Mediabriefing - Media

Werbung
Place
SoM
GfK
präzise
Frontloading
Mediabriefing
saisonal
Erfolgskontrolle Re-Briefing
Tracking
Mediaplan
Flighting
Kontaktchancen Werbeträger
Affinität
Reichweite
Formular
WirtschaftsWoche PraxisWissen
Kontinuität
Kommunikation
Definition
WerbedruckKunde
Zielgruppe Strategie
Copytest
GRP
Omnipräsenz
Promotion
Product
Backloading
Marketing
Ziele
Trend
Pulsing
Selektion
regional Marktforschung
Situationsanalyse
Agentur
Budget
Markt
Etat
Konkurrenz
antizyklisch
Nielsen
Price
wettbewerbsanalog
Potenzial
Konzentration
Marktrelevanz
SoA Markt-Media-Studie
Media
Positionierung
Mediabriefing
Überblick
WirtschaftsWoche
PraxisWissen
April 2011
Grundlagen
4
Basics Das Mediabriefing
muss alle Informationen
für die Mediaplanung
enthalten
Mediabriefing-Formular
6
Mediabriefing-Formular
Die zentralen Punkte auf
einen Blick
Situationsanalyse
8
Daten Die Media­
planung ist abhängig
von der Marktsituation
des Unternehmens
9
Markt Lage, Trends
und Konkurrenz sind
entscheidend
10
Verbraucher Im Markt
gibt es verschiedene
Zielgruppen
11
Werbedruck Wie wirbt
die Konkurrenz?
Mediabriefing
Die Grundlagen der Planung auf einen
Blick: von der Marktsituation über die
Marketing- bis zur Mediastrategie.
14
Marketing
12
Marketingziele Die
Kommunikation soll
bestimmte Aufgaben
erfüllen
15
Budgetierung Zur
Festlegung des Etats gibt
es viele Möglichkeiten
16
Verteilung Investitionen
variieren nach Region
und Saison
Mediastrategie
13
2
Grundprinzipien Die
Mediastrategie steckt
den Rahmen ab
Zielgruppen/Ziele
Welche Potenziale sollen
wie intensiv angespro­
chen werden?
17
Medienauswahl Für jede
Kampagne eignen sich
andere Medien
Erfolgskontrolle
18
Werbewirkung Der
Erfolg der Kampagne
misst sich an den
erreichten Zielen
Rubriken
2
Überblick
3
Vorwort
19
Quellen
20
Ansprechpartner
WirtschaftsWoche
Vorwort
Ein optimaler Überblick
F
ür den Kommunikationserfolg gibt es
viele Voraussetzungen: eine aufmerk­
samkeitsstarke Gestaltung, eine ziel­
gruppengerechte Ansprache, eine aktivie­
rende Botschaft. Eine Grundbedingung gibt
es dafür allerdings immer: Das Werbemittel
muss die Zielgruppe in irgendeiner Form
erreichen. Nur wenn die Anzeige oder der
Spot die Chance erhalten, von einer inte­
ressierten Zielgruppe wahrgenommen zu
werden, können sie auch etwas bewirken.
Die Zahl der Medien hat in den vergange­
nen Jahren rasant zugenommen: Während
früher z.B. zwei Fernsehprogramme quasi
die gesamte Bevölkerung erreichten, gibt es
heute eine Vielzahl von Privat- und Spezial­
sendern. Hinzu kommen Printerzeugnisse,
Onlinedienste, Out-of-home etc. Die Ge­
fahr, an der Zielgruppe vorbei zu kommuni­
zieren, ist damit deutlich größer geworden.
Andererseits haben auch die Möglichkeiten
zugenommen, gezielt und crossmedial ge­
nau die richtigen Personen zu erreichen.
Ansprechpartner für die Planung sind
spezialisierte Mediaagenturen und Ver­
markter von Medienangeboten. Sie haben
einen optimalen Überblick über die verfüg­
baren Medienangebote, kennen die wich­
tigsten Markt-Media-Studien zur Planung
und können Buchungen koordinieren. Die
Situation und Aufstellung des beauftragen­
den Unternehmens sollte dabei Ausgangs­
PraxisWissen
punkt für die Planung sein: Je individueller
die Medienauswahl auf die Kampagne zu­
geschnitten ist, desto gezielter können inte­
ressierte Zielgruppen angesprochen werden
– und desto besser kommt Werbung an!
Das Mediabriefing sammelt dafür alle In­
formationen: Es sollte die Basis einer jeden
Planung bilden – wird allerdings in der Praxis
häufig sträflich vernachlässigt.
Basic Briefing
Wie sieht ein Briefingformular aus? Wie setzt
es sich zusammen? Welche Informationen
gehören hinein? Das WirtschaftsWoche
PraxisWissen erklärt die Grundlagen des
Media­briefings und gibt Hinweise zu seiner
Zusammenstellung.
Als einer der größten Vermarkter Deutsch­
lands unterstützt Sie iq media marketing bei
der Mediaplanung – und natürlich bei der
Zusammenstellung Ihrer Briefingunterlagen:
Vom Zählservice für Markt-Media-Studien
über allgemeine Marktinformationen bis zur
Werbewirkungskontrolle stehen wir Ihnen
gerne zur Verfügung!
Patrick Priesmann
Anzeigenleiter WirtschaftsWoche
3
Grundlagen
Ins Bild gesetzt
Basics | Im Mediabriefing
finden Mediaplaner alle Infos
über das Unternehmen und
die Aufgabenstellung
D
amit die Mediaplanung die optimalen
Medien und Umfelder für eine Kam­
pagne berücksichtigen kann, benötigen
die Planer möglichst umfassende Informati­o­
nen zu ihrer Aufgabe – und dem be­­­­auf­
tragenden Unternehmen. Teilweise han­­­­delt
es sich dabei um Informationen, die nicht
öffentlich zugänglich sind, wie beispielsweise
die zukünftige Kommunikationsstrategie,
Markt- und Absatzdaten oder das Media­
budget. An dieser Stelle kommt das Media­
briefing ins Spiel.
Grundsätzlich
Der Begriff Briefing kommt aus dem Engli­
schen und dort speziell aus der Sprache des
Militärs. Er bezeichnet ein kurzes Informa­
tionsgespräch. Damit ist bereits ein wesent­
liches Element des Mediabriefings beschrie­
ben: Es sollte präzise Informationen ent­halten, die vor Beginn der eigentlichen
Arbeit vorliegen müssen. Die schriftliche
Form ist dabei vorzuziehen, da die Vorgaben
so jederzeit geprüft und bestätigt werden
können. Das Briefing stellt nach Michael
Hofsäss und Dirk Engel „eine wesentliche
4
und verbindliche Arbeitsgrundlage für die
Agentur und die Mediaplanung dar“.
Das Briefing sollte dem Planer auf einen
Blick alles vermitteln, was er wissen muss.
Um welche Produkte geht es? Wie positio­
niert sich das Unternehmen im Markt? Was
will es mitteilen und wen will es erreichen?
Wie viel Geld steht zur Verfügung? Wofür
soll es ausgegeben werden?
Zur Gliederung des Briefings kann man
grob drei Themenkomplexe abstecken, über
die Informationen vorliegen sollten:

