Informationsnutzung und Vernetzung als durchgängiges Prinzip der Evolution und die Notwendigkeit der verstärkten Kooperation für wachsende Systeme bei Annäherung an ihre Wachstumsgrenzen Karl – Friedrich Albrecht Dozent für Umweltsystemanalyse Institut für Allgemeine Ökologie und Umweltschutz Fachrichtung Forstwissenschaften 1. Vorbemerkung zur Informationsnutzung 2. Umweltsystemanalyse Wachstum Informationsnutzung 2.1 Definitionen: System, Umweltsystemanalyse, Wachstum, Wachstumsindikator, Tragfähigkeitsgrenze 2.2 3 Hauptwachstumstypen als Ursache von Umweltproblemen 2.3 Interpretation und Einteilung von Wachstumsprozessen 2.3.1 Herkunft von κ, λ 2.3.2 Die Klassifikationsregel für Wachstumsprozesse von W. Mende (Beispiele: Hähnchen, Fichten, Weltbevölkerung.) 2.3.3 Die κ<λ- Regel von der größeren Kooperation während der Bremsphase des Wachstums 2.3.4 Die Zuordnung von λ-Werten zu den Wachstumstypen. 2.3.5 Die Notwendigkeit der verstärkten auf Informationsnutzung basierenden Kooperation für nach dem Typ 3 wachsende Systeme bei Annäherung an ihre W.-grenzen 3. Konsequenzen der höheren notwendigen Kooperation der Systemteile für Wirtschaftssysteme während der Bremshase 3.1 Wachstum von Wirtschaftssysteme mit Stromverbrauch als Wachstumsindikator (Eglo, Stromverbr. USA, UdSSR, BRD) 3.2 Voraussetzungen und Anzeichen für eine höhere Kooperation während der ca. 1970 beginnenden Bremsphase: stärkere Wechselwirkungen zwischen den Teilsystemen stärkere Informationsflüsse höhere Transparenz Konsens über die Orientierung Reglementierungen (für optimale Freiheiten) Koordinierungen, Planungen, Abstimmungen 3.3 Unterschiede zwischen Beschleunigungsphase u. Bremsphase Konsequenzen (Vereinigung, Auswirkung von Desinformation ...) ((Aus Zeitgründen konnte ich nur den Teil des Vortrags für das Internet vorbereiten, für den ich schnell greifbare Unterlagen hatte. Sollte jemand interessiert sein, sich eingehender mit der Problematik zu befassen kann er gern bei mir meine Folien und weitergehende Literatur einsehen. K.F. Albrecht , Tel 0351 463 31309; [email protected] )) Informationsnutzung und Vernetzung als durchgängiges Prinzip der Evolution und die Notwendigkeit der verstärkten Kooperation für wachsende Systeme bei Annäherung an ihre Wachstumsgrenzen Vorbemerkung: Informationsnutung gibt es seit Leben existiert. Sie hat mit Entwicklung der Biosphäre quantitativ und qualitativ zugenommen. Informationsnutzung hilft beim Sparen von Ressourcenverbrauch (Fisch). Daher wird Informationsnutzung besonders wichtig, wenn Ressourcen knapp werden. F01: Ebeling Kosm. Evolution (s. folgende Seite) Ohne Leben – keine Informationsnutzung; früher nur Informationsaustausch zwischen biologischen Systemen (Zellen, Organen, Individuen, Gemeinschaften {Jagdgemeinschaften}) neuerdings Informationsnutzung zwischen menschlichen und u. technischen Systemen (z.B. Fernsteuerung) Auch Entwicklung der Technosphäre war mit verstärkter Informationsnutzung verbunden. Prof. Haas Informationsübertragung und Nutzung bedarf gemeinsamer abgestimmter Basis „getragenes“, z.B. Geheimcode, Puschkinmuseum Effektive Informationsübertragung bei Säugetieren?: Spielen ergänzt Informationsübertragung auf nächste Generation Problematisch bei schnellem Wechsel der Umweltsituation heute treffen junge Menschen im Vergleich zu Ihren Eltern stark veränderte