TCO30 - Ascon Tecnologic S.r.l.

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TCO30
ELEKTRONISCHER MIKROPROZESSORGESTEUERTER
DIGITALREGLER FÜR BRENNÖFEN
2.1 – EINSCHALTEN/AUSSCHALTEN (RUN/STAND-BY)
Die ON/OFF-Taste des Geräts cirka 2 sec. gedrückt halten, um den Regler ein- (und mit der Einstellung zu
beginnen) oder auszuschalten.
Das System kann einmal an das Versorgungsnetz angeschlossen 2 verschiedene Zustände annehmen:
- ON (RUN) : In diesem Zustand führt der Regler sämtliche Steuerfunktionen aus.
Die Fronttafel zeigt alle Display- und aktiven Led-Anzeigen mit Ausnahme des Stand-by-Leds (aus) an.
- OFF (STAND-BY) : In diesem Zustand führt der Regler mit Ausnahme der Lichtkontrolle keine Steuerfunktionen
aus.
Mit Ausnahme des Stand-by-Leds bleiben alle Anzeigen ausgeschaltet.
Sollte das Gerät über einen Timer für die automatische Einschaltung verfügen, kann die Einschaltzeit im OFFZustand eingestellt und der Timer gestartet werden.
Wird der Timer gestartet, zeigt die Fronttafel im OFF-Zustand die aktivierte Zeitanzeige und die CLOCK-Led (siehe
Einschalttimer) an.
Wird die Stromversorgung unterbrochen, speichert das Gerät den derzeitigen Reglerzustand, um nach Wiederkehr
der Stromversorgung denselben Zustand wiederherzustellen.
2.2 – WAHL DER GESPEICHERTEN PROGRAMME
Das Gerät kann bis zu 8 unterschiedliche Brennprogramme speichern und bietet so schnellen Zugriff auf
voreingestellte Parameter für unterschiedliche Brennarten.
Bei Druck auf die Taste SEL PRG zeigt das obere Display das augenblicklich aktivierte Programm (“P1”, “P2” etc.)
an, das anhand der Tasten UP und DOWN durch ein anderes ersetzt werden kann.
Wird 5 sec. lang keine Taste mehr gedrückt, kehrt die Anzeige zum normalen Betriebsmodus zurück und das
gewählte Programm wird gestartet.
Beim Zugriff auf den Programmiermodus beziehen sich die angezeigten Sollwerte und Parameter auf das in
Ausführung befindliche Programm.
HINWEIS : Einige Parameter (wie die für die Wahl der Fühler, der Kalibrierung etc. ) sind für alle Programme gleich
und in der Parametertabelle an der Endung „.com“ zu erkennen.
2.3 – SCHNELLEINSTELLUNG DER SOLLWERTE UND LEISTUNGEN
Nachdem das Gerät eingeschaltet wurde, die Taste P kurz drücken. Die Led SET1 blinkt und das obere Display zeigt
die voreingestellte Deckentemperatur (TOP) an.
Im Einstellmodus SET1 die Taste P erneut kurz drücken. Die Led SET 2 blinkt und auf dem unteren Display wird die
voreingestellte Bodentemperatur (FLOOR) angezeigt, die wie bereits beschrieben anhand der Tasten UP und DOWN
verändert werden kann.
Bei erneutem kurzen Druck auf die Taste P blinkt der Anzeigebalken, der die Deckenleistung anzeigt, welche anhand
der Tasten UP DOWN verändert werden kann.
Wird die Taste P erneut kurz gedrückt, blinkt der Anzeigebalken, der die Bodenleistung anzeigt, welche wie bereits
beschrieben verändert werden kann.
Nachdem cirka 5 Sekunden lang keine Taste mehr gedrückt wurde, wird der Programmiermodus der Sollwerte und
Leistungen automatisch verlassen und die Displays zeigen erneut die von den Fühlern gemessenen Istwerte an.
2.4 – EINSTELLUNG DER UHRZEIT UND DES DATUMS
Das Gerät verfügt über eine integrierte Uhr, deren Uhrzeit und Datum wir folgt einzustellen sind:
Die Taste CLOCK drücken und sie 5 Sekunden lang gedrückt halten. Das obere Display zeigt „CL“ und das UhrenDisplay die aktuelle Uhrzeit an.
Anhand der Tasten UP und DOWN kann nun die korrekte Uhrzeit eingestellt werden.
Bei erneutem Druck auf die Taste CLOCK zeigt das obere Display innerhalb von 5 sec. „dv“ und das Uhren-Display
den aktuellen Wochentag an (1=Sonntag... 7=Samstag).
Anhand der Tasten UP und DOWN kann nun der korrekte Wochentag eingestellt werden.
Wird cirka 5 Sekunden lang keine Taste mehr gedrückt, wird der Programmiermodus der Uhr automatisch verlassen
und das Gerät kehrt zur normalen Anzeige zurück.
2.5 – EINSTELLUNG DER BRENNZEIT
Der Brennzeitgeber kann nur dann programmiert und aktiviert werden, wenn sich das Gerät im ON-Zustand befindet.
Um die Zeit einzustellen, kurz auf die Taste CLOCK drücken. Die Led CLOCK blinkt und das Uhren-Display zeigt die
zuletzt eingestellte Brennzeit im Format hh.mm an.
Anhand der Tasten UP und DOWN kann nun die gewünschte Zeit eingestellt werden.
Um mit der Zählung zu beginnen, auf die START-Taste drücken.
Die Zählung der Brennzeit wird durch die fixe Anzeige CLOCK, die blinkende Anzeige der Uhrzeit im Format hh.mm
und das Uhren-Display signalisiert, welches in diesem Modus die Rückwärtszählung anzeigt (und nicht die laufende
Uhrzeit).
Ist die Brennzeit abgelaufen, ertönt der Warnsummer für die beim Parameter „bt“ eingegebene Dauer (in sec.
einstellbar).
Der Warnsummer kann durch Druck auf eine beliebige Taste im Voraus ausgestellt werden.
Um den Brennzeitgeber im Voraus zu deaktivieren und die Displayanzeige auf die laufende Uhrzeit rückzustellen, die
START-Taste drücken.
Über den Parameter „cEF“ kann festgelegt werden, ob sich der Regler bei abgelaufener Brennzeit automatisch
abstellen („cEF“ = On) oder eingeschaltet bleiben soll („cEF“=OFF).
2.6 – EINSTELLUNG DER UHRZEIT FÜR DIE AUTOMATISCHE EINSCHALTUNG
Der Einschalttimer kann nur dann programmiert und aktiviert werden, wenn sich das Gerät im Stand-By-Zustand
befindet.
Um die Zeit einzustellen, die Taste CLOCK kurz drücken. Das obere Display zeigt „On“ und das Uhren-Display zeigt
die zuletzt programmierte Einschaltzeit an.
Anhand der Tasten UP und DOWN kann nun die gewünschte Einschaltzeit eingestellt werden.
