor dem Skandal in der Öffentlichkeit. Das „Puppenhaus“, die scheinbar so harmonische Ehe zwischen Nora und Helmer, bricht in sich zusammen. Ernüchtert blickt man auf das fragile Gleichgewicht von Ehe, Familie und individueller beruflicher Erfüllung. Das Schauspiel „Nora“, 1879 uraufgeführt, dreht sich um Ibsens zentrales Thema der individuellen Lebenslüge und ist zugleich ein erstaunlich aktuelles Plädoyer für die Rechte der Frauen. Jean-Louis Martinelli zählt zu den bedeutendsten Regisseuren im französischen Theater. Nach zehn Jahren mit seiner eigenen Truppe leitete er ab 1987 das Théâtre de Lyon sowie ab 1993 das Théâtre National de Strasbourg. Seit 2002 ist er Künstlerischer Direktor des Théatre Nanterre-Amandiers, wo er 2010 „Une maison de poupée (Nora)“ mit grossem Erfolg inszenierte. Mit Marina Foïs konnte er eine der herausragendsten Schauspielerinnen der jüngeren Generation für die Titelrolle gewinnen. 34 Le Tartuffe de Molière Mise en scène Eric Lacascade Spectacle en tournée au Pfauen, les 10 et 11 mars 2012 Production Théâtre Vidy-Lausanne Rien ne va plus dans la maison d’Orgon: la famille ne reconnaît plus son chef depuis qu’un certain Tartuffe s’est immiscé dans son cœur. Orgon essaye d’imposer d’une main de fer les sévères principes religieux de ce Tartuffe, il est même prêt à donner à cet imposteur dévot la main de sa fille et à lui transférer ses biens. Lorsque les yeux d’Orgon se décillent, il est trop tard. Ou presque. „Tartuffe“ fait partie, avec „L’Avare“, „Don Juan“ et „Le Misanthrope“ des œuvres les plus célèbres de Molière (1622–1673). La troupe de Molière créa „Tartuffe“ en 1664, mais alors que la fin conciliante aurait dû flatter le Roi, celui-ci interdit la pièce. Les dévots catholiques, qui à l’époque étaient très influents en France, se sentirent attaqués et imposèrent même par la suite que les acteurs soient exclus des sacrements. Ce n’est pas sans raison que le nom du personnage de Molière est devenu synonyme d’hypocrisie et de bigoterie. Le metteur en scène Éric Lacascade a dirigé à Caen de 1997 à 2006 le Centre dramatique de Normandie qui fut aussi régulièrement invité au Festival d’Avignon où sa troupe a joué entre autres une trilogie de Tchekhov qui fut particulièrement remarquée ainsi que les „Barbares“ de Gorki. Lacascade est resté fidèle à ces deux auteurs en d’autres endroits: à Bordeaux il a mis en scène „Les Estivants“, à Vilnius „Oncle Vania“. Il a réalisé en collaboration avec Daria Lippi un projet à partir de Kleist („Pour Penthésilée“). Pour la première fois en 30 ans de carrière, il aborde une œuvre de Molière. Im Hause von Orgon ist nichts mehr, wie es war: Die Familie erkennt ihr Oberhaupt nicht wieder, seit ein gewisser Tartuffe sich in dessen Herz geschlichen hat. Mit eiserner Hand versucht Orgon die tief religiösen Grundsätze dieses Tartuffe durchzusetzen und ist sogar bereit, dem bigotten Betrüger seine Tochter zu geben und seinen Besitz zu überschreiben. Als Orgon die Augen geöffnet werden, ist es zu spät. Fast. „Tartuffe“ zählt neben „Der Geizige“, „Don Juan“ und „Der Menschenfeind“ zu den bekanntesten Werken Molières (1622–1673). Molières Truppe brachte „Tartuffe“ 1664 zur Uraufführung und obwohl das versöhnliche Finale dem König schmeicheln musste, verbot dieser das Stück. Die damals in Frankreich massgeblichen katholischen Gotteskrieger fühlten sich angegriffen und setzten in der Folge sogar den Ausschluss der Schauspieler von den Sakramenten durch. Nicht ohne Grund wurde Molières Titelheld zum Synonym für Heuchelei und Frömmelei. Regisseur Éric Lacascade leitete 1997 bis 2006 das Centre dramatique de Normandie in Caen, mit dem er regelmässig beim Theaterfestival in Avignon zu Gast war. Dort zeigte seine Truppe unter anderem eine vielbeachtete Tschechow-Trilogie und Gorkis „Barbaren“. Diesen beiden Autoren blieb Lacascade auch andernorts verbunden: In Bordeaux inszenierte er „Sommergäste“, in Vilnius „Onkel Wanja“; mit Daria Lippi realisierte er ein Kleist-Projekt („Pour Penthésilée“). Zum ersten Mal in 30 Berufsjahren nimmt er sich nun Molière vor. 35 gefaltet (Arbeitstitel) Ein choreographisches Konzert von Sasha Waltz und Mark Andre Regie und Choreographie Sasha Waltz Komposition Mark Andre Bühne Thomas Schenk Kostüme Beate Borrmann Tanz Sasha Waltz & Guests Gastspiel am 15./16. Mai 2012 im Pfauen Die erste Zusammenarbeit der Berliner Choreographin Sasha Waltz und dem französischen Komponisten Mark Andre steht ganz im Zeichen des Dialogs: Neue Musik von Mark Andre und ausgewählte Werke von Wolfgang Amadeus Mozart bilden das musikalische Experimentierfeld für Tänzer und Musiker, Choreographin und Komponisten. Die Uraufführung „gefaltet“ (Arbeitstitel) eröffnet im Januar 2012 die Mozartwochen in Salzburg, danach wird die Produktion im Radialsystem Berlin und am Schauspielhaus Zürich zu sehen sein. Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen und klassischen Kompositionen ist ein Schwerpunkt von Sasha Waltz’ künstlerischer Arbeit. Für ihre Stücke „Körper“ und „noBody“ komponierte Hans Peter Kuhn die Musik, für „S“ Jonathan Bepler, für die choreographische Installation „insideout“ Rebecca Saunders. 2004 arbeitete Sasha Waltz für ihre Choreographie „Impromptus“ erstmals mit Musik von Franz Schubert. Mit „Dido & Aeneas“ erschloss sie sich 2004 eine neue künstlerische Welt: die choreographische Oper. Zuletzt arbeitete sie mit dem japanischen Komponisten Toshio Hosokawa zusammen: Seine Oper „Matsukaze“ wurde 2011 in einer Choreographie von Sasha Waltz uraufgeführt. Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig gegründet, bisherige Wirkungsstätten der Compagnie in Berlin waren die Sophiensæle, die Schaubühne am Lehniner Platz und seit 2006 das interdisziplinäre Produktions- und Ausbildungszentrum Radialsystem V. Von hier aus tourt Sasha Waltz & Guests um die Welt und verwirklicht seine Projektreihe „Dialoge“, bei denen leere, öffentliche Gebäude im Rahmen von künstlerischen „Recherchen“ erschlossen werden. Mit „gefaltet“ kommt Sasha Waltz & Guests bereits im dritten Jahr nach Zürich, zum ersten Mal nicht in die Schiffbau-Halle, sondern – analog zum Ort der Premiere, dem Salzburger Landestheater – in den Pfauen. Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests in Koproduktion mit der Stiftung Mozarteum Salzburg und dem Théâtre Royal de La Monnaie, Brüssel. Made in Radialsystem. Sasha Waltz & Guests wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin. 36 Kammer Drei bemerkenswerte Veranstaltungsreihen, die in der vergangenen Spielzeit das Gesicht der am tiefsten gelegenen Spielstätte geprägt haben, gibt es auch 2011/12: Werner Morlangs Literaturabende (mit der erotischen Literatur als neuem Thema), Lukas Bärfuss’ Gespräche über die „Weissen Flecken“ auf der Landkarte unseres Wissens und schliesslich die von Eva Krämer und Anja Kerschkewicz ins Leben gerufene „Kammer Karaoke“. 