Beispiel für die Ermittlung der durchschnittlichen

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Behandlung von
Leistungsproblemen bei
Microsoft® Exchange 2000
Server
Dylan Miller
Behandlung von
Leistungsproblemen bei
Microsoft® Exchange 2000
Server
Dylan Miller
Copyright
Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stellen die behandelten Themen aus der
Sicht der Microsoft Corporation zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar. Da Microsoft auf sich
ändernde Marktanforderungen reagieren muss, stellt dies keine Verpflichtung seitens Microsoft
dar, und Microsoft kann die Richtigkeit der hier dargelegten Informationen nach dem Zeitpunkt
der Veröffentlichung nicht garantieren.
Dieses Whitepaper dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT SCHLIESST FÜR DIE
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2002 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Microsoft, Active Directory, Outlook, Windows und Windows NT sind entweder eingetragene
Marken oder Marken der Microsoft Corporation in den USA und/oder anderen Ländern.
Die in diesem Dokument aufgeführten Produkt- und Firmennamen sind möglicherweise Marken
der jeweiligen Eigentümer.
Veröffentlicht: September 2002
Gilt für: Exchange 2000 Server SP3
Projektredakteur: Susan Bradley
Technische Lektoren: Dale Koetke, KC Lemson, Jim Lucey, Nick Rosenfeld, Jason Hill,
Michael Palermiti, Charles McDaniels, Sameer Patel, Scott Landry
Design: Kristie Smith
Produktion: Stephanie Schroeder
Inhalt
Einführung
1
Ziele des Whitepapers .................................................................................... 1
Aufbau des Whitepapers ................................................................................. 2
Kapitel 1
Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen............... 3
Systemmonitor ................................................................................................ 3
Leistungsdatenprotokolle und Warnungen ..................................................... 6
Microsoft Operations Manager 2000 ............................................................... 8
Ereignisanzeige ............................................................................................... 9
Netzwerkmonitor ........................................................................................... 12
Dateimonitor .................................................................................................. 12
Hinweise zur Notation ................................................................................... 13
Kapitel 2
Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung ............. 15
Minimaler Indikatorensatz ............................................................................. 15
Beispiel für die Ermittlung der durchschnittlichen Serverleistung ................. 19
Zu beantwortende Fragen ...................................................................... 20
Beispiele für den Systemmonitor ............................................................ 20
Kapitel 3
Behandeln von Leistungsproblemen.............................. 25
Ursachen für Leistungsprobleme .................................................................. 25
Art des Problems ........................................................................................... 29
Leistungsprobleme der CPU .................................................................. 30
CPU-Auslastung ............................................................................... 31
Isolieren von Threads ....................................................................... 33
Leistungsprobleme der Festplatte .......................................................... 33
Leistungsprobleme der Festplatte: Erster Ansatz................... 33
RAID-Ebenen ................................................................................... 34
Leistungsprobleme der Festplatte: Zweiter Ansatz ................ 37
Leistungsprobleme der Festplatte: Dritter Ansatz .................. 38
Wodurch wird die E/A aktiviert? ....................................................... 38
Probleme mit dem Arbeitsspeicher ......................................................... 40
ii
Behandlung von Leistungsproblemen bei Microsoft Exchange 2000 Server
Weitere Probleme.......................................................................................... 45
Active Directory....................................................................................... 45
DSAccess ............................................................................................... 45
Netzwerkprobleme .................................................................................. 46
Verwenden des Netzwerkmonitors .................................................. 46
Messen von Nicht-MAPI-Anforderungen ................................................ 49
Indikatoren für die Nachrichtenzustellung .............................................. 50
Anhang A
51
Leistungsindikatoren ..................................................................................... 52
Datenbankindikatoren ............................................................................. 53
Epoxy-Indikatoren ................................................................................... 54
Indikatoren für logische Datenträger ...................................................... 55
Indikatoren für den Arbeitsspeicher ........................................................ 57
Indikatoren für MSExchangeIS ............................................................... 59
Indikatoren für das MSExchangeIS-Postfach ......................................... 63
Indikatoren für die öffentlichen Ordner von MSExchangeIS .................. 64
Indikatoren für die Netzwerkschnittstelle ................................................ 65
Indikatoren für die Auslagerungsdatei .................................................... 66
Indikatoren für physikalische Datenträger .............................................. 66
Prozessindikatoren ................................................................................. 68
Prozessorindikatoren .............................................................................. 71
Indikatoren für den Redirectordienst ...................................................... 72
Serverindikatoren .................................................................................... 73
Indikatoren für die Serverwarteschlange ................................................ 74
Indikatoren für den SMTP-Server ........................................................... 75
Systemindikatoren .................................................................................. 76
TCP-Indikatoren ...................................................................................... 76
Threadindikatoren ................................................................................... 77
Weitere Quellen............................................................................................. 78
Whitepapers ............................................................................................ 78
Microsoft Knowledge Base-Artikel .......................................................... 79
i
Einführung
In diesem Whitepaper erhalten Sie eine Einführung in Tools und Konzepte sowie
Empfehlungen für die Behandlung von Leistungsproblemen bei Microsoft® Exchange 2000
Server. Außerdem werden Möglichkeiten zur Überwachung der Server unter
Exchange 2000 sowie zur Ermittlung der durchschnittlichen Serverleistung beschrieben.
Dadurch können bei der Behandlung von Leistungsproblemen Abweichungen von der
normalen Serverleistung gemessen werden.
Ziele des Whitepapers
Dieses Dokument enthält detaillierte Antworten zu folgenden Fragen:
 Welche Tools stehen für die Überwachung von Exchange 2000-Servern zur
Verfügung?
 Wie kann die durchschnittliche Serverleistung ermittelt werden?
 Welche Schritte sind bei der Behandlung von Leistungsproblemen durchzuführen?
 Für welche weiteren Bereiche ist nach dem Ermitteln der durchschnittlichen
Serverleistung eine Überwachung der Leistung möglich?
2
Behandlung von Leistungsproblemen bei Microsoft Exchange 2000 Server
Aufbau des Whitepapers
Das Dokument ist in drei Kapitel und einen Anhang unterteilt:
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
Dieses Kapitel enthält Informationen zu den für die Überwachung der Leistung
von Exchange 2000-Servern zur Verfügung stehenden Tools.
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
Dieses Kapitel enthält allgemeine Informationen und Anweisungen zum Ermitteln
der durchschnittlichen Serverleistung von Exchange 2000-Servern. Weiterhin enthält
dieses Kapitel Beispiele für gesammelte Leistungsdaten.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
Dieses Kapitel enthält allgemeine Informationen und Anweisungen zur Behandlung
von Leistungsproblemen. Dieses Kapitel enthält darüber hinaus Beispiele von
Leistungsproblemen und gesammelte Leistungsdaten für viele unterschiedliche
Bereiche, in denen Leistungsprobleme auftreten können.
Anhang
Dieser Abschnitt enthält zusätzliche Leistungsindikatoren, die überwacht
werden können, wenn die durchschnittliche Serverleistung ermittelt oder die
ordnungsgemäße Funktionsweise von Exchange 2000-Servern überwacht wird.
Zusätzlich zu den in diesem Dokument aufgeführten Informationen stehen in
der Microsoft Knowledge Base unter http://support.microsoft.com die aktuellsten
Artikel zur Leistungsfähigkeit von Exchange 2000 Server zur Verfügung. Die
Microsoft Knowledge Base enthält aktuelle und detaillierte Informationen zu
spezifischen, die Systemleistung betreffenden Themen. Mit den in diesen Artikeln
enthaltenen Informationen können die meisten bekannten Leistungsprobleme gelöst
werden.
1
Tools zur Behandlung von
Leistungsproblemen
Mit Hilfe der folgenden Tools kann die Leistung von Exchange 2000 Server überwacht
und mögliche Probleme behandelt werden:
 Systemmonitor
 Leistungsdatenprotokolle und Warnungen
 Microsoft Operations Manager 2000
 Ereignisanzeige
 Netzwerkmonitor
 Dateimonitor
Systemmonitor
Der Systemmonitor ist ein Verwaltungs-Snap-In der Microsoft Management Console
(MMC). Mit dem Systemmonitor kann die Leistung des eigenen oder anderer Computer
des Netzwerks gemessen werden.
Hinweis In der Titelleiste des Systemmonitors wird die Bezeichnung Leistung angezeigt. Der
Name der ausführbaren Datei für den Systemmonitor lautet perfmon.
4
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
In der folgenden Abbildung ist ein aktiver Systemmonitor dargestellt.
Abbildung 1 Systemmonitor
Mit dem Systemmonitor können folgende Aufgaben bearbeitet werden:
 Sammeln und Anzeigen von Leistungsdaten eines lokalen Computers oder von
verschiedenen Remotecomputern in Echtzeit.
 Anzeigen aktueller oder älterer Daten, die in einem Indikatorprotokoll gesammelt
wurden.
 Darstellen der Daten als druckbares Diagramm, Histogramm oder als Bericht.
 Erstellen von HTML-Seiten mit Leistungsdaten.
 Erstellen wieder verwendbarer Systemmonitorkonfigurationen, die mit
Microsoft Management Console auf anderen Computern installiert werden können.
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
5
Mit dem Systemmonitor können umfangreiche Daten über die Verwendung von
Hardwareressourcen und über Systemdienstaktivitäten der verwalteten Computer
gesammelt und angezeigt werden. Für das Sammeln der im Diagramm anzuzeigenden
Daten können folgende unterschiedliche Definitionen vorgenommen werden:
 Datentyp Mit dem Systemmonitor können die Daten ausgewählt werden,
die durch spezifische Leistungsobjekte, Leistungsindikatoren und Objektinstanzen
gesammelt werden sollen. Einige Objekte stellen Daten über Systemressourcen
(wie den Arbeitsspeicher) zur Verfügung. In anderen Objekten werden Daten
zu Anwendungsoperationen gesammelt (z. B. von Exchange 2000).
 Datenquelle Mit dem Systemmonitor können Daten des lokalen Computers oder
Daten anderer Computer des Netzwerks, für die Zugriffsrechte bestehen, gesammelt
werden. Weiterhin kann das Sammeln von Echtzeitdaten oder älterer Daten mit
Hilfe von Indikatorprotokollen erfolgen.
 Abtastparameter Mit dem Systemmonitor kann das Abtasten entweder manuell
auf Anforderung oder automatisch auf Grundlage eines festgelegten Zeitintervalls
erfolgen. Bei der Anzeige der protokollierten Daten können außerdem die Startzeit
und die Endzeit festgelegt werden, so dass nur Daten eines bestimmten
Zeitabschnitts dargestellt werden.
Zusätzlich zu den Optionen zum Festlegen der Daten besteht eine hohe Flexibilität
bei der Gestaltung der Anzeige im Systemmonitor:
 Anzeigetyp Die Anzeige im Systemmonitor kann entweder als Diagramm,
Histogramm oder Bericht erfolgen. Standardmäßig ist die Diagrammanzeige
aktiviert. Diese bietet eine Vielzahl an möglichen Einstellungen.
 Anzeigemerkmale Für jede dieser Anzeigen können Farbe und Schriftart festgelegt
werden. In der Diagramm- und Histogrammansicht können für die Anzeige der
Leistungsdaten zahlreiche unterschiedliche Optionen ausgewählt werden. Dazu
zählen zum Beispiel:
 Festlegen eines Titels für das Diagramm bzw. Histogramm und Benennen
der vertikalen Achse.
 Festlegen des Wertebereichs für das Diagramm bzw. Histogramm.
 Anpassen der Merkmale von Linien oder Balken zur Anzeige von
Indikatorwerten, einschließlich Farbe, Breite, Stil usw.
Weitere Informationen zum Systemmonitor finden Sie in der Hilfe zu
Microsoft Windows® 2000 Server.
6
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
Leistungsdatenprotokolle und Warnungen
Leistungsdatenprotokolle und Warnungen sind Teil des Verwaltungs-Snap-Ins der
Microsoft Management Console (MMC). Mit Hilfe von Leistungsdatenprotokollen und
Warnungen können Leistungsdaten von lokalen Computern und Remotecomputern
automatisch gesammelt werden. Die protokollierten Daten können mit Hilfe des
Systemmonitors angezeigt werden. Sie können aber auch für die Analyse und das
Erstellen von Berichten in eine Kalkulationstabelle oder eine Datenbank exportiert
werden.
Durch die Verwendung von Leistungsdatenprotokollen und Warnungen können
folgende Aufgaben ausgeführt werden:
 Sammeln von Daten in einem durch Trennzeichen oder Tabstopps getrennten
Format, so dass ein einfacher Import der Daten in eine Kalkulationstabelle
möglich ist. Für die Umlaufprotokollierung oder für Protokollierinstanzen,
wie z. B. Threads oder Prozesse, die erst nach dem Starten der Protokollierung
aktiviert werden, können die Daten auch im Binärformat gesammelt werden.
(Bei der Umlaufprotokollierung erfolgt eine kontinuierliche Protokollierung
der Daten in einer einzigen Datei, wobei ältere Daten durch die neuen Daten
überschrieben werden.)
 Sammeln von Indikatordaten, die während und nach dem Beenden der
Protokollierung angezeigt werden.
 Ausführen von Leistungsdatenprotokollen und Warnungen als Dienst, so dass
das Sammeln von Leistungsdaten auch dann möglich ist, wenn niemand am
überwachten Computer angemeldet ist.
 Festlegen der Start- und Endzeit, des Dateinamens, der Dateigröße und anderer
Parameter für die automatische Protokollierung.
 Verwalten mehrerer Protokollsitzungen von einem einzigen Konsolenfenster aus.
 Setzen einer Warnung auf einen Indikator. Wenn der im Indikator ausgewählte
Wert eine bestimmte Einstellung über- oder unterschreitet, wird entweder eine
Nachricht gesendet, ein Programm ausgeführt oder ein Protokoll gestartet.
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
7
Ähnlich wie beim Systemmonitor unterstützen Leistungsdatenprotokolle und
Warnungen die Definition von Leistungsobjekten, Leistungsindikatoren und
Objektinstanzen. Außerdem können Abtastintervalle für die Überwachung von
Daten von Hardwareressourcen und Systemdiensten eingerichtet werden. Weiterhin
ermöglichen Leistungsdatenprotokolle und Warnungen die folgenden Optionen zum
Aufzeichnen von Daten:
 Starten und Beenden der Protokollierung entweder manuell auf Anforderung oder
automatisch auf der Grundlage eines benutzerdefinierten Zeitplans.
 Konfigurieren zusätzlicher Einstellungen für die automatische Protokollierung,
wie z. B. das automatische Umbenennen der Datei, und Festlegen von Parametern
zum Beenden und Starten eines Protokolls auf Grundlage der abgelaufenen Zeit
oder der Dateigröße.
 Erstellen von Protokollen der Ablaufverfolgung. Bei Verwendung des
standardmäßigen Systemdatenanbieters oder eines anderen Anbieters können mit
Hilfe von Protokollen der Ablaufverfolgung bei bestimmten Aktivitäten, z. B. bei
einer E/A-Operation auf der Festplatte oder einem Seitenfehler, entsprechende
Daten aufgezeichnet werden. Wenn das Ereignis stattfindet, sendet der Anbieter
die Daten zum Dienst für Leistungsdatenprotokolle und Warnungen. Darin liegt
der Unterschied zu Indikatorprotokollen: Bei Verwendung von Indikatorprotokollen
erhält der Dienst die entsprechenden Daten vom System nicht nach Auslösung
eines bestimmten Ereignisses, sondern nach Ablauf des Aktualisierungsintervalls.
Für die Interpretation der Ausgabe des Protokolls der Ablaufverfolgung wird ein
Analysetool benötigt. Dieses Tool kann von Entwicklern unter Verwendung von
Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) erstellt werden, die auf der Website
von Microsoft (http://msdn.microsoft.com/) verfügbar sind.
 Definieren eines Programms, das nach Abschluss der Protokollierung ausgeführt
wird.
Weitere Informationen zu Leistungsdatenprotokollen und Warnungen finden Sie in der
Hilfe zu Windows 2000 Server.
8
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
Microsoft Operations Manager 2000
Microsoft Operations Manager 2000 ermöglicht die umfassende Ereignisverwaltung, die
effiziente Überwachung, das Senden von Warnungen sowie die Erstellung von Berichten
und Trendanalysen. Application Management Pack ist die in Microsoft Operations
Manager integrierte umfangreiche Knowledge Base für den Produktsupport. Dadurch
können die täglich anfallenden Supportkosten reduziert werden, die beim Ausführen von
Anwendungen und Diensten in einer auf Microsoft Windows basierenden Information
Technology (IT)-Infrastruktur entstehen. Die Verwaltungspakete von Microsoft
Operations Manager 2000 stellen das für die Verwendung von Windows 2000 Server
und Exchange 2000 Server notwendige Wissen zur Verfügung.
In der folgenden Abbildung werden Informationen dargestellt, die in Microsoft
Operations Manager i. d. R. zur Verfügung stehen.
Abbildung 2 Microsoft Operations Manager
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
9
Mit Microsoft Operations Manager 2000 können folgende Aufgaben ausgeführt werden:
 Prüfen des Systemstatus über eine Webkonsole.
 Erstellen komplexer Regeln als Reaktion auf Ereignisse.
 Generieren benutzerdefinierter Berichte.
 Ausführen grundlegender Betriebsaufgaben unter Verwendung eines der
integrierten Verwaltungspakete.