Bei Druck auf die Taste CLOCK zeigt das obere Display „dy“ und das Uhren-Display den folgenden Tag an, welcher
anhand der Tasten UP und DOWN verändert werden kann.
Bei erneutem Druck auf die Taste CLOCK zeigt das obere Display „Ct“ (Brennzeit) und das Uhren-Display „0.00“ an.
Anhand der Tasten UP und DOWN kann nun die gewünschte Brennzeit eingegeben werden, wenn nach
Einschaltung des Ofens der Brennzeitgeber starten soll. Wird die Einstellung 0.00 hingegen nicht geändert, kann der
Brennzeitgeber nur manuell gestartet werden.
Nachdem die gewünschten Werte eingegeben wurden, die START-Taste cirka 1 sec. lang gedrückt halten, um die
automatische Einschaltung zu aktivieren.
Die Zählung der Einschaltverzögerung wird über die fixe Anzeige CLOCK und die blinkende Anzeige der Uhrzeit im
Format hh.mm signalisiert.
Wird die programmierte Uhrzeit erreicht, schaltet sich der Regler automatisch ein.
Der Einschalttimer kann deaktiviert werden, indem die START-Taste 1 sec. lang gedrückt gehalten oder das Gerät
im Voraus eingeschaltet wird.
Sollen sowohl die automatische Einschaltung als auch die automatische Ausschaltung aktiviert werden, ist in diesem
Modus nach der Programmierung des Parameters „cEF“ = on auch die Brennzeit zu programmieren.
4.1 – MESSUNG UND ANZEIGE
Alle Parameter der Messfunktion sind in der Gruppe „]In” enthalten.
Das Gerät kann über bis zu 4 Eingänge für Temperaturfühler verfügen:
1 (t) – Fühler Ofendecke (TOP)
2 (F) – Fühler Ofenboden (FLOOR)
3 S) – Dampffühler (STEAM) (Zubehör)
4 (A) – Hilfsfühler (AUX) (Zubehör)
Bei den Geräten mit Eingängen für Thermoelemente kann über den Parameter „SEn“ die zu verwendende Fühlerart,
in diesem Fall J (J) oder K (CrA), gewählt werden.
Die Temperaturmesseinheit wird vom Parameter „uni“ festgelegt und kann auf °C oder °F gestellt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass durch die Änderung dieses Parameters lediglich die Anzeige, aber nicht der
Sollwert und die Parameter modifiziert werden, die daher manuell eingestellt werden müssen (wird z.B. die
Messeinheit eines Sollwerts von 50°C geändert, wechselt der Sollwert zu 50°F).
Über die Parameter „Ost“, „OSF“, „OSS“, „OSA“ kann außerdem ein positives oder negatives Offset eingestellt
werden, das vor der Anzeige zu dem Wert addiert werden kann, der von dem an die Einstellfunktion gebundenen
Fühler gelesen wurde.
Normalerweise zeigen die Displays die von den Fühlern an der Decke (oberes Display) und am Boden (unteres
Display) gemessenen Temperaturen an.
Es ist möglich, die von den anderen Fühlern gemessenen Temperaturen anzuzeigen (falls vorhanden und über die
Parameter „EFP“, „ESP“, „EAP“ freigegeben), indem die Taste SEL IN (DOWN) kurz gedrückt wird.
Das obere Display zeigt abwechselnd „SP“ und die vom Dampffühler gemessene Temperatur an. Wird die Taste
SEL IN erneut und diesmal 5 sec. lang gedrückt gehalten, zeigt das Display „AP“ und die vom Hilfsfühler
gemessene Temperatur an.
Wird 5 sec. lang keine Taste betätigt, kehrt die Anzeige zum normalen Betriebsmodus zurück.
4.2 – TEMPERATUR- UND LEISTUNGSREGLER
Bei dem Temperaturregler handelt es sich um einen ON/OFF-Schalter, über den der Leistungsregler je nach Sollwert
und entsprechendem Differenzialwert aktiviert wird.
Anhand des TCO 30 kann entschieden werden, ob die Decken- und Bodentemperaturen getrennt gesteuert oder ob
eine einzige Temperatursteuerung für den ganzen Ofen aktiviert werden soll.
Wird die separate Steuerung gewählt, müssen die beiden Fühler TOP und FLOOR angeschlossen und der
Parameter für die Freigabe des Bodenfühlers „EFP“=On gestellt werden, während es für die Temperatursteuerung
mit 1 Fühler ausreicht, den Deckenfühler anzuschließen und den Parameter „“EFP“=OFF zu stellen.
Alle Parameter der Temperaturregelung sind in der Gruppe „rG” enthalten.
STEUERUNG MIT 1 FÜHLER
Der Regler mit einem Fühler heizt an beiden Ausgängen HEAT TOP und HEAT FLOOR entsprechend des Sollwerts
SET1 „SP1“, des Differenzialwerts „HS1“ und der Parameter „OP1, OP2“, „tCP“, die im Folgenden beschrieben
werden.
Der Regler kann die Leistung an den beiden Ausgängen auf der Grundlage einer am Parameter „tCP“ einstellbaren
Zykluszeit steuern.
Die Steuerleistungen für Decke und Boden werden über die beiden Anzeigebalken angezeigt und können an den
Parametern „OP1“ und „OP2“ (oder wie unter Abschn. 2.3 beschrieben) in einem Bereich von 0 bis 100% und einer
Diskrimination von 10% eingestellt werden.
Das Gerät verfügt außerdem über den Parameter „PSP“ über den die Einstellung der beiden Leistungen wie folgt
verwaltet werden kann:
=0 - unabhängig
=1 – abhängig, sodass die Erhöhung der einen automatisch zur Verringerung der anderen führt, d.h., wenn Deckenund Bodenleistung gleich sind, ergibt die Summe der Leistungen stets 50% der Gesamtleistung.
=2 – abhängig, sodass die Verringerung einer Leistung automatisch zum Übergang auf 100% der anderen führt, d.h.,
wenn Decken- und Bodenleistung gleich sind, liegt die Summe der Leistungen stets zwischen 50 und 100% der
Gesamtleistung.
Sieht der Temperaturregler die Aktivierung der Ausgänge vor, bleibt der Leistungsbegrenzer ausgeschaltet und die
für die Ausgänge eingestellte Leistung liegt bei 100%, wobei die Ausgänge HEAT TOP und HEAT FLOOR
fortwährend eingeschaltet bleiben.
Werden hingegen unter denselben Bedingungen von 100% abweichende Leistungen eingestellt, erfolgt der Betrieb
ab der Zählung der Zykluszeit folgendermaßen:
Der Ausgang TOP bleibt für folgende Zeitspanne eingeschaltet:
[tCP x OP1/100]
und für folgende Zeitspanne ausgeschaltet:
[tCP - (tCP x OP1/100)]
Der Ausgang FLOOR bleibt für folgende Zeitspanne ausgeschaltet: [tCP - (tCP x OP2/100)] und für folgende
Zeitspanne eingeschaltet:
[tCP x OP2/100]
Sind die Parameter beispielsweise wie folgt eingestellt:
“tCP” = 10 sec.
