Infoblatt Schule leiten 2016

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Schulen leiten – Potentiale entdecken III
Ein Fortbildungskurs für (stellvertretende)
Schulleiter/innen an katholischen Grundschulen
Ausgangssituation
In einer kürzlich erschienen Studie, wurde der Frage nachgegangen, welche Themen in Zukunft die
Fortbildung von Führungskräften bestimmen werden. Verschiedene Seminaranbieter prognostizierten, dass vor allem die Themen:
Menschenführung und
Arbeit am „Selbst“ der Führungskräfte
im Vordergrund stehen werden.
Hinter den Zukunftsvisionen der Seminaranbieter stehen drei Erkenntnisse:
Die einzelne Führungskraft kann die geltenden Gesetzmäßigkeiten des Handelns in Wirtschaft,
Verwaltung und Bildungswesen kaum noch beeinflussen, sie muss aber darauf reagieren.
Die permanent steigenden Anforderungen sind nicht länger nach dem Motto „try harder“, sondern nur mit dem Motto „try something new“ aufzufangen.
Die Zukunftsunsicherheit in den Institutionen und Betrieben kann nur durch größere, innere Stabilität kompensiert werden. Wer bestehen will, muss seine Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
durch permanente Arbeit an sich selbst verbessern.
Diese Erkenntnisse haben zweifellos eine besondere Bedeutung für Führungskräfte aus der Wirtschaft - vermutlich beschreiben sie aber auch Herausforderungen für Schulleiterinnen und Schulleiter.
Wir möchten interessierte Schulleiter/innen an katholischen Grundschulen bzw. deren Stellvertreter/innen zu einer längerfristigen Fortbildung einladen, in der wir den Teilnehmer/innen die Gelegenheit geben wollen, sich mit dem Thema: „Arbeit am ´Selbst` der Leitungskräfte“ und mit dem
Thema: „Menschenführung“ auseinanderzusetzen.
Wir gehen davon aus, dass Schulleiter/nnen vor allem dann erfolgreich und zu eigener Zufriedenheit
arbeiten können, wenn sie
1. eine eindrückliche und verständliche Vision dessen, was ihre Schule tut und tun soll, entwerfen
und überzeugend vermitteln können,
2. den persönlichen und fachlichen Ressourcen der Lehrpersonen in ihrem Kollegium und deren
Veränderbarkeit gerecht werden,
3. einen Teil ihrer Energien in Aufbau und Pflege ihrer Organisation investieren,
4. die wesentlichen Elemente ihrer Geschichte im eigenen Körper ausdrücken, direkte Führung
übernehmen oder auf indirektem Weg Einfluss gewinnen und ausdrücken,
5. sich die Ressourcen des zunehmend spezialisierten Expertenwissens erschließen.
Ziele
Deshalb soll diese Fortbildung den Teilnehmer/innen der Möglichkeit geben:
die eigene professionelle Rolle als Schulleiter/in zwischen den Erwartungen des Trägers,
der Schülern / Eltern, der Mitarbeiter/innen und den eigenen Absichten und Wünschen
weiterzuentwickeln
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eigene Kompetenzen im Hinblick auf Personalführung, Leitung von Teams und Gruppen
und die Entwicklung der Schule zu einer „lernenden Organisation“ zu erweitern,
die eigenen Kompetenzen und Ressourcen wahrzunehmen und durch die Auseinandersetzung mit eigener Autorität und Spiritualität persönliches Wachstum im Amt zu erfahren.
all diese Leitungskompetenzen in einem Raum, der Selbst - Erfahrung, der Reflexion und
des fachlichen Austausches zu erproben.
Themen / Arbeitsformen
Die geplante Fortbildung umfasst insgesamt vier dreitägige Kursabschnitte mit folgenden Themen:
1. Kursabschnitt
Thema: Menschen führen.
„Nur wer sich selbst leitet, kann andere leiten!“ - Diese alte TZI - Weisheit verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Selbstleitung und der Leitungsarbeit für andere Menschen. Zu wissen: „Wer ich
bin“ und „Wo ich hin will“, erweist sich dabei als das Herzstück des beruflichen Selbstverständnisses
von Leitungskräften. Zu wissen: „Wie ich mich verhalten soll“ gibt mir zu Kopf und Herz noch Arme
und Beine.
Inhalte: Grundlagen der Kommunikation, Konflikt- und Beratungsgespräche, Führungsgrundsätze.