Mit der Situationsdarstellung beschreibt
das Unternehmen die derzeitige Lage im
Markt und seine Position darin.

Der zweite große Bereich umfasst Ziele
und Zielgruppen von Marketing und
Kommunikation.

Die Rahmendaten für die Mediaplanung
– Budgets, Zeiträume etc. – müssen
ebenfalls festgelegt werden.
Im Idealfall sind die Situationsanalyse und
die Entwicklung von Marketing- und Kom­
munikationszielgruppen und -zielen der Me­
diaplanung ohnehin bereits vorangegangen.
WirtschaftsWoche
Sie werden für das Briefing lediglich noch­
mals zusammengefasst.
Normalerweise ist das gesamte Briefing
nur bei Neukunden oder bisher unbekann­
ten Märkten nötig. Bei Kunden und Produk­
ten, für die bereits gearbeitet wurde, sind
zumeist die Eckdaten des Marktes bekannt.
Dennoch sollten das briefende Unterneh­
men und der Mediaplaner diese Grundla­
gen nicht als gegeben hinnehmen, sondern
immer wieder hinterfragen.
Im Verlauf der mediaplanerischen Arbeit
können neue Fragen auftauchen beziehungs­
weise Probleme entstehen. Daher bietet sich
je nach Projekt an, ein Re-Briefing durchzu­
führen. Dabei können Agentur und Auftrag­
geber die Vorgaben nochmals vertiefen und
abschließend abstimmen.
Beispiel für ein Briefing
Auf den folgenden Seiten ist ein Musterfor­
mular für ein Mediabriefing abgedruckt, so
ähnlich, wie es z.B. die WirtschaftsWoche
Grundregeln für das Mediabriefing:
Das Briefing enthält alle Informationen,
die für die Mediaplanung benötigt werden.
Inhaltliche Schwerpunkte sind Situationsanalyse, Marketing- und Mediavorgaben.
Es sollte vollständig, rechtzeitig und
schriftlich übergeben werden.
Mit einem Re-Briefing können während
der Planungsarbeit entstehende Fragen
geklärt werden.
ihren Partnern in werbungtreibender Wirt­
schaft und Agenturen zur Verfügung stellt.
Es hilft mit einer ganzen Reihe von Fragen
und Stichworten dabei, Situation, Ziele und
Vorgaben präzise, schnell und umfassend
darzustellen. Wie die Antworten etwa aus­
sehen könnten, bzw. welche Daten hier ab­
gefragt werden sollen, erläutern die folgen­
den Kapitel: Hier geht es um die wichtigsten
Aspekte des Mediabriefings für die Media­
planung.
Planungsablauf
Situationsanalyse
Marktsituation
Zielgruppenanalyse
Werbeaufwendungen
Marketingziele
Kommunikationsziele
Mediabriefing
Mediastrategie
Quelle: Hofsäss, Handbuch Mediaplanung
PraxisWissen
5
Mediabriefing-Formular
in
e Informationen
Verweis auf weiter xisWissen
diesem Pra
Kunde: .....................................................................................................................................
Datum:.....................................................................................................................................
Ansprechpartner: .....................................................................................................................
I. Allgemeine Aufgabenstellung
für die Agentur
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
..................................................................... II.Hintergrundinformationen
zum Markt
Situations­
analyse, S. 8
Markt,
S. 9
6
Marktsituation
Wie entwickelt sich der Gesamtmarkt?
Wer sind die relevanten Wettbewerber und
wie hoch sind deren Marktanteile?
Wie gestalten sich die Preise?
Über welche Kanäle erfolgt der Vertrieb?
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
..................................................................... .....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
Markt,
Markenpositionierungen
S. 9
Aktuelle bzw. angestrebte Marken­
positionierung
Was ist das entscheidende Verkaufs­
argument für das Produkt?
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
Besondere Aspekte
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
Verbraucher,
Verbrauchersituation
S. 10
Verwenderschaft, Käufer, Entscheider
Markt-, segment- und marken­spezifische
Betrachtung
Demografische, psychografische, konsum­
spezifische und evtl. typologische Merkmale
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
WirtschaftsWoche
Aktuelle Kommunikation und Werbung
Werbeaufwendungen/Share of Advertising
Eingesetzte Medien/Media-Mix
Werbemittelausstattungen
Saisonale (Werbe-)Schwerpunkte
Werbewirkungsindikatoren
Spezielle Medien und
Sonderwerbeformen
Verkaufsförderungsmaßnahmen
PR-Aktivitäten
.....................................................................
Werbedruck,
S. 11
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
III.Zielgruppen, Ziele und
Strategien des Marketings
Marketing,
S. 12
Marktpotenziale und Zielgruppen­definition
Marketingziele und -strategien
Kommunikationsziele
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
PraxisWissen
IV.Mediastrategische Vorgaben
Mediabudget und Budgetaufteilung
Vorgaben zum Mediaziel und zur
Mediazielgruppe
Werbezeiträume und saisonale
Schwerpunkte
Regionale Einsatzgebiete
Werbeträgerpräferenzen
Werbemittelausstattungen
Gestaltungsspezifische Aspekte
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
V.Kriterien der Erfolgskontrolle
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
.....................................................................
Mediastrate­
gie, S. 13
Budgetie­
rung, S. 15
Zielgruppen/
Ziele, S. 14
Verteilung,
S. 16
Medienaus­
wahl, S. 17
Erfolgskon­
trolle, S. 18
Quelle: WirtschaftsWoche Printplaner-Paket 2011
7
Situationsanalyse
In jeder Lage
Daten | Die Mediaplanung ist
individuell an die Situation des
Unternehmens angepasst
V
oraussetzung jeder betriebswirtschaft­
lichen Planung – nicht nur im Bereich
Marketing und Media – ist eine korrekte
Analyse der vorliegenden Situation. Die be­
stehenden Markt- und Konkurrenzverhält­
nisse müssen möglichst genau untersucht
und zukünftige Markttrends und -entwick­
lungen abgeleitet werden. Dafür können je
nach Themenkomplex verschiedene Unter­
suchungen und Datenquellen herangezo­
gen werden.
Im Kontext der Mediaplanung interessie­
ren vor allem die Faktoren, die Einfluss auf
Erfolg und Absatz haben:

