Grundwissen 8. Klasse (Word)

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Grundwissen Geschichte 8. Klasse
Absolutismus:
- monarchische Herrschaftsform, in welcher der König die unumschränkte Herrschaftsgewalt hat (nicht an Gesetze, außer an
religiöse Gebote gebunden)
- Höhepunkt d. Absolutismus: Ludwig XIV. von Frankreich (Sonnenkönig um 1700)
Gottesgnadentum:
- Herrschaftslegitimation (Rechtfertigung) der Könige als von Gott
eingesetzt und deshalb niemand außer Gott verantwortlich
- aus christlicher Zeit der Spätantike
- während des Absolutismus: wichtigste Legitimation der Königsmacht
Versailles:
- Königsschloss Ludwigs XIV. bei Paris und Musterbeispiel für
prunkvollen Bau zur Machtdemonstration des Königs
Hofzeremoniell:
- Regeln und Verhaltensweisen besonders bei feierlichen Anlässen am
Fürstenhof
 Hofzeremoniell in Versailles als Vorbild für europäische Fürsten
Merkantilismus:
- („Handel treiben): staatliches Wirtschaftsystem des 16. bis 18. Jh.
- Stärkung der eigenen Wirtschaft durch staatliche Förderung der
Massenproduktion in Manufakturen (Arbeitsteilung handwerklicher
Produktion in großen Werkstätten)
- Erhebung von hohen Schutzzöllen auf ausländische Waren zum Schutz
der eigenen Produkte (Protektionismus)
- Frankreich als Vorbild (begründet durch Colbert)
Hegemonie:
- („Führung“): Vormachtstellung eines Staates gegenüber den anderen
wirtschaftlich, militärisch, (kulturell)
Föderalismus:
- („Bündnis, Staatsvertrag“): Die Macht in einem Staat wird zwischen
Zentralgewalt (damals Kaiser, heute Bundesregierung) und Einzelstaaten (damals Fürstentümer, heute Bundesländer) aufgeteilt
Reichstag:
- im Heiligen Römischen Reich Vertretung der Reichsstände
(Reichsfürsten, weltlich und geistlich, sowie Reichsstädte), die (seit
dem 12. Jh.) zusammen mit dem Kaiser Gesetze beschlossen
- (seit 17. Jh.) ständiger Reichstag in Regensburg
Dualismus:
- („Gegensätzlichkeit“): in der deutschen Geschichte der Gegensatz
zwischen Preußen und Österreich um die Vorherrschaft im Deutschen
Reich
- (Beginn: Kampf König Friedrichs II. von Preußen gegen Kaiserin Maria
Theresia (um Schlesien) Mitte d. 18. Jh.)
- (Ende: Sieg Preußens, Hinausdrängens Ö’s aus D im Krieg 1866)
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parlamentarische
Monarchie:
- Monarch (König) repräsentiert nur mehr den Staat
- Regierung untersteht dem Parlament
- Regierungsform Großbritanniens seit 1689
Bill of Rights:
- englisches Staatsgrundgesetz von 1689 (nach Vertreibung
Jakobs II.):
 König musste von da an Oberhoheit d. Parlaments akzeptieren
Barock:
- („unregelmäßige, schiefe Perle“): Kunstepoche 17. bis Anfang 18. Jh.
