Paul Hindemith – Ein Leben in Stichworten 1895: Paul

Werbung
www.plan-m.wdr.de 2014 | 2015
Paul Hindemith – Ein Leben in Stichworten
Paul Hindemith – Ein Leben in Stichworten
1895: Paul Hindemith wird am 16. November in Hanau geboren.
1902–05: Musikunterricht beim Vater. Mit seinen Geschwistern ist Hindemith als »Frankfurter
Kindertrio« in der schlesischen Heimat des Vaters unterwegs.
1908–13: Geigenstudium am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt am Main sowie Kompositionsunterricht bei Arnold Mendelssohn und Bernhard Sekles.
1915: Hindemith wird Konzertmeister der Frankfurter Oper (bis 1923) und Mitglied des RebnerQuartetts (bis 1921). Einsatz als Militärmusiker an der Westfront.
1919: Der Verlag Schott gibt erste Werke heraus.
1921: Die Operneinakter »Mörder, Hoffnung der Frauen« und »Das Nusch-Nuschi« lösen in Stuttgart
einen Theaterskandal aus. In Donaueschingen erklingt das Quartett op. 16.
1922: Uraufführung der Kammermusik Nr. 1 op. 24a für Orchester und des Weihnachtsmärchens mit
Gesang und Tanz »Tuttifäntchen«. Gründung des Amar-Quartetts mit Hindemith als Bratscher.
1923: Er gibt die Konzertmeisterposition auf und unternimmt mit den Amar-Quartett Konzertreisen
durch ganz Europa. Es entsteht »Das Marienleben« op. 27.
1924: Heirat mit Gertrud Rottenberg. Bis 1927 schreibt Hindemith die Kammermusiken op. 36 und
46 für je ein Solo-Instrument (Klavier, Cello, Violine, Viola, Viola d’amore, Orgel).
1926: Uraufführung der Oper »Cardillac« nach E. T. A. Hoffmann in Dresden.
1927–29: Er erhält einen Ruf an die Hochschule für Musik in Berlin. Beginn einer solistischen Konzerttätigkeit. Zusammenarbeit mit Brecht und Eisler. Uraufführung der Oper »Neues vom Tage«.
1933: Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wird Hindemiths Musik als »kulturbolschewistisch« verurteilt und 1936 schließlich verboten.
1934–36: Wilhelm Furtwängler führt erstmals die Sinfonie »Mathis der Maler« auf (Instrumentalstücke aus der gleichnamigen Oper). Hindemith lässt sich von seiner Hochschultätigkeit beurlauben. Er unternimmt Reisen in die Türkei, um beim Aufbau des dortigen Musiklebens zu helfen.
Das Bratschenkonzert »Der Schwanendreher« wird 1935 in Amsterdam uraufgeführt.
1937/38: Nachdem er seine Hochschulprofessur gekündigt hat, unternimmt er Konzerttourneen in
die USA. Uraufführung der »Symphonischen Tänze« und der Oper »Mathis der Maler«. Das Ballett
»Nobilissima Visione« entsteht. Hindemith geht ins Exil: zunächst in die Schweiz, später in die USA.
1941: Ernennung zum Professor für Musiktheorie an der Yale University.
1944: Uraufführung der »Sinfonischen Metamorphosen« in New York.
1946: Er nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Das »Flieder-Requiem« (»A Requiem For
Those We Love«) auf Worte von Walt Whitman erklingt zum ersten Mal in New York.
1947–49: Hindemith ist nach Ende des Zweiten Weltkriegs erstmals wieder in Europa. Vortragsreisen durch Deutschland im Auftrag der amerikanischen Militärregierung.
1949/50: Er hält Vorlesungen am Poetik-Lehrstuhl der Harvard University.
1951: In Zürich wird er Professor für Musikwissenschaft (bis 1957).
1952: Die Harvard-Vorlesungen erscheinen unter dem Titel »A Composer’s World«. Er erhält den
Orden »Pour le mérite«.
1953: Umzug nach Blonay in der Schweiz. Bis 1963 unternimmt er zahlreiche Konzertreisen als
Dirigent (u. a. nach Südamerika und Japan).
1957–59: Uraufführung der Oper »Die Harmonie der Welt« in Basel.
1963: Sein letztes Werk, die Messe für Chor a cappella, wird in Wien uraufgeführt. Paul Hindemith
stirbt am 28. Dezember in Frankfurt am Main.
Herunterladen