Wie sieht der Markt aus? Wie ist die
Konkurrenz aufgestellt?

Wer sind die Konsumenten? Wie leben sie?

Wie viel wird in diesem Markt für
Werbung ausgegeben?
Aspekte der Situationsanalyse:
Die Mediaplanung basiert auf Informationen
zur Situation des Unternehmens.
Hierzu gehören:
Markt und Konkurrenz
Zielgruppen
Werbeaufwendungen
Situationsanalyse
Marktsituation
Zielgruppenanalyse
Werbeaufwendungen/-wirkung
Marktentwicklung
Markenpositionierung
Marktstruktur (Segmente)
Konkurrenz
Share of Market (SoM)
Trends
Verwender, Käufer, Entscheider nach
Merkmalen:
 soziodemografisch
 psychografisch
 konsumspezifisch
 typologisch
Absolute Spendings
Share of Advertising (SoA)
Media-Mix
Zeiträume
Entwicklung und Status quo
Bekanntheit
Werbeerinnerung
Kenntnis
Einstellung/Image
Präferenzen
Quelle: Hofsäss, Handbuch Mediaplanung
8
WirtschaftsWoche
Was bewegt den Markt?
Markt | Für den Mediaplaner ist Kenntnis über
den Markt und die Konkurrenz unverzichtbar
D
er Mediaplaner benötigt eine Vorstel­
lung über das Produkt und den Markt:
über die bestehende Nachfrage, Absatz
und Konkurrenz sowie über zukünftige Ent­
wicklungen. Zu den Aspekten, die für die
Mediaplanung relevant sind, zählen z.B.:

Marktentwicklung Gesamt und Segmente
(Nachfrage-, Absatzzahlen),

Prognose (Chancen und Hindernisse),

Konkurrenzsituation,

Marktanteil (Share of Market – SoM) im
Vergleich zur Konkurrenz,

Positionierung (z.B. exklusives oder
preisgünstiges Segment).
Unerschöpfliche Datenquellen
Ökonomische Daten zum Markt dürften den
meisten werbungtreibenden Unternehmen
vorliegen. Zudem gehören fundierte Analy­
sen – von Lebenszyklus- über Portfolio- bis
zu Stärken-Schwächen-Analysen – zu den
wichtigsten Grundlagen betriebs­wirtschaft­
licher Unternehmensführung. Diese Um­
satz- und Absatzzahlen sowie Auswertun­
gen können sie an ihre Agentur weitergeben.
Generelle Daten zum Markt gibt es zudem
aus weiteren allgemein zugänglichen, aber
zum größten Teil kostenpflichtigen Quellen:

Das Statistische Bundesamt bietet
zahlreiche Basisdaten zu verschiedenen
Wirtschaftszweigen.