Microsoft Operations Manager 2000 verfügt über einen vollständigen Satz von Features
für die Unterstützung von Administratoren bei der Überwachung und Verwaltung
sowohl von Ereignissen als auch der Leistung der auf Windows 2000 basierenden
Serversysteme.
Weitere Informationen zu Microsoft Operations Manager 2000 finden Sie auf der
Produktwebsite unter http://www.microsoft.com/mom/.
Ereignisanzeige
Mit Hilfe der Ereignisprotokolle der Ereignisanzeige können Informationen zu
Hardware-, Software- und Systemproblemen gesammelt sowie Sicherheitsereignisse
von Windows 2000 überwacht werden.
Der Ereignisprotokolldienst wird automatisch beim Starten von Windows 2000
ausgeführt und zeichnet Ereignisse in den drei in der folgenden Tabelle aufgeführten
Protokollarten auf.
10
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
Tabelle 1 Von der Ereignisanzeige verwendete Protokolle
Protokoll
Beschreibung
Anwendungsprotokoll
Das Anwendungsprotokoll enthält alle in
Exchange 2000 und anderen
Anwendungen protokollierten Ereignisse.
Die meisten der in Exchange 2000
aufgetretenen Ereignisse werden im
Anwendungsprotokoll aufgezeichnet.
Systemprotokoll
Das Systemprotokoll enthält Ereignisse,
die von Windows 2000Systemkomponenten protokolliert werden.
So werden im Systemprotokoll z. B.
Fehler beim Laden eines Treibers oder
anderer Systemkomponenten beim
Systemstart aufgezeichnet. In
Windows 2000 wird vorab festgelegt,
welche Ereignistypen von den
Systemkomponenten protokolliert werden.
Sicherheitsprotokoll
Mit dem Sicherheitsprotokoll können
Sicherheitsereignisse, wie gültige und
ungültige Anmeldeversuche, oder auch
Ereignisse im Zusammenhang mit der
Verwendung von Ressourcen, wie z. B.
das Erstellen, Öffnen und Löschen von
Dateien, aufgezeichnet werden. Der
Administrator kann festlegen, welche
Ereignisse im Sicherheitsprotokoll
aufgezeichnet werden. Wenn
beispielsweise die Überwachung der
Anmeldeaktivitäten aktiviert wird, werden
alle Versuche, sich am System
anzumelden, im Sicherheitsprotokoll
aufgezeichnet.
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
11
In der Ereignisanzeige werden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Ereignistypen
angezeigt:
Tabelle 2 In der Ereignisanzeige angezeigte Ereignisse
Ereignis
Beschreibung
Fehler
Zeigt ein erhebliches Problem an, z. B.
den Verlust von Daten oder den Ausfall
von Funktionen. Ein Fehler wird
beispielsweise protokolliert, wenn ein
Dienst beim Systemstart nicht geladen
werden kann.
Warnung
Zeigt ein mögliches Problem an. Eine
Warnung wird beispielsweise protokolliert,
wenn auf der Festplatte nur noch wenig
freier Speicherplatz zur Verfügung steht.
Information
Zeigt die erfolgreiche Ausführung einer
Anwendung, eines Treibers oder eines
Dienstes an. Ein Informationsereignis wird
zum Beispiel protokolliert, wenn ein
Netzwerktreiber erfolgreich geladen
wurde.
Erfolgsüberwachung
Zeigt einen erfolgreich überwachten
Versuch eines Sicherheitszugriffs an. Ein
Erfolgsüberwachungsereignis wird zum
Beispiel protokolliert, wenn die Anmeldung
eines Anwenders am System erfolgreich
war.
Fehlerüberwachung
Zeigt einen überwachten Zugriffsversuch
an, der fehlerhaft war. Ein
Fehlerüberwachungsereignis wird zum
Beispiel protokolliert, wenn der
Zugriffsversuch eines Anwenders auf ein
Netzwerklaufwerk fehlgeschlagen ist.
Weitere Informationen zur Ereignisanzeige finden Sie in der Hilfe zu
Microsoft Windows® 2000 Server.
12
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
Netzwerkmonitor
Mit Hilfe des Netzwerkmonitors können Probleme im LAN ermittelt und behandelt
werden. Folgende Aufgaben können mit dem Netzwerkmonitor ausgeführt werden:
 Identifizieren von Mustern des Netzwerkverkehrs und von Netzwerkproblemen.
Beispielsweise können Probleme von Client-Server-Verbindungen lokalisiert, ein
Computer mit einer überproportionalen Anzahl von Netzwerkanfragen gefunden
und nicht autorisierte Anwender im Netzwerk identifiziert werden.
 Aufzeichnen von Frames (Paketen) direkt aus dem Netzwerk.
 Anzeigen, Filtern, Speichern und Drucken der aufgezeichneten Frames.
Eine Anleitung zur Verwendung des Netzwerkmonitors für die Behandlung von
Leistungsproblemen ist im Abschnitt „Behandeln von Leistungsproblemen“ weiter
unten in diesem Dokument zu finden.
Weitere Informationen zum Netzwerkmonitor finden Sie in folgenden Artikeln der
Knowledge Base:
 Q294818 – „Frequently Asked Questions About Network Monitor“
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=3052&ID=Q294818) (in englischer Sprache)
 Q148942 – „How to Capture Network Traffic with Network Monitor“
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=3052&ID=Q148942) (in englischer Sprache)
Dateimonitor
Mit Hilfe des Dateimonitors von System Internals können die Aktivitäten des
Dateisystems in Echtzeit überwacht und angezeigt werden. Mit seiner erweiterten
Funktionalität stellt der Dateimonitor ein leistungsstarkes Tool dar, mit dem die
Arbeitsweise von Windows untersucht, Dateien und DLLs hinsichtlich ihrer
Verwendung durch die einzelnen Anwendungen analysiert und Konfigurationsprobleme
von System- oder Anwendungsdateien festgestellt werden können. Durch
Zeitstempelung wird im Dateimonitor genau angegeben, wann Dateien geöffnet,
gelesen, geschrieben oder gelöscht wurden. In der Statusspalte wird dazu das
entsprechende Ergebnis festgehalten. Die Überwachung durch den Dateimonitor
beginnt, wenn dieser gestartet wird. Der Inhalt seines Ausgabefensters kann für die
spätere Offline-Anzeige in einer Datei gespeichert werden. Der Dateimonitor verfügt
über vollständige Such- und Filterfunktionen.
Kapitel 1: „Tools zur Behandlung von Leistungsproblemen“
13
Weitere Informationen zum Dateimonitor von System Internals finden Sie im Abschnitt
„Behandeln von Leistungsproblemen“ weiter unten in diesem Dokument sowie im
Internet unter: http://www.sysinternals.com.
Hinweis Diese Kontaktinformationen von Drittanbietern werden bereitgestellt, um Ihnen die
Suche nach technischer Unterstützung zu erleichtern. Diese Kontaktinformationen können
ohne Vorankündigung geändert werden. Microsoft übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit
dieser Kontaktinformationen von Drittanbietern.
Hinweise zur Notation
In diesem Abschnitt werden viele Leistungsindikatoren vorgestellt.
Leistungsindikatoren bestehen aus folgenden drei Teilen:
 Leistungsobjekt Teil des Computers, der überwacht wird. Einige der am
häufigsten überwachten Objekte sind Prozessor, Arbeitsspeicher und physikalischer
Datenträger. Nach dem Installieren von Exchange 2000 werden neue Objekte wie
zum Beispiel MSExchangeIS zur Leistungsobjektliste hinzugefügt.
 Indikatoren Die für ein Leistungsobjekt zur Verfügung stehenden Indikatoren,
die Teile des überwachten Objekts sind. Bei einem Arbeitsspeicherobjekt
können beispielsweise die verfügbaren Bytes, Kilobytes und Megabytes des
Arbeitsspeichers sowie die Seitenfehler pro Sekunde oder die Gesamtzahl von
Seiten pro Sekunde überwacht werden.
 Instanzen Auf dem Computer befinden sich unter Umständen mehrere Objekte
oder Indikatoren, die zu überwachen sind. Bei der Anzeige der Indikatoren des
Prozessorobjekts eines Mehrprozessorsystems ist beispielsweise jeder Prozessor
des Computers mit einer eigenen Instanz dargestellt. Es besteht die Möglichkeit
einen einzelnen Prozessor oder alle Prozessoren zu überwachen.
Die Referenz auf einen Leistungsindikator erfolgt in diesem Artikel durch folgendes
Format:
Leistungsobjekt(Instanz)\Indikator
Hinweis Die Angabe der Instanz ist nicht zwingend erforderlich. Beispiel:
Physikalischer Datenträger\Zeit (%)
2
Ermitteln der durchschnittlichen
Serverleistung
Zum Erkennen von Leistungsproblemen müssen die Exchange 2000-Server ständig
überwacht und die durchschnittlichen Serverleistung ermittelt werden. Sofort nach
dem Einrichten eines Exchange 2000-Servers sollten die in der folgenden Tabelle
aufgelisteten Indikatoren für die Überwachung der Serverleistung verwendet und die
durchschnittliche Serverleistung ermittelt werden.
Minimaler Indikatorensatz
Die folgenden Indikatoren bilden den Minimalsatz für die Ermittlung der
durchschnittlichen Serverleistung und die Überwachung der Funktionstüchtigkeit
des Servers. Für jeden Indikator ist eine Beschreibung und ein empfohlener Wert
angegeben. Verwenden Sie für die Überwachung der Leistung bei jedem Indikator
den empfohlenen Wert.
Hinweis Für die Ermittlung der durchschnittlichen Serverleistung Ihrer Organisation und zur
Überwachung der Leistung von Exchange 2000-Servern stehen zahlreiche Indikatoren zur
Verfügung. Eine vollständige Liste der Indikatoren mit einer Beschreibung und einem
empfohlenen Wert finden Sie im Anhang weiter unten in diesem Dokument.
16
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
Tabelle 3 Minimaler Indikatorensatz
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
MSExchangeIS
Postfach\Nachrichtenöffnungen/Sek.
Rate, mit der Anfragen zum
Öffnen von Nachrichten an
den ExchangeInformationsspeicher
übergeben werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. Verwenden Sie
diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
MSExchangeIS Postfach\
Ordneröffnungen/Sek.
Rate, mit der Anfragen zum
Öffnen von Ordnern an den
ExchangeInformationsspeicher
übergeben werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. Verwenden Sie
diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
MSExchangeIS
Postfach\Lokale
Übermittlungsrate
Rate, mit der Nachrichten
lokal übermittelt werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. Verwenden Sie
diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
MSExchangeIS\RPCOperationen/Sek.
Rate, mit der Remote
Procedure Call (RPC)Operationen erfolgen.
Dieser Indikator zeigt die
Anzahl der noch
anstehenden RPCAnfragen an. Wenn die
Benutzer durch
Microsoft® Outlook®
benachrichtigt werden,
dass kein Kontakt zum
Exchange-Server
hergestellt werden konnte,
zeigt dieser Wert meist
signifikante Spitzen.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. Bei
Standardoperationen auf
einem Computer mit
4 Prozessoren sollte dieser
Wert 0 sein. Verwenden
Sie diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
17
Tabelle 3 Minimaler Indikatorensatz (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
MSExchangeIS\RPCAnfragen
Anzahl von Clientanfragen, Der Wert dieses Indikators
die aktuell vom Exchange- sollte 100 nicht
Server verarbeitet werden. übersteigen. Verwenden
Sie diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
Physikalischer
Datenträger(_Gesamt)\
Übertragungen/Sek.
Anzahl der
abgeschlossenen Leseund Schreibvorgänge pro
Sekunde. Dieser Indikator
misst die Zugriffe auf den
Datenträger und wird als
Prozentsatz ausgedrückt.
Werte über 50 Prozent
können anzeigen, dass der
Datenträger einen Engpass
darstellt.
Der Wert dieses Indikators
sollte unter 50 Prozent
liegen. Verwenden Sie
diesen Indikator für die
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
Prozess (STORE.EXE)\
Prozessorzeit (%)
Prozentwert der
Prozessorzeit zum
Ausführen von Threads, die
sich nicht im Leerlauf
befinden. Verwenden Sie
diesen Indikator, um den
Prozentwert für die
Verwendung des
Prozessors durch den
Exchange-Dienst zu
überwachen.
Ein durchschnittlicher Wert
unter 20 Prozent zeigt an,
dass der Server nicht
verwendet wird oder die
Dienste nicht aktiv sind. Ein
durchschnittlicher Wert, der
beständig über 75 bis
80 Prozent liegt, zeigt an,
dass der Server überlastet
ist. Verwenden Sie diesen
Indikator zur Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
18
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
Tabelle 3 Minimaler Indikatorensatz (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Prozessor
(_Gesamt)\Prozessorzeit
(%)
Prozentwert der
Prozessorzeit zum
Ausführen von Threads, die
sich nicht im Leerlauf
befinden. Verwenden Sie
diesen Indikator, um den
Prozentwert für die
Verwendung des
Prozessors durch den
Exchange-Dienst zu
überwachen.
Ein durchschnittlicher Wert
unter 20 Prozent zeigt an,
dass der Server nicht
verwendet wird oder die
Dienste nicht aktiv sind. Ein
mittlerer Wert, der
beständig über 75 bis
80 Prozent liegt, zeigt an,
dass der Server überlastet
ist. In diesem Fall sollten
Benutzer auf einen anderen
Server gelenkt werden.
Verwenden Sie diesen
Indikator zur Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
SMTP-Server\Lokale
Warteschlangenlänge
Anzahl von Nachrichten in
der lokalen Simple Mail
Transfer Protocol (SMTP)Warteschlange.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. Verwenden Sie
diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
SMTP-Server\Übermittelte
Nachrichten/Sek.
Rate, mit der Nachrichten
an das lokale Postfach
gesendet werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. Verwenden Sie
diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
19
Tabelle 3 Minimaler Indikatorensatz (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
SMTP-Server\Empfangene Rate, mit der Nachrichten
Nachrichten/Sek.
empfangen werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. Verwenden Sie
diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
SMTP-Server\Gesendete
Nachrichten/Sek.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. Verwenden Sie
diesen Indikator zur
Ermittlung der
durchschnittlichen
Serverleistung.
Rate, mit der Nachrichten
gesendet werden.
Hinweis Vor der Behandlung von Datenträgerproblemen sollte an der Eingabeaufforderung
der Befehl diskperf –y ausgeführt werden, um den Indikator für logische Datenträger sowie für
physikalische Datenträger zu aktivieren.
Beispiel für die Ermittlung der durchschnittlichen
Serverleistung
Nach dem Beginn der Überwachung der Exchange 2000-Server kann mit Hilfe der
gesammelten Daten die durchschnittliche Serverleistung ermittelt werden. Die im
folgenden Abschnitt aufgeführten Fragen sollten vor dem Ermitteln der
durchschnittlichen Serverleistung beantwortet werden. Außerdem sind Beispieldaten
zum Systemmonitor aufgeführt.
20
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
Zu beantwortende Fragen
Vor Ermittlung der durchschnittlichen Serverleistung sollten die folgenden Fragen
beantwortet werden. Die Antworten auf diese Fragen helfen Ihnen bei der Interpretation
der aktuellen Leistungsdaten und bei der Untersuchung von Leistungsproblemen.
 Wie viele Nachrichten erhalten die Benutzer durchschnittlich pro Tag?
 Wie viele Nachrichten werden von den Benutzern geöffnet, und wie häufig werden
Ordner geöffnet?
 Wie hoch ist die maximale Übertragungsrate? Zu welcher Tageszeit und an
welchem Wochentag werden Spitzenlasten erreicht?
 Gibt es monatliche bzw. quartalsweise Spitzenlasten?
 Wie viele Benutzer können von den vorhandenen Servern zusätzlich bedient
werden?
Ziel ist es, die für typische Belastungszeiträume gesammelten Daten als
durchschnittliche Serverleistung mit den aktuellen Leistungsdaten zu vergleichen. Beim
Vergleich der Daten der durchschnittlichen Serverleistung mit den Daten der aktuellen
Serverleistung kann festgestellt werden, ob der Server ordnungsgemäß funktioniert oder
ob Leistungsprobleme auftreten. Die Beantwortung der oben gestellten Fragen hilft bei
der Analyse der aktuellen Leistungsdaten und beim Erkennen von Leistungsproblemen.
Beispiele für den Systemmonitor
Im Folgenden sind Beispiele für Leistungsdaten aufgeführt, die durch den
Systemmonitor gesammelt wurden. Bei einem Systemmonitor, der rund um die
Uhr ausgeführt wird, werden Daten mit folgender Häufigkeitsrate gesammelt:
 900 Sekunden bei einer 24-Stunden-Ansicht
 60 Sekunden bei einer 1- bis 2-Stunden-Ansicht
 10 Sekunden zur Erfassung von kurzzeitigen Belastungsspitzen
Die folgenden Abbildungen des Systemmonitors wurden während der Überwachung
eines Exchange 2000-Produktionsservers mit Service Pack 3 aufgezeichnet. In der
ersten Abbildung sind Leistungsdaten in der 24-Stunden-Ansicht mit den Operationen
zu Spitzen- und Nicht-Spitzenzeiten dargestellt. In der zweiten und dritten Abbildung
werden die 1- bis 2-Stunden-Ansicht bzw. die Kurzzeit-Ansicht während der
Hauptgeschäftszeit gezeigt.