“OP1” = 90 %
“OP2” = 50 %
führt dies zu folgendem Betrieb:
HEAT TOP on
= 10 x 90/100
= 9 sec.
HEAT TOP off
= 10 - (10 x 90/100) = 1 sec.
HEAT FLOOR on = 10 x 50/100
= 5 sec.
HEAT FLOOR off
= 10 - (10 x 50/100) = 5 sec.
Wird der Leistungsbegrenzer durch Druck auf die Taste PW. LIM eingeschaltet, wird die entsprechende Led aktiviert
und die Steuerung sorgt dafür, dass die Ausgänge niemals gleichzeitig eingeschaltet sind (sind beide Widerstände
gleich, liegt daher die absorbierte Höchstleistung bei 50%).
Dasselbe erfolgt auch dann, wenn bei ausgeschaltetem Begrenzer die Summe der beiden Leistungen unter 100%
liegt.
Der Betrieb mit eingeschaltetem Leistungsbegrenzer erfolgt ab der Zählung der Zykluszeit folgendermaßen:
1) Der Ausgang TOP bleibt für folgende Zeitspanne eingeschaltet:
[tCP/2 x OP1/100]
2) Beide Ausgänge bleiben für folgende Zeitspanne ausgeschaltet:
[(tCP/2 - (tCP /2 x OP1/100)) +(tCP/2 - (tCP/2 x OP2/100))]
3) Der Ausgang FLOOR bleibt für folgende Zeitspanne eingeschaltet:
[tCP/2 x OP2/100]
und so weiter.
Sind die Parameter beispielsweise wie folgt eingestellt:
“tCP” = 10 sec.
“OP1” = 90 %
“OP2” = 50 %
HEAT TOP on
= 10/2 x 90/100
= 4,5 sec.
HEAT TOP und FLOOR off
= 10/2 - (10/2 x 90/100) + 10/2 - (10/2 x 50/100) = 3 sec.
HEAT FLOOR on
= 10/2 x 50/100
= 2,5 sec.
Selbstverständlich werden bei Erreichen der Solltemperatur beide Ausgänge ausgeschaltet.
STEUERUNG MIT 2 FÜHLERN
Der Regler mit zwei Fühlern heizt an beiden Ausgängen HEAT TOP und HEAT FLOOR entsprechend der Sollwerte
SET1 „SP1“ und SET2 „SP2“, der Differenzialwerte „HS1“ und „HS2“ und der Parameter „OP1, OP2“, „tCP“.
Wie für die Steuerung mit einem Fühler kann die Leistung an den beiden Ausgängen für die Widerstandssteuerung
(Decke und Boden) auf der Grundlage der Zykluszeit „tCP“ kontrolliert werden.
Der Betrieb unterscheidet sich von dem mit einem Fühler lediglich dadurch, dass der Leistungsregler und somit die
beiden Ausgänge bei Erreichen beider Sollwerte und nicht eines einzigen deaktiviert werden.
Sehen die Temperaturregler TOP und FLOOR die Aktivierung der Ausgänge vor, bleibt der Leistungsbegrenzer
ausgeschaltet und die für die Ausgänge eingestellte Leistung liegt bei 100%, wobei die Ausgänge fortwährend
eingeschaltet bleiben.
Werden hingegen unter denselben Bedingungen von 100% abweichende Leistungen eingestellt, erfolgt der Betrieb
ab der Zählung der Zykluszeit wie bereits für die Steuerung mit einem Fühler beschrieben.
Wird der Leistungsbegrenzer aktiviert, sorgt die Steuerung wie bereits beschrieben dafür, dass die Ausgänge nie
gleichzeitig eingeschaltet sind.
Bei Erreichen der Solltemperatur beider Regler werden beide Ausgänge selbstverständlich ausgeschaltet.
Fordert einer der beiden Regler hingegen die Ausschaltung des entsprechenden Ausgangs, wird der
Leistungsbegrenzer vorübergehend deaktiviert, weswegen der Ausgang des anderen Reglers eingeschaltet bleiben
kann (natürlich nur, wenn die diesbezüglich eingestellte Leistung bei 100% liegt).
Der Betrieb des Begrenzers wird automatisch rückgestellt, wenn beide Reglerausgänge eingeschaltet sein müssen.
4.3 - TEMPERATURALARME
Das Gerät verfügt über eine Alarmfunktion, die über den internen Warnsummer, eine Leuchtanzeige (Led ALARM)
und eventuell einen Ausgang (den Hilfsausgang, falls vorhanden und dementsprechend programmiert) Anomalien
der Ofentemperatur meldet.
Alle Parameter der Temperaturalarme sind in der Gruppe „]AL” enthalten.
Die Temperaturalarme können als absolut oder vom Einstellwert abhängig konfiguriert werden.
Die zur Alarmfunktion gehörenden Parameter sind:
“A1t” - Modus Alarmfunktion Fühler 1 (TOP) absolut oder abhängig
“A1L” – Unterer Alarmgrenzwert Fühler 1 (TOP)
“A1H” – Oberer Alarmgrenzwert Fühler 1 (TOP)
“HA1” – Differenzial Alarme Fühler 1 (TOP)
“A1d” – Alarmverzögerung Fühler 1 (TOP)
“A2t” – Modus Alarmfunktion Fühler 2 (FLOOR) absolut oder abhängig
„A2L” – Unterer Alarmgrenzwert Fühler 2 (FLOOR)
„A2H” – Oberer Alarmgrenzwert Fühler 2 (FLOOR)
„HA2” – Differenzial Alarme Fühler 2 (FLOOR)
„A2d” – Alarmverzögerung Fühler 2 (FLOOR)
Die Alarme sind immer aktiviert. Der obere Alarmgrenzwert ist auf 999 zu stellen, um ihn außer Kraft zu setzen,
während für die Außerkraftsetzung des unteren Alarmgrenzwertes dieser auf –99 zu stellen ist.
Am Parameter „POd“ kann außerdem die Freigabeverzögerung bei Einschaltung des Geräts eingestellt werden, die
aktiviert wird, wenn sich die Temperatur bei der Einschaltung in einem Alarmzustand befindet und deaktiviert wird,
sobald die Temperatur einen alarmfreien Zustand erreicht hat.
Die Aktivierung der Alarme erfolgt, wenn einer der folgenden Alarmzustände je nach programmiertem Alarmtyp
erreicht wird:
(HINWEIS: In allen nachstehenden Beispielen steht für die Alarmzahl stets allgemein der Buchstabe n
Ist ein Alarm aktiv, schaltet sich die Led ALARM ein, werden der Warnsummer und, falls als Alarm konfiguriert, der
Hilfsausgang aktiviert und die Displays zeigen abwechselnd die Alarmzahl und die gemessene Temperatur an (das
obere Display zeigt die den Deckenfühler betreffenden Alarme und das untere Display die den Bodenfühler
betreffenden Alarme an).