37 Kammer der Erotik präsentiert von Werner Morlang, mit Schauspielern des Ensembles Schon die Bibel enthält eine der schönsten erotischen Dichtungen aller Zeiten und wie es sich für das vielfältige Phänomen geziemt, offenbaren die literarischen Gestaltungen eine erstaunliche Varietät. Neben der Gepflogenheit schamhafter Auslassungspunkte knistert ein sprachmächtiges Lustprinzip in sämtlichen libidinösen Längen und Breiten. Aber auch die sprengende Kraft der Sexualität wurde literarisch gefeiert oder sogar erst emanzipativ freigesetzt. In unserer Veranstaltungsreihe, die ganz den subjektiven Vorlieben Werner Morlangs entspricht, soll der Reiz der Andeutung ebenso wie jener der expliziten Darstellung zum Zuge kommen. Zeitlich reicht das Spektrum von der japanischen Heian-Periode des 10. Jahrhunderts mit ihrer ausgefeilt-formalisierten Erotik bis ins 20. Jahrhundert von Henry Miller, Anaïs Nin, John Cowper Powys und der „Josefine Mutzenbacher“, des vergnüglichsten Dirnen-Romans der deutschen Literatur. Weisse Flecken Gespräche an den Grenzen unseres Wissens, präsentiert von Lukas Bärfuss Ganze 14 „Weisse Flecken“ haben Lukas Bärfuss und seine Gäste innerhalb der letzten zwei Spielzeiten an den Rändern der bekannten Welt aufgetan und gedanklich zu besiedeln versucht – gemäss der Maxime, dass man, wenn man sich einmal mit ihnen beschäftigt, immer mehr davon entdeckt. Scheinbar sicheres Wissen entpuppt sich als Esoterik und wo gerade noch Gewissheiten behauptet wurden, ist plötzlich alles in Frage gestellt. Und deshalb geht die Reise weiter! Eingeladen sind alle, die keine Angst vor dem Unbekannten haben. Kammer Karaoke Die Film-Musik-Karaoke-Party, jetzt neu mit „Kammer Flimmern“ Eine Spielzeit lang hat sich „Kammer Karaoke“ den schönsten, schrägsten und härtesten Filmen und ihren Soundtracks gewidmet. Weiterhin heisst es für alle Film- und Musikbegeisterten Zürichs, ob Talent vorhanden ist oder nicht: mitsingen, mittanzen, mitfeiern! Neu: Ab September lässt sich vor jeder Karaoke-Party eine Dreiviertelstunde „Kammer Flimmern“ mitnehmen. Das Team von „Kammer Flimmern“ pirscht sich auf Umwegen an die Faszination heran, die ein Genre oder ein Regisseur ausüben und wechselt dafür immer wieder seine Form: Die Mafia wird in 30 Minuten erklärt, die Mysterien des David Lynch an den Höchstbietenden verkauft. Junges Schauspiel Haus 38 40 Premieren Remember me von Jan Sobrie Deutschsprachige Erstaufführung Ab 13 Jahren Regie Enrico Beeler Bühne Marc Totzke Kostüme Cornelia Koch 41 Extra Eine Inszenierung von Philippe Besson Ab 9 Jahren Ab Februar 2012 im Schiffbau/Matchbox In der vergangenen Spielzeit führte Philippe Besson beim Familienstück im Pfauen Regie: „Dornröschen oder Das Märchen vom Erwachen“ von Katharina Ab 20. Oktober 2011 Schlender nach den Brüdern Grimm. Nun kommt er im Schiffbau/Matchbox erneut ans Junge Schauspielhaus. Philippe Besson wird kein vorhandenes Theaterstück inszenieren, „Remember me“ ist die Geschichte von drei sondern einen Prosastoff für die Bühne adaptieren. Jugendlichen: Mira, Katrin und Cedric. Der in der Bearbeitungen sind seit längerem ein Klasse bewunderte Cedric hält sich für unbesiegbar Interessensgebiet von Philippe Besson: Mit dem und unwiderstehlich, seine Worte und Taten Dramaturgen Andreas Steudtner erarbeitete er 2006 beleidigen und verwunden. Mira kann sich ihm nicht eine Spielfassung des Romans „Wir alle für immer entziehen, ihr Tagebuch wird zum Futter für Spott und zusammen“ des holländischen Autors Guus Kuijer – Mobbing. Aber Mira wehrt sich nicht. Es scheint, als die Inszenierung wurde für den Theaterpreis „Faust“, ob sie alles kommen lässt, wie es kommt und so die Fassung für den Deutschen Kindertheaterpreis rückt das Unvermeidliche immer näher. Als sie nach nominiert und auf zahlreichen deutschsprachigen einem von Cedrics Bande verursachten Unfall ihr Bühnen nachgespielt. Gedächtnis verliert, hat sie keine Erinnerungen mehr, nicht an den Hergang, an die Verursacher, an ihr Philippe Besson, 1962 in Berlin geboren, begann Leben davor. Sie schaut den Tätern in die Augen, 1986 seine Theaterlaufbahn als Regieassistent am befragt und konfrontiert sie. Die Geschichte steuert Schauspielhaus Zürich. Nach Jahren als freier auf eine überraschende Auflösung zu … „Remember Regisseur übernahm er von 1999 bis 2007 die me“ ist ein gruseliges, dynamisches Märchen über Leitung der Kinder- und Jugendtheatersparte am den Alltag, mit Zügen ins Phantastische: Zwei Hans Otto Theater Potsdam. Seit 2009 ist er Krähen, Febe und Verona, agieren im Hintergrund als Hausregisseur am Theater Junge Generation Schicksal und Vorsehung. Ihre Anwesenheit gibt Trost Dresden. Als freischaffender Regisseur inszenierte er in einer harten Realität. mehrfach in Baden-Baden, in Berlin und am Staatstheater Karlsruhe. Jan Sobrie wurde 1979 im belgischen Gent geboren. Er studierte Schauspiel an der Theaterschule RITS in Brüssel. 2006 wurde sein Stück „Titus“ für den Belgisch-Niederländischen Theaterfestivalpreis nominiert. Für „Remember me“ erhielt er 2010 den Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis „Kaas und Kappes“. Mit „Remember me“ setzt Regisseur Enrico Beeler seine Beschäftigung mit dem Autor Jan Sobrie fort. Bereits 2010 inszenierte er mit dem Schauspieler Fabian Müller den Monolog „Titus“. Nach zahlreichen Gastspielen in der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland war diese Produktion zum Festival „Blickfelder 2011“ in Zürich eingeladen. Nichts. Was im Leben wichtig ist von Janne Teller Schweizerische Erstaufführung Ab 14 Jahren Regie Enrico Beeler Apropos … In der Reihe „Apropos …“ werden Texte von Kindern, die in Anlehnung an ausgewählte Produktionen entstehen, durch Schauspielerinnen und Schauspieler in szenisch-spielerischer Form öffentlich präsentiert. Ab Juni 2012 im Schiffbau/Matchbox Geschenkte Zeit im Weihnachtssalon Am ersten Tag nach den Sommerferien verkündet Pierre Anthon: „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.“ Er verlässt mitten im Unterricht die Klasse 7A, zieht sich auf einen Pflaumenbaum zurück und traktiert seine Schulkollegen von da an abwechselnd mit reifen Pflaumen und Erkenntnissen über die völlige Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz. Die Klasse ist sich schnell darin einig, dass sie Pierre Anthon etwas entgegensetzen will. In einem alten Sägewerk sammeln sie alles, was Bedeutung hat. Als dabei nicht viel zusammenkommt, beginnen sie, Gegenstände von persönlicher Wichtigkeit zusammenzutragen und so einen Berg aus Bedeutung aufzuhäufen. Wer sein Opfer gebracht hat, darf den Nächsten und dessen Opfer bestimmen. Mit zunehmendem Fanatismus widmen sie sich ihrer Mission und werden zu einer eingeschworenen Gemeinschaft. Als ihr monströser Plan, der immer drastischere Opfer verlangt, auffliegt, kommt es zu einem Medienrummel und einer landesweiten Diskussion um Sinn und Unsinn ihres Tuns. Nur Pierre Anthon bleibt unbeeindruckt – und die Klasse rächt sich an ihm … Vom 1. bis 24. Dezember herrscht in der Matchbox im Schiffbau erneut Salonatmosphäre. Servierinnen und Kellner sind um das leibliche Wohl der jungen und älteren Gäste besorgt und warten mit kulinarischen Besonderheiten auf. Der Gastgeber lädt zu einem täglich wechselnden künstlerischen Programm ein. Auch in diesem Jahr treten Menschen, die ansonsten im Dunkeln, hinter den Kulissen agieren, ins Scheinwerferlicht und überraschen das Publikum mit Spezialitäten – seien es Kostümschneiderinnen, Schreiner, Souffleusen, Requisiteure, Theatermaler, Garderobieren. Autorinnen und Autoren lesen aus bislang unveröffentlichten Texten und Schauspielerinnen und Schauspieler zeigen sich von neuen Seiten. Ab sofort können Sie unter [email protected] Ihren unverwechselbaren Vorweihnachtsanlass im geschäftlichen und familiären Kreis reservieren. Die Autorin Janne Teller wurde 1964 in Kopenhagen geboren. Nach Abschluss eines Jura-Studiums arbeitete sie als ökonomisch-politische Ratgeberin der EU und UN in New York und verschiedenen Krisengebieten der Welt. Mit 30 Jahren gab sie ihren Beruf auf und widmet sich seitdem ausschliesslich dem Schreiben. 