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
In der folgenden Abbildung ist die Datenaufzeichnung des Systemmonitors in der
24-Stunden-Ansicht dargestellt.
Abbildung 3 Daten des Systemmonitors in der 24-Stunden-Ansicht
21
22
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
In der folgenden Abbildung ist die Datenaufzeichnung des Systemmonitors in der 1- bis
2-Stunden-Ansicht dargestellt.
Abbildung 4 Daten des Systemmonitors in der 1- bis 2-Stunden-Ansicht
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
23
In der folgenden Abbildung ist die Datenaufzeichnung des Systemmonitors im Abstand
von 10 Sekunden zum Erfassen kurzzeitiger Belastungsspitzen dargestellt.
Abbildung 5 Daten des Systemmonitors mit kurzzeitigen Spitzen
24
Kapitel 2: „Ermitteln der durchschnittlichen Serverleistung“
Bei der Leistungsüberwachung unter Verwendung der oben dargestellten Ansichten und
des minimalen Indikatorsatzes kann die durchschnittliche Serverleistung ermittelt und
die Leistung des Servers überwacht werden. Bei Verwendung der empfohlenen Werte
für den minimalen Indikatorsatz als Richtlinie zeigt sich, dass der in Abbildung 5
dargestellte Server ordnungsgemäß funktioniert. Der Indikatorwert RPCOperationen/Sek. bleibt im Allgemeinen 0, der Indikatorwert RPC-Anfragen unter
100, der Indikatorwert Übertragungen/Sek. im Allgemeinen unter 50 Prozent und
die Indikatorwerte Prozessorzeit (%) (_Gesamt) und Prozessorzeit (%)
(STORE.EXE) unter 80 Prozent.
Aus Abbildung 5 wird außerdem ersichtlich, dass Spitzen bei der Serverleistung normal
sind. In Abbildung 5 ist zu erkennen, dass die Indikatorwerte
Ordneröffnungen/Sek., Prozessorzeit (%) (STORE.EXE) und
Prozessorzeit (%) (_Gesamt) zeitweise stark ansteigen, danach aber wieder auf
ein niedriges Niveau zurückgehen.
Hinweis Leistungsdaten können unter Verwendung von Leistungsdatenprotokollen und
Warnungen in einer Protokolldatei gespeichert werden. Mit Leistungsdatenprotokollen und
Warnungen können Leistungsdaten in Protokolldateien gespeichert werden, so dass die
während der typischen Lastzeiten gespeicherten Leistungsdaten mit den aktuellen
Leistungsdaten verglichen werden können. Die in den Protokolldateien gespeicherten Daten
können anschließend mit dem Systemmonitor angezeigt werden.
3
Behandeln von
Leistungsproblemen
Nach Ermittlung der durchschnittlichen Serverleistung und Einrichten der Überwachung
der Exchange 2000-Server können Leistungsprobleme erkannt werden. In den
folgenden Abschnitten finden Sie Hilfe bei der Ermittlung von Leistungsproblemen.
Ursachen für Leistungsprobleme
Hinweise auf Leistungsprobleme erhalten Sie entweder mit Hilfe der überwachten
Daten oder durch Benutzer, die Verzögerungen beim Mailverkehr melden. Der erste
Schritt zum Eingrenzen der Leistungsprobleme von Exchange ist die Ermittlung der
Problemquelle. Unter Verwendung einer eingehenden Nachricht als Beispiel (für den
Erhalt einer Nachricht über das Netzwerk, seine Verarbeitung durch Exchange und
für die Speicherung auf einem physikalischen Datenträger) kann ermittelt werden,
ob das Problem vor der Verarbeitung durch Exchange auftritt, so dass es sich um ein
Netzwerkproblem handeln muss, oder ob das Problem während oder erst nach der
Verarbeitung durch Exchange auftritt, was auf ein Problem mit dem physikalischen
Datenträger verweist.
Mit Hilfe der folgenden Leistungsindikatoren kann festgestellt werden, ob die
Clientanfragen den Exchange-Server überhaupt erreichen:
MSExchangeIS\RPC-Anfragen
MSExchangeIS\RPC-Operationen/Sek.
 Der Indikator MSExchangeIS\RPC-Anfragen zeigt die Anzahl der MAPI-RPCAnfragen an, die aktuell durch den Exchange-Informationsspeicher bedient werden.
Vom Exchange-Informationsspeicher können nur 100 Anfragen gleichzeitig bedient
werden. Der Indikator MSExchangeIS\RPC-Operationen/Sek. zeigt an, wie
26
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
viele RPC-Operationen vom Exchange-Informationsspeicher pro Sekunde
angefragt, und wie viele davon pro Sekunde beantwortet werden.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
27
Wenn der Wert für die RPC-Anfragen niedrig und der Wert für die RPCOperationen/Sek. (ausstehende Anfragen) gleich 0 ist, tritt das Leistungsproblem
vor der Verarbeitung durch Exchange auf. Alle anderen Kombinationen verweisen
auf ein Problem während oder nach der Verarbeitung durch Exchange.
In der folgenden Abbildung wird eine Problemsituation mit Exchange gezeigt, die mit
Hilfe der Indikatoren MSExchangeIS\RPC-Anfragen und MSExchangeIS\RPCOperationen/Sek. festgestellt wurde. Für eine Dauer von drei Minuten werden keine
Operationen ausgeführt, obwohl beim Exchange-Informationsspeicher noch Anfragen
vorliegen.
Abbildung 6 Beispiel für ein Leistungsproblem bei Exchange 2000
28
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
In der folgenden Abbildung ist ein weiteres Leistungsproblem von Exchange
zu sehen, das mit Hilfe der Indikatoren MSExchangeIS\RPC-Anfragen und
MSExchangeIS\RPC-Operationen/Sek. festgestellt wurde. In der Abbildung
werden vier Zeitabschnitte gezeigt, in denen sich die Anzahl der anstehenden
Anfragen erhöht, während sich der Datendurchsatz verringert. Während dieser
Zeitabschnitte erhöht sich zwar die Anzahl der RPC-Anfragen, aber der Wert für
RPC-Operationen/Sek. passt sich dem nicht an. Bei der dritten Spitze der RPCAnfragen (dargestellt in Grün), steigt die Rate der RPC-Anfragen, aber die Rate für
RPC-Operationen/Sek. (dargestellt in Rot) ist im Zeitraum der Spitze gleich null.
Abbildung 7 Beispiel für ein Leistungsproblem bei Exchange 2000
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
29
In der folgenden Abbildung ist ein Clientproblem dargestellt, das mit Hilfe der
Indikatoren MSExchangeIS\RPC-Anfragen und MSExchangeIS\RPCOperationen/Sek. festgestellt wurde. Die Raten für RPC-Operationen/Sek.
und RPC-Anfragen steigen gleichzeitig. Das kann bedeuten, dass ein Client ein
Dienstprogramm oder Skript ausführt, bei dem viele Anfragen an den ExchangeInformationsspeicher gerichtet werden und der Exchange-Informationsspeicher versucht
den zahlreichen Anfragen nachzukommen. In dieser Situation kann mit Hilfe des
Netzwerkmonitors der Computer ermittelt werden, von dem aus die Anfragen gestellt
werden.
Abbildung 8 Beispiel für ein vom Client verursachtes Leistungsproblem
30
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
In der folgenden Abbildung ist ein Netzwerkproblem dargestellt, das mit Hilfe
der Indikatoren MSExchangeIS\RPC-Anfragen und MSExchangeIS\RPCOperationen/Sek. festgestellt wurde. In zwei Fällen sind die Werte für RPCOperationen/Sek. und RPC-Anfragen gleich null. In dieser Situation wird der
Empfang der Anfragen beim Exchange-Informationsspeicher verhindert. Mit Hilfe
des Netzwerkmonitors kann festgestellt werden, ob Anfragen überhaupt den Server
erreichen.
Abbildung 9 Beispiel für ein vom Netzwerk verursachtes Leistungsproblem
Art des Problems
Nachdem festgestellt wurde, ob das Problem während, vor oder nach der Verarbeitung
durch Exchange auftritt, müssen erst allgemeine Fragen beantwortet werden, um den
nächsten Schritt festlegen zu können. Vor Beginn der Problembehandlung sollten die
folgenden Fragen über die Clients und die Hardware des Servers, bei dem die Probleme
aufgetreten sind, beantwortet werden:
 Ist das Verhalten der Clients deutlich verlangsamt, oder wurde die Bearbeitung
sogar eingestellt?
 Trat das Problem bei einer bestimmten Clientoperation auf?
 Trat das Problem bei allen Clients gleichzeitig auf?
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“










31
Mit welcher Häufigkeit tritt das Problem auf?
Wie ist die Hardwareausstattung des Servers?
Über wie viele Prozessoren verfügt der Server?
Wie groß ist der Arbeitsspeicher des Servers?
Wie viele Festplatten bestehen auf jedem physikalischen Datenträger, und wie sind
diese konfiguriert (z. B. als RAID-0, RAID-1, RAID-5)?
Welche Versionen von Exchange und Windows und welche jeweiligen Service
Packs sind installiert, und sind die korrekten Versionen installiert?
Erfüllt die Hardware des Servers die Hardwareanforderungen der installierten
Software?
Entspricht die Bandbreite den Anforderungen der Anwendung (z. B. bei
Verwendung von Site Connector auf einer Leitung mit 56 kbit/s)?
Entspricht das versuchte Szenario einem vom System unterstützten Szenario?
Gibt es Probleme mit dem Netzwerk? Prüfen Sie alle IP-Informationen,
einschließlich Windows Internet Name Service (WINS), Domain Name Server
(DNS) und die Kommunikation mit dem globalen Katalog oder dem
Domänencontroller.
Leistungsprobleme der CPU
Engpässe der CPU können sehr einfach festgestellt werden. Wenn sich der Wert
des Indikators Prozessor(_Gesamt)\Prozessorzeit (%) 100 Prozent nähert,
ist die CPU der Engpass.
Wichtig Wenn auf dem Server der Indexdienst ausgeführt wird, verwendet dieser die gesamte
CPU. Deaktivieren Sie während der Untersuchung der Leistungsprobleme den Indexdienst.
Der Indexdienst nutzt die gesamte ungenutzte Prozessorleistung der CPU. Wenn ein anderer
Prozess während der Ausführung des Indexdienstes zusätzliche Prozessorleistung vom
System anfordert, überlässt die Indexdienst-Engine diesem Prozess die CPU.
Wenn der Wert des Indikators Prozessor(_Gesamt)\Prozessorzeit (%) hoch
ist, sollten Sie prüfen, ob sich der Wert des Indikators MSExchangeIS\RPC-Anfragen
ebenfalls erhöht. Erreicht der Wert von MSExchangeIS\RPC-Anfragen das
Maximum von 100, werden beim Client Timeouts verursacht. Vom ExchangeInformationsspeicher können gleichzeitig nur 100 RPC-Anfragen bedient werden.
32
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
In der folgenden Abbildung ist ein Leistungsproblem der CPU dargestellt. Sie zeigt
einen plötzlichen Anstieg der lokalen Übermittlungsrate. Dadurch erhöht sich die
Auslastung der CPU auf 100 Prozent. In dieser Situation arbeitet die CPU an der
Kapazitätsgrenze, um lokale Nachrichten zu übermitteln.
Abbildung 10 Beispiel für ein Leistungsproblem der CPU
CPU-Auslastung
Nach Eingrenzen des Problems auf die CPU sollte ermittelt werden, wodurch die hohe
Auslastung der CPU verursacht wird. Mit den unten aufgeführten Indikatoren kann das
Problem mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgespürt werden, wobei der erste Indikator die
höchste Wahrscheinlichkeit und der vierte Indikator die geringste Wahrscheinlichkeit
besitzt. Die Prozesse dieser vier Indikatoren lasten die CPU normalerweise bis zu
90 Prozent aus.
Prozess(STORE.EXE)\Prozessorzeit (%)
Prozess(inetinfo)\Prozessorzeit (%)
Prozess(emsmta)\Prozessorzeit (%)
Prozess(system)\Prozessorzeit (%)
Hinweis In den Wert eines Prozessindikators geht jede CPU des Servers mit 100 Prozent ein.
Daher kann bei einem Computer mit acht Prozessoren der Wert jedes Prozessorindikators
zwischen 0 und 800 Prozent liegen.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
33
In der folgenden Abbildung ist eine Histogrammansicht der Prozesse gezeigt, die
mit hoher Wahrscheinlichkeit die CPU-Auslastung verursachen. Der ExchangeInformationsspeicher verbraucht dabei die meiste CPU-Leistung. Werden neben den
vier wahrscheinlichsten Prozessen andere Prozesse als Verursacher der CPU-Auslastung
vermutet, sollten diese zur Histogrammansicht hinzugefügt werden.
Abbildung 11 Histogrammansicht der wahrscheinlich für die CPU-Auslastung
verantwortlichen Prozesse
Hinweis Die Anzeige mehrerer Indikatoren in der Histogrammansicht des Systemmonitors ist
ein einfacher Weg, um den Indikator zu ermitteln, der auf das Problem verweist.
Folgende allgemeine Prozesse können die Auslastung der CPU verursachen:
 Sicherungsprogramme
 Überwachungsprogramme
 Tools für den Remotezugriff
34
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
Isolieren von Threads
Ein weiterführender Schritt bei der Ermittlung des Prozesses, der für die Auslastung
der CPU verantwortlich ist, ist die Überwachung der einzelnen Threads, die die CPU
verwenden. Dabei können die entsprechenden Threads isoliert werden, die die CPUAuslastung verursachen.
Verwenden Sie wiederum die Histogrammansicht des Systemmonitors, um wie bei
der Untersuchung der Prozesse den entsprechenden Thread zu ermitteln, der die CPU
auslastet. Fügen Sie alle Indikatoren
Thread(Prozess/Threadnummer)\Prozessorzeit (%) des entsprechenden
Prozesses zur Histogrammansicht des Systemmonitors hinzu. Ein Thread kann mit
dem Indikator Thread\Prozess(Threadnummer)ThreadID identifiziert werden.
Leistungsprobleme der Festplatte
Anders als bei Leistungsproblemen der CPU können Leistungsprobleme der Festplatte
nicht mit einem einzelnen Indikator erkannt werden, der einen Datenträgerengpass
anzeigt.
Hinweis Der Festplattenengpass kann auch durch Probleme mit dem Arbeitsspeicher
verursacht werden. Er kann nicht einfach durch Hinzufügen weiterer Spindeln beseitigt
werden.
Stellen Sie sicher, dass bei der Konfiguration der Datenträger für Exchange 2000
auch für E/A-Vorgänge ausreichende Kapazität eingeplant wird und nicht nur für den
Festplattenspeicher. Microsoft empfiehlt RAID-0+1, da diese Konfiguration zu einer
höheren E/A-Kapazität führt als RAID-5.
Hinweis Vor der Behandlung von Datenträgerproblemen sollte an der Eingabeaufforderung
der Befehl diskperf –y ausgeführt werden, um den Indikator für logische Datenträger sowie für
physikalische Datenträger zu aktivieren.
Leistungsprobleme der Festplatte: Erster Ansatz
Bei diesem ersten Ansatz kann ein Datenträgerproblem festgestellt werden, indem jedes
physikalische Laufwerk durch folgende Indikatoren überwacht wird:
Physikalischer Datenträger(Laufwerk:)\Schreibvorgänge/Sek.
Physikalischer Datenträger(Laufwerk:)\Lesevorgänge/Sek.
Hinweis Vor der Behandlung von Leistungsproblemen bei Datenträgern sollte an der
Eingabeaufforderung der Befehl diskperf –y ausgeführt werden, um den Indikator für logische
Datenträger sowie für physikalische Datenträger zu aktivieren.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
35
Untersuchen Sie jedes Laufwerk, und vergleichen Sie es mit der gesamten Instanz, um
den E/A-Vorgang zu lokalisieren. Verwenden Sie die unten aufgeführten Empfehlungen
für den Vergleich und um festzustellen, ob ein Engpass vorliegt:
 RAID-0: Lesevorgänge/Sek. + Schreibvorgänge/Sek. < # Spindeln × 100
 RAID-1: Lesevorgänge/Sek. + 2 * Schreibvorgänge/Sek. < # Spindeln × 100
(Jeder Schreibvorgang erfolgt auf jeden Spiegel des Arrays.)
 RAID-5: Lesevorgänge/Sek. + 4 * Schreibvorgänge/Sek. < # Spindeln × 100
(Jeder Schreibvorgang erfordert zwei Lese- und zwei Schreibvorgänge.)
Hinweis Bei diesem Szenario wird angenommen, dass der Datendurchsatz des Datenträgers
100 zufällige E/A-Vorgänge pro Spindel beträgt.
Weitere Informationen über RAID finden Sie im folgenden Abschnitt „RAID-Ebenen“.
RAID-Ebenen
Obwohl es viele verschiedene Implementierungen der RAID-Technologie gibt,
verfügen alle über zwei gemeinsame Merkmale. Bei allen Implementierungen werden
zur Verteilung der Daten mehrere physikalische Datenträger verwendet, und die
Speicherung der Daten erfolgt auf der Grundlage einer Logik, die unabhängig von der
Anwendung ist, deren Daten gespeichert werden.
Dieser Abschnitt behandelt vier primäre RAID-Implementierungen: RAID-0, RAID-1,
RAID-0+1 und RAID-5. Obwohl es viele weitere RAID-Implementierungen gibt, kann
mit diesen vier Arten der Gesamtumfang der RAID-Lösungen dargestellt werden.
