Mein Leben - Harry Lamers

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Mein Leben
mit Jesus
Autor:
Heinz Gesch
im November 2003
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Meine Heimat ist Swinemünde auf der Insel Usedom. Hierzu
gehört auch die Insel Wollin. Zwei wunderbare Inseln in der
Ostsee von der Natur geschaffen, vorgeschoben, vor die
Mündung des großen Flusses Oder. Bevor die Oder ihr
Süßwasser ins salzige Meer fließen lässt, wird das Wasser im
kleinen und großen Haff aufgefangen. Nur vom kleinen Haff
kann das Wasser über den Strom Dievenow in die Ostsee
entweichen. Gleichzeitig kann das Wasser über das Große Haff
an Anklam, Wolgast und an Peenemünde durch den
Peenestrom in die Ostsee entweichen. Eine dritte und letzte
Möglichkeit für das Wasser in die Ostsee zu entweichen, ist die
Swine. Mitten durch Swinemünde-West und Ost und ist somit
die Grundlage eines riesigen Hafenbeckens, aufgeteilt durch
zwei lange und schmale Inseln. Die grüne Fläche und das
Eichstadion teilen den Hafen von Swinemünde. für die
Anlegeflächen von kleineren Schiffen nach Stettin und zurück,
sowie über die Ostsee nach Misdroy oder zur anderen Seite der
Westküste nach Ahlbeck, Heringsdorf, Koserow und Zinnowitz
bis zur Insel Rügen auf. Es besteht auch eine gute Verbindung
durch die Kaiserfahrt über das Große Haff nach Kamminke,
Anklam und Wolgast.
Das kleine und große Haff wird getrennt durch den natürlichen
Wasserstrom von der Oder zur Swine über die gebaute
Kaiserfahrt in den Hafen von Swinemünde. Die natürlich
gebildete Fahrtrinne, die Swine, wurde durch die Kaiserfahrt
künstlich verändert, um den Schiffsverkehr nach Stettin
überhaupt für größere Schiffe zu ermöglichen. Dadurch wurde
Swinemünde so wichtig für beide Inseln, weil für alle
Menschen von beiden Inseln hier eine Erwerbsmöglichkeit
bestand. Die Inseln und der Hafen wurden deshalb für den
Hitlerstaat eine Handhabe, Swinemünde zu einem Kriegshafen
auszubauen. Heute wird Swinemünde für die Polen ein
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Geldproblem, weil der Hafen, die Kaiserfahrt und die
Fahrtrinne durch das Haff immer ausgebaggert werden müssen.
Bei der Einfahrt zur Kaiserfahrt besteht immer wieder die
Gefahr der Versandung.
Der Wasserstrom Dievenow, der die Insel Wollin von dem
Festland trennt, kann nicht mit größeren Schiffen befahren
werden. Der Strom endet im Camminer Bodden, wo noch eine
kleine bewohnte Insel ist, die vom Festland von der Kleinstadt
Cammin zu erreichen ist. Die Ausfahrt zur Ostsee an dem Ort
Berg Dievenow kann nicht durch größere Schiffe befahren
werden. Deshalb hat sich in all den Jahren diese Ausfahrt für
den Fischereibetrieb sehr bewährt. Die Insel Wollin ist sehr
wichtig für den Eisenbahnverkehr von Swinemünde-Ostswine
nach Wollin. Auf der halben Strecke fährt die Eisenbahn über
Misdroy -ein kleines Städtchen und Badeort an der Ostsee-. Ich
bin im Jahr 2000 mit dem Fahrrad von Seebad- Ahlbeck mit
der neuen Fähre von Swinemünde über Pritter nach Misdroy
gefahren und kam am Jordansee vorbei. Dieser See wurde in
meiner Jugendzeit viel von den Swinemündern angefahren. Er
ist jetzt von den Polen als Naturgebiet erklärt. Ich kann nur
jedem Menschen empfehlen, diese Insel-Wollin zu befahren.
Die Straßen sind noch sehr gut gepflegt, weil Sie genutzt
werden für den Autoverkehr von Stettin über die Insel Wollin
nach Swinemünde. In Swinemünde-Ost haben die Schweden
auf ihre Kosten eine große Anlegestelle für ihre Autofähren
gebaut. Gleich daneben ist der alte Bahnhof Swinemünde-Ost
weiter ausgebaut. Wir sind 2003 mit dem Schiff vom Hafen
Kamminke direkt hier vom Schiff ausgestiegen und mussten
die ganze Zollstelle durchlaufen. Die Fähre zur Stadt ist die
alte von 1945 und ist auch bei den Polen kostenlos zu
benutzen. Meine Eltern hatten hier am Bollwerk 28 eine kleine
Konditorei. Das Haus wurde 1945 nicht von den Bomben
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getroffen. Ich wollte als erstes meine wunderbare Heimat
vorstellen. Diese Zeit hat mein ganzes Leben geprägt. Die
Jugenderinnerungen bedeuten mir heute viel. Damit jedem
Leser dieses Buches bewusst wird, wie man zu GOTT und
diesem JESUS finden kann.
Ferner möchte ich hiermit beweisen, dass die Inseln Usedom
und Wollin zu einer Einheit gehören, wirtschaftlich und
politisch. Dass der Krieg ein Wahnsinn war und dass
Menschen entschieden haben, ohne das Natürliche zu
berücksichtigen. Kommen wir deshalb nun zur Insel Usedom.
Wenn Menschen zu meiner Zeit verreisen wollten, hatten sie
die Möglichkeit vom Bahnhof- Swinemünde-Ost – über Wollin
nach Stettin zu fahren. Swinemünde hatte den Hauptbahnhof
und den Bahnhof-Bad. Die Bürger hatten nun die Gelegenheit
vom Hauptbahnhof über Usedom und Pasewalk nach Berlin zu
fahren. Es war für die Berliner deshalb die beste Gelegenheit,
die schönsten Urlaubstage auf der Insel Usedom zu erleben. Sie
konnten in Swinemünde aussteigen oder alle Kurorte der Insel
Usedom anfahren. Wie Swinemünde-Bad oder weiterfahren
nach Seebad-Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin, Koserow,
Zinnowitz bis Peenemünde und Wolgast. Es ist auch schon
wieder ein paar Jahre her, dass in Wolgast über die Peene eine
neue Brücke für den Autoverkehr und die Eisenbahn gebaut
wurde.
Vor dem Krieg verlief der Eisenbahnverkehr von Berlin über
Pasewalk nach Usedom über den Peenestrom, über die
Zecheriner Brücke und zum Hauptbahnhof und weiter wie
schon beschrieben. Vom Hauptbahnhof fuhren auch besondere
Züge zum Hafen zu der Anlegestelle für die OstpreußenSchiffe. Die Personenzüge vor allem die Güterzüge fuhren
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eingleisig den ganzen Hafen entlang bis zum Hafenbau über
eine kleine Hebebrücke. Danach kam eine lange Landzunge
mit einem großen Verschiebebahnhof, damit die vielen
Güterwagen beladen oder entladen werden konnten. Zur
Hafenseite hin war ein Kai zum Anlegen von großen Schiffen,
die ausladen und beladen konnten. Hier legte auch das
Schlachtschiff im März 1945 an, wo ich als Verwundeter
aussteigen konnte. Lange Lazarettzüge standen bereit, um alle
Verwundeten abzutransportieren. Aber ich möchte vorerst
weiterfahren in meinem Bericht. Diese Hebebrücke, wo der
Zug zum Güterbahnhof am Anlegekai darüber fährt, war die
Einfahrt für Schiffe, die zum Hafenbau wollten. Hier war ein
kleiner Hafen, wo die Schiffe repariert wurden. Noch zu
meiner Zeit wurde diese Einfahrt zugeschüttet.. Der kleine
Hafen wurde erweitert und eine neue Ausfahrt direkt in die
Swine ausgebaggert. Diese ganze Schienenanlage wurde erst
viel später, nachdem ich Swinemünde verlassen musste, von
den Polen abgerissen. An den Anlegestellen der OstpreußenSchiffe lagen noch 2003 die kompletten Schienen. Die
Hafenanlage nach dem Hafenbau wurde für alle Personen
gesperrt.
Swinemünde war eine wunderbare Hafenstadt, aber sie war
auch ein guter Badeort. Die Menschen kamen aus allen
Richtungen beider Inseln und darüber hinaus aus ganz
Deutschland. Die Stadt hatte den Vorteil für Landwirte,
Gartenerzeugnisse aus Kleinbetrieben von beiden Inseln .auf
dem Markt zu verkaufen. Swinemünde war die Kreisstadt und
Stettin für den Bezirk. Für Urlauber war es wichtig, den besten
Strand kennen zulernen und bei nicht immer guten Wetter
durch den Hafen und das Stadtleben mit den vielen kleinen
Geschäften einen Ausgleich zu finden. Auch der große Betrieb
durch die vielen Seeleute, die auch durch Tanzen und
Vergnügungen für Unterhaltung sorgten. Die Urlauber konnten
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Schiffsreisen machen und hatten Gelegenheiten zum Wandern
über beide Inseln hinaus. Auf der Insel Usedom gab es den
Wolgast-See, Gothen-See, Balmer- See, Usedomer-See und
das große Achter-Wasser. Ganz besonders ist der LieperWinkel ein Landstreifen ins Achter-Wasser hineinragend. Ein
Wasserschloß bei Mellenthin - alles noch eine unberührte
Natur.. Usedom ist eine alte kleine Stadt mit vielen
Sehenswertigkeiten. Alle diese Möglichkeiten waren für
Swinemünde ein gutes Urlaubsangebot. Noch 1928 hatten
meine Eltern in der Gartenstraße 18 ein Restaurant mit
Mittagstisch, eigener Konditorei und zum Abend Tanz bei
Musik. Wenn man am Hafen auf dem kleinen Marktplatz steht,
liegt ein paar Schritte weiter das alte Rathaus. Heute haben die
Polen eine Bücherei darin eröffnet. Die Straße davor führt
direkt zum Strand. Es ist oder war die Gartenstraße. Diese
Straße stößt auf den Stadtpark und führt bis zum Strand am
Park links vorbei. Hier am Eingang zum Park rechts hat das
Restaurant gestanden. Es steht auch noch ein Gebäude etwas
verändert dort. Warum schreibe ich so ausführlich darüber,
weil ich hier am 3.April 1924 geboren wurde. Hier begann mit
meinem vierten Lebensjahr das große Unglück, wo ich
versehentlich Natronlauge getrunken habe. Es gehört nun zu
meinem Lebenslauf, darüber zu berichten mit all dieser
Vorgeschichte. Auch den Bericht über diese wunderbaren
Inseln, Usedom und Wollin , weil sie noch heute meine
Heimat sind.
Es muss wohl so sein, dass wir aus unserem Leben diesen GottVater mit seinem Gott-Sohn erkennen können. Deshalb habe
ich schon 1991 mein kleines Heft mit 104 Seiten geschrieben
und alle Leser werden erkennen können, dass der Titel dieser
Schrift schon berechtigt ist. Vor meiner Geburt hatte ich noch
eine drei Jahre ältere Schwester Lieselotte, die aber schon im
Jahr 2000 verstorben ist. Nach mir hatte ich einen Bruder
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Erich, der 1927 geboren wurde. Er lernte in Berlin in der
Konditorei Gumpert am Alexander Platz Konditor. Er machte
seine Prüfung und wurde noch vor Kriegsende Soldat. Wir
sahen uns nicht mehr. Er ist gefallen. Nach meiner Krankheit,
zwei Jahre direkte Krankenhausbehandlung, lebte ich mit
meiner Schwester in der Gartenstraße 18, Wir hatten eine
wunderbare Kindheit in dieser Zeit. Meine Erinnerung selbst
an diesen Unglückstag ist mir noch so stark bewusst, dass ich
über alles gut berichten kann. Ich erlebte in diesem Haus noch
die Geburt meines zweiten Bruders Erwin. Meine Mutter legte
den Neugeborenen am Abend, wo ich schon im Bett lag, in
meine Arme. Ich hatte aufgrund meiner langen und schweren
Krankheit immer eine ganz besondere vorgezogene und
liebevolle Behandlung von meinen Eltern empfangen. Ich kam
wegen meiner Krankheit auch ein Jahr später in die Schule und
hatte dieses Schuljahr nicht bestanden. Ich war in den ersten
Jahren sauber, ordentlich, aber schüchtern und nicht
selbstbewusst genug. Dies hat sich nach dem Krieg genau zum
Gegenteil in mir geänderte. Ich bin nach dem Krieg mit einem
großen Selbstbewusstsein und mit einem neuen Leben in diese
Zeit eingestiegen. Ganz besonders stark ab 1946, wo mich in
der Hindenburgstraße hinter dem Hauptbahnhof kurz vor der
DDR Grenze ein hoher russischer Offizier vom Flughafen Garz
erschießen wollte, weil er von mir eine Frau haben wollte.
Aber alles der Reihe nach, was ich aus meinem Leben
berichten kann. Ich will hiermit zurückkommen zur Geburt
meines zweiten Bruders Erwin am 25.02.1932 in der
Gartenstraße 18. Ich habe in meinem Leben zu ihm immer ein
fürsorgliches und liebevolles Verhältnis behalten. Er war schon
als Junge mit seinem Hund Dieter, einem Rehpinscher,
unterwegs. Mein Vater brachte diesen Hund auf dem Fahrrad
in einem Korb mit. Dieser Hund überlebte bei meinen Eltern
bis zur Flucht aus der polnischen Besatzungszeit nach Seebad7
Ahlbeck. In meinem Alter muss man die Zeiten vor Kriegsende
und dann nach Kriegsende mit der Vertreibung durch die Polen
auseinander halten. Menschen, die nicht aus dem Osten
Deutschlands stammen, haben diese Familientrennungen nicht
so kennen gelernt. Zu meinem Bruder Erwin will ich noch
mitteilen, dass wir ihn 1947 nach Ahlbeck in unsere bestehende
Ehe aufgenommen haben. Er konnte in Swinemünde unter der
Besetzung der Polen keine Schule besuchen. Da er keinen
Schulabschluss bis zum Ende des Krieges hatte, baten mich
meine Eltern, meinen Bruder in meine Familie, wohnhaft in
Seebad-Ahlbeck aufzunehmen. Mein Bruder Erwin hatte nach
seinem Schulabschluss in der Schule von Seebad-Ahlbeck,
dann die Gelegenheit, eine Lehrstelle als Bäcker und Konditor
anzufangen.
Diese Berichte sind alles Teilabschnitte aus meinem Leben, die
zu gewissen Zeiten geschehen sind. Ich wollte in diesem Buch
nicht nur meinen Lebenslauf in der Reihenfolge wiedergeben,
weil ich es in meinem Heft „Unsere Auserwählung in
Christo“ bereits veröffentlicht habe. Mir geht es in diesem
Heft auch darum, dass mein erweiterter Lebenslauf Vertrauen
und Verständnis bringt, dass durch meine Erkenntnis in meiner
Lebenszeit sich meine Gedanken und der Charakter gefestigt
haben. Aber alles ist auch nicht ohne das Gebet geschehen. Die
Angst und die Sorge ein guter Mensch zu werden. Alles besser
zu machen und aus dem nicht Guten herauszukommen, hat
mich geprägt. Was die Führer dieser Welt sich alles geleistet
haben. Damit meine ich den Staat, die Kirchen mit ihren
Theologen. Menschen die ein Volk führen wollen; aber doch
Betrüger sind. Betrüger, nicht als Kriminelle, sondern ganz
einfach nicht ehrlich allen Menschen gegenüber. Hier beginnt
die Wortverkündigung Gottes durch die Theologen sowie die
Politiker unseres heutigen Staates.
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Nachdem ich über meine Familie berichtet habe, komme ich
auf meine Kindheit zurück. Mein Vater als Konditormeister
hatte in diesem Restaurant wie schon berichtet seine eigene
Herstellung von Torten und Gebäck. Es wurden Dosenfrüchte
dazu benötigt und die Säfte blieben zum Teil übrig. Die Säfte
wurden in eine Dose zusammengegossen und diese Dose in
einen Schrank, der in der großen Wirtschaftsküche stand,
gestellt. Meine Eltern hatten Hauspersonal, das für die Räume
und Toiletten zuständig war. Für die Toiletten benötigten sie
Natronlauge. Sie suchten eine Blechdose und nahmen diese mit
Saft gefüllte aus den Schrank. Der Saft wurde in eine Kanne
umgefüllt, was mir nicht bekannt war. Sie stellten aber nachher
die leere Dose wieder neben dem Schrank. Ich kam und suchte,
sah dann nur eine Dose und habe den Rest getrunken. Es war
nicht viel, aber weil die Natronlauge dickflüssig ist, bleibt beim
ausgießen immer ein Rest in der Dose zurück.
Ich habe durch mein ganzes Leben diese Erinnerung mit mir
getragen. Mein Vater war erschüttert und war aber so stark,
dass er mir Milch in den Mund goss. Ich kam ins Krankenhaus
in die Heise Straße, aber die Behandlung verlief nicht gut und
so kam ich in die Privat-Klinik am Strand zu Prof .Dr. Kemp
und Kramer. Es waren Frauenärzte, aber weil sie von diesem
Unfall hörten, boten sie sich meinen Eltern an. Es wurde ein
Tag der Operation bestimmt. Ich hatte einen starken
Keuchhusten und der Dr. Kemp sagte am Morgen, er hätte
geträumt, mich nicht zu operieren. Durch den Husten hatte sich
in der Speiseröhre eine kleine Öffnung gebildet. Ich wurde
dann durch einen Schnitt direkt in den Magen mittels eines
Trichters ernährt. Das verzögerte meine Heilung auf zwei
Jahre, weil in bestimmten Abständen durch immer stärker
werdende Gummistäbe die Speiseröhre erweitert wurde. Das
Ziel war, dass durch das Aufreißen der Narben und der
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Neuverheilung ein Erweiterungsproßes der Speiseröhre erhofft
wurde. Ich möchte nur noch eine Erinnerung aus dem 15.
Lebensjahr wiedergeben. Ich hatte ein Würstchen gegessen,
wahrscheinlich zu schnell und gierig, die Haut vom Würstchen
hatte sich an der Verengung zu einem Keil zusammen gerollt.
Ich habe es vor Angst meinen Eltern nicht mitgeteilt und fiel
nach Tagen um. Diese Wurstpelle wurde dann von oben
herausgeholt. All dieser Kummer, Schmerz und Leid und
tägliche Angst führten mich zum Gebet nur an den „Herrn und
Heiland Jesus Christus“, so wie ich es von der Großmutter
hörte.
Ich will auch schreiben warum! Meine Mutter stammte aus
Ostpreußen aus der Stadt Labiau. Es ist die Bahnstrecke von
Königsberg nach Tilsit. Hier wohnten meine Großeltern und
mein Onkel Riechert. Mein Großvater hatte eine Bäckerei,
mein Onkel eine Fleischerei in Labiau. Mein Großvater hatte
einen Bruder, der in Swinemünde eine Konditorei besaß. Hier
lernte mein Vater Konditor und meine Mutter diente als Nichte
bei ihrem Onkel im Geschäft. So entstand eine Verbindung von
meinem Vater zu meiner Mutter. Dadurch konnte meine
Großmutter viel bei mir sein. Sie war eine sehr gläubige Frau
und gehörte einer Glaubensgemeinschaft an. Sie führte mich zu
diesem „Jesus“ und sagte nur DER kann dich erretten. Liebe
Leser hier beginnt der tiefe Sinn meines Lebens, der Hinweis,
der sich dreimal in meinem Leben wiederholt hat. Die
Erklärung dazu sollen beide Schriften dokumentieren. Wie
kann man einen Menschen verstehen, wenn man diesen nicht
richtig kennt. Das soll nun die Aufgabe dieser Schrift oder
Buches sein. Ich habe jetzt auch mein Leben bis hier aufgezeigt
und nun möchte ich berichten, wie diese Zeit unter Hitler
verlief.
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Schon in der Gartenstraße 18 wohnte in diesem Haus ein Jude
mit seiner Frau und drei Kindern. Ich weis nicht mehr genau,
ob die kleine Tochter schon in diesem Haus geboren wurde.
Georg Moser der ältere Sohn war ein Halb-Jude, weil seine
Mutter eine Deutsche war. Wir beide waren Freunde in
Swinemünde, bis ich im März 1945 als Verwundeter von
Gothenhafen vom Schlachtschiff an Land ging. Am Kai hinter
den Bauhof (Schiffswerft) im Swinemünder Hafen.
Dieser Georg Moser wurde nicht in die Hitlerjugend und als
Soldat aufgenommen. Aber er hat diese Jahre immer meinem
Vater in der Konditorei am Bollwerk 28 geholfen. Ich habe in
meiner Lehrzeit als Elektriker unseren dienstverpflichteten
Polen immer zur Seite gestanden, bis ich als Soldat im Frühjahr
1942 zur Heeresflak 296
nach Belgard in Pommern
eingezogen wurde. Ich hätte kein Soldat werden dürfen, aber
ich habe mich sogar für einen Fronteinsatz entschieden. So
wurden wir als Jugendliche in unseren Gedanken erzogen. Die
Gesellenprüfung wurde wegen dieser Einberufung ebenfalls
vorgezogen. Der Gesellenbrief ist auch deshalb nicht berühmt
ausgefallen.
Was ich nutzen konnte bezüglich meiner Krankheit war, dass
ich mich von allem Sport und der Hitlerjugend aufgrund eines
Atestes von Dr. Kramer befreien konnte. Selbst der
Pflichtjugend konnte ich mich entziehen. Den Georg Moser
konnte ich nach meiner Flucht aus der DDR in Wanne-Eickel
wieder sehen. Wir hatten in Swinemünde zwei große Geschäfte
für Schuhe Jacobs auf den kleinen Markt und für Konfektion
einen Juden Schwarzenberger in der Grüne Straße. Die
Kristallnacht will ich nicht verschweigen, aber ich habe diese
nicht so stark in Erinnerung. Die Sinagoge in der Jasmund
Straße brannte am Morgen auf meinem Schulweg.
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Ich hoffe, dass Menschen die, diese Schrift mal lesen werden,
sich vorstellen können, was mich aus dieser Zeit von den
Gedanken her tief bewegte. Liebe und Freundlichkeit zu allen
Menschen. Ich dachte oft an eine Verbindung mit einem lieben
Mädchen, schön und nett. Aber ich war bis Ende des Krieges
nur ein Träumer Ich hatte die Realität des Lebens in dieser
Jugendzeit noch nicht begriffen oder erkannt. Ich hatte ein
wunderschönes Rad, war ein kleiner Angeber und zog mich
dann doch zurück. Während meiner Lehrzeit habe ich in jeder
Freizeit meinem Vater im Geschäft, später am Bollwerk 28
geholfen. Ich wurde deshalb mehr ein Konditor als Elektriker.
Mein Vater hatte für dieses Cafe einen großen Backofen der
mit Brikett beheizt wurde. Er stand lange Jahre still, bis ich den
Mut aufbrachte und diesen wieder in Betrieb nahm. Vorher
wurde der Kuchen auf Blechen vorbereitet und auf einem
Spezial-Wagen mit den Blechen zum Bäcker Schwichtenberg
in der Färberstraße zum abbacken hingefahren.
Es war schon ein großer Fortschritt für meinen Vater, weil
diese kleine Konditorei bis Stettin bekannt war. Auf der Straße
vor dem Haus, Bollwerk genannt, lagen alle Fischerboote vor
Anker an einem langen Anlegesteg. Von der Kirchenstraße bis
zum kleinen Marktplatz direkt hinter den Bahngleisen standen
die Verkaufsstände. Hier boten die Fischer ihre frischen Fische
aus der Ostsee an. Schon früh morgens bekamen die
Fischfrauen, so nannte man sie, ihr Kännchen heißen Kaffee
aus unserem Cafe-Haus serviert. Bei meinem Vater gab es den
besten Apfelkuchen mit Sahne oder das beste Eis von
Swinemünde. Die Matrosen und Seeleute bekamen auch schon
mal den Kuchen ohne Lebensmittelmarken. Das Geschäft
florierte. Wenn abends der Kuchen verkauft war, holte ich
schon mal einen heimlich gebackenen Kuchen für die
Stammgäste hervor. Ferner hatte mein Vater eine moderne
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Eismaschine aus Italien gekauft. Sie ging vollautomatisch und
das Eis wurde sahniger im Geschmack hergestellt. Für
Geschäftsleute gab es noch Möglichkeiten gute Zutaten zu
bekommen. Die vielen Seeleute brachten vom Ausland diese
Materialien mit.
Die leitende Militärführung fühlte sich im letzten Kriegsjahr in
Swinemünde ziemlich sicher und es wurde alles getan, um die
Insel zu vernebeln, zumindest wenn Flugzeugangriffe gemeldet
wurden. Bis es am 13. März zum großen Bombenangriff kam.
Man nahm an, dass es sich hier um einen Verrat per Funk
gehandelt hat, weil sonst die Insel durch die Vernebelung nicht
geortet werden konnte. Wir als Soldaten aus der 7.
Panzerdivision, die in Gdingen eingeschlossen waren, warteten
auf Nachschub von Swinemünde. Deshalb war die ganze Stadt
voll gestopft mit Soldaten, die auf einen Transport nach
Ostpreußen warteten.
Hier erlebte ich wieder ein neues Schicksaal zu diesem
Zeitpunkt. Da waren wir von der Panzereinheit eingeschlossen
in Gothenhafen. Ich wurde dort zum Infanterieeinsatz bestellt.
Mein guter Freund Willi Runge aus Kamminke und ich
erlebten hier zwei Sturmangriffe auf einer Höhe. besetzt mit
russischen Geschützen. Wir hatten sie genommen, aber die
Gegenwehr war so stark, dass wir zurückgehen mussten. Bei
dem zweiten Angriff wurde ich dann durch einen Granatsplitter
verwundet. Ich wurde mit einem Sturmboot zum Schlachtschiff
gebracht und dort aufgenommen. Mit diesem Schlachtschiff
gelangte ich nach Swinemünde, genau an diese Anlegestelle
am Hafenbau. Weil ich zu den Funkern gehörte, konnte ich
mich auf der Funkstation aufhalten. Die wunderbaren
Menschen hatten die Swinemünder Kommandantur angefunkt
und meinen Vater zur Anlegestelle gerufen. Was war das für
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ein Wunder für mich, ich konnte diesen „Herrn und HeilandChristus Jesus“ danken, loben und preisen. Der Kommandant
rief meinem Vater über den Lautsprecher und ich konnte als
Erster das Schiff verlassen.
Mein guter Freund Willi Runge kam mit einem Sturmboot
ebenfalls in den letzten Tagen in Swinemünde an und setzte
sich nach Kamminke ab. Wir beide betätigten uns politisch für
die CDU. Er wurde Bürgermeister für viele Jahre in
Kamminke. Ich wurde in Seebad Ahlbeck für den Kreis
Usedom Vorsitzender der CDU bis zu meiner Flucht als
Abgeordneter für den Parteitag in Berlin-Ost. Für das letzte
Jahr wurde ich gleichzeitig zum Betriebsratsvorsitzenden für
die Gemeinde Seebad-Ahlbeck gewählt.
Das Schlachtschiff konnte Swinemünde nicht mehr über die
Ostsee verlassen. Es fuhr zur Kaiserfahrt am Kai in der
Kaiserfahrt und wurde dort von den Engländern versenkt. Das
war somit wieder ein Zeitgeschehen aber kein Ende für mich in
meinem Lebenswerk sogar noch in Swinemünde. All diese
Begegnungen mit „Christus“ und den Menschen bauten mich
so sehr auf und machten mich zu einem ganz selbstbewussten
Menschen. Ich hatte aus meiner Kindheit gelernt und nahm die
Berufung für „Christus“ an. Ich möchte auch deshalb immer
wieder auf meine kleine Schrift hinweisen „Unsere
Auserwählung in Christo“.
Nachdem ich als Verwundeter in Swinemünde ankam, sah ich
die Katastrophe, die vor Tagen über Swinemünde geschehen
war. Mir wurde angeboten ins Lazarett Koserow zu gehen, aber
ich hatte große Sorge in die Hände der Russen zu kommen. Ich
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bat deshalb, mir eine Woche Urlaub zu geben. Er wurde
genehmigt und ich musste in den Lazarettzug am 3.4.45 am
Kai einsteigen nach Garmisch-Partenkirchen. Meine Eltern
waren damit einverstanden. Behandelt wurde ich für diese Zeit
im Lazarett in der Dünenstraße. Jetzt hatte ich Zeit, die ganze
Stadt nach diesem Bombenangriff zu besichtigen. Eine
Luftmiene ging in unserem Nachbarhaus runter, in meinem
Zimmer war die Außenwand weg. Ich konnte die ganze
Nachbarschaft von meinem Zimmer aus überblicken. Die
Backstube war erhalten geblieben und das Haus war nicht
getroffen. Es steht auch noch heute vollständig am
Bollwerk.28. Die aufgebauten Stufen von früher bis zum
Bürgersteg sind abgerissen. Die Altstadt, Fischerstraße bis
hoch zur Grünestraße, Schulstraße bis zur Grenzstraße, alles
wahr zerstört. Die Christuskirche am großen Markt blieb
erhalten. Die Lutherkirche wurde zerstört. Im Kurpark lagen
die ganzen Truppen bereit zum Transport. Sie sind alle
umgekommen. Alle Toten wurden auf dem Golm, der höchsten
Erhöhung um Swinemünde in einem Massengrab begraben. Es
sei denn, es gab Angehörige.
Ich war sehr erschüttert und musste überlegen, ob es von Gott
so gewollt war. Erst später nach 1946, wo ich mich dann mit
dem Gottes-Wort beschäftigte, begriff ich den Plan-Gottes,
dass es ein Werk der Menschen war und ist. Mir wurde
bewusst, was sich in Peenemünde abgespielt hat. Die
Wunderwaffe von Hitler und Professor Braun, der sich
abgesetzt hatte nach Amerika.. Das ist das Ergebnis von dem
Widerwirker der Satan ist-. Der die Menschen mit Seinem
Geist beeinflusst, zu studieren, um an menschliche Weisheit zu
kommen. Geld und Geltungsbedürfnis in einem Menschen
führen dazu, alles verkehrt zu machen.
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Ich kam nach Garmisch-Partenkirchen zu den Gebirgsjägern.
Ein paar Tage nur, dann kamen die Amerikaner und ich wurde
schnell zur OP gebracht. Man nahm den Splitter aus dem
Armgelenk und ich wurde dann aber als Gefangener zum
Olympia-Stadion verlegt. Nach drei Tagen wurde ich als
Kranker nach Frömstädt bei Erfuhrt entlassen. Weil meine
Heimat von Polen besetzt war, konnte ich nur in eines von
westlichen Mächten besetztes Gebiet entlassen werden. Ein
Mitgefangener bot mir an, mit ihm zu seinen Eltern
mitzukommen. Ich nahm das Angebot an und half seiner
Schwester auf ihrem Bauernhof. Es dauerte aber nicht lange,
dann übergaben die Amerikaner Erfurt den Russen. Ich war
marschbereit und fuhr mit der Panzeruniform nach BerlinBabelsberg. Dort wohnte die zweite Frau meines Großvaters.
Ich hätte dort bei der UFA anfangen können, zog es aber vor,
nach Ahlbeck zu fahren. Bis Wolgast an der Peene bin ich
gekommen, dann musste ich beten „Herr hilf mir“!
Ein Swinemünder in meinem Alter kam aus russischer
Gefangenschaft und sprach perfekt wie ein Russe. Er sagte:
lass mich machen! Er fand bei den Russen einen LKW Fahrer.
Wir konnten aufsteigen, mussten uns verstecken und wurden
somit über Ahlbeck und über die polnische Grenze gefahren.
An der Christus Kirche am großen Markt konnten wir beide
aussteigen. Die Kirchenstraße runter war ich direkt am
Bollwerk 28 bei den Polen in Uniform. Es war für mich
überwältigend. Ich konnte erst viel später aus meinem Leben
erkennen, dass alles eine Fügung von Christus war. Auch das
war nur ein Teilergebnis aus meinem Leben. Es begann eine
Zeit ab 1951, wo selbst die Russen keine Deutschen mehr für
sich beschäftigen konnten. Alle deutschen Beschäftigten auf
dem Hafenbau –in der Marine Werft- wurden mit
Schleppbooten vom Hafen über die Ostsee an der Ahlbecker
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Seebrücke am Strand abgesetzt. Hiermit gab es für alle
Deutschen kein Arbeitsverhältnis bei den Russen in
Swinemünde. Nur ein paar Tage, dann kamen die Russen aus
Swinemünde und boten mir ein sofortiges Stellenangebot für
die Arbeit auf dem Swinemünder Wasserwerk am Wolgastsee
an. Ich nahm auch dieses Angebot an und war bis zum
31.3.1951 für die Rote-Armee-Einheit 10605 dort tätig.
Aber für den Zeitabschnitt von 1945 bis 1951 wo ich für die
Rote-Armee gearbeitet habe, möchte ich noch darüber
schreiben. Ich habe auf der Marinewerft als Schiffselektriker
gearbeitet. Es lagen dort die kleinen Schnellboote von der
Wolga, Zerstörer und Frachtschiffe. Es ging um alle Schiffsarbeiten und auch um MES Anlagen. Das heißt -Minen
Eigenschutz. Es war ein Geheimnis von Hitler, die Schiffe
damit auszurüsten damit diese Schiffe trotzdem über diese
Magnetminen fahren konnten. Diese Mienen wurden von den
Gegnern ausgelegt. Dafür wurden rund um das Schiff Kabel
verlegt. Ferner kamen alle von Deutschland erbeuteten
Kriegsschiffe von Hamburg und Kiel, die den Russen
zugesprochen wurden, über Swinemünde nach Russland. Ein
ganz großer und noch nicht in Betrieb genommener
Flugzeugträger wurde in den Hafen von Swinemünde
geschleppt. Hier konnten wir an Bord gehen, um Materialien
als Reserve auszubauen. Der Flugzeugträger wurde dann in der
Ostsee versenkt. Das war meine Aufgabe in dieser
Marinewerft. Ich hatte einen russischen Ausweis und konnte
damit die Grenze nach Ahlbeck passieren.
Ich habe 1947 in Ahlbeck geheiratet und wohnte gleich danach
in dem Haus meines Großvaters in Karl Marxstraße 5. Mein
Großvater, hatte hier in diesem Haus eine Konditorei mit Cafe.
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Ein großer Backofen stand im Keller und er fertigte Flundern
und Pralinen aus Schokolade. . Dieses Haus konnte ich als Erbe
übernehmen und habe es nach der Flucht aus der DDR meinen
Eltern überlassen. Es wurde ebenfalls nach der Ausweisung
meiner Eltern aus Swinemünde durch die guten Polen ein
neuer Unterschlupf für ihr weiteres Leben. All das Erlebte
sollte man in der ganzen Welt verkündigen wie das
Evangelium von Christus. Dieses soll die Aufgabe meines
Heftes sein. Ich wünsche hiermit, dass alle Menschen auf
dieser Welt aus ihrer Erfahrung lernen. Nicht nur lernen,
sondern auch tätig werden.
Liebe Leser, ich bitte um Verständnis, wenn in diesem
Büchlein nicht die Reihenfolge meines Lebenslaufes
eingehalten wurde. Aber wenn man über etwas schreibt und
eine Erinnerung in diese Geschichte hineinpasst, spielen diese
Gedanken mit hinein. Ich habe deshalb immer von
Zeitgeschehen geschrieben, die man im Zusammenhang
verstehen kann. Jetzt möchte ich darüber berichten, wie ich
1945 von Frömstädt bei Erfuhrt nach Swinemünde kam. Meine
Eltern wohnten noch immer am Bollwerk 28 in der Wohnung,
wo ich sie auch verlassen hatte. Mein Vater arbeitete für die
Rote- Armee-Einheit 10605. Gleich um die Ecke in der
Kirchenstraße war früher der Großhandel Wilke. Dieses Haus
mit einem riesigen Lagerhaus war von der russischen
Kommandantur besetzt für den Verpflegungsnachschub für alle
Russen. Auch ich konnte sofort dort arbeiten bis 30.10.1946.
Meine Aufgabe war es, mit einem ganz alten GPU Mann von
der ganzen Insel Usedom und darüber hinaus bis nach
Stralsund Lebensmittel und Materialien aller Art nach
Swinemünde zu holen. Es wurde in einem Magazin nur für
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Russen im Strandbezirk verkauft. Ich muss dazu auch
erklären, dass nach Kriegsende Swinemünde nur von Russen
besetzt wurde. Zu dieser Zeit wurde diese Stadt von Deutschen
verwaltet. Nur Alt-Kommunisten bildeten die derzeitige
Verwaltung. Als erster Mann war ein Herr Stange und der
Bürgermeister war ein ehemaliger Gärtner. Aber es blieb nicht
lange so, weil sich die Polen auf das Abkommen der
Siegermächte beriefen. „Hart westlich Swinemünde“. Es wurde
damals allen Bürgern die Möglichkeit gegeben, mit dem
Güterverkehr vom Bahnhof Swinemünde auszuwandern oder
zu fliehen. So kam es dazu, dass die Polen erst beim zweiten
Mal die Stadt Swinemünde mit den Russen teilen mussten. Wie
ich nun wieder nach Hause kam, war dieser Werdegang bereits
erfüllt.
Die Grenze war gezogen. Die Russen bekamen das ganze
Strandgebiet, Hafenbau und Kontrolle über den ganzen Hafen.
Ihr Strandgebiet wurde durch einen Drahtzaun abgegrenzt.
Auch das Städtische Krankenhaus bekamen die Russen. Das
Marine-Lazarett erhielten die Polen. Man kann es sich gar nicht
vorstellen, wer es nicht gesehen hat, was für eine Feindschaft
entstanden war.
Ich kann es nachher an einem Beispiel erklären. Mein
Vorgesetzter war für mich ein wunderbarer Mensch. Er sagte
immer, ich wäre wie sein Sohn. Ich muss aber gestehen, dass
wir nicht diese Zeit überlebt hätten, wenn wir nicht von diesen
Lebensmitteln mitleben konnten. Wir mussten Korn aller Arten
verladen und deshalb konnte mein Vater davon Brot oder
Brötchen backen und Suppen kochen. Zu diesem Grundstück
gehörten ebenfalls zwei starke Pferde mit einem Ladewagen.
Mein Vater musste bis Koserow wöchentlich zweimal Fleisch,
Milchprodukte und Lebensmittel befördern. Was mein größtes
Erstaunen erweckte, war, dass wir zeitweilig Nachtwache
19
halten mussten und es war unvorstellbar für mich, dass wir mit
einem deutschen Gewehr und Munition ausgerüstet wurden.
Als ich 1945 nach Swinemünde kam, erzählte mir mein Vater,
dass er ein Mädchen getroffen hat, die mich kennen würde. Ob
ich zu erreichen wäre und ich könnte sie gerne mal besuchen.
Es war Anneliese Schultz. Sie war gleich nach Ende des
Krieges auf dem Landratsamt im Büro tätig. Ihr Vorgesetzter
war Herr Ahrens und ihr Vater war dort auf dem Ordnungsamt
tätig. Ich habe sie dann auch zu Hause besucht und wir hatten
seitdem Kontakt bis alle Deutschen sich nach Ahlbeck und
weiter auf der Insel abgesetzt hatten,. weil sie durch die
Besetzung der Stadt durch die Polen von diesen bedrängt
wurden. Dasselbe ist uns Deutschen, die bei der Roten-Armee
noch gearbeitet haben, am 5.11.1951 widerfahren. Nur wir
wurden zur Schutzmaßnahme gegenüber den Polen mit dem
Schiff zur Seebrücke Ahlbeck von den Russen gebracht.
Ich habe Anneliese Schultz, meine zukünftige Frau, damals
besucht. Daraus ist unsere Ehe entstanden. Ich habe sie deshalb
öfters besucht und eines Nachmittags merkte ich, dass ein
russischer Offizier mich mit immer schnelleren Schritten bis
zur Saarstraße verfolgte. Da holte er mich ein. Der Eupenerweg
eine Straße weiter ist die letzte Straße von der
Stadtrandsiedlung. Er war betrunken und hatte mehrere
Handtaschen über die Schulter gehangen. Er wollte mit mir zu
meiner Freundin. Ich habe ihm gesagt: auf keinen Fall! Er
wurde abweisend und zog seine deutsche Armeepistole 7,65
und ich sollte mich an den Telegrafenmast stellen. Ich habe es
getan. Dann habe ich erst gebetet „Mein Herr“ wenn ich das
überlebe werde ich dein Jünger sein!
20
Vom Hafen heulte ein Schiff mit der Sirene. Er bekam einen
Schreck. Ich warf mich zu Boden und lief weg. Ich lief in eine
kleine Querstraße rein, aber er hat mich doch mit drei Schüssen
getroffen, ein Oberschenkel-, Hoden- und Eichel Schuss. Es
war wie ein gewaltiger Stoß in diese Straße hinein. An einem
Gartenzaun lag ich und bin aber weitergelaufen bis zum
Eupenerweg. Schräg nach links über diese Straße, das zweite
Haus vor der Hauptstraße. Da machte ich das Tor auf und legte
mich vor das Stubenfenster. Die Fenster waren alle mit
Fensterläden aus Holz abgedeckt. Alle haben in den Häusern
die Schüsse gehört, auch meine beiden Freunde vom Hafenbau,
aber sie hatten Angst. Ich habe bei meiner Freundin an den
Fensterläden geklopft und gerufen, lasst mich rein. Erst als ich
ein böses Wort rief, da sagte die Anneliese zu ihrer Mutter, ich
glaube es ist Heinz.
Gleich nebenan war ein ganz großes Holzhaus, direkt an der
Hauptstraße zur DDR-Grenze, da wohnte noch aus der
deutschen Zeit die Familie Schütt. Hier war der polnische
Oberarzt vom Marinelazarett mit seinem Burschen eingezogen.
Der Arzt war schon vom Dienst zu Hause und er holte mich
mit dem Burschen auf einer Leiter über den Zaun. Ich wurde
dann im Kellerraum eine gewisse Zeit behandelt. Weil der
Arzt das Blut nicht zum Stillstand bringen konnte, musste der
Bursche noch Medikamente aus dem Lazarett holen. Er stellte
fest, dass dieser russische Offizier noch auf dieser Straße nach
mir suchte. Mein Vorgesetzter, ein GPU-Offizier, der mich ein
paar Tage später besuchte, teilte mir mit, dass es ein
Kurierflieger aus Berlin vom Flughafen Garz war.
