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Die Anatomie des Nervensystems
P. Walla / D. Wiswede
Kurze Wiederholung:
• Biologische Psychologie, Vorstellung
– Bedeutung und Integration in andere
Fachbereiche
– Ordnungsgesichtspunkte der Biologischen
Psychologie
– Konfounds und alternative Erklärungen.
Die Anatomie des Nervensystems
P. Walla / D. Wiswede
• Evolution, Genetik, Erfahrung
– Zusammenspiel von Physiologie, Psychologie,
Lernen, Vererben
– Evolutionäre Grundgedanken, Darwin
– Menschliche Evolution
– Wirbeltierklassen
– Primaten, Menschenaffen, Homo Sapiens
– Unser Gehirn und Intelligenz
– Mendel,
– ...
Die Anatomie des Nervensystems
• Evolution, Genetik, Erfahrung
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
...
Begriffsklärungen Genetik
Chromosomen
Mitose, Meiose
Ursachen der genetischen Vielfalt
Geschlechtschromosomen
Replikation der DNA
Strukturgene, Operatorgene
Transkription, Translation
Interaktion Genetik/Erfahrung
P. Walla / D. Wiswede
Die Anatomie des Nervensystems
Literaturempfehlung
• Sexualität als elementare
Triebkraft der Evolution.
Auch andere Tiere haben
so ihre Fragen...
P. Walla / D. Wiswede
Die Anatomie des Nervensystems
Literaturempfehlung
• ... ein fundamentaler Darwinist....
P. Walla / D. Wiswede
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Kleiner Nachtrag zur Evolution...
• Evolutionäre Altlasten, Der Fisch in uns...
Aus Spektrum, 2009
Die Anatomie des Nervensystems
P. Walla / D. Wiswede
Biologische Psychologie I
Kapitel 3
Die Anatomie des
Nervensystems
Die Anatomie des Nervensystems
P. Walla / D. Wiswede
Biologische Psychologie I
• Themen für heute:
–
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–
Allgemeiner Aufbau des ZNS
Peripheres NS
Hirnhäute, Ventrikel, Liquor
Blut-Hirn-Schranke
Zellen des Nervensystems
Gliazellen
Darstellung von Neurone
Lage-und Richtungsbeziehungen
Aufbau des ZNS
Rücknmark
Das Gehirn
Die Anatomie des Nervensystems
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
Das Wirbeltiernervensystem besteht aus 2 Teilen:
Zentrales Nervensystem (ZNS)
befindet sich im Schädel und
der Wirbelsäule
Peripheres Nervensystem (PNS)
befindet sich außerhalb des Schädels
und der Wirbelsäule
Das ZNS besteht aus dem Gehirn (Encephalon)
und dem Rückenmark (Medulla spinalis)!
Das periphere Nervensystem besteht aus dem
somatischen (SNS) und dem
autonomen (ANS) Nervensystem!
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
Die Anatomie des Nervensystems
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Das SNS
– interagiert mit der Umwelt
– besteht aus afferenten (zum ZNS) Nerven
• die sensorische Signale zum ZNS leiten
– und aus efferenten (weg vom ZNS) Nerven,
• die motorische Signale von ZNS an die Muskeln
leiten!
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Das ANS
– reguliert das innere Milieu
– besteht aus afferenten Nerven
• die sensorische Signale von den Organen zum
ZNS leiten
– und aus efferenten Nerven,
• die motorische Signale vom ZNS zu den Organen
übertragen!
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Das ANS besitzt 2 efferente Nerventypen:
– sympathische Nerve
– parasympathische Nerven
• Beide Nerventypen werden auf ihrem Weg zum
Zielorgan einmal umgeschaltet:
– Projektionen sympathischer Nerven werden in einiger
Entfernung von ihrem Zielorgan umgeschaltet,
– Projektionen parasympathischer Nerven werden in
der nahen Umgebung ihrer Zielorgane umgeschaltet
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Vegetatives
Nervensystem
– Sympathisch: mobilisieren
von Energieressourcen
– Parasympathisch:
Energiereserven aufbauen
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Periphere Nerven
– Die meisten peripheren Nerven entspringen
dem Rückenmark! (dazu später mehr)
– Ausnahmen: es gibt 12 paarige Hirnnerven,
die direkt vom Gehirn ausgehen:
• (bitte aus eigener Initiative nachschlagen!)