Der Warnsummer kann einmal aktiviert durch Druck auf eine beliebige Taste ausgeschaltet werden.
Auch wenn der Warnsummer ausgeschaltet wird, zeigt das Gerät den Alarm über die blinkende Led AL
folgendermaßen an:
„A1L” – im Falle eines Niedrigalarms Fühler 1 (TOP)
“A1H” – im Falle eines Hochalarms Fühler 1 (TOP)
“A2L” – im Falle eines Niedrigalarms Fühler 2 (FLOOR)
“A2H” – im Falle eines Hochalarms Fühler 2 (FLOOR)
Der AUX-Ausgang kann als Ausgang für eine externe Alarmglocke dienen (falls der interne Warnsummer zu
schwach sein sollte).
4.4 - KONTROLLE OFENLICHT
Über die Taste LIGHT kann der Ausgang LIGHT aktiviert / deaktiviert werden. Die Aktivierung des Ausgangs wird
durch die Led LIGHT angezeigt.
Der Ausgang wird in jedem Fall zusammen mit dem Regler deaktiviert, aber auch im Stand-By-Modus kann der
Ausgang ein- oder ausgeschaltet werden.
Bei normaler Einschaltung oder nach einer Unterbrechung der Stromversorgung kehrt der Ausgang in den zuletzt
konfigurierten Zustand zurück.
4.5 – DAMPFSTEUERUNG UND DAMPFINJEKTION
Alle Parameter der Dampfsteuerung sind in der Gruppe „]St” enthalten.
Befindet sich das Gerät im ON-Zustand, kann der Dampfregler über die Taste STEAM aktiviert / deaktiviert werden.
Die Aktivierung wird über die Led STEAM angezeigt.
Ist dieser Regler ausgeschaltet, kann die Steuerfunktion der Dampfinjektion nicht in Betrieb genommen werden.
Die Inbetriebnahme des Ausgangs kann je nach Vorhandensein des Temperaturfühlers STEAM unterschiedlich
ausfallen.
Ist das Gerät nicht mit einem Dampffühler ausgestattet (oder dieser Fühler wird über den Parameter „ESP“=OFF
deaktiviert), kann der Ausgang STEAM G. direkt über die Taste STEAM aktiviert / deaktiviert werden.
Ist das Gerät hingegen mit einem aktivierten („ESP“=On) Dampffühler ausgestattet, kann der Dampfregler über die
Taste STEAM aktiviert / deaktiviert werden.
Die Einschaltung des Ausgangs ist daher dem ON/OFF-Regler untergeordnet, der auf die Heizung je nach der vom
Dampffühler gemessenen Temperatur, dem Sollwert der Dampftemperatur „SPS“ und dem entsprechenden
Differenzialwert „HSS“ einwirkt.
Sollte der Fühler benutzt werden und einen Istwert messen, der unterhalb des am Parameter „Set“ eingestellten
Sollwertes liegt, wird die Steuerfunktion der Dampfinjektion gehemmt.
Sollte der Regler ausgeschaltet werden, kehrt die Steuerfunktion bei dessen erneuter Einschaltung zum zuletzt
konfigurierten Zustand zurück.
Die Led STEAM zeigt alle möglichen Funktionsweisen wie folgt an:
- OFF: Dampffunktion deaktiviert
- ON: Dampffunktion aktiviert und (falls Dampffühler vorhanden) Temperatur über dem Sollwert „Set“, von daher
Injektion möglich.
- Blinkend: Dampffunktion eingeschaltet, aber Temperatur unter dem Sollwert „Set“, von daher Injektion unmöglich
(nur falls Dampffühler vorhanden).
Wie gesagt ist die Dampfinjektion nur dann aktivierbar, wenn zuvor die Dampfsteuerung freigegeben wurde und der
vom Dampffühler, falls das Gerät über einen solchen verfügt, gemessene Istwert über dem am Parameter „SEt“
eingestellten Sollwert liegt.
Werden diese Bedingungen erfüllt, kann der Ausgang STEAM INJ manuell durch Druck auf die Taste INJ aktiviert
werden und bleibt nach Loslassen der Taste für die am Parameter „SIt” eingestellte Zeit aktiv.
Über den Parameter „SIF“ kann festgelegt werden, ob sich der Injektionsausgang nach Ablauf der Zeit „Slt“
ausschalten soll, auch wenn die Taste noch immer gedrückt ist (SIF = OFF, Impulsbetrieb) und es demnach
notwendig ist, die Taste loszulassen und für eine neue Injektion erneut zu drücken, oder ob der Ausgang bis zum
Loslassen der Taste (SIF = On, Dauerbetrieb) aktiviert bleiben soll.
Die Injektionssteuerung unterliegt außerdem der Inhibitionszeit zwischen zwei aufeinander folgenden
Dampfinjektionen, während der die Solltemperatur wiedererreicht werden soll.
In dem Moment, in dem sich der Injektionsausgang ausschaltet, beginnt die Zählung der am Parameter „Sld“
eingestellten Zeit, während der ein eventueller Injektionsbefehl nicht ausgeführt wird.
Die Dampfinjektion kann auch automatisch über die Parameter „Slc“, „Sli“ und „Slt“ ausgelöst werden.
Die Parameter „Sli“ > 0 und „Slt“ > 0 geben die automatische Injektion frei.
Der Parameter „Slc“ = 0 legt den automatischen Endloszyklus fest, während > 0 die Dauer des automatischen
Injektionszyklus bestimmt.
Es sind also folgende Optionen möglich:
1) Eine einzige manuelle Dampfinjektion bei Druck auf die Taste INJ („Sli“ = 0, „Slc“=0).
2) Kontinuierliche automatische Dampfinjektion mit Injektionszeit = „Slt“ und Pause = „Sli“ nach Betätigung der Taste.
Der Injektionszyklus endet erst dann, wenn die Taste INJ erneut gedrückt wird oder die Dampffunktion bzw. das
Gerät ausgeschaltet wird.
3) Kontinuierlicher automatischer Dampfinjektionszyklus für die Dauer „Slc“ mit Injektionszeit = „Slt“ und Pause = „Sli“
nach Betätigung der Taste.
Nach Ablauf der Zeit „Slc“ (oder bei erneuter Betätigung der Taste INJ vor dem Ablauf der Zeit oder bei Ausschaltung
der Dampffunktion bzw. des Geräts) endet der Injektionszyklus.
Die Led STEAM INJ zeigt alle möglichen Funktionsweisen wie folgt an:
- OFF: Injektion nicht aktiv
- ON: laufende Injektion
- Blinkend: Die laufende Injektion befindet sich im Pausenzustand (Zeit „Sli“)
4.6 – STEUERUNG EXTRAKTOR
Befindet sich das Gerät im ON-Zustand, kann der Ausgang EXTR. über die Taste EXTR. aktiviert / deaktiviert
werden.