RAID-0:
Bei RAID-0 werden mehrere Festplatten eines Arrays als Stripeset-Laufwerk
eingerichtet. Jeder Datenträger ist in logische Partitionen aufgeteilt. Das Striping
erfolgt über alle Festplatten des Arrays zu einer einzigen logischen Partition. Wenn
beispielsweise bei einem RAID-0-Array durch die Anwendung eine Datei auf
Laufwerk D gespeichert wird, dann wird diese Datei über das gesamte logische
Laufwerk D verteilt, wie in der folgenden Abbildung gezeigt. In diesem Beispiel
wird die Datei auf alle sechs Festplatten verteilt.
Abbildung 12 RAID-0-Festplattenarray
36
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
Aus Sicht der Leistungsfähigkeit ist RAID-0 die effizienteste RAID-Technologie,
da gleichzeitig auf alle sechs Festplatten geschrieben wird. Wenn alle Festplatten
gleichzeitig Daten speichern, wird eine hohe Effizienz bei der Verwendung der
Festplatten erzielt.
Der Nachteil der RAID-0-Technologie ist der Mangel an Zuverlässigkeit. Wenn die
Exchange-Postfachdatenbank quer über ein RAID-0-Array gespeichert wird und
eine einzige Festplatte ausfällt, müssen sowohl die Postfachdatenbank auf einem
funktionierenden Festplattenarray als auch die Transaktionsprotokolldateien
wiederhergestellt werden. Wurden auch die Transaktionsprotokolldateien in dieses
Array gespeichert und eine Festplatte fällt aus, kann die Postfachdatenbank nur mit
Hilfe der letzten Sicherung wiederhergestellt werden.
RAID-1:
RAID-1 ist ein gespiegeltes Festplattenarray, bei dem zwei Festplatten, wie in folgender
Abbildung dargestellt, gespiegelt werden.
Abbildung 13 RAID-1-Festplattenarray
RAID-1 ist das zuverlässigste der drei RAID-Festplattenarrays, da alle Daten nach
dem Schreiben gespiegelt werden. Daher kann nur die Hälfte des Speicherplatzes
der Festplatten verwendet werden. Obwohl diese Variante ineffizient erscheint, wird
RAID-1 insbesondere für Daten verwendet, die eine besonders hohe Zuverlässigkeit
erfordern.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
37
RAID-0+1
Mit einem RAID-0+1-Festplattenarray wird die beste Leistung bei gesicherter
Redundanz erzielt. Dabei werden die Elemente von RAID-0 und RAID-1 kombiniert,
wie in folgender Abbildung dargestellt.
Abbildung 14 RAID-0+1-Festplattenarray
In einem RAID-0+1-Festplattenarray werden die Daten auf beide Festplattensätze
gespiegelt (RAID-1) und danach über Stripeset-Laufwerke verteilt (RAID-0). Jeder
physikalische Datenträger wird im Array dupliziert. Bei einem RAID-0+1Festplattenarray mit sechs Festplatten können drei Festplatten als Datenspeicher
verwendet werden.
RAID-5
RAID-5 ist ein Stripeset-Festplattenarray, bei dem ähnlich wie bei RAID-0 die Daten
über das gesamte Array verteilt werden, allerdings mit Parität. Das bedeutet, dass
durch einen bestimmten Mechanismus die Integrität der im Array gespeicherten Daten
erhalten bleibt. Dadurch können beim Ausfall einer Festplatte des Arrays die Daten mit
Hilfe der anderen Festplatten wiederhergestellt werden, wie in folgender Abbildung
dargestellt.
Daher ist RAID-5 eine zuverlässige Speichervariante.
Abbildung 15 RAID-5-Festplattenarray
38
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
Um die Parität zwischen den Festplatten zu gewährleisten, wird 1/n GB (Gigabyte)
Festplattenspeicher benötigt (wobei n die Anzahl der Laufwerke des Arrays ist).
Bei sechs Festplatten mit jeweils 9 GB stehen nur 45 GB nutzbarer Speicherplatz
zur Verfügung. Zur Gewährleistung der Parität in einem RAID-5-Array wird ein
Schreibenvorgang in zwei Schreib- und zwei Lesevorgänge umgewandelt. Dadurch
verringert sich die Gesamtleistung des Systems.
Der Vorteil einer RAID-5-Lösung gegenüber RAID-1 (und RAID-0+1) liegt in der
hohen Zuverlässigkeit und der effizienteren Verwendung des verfügbaren
Festplattenspeichers.
Weitere Informationen zum Vergleich der verschiedenen RAID-Ebenen und RAIDVarianten sowie zu verschiedenen Speicherlösungen wie Storage Area Network (SAN,
Speichernetzwerk) und Network Attached Storage (NAS, Netzwerkspeicher) finden
Sie im Whitepaper Speicherlösungen für Microsoft® Exchange 2000 Server unter
http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=1715.
Leistungsprobleme der Festplatte: Zweiter Ansatz
Bei diesem Ansatz werden zum Feststellen eines Festplattenengpasses die noch nicht
abgeschlossenen E/A-Anfragen untersucht. Dabei werden folgende
Warteschlangenindikatoren verwendet:
Physikalischer Datenträger(Laufwerk:)\Durchschnittl. Warteschlange
des Datenträgers
Physikalischer Datenträger(Laufwerk:)\Aktuelle Warteschlange des
Datenträgers
Der Wert des Indikators Physikalischer
Datenträger(Laufwerk:)\Durchschnittl. Warteschlange des
Datenträgers zeigt die durchschnittliche Länge der Warteschlange für das
Abtastintervall an. Der Indikator Physikalischer
Datenträger(Laufwerk:)\Aktuelle Warteschlange des Datenträgers
enthält den Wert für die Länge der Warteschlange zum Abtastzeitpunkt.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
39
Ein Festplattenengpass muss angenommen werden, wenn die durchschnittliche
Warteschlangenlänge des Datenträgers größer als die Anzahl der Spindeln des Arrays
ist und die aktuelle Warteschlangenlänge des Datenträgers nie 0 ist. Kurzzeitige Spitzen
bei der Warteschlangenlänge können die durchschnittliche Warteschlangenlänge
künstlich in die Höhe treiben, so dass die aktuelle Warteschlangenlänge überwacht
werden muss. Wenn die Warteschlangenlänge regelmäßig auf null fällt, wird die
Warteschlange geleert, so dass wahrscheinlich kein Festplattenengpass vorliegt.
Hinweis Bei Verwendung dieses Ansatzes müssen die Spitzen der Warteschlangenlänge mit
dem Indikator MSExchangeIS\RPC-Anfragen in Beziehung gesetzt werden, um die
Auswirkungen auf die Clients zu prüfen.
Leistungsprobleme der Festplatte: Dritter Ansatz
Bei diesem Ansatz zum Erkennen eines Festplattenengpasses wird die
E/A-Verzögerung untersucht, die die ordnungsgemäße Funktionsweise des Datenträgers
anzeigt:
Physikalischer Datenträger(Laufwerk:)\Mittlere Sek./Lesevorgang
Physikalischer Datenträger(Laufwerk:)\Mittlere Sek./Schreibvorgang
Ein typischer Wertebereich ist 0,005 bis 0,020 Sekunden für einen beliebigen
E/A-Vorgang. Wenn im Array-Controller die Zurückschreibspeicherung aktiviert ist,
sollte der Wert des Indikators Physikalischer
Datenträger(Laufwerk:)\Mittlere Sek./Schreibvorgang unter
0,002 Sekunden liegen.
Wenn diese Indikatoren Werte zwischen 0,020 und 0,050 Sekunden haben, liegt
wahrscheinlich ein Festplattenengpass vor. Wenn die Indikatorwerte über
0,050 Sekunden liegen, liegt definitiv ein Festplattenengpass vor.
Wodurch wird der E/A-Vorgang ausgelöst?
Nachdem ein Festplattenproblem erkannt wurde, muss nun festgestellt werden, wodurch
der E/A-Vorgang ausgelöst wurde. Zuerst muss das Laufwerk identifiziert werden, auf
dem der E/A-Vorgang erfolgt. Durch Aussortieren der verschiedenen Exchange-Dateien
auf verschiedene Datenträger kann einfacher festgestellt werden, ob der E/A-Vorgang
durch die Auslagerungsdatei, die EDB-Datei (Exchange-Datenbank), die STM-Datei
(Exchange-Streamingdatenbank), die LOG-Dateien (Protokolldateien) oder durch die
Dateien der Routingwarteschlange aktiviert wurde.
40
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
Unter Microsoft® Windows® 2000 können folgende Indikatoren verwendet werden,
um Prozesse zu erkennen, die E/A-Vorgänge auf der Festplatte verursachen:
Prozess(Prozessname)\E/A-Lesevorgänge/Sek.
Prozess(Prozessname)\E/A-Schreibvorgänge/Sek.
Als Nächstes muss mit dem Dateimonitor von System Internals festgestellt werden,
bei welchen Dateien E/A-Aktivitäten angezeigt werden. Wählen Sie die näher zu
untersuchenden logischen Laufwerke aus, und zeigen Sie alle Lese- und
Schreibvorgänge der Laufwerke an. Dieses Verfahren ist vor allem bei mehrfach
benutzten Laufwerken wie Laufwerk C hilfreich, auf denen sich mehrere grundlegende,
vom System und von Anwendungen verwendete Dateien befinden.
Die folgende Abbildung zeigt den Dateimonitor von System Internals.
Abbildung 16 Dateimonitor von System Internals. Im Ausgabefenster werden
die E/A-Vorgänge von priv1.stm und priv1.edb angezeigt.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
41
Hinweis Diese Kontaktinformationen von Drittanbietern werden bereitgestellt, um Ihnen die
Suche nach technischer Unterstützung zu erleichtern. Diese Kontaktinformationen können
ohne Vorankündigung geändert werden. Microsoft übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit
dieser Kontaktinformationen von Drittanbietern.
Probleme mit dem Arbeitsspeicher
Wenn Probleme mit dem Arbeitsspeicher untersucht werden, sollte zuerst der Indikator
Arbeitsspeicher\Verfügbare MB für die Überwachung des physikalischen
Arbeitsspeichers verwendet werden. Fällt der Wert des Indikators unter 4 MB, beginnt
Windows mit der rigorosen Kürzung der Arbeitsseiten der laufenden Prozesse. Der Server
funktioniert ordnungsgemäß, wenn der Indikator Arbeitsspeicher\Verfügbare MB
mehr als 4 MB anzeigt.
Primäre Indikatoren
Die folgenden Indikatoren sind die primären Indikatoren bei der Untersuchung von
Problemen mit dem Arbeitsspeicher. Mit ihnen kann festgestellt werden, ob die
Probleme durch Auslagerung verursacht werden. Diese Indikatoren enthalten
Informationen zu Hardwareseiten und zu Seiten, die Speicheraktivitäten zur Festplatte
oder von der Festplatte verursachen.
Arbeitsspeicher\Seiten/Sek.
Arbeitsspeicher\Seitenlesevorgänge/Sek.
Arbeitsspeicher\Seitenschreibvorgänge/Sek.
Hinweis Die E/A-Auslagerung ist ein normaler Vorgang, da Exchange 2000 den WindowsSystemcache zum Rückspeichern der STM-Datei verwendet.
Weitere Indikatoren
Folgende Indikatoren können für eine weiterführende Untersuchung von Problemen mit
dem Arbeitsspeicher verwendet werden:
Arbeitsspeicher\Seitenfehler/Sek.
Arbeitsspeicher\Cachefehler/Sek.
Arbeitsspeicher\Übergangsfehler/Sek.
Prozess(Prozess)\Seitenfehler/Sek.
42
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
Mit dem Indikator Arbeitsspeicher\Seitenfehler/Sek. können nur selten
Probleme mit dem Arbeitsspeicher erkannt werden, da in diesem Wert auch der
Indikatorwert Arbeitsspeicher\Cachefehler/Sek. enthalten ist und Cachefehler
beim Betrieb von Exchange 2000 durch die STM-Datei verursacht werden. Außerdem
enthalten die Indikatoren Arbeitsspeicher\Seitenfehler/Sek. und
Arbeitsspeicher\Cachefehler/Sek. die Werte für Übergangsfehler des
Indikators Arbeitsspeicher\Übergangsfehler/Sek. Übergangsfehler betreffen
nicht die Festplatte, da die Verwaltung des Arbeitsspeichers Seiten auf der StandbyListe verwendet.
Der Indikator Prozess(Prozess)\Seitenfehler/Sek. kann hilfreich sein,
um Prozesse mit vielen Seitenfehlern zu erkennen. Die Prozesse werden in die
Histogrammansicht des Systemmonitors übernommen, wo der Prozess mit der hohen
Seitenfehlerrate schnell identifiziert werden kann. Diese Methode entspricht dem
Vorgehen beim Ermitteln von Prozessen, die eine Auslastung der CPU verursachen.
Dieses Vorgehen wird im Abschnitt „Leistungsprobleme der CPU“ weiter oben in
diesem Artikel beschrieben.
Hinweis Dieser Indikatorwert sollte als Richtwert verwendet werden. Seitenfehler verweisen
nicht unbedingt auf Probleme mit dem Arbeitsspeicher. Dennoch erzeugt ein Prozess mit einer
hohen Seitenfehlerrate wahrscheinlich auch viele Seitenlese- und Seitenschreibvorgänge.
Ursache für den Verbrauch von Arbeitsspeicher
Um festzustellen, wodurch Arbeitsspeicher verbraucht wird, werden die folgenden
Indikatoren überwacht. Mit diesen Indikatoren und in der angegebenen Reihenfolge
kann mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache für den hohen Verbrauch von
Arbeitsspeicher ermittelt werden:
Prozess(STORE.EXE)\Arbeitsseiten
Prozess(inetinfo)\Arbeitsseiten
Prozess(emsmta)\Arbeitsseiten
Arbeitsspeicher\Cachebytes
Der durch den Indikator Prozess(STORE.EXE)\Arbeitsseiten überwachte
Exchange-Informationsspeicher verbraucht mit hoher Wahrscheinlichkeit die meisten
der zugesicherten Bytes. Ursache dafür ist der große Cache, der vom ExchangeInformationsspeicher verwendet wird. Mit dem Indikator Datenbank\Cachebytes
kann die Situation dahingehend geprüft werden.
Auch mit der Histogrammansicht des Systemmonitors können Prozesse mit großen
Arbeitsseiten identifiziert werden. Diese Methode wird im Abschnitt
„Leistungsprobleme der CPU“ weiter oben in diesem Artikel beschrieben.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
43
Virtueller Speicher
Besonders problematisch beim Skalieren von Exchange ist möglicherweise der Mangel
an virtuellem Speicher für den Prozess STORE.EXE. Beim Anpassen des Servers an
eine größere Anzahl von Benutzern und eine entsprechend höhere Auslastung verringert
sich der zur Verfügung stehende virtuelle Speicher. Dieses Problem wird deutlich, wenn
im Anwendungsprotokoll Ereignisse mit der ID 9582 zu finden sind. In einigen Fällen
handelt es sich dabei um Informationen oder Routinen, die nicht beachtet werden
müssen. In anderen Fällen kann der Mangel an virtuellem Speicher zu einer deutlichen
Verringerung der Verarbeitungsgeschwindigkeit und zu Fehlern bei der Verarbeitung
von Nachrichten führen (angezeigt durch Ereignisse mir der ID 12800). Im Folgenden
ist ein Beispiel für Ereignisse mit der ID 9582 aufgeführt.
Wenn der virtuelle Speicher des Exchange 2000-Servers übermäßig fragmentiert ist,
werden durch den Informationsspeicherdienst folgende Ereignisse protokolliert:
EreignisID=9582
Schweregrad=Warnung
Einrichtung=Systemmonitor
Sprache=Deutsch
Der für die Ausführung des Exchange-Servers benötigte virtuelle
Speicher ist so stark fragmentiert, dass Leistungsprobleme auftreten
können. Es wird dringend empfohlen, alle Exchange-Dienste neu zu
starten, um dieses Problem zu beheben.
Hinweis Diese Warnung wird protokolliert, wenn der größte freie Block kleiner als 32 MB ist.
EreignisID=9582
Schweregrad=Fehler
Einrichtung=Systemmonitor
Sprache=Deutsch
Der für die Ausführung des Exchange-Servers benötigte virtuelle
Speicher ist so stark fragmentiert, dass bei Standardoperationen
Fehler auftreten können. Es wird dringend empfohlen, alle ExchangeDienste neu zu starten, um dieses Problem zu beheben.
Hinweis Diese Warnung wird protokolliert, wenn der größte freie Block kleiner als 16 MB ist.
44
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
Es besteht praktisch kein Zusammenhang zwischen dem physikalischen und dem
virtuellen Speicher. Fehler, die einen Mangel an virtuellem Speicher anzeigen, können
nicht dadurch beseitigt werden, indem mehr physikalischer Speicher hinzugefügt wird.
Weiterhin sind Fehler, die auf einen Mangel an virtuellem Speicher und auf seine
Fragmentierung verweisen, nicht nur ein Merkmal von Clustern im Modus
„Aktiv/Aktiv“. Bei Clustern im Modus „Aktiv/Passiv“ und bei Einzelrechnern können
ebenfalls Probleme mit dem virtuellen Speicher auftreten. Probleme mit dem virtuellen
Speicher treten dennoch häufiger bei Clustern auf, da allein stehende Server
normalerweise nicht für einen Betrieb mit mehreren tausend Benutzern vorgesehen sind.