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
12 paarige
Hirnnerven
Birbaumer)
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Darstellung des peripheren
Nervensystems von Andreas
Vesalius (1543), wikipedia
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Ein erster Blick in ein echtes Gehirn
– Grau vs. weiss
– Abschnitte des Gehirns, erster Eindruck
– Ventrikel
– für zu Hause: BrainTutor, sehr gut für Cortex,
• www.brainvoyager.com
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Hirnhäute, Ventrikel und
Cerebrospinalflüssigkeit
– (als Schutz des ZNS neben Schädel und Wirbel!)
• 3 Hirnhäute (Meningen)
– Dura mater
– Arachnoidea mater
– Pia mater
– Zwischen Pia mater und Arachnoidea mater
befindet sich der Subarachnoidalraum
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Hirnhäute
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Ventrikel
– (4 grosse Kammern des Gehirns):
– 2 Seitenventrikel, 3ter Ventrikel und 4ter
Ventrikel
• Cerebrospinalflüssigkeit (Liquor
cerebrospinalis):
– Füllt den Subarachnoidalraum, den
Zentralkanal und die Ventrikel
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
Subarachnoidalraum, Zentralkanal und die Ventrikel sind miteinander
verbunden und bilden ein zusammengehörendes Reservoir!
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Birbaumer
– Ventrikel
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
Die Cerebrospinalflüssigkeit wird kontinuierlich vom Plexus choroideus
produziert!
ein Kapillarnetz, welches von der Pia mater in die Ventrikel ragt!
Überschüssige Cerebrospinalflüssigkeit wird aus dem Subarachnoidalraum
in so genannte Sinusräume absorbiert!
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
• Birbaumer
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
Wie entsteht ein so genanter „Wasserkopf“ (Hydrocephalus)?
aus wikipedia
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Allgemeiner Aufbau des Nervensystems
Blut-Hirn-Schranke
physiologische Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem
Zentralnervensystem
ein weiterer Schutzmechanismus!
Schützt vor dem Übertritt toxischer Substanzen aus dem Blut in das Gehirn
Cerebrale Blutgefäße haben eng nebeneinander liegende Zellen in den
Gefäßwänden, sodass die meisten Proteine und andere grosse Moleküle
nicht passieren können (Schranke!).
Medikamente, die im Gehirn wirken sollen, müssen die Blut-HirnSchranke passieren können!
Wichtige natürliche Proteine können aktiv durchgeschleust werden!
Die Anatomie des Nervensystems
Zellen des Nervensystems
Zellen des Nervensystems:
Es gibt NEURONEN
und GLIAZELLEN
Neuronen:
… sind spezialisiert auf Empfang,
Weiterleitung und Übertragung
elektrochemischer Signale!
Äußere Anatomie
(details auf nächster Folie)
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Zellen des Nervensystems
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Zellen des Nervensystems
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Zellen des Nervensystems
• Birbaumer.
– Verbindungsarten
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Zellen des Nervensystems
Wichtige Strukturen im Zellinneren:
-Cytoplasma
- Endoplasmatisches Reticulum
- Ribosomen
- Golgi-Apparat
- Nucleus
- Mitochondrien
- Mikrotubuli
- Synaptische Vesikel
- Neurotransmitter
Innere Anatomie
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Zellen des Nervensystems
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Zellen des Nervensystems
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Zellen des Nervensystems
• Birbaumer.
– Synapsen
– zum Neuron
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Zellen des Nervensystems
Die Zellmembran:
… besteht aus einer Lipid-Doppelschicht (zwei Schichten von Fettmolekülen)
Entscheidenderweise sind in die Lipid-Doppelschicht Proteinmoleküle
eingebettet, die für viele Funktionen der Membran wichtig sind:
Kanalproteine
zum Passieren bestimmter
Moleküle
Signalprotein,
leiten Signale
an das Zellinnere weiter, wenn
bestimmtes Molekül aussen
andockt.
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Zellen des Nervensystems
Die wichtigsten Klassen von Neuronen auf Basis morphologischer
Unterschiede:
- Anzahl der Fortsätze:
- Unipolare Neuronen
- Bipolare Neuronen
- Multipolare Neuronen
- Multipolare Neuronen
(als Interneuronen)
Funktionelle Bedeutung
morphologischer Unterschiede:
Mit Axon
Weiterleitung über
lange Distanzen!