Die Aktivierung wird über die Led EXTR. angezeigt.
Unter Extraktor wird üblicherweise das Absauggebläse des Ofens verstanden, obwohl der Benutzer eine beliebige
andere Funktion steuern könnte (einen Drehteller, ein zweites Licht etc.)
Sollte der Regler ausgeschaltet werden (oder die Stromversorgung unterbrochen werden), kehrt der Ausgang bei
erneuter Einschaltung zum zuletzt konfigurierten Zustand zurück.
Alle Parameter des Extraktors sind in der Gruppe „ES” enthalten.
Über den Parameter „Esd“ kann festgelegt werden, ob der Ausgang ausschließlich über die Taste (=OFF) gesteuert
oder ob der Ausgang auch dann ausgeschaltet werden soll, wenn eine Dampfinjektion erfolgt, um zu verhindern,
dass der eingelassene Dampf abgesaugt wird (=On).
In diesem Fall schaltet sich der Ausgang (falls eingeschaltet) beim Start der Dampfinjektion aus und bleibt für die
gesamte Injektionsdauer und auch danach für die am Parameter „Edt“ (in sec.) eingestellte Zeit deaktiviert.
Außerdem kann über den Parameter „EAS” = On festgelegt werden, dass sich der Extraktorausgang automatisch
bei Beendigung des Brennvorgangs einschaltet (falls er nicht bereits aktiviert ist). Andernfalls wird er ausschließlich
manuell gesteuert (=OFF).
Gehören zu einem Ofen mehrere Geräte, kann die Steuerung des Extraktors anhand eines Relaisschalters
erleichtert werden, dank dessen ein einziger Extraktor von jedem der installierten Geräte bedient werden kann.
Diese Funktion kann über den Parameter „ECn“ gewählt werden, indem der Betrieb des Ausgangs EXTR. bezüglich
der Taste als bistabil (=OFF) oder als monostabil (=On) festgelegt wird.
Soll also ein einziger Extraktor von mehreren Geräten gesteuert werden, ist dies möglich:
- indem der Relaisausgang EXTR des ersten Geräts so angeschlossen wird, dass er das Absauggebläse steuert.
- indem das erste Gerät „ECn“=OFF und alle anderen =On programmiert werden.
- indem die Relaisausgänge EXTR aller anderen Geräte parallel geschaltet und dann an einen Digitaleingang des
ersten Geräts gekuppelt werden, dessen Funktion = 2 programmiert sein muss (siehe Funktion Digitaleingänge).
4.7 – HILFSAUSGANG UND HILFSREGLER (AUX)
Das Gerät kann außerdem über einen konfigurierbaren Hilfsausgang (AUX) verfügen.
Alle die Steuerung des AUX-Ausgangs betreffenden Parameter sind in der Gruppe „] AO” enthalten.
Über den Parameter „AOF“ kann der Betriebsmodus des Ausgangs folgendermaßen eingestellt werden:
= 0 – Keine Funktion
= 1 – Ausgang ON: Der Ausgang schaltet sich in Übereinstimmung mit dem Gerät ein/aus.
= 2 – Hilfstemperaturregler: Für diesen Betriebsmodus ist die Benutzung des Hilfsfühlers unerlässlich.
Der Regler arbeitet je nach Messung des Hilfsfühlers, Einstellung des Hilfsreglers „SPA“, entsprechendem
Differenzialwert „HSA“ und Betriebsmodus „ArF“ (Heizung = H, Kühlung = C).
Der Hilfsregler kann für zahlreiche Anwendungen benutzt werden wie zum Beispiel die Temperatursteuerung in
anderen Bereichen des Ofens oder im Innern des Produkts.
= 3 – Signal Ende Brennvorgang: Der Ausgang schaltet sich in Übereinstimmung mit dem Ende des Brennvorgangs
oder um die am Parameter „Aot“ eingestellte Zeit im Voraus ein. Wird der Parameter = 0 gesetzt, aktiviert sich der
Ausgang selbstverständlich exakt bei Beendigung des Brennvorgangs.
Die Funktion kann für die Bedienung eines externen Meldegeräts, das die Beendigung des Brennvorgangs
signalisiert, oder für die Bedienung unterschiedlicher Vorrichtungen wie zum Beispiel Stellglieder für
Auslassöffnungen des Ofens benutzt werden.
Ist der Ausgang einmal aktiviert, kann er durch Druck auf die Taste AUX (DOWN) deaktiviert werden
= 4 – Aktivierung anhand der Taste AUX (DOWN) oder über den Digitaleingang: Der Ausgang wird durch Druck auf
die Taste DOWN/AUX eingeschaltet (oder durch die Aktivierung eines dementsprechend programmierten
Digitaleingangs).
Das Schaltverhalten ist bistabil, daher wird der AUX-Ausgang bei der ersten Betätigung aktiviert und bei der zweiten
deaktiviert.
In diesem Modus kann der AUX-Ausgang auch automatisch nach der am Parameter „Aot“ festgelegten Zeit
ausgeschaltet werden.
Ist „Aot“ = 0, kann der Ausgang nur manuell anhand der Taste DOWN/AUX oder über den Digitaleingang aktiviert
oder deaktiviert werden.
= 5 – Ausschaltbarer Alarm: Der AUX-Ausgang wird in Übereinstimmung mit dem Warnsummer aktiviert, wenn ein
Alarmzustand auftritt. Wie der Warnsummer wird er bei Druck auf eine beliebige Taste ausgeschaltet.
= 6 – Nicht ausschaltbarer Alarm: Der AUX-Ausgang wird aktiviert, sobald ein Alarmzustand auftritt und bleibt
aktiviert, bis die Ursachen für diesen Zustand behoben sind.
4.8 - DIGITALEINGÄNGE
Das Gerät verfügt über 3 Digitaleingänge, die für spannungsfreie Kontakte konfiguriert werden können.
Alle Konfigurationsparameter der Digitaleingänge sind in der Gruppe „]In” enthalten.
Die Betriebslogik der Digitaleingänge wird von den Parametern „i1L”, „i2L”, „i3L” festgelegt, die folgendermaßen
programmiert werden können:
= On – Kontakt normalerweise geöffnet: Die programmierte Funktion wird bei Schließung des an den Eingang
geschalteten Kontakts ausgeführt.
= OFF – Kontakt normalerweise geschlossen: Die programmierte Funktion wird bei Öffnung des an den
Digitaleingang geschalteten Kontakts ausgeführt.
Die Funktion der Digitaleingänge kann über folgende Parameter verzögert werden:
„i1d”, „i2d”, „i3d”, in Sekunden einstellbar.