 So behandeln Sie Probleme mit dem virtuellen Speicher
1. Stellen Sie fest, ob auf dem Server Windows 2000 Server oder
Microsoft® Windows® 2000 Advanced Server ausgeführt wird. Wenn
Windows 2000 Server ausgeführt wird, müssen Sie sicherstellen, dass die Datei
boot.ini nicht die Option „/3GB“ enthält. Wenn Windows 2000 Advanced Server
ausgeführt wird und mehr als 1 GB physikalischer RAM installiert ist, müssen Sie
sicherstellen, dass in der Datei boot.ini die Option „/3GB“ enthalten ist.
Hinweis Da die zur Optimierung bestimmte Option „/3GB“ von Windows 2000 Server
nicht unterstützt wird, sollten Einzelserver nicht als Host für mehrere tausend Benutzer
eingerichtet werden.
2. Prüfen Sie das Anwendungsprotokoll auf Warnungen (keine Blöcke mit mehr als
32 MB virtuellem Speicher verfügbar) oder Fehler (keine Blöcke mit mehr als
16 MB virtuellem Speicher verfügbar) mit der ID 9582. Bei einigen großen
Systemen ist es nicht ungewöhnlich, dass bei Spitzenbelastungen der Schwellenwert
von 32 MB unterschritten wird. Außerhalb dieser Belastungszeiten sollte der Wert
für den verfügbaren virtuellen Speicher allerdings deutlich höher liegen.
3. Prüfen Sie das Anwendungsprotokoll auf weitere Fehler, die fehlenden Speicher
anzeigen können. Dazu zählen, zusätzlich zu den Warnungen mit der ID 9582,
Fehler mit der ID 12800, die Verarbeitungsfehler von Multipurpose Internet Mail
Extensions (MIME) anzeigen. Wenn die Warnungen mit anderen Fehlern
verbunden sind, die auf fehlenden Speicher verweisen, haben die Benutzer
möglicherweise keinen Zugriff auf Mails mehr. Treten keine weiteren
Verarbeitungsfehler auf und empfangen die Benutzer weiterhin Mails, so können
die Warnungen mit der ID 9582 als relativ unproblematisch eingeschätzt werden.
Dennoch sollten Warnungen mit der ID 9582 auf möglichen Handlungsbedarf hin
untersucht werden.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
45
4. Überwachen Sie den Indikator MSExchangeIS\VM Größte Blockgröße.
Mit Hilfe dieses Indikators können Probleme mit dem virtuellen Speicher am
schnellsten erkannt werden. Dieser Indikator kann in Echtzeit oder in Intervallen
von einer Minute überwacht werden. Sammeln Sie Daten für 18 bis 24 Stunden,
um festzustellen, ob im Verlauf Speicher freigegeben wird. Überwachen Sie den
Minimalwert, um festzustellen, ob dieser geringer wird. Bei großen Servern sollte
dieser Minimalwert bei ungefähr 55 MB liegen.
5. Durch andere speicherintensive Prozesse wie Virenprüfung kann dieser
Schwellenwert unterschritten werden. Solange aber für den Benutzer keine
Leistungseinschränkungen festzustellen sind und die Blockgröße des virtuellen
Arbeitsspeichers in belastungsfreien Zeiten wieder ansteigt, sind keine
korrigierenden Maßnahmen notwendig. Wenn allerdings höhere Belastungen durch
die Benutzer erwartet werden, sollte die Gesamtverbrauch an virtuellem Speicher
verringert werden, so dass der Server die höhere Belastung aufnehmen kann.
6. Um den Verbrauch an virtuellem Arbeitsspeicher zu verringern, muss zuerst
sichergestellt werden, dass auf dem Server Exchange 2000 Server Service Pack 3
(SP3) ausgeführt wird. Exchange SP3 verfügt über Funktionen zur Optimierung
des virtuellen Speichers.
7. Wenn weiterhin Warnungen mit der ID 9582 protokolliert werden, muss eine
Änderung der Registrierung durchgeführt werden. Diese Änderung der
Registrierung ist zulässig, wenn auf dem Server ausreichend RAM zur Verfügung
steht. Überwachen Sie den Indikator Arbeitsspeicher\Verfügbare Bytes.
Stellen Sie sicher, dass der Wert des Indikators mehr als 200 MB beträgt.
Ändern Sie den Wert von
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session
Manager\HeapDeCommitFreeBlockThreshold in 262144.
8. Sollten Sie weiterhin Probleme mit dem virtuellen Speicher feststellen, muss
entweder eine starke Auslastung des Systems oder ein Speicherverlust angenommen
werden. Wenn Sie einen Speicherverlust vermuten, sollten Sie den Indikator
Prozess(STORE.EXE)\Private Bytes überwachen, um festzustellen, ob dieser
Wert über einen längeren Zeitraum ansteigt. Wenn Sie eine Überlastung des
Systems vermuten, müssen Sie nach anderen Anzeichen suchen, wie beispielsweise
einer hohen CPU-Auslastung.
46
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
9. Wenn weiterhin Warnungen mit der ID 9582 angezeigt werden, prüfen Sie den
Indikator Physikalischer Datenträger\Warteschlangenlänge des
Datenträgers auf Probleme mit den Datenbank- und
Transaktionsprotokolllaufwerken. (Führen Sie an der Eingabeaufforderung den Befehl
diskperf –y aus, um diese Indikatoren anzuzeigen.) Die Warteschlangenlänge sollte
nicht beständig größer als die Anzahl der Spindeln im Array sein. Bei Belastungsspitzen
sind Werte im unteren Hunderterbereich zulässig. Wenn die Warteschlangenlänge
beständig über 300 liegt, handelt es sich vielleicht um einen Festplattenengpass.
10. Sollten weiterhin Probleme mit dem virtuellen Speicher angezeigt werden, muss der
Verbrauch von virtuellem Speicher noch weiter reduziert werden. So können Sie
beispielsweise untersuchen, wie die Speichergruppe und die Datenbank konfiguriert
wurden. Durch eine Reduzierung auf drei Speichergruppen kann möglicherweise
der Verbrauch an virtuellem Speicher verringert werden.
Weitere Probleme
Wenn Sie Probleme mit Exchange, der CPU, den physikalischen Laufwerken und dem
Arbeitsspeicher erfolgreich analysiert haben, der Server aber weiterhin langsam läuft,
können Sie auch die folgenden Komponenten untersuchen.
Active Directory
Exchange 2000 Server ist abhängig vom Microsoft® Active Directory®-Verzeichnisdienst.
Engpässe der CPU, der Festplatte sowie des Arbeitsspeichers können auf den
Active Directory-Servern untersucht werden. Die meisten Techniken, die zur Identifizierung
und Lösung von Problemen mit Exchange 2000-Servern verwendet werden, können auch
bei Problemen mit Windows® 2000 Active Directory-Servern angewendet werden.
DSAccess
DSAccess ist der Cache des Exchange-Servers, auf welchem regelmäßig an Active
Directory gestellte Abfragen desselben Servers gespeichert werden. Durch die
Speicherung von Active Directory-Informationen ist es nicht notwendig, dass der
Exchange-Server bei jeder Abfrage eine Verbindung zum Active Directory herstellt. Die
folgenden Indikatoren sind hilfreich, wenn Probleme mit DSAccess untersucht werden:
MSExchangeDSAccess Cache\Cachetreffer/Sek.
MSExchangeDSAccess Caches\LDAP-Suchvorgänge/Sek.
Vergleichen Sie diese aktuellen Indikatoren mit den Daten der durchschnittlichen
Serverleistung anderer Server, die ordnungsgemäß funktionieren.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
47
Netzwerkprobleme
Durch Netzwerkprobleme kann es dazu kommen, dass Daten den Exchange-Server
nicht erreichen. Die folgenden Indikatoren sind für die Analyse von
Netzwerkproblemen hilfreich:
Netzwerkkarte (netcard) Empfangene Bytes/Sek.
Netzwerkkarte (netcard) Gesendete Bytes/Sek.
In Data Center-Umgebungen bzw. in Umgebungen mit Verbindungen hoher
Bandbreite sind Netzwerkprobleme selten. Allerdings kann es beispielsweise
dann zu Netzwerkproblemen kommen, wenn Sie planen, Sicherungskopien tagsüber
zu erstellen, obwohl diese eigentlich nachts erstellt werden sollten.
Verwenden des Netzwerkmonitors
Falls der Clientverkehr den Exchange-Server nicht erreicht, können Sie den
Netzwerkmonitor zur Überprüfung des Datenverkehrs verwenden. Der
Netzwerkmonitor ist ein Diagnoseprogramm, das lokale Netzwerke überwacht und
Netzwerkstatistiken grafisch darstellt. Während der Zusammenstellung von Daten aus
dem Datenstrom des Netzwerks werden vom Netzwerkmonitor folgende Arten von
Daten angezeigt:
 Die Quelladresse des Computers, von dem aus ein Frame an das Netzwerk gesendet
wurde. (Bei dieser Adresse handelt es sich um eine eindeutige hexadezimale Zahl
(Basis 16), durch die dieser Computer im Netzwerk erkannt wird.)
 Die Zieladresse des Computers, der den Frame empfangen hat.
 Die Protokolle, mit denen der Frame gesendet wurde.
 Die gesendeten Daten oder ein Teil der gesendeten Nachricht.
Der Prozess, mit dem der Netzwerkmonitor diese Daten zusammenstellt, heißt
„Sammeln“. Standardmäßig werden in einem Sammlungspuffer durch den
Netzwerkmonitor Statistiken zu allen Frames erstellt, die im Netzwerk erkannt werden.
Der Sammlungspuffer ist ein reservierter Speicherbereich im Arbeitsspeicher.
Wenn Statistiken nur von einer Untermenge von Frames erstellt werden sollen, können
Sie zu diesem Zweck einen Sammlungsfilter erstellen. Sobald die Datensammlung
abgeschlossen ist, können Sie einen Anzeigefilter erstellen und angeben, wie viele der
gesammelten Daten im Fenster für die Frameansicht des Netzwerkmonitors angezeigt
werden.
48
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
Damit ein Netzwerkmonitor verwendet werden kann, muss Ihr Computer mit einer
Netzwerkkarte ausgerüstet sein, die den Promiscuous-Modus unterstützt. Wenn Sie
einen Netzwerkmonitor auf einem Remotecomputer verwenden, muss nicht die lokale
Arbeitsstation mit einer Netzwerkkarte ausgerüstet sein, die den Promiscuous-Modus
unterstützt, sondern der Remotecomputer.
Sobald die Daten entweder lokal oder remote gesammelt wurden, können Sie diese
zur späteren Analyse in einer Text- oder Sammlungsdatei abspeichern.
Hinweis Um mögliche Netzwerkprobleme mit Hilfe des Netzwerkmonitors vollständig
behandeln
zu können, sollten Sie den Netzwerkmonitor so konfigurieren, dass nicht nur Daten gesammelt
werden, die vom Client gesendet und empfangen werden, sondern auch Daten, die vom
Server gesendet und empfangen werden. Auch eine server- und clientseitige Ablaufverfolgung
des Netzwerkverkehrs ist für die Behandlung von Netzwerkproblemen hilfreich.
Erstellen einer Adressliste
Um Adresspaare in einem Sammlungsfilter verwenden zu können, müssen Sie zunächst
eine Adressdatenbank erstellen. Sobald Sie diese Datenbank erstellt haben, können Sie
die darin aufgelisteten Adressen verwenden, um Adresspaare für den Sammlungsfilter
zu bestimmen.

1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
So erstellen Sie eine Adressliste
Klicken Sie im Menü Sammeln auf Starten. Optional können Sie im Fenster für
die Frameansicht auch eine CAP-Datei öffnen.
Wenn Sie die Datensammlung beendet haben, klicken Sie im Menü Sammeln auf
Beenden und Anzeigen, um das Fenster für die Frameansicht anzuzeigen.
Klicken Sie im Menü Anzeige auf Alle Namen suchen. Der Netzwerkmonitor
verarbeitet die Frames und fügt sie der Adressdatenbank hinzu.
Schließen Sie das Fenster für die Frameansicht, und öffnen Sie das Fenster
Sammeln.
Klicken Sie im Menü Sammeln auf Filter, um das Dialogfeld Sammlungsfilter
anzuzeigen.
Doppelklicken Sie im Dialogfeld Sammlungsfilter auf Adresspaare. Alternativ
können Sie im Dialogfeld Hinzufügen auf Adresse klicken.
Die von Ihnen erstellte Adressdatenbank wird vom Netzwerkmonitor angezeigt. Sie
können die in der Datenbank gespeicherten Namen verwenden, um Adresspaare für
den Sammlungsfilter zu bestimmen.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“

49
So überwachen Sie den Datenverkehr zwischen zwei Computern
1. Klicken Sie im Menü Sammeln auf Filter, um das Dialogfeld Sammlungsfilter
anzuzeigen.
2. Doppelklicken Sie auf ANY<->ANY, um das Dialogfeld Adressausdruck
anzuzeigen.
3. Wählen Sie im linken Fenster des Dialogfelds Adressausdruck die Adresse eines
Computers.
4. Wählen Sie nun im rechten Fenster des Dialogfelds Adressausdruck die Adresse
eines Computers.
5. Wählen Sie unter Richtung eines der beiden Symbole:
6. Wählen Sie das Symbol <-->, um den Datenverkehr zu überwachen, der zwischen
einer der beiden von Ihnen ausgewählten Adressen in beliebiger Richtung verläuft.
7. Wählen Sie das Symbol -->, um nur den Datenverkehr zu überwachen, der von der
im linken Fenster ausgewählten Adresse zur der im rechten Fenster ausgewählten
Adresse verläuft.
8. Wählen Sie das Symbol <--, um nur den Datenverkehr zu überwachen, der von der
im rechten Fenster ausgewählten Adresse zur der im linken Fenster ausgewählten
Adresse verläuft.
9. Klicken Sie auf OK.
10. Klicken Sie im Dialogfeld Sammlungsfilter auf OK.
11. Klicken Sie im Menü Sammeln auf Starten.
Ablaufverfolgung in einer WAN-Umgebung
Für die Behebung von Netzwerkproblemen müssen Sie ggf. eine Sammlungsdatei für
den Netzwerkverkehr zwischen zwei bestimmten Computern erstellen, die durch einen
oder mehrere Router voneinander getrennt sind. In diesem Fall empfiehlt es sich, den
gesamten Netzwerkverkehr zwischen dem ersten Computer und seinem nächsten Router
sowie den gesamten Netzwerkverkehr zwischen dem zweiten Computer und seinem
nächstliegenden Router zu analysieren. In den meisten Fällen wird diese Analyse
durchgeführt, um zu überprüfen, ob Netzwerkpakete zwischen den Routern beschädigt
wurden oder verloren gegangen sind. Damit die Ablaufverfolgungen konsistent sind und
Sie diese gleichzeitig lesen können, müssen die Systemzeiten zwischen den beiden
Computern synchronisiert werden, bevor Sie die Ablaufverfolgung starten.
50
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“

So synchronisieren Sie die Systemzeiten zweier Computer
1. Geben Sie bei dem Computer, den Sie synchronisieren wollen, an der
Eingabeaufforderung net time \\ComputerName /set /yes ein, wobei
ComputerName der Name des Computers ist, mit dem synchronisiert werden soll.
2. Stellen Sie sicher, dass die Computer dieselben Systemzeiten haben. Geben Sie
dazu für jeden Computer an der Eingabeaufforderung TIME ein.
3. Fahren Sie mit der Ablaufverfolgung fort.
Messen von Nicht-MAPI-Anforderungen
Genauso wie Sie die RCP-Indikatoren verwendet haben, um zu überprüfen, wie der
Informationsspeicher von MAPI-Clients wie z. B. Outlook verwendet wird, können Sie
nun einen anderen Leistungsindikatorensatz für Warteschlangen verwenden, um zu
überprüfen, wie der Exchange-Informationsspeicher durch Post Office Protocol 3
(POP3), Internet Message Access Protocol, Version 4, Revision 1 (IMAP4), SMTP,
Distributed Authoring und Versioning (DAV) und Network News Transfer Protocol
(NNTP)-Clients verwendet wird. Diese Indikatoren sind im Epoxy-Leistungsobjekt
enthalten. Dabei handelt es sich um Warteschlangen, in denen Daten aus IIS (Internet
Information Services) an den Exchange-Informationsspeicher gesendet werden und
dann aus dem Exchange-Speicher wieder an IIS zurückgegeben werden. Zu diesen
Warteschlangenindikatoren gehören:
Epoxy(protocol)\Warteschlangenlänge ab Client
Epoxy(protocol)\Warteschlangenlänge ab Informationsspeicher
Der Indikator für Epoxy(protocol)\Client Out Que Len zeigt die Anzahl der
Bearbeitungsanfragen durch den Exchange-Informationsspeicher in der Warteschlange,
während der Indikator für Epoxy(protocol)\Store Out Que Len die Anzahl
der Anfragen zur Weiterbearbeitung durch die IIS-Protokollhandler anzeigt. Mit Hilfe
dieser Indikatoren können Sie untersuchen, welche Daten erfolgreich zwischen IIS und
dem Exchange-Informationsspeicher ausgetauscht werden.