Handelspanels, z.B. von der Gesellschaft
für Konsumforschung (GfK) oder AC
Nielsen, erfassen auf regelmäßiger Basis
Umsatz und Absatz des Einzelhandels
PraxisWissen
(mit Hilfe einer repräsentativen Stichprobe
von Einzelhandelsgeschäften).

Verbraucherpanels wiederum, die
ebenfalls unter anderem von GfK oder
Nielsen durchgeführt werden, erfassen
das Einkaufsverhalten einer repräsen­
tativen Auswahl von Haushalten.

Sowohl Branchenverbände als auch viele
Verlage veröffentlichen Branchenreports.

Markt-Media-Studien liefern zahlreiche
Hinweise zum Verständnis eines Markts.
Marktanalyse für die Mediaplanung:
Die Mediaplanung erfolgt auf der Basis
einer Markt- und Unternehmenseinschätzung: Wo steht der Markt und wohin entwickelt er sich? Wie ist das Unternehmen
positioniert?
Marktdaten sind aus vielfältigen Quellen
erhältlich.
9
Situationsanalyse
Die Kunden im Blick
Verbraucher | Wer sind die Käufer und Nutzer im Markt?
B
ei der Analyse der Verbraucher gilt es,
möglichst viel über die Menschen her­
auszufinden, die die entsprechenden
Produkte kaufen, nutzen oder empfehlen.
Auswertungen zu den Potenzialen werden
häufig mit Hilfe von Markt-Media-Studien
vorgenommen. Sie erheben beispielsweise
Informationen zu:

Markt- und Markenpotenzialen,

Strukturen von Käufern, Verwendern etc.,

Zielgruppen nach soziodemografischen,
psychografischen und konsumspezifi­
schen Merkmalen,

eigenen und bestehenden Typologien.
Mit Hilfe dieser Daten werden die für das
Produkt interessanten Zielgruppen und Po­
tenziale beschrieben. Dabei können auch
unterschiedliche Studien zum Einsatz kom­
men, da sie teilweise verschiedene Aspekte
abfragen. Beispielsweise kann es einen Un­
terschied machen, ob eine Studie Käufer
oder Nutzer eines Produkts abfragt.
In der Praxis wird die Zielgruppenanalyse
vielfach von den Mediaagenturen selbst
durchgeführt. Sie haben den Zugang zu den
einschlägigen Studien und die Expertise für
die Auswertung. Ihre Ergebnisse dienen als
Feedback für das Marketing in den Unter­
nehmen bei der Entwicklung der Marketing­
zielgruppe.
Definition und Analyse
Die relevanten Zielgruppen können nach
verschiedenen Kriterien definiert werden.
10
Verhaltensdisponierende Merkmale bestim­
men unter optimalen Voraussetzungen das
zukünftige Verhalten. Hierzu gehört insbe­
sondere die Demografie: mit sozio-ökono­
mischen (Alter, Geschlecht, Bildung, Ein­
kommen, Beruf etc.) und geografischen
Aspekten (Region, Wohnort, Ortsgröße etc.).
Psychografische Merkmale sind ebenfalls
wichtig: Motive, Einstellungen, Meinungen,
Verhaltensmerkmale oder Involvement.
Verhaltensdeskriptive Merkmale betref­
fen das beobachtete Verhalten: Kauf- und
Konsumgewohnheiten sowie Besitz und
Haus­­haltsausstattung. Hier zeigt sich ein
enger Zusammenhang von Marketingzielen
und Beschreibung, allerdings handelt es
sich immer um vergangenes Verhalten.
Aus der Verbindung mehrerer Merkmale
entstehen spitze Zielgruppen – sie verfügen
über ein klares Profil und ihre Mitglieder
sind in höchstem Maße homogen. Aller­
dings ist das Potenzial auch umso geringer,
je detaillierter die Beschreibung erfolgt.­­
Zielgruppenanalyse:
Analysiert werden die Verbraucher, die im
Markt auftreten.
Die Definition der unterschiedlichen
Zielgruppen erfolgt anhand von verhal­tens­­­­­bestimmenden oder -beschreibenden
Merkmalen.
Markt-Media-Studien liefern hierzu viele
mögliche Ansätze: Je nach Produkt oder
Markt eignen sich andere Studien.
WirtschaftsWoche
Arena der Aufmerksamkeit
Werbedruck | Werbungtreibende müssen sich immer gegen
die Konkurrenz positionieren – auch bei ihrer Werbung
W
ie sieht der Werbemarkt aus? Wie
intensiv und in welchen Medien
investiert die Konkurrenz? Für die
Mediaplanung sind dies wichtige Fragen,
von deren Beantwortung viele Entschei­
dungen abhängen.
Daten zum Werbemarkt in Deutschland
liefert Nielsen Media Research. Nach eige­
nen Angaben des Unternehmens umfasst
die Werbemarkterhebung eine breite Palette
an Gesichtspunkten:

Was (Produkt, Service) wird

von wem (Werbungtreibender)

in welchem Markt (Wirtschaftsbereich,
Produktgruppe bzw. -familie)

wie (Kreation, Werbeform, Volumen)

wo (Werbeträger)

wann (Schaltdatum)

und für welchen Betrag (Bruttokosten)
beworben?
Werbetrend
Mit Hilfe dieser Daten können Werbetrends
in der Branche festgestellt werden, z.B. zur
Höhe der Spendings, den bevorzugten Me­
dien und den ausgewählten Zeiträumen.
Werbungtreibende und Agenturen können
PraxisWissen
Analyse des Werbedrucks:
Nielsen Media Research bietet Daten zu
vielen Aspekten des Werbemarkts.
Für die Mediaplanung interessant sind
Share of Advertising und aktueller Werbetrend, insbesondere Konkurrenzaktivitäten.
Weiteres Thema ist die Wirksamkeit
vergangener Kampagnen.
so annähernd die Mediapläne der Konkur­
renz rekonstruieren. Besonders wichtig ist
dabei der relative Anteil, den das Unterneh­
men mit seiner Werbung im Marktsegment
hat, der so genannte Share of Advertising
(SoA).
Werbewirkung
Zweites wichtiges Thema bei der Unter­
suchung der Werbeaufwendungen ist die
Wirksamkeit der Spendings in der Vergan­
genheit. Hierfür wird der Mitteleinsatz mit
den erzielten Ergebnissen korreliert. Dafür
müssen natürlich Daten zu Bekanntheit,
Akzeptanz und Präferenz der Marke vorlie­
gen – z.B. aus Tracking- oder Markt-MediaStudien.
11
Marketing
Eine Frage der Definition
Marketingziele | Das Marketing legt fest, welche Ziele das Unter­
nehmen erreichen will – und welche Strategien dazu dienen
M
arketingziele sind im Normalfall öko­
nomisch definiert und messen sich
an Absatz, Umsatz oder Anteilen in­
nerhalb des Marktes. Mögliche Ziele könn­
ten sein: Erhöhung des Marktanteils, Um­
satzsteigerung, Erhalt der Marktposition.
Um diese Ziele zu erreichen, stehen Un­
ternehmen mehrere Marketinginstrumente
zur Verfügung. Diese werden traditionell in
vier Gruppen (die vier Ps) eingeteilt, je nach­
dem, an welchem Punkt sie ansetzen: Pro­
duct (Produkt), Price (Preis), Place (Distri­
bution) und Promotion (Absatzförderung
bzw. Kommunikation).
Für die Mediaplanung sind dabei vorran­
gig die Ziele und Strategien im Bereich Kom­
munikation wichtig. Auch hier gibt es unter­
schiedliche Ansätze: Unternehmen können
ihre Zielgruppe informieren, versuchen,
ihre Einstellungen zu verändern oder an das
Produkt erinnern.
Mediaplaner treffen anhand dieser Vor­
gaben strategische Entscheidungen zur Aus­
wahl geeigneter Medien: Sollen z.B. Be­
standskunden erinnert werden, bieten sich
unter Umständen andere Umfelder an als
zur Gewinnung neuer Kunden.
Aufgabe und Aspekte des Marketing:
Marketingziele sind ökonomisch definiert.
Im Marketing-Mix sind für die Media­planung vor allem die Ziele und Strategien
im Bereich Kommunikation interessant.
Mögliche Werbeziele
Information
Einstellungsveränderung
Erinnerung
 ein neues Produkt vorstellen
 Präferenz für eine Marke aufbauen
 Verbraucher daran erinnern,
 auf neue Anwendungen eines
 zum Markenwechsel ermutigen
Produkts hinweisen
 über eine Preisänderung informieren
 die Funktionsweise eines Produkts
erläutern
 das verfügbare Serviceangebot
beschreiben
 falsche Eindrücke korrigieren
 die Wahrnehmung von Produkt-
eigenschaften beim Kunden
verändern
dass sie das Produkt bald wieder
benötigen
 Verbraucher daran erinnern, wo es
eine Marke zu kaufen gibt
 den Kunden zum sofortigen Kauf
 Verbraucher auch außerhalb der
 beim Kunden den Wunsch nach
 die Markenbekanntheit erhalten
überreden
Saison an die Marke erinnern
einem Verkäuferbesuch wecken
 Verbraucherängste abbauen
 Firmenimage aufbauen
Quelle: Kotler, Marketing-Management
12
WirtschaftsWoche
Mediastrategie
Koordiniertes
Vorgehen
Grundprinzipien | Die Media­
strategie gibt der Mediaplanung
die Marschrichtung vor
D
ie Mediaagentur benötigt Vorgaben im
tritt oder ausweicht. Im Handbuch Wer­­beBereich der Mediastrategie. Zwar ist
­­träger formulierten die Autoren des Kapitels
sie maßgeblich an der Entwicklung
Mediaplanung vier Strategien, die sich auf
und Umsetzung der Strategie beteiligt, doch
den Werbeträger­einsatz beziehen:
gibt es einige Entscheidungen, die vom be­
Bei der wettbewerbsanalogen Strategie wer­
auftragenden Unternehmen
den Medien, Regionen und
entschieden werden können
Zeiträume parallel zur Kon­
oder sogar sollten.
kurrenz belegt. Eine Konkur­
»Strategie ist die Kunst,
Die Mediastrategie defi­
renzausweichstrategie fährt
zur rechten Zeit die
niert – unter Be­­­rück­­­­sich­ti­
das Unternehmen, wenn es
richtigen Dinge zu tun«
gung der Ziele und Zielgrup­
versucht, dem Wett­bewerbs­
Quelle: Hofsäss, Mediaplanung
pen – die Vorgaben für die
druck über andere Medien,
Mediaplanung: Vom Media­
Re­gio­nen oder Zeiträume
budget über die saisonale
aus dem Weg zu gehen. Die
und regionale Ver­teilung bis zur Media­ziel­
Omnipräsenz­stra­tegie setzt im Verhältnis
gruppe. Unterschiedliche Prinzipien kön­nen
zum Budget auf viele Medien, allerdings bei
dabei frei miteinander kombiniert werden:
niedriger Frequenz. Konzentrationsstrategie
Die Werbung orientiert sich ...
bedeutet, dass das Unternehmen sich auf

