Aktionsreader - DGB

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PRESSE- UND AKTIONSREADER (STAND NOVEMBER 2003)
Inhaltsverzeichnis
Projekt-Informationen
5
Vorbemerkungen
5
“Students at work”
7
Das DGB Campus Office
12
Eröffnung eines "DGB-Campus Office"
12
Bildung von Netzwerken / Kooperationen
14
Die Beratung
15
Allgemeines
15
Face-to-face-Beratungen
16
Praktikum
17
Allgemeines
17
Möglichkeiten gewerkschaftlicher Arbeit
17
Info-Stand
19
2
Veranstaltungen
21
Veranstaltung zur Berufsorientierung/Kontaktbörsen
21
Gesprächskreise / Podiumsdiskussionen
22
Referate / Präsentationen
22
Vor-Ort-Aktionen
24
Werbung
25
Aktionswoche an der Uni zum Thema „Jobben und Arbeiten“
25
Party
27
Semesterbeginn
27
Aktion zu Tarifinformationen / Fragebogen
28
Aktion „Experten-Telefon“
28
Aktion „Besen-Parade“
28
Aktion „Weihnachtsmann“
28
Aktion „Mensa“
29
Aktion „Bafög-Amt“
29
Aktion „Bibliothek“
29
Pressearbeit
30
Allgemeines
30
Pressedokumentation
31
Presseverteiler
31
3
Veranstaltungs-/ Terminankündigungen
32
Pressekonferenz / Pressefrühstück
33
Presseerklärungen
33
Leserbriefe
34
Anhang
36
Bestehende Hochschulinformationsbüros und Kooperationsstellen
36
Weiterführende Literatur
39
Emergency Card
Bestellliste für Broschüren und Plakate der DGB-Jugend
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39
4
Projekt-Info
Projekt-Informationen
Vorbemerkungen
Jobbende Studierende gehören seit Jahrzehnten zum gewohnten Bild im Erwerbssektor. Die Mehrzahl der Studentinnen und Studenten
geht, sowohl während der vorlesungsfreien Zeit als auch im Semester, einer beruflichen Tätigkeit nach. Die Anzahl der Studierenden in
der Bundesrepublik Deutschland belief sich im Jahre 2002 auf rund 1,95 Mio. Nach den Ergebnissen der Sozialerhebung sind 67% aller
Studierenden erwerbstätig, d.h. rund 1,3 Mio. aller Erwerbstätigen sind heute Studentinnen und Studenten: Tendenz steigend.
Studierende sind praktisch in der gesamten Palette beruflicher Erwerbstätigkeit zu finden, wenngleich Aushilfstätigkeiten wie Kellnern,
Taxifahren, Büro- und Fabrikarbeit und auch der Einsatz als studentische Hilfskraft am weitesten verbreitet sind. Freiberufliche und
selbständige Tätigkeiten sind erst mit der New Economy erfassungsrelevant geworden. Auch wenn Studenten/innen (derzeit) nicht
nachweisbar eine besondere Benachteiligung im Erwerbsleben erfahren, so stellen sie doch in mehrerer Hinsicht eine besondere
Gruppe dar:
-
Sie unterliegen bereits als junge Menschen einer Doppelbelastung durch Studium und Job.
-
Sie arbeiten häufig in Randbereichen des Arbeitsmarktes, also als Teilzeitkräfte mit wechselnden Arbeitszeiten oder als
(Schein-) Selbständige mit streng leistungsbezogener Bezahlung.
-
Sie sind Trendsetter in der Ausübung neuer schnelllebiger Berufsfelder.
Sie arbeiten „vorübergehend“ während des Studiums und lassen sich daher eher auf Zugeständnisse wie späte Arbeitszeiten,
Überstunden, Verzicht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaubstage ein. Damit tragen sie allgemein mit zu einem Abbau von
sozialen Standards bei. Gleichzeitig ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad (noch) gering.
5

Viele Studierende sind bereits Teilzeit-Fachkräfte. Fachnahe Erwerbstätigkeit ist eine neue Form des allmählichen Übergangs
zwischen Studium und Beruf, praktiziert von der Mehrheit der fachnah erwerbstätigen Studierenden – immerhin die Hälfte aller
erwerbstätigen Studierenden. Solange dies unberücksichtigt bleibt, sind auch die statistischen Zahlen über Studiendauer bzw.
Berufseintritt unzutreffend.

Recherchen in ausgewählten Betrieben ergaben einen ausgeprägten Mangel an Daten sowohl bei Betriebsräten als auch
Personalverantwortlichen.

Auf Grund der hohen subjektiven und objektiven Flexibilität sind studentische Fachkräfte ein relevanter Puffer auf dem
Arbeitsmarkt. Sie sind für die Arbeitgeber auch deutlich kostengünstiger als fest Angestellte.