Um dieses Geschehen von meinen Gedanken aus besser
weitergeben zu können, möchte ich darüber berichten und
21
erläutern, dass die älteste Tochter von Familie Schütt auch
schon zu Hitlers Zeiten im Labor des Marielazarett gearbeitet
hat. Sie wurde von den Polen mit übernommen und lernte
diesen polnischen Arzt kennen. Nicht viel später nach diesem
Geschehen sind der Arzt und Lieselotte Schütt in den Westen
geflohen. Ich will damit nur aufzeigen, was für ein Kampf
seitens der Polen gegen alle Deutsche, die noch in Polen lebten,
stattfand.. Dazu, dass eine Feindschaft zwischen Polen und
Russen entstand. Diese Feindschaft entstand auch, wenn Polen
sich mit Deutschen vereinigten. Ich konnte als aufrichtiger
Mensch nicht verstehen, dass sich hier eine Zeit entwickelte,
die ohne weiteres mit der Verfolgung der Juden
gleichzustellen ist.
Ich hoffe und wünsche, dass alle Leser, besonders meine
Kinder und Enkelkinder, daraus erkennen mögen, wie wichtig
es ist aus dem Leben zu lernen. Ich wollte deshalb dieses Buch
schreiben, ohne von Gott und der Bibel zu berichten und dass
man alleine aus dem Leben schon erkennen kann, was Gut und
Böse ist und letztlich doch das Ziel von „Jesus Christus“ war
und ist. Es ist einfach wunderbar, wenn man dann als
tiefgläubiger Mensch aus diesem Leben ein Gleichnis sieht
oder erkennt.
Ich möchte deshalb für die Zukunft als Gedächtnis und
Rückblick für die Geschichte über Swinemünde von dieser Zeit
vom 5.Mai 1945 bis Ende des Jahres 1945 berichten. Als die
Polen das zweite Mal nach Swinemünde eingerückt sind und
die Stadt endgültig besetzten. Gleich danach kam ich nach
Hause zurück. Es ist schwer nach soviel Jahren, Zeit und
Stunde in Erinnerung zu behalten. Ich weiß nur, was mir meine
Mutter und was ich durch das Forschen erfahren konnte,
22
erzählt hat und ich erlebt habe. Dazu gehört, dass ich
Menschen aus der Erinnerung vorstelle, die Freunde und den
Bekanntenkreis bildeten. Meine Freunde Albert Schwenn und
Heinz Stolle, die am Bollwerk vier Häuser weiter wohnten. Ich
hatte zu dieser Zeit eine Freundin Irmgard Herrmann die aus
einer russischen Familie stammte, Der Onkel hatte eine
Schusterwerkstatt im Keller in der Hindenburgstraße. Man fand
nach dem Bombenangriff im Schornstein des Hauses eine
Funkanlage. Der Onkel hatte damit den Flugzeugen Signale
gegeben. Er wurde auch danach verhaftet. Ich kannte diesen
Onkel sehr gut und als ich 1945 nach Hause kam, besuchte ich
Irmgard Herrmann, sie wohnte in der Gartenstraße in den
ehemaligen Marinehäusern. Hier erzählte sie mir, dass sie nach
dem ich als Soldat eingezogen wurde, einen Matrosen
geheiratet hat. Viel später, nachdem sie aus Swinemünde
geflohen war, fand ein Deutscher, Nachfolger dieser Wohnung,
ein Bild mit Widmung hinter den Heizkörper von mir. Ich habe
dieses Mädchen nie wieder gesehen. Ihre Schwester wohnte
dann in Seebad-Ahlbeck in der Karl Marxsstraße. Irmgard
Herrmann war meine erste Freundin aus dieser Jugendzeit. Ich
hatte erst ab 1947 die erste körperliche Begegnung mit einer
Frau. Ich habe diesen Abschnitt nur geschrieben, weil mein
Leben in dieser Zeit so verlief.
Mein Freund Albert Schwenn lebt jetzt in Berlin. Seine Eltern
verzogen nach Ahlbeck und der Vater wurde Kutscher für die
Gemeinde. Ich habe bis zu ihren Tod den Kontakt behalten.
Mein Vater war bekannt mit Herrn Stolle, Herrn Loest und
Herrn Stange, sie alle kannten sich aus dem Beruf. Herr Stange
war Kommunist und diese Gruppe von Menschen wählte nach
Kriegsende den Herrn Stange als Landrat. Jetzt begann ein
Zeitabschnitt für Swinemünde bis die Polen diese Stadt
endgültig in Besitz nahmen. In dieser Zeit begann ein
23
Rachefeldzug gegen jeden Mann. Selbst mein Vater wurde von
diesen Leuten verhaftet und viele andere Menschen, wo man
glaubte, dass sie zu dem Hitlerstaat gehört haben. Er wurde
nach Brandenburg gebracht und ein paar Tage bevor ich nach
Hause kam, haben sie ihn entlassen. Ich kam im Zeitpunkt der
Erschütterung meiner Eltern nach Hause. Die Konditorei
bestand mit Laden und Backraum vollständig. Die Polen
bedrängten dann meine Eltern, den Laden und Wohnung zu
verlassen. Meine Mutter hatte keine Kraft ohne meinen Vater,
der ja zu dieser Zeit in Brandenburg in Gefangenschaft
gehalten wurde, mit dem Geschäft und Wohnung Inventar
noch bevor die Polen kamen, nach Ahlbeck überzusiedeln. Als
er zurück kam, waren die Polen bereits endgültig in
Swinemünde.
Sie lebte in dieser Zeit davon, dass sie die Eismaschine an
einen Deutschen zur Vermietung für Stunden übergab. Sie
erhielt dafür Produkte, insbesondere Schlagsahne. Es kam
daher, dass die Russen das ganze Vieh von den Inseln nach
Swinemünde trieben und die Kühe mussten alle gemolken
werden. Dieser Mann machte Eis und die Russen mochten so
was sehr gerne. Somit war die große Chance, das Inventar zu
retten, versäumt.
Das Schlimmste was ich erfahren musste, war dass viele
Menschen unter dieser Führung getötet wurden und dazu noch
mit schweren Misshandlungen durch eigene Deutsche. Erst
nachdem die Polen diese Stadt übernahmen, wurde Herr Stange
mit mehreren Genossen vor Gericht gestellt. Ich habe nach
dieser langen Zeit nicht mehr die Namen im Gedächtnis. Aber
ich habe zwei wunderbare Menschen im Gedächtnis. Sie waren
Taubstumm und hatten Kinder die nicht damit belastet waren.
24
Der Mann war schon in Pension und arbeitete auf dem
Hafenbau als Schlosser. Beide waren durch eine gute
Freundschaft mit meiner Familie verbunden, weil die Tochter
in unserem Haushalt tätig war. Die schon ältere Frau hatte eine
ganz besondere Beziehung zu mir. Wenn meine Eltern sehr oft
meinen Geburtstag vergessen hatten, kam sie zu meinem
Geburtstag. Als ich nach Hause kam, wollte ich diese Familie
Stegert in der Eggebrechtstraße besuchen und musste hören,
dass sie verhungert in ihrer Wohnung aufgefunden wurden.
Was für ein furchtbares Geschehen nicht nur, dass ich manches
als Soldat erleben musste, nun auch hier unter friedliebenden
Menschen. Meine Seele konnte all diese Geschehnisse nicht
verkraften. Ich denke an Erlebnisse als Soldat auf dem
Rückzug der deutschen Truppen durch Ostpreußen, wo abends
eine jüngere Frau mit einem Pferdegespann in einer Kleinstadt
Rast machen wollte. Ich ihr half, die Pferde auszuspannen und
stellte ihr meine Unterkunft, eine einfache Schlafstelle zur
Verfügung. Sie war so erstaunt, dass ihr ein Soldat so mit
dieser Freundlichkeit begegnete. Dieses kam mir in
Erinnerung, dass hier zwei ältere Menschen, die taubstumm
waren, ohne Hilfe verhungern mussten. Noch heute in diesem
Moment, wo ich das schreibe, glaube ich, dass dieses ein
Vermächtnis für zwei Menschen aus Swinemünde ist.
Nachdem ich das erste Mal 1946 in Ahlbeck war, traf ich eine
Tochter der Familie Stegert, die in der Lindenstraße im Haus
von Kaufmann Walter wohnte. Auch sie war taubstumm.
Meinen letzten Bericht über den Herrn Stange zu diesem
Geschehen in Swinemünde konnten nachher alle Menschen aus
den Zeitungsberichten über die Gerichtsverhandlungen gegen
den Herrn Stange und seinen Genossen später lesen. Tief
25
erschüttert war ich, als ich hören musste, dass diese Genossen
ihre Gefangenen geschlagen haben und in ihre Wunden Salz
gestreut haben, nur weil sie glaubten, dass diese Menschen
Anhänger von Hitler gewesen sein sollte.
Die Polen waren immer bestrebt, Swinemünde in ihren
alleinigen Besitz zu bekommen. Und wir wissen ja, dass sie es
auch nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1989
erreicht haben. Dass sie dann aufgrund einer Aussage eines
Deutschen Außenministers, der auf die alten Grenzen von
Deutschland in Warschau verzichtet hat, erreicht haben,
Swinemünde zu behalten. Weil die deutschen Politiker
meinten, dass die Russen immer mehr Gebiete und Länder
abgegeben haben; aber leider noch nicht genug! Sie haben den
Polen ihre Gebiete genommen und unser deutsches Land dafür
den Polen überlassen. Jedes Mal, wenn ich nach vielen Jahren
meine Heimat besuchte, konnte ich auch in Swinemünde die
Veränderungen in der Stadt beobachten. Weil in Kamminke
noch eine Kusine meiner Frau wohnt. Auch ich habe aus der
Jugendzeit eine Schulkameradin Annemarie Liebenow in
Swinemünde.
Sie wohnt noch immer in der Posener Straße am Schlachthof.
Wir besuchen sie mit den Kindern noch immer. Sie hat gleich
nach Kriegsende einen Polen geheiratet. Ihr Vater war mir ein
guter Freund. Ihr Mann war ein Zollbeamter an der polnischen
Grenze und ist früh verstorben. Sie selber hat in der
Stadtverwaltung bei den Polen bis zur Rente gearbeitet und
gehört der deutschen Minderheits-Partei an. Sie sagte mir vor
Jahren, dass der Bürgermeister von Swinemünde immer
glaubte, dass Swinemünde den Deutschen zugesprochen wird.
Aber weil der Außenminister und deutsche Politiker der
Bundesrepublik dann in Warschau die Grenzen für
26
Deutschland anerkannt hatten, wurde diese Hoffnung
gestrichen. Viele Polen in Swinemünde wären lieber Deutsche
geworden.
Warum schreibe ich so ausführlich über dieses Thema. Weil es
mit unserem Leben damals in Swinemünde im Zusammenhang
zu sehen ist. Mit der Ausweisungspolitik aller Deutschen aus
Polen. Weil sie schon damals Angst hatten, durch
Mehrheitseinflüsse oder von Menschen diese Gebiete wieder
zu verlieren. Wir sehen, dass Politiker Entscheidungen treffen
oder getroffen haben, ohne das Wohl der Menschen zu
berücksichtigen.
Als ich nun 1945 nach Hause kam, hatte ich berichtet, dass wir
noch am Bollwerk 28 wohnten. Ich hatte geschrieben, dass
schon zu dieser Zeit die Polen meine Eltern bedrängten, die
Wohnung und das Geschäft zu verlassen. Trotzdem wir bei der
Roten Armee eine Arbeitsstelle hatten, mussten wir
zwangsmäßig die Wohnung räumen. Mit der Hilfe von
russischen Soldaten konnten wir diesen Umzug nur bewältigen.
Wir zogen am 30.1o.1946 in die Kirchenstraße genau
gegenüber vom ehemaligem Großhandels- Geschäft Emil
Wilke um. Dieses Haus wurde noch von der russischen
Kommandantur besetzt gehalten. Sie nutzen die Gebäude als
Verpflegungslager für die Russen in Swinemünde. Es gab
unter diesem Druck für meinen Vater keine andere Möglichkeit
als die Eismaschine an einen polnischen Geschäftsmann zu
verkaufen. Alles andere war verloren.
Aber die Polen ließen keine Ruhe. Ein Jahr später wurden dann
alle Deutschen aus Swinemünde ausgewiesen. Auch die Eltern
meiner Frau kamen über Thüringen in die Kleinstadt Taback,
27
in ein Flüchtlingslager. Im Juni 1947 kamen sie in SeebadAhlbeck zu unserer Hochzeit an. Sie bekamen eine Wohnung
in der Seestraße, Ecke Karl Marxstraße. Alle Ausgewiesenen
wurden unter starkem Zeitdruck aus den Wohnungen oder
eigenen Häusern von der Militz rausgeholt. Nur was jeder
tragen konnte, durfte mitgenommen werden. Meine lieben
Leser, sollte das nicht einmal in Erinnerung gebracht und auch
in der Geschichte festgehalten werden? Wollen wir hierfür
unseren „Herrn und Gott“ verantwortlich machen? Deshalb
will ich dieses Geschehen in meinen Lebenslauf mitaufnehmen. Es ist hiermit bewiesen, dass auch die Polen die
Judenverfolgung nicht verstanden haben, zum Teil mit durchgeführt und nach dem Krieg sich an uns Deutschen bereichert
haben, indem sie gierig das Eigentum von uns übernahmen.
Zur selben Zeit wurde Swinemünde für die Russen und Polen
geteilt. Auch wir mussten die Wohnung wieder räumen, aber
konnten diese mit allem Inventar verlassen. Ich möchte nun
auch darüber ausführlich der Reihe nach berichten. Mit Hilfe
der Russen wurde der Umzug mit dem Pferdewagen bewältigt.
Wir bekamen eine große Wohnung in einer ehemaligen Villa in
der Herrenddorfer Straße neben dem zerstörten Kurhaus im
Strandgebiet. Für meinem Vater, meinem Onkel und Herrn
Reitel blieb die Arbeitsstelle in dieser russischen Einheit
erhalten. Ich dagegen wurde zum Hafenbau abkommandiert.
Hier kam ich mit drei alten Schulfreunden, Günther Griese,
Georg Mentzel und Günther Tank zusammen. Günther Griese,
dessen Vater schon zu Hitlerzeiten auf dem Hafenbau tätig
war, arbeitete hier als Dreher. Georg Mentzel arbeitete als
Schlosser und sein Vater war auch hier mal tätig. Günther Tank
ist ein kräftiger Mensch und war als Schmied tätig. Seine
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Eltern hatten in der Königsallee ein großes Tanzlokal. Das
Haus wurde beim Bombenangriff beschädigt. Sein Vater war
hier auch auf dem Hafenbau als Schmiedemeister tätig.
Bei der Aufteilung der Stadt erhielten die Polen das
Hafengebiet mit Gebieten auch für die Russen. Das
Wasserstraßenamt, die Gasverssorgung und Grenzbewachung
erhielten die Polen. Das Gas wurde dann auf der ganzen Insel
Usedom über einen Vertrag verlegt. Die Polen haben das
Gaswerk dann groß erweitert mit Geldmitteln aus der DDR.
Die große Marinekaserne mitten in der Stadt behielten die
Russen. Es war für die Polen ein großes Ärgernis. Vor ein paar
Jahren erst sind die Russen dann endlich aus Swinemünde
abgerückt. Auch wie wir es erlebt haben, dass die Russen aus
Deutschland abzogen. Das Wasserwerk Swinemünde lag auf
der DDR Seite und stand nur den Russen zur Verfügung, aber
da werde ich noch etwas zu berichten haben. Am Strandgebiet,
die Kurparkstraße bis zur Seestraße, wo das Kurhaus stand,
wurde ein riesiger Zaun mit zwei bewachten Kontrollposten
gebaut. In diesem Gebiet durften wir unsere neue Wohnung
beziehen.
Unsere Mitbewohner waren mein Onkel Theodor Riechert, der
Bruder meiner Mutter, Herr Reithel, ein Freund meines Vaters
aus der Zeit des Krieges, wo sie bei der TN -Technischer
Notdienst - aufgrund ihres Alters eingezogen wurden. Herr
Reithel hatte ein Weingeschäft neben dem Hotel Preußenhof
am Bollwerk und der Ecke Lindenstraße am Rathaus. Er hatte
furchtbare Angst nach dem Krieg verurteilt zu werden. Seine
Frau ist in dem Haus beim Bombenangriff umgekommen. Ein
sehr liebenswerter Mensch. Ich habe ihn hier in Bochum
wieder gesehen. Er ist verstorben, sowie auch meine Freunde
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Willi Runge im Jahr 2000 in Kamminke und Günther Griese
aus Ahlbeck 2003.
Schon nach 1947 wohnte ich im Haus von meinen Großeltern
väterlicherseits in der Karl Marxstraße 5. Wie ich schon
berichtet habe, war im Vorderhaus eine Konditorei mit einem
Haus auf dem Hof. Beide waren bewohnt von vier Familien.
Ich musste erst einer Frau Hämmerling kündigen. Sie
bewohnte das ganze Haus und wollte dieses auch kaufen. Sie
fand dann ein Grundstück in Seebad-Heringsdorf. Nachdem ich
in die obere Wohnung eingezogen bin, habe ich die untere
Wohnung für meine Eltern, die noch in Swinemünde waren,
vorbereitet.
Bis wir das ganze Haus übernehmen konnten, bewohnten wir
im Erdgeschoß ein großes Zimmer mit einem aus Holz
gebauten Vorbau, der als zugebauter Balkon der ersten Etage
diente. Für das Erdgeschoß war eine Hälfte abgeteilt für das
daneben liegende Zimmer. Im Nebenzimmer befand sich früher
einmal das Cafe. Die Küche war in der anderen Wohnung. In
unserem Zimmer wurde mein Sohn Norbert am 29.1o 1948
geboren. Hier in diesem Wohnbereich wohnte auch später, bis
wir das ganze Haus beziehen konnten, mein Bruder Erwin. Ich
hatte schon vorher in meinem Bericht darüber geschrieben.
Damit es für alle Leser verständlicher wird. Auch dass es für
meine Frau kein guter Zustand war, mit meinem Bruder so
zusammenzuleben. Ich konnte nur mithelfen, weil ich durch
meine Tätigkeit einen russischen Ausweis hatte, womit ich die
Grenze als Deutscher passieren konnte. Ich war somit
zumindest von Freitags bis Sonntag zu Hause. Ich werde auch
noch über meinen Bruder berichten können, weil er bei meiner
Flucht aus der DDR meiner Frau beim Nachkommen geholfen
30
hat. Später wohnten wir wieder zusammen in Bochum. Von
dort aus ging mein Bruder für immer nach Kanada.
Ich habe bereits darüber geschrieben, dass die Russen die
Wohnungen für ihre deutschen Mitarbeiter aufgeben mussten
und ich meinen Arbeitsplatz mit der Arbeitsstelle Hafenbau
wechseln musste. Ich war hier in meinem Beruf als
Schiffselektriker tätig und habe auch schon über meinen
Arbeitsbereich geschrieben. Was mir so bewusst wurde, dass
die Russen einfach Menschen brauchten, Deutsche, die sie in
dieser neuen Welt mit der Technik und deren täglichem
Umgang einwiesen. Die einfachen Soldaten kannten gar nicht
den
menschlichen
Wohlstand.
Alleine
die
Wohnungseinrichtungen mit Toiletten und Wasserhähnen
waren für sie ein Wunderwerk.
Wenn ich mit den Russen selbst auf Schiffen mal essen konnte,
musste ich staunen, mit welchen Essmöglichkeiten sie
zufrieden waren. Für mich wurde es klar, nie einen Sozialismus
in dieser Form mitzumachen. Es ist kein Leben für einen
gläubigen Menschen. Schon gar nicht, was ich hier in
Swinemünde erleben durfte. Lieber wollte ich zu den
Kapitalisten gehen, weil ich damals noch glaubte, mehr
Freiheit und Selbstständigkeit zu finden. Vor allem, dass man
sich anstrengen musste, um etwas zu schaffen. Es machte mir
Spaß immer vorne zu stehen.
Ich wusste damals noch nicht, wer mir diese Meinungsbildung
schenkte oder förderte. Ab dieser Zeit, wo ich dann von den
Russen zum Wasserwerk Swinemünde abgeordnet wurde,
merkte ich, dass ich einen Fürsprecher bei den Russen hatte.
31
Hier auf dem Wasserwerk lagen die ganzen Pläne von
Swinemünde für die Wasser- und die Abwässeranlagen. Die
vielen Wasserpumpen rund um den Wolgastsee und die
Wasserbehälter oben auf dem Kalkberg mussten versorgt
werden, die Behälter in Abständen gereinigt und schlechte
Pumpen ausgewechselt werden. Die Materialien kamen alle aus
der DDR. Ich selber musste einmal nach Stralsund und neue
spezielle Kohlenbürsten beschaffen.
Das Wasserwerk lag hinter dem Wolgastsee. Ganz tief
versteckt im Wald bis direkt an die polnische Grenze. Das
Haus alles in Backstein verkleidet. Daneben ein wunderbares
Wohnhaus früher für den Leiter des Werkes und für einen
Wachmann bestimmt. Hier erlebte ich nun nicht dass erste Mal
am 31.3.1952, dass den Polen das Wasserwerk übergeben
werden sollte. Die Polen hatten es in einer Vereinbarung mit
der DDR Regierung geschafft, dass eine Grenzverschiebung
stattfinden darf. Ein Landstreifen bei Stettin soll den Deutschen
zugesprochen werden. Dafür soll der Landstreifen mit dem
Wasserwerk und dem Kalkberg den Polen abgetreten werden.
Ich wurde immer wieder von Menschen gefragt, wie konnte
das geschehen. Ich erhielt rechtzeitig Bescheid und schaffte die
Pläne nach Ahlbeck und hatte diese unter den Fußbrettern in
meinem Haus versteckt. Sie müssten noch heute dort liegen.
An dem o.g. Tag kamen die Abgeordnetenvertreter der Polen
und Vertreter von der Kommandantur der Russen. Sie fragten
mich, ob ich bereit wäre, nach der Übergabe des Wasserwerkes
an die Polen für sie mit einem Anstellungsvertrag hier weiterzuarbeiten. Ich habe mit einer bestimmten Begründung diesen
Antrag abgelehnt, für Polen zu arbeiten. Ich war empört und
habe sofort das Wasserwerk verlassen. Die Russen waren
32
begeistert. Es war eine wunderbare Arbeitsstelle, kein Mensch
kam in diesen Waldabschnitt. Jeder hatte Angst, hier den Polen
zu begegnen. Mein täglicher Fußweg ging mitten durch den
Wald bis nach Ahlbeck, wo ich am Bahnhof wieder rauskam.
Ein ganz neuer Zeitabschnitt begann für meinen neuen
Lebensweg. Meine Eltern wohnten zu diesem Zeitpunkt schon
in meinem Haus und sie bewohnten das ganze Erdgeschoß.
Mein Onkel Theo, der mit aus Swinemünde kam, und mein
Bruder Erwin wohnten dann bei meinen Eltern. Ich brauchte
keinen Tag warten, dann wurde ich beim Rat der Gemeinde
Ahlbeck eingestellt. In einer CDU-Versammlung wurde ich
schon vorher als Vorsitzender für den Kreis Usedom gewählt.
Bei der Gemeinde Ahlbeck wurde ich eingestellt für meinen
Beruf als Elektriker in der Wirtschaftsabteilung E Werk. Mein
Vorgesetzter, ein älterer Mann, war ein gebürtiger Ahlbecker
und hatte diese Führungsstelle schon unter dem Hitlersystem
eingenommen. Diese Dienststelle war zuständig für die ganze
Stromversorgung für Ahlbeck. Die Lichtzähler- Kontrolle bis
zur Straßenbeleuchtung nach der alten Schalttechnik zu
versorgen. Die vier Stadtgebiete mussten an den Stahlmasten
morgens und abends jeweils ein oder ausgeschaltet werden. Ich
schreibe so ausführlich darüber, weil es nachher zwischen uns
Probleme gab.
Wir hatten ein paar Tage später eine Betriebsversammlung für
die Neuwahl eines Betriebrates. Es kam zu einer heftigen
Diskussion und ich wurde dadurch mit fast der ganzen
Zustimmung zum Vorsitzenden gewählt. Für mich war es ein
überwältigendes Erlebnis, von Menschen, die in diesem
kommunistischen Staat lebten, so spontan gewählt zu werden.
So spontan, wie die Wahl als CDU-Vorsitzender vor Wochen
33
zustande kam. Ich musste meinem Herrn und Gott, - JesusChristus- danken! Mir wurde immer mehr bewusst, dass ich
von diesem Herrn geleitet wurde. Wie kann ein einfacher
Mensch, der nicht studiert hat, soweit sein Ziel erreichen. So
wie ich nach all den Erfahrungen ein Antikommunist wurde.
Hier wurde schon meine politische und gewerkschaftliche
Laufbahn bestimmt. Aber ich versuchte, erst die religiöse
Richtung kennen zulernen. Es kam dann später dazu, dass ich
aus der Kirche austrat. In Bochum aus der Christus Kirche,
Stadtgebiet Mitte. Der Pastor Vojeo sagte zu mir, Heinz du
steigst auf ein Schiff und segelst in die Ferne, aber du wirst
wieder zurückkommen. Er war ein feiner Bruder.
Liebe Leser ich habe im oberen Absatz von Problemen mit
meinem Vorgesetzten vom E-Werk gesprochen. Durch die
Wahl als Betriebsrat konnte ich leider nicht voll als Elektriker
belastet werden. Ich wurde durch die neue Aufgabe voll in
Anspruch genommen und war somit keine richtige Hilfe für
das E-Werk. Ich hatte neben meiner politischen Vertretung für
die CDU auch die Aufgaben als Gemeinderat zu erfüllen, so
blieb ich ein Angestellter der Gemeinde. Ich wurde dadurch
automatisch nach dem politischen Gesetz der DDR der
Vorsitzende der Nationalen-Front. Ich ging auf die
Landespartei-Schule der CDU, Gerald Götting, nach Schwerin.
Ich möchte hierzu ein paar politische Gedanken und
Erläuterungen schreiben. Damals 1952 hatten wir für
Deutschland zwei große CDU-Vertreter, Jacob Kaiser und Kurt
Adenauer und ich habe mich immer gefragt, wer von den
beiden besser gewesen wäre. Ich glaube unter Jacob Kaiser
hätten wir den Osten nicht verloren. Der Nachfolger von Jacob
Kaiser wurde dann Otto Nuschke und sein Vertreter Gerald
34
Götting. Warum waren die Politiker und Menschen nach dem
Krieg so unterwürfig. Ich habe das immer wieder bei Politikern
im Gemeindeleben festgestellt.
Diesen Weg der Unterwürfigkeit wollte ich auf keinen Fall als
Deutscher so weitergehen. Ich hatte mich in Swinemünde
immer durchgesetzt und es machte mich so stark. Es wurde mir
ferner bewusst, das mir ein schwerer Weg bevorstand, aber ich
kannte den Bürgermeister Badge Er war ein Kommunist und
wir beide hatten nicht die gleiche Meinung. Er sagte, du bist
ein guter Politiker aber reitest auf einem falschen Pferd.
Trotzdem konnte ich vielen Menschen helfen, Stellen zu
vermitteln und etwas Freude weiterzugeben. Wenn öffentliche
Veranstaltungen gehalten wurden, konnte ich mit der CDUFahne den Zug begleiten und wenn das berühmte Lied
gesungen wurde, stand ich auf der Tribüne und habe nicht die
Faust zum Gruß gehoben.
Ich hörte dann am nächsten Tag von meinen Freunden, es war
herrlich dich dort so zu sehen. Es war für viele Menschen eine
moralische Hilfe und Aufrüstung. Aber an diesem System war
nichts mehr zu ändern, dass musste ich zur Kenntnis nehmen.
Leider
hatte
ich
mit
dem
Bürgermeister
eine
Auseinandersetzung. Er wollte einen Schmiedeberg zum
Gemeinderat bestellen. Ich musste diesen Antrag aber
ablehnen, weil dieser Mann bei der Waffen-SS diente. Er
wollte weiterhin, dass ich der russischen Freundschaft beitreten
sollte. Ich habe bekannt gegeben, dass ich meine Freundschaft
längst bewiesen habe. Zu den Besetzungen der deutschen
Ostgebiete durch die Polen habe ich meine Ablehnung
mitgeteilt.
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Ein paar Tage später musste ich als Delegierter zum CDUParteitag im Friedrichs-Palast in der Friedrichsstraße in Berlin.
Hier wurde der CDU Vorsitzende Otto Nuschke wiedergewählt, Gerald Götting als sein Stellvertreter. Um keinen
Fehler zu machen, möchte ich nur das aussagen, was ich noch
ganz in Erinnerung habe. Zum Thema stand: keine
Vereinigung mit politischen Parteien aus der DDR. Eine
Einheit für ganz Deutschland mit den besetzten Gebieten von
den Polen. Ich habe bei Kundgebungen und Versammlungen
nie geschwiegen und immer was gesagt. Ein guter UnionsFreund sagte: wie konntest du nur die Katze aus dem Sack
lassen. Ich wurde gewarnt, auf keinen Fall nach Hause zu
fahren. Ich habe diesen Hinweis sehr ernst genommen und
habe mich bei der Flüchtlings- Aufnahmestelle in West-Berlin
gemeldet. Meiner Familie habe ich eine Nachricht zukommen
lassen und meine Frau mit dem Jungen kam wenige Wochen
später nach Berlin.
Am 18. Dezember 1952 wurde ich im Land NordrheinWestfalen aufgenommen, wo ich meinen Wohnsitz zu nehmen
habe. Der Aufnahmeausschuss vom 2. Dezember 1952 für die
Erlaubnis in Berlin bzw. Bundesgebiet. Sie haben die
sowjetische Besatzungszone verlassen wegen einer drohenden
Gefahr für die persönliche Freiheit.
Begründung: Der Antragsteller ist Heimatvertriebener und
wurde erst 1951 aus den jetzt unter polnischer Verwaltung
stehenden deutschen Gebieten ausgewiesen. Er gehörte der
CDU an und es kann als erwiesen angesehen werden, dass er
stets eine offene oppositionelle Haltung gegenüber dem
sowjetzonalen System eingenommen hat. Als er gerade als
Delegierter auf dem Parteitag der Ost-CDU war, erhielt er die
Kündigung aus seiner letzten Stellung, offenbar aus politischen
36
Gründen. Aus untrüglichen Anzeichen musste er nun den
Entschluss ziehen, dass er als unbequemer Gegner beseitigt
werden sollte und flüchtete sofort nach Westberlin.
Aus der Verhandlung und aufgrund der Aktenunterlagen
gewann der Aufnahmeausschuss die Überzeugung, dass der
Antragsteller im Sinne des Notaufnahmegesetzes gefährdet
war.
Ich wurde mit meiner Familie ausgeflogen nach Hannover und
von dort fuhren wir mit dem Zug nach Schongau in Bayern.
Hier auf einem Flugplatz von Hitler wurden wir in einer
ehemaligen Kaserne untergebracht. Wir mussten warten bis das
Land Westfalen eine Unterbringung für uns hatte. Hier wohnte
der Bundestags-Abgeordnete Franz Josef Strauss. Er besuchte
uns und ich war zwei mal in seinem Haus. Er wollte gerne
meine Unterlagen von der Landespartei-Schule in Schwerin.
Und teilte mir mit, dass er diese Unterlagen an den
Bundeskanzler Adenauer weitergegeben hat. Ich bekam diese
Unterlagen wieder bis wir nach Bochum überwiesen wurden.
Wir Flüchtlinge und Mitglieder der Ost-CDU formulierten ein
Dankesschreiben zur Außenministerkonferenz in Berlin an den
Außenminister Herrn John Foster Dulles in Berlin-Dahlem. Ich
möchte seine Antwort gerne mitteilen.
Sehr geehrter Herr Gesch! Trotz überaus starker
Beanspruchung durch die Außenministerkonferenz möchte ich
Gelegenheit nehmen, Ihnen zu danken für Ihre herzlichen
Worte der Anerkennung für unsere Bemühungen, durch dieses
wichtige Treffen die Welt dem Frieden und gegenseitigen
37
Verstehen einen wirklichen Schritt näher
Hochachtungsvoll!
zu bringen.
Gez. John Foster Dulles
Hier in Schongau, lebten wir bis März 1953 und kamen dann
über Rheine in Westfalen, die in Weitmar und Langendreer
lagen nach Bochum. In Bochum erhielten wir erst zwei
Notunterkünfte, in Weitmar und in Langendreer.
Wir bewohnten ein zweistöckiges Haus in Schongau, einem
wunderschönem kleinem Vorort mit ein paar Bauernhöfen und
einem ehemaligen Flughafen am Rande der Stadt. Wir mussten
für die Nacht Leinensäcke mit Stroh füllen, damit wir
Matratzen hatten. Wir bekamen ein kleines, gut beheiztes
Zimmer. Auf dem Gelände war ein Wirtschaftshaus mit einer
großen Kücheneinrichtung und Aufenthaltsräumen. Die
Männer wurden in dieser Zeit mit Arbeiten wie Straßen- und
Häuserreinigungen und Küchenarbeiten beschäftigt. Es blieb
jedoch auch Freizeit für die Familie und sich selbst. Es half
alles, den flüchtigen Menschen die Bedrängnisse und Not aus
der alten Zeit zu nehmen.
Für mich begann eine ganz neue Zeit. Ich musste mich immer
wieder fragen: „Was hast du in deinem Leben verkehrt
gemacht? War es richtig, dass du alles aufgegeben hast? Für
wen hast du dies alles getan?“ Ich habe viel gebetet und um Rat
gefragt. Aber meine Seele gab mir keine Ruhe. Heute weiß ich,
dass es der Geist Christi war. Ich war ganz davon hingerissen,
noch mehr für meinen seelischen Druck zu tun. Ich habe bis
jetzt noch nicht einmal über meinen Glaubensweg richtig
38
geschrieben, weil ich einfach erst meinen Lebensweg
aufzeichnen wollte. Jeder Mensch kann erst am Ende des
Lebens beurteilen, ob es ein Weg war, der von Gott gelenkt
wurde. Alles was ich hier schreibe sind die Anfänge, Jesus als
den Gott-Sohn zu erkennen. Ich kann heute nicht mehr das
Wort Gott hören. Aber warum? Weil ich aus dem Bibel-lesen
erkannt habe, dass Jesus nicht als Retter aller Menschen und
als Gottes-Sohn erkannt und verstanden wird. Die Antwort und
den Sinn soll uns diese kleine Schrift geben.
Ich habe in der Ruhezeit in Schongau deshalb die heilige
Schrift nicht nur einmal, sondern immer wieder gelesen. Ich
wollte nun ein Prediger des Herrn werden und es ohne eine
theologische Richtung schaffen. In der katholischen Richtung
hätte ich es in Schongau über ein Seminar mit Verpflichtungen
für die katholische Kirche schaffen können. Es wurde mir
bewusst wenn ich mit den Theologen um die Wahrheit
wetteifern wollte, musste ich erst mal die ganze Bibel kennen
lernen. Das Verstehen der Bibel kann mir nur Christus, den wir
alle nur im täglichen Gebet erbeten können, schenken.
So möchte ich nun das Wort Gottes meinen Lesern offenbaren.
Jedoch nicht in einer Wortweisheit nach menschlicher Weise
ausgedrückt und formuliert. Ich beziehe mich hier, auf die
vielen Bibelübersetzungen, die jede Gemeinschaft für sich hat.
Wie wir wissen, hat die katholische Kirche bis vor Jahren ihren
gläubigen Menschen die Bibel sogar versagt. Deshalb haben
wir in unserem Heft „unsere Auserwählung in Christo“ von
Heinz Gesch und Harry Lamers ausführlich auf die vielen
Fehler aus der Lutherbibel hingewiesen. Unsere Erkenntnisse
beziehen wir heute ausführlich aus der konkordanten Bibel aus
Pforzheim.
39
Ich bin nun in meinem Bericht wieder mal einen Schritt weitergegangen. Es ist so meine Art im Sprechen so schnell fort
zufahren. Meine Kinder sagen immer, so wie du sprichst,
schreibst du auch! Aber ich möchte weiter berichten, was wir
in Schongau noch erlebten. Beim Lesen der Bibel wurde mir
bewusst, wie der Herr so seine Propheten und Jünger berief.
Schon beim Daniel oder Josef, dass sie Verwerfung,
Verlassenheit, Drangsal und Druck erleben mussten, bevor sie
ihren Höhepunkt erleben konnten. Denken wir an Hiob, nicht,
dass es bei uns genau so werden muss, sondern alles nur als
Gleichnis oder Spiegelbild. Viele Menschen übersehen dabei,
dass das, was Jesus getan hat, sich nun auch nach dem jüdische
Gesetz im Wasser taufen zu lassen, die gläubigen Menschen in
dieser heutigen Zeit nun auch noch immer tun müssen. Alle
diese Handlungen geschahen zu einer gewissen Zeit und sind
auch nur bestimmt für gewisse Zeitabschnitte.
Dort in Schongau nahm ich mir deshalb den Apostel Paulus als
Vorbild und auch den Hirten und König David. So wie ich
schon oben geschrieben habe, erst mal die Bibel zu lesen,
damit Christus sie mir mit vollem Inhalt schenken kann.
Paulus ein hoch studierter Mann bei den höchsten Gelehrten
der damaligen Zeit, musste nach der Begegnung mit dem
auferstandenen „JESUS“ - weil er blind wurde - in die Wüste
gehen. Er der Paulus, der die Christen verfolgte bis zur Tötung
dieser Menschen, musste erkennen, dass seine ganze
einstudierte Erkenntnis nicht von Christus anerkannt wurde.
Ich habe nun in Swinemünde und in Ahlbeck in dieser Zeit
immer den Herrn gefragt, ob es für meinen Lebensweg
bestimmt war!? Jetzt, am Ende meines Lebens, konnte ich
feststellen, dass vom Gottesplan her alles bestimmt ist. Selbst
40
die Entscheidung, nicht ein beruflicher katholischer Lehrer zu
werden. Indem ich ein beruflich bezahlter Lehrer des WortesGottes geworden wäre, hätte ich nicht mehr die Freiheit gehabt,
das Wort-Gottes nach der Wortteilung vom Paulus zu
verkündigen.
Weil ich hier in Schongau so dachte und auch die Zeit der
Besinnung für mich in Anspruch nehmen konnte, ging ich
zurück nach Ahlbeck. Ich denke an meinen Vorgesetzten, wenn
auch nur eine kurze Zeit, aber wir hatten immer einen guten
Draht zueinander. Er war schon zur Hitlerzeit ein
Bibelforscher, aber kein Zeuge Jehova. Die Zeugen Jehova
waren mir grundsätzlich nicht in der DDR bekannt. So führten
wir beide wunderbare Gespräche über die Bibel. Von dem
Pastor in Ahlbeck hatte ich keine gute Meinung. Erst sein
Nachfolger in der weiteren DDR- Zeit, wo ich schon öfters
zum Urlaub hinfuhr, wegen seiner besseren Verkündigung. Ich
hatte zu diesem jungen Pastor, der dann auch meine Mutter
beerdigte, einen guten Kontakt.
Der Pastor, der meinen Vater beerdigte, gehörte einer freien
Brüdergemeinde an, wo die Gläubigen nach dem Gottesdienst
beten konnten. Diese Gemeinde ist noch immer in der
Wiesenstraße in Seebad-Ahlbeck.. Ich besuchte sie mehrmals.
Es war eine Art Brüdergemeinde, wo die Gläubigen nach dem
Gottesdienst beten konnten. Die Erwartung lag darin, dass nur
zwei bis drei Geschwister die Gelegenheit bekommen, zu der
Predigt ihre Zusage oder eine Erweiterung des Wortes mit
Dank zu bekunden.
Ich hatte durch meine gewerkschaftliche und politische
Mission in Seebad-Ahlbeck soviel Gelegenheit, den Menschen
41
dort immer wieder zu helfen und somit eine moralische Stütze
für Menschen zu sein. Man kann sich heute gar nicht mehr
vorstellen, wie hilflos die Menschen zu dieser Zeit dort noch
lebten. Sie kannten selbst aus der alten Zeit nicht den
politischen Druck, den Kommunisten hier in der DDR bei jeder
Gelegenheit ausnutzten. Die Kommunisten waren auch selbst
noch unerfahrene Politiker. Ich möchte selbst hier in der
Bundesrepublik - jetzt 2004 - auf die Grünen hinweisen, die
erst noch viel lernen müssen, bis sie zu Führungsleuten herangewachsen sind.
Das gilt im gewissen Sinn auch für gläubige Menschen oder
Theologen, wenn sie der Körperschaft Christi angehören
wollen. Überall finden wir symbolische Gleichnisse, die wir
auch in unserem Leben erkennen und auswerten müssen. Sonst
werden wir nicht begreifen, was es für einen Sinn hat, als
gläubiger Christ noch in dieser Welt leben zu müssen. Paulus
sagt: „Ja, ihr Menschen, die noch zu dieser Zeit in dieser Welt
leben, seit das Aufhaltende.“ Das Aufhaltende ist nach der
Bibel eine Gemeinde, die gegen diese Weltordnung bereit steht
für das Kommen des HERRN. Das wurde mir in Schongau
bewusst, dass ich ein Kämpfer bin für die kommende
Gerechtigkeit. Jesus sagte: „Es wird jeden Menschen so
geschehen, wie er glaubt!
Wir werden in diesem Heft noch Vieles hören, nicht aus der
Verkündigung des direkten Wortes, sondern um aus dem
Leben eines jeden Menschen zu erkennen, was und wo wir
Gottesführung wahrnehmen können. Damit einfache
Menschen, die Liebe von Gott-Vater und Sohn besser
verstehen und begreifen können. Die Menschen sagen, wie
42
kann Gott das alles zulassen, ohne zu begreifen, dass es alles
nur Menschenwerk ist.
Ich danke dem Herrn Christus Jesus, den ich aus meiner großen
Sehnsucht und Not kennen lernte, und meinen lieben
Enkelkindern, die mir alle jederzeit bei der Formulierung
meines Heftes geholfen und mir Hilfestellung gegeben haben.
Wenn ich heute nun versuche, darüber zu berichten, was alles
bis hier in meinem Leben geschah, so bleibt immer als Erstes
meine Kindheit. Ich habe deshalb daraus gelernt, so wie Jesus
uns das sagt, für alle Kinder auf dieser Welt zu beten. So wie
meine Großmutter mich das Beten lehrte und mir dadurch
einen Weg der Geborgenheit schenkte, kam in mir die Lust
immer für alle Kinder zu beten. Es hat sich dann auch in dieser
Welt gezeigt, dass Kinder bedingt durch die Scheidung der
Eltern, frühe Unfälle, im Krieg verwundet oder gestorben
immer die Benachteiligten sind. Ich habe auch erlebt, dass
manche Elternteile nicht würdig sind, Kinder zu haben. Dass
Männer sogar die Kinder vergewaltigen und wir haben gehört,
dass es sogar kirchliche Leute getan haben. „Jesus sagte“: Ihr
sollt werden wie die Kinder! Die Kinder sind der Grundstock
zum werdenden Menschen. Deshalb wollte ich einfach wissen,
was der Mensch ist und welches Verhältnis dieser Mensch zu
dem Gott-Vater und dem Gott-Sohn hat! In Schongau
konnte ich mich nun ganz der heiligen Schrift widmen. Ich
wollte mit der Bibel so vertraut werden, dass ich für alle
Fragen eine Antwort für Menschen geben konnte.