Der Betriebsmodus des Digitaleingangs kann über die Parameter „i1F", „i2F”, „i3F” eingestellt werden, die
folgendermaßen programmierbar sind:
= 0 – Nicht in Betrieb
= 1 – Signal externer Alarm: Beim Eingreifen des Eingangs wird ein Alarm ausgelöst und das obere Display zeigt
abwechselnd „Aln“ (n steht für die Zahl des Digitaleingangs) und die gemessene Temperatur an.
= 2 - Fernsteuerung Hilfsausgang AUX: Der Digitaleingang wird für die Steuerung des Hilfsausgangs AUX benutzt.
Siehe Betriebsmodus „AOF“ = 4 des Hilfsausgangs.
= 3 – Fernsteuerung Dampfinjektion: Der Digitaleingang übernimmt dieselbe Funktion wie die INJ-Taste des Geräts.
= 4 – Hemmung Dampfinjektion: Das Eingreifen des Digitaleingangs führt zur Hemmung der Dampfinjektion. Diese
Funktion kann nützlich sein, wenn das Gerät nicht über einen Dampffühler verfügt und die Injektion während der
Dampftemperierung gehemmt werden soll.
= 5 – Impulssteuerung Aktivierung Absaugausgang für Mehrfachsteuerung. Kann für die vereinfachte Steuerung des
einzigen Extraktors verwendet werden, wenn an einen Ofen mehrere Geräte angeschlossen sind. Soll ein einziger
Extraktor von mehreren Geräten gesteuert werden, ist dies möglich, indem das erste Gerät „ECn“=OFF und alle
anderen „ECn“=On programmiert werden, der Relaisausgang EXTR des ersten Geräts so geschaltet wird, dass er
das Absauggebläse steuert und die Relaisausgänge EXTR aller anderen Geräte parallel geschaltet und dann an
einen für diesen Betriebsmodus programmierten Digitaleingang des ersten Geräts gekuppelt werden.
GRUPPE „SP“ (DEN SOLLWERT BETREFFENDE PARAMETER):
Ermöglichen die Einstellung der Sollwerte und der Betriebsmodi.
SP1 - SOLLWERT TOP: Sollwert Deckenregulierung (TOP)
SP2 - SOLLWERT 2: Sollwert Bodenregulierung (FLOOR)
SPL - MINDESTSOLLWERT: Kleinster, als Sollwert einstellbarer Wert.
SPH - HÖCHSTSOLLWERT: Höchster, als Sollwert einstellbarer Wert.
GRUPPE „]rG” (DIE EINSTELLUNG BETREFFENDE PARAMETER): Enthält alle Parameter, die die
Einstellfunktion und die Steuerung der Ausgangsleistung betreffen.
OP1 - LEISTUNG TOP: Wert der Ausgangsleistung für die Deckenheizung (TOP).
OP2 – LEISTUNG BODEN: Wert der Ausgangsleistung für die Bodenheizung (FLOOR).
tCP – ZYKLUSZEIT LEISTUNGSSTEUERUNG: Zykluszeit für die Berechnung der Ausgangsleistungen in
Sekunden.
PSP - PROGRAMMIERMODUS LEISTUNGEN: Ermöglicht die Verwaltung der beiden Leistungen wie folgt:
=0 - unabhängig
=1 – abhängig, sodass die Erhöhung der einen automatisch zur Verringerung der anderen führt, d.h., wenn Deckenund Bodenleistung gleich sind, ergibt die Summe der Leistungen stets 50% der Gesamtleistung.
=2 – abhängig, sodass die Verringerung einer Leistung automatisch zum Übergang auf 100% der anderen führt, d.h.,
wenn Decken- und Bodenleistung gleich sind, liegt die Summe der Leistungen stets zwischen 50 und 100% der
Gesamtleistung.
HS1 – HYSTERESE REGLER 1 (TOP): Zum Sollwert der Decke (TOP) gehörendes Halbband, das die Werte für die
Aktivierung und Deaktivierung des Reglers festlegt.
HS2 – HYSTERESE REGLER 2 (FLOOR): Zum Sollwert des Bodens (FLOOR) gehörendes Halbband, das die Werte
für die Aktivierung und Deaktivierung des Reglers festlegt.
Gruppe „In“ (DIE EINGÄNGE BETREFFENDE PARAMETER): Ermöglichen die Festlegung der
Messeigenschaften und der Betriebsmodi der Digitaleingänge.
EFP – PRÄSENZ BODENFÜHLER: Ermöglicht die Aktivierung (ON) oder die Deaktivierung (OFF) des Bodenfühlers,
falls dieser nicht benutzt werden soll. Sollte der Fühler deaktiviert werden, arbeitet die Einstellung an beiden
Ausgängen HEAT TOP und HEAT FLOOR ausschließlich auf der Grundlage der/des die Decke (TOP) betreffenden
Messung/Sollwerts.
ESP – PRÄSENZ DAMPFFÜHLER: Ermöglicht die Aktivierung (ON) oder die Deaktivierung (OFF) des Dampffühlers,
falls dieser nicht benutzt werden soll. Ist der Fühler deaktiviert, können die Temperierfunktion des Ausgangs STEAM
und die Hemmfunktion für die Dampfinjektion auf der Grundlage der Dampftemperatur nicht eingeschaltet werden.
EAP - PRÄSENZ HILFSFÜHLER: Ermöglicht die Aktivierung (ON) oder die Deaktivierung (OFF) des Hilfsfühlers,
falls dieser nicht benutzt werden soll. Sollte der Fühler deaktiviert werden, kann der Hilfsregler nicht benutzt werden.
OSt - KALIBRIERUNG DECKENFÜHLER: Positives oder negatives Offset, das zu dem vom Deckenfühler gelesenen
Wert addiert wird.
OSF – KALIBRIERUNG BODENFÜHLER: Positives oder negatives Offset, das zu dem vom Bodenfühler gelesenen
Wert addiert wird.
OSS - KALIBRIERUNG DAMPFFÜHLER: Positives oder negatives Offset, das zu dem vom Dampffühler gelesenen
Wert addiert wird.
OSA – KALIBRIERUNG HILFSFÜHLER: Positives oder negatives Offset, das zu dem vom Hilfsfühler gelesenen
Wert addiert wird.
Uni - TEMPERATURMESSEINHEIT: Legt fest, ob die Temperatur in Grad Celsius (°C) oder Fahrenheit (°F)
angezeigt wird.
SEn - EINGANGSFÜHLER: Sollte das Gerät über einen Eingang für Thermoelemente verfügen, kann festgelegt
werden, ob es sich bei den Eingangsfühlern um solche des Typs J (J) oder des Typs K (CrA) handelt.
i1F - FUNKTION DIGITALEINGANG 1: Legt fest, welche Funktion der Digitaleingang 1 ausführen soll.
= 0 – Keine Funktion (nicht in Betrieb)
= 1 – Signal externer Alarm: Beim Eingreifen des Eingangs wird ein Alarm ausgelöst und das obere Display zeigt
abwechselnd „AL1“ und die gemessene Temperatur an.