Inhaltliche Rückwirkungen aus diesen Tätigkeiten ins Studium dürften ein hohes Potential für die Studienreform und den
Praxisbezug der Ausbildung in Technischen Universitäten und Fachhochschulen liefern, soweit diesen Studierenden
Einflussmöglichkeiten bei der Studiengestaltung zugebilligt werden.
Literaturhinweise und Hintergrundinformationen
findet ihr auf der Seite von www.studentsatwork.org
-
Zur Vereinbarkeit von Studium und Job. Erkenntnisse aus der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes:
www.sozialerhebung.de
-
„Soli Extra“ zum Thema Studierende
-
„Hintergrundinformationen zum Thema Studierende und Arbeitswelt, Analyse des DGB“
6
„Students at work“
Das Projekt studentsatwork setzt dort an, wo Studierende am ehesten gewerkschaftliche Leistungen brauchen, nämlich bei ihrer
eigenen Erwerbstätigkeit. Ziel des Projekts ist es, im Rahmen der gewerkschaftlichen Vorfeldarbeit jobbende Studierende über ihre
Rechte aufzuklären, ein Problembewusstsein für die häufig prekären Jobverhältnisse in dieser Zielgruppe zu erreichen sowie eine
Heranführung an die Gewerkschaften durch eine erste, unverbindliche Beratung bei ihren konkreten Problemen zu bewirken.
Erwerbstätige Studierende sollen kompetent in arbeitsrechtlichen Fragen beraten werden. Ziel der Beratung ist:
1.) Die Herstellung positiver Kontakte zu gewerkschaftlicher Interessenvertretung. Die Vermittlung des DGB und der
Gewerkschaften als kompetente Ansprechpartner.
2.) Die Gewinnung von Mitgliedern für die Gewerkschaften. Hierfür soll jede ausführliche Beratung nur gegen den Beitritt zu
einer DGB-Gewerkschaft erfolgen. Eine Anfangsberatung gibt es ohne Bedingung.
Das Projekt ist nicht als kurzfristige Kampagne, sondern als dauerhaftes Serviceangebot ausgerichtet. Es gliedert sich in zwei große
Bereiche: das zentrale Portal der Online-Beratung und in die örtlich verankerten „Campus Offices“.
Die Online Beratung: www.studentsatwork.org
Zentrales Element der Kampagne ist die Beratungshomepage www.studentsatwork.org. Über ein Email-Formular können die
Studierenden Kontakt zum Beratungsteam der DGB-Jugend aufnehmen. Zwei Honorarkräfte beraten zu allen Fragen rund um das
Thema Nebenjob, vor allem aber bei konkreten Problemen im Betrieb. Falls nötig, werden die Studierenden an die zuständigen
Regionalbüros oder Verwaltungsstellen der Gewerkschaften vor Ort weitervermittelt. Die Berater sind für den Anfangskontakt und die
Anfangsberatung zuständig (alles per Email, ggf. auch Rückruf). Zugleich sind sie die Lotsen zur/m zuständigen
Verwaltungsstelle/Regionalbüro der Gewerkschaft vor Ort bzw. sogar zum zuständigen Betriebsrat.
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Die Studierenden werden vom Beratungsteam „an die Hand genommen“, bis sie bei der richtigen Gewerkschaft und genau beim
richtigen Ansprechpartner ankommen. Die Online-Beratung wird in enger Abstimmung mit der Abteilung Jugend und in Kooperation
mit der „DGB Rechtsschutz GmbH“ vorgenommen.
Darüber hinaus stehen auf der Homepage noch weitere Informationen zur Verfügung, die für Studierende von Interesse sind. Hierzu
gehören Fragen der Studienfinanzierung (Bafög, Unterhaltsfragen, Stipendien, Steuern) oder z.B. Praktika, Tipps für Studierende mit
Kind etc.
Auf der Startseite unserer Homepage www.studentsatwork.org findet ihr unter anderem das studentsatwork-Logo zum Herunterladen
(als Banner zur Verlinkung). Seit kurzem gibt es alle zwei Monate einen Newsletter vom Projekt studentsatwork. Die Bestellmaske des
Newsletters findet sich ebenso auf der Startseite wie die Ecard, die zu Veranstaltungsankündigung oder Werbung für das Projekt
gedacht ist. Daneben gibt es einige Hintergrundinformationen zum Thema Jobben und Studium („Soli Extra“ Winter 2002/2003 oder
„Die Situation erwerbstätiger Studierender in Deutschland: Hintergrundinformation des DGB“ zum Download). Im Bereich Aktuelles
finden sich Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen oder neueste rechtliche Entwicklungen. Im unteren Bereich der Startseite gibt es
den Zugang zum INTRAnet. Hier erscheint folgende Maske:
Netzwerkkennwort eingeben
Geben Sie Benutzernamen und Kennwort ein:
Resource
intranet
Benutzername
Kennwort
studenten
projekt
8
9
Sitemap unserer Homepage
BERATUNG
- E-Beratung (Beratungsmaske)
- Campus Office – Beratung vor Ort
STUDENTS AT WORK
- Beschäftigungsverhältnisse
Beschäftigungsverhältnisse
400-Euro-Jobs/Geringfügige Beschäftigung