Kapitel 3: „Behandeln von Leistungsproblemen“
51
Leistungsindikatoren für die Nachrichtenzustellung
Der Exchange-Informationsspeicher reagiert vorzugsweise auf Benutzeranfragen und
erst dann auf Nachrichtenzustellung. Wenn Ihre Server beginnen, Warteschlangen für
zu versendende Nachrichten zu erstellen, führt dies zu Überbuchungsproblemen. Es
werden in so hoher Frequenz Benutzeranfragen empfangen, dass der Server die E-Mails
nicht mehr effizient verarbeiten kann. Überwachen Sie die Nachrichtenzustellung mit
Hilfe der folgenden Indikatoren:
SMTP-Server\Lokale Warteschlangenlänge
SMTP-Server\Übermittelte Nachrichten/Sek.
Der Indikator für SMTP Server\Local Queue Length darf nicht kontinuierlich
ansteigen. Dieser Indikator steigt während Spitzenlastenzeiten an, wobei
Warteschlangenlängen von 0 bis 1000 unbedenklich sind. Der Indikator für SMTP
Server\Übermittelte Nachrichten/Sek. sollte kontinuierlich ansteigen.
Lücken ohne jegliche Nachrichtenzustellung, auf die Phasen mit besonders hohen
Nachrichtenzustellungswerten folgen, weisen auf Engpässe hin.
Anhang
A
Leistungsindikatoren
Im folgenden Abschnitt werden zusätzliche Leistungsindikatoren beschrieben, die zur
Überwachung der Funktionstüchtigkeit Ihrer Exchange 2000-Server oder zur Ermittlung der
durchschnittlichen Serverleistung verwendet werden können. Die Indikatoren sind je nach
Leistungsobjektbereich aufgeführt. Bei der Untersuchung eines Leistungsproblems können
Sie diese Indikatoren verwenden, um weitere Informationen zu sammeln oder um diese
der Minimalliste hinzuzufügen, die zur Ermittlung der durchschnittlichen Serverleistung
verwendet werden soll.
Hinweis Einige der Indikatoren zeigen keine empfohlenen Werte an, da es sich um spezifische
Werte Ihrer Organisation handelt oder diese Indikatoren lediglich Zusatzinformationen liefern.
56
Anhang
Datenbankindikatoren
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für Datenbanken (ExchangeInformationsspeicher) aufgeführt. Diese Indikatoren werden mit Hilfe der
Informationsspeicherinstanz überwacht.
Tabelle 4 Datenbankindikatoren (Exchange-Informationsspeicher)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Cachegröße der Datenbank Größe des
Systemspeichers, der von
der Cacheverwaltung zur
Speicherung häufig
verwendeter Informationen
aus Datenbankdateien
verwendet wird, ohne dass
Dateioperationen
durchgeführt werden
müssen. Wenn die Größe
des Datenbankcache für
eine optimale Leistung zu
klein und der verfügbare
Arbeitsspeicher nicht groß
genug ist (siehe Indikator
für
Arbeitsspeicher/Verfügbare
Bytes), kann das
Hinzufügen von
Arbeitsspeicher die
Leistungsfähigkeit steigern.
Wenn genügend
Arbeitsspeicher zur
Verfügung steht und die
Größe des
Datenbankcache nicht über
einen bestimmten Wert
ansteigt, kann die
Cachegröße auf niedrigem
Niveau begrenzt werden.
Durch das Erhöhen dieses
Wertes kann die
Systemleistung gesteigert
werden.
Dieser Indikator kann
standardmäßig bis zu
900 MB groß werden.
Überwachen Sie diesen
Indikator, und stellen Sie
sicher, dass dieser den
Wert 900 MB nicht
übersteigt.
Protokoll
Datensatzverzögerungen/
Sek.
Dieser Indikator sollte stets
null anzeigen.
Anzahl der
Protokolldatensätze, die
den Protokollpuffern pro
Sekunde nicht hinzugefügt
werden können, da diese
voll sind. Wenn der vom
Indikator angezeigte Wert
nicht stets null ist, ist die
Protokollpuffergröße unter
Umständen der Engpass.
Anhang
Tabelle 4 Datenbankindikatoren (Exchange-Informationsspeicher) (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Protokollschreiboperationen/Sek.
Häufigkeit, mit der die
Protokollpuffer pro
Sekunde in die
Protokolldateien
geschriebenen werden.
Wenn sich die Schreibrate
dem maximalen Wert für
das Medium nähert, in dem
die Protokolldateien
enthalten sind, kann dies
ein Hinweis dafür sein,
dass das Protokoll einen
Engpass darstellt.
Dieser Indikator sollte einen
Wert anzeigen, der
unterhalb der Schreibrate
für das Medium liegt, in
dem die Protokolldateien
enthalten sind.
Tabelle öffnen/Sek.
Anzahl der pro Sekunde
geöffneten
Datenbanktabellen.
Dieser Indikator eignet sich
gut, um festzustellen, wie
ausgelastet JET ist.
Epoxy-Indikatoren
Im folgenden Abschnitt sind Epoxy-Leistungsindikatoren aufgeführt.
Tabelle 5 Epoxy-Indikatoren
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Wartenschlangenlänge
ab Client
Anzahl der Anfragen in der
Warteschlange zur
Bearbeitung durch den
ExchangeInformationsspeicher.
Dieser Indikator sollte null
anzeigen.
Wartenschlangenlänge
ab Informationsspeicher
Anzahl der Anfragen in der
Warteschlange für den
Empfang durch IISProtokollhandler.
Dieser Indikator sollte null
anzeigen.
57
58
Anhang
Indikatoren für logische Datenträger
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für logische Datenträger aufgeführt.
Tabelle 6 Indikatoren für logische Datenträger
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Zeit Datenträger (%)
Prozentanteil der
Der Wert dieses Indikators
verstrichenen Zeit, die das sollte unter 90 Prozent
ausgewählte Laufwerk mit liegen.
dem Bearbeiten von Leseund Schreibanforderungen
beschäftigt ist. Ein
ständiger Wert über
90 Prozent deutet auf einen
Leistungsengpass des
Festplattenlaufwerks hin.
Freier Speicherplatz (%)
Das Verhältnis vom auf
dem logischen Laufwerk
verfügbaren freien
Speicherplatz zum
gesamten nutzbaren
Speicherplatz auf dem
gewählten logischen
Laufwerk. Der empfohlene
Schwellenwert für freien
Speicherplatz liegt bei
15 Prozent.
Dieser Indikator sollte stets
über 15 Prozent anzeigen.
Durchschn.
Warteschlangenlänge
des Datenträgers
Durchschnittliche
Anzahl der Lese- und
Schreibanforderungen,
die für den gewählten
Datenträger während des
Abtastintervalls in der
Warteschlange
aufgenommen wurden.
Dieser Indikator
sollte bei normalen
Betriebsbedingungen unter
dem Wert 2 liegen.
Mittlere Sek./Lesevorgänge Durchschnittliche Dauer in
Sekunden für das Lesen
von Daten vom
Datenträger.
Dieser Indikator sollte einen
Wert anzeigen, der
unterhalb der Leserate
liegt, die vom Hersteller für
den Datenträger
angegeben ist.
Mittlere
Sek./Schreibvorgänge
Durchschnittliche Dauer in
Sekunden für das
Schreiben von Daten auf
den Datenträger.
Dieser Indikator sollte einen
Wert anzeigen, der
unterhalb der Schreibrate
liegt,
die vom Hersteller für den
Datenträger angegeben ist.
Mittlere Sek./Übertragung
Die Dauer in Sekunden für
eine durchschnittliche
Datenträgerübertragung.
Dieser Indikator sollte
stets unterhalb der
Übertragungsrate liegen,
die für den Datenträger
angegeben ist.
Anhang
Tabelle 6 Indikatoren für logische Datenträger (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Aktuelle Warte- Die Interpretation dieses Indikators
schlangenlänge richtet sich nach der Funktion des
überwachten logischen Datenträgers.
Auf den meisten Servern, auf denen
Exchange ausgeführt wird, stehen zwei
logische Datenträger zur Verfügung:
einer für die Datenbanken und ein
weiterer für die Transaktionsprotokolle.
Der Indikator für die aktuelle Warteschlangenlänge muss auf den jeweiligen Datenträger bezogen interpretiert
werden. Die Datenbank kann alle
30 Sekunden mit einem Spitzenwert an
Schreibvorgängen belastet werden, wobei das Maximum bei 64 Schreibvorgängen liegt. Zwischen zwei solchen
Spitzenzeiten werden von der E/A nur
Lesevorgänge durchgeführt. Solche
Spitzenzeiten liegen über der
zulässigen Warteschlangenlänge, die in
der Regel die Anzahl der Spindeln
dividiert durch 2 (alle dreißig
Sekunden) beträgt. Wenn die
Warteschlangenlänge zwischen den
Spitzenzeiten größer als die Hälfte der
Spindelanzahl ist, deutet dies darauf
hin, dass zu wenige E/As für
Lesevorgänge zur Verfügung stehen,
und weitere Spindeln hinzugefügt
werden müssen. Um die Dauer solcher
Spitzenzeiten mit maximalen
Warteschlangenlängen zu verringern,
müssen Sie eine Speicherung
(Zurückschreiben) durchführen, die
Anzahl der Spindeln erhöhen und ggf.
von RAID-5 auf RAID-0+1 umstellen,
falls sich der RAID-Gruppencontroller
als zu schwach erweist.
Die Warteschlange eines
Transaktionsprotokolls darf den Wert 1
nicht übersteigen, da die E/A-Vorgänge
synchron und im Single-Thread-Modus
verlaufen. Auch wenn die
Warteschlangenlänge den Wert kleiner
oder gleich 1 hat, kann es ggf. zu
Leistungsproblemen der Festplatte
kommen. Die Warteschlangenlänge
überschreitet bei Standardoperationen
nie den Wert 1 (dies gilt nicht für das
Erstellen von Sicherungskopien). Wenn
ein Leistungsproblem bezüglich der
Protokollgröße festgestellt wird,
müssen Sie eine Speicherung
(Zurückschreiben) durchführen.
Empfohlener Wert
Dieser Indikator sollte bei
Exchange-Datenbanken
stets unterhalb der Anzahl
der Spindeln geteilt durch 2
bzw. für
Transaktionsprotokolldatent
räger unterhalb 1 liegen.
59
60
Anhang
Tabelle 6 Indikatoren für logische Datenträger (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
MB frei
Auf dem Laufwerk nicht zugeordneter
Speicherplatz (in MB).
Warnungen müssen auf
den Laufwerken konfiguriert
sein, die ExchangeDatenbanken oder
Protokolldateien enthalten,
durch die Sie benachrichtigt
werden, sobald sie sich der
Kapazitätsgrenze nähern.
Exchange wird beendet,
sobald die Protokolldateien
bzw. die Datenbanken
keinen Speicherplatz mehr
haben und nicht mehr
größer werden können.
Indikatoren für den Arbeitsspeicher
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für den Arbeitsspeicher aufgeführt.
Tabelle 7 Indikatoren für den Arbeitsspeicher
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Verfügbare
Bytes
Größe des physikalischen Speichers, der
für Prozesse auf dem Computer zur
Verfügung steht (in Byte).
Dieser Indikator sollte
stets einen Wert von über
4000 KB anzeigen.
Zugesicherte
Bytes
Die Größe des virtuellen Speichers (in
Byte), der zugesichert ist (im Gegensatz zu
einem nur reservierten Speicher). Der
zugesicherte Speicher muss über einen
Sicherungsspeicher (Laufwerk) verfügen,
oder es muss sichergestellt sein, dass kein
weiterer Speicherplatz notwendig ist (da
der Hauptspeicher groß genug ist). Dies ist
ein unmittelbarer Indikator, kein
Durchschnitt über ein Zeitintervall. Der
zulässige Durchschnittswert muss kleiner
sein als der physikalische Arbeitsspeicher
des Servers. Allerdings sollten Sie zur
Sicherheit die Indikatoren für
Speicher\Seiten/Sek. und für
Speicher\Seitenfehler/Sek.
überprüfen. Wenn der Indikator für
Speicher\Seiten/Sek. größer als 10
(10 ist ein geeigneter Leitwert, variiert
jedoch je nach Laufwerktyp) und der Wert
für Speicher\Seitenfehler/Sek.
größer als der Wert für
Speicher\Cachefehler/Sek. ist, ist
der Umfang der Auslagerung zu groß
Dieser Indikator sollte
stets einen Wert
anzeigen, der kleiner ist
als
der physikalische
Arbeitsspeicher
des Servers.
Anhang
Tabelle 7 Indikatoren für den Arbeitsspeicher (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Seitenfehler/
Sek.
Gesamtrate, mit der Seitenfehler vom
Prozessor verarbeitet werden. Ein
Seitenfehler tritt auf, wenn für einen Prozess
Code oder Daten erforderlich sind, die sich
nicht in seiner Arbeitsseite befinden
(fehlerhafte Seite befindet sich im
physikalischen Speicher). Dieser Indikator
zeigt sowohl Hardwarefehler (für die Zugriff
auf den Datenträger erforderlich ist) als auch
Softwarefehler
an (die fehlerhafte Seite befindet sich im
physikalischen Speicher). Die meisten
Prozessoren können eine große Anzahl von
Softwarefehlern problemlos verarbeiten.
Hardwarefehler können jedoch wesentliche
Verzögerungen verursachen.
Dieser Indikator darf
nie einen konstant
hohen einstelligen
Wert anzeigen.
Seiten/Sek.
Anzahl der Seiten, die gelesen oder auf den
Datenträger geschrieben wurden, um
Hardwareseitenfehler zu beheben.
(Hardwareseitenfehler treten auf, wenn für
einen Prozess Code oder Daten erforderlich
sind, die sich nicht in der entsprechenden
Arbeitsseite oder anderswo im
physikalischen Speicher befinden. Der Code
oder die Daten müssen dann vom
Datenträger abgerufen werden). Dieser
Indikator ist eine primäre Anzeige der
Fehler, die Verzögerungen im System
verursachen. Dabei handelt es sich um die
Summe der Indikatoren
Speicher\Seiteneingabe/Sek. und
Speicher\Seitenausgabe/Sek. Hierbei
wird die Anzahl der Seiten angegeben, so
dass diese mit anderen Seitenindikatoren
wie z. B. dem Indikator
Speicher\Seitenfehler/Sek.
verglichen werden kann, ohne dass eine
Konvertierung notwendig ist. Der Indikator
enthält die zum Beheben von Fehlern im
Datencache abgerufenen Seiten (in der
Regel für Anwendungen erforderlich).
Dieser Indikator sollte
stets kleiner als 20
sein. Eine idealer Wert
liegt bei 5 Seiten/Sek.
Sobald dieser Wert
sich bei einem
Durchschnittswert von
10 oder höher
einpendelt, deutet dies
auf eine erhebliche
Leistungsverringerung
und ggf. auf einen
Datenträgerfehler hin.
NichtAuslagerungsseiten (in Byte)
Die Anzahl der Bytes im NichtAuslagerungsspeicher, einem Bereich im
Systemspeicher für Objekte, die nicht auf
den Datenträger geschrieben werden
können (physikalischer Speicher wird vom
Betriebssystem verwendet), aber über die
gesamte Zuordnungsdauer im
physikalischen Speicher verbleiben müssen.
Dieser Indikator darf
nicht schwanken.
Wenn dieser Indikator
stetig ansteigt,
überprüfen Sie, ob ein
Speicherverlust
vorliegt.
61
62
Anhang
Tabelle 7 Indikatoren für den Arbeitsspeicher (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Auslagerungsseiten (Bytes)
Die Anzahl der Bytes im
Auslagerungsspeicher; einem
Bereich im Systemspeicher (vom
Betriebssystem verwendeter
physikalischer Speicher) für Objekte,
die auf den Datenträger geschrieben
werden können, wenn sie nicht
verwendet werden.
Dieser Indikator steigt
in der Regel bei einer
physikalischen
Speichergröße von
1024 MB auf dem Server
nicht über 196 MB, wenn er
über einen /3GBSchaltersatz verfügt
(270 MB ohne /3GBSchalter). Wenn dieser
Indikator nicht weiter
ansteigt, kann dies dazu
führen, dass der Server
nicht mehr reagiert. Falls
dieser Wert ansteigt, kann
dies auf Fehler bei
Zugriffsnummern
(überprüfen Sie dazu die
Indikatoren für
Zugriffsstatus) oder eine
wachsende SMTPWarteschlange hindeuten.
Indikatoren für MSExchangeIS
Im folgenden Abschnitt sind MSExchangeIS-Leistungsindikatoren aufgeführt.
Tabelle 8 MSExchangeIS-Indikatoren
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Anzahl aktive
Verbindungen
Anzahl der Verbindungen
zum ExchangeInformationsspeicher, die
innerhalb der letzten zehn
Minuten aktiv waren.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Anzahl aktive Benutzer
Anzahl der
Benutzerverbindungen, die
innerhalb der letzten zehn
Minuten aktiv waren.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Anzahl Verbindungen
Anzahl der Clientprozesse,
die mit dem ExchangeInformationsspeicher
verbunden sind.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Anhang
Tabelle 8 MSExchangeIS-Leistungsindikatoren (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
RPC Durchschn.
Verzögerung/Sek.
Durchschnittliche RPCVerzögerung in
Millisekunden für die letzten
1024 Pakete.
Dieser Indikator sollte bei
Standardoperationen stets
einen Wert zwischen 10
und 20 Millisekunden
anzeigen.
RPC-Operationen/Sek.
Rate, mit der RPCOperationen erfolgen.