= 2 - Fernsteuerung Hilfsausgang AUX: Der Digitaleingang wird für die Steuerung des Hilfsausgangs AUX benutzt.
Siehe Betriebsmodus „AOF“ = 4 des Hilfsausgangs.
= 3 – Fernsteuerung Dampfinjektion: Der Digitaleingang übernimmt dieselbe Funktion wie die INJ-Taste des Geräts.
= 4 – Hemmung Dampfinjektion: Das Eingreifen des Digitaleingangs führt zur Hemmung der Dampfinjektion. Diese
Funktion kann nützlich sein, wenn das Gerät nicht über einen Dampffühler verfügt und die Injektion während der
Dampftemperierung gehemmt werden soll.
= 5 – Impulssteuerung Aktivierung Absaugausgang für Mehrfachsteuerung. Kann für die vereinfachte Steuerung des
einzigen Extraktors verwendet werden, wenn an einen Ofen mehrere Geräte angeschlossen sind. Soll ein einziger
Extraktor von mehreren Geräten gesteuert werden, ist dies möglich, indem das erste Gerät „ECn“=OFF und alle
anderen „ECn“=On programmiert werden, der Relaisausgang des ersten Geräts so geschaltet wird, dass er das
Absauggebläse steuert und die Relaisausgänge EXTR aller anderen Geräte parallel geschaltet und dann an einen
für diesen Betriebsmodus programmierten Digitaleingang des ersten Geräts gekuppelt werden.
i1L – BETRIEBSLOGIK DIGITALEINGANG 1: Legt fest, ob der Digitaleingang 1 die programmierte Funktion bei
seiner Schließung (on) oder bei seiner Öffnung (off) einleiten soll.
i1d - VERZÖGERUNG DIGITALEINGANG 1: Aktivierungsverzögerung der vom Digitaleingang 1 auszuführenden
Funktion in Sekunden.
i2F - FUNKTION DIGITALEINGANG 2: Entspricht „i1F“, aber in Bezug auf den Digitaleingang 2.
i2L – BETRIEBSLOGIK DIGITALEINGANG 2: Entspricht „i1L“, aber in Bezug auf den Digitaleingang 2.
i2d - VERZÖGERUNG DIGITALEINGANG 2: Entspricht „i1d“, aber in Bezug auf den Digitaleingang 2.
i3F - FUNKTION DIGITALEINGANG 3: Entspricht „i1F“, aber in Bezug auf den Digitaleingang 3.
i3L – BETRIEBSLOGIK DIGITALEINGANG 3: Entspricht „i1L“, aber in Bezug auf den Digitaleingang 3.
i3d - VERZÖGERUNG DIGITALEINGANG 3: Entspricht „i1d“, aber in Bezug auf den Digitaleingang 3.
GRUPPE „AL“ (DIE TEMPERATURALARME BETREFFENDE PARAMETER): Ermöglichen die Konfiguration
der Temperaturalarme.
A1t - ALARMTYP 1 (TOP) : Ermöglicht es, zwischen 2 möglichen Alarmtypen im Zusammenhang mit der
Deckentemperatur zu wählen:
= Ab – ABSOLUTER ALARM: Der Alarm wird aktiviert, wenn die Deckentemperatur unter den am Parameter „A1L“
eingestellten Alarmgrenzwert sinkt oder den am Parameter „A1H“ eingestellten Alarmgrenzwert übersteigt.
= dE – ABHÄNGIGER ALARM: Der Alarm wird aktiviert, wenn die Deckentemperatur unter den Wert [SP1 - A1L]
sinkt oder den Wert [SP1 + A1H] übersteigt.
A1L – UNTERER ALARMGRENZWERT 1 (TOP) : Unterer Alarmgrenzwert, bei dessen Unterschreitung der
Deckentemperaturalarm ausgelöst wird.
A1H – OBERER ALARMGRENZWERT 1 (TOP) : Oberer Alarmgrenzwert, bei dessen Überschreitung der
Deckentemperaturalarm ausgelöst wird.
HA1 - HYSTERESE ALARM 1 (TOP): Zu den Alarmgrenzwerten „A1L“ und „A1H“ gehörendes asymmetrisches
Halbband, das den Deaktivierungswert des Deckentemperaturalarms festlegt.
A1d – AKTIVIERUNGSVERZÖGERUNG ALARM 1 (TOP): Legt die Aktivierungsverzögerung des
Deckentemperaturalarms fest (in sec.).
A2t - ALARMTYP 2 (FLOOR): Entspricht „A1t“, aber in Bezug auf den Bodentemperaturalarm.
A2L – UNTERER ALARMGRENZWERT 2 (FLOOR): Entspricht „A1L“, aber in Bezug auf den
Bodentemperaturalarm.
A2H – OBERER ALARMGRENZWERT 2 (FLOOR): Entspricht „A1H“, aber in Bezug auf den Bodentemperaturalarm.
HA2 - HYSTERESE ALARM 2 (FLOOR): Entspricht „HA1“, aber in Bezug auf den Bodentemperaturalarm.
A2d – AKTIVIERUNGSVERZÖGERUNG ALARM 2 (FLOOR): Entspricht „A1d“, aber in Bezug auf den
Bodentemperaturalarm.
Pod – DEAKTIVIERUNG TEMPERATURALARME NACH DER EINSCHALTUNG: Legt in Stunden die Zeitspanne
fest, während der die Temperaturalarme nach Einschaltung des Geräts unterdrückt bleiben.
Gruppe „St” (DIE DAMPFSTEUERUNG BETREFFENDE PARAMETER): Ermöglichen die Konfiguration der
Ausgänge STEAM G und STEAM I, die für die Dampfsteuerung und die Dampfinjektion gedacht sind.
SPS - SOLLWERT DAMPFREGLER: Sollwert für die Dampfregulierung. Kann nur benutzt werden, wenn das Gerät
über einen Dampffühler verfügt. Bei Erreichen der eingestellten Temperatur wird der Ausgang STEAM G deaktiviert.
HSS – HYSTERESE DAMPFREGLER: Zum Dampfsollwert gehörendes Halbband, das die Werte für die Aktivierung
und Deaktivierung des Ausgangs STEAM G festlegt.
SEt – TEMPERATURGRENZWERT FÜR DIE HEMMUNG DER DAMPFINJEKTION: Mit dem Dampffühler
verbundener Wert, bei dessen Unterschreitung die Dampfinjektion gehemmt wird. Ist die Dampfinjektion gehemmt,
blinkt die Led STEAM.
SIF - DAUERBETRIEB DAMPFINJEKTION: Ermöglicht die Festlegung, ob sich der Injektionsausgang nach Ablauf
der Zeit "Slt“ ausschalten soll, auch wenn die Taste noch immer gedrückt ist (= OFF) und es demnach notwendig ist,
die Taste loszulassen und für eine neue Injektion erneut zu drücken, oder ob der Ausgang bis zum Loslassen der
Taste (= On) aktiviert bleiben soll.