400-Euro-Jobs in Privathaushalten
Kurzfristige Beschäftigung
Reguläre studentische Beschäftigungsverhältnisse
Freie Mitarbeit/Honorartätigkeit
Jobben an der Uni
- Steuern
- Sozialversicherung
Allgemein
Rentenversicherung
Krankenversicherung
Unfallversicherung
- Deine Rechte im Job
Arbeitsvertrag
Krankheit
Urlaub
Arbeitsschutz
Tarifverträge
Personal-/ Betriebsrat
- Praktika
Allgemein
Praktika als individuelle Fortbildung
Praktika als handfeste Mitarbeit im Betrieb
Praktika vor und nach dem Studium
INFOS
Stipendien
Unterhalt der Eltern
Bafög
Anrecht auf Sozialleistungen
Studieren mit Kind
Kindergeld
SERVICE
Publikationen
Gewerkschaft+Wissenschaft
Ecard
Gewerkschaftsmitglied werden
Aktuelles
Newsletter
LINKS
Praktikum/Jobs
Uni/FH
Arbeit / Geld / Recht
Kooperationen
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Vor-Ort-Beratung im „DGB-Campus Office“:
Neben der Beratung per Email muss die Beratung vor Ort wesentlicher Bestandteil des Projekts sein. Dazu erscheint es sinnvoll, eine
Art Geschäftsraum der Gewerkschaften an den Hochschulen einzurichten. Diese Anlaufstelle für Studierende mit ihren Problemen oder
Anregungen kann in Form regelmäßiger Info-Stände mit Beratungsmöglichkeit (Raum – auch Seminarraum -, in dem man ungestört
eine Weile reden kann) oder als fest eingerichtetes Büro auf dem Campus geschehen. Als Bezeichnung dieser regelmäßigen und festen
Geschäftszeiten an den Hochschulen empfehlen wir „Campus Office“.
In enger Kooperation mit den Jugendbildungsreferenten, den DGB-Landesjugendsekretariaten und den Jugendabteilungen der
Gewerkschaften sollen hier öffentlichkeitswirksame Beratungsaktionen an den Hochschulen durchgeführt werden. Sowohl für die
Online-Beratung, als auch für die Vor-Ort-Aktionen sollte durch die Verteilung von Info-Flyern, das Aushängen von Plakaten oder
Veranstaltungsankündigungen an den Hochschulen und durch das Versenden elektronischer Postkarten (Ecards) geworben werden.
Die Ecards können von der Website direkt verschickt werden. Materialien, darunter auch Flyer und Poster können direkt bei
studentsatwork bestellt werden. Zu diesem Zweck gibt es im INTRAnet unter Punkt 7. ein Bestellformular, das ausgefüllt an uns gefaxt
werden kann (Fax: 030-24060409), um Materialien zu erhalten. Zudem findet ihr ein Formular im Anhang dieses Readers.
Es ist elementar für den Erfolg von studentsatwork, dass das Projekt auf regionaler Ebene, in den einzelnen Hochschulen und
Universitäten vor Ort verankert werden kann. Die Information und Motivation von bereits aktiven und interessierten Gewerkschaftern
und Studierenden ist dabei unerlässlich.
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Campus Office
Das „DGB-Campus Office“
Eröffnung eines „DGB Campus Office“
Für die nachhaltige und erfolgreiche Arbeit an der Hochschule erscheint es erstrebenswert, den Kontakt zu Studierenden an der
Hochschule oder Universität durch die Gründung eines „DGB-Campus Office“ zu institutionalisieren.
Deshalb muss ein „Campus Office“ nicht nur ein Ort sein, an dem Info-Materialien ausliegen, sondern eine wichtige Verankerung
gewerkschaftlicher Arbeit an der Hochschule. Es sollte ein regelmäßiges Beratungsangebot für Studierende vorhalten, günstigstenfalls
direkt an der Universität oder Hochschule. Zu Beginn der Beratungszeit bietet es sich an, einmal wöchentlich oder 14täglich
kompetente Beratung anzubieten. Diese Zeiten müssen gezielt beworben werden. Es ist jedoch auch möglich, bei Vor-Ort-Aktionen
oder während der Betreuung eines Info-Standes Termine zur Beratung zu vergeben, die dann auf einen bestimmten Tag des
Monats/der Woche gelegt werden.
Die Beratung selbst sollte von kompetentem Personal durchgeführt werden. Viele Aktive, die bereits in der Studierendenarbeit tätig
sind, können auch auf Erfahrungen in der Sozialberatung zurückgreifen, die hier eine Rolle spielen können. Darüber hinaus können
Schulungen auf Landes- oder Regionsebene, die auf die Beratungstätigkeit vorbereiten, den Bedarf an Beratern decken helfen.
Zusätzlich erscheint eine Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgewerkschaften des DGB sinnvoll. Je nach Studienschwerpunkt der
Hochschule ist es zweckmäßig, die Kolleg/innen der acht Mitgliedsgewerkschaften anzusprechen und sich Rat und Unterstützung zu
holen. Vielleicht ist es möglich, eine/n hauptsamtliche/n Kollege/in für die Beratungstätigkeit zu gewinnen (z.B. 1,5 Stunden 14täglich),