Was bewegte mich 1952/53 hier im Lager zu solchen
Gedanken. Sieben Jahre war es schon nach dem Krieg und wir
43
hatten noch immer keine Ruhe vor einer Gruppe von
Menschen, die nicht besser waren als ein Hitlerstaat. Die
Menschen dieser Welt lebten voller Rache und Beutesucht.
Heute können wir sagen, dasselbe geschieht im Irak. Es war
ganz einfach die Sehnsucht nach Frieden, den uns nur noch
„der Gott-Sohn“ schenken konnte. Wir durften es noch nicht
mal allen Menschen sagen, weil nur noch wenige an IHN
glauben können oder konnten. In dieser Zeit baute sich die
Liebe und Verbundenheit zu meinem Sohn immer mehr auf. Er
wurde sogar mein Vertrauter nachher in Bochum und war mein
ständiger Begleiter zu all den religiösen Veranstaltungen. Ich
beschloss, mich für Politik, Gewerkschaft und Gemeinschaften
zu interessieren. Sonntags hatte ich am Vormittag die Aufgabe,
unseren Jungen an die Hand zu nehmen und so hörte der
Norbert mein Gebet in der Gemeinde. Ich spürte immer, wie es
in den Vorstandsbrüdern brodelte, aber es gab sehr viel
Geschwister, die das Gebet liebten.
Über die Bibellehre als solches gibt es sehr viel zu schreiben.
Die Erschaffung des ersten Menschen weiblichen und
männlichen Geschlechts nach der Urschrift Plural. Ganz
besonders möchte ich darüber schreiben, was ist die Seele mit
ihren drei Auferstehungen. Die Erste für die Erde und die
vorzeitige Entrückung für den Himmel. Eine wunderbare
Erkenntnis, die uns der „Herr Jesus“ schenkt, wenn wir den
Herrn bitten, uns dafür die Seele zu öffnen!. Wenn wir einmal
begriffen haben, dass der Herr Jesus wirklich schon immer von
Urzeit her beim Gott-Vater war und dann nach Seiner
Kreuzigung wieder zum Vater zurückging, dann erst können
wir glauben, dass ER wirklich Gottes Sohn ist.
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Liebe Leser, ich möchte keinen Menschen zu sehr mit meiner
Glaubenserkenntnis belasten, aber meine Seele ist so voll. Ich
möchte dieses schöne Leben mit diesem Jesus jedem Menschen
weitergeben. Ich will auch meinem Leben noch nicht
vorgreifen; aber seit dem Jahr 2000 gehöre ich keiner Kirche
oder Gemeinschaft mehr an, Jesus Christus hat mich ganz frei
gemacht. Ein Mensch, der keiner Kirche angehört, ist deshalb
kein Heide. Deshalb sollten alle Menschen, die alt und einsam
sind, Kranke und Bedrängte, Frauen, die verlassen worden sind
oder umgekehrt die Männer, Eltern, die Sorge mit den Kindern
haben, an diesen „JESUS“ denken und sie alle sollen
versuchen, ein liebes Gebet an diesen Herrn zurichte.
Wir Deutschen lebten damals alle in einer Zeit, wo sich jeder
entscheiden musste, einen neuen Weg zu finden. Die
Hungerjahre nach dem Krieg für viele Menschen in
Deutschland waren vorbei. Wir im Lager hatten uns für WestDeutschland ausgesprochen. Der Glaube mit seiner Freiheit
ließ ohne zu überlegen alles hinter uns. Im geistigen Sinn
erneuert sich der Mensch,, nach immer besser werdender
Erkenntnis. Wir dürfen nur nicht stehen bleiben. Deshalb
wollte ich noch einmal darüber berichten, was mir das viele
Bibellesen hier in Schongau brachte. Ich war schon immer so
ein Mensch, ohne mich fest zu beschäftigen, konnte ich nicht
leben.
Aus dieser Vergangenheit mit guten und schönen Erlebnissen,
die ich in meinem Leben durchlaufen bin, wollte ich dem
Herrn in meinem Versprechen treu bleiben. Beim ersten Lesen
merkte ich schon, wie schwer es war, den Sinn und die
Zusammenhänge zu verstehen. Der Sündenfall und die danach
folgenden Geschlechter. Die große Gnade durch die Errettung
von Noah mit seiner Familie von Gott dem Herrn. Dann ein
45
gottesfürchtiger Mann Abram und später wurde er ein
Abraham durch seinen großen Glauben. Dieser Abraham
wurde von Gott dem Herrn, in ein besseres Land gewiesen. Die
heilige Schrift sagt: „ein Land wo Milch und Honig fließt. Wir
wissen heute durch den Krieg zwischen Amerika und dem Irak,
dass Irak das Land war, wo der Abraham damals ausging.
Ich konnte weiter in der biblischen Geschichte darüber lesen,
dass über Adam und Eva, sowie über die Sintflut und über das
Zeitgeschehen bis zum Abraham geschrieben wurde. Erst vom
Abraham wurde über seine beiden Söhne mitgeteilt, dass der
Gott und Herr diesem Abraham in seinen Kindern zwei
Geschlechter verheißen hat.
Wir erkennen hier aus der christlichen Lehre, dass es die
Körperschaft Christi ist. Die Bibel sagt: „wie die Sterne am
Himmel.“
Der andere Sohn verkörpert die Gemeinde der Juden für das
tausendjährige Königreich auf dieser alten Erde.
Später können wir in der Schrift lesen, dass Mose dann von
Gott berufen wurde, die Juden aus Ägypten herauszurufen.
Hier liebe Leser begann für das jüdische Volk vierzig Jahre
eine lange Zeit der Prüfung, wo sie sich bewähren musste. Ich
glaube, diese Zeit wird von Gott-Sohn allen Menschen
auferlegt. Mir bedeutet deshalb das Wort Gottes aus dem
alten Bund immer nur ein Gleichnis. Die beiden Heilswege,
für die Erde und den Himmel müssen immer getrennt werden.
Aber wir kommen noch auf andere Gleichnisse, die uns das
verständlicher machen.
46
Was mich nur sehr erschüttert hat, dass das Volk Israel so ein
störrisches Geschlecht war. Hier setze ich den Hebel an, weil
aus diesem Versagen des Volkes Israels, die Christenheit
glaubte, in den damaligen Zeiten die Juden bestrafen zu
können. Die Lebensgeschichte des Volkes Israels braucht von
mir nicht erläutert zu werden.
Wichtig wurde mir noch, dass von den vielen Propheten
geschrieben wurde und wir wissen, dass der erste König von
Israel der gesalbte David war. Er hatte das Reich für die Juden
in einer Einheit zusammengefasst. Sein Nachfolger wurde
Solomo wieder für 40 Jahre, aber Solomos Söhne teilten sich
dieses große Reich auf. König Rehabeam für Juda und König
Jerobeam für das Nordreich Israel. Hier beginnt für die
Propheten für beide Reiche auch die Trennung ihrer
Verheißungen. alles konnte ich hier lernen. Um zur Kenntnis
nehmen zu müssen, dass es mein neuer Weg sein wird.
Ich habe diese Tage, eine Predigt von einem Theologen aus
Hamburg gehört, dass er über das Leben von den Propheten
Hesikil und Hosea gesprochen hat, dass wir aus deren Leben
lernen sollten. Deshalb glaube ich, dass diese beiden Propheten
Zeugnisse ablegten für das jüdische Volk. Zu einer
Vorbereitung für das Reich Gottes, das auf dieser Erde für
tausend Jahre regieren wird. Auch hier unterscheiden sich die
letzten Propheten von 585-516 vor Christus. Es sind Jesaja,
Jeremia, Hosia Joel, Amos, Obadja, Jona, Micha, Nahum,
Habakuk und Zephania. Propheten, die in der babylonischen
Gefangenschaft im Exil waren, sind Hesikil und Daniel.
Nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft
Waren es, Haggai, Sacharia und Melachi.
47
Ich musste aus der Bibel erkennen, dass nur durch den
Ungehorsam der Juden, diese getrennt wurden von der
Berufung von Menschen durch das Evangelium vom Paulus.
Römer 11:8-15, Kolosser:1:26.
Weil ich in diesem Heft mein Leben mit Jesus wiedergeben
wollte, musste ich mein Erlebnis mit der Bibel auch so
weitergeben. Es ist auch erst der Anfang und ich machte immer
wieder neue Entdeckungen mit dem Wort Gottes. Es wurde
wirklich mein Leben. Ganz stark durfte ich das Leben von
David bewundern. Ein einfacher Hirte, der es mit der Hilfe des
Herrn schaffte, Ein König zu werden. Wir sehen hier für den
Werdegang unseres Herrn zu seiner Erdenzeit, dass Er sich nur
einfache Menschen sammelte. Wenn wir das Leben von David
durchforscht haben, begreifen wir erst die Zusammenhänge
seiner Psalme.
Wenn wir jetzt wissen, zu welcher Zeit die Propheten lebten,
können wir verstehen, dass ihre Prophetie so verschiedentlich
ausfiel. Da das Volk Israel durch das erste nationale Gericht
nicht lernte, wurde durch die nachrückenden Propheten eine
weitere Verwüstung und Zerstreuung des jüdischen Volkes
angedroht. Die nachfolgenden Propheten hatten ein weiteres
Blickfeld. Ereignisse, die ihre Vorgänger wie in einem Bild
schauten, begannen sich zu klären.
Sie gewahrten ein weiteres Kommen ihres Messias, ein
weiteres Gericht und eine Gefangenschaft. Das aufgebaute
Jerusalem mit dem Tempel sollte wieder zerstört werden. Nur
wenn wir die Propheten von ihrer jeweiligen Aussage in die
richtige Richtung setzen, können wir die heilige Schrift auch
einordnen.
48
Die Kreuzigung des Herrn wird angedeutet, weil die Propheten
noch nicht unterscheiden konnten zwischen Ankunft des Herrn
Jesus in Seiner Niedrigkeit und seines Kommens in Kraft und
Herrlichkeit. Den Propheten damals war es noch ein
Geheimnis, dass die Juden eine gewisse Zeit in ihrer
Gefangenschaft mit Blindheit geschlagen werden. In dieser
Zeit gelingt es dem Paulus, die Körperschaft herauszurufen.
Die Propheten sehen aber deshalb nur für beide Ankünfte des
Herrn Jesus eine einzige Ankunft und Sein Gesamtwerk.
Der Tag der Gnade und der Tag des Zornes, Israels
Zerstreuung in aller Welt und ihre Sammlung, alles wird von
den Propheten in einem Atemzug geweissagt.
Liebe Leser, das alles hat der Prophet Jesaja ausgesagt und der
Apostel Lukas gibt dazu in seinem Kapitel 4:17-20 die
Bestätigung. Es ist sehr wichtig, diese Bibelstellen zu lesen,
damit wir es auch so verstehen! Der Herr Jesus selbst las diese
Bibelstelle vor: „Zu verkündigen das angenehme Jahr!“! ER
tat das Buch zu und sagte allen: „Heute ist diese Schrift
erfüllt vor euren Ohren!“ Als der Herr Jesus von Jesaja
vorlas, hatte ER nur den halben Vers 2 vorgelesen, weil der
Tag der Rache unseres Gottes sich erst nach seiner zweiten
Wiederkunft auf dem Oelberg erfüllen wird. Hier beginnt für
das Gottes Wort ein neuer Zeitabschnitt.
Was für eine Fülle von Weisheit und Erkenntnis konnte ich
doch durch das tägliche Gebet hier in Schongau empfangen. Es
war wie in einem Fernstudium, von Stufe zu Stufe habe ich
hier an Erkenntnis gewonnen. Es sind ungefähr die gleichen
Worte die Paulus, benutzt. Man kann es kaum glauben, dass
49
selbst die Sprachweise und Ausdrucksform sich durch die Kraft
unserer Seele verändert. Die Kraft des Geistes Christi ist
symbolisch wie ein Sendestrom, der von unserer Seele
empfangen wird. Wir stellen uns dann ganz auf das gesagte
oder geschriebene Wort Gottes ein. Es ist in uns die
angefangene Neuschöpfung. Mir ist dieses alles dort beim
Lesen so begegnet und ich möchte es deshalb auch so
weitergeben. Wie oft habe ich in Kirchen eine
Wortverkündigung gehört; aber sie haben nicht die Trennung
der Wortteilung vom Paulus erkannt, auch nicht verkündigt.
Mein Wort zu diesem Abschnitt: Betet nur diesen Jesus an,
unser Apostel für die Nationen ist nur Paulus und das
menschliche Herz ist nur Fleisch. Nur die Seele ist ein
Geschenk von Gott dem Herrn. Die Seele, die uns das Leben
mit und bei Gott dem Herrn schenkt. Die Seele ist nicht im
Blut.-------Lob und Dank sei dem HERRN.
Ich habe schon jetzt vernommen, dass zwei Geschwister mein
kleines Heft im Anfang schon als langweilig empfinden. Diese
kleine Schrift soll lediglich meinen nachfolgenden Verwandten
als Erinnerung von mir gewidmet sein. In der Hauptsache aber
als Zeugnis für den Glauben an Jesus Christus. Weiterhin wäre
es sehr schön, wenn es als Buch veröffentlicht werden könnte.
Meine Gedanken sind keine einstudierten Weisheiten von
Theologen, die eine bestimmte Richtung verfolgen. Bevor ich
deshalb meine letzten Erinnerungen aus Schongau
niederschreibe, möchte ich zu allen prophetischen Aussagen
bisher berichten, was uns der Apostel Paulus dazu sagt.
Erst Paulus der Apostel für die Nationen und der größte
Prophet verkündet die Weissagungen aller Propheten mit der
Offenbarung von Johannes im Zusammenhang. Auch Paulus
50
wurde in Stufen vom „erhöhten Herrn“ durch den Geist Christi
und mehreren Begegnungen mit dem Herrn von Erkenntnis zur
wahren Erkenntnis geführt 1.Kor. 15: 21-28
Als Paulus in der Gefangenschaft aus Rom seine
Vollkommenheitsbriefe schreiben durfte, teilte er uns mit: Das
Geheimnis Gottes, was den Propheten damals nicht bekannt
war, dass Israel mit Blindheit geschlagen ist, bis die
Vervollständigung der Nationen eingegangen ist. Wir wollen
über alles nachdenken, lesen und beten. Röm. 11:25, Eph.,
Phl., Kol., und die Thessalonicher Briefe.
Wir hatten nun das Flüchtlingslager Schongau vom Dezember
1952 bis zum März 1953 bewohnt. Es lag sehr viel Schnee zu
dieser Jahreszeit. Wir waren geduldige Flüchtlinge, weil wir
politisch gut aufgeklärt waren und wussten, was wir uns für die
Zukunft auferlegt hatten. Wir haben aufgrund unseres
Glaubens und des starken Erlebnisses hier mit Gott dem Herrn
einfach alle Führung für die Zukunft dem Herrn überlassen.
Ich war so froh, dass meine Frau und mein Sohn meinem von
Gott auferlegten Lebensweg so bedingungslos folgten. Ich
hatte mich ganz dem Wort Gottes ergeben und sah meine
Umwelt nicht mehr. Wenn ich heute meine Frau fragen würde,
wie hast du es überstanden, würde sie nur sagen, furchtbar.
Unseren Sohn habe ich erst vor wenigen Tagen gefragt und er
teilte mir mit, dass er sich an manche Begebenheiten entsinnen
kann. Mir wurde es sehr stark bewusst, als wir mit dem Zug
fuhren. Zu dieser Zeit hatten die Menschen schon den Krieg
wieder vergessen und die Leute im Zug waren besser gekleidet.
Man merkte gleich überall, dass wir eben Flüchtlinge waren.
51
So war auch das neue Leben ein grundsätzlicher Neuanfang.
Noch heute können wir nicht begreifen was sich die
Flüchtlinge aus allen Ländern der Welt vorstellen, was ihnen
nun alles zur Verfügung gestellt werden muss. Darüber hinaus
ihre Gesetze und Kultur mit den Kirchen und ihrem
Gemeinschaftsleben. Dass schlimmste ist für uns Christen, dass
sie ihren islamischen Glauben in den Vordergrund stellen.
Wir fuhren mit dem Zug nach Rheine in Westfalen und
mussten für einige Tage bei dieser Verteilerstelle bleiben, dann
wurden wir nach Bochum überwiesen. Wie ist es möglich, dass
wir es damals wie geduldige Schafe auf uns nahmen. Nach
dem vielen Lesen der heiligen Schrift musste ich immer an
diese Fluchtzeit der Juden denken, die vierzig Jahre durch die
Wüste pilgern mussten. Sie wurden zum Teil aufsässig und
widerspenstig und trotzdem hat Gott der Herr mit uns
Erbarmen. Das war die Aussage, die mich damals und auch
noch heute begleitet. In Bochum angekommen, wurden wir in
einer ehemaligen Gaststätte Neuling in der Neulingstrasse in
Weitmar untergebracht. Hier wurden in einem großen Raum
zweistöckige Bettstellen aufgestellt und Zwischenwände
trennten kleine Kabinen. Kochen konnte jede Familie im
ehemaligen Küchenraum.
Ich hatte zu dieser Zeit sofort eine Arbeitsstelle bei Vieting &
Laux in Langendreer angenommen. Über diese Firma konnte
ich auf der Kohlenzeche Mannsfeld arbeiten. Damit diese
Zeche nicht geschlossen werden konnte, sollte die ganze
Förderanlage von der Grube bis zur Kokerei voll automatisiert
werden. In diese Aufgabe wurde ich mitten hineingestellt. Es
war eine wunderbare Arbeit für mich, einem Obersteiger bei
dieser technischen Anlage helfen zu können. Die Anlage
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wurde mit allen Verriegelungen vollständig hergestellt und von
einem großen Schaltpult geschaltet. Ich habe noch heute die
Schaltzeichnung von dem Obersteiger, aber die Zeche
Mannsfeld wurde dann später doch geschlossen.
Nach dieser Arbeitsstelle wurde ich am 31.10.1955 angestellt
bei dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe für die
Landesfrauen- und Kinderklinik in Bochum. Ich vergleiche
mein Leben immer mit den Aussagen der Bibel und kann es
auch nur so meinen lieben gläubigen Mitmenschen weiter
empfehlen. Das ist unser Leben mit Christus, das ist und soll
meine Art der Verkündigung auch bleiben. Wir brauchen uns
in dieser letzten Zeit nicht mit der Heilsverkündigung für Israel
befassen. Es soll uns nur immer ein Gleichnis werden, so wie
ich es zu meinem Leben oben geschrieben habe. Damit wir
Christus Jesus durch seinen Geist über unsere Seele durch
unsere Neuschöpfung wahrnehmen können. Sprechen wir
selber auch nur von der Seele und nicht sei herzlich gegrüßt.
In der Landesfrauen- und Kinderklinik begann dann mein
Leben nicht nur für meinen Arbeitgeber, sondern für Christus
und einen sozialen Dienst für alle Mitarbeiter. Ich begann
sogar von Christus zu sprechen, wenn ich in die
Krankenzimmer kam. Wie war das möglich!
Mein
Aufgabengebiet war so weitreichend aufgrund meiner
beruflichen Kenntnisse, dass ich zu allen Krankenstationen,
Kreißsaal und OP Zugang hatte. Dasselbe galt für die
Kinderklinik. Darunter fielen die Funkanlagen, Signalanlagen,
alle elektrischen Geräte, die ganzen Aufzüge für Personen und
Essen. Damit ich dieses Auftragsgebiet abschließen kann,
möchte ich noch schreiben, dass ich es später schaffte,
Personalratsvorsitzender zu werden. Mein Leben wurde hier
53
von Christus, für mich bestätigt. Aber ich wurde seitdem wir
von Schongau nach Bochum kamen in jeder freien Stunde ein
Lehrer für das Wort vom Paulus.
Es entstand nach Schongau soviel Druck in meiner Seele, dass
ich mich zuerst mit der evangelischen Kirche beschäftigte. Ich
habe schon vorher darüber geschrieben, dass mein
Wirkungskreis Pastor Voyje aus der Christuskirche war, aber
ich konnte damals noch nicht die Grenze zur großen
Wassertaufe erkennen. Deshalb trat ich 1957 aus der
evangelischen Kirche aus. Ich wollte bei den Baptisten auf der
Hermannshöhe getauft werden, wurde aber dann doch nur von
dem Pastor Kupsch im Steinknapp mit meiner Frau und
meinem Bruder Erwin dort getauft. Schon hier lag ein Hohn,
dass der Pastor und Bruder Peitz von Hermannshöhe von mir
Bedingungen verlangte, die ich nicht anerkennen konnte.
Weil ich aber schon in Ahlbeck mit den alten Bibelforschern,
Brüdergemeinde sowie den All-Aussöhnern Kontakt hatte,
wurde mir klar, dass die Wassertaufe von Johannes dem Täufer
eine Taufe der Sündenvergebung für die Juden war. Es war
gleich danach für mich wie ein Zeichen vom Herrn, als ich die
Apostelgeschichte Kpt.1 von Lukas las, wo der Herr mit den
Jüngern Tischgemeinschaft hatte, wies ER sie an, nicht von
Jerusalem zu scheiden, sondern die Verheißungen des Vaters
abzuwarten. „Die ihr von Mir gehört habt, denn Johannes hat
nur mit Wasser getauft, ihr aber werdet nicht sehr lange nach
diesen Tagen im heiligem Geist getauft werden.
Liebe glaubende Menschen, hier liegt meine Mission und mein
Auftrag, den ich glaube, erfüllen zu müssen. Aus dieser
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Erkenntnis gingen auch meine Gedanken hervor, meinen
Lebenslauf mit einem Glaubensbekenntnis zu schreiben. Nach
meiner Taufe hatte ich dann dieses oben genannte Kapitel
genau gelesen und mir sagte der Geist, dass diese Taufe nur für
die Juden aus dem Gesetz bestimmt war. Damit möchte ich die
Aussage - von Stufe zu Stufe - begründen, dass Gott der Herr
den Menschen Zeit gibt, diesen Retter aller Menschen,
anzunehmen. Wir müssen also alle Aussagen aus der heiligen
Schrift kennenlernen, damit wir das Evangelium vom Paulus
für die Nationen nicht mit dem für die Juden bestimmten
Evangelium verwechseln.
Deshalb mag die Schilderung meines beruflichen Werdegangs
manchem nicht gefallen. Aber ich brauchte in meinem Leben
diese göttliche Zurechtweisung und Zuordnung bis zur
Körperschaft Christi. Es machte mich stolz, ohne zu studieren,
auch viel im Leben erreicht zu haben. Ich verstehe deshalb
unsere Führer dieser Nationen und der religiösen Welt nicht,
dass sie es nicht schaffen. nach dem Willen unseres GottVaters und Gott-Sohnes, diese Welt zu regieren.
Deshalb können nur bibelfeste Menschen die Weltsituation aus
der Offenbarung vom Johannes erkennen und deuten. Ich habe
darum immer um Erkenntnis und göttliche Weisheit gebeten.
Aber wir dürfen nicht den Widerwirker vergessen, der Satan
ist. Aus der Bibel ist ER uns als ein Gott der Gegenspieler,
bekannt. Viele Theologen, besonders die Pfingstgruppe,
verkünden ihn als den Teufel. Wenn IHR nicht heute zu uns
kommt, geht ihr für alle Zeit verloren! Der Satan ein Gott aus
der göttlichen Familie, ein Geistes-Wesen, der allem, was aus
Gott-Vater kommt, widerstrebt. Hiob schreibt in seinem
Bericht über die Gottessöhne, es ist lesenswert. Ich habe diesen
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Satan nur deshalb erwähnt, weil seine Geisteskraft immer
versucht, den Menschen gegen Gott zu verführen. Wenn wir
die Offenbarung vom Johannes lesen, können wir erkennen,
was der Satan für ein gefährliches Wesen ist. Wir finden IHN
überall, wo Christen sich versammeln.
Ich kann jetzt schreiben über die Zeit ab 1953, wo ich in
Bochum immer für das Wort des Herrn tätig war. Ich habe in
dieser Zeit viele Geschwister gewonnen, aber auch verloren.
Wir wohnten die ersten Jahre in der Maltheserstraße und 1960
zogen wir in die Brüderstraße 3, Stadtmitte. Bei den Baptisten
auf der Hermannshöhe dienten die Theologen Herr Rodemann,
Herr Peitz, Herr Reese, Herr Kolbe, Herr Schneider und 2003
Herr Rommert. Ich habe nur noch den Herrn Schneider
persönlich erlebt und bin zu seiner Pastorenzeit ausgetreten.
Besucht habe ich in diesen Jahren alle christlichen
Gemeinschaften, vor allem die Baptisten. Meine Zugehörigkeit
bei den Baptisten war zeitweilig in der Hermannshöhe, im
Steinknapp und in Bärendorf. Ich werde noch als letztes
darüber schreiben. Wichtig ist noch, dass ich 1984 als
Schwerbehinderter in Rente gehen konnte. Eine gute aber
schwere Arbeit fiel mir noch 1988 zu, als meine beiden
Enkelkinder Alina und Jessica als Zwillinge geboren wurden.
Ich habe berichtet von meinem vorzeitigen Ausscheiden aus
dem Berufsleben und bin sofort auf die Geburt meiner
Enkelkinder eingegangen. Ich möchte deshalb darüber
berichten, was in dieser Zeit bis zur Geburt der Kinder
geschehen ist. Die Landesfrauen- und Kinderklinik wurden
vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe geschlossen. Sie
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waren finanziell nicht mehr tragbar und es sollte nur in der
Frauenklinik eine Psychiatrie eingerichtet werden. Das war die
Meinung des Landeshauptmanns. Die Kinderklinik sollte
dagegen als Gelderwerb für diese neue Psychiatrie verkauft
werden. Es standen zwei Ankäufer auf dem Plan,
Josephhospital und Augustakrankenanstalt. Es wurde für mich
als Personalratsvorsitzender eine aktuelle und politische
wichtige Aufgabe. Ich habe an den biblischen Joseph gedacht,
das gab mir im Gebet die Kraft mit der Gewerkschaft im
Rücken, einen christlichen Arbeitervertreter zu verkörpern.
Ich kann keinem Menschen heute erklären, mit welcher
Intensität ich meine Mannschaft, den Personalrat, angespornt
habe. Nur mit der Hilfe von Christus durch Seinen Geist, den
ich täglich erbeten musste, konnte ich es schaffen. Mag dieser
Bericht für manchen Außenstehenden langweilig vom Lesen
her empfunden werden, aber vom Gottesgeschehen nach der
Offenbarung war es für mich ein Teil des Wirkens Gottes und
wertvoll es meinen Nachkommen zu hinterlassen. Wie sollen
Menschen, wenn die Kirchen diesen Herrn und Heiland nicht
richtig interpretieren können, diesen Herrn aus ihrem Leben
erkennen. Ich wünsche, dass mir der Herr aus dem kommenden
Erfolg die Bestätigung gibt.
Ich könnte in allen Einzelheiten von diesen politischen
Kämpfen berichten aber ich hoffe, dass meiner Meinung nach
mein Lebensweg im Geist zum HERRN besser aufgenommen
wird, als nur von meinem Arbeitsgebiet zu schreiben. Aus
Erfahrung weiß ich, dass sich die Gläubigen immer höher
einschätzen als andere Geschwister, anstatt ihre Geschwister
ein wenig als gleichberechtigte Glieder der Körperschaft
Christi anzuerkennen. Hier liegt auch das große Problem,
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keinen Streit zu dulden zwischen verschiedenen Erkenntnissen,
sondern zu einer Meinung zu kommen. Was für ein Wort
Gottes gehört nun zu der letzten Zeit für das Kommen des
Herrn? Wir haben dann den Auftrag: Alles zu sagen und uns
gegebenenfalls zurückzuziehen. Was ich noch als unbedingt
wichtig halte, den Satan als eine im Geist wirkende Kraft .zu
erkennen. Diese Kraft in Form vom Geist, spüren wir überall,
wo sich Gläubige selbst versammeln. Nur aus diesem Grund
und mit dieser Erkenntnis konnte ich in meinem Leben das
Wirken des Herrn in Liebe annehmen und weitergeben.
Das habe und konnte ich bei dieser Schließung beider Häuser
praktizieren. Alle Angestellten durften und sollten nicht
gekündigt werden, andernfalls gab es für Angestellte, die sich
verändern wollten, für ihre Dienstjahre eine geldliche
Abfindung. Bei dem Verkauf der Kinderklinik an das
Josephhospital wurde durch viele Verhandlungen erreicht, dass
der Verkauf nur mit voller Übernahme der gesamten
Angestellten
abgeschlossen
werden
konnte.
Die
Frauenstationen, OP-Saal und der Kreißsaal konnten zum
Elisabeth Krankenhaus geschlossen überwiesen werden. Alle
bekamen vom Personalrat und dem Arbeitgeber gesetzlich
festgelegte Verträge für eine vertraglich dauerhafte
Beschäftigung. Bei meiner Unterschrift mit dem ehemaligen
Arbeitgeber konnte ich wahrhaftig „unserem Herrn Jesus
Christus“ loben und preisen. Es war ein wunderbares
Füllegefühl in meiner Seele zu spüren. Was konnte ich als
Bestätigung noch mehr erreichen ?
Bei all diesen Verhandlungen und täglichen Gesprächen mit
jeder und jedem Angestellten wurde gefragt, was sie für
persönliche Wünsche haben. Alles wurde in Gegenwart der
58
Betriebsleitung abgeklärt. In dieser Zeit war es nie eine Frage,
was mit mir geschieht. Ich durfte bis zur Sicherstellung aller
Wertgegenstände dort bleiben und bin über ein Jahr in der
Sprach und Behinderten Schule in Bochum-Langendreer tätig
gewesen.
Liebe Leser, ich habe nun über einen Zeitabschnitt vom
31.10.1955 geschrieben, wo ich eingestellt wurde in die
Landesfrauen und Kinderklinik bis zum Rentenstand 1983.Es
hatte sich erfüllt, dass ich ein Lehrer des Herrn wurde.
Ich wollte aber noch berichten über die Zeit ab 1953, wo ich
mit meiner Familie von Schongau als Heimatvertriebene aus
Polen nach Bochum überwiesen wurde. Unser Sohn war
inzwischen 10 Jahre alt, unsere Tochter Viola-Gabriele war
zwei Jahre alt. Wir wohnten zuerst in einer festen Wohnung in
der Malteserstraße.
1960 erhielten wir dann in der
Brüderstraße eine fünf Zimmer Wohnung. Mein Bruder Erwin
kam schon 1955nach Bochum und arbeitete als Bäcker und
Konditor in Bochum.
Meine Frau, mein Bruder Erwin und ich hatten uns ca. 1958
bei den Baptisten im Steinknapp im Wasserbad taufen lassen.
Mein Bruder Erwin ging dann mit den Baptisten, Familie
Arthur Hirsch, vom Steinknapp per Schiff nach Kanada. Ich
musste zu dieser Zeit meinen Antrag auf Austritt aus der
Kirche am Amtsgericht stellen. In den Baptisten Gemeinden
hier in Bochum war ich überall bekannt. Meine Aufgabe war
es, in Bibelstunden, Gemeindestunden und Gottesdiensten zu
sprechen oder zu beten. Ich glaubte schon damals jeden Tag an
die Wiederkunft des Herrn. Den Predigern die auf
Hermannshöhe und in Bärendorf tätig waren, habe ich immer
59
wieder darauf hingewiesen, dass Wort vom Paulus mit seiner
Wortteilung zu verkündigen. In Bärendorf war ein gewaltiger
Verkündiger Bruder Baum, wir beide hatten einen guten
Kontakt. Er war in seinem Wort sehr stark und ausdrucksvoll
und neigte dazu, der Pfingstgemeinde nahe zustehen. Er war
einmal froh, ein andermal nicht so erfreut über meine Gebete,
weil ich ihm nicht nach dem Mund redete.
Zu dieser langen Zeit hatte ich sehr viele Freunde; aber auch
Gegner, weil sie nicht mit meiner konkordanten Wortteilung
von Paulus einverstanden waren. Ich hatte auch eine liebe
Glaubensschwester in diesen Jahren und noch heute zur Seite,
Ruth Gabbey. Es gibt viel gläubige Menschen, die besonders
vom Schicksal getroffen wurden. Hier war es der Sohn, der
durch einem Autounfall noch als Kind schwer am Kopf verletzt
wurde. Das alles sind Aufgaben für uns Christen, wo wir helfen
müssen. Schwer getroffen wurde ich immer, wenn ich
Geschwistern begegnete, die von der Erkenntnis her sehr lau
ihren Glauben vertraten.
Das war mein Vorleben zu Jesus! Aber an Erkenntnis und
Weisheit nahm es immer weiter zu. Es wurden mir durch das
Forschen in der Urschrift immer weitere Tore geöffnet. Ich
begann, die gesamte Bibel wie ein Mosaikstück in mich
aufzunehmen. Das alte und das neue Testament zu trennen und
die Offenbarung in ihrer Zusammenfassung von sieben Jahren
für eine Zeit oder Zeitabschnitt nach der Entrückung zu
erkennen und daran glauben zu können. Ich habe schon 1991
darüber in einem kleinen Heft berichtet. Hier begann für mich
ein neuer Zeitabschnitt. Ich muss nun von dieser Aussage her
wieder einen Sprung nach vorne machen, weil ich von einer
neuen Begegnung berichten möchte.
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Am 1.Mai 2003 kam es für mich zu einer Begegnung, mit
dem Bruder Harry Lamers aus Holland. Wir trafen uns in
einem evangelischen Jugendheim in Essen, wo eine
Jahresversammlung der konkordanten Brüder stattfand. Es
sprachen der Bruder Prollingheuer über das Thema „Christi
Körperschaft und ihre Glieder“ und der Bruder Conzelmann
über das Thema „erwählt durch Gott“. Die Versammlungen
werden in Essen am 1.Mai und 1.November einberufen.
Schon bei der Einleitung und Vorstellung vieler Geschwister
zu dieser Versammlung hatte mein lieber Bruder Lamers die
Gelegenheit, sich mit seiner Gruppe aus Holland vorzustellen.
Aus seiner freundlichen und kräftigen Stimme spürte ich eine
Führernatur. Seine Worte und die Ausdrucksweise zeugten von
einer tiefen Erkenntnis des Wortes Gottes. Ich wollte in der
Pause mit ihm sprechen. Er war auf dem Weg zum Auto, voll
gepackt mit gekauften Schriften. Am Nachmittag zum „Thema
erwählt durch Gott“ bewegte mich dieses Thema sehr. Ich
musste einfach nach dieser Verkündigung als Erster beten.
Meine Seele war so voll und ich spürte, das war nicht von mir
allein. Gerne möchte ich jedem Bruder oder jeder Schwester
von der Herrlichkeit eines solchen Momentes erzählen. Ich
habe in meinem Leben versucht zu ergründen, was es für eine
Kraft ist, die hier unsere Seele so tief berühren kann. Auf
dieser Suche lernte ich auch die Pfingstgemeinde schon früh
kennen. Hier erlebte ich dann, dass meiner Meinung nach
diese Menschen die Grenzen der Gefühle nicht setzen können.
Ich glaube deshalb, dass der Widerwirker auch seine Lust
daran hat, uns mit Emotionen füllen.
61
Ich bete immer öffentlich, aber diese Gefühle muss ich erst
dann verkraften und darum verschwinde ich dann ganz schnell.
So war es auch diesen Tag am Ende der Versammlung
verlaufen. Ich habe sogar gelernt, wenn der Druck so stark in
mir hoch steigt, dass ich durch meinen Verstand diese starken
Gefühle bremse.
Christus hatte aber schon entschieden an diesem Tag, sodass
der Geist hier für uns beide ein Bündnis schloss. Wir wurden
ab diesen Tag zwei unzertrennliche Brüder, eine Schwester
Houwen und der Bruder Lemmens, alle drei Geschwister aus
Holland. Wir gründeten die -ICHTHUS Gruppe-. Es verbindet
uns die Wortverkündigung aus der konkordanten Bibel aus
Pforzheim. Diese Bibel ist vom Professor A.E. Knoch und
noch weiteren Bibelforschern übersetzt. Es hat sich aus den
vielen Jahren der Schriftforschung ergeben, dass alle
bisherigen Bibelübersetzungen doch nicht vom Wort her
richtig übersetzt worden sind
Das soll nun auch unsere Aufgabe sein, die gesamte Botschaft
aus dem Evangelium von Paulus für die kommende
Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus zu verkündigen. Es
bedeutet, die schon frühen Verheißungen an Abraham für zwei
kommende Geschlechter nach der Wortteilung von Paulus zu
erkennen. Nicht nur alleine erkennen, sondern auch die eine
Verheißung für die Erde und die andere Verheißung für die
Himmel gesondert verkünden.
Nach der Aussage des Herrn an Abraham: „Wie die Sterne am
Himmel“- die Körperschaft Christi getrennt zu verkünden. Wir
möchten es jedem gläubigen Menschen sagen, dass es zwei
Wege gibt, errettet zu werden. Menschen, die auf dieser alten
62
Erde in einer neuen Welt für 1000 Jahre weiter leben wollen,
können nicht vorzeitig in den Himmel entrückt werden. Das ist
das Evangelium der Juden und der Zeugen Jehovas.
Weil viele Menschen sich zu wenig um das Wort Gottes
kümmern, besteht die Möglichkeit, dass sie aufgrund ihrer
Unachtsamkeit an dieser Entrückung zu Christus vorbeigehen.
Wir sollten deshalb mehr Acht geben auf unsere politischen,
wirtschaftlichen und religiösen Zeiten. Wir sehen an dem
Irakkrieg, wie weit schon die religiöse Welt auseinander-fällt.
Der Islam, der größte Gegner aller Christen, der seine
Anhänger aufruft zum Heiligen Krieg. Die politische und
wirtschaftliche Lage auf der ganzen Welt zeigt uns, dass diese
Welt überall am zusammenfallen ist. Politiker wissen keinen
Rat, wie sie die finanzielle Lücke füllen sollen oder können. Im
Krankensystem müssen Auswege geschaffen werden. Die
ärmsten Menschen werden gefordert. Unruhe überall, aber
keinen Frieden für diese Welt. Das sind Momente, die diese
Welt ganz stark beeinflussen und die Politiker unsicher macht.
Meine lieben Leser ich habe geschrieben über die Zeit nach
meiner Flucht aus der DDR, über mein Arbeitsleben in der
Bundesrepublik und dass ich nach zwei Arbeitstellen in den
Ruhestand ging. Auch hier mache ich wieder einen großen
Sprung in die Zeit der Gegenwart. Ich komme dann immer
schnell auf Gott und die Welt zu schreiben, weil die
Begegnung mit meinen lieben drei Glaubensgeschwistern aus
Holland eine viel spätere Zeit erst war. Ich muss jetzt wieder
auf die Zeit zurückkommen, nachdem ich in den Ruhestand
ging. Weil ich aber diesem Heft auf Seite 58 einen vorläufigen
Abschluss geben wollte, habe ich schon im voraus meine
Freunde aus Holland angekündigt. Auch im Anschluss habe ich
63
wie immer etwas über die politische und religiöse Welt
berichtet. Ich möchte deshalb auch jetzt zum besseren
Verständnis mitteilen, dass es mir darum geht, aus meinem
Leben sichtbar zu machen, wie ich so zu Jesus Christus kam.
Unter den Gläubigen aus den vielen Gemeinschaften konnte
ich keine richtige Gemeinschaft finden. Deshalb sah ich in
meiner Arbeit als Personalratsvorsitzender im Wirken mit den
vielen Menschen und meiner alleinigen Selbstständigkeit
meine Gemeinde. Ich suchte unter den vielen christlichen
Gemeinden, diese Gemeinde ohne geleitete Organisation wo
jeder Gläubige als Gleichberechtigt anerkannt wird. Eine
Gemeinschaft, wo jeder das Recht hat, über das Wort Gottes zu
diskutieren. Die Körperschaft Christi als Organismus.
In dieser Zeit habe ich von 1984 bis 1999 als Mitglied unter
den Baptisten gelebt. Überall fand ich Anstoß mit der
Erkenntnis des Wort-Gottes, ganz besonders mit der
Wortteilung von Paulus. Es kam hinzu, dass ich mich schon in
meiner Heimat in Seebad-Ahlbeck mit den All-Aussöhnern
beschäftigte. Wichtig wurde mir dann die Geistestaufe, der
Zehnte, die Entrückung und nach der Entrückung die große
Drangsal aus der Offenbarung. Nachdem die konkordanten
Brüder ihre Bibel noch einmal revidiert hatten, wurde
festgestellt, dass unser Herr und Retter gesagt hat: „Mein Gott,
Mein Gott, wozu Du mich verlassen hast!“ Wir konnten
weiter feststellen, dass die heilige Schrift sagt: „Ich sage Euch
heute, ihr werdet mit mir im Paradies sein!“ Es ging hier um
das Gespräch des Herrn Jesus mit den beiden Mitgekreuzigten
am Kreuz.
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Ich möchte jetzt zum besseren Verständnis einmal aufzählen,
was mich in diesen folgenden Jahren nach einem tiefen
Bibelstudium bewegte, diese Erkenntnis in den vielen
Gemeinden weiterzugeben und auch zu veröffentlichen. Ich
glaube meine lieben Leser, dass Ihr jetzt verstehen werdet, was
es für mich bedeutete, diese schon alte Erkenntnisse in
Gemeindestunden, Bibelstunden und durch Gebete nach dem
Gottesdienst zu verkündigen. Nachdem wir aus dem
Flüchtlingslager von Schongau kamen, hatte ich berichtet, dass
mein lieber Sohn Norbert erst zehn Jahre alt war. Er allein war
mein Zeuge, weil ich ihn immer mitnahm. Er war mein Trost,
wenn ich ganz schnell die Gemeinde verlassen habe, weil ich
meine Gegner fühlte. Ich drückte ihn und habe oft dann mit
ihm gebetet. Ich fühlte mich wie der bedrängte David.