Ohne Axon
Integration innerhalb
einer Gehirnstruktur!
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Zellen des Nervensystems
• Darstellug im Birbaumer.
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Zellen des Nervensystems
Im Gehirn gibt es zwei grob zu unterscheidende Arten neuronaler
Strukturen:
- Aus Zellkörpern bestehend
im ZNS
im PNS
Nucleus
Ganglion
- Aus Axonen bestehend
im ZNS
im PNS
Graue Substanz
Trakt
Nerv
Weisse Substanz
Gut zu sehen im Brain Tutor!
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Zellen des Nervensystems
• Gliazellen (4 Arten)
– Oligodendrocyten (ZNS)
– Schwann-Zellen (PNS)
– Astrocyten (größte Gliazellen)
– Mikroglia (kleinste Gliazellen)
• es gibt ca. 10 mal mehr Gliazellen als
Neurone!
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Zellen des Nervensystems
• Oligodendrocyten (ZNS)
– Jeder Oligodendrocyt bildet
mehrere Myelinsegmente,
die sich um die Axone von
Neurone wickeln
– (oft an mehreren Axonen)
– dadurch wird die
Leitungsgeschwindigkeit
der Neurone vergrößert!
Oligodendrocyt
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Zellen des Nervensystems
• Schwann-Zellen (PNS)
– Jede Schwann-Zelle bildet ein
Myelinsegment
– können nach Verletzung axonale
Regeneration einleiten
– deshalb neuronale Regeneration
nur im PNS!
Schwann-Zelle
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Zellen des Nervensystems
– Astrocyten (größte Gliazellen)
• Ummanteln Blutgefäße im Gehirn und nehmen
Kontakt mit Neuronen auf.
• Sind an der Passage chemischer Verbindungen
vom Blut in die ZNS-Neuronen beteiligt!
– Mikroglia (kleinste Gliazellen)
• Entfernen abgestorbene Neuronen und lösen
Entzündungsprozesse aus.
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Zellen des Nervensystems
Astrocyten
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Die Anatomie des Nervensystems
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Neuroanatomische Methoden:
– Wie können Neurone sichtbar gemacht
werden?
– Schwierigkeit ist nicht die geringe Größe,
sondern die enge Verflochtenheit der
Neurone!
– durch bestimmte Präparationstechniken
können Neuronen sichtbar gemacht werden!
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Golgi-Färbung ( nach Camillo Golgi)
• wollte eigentlich Meningen färben, indem er
Kaliumdichromat und Silbernitrat verwendete
• Daraus entstand Silberchromat, welches nur
wenige Neuronen schwarz färbt und so prinzipielle
Darstellungen ermöglicht.
– Vorteil: zeigt Struktur der einzelnen Neurone
– Nachteil: Keine Auskunft über Zahl der Zellen.
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Methoden und Richtungsbeziehungen
Camillo Golgi
*1844 † 1926
Nobelpreis 1906
Zeichnung Hippocampus von Golgi
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Nissl-Färbung (Franz Nissl):
• Kresylviolett (hauptsächlich verwendeter Farbstoff)
dringt in alle Zellen eines Gewebeschnitts ein
• lagert sich an Strukturen in den Zellkörpern
• Unter dem Mikroskop kann dann die Zahl der
Neuronen sehr gut eingeschätzt werden. (dient der
Ermittlung der Zelldichte!)
– Vorteil:
• Anzahl der Zellen ermittelbar
– Nachteil:
• genaue Struktur nicht sichtbar
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Nissl-Färbung
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Methoden und Richtungsbeziehungen
Elektronenmikroskopie:
Dünne Gewebsabschnitte werden mit einer elektronen-absorbierenden
Substanz beschichtet. Die Substanz wird von verschiedenen
Neuronenteilen unterschiedlich aufgenommen. Ein darauf gerichteter
Elektronenstrahl wird dann durch das Gewebe auf einen Film gelenkt und
erzeugt detailierte Strukturabbildungen. (dient der Abbildung von Details!)
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Tracing-Verfahren:
– Anterogrades Tracing
• ermöglicht das Verfolgen der Axone, die von den
Zellkörpern eines bestimmten Gebiets entspringen
(vom Zellkörper zu den Endknöpfchen).
– Retrogrades Tracing
• ermöglicht das Verfolgen der Axone von den
Endknöpfchen zum Zellkörper.