so nicht, sollte zumindest eine enge Kooperation vereinbart werden, um bei schweren Fragen nicht allein da zu stehen. Die
Möglichkeit, sich kompetenten Ratschlag per Telefon oder Email einholen zu können, wäre dabei schon eine große Hilfe. Sicher gibt es
auch einige Studierendenvertretungen, die sich einen eigenen Rechtsanwalt leisten, doch das bleibt die Ausnahme.
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Für die Nutzung von Räumlichkeiten und Infrastruktur (Schreibtisch, Computer, Post, Telefon) bietet sich die Zusammenarbeit mit dem
AStA/StuRa oder einer Fachschaft an, deren Adresse den Studierenden auch bekannt ist. Die Jobberatung, die das „Campus Office“
anbietet, füllt in fast allen Fällen eine Lücke in der Sozialberatung an Hochschulen. Für die gute Zusammenarbeit mit den
Studierendenvertretungen ist es unter Umständen auch sinnvoll, das Projekt studentsatwork auf den Landes-ASten-Treffen
vorzustellen und zu bewerben. Darüber hinaus sollte das „Campus Office“ ein Ort gewerkschaftlicher Aktivitäten sein/werden. Das
heißt, dass über das Auslegen von Broschüren hinaus auch gewerkschaftliche Veranstaltungen angekündigt und/oder durchgeführt
werden.
Hier eine kleine Auswahl an Beispielen für gelungene Campus Office –Arbeit:
Bielefeld
Das „Campus Office“ an der Uni Bielefeld,
Raum C2-118 bietet im Semester und in der
vorlesungsfreien Zeit Studierenden face-toface-Beratung, aber auch Informationsmaterial.
Mittwochs 11 bis 16 Uhr.
Weitere Informationen:
DGB-Jugendbüro DGB-Region
Ostwestfalen/Bielefeld; Marc Neumann
(Jugendbildungsreferent)
Email: [email protected]
Hannover
An der Uni Hannover ist das
HochschulInformations-Büro (HIB) für
Studierende offen und beantwortet alle Fragen
rund um den Job.
Weitere Informationen:
Münster
Das „Campus-Office“ der Jugend NRW und des
AStA der Uni Münster bieten seit 21. Mai 2003
Arbeitsrechtsberatung für studierende
Jobber/innen.
Weitere Informationen:
DGB-Jugend Münsterland/AStA Münster
Anne Sandner oder Jochen Dahm
Email [email protected] oder [email protected]
Dortmund
Gemeinsame Aktion des GEWHochschulbüro und anderer
Einzelgewerkschaften, begrenzt auf zwei
Jahre bis 31. Dezember 2004. Feste
Sprechstunde vor Ort an Uni Dortmund mit
fester Besetzung, wechselnden Gästen und
Schwerpunktthemen
Dienstags 14 bis 17 Uhr
Weitere Informationen:
Darmstadt
Face-to-face-Beratung der DGB-Jugend in
Kooperation mit Mitgliedsgewerkschaften und
AStA derTU Darmstadt.
Weitere Informationen:
Email: [email protected]
www.dgb-hannover.de/hib/kontakt.html
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Bildung von Netzwerken / Kooperationen
Kooperation und Bildung von Netzwerken verstärkt die Synergieeffekte, die gewerkschaftliche Arbeit an Hochschulen auslöst. Ziel ist
es, den DGB als integralen Bestandteil des Hochschullebens zu etablieren. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich in bereits
bestehende Netzwerke einzubringen oder neue Kooperationen aufzubauen.
So wurde beispielsweise an der Humboldt-Universität (HU) Berlin ein „BeraterInnen-Netzwerk“ aufgebaut, das die Idee von
studentsatwork vertieft. Die DGB-Gewerkschaften profilieren sich damit gegenüber Studierenden als Kompetenzträgerinnen im
Arbeitsleben und Vertreterinnen von Interessen aller Erwerbstätigen. Mitarbeiterinnen der studentischen Selbstverwaltung und
Student/innen im allgemeinen werden schrittweise in die verschiedenen Felder gewerkschaftlicher Arbeit integriert. Die Kooperation
zwischen dem ReferentInnenrat der HU Berlin und dem DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg wird durch die Infrastruktur der studentischen
Sozialberatungssysteme unterstützt und soll von ehrenamtlichen Berater/innen betrieben werden. Interessierte Student/innen
(idealerweise mit Erfahrungen aus dem Sozialberatungssystem, aus der studentischen Selbstverwaltung und mit gewerkschaftlichem
Hintergrund) werden dafür in einem mehrtätigen Seminar zu Berater/innen für studentische Jobber/innen qualifiziert. Ein
Beratungsleitfaden dafür wurde bereits erstellt. Das Netzwerk leistet eine Anfangsberatung mit Falleinschätzung und
Strategienentwurf, für eine weiterführende Beratung und Unterstützung muss der/die Studierende Mitglied in einer Gewerkschaft
werden. Dafür werden auch kompetente Ansprechpartner/innen in den Einzelgewerkschaften vermittelt.
An einigen Hochschulen gibt es bereits Hochschul-Informations-Büros (HIB), die Beratungen für Studierende anbieten und