Zu dem vorher Gesagten möchte ich nun weiter berichten über
die Bibelstellen aus dem Wort, die sich nach der konkordanten
Bibel verändert haben. Ich möchte Euch alle den Galaterbrief
empfehlen, wo wir erfahren können, dass auch der Herr Jesus
glauben musste, um das Erlösungswerk zu vollbringen. Ich
zitiere das Wort: „Das der Mensch nicht aus Gesetzeswerken
gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben
Christi-Jesu, so glauben auch wir an Christus Jesus, damit
wir aus dem Glauben Christi und nicht aus Gesetzeswerken
gerechtfertigt werden.“ -2:15-17- Noch weitere Bibelstellen
teilt uns der Galaterbrief mit. In der Offenbarung können wir
dann von der siebenjährigen Drangsalzeit lesen. Dass alle
Menschen, wenn sie die Entrückung zum Herrn verpassen,
durch die verkündete Drangsal in der Offenbarung, gehen
müssen. Ich kann es noch heute nicht verstehen, dass die
Führer aller Gemeinden, denen ich es immer wieder gesagt
habe, sich dagegen gewehrt haben, es den Geschwistern weiter
zugeben.
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Wir können aus der Offenbarung ganz klar verkünden, dass es
die Erste Auferstehung zum tausendjährigen Reich gibt und die
Zweite Auferstehung zum Gericht Gottes. Die Auferstehung
für die himmlische Gemeinde durch die vorzeitige Entrückung
aller versiegelten Menschen durch den Geist. Diese
Entrückung geschieht weit vor den beiden Auferstehungen
aus der Offenbarung für das kommende Reich auf dieser
alten Erde. Weil die Gemeinde Christi schon vor der
Drangsal vorgezogen wird, nennt nur der Paulus diese
Auferstehung die Aus-Auferstehung. Diese Gemeinde wird
von dem Paulus in seinem Wort als das Aufhaltende
bezeichnet. Wenn wir diese Grundbegriffe in unsere Seele
aufnehmen und auch glauben können, dann wird es uns wie
Schuppen von unseren Augen fallen. Paulus spricht von den
Juden symbolisch, dass sie mit Blindheit solange geschlagen
sind, bis die Fülle der Körperschaft Christi durch die
Entrückung in den Himmel eingegangen ist. Das ist ein
Evangelium, was wir von der Ichthus Gruppe aus Holland und
Deutschland ab -2003- verkünden wollen.
Meine lieben Leser, wir bekommen schon einen kleinen
Einblick in unsere Lehre der Wortteilung zur All-Aussöhnung.
Aber es ist erst der grobe Anfang Aus diesem Grundstock
dieser Lehre ergeben sich noch Trennungen für die beiden
Heilswege, für die Juden und die Nationen. Wir, der Bruder
Lamers und ich, haben in unserer Schrift: „Unsere
Auserwählung in Christo“ alles nach Angabe mit Bibelstellen
begründet. Es ist in dieser letzten Zeit vor dem Kommen des
Herrn sehr wichtig, als erstes immer nur die vorzeitige
Entrückung in den Vordergrund zu stellen. Auf keinen Fall
dürfen die Verheißungen für das Volk Israel mit den
Verheißungen für die Nationen vermischt werden.
66
Es muss deshalb eine starke Trennung mit dem alten Testament
für die Juden durchgeführt werden. Die Folge war, was der
Herr Jesus mit seinen Jüngern für die Juden verkündet hat, gilt
auch nur für den Juden. Durch die Aussage des Herrn selber,
in der Apostelgeschichte erstes Kapitel, hat „ER dieser Jesus“
für die Juden eine neue Zeit angekündigt, das Ende des
Gesetzes. Aber wo spricht man heute noch darüber. Die Jünger
verstarben alle und keiner von ihnen hat das Königreich erlebt.
Sie müssen alle warten bis zur ersten Auferstehung, wenn der
Herr mit der Körperschaft, Seinen Heiligen auf dem Oelberg
wiederkommt. Auch Maria, die Verehrte bleibt nur ein Mensch
bis zur Auferstehung.
Wenn wir dieser Erkenntnis treu bleiben, müssen wir uns
fragen, was dann noch nach dem Versterben eines Menschen
übrig bleibt. Die Frage ist ganz einfach, es ist die Seele die
im Ungewahrten bei Gott bleibt, bis sie abberufen wird in
einen neuen Körper.
Wie viele Theologen sprechen hier von einem Weiterleben
sofort bei Gott oder, dass es Menschen geben sollte, die mit
dem toten Körper oder der Seele Kontakt haben wollen. Wir
aus der ICHTHUS GRUPPE wollen deshalb behaupten, dass
die Seele von der Schaffung des Menschen durch Gott-Vater
und Sohn ein Geschenk für alle Menschen wurde. Diese Seele
bleibt symbolisch das Tonband im Menschen für die
Aufzeichnung aller ihrer guten oder bösen Taten. Wie sollte
sonst der Herr die einzelnen Menschen mit ihren Seelen richten
können. Zur Seele möchte ich noch ein paar Zeilen schreiben,
dass sie niemals im Blut sein kann oder ein Ergebnis aus dem
Körper und Geist ist. Ich wünsche und hoffe, dass bei meiner
einfachen Erklärung oder Aussage diese Bibellesung richtig
67
verstanden wird. Vor allem geht es mir darum, dass Theologen
als Lehrer und gläubige Menschen nicht nur lesen, sondern es
in ihre Seele aufnehmen und weitergeben werden. Das erwarte
ich ganz besonders von den Theologen in Kirchen und
Gemeinschaften. Mir geht es nicht darum, Theologen und
Kirchen deshalb zu verwerfen, sondern sie in brüderlicher
Liebe zu Jesus Christus aufzufordern, sich endlich vom Staat
zu lösen, um eine freie ehrliche Botschaft nach der Urschrift zu
verkündigen. Eine Vereinigung aller Christen zu schaffen.
Das war die Aufgabe und Mission durch mein Heft, mehrere
Schriften und elf Kassetten besprochen als Bibel Lesungen mit
den vielen Themen zu verteilen von Hand zu Hand. Ich habe
auch mein Heft an alle führenden Theologen zusammen mit
meinen kleinen Schriften versandt. Bei sechs Buchverlagen
habe ich versucht, ob sie mir dieses Heft veröffentlichen
können oder wollen. Nur ein paar davon gaben mir überhaupt
eine Antwort. Der Grund war überwiegend, dass sie als eine in
bestimmt religiöser Richtung eingestellte Gemeinde, nicht zu
den Aussagen unserer Glaubensrichtung bereit sind und die
diese auch nicht veröffentlichen.
Meine Zeit von - 1953 bis 2003 - war eine lange Missionszeit,
sie brachte mir viel Freude und Selbstbewusstsein. Vor allem
konnte ich im Glauben allen Widerwertigkeiten von Aussagen
meiner Gegner immer gute Rede und Antwort geben. In zwei
Fällen hatte ich meinen lieben Bruder Harry Lamers zur Seite.
Es ging hier um einen Professor der Theologie in der RuhrUniversität in Bochum. Weiterhin um eine Gemeinde und
Missionswerk Hamburg, das Arche Studien Zentrum .
68
Liebe gläubige Geschwister, hier hat sich nun mein Lebenslauf,
mit allen Darstellungen als von GOTT dem HERRN als
bestätigt erwiesen, dass uns Christus unbewusst führt und leitet
auf all unseren Wegen. Wir müssen sie nur erkennen.
Es müssten nur alle Gläubigen erkennen, dass nichts ohne den
Willen des Herrn geschieht. Ich möchte wohl als letztes noch
einmal über die Redewendung Gott-Vater und Gott-Sohn etwas
sagen. In der Urschrift heißt es Alueim das
Heisst: Al u e im zu Plural, die konkordante Bibel schreibt
wieder ganz neu: Elohim.
Wir können daraus ersehen, dass Kirchen und Theologen sich
alle nach 2000 Jahren noch nicht sicher sind, was sie ihren
Gläubigen zu sagen haben. Luther war vorsichtig und hat zu
dem Herrn Jesus einfach -GOTT der Herr- gesagt. Aber die
Theologen nennen diesen -GOTT der Herr- nicht als den
Jesus oder sogar was richtig wäre IHN als den Gott-Sohn.
Deshalb soll in diesem Werk, jeder Leser erkennen und
glauben können, dass Menschen die den heiligen Geist haben
oder empfangen wollen, bitte nur den Herrn Jesus anbeten.
Nur ER ist der Retter aller Menschen!
Der Bruder Harry Lamers sowohl ich haben erkannt und
begriffen, dass wir in dieser letzten Zeit leben, die verkündet
werden sollte, aufgrund der Offenbarung vom Johannes dem
Lieblingsjünger unseres Herrn Jesus Christus. Johannes, der
über das Geschehen der jetzigen Zeit ausführlich berichtet. Es
ist unser Wunsch, vereint mit dem Bruder Lemmens auch aus
Holland, unser Heft gemeinschaftlich über das Internet zu
veröffentlichen. Denn es hat sich herausgestellt, dass
69
christliche Verlage nicht über ihre festgelegten Erkenntnisse
hinausgehen dürfen. Es bestehen in den Kirchen keine
Glaubensfreiheiten, die sich innerhalb dieser 2ooo jährigen
Bibelgeschichte und durch die neue Sprachwissenschaft
ergeben haben. So wie die neue europäische und politische
Welt ihre Reformen durchführt, muss auch die Kirche
evangelisch oder katholisch ihre Reform beginnen. Die kleinen
Gemeinschaften werden ganz selbstverständlich nachziehen.
Die Offenbarung deutet es an.
Wir müssen die Offenbarung anerkennen, weil es für die letzte
Zeit prophezeit wurde und nicht schon begonnen hat, wie die
Zeugen Jehova es meinen. Sondern wir leben mitten in
diesem neuen Europa, was den Weltfrieden bringen soll.
Frieden mit allen Menschen und einem Gott. Die Kirchen und
die großen Politiker glauben eine Einheit zu finden, sogar mit
den Juden und den Moslems. Für eine Zeit aus der
Offenbarung, die erst noch kommen wird.
Alles was ich berichtet habe, ging schon bis in die Zeit 1991
über. Aber ich muss noch von meinen Enkelkinder berichten,
über ihre Geburt am 2.November 1988. Sie wurden als
Frühgeburt und Zwillinge im neuen Josephs Krankenhaus in
Bochum geboren. Ich muss sie in meinem Lebenslauf
einbeziehen, weil es einen Teil meines Lebens betrifft. Diese
Kinderklinik, wo sie acht Wochen früher geboren wurden, war
die ehemalige Kinderklinik vom Landschaftsverband
Westfalen Lippe. Der Direktor war noch der Professor Dr.
Püschel. Zwei Jahre waren nur vergangen, nachdem diese
Klinik an das Josephs Hospital übergeben wurde. Die beiden
Säuglinge, Jessica und Alina waren durch ihre Frühgeburt,
Risikokinder. Ihre Eltern hatten beide gearbeitet und es wurde
70
für mich eine Aufgabe als Opa für drei Jahre. Ich stellte mich
für die Kinder als zusätzliche Hilfe, soweit ich gebraucht
wurde, zur Verfügung. Wir wollten die beiden kleinen
Menschenkinder für acht Wochen nicht alleine ihrem Schicksal
überlassen. Selbst die beiden Eltern konnten nicht immer Tag
und Nacht bei Ihnen bleiben, weil jeder eine Arbeitsstelle hatte.
So war es für mich als zweijähriger frischer Rentner, eine
wunderbare Aufgabe täglich und stündlich in dieser Zeit, wo
die Eltern ein wenig Ruhe brauchten, am Bettchen zu stehen.
Ich hatte eine ganz besondere Beziehung zu dem Professor und
allen Schwestern sowie Ärzten aus meiner langen Dienstzeit in
diesem Haus. So war es möglich, dass keine Nacht verging, wo
ich nicht am Bettchen wachte. Auch das Personal schätzte
meinen Einsatz und ich hatte dadurch freien Zugang.
Ganz besonders lag mir die Alina auf der Seele, weil sie mit
der Verdauung große Schwierigkeiten hatte. Die kleine Jessica
konnte schon vier Wochen eher die Klinik verlassen. Wir
waren besorgt, dass Alina es nicht mehr schaffen würde. Ich
war immer an ihrem Bett, sprach mit ihr im Gebet und unserem
„Gott und Herrn JESUS!“ Alles liegt mir noch heute in guter
Erinnerung und ich könnte es in aller Welt öffentlich hinaus
schreien! Glaubt nur an den HERRN Jesus! ER ist wirklich
unser Gott. Der Sohn zu dem unsichtbaren Gott-Vater! „Jesus
war immer schon beim Vater, kam und ging wieder, zu dem
Gott-Vater“ zurück. Die Urschrift sagt: „Er ist I e u e
Alueim“ das heißt! Wird – sei – end – war!
Aber es begann dann auch eine gute Zeit für uns. Ungefähr
wohl zwei Jahre habe ich mich bemüht um die beiden Zwerge.
Alina hatte es dann geschafft, ich habe sie gewickelt, bin fast
täglich mit dem Kinderwagen weite Strecken in Bochum
71
gelaufen. Überall sahen mich Menschen, die ich kannte und
keiner durfte sie anfassen. Damit Jessica die Stärkere, nicht die
Schwache bedrängen konnte, habe ich ein großes Tuch
zusammengerollt und als Trennung zwischen beide gelegt.
Unterwegs habe ich sie gefüttert und ihnen auch mal die
Windeln gewechselt. Eine Zeit, wo ich alles um mich vergaß,
wo ich immer dem Herrn danken konnte. Ich blieb einfach
stehen und musste manchmal unter Tränen meine Ergebenheit
dem Herrn kundtun.
Wenn nun das Jahr 1988 sehr viel Gutes und Schönes für mich
brachte, in dem ich mich gebraucht fühlte für die Kinder.
Meine Seele frohlockte, weil ich eine Tat für die Kinder
erleben durfte. Dann möchte ich aber nicht versäumen von
unseren drei Kindern und den anderen drei Enkelkindern zu
berichten.
Unser Sohn Norbert, von dem ich bereits berichtet habe, war
schon acht Jahre alt als am 3.3.1956 unsere Tochter Viola
Gabriele geboren wurde. Drei Jahre später am 26.9.1959
wurde unsere zweite Tochter Marion geboren. Ich liebe alle
drei Kinder. Meine Liebe zu diesen Kindern wurde mir noch
bewusster und diese Liebe wiederholte sich bei diesen
Zwillingen, Alina und Jessica. Ich danke meinem Herrn Jesus,
dass sich das Leben auf diese Art mehrmals wiederholt.
Unser Sohn Norbert hat im November 1975 geheiratet und sie
schenkten uns im Januar 1976 die erste Enkeltochter Andrea.
Sie war ein wunderbares und liebes Wesen, immer fröhlich und
wir konnten sie über vier Jahre betreuen, weil beide Elternteile
arbeiteten und wir die Andrea versorgten. Aber leider wurde
diese Ehe geschieden und ihre Mutter sorgte dafür, dass uns
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das Kind entfremdet wurde. Als Großeltern war es für uns eine
tiefe Enttäuschung.
Unsere erste Tochter Viola-Gabriele heiratete 1975 und ihre
Zwillinge wurden 13 Jahre später geboren.
Unsere zweite Tochter Marion heiratete 1983 und ihr Sohn
Daniel wurde am 6.03.87 geboren, die Tochter Julia wurde am
28.August 1988 geboren.
Julia und Daniel sind für uns genau so liebe Kinder und ich bin
sehr bestrebt, allen meinen vier Enkelkindern gleichberechtigt
in Liebe zu begegnen. Nur wer mich kennt, weiß, dass es
richtig ist. Unsere fünfte Enkelin haben wir schon öfters
gesehen, aber es reicht nicht aus, ihr unsere volle Liebe
schenken zu können. Es ist deshalb Wert über die Liebe Gottes
und die Liebe unter den Menschen zu predigen.
Dieses Erlebnis, meine liebe Mitmenschen, gab mir die letzte
Gewissheit und das Selbstbewusstsein, dass mein ganzes Leben
eine Führung vom Herrn war. Ich wurde ein Gegner der
überschwänglichen Euphorie, wie ich es nach langem Forschen
in der Pfingstgemeinde kennenlernte. Auch war ich gegen die
Kirchen, ihren Führern bedingungslos zu folgen. Die
Leichtgläubigkeit der Menschen alles anzunehmen, bedrückte
mich sehr. Die Menschen sollten aus allen Gruppen austreten,
damit diese Gemeindegruppen sich nicht mehr von den vielen
Beiträgen erhalten können. Ich habe meine Mission getan und
finanziere alle Missionsschriften aus meiner eigenen Tasche,
dass ist mein Beitrag für Gott und die Welt. Ich habe mich
73
genug bemüht, um in Verlagen und sogar durch das Fernsehen,
an die Öffentlichkeit zu kommen. Musste aber nach langer Zeit
auch selber erkennen, dass nicht geschieht, was der Mensch
gerne möchte, sondern was der Plan Gottes uns durch die
Offenbarung vorlegt. Immer wieder beten und hoffen, in der
Erwartung, auf eine neue Antwort durch den Geist Christi. Wir
sind nur Lehrer des Wortes Gottes, ganz besonders von Paulus
seinem Evangelium der getrennten Verheißungen für die
Juden und dem Evangelium nur für Menschen aus der
Körperschaft Christi, es können Juden und auch
Nichtjuden sein. Gelobt sei „Christus Jesus“ unser Gott.
Christus ist die Bezeichnung als Name für den erhöhten Jesus,
darin ist sein ganzes Erlösungswerk einbezogen. Um das alles
zu erkennen und zu verstehen, braucht man den heiligen Geist.
Wir wollen keine Schwärmer sein wie die Pfingstgemeinde, die
bei lauter Musik tanzen und singen mit erhobenen Händen,
Halleluja! Ein lauter Vorbeter und viele Beter ohne Trennung,
dass ein einzelner Gläubiger beten könnte.
Die Neuapostel dagegen, Abendmahl als Sündenvergebung!
Ich persönlich habe gelernt, immer Tag und Nacht diesen Jesus
in meiner Seele zu tragen, ich brauche nicht hingehen, um an
den Herrn erinnert zu werden. Das Schlimmste für mich ist es,
wenn Menschen diese Versammlungen für das Abendmahl
leiten und nicht das Abendmahl zum Gedenken an dem Herrn
im richtigen Sinn verkünden. Ich habe dann kein Vertrauen zu
diesen Brüdern. Überall sehe ich den Geist des Widerwirkers,
der mitten unter den Gläubigen wirkt. Wir leben heute in einer
Generation, wo wir die Wahrheit zu allen Menschen äußern
können und müssen.
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Weil wir dass Aufhaltende sind und alle Menschen auf das
Kommen des Herrn hinweisen müssen. Wenn wir deshalb alle
unsere Schriften und Kassetten an alle führende Theologen
weitergeben, genügt es, um ihr Gewissen zu fordern. Weil nur
Christus durch Seinen Geist alles in eine richtige Ordnung
bringt.
Ich denke dabei an meiner kleinen Schrift: „Christi Schrei am
Kreuz. Ich habe darüber 1954 berichtet. Das Bibelzitat stammt
aus der konkordanten Bibel und wir aus der Ichthus- Gruppe
haben uns entschlossen, diese Aussage auch weiterhin zu
verkünden. Die eigentliche Aussage des Herrn nach der
neuesten Übersetzung hat entschieden, dass der Herr Jesus
nicht so Verlassen wurde vom Gott-Vater, wie man es bisher
aus der Luther-Bibel annehmen konnte. Sondern nach der
neuen Übersetzung –„wozu Du mich verlassen hast!“ und aus
den zweiten Ausruf des Herrn: Es ist vollbracht!“
Daraus können wir heute erkennen, dass dieser Ausruf vom
Herrn einen Lobpreis für die göttliche Zukunft bedeutet. Für
die künftige All-Aussöhnung, die durch die Offenbarung und
die alten Propheten geweissagt wurde.
Man kann nach dieser Aussage entnehmen, dass wir glauben
können: Für was Du mich übrig gelassen hast!“
Weiterhin können wir aus den Bibeltexten von Matth., Markus,
Lukas und Johannes ganz klar entnehmen, dass der Herr sagte:
„Damit die Schrift vollkommen erfüllt werde!“
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Mein Vater! Der mich gesandt hat, ist mit MIR; Er lässt Mich
nicht allein, weil Ich immer das IHM wohlgefällige tue! Als
ER dies sprach, glaubten viele an IHN.
Nun wissen wir, dass Du alles weißt.---siehe es kommt die
Stunde, ja sie ist gekommen, dass ihr zerstreut werdet und ihr
werdet mich verlassen. Doch ich bin nicht allein, denn der
Vater ist bei mir, Ich habe die Welt überwunden!
Denn Gott-Vater war in Christus, die Welt mit sich selbst
versöhnend. ER rechnet ihnen ihre Kränkung nicht an und hat
uns das Wort der Versöhnung niedergelegt, 2.Kor. 5:19.
Liebe Leser, ich will versuchen, an dieser einfachen Erklärung
alles begreiflicher zu schreiben und werde im Anschluss über
dieses Themas schreiben warum. Ich habe mich jahrelang
gefragt, warum Luther diese Fehler unterlaufen sind, weil der
Herr wahrscheinlich allen Gläubigen immer wieder neue
Erkenntnisse zuteil werden lassen will. Wir sehen durch das
viele Forschen in der Schrift, dass selbst Paulus dreimal seinen
Verkündigungsplan ändern musste. Auch die Propheten
mussten ihren Lebensweg verschiedentlich ändern. Somit
möchte ich jetzt für den Ausruf des Herrn, eine zweite Aussage
vom Gespräch des Herrn mit den beiden Wegelagerern am
Kreuz zitieren: „Wahrlich, dir sage Ich heute: Mit Mir wirst
du im Paradiese sein!“
Ich nehme diesen Bibeltext auch aus dieser neuen Übersetzung
als Beweis für die Richtigkeit der oben genannten Aussage des
Herrn, am Kreuz. Auch diese biblische Wahrheit: „Ich sage
76
dir heute!“ ist überwiegend allen gläubigen Bibellesern
verhüllt geblieben.
Luther dagegen schreibt: „Ich sage dir: „Heute wirst du mit Mir
im Paradiese sein“ Lukas 23:43. Ganze Glaubensrichtungen
sind aus dieser Bibelaussage entstanden. Im Grunde ist es
verständlich, weil selbst in den Kirchen Menschen glauben,
dass sie gleich nach dem Tod auch bei Gott sind. Wir aus
unserer Gruppe lehren, dass kein Mensch bei Gott sein kann,
ehe unser Herr und Heiland die vorzeitige Entrückung eröffnet.
An dieser Erläuterung hoffe ich, dass alle Leser folgen können,
wie wichtig es geworden ist, die Schriftforschung von der UrSchrift her im Gebet anzunehmen. So ist die Maria-Anbetung
zu einem Kult und Ritus geworden.
Das bedeutet, dass keine lebende Seele bei Christus sein kann
ohne Auferstehung im Geist oder Fleisch. Wer die Entrückung
versäumt, muss lebend durch die Drangsal zum 1000 jhr. Reich
gehen. (Offenb. 20:1-14, Matth. 24:1-21). Es sei denn, dass wir
vor dem Kommen des Herrn noch sterben müssen. Darum
möchte ich in diesem kleinen Heft für meine Familie und alle
Menschen auf dieser Welt meine biblischen Erkenntnisse so
auch weitergeben.
Wir führen auch deshalb unsere stille Mission weiter fort,
solange bis wir einen besseren Weg gehen können, um an die
Öffentlichkeit zu kommen. So haben wir uns auch im
Dezember 2003 an das Gemeinde und Missionswerk Arche in
Hamburg gewandt. Ich kann dazu nur schreiben, dass ich seit
1991 nicht nur an leitende Theologen geschrieben habe,
sondern auch an Fernseh-Studios. Wir waren sehr erfreut über
den ausführlichen und langen Antwortbrief und haben uns
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voller Freude aufrichtig bedankt. Wir teilten mit, dass wir ihre
Kassette abgehört haben und fanden es sehr gut, dass sie alle
Höhrer mit Brüder und Schwester und dem Du anreden. Ihre
schwere Kritik an meinen Bericht vom 4.05.1994, „Christi
Schrei am Kreuz“ und Sein herrlicher Lobpreis haben wir
beide, Harry Lamers und ich, befriedigend zur Kenntnis
genommen. Ich bin darüber sehr stolz, dass ich einen so starken
und treuen Glaubensbruder im Herrn aus Holland habe. Ich
möchte auch nur darum Euch alle, die Ihr einmal diese kleine
Schrift lesen werdet, an meiner großen Freude teilhaben lassen.
Deshalb will ich unsere schriftliche Antwort an die GemeindeArche Euch hier mitteilen.
Bei soviel Bemühungen Ihrerseits halten wir es für unbedingt
wichtig, eine Antwort zu senden. Wir haben Verständnis, dass
es gläubige Menschen gibt, die nicht unsere langjährige
Forschung in der Heiligen-Schrift verstehen. Aber wir achten
auch jeden anders denkenden gläubigen Menschen, ohne wie
Sie es tun, einem anderen tief gläubigen Christen „den heiligen
Geist“ abzusprechen. So sollte auch unsere Rede sein in einer
gegenseitigen Achtung. Paulus sagt: Wir dürfen verschiedener
Meinung sein, aber sollten zu einer Meinung kommen. „Mein
lieber Bruder im Herrn“, wenn Du dieses Heft richtig
verstanden hättest, hättest Du die große Liebe von uns zu Gott
und allen Menschen auch besser verstanden.
Wir verbleiben in der Liebe Christi. „Jesus Christus“ wird
Euch segnen. –gezeichnet Lamers und GeschMeine lieben Mitmenschen. Ich darf wohl so schreiben, weil
bei all diesem Gelesenen doch eine gewisse Erkenntnis und
Zustimmung sich in unserer Seele gefestigt hat. Daraus können
78
wir erkennen, dass sich die Aussage vom Herrn Jesus bestätigt.
„Aus dem Wort entsteht der Glaube für das ewige Leben“! Das
ist die Erfahrung, die ich in meinem Leben gemacht habe. Wir
neuzeitigen Prediger können und sollen keine Kanzelprediger
mehr sein. Nicht immer nur mit Bibeltexten und Beispielen die
Predigten vorher aufzeichnen und von den Kanzeln dann
ablesen wollen. Wir müssen über Themen frei sprechen
können, damit wir auch den heiligen Geist in unser Wort
einbeziehen können. Darum muss die ganze Bibelgeschichte
schon in unserer Seele stecken. Dass ist das große Leid aller
Theologen. Sie sind konzentriert einseitig geschult.
Alle Themen sind schon zum Teil für sie vorher bestimmt. Ich
muss und will auch zustimmen, dass es viele Ausnahmen gibt.
Aber warum ist es in diesen 2000 Jahren Christus-Geschichte
noch nicht zu einer einheitlichen Reform gekommen? Weil
unser Herr es wohl noch nicht wollte.
Das müssen wir aus dieser Weltzeit erkennen und es in unserer
Seele mit Geduld aufnehmen. Nur gemeinschaftliche
Gespräche vom Geist geführt, bringen uns immer wieder
weiter. Das sollte auch die Aufgabe der Bibelstunden in den
Gemeinschaften sein. Aber überwiegend werden sie
diktatorisch vorbereitet und geben somit dem heiligen Geist
keine Führungsposition. Ich habe es überwiegend in den
Brüdergemeinden vorgefunden, dass sie es vorbildlich
durchführen, indem sie nur den Brüdern durch Pausen Raum
geben, um sich ganz stark auf eine Aussage zu konzentrieren.
Aber durch eine zu straffe Organisation und ihre
Frauentrennung fallen sie zu sehr in die Gesetzgebung zurück.
Wir können deshalb an den vielen Gemeinschaften erkennen,
dass sie alle nur einer Teilerkenntnis folgen. Es ist deshalb
79
unbedingt wichtig, dass wir den zentralen Zeitpunkt aus dem
Gottessplan, von Gott bestimmt, als Ziel bestimmen. Alles ist
vom Herrn schon symbolisch aufgezeigt und muss wie ein
Mosaikbild erkannt werden.
Einen großen Widerstand bildet dagegen der Satan im
Einvernehmen mit der modernen Technik, um die Menschen
zu einem gewissen Wohlstand und Bequemlichkeit zu
verführen. Die Wissenschaft mit guten und auch schlechten
Ergebnissen, die wir genau unterscheiden müssen. Da fällt es
uns manchmal sehr schwer, das Gute oder das Böse zu
erkennen. Den Drang der Weltpolitiker den Weltfrieden zu
erreichen, den im Grunde nur Gott der Herr uns bringen kann.
Wir sehen ganz besonders jetzt nach Weihnachten -2003- die
Weltkatastrophen, der Krieg mit Irak ist noch nicht beendet. Im
Iran das große Erdbeben und auch schon in anderen Ländern.
Wieder große Regen- und Schneefälle, ganz besonders der
heimliche Krieg in Israel.
Das Schlimmste für die Christen ist das Fernsehen. Sie haben
selbst die Kirche mit ihren Predigten im Haus. Man bringt
sogar die biblische Geschichte, spricht von Zeiten über
Millionen von Jahren. Vom Neandertaler als erstem Mensch
und die Evolution für die Menschengeschichte. Hier setzt der
Satan seinen Hebel an. Die großen Theologen sagen nichts. Sie
bleiben den noch gläubigen Menschen die Antwort schuldig.
Alles läuft so weiter und der dumme Mensch weiß immer noch
nicht, wer der Satan ist.
Hier möchte ich in meiner Mission weiterfahren, weil meine
Enkelkinder aus der Schule kamen und davon berichteten, dass
80
der Mensch vom Affen abstammt. Es gibt ein sehr schönes
Buch von Keller „die Bibel hat doch Recht“. Ich möchte somit
alle Menschen bitten, die Bibel geschichtlich zu erforschen.
Dann werden wir feststellen, dass das Buch von Keller richtig
aussagt. 6000 Jahre Weltgeschichte zeigt die Bibel nur auf. Ich
möchte nun ganz unkompliziert diese geschichtlichen Zeiten
begrenzen.
Nachdem Gott-Vater und Sohn den Menschen männlich und
weiblich Plural erschufen, stellten Gott-Vater und Sohn fest,
dass es nicht gut ist, dass der Mensch alleine ist und keine
Gehilfin oder Partner wie alle Tiere hat. Wir können als
unbefangene Leser feststellen, dass es richtig ist. Der erste
Mensch war dem Gottes-Wort nach im Anfang männlichweiblich in einer Person. Bestätigt wird dieses durch das Wort:
“Die Götter sahen, dass der Mensch nach ihrem Ebenbild
geschaffen worden ist“ 1.Mose 1:27. Im 2. Kapitel von Moses
Vers 18 hören wir dann, was ich schon geschrieben habe. Es ist
nicht gut, den Menschen alleine zu lassen.
Hier wird die Eva geschaffen. Nicht aus der Erde, wie es bei
dem Adam geschah, sondern die Frau wurde aus dem Fleisch
von Adam genommen. Hier liegt das große Wunder, was wir
erfahren durften aus der konkordanten Bibel -übersetzt nach
der neuesten Sprachwissenschaft- von der Ur-Schrift her. Da
ließ „Jewe Elohim einen Tiefschlaf auf den Menschen fallen.
Während er schlief, nahm ER eine von seinen Zellen und
verschloss das Fleisch über ihr. Dann baute „Jewe Elohim“
diese Zelle, vom Manne genommen, zu einer Frau.
Meine lieben Freunde, diese wunderbare Erkenntnis trage ich
nun schon viele Jahre mit mir und darum ist es auch die
81
Krönung meines Lebens. Ich wünsche nun, dass alle Menschen
verstehen werden, warum ich meine Biografie mit einem
Leben mit Jesus betiteln konnte. Es hat sich aus dieser
Mitteilung mit den Jahren immer mehr Erkenntnis und
Weisheit angesammelt. Es hat nicht nur meine Seele aufgebaut,
sondern meinen Verstand erweitert. Es gab mir auch die Lust
und Liebe, die biblischen Geschichtszeiten zu erforschen und
ich glaube daran. Sonst könnte ich nicht diese Erkenntnis so
weitergeben.
Wir kommen zurück zu den Jahreszeiten und wissen, dass die
Zeit bis zur Sintflut 2000 Jahre beträgt. Noah, der alleine mit
seiner Familie diese Sintflut überlebte, eröffnete eine neue Zeit
durch sein Geschlecht bis zur Geburt des kleinen
Menschenkindes Jesus. Wir können aus der biblischen
Zeitrechnung erkennen, dass es wiederum -2000 Jahre- waren
von der Geburt „Christus als Menschensohn“ bis zur heutigen
Zeit sind wiederum - 20004 Jahre - Wir werden noch viel
darüber zu schreiben haben, was in dieser Zeit von Noah über
Abraham bis zu „Jesus“ zu berichten ist. Wichtig ist im
Moment nur, dass gläubige Menschen nur von einer - 6004
jährigen Bibelzeit - sprechen können. Darüber können wir
auch aus dem Buch von Keller genaue Daten entnehmen.
Warum schreiben wir darüber? Weil der Neandertaler älter ist
als 6004 Jahre und somit aus einer vorbiblischen Zeit stammt.
Die Erde die schon wirklich Millionen von Jahren alt ist und
einmal oben im Kosmos bei Gott war, wurde aus diesem
Kosmos vor 6004 Jahren geschleudert. Ich könnte noch viel
darüber berichten, aber schreibe in diesem Heft nicht darüber,
weil es sehr viel Glauben vom Menschen abverlangt.
82
Wenn wir wirklich glauben können, werden wir auch dass
Wort-Gottes besser verstehen. Aber ich musste immer wieder
unter Gläubigen feststellen, dass nur wenige bereit sind, im
Wort zu forschen und dieses auch konsequent anzunehmen. Es
soll von mir nicht verächtlich ausgesprochen sein, aber ich
habe es so erlebt. Ich möchte jedem sagen, dass ich keinen
Menschen verurteile deshalb. Jeder soll das machen, was er
will; aber ich suche mir dann einen anderen Umgang. Aber
alles auszusprechen, wie ich denke, dazu hat mir der HERR
die Kraft und den Mut gegeben. Dadurch, dass ich alles sagen
kann, wird jeder, der dieses Heft mal lesen sollte, vor eine
Entscheidung gestellt, was er selbst daraus macht.
Dadurch, dass wir nun alle wissen, dass der Neandertaler kein
Ebenbild Gottes ist, kann dieses Tier nicht als Vormensch
geschaffen sein. Ein Lebewesen, ein Tier von Gott erschaffen,
vor einer Zeit vor dem Beginn dieser neuen Welt. Aus dem
Begriff Evolution können wir auf jeden Fall ein Wirken gegen
Gott erkennen. Ein Wort und Begriff vom Widerwirker, der
hier das Schaffen einer Gotteswelt dadurch verhindern will.
Durch das Wort Evolution, was auch von unsern Forschern
täglich benutzt wird, soll eine ganz neue Generation geschaffen
werden. Ich hoffe, dass mir alle Leser folgen können, was der
Herr Jesus uns als Beispiel durch Seine Begegnung mit dem
Satan gab. Der da ist der Widerwirker. Er ist der Satan, der
auch im Anfang, als alles von Gott-Vater geschaffen wurde,
mit geschaffen wurde, für eine Zeit geduldet und für gewisse
Zwecke von Gott gebraucht wird.
Wir können es erst verstehen, wenn wir die Tiefe des
Gottesplanes erkannt haben und den gesamten Weg der Liebe
Gottes in unsere Seele aufgenommen haben. Dann verstehen
83
wir auch die All-Aussöhnung, die drei Auferstehungen und das
der Tod nicht dass Letzte ist. Das Letzte ist das ewige
Weiterleben der Seele in einem geistigen Körper. Die
individuelle Seele, die alles überleben wird. Es ist nur wichtig,
für welche Weltzeit und in welchem Körper.
Wir haben am Herrn Jesus den besten Beweis, dass ER uns
symbolisch an Seinem menschlichen Körper vorgeführt hat,wie
auch unsere Zukunft verlaufen wird. Durch das Sterben am
Kreuz, die Auferstehung im Fleisch mit Seinem
Zwischenkörper. Erst danach die Entrückung, sichtbar die
Himmelfahrt für alle Jünger in dem geistigen Körper
übergehend in den Himmel zu Gott-Vater. Ein wunderbares
Zeugnis für gläubige Menschen, die den Herrn Jesus bitten um
den heiligen Geist. Sie werden durch ihren Glauben folgen
können.
Ich wünsche, dass meine Kinder und Kindeskinder und alle
Freunde und Leser dieser Schrift, diese Zeilen annehmen
können. Sie bedeuten eine Antwort auf die Frage, wofür wir
Leben. Was ist nach dem Tod! Wie können wir begreifen, was
die Entrückung für uns darstellt. Was ist die Seele in unserem
Körper!
Dazu haben wir noch zwei Auferstehungen kennengelernt. Die
erste beim Kommen des Herrn mit seiner Körperschaft, wo
dann die Auferstandenen in diesem kommenden 1000 jährigen
Reich im Fleisch weiterleben werden. Dies wird ein Reich
Gottes sein ohne Satan. Er wird für diese 1ooo Jahre von Gott
gebunden werden. Erst nach diesem Tausendjährigen Reich
wird dann die zweite Auferstehung mit dem letzten Gericht
kommen. Hier wird sich entscheiden, wer zu einem Geistesleben übernommen wird. Diese ERDE wird für immer mit
84
einer neuen
zurückgehen.
geistigen
Welt
besetzt
in
den
Kosmos
Aber diese jetzige Welt wird verbrennen durch Feuer und
Schwefel. Alles wird verbrennen, so wie uns das Petrus in
seinem Brief schreibt. Aber alle Seelen, die an den Gott-Vater
und Gott-Sohn geglaubt haben, werden mit dieser alten ERDE,
aber in einer neuen Welt auf dieser alten Erde bei Gott
Vater und Sohn im Kosmos weiterleben. Es ist richtig, dass
Petrus schreibt, wie wollen Menschen dieses Feuergericht
durch Schwefel überleben? Aber wir sollen daraus erkennen,
dass die Aussage vom Petrus nicht zum ersten Gericht gehört,
sondern für einen viel späteren Zeitpunkt anzuwenden ist.
Darum hat Paulus immer auf seine Wortteilung hingewiesen.
Alles muss in seine richtige Stellung gebracht werden.
Nun kommen wir wohl zu dem letzten Hinweis für eine
richtige Auslegung der heiligen Schrift, die ich für wichtig
halte, allen Menschen zu hinterlassen. Es geht um die rechte
Wortteilung für die Verkündigung der beiden Heilswege aus
dem Wort vom Paulus. Dazu müssen wir glauben können, dass
der Apostel Paulus ein ganz besonders begnadeter und
berufener Apostel von dem Herrn Jesus persönlich ist.
Natürlich nicht von dem Herrn im Fleisch, sondern von dem
erhöhten Herrn bei Gott-Vater nach Seiner Entrückung in den
Himmel.
Paulus ist der Berufene und nachgezogene Apostel für den
Judas. Er musste die Nationen mit denen aus der jüdischen
Verheißung zusammenfassen, verbinden oder durch den
Glauben erneuern. Sagen wir einen neuen Bund schließen. Den
Bund, den der Herr gemacht hat, mit dem Abram der
durch seinen Glauben Abraham wurde.
85
Nur so können wir die Glaubenslehre, die uns die Bibel bei
dem vielen lesen offenbart, erkennen. Dann verstehen wir auch
den Paulus, der erst Saulus hieß. Ein Vorbild für alle Menschen
bis in die heutige Zeit. Nur ein Lehrer für Menschen aus den
Nationen, auch für die Juden oder Moslems, wenn sie diesen
Christus als den Gott-Sohn anerkennen. Paulus, ein hoch
studierter Mann, musste sich immer wieder ändern in seiner
Gesinnung. Er wurde aufgrund seiner Erkenntnis zum
Verfolger der Jesus Anhänger und glaubte, dass er im Auftrag
vom jüdischen Gott für Israel richtig handelt. Wir müssen uns
mal vorstellen, in welchem Eifer er die Christen dort verfolgte
und auch glaubte das Richtige zu tun. Ich habe in meinem
ganzen Leben diese Menschen auch überall gefunden, die in
ihrem Eifer und Glauben meinen, auch das Richtige zu tun und
somit das verkehrte Evangelium verkündet haben.
Ich möchte auch eine Antwort darüber geben. Sowie ich es bei
den Baptisten der Hermannshöhe in Bochum erlebt habe. Es
geht um die Gebetsfreiheit und dass eine Gemeinde nicht zu
einer Organisation wird mit den üblen Auswirkungen.
Meinungsfreiheit und eine getrennte Verkündigung für die
beiden Heilswege, so wie Paulus es durch seine Wortteilung
uns als Auftrag hinterlassen hat. Es geht hier um die
Verheißungen, die der Herr dem Abraham zugesprochen hat.
Eine Verheißung für die Juden zum irdischen Königreich für
tausend Jahre. Die zweite Verheißung an Abraham aufgrund
seines Glaubens für eine himmlische Berufung wie die Sterne
am Himmel.
Erst Paulus bekam durch den erhöhten Herrn den Auftrag,
dieses Geheimnis in seinem Evangelium bekannt zu geben. Ein
Geheimnis, was den Propheten und dem jüdischen Volk vom
Herrn verschwiegen wurde. In der Apostelgeschichte Kapitel 1
86
teilte der Herr Jesus nach dem Abendmahl den Jüngern mit,
dass sie sich auf einen neuen Zeitabschnitt vorbereiten sollen.
Sie sollen eine Zeit warten, bis Sie vom Vater eine Antwort
erhalten. Der Herr deutete symbolisch das Ende des Gesetzes
an und dass sie in Zukunft nicht mehr mit Wasser vom
Johannes getauft werden sollen. Doch ihr werdet Kraft
erhalten, wenn ihr nach diesen Tagen im heiligen Geist getauft
werdet. Alle diese Ereignisse und Aussagen sind Vorboten für
den biblischen Auftrag vom Paulus, den Er als Auftrag vom
Herrn Jesus in seiner Wortteilung an uns auch noch heute
weitergegeben hat. Denken wir an die harte Aussage vom
Paulus, wer ein anderes Evangelium verkündigt, als das was ihr
von mir gehört habt, der sei in den Bann getan.
Was uns noch beim Lesen der Paulusbriefe im Anfang unsicher
macht, dass Paulus in drei Stufen seine EvangeliumsVerkündigung durchführen musste. Bei seiner ersten Missionsreise verkündete er das Wort nur an die Juden in ihren
Gotteshäusern und verkündete dort diesen Jesus als Sohn
Gottes. Bei der zweiten Reise nahm er schon Nichtjuden auf
und bei der dritten Reise begann schon eine Eiferssucht der
Juden auf Menschen aus den Nationen. Es kam sogar zu einem
Streit zwischen Paulus und Petrus. Petrus sagte dann, dass er
das Evangelium vom Paulus auch nicht richtig verstehe. Petrus
und Johannes sprechen in ihrem Wort nur das Reich Gottes an.
