Lehrinhalte für Floristen

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Lehrinhalte für Floristen
Ich habe bemerkt, dass in den Beitrittsländern, auch in Polen die Großunternehmen in großem Umfang
Arbeitsplätze verlieren und das Beschäftigungswachstum bei den KMU reichte nicht aus, um diese Verluste
wieder auszugleichen. Eine sehr große Bedeutung unter den Eigentumsumwandlungen hatten die
Systemreformen, eine Selbständigmachung von Unternehmen und die Anregung des inneren Wettbewerbs. In
Polen entstand ein Kapital- und Arbeitsmarkt. Wie in jedem Land gibt es auch in Polen eine Reihe von
Besonderheiten, die in der Geschäftspraxis zu beachten sind. In Polen besteht, noch mehr als in Deutschland, die
Notwendigkeit, vor jedem Geschäftsabschluss so viele Informationen zu sammeln, insbesondere wenn es sich
um junge Unternehmen handelt. Eine gute Möglichkeit für eine erfolgreiche Unternehmensführung geben die
Qualifizierungsseminare, die eine Reihe von Fachinformationen liefern sollen:
1. Unternehmens- und Personalführung
2. Warebeschaffung und Pflege
3. Gestaltung und Präsentation
4. Marketing und Sprache der Kommunikation
5. Projekte
6. Arbeitsabläufe organisieren
7. Werkstücke planen, fertigen und kontrollieren
8. Werkstücke und Dienstleistungen vermarkten
Die Zahl der am Markt erfolglos gebliebenen und schnell wieder verschwundenen Unternehmen ist relativ hoch.
Die Deutsche Seite muss dem polnischen Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung, der in aller
Regel gut qualifiziert ist, die Marketingimpulse geben. Es fehlen noch oft die Kundenorientierung und das
Bewusstsein, dass Waren und Leistungen angeboten werden müssen und auf den Kunden mit eigenen
Aktivitäten zugegangen werden muss.
Während der Austauschmaßname hatte ich die Möglichkeit meine künftigen beruflichen Aussichten auch in
Polen kennen zu lernen. In Deutschland habe ich viele Fortbildungen gemacht, aber leider kaum diese
Kenntnisse in der Praxis erprobt. In Polen gelang es mir die Theorie in meinem Fachgebiet mit Praxis zu
konfrontieren.
Fachgebiete, welche die Seminare für Floristen beinhalten sollen: Businessplanung, Gründungsplanung, eMarketing und e-Business in der Floristikbranche. Die Erarbeitung der Themen zeigt, wie wichtig es ist, den
Einsatz von neuen Instrumenten und Techniken bei der Vorbereitung einer Kooperation genau zu planen und in
die altbewährten Methoden zu integrieren.
Als besonders hilfreich für einen weiteren beruflichen Werdegang ist die Erarbeitung der Schwerpunkte
„Existenzgründung“ und „e-Marketing“ auf internationaler Ebene. Dort sollte man einerseits Gründungs- und
Organisationspläne auf Bezug an Polen zu entwickeln lernen und aufgrund von Umsatz-, Ausgaben-,
Finanzplänen und verschiedenen Analysewerkzeugen die Erfolgsausichten eines Vorhabens zu bewerten.
Der Aufenthalt in Polen, war Sehr lehrreich weil man neue Einblicke in die Arbeitsweise, das Arbeitsklima und
die Sitten und Gebräuche eines ausländischen Staates bekam. Dadurch konnte man die interkulturelle
Kompetenz steigern und Wettbewerbschancen auf dem globalen Arbeitsmarkt erhöhen. Da ein solcher
Erfahrungsaustausch auch das Verständnis zwischen den benachbarten Völkern steigert, vereinfacht er auch die
europäische Integration.
Werkstücke und Dienstleistungen vermarkten
Das Projekt sah auch die Analyse des Sektors der Floristikdienstleistungen vor, den diesbezüglichen Vergleich
beider Länder, Identifizierung von entstehenden Floristiktrends und neuer Entwicklungschancen, die durch die
Marktwirtschaft in Polen und in Deutschland geschaffen werden.
Eine rentable und topaktuelle Floristik ist solche, die trendorientierte und modische Kunden begeistert. Floristik
im Stil der Inspirationsthemen für den Fachhandel ist wieder im internationalen Trend
Auf dieser Basis ist es notwendig praxisnahe florale Werkstücke zu erarbeiten, die als saisonale Anregung und
Gestaltungsbeispiele für den Fachhandel dienen. In der Entwicklung der neuen Tendenzen arbeiten
Floristenfachverbände eng zusammen.
Der Austausch bot, die für ein Unternehmen wichtige Auseinandersetzung mit der
Herangehensweise und Arbeitsmoral der Polen an. Insgesamt ließe sich das unter „Motivation
zur Offenheit“ zusammenfassen um dem immer anspruchsvolleren Kunden gerecht zu
werden. Schlüssig erkannten wir dass der Einbezug von betriebswirtschaftlichen Inhalten wie
Unternehmensführung , Organisation und Marketing den Effizienzanforderungen
entgegenkäme, wobei mir auffiel das in Polen in dieser Branche noch vieles nach den Bauch
entschieden wurde, was auch die Analyse der Branche ergab. Das Bewusstsein, dass es sich
bei Floristik auch um eine Dienstleistung handelte, und mit gut informiertem, ausgebildetem
Personal anfing, war bei manchen Leuten neu.
Auch deshalb war die Erarbeitung der Schulungsinhalte das bedeutendste Ergebnis des Austausches.