gewerkschaftliche Arbeit leisten. Im HIB sollen Kontakte zwischen Studierenden und den Gewerkschaften aufgebaut und die
Vernetzung von Studierenden- und Gewerkschaftsvertretungen gefördert werden. Noch haben die HIBs in Hannover, Bremen, Berlin
und nun auch in Magdeburg Modellcharakter. Aber: Wo bereits ein Hochschulinformationsbüro arbeitet, sollten diese vorhandenen
Strukturen genutzt und weiter ausgebaut werden. Es sollten keine Konkurrenzprojekte zu bereits bestehenden Büros
entstehen.
Die Liste der bestehenden Hochschulinformationsbüros und der Kooperationsstellen findet ihr im Anhang.
14
Beratung
Die arbeitsrechtliche Anfangsberatung
Allgemeines
Einige wichtige Informationen zu unserer Hilfestellung für Studierende vorweg:
Der entscheidende Punkt ist die Vereinbarkeit der Rechtsberatung für Studierende mit dem Rechtsberatungsgesetz. Das
Rechtsberatungsgesetz verbietet eine kostenlose verbindliche Rechtsberatung. Ausnahmen sind Rechtsberatungen für Mitglieder wie
sie z. B. die Gewerkschaften oder Mietervereine anbieten.
Studierende, die wir bei ihren Rechtsproblemen auf Lösungsstrategien aufmerksam machen, sind zumeist nicht Mitglied einer
Gewerkschaft. Insofern kann und darf ihnen - ohne Mitgliedschaft in einer der Einzelgewerkschaften - nur eine Anfangsberatung
gegeben werden.
Unproblematisch ist es, die Termine für die face-to-face-Beratung „Info-Stunde“, „Info-Point“ etc. zu nennen, nicht Rechtsberatung. Im
Gespräch und auch in den Publikationen sollte man darauf hinweisen, dass es eine richtige Rechtsberatung nur für Mitglieder gibt,
selbstverständlich aber eine Anfangsberatung. Bei der Grenzziehung zwischen Anfangsberatung und Rechtsberatung sollte man dem
Berater/der Beraterin einen gewissen Ermessensspielraum gewähren.
Bei konkreter Arbeitsrechtsproblematik, bei der rechtsverbindliche Beratung und Rechtsbeistand notwendig werden, muss man jedoch
zwingend Mitglied werden. In vielen Fällen kommen die Studierenden mit eher allgemeinen Fragen (Wann habe ich Anspruch auf..?)
und dies erfüllt noch nicht den Charakter einer spezifischen Rechtsberatung.
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Face-to-face-Beratungen
Face-to-face-Beratungen bieten eine gute Gelegenheit, um mit Studierenden vor Ort ins Gespräch zu kommen und sie eventuell an die
Gewerkschaften zu binden. Sie können allerdings nur von Menschen durchgeführt werden, die in den Themenbereichen wie
Beschäftigungsverhältnisse, Sozialversicherung, Arbeits- und Tarifverträge etc. sattelfest und damit den konkreten Anfragen
gewachsen sind.
Somit bietet sich an, auf geschulte Kolleg/innen aus den Mitgliedsgewerkschaften des DGB zurückzugreifen und diese um Mithilfe zu
bitten, aber auch gewerkschaftsfreundliche Mitglieder des AStA/StuRa können die Arbeit unterstützen.
Sollte dies nicht möglich sein, dann ist es eine gute Strategie, zuerst allgemein zu informieren und für konkrete Probleme einen
weiteren Termin auszumachen, bis zu dem ihr alle Informationen für den jeweiligen Studierenden zusammen gestellt habt. Nicht
vergessen, die Daten aufzunehmen, dann fällt euch die Kontaktaufnahme leichter und ihr müsst nicht warten, bis der Studierende
wieder auf euch zukommt. Für den Ratsuchenden ist dann auch klar, dass Gewerkschaften sich kümmern und das vermittelt ein gutes
Bild unserer Arbeit. Die Beratungen sollten dann in einem extra (geschlossenen) Raum stattfinden. Das wirkt seriöser und diskreter,
denn manchmal werden die Fragestellungen möglicherweise sehr persönlich sein.
Gehen die Fragen sehr ins Detail oder erweist sich eine Problemlage als komplizierter als zunächst gedacht, ist es notwendig, die
Studierenden an einen konkreten Ansprechpartner bei den Gewerkschaften zu verweisen.
16
Praktikum
Praktikum
Allgemeines
Praktika vor oder während des Studiums werden immer beliebter. In der Praxis ist der Übergang vom Praktikum zum regulären
Beschäftigungsverhältnis fließend und vieles, was als Praktikum bezeichnet wird, ist eigentlich ein ganz normales
Beschäftigungsverhältnis. Damit bieten Praktika eine gute Einstiegsmöglichkeit in die Studierendenarbeit der Gewerkschaften.
Die Beratung in Fragen von studienbegleitenden Praktika bietet die Möglichkeit, gewerkschaftliche Anliegen deutlich zu machen. Hier
findet sich ein Kernbereich des studentischen Interesses, gekoppelt an Erwerbstätigkeit und den eventuell darauf aufbauenden
Übergang von der Hochschule in den Beruf.
Möglichkeiten gewerkschaftlicher Arbeit