1999 veröffentlichte sie „Odins Insel“, auf Deutsch erschien zuletzt „Krieg – stell dir vor, er wäre hier“. „Nichts. Was im Leben wichtig ist“ ist eine aktuelle Parabel über das Erwachsenwerden, über Erziehung, letztlich über den Sinn des Lebens. Der Roman wurde nach der Erstveröffentlichung 2000 von dänischen Schulbehörden verboten. Mittlerweile wurde das Buch in 13 Sprachen übersetzt. 2001 bekam „Nichts“ den Preis des Dänischen Kulturministeriums und 2008 in Frankreich den „Prix Libbylit“. 42 Mehr als Zuschauen Das Junge Schauspielhaus macht Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein breit gefächertes theaterpädagogisches Angebot. Sowohl Schulen als auch die Öffentlichkeit sind eingeladen, sich das Theater aus verschiedenen Perspektiven zu erschliessen: spielend, forschend, schreibend und begleitend. Bezugspunkte dafür sind sowohl der Spielplan des Jungen Schauspielhauses als auch ausgewählte Produktionen des Repertoires. Spielen Forschen Lesestunde Neues im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur wird von Fachpersonen vorgestellt. Theaterlabor Spielplan Kinder zwischen neun und elf Jahren bringen ihre Lieblingsgeschichten, Figuren und Ideen ins Theater mit. Sie lesen alte und neue Stücke und Geschichten, reden mit Theaterleuten über das, was sie im Theater sehen wollen, was sie beschäftigt und beeinflussen damit den Spielplan im Jungen Schauspielhaus. Spielclubs Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielen unter professioneller Anleitung und Begleitung selbst Theater. Sie improvisieren, entwickeln eigene Geschichten, schlüpfen in fremde Rollen, trainieren Körper und Stimme, erproben verschiedene Theatermittel und stehen mit anderen zusammen auf der Bühne. Theatererfahrung wird nicht vorausgesetzt. Die Abschlusspräsentationen finden im Januar und April 2012 statt. Theaterlabor Kritik Man trifft sich, um gemeinsam Vorstellungen anzuschauen und diese auszuwerten, im Gespräch Kriterien für das Beobachten zu finden, über das Gesehene zu berichten, Interviews mit Schauspielern, Musikern, Regisseuren etc. zu führen und öffentlich Fragen an das Theater und die Welt zu stellen. Die entstandenen Ton-, Bild- und Text-Beiträge werden unter www.junges.schauspielhaus.ch sowie in einer eigenen Zeitung veröffentlicht. Matchpoint – die offene Bühne Regelmässig gibt es in der Matchbox die Möglichkeit, selbst auf der Bühne zu stehen – mit Kurzpräsentationen in Anlehnung an Produktionen aus dem Spielplan des Schauspielhauses Zürich. Schreiben Mehr als Ferien Spielend erobern Kinder zwischen sieben und vierzehn Jahren einen Bereich ausserhalb des Theaters und treffen auf Spezialisten der Wissenschaft, der Oper, aus dem Zoo, der Literatur und anderen Bereichen. Jeweils in einer Ferienwoche im Sommer, Herbst, Winter und im Frühjahr. Kinder, Jugendliche und Erwachsene entdecken die Welt der Sprache, spielend und schreibend. Die entstehenden Gedichte, Erzählungen, Szenen und Liedtexte werden durch die Autorinnen und Autoren sowie durch professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler öffentlich vorgestellt. Schreiberfahrung wird nicht vorausgesetzt. Schreibzeit „Mangel in Hülle und Fülle“ Im Rahmen des Weihnachtssalons vom 1. bis 24. Dezember sind an ausgewählten Nachmittagen Kinder zu Schreibzeiten eingeladen. Dabei entstehen Geschichten, Tagebucheinträge, Liedtexte, Reime und Schüttelverse, die zu einem besonderen Theaterabend verdichtet werden, der in der Reihe „Apropos …“ gezeigt wird. Schreibtisch Autorinnen und Autoren, deren Geschichten im Spielplan des Jungen Schauspielhauses zu sehen sind, erzählen über sich und ihr Schreiben. 43 Begleiten Theater im Gespräch – Uni-Talk Im Zusammenhang mit einer Produktion des Jungen Schauspielhauses diskutieren Experten aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen im Rahmen eines Podiumsgesprächs relevante Themen. In Zusammenarbeit mit der Universität Zürich Theaterattachés Kinder, Jugendliche und Erwachsene erkunden das Theater von ihren ganz eigenen Interessen her (Probenbesuch, Lesen von Stücktexten, Diskussion mit Theaterleuten u.v.a.m.) und geben diese Kenntnisse an andere Interessierte weiter. Hospitanzen Für Schülerinnen und Schüler, Schulabgänger und Studierende bestehen durch die Spielzeit hindurch Hospitanzmöglichkeiten in den Berufsfeldern Dramaturgie, Theaterpädagogik, Regie, Schauspiel. Die Dauer kann zwischen einem Tag und drei Wochen variieren. Um eine sinnvolle Einbindung in den Theateralltag zu ermöglichen, braucht es eine entsprechende Planung. Anmeldungen für Hospitanzen sind laufend möglich. Theater und Schule Premierenklassen Schulklassen sind eingeladen, unterrichtsbegleitend und -ergänzend die Entstehung neuer Inszenierungen unmittelbar mitzuerleben und sich dabei einen eigenen Zugang zu diesen Produktionen zu erarbeiten. Einstimmungen und Nachbereitungen Für den Spielplan des Jungen Schauspielhauses und ausgewählte Produktionen des Schauspielhauses bieten wir sowohl im Schiffbau als auch im Klassenzimmer auf den Theaterbesuch einstimmende und diesen nachbereitende Veranstaltungen in spielerischer Form an. Begleitmaterialien Für den Spielplan des Jungen Schauspielhauses und ausgewählte Produktionen des Schauspielhauses stellen wir Hintergrundinformationen, spielpraktische Erfahrungen, Sekundärliteratur und Kontakte zu Partnerinstitutionen auf unserer Website zur Verfügung. Das vollständige und aktuelle theaterpädagogische Angebot sowie den direkten Weg zur Anmeldung finden Sie unter www.junges.schauspielhaus.ch. Preise Sitzplan Abos Mitarbeiter Adressen 44 46 Kasse und Vorverkauf 47 Preise Theaterkasse Pfauen 1. Kategorie 2. Kategorie 3. Kategorie 4. Kategorie 5. Kategorie Für alle Vorstellungen Pfauen und Schiffbau Rämistrasse 34, 8001 Zürich Öffnungszeiten Montag bis Samstag 11–19 Uhr Telefon +41 (0)44 258 77 77 Tagespreis 108.– 89.– 68.– 46.– 20.– Ermässigt 74.– 57.– 40.– 23.– 10.– Premiere 123.– 99.– 77.– 52.– 20.– 30.– 20.– 30.– Pfauen/Kammer Telefax +41 (0)44 259 77 77 www.schauspielhaus.ch Ermässigt 50.– 30.– Premiere 90.– 70.– Schiffbau/Box Schiffbau/Matchbox 48.– 24.– siehe Monatsspielplan Theatermontag (alle Spielstätten) 30.– Gruppentarife Ab 10 Personen 10% Rabatt Ab 20 Personen 15% Rabatt Gruppentarife werden nur auf den Tagespreis gewährt. 68.– 20.