Situation an Verunsicherung ein Grund für Zunahme von Scheidungen Wie bin ich als Dozent für Umweltsystemanalyse und ehem. Physiker auf die prinzipielle Wichtigkeit der Informationsnutzung gestoßen? Durch Beschäftigung mit Wachstumsprozessen in Systemen. Wachstum tritt prinzipiell in Systemen auf. Daher zunächst Definition von System, Umweltsystemanalyse, Wachstum: DEFINITIONEN System: Ein System besteht aus zusammengehörigen Elementen und der Systemgrenze. Im allgemeinen haben Systeme eine Funktion mit der die Identität des Systems eng verknüpft ist. Die Eigenschaften eines Systems werden wesentlich bestimmt durch die Eigenschaften seiner Elemente und insbesondere durch die Wechselwirkungen dieser Systemelemente untereinander sowie durch die Wechselwirkungen des Systems mit seiner Umwelt. Beispiel: Mensch, Wirtschaftssystem eines Landes… Umweltsystemanalyse: Umweltsystemanalyse untersucht mittels systemanalytischer Methoden die Wechselwirkung zwischen einem belebten System, bevorzugt unter Einschluss des Menschen, und dessen Umwelt. Dazu gehört auch die Untersuchung der Struktur und des Zustandes des belebten Systems sowie des Zustandes seiner Umwelt einschließlich der Untersuchung der zeitlichen Veränderung von System und Umwelt. Diese zeitlichen Veränderungen kommen insbesondere durch die verschiedensten Wechselwirkungen zustande. Das Ziel der Umweltsystemanalyse ist ein besseres Verständnis der realen Existenz und Entwicklungsmöglichkeiten von Systemen als Voraussetzung für die Realisierung der bestmöglichen Varianten. Bei der Umweltsystemanalyse spielt die Betrachtung der Wechselwirkungen mit der Umwelt eine ganz entscheidende Rolle. Beispiel für Umweltwechselwirkungen: Essen, Wärmeabgabe; Außenhandel; Müllabfur... Wegen II. Hauptsatz der Thermodynamik Notwendige Wechselwirkungen Ordnungsstruktur erhaltender Systeme: 1. Entropieexport (z.B. mittels Müllauto) 2. Energieimport (z.B. mittels Tanklaster) Wachstum: Unter Wachstum soll ganz allgemein eine Erscheinung verstanden werden, die bei entsprechenden Bedingungen in unterschiedlichen Systemen auftreten und durch die Vergrößerung eines geeigneten Wachstumsindikators beschrieben werden kann. Die Tabelle enthält beispielhaft Systeme, in denen Wachstum auftreten kann und führt mögliche Wachstumsindikatoren auf. Beispiele für Wachstum in Systemen und für Wachstumsindikatoren: System Wachstumsindikatoren biologisches Individuum Gewicht, Volumen, Länge ... (z.B. Mensch) Population Anzahl der Individuen, Biomasse ... Ökosystem Biomasse, Energieumsatz, ... Wirtschaftssystem Bruttoinlandsprodukt, Energieverbrauch, Stromverbrauch, Materialdurchsatz ... Tragfähigkeit: Die Tragfähigkeit ist die Größe eines Systemindikators (Wachstumsindikators) oberhalb derer das System durch seine Umwelt in seiner Existenz gefährdet wird. Bei endlicher Umwelt müssen wachsende Systeme entweder rechtzeitig aufhören zu wachsen, oder es kommt unvermeidlich zu Umweltproblemen. Zur Vermeidung von Katastrophen darf die Tragfähigkeit nicht (langfristig) überschritten werden. Alle Umweltprobleme werden entweder durch Wachstumsprozesse oder durch Katastrophen hervorgerufen! Repräsentative Beispiele für Wachstumsprozesse als Ursache für Umweltprobleme Wachstumsindikator Umweltproblem Weltbevölkerung ( letzte Verdopplung Wasserverschmutzung, in 39 