Praktikums-AG in Zusammenarbeit mit den Fachschaften der Studienrichtungen, in denen Pflichtpraktika absolviert werden
müssen: Hier bietet sich auch eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Einzelgewerkschaften an – je nach
Studienrichtung eventuell mit der IG Metall, IG Bau, IG BCE oder der GEW. Bei Technischen Universitäten und Fachhochschulen
mit spezifischer Ausrichtung ist diese Zusammenarbeit besonders fruchtbar und mit wenig Aufwand gestaltbar. Die AG zeigt
Probleme und Defizite der Praktika als Schnittstelle zum Beruf auf, vermittelt aber auch grundlegende Informationen zur
Anerkennung des Praktikums durch die Uni, dem inhaltlichen Bezug des Praktikums zum Studium, zu Praktikums- und
Arbeitsverträgen u.v.m. Diese fachbezogene Arbeitsgemeinschaft kann aber auch interessierte Studierende einbinden und an
gewerkschaftliche Arbeit näher heranzuführen.

Gleichsam effektiv kann auch ein so genanntes„Forum Praktikum“ mit Info-Markt, eine Veranstaltung, die die Praktikums-AG
bewirbt und das gewerkschaftliche Engagement in das Bewusstsein ruft. Als Rahmen sollten Vorträge zu gewerkschaftlich
17
interessanten Themenbereichen, die mit der Fachrichtung oder angebotenen Praktika in Verbindung stehen, gehalten und eine
Diskussion angeregt werden.