• dient der Beschreibung von Projektionen!
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Lage-und Richtungsbezeichnung
– Unterschied Katze und Mensch
• Aufrechter Gang
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Methoden und Richtungsbeziehungen
Richtungsbezeichnungen im Nervensystem:
Wirbeltiernervensysteme werden auf die Orientierung der Wirbelsäule
bezogen!
Es gibt drei Achsen:
anterior-posterior
dorsal-ventral
medial-lateral
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Methoden und Richtungsbeziehungen
Richtungsbezeichnungen im Nervensystem:
Wirbeltiernervensysteme werden auf die Orientierung der Wirbelsäule
bezogen!
Für Menschen gibt es dieselben Achsenbezeichnungen, nur sind diese
durch den aufrechten Gang (Bipedie) für Kopf und Rumpf getrennt zu
betrachten.
anterior-posterior
dorsal-ventral
medial-lateral
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Birbaumer
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Methoden und Richtungsbeziehungen
Weitere Begriffe:
rostral-caudal (vorne-hinten), superior-inferior (oben-unten)
proximal-distal (nah-entfernt)
Schnittebenen:
horizontal
frontal
sagittal
Querschnitt
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Zusammenfassend
– (Birbaumer)
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Methoden und Richtungsbeziehungen
• Radiologische Konvention
– Betrachten der Schnittbilder
– Alternative:
neurologische
Konvention
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• Aufbau des ZNS
– Aufbau des Rückenmarks
– Aufbau des Gehirns
– vorher Pause machen???
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Das Rückenmark
• Das Rückenmark:
– Grob betrachtet gibt es zwei Bereiche:
• H-förmiger Kern (graue Substanz)
• Umgebende weiße Substanz
– Die graue Substanz
• besteht hauptsächlich aus Zellkörpern und
unmyelinisierten Interneuronen!
– Die weiße Substanz
• besteht hauptsächlich aus myelinisierten Axonen!
Die Anatomie des Nervensystems
Das Rückenmark
• Man unterscheidet:
– Hinterhörner (dorsal)
– Vorderhörner (ventral)
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Das Rückenmark
• Auf 31 Ebenen sind jeweils links und rechts Paare von
Spinalnerven mit dem Rückenmark verbunden.
• Jeder der 62 Spinalnerven teilt sich und seine Axone
ziehen
– entweder über die Hinterwurzel
– oder über die Vorderwurzel
in das Rückenmark hinein!
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Das Rückenmark
Über die Hinterwurzel ziehen ausschließlich
afferente sensorische unipolare Neuronen,
deren Zellkörper
unmittelbar außerhalb
des Rückenmarks das
Hinterwurzelganglion
bilden!
zum
ZNS
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Das Rückenmark
Die Neuronen der Vorderwurzel sind
efferent, motorisch und multipolar!
Ihre Zellkörper liegen in den Vorderhörnern!
Die somatischen Neuronen
projizieren zu den
Skelettmuskeln
die autonomen Neuronen
projizieren zu Ganglien, die
über weitere synaptische
Kontakte mit inneren Organen
in Verbindung stehen!
vom ZNS
weg
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
• Zahlenspiele mit dem menschlichen Gehirn
Quelle: Birbaumer
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
• Was wir bereits wissen:
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
• Das Gehirn; 5 Hauptabschnitte
• (Endhirn)
jung
– Diencephalon
• (Zwischenhirn)
– Mesencephalon
• (Mittelhirn)
– Metencephalon
• (Hinterhirn)
– Myelencephalon
alt
• (Nachhirn)
• = Medulla oblongata
Entwicklungsgeschichtliche Reihe!
– Telencephalon
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
• Die Abschnitte ohne dem Telencephalon
werden oft als Truncus encephali
(Hirnstamm) bezeichnet!
– (!!!! Meist wird allerdings das Diencephalon
auch nicht dazu gerechnet und der Rest als
Truncus cerebri bezeichnet!)
• Das Myelencephalon wird oft auch
alsMedulla oblongata (verlängertes
Rückenmark) bezeichnet!
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
Unterstrukturen der 5 Hauptabschnitte:
Das Myelencephalon
…überträgt hauptsächlich Signale zwischen dem Rest des Gehirns und dem
Körper!