an saisonalen oder regionalen Absatz­
wenige Medien beschränkt (im Verhältnis
schwerpunkten (advertising follows sales),
zum Etatvolumen), dort aber besonders in­

an saisonalen oder regionalen Absatz­
tensiv wirbt.
potenzialen (advertising follows sales
­potential),
Bestandteile der Mediastrategie:

am Verhalten der Konkurrenz (me too),
Zur Mediastrategie gehören u.a. Ziel­gruppe,

an unterschiedlichen Zielgruppen­
Ziele, Budget, Werbedruckverteilung
segmen­ten, z.B. Meinungsführern,
(zeitl­ich/regional) und Selektion der

an Akzeptanzniveau und -chancen,
Mediengattungen.

am Medienverhalten der Zielpersonen.
Für den konkreten Umgang des Unter­
nehmens mit diesen Prinzipien gibt es meh­
rere Alternativen: z.B., ob es dominant auf­
PraxisWissen
Einige Vorgaben kann oder sollte der
Werbungtreibende selbst bestimmen.
Ein Großteil der Arbeit an der Media­
strategie entfällt auf die Mediaagentur.
13
Mediastrategie
Genaue
Zielvorgaben
Zielgruppen/Ziele | Wen und was will die Media erreichen?
Mediazielgruppe und -ziele geben die Stoßrichtung vor
D
ie Mediazielgruppe wird normaler­
weise durch die Mediaagentur be­
stimmt. Sie ist im Gegensatz zur Mar­
ketingzielgruppe ausschließlich über zähl­
bare Merkmale definiert: Während sich eine
Marketingzielgruppe beispielsweise auch
aus qualitativen Interviews oder Gruppen­
diskussionen entwickeln kann, interessie­
ren für die Mediastrategie nur Eigenschaf­
ten, die in gängigen Markt-Media-Studien
enthalten sind. Mit ihrer Hilfe lassen sich
dann relevante Daten wie Mediennutzung,
-konsum oder Affinitäten für diese Zielgrup­
pe abfragen. Unter Umständen sollte neben
der allgemeinen, breiten Zielgruppe sogar
noch eine spitzere, eng definierte Kernziel­
Definition der Ziele:
Die Zielgruppe muss über Markt-Media­Studien erfassbar sein.
Je spitzer die Zielgruppe, desto gezielter
kann die Medienauswahl erfolgen – desto
geringer ist aber auch das Potenzial.
Das Mediaziel lässt sich durch die Gesamtmenge der Kontaktchancen ausdrücken:
GRP = Netto-Reichweite in %
x Durchschnittskontakte
14
gruppe gebildet werden, da mit dieser eine
speziellere, genauer angepasste Medien­
auswahl möglich ist.
Definition des Mediaziels
Das Mediaziel basiert im Wesentlichen auf
dem Werbeziel. Je nachdem, was erreicht
werden soll, lässt sich das Mediaziel aus­
gehend von zwei Variablen definieren: Es
soll eine bestimmte Reichweite in der Ziel­
gruppe erzielt werden, dabei sollen die Ziel­
personen unterschiedlich oft angesprochen
werden. In der Praxis hängen beide Faktoren
allerdings stark voneinander ab:

Im Normalfall gilt es, eine hohe Reich­
weite zu generieren.

Insbesondere bei responseorientierten
Maßnahmen und Warenproben erfolgt
die Nutzung beim ersten Kontakt – oder
gar nicht.