Aufbau einer Feedbackkultur. Zusammenhang zwischen Biographie und Berufsrolle, Klärung der eigenen Rolle zwischen Leiter - Berater - Pädagoge, Entwicklung eigener Professionalität.
Termin: 1. bis 3.Februar.2016
Ort: Maria in der Aue, Wermelskirchen
2. Kursabschnitt
Thema: Gruppen und Teams führen.
SchulleiterIn sein heißt, in Gruppen und Teams zu arbeiten und zu leben. Hier nicht nicht Einfluss zu
nehmen, ist unmöglich. Interessant ist die Frage nach den „inneren Landkarten“, die dem / der Einzelnen die eigene Standortbestimmung und eine Orientierung im „Gelände“ ermöglichen (sollen).
Inhalte: Gruppenprozesse verstehen und beeinflussen. Die Entwicklung von Kooperationsstrukturen
im Kollegium. Teamentwicklung im Schulleitungsteam. Umgang mit Macht und Einfluss. Umgang mit
schwierigen Teamsituationen.
Termin: 25.-27.April.2016
Ort: Maria in der Aue, Wermelskirchen
3. Kursabschnitt
Thema: Schule als „lernende Organisation“ entwickeln.
Schulen sind Institutionen, in denen mitunter sehr viele Menschen über dezidiertes Wissen verfügen,
welche Veränderungsschritte eigentlich notwendig wären. Dennoch verhält sich die Institution insgesamt so, als ob sie über dieses Wissen nicht verfüge. „Was muss ich verändern, damit alles so bleiben
kann, wie es ist?“ - Diese Frage erweist sich nicht selten als das „eigentliche“ Anliegen.
Inhalte: Changemanagement: der Umgang mit Veränderungsprozessen in Institutionen. Grundfragen
der Schulentwicklung. Die Initiierung von Veränderungsprozessen in der Schule. Umgang mit Widerständen.
Termin: 7.-9.September 2016
Ort: Maria in der Aue, Wermelskirchen
4. Kursabschnitt
Thema: Leitung, Autorität und Spiritualität.
Eine Schule zu leiten bedeutet, selbst Autorität zu sein und andere Autorität sein und/oder werden
zu lassen. Persönliche Autorität gewinnt man nicht zuletzt durch eine bestimmte Haltung sich selbst
und anderen gegenüber. Spiritualität meint, sich in Beziehung zu einem größeren Ganzen zu erleben
und daraus authentisch zu handeln.
Inhalte: Auseinandersetzungen mit Fragen, wie: Was ist mir unbedingt wichtig und lebens - wert?
Was bedeutet es für mich „Autorität“ zu sein? Wie kann ich in meiner Rolle authentisch sein? Welche
Erfahrungen, Bilder, Worte unterstützen und fördern mich als Führungskraft?
Termin: 5. bis 7.Dezember.2016
Ort: Maria in der Aue, Wermelskirchen
Die Mitarbeit bei dieser Fortbildung setzt die Bereitschaft voraus, sich auf erfahrungsorientierte Arbeitsformen einzulassen. In den einzelnen Kursabschnitten wird erfahrungs- und
themenorientiert gearbeitet. Der Kurs versteht sich nicht als Selbsterfahrungsgruppe oder
Supervisionsgruppe.
Leitung:
Andrea Gersch, erzbischöfliche Schulrätin, Grundschulleiterin a.D.
Bardo Schaffner, Dipl. Pädagoge, Dozent am Institut für Lehrerfortbildung in Mülheim,
TZI - Leiter, Systemtherapeut, Lehrsupervisior.
Herr Schaffner wird an allen vier Kursabschnitten teilnehmen.
Träger / Kosten / Anmeldung
Diese Fortbildung wird vom Institut für Lehrerfortbildung, Essen-Werden in Kooperation mit der
Schulabteilung des Erzbistums Köln durchgeführt.
Es wird ein Teilnehmerbeitrag von 650 € erhoben. In diesem Beitrag sind alle Kosten enthalten:
Kurskosten und Unterbringungskosten. Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, so richten Sie
Ihre Anmeldung bitte nach Erscheinen des Programmheftes 1/2016 an das Institut für Lehrerfortbildung: www.ifl-fortbildung.de.
Vor Erscheinen dieses Heftes wenden Sie sich bitte an B.Schaffner über [email protected] Hier können Sie sich vormerken lassen.
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