Dieser Indikator zeigt die
Anzahl der noch
anstehenden RPCAnfragen an. Wenn Outlook
Benutzer benachrichtigt,
zeigt dieser Indikator in der
Regel signifikante Spitzen
an.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig. In der Regel
sollte der Wert auf einem
Computer mit
4 Prozessoren bei
Standardoperationen stets
0 sein.
RPC-Anfragen
Anzahl von Clientanfragen, Dieser Indikator sollte nicht
die aktuell vom Exchange- höher sein als 100.
Informationsspeicher
ausgeführt werden.
Anzahl Benutzer
Aktuelle Anzahl der
Benutzer (nicht
Verbindungen), die gerade
den ExchangeInformationsspeicher
nutzen. Die
Leistungsüberprüfung und
Interpretation dieses
Indikators muss stets im
Zusammenhang mit der
aktuellen Anzahl der
Benutzer gesehen werden.
Warteschlangenlänge
Virenüberprüfung
Aktuelle Anzahl
Der Wert dieses Indikators
ausstehender Anfragen, die ist von Ihrer Organisation
auf eine Virenüberprüfung abhängig.
warten.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
63
64
Anhang
Tabelle 8 MSExchangeIS-Leistungsindikatoren (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Virtueller Speicher: größter
freier Block
Größe des größten freien
Dieser Indikator sollte stets
über 32 MB liegen.
Blocks des virtuellen
Speichers (in Byte). Dieser
Indikator zeigt durch eine
fallende Linie an, dass
virtueller Speicher belegt
wird. Wenn dieser Indikator
niedriger als 32 MB ist, wird
durch Exchange 2000 im
Ereignisprotokoll eine
Warnung protokolliert
(Ereignis-ID=9582). Es wird
ein Fehler protokolliert,
wenn dieser Wert unter
16 MB fällt.
Virtueller Speicher: gesamt Gesamtzahl freier virtueller Dieser Indikator sollte stets
frei über 16 MB
Speicherblöcke, die größer mehr als drei 16-MB-Blöcke
anzeigen.
sind als 16 MB oder die
genau 16 MB groß sind.
Bei der Überwachung
dieses Indikators bildet die
Linie die Form einer
Pyramide. Diese Linie
beginnt mit der Abbildung
eines virtuellen
Speicherblocks, der größer
ist als 16 MB, und fährt mit
den kleineren, über 16 MB
liegenden Speicherblöcken
fort. Durch die
Überwachung des Verlaufs
dieses Indikators lässt sich
vorhersagen, wann die
Anzahl der 16-MBSpeicherblöcke ungefähr
unter die Zahl 3 fallen wird.
Tritt dieser Fall ein, ist der
Neustart aller Dienste auf
dem Knoten
empfehlenswert.
Anhang
Tabelle 8 MSExchangeIS-Leistungsindikatoren (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Virtueller Speicher: freie
Blöcke gesamt
Gesamtzahl freier virtueller Der Wert dieses Indikators
Speicherblöcke,
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
unabhängig von der
Speichergröße. Bei der
Überwachung dieses
Indikators bildet die Linie
die Form einer Pyramide.
Mit Hilfe dieses Indikators
können Sie feststellen, wie
hoch der Grad der
Fragmentierung des
verfügbaren virtuellen
Speichers ist. Die
durchschnittliche
Speicherblockgröße ergibt
sich aus der Instanz
Prozess\Virtuelle
Bytes\STORE.EXE
dividiert durch
MSExchangeIS\
Virtueller Speicher:
freie Blöcke gesamt.
Virtueller Speicher: freie
Größe (in Byte) aller freien Dieser Indikator sollte stets
Blöcke über 16 MB gesamt virtuellen Speicherblöcke,
über 50 MB liegen.
die größer sind als 16 MB
bzw. genau 16 MB groß
sind. Dieses Linie zeigt
nach unten, wenn
Speicherplatz belegt wird.
Durch diesen Indikator lässt
sich die
Speicherfragmentierung
überwachen.
65
66
Anhang
Indikatoren für das MSExchangeIS-Postfach
Im folgenden Abschnitt sind die Leistungsindikatoren für das MSExchangeIS-Postfach
aufgeführt.
Tabelle 9 Indikatoren für das MSExchangeIS-Postfach
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Aktive Clients
Anzahl der Clients, die innerhalb Der Wert dieses Indikators
der letzten zehn Minuten eine
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
beliebige Aktion ausgeführt
haben.
Durchschnittliche
Übermittlungszeit
Durchschnittliche Zeit zwischen
der Übermittlung einer Nachricht
an den Postfachspeicher und die
Übergabe an andere
Speicherdienstanbieter für die
letzten zehn Nachrichten.
Ermitteln Sie anhand
dieses Indikators die
Verzögerungszeit, wenn die
Serverbelastung gering ist.
Ein hoher Wert kann darauf
hinweisen, dass ein
Leistungsproblem beim
Message Transfer Agent
(MTA)-Dienst vorliegt.
Durchschnittliche
Zeit für die lokale
Übermittlung
Durchschnittliche Zeit, die die
letzten zehn Nachrichten für die
Übermittlung in den
Postfachspeicher bis zum
Empfang durch alle lokalen
Empfänger (Empfänger auf dem
gleichen Server) benötigt haben.
Ermitteln Sie anhand
dieses Indikators die
Verzögerungszeit, wenn die
Serverbelastung gering ist.
Ein hoher Wert weist ggf.
auf ein Leistungsproblem
des Postfachspeichers hin.
Dieser Indikator darf nie für
mehrere Sekunden einen
Wert anzeigen, der
ungleich null ist.
Nachrichtenöffnungen/ Rate, mit der Anfragen zum
Sek.
Öffnen von Nachrichten an den
Exchange-Speicher übergeben
werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Größe
Empfangswarteschlange
Anzahl der Nachrichten in der
Empfangswarteschlange des
Postfachspeichers.
Dieser Indikator sollte bei
Standardoperationen stets
null anzeigen.
Größe der
Sendewarteschlange
Anzahl der Nachrichten in der
Sendewarteschlange des
Postfachspeichers.
Dieser Indikator sollte bei
Standardoperationen stets
null anzeigen.
Lokale
Übermittlungsrate
Rate, mit der Nachrichten lokal
übermittelt werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Anhang
67
Indikatoren für die öffentlichen Ordner von MSExchangeIS
Im folgenden Abschnitt sind die Leistungsindikatoren für die öffentlichen Ordner von
MSExchangeIS aufgeführt.
Tabelle 10 Indikatoren für die öffentlichen Ordner von MSExchangeIS
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Durchschnittliche
Übermittlungszeit
Durchschnittliche Zeit
zwischen der Übermittlung
einer Nachricht an den
öffentlichen
Informationsspeicher und
der Übergabe an andere
Speicherdienstanbieter für
die letzten zehn
Nachrichten.
Ermitteln Sie anhand
dieses Indikators die
Verzögerungszeit, wenn die
Serverbelastung gering ist.
Ein hoher Wert weist ggf.
auf ein Leistungsproblem
des MTA hin.
Durchschnittliche Zeit für
die lokale Übermittlung
Durchschnittliche Zeit,
die die letzten zehn
Nachrichten von der
Übermittlung in den
öffentlichen
Informationsspeicher
bis zum Empfang durch
alle lokalen Empfänger
(Empfänger auf dem
gleichen Server) benötigt
haben.
Ermitteln Sie anhand
dieses Indikators die
Verzögerungszeit, wenn die
Serverbelastung gering ist.
Ein hoher Wert weist ggf.
auf ein Leistungsproblem
des öffentlichen
Informationsspeichers hin.
Dieser Indikator darf nie für
mehrere Sekunden einen
Wert anzeigen, der
ungleich null ist.
Ordneranfragen/Sek.
Rate, mit der Anfragen
Der Wert dieses Indikators
zum Öffnen von Ordnern
ist von Ihrer Organisation
an den Exchange-Speicher abhängig.
übergeben werden.
Nachrichtenanfragen/Sek.
Rate, mit der Anfragen
zum Öffnen von
Nachrichten an den
Exchange-Speicher
übergeben werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Größe
Empfangswarteschlange
Anzahl der Nachrichten in
der
Empfangswarteschlange
des öffentlichen
Informationsspeichers.
Dieser Indikator sollte bei
Standardoperationen stets
null anzeigen.
Größe der
Sendewarteschlange
Anzahl der Nachrichten in
der Sendewarteschlange
des öffentlichen
Informationsspeichers.
Dieser Indikator sollte bei
Standardoperationen stets
null anzeigen.
68
Anhang
Indikatoren für die Netzwerkschnittstelle
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für die Netzwerkschnittstelle aufgeführt.
Diese Indikatoren werden anhand sämtlicher Instanzen überwacht.
Tabelle 11 Indikatoren für die Netzwerkschnittstelle
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Empfangene Bytes/Sek.
Die Rate, mit der Bytes
über die Schnittstelle
empfangen werden
(einschließlich
Rahmenzeichen).
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Gesendete Bytes/Sek.
Die Rate, mit der Bytes
über die Schnittstelle
gesendet werden
(einschließlich
Rahmenzeichen).
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Gesamtanzahl Bytes/Sek.
Die Rate, mit der Bytes
über die Schnittstelle
gesendet und empfangen
werden (einschließlich
Rahmenzeichen).
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Ausgabewarteschlangenlänge
Länge der
Ausgabewarteschlange
(in Paketen). Eine
Warteschlangenlänge von
1 oder 2 ist
unproblematisch. Längere
Warteschlangen weisen
darauf hin, dass der
Adapter auf das Netzwerk
wartet und mit dem Server
zeitlich nicht abgestimmt
ist.
Dieser Indikator sollte stets
einen Wert von weniger als
1 oder 2 anzeigen.
Anhang
Indikatoren für die Auslagerungsdatei
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für die Auslagerungsdatei aufgeführt.
Tabelle 12 Indikatoren für die Auslagerungsdatei
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Belegung (%)
Angabe (in Prozent), wie
Microsoft empfiehlt einen
viel der Auslagerungsdatei Wert von unter 75 Prozent.
während des
Abtastintervalls verwendet
wird. Ein hoher Wert deutet
darauf hin, dass Sie die
Auslagerungsdatei
(Pagefile.sys) ggf.
vergrößern oder mehr RAM
hinzufügen müssen.
Indikatoren für physikalische Datenträger
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für physikalische Datenträger aufgeführt.
Tabelle 13 Indikatoren für physikalische Datenträger
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Zeit (%)
Prozentanteil der
verstrichenen Zeit, die das
ausgewählte Laufwerk mit
dem Bearbeiten von Leseund Schreibanforderungen
beschäftigt ist.
Der Wert dieses Indikators
sollte unter 50 Prozent
liegen.
Mittlere Sek./Lesevorgänge Durchschnittliche Dauer in
Sekunden für das Lesen
von Daten vom
Datenträger. Stellen Sie
sicher, dass diese Rate
nicht höher ist als die
spezifizierte
Übertragungsrate Ihrer
Festplatten. Einige SCSILaufwerke (small computer
system interface) können
50 bis 70 E/A-Vorgänge pro
Sekunde verarbeiten.
Dieser Indikator sollte
Werte anzeigen, die unter
den Herstellerangaben
liegen. Ein allgemeiner
Schwellenwert ist
20 Millisekunden oder
geringer.
69
70
Anhang
Tabelle 13 Indikatoren für physikalische Datenträger (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Mittlere Sek./Übertragung
Datenübertragungsgeschwi
ndigkeit (in Sekunden). Ein
hoher Wert zeigt ggf. an,
dass das System wegen zu
langer Warteschlangen
Anforderungen erneut
sendet. In seltenen Fällen
kann es sich auch um
einen Datenträgerfehler
handeln.
Mit Hilfe dieses Indikators
lassen sich signifikante
Abweichungen von den
Daten der
durchschnittlichen
Serverleistung feststellen.
Mittlere
Sek./Schreibvorgänge
Durchschnittliche Dauer
in Sekunden für das
Schreiben von Daten auf
den Datenträger. Stellen
Sie sicher, dass diese Rate
nicht höher ist als die
spezifizierte Schreibrate
Ihrer Festplatten. Einige
SCSI-Laufwerke können 50
bis 70 E/A-Vorgänge pro
Sekunde verarbeiten.
Dieser Indikator sollte
Werte anzeigen, die unter
den
Herstellerspezifikationen
liegen. Ein allgemeiner
Schwellenwert ist
20 Millisekunden oder
geringer.
Aktuelle
Warteschlangenlänge
Weitere Informationen zu
diesem Indikator finden
Sie in der Zeile „Aktuelle
Warteschlangenlänge“ in
Tabelle 6 „Indikatoren für
logische Datenträger“.
Kein.
Datenträgerübertragungen/ Anzahl der
Der Wert dieses Indikators
Sek.
abgeschlossenen Lesesollte unter 50 Prozent
liegen.
und Schreibvorgänge pro
Sekunde. Der Zähler misst
die Verwendung des
Datenträgers und drückt
dies als Prozentsatz aus.
Werte über 50 Prozent
können anzeigen, dass der
Datenträger einen Engpass
darstellt.
Anhang
Prozessindikatoren
Im folgenden Abschnitt sind Prozessindikatoren aufgeführt. Wählen Sie verschiedene
Exchange-Prozesse aus, die Sie als Instanzen dieser Indikatoren überwachen möchten.
Tabelle 14 Indikatoren für Prozessdatenträger
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Prozessorzeit (%)
Prozentwert der
Prozessorzeit zum
Ausführen eines Threads,
der sich nicht im Leerlauf
befindet. Mit diesem
Indikator kann der
Prozentwert für die
Verwendung des
Prozessors durch den
Exchange-Dienst
überwacht werden.
Ein durchschnittlicher Wert
unter 20 Prozent zeigt an,
dass der Server nicht
verwendet wird oder die
Dienste nicht aktiv sind. Ein
durchschnittlicher Wert, der
beständig über 75 bis
80 Prozent liegt, zeigt an,
dass der Server überlastet
ist.
Benutzerzeit (%)
Prozentwert der
verstrichenen Zeit, die
Prozessthreads benötigt
haben, um Code im
Benutzermodus
auszuführen. Die
Ausführung von Code im
Benutzermodus kann die
Integrität von
Windows NT® Executive,
Kernel und Gerätetreibern
nicht beeinträchtigen.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Verstrichene Zeit
Gesamte Dauer (in
Der Wert dieses Indikators
Sekunden), die ein Prozess ist von Ihrer Organisation
bereits läuft. Durch diesen abhängig.
Indikator lässt sich schnell
und ohne Überprüfung des
Ereignisprotokolls
feststellen, ob ein Server
oder ein Dienst vor kurzer
Zeit neu gestartet wurde.
Ein Nullwert zeigt einen
nicht aktiven Prozess an.
Handleanzahl
Gesamtzahl der von
diesem Prozess aktuell
geöffneten Handles. Die
Anzahl ist die Summe der
Handles, die von allen
Threads in diesem Prozess
geöffnet sind.
Die Anzahl der von der
Systemaufsicht, vom MTA,
und dem ExchangeInformationsspeicher
geöffneten Handles bleiben
in der Regel relativ
konstant. Die Zahl der
Inetinfo-Handles kann bei
der Bildung einer
Warteschlange signifikant
ansteigen.
71
72
Anhang
Tabelle 14 Indikatoren für Prozessdatenträger (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Seitenfehler/Sek.
Die Rate, mit der
Seitenfehler in den Threads
auftreten, die in diesem
Prozess ausgeführt
werden. Ein Seitenfehler
tritt auf, wenn ein Thread
auf eine virtuelle
Speicherseite verweist, die
sich nicht in seinen
Arbeitsseiten im
Hauptspeicher befindet.
Ermitteln Sie mit Hilfe
dieses Indikators Prozesse,
die mehr virtuellen
Speicher benötigen.
Auslagerungsdatei (Byte)
Die aktuelle Anzahl der
Der Wert dieses Indikators
Bytes, die dieser Prozess in ist von Ihrer Organisation
abhängig.
den Auslagerungsdateien
verwendet hat.
Auslagerungsdateien
werden verwendet, um vom
Prozess verwendete
Speicherseiten zu
speichern, die nicht in
anderen Dateien enthalten
sind. Auslagerungsdateien
werden von allen
Prozessen verwendet. Zu
kleine Auslagerungsdateien
können bewirken, dass die
Speicherzuordnung für
andere Prozesse
unmöglich ist.
Nicht-Auslagerungsseiten
(Byte)
Die Anzahl der Bytes im
Der Wert dieses Indikators
Nichtist von Ihrer Organisation
abhängig.
Auslagerungsspeicher,
einem Bereich im
Systemspeicher für
Objekte, die nicht auf den
Datenträger geschrieben
werden können
(physikalischer Speicher
wird vom Betriebssystem
verwendet), aber über die
gesamte Zuordnungsdauer
im physikalischen Speicher
verbleiben müssen.
Anhang
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Private Bytes
Die aktuelle Anzahl der
vom Prozess reservierten
Bytes, die nicht mit anderen
Prozessen geteilt werden
können.
In der Regel bleibt die
Anzahl der privaten Bytes
der Systemaufsicht, des
MTA und von Exchange
konstant. Diese Regel gilt
nicht, wenn
Hintergrundaufgaben
ausgeführt werden. Die
Anzahl der privaten Bytes
von Inetinfo kann bei der
Bildung einer
Warteschlange signifikant
ansteigen.