Bei Neueinführungen kann auch eine
hohe Kontaktdosis sinnvoll sein, um das
Produkt im Gedächtnis zu verankern.
Aus der Multiplikation dieser beiden Vari­
ablen ergibt sich die Gesamtmenge der
Kontaktchancen (Gross Rating Points, GRP),
die erreicht werden muss.
WirtschaftsWoche
Pi mal Daumen?
Budgetierung | Das Mediabudget
lässt sich auf verschiedene Weise
festlegen: von der Faustregel bis
zur Bedarfsberechnung
I
m Gegensatz zu vielen anderen ökono­
mischen Entscheidungen lässt sich das
Mediabudget nicht ökonomisch begrün­
den. Die Werbewirkung kann nicht beziffert
werden, daher kann auch das für eine ge­
wünschte Wirkung benötigte Budget nicht
einfach berechnet werden.
Dennoch gibt es einige Grund- und Faust­
regeln, nach denen Budgets in der Praxis
bestimmt werden. Die wichtigste betrifft das
marktrelevante Verhalten. Das heißt kon­
kret, dass sich ein Unternehmen am Wett­
bewerb messen muss: Der Share of Adverti­
sing (SoA) sollte also in etwa dem Share of
Market (SoM) entsprechen. Dies gilt zumin­
dest, wenn der Werbungtreibende seinen
Marktanteil halten will. Bei Markteinfüh­
rungen oder Offensiven zur Steigerung des
Überprüfung des Mediabudgets:
Es gibt viele – vor allem unwissenschaftliche oder „gewachsene“ – Verfahren zur
Bestimmung des Mediabudgets.
Mediaplaner sollten die Budgetanforde­
rungen aus den anvisierten Zielen ableiten.
Zur Stabilisierung des Marktanteils muss
gelten: SoA = SoM
PraxisWissen
Marktanteils empfiehlt es sich entspre­
chend, die Spendings zu erhöhen, während
bei Produkten am Ende ihres Lebenszyklus
die Ausgaben auch geringer ausfallen dürfen.
Darüber hinaus existieren weitere Ver­
fahren, die allerdings ebenfalls nur einge­
schränkt wissenschaftlich belegbar sind:

Unternehmen einer Branche investieren
einen bestimmten (historisch gewachse­
nen und nicht mehr hinterfragten) Anteil
des Umsatzes in Werbung.

Das Advertising-to-Sales-Verfahren ermit­telt
die Werbeaufwendungen pro verkaufter
Einheit und berechnet so die Aufwendun­
gen für ein zukünftiges Absatzziel.

Agenturen und Unternehmen verfügen
über Erfahrungswerte – darauf basierend
schätzen sie die benötigten Budgets.

Die Ziel-Aufgaben-Methode geht von
den GRPs aus. Ihre Kosten in verschiede­
nen Medien sind bekannt, so lässt sich
das Budget kalkulieren. Experten wie
Michael Hofsäss, Dirk Engel oder Peter
Hanser empfehlen dieses Verfahren.

Das ökonometrische Modelling, das einige
Agenturen anbieten, bezieht darüber
hinaus weitere Einflussfaktoren ein.
15
Mediastrategie
In Zeit und Raum
Verteilung | Absatzschwerpunkte bestimmen häufig, wohin die
Investitionen fließen – oder wohin nicht
M
eist empfehlen sich für die Werbung
zeit­liche oder regionale Schwerpunkte.
Diese strategischen Entscheidungen
müssen allerdings vom Werbungtreibenden
selbst getroffen werden.
stellt Peter Hanser im Werbe- und Marke­
tingplaner 2009 allerdings fest, dass sich die
Präsenz der Marke auch nach ihrer Größe
richten sollte: Kleine Marken können sich
längere Pausen leisten als große.
Zeitliche Verteilung
Es gibt Produkte, die in einer Saison klare Ab­
satzschwerpunkte haben (z.B. Sekt kurz vor
Weihnachten) und entsprechend in dieser
Zeit werben. Von Fall zu Fall kann auch ein
antizyklisches Verhalten erfolgversprechend
sein, indem man ein eigentlich saisonal ge­
bundenes Produkt zu einem anderen Anlass
platziert (z.B. Sekt als Sommergetränk).
Innerhalb der zu bewerbenden Zeiträu­
me muss die Verteilung des Werbedrucks
festgelegt werden. Soll über den gesamten
Verlauf der Kampagne gleich intensiv ge­
worben werden (Kontinuität) oder werden
Akzente gesetzt (z.B. Flighting)? Die Mei­
nungen über die optimale Verteilung gehen
allerdings auseinander, sodass sich hier keine
eindeutige Empfehlung geben lässt. Generell
Regionale Verteilung
Manche Marken sind lediglich in bestimm­
ten Gegenden erhältlich – in diesem Fall ist
die regionale Verteilung vorgegeben. Viele
weisen aber auch regionale Absatzschwer­
punkte auf, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

Advertising follows sales – wo mehr
verkauft wird, wird auch mehr geworben.

