Interview mit Andreas Persigehl

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Seite 1 von 3 Retrofitting in der Logistik –
Erforschen Sie heute Ihr Potential von morgen!
Interview mit Andreas Persigehl, Logistischer Geschäftsführerin der Firma
tegut… gute Lebensmittel
Frage:
Software gilt als Schlüsseltechnologie in der Prozesskette. Welche Kriterien waren ausschlaggebend,
dass sich Ihr Unternehmen für ein Update bzw. eine Erneuerung der Lagerverwaltung inkl. der damit
verbundenen Hardware entschieden hat?
Antwort:
Das Retrofitting Projekt war ein wichtiger Baustein für die Umsetzung unserer Logistikstrategie, die
darauf abzielt, die komplette Logistikkette vom Endkunden aus zu steuern.
Primäre Zielkriterien für die Einführung der neuen Lagerverwaltung pl-Store waren zum einen die
Neuausrichtung der Prozesssteuerung der Intralogistik am Pull-Prinzip sowie die Schaffung einer
Grundlage für die Einführung neuer Prozessmethoden und belegloser Abwicklungstechniken, wie z.B.
Pick-by-Voice-Kommissionierung. Insgesamt sollen hiermit in bestehenden Strukturen Kosten- und
Service-Potenziale der Intralogistik gehoben werden.
Frage:
Welche Herausforderungen waren während des Retrofittings zu meistern?
Antwort:
Um das Pull-Prinzip auch in unserer Intralogistik konsequent umzusetzen, war es unter anderem erforderlich, dass neue Module entwickelt wurden. Ein Beispiel hierfür ist das neue Versandflächenmanagement, welches eine zentrale Rolle für die Flächenbewirtschaftung wie auch für die Auftragssteuerung übernimmt. Darüber hinaus ging es neben technischen Veränderungen auch darum, neue Ablauf- und Aufbauorganisatorische Veränderungen zu gestalten sowie alle Mitarbeitenden „mitzunehmen“ und auf die neuen Prozesse vorzubereiten, um die neuen Prinzipien erfolgreich zu implementieren.
Seite 2 von 3 Frage:
Beschreiben Sie doch bitte kurz die verschiedenen logistischen Bereiche. Und gibt es hierbei logistischer „Schmankerl“?
Antwort:
Das neue Lagerverwaltungssystem wurde in sämtlichen Intralogistik-Bereichen, wie Wareneingänge
und Kommissionierbereiche (Trockensortiment, Obst und Gemüse, Kühlung) sowie Versand an unseren beiden Logistikstandorten eingeführt. Besondere „Schmankerl“ waren das Versandflächenmanagement, die Prozesssteuerung von Bio-Artikeln, die Echtzeitanbindung an das bestehende Tourenplanungssystem sowie die Anbindung unterschiedlichster Fördertechniken samt automatischem Hochregallager.
Frage:
Haben Ihre Kunden die Auswirkungen der Retrofit-Maßnahme bemerkt?
Antwort:
Dass die Kunden von der Einführung eben nichts gemerkt haben war ein zentraler Erfolg des Retrofitting-Projekts, da die Warenversorgung während und nach der Inbetriebnahme stets reibungslos verlief. Mit dem neuen System entstanden neue Rahmenbedingungen für die Nutzung bestehender Ressourcen und Kapazitäten sowie auch für die Pünktlichkeit der Warenbereitstellung. Hieran konnten
viele weitere Projekte, wie z.B. eine umfassende Tourenoptimierung, Implementierung weiterer CrossDocking-Sortimente etc., erfolgreich anknüpfen. Insgesamt mündeten die Optimierungen in verbesserten Durchlaufzeiten und termintreue sowie höherer Prozesseffizienz und Transparenz in der innerbetrieblichen Logistikkette.
Frage:
Wenn wir von einer Kosten-/Nutzen-Betrachtung sprechen - Wie bewerten Sie das Verhältnis und
wann wird sich die Investition in das Retrofit-Projekt amortisiert haben?
Antwort:
Die Einführung des neuen Lagerverwaltungssystems hatte – erwartungsgemäß - separiert betrachtet
keine signifikante wirtschaftliche Verbesserung gebracht. Vielmehr wurde durch pl-Store die Grundlage für weitere Optimierungsinitiativen geschaffen, die bereits Ihre Früchte tragen. Insgesamt konnten wir in der Gesamtheit aller Maßnahmen die Performance unsere Logistik in bestehenden Strukturen erheblich verbessern.
Seite 3 von 3 Frage:
Sie haben sich bei der Umsetzung Ihres Retrofit-Projekts für proLogistik entschieden. Was
kann/macht das Unternehmen aus Ihrer Sicht besser als vergleichbare Anbieter?
Antwort:
Es „kann LEH“ und „spricht Logistik“.
Frage:
Was planen Sie für die Zukunft, sagen wir für die nächsten fünf Jahre?
Antwort:
Wir werden uns die nächsten Jahre unter anderem damit beschäftigen, beleglose Prozesse in allen
Bereichen einzuführen. Zudem bietet pl-Store für uns die Möglichkeit, die Intralogistik durch die Prognosen unserer automatischen Filialdisposition zu steuern. Hieraus sind weitere Optimierungspotenziale absehbar, diese „Früchte“ werden wir natürlich ernten.
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