Rechtsgeschichte

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Rechtsgeschichte
1789-1815
Die Französische Revolution und das Napoleonische
Zeitalter (1789- 1815)
In der französischen Ständeversammlung riss der 3. Stand, das Bürgertum, am 17. 6. 1789 die
Macht an sich und erklärte sich zur Nationalversammlung: Ausbruch der französischen
Revolution.
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Der Sturm auf die Bastille (Staatsgefängnis) am 14. 7. 1789, der noch heute als
französischer Nationalfeiertag gilt, hatte bloß symbolische Bedeutung.
Reformen: Abschaffung des Feudalsystems, Ausrufung der Menschen- und
Freiheitsrechte, Frankreich erhält 1791 eine formelle Verfassung (Monarchie wird
verdrängt und Frankreich wird zur Republik → Absetzung Ludwig des XVI.)
Ihren blutigen Höhepunkt naht die Revolution 1794 unter der Terrorherrschaft von
ROBESPIERRES. Nach dessen Sturz übernimmt ein fünfköpfiges Direktorium die
Regierungsspitze.
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Die europäischen Monarchien verbünden sich in mehreren Koalitionskriegen gegen das
revolutionäre Frankreich, sie wurden jedoch nach Anfangserfolgen zurückgeschlagen. General
NAPOLEON BONAPARTE eroberte weiter Teile Europas und übernahm nach einem Putsch
1799 die alleinige Macht in Frankreich.
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Die Bedrohung in Frankreich löst einen Nationalismus aus, die Einführung der
allgemeinen Wehrpflicht ermöglicht die Hegemonie Frankreichs in Europa.
Aufgrund seiner militärischen Erfolge wird er populäre Napoleon in der Verfassung 1799
zum ersten Konsul mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet.
In den Koalitionskriegen verlor das Heilige Römische Reich alle linksrheinischen Gebiete,
worauf eine umfassende Neustrukturierung des Reiches notwendig war. Es kommt zur
Verweltlichung (=Säkularisierung) aller geistlichen Fürstentümer (z.B. Salzburg 1803, das als
weltliches Kurfürstentum an die Habsburger fällt) = Reichsdeputationshauptschluss 1803
Viele Kleinstaaten werden von größeren annektiert, wodurch die Anzahl der
reichsunmittelbaren Staaten von mehreren hunderten auf 34 schrumpfte. Die nun größeren
Staaten fühlten sich durch die Annexionen stärker und vom Heiligen Römischen Reich
unabhängig geworden, sie haben kein Interesse mehr am Fortbestand des Reiches.
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1804 krönte sich NAPOLEON zum Kaiser der Franzosen. Der römisch- deutsche Kaiser Franz
II. beantwortete diesen Akt mit der Annahme des Titels eines Kaisers von Österreich (Franz I.).
1806 legte er unter Druck Napoleons die römisch- deutsche Kaiserkrone nieder und erklärte
das Heilige Römische Reich für erloschen.
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Das Ende des Heiligen Römischen Reiches war nach den Kaiserkreierungen und der
Niederlagen der österreichischen und russischen Kaiser gegen Napoleon bei Austerlitz
abzusehen. 1806 erklären zahlreiche deutsche Fürsten ihren Austritt aus dem Reich und
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Lukas Müller | 27.10.11
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1789-1815
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schließen sich zum Rheinbund zusammen (= bloß völkerrechtliche Verbindung
souveräner deutscher Fürsten unter der Führung Napoleons)
Weitere Siege gegenüber Preußen (Jena) und Österreich (Dt. Wagram 1809)
befestigen Napoleons Herrschaft über Europa. In zahlreichen Staaten setzt er
Verwandte als Könige ein.
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Napoleons Russlandfeldzug 1812 scheiterte, worauf sich alle europäischen Machthaber
gegen ihn erhoben und ihn 1813 bei Leipzig besiegen (Napoleon dankt zugunsten seines 2jährigen Sohnes ab).
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Nach der Schlacht von Leipzig zerfiel auch der Rheinbund.
Napoleon erhielt die Insel Elba als selbstständiges Fürstentum zugewiesen, versuchte
jedoch 1815 in Frankreich wieder an die Macht zu kommen (Herrschaft der 100 Tage).
Nach seiner endgültigen Niederlage 1815 bei Waterloo wird er auf die Insel St. Helena
verbannt, wo er 1821 stirbt.
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Lukas Müller | 27.10.11
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