das sozialwort des ökumenischen rates der kirchen in österreich

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DAS SOZIALWORT DES ÖKUMENISCHEN RATES
DER KIRCHEN IN ÖSTERREICH
Im Sozialwort, das am 1. Adventsonntag 2003 erscheint, nehmen christliche
Kirchen östlicher und westlicher Tradition in Österreich gemeinsam Stellung zu den
sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen.
"Die Kirchen Europas haben sich verpflichtet, Inhalte und Ziele ihrer sozialen Verantwortung
miteinander abzustimmen und sie gegenüber den säkularen Institutionen möglichst gemeinsam zu
vertreten (Charta Oecumenica Nr.7, Sozialwort Nr.2). Im Zentrum dieses kirchlichen Engagements
steht der Einsatz für ein menschenwürdiges Leben für alle, insbesondere für die Schwachen und
Benachteiligten. In ihrem Sozialwort wollen die christlichen Kirchen westlicher und östlicher Tradition
in Österreich gemeinsam Wege aufzeigen, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken, Beteiligung zu
ermöglichen, Ausgrenzung zu vermeiden und Voraussetzungen zu schaffen für ein gerechteres
Zusammenleben aller Menschen, in Sorge um die Zukunft der Schöpfung und für das Leben der
kommenden Generationen.
Das "Projekt Sozialwort"
Der Sozialwort-Prozess (2000-2003) startete mit einer kritischen Standortbestimmung sozialer
Initiativen und Einrichtungen der christlichen Kirchen (Phase I). Die 522 Rückmeldungen wurden im
"Sozialbericht" dokumentiert und öffentlich zur Diskussion gestellt (Phase II). Zusammen mit
Stellungnahmen von Parteien, Interessenvertretungen und sozialen Einrichtungen bildet der
"Sozialbericht" Grundlage und Hintergrund für die Erstellung des "Sozialworts" (Phase III).
Der Aufbau des Sozialworts und die aufgenommenen Themen entsprechen den gesellschaftlichen
Brennpunkten, die aus dem Sozialwort-Prozess hervorgegangen sind.
Ein Kompass für soziales Denken und Handeln
Um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, ist umfassende Bildung eine wesentliche
Voraussetzung; Bildung ist so eine Schlüsselfrage für die Zukunft der Einzelnen und der
Gesamtgesellschaft. Deshalb steht das Kapitel "Bildung" am Beginn des Sozialwortes, zusammen mit
dem Kapitel "Medien", da die Medien mehr als je zuvor das Denken und Handeln, die Weltsicht von
Menschen jeden Alters prägen, und wesentlichen Einfluss auf politische und demokratische
Entwicklungen ausüben.
Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich – Seite 1
"Lebensverbindungen" sind Grundlage menschlichen Lebens und des sozialen Zusammenhalts. Das
Zusammenleben in der Familie unterliegt vielfältigen Einflüssen durch die Veränderung der
gesellschaftlichen Vorstellungen, durch den Wandel von Arbeitswelt und Wirtschaft.
Tiefgreifende Veränderungen prägen auch die "Lebensräume" von Land, Stadt und Regionen, vor
allem durch die Erweiterung der Europäischen Union.
Die Entwicklungen in "Arbeit" und "Wirtschaft" stehen im Mittelpunkt von Hoffnungen und Sorgen der
Menschen. "Soziale Sicherheit", verlässliches Funktionieren gemeinschaftlicher Einrichtungen – von
den Schulen bis hin zu den sozialen Sicherungssystemen - bilden die Voraussetzung für sozialen
Zusammenhalt.
Die Hoffnung auf "Frieden", der Einsatz für "weltweite Gerechtigkeit" und Verantwortung für die
"Zukunftsfähigkeit" unseres Wirtschaftens sind Ziel und Inhalt des Engagements vieler Christinnen
und Christen. Parallel zur wirtschaftlichen Globalisierung ist die Entwicklung von Regeln und Normen
notwendig, um weltweite Gerechtigkeit möglich werden zu lassen.
Selbstverpflichtung der Kirchen – erneuerte Praxis
Entscheidend für die Glaubwürdigkeit ist die Verbindung des Sozialwortes mit der sozialen Praxis
kirchlicher Initiativen und Einrichtungen. Deshalb sind jedem Kapitel "Aufgaben" zugeordnet, mit
denen die Kirchen dazu einladen, sich die Anliegen des Sozialworts zu eigen zu machen. Auf Grund
dieser Selbstverpflichtung benennen die Kirchen dann auch "Aufgaben" für Staat und Gesellschaft als
gemeinsame Herausforderungen.
Weiterführung des sozialen Dialogs
In ihrem Schlusskapitel laden die Kirchen zur weiteren Auseinandersetzung um gesellschaftliche
Gerechtigkeit und Zukunft ein und ermutigen zu einem erneuerten sozialen Engagement.
Wien, 27. November 2003
Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich – Seite 2
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