Wichtige Unterstruktur: Formatio reticularis
Netzwerk aus ca. 100 kleinen Kernen, die sich
von der posterioren Grenze des Myelencephalon
bis zur anterioren Grenze des Mesencephalon
erstrecken!
Spielt eine wichtige Rolle bei der allgemeinen
Aktivierung (aufsteigendes reticuläres
Aktivierungssystem!). Die verschiedenen Kerne sind
bsp. beteiligt am Schlaf, der Aufmerksamkeit, der
Bewegung, der Aufrechterhaltung des Muskeltonus
und diverser autonomer Reflexe!
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
Das Metencephalon:
…beinhaltet viele auf- und absteigende Nerven und auch Teile der Formatio
reticularis
Auf der ventralen Seite befindet sich der Pons
Auf der dorsalen Seite befindet sich das Cerebellum
Das Cerebellum ist wichtig für die präzise Kontrolle
von Bewegungen und ihrer Anpassung an sich
verändernde Bedingungen (Sensomotorik).
Seit einiger Zeit ist deutlich geworden, dass das
Cerebellum auch bei vielen kognitiven Prozessen
beteiligt ist!
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
Das Mesencephalon:
Ebenso 2 Abschnitte:
dorsal liegt das Tectum
ventral liegt das Tegmentum
Das Tectum beinhaltet die Colliculi inferiores
(auditorisches System)
und die Colliculi superiores
(visuelles System)!
Das Tegmentum beinhaltet weitere Bereiche
der Formatio reticularis,
das periaquäduktale Grau (Opiate wirken!),
die Substantia nigra (Sensomotorik)
und den Nucleus ruber (Sensomotorik)
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
Das Diencephalon:
Auch 2 Strukturen:
Thalamus und Hypothalamus
Thalamus: besteht aus 2 Lappen
(sitzt auf beiden Seiten des 3ten Ventrikels).
Die beiden Lappen sind über die
Adhesio interthalamica verbunden.
Der Thalamus beinhaltet viele verschiedene
paarige Kerngebiete, die meist zum Cortex
projizieren.
Sensorische Relaiskerne: Bsp.:
Corpus geniculatum laterale und Corpus geniculatum mediale
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
• Ausflug in das Gehirn
– Diencephalon
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
der Thalamus
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
Hypothalamus: befindet sich unterhalb des Thalamus!
…besteht aus mehreren Nuclei und
spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation
verschiedener motivationaler Verhaltensweisen!
…steuert z.T die Freisetzung von Hormonen der
Hypophyse, die sich direkt darunter befindet!
2 weitere Strukturen:
Das Chiasma opticum als Ort, an dem sich die
Sehnerven kreuzen und die Corpora mammillaria
(paarige kugelförmige Nuclei!)
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
Das Telencephalon:
… beim Menschen der grösste Abschnitt!
Cerebraler Cortex (Grosshirnrinde):
… ist die tief gefaltete äußere Schicht (graue Substanz)!
… nicht alle Säugetiere besitzen einen gefalteten Cortex (lissencephal)!
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
Die grossen Furchen heissen Fissurae, die kleinen heissen Sulci!
Die Erhebungen heissen Gyri!
Beide Hemisphären sind durch die Fissura longitudinalis cerebri beinahe
getrennt!
Verbindungen gibt es über so genannte cerebrale Commissuren!
Die grösste Commissur ist das Corpus callosum
(verbindet die Hemisphären)!
Die markantesten
Sulci sind:
Sulcus centralis
Sulcus lateralis
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
Wir unterscheiden 4 grosse Lappen (cortical):
Frontallappen, Parietallappen, Temporallappen
und Occipitallappen!
Markante Gyri sind:
Gyrus precentralis, Gyrus postcentralis
und Gyrus temporalis superior
90% des menschlichen cerbralen Cortex bestehen
aus Neocortex! Dieser wiederum besteht aus 6
Schichten (siehe nächste Folie!)
Es gibt zwei Arten von corticalen Neuronen:
Pyramidenzellen und Sternzellen!
Die Zahl beider Zelltypen variiert ja nach Schicht!
Es gibt einen dominanten vertikalen Verlauf der
Axone und Dendriten
Kolumnenorganisation!
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
• Ideal zum Lernen der Grobanatomie
– BrainTutor
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Die Hauptstrukturen des Gehirns
• ... weiter in der nächsten Vorlesung
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