Advertising against sales – das Produkt
wird da besonders intensiv beworben,
wo der Absatz bislang zurücklag.
Budgets nach Zeiträumen und Regionen:
Normalerweise werden die Werbeinvesti­
tionen den Absatzschwerpunkten folgen.
Je nach Zielen und Vorgaben können auch
gegenteilige Strategien gefragt sein.
GRP
Verteilung des Werbedrucks
Frontloading
Backloading
Flighting
Pulsing
Kontinuität
t
Quelle: Hofsäss, Handbuch Mediaplanung
16
WirtschaftsWoche
Eine Frage der Selektion
Medienauswahl | Mediaplanung heißt zwar, die passenden
Medien auszuwählen, manchmal gibt es dafür aber Vorgaben
D
ie Auswahl geeigneter Medien und
konkreter Werbeträger ist an sich die
generische Aufgabe der Mediaplanung.
Dennoch gehören auch in das Briefing des
Unternehmens Angaben, die die Selektion
der Kanäle betreffen.
Beispielsweise kann es sein, dass der Auf­
traggeber eine Präferenz für eine Medien­
gattung hat und sie daher im Mediaplan
berücksichtigt wissen möchte. Vielleicht hat
der Kunde auch in vergangenen Kampag­
nen gute Erfahrungen mit einer bestimmten
Medienauswahl gemacht und möchte sie
daher wieder einsetzen.
Darüber hinaus können durch die Aus­
stattung der Kampagne mit Werbemitteln
bestimmte Kanäle vorgegeben sein oder ge­
PraxisWissen
plante kreative Umsetzungen nur in einigen
Medien möglich sein: Werbemittel, die vor­
liegen, sollten natürlich genutzt werden.
Angaben zu den geplanten Werbemitteln
und Umsetzungen gehören daher unbe­
dingt mit in ein vollständiges Briefing.
Ein guter Mediaplaner sollte diese Vor­
gaben kritisch überprüfen und gegebenen­
falls im Re-Briefing Alternativen vorstellen.
Aspekte der Medienauswahl:
Hat der Kunde Präferenzen?
Gibt es Erfahrungen mit Medien aus
früheren Kampagnen?
Liegen Werbemittel vor, die in bestimmten
Medien eingesetzt werden müssen?
17
Erfolgskontrolle
Kontrolle ist besser
Werbewirkung | Werbungtreibende sollten den Erfolg
ihrer Kampagnen überprüfen
W
erbungtreibende investieren hohe
Be­­träge in ihre Kommunikation.
Und sie wollen natürlich wissen, ob
sich die Maßnahmen gelohnt haben oder
ob sie beim nächsten Mal etwas verbessern
müssen. Dazu können nach Ablauf der
Kampagne vorliegende Daten wie Werbe­
aufwendungen und ökonomischer Werbe­
erfolg miteinander in Bezug gesetzt und an
ihrer Zielerreichung gemessen werden.
Die Werbewirkung (Markenbekanntheit,
Werbeerinnerung oder Sympathie) lässt sich
dagegen nicht so einfach beziffern. Hierfür
müssen zusätzliche Maßnahmen ein­­geplant
werden. Mediaplaner können Möglichkeiten
auswählen oder anbieten: So integrieren
beispielsweise einige Markt-Media-Studien
Tracking-Instrumente, mit deren Hilfe Mar­
kenbekanntheit und -sympathie kontinuier­
lich abgefragt werden können. Zeitschriften
bieten Werbemittel- und Copytests zu aus­
gewählten Anzeigen an. Im Vorfeld können
zudem regionale Testmärkte ausgesucht
werden, um die Wirkung der Kampagne zu
überprüfen.
Aspekte der Erfolgskontrolle:
Die Ziele der Kampagne und ihre
Überprüfung sollten klar festgelegt werden,
nur so kann ihr Erfolg beurteilt werden.
Bei der Medienauswahl können Methoden
der Werbewirkungsprüfung eingeplant
oder vorgeschlagen werden.
Maßnahmen der Erfolgskontrolle
Kennziffer im Wettbewerbsvergleich
Datenquellen
Werbeaufwendungen
Share of Advertising (SoA)
Nielsen
Medialeistungen
Share of Voice (SoV)
MA, AGF/GfK-Fernsehforschung
Psychische Werbewirkung
z.B. relative Markenbekanntheit
Werbemittel-Tests/Pretests
Tracking-Studien
Ökonomischer Werbeerfolg
Share of Market (SoM)
Unternehmenserfolg
z.B. Benchmarking
Unternehmenseigene Daten
(Absatz, Umsatz etc.)
Marktforschungsinstitute
(Marktanteile etc.)
Quelle: eigene Darstellung nach Hofsäss, Handbuch Mediaplanung
18
WirtschaftsWoche
Quellen
Quellen & weiterführende Literatur
AC Nielsen
AC Nielsen, www.nielsen.de, Stand Februar 2011
Gabler Wirtschaftslexikon
Gabler Verlag (Herausgeber), wirtschaftslexikon.
gabler.de, Stand Februar 2011
Werbe- und Marketingplaner 2009:
Medien, Reichweiten, Preise.
Hanser, Peter (Herausgeber), Schäffer-Poeschel,
Stuttgart 2008
Konzeption und Mediaplanung für Werbe- und
Kommunikationsberufe: Lehr- und Arbeitsbuch
für die Aus- und Weiterbildung
Schnettler, Josef und Gero Wendt, Cornelsen
Verlag, Berlin 2003
PZ-Online
Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ),
www.pz-online.de, Stand Januar 2011
Praxishandbuch Mediaplanung: Forschung,
Studien und Werbewirkung; Mediaagenturen
und Planungsprozess; Mediagattungen und
Werbeträger.
Hofsäss, Michael; Dirk Engel, Cornelsen,
Berlin 2003
Focus-Lexikon: Werbeplanung – Mediaplanung
– Marktforschung – Kommunikationsforschung
– Mediaforschung
Koschnick, Wolfgang J., Focus Magazin Verlag,
München 2003, 3. Ausgabe
Marketing-Management: Analyse, Planung,
Umsetzung und Steuerung
Kotler, Philip und Friedhelm Bliemel, C.E.
Poeschel Verlag, Stuttgart 1992, 7. Ausgabe
Werbeträger: Handbuch für den
Werbeträger-Einsatz
Reiter, Wolfgang Michael (Hrsg.), Verlag MD
Medien Dienste, Frankfurt a.M. 1994, 8. Auflage
Kommunikationspolitik für Werbe- und
Kommunikationsberufe: Lehr- und Arbeitsbuch
für die Aus- und Weiterbildung
Schnettler, Josef und Gero Wendt, Cornelsen
Verlag, Berlin 2003
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