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Medieninformation -
Wien, 4.11.2015
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Studie: Von der Altersmedizin zur Medizin des Altwerdens
Die Gesellschaft der Zukunft ist eine Gesellschaft des „Altwerdens“: Im Jahr
2030 wird in Österreich fast jeder Dritte 60 Jahre und älter sein. Medizinische
Einrichtungen werden sich daher verstärkt mit einer „Medizin des Altwerdens“
auseinandersetzen müssen. Die Vinzenz Gruppe hat aus diesem Grund das
Zukunftsinstitut mit einer Studie zu diesem Thema beauftragt. Der Fokus der
Trendstudie liegt auf den künftigen Anforderungen an die Gesundheitsversorgung und einer dazu passenden möglichen neuen Struktur einer
medizinischen Krankenhaus-Abteilung.
Warum brauchen wir eine neue Form von Altersmedizin? Es wäre zu einfach, bei diesem
Thema den demographischen Wandel vorzuschieben. Denn Altersmedizin bekommt in
Zukunft vor allem einen neuen Stellenwert, weil sich unsere Vorstellung vom Leben und
Altern massiv geändert hat. Und weil Gesundheit einen gigantischen Stellenwert in unserer
Gesellschaft erreicht hat. Nicht nur hierzulande, auch global erhöhen sich mit dem Etablieren
von Mittelschichten die Ansprüche an das eigene Leben und die damit einhergehenden
Vorstellungen vom gesunden Leben.
An der Schnittstelle von Alter und Medizin haben wir – trotz medizinischen Know-hows –
wenig praktische Erfahrungen. Wir stehen sozusagen am Beginn davon, unser Wissen der
Praxis anzunähern. Dazu meint der Auftraggeber der Studie Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian
Lampl, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Krankenhauses der Barmherzigen
Schwestern Linz: „Die Schwierigkeiten bilden nicht einzelne Wissensfelder und Disziplinen.
Die Herausforderung liegt darin, das Feld Altersmedizin als eines zu denken, obwohl es viele
sind.“ Dies ist natürlich nicht so einfach. Schon die Vorstellungen, was denn im Alter richtig
und gut ist, gehen auseinander. Und die Anforderungen an „Alter“ auch. Es ist schon allein
die Frage: Wo beginnt man denn, sich auf eine Medizin einzustellen, die das „Alter“ im Fokus
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hat? Was ist eine Krankheit, was ein altersbezogener Normalzustand? Benötigen wir dazu
eigene stationäre Einrichtungen oder ist Altersmedizin allgegenwärtig?
Die nun vorliegende Studie nähert sich diesen Fragen und wendet sie auf die Region
Oberösterreich an. Studienautor und Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Harry Gatterer
erklärt dazu: „Uns war wichtig zu definieren, wie eine Abteilungsstruktur sein müsste, um den
Erwartungen an eine allumfassende „Altersmedizin“ gerecht zu werden. Und wir wollten
herausfinden, was die rechtzeitige Beschäftigung mit der Altersmedizin für eine Region
bedeuten kann. Aus diesem Grund sprechen wir auch ganz bewusst nicht passiv von der
Altersmedizin, denn dieser Begriff täuscht eine abgeschlossene Fachrichtung vor. Vielmehr
empfehlen wir, von einer Medizin des Altwerdens zu sprechen, um den Alterungsprozess der
Menschen aktiv in den medizinischen Betrieb zu integrieren.“
Die „Medizin des Altwerdens“ ist also keine eigene Disziplin, sondern eine übergeordnete
Kompetenz, die als Brückenbauer zwischen diversen Spezialausrichtungen dient. „Für
Oberösterreich bietet sich jetzt die Chance, aktiv voranzugehen und damit vorbildliche und
praktikable Modelle für fortschrittliche Rahmenbedingungen unserer älter werdenden
Gesellschaft zu schaffen.“ erklärt Prof. Dr. Christian Lampl.
Die Kernaussagen der Studie im Überblick
 Die Lebensphase des „Altwerdens“ ist neu – deshalb ist es eine gesellschaftspolitische
Pflicht, sich mit den nötigen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Dabei muss das
Altersbild der Realität angepasst werden – der gegenwärtigen wie der zukünftigen. Es ist
wichtig, die Optionen aufzuzeigen, die ältere Menschen haben. Viele wissen einfach
nicht, was möglich ist – auf allen Seiten.