Jahren). Trinkwassermangel, Nahrungsmangel...u.a. FCKW-Emmission Ozonloch Fossiler Energieverbrauch CO2-Treibhauseffekt Öltransport per Tanker Tankerkatastrophen, Ölverschmutzung von Wasser und Küsten Chemieindustrie und Landwirtschaft Wasserverschmutzung Fischereiindustrie Fischartengefährdung Turismusindustrie Landschaftsgefährdung Autoindustrie Luftverschmutzung, Lärmprobleme, Verkehrskollaps. (erhöhte Bleikonzentration in Böden Katalysator).. Nährstoffkonzentration im Gewässer Umkippen es aquatischen Ökosystems Unbeschränktes Populationswachstum Nahrungsmangel, Kollaps z.B. Rentierzahl auf der St. Mathews. Überweidung Auslöschung der Insel Rentiere z.B. Anzahl von Menschen auf den Ökosystemzerstörung, Tod von 95% Osterinseln der Menschen Umweltprobleme werden sämtlich durch Wachstumsprozesse oder durch Katastrophen verursacht. Für Umweltsystemanalyse sind diejenigen Wechselwirkungen besonders wichtig, die das interessierende belebte System notwendigerweise haben muß. Da belebte Systeme zu den ordnungsstrukturerhaltenden Systemen gehören, müssen sie wegen der Gültigkeit des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik ((Folie mitnehmen??)) Entropie exportieren und dazu hochwertige Energie importieren. Sie haben somit 2 notwendige Wechselwirkungen mit der Umwelt: Entropieexport und Energieimport. Wachsende belebte Systeme haben noch eine 3. notwendige Wechselwirkung: Import von Umwelt. FOLIE mit Skizze und Umweltproblemen.?? Aus dieser 3. notwendigen Wechselwirkung folgt, dass das Wachstum von Systemen bei begrenzter Umwelt begrenzt ist (z.B. Anteil an Verkehrsflächen). Hinsichtlich Annäherung an Tragfähigkeitsgrenze 3 Grundtypen von Wachstum Ähnlich wie bei Tharandt- Vortrag Abb. Wachstumstypen Wachstumstypen 16 Typ 2 14 Wachstumsgrenze: 10 Xg = B Typ 3 8 6 4 2 Typ 1 X Wachstumsindikator , X 12 0 0 2 4 6 8 10 12 Zeit, t Beipiele : Hähnchen, Rentiere, Fichten Bei Annäherung von Wachstumsindikatoren treten Umweltprobleme auf. Typ 1 verursacht keine Umweltprobleme Typ 2 verursacht große Umweltprobleme Typ 3 verursacht lösbare Umweltprobleme Hypothese: Sämtliche Umweltprobleme beruhen auf Wachstumsprozessen oder auf Katastrophen. Informationsnutzung ist wichtig für Wachstumstyp 1 (Z.B. Geninformation) Wachstumstyp 3 Anpassung an Umweltbegrenzungen. (D.h. Nichtnutzung von Information führt zu sicherer Katastrophe!) Besonders interessant: Rolle der Informationsnutzung bei Typ 3 am Beispiel des Wachstums von Wirtschaftssystemen. Diese Problematik trat bei der Interpretation der l>k-Regel auf l, k = Parameter des Evolonmodells von W. Mende. Bevor ich darauf eingehe, will schnell noch Ähnlichkeiten und Unterschiede von Wachstumsprozessen an den Beispielen Kücken ,Fichten, Weltbevölkerung behandeln. AbbB.4.85 und BS.386-394 1. Die Bremssphase des Wachstums dominiert in den Industriestaaten seit ca. 1970 Elektroenergie: Wendepunkt (maximale Zuwächse) 1968 in USA, 1973 in UdSSR, andere Industrieländer vermutlich ca. 1970. 