Arbeits- und Sozialrechtliche Beratung sollte als gewerkschaftliche Kernkompetenz dem universitären Praktikumsamt
angeboten werden. Hier erscheint es leicht, mit Institutionen an der Hochschule zu kooperieren.

Des weiteren gibt es die Möglichkeit, einen Kooperationsvertrag mit einer oder mehreren Fakultäten, die Pflichtpraktika
vorschreiben, zu schließen, um dort Praktikumsberatungen für Studierende anzubieten.

Die Aufstellung eines Info-Ständers mit studentsatwork-Materialien im bereits bestehenden universitären Praktikumsamt ist
eine ergänzende Maßnahme, die weitere Öffentlichkeit und Bewusstsein in der Zielgruppe erzeugt.
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Info-Stand
Info-Stand
Infostände bieten eine hervorragende Möglichkeit, mit geringem Aufwand Präsenz zu zeigen und mit Interessierten ins Gespräch zu
kommen.
Einerseits bieten sich Infostände im Vorfeld einer konkreten Veranstaltung an, um diese damit zu bewerben. Zum anderen haben
regelmäßige Infostände den Effekt, dass trotz des geringen Aufwands der Eindruck großer Aktivität vermittelt wird. Insbesondere im
Zusammenhang mit einer Beratungs-Aktion vor Ort kann hier erfolgreich geworben werden.
Manch einer hat Probleme damit, auf Leute zuzugehen oder Angst davor, irgendwelchen Fragen oder Argumenten nicht gewachsen zu
sein. Deshalb solltet Ihr Euch vorher treffen, ein paar mögliche Fragen durchgehen und Antwortmöglichkeiten entwickeln. Dabei
können auch die FAQ’s auf der Homepage (noch in Arbeit) helfen. Besonders ansprechend ist ein möglichst breites Spektrum an
Aktiven, die den Infostand betreuen, also Frauen UND Männer, vielleicht verschiedene Altersgruppen etc.
Wichtig ist außerdem, dass der Infostand gut sichtbar ist. Das lässt sich am Ehesten mit Plakataufstellern oder im Freien auch mit
einem Sonnenschirm erreichen. Unverzichtbar ist ein Tisch, auf dem die Infomaterialien ausliegen sollten. Der Tisch sollte mit einer
Decke oder Plakaten abgedeckt sein - sieht einfach besser und professioneller aus. (Vorsicht ist im Freien geboten, schon ein kleiner
Luftzug führt häufig dazu, dass der Schirm kippt, die Decke weggeweht oder das Material verstreut wird und Euch ablenkt.)
Ganz wichtig ist, dass Ihr Euch nicht hinter dem Tisch versteckt, sondern gezielt und offen auf die Passanten zugeht. Ein Flugblatt (z.B.
mit Veranstaltungshinweisen o.ä.) kann dabei hilfreich sein. Ihr habt einen Einstieg und könnt an den Stand einladen, um nähere
Informationen anzubieten.
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Hier noch eine Checkliste für die Vorbereitung eines Infostandes:
1. Genehmigung beantragen (je nach Ort unterschiedlich, bei der
Universitätsverwaltung, Hausmeister, Ordnungsamt oder Polizei).
Infostand vor der Mensa oder im Foyer bietet sich an. Dabei müsst Ihr
Ort, Zeit, Dauer, Größe des Standes und evtl. Musik- oder
Megafoneinsatz angeben.

Tisch

Ggf. Sonnenschirm

Informationsmaterial (Broschüren, Faltblätter,
Pressematerial mit thematischem Bezug)
2. Materialien besorgen. Überprüft rechtzeitig, ob alle Materialien
vollständig und v.a. aktuell sind, damit Ihr notfalls noch nachbestellen
könnt.

Plakate, Transparente, evtl. dafür eine Stellwand,
Pinnwand o.ä.

Reisszwecken/Nadeln, Tesafilm/Paketband

Plakatständer

evtl. Preisschilder/-liste für Broschüren und Kasse mit
Kleingeld

evtl. Kaffee, Tee, Glühwein. Wenn Ihr Getränke
ausschenken wollt, solltet Ihr Euch vorher erkundigen, ob
Ihr evtl. eine Ausschankgenehmigung braucht. Ist
manchmal schwierig, weil jemand mit Gesundheitszeugnis
dabei sein muss etc. Im Zweifelsfall lieber davon Abstand
nehmen.