 Von der „Altersmedizin“ zur „Medizin des Altwerdens“: Die zentralen Aufgaben einer
Abteilung werden erweitert. Die „Medizin des Altwerdens“ ist in Zukunft mehr denn je
inter- bzw. transdisziplinär, was eine Systemumstellung zur Folge haben muss. Wir
befinden uns am Übergang vom Wissen zum Tun und haben nun die Chance zu
handeln. Die Abteilung wird so zum Meta-Kompetenzzentrum: Vernetzt, selbstlernend,
immer up to date, offen und flexibel.
 Die „Medizin des Altwerdens“ ist außerdem eine Hightech-Medizin – Techniker und ITSpezialisten sind Teil des Teams. Das bedeutet auch: In der Wissensgesellschaft wird
die isolierte Fachkraft uninteressant, der vernetzte Gesundheitsexperte nachgefragt wie
nie.
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 Es wird nicht länger ein Entweder-Oder der Wahrheiten geben, sondern ein Miteinander
der Wissenschaften im Dienste des Individuums. Die Herangehensweise verändert sich
vom Behandeln hin zum Begleiten: Die „Medizin des Altwerdens“ ist damit ein Prozess
und keine punktuelle Intervention.
 Ältere Migranten werden beim Thema „neue Altersbilder“ so gut wie gar nicht bedacht.
Bei der Integration von jungen Migranten könnten diese jedoch viel Unterstützung leisten.
Foto: (Quelle: Kunasz) Bei der Studienpräsentation im Linzer AEC diskutierten v.l.n.r.:
Harry Gatterer(Zukunftsinstitut Österreich), Dr. Georg Ruppe, M. A.(Geschäftsführer
der Österreichischen Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen), Univ.-Prof. Dr.
Regina Roller-Wirnsberger (Medizinische Universität Graz – Forscherin Innere
Medizin, Geschäftsführende Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für
Geriatrie und Gerontologie), OA Prof. Dr. Thomas Frühwald (KH Hietzing – Abteilung
für Akutgeriatrie, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie
und Gerontologie), Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Lampl (Geschäftsführer, Ärztlicher
Direktor, KH der Barmherzigen Schwestern Linz)
Grafik 1: Silver Society 2050 (Quelle: Statistik Austria)
Grafik 2: Vom Normalzustand Gesundheit zur modernen 24/7 Gesundungsgesellschaft
(Quelle: Zukunftsinstitut)
Ansprechpartner für Rückfragen:
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Annemarie Kramser
Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und
Management GmbH, Wien
Leitung Kommunikation
Gumpendorfer Straße 108, 1060 Wien
Mobil : +43 664 412 50 39
E-Mail: [email protected]
www.vinzenzgruppe.at
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Vinzenz Gruppe: Medizin mit Qualität und Seele
Wir verbinden christliche Werte mit hoher medizinischer und pflegerischer Kompetenz sowie
modernem, effizientem Management. Gemeinnützigkeit ist unser Prinzip. Medizin mit Qualität
und Seele ist unser Ziel.
Unsere Ordenskrankenhäuser, Pflegehäuser, Rehabilitationseinrichtungen und
Präventionsangebote stehen allen Menschen offen – ohne Ansehen ihrer Konfession und ihrer
sozialen Stellung.
Im Verbund der Vinzenz Gruppe werden die Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern
Wien, Linz und Ried, das Orthopädische Spital Speising, das St. Josef-Krankenhaus, das
Krankenhaus Göttlicher Heiland und das Herz-Jesu Krankenhaus (alle Wien) sowie die
Pflegehäuser der Barmherzigen Schwestern Pflege GmbH in Wien und in Maria Anzbach
geführt. Sie sind in rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Betriebsgesellschaften organisiert.
Die Beteiligungen an diesen Betriebsgesellschaften werden direkt oder indirekt von der
Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH verwaltet.
Weiters zählt die HerzReha Bad Ischl, an der eine gemeinsame Beteiligung mit der
Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft besteht, zur Vinzenz Gruppe. Sie ist durch
einen Betriebsführungsvertrag mit der Gruppe verbunden.
www.vinzenzgruppe.at
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