2. Die Bremsphase unterscheidet sich quantitativ und qualitativ von derBeschleunigungssphase des Wachstums. Dies strahlt auch auf andere Bereiche aus. Beispiel UdSSR Elektroenergie: 1950-1975 Faktor 11, 1975-2000 Faktor < 2. Starke quantitative Änderung im Wachstum macht auch qualitative Änderungen und Ausstrahlung auf Sozialsystem, Philosophie und Lebenshaltungen wahrscheinlich, (z.B. Neureichtum, Weisheit - Kindheit, Alter) vor 1970 Pläne zur Besiedlung von Sternen, Überschallpassagierflugzeuge, nach 1970 „Die Grenzen des Wachstums“ (1992 „Die neuen Grenzen des Wachstums“: Übergang zu Nachhaltigkeit („ökologische Revolution“) ähnlich tiefgreifend wie neolithische und industrielle Revolution) Dennoch wurde die weitere Orientierung auf Wachstum bisher nicht ausreichend überwunden. Dies hat zu Überkapazitäten und Fehleinschätzungen (Wirtschaftswunder in Ostdeutschland) geführt. Bremsphase setzt sich trotzdem bisher ungewollt durch. Weitere Orientierung auf Wachstum wird kaum helfen, die Probleme zu lösen, die durch Wachstum entstanden sind. Eine Orientierung auf ständiges Wirtschaftswachstum ist eine Orientierung auf den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch. 3. Die größere Kooperativität während der Sättigungsphase (l>k) bewirkt: größere gegenseitige Wechselwirkungen und Abhängigkeiten der Teilsysteme -> Steuerung schwieriger > Fehler wirken langfristiger - bessere Qualifikation von Wirtschaftmanagern gefragt. Notwendigkeiten für erfolgreiche größere Kooperativität: - stärkere Informationsflüsse - höhere Transparenz - Konsens über Orientierung - Reglementierungen (für optimale Freiheiten) - Koordinierungen , Planungen, Abstimmungen Evolonmodellanwendungen (dx/dt = cxk(B-x)l ) -> k < l --> höhere Kooperativität in der intensiven Sättigungsphase im Vergleich zur extensiven Wachstumsphase, verursacht durch zusätzlich bzw. verstärkt auftretende Wechselwirkungen des wachsenden Systems mit seiner Umwelt, die eine zusätzliche Kooperativität der Teilsysteme bei Annäherung an die Wachstumsgrenzen bewirken (erzwingen). Folgerungen für Sättigungsphase: - größere gegenseitge Wechselwirkung und Abhängigkeit der Teilsyst. - Steuerung wesentlich schwieriger - Fehlerauswirkungen schwerwiegender und langfristiger - tieferes Verständnis der Systemzusammenhänge und der Funktion und Reaktion des Gesamtsystems (bessere Qualifikation insbesondere für Wirtschaftsmanager und Wirtschaftspolitiker) notwendig - Höhere Kooperation der Teilsysteme erfordert bessere gegenseitige Information über Zustand, Funktion, Zielstellung und Möglichkeiten der Teilsysteme (Rolle der Computer und Informationssysteme - Japan) - höhere Transparenz ist Voraussetzung für mehrseitige Kooperation (Geheimhaltung ist in Sättigungsphase noch schädlicher, u.a. wegen Ausschließung von Problemlösungspotentials; KKW, Überrüstung) - Information und Transparenz sind für Kooperation nur effektiv nutzbar, wenn Konsens über Orientierung (Zielvorstellung) gegeben ist, dabei muß die Orientierung in Übereinstimmung mit den Möglichkeiten und Entwicklungsbedingungen des Systems sein. - Da die Sättigungsphase durch Umweltressourcen und Kapazitätsbegrenzungen erzwungen wird, lassen sich Reglementierungen, Abstimmungen und Einschränkungen nicht vermeiden. (Praktisch erzwingen die Wachstumsgrenzen eine höhere Kooperativität in der Verwaltung des Mangels.) Unter den Bedingungen der Sättigungsphase dienen die notwendigen (richtiges Maß!) Reglementierungen der Durchsetzung des maximal Maßes an Freiheiten (z.B. Bewässerungssysteme). - Um die noch bestehenden Entwicklungsmöglichkeiten des Systems unter den Bedingungen von Ressourcen- und Kapazitätseinschränkungen optimal nutzen zu können, gewinnen Planungen (Koordinierungen) an