- sehr reiche Verzierungen (viel Gold, Gemälde und Figuren)
 Brüder Asam in Bayern, J. B. Neumann
- Musik: Entwicklung d. Oper
 Johann Sebastian Bach, Bernini
Aufklärung:
- „Zeitalter der Vernunft“ (Immanuel Kant) im 17. und 18. Jh. mit
Ausgang in England
- Entdeckung von Naturgesetzen: Schwerkraft  Isaac Newton
- Gewaltenteilung: Legislative (Gesetzgebung), Exekutive (ausführende
Gewalt) und Judikative (richterliche Gewalt) nach
Montesquieu (Franzose)
- Volkssouveränität: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ (Rousseau)
Declaration of Independence
-
George Washington
-
Französische Revolution:
Amerikanische Unabhängigkeitserklärung (4. Juli 1776)
die 13 Neuenglandkolonien erklären ihre Unabhängigkeit von
England  Unabhängigkeitskrieg
Entwurf des Dokuments als Teil d. späteren Verfassung mit
garantierten Menschenrechten durch Thomas Jefferson
Oberbefehlshaber der amerikanischen Truppen im Unabhängigkeitskrieg
erster Präsident der USA (1789)
- 1789: Aufstand des dritten Standes gegen den König in Paris
- Gründe: drohender Staatsbankrott und Hungersnot
 3. Stand (vor allem Bürger!) forderte nun mehr Mitspracherecht
 Sturm auf Festung Bastille (14.7.1789)
 Hilfegesuch Ludwigs XVI. an Ausland E, Ö, Pr
 Revolutionskriege: Frankreich gegen Bündnis aus E, Ö, Pr, R, Span
 schließlich Verhaftung und Enthauptung des Königs und seiner
Frau Marie Antoinette (1793)
 Errichtung einer Republik: 1-jährige Schreckensherrschaft
Robbespieres
 Staatsstreich Napoleon Bonapartes  Kaiserkrönung und
Eroberung großer Teile Europas
 Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 auf
Druck Napoleons
 Scheitern Napoleons im Russlandfeldzug (1812)
 endgültiger Sieg über Napoleon 1815: Schlacht bei Waterloo
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Säkularisation:
- Einziehung kirchlichen Eigentums durch den Staat (die Fürsten) im Zuge der
von Napoleon gewünschten Gebietsneuordnung auf deutschem Boden
(Reichsdeputationshauptschluss 1803: Entschädigung deutscher Fürsten für
für den Verlust von linksrheinischen Gebieten an Frankreich)
Königreich Bayern: - Als Entschädigung für Gebietsverluste und als Belohnung für seine
Unterstützung wurde Kurfürst Max I. Joseph von Bayern von Napoleon zum
König erhoben  seit 1806: Königreich Bayern
Montgelas:
- leitender Minister unter Max I. Joseph, verantwortlich für die erste
Verfassung Bayerns und die Zentralisierung und Modernisierung d.
Verwaltung
Wiener Kongress:
- internationaler Kongress (E, Ö, Pr, R und Fra) zur Neuordnung Europas
nach der Ära Napoleon unter dem Vorsitz Metternichs 1815 in Wien
Restauration:
- Versuch der Wiederherstellung der Machtverhältnisse vor der französischen Revolution in Europa (Königsherrschaften und Ländergrenzen)
 maßgeblich beeinflusst von Metternich
 Restaurationszeit bis 1830 (Julirevolution in Frankreich)
Deutscher Bund:
- Staatenbund (1815-1866) aus souveränen (selbständigen) Fürsten und freien
Städten auf deutschem Gebiet
 gemeinsame Verteidigung
König Ludwig I.
(von Bayern):
- König in Bayern (1825-1848)
Biedermeier:
- Bezeichnung für die Epoche (Zeitraum) zwischen 1815-1848 = „Vormärz“
- Kennzeichen: Rückzug der Bürger ins Privatleben und den Beruf, da
politische Betätigung streng vom Staat überwacht wurde
- „bürgerliche Spießigkeit“ im Wohnen und in der Haltung d. Menschen
Nationalismus:
- Anfang d. 19. Jh. in D: Bewegung zur Errichtung eines einheitlichen,
souveränen Nationalstaats in D (nach Vorbild Frankreichs)
- Liebe zur eigenen Nation
Liberalismus:
- („die Freiheit betreffend“): politischer Liberalismus: Forderung nach
garantierten Grundrechten in Form von schriftlichen Verfassungen
- Rechts- und Verfassungsstaat
Nationalversammlung:
- erstmals Versammlung von in ganz D gewählten Abgeordneten in
der Frankfurter Paulskirche 1848
- Aufgabe: Erstellung einer Verfassung für einen deutschen Staat
 scheiterte schließlich, da zu viel Zeit verstrich und die Fürsten
in der Zwischenzeit ihre alte Macht wiedererlangen konnten
 Revolution von 1848 gescheitert aber dennoch große Wirkung
auf die heutige Verfassung der Bundesrepublik Deutschland
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