– Ermässigte Preise Für SchülerInnen, Auszubildende und Studierende bis 30 Jahre mit Legi-Ausweis Für Erwerbslose (Kulturlegi) sowie EmpfängerInnen von Sozialhilfe- und IV-Leistungen AHV-BezügerInnen erhalten 50% Rabatt für Vorstellungen am Sonntagnachmittag. Sitzplan im Pfauen Vom 4. Juli bis 21. August 2011 bleibt die Theaterkasse geschlossen. Links Kreditkarten Wir akzeptieren EC-Direkt (Maestro), Postcard, VISA, MasterCard, American Express. Reihe 1 2 Karten per Post 11 Bühne Bühne Parkett Parkett 018 017 016 015 014 013 012 011 010 009 020 021 022 023 024 025 026 027 028 029 030 Last Minute-Karten Rechts 008 007 006 005 004 003 002 001Reihe 1 031 032 033 034 035 036 037 038 039 040 2 3 064 063 062 061 060 059 058 057 056 055 054 053 052 051 050 049 048 047 046 045 044 0433 4 067 068 069 070 071 072 073 074 075 076 077 078 079 080 081 082 083 084 085 086 087 088 0894 5 117 116 115 114 113 112 111 110 109 108 107 106 105 104 103 102 101 100 099 098 097 096 095 094 093 0925 6 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 1466 7 176 175 174 173 172 171 170 169 168 167 166 165 164 163 162 161 160 159 158 157 156 155 154 153 152 151 150 1497 8 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 2078 9 239 238 237 236 235 234 233 232 231 230 229 228 227 226 225 224 223 222 221 220 219 218 217 216 215 214 213 212 211 2109 10 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 27210 306 305 304 303 302 301 300 299 298 297 296 295 294 293 292 291 290 289 288 287 286 285 284 283 282 281 280 279 278 277 276 27511 Online-Buchungen Unter www.schauspielhaus.ch können Sie Ihre Theaterkarten sitzplatzgenau buchen, mit Kreditkarte bezahlen und mit print@home bequem zu Hause ausdrucken. Loge 2 578 Loge 2 Loge 2 Bitte beachten Sie Gekaufte Karten können nicht zurückgenommen werden. Rabatte sind nicht kumulierbar. Vorverkauf Der Vorverkauf beginnt jeweils am 15. des Monats für die Vorstellungen des Folgemonats sowie für Vorstellungen im Pfauen bis zum 5. des übernächsten Monats. R 12 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 32712 577 13 347 346 345 344 343 342 341 340 339 338 337 336 335 33413 576 14 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 Für Mitglieder der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses beginnt der Vorverkauf 1 Tag vor dem freien Verkauf, jeweils am 14. jeden Monats. 553 Loge 9 552 Loge 9 551 Loge 9 14 572 15 382 381 380 379 378 377 376 375 374 373 372 371 370 369 368 36715 547 Loge 8 Loge 3 571 16 385 386 387 388 389 390 391 392 393 394 395 396 397 398 399 400 40116 546 Loge 8 Loge 3 570 17 421 420 419 418 417 416 415 414 413 412 411 410 409 408 407 406 405 40417 545 Loge 8 Loge 4 566 18 423 424 425 426 427 428 429 430 431 432 433 434 435 436 437 438 439 440 44118 541 Loge 7 Loge 4 565 19 460 459 458 457 456 455 454 453 452 451 450 449 448 447 446 445 444 44319 540 Loge 7 Loge 4 564 463 464 465 466 467 468 469 470 471 472 473 474 475 476 47720 539 Loge 7 20 Loge 5 560 21 494 493 492 491 490 489 488 487 486 485 484 483 482 481 480 47921 Loge 5 559 22 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 510 511 51222 Loge 5 558 531 530 529 528 527 526 525 524 523 522 521 520 519 518 517 516 515 51423 Loge 5 557 23 Balkon 582 583 584 585 586 587 588 589 590 591 592 593 594 595 596 597 598 599 600 2 619 618 617 616 615 614 613 612 611 610 609 608 607 606 605 604 603 6022 3 621 622 623 624 625 626 627 628 629 630 631 632 633 634 635 636 637 638 6393 4 659 658 657 656 655 654 653 652 651 650 649 648 647 646 645 644 643 642 641 6404 661 662 663 664 665 666 667 668 669 670 671 672 673 674 675 676 677 678 6795 700 699 698 697 696 695 694 693 692 691 690 689 688 687 686 685 684 683 682 681 7 701 702 703 704 705 706 707 708 709 710 711 712 713 714 715 716 717 718 719 720 7217 730 729 728 727 726 725 724 7238 743 744 745 746 747 748 749 750 751 752 753 754 755 756 757 758 7599 9 Montags kostet jeder Platz – unabhängig von der Kategorie – in allen Spielstätten des Schauspielhauses Zürich nur 30 Franken (mit Legi 20 Franken). Ausgenommen sind Premieren, Fremd- und Sonderveranstaltungen sowie die Zürcher Festspiele. Die Karten für Vorstellungen an Theatermontagen können bereits im Vorverkauf an der Theaterkasse oder im Webshop unter www.schauspielhaus.ch reserviert werden. Gruppenermässigungen und das Halbtax-Abonnement können nicht berücksichtigt werden. Der Theatermontag wird unterstützt von Migros-Kulturprozent. Reservation von ermässigten Karten Die Reservation von ermässigten Karten im Vorverkauf ist möglich. Entsprechende Ausweise müssen beim Abholen der Karten an der Theaterkasse oder beim Einlass unaufgefordert vorgezeigt werden. Für Premieren, Fremd- und Sonderveranstaltungen, Silvestervorstellungen sowie Produktionen im Rahmen der Zürcher Festspiele werden keine Reduktionen gewährt. Geschenkgutscheine Die zeitlich unbegrenzten Geschenkgutscheine sind an der Theaterkasse erhältlich oder können online im Webshop unter www.schauspielhaus.ch bestellt werden. Der Betrag ist frei wählbar. 6 740 739 738 737 736 735 734 733 732 731 Theatermontag Für ausgewählte Vorstellungen erhalten Familien sowie Erwachsene mit Kindern preislich attraktive Familientickets. Angaben finden Sie jeweils im Monatsspielplan oder auf www.schauspielhaus.ch. Reihe 1 6 8 Für Legi-InhaberInnen bis 30 Jahre 10 Minuten vor Vorstellungsbeginn kosten sämtliche Karten für alle Bühnen im Pfauen und Schiffbau gegen Barzahlung 20 Franken. Dieses Angebot gilt nicht für ausgewählte Fremd- und Sonderveranstaltungen sowie die Zürcher Festspiele. Reservierungen (Warteliste) sind nicht möglich. Familienangebote Balkon Reihe 1 5 Fällt der 13., 14. bzw. 15. eines Monats auf einen Sonn- oder Feiertag, so verschiebt sich der jeweilige Vorverkaufsbeginn auf den nächsten Arbeitstag. R Loge 3 Für AbonnentInnen beginnt der Vorverkauf 2 Tage vor dem freien Verkauf, jeweils am 13. jeden Monats. Der Vorverkauf für den Monat September 2011 beginnt am Montag, 22. August. Tagespreis 70.– 50.– Sonderveranstaltungen siehe Monatsspielplan Alle Preise in Schweizer Franken Tages-/Abendkasse Jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn, kein Vorverkauf für andere Produktionen. Für Schiffbau/Matchbox und Pfauen/Kammer jeweils ½ Stunde vor Vorstellungsbeginn. Sie können schriftlich, telefonisch oder per Fax Karten reservieren und sich diese per Post zusenden lassen. Die Bezahlung erfolgt unter Angabe Ihrer Kreditkartennummer. Die Bestellung muss spätestens 5 Tage vor dem gewünschten Vorstellungstermin bei der Theaterkasse eingetroffen sein. Für die Postzustellung berechnen wir einen Kostenbeitrag von 5 Franken. Schiffbau/Halle 1. Kategorie 2. Kategorie R = Rollstuhlplätze 48 Angebote und Service Monatsspielplan per Post Den aktuellen Monatsspielplan (Leporello) schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Bitte teilen Sie Ihre Anschrift an [email protected] mit. Einführungen Zu unseren Produktionen bieten wir Ihnen vor mehreren Aufführungen im Monat eine kostenlose Einführung an. Angaben dazu finden Sie jeweils im Monatsspielplan sowie unter www.schauspielhaus.ch. Publikumsgespräche An den im Monatsspielplan gekennzeichneten Terminen finden im Anschluss an die Vorstellungen Gespräche mit Regisseuren, Dramaturgen oder Schauspielern statt. Schauspieler im Gespräch Nach einzelnen