Nur wenn wir als Bibelleser genau die Richtung ihrer
Heilsverkündigung zum irdischen Reich erkennen, sehen wir
die große Trennung, den Weg für die Erde und den Weg für die
himmlische Körperschaft. So wie der Herr beim Abschied die
Jünger auf die Taufe durch den heiligen Geist hinweist, so gilt
für uns dass Wort vom Paulus aus dem Epheserbrief Kpt.1
87
Das wir mit dem heiligen Geist versiegelt sind und wir eine
neue Schöpfung geworden sind, eine neue Kreatur. Im Geist
durch den Glauben an Christus mit IHM gestorben und im
Geist lebend. Wir brauchen nicht mehr an Christus erinnert zu
werden. ER ist von nun an für immer in uns! Unsere Seele ist
ab dieser Versiegelung nur auf den Geist Christi eingestellt. Ich
habe es erlebt, dass bei allem, was ich tat, durch mein
Gewissen mir die Grenzen gesetzt wurden. Es ist die neue
Schöpfung, so wie es Paulus in seinen VollkommenheitsBriefen zum Ausdruck bringt. Viele Christen haben
wahrscheinlich gar nicht begriffen, was uns Paulus damit sagen
wollte. Vor allem wurde mir erst die korrekte Aussprache
durch die Formulierung in der konkordanten Bibel bewusst.
Wie zum Beispiel die Begriffe: All-Aussöhnung und die
Preisrichterbühne, Körperschaft, Entrückung oder vorzeitige
Aus-Auferstehung, sowie noch viele andere Begriffe die
Martin Luther nicht so verständlich in seiner Bibel wiedergibt.
Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Zwei Ewigkeiten kann es wohl
nicht geben.
Was ich ganz besonders als Zeichen der Zeit bewerten möchte,
ist ein Bericht aus dem Nachrichtenmagazin Focus am
20.12.03. Ich will diesen Bericht in meinem Heft mit
einbeziehen, weil wir heute kurz vor dem Ende dieses Jahres
stehen. Weiterhin weil ich zu dem Thema: „Wer ist Satan“
etwas schreiben will. Es ist sehr wichtig, dass wir zu dem
Bericht aus der Zeitschrift Focus, etwas sagen oder schreiben
sollten. Zumindest, weil wir wissen wollen, wer der Satan ist.
Ich glaube, dass wir in diesem Bericht der sich ganz gegen Gott
wendet, hier Satan sein Wirken erkennen können
Ferner wollte ich noch meine Gedanken und Erfahrungen, wie
wohl eine christliche Ehe verlaufen sollte, hier zu Papier
88
bringen. Weil wir in unserer Ichthus Gruppe gewillt sind, an
erster Stelle die Wiederkunft Christi zu verkünden. Wir haben
dazu feststellen können, dass gegen das Wirken des Geistes
Gottes immer der Satan als Widerwirker mit letzter Kraft
diesen Gottesplan vereiteln will, weil es für den Satan sein
Ende bedeuten würde. Der Satan weiß auch, dass es seine letzte
Zeit ist und ich glaube, dass dieser Focusbericht uns eine
Antwort zu dieser letzten Zeit gibt.
Weil dieser Bericht, gestützt von Forschern und sogar von
berühmten Theologen unterstützt und begründet wird. Weil sie
alle, die gesamte Bibel aus welcher Übersetzung sie auch alle
kommen, für ungültig erklären. Sie stellen unseren Herrn und
Gottessohn, als einen normalen, fleischlichen Menschen dar.
Dass ER ein Führer einer Frauengruppe war, der sich selber
von seiner Familie getrennt hatte und im Streit mit dieser lebte.
Frauen gehörten zu seiner engen Gefolgschaft und Jesus
akzeptierte die Huldigung einer Hure. Jesus war der erste
Kommunist.
Geschrieben
von
Sabine
Bieberstein,
Bibelwissenschaftlerin.
Für weitere Angaben und Äußerungen wurden genannt der
Bibelarchäologe Jürgen Zangenberg von der Universität
Wuppertal. Der katholische Neutestamentler Martin Ebner,
Autor des Buches „Den historischen Jesus“. Herr Wolfgang
Stegemann von der Augustana-Hochschule bei Nürnberg, er
studiert die Besitzverhältnisse in der antiken Gesellschaft
Galiläas. Ich hatte selber am 11.04.1996 an die Zeitschrift
Focus in München geschrieben und bekam von Herrn
Kistenfeger eine ablehnende Antwort. Es ging damals um
einen Zeitungsbericht: „Glauben ohne Kirche und Esoterik“.
Das ist doch unsere religiöse und politische Weltzeit heute,
89
dass wir biblische Aussagen und Lehren gar nicht mehr in
unseren christlichen Gemeinden oder Kirchen hören, sondern
die Menschen erfahren zu Hause durch das Fernsehen und
durch die Zeitschriften viel mehr. Wenn die Zeitschriften und
das Fernsehen das Wort Gottes der Wahrheit entsprechend
bringen würden, könnten die Medien es nützen. Aber diese
Berichte die wir jetzt gelesen haben, sind antichristlich und
werden vom Satan ausgestreut. Was uns am meisten dabei
bewegt, dass Theologen aus beiden Kirchen ihre eigene
Verkündigung widerlegen. Denken wir dabei an Frau
Heinemann.
Schon 1991 habe ich deshalb in meiner kleinen Schrift:
„Unsere Auserwählung in Christo“ um eine Reform beider
Kirchen gebeten und dass beide Kirchen vom Staat gelöst
werden müssen. Dass der Geist Satans schon jetzt so tief mitten
unter den vielen Glaubensrichtungen seinen Einzug hält. Denn
sonst können doch nicht solche Leute mit dem Titel eines
Professors, unterstützt von Theologen beider Kirchen, den
Grundbegriff unseres christlichen Glaubens, „Jesus Christus“
als den Sohn Gottes, auf diese Weise ablehnen. Ich möchte nun
nicht auf die Aussagen der acht Seiten eingehen, weil ich sonst
ihre Verkündigung gegen die Bibel mitverbreiten würde. Ich
will hiermit nur beweisen, wie weit der Widerwirker in den
Kirchenleitungen seinen Einfluss schon genommen hat. Wann
werden Gläubige das Erkennen ?
Überall, wo wir unter gläubigen Menschen zusammen
kommen, will keiner über Satan reden. Es ist ein Thema was
allen unbequem ist. Auch ich möchte nicht extrem über
Bibelstellen diskutieren, einfach nur schreiben, welche
Gedanken und Erkenntnisse aus dem Leben durch die vielen
Gebete der Geist mir geschenkt hat. Ich war schon immer
90
begierig, die Gottes-Familie kennen zulernen. Ich sehe deshalb
den großen Gott und Vater als totales Geisteswesen. ER konnte
aus - SICH – den Sohn Gottes zeugen.
Und sehe für die Schaffung des Adams die Gestalt Gottes so,
geistig wie nach Seinem Bilde ähnlich, - der Erste Adam in
sich männlich und weiblich – aber in einem fleischlichen
Körper.
Alle anderen geistigen Geschöpfe wurden vom Vater
geschaffen. Wir wissen aus der Schrift, dass Gott-Vater alles
Gute und auch das Böse geschaffen hat, um dem Vater zu
dienen. Für welchen Zweck?
Das bleibt allein dem Schöpfer überlassen. Hier wird uns
Menschen allen eine Grenze gesetzt. Aber in Hiob sagt uns das
Wort aus der Elberfelder- Bibel ganz klar, dass Gott Plural die
Söhne Gottes berief um sich bei IHM einzufinden. Auch
Satan, so wird ER hier genannt, kam in ihrer Mitte!
Er antwortete dem Gott-Vater, dass er vom Durchstreifen der
ERDE kam. Dieses Geschehen wiederholt sich noch ein
zweites Mal in Hiob 1:7-9, 2: 1-2 in einer Ratsversammlung
bei Gott.
Meine liebe Mitmenschen, ich fühle mich einfach berufen,
meine Gedanken und Erkenntnisse, wofür ich mein ganzes
Leben gebetet habe, so auch weiterzugeben. Es ist in mir
deshalb so eine Ablehnung gegen Theologen und Politiker
entstanden, weil sie in meiner Lebenszeit mir nie die
91
Gelegenheit gaben, den einfachen Menschen dieses weiter
zugeben.
Wenn heute die Menschen von Engeln sprechen, kann ich es
leider nicht verstehen. Ich möchte deshalb einmal den
Widerwirker unserem Herrn gegenüberstellen. Christus, als
der Erstgezeugte von Gott-Vater, kam mit Seiner Seele in den
fleischlichen Körper eines Kindes von Maria. Nur so konnte
dieser Sohn Gottes uns begegnen. Im Evangelium vom
Johannes, nur im ersten Kapitel, bestätigt uns Johannes diese
Aussage. Jesus war somit als Geisteswesen die einzige Seele,
die uns Menschen begegnen konnte. Deshalb war ER es, der
den Propheten auch begegnen konnte.
Satan hat seinen Geist über alle Seelen, die in einen fleischlich
menschlichen Körper leben, ausgestreut. Wir sehen in der
Offenbarung ganz deutlich, dass der Satan es noch viel
schlimmer in dieser letzten Zeit treibt. Weil das Aufhaltende
dann schon weg ist. Die Körperschaft wird entrückt sein und
ER hat nicht viel Widerstand. Der Drache, das Tier und sein
falscher Prophet werden die Menschen rücksichtslos
missbrauchen. Es lohnt sich die Offenbarung zu lesen.
Wir wollen deshalb einmal über diesen Menschen mit seiner
Seele reden. Es ist uns wohl bekannt, dass der Mensch aus der
Seele, Leib und das Leben zu einer Einheit zusammen gefasst
ist, das Leben ist gleichzustellen mit dem natürlichen Geist.
Bei dem Adam spricht man nur vom Odem Gottes. Dieser
Odem wurde dann durch die späteren Neugeburten einer Frau
als Geist des Lebens weitergegeben oder wir sagen vererbt.
Dieser Geist des Lebens bedeutet für uns Menschen heute
Hauch Gottes. Jetzt kommt es für uns Menschen darauf an,
92
über unsere Seele nicht den Geist des Widerwirkers
aufzunehmen. Es bedeutet, dass der Mensch immer in einem
inneren Kampf steht, sich für das Gute oder Böse entscheiden
zu müssen. Der Apfel im Paradies! Darum ist es wichtig, in
unserem Leben die Geisteskräfte vom Widerwirker zu
erkennen, damit wir nicht für Gott verloren gehen. Ich weiß
wie stark der Widerwirker ist und möchte Euch alle bitten, zu
forschen und zu prüfen, sowie täglich zu beten. Ich kann jedem
raten, nur die Paulusbriefe zu lesen. Ich habe deshalb aus
meinem Leben geschrieben, weil ich, wie auch Paulus selber,
ein Zeugnis sein möchte.
Aber wir wissen noch nicht genug über Satan. Wir müssen in
der Hauptsache erkennen, dass er gegen alles Göttliche ist. Er
selber möchte dieser Gott sein, weil er ganz fest daran glaubt,
dass er unseren Gott-Vater und Seinen Sohn besiegt. Das
Gefährliche bei ihm ist, dass auch er Geistesgaben, die den
Gottesgaben sehr ähnlich sind, auf Menschen ausgießt.
Menschen, die ein sehr starkes Liebesbedürfnis oder
Geltungsbedürfnis in sich tragen, sind sehr gefährdet. Ich
möchte hierzu nun nicht Menschen oder Gruppen aufzeigen,
weil ich mich nicht berechtigt fühle, einen Menschen zu
verurteilen oder ihm weh zu tun. Meine Verpflichtung Gott und
dem Herrn gegenüber ist nur damit erfüllt, alles aber auch alles
in Liebe unter Menschen zu verkünden. Wenn wir die Bibel
richtig verstehen und uns in die Ur-Zeit zurück denken können,
dann war diese jetzige ERDE einmal oben im gesamten
Kosmos, nach - 1.Mose 1:1 - bei Gott. Natürlich hatte diese
uralte Erde schon damals eine geistige Welt. So wie ich es
erkenne, durfte Satan damals die Welt im Auftrag von unseren
beiden Göttern, Vater und Sohn, diese Welt regieren. Weiter
sagt uns die Offenbarung 12: 4, dass der Satan auch aus dieser
93
jetzigen himmlischen und geistigen Welt im Kosmos von GottVater und Gott-Sohn heraus geworfen wird auf diese ERDE.
Hier an dieser Stelle hören wir, dass es für den Satan ein Ende
hat, aus dem Kosmos die Geisteswesen dort durch seinen Geist
zu verführen. Genau mitten in der großen Drangsal, die
Offenbarung spricht von dreieinhalb Jahren nach der
Entrückung der Körperschafts-Gemeinde Christi, ist der
Satan mit seinen beiden Gefolgsgenossen auf dieser Erde. Er
weiß, dass seine letzte Zeit gekommen ist. Hier in einer Zeit
von dreieinhalb Jahren wird das Volk Israel zubereitet von
Gott-Sohn. Die letzten gläubigen Menschen aus dieser Zeit
werden den Jesus mit Seiner Körperschaft bei der Entrückung
beobachten können. Wer jetzt noch zum Glauben kommt, wird
nur durch einen bestimmten Fluchtort gerettet werden. Die
Bibel spricht von einem Ort in der Wüste. Solange bis der Herr
mit Seiner Körperschaft zum Gericht auf dem Oelberg für alle
sichtbar wiederkommt.
Es beginnt eine neue Zeit für Menschen, die diese Drangsal
überleben und denen eine Weltzeit von 1000 Jahren prophezeit
ist. Damit wir schon heute wissen, was mit dem Satan in dieser
Zeit geschehen wird, lesen wir Offenbarung 20:3. Er warf ihn
in den Abgrund, schloss zu und versiegelte über ihn
(damit er die Nationen nicht mehr irreführe) bis die
tausend Jahre vollendet seien. Danach muss er für eine
kurze Zeit losgelassen werden.
Liebe Freunde, auch meine liebsten Nächsten, ich hatte das
größte Bedürfnis jetzt auch in meinen letzten Tagen mein
ganzes Bibelwissen weiterzugeben. Wichtig ist bei aller
94
Bibellehre vor allem, Satan zu erkennen. Weil dieser Satan
ganz nahe an der christlichen Lehre durch seinen Geist die
Menschen gegen Gott verführt. Wenn wir dann auch diesen
Widerwirker erkannt haben, können wir ihn auch überall, wo er
sich versteckt, entdecken. Dann verstehen wir auch seinen
Namen aus der Ur-Schrift besser. Wir können auch aus dem
Wort erkennen, dass er nicht zu Tode gepeinigt wird oder in
einem feurigen Pfuhl geworfen wird, sondern er wird
zugerichtet für eine Zeit wo sein Reich ein Ende hat und alle
Seelen, die nicht die erste Auferstehung überlebt haben, noch
einmal vor das zweite Gericht gestellt werden.
Wir und die Menschen später sollen daraus erkennen, dass der
Herr mit Seinem Vater nicht vorhat, die Menschen ewig zu
quälen. Dreimal erhalten die Menschen die Gelegenheit durch
Christus, den erhöhten Herrn Jesus, errettet zu werden. Für die
Himmel durch die Entrückung, für das 1ooo jährige Reich
durch die erste Auferstehung und für die zweite Auferstehung
zur geistigen Welt in den Himmeln - Kosmos. Das bedeutet,
dass alle Menschen nachgezogen werden zu denen, die
entrückt worden sind. Aber jeder gläubige Mensch sollte schon
jetzt das Bedürfnis haben, ganz nahe bei Jesus zu sein. Es
bedeutet ferner die Einstufung einer jeden Seele bei Gott.
Sollten wir nicht schon jetzt in unserer Seele die Sehnsucht
nach dieser göttlichen ewigen Welt bei Gott haben!
Ich bin sehr froh, dass sich aus meinem Bericht ergeben hat,
was für uns die Seele bedeutet. Wer der Satan als Widerwirker
ist und welche Aufgabe der Satan auch für Gott-Vater und den
Sohn hat. Es bleibt für uns noch die Frage, wer wird das letzte
Gericht durch Feuer und Schwefel überstehen. Diese Aussage
wird im 2.Petrusbrief 3:110-13 beschrieben mit: An dem
95
Tag werden die Himmel mit Getöse vergehen, die Elemente
aber vor Hitze zerschmelzen und die Werke, die auf der
Erde sind, werden verbrennen. Wie wollen Menschen das
je überleben.
Ja, es ist richtig, dass Bibelübersetzer zum Teil meinen, dass
selbst die Erde zerschmelzen wird, aber das glaube ich nicht.
Weil die Bibel sagt, dass die Erde ewiglich für den Kosmos als
Sterngebilde bleibt. Sicherlich ist es auch richtig, wenn Gegner
der All-Aussöhnung meinen, wir glauben, dass zu einer Zeit
alle Menschen von unseren Gottheiten errettet werden. Eins
weiß ich ganz gewiss, dass es keine ewige Qual bei Gott gibt.
Christus und Sein Vater sind Götter der Liebe und wenn Sie
Menschen und Geisteswesen als Werkzeug gebrauchen,
werden SIE diese auch zumindest für einen geringen Dienst
verwenden können.
Was können wir aus diesem Wissen nun wahrnehmen, dass wir
schon jetzt durch unseren Glauben für Aufgaben in der
geistigen Himmelswelt bestimmt sind. Für eine Himmelswelt,
die uns der Paulus in seinen letzten Briefen und Gebeten aus
seiner Gefangenschaft mitteilt. Jeder sollte diese Briefe ab den
Galaterbrief lesen. Danach muss es nach der Aus-Auferstehung
im Himmel eine große Freude geben. Weil Gott-Vater für alle
noch geistigen Wesen, Fürsten und Heilige eine Vorstellung im
Himmel gibt.
Wo das Haupt der Körperschaft Christi mit Seinen Gliedern
diesen Geisteswesen vorgestellt wird. Zum Lobpreis für den
Gott-Vater, dass der Vater endlich Menschen gefunden hat, die
würdig sind, das neue Amt als Brüder und Schwestern vom
Herrn Jesus die himmlische Führung mit zu übernehmen. Was
für eine Ehre für alle Gläubigen, Lob und „Dank für diesen
96
GOTT“ nur durch unseren „Gott-Sohn“, den wir kennen
gelernt haben in „Seiner menschlichen Gestalt“! Wer hätte
dieses große Geheimnis jemals nur ahnen können. Was uns
dort wohl für Freude bereitet wird, dass wir nur Amen sagen
können.
Ich komme nun wohl zu dem letzten Thema, was wir als
gläubige Christen wohl unter Ehe verstehen. Wir müssen hier
die Erschaffung des ersten Adam, der nach dem Bilde Gottes
geschaffen wurde, erkennen, warum er Gottes Ähnlichkeit
hatte. Weil dieser Adam männlich und weiblich, beides in sich
trug. Er hätte aus sich zeugen können, weil er beides
(Hormone) in sich trug. Er war zu der Zeit Gottesähnlicher.
Sein Verlangen nach einer Gehilfin veränderte sein Ebenbild
zu Gott. Schon hier lag der große Fehler nicht bedingungslos
seiner Schaffung zu folgen. Weil dem Adam durch die
Schaffung einer Gehilfin die Hälfte seiner Kraft genommen
wurde. Weil das weibliche Hormon aus seinem Fleisch
genommen wurde, veränderte sich sein Körper sichtbar zu
einer Mannes-Gestalt. Alle weiblichen Formen, die er vorher in
sich trug und jetzt der Frau als Eigentum ihrer Person
zugeordnet wurden von dem Gott-Sohn, ergaben nicht mehr
eine Gleichgestaltung der Gottheiten. Er wurde auch geistiger
Natur und körperlicher Kraft geschwächt. Vor allem bekam die
Frau eine eigene Seele, ein eigenes Selbstbewusstsein. Wo
heute kein Mensch mehr daran denkt. Sie hatte jetzt die
Gelegenheit, das Angebot des Satans, der hier in der göttlichen
Einheit stören konnte, durch den symbolischen Apfel an zunehmen.
Die Gottheiten unterbrachen sofort die Verbindung zu diesen
beiden Menschen 1.Mose 3:22. Siehe, der Mensch wird wie
einer von UNS und weiß nun was da gut und böse ist und
„Christus Jesus der Herr“ verwies sie aus dem garten Eden!
97
Der Herr löste sich zu dieser Zeit vorüber gehend von den
Menschen. Sie lebten nun ab dieser Zeit in der Gottesferne.
Erst später versuchten die beiden Söhne durch Darbringung
von Opfer wieder einen Kontakt zum Herrn zu bekommen.
Hier in dieser Zeit nach dem Paradies, wo Adam vom
weiblichen Hormon getrennt wurde, merkten sie erst beide,
dass sie nackt waren. Ihr Zusammen-Leben bedeutete die erste
Ehe, denn sie bekamen zwei Söhne. Wir wissen aus den
Worten des Herrn, dass sie sich vermehren sollten. Sie wurden
somit der zweigeschlechtlichen Tierwelt gleichgestellt. Die
Verbindung von Mann und Frau sind somit eindeutig von
Gott dem Herrn, der da ist „Jesus Gottes- Sohn“ eindeutig
gewollt und anerkannt.
Erst Paulus berichtet nach seiner Berufung für die Juden und
den Nationen über die Grundregeln einer christlichen Ehe, weil
die Juden nach dem Gesetzt noch mehr Freiheiten bezüglich
der Ehe hatten. Paulus schlägt deshalb vor, sich nur mit einen
Menschen zu verbinden, der gleich gejocht ist. Es ist keine
übliche Redewendung, aber man versteht darunter, dass der
Partner gleichgesinnt sein soll im Denken und Umgang. Paulus
geht sogar auf das Religiöse ein, weil er glaubt, dass es eine
bessere Verbindung schaffen könnte. Er stellt sogar die Ehe
einer Gemeinde gleich. Der Mann soll das Haupt der Familie
sein, wie Christus das Haupt der Körperschaft ist, wogegen die
Frau die Krone der Familie darstellt. Einer sei dem Anderen
untertan. Paulus schreibt auch, das Weib ist aus dem Manne
mit dem Willen des Mannes. Darum verlässt der Mann Vater
und Mutter um seiner Frau willen.
Die letzte Aussage möchte ich aus dem Epheserbrief :22-33
Zitiere: Ihr Männer, liebt eure Frauen so wie Christus
98
Seine Gemeinde! Ebenso schulden es die Männer ihren
Frauen, diese wie ihre eigenen Köper zu lieben
denn
niemand hat je sein Fleisch gehasst, sondern wird sich einer
Frau anschließen und die zwei werden wie ein Fleisch sein.
An dieser Aussage vom Paulus und was ich als Einführung
berichtet habe, möchte ich meine Meinung zur Ehe darlegen.
Wir können erkennen, was Paulus uns mit seiner Lehre
mitteilen möchte. Weil auch mein Leben immer mit Fragen der
Ehe begleitet wurde, war das Thema Ehe mit einer der größten
Fragen an dem Herrn. Wenn ich deshalb „Gott den Herrn „
oder unserm Herrn oder sogar nur Gott ausspreche, dann ist
immer nur „Jesus der Gottes-Sohn“ gemeint.
Damit möchte ich bezwecken, dass auch alle Menschen oder
Gläubige in Zukunft diesen JESUS nur alleine anbeten sollen.
Weil in diesen Fragen nur Jesus mir eine Antwort geben
konnte. Das gab mir auch ein tiefes Vertrauen zu IHM selber,
denn wie sollte „Gott-Vater“ in Seiner Geistesgestalt für
einen fleischlichen Menschen so tiefes Empfinden haben wie
dieser JESUS. Nur dadurch begriff ich auch SEIN
Erlösungswerk, dass dieser Jesus im Auftrag von Gott-Vater
vollbrachte. Ich konnte somit die Bedeutung erkennen, weil
Paulus seine Aussagen als ein Geheimnis offenbarte. Eine
christliche Ehe bedeutet somit, aus zwei Körpern den ersten
Adam sinnbildlich zurück zu gewinnen.
Die Schrift vom Paulus sagt: „Ihr sollt werden ein Fleisch!“
Haben wir Menschen nun geprüft, ob eine Ehe ein Fleisch
geworden ist? Ob ein Ehepartner den Anderen für Gott mit
99
errettet, wenn sie ein Fleisch geworden sind. Wenn selbst
Menschen in der Kirche getraut sind, ist es wirklich mit Gottes
Einverständnis geschehen? Die Kirchen oder Gemeinden
haben bis heute eine körperliche Begegnung unter gewissen
Umständen als große Sünde verkündet! Für mich ganz allein
und so habe ich es auch überall verkündet, haben die Kirchen
einen großen Fehler begangen und die körperliche Liebe zu
einer Sünde gemacht.
Ich möchte nun in diesem Heft auch meine aufrichtige
Glaubenserkenntnis weitergeben. Ich bin ganz einfach der
Meinung, wenn eine Begegnung von zwei Menschen in
Aufrichtigkeit, Liebe und Zuneigung im Glauben stattfindet,
kann diese Begegnung ein Geschenk Gottes sein. Der Herr
handelt durchaus anders, als je ein Mensch denken kann. Eine
Begegnung kann aber im Gegenfall gar nichts bedeuten, wenn
alles im Einvernehmen geschieht. Aber in keinem Fall eine
Sünde, wenn sie in diesem Sinn, wie wir es eben kundgetan
haben, verläuft.
Um die Verschiedenheit des Menschen aus dem Wort zu
formulieren, möchte ich darüber schreiben, wie der Paulus den
Menschen von seinem Verhalten her beurteilt. Ich halte es für
richtig, darüber zu schreiben, weil es mit zu dem Thema Ehe
berücksichtigt werden sollte. Paulus unterscheidet deshalb den
seelisch-fleischlichen, den seelisch-geistigen und den seelischnatürlichen Menschen. Die Seele muss deshalb allen drei
verschieden veranlagten Menschen zugesprochen werden.
Einen Menschen der so vom Fleisch geleitet wird, kann man
nicht als gut bezeichnen und wird von Gott abgelehnt. Ein
seelisch natürlicher Mensch dagegen, wird Gott weder
100
anerkennen noch ablehnen. Er sagt: „Die Natur ist Gott und das
genügt mir“. Er kann aber über die Natur nur Gutes annehmen
und er hat die Möglichkeit aufgrund seiner Korrektheit und
seiner guten Taten zu einer bestimmten Zeit unter die Gnade
Gottes zu fallen. Denken wir an das Gericht, wo die Menschen
später nach den Werken gerichtet werden.
Der seelisch geistige Mensch ist schon durch seinen Glauben
an Gott dazu berufen, durch seine tägliche Erneuerung über
die Seele eine ganz neue Schöpfung zu werden. Warum ?
Er, der Mensch ist so ehrgeizig, dass er nur das Beste und
Schönste will. Ich als Bibelkenner sage: „Er ist ein begnadeter
Sünder!“
Jetzt sagte Paulus schon oben! Suche Dir als Partnerin oder
Partner, wenn du ein geistiger Mensch bist, einen gleichen
Menschen nach deiner Art. Das ist der Grundstock, den Paulus
für eine Ehe vorschlägt. Weil meiner Meinung nach die jungen
Leute sich zu wenig Zeit nehmen, um zu prüfen, ob sie mit
dem ausgesuchten Partner wohl ein Leben bestehen können.
Es kommt noch hinzu, ob zwei Menschen erkannt haben, ob
ihre Zusammenführung mit Körper, Seele und Geist schon eine
Vollendung gefunden hat. Hier liegt wieder die zweite
Antwort. Muss da eine Begegnung vor Gott eine Sünde sein?
Ich glaube, dass ich hiermit eine gute Antwort gegeben habe.
Meine Aufgabe liegt auch darin, Menschen durch meine
Lebenserfahrungen zu führen, damit alle Leser so wie ich
einmal zu diesem Gott-Sohn finden können. Denn nur ER ist
101
der Retter aller Menschen und wird über unser Leben hier
entscheiden.
Paulus schreibt deshalb von uns, dass wir alle begnadete
Sünder bleiben, wenn wir nur glauben können, dann wird für
uns alles zum Besten werden. Wie oft treffe ich alte Menschen,
ihr Leben ist nicht so verlaufen, wie sie es erhofft haben. Selbst
die Entscheidung ihrer Zusage zum Partner hat sich in ihrer
Erwartung nicht erfüllt. Menschen, die vielleicht über ein
halbes Jahrhundert zusammen lebten, mussten nach Jahren
feststellen, dass sie beide ganz verschiedene Veranlagungen
haben. Junge Menschen lassen sich sofort scheiden, ohne eine
Prüfung über sich ergehen zu lassen. Sobald keine Kinder sind,
mögen die Partner in Frieden auseinander gehen. Aber ist es
vor dem eigenem Gewissen eine gute Lösung? Werden die
Kinder noch gefragt und überlässt man den Kindern ihren
Lebensweg nachher selber entscheiden? Ich habe viele Jahre
darüber nachgedacht und fand es richtig, meine
Lebensgeschichte mit dem Glauben an Jesus zumindest meinen
Kindern in diesem Heft vorzutragen Ich bin auch bereit, es in
aller Öffentlichkeit weiterzugeben.
Heute weiß ich, dass ich es meinem Partner schwer gemacht
habe. Hier haben sich auch alle Schwierigkeiten bemerkbar
gemacht, die ich nicht offenbaren kann, weil diese Biographie
nur für meine Person bestimmt ist. Aber 56 Jahre ist eine lange
Zeit und nur mein Glaube an diesen „JESUS“ und das
Erkennen „der großen Liebe Gottes als den Vater für alle
Menschen, durch Seinen Sohn!“ gab mir diese Kraft!
Ich möchte nun weiterfahren zu dem Thema Ehe, dass ich nur
aus meiner Sicht und von meinem Standpunkt darüber
102
schreiben konnte. Wie es meine Frau für sich aufnimmt, habe
ich nicht gefragt. Erst, wie ich heute in dem Gespräch aus
Holland vernehmen musste, wurde mir diese Frage bewusst.
Wenn eine Frau durch die Handlung ihres Partners so hinein
gezogen und durch die entstehenden Auswirkungen mit
betroffen wird, beginnt in dieser Frau schon nach einer
bestimmten Zeit eine Gegenwirkung. Es zeigt sich dann schon
sehr viel Liebe und Zuneigung, wenn sich diese Bereitschaft
bis zum hohen Alter erhält. Dann kann man dem Herrn für
diesen Weg danken, solch ein Leben wäre lobenswert.
Ich möchte solch einen Lebensweg gegenüber stellen mit dem
Volk Israel, nachdem es durch das Rote Meer errettet wurde.
Ich wurde von meinem Sohn gefragt, ob dieser Satz richtig ist!
Ja, ich will hiermit die „Gnade des Herrn „ aufzeigen.
Durch Moses als Führer aus Ägypten durch das Rote Meer, 40
Jahre Wüstenweg eine versiegelte Gemeinde, sinnbildlich der
erste Sohn von Gott dem Herrn. Bildlich eine Familie, sie sind
einen Siegesweg durchlaufen, sogar unter Führung Ihres Gottes
über den Moses. Diesen Gott täglich gespürt durch sichtbare
Taten und dann der Tag des murrenden Volkes. Hier wurde die
Grenze des Gehorsams überschritten (4.Mose Kpt. 14) Geht es
nicht fast genau so in einer Partnerschaft zu? Wenn der
Grundstock Liebe, Zuneigung und Verständnis an einem Tag
nicht mehr gegeben ist. Wenn das Lieben keinen Rücklauf
findet, sei es körperlich oder geistig.
Meine lieben Freunde, eine bessere Ausdrucksform kann ich
im Moment nicht finden. Aber wen wollen wir nun als
Sündenbock vorschieben. Den Gott der uns führen und leiten
103
soll oder durch das Wort soviel versprochen hat? Wollen wir
nicht erkennen, dass wir wie Adam und Eva die Grenzen
überschritten haben. Ich schlage in diesem Fall vor, zu beten ob
Gott uns auf irgendeinem Weg eine Antwort geben kann! Weil
wir uns selber immer wieder fragen, ob es einen Ausweg gibt.
Ich möchte hierzu im Moment sagen, dass ich darüber
schreiben möchte. Wie ich über meine Seele den Kontakt des
Geistes Gottes empfunden und bestätigt bekommen habe.
Ich habe soeben am 4.01.2004 um 19.oo Uhr, ein Gespräch aus
Holland mit dem lieben Bruder Rene Lemmens geführt. Er ist
mir ein erster Beweis für eine Antwort der geistigen
Verbindung. Weil wir nicht in einer Zeit leben, wo die
Propheten vielleicht einen besseren Kontakt zum Herrn
hatten. Für uns in dieser letzten Zeit, schenkt uns der Herr
Brüder und Schwestern, die uns dann direkt eine Antwort
vermitteln. Wir müssen deshalb immer in einer wartenden
Stellung bereit stehen und auch eine Aussage als von Christus
mitgeteilt, verstehen und annehmen. Wenn wir so eine Stellung
angenommen haben, wie symbolisch die Juden in der Wüste,
brauchen wir nur zu glauben. Das Gefühl und die Bestätigung
erhalten wir über unsere Seele, es gibt uns sofort eine
Genugtuung und ich spürte eine Freudigkeit die ich auch sofort
an den lieben Bruder weitergeben konnte. Es ist sehr wichtig,
dass man diese Bruderschaft in Christo auch gleich weiter gibt.
Hier sollen wir von einer heiligen Gemeinschaft sprechen.
Gleich danach haben wir dass Bedürfnis den Herrn zu danken,
loben und preisen, „Halleluja“.
Ich bin jetzt ganz leer, weiß selber nicht wie alles so schnell
geschah, bin ich nun ein Pfingstler? Nein meine Lieben, in der
Pfingst-Gemeinde sieht es ganz anders aus. Zungenreden mit
104
lautem Schreien ohne Grenzen, gefüllte Lust sich zu öffnen,
von ihren Gefühlen und durch Gebete, die miteinander
ausgesprochen werden. Es bedeutet für mich kein Aufbauen
der Gemeinschaft, sondern ich sehe diese Handlung als
fleischlich an. Emotionen die jeder haben kann; aber die in
ihrer Ausstrahlung von uns im Griff gehalten werden müssen.
Emotionen können im Zusammenhalt mit göttlicher Liebe
zwischen zwei Menschen zu einer Vollkommenheit gestaltet
werden. Wenn wir es durch unseren Glauben als ein Geschenk
von dem „Gott und Herrn“ so annehmen. Wir sprachen
davon, wie wir den heiligen Geist in uns verspüren können und
sind jetzt schon wieder in das Thema Ehe mit hinein
gerutscht. Dadurch spüren wir überall in unserem Leben,
dass wir tief mit dem Geist Gottes verbunden sind. aus
meinem Schreiben wird sichtbar, dass alles, was wir auch tun,
von Gott gesegnet wird. Daran sollten wir nun auch glauben.
Ich hoffe und wünsche liebe Leser, dass ich ganz spontan eine
richtige Antwort gegeben habe, damit wir uns nicht vom
Widerwirker durch seinen Geist verleiten lassen. Ich habe
Menschen nicht verurteilt, sondern wollte lediglich auf die
verschiedenen Geistesauswirkungen hinweisen. Dass es an der
Zeit ist, aufzupassen, welcher Glaubensrichtung wir uns in
dieser letzten Zeit anschließen.
Ich möchte noch zu diesem o.g. Thema mitteilen, dass ich
noch einen Anruf von meinem lieben Bruder Harry Lamers aus
Holland bekommen habe. Er teilte mir mit, dass er in seiner
Heimatgemeinde von früher war. Eine Pfingst-Gemeinde, wo
er liebe und gute alte Geschwister wieder sehen konnte. Es
105
bewegte ihn die Frage, ob diese Gemeinde noch heute von der
Erkenntnis her sein Suchen nach dem Wort erfüllen würde.
Meine lieben Leser, liebe Freunde und ganz besonders für
Gleichgesinnte, die durch die von mir vorgestellten
Erkenntnisse und gemachten Aussagen zu glaubenden
Geschwistern in Christo geworden sind.
Ich möchte hier auf dieser Seite mitteilen, dass ich in meinem
Bericht noch nicht am Ende angelangt bin. Es war ein grober
Überblick, wie ich durch mein Leben zu diesem Jesus fand.
Jeder Mensch begegnet deshalb diesem Gott auf einer anderen
Weise. Das bedeutet nicht, eine Herabsetzung in der
Beurteilung eines Menschen von Gott, in welche Gruppe dieser
vom Herrn am Ende eingestuft wird. Dazu haben wir alle
gelesen, dass der Herr drei Auferstehungen für die Menschen
vorgesehen hat.
Weshalb ich in meinem Bericht noch nicht alles schreiben
konnte, ist, weil ich über mein wunderbares Leben als Kind bis
zu der Zeit, wo ich Soldat werden musste, noch nicht
geschrieben habe. Dann kamen die ganzen Kriegserlebnisse
vor Stalingrad bis in die Ukraine vorbei an der Insel Krim. Bis
am Ende der Ukraine, wo wir eingeschlossen wurden von den
Russen und flüchten mussten über das Karpaten-Gebirge nach
Rumänien. Hier wurden wir interniert, bis Hitler ein
Abkommen mit dem Rumänischen-Staat vollziehen konnte.
Dann wurden wir, die 7.Panzerdivision von Rommel, wieder
über das ehemalige Polen in Ostpreußen eingesetzt. Dort
wurden wir, wie ich schon berichtet habe, eingeschlossen von
den Russen in Gotenhafen. Auch hier habe ich dann von
106
meiner Verwundung im Armgelenk berichtet. Auch bis zur
Flucht mit dem Schlachtschiff direkt nach Swinemünde, was
ich schon alleine als eine Führung vom Herrn erkennen musste.
Mein Leben für ein paar Jahre in Swinemünde. Ich habe dann
fast alles berichtet, außer ein paar Begebenheiten, die für mein
Leben eine große Gefahr bedeuteten bevor ich meinen Pass
und russischen Ausweis für den Grenzübergang erhielt, sind
wir mit drei guten Freunden in einem Marineboot vom Strand
Swinemünde des Nachts nach Ahlbeck-Seebad gefahren. Weil
ich in dieser Zeit vor diesen Bootsfahrten so große
Sehnsucht nach meiner Frau in Ahlbeck hatte, bin ich sogar
eine gewisse Zeit durch dass Swinemünder-Moor zu Fuß mit
Lebensmitteln nach Ahlbeck gelaufen. Kein Mensch kannte
dieses gefährliche Moor so gut wie wir! Es hatte eine
Verbindung als Grenzfluss vom großen Haff bei Kamminke
vorbei zum Wolgastsee. In Kamminke ist eine moderne
Schleuse, die Wasser- zu und- abfluss regelt. Ich bin auch
zeitweise über die Eisenbahnbrücke, die über diesen Fluss
verläuft, gekrabbelt. Ich musste dann nur abwarten, bis die
Postenablösung vollzogen wurde.
Auch bin ich im Anfang abends in Swinemünde nach spätem
Arbeitsende von fünf Polen überfallen worden. Sie haben mir
die Stiefel ausgezogen und geklaut. Aber als eine russische
Patrouille kam, sind sie dann doch geflüchtet.
Noch ein sehr wichtiges Erlebnis hatte ich mit meinen beiden
Freunden, dass wir im tiefsten Winter mit dem Boot in der
Ostsee an einer großen Eisscholle angefroren sind. Wir
mussten uns frei hacken und die polnischen Patrouillenboote
107
hörten uns über Ultraschallgeräte. Scheinwerfer leuchteten
auf; aber wir waren so dicht am Schiff, dass wir im toten
Winkel nicht entdeckt wurden. Vor Ahlbeck waren alle
Eisschollen durch die starke Strömung inzwischen abgetrieben
und wir konnten an der steilen Eiswand unser Boot hochziehen.
Ich holte einen Handwagen, den wir beladen konnten. Wir
hatten viel Schweinespeck geschmuggelt und legten den Sack
unten zuerst in den Handwagen und packten Flüchtlingsgut von
meinem Freund oben darauf.
Aber ein Unglück kommt nie alleine, kurz vor meiner
Unterkunft in der Dreherstraße kam eine Polizeistreife von
zwei Männern und hielt uns an. Ich konnte sie überzeugen,
dass auf dem Wagen nur Flüchtlingsgut gestapelt war; hatte
aber, Gott sei gelobt! zwei Kilo fetten Speck in einem kleinen
Beutel verpackt, offensichtlich oben auf dem Gepäck liegen
lassen. Sie wollten uns zur Wache mitnehmen; aber mein
Angebot, ihnen diesen Speck zu schenken, war in der
damaligen Hungerszeit eine riesige Versuchung. Sie sahen
beide ein, wenn sie uns mitnehmen würden, ging ihnen der
Speck verloren.
Ich habe über diese Zeit viel nachgedacht, dass auch ich in
meinem Leben soviel riskiert habe. Aber es war auch ein
Geschenk Gottes, dass ER nicht meiner Person alleine
geholfen hat, diese böse Zeit zu überstehen, sondern dass ich
damit meinen damals lebenden Mitmenschen, die in Ahlbeck
lebten, helfen konnte. Meine Freunde, Günther Griese, der in
Ahlbeck im Jahr 2003 verstorben ist und Georg Mentzel, der
hier in Bochum durch meine Vermittlung noch immer lebt.
Bevor die Mauer damals gebaut wurde, konnten wir für ihn,
seine Frau und Kind eine Wohnung in Bochum Malteserstraße
vermitteln.
108
Wir konnten mit diesem Boot unsere letzte Bootsfahrt nach
Swinemünde machen. Wir hatten am Abend nach drei Tagen,
unser Boot mit viel Briefpost für Deutsche beladen, die noch
zu dieser Zeit in Swinemünde lebten.
Keiner von uns beiden wusste, dass es unsere letzte Seefahrt
sein wird.
Die Rettung für uns war, dass ich ein
amerikanisches Dollarstück für Lebensmittel von einer Frau
bekam. Das zweite große Glück für mich war, dass ich eine
Spezialarbeitskombination für Flugzeugsmonteure angezogen
hatte. Darunter eine Hose, wo der Gürtel im Hosenbund
vernäht, eingeschoben wurde. Selbst mein Freund wusste von
meinem Vorhaben nichts, damit keiner den andern belasten
konnte. Ich habe immer an den Ausspruch unseres Herrn
gedacht: Ihr sollt klug sein wie die Schlange!
Unser dritter Freund Georg Mentzel war in Swinemünde, er
beobachtete die polnischen Wachposten, um welche Zeit die
Wachablösungen durchgeführt wurden. Durch Blinkzeichen
wurde uns immer auf See eine Antwort gegeben. Mein damals
noch kleinerer Bruder Erwin stand ihm als Hilfe zur
Verfügung. Aber alles kam anders, Sie konnten uns leider
keine Nachricht geben, dass verschärfte Kontrollen von den
Polen durchgeführt wurden. Es hatte sich gezeigt, dass die
Fischer von Ahlbeck großen Schmuggel getrieben haben und
es wurden von den Polen mehrere Fischerboote eingezogen
und die Fischer in Swinemünde verhaftet. Es hatte lange
gedauert, bis die bekannten Fischer aus Swinemünde wieder
freigelassen wurden. Wir wussten erst viel später davon, aber
der Reihe nach.