Sit – DAUER DAMPFINJEKTION: Legt fest, wie lange der Ausgang STEAM INJ infolge eines manuellen oder
automatischen Dampfinjektionsbefehls aktiviert bleiben soll (in sec.).
Sid – VERZÖGERUNGSZEIT ZWISCHEN ZWEI AUFEINANDERFOLGENDEN DAMPFINJEKTIONEN: Ab der
Ausschaltung des Ausgangs STEAM INJ gezählte Zeitspanne, während der die Dampfinjektion gehemmt wird, um zu
gewährleisten, dass der Dampf die Solltemperatur wiedererreichen kann. Während dieser Zeitspanne (in sec.) wird
ein eventueller Injektionsbefehl ignoriert.
SIi – INTERVALL FÜR DIE AUTOMATISCHE DAMPFINJEKTION: Ausfallzeit (in min.) während der die
automatische Dampfinjektion freigegeben wird. Die Einstellung = 0 deaktiviert die automatische Injektion. Während
dieser Zeitspanne blinkt der Ausgang INJ.
Sit – ZYKLUSZEIT AUTOMATISCHE DAMPFINJEKTIONEN: Ermöglicht die Einstellung der Zykluszeit der
automatischen Dampfinjektionen. Ist die Einstellung = 0, erfolgt der automatische Zyklus stetig, ist die Einstellung
hingegen > 0 endet der Injektionszyklus automatisch nach Ablauf der programmierten Zeit.
Gruppe „ES” (DIE EXTRAKTORSTEUERUNG BETREFFENDE PARAMETER): Ermöglichen die
Betriebskonfiguration des Ausgangs EXTR., der für die Steuerung des Extraktors gedacht ist.
ESd - DEAKTIVIERUNG EXTRAKTOR WÄHREND DER DAMPFINJEKTION: Ermöglicht die automatische
Deaktivierung des Ausgangs EXTR., sollte dieser aktiviert sein, wenn eine Dampfinjektion ausgeführt wird (=on).
Andernfalls arbeitet der Ausgang EXTR. unabhängig von der Dampfinjektion (=OFF).
Edt – DEAKTIVIERUNGSZEIT EXTRAKTOR NACH BEENDIGUNG DER DAMPFINJEKTION: Ist der Parameter
“ESd” = On, schaltet sich der Ausgang EXTR. (falls eingeschaltet) beim Start der Dampfinjektion aus und bleibt für
die gesamte Injektionsdauer und auch danach für die an diesem Parameter (in sec.) eingestellte Zeit deaktiviert.
EAS – AUTOMATISCHE EINSCHALTUNG EXTRAKTOR BEI BEENDIGUNG DES BRENNVORGANGS: Ermöglicht
die automatische Einschaltung des Ausgangs EXTR. bei Beendigung des Brennvorgangs (=On). Andernfalls kann
der Ausgang nur manuell gesteuert werden (=OFF).
Ecn – STEUERBETRIEB AUSGANG EXTR. MONOSTABIL: Parameter über den gewählt werden kann, ob die
Funktion des Ausgangs EXTR. bezüglich der Taste bistabil (=OFF) oder monostabil (=On) sein soll. Bei Wahl der
bistabilen Funktion wird der Ausgang bei der ersten Betätigung der Taste EXTR. anhaltend aktiviert, während er bei
einer zweiten Betätigung deaktiviert wird. Bei Wahl der monostabilen Funktion bleibt der Ausgang hingegen nur so
lange aktiviert wie die Taste gedrückt gehalten wird.
Gruppe “AO” (DEN HILFSAUSGANG BETREFFENDE PARAMETER): Ermöglichen die Betriebskonfiguration
des AUX-Ausgangs.
AOF - FUNKTION AUX-AUSGANG: Über diesen Parameter kann der Betriebsmodus des Ausgangs
folgendermaßen eingestellt werden:
= 0 – Keine Funktion
= 1 – Ausgang ON: Der Ausgang schaltet sich in Übereinstimmung mit dem Gerät ein/aus.
= 2 – Hilfstemperaturregler: Für diesen Betriebsmodus ist die Benutzung des Hilfsfühlers unerlässlich. Der Regler
arbeitet je nach Messung des Hilfsfühlers, Einstellung des Hilfsreglers "SPA“, entsprechendem Differenzialwert
"HSA“ und Betriebsmodus "ArF“.
= 3 – Signal Ende Brennvorgang: Der Ausgang schaltet sich in Übereinstimmung mit dem Ende des Brennvorgangs
oder um die am Parameter "AOt“ eingestellte Zeit im Voraus ein. Wird der Parameter = 0 gesetzt, aktiviert sich der
Ausgang selbstverständlich exakt bei Beendigung des Brennvorgangs.
= 4 – Aktivierung über die Taste AUX (DOWN) oder über den Digitaleingang: Der Ausgang wird durch Druck auf die
Taste DOWN/AUX oder durch die Aktivierung eines dementsprechend programmierten Digitaleingangs aktiviert. In
diesem Modus kann der AUX-Ausgang auch automatisch nach der am Parameter „AOt“ einstellbaren Zeit
ausgeschaltet werden. Ist „Aot“ = 0, kann der Ausgang nur manuell über die Taste DOWN/AUX oder über den
Digitaleingang aktiviert und deaktiviert werden.
= 5 – ausschaltbarer Alarm: Der AUX-Ausgang wird in Übereinstimmung mit dem Warnsummer aktiviert, wenn ein
Alarmzustand auftritt. Wie der Warnsummer wird er bei Druck auf eine beliebige Taste ausgeschaltet.
= 6 – Nicht ausschaltbarer Alarm: Der AUX-Ausgang wird aktiviert, sobald ein Alarmzustand auftritt und bleibt
aktiviert, bis die Ursachen für diesen Zustand behoben sind.
Aot - ZEIT AUX-AUSGANG: Zeit (in min.), während der der Betrieb von der programmierten Funktion des AUXAusgangs abhängt (siehe Parameter „AOF“).
SPA – SOLLWERT HILFSREGLER: Sollwert des Hilfsreglers, falls der Hilfsausgang als Regler benutzt wird
(Parameter „AOF“ = 2).
HSA – DIFFERENZIALWERT HILFSREGLER: Zum Sollwert des Hilfsreglers gehörendes Halbband, das die Werte
für die Aktivierung und Deaktivierung des AUX-Ausgangs festlegt, wenn dieser als Regler benutzt wird (Parameter
„AOF“ = 2).
ArF – BETRIEBSMODUS AUX-REGLER: Legt fest, ob der Hilfsregler eine gegenteilige Funktion wie zum Beispiel
einen Heizvorgang (=H) oder eine direkte Funktion wie zum Beispiel einen Kühlvorgang (=C) einleiten soll.
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