Erziehung

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Wissensvermittlung
1.Wie definiert Josef Dolch die Erziehung?
2. Wie definiert Wolfgang Brezinka die Erziehung?
3. Weshalb sind die Definitionen inkomplett?
4. Wie definiert Helmut Heid die Erziehung?
5. Weshalb kann man die Definition von Heid auch nur als inkomplett bezeichnen?
6. Wie kann man Erziehung sinnvoll definieren?
7. Kann die Erziehung professionalisiert werden?
8. Welche Wissensformen können unterschieden werden?
9. Welche historisch verankerten Wissensformen können unterschieden werden?
1. Erziehung als zwischenmenschliche Einwirkungen mit dem Ziel das Verhalten
zu verbessern.
2. Handlungen um psychische Dispositionen dauerhaft zu verbessern zu
erhalten oder zu verhindern
3. Es wird nicht erwähnt, worin die Verbesserungen bestehen. Die Sicht ist
einseitig aus der Perspektive der Erziehenden Person formuliert. Erziehung
beruht auf Interaktion. Auch der Schüler hat seinen Einfluss auf die LP.
Erzieherisches Handeln wird nur aus der Sicht der Absicht nicht angesehen,
nicht von der Wirkung.
4. Erziehung als intendiertes Handeln mit der Absicht eine entsprechende
Wirkung zu erzielen.
5. Erziehung geschieht in der Zeit: Handlung hat nicht immer unmittelbar eine
Wirkung.
6. Erziehung als Vermitteln.
7. Die Wissensbasis wird an die Wissenschaft gebunden. Das führt zu
Wissensmonopolisierung. Für den Lehrerberuf ist dies nur bedingt möglich, da
Erziehung auch ausserhalb der Schule stattfindet. Es gibt zu viele Disziplinen
die vermittelt werden. Es ist dementsprechend schwierig eine Basis für die
Monopolisierung zu finden.
8. Alltagswissen, Beobachtungswissen, Berufswissen, Erfahrungswissen,
wissenschaftliches Wissen.
9.
Körperliches Wissen: (schwierig zu verbalisiseren)
Kognitives Wissen (ohne Anschauung schwierig)
Anschauliches, mythisches Wissen
Entstehung menschlicher Wissensformen
1. Welche Erklärungsprinzipien der Evolutionslehre werden unterschieden?
(Darwin)
2. Wie wirken die Prinzipien der Evolution heute auf den Menschen?
3. Was sind primäre und sekundäre Kompetenzen?
4. Auf was gründet die Motivation sekundäre kognitive Fähigkeiten zu erwerben?
5. Auf wen geht die Kompetenz-Hypothese zurück?
6. Was sind Analogien, was Homologien?
7. Beschreibe kurz den Stammbaum des Menschen
1.
- Die Individuen einer Spezies unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Physiologie, ihrer
Morphologie und ihres Verhaltens. (Variation)
- ein Teil der Variation zwischen den Individuen wird durch Vererbung auf die
Nachkommen übertragen. (Heredität)
- Die Individuen einer Spezies unterscheiden sich in der Zahl ihrer
Nachkommen. (differenzielle Fitness)
- Es werden mehr Nachkommen geboren, als überlebens-, bzw.
reproduktionsfähig sind (Überproduktion der Nahkommen)
Die Anlage zum biologischen Erfolg liegt als nicht ausschliesslich in den Genen.
2. Die natürliche Selektion findet beim Menschen kaum mehr statt. Zwar mögen die
Mechanismen der biologischen Evolution kaum noch wirken, die Ergebnisse frührer
Selektionsprozesse bestimmen das Verhalten des Menschen trotzdem.
3.
- primäre kognitive Kompetenzen: analoge Kompetenzen werden
kulturübergreifend gefunden, sie dienen einer evolutiven Funktion
Zählen, Verständnis für grösser/kleiner, Addition und Subtraktion in einfachen
Einheiten bis 5
- sekundäre kognitive Kompetenzen: werden nicht in allen Kulturen gefunden,
ihre Entwicklung hängt davon ab, wie stark kulturelle Institutionen (wie die
Schule) auf die Entwicklung solcher Fähigkeiten Wert legt.