Unser Freund Georg Mentzel wurde mit meinem Bruder in den
109
Dünen von Swinemünde festgenommen. Weil mein Bruder
noch ein Kind war, konnte er von der Grenzstation nach Hause
gehen. Unser Freund wurde eine Zeit festgehalten und bekam
ordentliche Schläge. Zu unserm Glück kam Sturm auf und wir
mussten unsere Fahrt um zwei Tage verschieben. Dadurch
wurde auch unser Freund in Swinemünde entlastet.
Wir fuhren aber nach diesen Tagen vom Strand Ahlbecks
abends los. Sahen aber am Strand in Swinemünde
angekommen leider keine Signale und fuhren mit dem Boot
zum Strand. Mein Freund Günther blieb ganz hinten, damit das
Boot sich vorne gut anhob. Ich ging als erster an Land und zog
das Boot am Strand hoch. Es war eine sehr dunkle Nacht, man
konnte nicht die Hand vor den Augen sehen. Ich rief meinen
Freund zu, komme mit der Ladung nach vorne, aber er wollte
nicht kommen. Erst später nach allem Geschehen erfuhr ich,
dass er die polnischen Soldaten schon sah. Dann kam er, aber
brachte nichts mit und ich war darüber sehr erschrocken, erst
als ich mich umdrehte sah ich drei bewaffnete Soldaten vor mir
stehen.
Ich sagte einen Moment, ging nach hinten zum Boot und
schüttete den ganzen Postsack über Bord ins Meer. Kam zu den
Soldaten und sah, dass alle Briefe im Wasser schwammen. Wir
bekamen soviel Schläge, mein Freund schrie erbärmlich. Ich
konnte nur beten: „Herr erbarm Dich meiner großen Schuld!“
Mir tat es so leit um meinen guten Freund! Was bekam auch
ich übergezogen, aber ich spürte nichts - ich stand in einer
wartenden Stellung - was kommt jetzt! Es kamen dann von
den Dünen junge Männer und schauten zu. Ich sagte laut:
„Lasst meinen Freund in Ruh!“ Wer von Euch ist der Führer?
Lasst uns reden und schicke alle Fremden weg! Es war
wunderbar. Er ging auf meinen Vorschlag ein und untersuchte
110
uns, sowie das ganze Boot. Mein Dollarstück fand er nicht. Ich
sagte ihm, dass er uns zur Grenzkommandantur bringen soll.
Ich machte den Vorschlag, ihm ein Dollarstück zu schenken,
was er sich mit seinen beiden Genossen teilen könnte, wenn er
uns beide dafür laufen lässt. Von dem Boot kann er immerhin
melden, dass sie es verlassen vorgefunden haben. Bringt ihr
uns dann trotzdem zur Kommandantur, zeige ich euch an, dass
ihr dieses Dollarstück unterschlagen wolltet. Mein kleiner
Bruder hatte versteckt in den Dünen alles beobachten können.
Ich glaube, dass auch die jungen Polen, die dort am Strand
waren, mich später in der Stadt überfallen und mir die Stiefel
ausgezogen und geklaut haben.
Wir waren trotz der vielen Schläge froh, dass die Soldaten auf
dieses wunderbare Angebot für sie eingegangen sind. Die
Inhaberin dieses Golddollarstücks war nach diesem Bericht,
einverstanden mit einer angemessenen
Lebensmittelentschädigung .Aber was ich noch heute darüber schreiben
kann, dass ich immer ein mutiger Mensch gewesen war und
bin. Ja, vor dem Herrn war ich wohl ein großer Sünder, aber
von der Berufung und Zubereitung her, gehörte es wohl zu der
Erziehung durch die Hand des Herrn zu meinen Lebensweg.
Ich schreibe deshalb wie Paulus, aber ich schäme mich nicht,
so ein schlechter Mensch gewesen zu sein.
Die Weltpolitik, der verlorene Krieg und die unverschämten
Weltsieger haben uns statt Frieden gedemütigt ohne Grenzen
und Rücksichtnahme. Bei manchen Menschen, die sie
gepeinigt haben bis zum Tod. Das ist vielfach auch in
Swinemünde geschehen. Nach Kriegsende zuerst durch die
111
eigenen Deutschen unter den Russen und noch ab 1945 von der
polnischen Besatzungsmacht.
Ich denke dabei an viele Deutsche, die ihre Heimat nicht
verlassen wollten und in Swinemünde, wie soeben mitgeteilt,
bis zum Tod geschlagen wurden. Heute wollen alle
Siegermächte nicht zugeben, dass sie nach dem Krieg einfach
weitergegeben haben, was die Polen uns angetan haben.
Und nun zum Abschluss meiner Erlebnisse als Kind bis zum
Jungen Mann 1942 in Swinemünde, wo ich auch geboren
wurde. Zwei Abschnitte meines Lebens liegen noch tief in
meiner Erinnerung. Im Wohnbereich in der Gartenstraße 18
direkt vor dem Kurpark hatten meine Eltern ein Restaurant mit
Mittagstisch, eigener Konditorei und abends Tanzbetrieb. Wo
ich als der älteste Junge mit zweijähriger Unterbrechung an der
Familie teilhatte, weil ich von vier bis sechs Jahren in
ärztlicher Behandlung war. In der folgenden Zeit zu Hause mit
einem Brüderchen, drei Jahre jünger und einer Schwester, drei
Jahre älter zusammen lebte.
Die Schwester, die später in der Wohnung am Bollwerk 28.
uns beide Brüder zeitweilig mit beaufsichtigen musste, weil
Mutter und Vater arbeiten gingen. Es war eine wunderbare Zeit
durch den Geschäftsbetrieb mit soviel Menschen in Berührung
zu kommen. Für uns stand in der Gartenstraße der ganze Park
bis zum Strand zur Verfügung. Nur die Schule ab acht Jahren
war für mich sehr schwierig. Ich hatte nicht das
Auffassungsvermögen. Es gab eine Zeit, wo ich dann vor
Aufregung stotterte. Aber über diese Zeit habe ich ja berichtet
und möchte mich hier auf keinen Fall wiederholen.
112
Als meine Eltern nach meiner Krankheit das Restaurant in der
Gartenstraße aufgeben mussten, zogen wir vorübergehend in
die Fischerstraße auch ganz dicht am Hafen. Sie haben in einer
kurzen Übergangszeit beide als Kellnerin und als Kellner am
Bollwerk bei der neuen Fähre im Birnbaum gearbeitet. Auch in
einem Ausflugslokal in Caseburg an der Kaiserfahrt, wo ein UBootshafen mit einer langen Brücke über die alte Swine noch
heute als Erinnerung erhalten ist. Wenn heute Urlauber von
Kamminke über die Kaiserfahrt mit einem Schiff nach
Swinemünde fahren, wird auch dort auf den ehemaligen Ort
Caseburg hingewiesen.
Nach ein paar Jahren konnten meine Eltern die Konditorei von
meinem Großvater am Bollwerk 28 übernehmen. In dieser Zeit
gab es keinen Tag, wo ich nicht gebetet hätte. Unsere Familie
war nicht in ihrer Gesamtheit eine christliche Einheit. Es gab
dort nicht das Tischgebet, so wie ich es dann in meiner Ehe
durchgeführt habe. In so einem Geschäftsbetrieb mit Personal,
wo auch zusammen Mittag und Abendessen stattfindet, kann
ein Gebet nicht mit anders denkenden Menschen durchgeführt
werden. Ferner erlebte ich schon hier, weil wir oben im fünften
Stock unter dem Dach vorübergehend eingezogen waren, den
Tod meines Großvaters.
Es war und ist eine schlechte Erinnerung an meinen Großvater.
Mein Großvater hatte durch einen Turnunfall einen Buckel und
war mit einer jungen Frau nach dem Tod meiner Großmutter
zum zweiten Mal verheiratet. Es gab deshalb auch bei meinem
Vater nach dem Tod seiner Mutter schon damals einen
seelischen Zusammenbruch. Aber meine zweite Großmutter
heiratete gleich einen Mann Jacob. Er hatte ein Haus in
Babelsberg und arbeitete in einer sehr guten Position bei der
113
Filmgesellschaft UFA in Berlin-Babelsberg. Sie kannten sich
schon viele Jahre. Mein Vater hatte es aber schon gewusst und
dieser Mann stellte die eine Bedingung, dass er nur meine
Großmutter heiraten würde, wenn sie meinen Vater die
Konditorei als Erbteil überlässt. Das Cafe war in diesem Haus
im Erdgeschoß und eine große Wohnung über dem Cafe mit
fünf Räumen, gehörte dazu. Dieses Haus steht noch heute am
Bollwerk. Dass Haus zur Kirchenstraße wurde von einer
Luftmiene getroffen. Meine Eltern konnten sofort nach dem
Tod meines Großvaters das Cafe und die Wohnung
übernehmen. Ich hatte danach guten Kontakt mit meinen neuen
Großeltern. Dieser Mann hat später viel dazu beigetragen, dass
mir dass Haus in Seebad-Ahlbeck zugesprochen wurde. Aber
er verstarb gleich nach Kriegsende.
Deshalb kam mein Glaube an diesen „Jesus Christus“ nicht
durch die Hinführung seitens meiner Eltern. Obwohl meine
Mutter durch die Erziehung ihrer Eltern, die eine tiefgläubige
Familie in Ostpreußen waren bis beide starben. Mein Vater war
dagegen nicht sichtbar gläubig, auch selbst bis zum hohen
Alter nicht. Ich möchte hiermit etwas ganz Bestimmtes
aussagen. Hier wird die biblische Aussage bestätigt, dass der
Mensch vor Grundlegung der Welt von Gott-Vater und Sohn
dazu berufen wurde oder auch wird, um zu einer bestimmten
Gruppe von Erlösten für Gott zu gehören. Das waren meine
Gedanken, als ich meinen Großvater im Hausflur vor der
Treppe offen im Sarg liegen sah. Er hatte eine Binde über Kopf
und Kinn. Noch heute, wo ich in diesen Moment alles zu
Papier bringe, sehe ich es, als sei es gestern geschehen. Ich
habe daraus meine Gedanken hier formuliert und wünsche,
dass alle Leser diesen Tiefgang des Inhaltes verstehen werden.
114
Meine Mutter, die gläubig war, vielleicht durch die Erziehung,
weil ihr Vater in der Kirche im Gemeindevorstand war. Die
Oma, die noch weiter im Glauben war, weil sie später einer
Gemeinschaft angehörte!. Beide Elternteile meiner Mutter
haben auch für ihre drei Kinder gebetet. Darum hatte meine
Großmutter auch an meinem Krankenbett für mich täglich
gebetet. Sollte GOTT der Herr nicht ihr Gebet für mich erhört
haben?
Und nun zu meinem Vater. Ich glaube, er hat mich geliebt.
Weil er mich gut behandelt hat, liebe ich ihn auch noch im
Geist. Überall, auch wenn er gern sein Bier trank, konnte ich zu
ihm kommen. War er nur lieb zu mir, weil er sich schuldig
fühlte für mein Unglück? Nein, er hatte mir mein Leben
erhalten durch sein schnelles Handeln, mir Milch in den Mund
zu gießen. Er war für mich ein seelisch natürlicher Mensch, der
einmal für seine Taten errettet wird. Wenn er einmal „Jesus“
gegenübersteht, dann kann er wohl sagen: „Ja DU bist GottesSohn!“ So sollten wir von der Bibel her alle Menschen in Liebe
tragen und auch bewerten, weil wir vom Gottesplan her Seine
Liebe einfach nicht begreifen wollen! Obwohl sie so einfach zu
verstehen ist, wenn wir nur unser eigenes Erlebnis richtig
bewerten, selbst wenn wir Fehler gemacht haben.
Ich habe nun berichtet über Freundschaften, die mir religiös
etwas bedeutet haben; aber ich möchte noch mal auf Albert
Schwenn zurückkommen, weil er ein paar Häuser weiter am
Bollwerk in Swinemünde wohnte und ich seine Eltern nach
dem Krieg in Ahlbeck sehr oft besuchte. Sein Vater arbeitete
bei der Gemeinde wie auch ich. Er bewohnte in der
Lindenstraße, wo sich die Wirtschaftsabteilung befand, ein
kleines Häuschen. Seine Aufgabe war, hier ein Pferdegespann
mit Fuhrunternehmen zu betreuen. Seine Mutter war sehr
115
besorgt um den Sohn, weil die Gefangenen aus Russland nicht
nach Hause kamen. Ich selber war auch sehr bedrückt darüber,
dass mein Leben nach dem Krieg so wunderbar verlaufen ist.
Ich hatte diese beiden Menschen sehr gerne und konnte so mit
meinen Besuchen meine aufrichtige Teilnahme bekunden. Der
Albert war ein ganz besonderer Junge, wir waren auch
zusammen in einer Motorradgruppe, was uns tiefer verband.
Sein Hobby waren die Bücher von Karl May und er lebte in
seinen Trapper und Indianerglauben. Mit Mädels hatte er nicht
viel im Sinn, es sei wenn wir Jungs in Gruppen versammelt
waren. Es galt für ihn ein Spruch: Du bist ein Spinner! Das
bezog sich aber nur freundschaftlich aufgrund seines lustigen
Lebens, wenn er so ein Indianer- Gehabe von sich gab.
Er kam aus der Gefangenschaft sehr spät nach Hause, was war
das für eine Freude. Er lernte in Ahlbeck noch seine Frau
kennen und setzte sich mit ihr zum Westen ab. Auch er sagte
mir, dass er über sein Leben ein Buch schreiben wollte. Wir
blieben dadurch in Kontakt. Er hatte in der Gefangenschaft viel
gelernt, weil er guten Umgang mit hohen Offizieren hatte und
dadurch sehr viel gelesen hat. Aber er kam nicht dazu ein Buch
zu schreiben und nun wollte ich an unsere Freundschaft
erinnern. Ich will hiermit aussagen, wie unser Gott doch jedem
Menschen einen anderen Lebensweg zugedacht hat. Es ist
schon lobenswert, einem guten Menschen die letzte Reverenz
zu erweisen.
Was hatte ich dagegen für ein schönes Leben. Das kleine Cafe
lief gut und mein Vater schenkte mir alles, was meine Seele
begehrte. Er schenkte mir ein Motorrad erst von DKW, dann
eine schwere Vier-Taktmotor-Maschine. Dann ein wunderbares
Fahrrad, wo ich beide Inseln befahren konnte. Es kann sich
kaum ein Mensch vorstellen, was die beiden Inseln
116
landschaftlich vorzuweisen haben. Der herrliche Hafen mit
immer wieder neuen Erlebnissen und die vielen Menschen die
keine Einsamkeiten zulassen. Die Hilfe für den Vater in der
Konditorei, das Eis herstellen, im Anfang mit alten Methoden,
dann später eine vollautomatische Eismaschine. Ich machte
dann nach Schulende für nicht ganz drei Jahre eine
Elektrolehre mit vielseitigen Aufgabenbereichen. Swinemünde
hatte eine eigene Stromerzeugung für Gleichstrom
(Dreileitersystem). Ich begann selbstbewusster zu werden, war
aber im Umgang mit Mädchen sehr schüchtern und zurückhaltend. Ich trug aber in mir eine ungeheure Sehnsucht, ganz
besonders wenn ich sah, wie die Jungs mit den Mädels
umgingen. Der Albert hatte noch einen Freund, Heinz Stolle,
der mit ihm im selben Haus wohnte. Ein unbeherrschter Junge,
solche Leute mochte ich nicht.
Meine lieben Leser hier aus den Worten wollte ich sagen,
warum ich diesen Albert in mein Leben einbeziehen musste.
Mein Bruder Erwin, drei Jahre jünger als ich, war wieder ein
ganz anderer Mensch. Man merkte schon an seiner
Ausstrahlung ein etwas fein gebildetes und ruhiges Wesen. Ich
versuchte schon an meinen Bruder, die Menschen zu erkennen
und einzugruppieren. Er half auch nicht so gerne im Betrieb.
Seine Freiheit lag immer draußen, er liebte den Hafen, das
Wasser und konnte stundenlang im Wasser schwimmen. Er
war ein guter Schüler, liebte schon früh die Mädels und
wartete, dass er Soldat werden konnte. Er ist aber noch am
Ende des Krieges gefallen.
Auch ich hatte ein Hobby. Mein Vater kaufte mir ein
besonderes Faltboot, bei dem ich die gesamte Leinenhaut mit
Schiffslack bestrich, um eine bessere Stabilität zu bekommen.
117
Das Boot hatte einen Segelmast eingebaut und ein Kielbrett
konnte ich bei Tiefgang ins Wasser senken. Alleine die
Erhaltung des Bootes es zu erhalten, machte mich sehr stolz.
Auch dort musste ich erst viel lernen, um mit dem Segel
zurechtzukommen. Aber mein Ergeiz gab mir die Geduld für
das Lernen und den Umgang mit dem Segel
Ich hatte einen Bruno Kühn als Freund, der mit mir in einer
Elektrofirma lernte. Er wollte mit mir zusammen in meinem
Boot segeln. Es war Sonntag und wir hofften das bei starken
Schiffsverkehr gut zu schaffen. Wir segelten durch den Hafen
und wollten bis zur Mole und beim Wenden verstrickte er sich
mit den Beinen in den Leinen. Das Boot kenterte und ich hatte
zu tun, meinen Freund von den Leinen zu befreien. Er war
dazu so unsicher im Schwimmen. Weil wir keine
Schwimmwesten umgebunden hatten, wurde es nun für uns zu
einer großen Gefahr. Es gab einfach keine andere Möglichkeit
als nur zu beten: Lieber Herr lass uns hier nicht allein!
Aber vom Zollturm hatte man uns schon vorher unter
Beobachtung und wir brauchten gar nicht lange warten, da kam
ein Zerstörer von der Marine und schleppte unser Boot an die
Mole. Wir mussten auf den Steinen schön warten, bis wir
wieder trocken waren. Sortierten unser Segeltuch und
paddelten nach Hause. Ich habe dann auch nie wieder eine
Person mitgenommen. Auch die Schwimmwesten wurden von
mir immer benutzt.
Ich habe in meinem Heft gleich auf der zweiten Seite eine
Landkarte von Swinemünde und dem Hafen beigefügt. Ich
möchte damit die vielen Wasserstraßen aufzeigen, damit jeder
118
einmal sehen kann, wie viel schöne Möglichkeiten es gibt,
beide Inseln zu umfahren. Wenn man nur die vielen
Wasserstraßen durchpaddelt, braucht man nicht unbedingt die
Segel zu setzen. Aber die Schöpfung Gottes so kennenzulernen, bedeutet, bei IHM zu sein. Ich möchte hierzu einen
Vergleich bringen. Wir waren mehrmals in Kanada bei Toronto
dicht bei den Niagarafällen. Ich bin dann sehr oft alleine durch
die Straßen gegangen und habe diese große Macht der Bauten
und dann auch wieder die vielen Menschen um mich gehabt.
Mir kamen dann die Tränen und ich konnte einfach mit dem
Herrn reden. So tief spürt man den Druck auf der Seele. Es ist
Freude oder Dankbarkeit, diese momentane Verbindung mit
Gott teilen zu können. Wenn man solche Momente dann öfters
erleben kann, sucht man sich auch diese Momente selber aus.
Jetzt wollte ich erzählen, wie es möglich war, gleich nach 1945
nur bis 1946 mit einem Marineboot nach Ahlbeck zu kommen.
Ich hatte mitgeteilt, dass wir als Deutsche noch viele Jahre
nach dem Kriegsende, in Swinemünde nur bleiben konnten,
weil wir als spezielle Handwerker von den Russen unbedingt
gebraucht wurden. Dass die Polen nicht sofort Swinemünde
erhielten, lag an der Festlegung der Siegermächte, dass die sie
die Grenze hart westlich Swinemünde im Abkommen
bestimmten, dass den Polen dieses Swinemünde zugesprochen
wurde. Erst als die Russen ihre Anteilsgebiete für Swinemünde
festgelegt hatten, konnte ein geregelter Grenzverkehr
eingeführt werden. Wir als Deutsche wollten aber die
Verbindung nach Ahlbeck behalten, weil viele Swinemünder
Postkontakte über Ahlbeck eingerichtet hatten.
Zum besseren Verständnis für alle Leser habe ich mich
entschlossen, zwei Bilder von Swinemünde, einen Plan vom
119
Hafengelände aus dem Jahr 2000 und einen Hafenplan von
1944 beizufügen. Weiterhin eine Karte von der Insel Usedom
nach der neuen Grenzverlegung 1950, wo dann Swinemünde
nicht mehr berücksichtigt wurde. Aber als Vergleich zu der
Zeit vor 1945 eine ältere Landkarte, wo man ganz klar die
Eisenbahnlinie von Usedom über Swinemünde nach
Peenemünde, Wolgast über Seebad Ahlbeck noch verzeichnet
findet. Auch kann man sich die Teilung der Stadt zwischen
Russen und Polen, wie ich schon berichtet habe, nun besser
vorstellen. Auch ist der russische Marine-Bauhof
am
Stromausgang mit dem kleinen Hafen gut zu erkennen.
Wir erkennen weiterhin, dass die Bauweise im Strandgebiet zur
linken Seite hin fast ein abgeschlossenes Zentrum bildet.
Rechts daneben ein weniger bebautes Gebiet, genau in dieser
Mitte lag unser wunderbares Kurhaus, es wurde leider fast
vernichtet durch den Bombenangriff. Die Russen nahmen sich
sofort diesen linken Stadtteil und riegelten dieses Gelände ab
durch einen hohen Drahtzaun. Hier konnte selbst die
kommunistische Stadtverwaltung bei der Besetzung 1945
durch die Russen, nicht diesen Stadtteil betreten. Selbst als die
Polen das zweite Mal Swinemünde besetzen wollten und dann
auch die Verwaltung übernahmen, blieb den Russen dieser
Stadtteil erhalten. Dazu die 3.MNA Kaserne mitten in der
Stadt, das Wasserwerk, Hafenbau und Mitbestimmung zum
Hafen.
Ich erkläre diese Situation um verständlich zu machen, wie es
möglich war, dass wir Ende 1945 in den Besitz dieser Marine
Schlauchboote kamen. Hier im Strandgebiet gab es ein altes
Marinelager, wo im großen Kellerraum die Boote gelagert
waren. Sie lagerten ohne mit Luft gefüllt, übereinander
gestapelt. Wir konnten feststellen, dass man sie wohl mit
120
Handgranaten vernichten wollte; aber als wir die Boote
sortierten, fanden wir unten auf dem Boden, erstaunt viele
Boote, die unbeschädigt waren. Wir brachten drei Boote in
Sicherheit. Zu den Booten möchte ich sagen, dass diese aus
sehr starkem Gummi verarbeitet waren und auch aus mehrerem
Luftkammern bestanden. Sie hatten einen verstärkten
Doppelboden mit stabilen Halterungen für die Riemen. Für den
Boden gab es Holzroste und die Sitzbretter wurden in
Gummifassungen gehalten. Das Heck hatte eine Vorrichtung
für einen Motor. Die Halterungen für die Riemen waren
wunderbar. Für uns war es als Erfahrene, sagen wir Seeleute,
wie ein Geschenk vom Himmel. Für mich wurde es zu einem
Auftrag mit den Booten was zu unternehmen. Solange die
Russen die Macht über den Strand besaßen, hatten wir auch
Narrenfreiheit bei ihnen. Sie waren auch umgänglicher als die
Polen. Wenn ich noch heute zurückdenke, dass die Russen
mich zum Essen eingeladen haben, sei es auf einem Kriegschiff
oder später auf dem Wasserwerk, immer konnte ich zum Essen
dabei sein. Ich war erstaunt, wie ärmlich und einfach ihre Kost
war. Immer vorweg eine dünne Weißkohlbrühe und dann den
Hirsebrei. Auf einem Zerstörer wurde ich mit Salzhering
bedient.
Ich kannte zu gut das Leben auf diesen Kriegsschiffen, deshalb
wollte ich auch nicht als Soldat zur Marine eingezogen werden.
Ich hatte durch meine Krankheit und meinen Beruf die
Gelegenheit, zur motorisierten Einheit zu kommen. Aber ich
wollte zum Thema Umgang mit Seeleuten noch etwas anderes
schreiben, dass zu meiner Jugendzeit bei Hitler in Swinemünde
Hafen jedes Jahr eine Schiffsbesichtigung stattfand. Der Hafen
lag dann voller Kriegschiffe aller Arten. Vom U-Boot bis
Schnellboote und Zerstörer. Die Auswahl war so groß, dass
manche Besucher es mit der Auswahl schwer hatten, sich zu
entscheiden. Wir Jungs gingen dann in die Mannschaftsräume,
121
um etwas zu ergattern. Die Esszeiten waren für uns am besten,
weil es schon eine Zeit der Lebensmittelkarten war. Aber die
Begegnungen mit den Russen auf einem Kriegsschiff nach dem
Krieg in Swinemünde hinterließen für mich keine guten
Erinnerungen. Es wiederholte sich für mich bei den Russen
eine alte vergangene Zeit. Was aber wichtig war, wenn man als
ehemalige Gegner aus dem Kriegen sich nun als Mensch
wieder begegnete. Dass ich erkennen musste, dass Gott auf
alles eine Antwort gibt. Was haben die derzeitigen Menschen
am Kriegsende alles gesagt und gewollt. Nie wieder Krieg.
Was hatte ich als Soldat Sorge, in russische Gefangenschaft zu
kommen. Nur weil sie uns brauchten, waren wir wieder
Freunde. Der kleine einfache Mensch will auch den Frieden;
aber der Widerwirker schafft es immer wieder, das Böse im
Menschen durch seine Handlanger zu fördern.
Wir haben heute Januar 2004. Noch zwei Monate dann dauert
mein Leben schon achtzig Jahre hier auf dieser Erde. Ich fühlte
es in meiner Seele durch meinen Verstand, dass ich immer
gedrängt wurde, durch den Geist, diesen Herrn und Gott, den
ich aus meinem Leben kennen gelernt habe, einfach an alle
Menschen weiterzugeben. Aus meinem Leben zu berichten,
nicht um von mir zu schreiben, sondern etwas den Menschen
mitzuteilen, was ich gelernt habe. Also soll mein Heft als
Glaubensbekenntnis gewidmet sein.
Die Schwierigkeiten liegen darin, alles richtig zu formulieren
und vor allem verständlich zu schreiben. Wichtig ist auch, dass
alle Freunde diese Schrift richtig bis zum Schluss lesen und
dann im Gebet überdenken. Können sie es nicht annehmen,
nun dann bleibt meine Erkenntnis bestehen als anerkannte
Wahrheit von mir. Aber es soll doch keine Verwerfung anders
122
denkender Menschen bedeuten. Das liegt nicht im Willen
meines HERRN und ist auch nicht mein Auftrag. Wenn aber
Menschen unsicher sind und gleich zu anderen Menschen
rennen, sollten diese sich nicht beeinflussen lassen. Dann
sollten wir uns lieber aussprechen und in gegenseitiger
Achtung auseinander gehen. Jeder Mensch sollte seiner
Meinung sicher sein.
Auch möchte ich über die All-Aussöhnung noch etwas sagen.
Es ist sehr schlimm, wenn Gläubige diese Aussage aus dem
Gotteswort nicht richtig verstehen. Vor allem nicht aus meinem
Bericht verstanden haben. Unser Gott-Vater und Sohn wollen,
dass das ALL wieder ausgesöhnt wird. Wenn sich nun
Menschen über diese Aussage ärgern, dann bleibt diese
Aussage vor Gott richtig. Wenn jemand diese Auslegung in
ihrer Wirkung nicht verstehen oder begreifen will, so bleibt es
eine Erkenntnissache, worum der Gläubige beten muss. Ich
habe aber nicht in diesem Heft geschrieben, dass oder ob alle
Menschen errettet werden. Auch, dass das WORT aber von
drei Auferstehungen schreibt, ist letztlich die Wahrheit. Die
letzte Aussage von mir geschrieben, dass nach der zweiten
Auferstehung die letzte WELT auf dieser ERDE durch Feuer
und Schwefel verbrennt. Ich sehe daraus, dass kein Mensch in
einer ewigen Qual bleibt, weil Gott ein Gott der Liebe ist.
Meine lieben Freunde, ich habe mir soviel Mühe gemacht, als
einfacher Mensch den Gottesplan zu verkündigen. Ich habe
sogar mein Leben dazu offenbart, weil ich immer den Herrn
Jesus tief in meiner Seele trage, weil ER Mensch wurde für
uns. Warum? Weil wir aus der Schrift erkennen, wie viel
Mühe ER sich gab alleine zum jüdischen Volk zu sprechen. Es
sollen uns doch nur Bespiele sein, um daraus zu erkennen, was
123
unsere beiden Götter uns für 6000 Jahre Menschsein zubereitet
haben. Ich musste über diese beiden Themen schreiben, weil
ich unverständlicher Weise immer wieder daraufhin
angesprochen wurde. So wie ich schon über ein Thema AllAussöhnung berichtet habe. So auch darüber, dass Gläubige
aus anders denkenden Gruppen unsere neue Verkündigung der
ICHTHUS GRUPPE als eine zu große Verurteilung aller
Gläubigen sehen. Sie meinen, wir würden alle Menschen
verwerfen, die nun nicht auf die Wortteilung so konkret
eingehen. Das ist nicht unser Wollen. Wir fühlen uns lediglich
berufen, den Auftrag nach dem Wort vom Paulus und durch
den heiligen Geist des Herrn Jesus es so allen Menschen zu
sagen.
Wir aus unserer Gruppe möchten als Beispiel ein AntwortSchreiben weitergeben, wo wir auch eine Antwort erhalten
haben auf die gleiche Situation wie im oberen Absatz.
Ich danke für den Brief vom 27.12.03. Ich wollte niemanden zu
nahe treten, weder Dir noch Bruder Lamers. Wenn der
Eindruck entstanden sein sollte, ich würde Euch den Heiligen
Geist absprechen, so bedaure ich das. Denn es war definitiv
nicht so gemeint (und - wenn ich es recht sehe - auch nicht so
geschrieben). Gerade die gegenseitige Achtung, die Du zu
Recht anmahnst und die ich aber in deinem Brief und
Schrifttum vermisste, war es, die mich dazu führte, die
besagten Zeilen zu schreiben.
Denn mit der Aufforderung, den anderen mehr zu achten als
sich selbst (Phl 2,3), rennt Ihr bei uns sehr offene Türen ein.
Ich bin einerseits für eine saubere und gute inhaltliche und
124
zugleich auch intensive Diskussion jederzeit gern zu haben,
möchte dabei aber gerade nicht darüber die Frage diskutieren,
ob jemanden den Geist Gottes hat oder nicht. Das zu beurteilen
steht mir nicht zu. Arche Studienzentrum gez. Studienleiter.
Es soll unsere Stellung zu allen Gläubigen Menschen
offenbaren. Unsere Aufgabe ist es, nur die „Wiederkunft Jesus“
in dieser letzten Weltzeit als Verkündigung immer wieder im
Vordergrund zu stellen.
Meine Aufgabe ist es, die politische Weltzeit im Januar 04
auch bei der christlichen Verkündigung mit zu berücksichtigen.
Ich hatte dieser Tage erst darüber mit meinem Sohn Norbert
gesprochen und nahm es als Hinweis von Gott so auf, auch hier
in meinem Heft darüber zu schreiben, weil mein ganzes
christliches Leben verbunden war mit gewerkschaftlicher und
wirtschaftlicher Politik. Nur aus diesem Grund konnte ich mein
weltliches Leben verbinden mit Gottes Wirken für alle
Menschen. Deshalb konnte ich immer ein Verständnis im
Gemeindevorstand für menschliches Verhalten, das auch unter
den Christen immer wieder geschehen ist, aufbringen.
Es gab da als Beispiel für mich sehr viele Kämpfe, wenn in den
Familien der gläubigen Mitglieder die älteren Kinder nicht so
ihr Leben weiterführten, wie die Eltern es wollten. Das heißt,
wenn die Tochter schon ein uneheliches Kind bekommen
sollte. Auch schon bei geringen Anlässen, dass die Eltern oder
Kinder vor den Vorstand gestellt wurden, habe ich immer
eingegriffen und das menschliche Leben getrennt vom Leben
im Glauben.
So sehe ich auch die Welt ohne den berufenen Christen. Weil
125
ja auch unser HERR dieser Welt ihren Lauf lässt. Es bedeutet
für uns Menschen, diese Trennung von Gott zu erkennen.
Unser Gespräch ging nun da hinaus, dass die älteren Menschen
nun verpflichtet sind, in diese Weltpolitik einzugreifen, weil
die jetzige Führung dieser Welt egoistisch und korrupt ist. Die
jetzige Jugend und Nachfolger dieser Politiker schaffen es
nicht, eine neue Zeit zu fördern. Es gibt auch keine
gegenwärtige Partei mehr, die bei der nächsten Wahl gewählt
werden könnte. Nur die älteren Menschen mit ihrem Leben aus
der Vergangenheit, können eine Erneuerung schaffen. Es war
für mich eine Frage an Gott den Herrn, soll ich mit achtzig
Jahren noch zu den Grauen gehen? Sollte vielleicht mein
kleines Heft zur Aufklärung beitragen, wie wir uns als Christen
in dieser letzten Zeit verhalten sollen?
Für mich steht die Antwort ganz fest, dass diese Weltsituation
die Endzeit bedeutet. Der Zeitpunkt ist gegeben, nur unser
geschriebenes Wort hier in diesem Heft weiterzugeben. Für die
Welt brauchen wir Christen nichts mehr zutun. Die Welt als
solches durch Zeitung und Fernsehen tut genug und das ist der
Betrug vom Satan an alle Menschen heute. Ich hoffe, dass ich
auch jetzt verstanden wurde. Die Zukunft liegt in der Hand des
Herrn. Ich wollte jetzt im nachhinein über eine Zeit ca. 1960
schreiben, wo ich mit meiner Familie den drei Kindern schon
oft in Urlaub fahren konnte. Zuerst viel mit der Bahn; aber
später als wir uns ein Auto leisten konnten bis über Italien mit
dem Schiff und Auto nach Tunesien. Vorher über Italien mit
dem Schiff nach Jugoslawien und zurück. Ein andermal über
Spanien per Schiff nach Marokko und zurück. Einmal nach
Spanien über Madrid an die französische Küste nach Paris und
zurück. Das erste Mal mit dem Wagen vom Norbert, dann mit
meinem Fiat und einem Volkswagenbus über Rom nach
Tunesien. Ich will versuchen mit ein paar Bildern über die
126
Menschen dort zu berichten. Auch über unser gutes Verhältnis
mit den Kindern, dass wir als Eltern alles versucht haben
unsere Kinder vorzubereiten für ihr zukünftiges Leben. Ich
gebe allerdings zu, meine christliche Erkenntnis trug dazu bei,
die Kinder im Glauben zu fördern für ihr späteres Leben. Es
bedeutet, dass ich damals glaubte, auch im Sinne meiner Frau
richtig zu handeln. Wir glaubten die Kinder in sehr großer
Liebe für ihre Zukunft richtig eingewiesen zu haben. Aber in
den späteren Jahren stellte ich dann fest, dass meine Frau
vielleicht mit meiner strengen Erziehung der Kinder von ihrer
Einstellung zum Leben nicht mit mir einverstanden war. Wir
haben aber unsere Kinder bis heute geliebt und die Kinder
haben nie einen Familienstreit durchlebt. Erst seit einigen
Jahren höre ich in Familientreffen, dass vieles von meiner Seite
nicht richtig verlief und wir tragen es im Gespräch in Liebe
untereinander aus. Es macht mich noch heute traurig, wenn es
verkehrt gewesen sein sollte. Deshalb habe ich mich
entschlossen hier über mein Leben zu schreiben.
Ich möchte deshalb zum Verständnis über unsere
Lebenssituation berichten, ehe es dann später zur Vollendung
unserer schönen Autoreisen kam. Unser Lebensanfang als
Heimatvertriebene, politische Sowjetzonenflüchtlinge, an Leib
und Leben gefährdet, hatten wir einen schweren Anfang vor
uns. Die komplette Wohnung zu bekommen und auch
einzurichten, ein Auto als eigen zu nennen, bedarf einer langen
Zeit.
Heute am 26. Januar 2004 erhielt ich eine Nachricht mit der
Bitte, darüber zu schreiben, in welchen Körper wir bei dem
„Herrn Jesus“ weiterleben werden. Wir wissen aus der Schrift,
dass der Herr nach Seiner Auferstehung einen Zwischenkörper
hatte, womit ER sich nach dem letzten Treffen mit den Jüngern
127
in einer Hütte auf dem Berg traf. ER konnte dort unsichtbar das
Zimmer verlassen. Nachdem sahen die Jünger den Herrn gen
Himmel fahren. Wir wissen, wenn der Herr zum Gericht auf
den Oelberg kommt, dass wir und alle, die im Glauben schon
gestorben sind, mit unserer Seele in einem geistigen Körper
den Herrn auf dem halben Weg im Himmel begegnen. Dort
werden wir auf keinen Fall einen organischen Körper besitzen.
Wenn wir sichtbar in dieser Körperschaft der Welt gegenüber
stehen, kann es möglich sein, dass wir vielleicht in einen
Zwischenkörper gelangen, den Jesus nach Seiner
Auferstehung hatte. Weil das Gericht sichtbar für alle
Menschen stattfindet und der Herr Seine Gegner durch den
Geist aus Seinem Munde vernichten wird.
Die neue Welt, dann ohne Satan wird für Tausendjahre in
einem fleischlich organischen Körper weiterleben.
Wenn aber Christus mit Seiner Körperschaft auf dem Weg zu
den himmlischen Mächten kommt, um dem Gott-Vater für eine
Schaustellung zu dienen gegenüber der himmlischen Welt,
werden unsere Seelen nicht mehr in einem organischen Körper
leben. Unsere Seele wird ihre Vollendung finden in einem
unterlegenen geistigen Körper. Der geistige Körper, eine
Begrenzung, symbolisch ein Haus oder Wohnung für die Seele.
Das Herz, die fleischlichen Organe dienten der irdischen
Atmosphäre. Nur weil das Wort von Gott uns sagt, dass der
Mensch nach Seinem Bilde gemacht wurde, zeigt uns an, dass
diese geistige Form der Seelenbehausung dem menschlichen
Körper gleicht. Wir kennen eine biblische Aussage von Gottes
Person, dass die Erde der Schemel Seiner Füße ist. Was jetzt
aber wichtig ist, dass wir wissen es beginnt nach diesem
Gericht eine neue Zeit. Für ein Menschengeschlecht die geführt
128
werden von einem berufenen Volk, den Juden. Sie haben ihren
Messias bekommen nach der Entrückung und der ersten
Auferstehung. Sie leben für das tausendjährige Reich ohne
Einfluss vom Satan als seelisch natürliche Menschen und
werden aus der Natur für ihren organischen Körper Heilskraft
und Nahrung finden. Ich glaube, dass der weltlichen
Wissenschaft Grenzen gesetzt werden. Die Jünger sind dann im
Fleisch auferstanden und werden dann noch mal ihren Messias
der Welt verkünden. Sie werden ihr Reich verkünden mit der
Botschaft vom Herrn. Die Menschen, die diesen Aufruf nicht
hören, werden über das zweite Gericht kein Ewiges Leben
erhalten. Ich glaube, dass wir diese Verkündigung allen
Menschen in dieser letzten Zeit aus der Erkenntnis der Bibel so
verkünden dürfen. Dass wir auch allen Wissenschaftlern und
Forschern sagen können, wenn diese Begrenzungen von Gott
eingehalten werden, könnten sie vielleicht ein Gericht
überstehen.
Ich habe mein ganzes Leben viel über unsere menschliche
Zukunft nachgedacht und wollte Euch darüber erzählen. Es
kann durchaus möglich sein, dass die Erscheinung des Herrn
mit uns eine Erweiterung und Folge Seines HimmelfahrtKörpers sein wird. Deshalb bin ich in meinem Heft „Unsere
Auserwählung in Christo“ auf dieses Thema ganz besonders
eingegangen, dass auch die SEELE der Grundstock unserer
Errettung ist. Ich möchte hiermit allen meinen lieben
Mitstreitern in dieser Erkenntnis danken. Besonders den
Freunden aus Holland und wünsche ganz besonders meiner
Familie und Geliebten aus meinem Freundeskreis den Geist des
Herrn.
Ich habe nun viel überlegen müssen und habe auch mit dem
Norbert ein gutes Gespräch gehabt. Er ist der Älteste und war
1966 schon 17 Jahre alt. Seine beiden Schwestern folgten mit
129
neun und sechs Jahren. Unsere erste Reise war aber schon 1965
nach Aschau direkt in der Bucht von Eckernförde in der
Ostsee. Wir fuhren mit der Bahn und viel Gepäck nach
Eckernförde und wurden von einem Traktor mit Anhänger
abgeholt. Der Vermieter war ein Landwirt und bewohnte ein
schlossartiges Haus was sehr ansprach. Aber unsere Fahrt ging
weiter am Strand entlang bis zum Wasser runter und dort stand
ein kleines Fischerhaus. Zwei kleine Zimmer, der Vorraum als
Küche. Wir alle waren nach dieser anstrengenden Reise sehr
ermüdet und ich sagte den Kindern, wir fahren wieder nach
Hause. Der erste Eindruck war für mich so schockierend, weil
ich mit so einer Unterkunft nicht gerechnet habe.
Es war kein Strom und kein Wasser im Haus. Die vier Betten
waren ganz alte Eisengestelle mit brauchbaren Matratzen. Das
Wasser wurde in Kanistern gebracht und etwas weiter war ein
Campingplatz. Der Besitzer war unser Vermieter und wir
konnten dort die Waschräume und Toiletten benutzen. Auch
einen Lebensmittelladen mit einem Cafe fanden wir am
nächsten Tag vor. Wir hatten schon ein paar Tage später eine
nette Familie kennen gelernt. Sie nahmen uns mit ihrem Auto
zum einkaufen in den nächsten Ort mit. Wir blieben nun doch
dort und genossen die Ruhe, den Strand und die Einfachheit
damit zu leben. Wir konnten unsere Wäsche und Kleider, zum
Teil ungebraucht, wieder mit nach Hause nehmen. Mit der
Reinigung der Unterkunft gab es keine Probleme. Der
Fußboden war sowieso immer mit Strandsand belegt. Wir
lernten hier unser erstes Campingleben für die spätere Zukunft
kennen.