Vorstellungen haben Sie die Möglichkeit, Schauspielerinnen und Schauspieler im Gespräch kennenzulernen. Die entsprechenden Termine finden Sie im Monatsspielplan. Blick hinter die Kulissen Regelmässig finden öffentliche Führungen im Schiffbau statt. Die Daten finden Sie jeweils unter www.schauspielhaus.ch oder im Monatsspielplan. Gruppen ab 10 Personen bieten wir private Führungen im Pfauen und im Schiffbau an. Kontakt [email protected] oder Telefon +41(0)44 258 72 33/34 Ihr Event im Schiffbau oder im Pfauen Der Schiffbau verfügt nicht nur über einen aussergewöhnlichen Charme, sondern bietet auch ein exklusives Ambiente für Ihre Veranstaltung im grossen oder kleinen Rahmen. Im traditionsreichen Pfauen lassen sich Veranstaltungen sowohl im grossen Theatersaal wie auch in der Kammer oder im Foyer realisieren. Kontakt [email protected] oder Telefon +41(0)44 258 72 04 Mit dem Rollstuhl ins Theater Gerne reservieren wir einen Rollstuhlplatz für Sie. Ein kurzer Anruf an der Theaterkasse genügt. Telefon +41(0)44 258 77 77 Hörbügel Der Pfauen und der Schiffbau sind mit einer Verstärkeranlage ausgerüstet. Die Hörbügel (mit oder ohne Induktionsschleife) lassen sich individuell auf die gewünschte Hörstärke einstellen und können (gegen Depot) kostenlos am Büchertisch bezogen werden. Taxiservice Ihre Taxibestellung nimmt das Foyerpersonal vor der Vorstellung und in der Pause gerne entgegen. 49 Abonnements Snackbar Vor Vorstellungsbeginn und in der Pause stehen im Pfauen und im Schiffbau Snackbars zur Verfügung. Restaurant „terroir“ im Pfauen Im „terroir“ werden Schweizer Spezialitäten serviert. Ihre kurzfristige Tischreservation nimmt das Foyerpersonal gerne entgegen. www.terroir.ch [email protected] Telefon +41 (0)44 262 04 44 Restaurant „LaSalle“ im Schiffbau Das „LaSalle Restaurant & Bar“ ist Teil des architektonisch beeindruckenden Schiffbaus. Es werden hauptsächlich Gerichte aus der französischen und italienischen Küche serviert. www.lasalle-restaurant.ch [email protected] Telefon +41 (0)44 258 70 71 Übernachtungsmöglichkeiten Infos zu Hotelunterkünften finden Sie im Internet unter www.hotels.ch und www.zuerich.ch. Die Accor Hotels „Novotel“, „Ibis“ und „Etap“ befinden sich in unmittelbarer Nähe des Schiffbaus (www.accorhotels.com). In der Nachbarschaft des Pfauens befinden sich das Hotel „Florhof“ (www.florhof.ch) sowie das „Claridge Hotel Tiefenau“ (www.claridge.ch). 50 Abonnements mit freier Wahl von Sitzplatz und Daten 51 Abonnements mit festem Sitzplatz und fixen Daten General-Abo Schauspielhaus Zürich Freier Eintritt im Pfauen und im Schiffbau – 1 Jahr lang, so oft Sie wollen 10er-Wahl-Abo Wahlfreiheit bei Stück und Datum – zum Vorzugspreis 5er-Abo 5x Pfauen auf Ihrem Stammplatz Mit dem General-Abo haben Sie ab Kaufdatum 1 Jahr lang freien Eintritt zu allen Vorstellungen und Veranstaltungen des Schauspielhauses Zürich. Ausgenommen sind Premieren, Silvestervorstellungen, Fremd- und Sonderveranstaltungen sowie Vorstellungen im Rahmen der Zürcher Festspiele. Das Wahl-Abo beinhaltet zehn Gutscheine für freie Stück- und Terminwahl und bietet Ihnen einen beträchtlichen Preisvorteil gegenüber Einzelkarten. Es können pro Vorstellung beliebig viele Gutscheine eingelöst werden. Bei Premieren zahlen Sie einen Premierenzuschlag. Sie können jederzeit während der laufenden Spielzeit beliebig viele Wahl-Abos erwerben und profitieren von einem um 2 Tage vorgezogenen Vorverkaufsbeginn. Die Gutscheine sind nicht in die nächste Spielzeit übertragbar. Das Einlösen der Gutscheine ist auch im Webshop unter www.schauspielhaus.ch möglich. Mit dem 5er-Abo haben Sie einen beträchtlichen Preisvorteil gegenüber den Einzelkarten, einen Stammplatz und feste Daten. Den Abo-Platz können Sie auch verschenken oder gegen eine Gebühr von 10 Franken auf ein anderes Vorstellungsdatum der gleichen Inszenierung verlegen. Der Umtausch ist bis spätestens 1 Tag vor der Vorstellung möglich. Bei Umtausch auf Premieren wird ein Zuschlag verrechnet. Im attraktiven Webshop auf www.schauspielhaus.ch können Sie Ihre gewünschten GA-Plätze bequem von zu Hause aus sitzplatzgenau buchen. Das General-Abo ist nicht übertragbar. Single-GA890.– Legi-GA 450.– (mit Legi bis 30 Jahre) Paar-GA1500.– Das General-Abo wird Ihnen nach Zahlungseingang zugesandt. Es ist auch jederzeit an der Theaterkasse erhältlich und sofort nach dem Bezug für 1 Jahr gültig. Halbtax-Abo Schauspielhaus Zürich Immer für die Hälfte ins Theater – 1 Jahr lang, so oft Sie wollen Das Halbtax-Abo ermöglicht Ihnen, ab Kaufdatum 1 Jahr lang Karten zum halben Preis für alle Vorstellungen und Veranstaltungen des Schauspielhauses Zürich zu erwerben. Ausgenommen sind Premieren, Silvestervorstellungen, Fremd- und Sonderveranstaltungen, Vorstellungen im Rahmen der Zürcher Festspiele sowie Vorstellungen am Theatermontag. Sie können Ihre gewünschten Plätze bequem von zu Hause aus sitzplatzgenau und mit der Halbtax-Ermässigung im Webshop unter www.schauspielhaus.ch buchen. Das Halbtax-Abo ist nicht übertragbar. Halbtax-Abo Halbtax-Abo Legi 190.– 95.– (mit Legi bis 30 Jahre) Das Halbtax-Abo wird Ihnen nach Zahlungseingang zugesandt. Es ist auch jederzeit an der Theaterkasse erhältlich und sofort nach dem Bezug für 1 Jahr gültig. 1. 2. 3. 4. 5. Kategorie Kategorie Kategorie Kategorie Kategorie 930.– 770.– 590.– 390.– 180.– Mit Legi (bis 30 Jahre) 1. Kategorie 640.– 2. Kategorie 490.– 350.– 3. Kategorie 4. Kategorie 190.– 5. Kategorie 90.– 1. 2. 3. 4. 5. Kategorie Kategorie Kategorie Kategorie Kategorie 465.– 385.– 295.– 195.– 90.– Mit Legi (bis 30 Jahre) 1. Kategorie 320.– 2. Kategorie 245.– 3. Kategorie 175.– 4. Kategorie 95.– 5. Kategorie 45.– Die Abo-Daten für die erste Spielzeithälfte: Dienstag Abo 5A Leonce und Lena • Weiter träumen • Das Versprechen • Faust 1–3 • Das Glas Wasser 20. September 06. Dezember Dienstag Abo 5B Endspiel • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Richard III. 04. Oktober 27. Dezember Mittwoch Abo 5A Leonce und Lena • Weiter träumen • Das Versprechen • Faust 1–3 • Das Glas Wasser 21. September 30. November Mittwoch Abo 5B Endspiel • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Richard III. 12. Oktober 14. Dezember Donnerstag Abo 5A Leonce und Lena • Weiter träumen • Das Versprechen • Faust 1–3 • Das Glas Wasser 06. Oktober 05. Januar Donnerstag Abo 5B Endspiel • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Richard III. 20. Oktober 26. Januar Freitag Abo 5A Leonce und Lena • Weiter träumen • Das Versprechen • Faust 1–3 • Das Glas Wasser 23. September 28. Oktober Freitag Abo 5B Endspiel • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Richard III. 07. Oktober 20. Januar Die Daten für die zweite Spielzeithälfte werden im Dezember 2011 bekannt gegeben. 