Wichtigkeit. (z.B. Bewässerungssysteme) - Beispiele für wachsende (z.T. internationale) Kooperation, Informationsaustausch Orientierungsversuche und Planungen in der Sättigungsphase nach 1970: - Internationale Abkommen über Fischfangquoten - Internationale Abkommen und Verschärfung zur FCKW- Reduzierung - Staatliche Förderung von Energiesparmaßnahmen und Gründung des Instituts für rationelle Energieanwendung, Stuttgart - Internationale Umweltkonferenzen in Rio und Berlin - Aufstellung eines Fünfjahrplanes für Umweltrestaurierung und Abfallwirtschaft in den USA für die Jahre 1993 - 1997 - Abstimmungen und Projekt zur Nutzung des Jordanwassers (Jordanien, Israel) - Reglementierungen: TD-Luft, Grenzwerte für toxische Stoffe... - Langfristplanungen und -orientierungen im Zusammenhang mit beabsichtigten CO2-Steuern. - Gründung des IIASA - Gründung der UNESCO - (Weltraumkooperation USA-Rußland) Zusammenfassung Wachstumsprozesse als Ursache für Umweltprobleme Bezüglich des Abbremsens von Wachstum 3 Prozesstypen: 1. Zielgerichtete Wachstumsprozesse (0<<1, z.B. Hähnchen). verursachen keine Umweltprobleme. 2. Ungebremste Wachstumsprozesse (=0, z.B. Rentiere) führen zu Umweltkatastrophen. 3. Nicht zielgerichtete Wachstumsprozesse verursachen bei Annäherung an die Wachstumsgrenze Umweltprobleme. Wenn diese Prozesse darauf durch genügend starkes Abbremsen des Wachstums reagieren (>1) können Zusammenbrüche vermieden und langfristig beständige Zustände erreicht werden. (Kandidaten: Weltbevölkerung: tm=1995, =3,1; Weltprimärenergieverbrauch: tm=1970, =2,5; Stromverbrauch in Industrieländern: ca. tm=1970, ca. =2.). Diese Abbremsprozesse vollziehen sich seit Jahrzehnten trotz gegenteiliger Orientierung. Dies weist auf eine objektive Notwendigkeit hin. Weitere Wachstumsorientierung hilft nicht, vielmehr braucht die neuartige Situation neue Regelungsmechanismen (<). 4. Während derartiger Bremsprozesse kommt es im Einklang mit der <-Regel zu verstärkter Kooperation der Teile des wachsenden Systems. Im Falle von Wirtschaftssystemen äußert sich dies in erhöhten Informationsflüssen, stärkerer Transparenz, besserer Orientierung, und vermehrten Abstimmungen, Koordinierungen Reglementierungen und Planungen. Die seit 1970 verstärkt wirksam werdenden nationalen und internationalen Umweltgesetze, Regelungen und Abkommen können als Ausdruck der notwendigen höheren Kooperation der Teile des wachsenden System bei Annäherung an die Wachstumsgrenze interpretiert werden. 5. Der Eintritt der genannten Wachstumsindikatoren in die Bremsphase könnte als Hinweis dafür dienen, dass ein katastrophaler Zusammenbruch vermieden werden kann. 6. Es könnte aber auch sein, dass die Problematik der wachsenden Nutzung fossiler Energien für den Eintritt in die Bremsphase der genannten Wachstumsprozesse noch gar keine Rolle gespielt hat. Wegen der fundamentalen Rolle der Energienutzung für die Tragfähigkeit bliebe so die Möglichkeit eines Kollapses bestehen. Die in letzter Zeit verstärkten Bemühungen um die Nutzung erneuerbarer Energieressourcen sind in diesem Zusammenhang von fundamentaler Wichtigkeit. Die Ermittlung von Wachstumsgrenzen in Form der langfristigen Tragfähigkeit und die Suche nach Wegen, die eine Überschreitung möglichst vermeiden, ist somit ist eine zentrale Frage für das Überleben von Wirtschaftssystemen und menschlichen Gemeinschaften.