Ein Jahr später fuhren wir wieder mit der Bahn nach Großenbrode bei Heiligenhafen und hatten ein Apartment bei einem
Fischer. Dieser Ort liegt vor der Fehmarnbrücke in der
130
Lübecker Bucht. Für mich war es immer wieder ein Stück
Heimat und ich fand hier einen Fischerei- und Jachthafen vor.
Der Norbert hatte einen Schulfreund mitgebracht und konnte
sich mit ihm zum Teil alleine bewegen. Es war von der
Ordnung und Sauberkeit ein bequemer Urlaub, auch für uns
mit den Kindern. Landschaftlich ist es eine wunderbare
Urlaubsgegend und bietet viele Möglichkeiten zum
Zeitvertreib. Aber wir suchten uns eine gute Unterkunft für das
nächste Jahr in Heiligenhafen bei einer Familie in Stadtmitte.
Hier erlebten die Kinder dann einen richtigen Badeurlaub, weil
sie jeden Tag mit dem Boot über den Hafen zum Strand fahren
konnten. Vor Heiligenhafen ist eine schmale Landzunge
gelagert. Diese bildet den eigentlichen Dünenstrand. Dieses
erinnerte mich immer an den Strand von Swinemünde und
Ahlbeck. So lebten wir in Erinnerungen an unsere Jugendzeit,
die Heimat. Ich wollte auch hiermit die Erinnerung in meinen
Kindern wach werden lassen, dass sie Eltern hatten, von denen
sie geliebt wurden und die sich sorgten um ihr späteres Leben.
Aber ich glaube, dass Menschen durch ihren Glauben an Gott,
eine Verpflichtung in sich spüren so zu handeln.
Erst ab 1972 schaffte ich es, mir einen Fiat anzuschaffen. Mein
Glaube und die Einstellung ließen es nicht zu, etwas auf Raten
zu kaufen. Ich hatte den Führerschein zwei und es bedrückte
mich schon lange, kein Auto zu besitzen. Der Norbert machte
1971 seine Gesellenprüfung, kaufte sich ein Fiat gebraucht und
fuhr mit einem Freund noch am selben Tag nach Marokko. Wir
die ganze Familie mit Auto und Zeltausrüstung fuhren 1972
dann über Spanien die Küste entlang über Valencia, Almeria,
Malaga, Algeciras mit dem Schiff nach Tanger und begannen
eine Rundfahrt in Marokko. Ich will versuchen erstmal die Orte
aufzuzeigen und wir haben noch sehr viele Bilder die ich
beifügen kann. Wichtig für mich war es, Menschen und das
131
Land kennen zulernen. Ich bin auch dem Norbert gefolgt und
die Kinder hatten große Freude und munterten mich auf. Meine
Frau war nicht dagegen und die Kinder hatten schon ein gutes
Alter.
Wir als Eltern, der Norbert mit seinem Fiat und die beiden
Mädels waren fünf Personen und bereit für den Urlaub. In
Marokko trafen wir einen Freund vom Norbert der mit dem
Flugzeug wie vereinbart, dort eintraf. Von Tanger fuhren wir
die Küste am Atlantischen-Ozean entlang bis Rabat. Wir haben
immer in Städten mit guten Campingplätzen halt gemacht und
uns nach sehenswerten Objekten oder Landschaften
umgesehen. Was uns sehr interessierte, waren Menschen und
ihre Kultur. Für mich war es sehr wichtig, ihre
Glaubensrichtung zu erforschen. Wir fuhren weiter über
Meknes und Fes um inm Landesinneren mitten durch Marokko
zum Süden zu kommen nach Beni-Mellal. Ein hochgelegenes
Land mit einem großen Stausee, vor gelagert von einem
Gebirge. Die Campingplätze waren zum Teil herrschaftliche
Häuser und bewacht von Soldaten. Nach ein paar Tagen fuhren
wieder zur Küste nach Casablanca und El-Jadida von dort
besuchten wir die wunderbare Stadt Marrakesch. Wir machten
hier eine große Pause und nahmen in uns die Herrlichkeiten mit
Verstand auf. Es wäre ein langer Bericht, wenn ich die vielen
Eindrücke und Erlebnisse hier wiedergeben sollte. Es haben
schon soviel Menschen Bücher über diese Länder geschrieben,
das sollte nicht mein Ziel sein, sondern wie ich aus meinem
Leben zum Glauben an Jesus gekommen bin.
Unser nächstes Ziel war Agadir am Ozean. Wir mussten zur
Küste über Essaouira, einer Hafenstadt mit alten Stadtmauern
aber keinen guten Strand, weil es dort überwiegend
stürmisches Wetter gibt. Erst in Agadir, eine hochgelegene
132
Stadt mit einer tiefen Bucht vom Ozean geschützt. Zum Baden
für die Kinder durch flachen Wasserspiegel sehr geeignet. Aber
man musste über viele Stufen hinuntergehen. Die Stadt ist
bekannt für starke Erdbeben und wurde durch eine neue
Betonstadt ersetzt. Aber die Bauherren haben keine
Kanalisation berücksichtigt und so laufen die Abläufe zum Teil
offen und auch bedeckt durch die Stadt. Wir haben das sofort
wahrgenommen und uns gefiel die Stadt deshalb nicht.
Unser nächstes Ziel war der Süden zur Sahara Wüste nach TanTan. Neben dieser Stadt lag ein großer Fischereihafen ElQuatia in den Hafen mündete ein Fluss und wir konnten viele
Angler dort beobachten, weil die Flussfische hier von den
Ozeanfischen vernascht wurden. So hatten wir alle unsere
Beschäftigung und konnten uns daran erfreuen. Vor allem war
es die letzte sichere Straße vor der Wüste. Man merkte hier
schon an den verschiedenen Sanddünen, dass der Sandsturm
seine Auswirkungen zeigte. Marokko führte zu dieser Zeit
einen Wüstenkrieg gegen Mauretanien und beschädigte
Kriegsfahrzeuge kamen uns schon entgegen. Es gab hier
wunderbare Badestrände mit Campingplätzen und am Wasser
heller Wüstensand. Ich werde eine Landkarte von Marokko
und Tunesien sowie ein paar Bilder zur Ansicht im Anhang
beifügen.
Da Marokko selbst durch ein langes Gebirge vom Süden bis
zum Norden von der Wüste getrennt wird, nahmen wir unsere
Rückfahrt auf Landstraßen unterhalb des Gebirges durch
Wüstenorte nach Fes fort. Um den Weg nachzugehen, gebe ich
der Reihe nach die Orte an: Tafraoute, Taliouine,
QuarzazateTinerhir, Errachidia, Midelt Sefrou und FES. Alles
Wüstenorte. Unser erster Halt war in Quarzazate, eine größere
Wüstenstadt von vier Straßenrichtungen durchzogen von
133
Marrakesch über diese Stadt bis weit in die Wüste führend
nach M`Hamid. Immer an einem Fluss neben her, den QuedDräa, er endet in einem Stausee von Quarzazate und liefert ein
gutes Trinkwasser. Die andere Durchfahrt nutzten wir nach
Errachidia, auch sie hat einen Stausee und ist eine Stadt für
Wüstenmenschen. Ihre Straße in die Wüste ist nicht soweit wie
von Quarzazate bis M`Hamid. Wir hatten überall die
Gelegenheit zu Campen. Aber unsere Reise war noch lange
nicht zu Ende, obwohl wir über FES die Hafenstadt AlHoceima am Mittelmeer erreichen wollten. Die Stadt liegt an
einer steil abfallenden Bucht mit schwarzem Sandstrand. Ein
Nationalpark für Robben und Delphinarten wurde hier
eingerichtet. Vorgelagert im Mittelmeer sind zwei spanische
Inseln, Alcacala und Penon de Velez.
Wir fuhren die kurze Straße wieder zurück über Ketama und
Chefchaouen nach Tetouan. Chefchaouen liegt im Rifgebirge
und trägt deshalb den Namen Brunnenstadt, weil es durch die
an den Berghängen entspringenden Quellen über sehr viel
Wasser verfügt. Wir erkennen daraus wie wichtig das Wasser
in Afrika ist und was es den Menschen bedeutet. Durch die
ständigen Temperaturen, ist das Wasser für die Menschen
wichtiger als Brot. Ferner mussten wir nach dieser Rundreise
erkennen, dass Afrika geschichtlich ein hoch interessantes
Land ist. Ich möchte deshalb an die Berber erinnern, ein Volk
das im Glaubenskrieg stand und nur durch die Flucht bis ans
Salzmeer sich hier in dem Sandsteingebirge retten konnte. Wir
haben gesehen wie sie ihre Wohnungen in den Berg hinein
ausgehauen haben. Wir durften Ihre Wohnungen besichtigen
und waren auch eingeladen zum Tee. Ihre Räume waren
ausgelegt mit guten selbst hergestellten Teppichen, die sie auch
aus ihrer Heimarbeit in den Städten verkauften. Wir waren auf
dem Berg bis zur Spitze und sie zeigten uns Kammern, die sie
134
als Lagerräume benutzten. Sogar Lebensmittel, die hier zur
Erhaltung und Kühlung gelagert waren. Ich schreibe es aus den
Erlebnissen die hinter uns lagen, weil ich eigentlich nur
unseren Reiseweg erklären wollte. Ich komme nun zur
vorletzten Stadt Tetouan. Sie liegt oberhalb auf einem Gebirge
und der Häfen Media und Cabo Nero und wurden errichtet von
dem Volk Meriniden. Es war früher ein Unterschlupf für die
Piraten. Die Stadt mit Hafenanlagen wurde um 1399 von den
Spaniern zerstört. Die Stadt wurde wieder aufgebaut und wurde
1997 berühmt durch die weißen Häuser mit ihren Mauerbögen
und engen Gassen sowie Moscheen, Wallfahrtsstätte und
Heiligengrab.
Wir nahmen auch hier Abschied und fuhren 60 Kilometer nach
Tanger, eine Hafenstadt mit Flughafen. Eine Stadt zum Teil an
einer Steilküste, zum Hafen die Straßen abfallend und die
Häuser wie Schwalbennester angebaut. Wir verbrachten auf
einen Campingplatz, der stufenweise angebaut war, ein paar
Tage. Ich hatte große Sorge, weil meine Frau durchaus einen
größeren Teppich kaufen wollte. Aber unser Personenwagen
vom Norbert war so beladen und wir hatten schon eine
Gepäckhalterung auf dem Wagendach montiert. Wir kauften
dann einen Teppich von 1,60X 80 cm, er lebt noch heute. Ich
hatte immer Sorge, dass wir nicht mit dem Geld ausreichten,
aber zu Hause stellten wir fest, dass noch viel Geld übrig
geblieben.
Nach Tagen schifften wir in Tanger nach Algeciras in Spanien
ein. Ich möchte hiermit ein Überblick geben, in welchen
Ländern wir unsere jährlichen Urlaubsreisen mit dem Auto
durchführten. Anschließend für das nächste Jahr kaufte ich
einen gebrauchten VW Bus und wir fuhren mit sechs Personen,
die beiden Mädels, Norbert mit einem Freund und wir als
Eltern nach Tunesien. Eine Fahrt vor und eine Fahrt nach der
135
Wiedervereinigung Deutschlands nach Jugoslavien. Zwei
Rundfahrten durch Spanien über Frankreich. Dann mit
Norberts Auto noch mal nach Tunesien und dem Bus nach
Marokko. Die Bilder, die im Heft beigelegt wurden, von
Tunesien, stammen aus der zweiten Autofahrt mit meiner Frau,
Norbert und mir. Zwischen diesen Jahren waren wir zweimal in
Kanada bei Toronto und ein Stück in Amerika.
Ich habe deshalb in meinem Heft Landkarten von
Swinemünde, der Insel Usedom und ein zwei Bilder von
Swinemünde in schwarz weiß beigefügt.
Für beide Fahrten nach Marokko und zwei Fahrten nach
Tunesien habe ich eine Landkarte in schwarz mit unserem
Reiseweg beigelegt. Ich habe alles in farbig liegen, falls das
Heft veröffentlicht werden kann. Beim farbigen Abdruck kann
man die zwei jeweiligen Fahrten in gelb und rosa, besser
erkennen. Ich weiß noch nicht, ob ich die Karte von den beiden
Rundfahrten in Spanien, ebenfalls für dieses Heft kopieren
soll? Nachdem ich für die erste Tunesienreise einen VW Bus
gebraucht gekauft habe und ich mit diesem Bus einem Unfall
vor Rom hatte, war der Bus so stark beschädigt, dass Norbert
für die späteren Jahre einen Fiatbus kaufte. Von dem Unfallbus
und Norberts Bus werde ich am Anhang ein paar Bilder
ebenfalls beilegen.
Und nun möchte ich darüber schreiben, warum meine
Lebenserfahrung mich zu Christus geführt hat. Ich konnte in
Tunesien und Marokko erkennen, dass über die christliche
Lehre von 2000 Jahren hinaus, eine göttliche Geschichtszeit
über Afrika von 4000 Jahren über diese Welt ging. Es hat
136
schon immer religiöse Kriege in Afrika gegeben und ich habe
sie deshalb auch in meinen Berichten zum Ausdruck gegeben.
Was mir früher gar nicht so bewusst wurde; immer hat man
von Göttern gesprochen, was die Kirchen noch nicht mal in
ihren Wortverkündigungen kundtun. So hatte schon damals
unser Gott zu den damaligen Menschen gesprochen. Damals
sagten sie Allah und Mohamed war ein ähnlicher Prophet, aber
kein Gottes-Sohn! Wie ich das Leben unter den Berbern
kennen lernte, wusste ich, dass es gute, friedliebende,
zufriedene und arme Menschen sind. Wir sehen auch aus
diesem Werdegang, wie groß Gottes Liebe, Gnade und Geduld
zu den Menschen ist. Es ist wirklich ein langer Erziehungsweg
den unser Gott für uns bereitet hat. Die letzten werden die
Ersten sein! Hier finden wir für alle früheren Aussagen die
Erklärung. Mir half das Erlebte in vielen offenen Fragen, den
Gottesplan besser zu verstehen. Es rettet uns von vorzeitigen
Verurteilungen anders denkender Menschen.
Ich möchte deshalb nur noch über die erste Busfahrt nach
Tunesien mit Norbert und seinen Freund Jochen, Gabriele und
Marion sowie meiner Frau und mir schreiben. Über unsere
Rückfahrt von Marokko über Spanien nach Hause, habe ich
nicht geschrieben, weil sich die Rückfahrt von Algeciras über
Spanien noch mal wiederholt.
Unsere Abfahrt nach Tunesien beginnt von Bochum über
Frankfurt, Zürich, Milano, Bologna und durch ganz Italien über
Rom. Dann die Autobahn E45 über Napoli nach Messina auf
Sicilien. Um auf die Insel Sicilien zu kommen, bedarf es einer
kurzen Überfahrt mit einer Autofähre. Wir fuhren dann über
Palermo zum Hafen nach Trapani. Von hier konnten wir dann
mit einer großen Autofähre über das Mittelländische Meer nach
137
Tunis in Tunesien überschiffen.
Ich habe jetzt den Wunsch eines guten Freundes erfüllt und
damit den Reiseweg von Bochum bis zur Schiffsüberfahrt
genau aufgezeigt, vielleicht will auch jemand diesen Reiseweg
nachfolgen. Ich möchte nun über eine Begebenheit berichten
die mir persönlich bei Rimini passiert ist. Wir hatten nach
Ravenna am Adriatischen Meer einen Abstecher gemacht und
ich fuhr auf einer Fernstraße, die autobahnähnlich ausgebaut
war nach Rimini. Kurz vor dem Ort war zur linken Seite eine
große Tankstelle. Ich überholte noch weit vor dieser Tankstelle
einen Tankwagen mit Anhänger, wir waren soweit vorne, dass
wir den Fahrer sehen konnten; aber er behauptete nachher, uns
nicht gesehen zu haben. Er schlug deshalb sein Tankfahrzeug
links über die zweite Straßenspur ein und wollte an der
Tankstelle über die Gegenspur fahren um Benzin abliefern. Ich
konnte nur noch vor ihm, über die Gegenfahrbahn auf die
Tankstelle fahren und sofort rechts einschlagen und an der
Einfahrt für die Gegenfahrbahn, die Tankstelle über die linke
Gegenspur wieder verlassen. Nach einem Gespräch mit meiner
Tochter Marion heute, am 3.02.04 möchte ich zu diesem
Unfall noch eine Erklärung abgeben. Die Tankstelle war weit
zurück von der Straße angelegt. Der VW Bus hatte die
Schiebetür hinter den Beifahrersitz und die Stoßstange vom
Tanklastzug, hatte noch den hinteren Teil meines Busses
beschädigen können. Meine Mitfahrer konnten somit nachher
diese Tür, nicht öffnen. Da ich einen weiten Bogen nach rechts
fahren musste, berührte ich mit meinem Seitenspiegel ein
Blechschild das am Kasseneingang der Tankstelle stand. Der
Seitenspiegel zerschmetterte.
Unser Glück war, dass uns „der Herr“ in Seiner Führung
bewahrte, indem beide Fahrspuren zu dieser Zeit nicht
138
befahren wurden. Ferner wurde durch die Geschwindigkeit und
der scharfen Kurven der Wagen vor einem Kippen bewahrt.
Erst als ich den Wagen auf der Fahrstraße hatte, konnte ich den
Wagen zum Halten bringen. Beschädigt wurde die rechte
Schiebetür vom Bus. Wir mussten deshalb Rimini anfahren
und die Polizei schickte uns Autoschlosser für eine notdürftige
Reparatur. Der Norbert war wunderbar, als Beifahrer hat er
nichts getan, wogegen die Anneliese schrie und mir ins
Steuerrad greifen wollte. Es soll keine üble Rede sein; aber ich
möchte jeden Beifahrer oder Mitfahrer sagen, in solchen
Situationen kann man nur Stoss-Gebete verrichten und die
Nerven behalten. Wir haben noch Stunden mit dem Fahrer und
der Polizei dort in der Tankstelle gesessen. Es war ganz klar,
dass der Fahrer vom Tankwagen nicht die rechte Spur nach
links verlassen durfte, ehe er sich bewusst wurde, dass die linke
Spur frei ist. Aber der Mann war nachher selber so schockiert,
dass er eine lange Pause machen musste. Für mich fuhr dann
Norbert die nächste Streckenzeit. Was ich als Fügung Gottes
sah, war, dass ich die Kurve vor dem Tankwagen nach rechts
geschafft habe, sonst wäre ich in das Gebäude gefahren.
Andernfalls wäre der Tankzug explodiert und kein Mensch
hätte dieses Unglück überstanden.
Für uns gab es ein Problem, ob unsere Reise weitergehen
sollte. Aber alle sagten trotz des Schadens, es geht weiter! Wir
fuhren nach Rom, machten auf einem Campingplatz Pause weil
uns die Polizei eine Anschrift vom deutschen Konsulat und
einen Rechtsanwalt gegeben hatte. Ich möchte nur noch
mitteilen, dass ich später eine Geld Entschädigung bekam, die
höher war, als mich der Wagen gekostet hatte. Ich werde ein
paar Bilder vom Wagen nach dem Unfall, am Anhang
beifügen.
139
Wir kamen in Tunis an und mussten uns entscheiden ob wir
nach Tabarka zum Übergang nach Algerien zuerst wollten,
weil wir unsere Rückfahrt über Algerien geplant hatten. Aber
wir entschieden uns, gleich unsere Küstenfahrt über Mahdia
und El-Djem, durch zu führen. Uns bewegte das gewaltige
Bauwerk, das römische Amphitheater aus dem 3. Jahrhundert
in der damaligen Stadt Thiysdrus inmitten einer fruchtbaren
Agrarlandschaft. In Sfax
überlegten wir uns zur Insel
Kerkennah überschiffen zu lassen. Wir taten es nicht und
erfüllten uns den Wunsch bei der zweiten Reise nach
Tunesien mit Norbert und meiner Frau. Nach einer kleinen
Pause wie immer, führte uns die Fahrt über Gabes nach
Medenini. Hier wurde unser Wunsch und Sehnsucht erfüllt, die
Insel Djerba zu besichtigen. Wir sahen hier die künstlich
aufgeschwemmte Straße von dem damaligen französischen
Kayser Napoleon, diese Insel wurde zu seiner Lieblingsinsel.
Wir konnten es nur nach einen längeren Aufenthalt in einer
Apartmentwohnung bestätigen. Eine Insel nur aus weißem
Strandsand und mit Palmen und Grünland bestückt. Gepflegte
Straßen und alles zugänglich für Autoverkehr.
Zurück, in Medini angekommen, begann eine lange Fahrt über
die Straße an der Wüstengrenze entlang, über Gebirge und
Engpässe die uns sehr viel Ängstlichkeit einflösste. Ich habe
versucht an den Bildern Verständnis zu erwecken und trotzdem
war für uns das Hotel in Douz am Wüstenanfang eines der
schönsten Erlebnisse. Hier am Ende einer ehemaligen Welt, wo
vielleicht einmal ein großes Meer war, voller Salzgehalt und
nun ausgetrocknet, ein Salzmeer geworden ist. So kann ich mir
Gottes Wirken vorstellen, dass hier einmal Gericht
stattgefunden hat. Wo hier eine Quelle ist mit kochendem
Wasser, hier wurde das Hotel gebaut mit einem großen Bad,
wo das Wasser mit kaltem Wasser geregelt wird. Wo auch
140
dieses Wasser weitergeleitet wird um Oasen zu bewässern. Wir
machten Kurzfahrten von hier über Kebili nach Tozeur, aber
fuhren diese Straße über das Salzmeer nur bis zur Hälfte. Ich
habe ein paar Bilder von hier beigefügt, auch vom Gebirge
Dahnar wo sich die Berber angesiedelt haben. Es wahr schon
ein großes Erlebnis was ich gar nicht alles so wiedergeben
kann. Ich weiß auch nicht, wie es bei meinen Kindern heute so
nachvollzogen werden kann. Ich kann heute nur schreiben, dass
diese Erlebnisse viel dazu beigetragen haben, Gottesmacht
richtig zu erkennen. Vor allem nicht so mit Zeitrechnungen
umzugehen, wie es unsere Forscher heute immer wieder
praktizieren. 6000 Jahre Bibelzeit ist schon eine gewaltig lange
Zeit.
Von Douz fuhren wir dann über Kebilli nach Cafsa und
Kasserine wo wir eine Pause machten. Fuhren dann nach
Kairouan man nennt sie dort die „Heilige Stadt“, denn sie ist
das geistig religiöse Zentrum des Landes. Man könnte
eigentlich von Heiligkeit nicht sprechen, wenn man ganz
offiziell sieht, dass bei dem Massenandrang von Menschen,
soviel geklaut wird. Ich hatte bei einer Autofahrt beobachten
können wie ein Autofahrer tankte und ein Junge diesem Mann
die Geldbörse aus der hinteren Hosentasche zog. Was sollte ich
machen, an der Autoeinfahrt war ich vorbei. Es ist eine alte
arabische Stadt umgeben von hohen Mauern in steppenartigem,
trockenem Gebiet. Wie ich dort hörte, gegründet im 7.
Jahrhundert. Ich habe noch heute eine kleine Werbeschrift für
Deutsche, die ich übertragen möchte: Arabische Reiterheere
waren an wüstenhafte Umgebungen und spartanische
Lebensweise gewöhnt. Hier errichteten sie ihre Hauptstadt und
von hier aus verbreiteten die Streitkräfte Allahs ihren
islamischen Glauben. Geblieben ist eine sehr ursprüngliche
arabische Altsstadt mit engen Gassen, Moscheen und
Minaretten, Koranschulen und stattlichen Bürgerhäusern
141
umgeben von noch alten Stadtmauern.
Ich hoffe, wir erkennen hier, wie wichtig es mir wurde durch
unsere Reise den moslemischen Glauben vom Grundstock her,
zu lernen diesen Glauben zu erkennen und zu begreifen. Wie
gefährlich diese Glaubensrichtung für uns Christen ist. So wie
schon Abraham aus dieser Religion von seinem damaligen Gott
aus diesem Land hinaus gewiesen wurde, so haben wir nun das
Evangelium vom Paulus. Daran müssen wir auch glauben, dass
Gott durch Seinen Sohn eine Zeit der Gnade über Seinen
Jünger Paulus an uns verkündet. Mir viel es wie Schuppen von
den Augen, hier leben Menschen, die an Allah glauben, wie
auch Abraham glaubte an den selben Gott; aber Kämpfen und
Kriege führen gegen Menschen, die nicht ihren Glauben
annehmen.
Wir fuhren nach diesem wunderbaren Aufenthalt weiter über
Makthar, Dougga, Testeur und Mejez El Bab nach Tunis. Auch
hier konnten wir direkt am Hafen unser Zelt aufschlagen, die
Kinder und meine Frau schliefen im Bus weil viele Ratten des
Nachts rumliefen. Wir als Männer legten uns im Schlafsack auf
eine breite Kaymauer. Wir mussten beweglich bleiben, um in
Tabarka eine Einreise über Algerien zu bekommen. Unser
Rückweg war geplant über Tanga mit dem Schiff nach Spanien
zu kommen. Aber nach zwei Tagen Wartezeit gaben sie uns
keinen Pass, wir mussten mit der Autofähre von Tunis nach
Trapani auf Sicilien überschiffen.
Über Palermo, Messina, Consenza und Taranto machten wir in
Bari, einer großen Hafenstadt an der Adria-Küste, Rast. Ich
musste meinen Mädels viel versprechen, damit sie
einverstanden waren mit der Schiffsfähre nach BAR in
142
Jugoslavien rüberzuschiffen. Wir fuhren über Dubrovnik,
Split, Rijeka und Triest nach Deutschland. Mit der Autofähre
hatten meine Kinder nicht so gute Erfahrung gemacht, weil
eine Fahrt übers Mittelmeer nicht ohne schaukeln durchstanden
werden musste. Aber trotzdem konnten wir später mit einer
Tochter, meiner Frau, dem Norbert und seiner Frau die schon
schwanger war, sowie mir, mit Norberts Fiatbus noch einmal
nach Marokko fahren. Ich habe deshalb auf dieser Autokarte
zwei Wege eingetragen. Nachdem die Kinder schon
selbstständig waren, sind meine Frau, der Norbert und ich noch
mal mit Norberts Fiat im Oktober zum zweiten Mal nach
Tunesien gefahren. Auch hier habe ich auf der beiliegenden
Karte in gelb die zweite Fahrt aufgezeichnet. In den schwarzweiß Fotokopien ist es schlecht zu erkennen. Über unsere
Reisen durch Spanien und Jugoslavien will ich nicht mehr
berichten. Auch über zwei Flüge nach Kanada zu meinem
Bruder und die Rundreisen mit dem Auto durch das große
Land. Ich hoffe, dass dieser kleine Lebensbericht manchem
Leser etwas zu sagen hat. Mir ging es hauptsächlich darum, aus
diesem Lebensweg unseren Herrn und Retter aller Menschen,
zu erkennen.
Meine lieben Freunde, wer solange eine Lust oder Freude
verspürt hat, meinen Lebenslauf in so einer großen Fülle
aufnehmen konnte, den möchte ich hiermit als meinen Freund
benennen. Heute am 8.02.04 will ich deshalb noch manches
schreiben oder sagen, weil ich sonst meine Gedanken nicht zur
Vollendung bringen kann. Jeder Tag heute in dieser letzten Zeit
durch die vielseitige Kommunikation bringt uns immer wieder
neue Antworten und auch Bestätigungen für die Richtigkeit
unserer aufgeführten Wortverkündigung. Ich wollte deshalb
gerade in meinem kleinen Heft zeigen oder beweisen, dass wir
aus unserem Leben nicht nur Gott, sondern diesen Jesus als den
143
Sohn von Gott erkennen sollen. Ich habe gerade deshalb durch
die Reisen der Länder nicht nur in Europa, sondern bis zum
Balkan oder Nord Afrika hinaus. Auch selbst der Hitlerkrieg
gab mir die Gelegenheit, Mittel- und Südrussland bis zur Krim
und über die Ukraine hinüber nach Rumänien die Länder
kennen zulernen. Und gerade diese Tage sah ich von der Zeit
der deutschen Gefangenen in Sibirien und das Leben der
Menschen in diesen verlassenen sibirischen Wäldern. Auch
dass das große Russland noch immer nicht das Land für die
Menschen in Tschechinien frei gibt. Ich sah ein Schiff von
Jugoslawien bestückt mit über 1000 Juden, die nach Jerusalem
wollten und wahrscheinlich von einem russischem U Boot
versenkt wurden. Sollten sich diese Verfolgungen von
Menschen immer wiederholen? Ich sah die Wüste Sahara mit
ihren Randgebieten und den beginnenden Vorgebirgen bis hin
zu Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko im
Fernsehen gestern. Wir haben gehört durch das Fernsehen und
Zeitungen, Entführungen von Deutschen und anderen
Ausländern. Menschen, die in diesen Ländern Urlaub machten
und die Länder die zu Nord-Afrika gehören. Alles Gebiete die
wir vor Jahren an den Berghängen durchfahren haben, immer
über Gebirge und aufgeworfenen Sand aus der Sahara.
Es war für mich eine Zurückführung zu dem, wie wir es erlebt
hatten in unseren Urlauben. Als ob sich die Zeit zurückdrehte,
in die Hitlerzeiten, nicht nur in Deutschland. Sondern nun auch
Europa. Diese taten es, wie im Fernsehen gezeigt nicht anders.
Auch wenn wir selbst in der Wüste viele Oasen vorfinden, wo
nur eine Wasserquelle zu finden war, dort blühte alles und die
Menschen konnten dreimal im Jahr ernten. Das alles haben wir
erlebt und fragten uns immer wieder, was war wohl einmal das
große Afrika. Kein Mensch kann hier ermessen, was vor 6ooo
Jahren hier geschah. Selbst in der Wüste oder im Steppengebiet
144
gibt es Oasen, wo die Menschen leben können. Auch vor 2000
Jahren hatten sie ihre Götter, ganz abgesehen von den Moslems
oder ihren Islamischen Glaubensrichtungen. Budda oder wie
sie sich auch alle nannten oder heute noch nennen, aber es
waren keine Gottes-Söhne. Die Erde ist ja auch älter als 6000
Jahre und das wird auch kein Gläubiger bestreiten wollen. Dass
sollten aber unsere Forscher berücksichtigen und deshalb ist es
gut, dass wir uns einmal diese Welt anschauen konnten, um die
große Schöpfung von Gott-Vater zu begreifen, vor allem zu
erkennen, dass es mit Sicherheit mehrere Welten auf dieser
Erde gab. Alles hängt ganz einfach von unserem Glauben ab,
haben wir die Kraft dazu, es so aus des Herrn Hand
anzunehmen?
Aber wie es auch jeder bewerten möge, Gott hatte zu jeder Zeit
anders zu den Menschen geredet. Deshalb möchte ich auch alle
Menschen bitten, die Zeiten wo JESUS lebte und ER zu
Seinem jüdischen Volk lehrte, ER somit nur zu Seinem Volk
sprach! Selbst Seine Jünger waren nur Seine Nachfolger,
berufen, alle Juden vorzubereiten für dass königliche Reich
von 1000 Jahren. Wieder eine Begrenzung für eine jüdische
Heilszeit
So wie die Weltreiche für unsere jetzige Erde bestimmt sind für
die Juden, so ist das Evangelium vom Paulus die letzte und
dritte Stufe der Verkündigung vom Paulus nur für Juden oder
Heiden, die den Sohn von Gott-Vater erkennen können und
auch an IHN nur glauben wollen. Eine Heilszeit nicht für
diese alte ERDE, sondern für Menschen mit einer himmlischen
Berufung.
Was für mich durch diese Reisen bewusst wurde, es mögen
viele Menschen glauben; aber nicht nach dieser Erkenntnis.
145
Die Auswirkungen liegen darin, dass es in den Ländern ohne
christlichen Glauben immer Kampf Unterdrückung und
Rücksichtslosigkeit gab. In der 2000 jährigen Christenheit gab
Fanatiker, Menschen ohne Erkenntnis und Weisheit Gottes,
die nichts von der Wortteilung des Wortes-Gottes begriffen
haben. Menschen, die Juden als ihre Feinde erkannten und
nicht den Gottesplan begreifen konnten, dass Gott-Vater noch
nicht Menschen gefunden hatte, die für eine Erlösung mit
Christus für alle Menschen fähig sind. So sieht es auch in den
Gemeinden und staatlichen Kirchen aus, die von Menschen
geleitet werden und die da noch glauben etwas für Gott tun zu
müssen. Wir sehen es auch bei unseren Politikern, einfach bei
allen Menschen die mit diesem Dienst Geld verdienen. Ich
denke einfach so und kann es auch in aller Welt aussprechen
und hier in meinem Heft schreiben.
Für mich bleibt David einfach ein Vorbild. Aber wir können in
der Bibel lesen, dass auch er im Wohlstand seine Verpflichtung
später vergessen hatte. Und das erleben wir immer wieder, dass
die Menschen vielleicht bis heute noch nicht zum Werk Gottes
berufen sind. Wenn Seine Körperschaft bereit steht, wird ER
uns holen. Ich habe deshalb auch keine Sorge wenn ich täglich
um SEIN Kommen bete, weil sich dann alles Weitere erfüllen
wird. Wir können nur und müssen auch dafür beten, dass es ein
Ende gibt.
Nun will ich noch darüber schreiben, was ich vorhabe. Ich war
mir nicht ganz sicher, ob ich über die weiteren Reisen
schreiben soll? Ich habe deshalb grundsätzlich schon mitgeteilt,
welche Reisen wir überhaupt in der jährlichen Urlaubszeit
unternommen hatten. Als Angestellter und Schwerbehinderter
hatte ich immer das Glück, mit den zwei schulpflichtigen
Kindern in den Sommerferien für sechs Wochen den Urlaub zu
146
gestalten. Ich war wegen meines Berichtes für dieses Heft
deshalb heute beim Norbert und wir konnten feststellen, dass
der Norbert von unseren gemeinschaftlichen Urlauben jeweils
einen Film gemacht hatte. Ich werde Morgen die Filme von
Marokko, Tunesien, Jugoslawien und Griechenland sowie
Kanada auf eine DVD übertragen lassen. Ich habe dann vor,
zu diesem Film vielleicht bei Musik, einen Bericht zu geben.
Ich hoffe, dann meinem Heft oder Büchlein ein gewisses
Interesse zu verleihen. Ich könnte auch noch viel über unsere
christliche Lehre berichten; aber ich muss immer wieder auf
meine kleine Schrift „Unsere Auserwählung in CHRISTO“
hinweisen. Ich habe hier ausführlich nach der neuesten
Sprachwissenschaft übertragen durch die Konkordante Bibel
aus Pforzheim, berichtet. Auch sind hier im Anhang wahlweise
18 Kassetten über vielerlei Themen, zur Auswahl gestellt.
Ich werde auch noch ein paar Bilder von meinem VW Bus hier
als Abschluss beifügen, damit man ersehen kann, dass es
unsere erste Tunesienreise war. Ich wünsche, dass diese kleine
Ausführung allen Lesern den Weg öffnet zum Glauben an
Christus. Heute, am 12.02.2004 möchte ich ganz besonders auf
die geweissagte Prophetie aus dem Alten sowie Neuem
Testament berichten, in wieweit sich diese auf unsere heutige
Weltzeit erfüllt hat. Ganz besonders die Prophetie vom Daniel,
der uns die Weltzeiten darlegt in Form eines männlichen
Körpers, wo die verschiedenen Reiche dargestellt werden
(Daniel Kapitel 7). Erst bei den Füßen angefangen können wir
entnehmen, dass sich alle seine Aussagen vom Daniel bei den
Füßen, mit den Aussagen vom Johannes in seiner Offenbarung
übereinstimmend decken.
Ich musste erst diese Vorrede halten, um allen Menschen
verständlich zu machen, warum wir nun in dieser letzten
147
Weltzeit leben. Der Herr selber hatte deshalb seinen Jüngern
gesagt: Erst wenn die Welt von ewigen Frieden und Sicherheit
spricht, dann werde ich kommen! Diese Prophetien für die
Endzeit sehe ich persönlich als jetzt gekommen. Ich möchte
deshalb als Abschluss, für meine christliche Verkündigung
durch dieses Heft oder sogar Büchlein, wenn wir mein erstes
Heft mit einbeziehen, diese Prophetie ganz in den Vordergrund
stellen.
Schon im ersten Weltkrieg oder auch nach dem zweiten Krieg
hatte man geglaubt, jetzt sind es die letzten Tage. Aber es war
von keinem Weltfrieden und Sicherheit die Rede. Erst als man
Europe sinnbildlich und ganz besonders Deutschland aufteilte,
wollte man ein gesamtes und einiges Europa schaffen. Daher
mein Stichtag der 1.Mai 2004, wo alle europäischen Grenzen
fallen werden. Für Länder im Westen, im Norden und im
Süden, ganz besonders für Polen, Litauen, Lettland, Estland
und Ostpreußen bis zur russischen Grenze. Nun aber eine große
Ausnahme das ehemalige deutsche Königsberg, ganz
eingeschlossen in Europa, soll der Russe behalten.
Ja, wir als Christen müssen wir hier nicht auch einmal politisch
begreifen und denken? Sollten wir dieses Geschehen nicht als
Grenze, der Aussage vom Daniel und als Aussage vom
Johannes sehen. Ich möchte es deshalb aller Welt sagen und
hier auch schreiben. Ich glaube wir leben in dieser letzten
Weltenzeit. So habe ich auch mit all meinen Gedanken im
Glauben an das Wort-Gottes und die Erkenntnis und Weisheit
die „ER, Gott-Vater“, mir über unseren „Herrn Jesus“ durch
Seinen Geist geschenkt hat, niedergeschrieben. Nur deshalb,
habe ich immer wieder daraufhin gewiesen, betet nur diesen
„JESUS“ an! ER ist der alleinige Retter aller Menschen und
wir seine begnadeten Sünder. Warum begnadete Sünder? Weil
148
wir in unserem fleischlichen Körper immer in täglicher
Anfechtung vom Widerwirker stehen, bis wir alle durch die
erste Entrückung einen geistigen Körper erhalten.
Nun wollte ich zu unserem neuen Europa ab 1.05.2004 noch
etwas schreiben, dass sich unsere Europapolitiker alles sehr
leicht gemacht haben. Alle europäischen Länder behalten ihre
jetzigen Verwaltungsgrenzen und das ehemalige deutsche
Ostpreußen verbleibt somit unter polnischer Verwaltung. Das
ehemalige Deutschland von seinen früheren Grenzen erhält
nicht seine einheitliche Zusammenfassung und vertriebene
Menschen erhalten keine Rechtfertigung. Wir erkennen daraus,
dass sich auch die zweimalige Vertreibung des jüdischen
Volkes, geschichtlich unter den Völkern immer wiederholt hat.
Menschen sind deshalb nicht fähig einen gerechten Frieden
unter den Menschen zu schaffen.
Das gibt uns Menschen in dieser Weltgeneration immer die
Sehnsucht, auf das Kommen des Herrn mit Freude zu warten.
Darum wurde dem Daniel die prophetische Verheißung für alle
Menschen gegeben, auf das Ende des letzten Weltreiches zu
warten. Ich wünsche so sehr, dass meine beiden kleinen
Schriften einmal vielen Menschen zugänglich gemacht werden
könnten. Ich freue mich, dass ich die Geschwister aus Holland
gefunden habe und den Bruder Harry Lamers, Rene Lemmens
und die Schwester Catharina Houwen vorstellen kann. Wir als
die ICHTHUS GRUPPE wollen diese Verkündigung der
Paulinischen-Wortteilung allen Menschen verkünden. Möge
deshalb unser „Herr Jesus“ uns bei dieser Arbeit zur Seite
stehen. Es ist ungeheuer wichtig wenn wir uns beauftragt
fühlen, etwas für die Gerechtigkeit tun zu müssen, sei es auf
dem sozialen Gebiet oder für Christus und der christlichen
149
Lehre, dass wir uns zusammen tun mit gleichgesinntenMenschen. Nicht in einer organisierten Gruppe wie wir sie
leider in beiden staatlichen Kirchen oder in den vielen
Gemeinschaften vorfinden. Die geistige Körperschaft Christi
wird nur berufen und gesammelt durch den Geist Jesu. Ich
habe deshalb in meiner ersten kleinen Schrift, die Grundregeln
für die Körperschaft Christi, ganz klar aufgezeigt. Wer auch
immer dafür Interesse zeigt, kann alle Erläuterungen zu dem
Gotteswort aus meinen Wortverkündigungen auf Kassette und
CDs entnehmen.
Was waren nun meine Beweggründe diese Hefte für Menschen
zu schreiben? Es war die Liebe zu Gott und Christus die ich
selber erfahren habe und nun allen Menschen weitergeben
möchte. Dass die Welt in der Zeit 2004 vor dem
Wiederkommen des Herrn Jesus und Gottesssohn steht. Noch
nie wurden die Medien bis ins Haus, durch das Fernsehen und
Zeitschriften mit religiösen, wirtschaftlichen und politischen
Ereignissen, gefüttert. Dazu kommen die unerwarteten
Ereignisse und Katastrophen in dieser Welt. Die junge
Generation wächst in so einer hoch entwickelten technischen
Zeit hinein, dass die Forscher soweit sind und Flugkörper in
den Kosmos schicken um zu erfahren von welchem Stern der
erste Mensche gekommen ist. Betrug auf allen Gebieten, der
Mensch versucht aus allem Geld zu machen.
Ich wollte einfach ein Mensch sein, der nicht zu allem
schweigt. Soviel Menschen haben die Gelegenheit öffentlich zu
sprechen, aber sagen sie auch letztlich die göttliche Wahrheit,
dass über alles Gott-Vater und Gott-Sohn Seine Hand über
diese Welt hält. Ich glaube, dass diese letzte Zeit ihren Einzug
hält und zu dieser Erkenntnis sollen meine Hefte beitragen. Wir
leben auch jetzt im März 24.03 2004 in einer bewegten Welt
150
politischen Lage, die uns eigentlich das biblische
Weltgeschehen ganz klar bewusst werden lässt. Erkennen
können wir es an dem großen Angriff der Mosleme an dem
Bahnunglück in Spanien, was erst zwei Wochen zurück liegt.
Wir haben ebenfalls vor zwei Tagen gehört die Liquidierung
des Scheichs Ahmed Jassin, den Gründer der arabischen
Hamas Gruppe, die gegen dem jüdischem Staat aufruft, sie zu
vernichten und darüber hinaus den amerikanischen Staat und
die christliche europäische Welt durch den heiligen Krieg für
ALLAH zu organisieren und einen ihrer Meinung nach, durch
Terror mit Gewalt zu schaffen. Sie wollen es tun, aus ihrem
Glauben heraus, tun zu müssen. Dass ist ihr Auftrag im
Nahmen von ALAH. Zu dem Geschehen am 20. März seitens
des israelischen Militärs auf palästinischen Bodens des
Gazastreifen gegen Extremisten Führer wurde die gesamte
Spitze der Hamas-Gruppe ins Visier der Juden in Israel gestellt.