4. Die Motivation komplexe biologische sekundäre Kompetenzen zu erwerben
gründet nicht im ererbten Interesse der Kinder sondern in den Anforderungen
einer grösseren Gesellschaft. Das Problem des Unterrichts besteht weniger in
schulischen Lernschwierigkeiten als vielmehr in der Integration des auf Zeichen
beruhenden und begrifflichen Wissens, das in der Schule thematisiert wird, mit
den robusten Formen des intuitiven Wissens, die sich spontan in den ersten
Lebensjahren entwickelt haben
5. David C. Geary
6.
-Analogien: bedeutenden Übereinstimmungen bzw. Ähnlichkeiten in der Funktion
einer Verhaltensweise ohne stammesgeschichtliche Abkunft (z. B. Schwimmen
bei Fischen und Walen)
-Homologien: beziehen sich auf verwandtschaftliche Übereinstimmungen bzw.
Ähnlichkeiten.
7.
- Vor 4 Mio Jahren: Australopithecus: Lebt in offenem Gelände
- Vor 2 Mio Jahren: Gehirnvergrösserung: Gattung Homo, Jäger
Aus dem homo ergaster entwichelt sich über verschiedene Zwischenstufen
(Homo antecessor, Homo heidelbergensis) vermutlich der homo sapiens sapiens.
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1. Was sind ultimative und proximative Fragestellung?
2. Nenne mindestens 2 Beispiele
3. Welche Vorteile bringt die Bipedalität mit sich?
4. Adolf Portmann nennt dem Menschen eine physiologische Frühgeburt. Was ist
damit gemeint?
5. Welchen Grund hat der Nahrungswechsel von pflanzlicher auf tierische
Nahung zu Beginn der Entwicklung zum modernen Menschen?
1.
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2.
Beispiel Allomütter Beweggründe für den Nachwuchs verwandter zu sorgen:
proximativ: menschliche Verpflichtung Freude
ultimativ: überleben der eigenen Gene sichern.
Für die belebte Natur können beide Fragen gestellt werden, für die unbelebte nur
die proximative Fragestellung.
Beispiel Psychologie
In der Motivationspsychologie unterscheidet man:
- Basale Motive: nicht bewusst zugänglich (ultimativ)
- Motiationale Selbstbilder: selbst zugeschrieben bewusst zugänglich, kognitiv
Beispiel Fähigkeiten
Primäre kognitive Fähigkeiten: ultimativ
Sekundäre kognitive Fähigkeiten: proximativ
3.
Die Hände werden befreit
- zum Tragen von Lasten
- zum Gebrauch von Werkzeugen
- zur Bearbeitung der Natur.
- für künstlerische Betätigungen
- zur Kommunikation über Gesten und Gebärden
Das Gesicht wird von der Aufgabe der Nahrungssuche befreit.
4. Der Mensch ist ein Nesthocker. Nach kurzer Tragezeit befindet er sich im
ersten Lebensjahr in einem hilflosen Zustand.
Faktisch wird der Mensch zwölf Monate zu früh geboren.
5. Das Gehirn ist ein äusserst energieintensives Organ. Die städige evolutive
Vergrösserung des Gehirns führte zu einer Umstellung der
Nahrungsgewohnheiten.
Geschlechterrollenteilung
1. Wie ist die Parentale Investion definiert
2. Wie hat sich die Geschlechterrollenverteilung beim frühen Menschen
entwickelt?
3. Was bedeutet der Begriff Reziprozität?
4. Was macht den Menschen zu einem intentionalen Wesen:
1. Aufwand, der ein Elternteil für die Produktion eines einzelnen Nachkommens
auf Kosten weiterer Nachkommen erbringen muss.
2. Jäger-Sammlerkulturen: egalitäre Sozialstruktur. Erst als der Mensch sessbar
geworden ist, scheint sie von einer hierarchischen Struktur abgelöst worden
zu sein.
3. Egalitäre Beziehungen folgen der Norm der Reziprozität. Diese beinhaltet die
Forderungen erhaltene Leistungen durch Gegenleistungen zu kompensieren.
In ihrer allgemeinsten Form erhebt sei zwei miteinander verbundene
Ansprüche: Man soll denjenigen helfen, die einem geholfen haben und man
sollte jene nicht kränken, die einem geholfen haben.