73
74
Anhang
Tabelle 14 Indikatoren für Prozessdatenträger (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Virtuelle Bytes
Die aktuelle Größe des
virtuellen Adressraums,
den der Prozess
verwendet, in Byte. Die
Verwendung von virtuellem
Adressraum bedeutet nicht
unbedingt
korrespondierende
Verwendung von
Datenträger- oder
Arbeitsspeicherseiten.
Virtueller Speicherplatz ist
begrenzt, wenn zu viel
belegt wird, können
möglicherweise weniger
Bibliotheken geladen
werden.
Die Anzahl virtueller Bytes
muss während der
Prozessausführungen
konstant bleiben. Virtuelle
Bytes spielen eine zentrale
Rolle für Prozesse des
ExchangeInformationsspeichers, dem
ein virtueller Adressraum
von nur 2 oder 3 GB Größe
zur Verfügung steht (mit
oder ohne /3GB-Schalter).
Auf einem großen Server
mit /3GB-Schalter sollte
dieser Indikator einen Wert
unter 2,8 GB anzeigen.
Jedem Prozess, der auf
einem Windows 2000Server ausgeführt wird,
steht ein virtueller Speicher
von 2 GB zur Verfügung.
Falls der virtuelle Speicher
des ExchangeInformationsspeichers
seine Speichergrenze
erreicht, wird ggf. zu wenig
Speicherplatz festgestellt.
Anhang
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Arbeitsseiten
Die aktuelle Anzahl der
Bytes in den Arbeitsseiten
des Prozesses. Die
Arbeitsseiten sind ein Satz
von Speicherseiten, die vor
kurzem von den Threads
eines Prozesses verwendet
wurden. Wenn freier
Speicher des Computers
über einem Schwellenwert
liegt, werden
Speicherseiten in den
Arbeitsseiten eines
Prozesses belassen und
zwar auch dann, wenn sie
nicht verwendet werden.
Wenn der freie Speicher
unter einem Schwellenwert
liegt, werden Seiten aus
den Arbeitsseiten entfernt.
Wenn diese Seiten benötigt
werden, werden sie in die
Arbeitsseiten
zurückgeschrieben, bevor
sie den Hauptspeicher
verlassen.
In der Regel bleibt die
Anzahl der Arbeitsseiten
der Systemaufsicht, des
MTA und von Exchange
konstant. Diese Regel gilt
nicht, wenn
Hintergrundaufgaben
ausgeführt werden. Die
Arbeitsseite von Inetinfo
kann bei der Bildung einer
Warteschlange signifikant
größer werden.
75
76
Anhang
Prozessorindikatoren
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für Prozessoren aufgeführt.
Tabelle 15 Prozessorindikatoren
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Privilegierte Zeit (%)
Prozentwert der Dauer,
Der Wert dieses Indikators
während der sich der
sollte unter 75 Prozent
Prozessor im privilegierten liegen.
Modus und nicht im
Leerlauf befindet. Der
Indikator für privilegierte
Zeit zeigt auch die zum
Bearbeiten von Interrupts
erforderliche Zeit sowie
Double-Byte-Zeichensätze
an. Ein hoher Wert für
privilegierte Zeit ist ggf. auf
einen Geräteausfall
zurückzuführen, der
wiederum eine größere
Anzahl von Interrupts
verursacht. Dieser Indikator
zeigt die durchschnittliche
Aktivität als Prozentwert
der Abtastzeit an.
Prozessorzeit (%)
Prozentwert der
Prozessorzeit zum
Ausführen eines Threads,
der sich nicht im Leerlauf
befindet. Mit diesem
Indikator kann der
Prozentwert für die
Verwendung des
Prozessors durch den
Exchange-Dienst
überwacht werden.
Benutzerzeit (%)
Prozentwert der Dauer, die Der Wert dieses Indikators
sich ein Prozessor nicht im sollte unter 75 Prozent
Leerlauf im Benutzermodus liegen.
befindet.
Ein durchschnittlicher Wert
unter 20 Prozent zeigt an,
dass der Server nicht
verwendet wird oder die
Dienste nicht aktiv sind. Ein
durchschnittlicher Wert, der
beständig über 75 bis
80 Prozent liegt, zeigt an,
dass der Server überlastet
ist. In diesem Fall sollten
Benutzer auf einen anderen
Server umgeleitet werden.
Anhang
Indikatoren für den Redirectordienst
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für den Redirectordienst aufgeführt.
Tabelle 16 Indikatoren für den Redirectordienst
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Gesamtanzahl Bytes/Sek.
Rate, mit der der
Redirectordienst
Datenbytes verarbeitet.
Solche verarbeiteten Daten
sind zum Beispiel alle
Anwendungs- und
Dateidaten sowie
Protokollinformationen
(z. B. Paketheader).
Vergleichen Sie den
maximalen Datendurchsatz
Ihrer Netzwerkkarte mit
dem maximalen Wert
dieses Indikators, um
festzustellen, ob der
Netzwerkverkehr in Ihrem
System ein Engpass ist.
Netzwerkfehler/Sek.
Anzahl unerwarteter
Dieser Indikator sollte stets
null anzeigen.
Fehlermeldungen, die der
Redirectordienst empfängt.
Wenn Sie
Netzwerkprobleme
vermuten, überprüfen Sie,
ob dieser Wert über null
liegt. Wenn dieser Wert
über null liegt, überprüfen
Sie das Ereignisprotokoll
des Systems genau auf
Angaben zu
Netzwerkfehlern.
Serverindikatoren
Im folgenden Abschnitt sind Serverleistungsindikatoren aufgeführt.
Tabelle 17 Serverindikatoren
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Gesamtanzahl Bytes/Sek.
Anzahl der Bytes, die der
Server an das Netzwerk
gesendet und vom
Netzwerk empfangen hat.
Dieser Wert gibt einen
allgemeinen Hinweis, wie
ausgelastet der Server ist.
Falls dieser Indikator eine
Bytezahl anzeigt, die etwa
so hoch ist wie die
maximale Übertragungsrate
Ihres Netzwerks, müssen
Sie Ihr Netzwerk ggf.
segmentieren.
Nicht-Auslagerungsseiten
(Byte)
Anzahl der Bytes nichtauslagerbaren Speichers,
den der Server verwendet.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
77
78
Anhang
Tabelle 17 Serverindikatoren (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
NichtAuslagerungsseitenfehler
Häufigkeit fehlgeschlagener Der Wert dieses Indikators
Zuweisungen aus dem
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
NichtAuslagerungsspeicher.
Wenn dieser Wert hoch ist,
ist entweder der
Arbeitspeicher oder die
Auslagerungsdatei zu klein
(oder beides). Wenn dieser
Wert konstant ansteigt,
vergrößern Sie den
physikalischen
Arbeitsspeicher und die
Auslagerungsdatei.
Nicht genügend
Arbeitselemente
Angabe, wie häufig
STATUS_DATA_NOT_AC
CEPTED zur
Empfangsanzeigezeit
zurückgegeben wird. Dies
tritt auf, wenn kein
Arbeitselement verfügbar
ist oder zum Verarbeiten
der eingehenden
Anforderung zugeordnet
werden kann. Der Wert
zeigt an, ob die Parameter
„InitWorkItems“ oder
„MaxWorkItems“ anders
eingestellt werden sollten.
Wenn der Wert sich dem
empfohlenen
Schwellenwert 3 nähert,
passen Sie die Einträge
„InitWorkItems“ oder
„MaxWorkItems“ in der
Registrierung an (unter
HKEY_LOCAL_MACHINE\
SYSTEM\CurrentControlSe
t\Services\lanmanserver\Pa
rameters).
Anhang
Indikatoren für die Serverwarteschlange
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für die Serverwarteschlange aufgeführt.
Tabelle 18 Indikatoren für die Serverwarteschlange
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Aktive Threads
Anzahl der Threads, die eine Anfrage
Der Wert dieses
des Server-Clients für diese CPU
Indikators ist von Ihrer
verarbeiten. Das System hält die Anzahl Organisation abhängig.
möglichst gering, um unnötige
Kontextumschaltungen zu vermeiden.
Dies ist ein aktueller Wert für die CPU,
nicht der Durchschnittswert über einen
längeren Zeitraum.
Gesendete
Bytes/Sek.
Rate, mit der der Server Bytes an die
Netzwerkclients auf dieser CPU sendet.
Dieser Wert zeigt an, wie ausgelastet
der Server ist.
Der Wert dieses
Indikators ist von Ihrer
Organisation abhängig.
Länge der
Warteschlange
Aktuelle Länge der ServerWarteschlange für diese CPU. Eine
andauernde Warteschlangenlänge
über 4 weist ggf. auf eine
Prozessorüberlastung hin. Die ist ein
unmittelbarer Indikator. Sein Wert muss
über mehrere Zeitintervalle beobachtet
werden.
Der Wert dieses
Indikators sollte unter 4
liegen.
Bytes
gelesen/Sek.
Geschwindigkeit, mit der der Server auf
dieser CPU Daten aus Dateien für die
Clients liest. Dieser Wert zeigt an, wie
ausgelastet der Server ist.
Der Wert dieses
Indikators ist von Ihrer
Organisation abhängig.
Bytes
Geschwindigkeit, mit der der Server auf
geschrieben/Sek dieser CPU Daten in Dateien für die
.
Clients schreibt. Dieser Wert zeigt an,
wie ausgelastet der Server ist.
Der Wert dieses
Indikators ist von Ihrer
Organisation abhängig.
Schreibvorgänge Geschwindigkeit, mit der der Server
/Sek.
Schreibvorgänge für die Clients auf
dieser CPU ausführt. Dieser Wert zeigt
an, wie ausgelastet der Server ist.
Dieser Wert ist bei blockierten
Warteschlangen immer null.
Der Wert dieses
Indikators ist von Ihrer
Organisation abhängig.
79
80
Anhang
Indikatoren für den SMTP-Server
Im folgenden Abschnitt sind Leistungsindikatoren für den SMTP-Server aufgeführt.
Tabelle 19 Indikatoren für den SMTP-Server
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Länge der
Kategorisierungswarteschlange
Angabe, wie gut LDAPDieser Indikator sollte stets
Lookupvorgänge auf
einen Wert von etwa null
anzeigen.
globalen Katalogservern
durch SMTP verarbeitet
werden. Dieser Wert sollte
etwa bei null liegen, es sei
denn, Sie erweitern gerade
Verteilerlisten. In diesem
Fall kann er ggf.
abweichen. Dieser Indikator
eignet
sich ausgezeichnet,
um festzustellen, wie
funktionstüchtig Ihre
globalen Kataloge sind.
Wenn Ihre globalen
Kataloge langsam sind,
zeigt der Indikator einen
hohen
Wert an.
Länge der lokalen
Warteschlange
Anzahl der Nachrichten in
der lokalen SMTPWarteschlange.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Übermittelte
Nachrichten/Sek.
Rate, mit der Nachrichten
an lokale Postfächer
gesendet werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Empfangene
Nachrichten/Sek.
Rate, mit der Nachrichten
empfangen werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Gesendete
Nachrichten/Sek.
Rate, mit der Nachrichten
gesendet werden.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
Anhang
Systemindikatoren
Im folgenden Abschnitt sind System-Leistungsindikatoren aufgeführt.
Tabelle 20 Systemindikatoren
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
ProzessorWarteschlangenlänge
Anzahl der Threads in der
Dieser Indikator sollte stets
Prozessor-Warteschlange. Auch
einen Wert von 2 oder
geringer anzeigen.
wenn mehrere Prozessoren
vorhanden sind, wird eine einzelne
Warteschlange für die
Prozessorzeit verwendet. Dieser
Indikator zählt nur abgeschlossene
Threads, keine Threads, die aktuell
ausgeführt werden. Der Wert sollte
2 oder niedriger betragen.
Systembetriebszeit
Gesamtzeit (in Sekunden), die der
Computer seit dem letzten Starten
in Betrieb war.
Der Wert dieses Indikators
ist von Ihrer Organisation
abhängig.
TCP-Indikatoren
Im folgenden Abschnitt sind TCP-Leistungsindikatoren aufgeführt.
Tabelle 21 TCP-Indikatoren
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Segmente
empfangen/Sek.
Die Rate, mit der Segmente
Ein niedriger Wert weist auf
empfangen werden (einschließlich einen zu großen
Broadcastverkehr hin.
fehlerhaft empfangener
Segmente). Dieser Indikator
berücksichtigt Segmente, die auf
aktuell eingerichteten
Verbindungen empfangen
werden. Ein niedriger Wert weist
auf einen zu großen
Broadcastverkehr hin.
Erneut übertragene
Segmente/Sek.
Rate, mit der Segmente erneut
übertragen werden, die ein oder
mehrere bereits übertragene
Bytes enthalten. Ein hoher Wert
zeigt ggf. an, dass das Netzwerk
überlastet ist oder ein
Hardwareproblem vorliegt.
Ein hoher Wert zeigt ggf.
an, dass das Netzwerk
überlastet ist oder ein
Hardwareproblem vorliegt.
81
82
Anhang
Threadindikatoren
Im folgenden Abschnitt sind Thread-Leistungsindikatoren aufgeführt.
Tabelle 22 Threadindikatoren
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Prozessorzeit
(%)
Prozentanteil der verstrichenen Zeit, in
der der Thread den Prozessor verwendet
hat, um Anwendungen auszuführen.
Achten Sie auf Threads,
die viel Prozessorzeit
benötigen.
Threadkennung
Die eindeutige Kennung dieses Threads.
Threadkennungen werden wieder
verwendet, so dass diese nur für die
Lebensdauer des entsprechenden
Threads gültig sind.
Kein.
Threadstatus
Der aktuelle Status des Threads. Es gibt Kein.
folgende Statusangaben:
0 = Initialisiert
1 = Bereit
2 = Wird ausgeführt
3 = Standby
4 = Abgebrochen
5 = Wartend
6 = Übergang
7 = Unbekannt
Ein Thread mit dem Status „Wird
ausgeführt“ verwendet einen Prozessor.
Ein Thread mit dem Status „Standby“ wird
in Kürze einen Prozessor verwenden. Ein
Thread mit dem Status „Bereit“ wartet, bis
ein Prozessor zur Verwendung frei wird.
Ein Thread mit dem Status „Übergang“
wartet auf eine Ressource, um ausgeführt
werden zu können. So benötigt er z. B.
einen Ausführungsstack, der von der
Festplatte ausgelagert werden muss. Ein
Thread mit dem Status „Wartend“
verwendet den Prozessor noch nicht, da
er auf den Abschluss eines peripheren
Vorgangs oder eine frei werdende
Ressource wartet.
Anhang
Tabelle 22 Threadindikatoren (Fortsetzung)
Indikator
Beschreibung
Empfohlener Wert
Threadverzögerungsursache
Kein.
Der Status
„Threadverzögerungsursache“ wird nur
angezeigt, wenn sich der Thread im
Wartezustand befindet (siehe
Threadstatus). Es gibt folgende
Statusangaben:
0 oder 7 = Thread wartet auf die
Ausführung
1 oder 8 = Wartet auf eine freie Seite
2 oder 9 = Wartet auf ein „Page In“
3 oder 10 = Wartet auf eine
Poolreservierung
4 oder 11 = Wartet auf eine
Ausführungsverzögerung
5 oder 12 = Wartet auf eine
Unterbrechung
6 oder 13 = Wartet auf eine
Benutzeranforderung
14 = Wartet auf ein „Event Pair High“
15 = Wartet auf ein „Event Pair Low“
16 = Wartet auf einen LPC-Empfang
17 = Wartet auf eine LPC-Antwort
18 = Wartet auf virtuellen Speicher
19 = Wartet auf ein „Page Out“
20 und höher sind zurzeit noch nicht
zugewiesen.
Ereignispaare werden zur
Kommunikation mit geschützten
Subsystemen verwendet.
Weitere Quellen
In den unten aufgeführten Whitepapers und Microsoft Knowledge Base-Artikeln finden Sie
hilfreiche Informationen über die Behandlung von Exchange 2000-Leistungsproblemen.
Whitepapers
Die folgenden Whitepapers finden Sie im Web unter der Adresse
http://www.microsoft.com/exchange
 Microsoft Exchange 2000 Internals: Quick Tuning Guide (in englischer Sprache)
http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=9942
 Speicherlösungen für Microsoft® Exchange 2000 Server
http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=1715
83
84
Anhang
Microsoft Knowledge Base-Artikel
Die folgenden Microsoft Knowledge Base-Artikel finden Sie im Web unter der Adresse
http://support.microsoft.com/:
 Q294818 – “Frequently Asked Questions About Network Monitor”
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=3052&ID=Q294818) (in englischer Sprache)
 Q148942 – “How to Capture Network Traffic with Network Monitor”
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=3052&ID=Q148942) (in englischer Sprache)
 Q317411 – “XADM: Gather Data to Troubleshoot Exchange Virtual Memory Issues”
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=3052&ID=Q317411) (in englischer Sprache)
 Q296073 – “XADM: Monitoring for Exchange 2000 Memory Fragmentation”
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=3052&ID=Q296073) (in englischer Sprache)
 Q266096 – “XGEN: Exchange 2000 Requires /3GB Switch with More Than 1 GB RAM”
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=3052&ID=Q266096) (in englischer Sprache)
 Q253251 – “Using Diskperf in Windows 2000”
(http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=3052&ID=Q253251) (in englischer Sprache)
Weitere Informationen: http://www.microsoft.com/exchange.
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Performance Problems
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