Wir können daraus erkennen, was uns die christliche Lehre in
der Offenbahrung für die kommende Endzeit offenbart. Dass
sich die Gegner des jüdischen Volkes in dem Tal vor dem
Ölberg versammeln zum Angriff auf Jerusalem.
Hinzu kommt, dass die Extremisten in einem Land von Afrika
den Deutschen Bundespräsidenten durch einen Anschlag
gestern töten wollten. Das Bahnunglück in Spanien hatte die
Folge, dass die Spanier die Besatzungstruppen aus dem Iran
abziehen. Für Amerika bedeutet das seitens Spanien eine große
Enttäuschung, vor allem weil sie schon einmal so einen
Vertrauensbruch seitens Deutschland durch den SPD
Bundeskanzler Schröder erfahren durften. So durfte auch
Deutschland nun den Anschlag auf den Bundespräsidenten
Herrn Rau zur Kenntnis nehmen, dass die Terrorgruppe Hamas
der Mosleme den heiligen Krieg damit angesagt hat. Wir als
gläubige Christen können daraus ersehen, dass die Offenbarung
151
vor der Erfüllung steht.
Wir sehen ferner aus den vielen neuen Beschlüssen unserer
SPD Regierung, dass sie Sparmaßnahmen durchführt auf
Kosten der einfachen und ärmsten Bürger. Alle Politiker und
höher gestellten Beamten und somit führende Menschen sollten
den Anfang machen, ihre übergroßen Gehälter und Diätgelder
zu kürzen. Ich als Christ und Bürger erwarte einfach führende
Menschen mit Ehrgeiz und Idealismus, dass betrifft auch ganz
besonders unsere Theologen die alle Gläubige zu vertreten
haben. Ich persönlich als Gewerkschaftler und Vertreter einer
christlichen Politik in meinem Arbeitsleben muss mit Bedauern
feststellen, dass wir als Vorreiter für die Sozialpolitik und das
Arbeitsrecht gekämpft haben, nun sehen müssen, dass Politiker
ohne Kenntnisse aus einem Fachgebiet sich durch neue Gesetze
einfach darüber hinweg setzten und über Gewerkschaften und
Menschen entscheiden.
Ich habe deshalb meinen Lebenslauf bezüglich meiner
Erkenntnis zu der Bibel und der christlichen Religion, sowie
meinen ehrlichen Kampf für eine soziale Behandlung und
Gerechtigkeit gegenüber allen Menschen geschrieben. Ich kann
gut verstehen, dass Manchem nicht die Aufzählung meines
Lebens gefallen hat; aber ich wollte ein gewisses Vertrauen zu
meinen Lesern schaffen, damit sie erkennen können, dass alles
aus meiner Seele geschrieben ist. Ganz besonders wollte ich
mein politisches Erleben offen legen und wie es uns
Heimatvertriebenen schwer gefallen ist, die ganze Last des
unglücklichen Krieges auszubaden. Vor allem, was uns nach
dem Krieg die Polen ganz speziell angetan haben. Zu diesem
Punkt möchte ich nun noch einen besonderen Bericht geben,
der sich auf die Vereinigung ab 1. Mai 2004 durch das neue
Europa vollziehen wird. Auch hier werden wir erkennen, dass
152
sich die biblische Prophetie vom Daniel erfüllt. In meinem
ersten Heft „Unsere Auserwählung in Christo“ und meinen
vielen Bibel Lesungen habe ich schon darüber geschrieben und
auch gesprochen. Dass die Juden Verfolgungen, die Kriege und
Kriegsgeschrei, die Verwerfungen und Vertreibungen sich auf
dieser Welt für alle Völker wiederholt haben. Denken wir an
die Indianer in Amerika und schauen wir nach Kanada. Ein
Land mit vielen Deutschen nach dem Krieg. Ich habe es dort
selber gesehen. Alle Völker, die aus Not flohen. Alle bilden sie
Ihre Gruppen mit Kirchen und Verwaltungen. Denken wir an
die katholische Kirche, 2000 Jahre später die evangelische
Kirche zugerechnet. Sie haben als Christen total versagt und
auch heute noch. Ich habe darüber immer wieder berichtet.
Was mich bei den Polen so traurig macht, sie haben unser Land
bekommen; aber die Russen haben ihnen auch manches
genommen. Nach der Wende des Bolschewismus bekamen die
Polen viel zurück; aber unser Land behielten sie trotzdem noch.
Sie haben darüber hinaus noch Ostpreußen und sind ein stark
bevölkertes Volk gemischt aus allen Völkern die zurück
geblieben sind. Die Deutschen haben sie überwiegend
gezwungen, Polen zu werden. Lettland und Estland sind nun
frei geworden. Königsberg haben die Russen trotzdem noch
behalten, es ist ein eisfreier Ostseehafen.
Nun aber der 1. Mai 2004 Europa öffnet alle Grenzen. Nur
Königsberg bleibt eine eingeschlossene russische Stadt. Wie
will dieses neue Europa diese Situation überstehen? Ein Reich
ist von Menschen geschaffen, die Bibel sagt: Ein menschlicher
Sieg! Wird dieser Friede eine Sicherheit ergeben? Friede und
Sicherheit. Der HERR sagt: Wenn die Welt von Sicherheit und
Frieden spricht, dann werde ich kommen!
153
Nun möchte ich schreiben, warum mir dieses Heft die Kraft
gab, es mit „Mein Leben mit Jesus“ zu benennen. Weil ich
damit die Zeichen der Zeit offenbar machen wollte. Ich konnte
in meinem Leben immer wieder feststellen, dass mein Leben
nach Gottes Willen verlief. Ich fühlte mich nun einfach
berufen, dieses Erleben an Menschen als Zeugnis für Christus,
als den Sohn Gottes weiter zu geben. Ich möchte nun auch das
polnische Volk und ihr Zeitgeschehen, so wie ich es sehe, als
ein Wirken Gottes bezeichnen.
Wir haben es erlebt, dass Amerika selbst die Polen verpflichtet
hat, im Irak eine Hilfestellung zu übernehmen. Wir haben
erlebt, dass Polen sich sehr stark bemüht hatte, ein Mitglied der
Europa Vereinigung zu werden. Alles hatte wohl bemerkt
einen politischen Sinn. Alle fürchterlichen Geschehnisse nach
dem Krieg uns Deutschen gegenüber sind vergessen. Die
Sehnsucht der Völkerführung wieder eine Macht zu erreichen
ist zu groß. Wir haben es erlebt nach dem Bürgerkrieg im
ehemaligen Jugoslawien, dass die Volkseinheiten sich selber
regieren wollen. Ich habe deshalb als Mensch, etwas
Traurigkeit, dass die Polen nach der Vereinigung mit Europa,
zu einer dritten Macht, gleich nach Deutschland, im
Europapakt werden. Ich habe schon jetzt viel darüber nachgedacht, dass sich die Deutschen nach dem Krieg so demütigen
mussten und der allerschlimmste Akt, dass die Menschen
ausgewandert sind und uns zu einer Minderheit gemacht haben.
Es ist einfach traurig, dass alle Kirchen versagt haben, den
Gläubigen mehr von dem Plan Gottes für die Menschen zu
unterrichten. Somit muss auch ich als vergebender Christ
dieses Weltgeschehen als von Gott gewollt so hinnehmen.
Aber es schenkt mir viel Trost, zu wissen, dass wir in dieser
154
letzten Zeit leben. Glauben zu können, dass nichts ohne
„Seinem Willen“ geschieht. Das soll hiermit meine fröhliche
Botschaft in diesem Heft sein und bleiben. Weil sich in dieser
Welt soviel neues tut, möchte ich heute am 30.03.04 noch
einmal Stellung nehmen zu einem amerikanischen Film „Den
Weg zur Kreuzigung“.
Ich habe in diesem Buch versucht zu erklären, wie ich aus
meinem Leben im Glauben an Jesus die Bibel kennen lernte.
Ich habe es getan, um meinen Lesern zu meinem Bericht auch
das Vertrauen zu meiner Peron zu schenken. Weil es so schwer
ist, als einfacher Mensch seine Erkenntnisse an die
Öffentlichkeit zu bringen. Ich habe es immer wieder erlebt,
dass Menschen, die schon bekannt oder sogar berühmt
geworden sind, überall gefordert und vermittelt werden. Mir
wurde es dieser Tage bewusst, als ich ein Gespräch mit einem
lieben Mitbruder Rene aus Holland führte. Es ging um den
Besuch einer christlichen Versammlung am 1.Mai dieses
Jahres in Essen. Ich möchte meine Gedanken mit dem oben
genannten Film „Die Passion Christi“ in Verbindung bringen,
weil die ganze Welt darüber spricht. Menschen die im tiefen
Glauben stehen und trotzdem noch immer suchende Forscher
sind, finden in den Kirchen und Gemeinschaften in ihrem
Suchen keine Befriedigung mehr. Weil alle Theologen oder
auch
Prediger,
sei
es
in
Gottesdiensten
oder
Bibelbetrachtungen nur sich selber gerne reden hören. Sie
haben alle ihre Predigten überwiegend vorbereitet und geben
den Zuhörern keinen Raum für ein öffentliches Gesprächs. Die
Gläubigen wollen nicht mehr nur Zuhörer sein, sie wollen eine
echte Gemeinschaft erleben.
Deshalb haben wir uns entschieden, so eine Versammlung gar
155
nicht mehr zu besuchen. Diesen Zustand der rücksichtlosen
Diktatur den Gläubigen Menschen gegenüber konnten wir auch
in diesem Film erkennen. Weil dieser „JESUS“ selber in diesen
Tempel gehen musste, um diesem Gesetzes-Zustand ein Ende
zu machen. Ich hatte es hier in Bochum in einer katholischen
Kirche vor drei Wochen erlebt, dass der Priester mit einem
großen Hirtenstab, gekleidet wie aus alten Zeiten, die Kirche
betrat und die Menschen sich tief verbeugten. So konnte man
auch die Priester in diesem Film betrachten mit ganz
verhärteten Gesichtern. Sie haben sich nicht geschämt die
gläubigen Menschen zu einem so brutalen Mord zu verführen.
Für mich bedeutet es eine klare Menschen-Verherrlichung.
Alles wird noch heute, nach menschlicher Erkenntnis und
moderner Wissenschaft aus dem physischen Menschen
dargestellt. Eingehend auf Emotionen und Gefühle eines
Menschen, was über die biblische Aussage weit hinausgeht.
Die Gefangennahme, alles im Dunkel der Nacht zur Schau
gestellt, selbst die Flucht aller Jünger, um Seine Verlassenheit
von Menschen zu beweisen. Was allerdings auf alle Juden als
Last und Schuld angerechnet wird, was aber in unserer Zeit
und Generation nicht zutrifft. Keine kollektive Schuld für die
Juden, auch nicht ein Gleichnis für deutsche aus dem
Hitlerkrieg.
Alles soll in meinem Buch als Beweis, aus den Bibelstellen der
Konkordanten Bibel, für alle Menschen hilfsreich sein, um die
richtige Wahrheit zu erkennen. Die Trennung der satanischen
Geisteskräfte von den göttlichen Geisteskräften, die wir durch
die geschenkte Erkenntnis und Weisheit vom Herrn durch das
Gebet empfangen können. Wir sehen dann den „JESUS“ als
Gegner der damaligen Theologen und Juden. Eine Tatsache,
dass Erkenntnis und Weisheit aus dem Geist Gottes geschenkt,
auch ausgesprochen und weitergegeben werden darf. Seine im
156
Film verkündigte Aussage, für das kommende Reich Gottes
und Sein Wiederkommen, beweisen, dass ER mehr als ein
Prophet war! Die Aussage, des Herrn zum Petrus bei Seiner
Gefangennahme, dass Petrus versagen würde, soll ein Beispiel
für die Handlung aller Menschen sein. Der Film offenbart
hiermit den Weltmenschen, dass die Kirche über 2000 Jahre
versagt hat.
Was mich sehr störte am Film, das alles überwiegend sehr im
Dunklen vorgetragen wurde. Mein persönlicher Glaube und die
Erfahrung mit dem Herrn ließen mich erkennen, dass dieser
Jesus als der Sohn Gottes sehr erniedrigt wurde. Ich glaube,
dass Jesus viel stärker war. Wir werden darüber noch
schreiben. Ich sehe auch aus der ganzen Handlungsweise und
den Entscheidungen der Hohen Priesterwelt, dass sich in der
reinen Wahrheit für die Verkündigung des geteilten
Evangeliums für die irdische Brautgemeinde und der geistigen
himmlischen Körperschaft auch heute 2004 Jahre hindurch die
beiden staatlichen Kirchen nichts geändert haben.
Wie hätte ich es ertragen können, die zweite Hälfte der DVDCD mit der Auspeitschung des Herrn weiter anzusehen, wenn
ich nicht die heilige Schrift erforscht und den Glauben an
JESUS nicht hätte. „Du darfst keine Angst haben, der Helfer
kommt“.
Hier wird von dem Regisseur Mitleid erhofft, typisch Mensch!
Nicht zu erkennen, dass hier das Blut symbolisch die
Erneuerung des Lebens für einen besseren Menschen sein soll.
Sein Tod für alle Menschen wird uns erretten. Ein Anstoß,
weshalb die Menschen nicht glauben können, dass nur ihr
Glaube an Christus Jesus sie alle errettet.
157
Was für Theologen, die das Volk aufhetzen: „Kreuzigt IHN“!
Sie schreien in ihrer Lust, tötet diesen JESUS! Mein Glaube an
diesen Jesus ließ mich erkennen, dass Jesus als Gottes Sohn
hier sehr erniedrigt wurde. Selbst ein Römer, als Führer der
damaligen Besatzungsmacht, kann kein Erbarmen in den
Menschen der damaligen Kirchen Anhängern erwirken. Es war
keine Schuld der damaligen Juden, sondern eine Schuld der
damaligen Gesellschaft, die noch heute ihre Wirkung hat. Die
Gewalt und Rücksichtslosigkeit finden wir noch heute unter
den Menschen, die sich vom Geist Satans, dem Widerwirker,
leiten lassen. Schauspieler und Regisseur Mel Gibson gehen
weit über die biblischen Aussagen hinaus und dramatisieren
diese Handlung bis zur Ekstase hin. Es bleibt deshalb die
Frage: Was ist der Regisseur für ein Mensch, will er seine
Gedanken vielleicht zur Schau stellen oder will er Geld und
berühmt werden? Hat er den Schauspieler überfordert? Wir
können die Menschen nicht erkennen.
Warum sollten wir deshalb nicht den Film ansehen, um doch
zu erkennen, in welcher Weltzeit wir jetzt leben. Ich persönlich
habe gelernt und weiß, dass kein Mensch auf dieser Welt
dieses Geschehen durchstanden hätte. Eigentlich sollten unsere
Kirchenführer aus diesem Film lernen; aber sie haben 2000
Jahre versagt. Zu dieser Erkenntnis möchte ich mit dazu
beitragen, dass nicht die Schuld alleine den Juden zugewiesen
werden kann, sondern der Menschheit über 2000 Jahre. Der
arme und einfache Mensch wurde zu allen Weltzeiten nur
betrogen und musste wirklich alles Leid auf sich laden.
Heute wirst Du mit Mir im Paradiese sein!
Viele biblischen Aussagen vom Herrn, die nicht richtig oder
gar nicht in diesem Film gebracht worden sind. Maria und
158
Johannes! Dass JESUS Johannes den Jünger der Maria als
Sohn zuordnete. wurde von den Zuschauern nicht richtig
erfasst.
Mein Gott, mein Gott, wozu Du Mich zurück gelassen hast!
Der eigentlich richtige Ausruf des Herrn nach der neuesten
Übersetzung wurde nicht wiedergegeben. Die Zusage des
Herrn an den Mitgekreuzigten heißt nach der neuesten
Übersetzung: Wahrlich, Dir sage ich heute: Mit Mir wirst
du im Paradiese sein! Lukas 23: 43. Über diese Aussagen
des Herrn nach der neuesten konkordanten Übersetzung.
Eines was richtig war, vom Soldaten Hauptmann, dass dieser
den Herrn als
SOHN GOTTES
erkennt. Maria als
fleischliche Mutter und der Johannes, der ernannte Sohn vom
Herrn für Maria bleiben übrig den toten Körper Jesus zu
übernehmen. Hier ist das Ende des Films und ich will
versuchen, diesen Film nochmals nach meinen Gedanken zu
erläutern. Möge es mir gelingen, dass ich diese Schrift
veröffentlichen kann. Für Menschen, die schriftgemäß an
„Christus Jesus“ noch glauben können.
Ich möchte noch mal zurückkommen auf den Anfang des
Films, zu dem Gebet des Herrn vor Seiner Kreuzigung bevor
die Schächer des Herrn kommen. Welch menschliche
Gedanken hier vom Regisseur eingespielt wurden, als wenn der
Herr vor Angst so stark am schwitzen war .Schauspieler und
Regisseur haben hier ihrer menschlichen Phantasie freien Lauf
gelassen. Keiner von beiden hatte begriffen, dass dieser Sohn
Gottes mit Seiner Seele in einem Fleischeskörper geboren
wurde. Wir sahen schon Sein Auftreten im Tempel, dass der
Jesus die Theologen im Tempel ablehnte. Schon dort
159
verkündete der Herr Seine himmlische Wiederkunft und wies
auf eine neue Kirche hin. Deshalb habe ich immer wieder in
meinen beiden Schriften eine Kirchenreform mit allen
Glaubensrichtungen gefordert. Vor allem, dass die neue
Kirche vom Staat gelöst werden muss. Damit kein Gläubiger
an Jesus jemals wieder vom Staatsoberhaupt gerichtet werden
muss und dieser noch von Theologen verleugnet wird. Ich
glaube, dass der Herr ohne Angst mit dem Leid und Schmerz
bis zum Kreuz für uns gestorben ist. Er war nicht nur ein
Mensch von Maria geboren, ER trug diesen Fleischeskörper
nur, damit ER allen Menschen von der Liebe Seines Vaters
berichten wollte. Auch im Auftrag Seines Versprechens dem
GOTT VATER gegenüber, um die alte ERDE mit den vielen
Welten von Satan dem Widerwirker zu erlösen. Wir haben in
unserem ersten Buch: „Unsere Auserwählung in Christus“
ausführlich darüber berichtet.
Was ist die Wahrheit
Eine Frage aus dem Film. Der Kampf zwischen Politik und die
Religion, die Wahrheit von Gott zu erkennen. Es gibt Szenen in
diesem Film, die zum Himmel schreien! Wahrheiten vermischt
mit Teufelsgedanken. Ich schreibe in meinen beiden Heften
vom Widerwirker, der durch seine Geisteskraft den Menschen
über seine Seele verschiedentlich beeinflusst. Wir alle müssen
deshalb im Glauben stark werden, um diese satanische Kraft
und Gegensätze gegenüber Gott, überhaupt zu erkennen. Dazu
hoffe ich, kann dieser Film eventuell in dieser letzten
Weltenzeit alle Menschen zur Wahrheit führen, dass dieser
Jesus - Gottes Sohn – nicht nur hier war, sondern noch immer
Seine Seele im Geisteskörper bei Gott Vater ist.
Wie könnten sonst katholische Gläubige glauben, dass Maria
160
vom Geist Gottes beschattet wurde. Auch hier haben wir in
den Bibelschriften ausführlich berichtet. Ich durfte in der
letzten Zeit immer wieder erleben, dass ich von neuen Themen
überrascht wurde, sei es politisch oder religiös, wo ich mich
dann beauftragt fühle, darüber zu schreiben. Deshalb weiß ich
noch nicht, ob ich hiermit meine biblischen Aufzeichnungen
zum Abschluss bringe. Ich wünsche allen den Geist Christi.
Heute am 5.04.2004 nach meinem 80. Geburtstag möchte ich
berichten, was man so in seiner Seele gespeichert vorfindet. Ich
hatte mir vorgenommen, mit meiner Familie und Freunden aus
dem engsten Kreis gemütlich in einem guten Restaurant
zusammen zu sitzen. Jeder sollte sich wohl fühlen und einmal
frei nach seinen Wünschen essen und trinken zu können. Ich
hatte selber den Wunsch meinen Gästen ein guter Gastgeber zu
sein. Mein Wunsch, war es, Liebe, Gemeinschaft und ein
christliches Zusammenleben zu verkündigen. So wurde eine
Atmosphäre geschaffen, wo jeder die Gelegenheit bekam, sich
an einem gemeinschaftlichen Gespräch zu beteiligen. Es wurde
viel gelacht, alle Teilnehmer öffneten sich zu den jeweiligen
Themen und ich durfte erfahren, wer von meiner Erkenntnis
her hinter mir steht. Es wurde mir bewusst, dass ich durch das
tragen einer Kette mit dem Kreuz, auf dem der Corpus von
Jesus auf einem schwarzen Hintergrund ist, bei manchen
Menschen Ärger auslöst. Ich trage diese Kette als Symbol für
alle Menschen seit Jahren, dass ich ein Prediger des
Evangeliums von Paulus für den Sohn Gottes bin! Hier durfte
ich mit Freude erkennen, dass mein Sohn Norbert der
Handlungsweise und Ausdrucksform meiner Lebensweise
zustimmt. Beanstandet wurde das Tragen dieser Kette, weil das
Tragen einer solchen Kette angeblich nur den Theologen
zusteht. Mir wurde dadurch bestätigt, dass das Kreuz Christi
der Welt ein Ärgernis bedeutet. So sollten wir im täglichen
161
Erleben immer wieder eine Antwort auf unsere Fragen
erkennen. Es war eine gelungene Gemeinschaft mit meiner
Familie und lieben Menschen, die mir viel bedeuten.
Eine weitere Antwort und Bestätigung für meine Arbeit in der
biblischen Verkündigung erhielt ich an diesem Vormittag
durch ein für mich bestimmtes Gedicht. Ich möchte meine
große Freude weitergeben, indem ich dieses Gedicht schriftlich
wieder gebe:
Zum Geburtstag für einen guten Freund am 3. April 2004
Laudatio
für einen guten Freund!
Fällt Dir die Tür aus dem Kleiderschrank oder ist vielleicht
Deine Katze krank und es schwimmen Dir weg sämtliche Felle
Er ist immer zur Stelle!
Es schlägt auch mal eine Wohnungstür zu und Du stehst auf
dem Flur Du dumme Kuh, hast alles vergessen auf die Schnelle
Er ist immer zur Stelle!
Brauchst Du Hilfe im Haushalt egal was es auch sei, geht nicht
gibt’s nicht, sein Motto, er ist immer dabei. Er schraubt, er
sägt, er hämmert geschickt, kein Staubkorn entgeht Seinem
scharfen Blick. Er rückt den Problemen auf die Pelle!
Er ist immer zur Stelle!
162
Und das mit achtzig man glaubt es nicht, er ist freundlich,
hilfsbereit und im Kopf noch sehr helle, er durchschaut die
Dinge und bringt alles ans Licht! Er ist ein Mann für alle Fälle.
Er ist immer zur Stelle!
Es ist so schön, dass es solche Menschen gibt!
Alles, alles Liebe zum G E B U R S T A G!
Von Helga, der Nachbarin!
Ja meine lieben Mitmenschen, war das nicht schon eine
Antwort auf all meine Fragen. Menschen, die mich gar nicht
richtig kennen, die nur aufgrund meiner Ausstrahlung solche
Beurteilung schreiben können. Es war erst der Anfang dieses
Tages und dann die Erkenntnis zum Entschluss, meine beiden
Schriften zur Veröffentlichung dem Heyne Verlag zu senden.
Wie lange habe ich schon darauf gehofft, auf die Zusage eines
Verlages, der sich bereit erklärt, meine Hefte zu drucken.
Sechsmal habe ich es schon verschickt an christliche Verlage;
aber sie teilten mir nur mit, dass sie an ihre Glaubensrichtung
gebunden sind. Wir können daraus erkennen, dass es keine
Glaubensfreiheit gibt. Sie verschweigen ganz bewusst, die
Wahrheit nicht zu bekunden. Ich will deshalb mein
Anschreiben mit dem ganzen Sinn hier einmal weitergeben. Ich
weiß aus meinem politischen und gewerkschaftlichen Leben,
dass nur die Öffentlichkeit helfen kann. Deshalb lobe ich alle
Reporter in dieser heutigen Zeit, dass die führenden Menschen
Angst haben entdeckt zu werden.
Wilhelm Heyne Verlag in München!
163
Sehr geehrte Damen und Herren,
seitdem ich Rentner geworden bin, drängt es mich aufgrund der
weltpolitischen und religiösen Lage in dieser Welt auch an der
Meinungsbildung für die Menschen, teilzunehmen. Ich habe
deshalb über mein Leben geschrieben, weil ich glaube, dass es
vielen Menschen helfen kann diese Weltzeit zu begreifen und
somit den Menschen noch das leben Lebenswert sein kann.
Ferner habe ich in meiner biblischen Schrift „Unsere
Auserwählung in Christo“ über Kirche und Staat berichtet. Ich
habe zu dieser Schrift 18 Kassetten mit Musik als Bibellesung
besprochen und will diese auf CDs überspielen. Weil ich nun
von Ihrem Buch Pompeji hörte, hoffe ich, dass Sie meine
beiden Schriften veröffentlichen können. Seit 1991 habe ich
die Schriften und Kassetten kostenlos verteilt. Alles stammt
aus meiner eigenen Hand.
Ich möchte Sie deshalb bitten, zu prüfen, ob die Möglichkeit
besteht, meine Schriften durch Ihren Verlag zu veröffentlichen.
Aus meinem Lebenslauf werden Sie auf alle Fragen Antwort
erhalten. Ferner möchte ich Sie bitten, mir eine Antwort zu
geben.
Mit Dank und freundlichen Grüssen
Gez. Heinz Gesch
Ja, es ist schon wunderbar, so im Glauben täglich zu Leben,
trotz aller Schmerzen die einfach aufgrund unseres alten
Körpers eine Begleiterscheinung geworden sind, wo man sich
164
aus dem Gebet vom Herrn Kraft und Stärke holt. Hier erfüllt
sich das Wort, ohne IHN kann ich gar nicht mehr leben. Das
sollte auch der Sinn meiner kleinen Schrift sein. Zum Glauben
brauchen wir nur viel Geduld. Paulus spricht von einer Zeit der
Bewährung. Das wünsche ich allen Menschen.
Heute nun am 4.05.2004 erhielt ich eine Absage vom Heyne
Verlag für die Veröffentlichung dieser Schrift. Leider sehen
wir keine Möglichkeit, Ihr Werk in unser Verlagsprogramm
aufzunehmen. Bei der weiteren Suche nach einem geeigneten
Verlagspartner wünschen wir Ihnen viel Erfolg. Das ist nun ein
Ende meiner Hoffnung und so werde ich es dem Herrn
überlassen.
Das ist unsere Einstellung als gläubiger Mensch, dass wir uns
ganz dem Herrn unterstellen. Ich warte auf den Sommer, dann
werde ich meine sonntäglichen Gottesdienste in Bochum
einhalten und meine Hefte von Hand zu Hand verteilen. Wir
alle konnten mit Bedauern feststellen, dass es selbst unter
Gläubigen sehr schwer ist, über die Bibel überhaupt zu
sprechen. Selbst von Menschen, die in Kirchen oder
Gemeinden ehrenamtlich tätig sind, musste ich hören, dass
auch sie zeitweilig am Glauben zweifeln. Die jungen
Menschen, die in die Kirchen kommen, bringen soviel Unruhe
mit. Ihre Forderungen an sozialen und finanziellen
Vorstellungen sind so groß, dass es den Betreuern auf die
Dauer schwer fällt, ihren Dienst aufrecht zu erhalten. Es bringt
auch sehr viel seelische Belastung, dem Glauben treu zu
bleiben. Wo ist da die Wahrheit! Die Wissenschaftler und das
Programm des Fernsehens, sei es auch über die Zeitungen oder
Nachrichten, die veröffentlicht werden, wirken in der
Öffentlichkeit entgegen aller Religionsverkündigungen. Die
politische Beeinflussung durch das neue Europa, sowie die
165
schlechte wirtschaftliche Lage in der ganzen Welt tragen dazu
bei, dass die Menschen den Glauben an Gott-Vater und GottSohn verlieren. Hinzu kommt, dass die vielen christlichen
Kirchen und Gemeinschaften in ihren Verkündigungen sich
nicht einig sind oder sogar werden. Dazu die nicht christlichen
Religionen und ganz besonders die Moslems Ein großes
Problem ist das Volk Israel geworden, weil die Welt das
jüdische Volk nicht als Gottes erstes Volk anerkennen will.
Hier liegt auch unsere ganze Verkündigung, allen Christen die
Wortteilung vom Paulus nahe zu legen. Die beiden staatlichen
Kirchen müssen nun endlich erkennen, dass sie in 2000 Jahren
christlicher Geschichte versagt haben.
Unsere heutige Generation braucht ein Schuldbekenntnis über
die Vergangenheit der Kirchen. Wir müssen die Lehre der
Neuschöpfung für alle Menschen nur durch den Glauben an
diesen „Jesus“, dass ER wirklich der „Sohn Gottes“ war und
noch immer bei Gott ist, verkündigen. Wir müssen uns gegen
alle nichtchristlichen Religionen wehren und ganz fest uns
hinter das jüdische Volk stellen. Das jüdische Volk ist nur noch
für eine kurze Zeit mit Blindheit geschlagen, solange bis
Christus Jesus wiederkommt. Die gläubigen Christen stehen für
diesen Zeitpunkt bereit, vorzeitig entrückt zu werden. Paulus
schreibt darüber so, dass diese Gläubigen solange das
Aufhaltende in dieser Welt sind! Wir leben in einer Zeit, wo es
um die Wahrheit geht und ich möchte mit dieser kleinen Schrift
für alle Menschen ein Zeugnis sein. Meine Schrift „Unsere
Auserwählung in Christo“ bezog sich nur auf die neuzeitige
Bibelschrift aus dem Konkordanten Verlag Pforzheim. Ich
wollte damit offenbaren, dass in den bisherigen Bibelschriften
viele Fehler gemacht wurden und wir nach dieser neuen
Übersetzung ein viel besseres Verständnis zu Gott-Vater und
Seinem SOHN bekommen haben. Möge Gott dieses Heft
segnen. Zumal es von der Aussage her, von meinen lieben
166
Geschwistern aus Holland, in der verkündeten Wortteilung
vom Paulus bestätigt wird. Auch habe ich trotz der vielen
Bemühungen mit Fernsehveranstaltern und sechs Verlagen, um
meine Gedanken in den beiden Schriften sowie besprochenen
Kassetten an die Öffentlichkeit zu bringen, gute Antworten
erhalten. Ich habe deshalb schon über manche Aussagen und
Begebenheiten berichtet. Weil ich glaube, dass alles dazu
beiträgt, ein gewisses Vertrauen bei den Lesern zu erreichen.
Wenn jemand mit Vertrauen und Glaubwürdigkeit eine
Geschichte liest, kann ein Mensch auch die Ausdrucksform
besser aufnehmen und verstehen. Das bedeutet nicht, dass
dieser Leser allen Aussagen und Erkenntnissen folgen muss.
Aber wir müssen die Freiheit und den Mut haben, unsere
gewonnenen Erkenntnisse auszusprechen damit wir eventuell
einer Meinung werden können. Für mich war es nur wichtig,
darüber zu schreiben, dass die Zeiten immer weiter
fortgeschritten sind. Denken wir als Beispiel daran, dass die
biblische Geschichte eine Zeit von 6004 Jahre vorweist.
Deshalb kam Jesus und ER konnte noch nicht mal alles sagen,
weil Gott-Vater Seinen Sohn berief, uns durch Seinen Geist
immer neue Nachrichten zukommen zu lassen. Diese
stufenweise Zuordnung gehört einfach zum Gottesplan. Nur so
bleibt das WORT lebendig!
Nur so sehe ich meinen zugeordneten Lebensweg und warte
auch jeden Tag auf Bestätigung durch den Geist Christi über
andere Geschwister. Somit möchte ich meinem lieben Bruder
Rene aus Holland danken und ihn teilhaben lassen an meiner
Freude. Dass er noch um 23.oo Uhr gedrängt wurde, durch den
Geist eine Antwort zu schicken über den Erhalt meiner beiden
Schriften.
Ich lese jetzt Dein Buch und die Autobiographie und bin sehr
167
beeindruckt. Nicht nur die Erzählung über Deinen Lebensweg.
Das liest sich schon wie ein Roman, aber auch die
konsequenten Durchführungen im Glauben an Jesus Christus
ist Ehrfurcht erregend.
Wenn ich stundenlang an meinen Möbeln arbeite, höre ich
wieder aufs Neue die Kassetten und freue mich, dass du so
klar, entschlossen und intelligent über die Heilige Schrift
reden kannst. Nicht nur dass Intellekt hat „Christus“ Dir
außerordentlich geschenkt. Auch hat er Dir die Weisheit
gegeben, um durch und hinein zu schauen. Man braucht ja
nicht immer in allem überein zustimmen, um zu wissen, dass
hier ein Lehrer spricht fast wie in alten Zeiten. Der sich
widerstrebt und dagegen wehrt, wie das Wort-Christi Zurzeit
verkündet wird, weil er bewusst oder unbewusst schon weiß,
dass er im Dunklen tastet.
Lieber Heinz, auch wenn du in 80 Jahren soviel gelernt hast
und Einsicht bekommen hast und du bestrebt bist, dies alles in
der Welt der Gläubigen kundzutun, weißt du auch, dass der
Glaube noch immer ein Geheimnis in sich hält. Dein
Glaubensbekenntnis wird schon diejenigen erreichen, die dafür
fertig sind. Im Glauben an Jesus in Liebe verbunden ! Rene!
Was für ein schönes Wort, was für eine Bestätigung für mich,
weiter zu warten und zu hoffen. Selbst wenn ich nur diesen
Bruder als Freund annehmen kann. Das ist der Grund, weshalb
ich diese Nachricht und Freude weitergeben will. Dass wir
nicht immer einer Meinung im Ganzen sein brauchen, sagt uns
Paulus in seinem Brief ganz klar. Hier unterscheiden sich auch
die Gruppen der herausgerufenen Menschen für die neue Welt
168
und die himmlische Körperschaft Christi die schon eher bei
Gott sein wird. Wenn es nach menschlicher Weisheit und
Erkenntnis ginge, würde es den Glauben an Gott schon gar
nicht mehr geben. Deshalb habe ich große Sorge für unsere
neue Generation, die schon gar nicht mehr mit dem Wort
Gottes vertraut gemacht wird. So legen wir, Teilhaber der
ICHTHUS-GRUPPE, alles in die Hand des Herrn, Christus
Jesus! Darum sagen wir, betet diesen Herrn und Gott auch aus
dem Glauben an!
Deshalb bleibt für die heutigen Menschen die Zukunft dunkel
und für uns bleibt nur der Glaube, in der Hoffnung diese
Dunkelheit durchschauen zu können. Aufgrund der Propheten
und dem Gotteswort mit dem verkündeten Gottesplan, wird uns
durch den Geist Christi diese Dunkelheit geöffnet durch Sein
Licht. Aber daran müssen wir glauben können und das ist
unsere Stärke. Gibt uns den Mut und die Kraft, auch in aller
Öffentlichkeit diese göttliche Prophetie auszusprechen, weil
diese Welt in einer großen Unsicherheit und Not, ihre Zukunft
in Sicherheit zu leben, nicht mehr bewältigen kann.
Darum ist es richtig, dass wir glauben, dass unsere
Verkündigung diejenigen Menschen erreichen wird, die dafür
von unserem Herrn berufen sind. Durch den Heiligen Geist,
über andere Menschen, erhalten, wir Antwort von Gott-Vater
und Gott-Sohn! Paulus bestätigt uns diese Situation, so dass er
uns mitteilt: Wir leben nicht mehr in der Zeit des Schauens
sondern in einer Zeit des Glaubens! Oder anders ausgedrückt,
in einer Zeit der Finsternis, alle Zeichen und Wunder sind
zurück gestellt bis ER kommt. Wie sollte nun unser HERR uns
eine Antwort geben als durch Seinen Geist. Wären wir nicht
verloren, wenn wir nicht diese geistige Verbindung mit dem
Herrn hätten?. Darum brauchen wir die Gemeinschaft mit
169
gläubigen Menschen und unsere Verkündigung soll es sein,
andere Menschen aufzubauen. Hier erfüllt sich das große Wort,
vom Paulus für das Aufhaltende. Ich habe gelernt aus dem
gesamten alten Testament mit den vielen und verschiedenen
damaligen Zeitgeschehen, ihre Aussagen zu trennen für die
jeweils betreffenden Geschehen. Im Grunde verlaufen parallel
dazu, die Geschichtszeiten auch im Neuen Testament mit ihren
beiden Verheißungen für 2000 Jahre ab. Wir erkennen dadurch
die Erziehungslinien seitens unseres Gottes mit den Menschen.
Durch diese Erkenntnis habe ich das Geschenk vom Herrn
empfangen, in diesem zweiten Heft oder Buch einmal ganz
anders das Evangelium zu schreiben, verbunden mit meinem
Leben in dieser jetzigen Welt. Wir brauchen gar nicht aus dem
Bibelwort heraus nur von der Kanzel zu versuchen, wie schlau
wir sind, wenn wir alle Bibelstellen zitieren. Mir wurde es auch
später erst bewusst, weil ich früher immer glaubte, man müsste
bei der Verkündigung, alle Bibelstellen wie ein Computer
aussprechen können.
Später wurde mir dann bewusst, so sprechen zu können wie
unser Herr Jesus zu Seiner Zeit auf dieser Erde. Alle
Erkenntnis und Weisheit kommt in seiner Fülle nur aus der
Seele des Menschen. Hier wird alles gespeichert was wir im
Leben in uns aufgenommen haben und wenn wir es dann
weitergeben, verstehen die Hörer es besser. Es wird nicht so
kompliziert ausgesprochen und unsere Aussprache wird vom
Geist begleitet, die von gläubigen Menschen vertraulich
aufgenommen wird. Mein Beispiel soll beweisen, indem ich
alles jetzt so spontan schreiben konnte, weil es die Antwort ist
auf den empfangenen Briefes von meinem lieben Bruder Rene.
Ich wünsche allen Lesern dieser Schrift, dass der Geist Christi
in allen Seelen Frieden, große Freude, mehr Gewissheit zum
Glauben und die neue Schöpfung schenkt. Amen!
170
Am 19.05.04 sind wir in Sittard-Nord in Holland zusammen
gekommen. Ich bin mit der Bahn über Roermond in Holland
bei dem Bruder Harry Lamers ausgestiegen und wir sind beide
mit dem Auto nach Sittard weitergefahren. Es ging um unsere
Zusammenarbeit für den weiteren Schritt unserer
Verkündigung und die Veröffentlichung unserer beiden
Schriften, sowie die Bibellesungen auf Kassette oder CDs.
Beide Bücher mit vollem Inhalt hatte ich auf eine Diskette
übertragen, den Brüdern überreicht. Die tragbare Festplatte für
den Computer mit den 18 aufgearbeiteten Kassetten zum
Brennen der CDs konnte ich leider nicht auf ihren Computer
übertragen, weil ihre Geräte noch nicht aufgrund der
Aufnahmefähigkeit dazu geeignet sind. Wir sind aber übereingekommen, dass der Bruder Harry Lamers und der Bruder
Rene Lemmens für die Veröffentlichung im Internett Sorge
tragen. Ich hatte den Bruder Rene vorgeschlagen, beide
Schriften und CDs vielleicht sogar in Holländisch auf den
Namen unser ICHTHUS GRUPPE zu vertreiben. Mir war es
nicht möglich, von sieben Verlagen einen Vertragsverlag zu
bekommen.
Die christlichen Verlage fühlten sich gebunden in der
Abhängigkeit ihrer Kirchen oder Gemeinschaften. Wir haben
bereits ausführlich in diesen Schriften über die Verkettung des
Staates und der Kirchen berichtet. So sieht es auch in dieser
Zeit mit der Weltpolitik und ihrer wirtschaftlichen Lage zurzeit aus und wir hoffen, dass gerade deshalb unsere Schriften
und unsere Verkündigung in diese Zeit und Welt passt.
Heute am 26.05.04 habe ich vom Smaragel-Verlag aus Woldert
ein kleines Büchlein entdeckt „Einssein mit Gott“ und ich war
so überrascht, dass ich sofort an diesem Verlag geschrieben
habe. Ich möchte Sie bitten, zu prüfen, ob die Möglichkeit
171
besteht, meine Schriften durch Ihren Verlag zu veröffentlichen.
Ich sehe solche Momente und Begegnungen immer als ein
Hinweis unseres Herrn. Auf jedem Fall ist nach Auskunft der
Buchhandlung dieser Verlag kein christlicher Verlag.
Es ist schon ein wunderbarer Titel „Einssein mit Gott“. Denken
wir da an die letzten Stunden unseres Herrn bevor ER von den
Soldaten gefangen genommen wurde. Sein Gebet an Seinen
Vater, den Gott. Auch ich habe darüber in unserer Schrift
ausführlich berichtet. Hier sah ich nun diesen Titel eines
kleinen Buches und fand es einfach als Hinweis vom Herrn für
mich bereitet. Ich möchte immer wieder solche Momente
aufzeichnen, um die Sprache unseres Herrn durch seinen Geist
verständlich zu machen. Ich wünsche nun, dass dieser Antrag
an diesen Verlag für uns als Ichthus-Gruppe ein voller Erfolg
sein wird.
Wir haben bei den vielen Gesprächen selbst mit gläubigen
Menschen, immer wieder feststellen können, dass unsere
Verkündigung aus der Bibel für einfache Menschen schwer zu
verstehen ist. Wer auch immer unsere Schriften liest, muss
lernen, die Bibel mit dem Gebet zu lesen und die Bereitschaft
zeigen, im Wort forschen zu wollen. Der Mensch muss sich mit
anderen Meinungen beschäftigen, um diskussionsfähig zu
werden. Wir sollten mit der Erkenntnis, die wir in unserem
Leben kennen gelernt haben, nicht stehen bleiben, sondern
neue Weisheiten, die sich uns neu offenbaren, in unserer Seele
aufnehmen. Deshalb liegt uns soviel daran, dieses Buch oder
auch Büchlein mit den CDs in aller Welt zu veröffentlichen,
damit die Menschen vorbereitet werden auf die Wiederkunft
unseres Herrn Jesus und den Retter aller Menschen. Es tut uns
so weh, dass die Menschheit in dieser letzten Weltenzeit so
wenig an Gott und an diesen Christus Jesus glauben kann!
172
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