4. – Fähigkeit zu anhaltendem Blickkontakt (2. Lebensmonat)
- Referenz: gemeinsame Bezugnahme auf ein Objekt , welches das Kind
interessiert.
- Das Kind kann der Mutter intentionale Zustände zuschreiben.
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Repräsentation
1. Was
ist mit dem Begriff
Repräsentation
gemeint?
2. Welche 3 Arten von Repräsentation werden unterschieden?
3. Welche drei Funktionen hat die Sprache?
4. Welche der Funktionen ist humanspezifisch?
5.
6.
7.
8.
9.
Auf wen geht die Sprachtheorie zurück?
Welche Vorteile hat eine Laut- gegenüber einer Gebärdensprache?
Welche Kritieren für Sprachen gibt es?
Welche evolutiven Vorteile hat die Lautsprache?
Was ist mit Exaptation gemeint?
1. Vergegenwärtigung, Vorstellung
2.
- Primäre Repräsentation: basierend auf der unmittelbaren Wahrnehmung von
Wirklichkeit. Bsp: Katze ihr „mentales Modell“ der Maus, das sie gerade jagt
- Sekundäre Repräsentation: Vergegenwärtigung abwesender Dinge oder
Phänomene. Bsp: Kind spielt zu Hause Polizist.
- Metarepräsentation: Erkenntnis mit ca. 4 Jahren, dass dieselbe Wirklichkeit
auf verschiedene Weise interpretiert werden kann (Theory of Mind).
Humanspezifisch
3. –Ausdruck (durch den Sender)
- Apell (an den Empfänger)
- Darstellung (Repräsentation) von Gegenständen und Sachverhalten
4. Den Tieren fehlt die Repräsentation. Durch Darstellung kann der Mensch
Gedanken Vorstellungen und Ideen aufeinander abstimmen, indem er den
Gegenständen und Sachverhalten Namen gibt.
5. Karl Bühler
6. –Laute kommen sich nicht in die Quere
- Lautliche Kommunikation ist ohne Sichtkontakt möglich
- Die Lautsprache ist äusserst schnell
7.
-Sprache bedient sich verbaler Kanäle
- Sprache braucht Symbole, die keinen Zusammenhang mit dem gemeinten
Gegenstand haben müssen
- Sprache hat eine Bedeutung (Semantizität)
- Sprache ist ein kultureller Artefakt und wird von Generation zu Generation
weitergegeben
- Sprache kann sich auf Dinge beziehen die nicht anwesend sind
- Sprache ist meist reziprok
- Sprache ist unerschöpflich und kreativ. Wir haben nicht nur ein einziges Set an
möglichen Fragen und Antworten.
8. – Unabhängigkeit von anderen Tätigkeiten
- Darstellungsfunktion: Mit Hilfe von Symbolen kann die Wirklichkeit repräsentiert
werden, das heisst Dinge und Ereignisse können ausgedrückt werden, die aktuell
nicht gegeben sein müssen. Es ist sogar möglich mentale Prozesse von anderen
Personen zu beeinflussen.
- Edukative Funktion der Sprache
- Sprache als Ferment der Kultur: Kultur bezieht sich auf die Fähigkeit Wirklichkeit
auf verschiedene Weise zu erkennen und beschreiben zu können.
8. Organe oder Verhaltensweisen, die zu bestimmten Zwecken evoluiert sind,
werden im Nachhinein für andere Zwecke genutzt. (Nase zum Atmen und
tragen der Brille Sprache zum Kommunizieren und Denken)
1. An welchen drei kulturellen Phänomenen wird das spezifisch Menschliche
sichtbar?
2. Was besagt die Zwei Code Theorie?
3. Welche Implikationen bringt die Zwei Code Theorie mit sich?
4. Auf wen geht die Zwei Code Theorie zurück?
1. Werkzeug, Bild und Grab. Alle drei stehen in enger Beziehung mit der
Sprache (Hans Jonas)
2. Der Mensch kann Informationen auf zwei verschiedene Arten codieren:
bildlich und sprachlich
System der bildhaften Vorstellung : spezialisiert auf konkrete Information in Form
von Bildern
Verbales System: Darstellung linguistischer Einheiten, Erzeugung von Sprache
3. – Beide Systeme sind unabhänging voneinander.Ein grosser Teil unseres
verbalen Wissens hat keine nichtverbale, bildliche Entsprechung. Umgekehrt
fassen wir nicht jedes Bild (z. B. unser Büro) in Worte
- Beide Systeme sind teilweise verknüpft. Nichtverbale Information kann
begrenzt in verbale transformiert werden und umgekehrt.