52 Abonnements mit festem Sitzplatz und fixen Daten 53 Abonnements mit festem Sitzplatz und fixen Daten 8er-Abo 8x Pfauen auf Ihrem Stammplatz Migros-Abo 8 Neuinszenierungen zum Sonderpreis plus Gutschein Premieren-Abo Alle 9 Premieren im Pfauen Im Migros-Abo enthalten sind 8 Neuinszenierungen im Pfauen und 1 Gutschein im Wert von 60 Franken für einen Vorstellungsbesuch Ihrer Wahl im Schiffbau (Halle oder Box). Vor jeder Vorstellung im Migros-Abo findet eine Einführung statt. Mit dem Premieren-Abo haben Sie an allen Premieren im Pfauen Ihren festen Sitzplatz. Den Abo-Platz können Sie auch verschenken oder auf ein anderes Vorstellungsdatum der gleichen Inszenierung verlegen. Der Umtausch ist bis spätestens 1 Tag vor der Premiere möglich. Mit dem 8er-Abo haben Sie einen beträchtlichen Preisvorteil gegenüber den Einzelkarten, einen Stammplatz und feste Daten. Den Abo-Platz können Sie auch verschenken oder gegen eine Gebühr von 10 Franken auf ein anderes Vorstellungsdatum der gleichen Inszenierung verlegen. Der Umtausch ist bis spätestens 1 Tag vor der Vorstellung möglich. Bei Umtausch auf Premieren wird ein Zuschlag verrechnet. Donnerstag Abo A 1. 2. 3. 4. 5. Donnerstag Abo B Kategorie 720.– Kategorie 584.– Kategorie 448.– Kategorie 304.– Kategorie 144.– Mit Legi (bis 30 Jahre) 1. Kategorie 488.– 376.– 2. Kategorie 3. Kategorie 264.– 152.– 4. Kategorie 5. Kategorie 72.– Die Abo-Daten für die erste Spielzeithälfte: Dienstag Abo A Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Das Glas Wasser 20. September 25. Oktober 06. Dezember 17. Januar Dienstag Abo B Leonce und Lena • Endspiel • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Richard III. • Das Glas Wasser 04. Oktober 01. November 27. Dezember 31. Januar Mittwoch Abo A Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Das Glas Wasser 21. September 26. Oktober 30. November Februar (Datum noch offen) Mittwoch Abo B Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Richard III. 12. Oktober 09. November 14. Dezember 11. Januar Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Das Versprechen • Faust 1–3 • Richard III. • Das Glas Wasser 06. Oktober 03. November 05. Januar Februar (Datum noch offen) Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Richard III. 20. Oktober 10. November 15. Dezember 26. Januar Freitag Abo A Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Richard III. • Das Glas Wasser 23. September 28. Oktober 25. November Februar (Datum noch offen) Freitag Abo B Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Richard III. • Das Glas Wasser 07. Oktober 11. November 16. Dezember 20. Januar Sonntag Abo A Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Das Glas Wasser 25. September 23. Oktober 20. November 08. Januar Sonntag Abo B Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Das Glas Wasser 02. Oktober 06. November 11. Dezember 22. Januar Die Daten für die zweite Spielzeithälfte werden im Dezember 2011 bekannt gegeben. Mit dem Migros-Abo haben Sie einen beträchtlichen Preisvorteil gegenüber Einzelkarten. Die Vorstellungsdaten sind variabel auf die Wochentage verteilt. Migros-Abo-Plätze können nicht auf andere Daten und Produktionen umgetauscht werden. 1. 2. 3. 4. 5. Kategorie Kategorie Kategorie Kategorie Kategorie 624.– 520.– 384.– 264.– 128.– Mit Legi (bis 30 Jahre) 1. Kategorie 424.– 2. Kategorie 328.– 3. Kategorie 224.– 4. Kategorie 132.– 5. Kategorie 64.– Die Abo-Daten für die erste Spielzeithälfte: Migros-Abo Leonce und Lena • Endspiel • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Richard III. • Das Glas Wasser 14. Oktober 24. November 23. Dezember 24. Januar Die Daten für die zweite Spielzeithälfte werden im Dezember 2011 bekannt gegeben. 1. 2. 3. 4. 5. Kategorie Kategorie Kategorie Kategorie Kategorie 1’350.– 1’098.– 828.– 576.– 315.– Mit Legi (bis 30 Jahre) 1. Kategorie 675.– 2. Kategorie 549.– 3. Kategorie 414.– 4. Kategorie 288.– 5. Kategorie 158.– Premieren-Abo Leonce und Lena • Endspiel • Weiter träumen • Der ideale Mann • Geschichten aus dem Wiener Wald • Das Versprechen • Faust 1–3 • Richard III. • Das Glas Wasser 15. September 30. September 22. Oktober 09. Dezember 14. Januar Die Premieren-Daten für Februar bis Mai werden im Dezember 2011 bekanntgegeben. 54 Abonnement mit festem Sitzplatz und fixen Daten im Schiffbau 55 Spezial-Abonnements Schiffbau-Abo 2x Schiffbau/Halle und 3x Schiffbau/Box auf Ihrem nummerierten Stammplatz Abo Série française 3x au Pfauen à votre place attitrée Mit dem Schiffbau-Abo besuchen Sie beide Neuinszenierungen in der Halle sowie 3 Produktionen in der Box. Den Abo-Platz können Sie auch verschenken oder gegen eine Gebühr von 10 Franken auf ein anderes Vorstellungsdatum der gleichen Inszenierung verlegen. Der Umtausch ist bis spätestens 1 Tag vor der Vorstellung möglich. Bei Umtausch auf Premieren wird ein Zuschlag verrechnet. A nouveau au programme, trois spectacles en français, tous donnés au Pfauen. 1. catégorie 279.– 2. catégorie 228.– 3. catégorie 174.– 4. catégorie 117.– 5. catégorie 51.– Schiffbau-Abo 234.– Schiffbau-Abo 120.– (mit Legi bis 30 Jahre) Die Abo-Daten für die erste Spielzeithälfte: Schiffbau-Abo Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos (Box) • Merlin oder Das wüste Land (Halle) • Zwanzigtausend Seiten (Box) • Amerika (Halle) • Solaris (Box) 21. September 27. November Die Daten für die zweite Spielzeithälfte werden im Dezember 2011 bekannt gegeben. Avec carte d’étudiant jusqu’à 30 ans 1. catégorie 192.– 2. catégorie 147.– 3. catégorie 102.– 4. catégorie 60.– 5. catégorie 27.– Abo Série française Roméo et Juliette 21 décembre 2011 Une Maison de Poupée (Nora) 8 février 2012 Le Tartuffe 10 mars 2012 L’abonnement est automatiquement prolongé d’une année s’il n’est pas résilié par écrit avant le 31 mai 2012. Programmheft-Abo Mit dem Programmheft-Abo erhalten Sie die Programmhefte zu allen Stücken Ihres jeweiligen Abonnements im Voraus nach Hause geschickt. Programmheft-Abos sind zu folgenden Abos erhältlich: 5er-Abo 8er-Abo Schiffbau-Abo 40.– 64.– 40.– Die Vorteile eines Abonnements Nebst einer beträchtlichen Preisreduktion profitieren Sie als AbonnentIn von einem um 2 Tage vorgezogenen Vorverkaufsstart jeweils ab dem 13. des Monats für den Folgemonat. Zudem ist Ihr Abo auch ein Gutschein: Sie erhalten während der gesamten Spielzeit auf jeweils zwei Kaufkarten pro Vorstellung 10% Rabatt (ausgenommen sind Premieren, Fremd- und Sonderveranstaltungen, Silvestervorstellungen, Vorstellungen im Rahmen der Zürcher Festspiele sowie Vorstellungen am Theatermontag). Für alle Abonnements gilt Alle Preise in Schweizer Franken Der Abo-Ausweis wird Ihnen nach Zahlungseingang zugesandt. Ein Abo verlängert sich automatisch um eine Spielzeit, sofern es nicht bis zum 31. Mai der laufenden Saison gekündigt wird. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Adressen 56 Leitung Direktion Barbara Frey, Künstlerische Direktorin Ernst Jäggli, Kaufmännischer Direktor Johanna Grilj, Künstlerische Referentin Silke Slevogt, Künstlerische Direktionsassistentin Anna Vollenweider, Kaufmännische Direktionsassistentin Künstlerische Leitung Barbara Frey, Künstlerische Direktorin Andrea Schwieter, Chefdramaturgin und stv. Künstlerische Direktorin Tom Till, Künstlerischer Betriebsdirektor Bettina Meyer, Ausstattungsleiterin Petra Fischer, Leiterin Junges Schauspielhaus Dramaturgie Andrea Schwieter, Chefdramaturgin Lukas Bärfuss, Schriftsteller/Dramaturg Katja Hagedorn, Dramaturgin Thomas Jonigk, Schriftsteller/Dramaturg Roland Koberg, Dramaturg Meike Sasse, Dramaturgieassistentin Eva-Maria Krainz, Mitarbeiterin Künstlerisches Betriebsbüro Tom Till, Künstlerischer Betriebsdirektor Walther Schorn, Disponent Anne Rotter, Sonderveranstaltungen und Gastspiele Mandy Leistner, Betriebsbüro Marianne Korn, Mitarbeiterin und Archiv Junges Schauspielhaus Petra Fischer, Leiterin und Dramaturgin Enrico Beeler, Regisseur/Stv. Leiter Fabian Gysling, Theaterpädagoge Anesta Mocker, Theaterpädagogin Caroline Ringeisen, Theaterpädagogin Cornelia Schwab, Theaterpädagogin/Öffentlichkeitsarbeit Christina Bolzon, Regieassistentin Maja Bagat, Elin Braun, Praktikantinnen Kommunikation/Medien & PR Kathrin Gartmann, Leiterin Sebastian Steinle, Assistent/Webmaster Tanja Dorendorf, Fotografin Matthias Horn, Fotograf Toni Suter, Fotograf Silke Slevogt, Medienarbeit Junges Schauspielhaus Kommunikation/Marketing & Verkauf Bea König, Leiterin Flurina Ribi Forster, Mitarbeiterin/Onlineredaktion Claudio Rizzo, Mitarbeiter Robert Zähringer, Leiter Foyer & Empfang Jörg Wegenaer, Leiter Theaterkasse Ron Lux, Events Daniel Peter, Grafik 57 Bühne Schauspiel/Ensemble Jan Bluthardt Ludwig Boettger Gottfried Breitfuss Klaus Brömmelmeier Jean-Pierre Cornu Ursula Doll Fritz Fenne Patrick Güldenberg Lukas Holzhausen Sarah Hostettler Robert Hunger-Bühler Yvon Jansen Julia Kreusch Franziska Machens Michael Maertens Miriam Maertens Aurel Manthei Sean McDonagh Isabelle Menke Fabian Müller Michael Neuenschwander Nicolas Rosat Markus Scheumann Siggi Schwientek Lilith Stangenberg Friederike Wagner Susanne-Marie Wrage Milian Zerzawy Jirka Zett Schauspiel/Gäste Robert Baranowski Gábor Biedermann Matthias Bundschuh Anna-Katharina Diener Thomas Douglas Iris Erdmann Silvia Fenz Lambert Hamel Nina Hoss Jürg Kienberger Niklas Kohrt Thomas Mathys Christoph Quest Oriana Schrage Jörg Schröder Frank Seppeler Cathrin Störmer Rainer Süssmilch Regie Enrico Beeler Philippe Besson Klaus Brömmelmeier Julia Burger Sibylle Burkart Frank Castorf Werner Düggelin Barbara Frey Heike M. Goetze Ruedi Häusermann Karin Henkel Leonhard Koppelmann Tina Lanik Daniela Löffner Christof Loy Nina Mattenklotz Sebastian Nübling Antú Romero Nunes Dušan David Pařízek Steffen Pietsch Stefan Pucher Corinna von Rad Christian Stückl Ives Thuwis-De Leeuw Lars-Ole Walburg Sasha Waltz Bühne und Kostüme Silvana Arnold Raimund Bauer Christine Birkle Sabine Blickenstorfer Beate Borrmann Marysol del Castillo Barbara Ehnes Henrike Engel Muriel Gerstner Stefan Hageneier Lena Hiebel Claudia Kalinski Ralf Käselau Reto Keiser Inge Gill Klossner Cornelia Koch Ursula Leuenberger Regina Lorenz Barbara Maier Bettina Meyer Moritz Müller Bettina Munzer Dušan David Pařízek Barbara Pfyffer Kamila Polívková Agnes Raganowicz Ursula Renzenbrink Silke Rudolph Thomas Schenk Nadia Schrader Robert Schweer Su Sigmund Sabine Thoss Marc Totzke Jan Versweyveld Gesine Völlm Bettina Walter Sasha Waltz Penelope Wehrli Anne Weiler Karoline Young Musik Claus Boesser-Ferrari Nicolas Dauwalder Fritz Hauser Ruedi Häusermann Jürg Kienberger James Legères Mathis Nitschke Rainer Süssmilch Lars Wittershagen Christopher Uhe Roman Zach Videodesign Andi A. Müller Stephan Komitsch Bert Zander Regieassistenz Julia Burger Marco Dahinden David Koch Margrit Sengebusch Bühnenbildassistenz Michaela Flück Anja Kerschkewicz Barbara Pfyffer Nadia Schrader (Gast) Kostümassistenz Lisa Dässler Ramona Müller Reto Keiser Nina Sophie Wechsler (Gast) Sprechtraining Jürgen Wollweber Statisterie Rudolf K. Rath, Leiter Inspizienz Aleksandar Sascha Dinevski Michael Durrer Ralph Fuhrmann Dagmar Renfer Soufflage János Stefan Buchwardt Rita von Horváth Gerlinde Uhlig Vanet Geebi Seifert (Gast) 58 Administration Ernst Jäggli, Kaufmännischer Direktor Peter Hüttenmoser, Leiter Finanzen und Controlling/ Stv. Kaufmännischer Direktor Kurt Spahr, Buchhaltung Stefan Bachmann, Buchhaltung Rudolf K. Rath, Hauptkasse Yvonne Kunz, Personalleiterin Harry Kulmitzer, Lohnadministration Juan Cifuentes, Interne Dienste NN, Auszubildende/r Theaterkasse Jörg Wegenaer, Leiter Monica Perletti, stv. Leiterin Reto Bass Nathalie Bürgin Roland Hüttner Jasmine Johnston Uwe Lammersdorf Christa Müller Davide Pellandini Empfang Schiffbau & Pfauen Robert Zähringer, Leiter Isabel Zimmermann, stv. Leiterin Carina Divéky Yvonne Fischbacher Andrea Fischer Aldo Keist Gabrielle Muratori Rita Planzer Doris Vogel Foyer Schiffbau & Pfauen Robert Zähringer, Leiter Isabel Zimmermann, stv. Leiterin Rafael Adame, Tages-/Abenddienst Said Aniba, Tages-/Abenddienst Carola Bachmann, Tages-/Abenddienst Maja Messerli, Tages-/Abenddienst Petra Auer Reto Bass Franziska Beeli Norina Binkert Mathias Bürki Madlaina Degen Lorenzo Demenga Mara Diop Samuel Erzinger Margot Früh Manuela Fuchs Anna Harff Dimitra Ioannidis Melanie Jovanovski Selina Kyburz Jael Lendi Rebecca Löhrer Sarah Marinucci Anina Meier Mirka Meier-Sledz Rita Planzer Elias Reichert Oli Studer Graziella Turelli Patrick B. Yogarajan Giaccomo Zanchetta 59 Technik Informatik (mit dem Opernhaus Zürich) Theodor Scherrer, Leiter Andy Gut, System-Administrator Raphael König, IT-Support Wolfgang Theewen, IT-Support und Ticketsystem Manuela Leu, Helpdesk/Support NN Cristina Scagnoli, Informatik Assistentin Luca Sommer, Auszubildender Dirk Wauschkuhn, Technischer Direktor Paul Lehner, stv. Technischer Direktor Jens Lorenzen, Technische Assistenz Irène Morell Tschenett, Sekretariat Technische Direktion Dominik Schluep, Events Albert Brägger, Konstrukteur Martin Caflisch, Konstrukteur Maya Harrison, Konstrukteurin Bühnentechnik Ralf Kranzmann, Leiter Bühnentechnik Angelo Rosenfelder, Co-Leiter Bühnentechnik Florin Dora, Bühnenmeister Daniel Lötscher, Bühnenmeister Ruedi Schuler, Bühnenmeister Räthus Veraguth, Bühnenmeister Alex Barmettler, Bühnenmeister Bronijc Cipolli, Vorarbeiter Noëmi Germann, Vorarbeiterin Constantino Martinez, Vorarbeiter Lorenz Storrer, Vorarbeiter Johann Strauss, Vorarbeiter Anton Tomic, Vorarbeiter Jan Gremminger, Systemtechniker Beat Dind, Maschinist Thomas Germann, Maschinist Boris Kerin, Maschinist Etienne Porret, Maschinist Dominik Binggeli, Möbler Lukas Brunner, Möbler Mauro Del Duca, Möbler Kaspar Reumer, Möbler Martina Stoisser, Möblerin Daniel Treichler, Lagerlogistiker Rolf Schiesser, Chauffeur Daniel Beck Bruno Bigger Mario Brack Philipp Coebergh Chasper Dickenmann Paul Dorn Walter Dünner Andreas Ecknauer Rolf Fauser Bruno Flammer Volker Jaussi Riki Jerjen Hans Kothgassner Jan Kriesi Gianluca Sani Jean-Pierre Schawalder Jem White Beleuchtung Rainer Küng, Leiter Michel Güntert, stv. Leiter Sascha Haenschke, Assistent Leitung Beleuchtung Frank Bittermann, Beleuchtungsmeister Ginster Eheberg, Beleuchtungsmeisterin Markus Keusch, Beleuchtungsmeister Gerhard Patzelt, Beleuchtungsmeister Jérôme Bueche, Stellwerk Rouven Keller, Stellwerk Benedikt Kreutzmann, Stellwerk Alexander Oberlis, Stellwerk Jannes Reineke, Stellwerk Carsten Schmidt, Stellwerk Uwe Dietert, Vorarbeiter Christoph Kunz, Vorarbeiter Johannes Bruderer Franz Eheberg Adrian Fry Peter Häusler Philippe Hofstetter Silvio Nagele Mutja Nils Engel Nik Ott Leentje Ramm Josef Solymosi Manuel Spycher Rasmus Stahel Ton/Video Jens Zimmer, Leiter Christoph Finé Renfer, stv. Leiter Katrin Brändli