Zunehmende Internetpräsenz von Floristikunternehmen, die nun auch im Floristikbereich um Kunden
konkurrierten erscheint uns ein Bereich mit großem Aufholbedarf in Polen zu sein und macht den problemlosen
Umgang mit den neuen Medien auch für Floristen zum Muss. Es erscheint absurd dass Unternehmen den
Versand von Sträußen auf dem Polnischen Markt anbieten zu Preisen die ihresgleichen suchen.
Um also auch den Preisbewussten Kunden gerecht zu werden und die Betriebskosten zu
drücken erschienen uns Schulungen zu Themengebieten wie Organisation von
Arbeitsabläufen, Planung von Werkstücken usw. wozu wir auch einige praktische Tipps in
den Seminaren bekamen, als sehr wichtig.
Ein Werkstück, das man gut in unterschiedlichen Preislagen arbeiten kann und die eine
romantische Ausstrahlung hat kann mit einer Arbeitshilfe schnell gesteckt werden. Ein
Schmaler Adventreifen umwickelt mit Deko-Bast, wird von drei Gummibändern in die
Ovalform gezogen, und dient als zeitsparender Abstandhalter.
Mehr als zuvor erkannten wir während des Austausches dass das Kaufverhalten der Konsumenten durch
geltende Wertetrends und durch ein Lebensgefühl beeinflusst wird. Nicht nur Lifestyle Mode, Handys sondern
auch und vor allem Lifestyle-Floristik. Insofern haben wir sehr zufrieden stellend die Kenntnisse auf dem
Fachgebiet verbessert und in die Praxis umgesetzt.
Der Austausch ermöglichte uns die beruflichen Perspektiven und Berufsfelder erweitern zu können und neue
Erkenntnisse in eine Form zu bringen, die als Ergänzung von Schulungen für Floristen im Sinne einer
europäischen Dimension eingesetzt werden können.
Nicht nur die Ausbildungsbereitschaft in der Floristik soll verstärkt werden, auch die Schaffung weiterer
Arbeitsplätze durch erfolgreiche Existenzgründungen wäre ein weitsichtiges Ziel in der Floristikbranche. Dazu
benötigen die Floristen ergänzende Informationen und Kenntnisse zu folgenden Themen:
- Warenkunde, Pflege und Präsentation, Verkaufsgespräch (fachliches
Grundwissen als Basis eines kompetenten Beratungsgesprächs),
- Verkaufsfördernde Marketingstrategien
- Harmonisch gestaltete Verkaufsräume nach Feng Shui
- Betriebsorganisation und Arbeitsgestaltung
- Organisation von Arbeit und Mitarbeitern/Innen
- Interner Wissenstransfer und Kundenservice; Einsparungspotenziale
- Kommunikations- und Entscheidungsprozesse optimieren,
Die oben präsentierten betriebswirtschaftlichen Themen könnten durchaus in einem Netzwerk der DeutschPolnischen Ausbilder angeboten werden, weil Hochschulbildung, Weiterbildung und Umschulungspraxis nicht
an das neue Wirtschaftssystem angepasst wurde, Floristikausbildung eingeschlossen.
Die gemeinsamen Diskussionen haben zu einer Internationalisierung des Hauptthemas unseres Austausches
geführt. Wir haben die Inhalte der zukünftigen Weiterbildungsmaßnahmen für Floristen verglichen und haben
versucht Standards zu entwickeln um die Wettbewerbsfähigkeit in der Floristikbranche an die neuen
Verhältnisse (Mai 2004) in beiden Ländern anzupassen.
Wer seine persönlichen Impulse durch praxisnahe, handlungsorientierte Unterrichtsinhalte findet, wird so
nachhaltig für seine eigenen beruflichen Synergieeffekte in der grünen Branche sorgen.
Das Programm der Austauschmaßnahme hatte einen logischen Hintergrund, nämlich den Begünstigten eine
Chance zu geben, über die berufliche Zukunft nachzudenken und eine innovative Entscheidung bezüglich
Aktivität in der Floristikbranche (in meinem Fall als Ausbilder in BWL Bereich) zu treffen.
Mehr als sonst wurde uns während der Maßnahme der massive Globalisierungsdruck auf die Kulturen bewusst,
denn die wirtschaftlichen Verflechtungen forderten von Managern Fähigkeiten, die diese nicht besitzen. Dank
Kooperationen zwischen internationalen Bildungseinrichtungen wie unserer, sollte dies in Zukunft keine
Probleme mehr bereiten.
Produkt- und Unternehmenspräsentation, Unternehmensführung, Arbeitsablauforganisation, Warenkunde,
Bedarf an EDV-Kenntnissen für Floristen, motivierende Verkaufsgespräche, Verhaltenskodizes, Grundlagen zu
Hausbewässerungssystemen, Pflanzenschutzmittel, Grundlagen der Gestaltung nach Feng Shui waren unter
Anderem unsere Ergänzungen der Schulungen, um gleichzeitig Werkzeug zum Einbinden der europäischen
Dimension für andere Ausbilder zu werden, und zu offenem innovativen Gestalten zu motivieren. In den
Seminaren gab es hierzu zahlreiche praktische Tipps: Blumenschmuck zu Gedenktagen, OsterfloristikOstersträuße usw.
Als Anhänger der Einsicht dass man erst die interkulturellen Fähigkeiten entwickeln kann, wenn man
betreffendes Kulturverhalten analysiert und akzeptiert hat, würden wir behaupten dass wir uns dieser Fähigkeit
sehr genährt haben.
Der Trend zur Entstehung einer Lifestyle Floristik, erfordert besonders, oben genanntes Wissen von zukünftigen
Floristen.
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