- Bilder aktivieren das bildliche System eher direkt, Beschreibungen indirekt.
Die abstrakte Bezeichnung Tier beispielsweise wird zuerst mit einem
spezifischen Bild (z. B. Hund) verknüpft.
- Im bildlichen System sind die Informationen ganzheitlich gespeichert. Im
verbalen System werden Wörter gespeichert, die keine Ähnlichkeit zu
konkreten Dingen aufweisen.
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4. Stephen Kosslyn
Kulturelles Lernen
1. Wie definiert Clifford Geertz Kultur?
2. Welche drei Formen des kulturellen Lernens unterscheidet Tomasello?
3. Wie unterscheiden sich die „kulturellen“ Errungenschaften der Primaten, von
denen der Menschen?
4. Kann man den Menschen als ein rein kulturelles Wesen bezeichnen?
5. Wie haben sich die menschlichen Wissensformen zeitlich entwickelt?
1. Ein historisch weitergegebenes Muster von Bedeutungen verkörpert in
Symbolen.
2. imitatives Lernen, instruiertes Lernen, kollaboratives Lernen
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3. Sie sind nicht obligatorisch, das heisst man findet sie nicht bei allen
Mitgliedern einer Gruppe
- es gibt starke individuelle Abweichungen, es besteht keine Norm für eine
kulturelle Leistung
- es gibt praktisch keinen Fortschritt über die Generationen. (kein WagenheberEffekt)
4. Nein. Der Mensch ist Teil der Natur wie jedes andere Lebewesen auch, und er
ist ein Wesen der Kultur, die ihn einzigartig macht. Die menschliche Natur wird
durch Kultur bereichert.
5. S. Beilage
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Körperliches Wissen
1. Beispiele für die körperliche Verwurzelung von Begriffen
2. Welche Konsequenzen hat das körperliche Wissen?
3. Welche Erkenntnishindernisse bringt der Körper mit sich
1. körperliche Erfahrung des Hinein- und Hinausgehens als Grundlage für die
Begriffe hinein, hinaus, innen aussen
- körperliche Erfahrung des Gleichgewichts als Grundlage für Begriffe wie
Gleichheit, Gerechtigkeit, Ausgewogenheit, Symmetrie
- oben und unten als Vorlage für Wertungen
- Körperlichkeit bedeutet eine Grenze haben. Daraus ergeben sich Begriffe wie
Innenraum, Aussenwelt, Schutz, Geborgenheit
- Körperlichkeit bedeutet auf dem Boden stehen und damit gehalten und
getragen werden, sich aufrichten, hinlegen, von A nach B bewegen, Umwege
machen, zurückkehren
- Auch die Kausalität scheint eine körperliche Basis zu haben
- Begriffe wie Widerstand, Kraft und Wirkung
2. Vieles, was wir wissen ist körperlich repräsentiert somit der sprachlichen
Beschreibung entzogen. So wissen wir zum Beispiel, wie man beim
Radfahren das Gleichgewicht behält, obwohl wir nicht sagen können, wie wir
es machen.
Das explizite Wissen ist kein Ersatz für das implizite Wissen (Polanyi)
Didaktische Konsequenzen sind:
-Wir können nicht vollständig explizit machen, was wir andere lehren wollen.
-Lernende verfügen über ein implizites Wissen, das wir als Lehrende
möglicherweise nicht kennen. Dieses implizite Wissen kann den Lernprozess
sowohl erleichtern , als auch erschweren.
3. Physikalische Phänomene verstehen wir intuitiv (wie Aristotheles). Wir stützen
uns dabei auf Lebenserfahrungen und Beobachtungen. Die Physik Newtons geht
aber nicht von intuitiven Vorstellungen aus. Ruhe und Bewegung beispielsweise,
die wir qualitativ unterscheiden sind effektiv gleichwertig.
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