Nicolas Dauwalder Paul Hug Markus Keller Fabian Kubelik Andi A. Müller Matthias Müller Joaquin Rivas Thomas Schneider Ruth Stofer Renata Vonarburg Holger Wendt Requisite René Kümpel, Leiter Marianne Boos, stv. Leiterin Jarek Awgulewicz Rock Battaglia Doris Berger Urs Bruderer Seraina Heinz Daniel Läuchli Randolf Matthies Peter Polin Sonja Tezacki Catia Koller, Auszubildende Maske Erich Müller, Leiter Judith Janser Ruckstuhl, stv. Leiterin Salome Bigler Doris Göpfert Winnie Heinz Dana Hesse Claudia Palopoli Julia Schmincke Alexandra Scherrer Carla Alarcon, Auszubildende 60 Malsaal Thomas Unseld, Leiter Hans Keller, stv. Leiter Annette Erismann Ursina Klemenz Oskar Rindlisbacher Flurina Trachsel Christine Rippmann, Theaterplastikerin Varinia Oberholzer, Auszubildende Schlosserei Guido Brunner, Leiter Hanspeter Fick, stv. Leiter Norbert Franke Fritz Spiess Schreinerei Ivano Tiziani, Leiter Daniel Härri, stv. Leiter Lars Bachmann David Coradi Andy Hohl Claude Kaiser Mirjam Kuhn Martin Leuenberger Jibril Lüchinger, Auszubildender Tapeziererei Michel Jenny, Leiter Christian Mauerhofer Mario Steiner Damenschneiderei Katharina Schmid, Leiterin Brigitta White, stv. Leiterin Marion Kaspar Karin Metzler Karin Siegrist Okocha Mario Puntillo Herrenschneiderei Anita Lang, Leiterin Andres Eggimann, stv. Leiter Maurizio Bello Raphaela Leuthold Dechen Minder Christian Tritscher Rebekka Marti, Auszubildende Ankleidedienst Katharina Schmid, Leiterin Sandra Caviezel, Assistentin Eva Allemann Elisabeth Brunner Simone Choffat Esther Elsässer Zora Garcia Nicole Jaggi Reni Lindauer Wey Catherine Zimmermann 61 Adressen und Ansprechpartner Technischer Hausdienst Dieter Fenner, Leiter Hugo Wey, stv. Leiter Heiko Hornung Niko Meier Roger Siegrist Hansueli Tischhauser Marco Troxler Markus Tschaggelar Fabio Sousa, Auszubildender Reinigungsdienst Nada Boss, Vorarbeiterin Ana Maria Bianco Goretti Carneiro da Silva Ulrich Geissbühler Rosa Maria Oliveira Lima Olinda Maria Montalvao Fernandes Kantine Pfauen Rosmarie Schmid Edward Schmid Kantine Schiffbau Peter Wyss Künstlerische Direktion Johanna Grilj Referentin Telefon +41 (0)44 258 75 01 Telefax +41 (0)44 259 75 01 [email protected] Silke Slevogt Direktionsassistentin Telefon +41 (0)44 258 75 03 Telefax +41 (0)44 259 75 03 [email protected] Kaufmännische Direktion Anna Vollenweider Direktionsassistentin Telefon +41 (0)44 258 72 01 Telefax +41 (0)44 259 72 01 [email protected] Künstlerisches Betriebsbüro Mandy Leistner Telefon +41 (0)44 258 75 13 Telefax +41 (0)44 259 75 13 [email protected] Technische Direktion Irène Morell Tschenett Telefon +41 (0)44 258 71 09 Telefax +41 (0)44 259 71 09 [email protected] Dramaturgie Eva-Maria Krainz Telefon +41 (0)44 258 75 02 Telefax +41 (0)44 259 75 02 [email protected] Junges Schauspielhaus Schiffbau Giessereistrasse 5 8005 Zürich Telefon +41 (0)44 258 75 18 Telefax +41 (0)44 259 75 18 [email protected] Kommunikation – Medien & PR Kathrin Gartmann Telefon +41 (0)44 258 72 39 Telefax +41 (0)44 259 72 39 [email protected] Kommunikation – Marketing & Verkauf Bea König Telefon +41 (0)44 258 72 07 Telefax +41 (0)44 259 72 07 [email protected] Events im Pfauen und im Schiffbau Ron Lux Telefon +41 (0)44 258 72 04 Telefax +41 (0)44 259 72 04 [email protected] Personal Yvonne Kunz Telefon +41 (0)44 258 72 40 Telefax +41 (0)44 259 72 40 [email protected] Postadresse Schauspielhaus Zürich AG Zeltweg 5 8032 Zürich Theaterkasse Telefon +41 (0)44 258 77 77 Telefax +41 (0)44 259 77 77 [email protected] Zentrale Telefon +41 (0)44 258 70 70 Telefax +41 (0)44 259 70 70 62 Verwaltungsrat Bruno Bonati, Präsident Dr. Brigitte von der Crone, Vizepräsidentin Dr. Gerhard Brunner Victor Gähwiler Anne Keller Dubach Thomas E. Kern Norbert Müller Ruedi Schuler Dr. Fritz Wehrli Wir danken für die Unterstützung 63 Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses Unsere Vorstellungen werden ermöglicht dank der Subventionen der Stadt Zürich, des Kantons Zürich, den Beiträgen der Mitglieder-Kantone der interkantonalen Kulturlastenvereinbarung (ILV) Luzern, Uri, Schwyz, Zug und Aargau sowie dem Kanton Nidwalden, der Unterstützung des Kantons Zug sowie der folgenden Partner, Sponsoren und Mäzene: Mit der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses erleben Sie exklusive Theatermomente vor und hinter der Bühne. Partner Credit Suisse Swiss Re Migros-Kulturprozent Sie sind dabei, wenn die Freunde des Schauspielhauses für besondere Verdienste auf und hinter der Bühne jährlich „Die Goldene Maske“ verleihen. Namhafte Sponsoren und Mäzene Stiftung Corymbo Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses Ernst Göhner Stiftung Hans Imholz-Stiftung Georg und Bertha Schwyzer-Winiker-Stiftung Sie profitieren von einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen wie Führungen durch das Haus, Theaterreisen, Gesprächen mit Künstlerinnen und Künstlern und anderem mehr. Sponsoren Ars Rhenia Stiftung René & Susanne Braginsky-Stiftung Pro Helvetia Truus und Gerrit van Riemsdijk Stiftung UBS Kulturstiftung Vontobel-Stiftung Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr Zürcher Theaterverein Medienpartner Keystone Tamedia AG Radio 1 Offizielle Ausstatter Arctic Paper Schweiz AG Beldona AG Franz AG Glen Fahrn GmbH Heineken AG Optiker Zwicker Philips AG Shiseido AG Confiserie Sprüngli AG Visopta AG Waser Bürocenter AG Kooperationen Arthouse Commercio Movie AG Buchhandlung im Volkshaus Falke AG Kino Xenix Zürich Kino Riffraff Zürich Kunsthaus Zürich WoZ Schul- und Sportdepartement Stadt Zürich Bildungsdirektion Kanton Zürich Unser Dank gilt auch allen Gönnerinnen und Gönnern, die nicht genannt werden möchten. Als Mitglied feiern Sie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Schauspielhauses jedes Jahr ein grosses gemeinsames Fest. Und: Für Mitglieder der Gesellschaft der Freunde beginnt der Vorverkauf 1 Tag vor dem regulären Start – also jeweils am 14. des Monats. Zudem erhalten Sie an der Theaterkasse einen Rabatt von 20% auf alle Karten. Ausgenommen sind Premieren, Silvestervorstellungen, Fremd- und Sonderveranstaltungen, Vorstellungen im Rahmen der Zürcher Festspiele sowie Vorstellungen am Theatermontag. Interessiert? Gerne senden wir Ihnen unser Programm für die Spielzeit 2011/2012 zu. Kontakt Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses Irene Beerli, Geschäftsstelle Zeltweg 5 8032 Zürich Telefon +41 (0)79 646 99 52 [email protected] 64 65 Seit 58 Jahren machen wir dieses Theater nun schon mit. Das Migros-Kulturprozent unterstützt das Schauspielhaus Zürich seit 1953. 20060_165x267_MagSchauspielhaus_the_d.indd 1 18.04.11 15:21 Saisonvorschau Schauspielhaus_Layout 1 26.04.11 10:50 Seite 1 66 67 Die Essenz des Lebens finden Sie täglich im Schauspielhaus Zürich. Die Entwicklung der Menschheit ist ohne Kultur nicht denkbar. Deshalb unterstützen wir Organisationen und Institutionen, die unser Leben bereichern. Mehr über unsere Partnerschaft mit dem Schauspielhaus Zürich erfahren Sie auf unserer Website. www.swissre.com/sponsoring Jubiläums-Création Mosaïque mit fünf Carrés-Pralinés Confiserie Sprüngli Telefon +41 44 224 47 11 [email protected] www.spruengli.ch 68