Give-Aways, z.B. (wenn vorhanden)
3. Presseankündigung für den Infostand schreiben und veröffentlichen.
4. Flugblatt vorbereiten (statt sie mit Informationen vollzustopfen
zugunsten der Übersichtlichkeit etwas weglassen), Verweis auf das
Online-Angebot von studentsatwork und auf den lokalen
Ansprechpartner
5. Leute organisieren: Soll der Infostand den ganzen Tag dauern,
empfiehlt es sich, die Leute im Zwei-Stunden-Abstand kommen zu
lassen. Ist gut für die Motivation und Ihr vermeidet, dass sich die
eigenen Leute vormittags „tottreten“ und nachmittags keiner mehr da
ist. Bedenkt auch immer, dass Ihr auch Leute für den Auf- und Abbau
braucht.
6. An- und Abtransport des Standes und der Materialien klären.
20
Veranstaltungen
Veranstaltungen
Im Folgenden werden verschiede Möglichkeiten kurz beschrieben, mit gezielten Veranstaltungen und Aktionen, die Idee von
studentsatwork in die Zielgruppe hereinzutragen. Wichtig ist dabei immer die Bezugnahme auf die Zielgruppe und deren
Erwerbstätigkeit sowie die Darstellung der Gewerkschaften als kompetente Ansprechpartner und Interessenvertreter.
Veranstaltung zur Berufsorientierung/Kontaktbörsen
Zusätzlich zur guten Vorarbeit mit Info-Ständen ist insbesondere die Präsentation auf Firmenkontakt-Messen erfolgversprechend. Mit
Veranstaltungen zur Berufsorientierung sollen v.a. Studierende der höheren Fachsemester angesprochen werden. Hier können Fragen
wie die nach evtl. notwendigen Zusatzqualifikationen, nach Einstiegsgehältern, Arbeitnehmervertretungen oder auch Tarifverträgen
verschiedener Branchen gestellt und mit ihrer Beantwortung Gewerkschaften als kompetente Ansprechpartner und Vertreter von
Arbeitnehmer/inneninteressen dargestellt werden.
Als geeignete Werbeträger bei Infoständen können so genannten „Emergency Cards/Flyer“ gelten. Auf der Größe einer Visitenkarte
können sie in ansprechender Gestaltung Telefonnummern oder andere Kontaktmöglichkeiten von Ansprechpartnern verschiedener
Mitgliedsgewerkschaften/des DGB/des „Campus Office“, die schnelle Hilfe bei Jobproblemen garantieren, präsentieren. Ein Beispiel
findet sich im Anhang.
Sollte ein Standplatz auf der Messe Eure finanziellen Mittel überschreiten, ist es möglich, zeitgleich zur Messe, zumindest auf dem
Hochschulgelände oder auf dem Weg zur Messe in der Stadt, einen Infostand oder eine andere Veranstaltung durchzuführen. So nutzt
man das Interesse der Studierenden, das durch die Fachmesse angeregt wurde für sich aus, ohne die eventuell anfallenden hohen
Kosten eines Standes tragen zu müssen. Wichtig ist natürlich auch hier eine gute Vorbereitung und ein strategisch günstiger Platz für
den Stand.
21
Gesprächskreise/ Podiumsdiskussionen
In Zusammenarbeit mit dem AStA/StuRa oder den Fachschaften kann eine Veranstaltungsreihe, z.B. Podiumsdiskussionen,
Gesprächskreise, Vorlesungsreihen etc. vor Ort an der Hochschule mit wechselnden Gästen und Schwerpunktthemen in Leben gerufen
werden, die mit dem Thema Arbeitswelt und Gewerkschaften oder auch sozialer Gerechtigkeit zu tun haben. Podiumsdiskussionen
dienen der öffentlichen Aufarbeitung aktueller Themen und Problemlagen. Vertreter/innen von Gewerkschaften, Parteien oder aus der
Wissenschaft könnten Stellung zu aktuellen Themenfeldern beziehen und diskutieren. So würde die Organisation einer Vorlesungsreihe
„Soziale Gerechtigkeit“ mit anschließendem Expertengespräch nicht allein dem Zeitgeist entsprechen, sondern auch einen vitalem
Interesse gewerkschaftlicher Politik. Auch die lokale Presse könnte in die Bewerbung dieses Ereignisses mit einbezogen werden.
Wichtig ist bei der Vorbereitung nicht nur die Wahl eines geeigneten Raumes und die entsprechende Werbung, sondern auch die
Terminwahl. Es sollte darauf geachtet werden, dass wichtige Sportereignisse nicht zeitgleich stattfinden, die Veranstaltung sich z.B. an
die letzte Vorlesung anschließt und nicht an einem Montag oder Freitag stattfindet. Im Podium sollten nicht mehr als fünf Personen,
darunter der Moderator, Platz haben. Dieser führt in die Veranstaltung ein, vermittelt zwischen den Gesprächspartnern und zieht am
Ende ein Fazit. Ein/e geeignete/r Kolleg/in oder ein/e aktive/r Studierende/r sollte sich hierfür in der Region finden lassen.
Referate/ Präsentationen
Für die gezielte Bewerbung von eingegrenzten Gruppen – wie z.B. Erstsemester, jobbende Student/innen, Jobber/innen in der
Gastronomie - bieten sich Veranstaltungen mit Seminarcharakter mitsamt einem Vortrag oder einer Powerpoint-Präsentation an.
Als Service für die DGB-Campus-Gruppen wurde die zielgruppenorientierte Powerpoint-Präsentation „Know your rights“ erstellt, die sich
an den übrigen ergänzenden Materialen orientiert. Diese Präsentation kann im Rahmen von Informationsveranstaltungen,
Erstsemesterwochen, am „Tag der offenen Tür“ oder ähnlichen Gelegenheiten vorgeführt werden. Sie kam bereits erfolgreich an der
FH „Alice Salomon“ in Berlin zum Einsatz. Die ca. halbstündige Präsentation weist insbesondere auf die Besonderheiten der
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verschiedenen Beschäftigungsverhältnisse und grundlegende Arbeitnehmerrechte im Job hin. Sie findet sich im INTRAnetbereich
unserer Homepage. Also, unbedingt ansehen und herunterladen!
Wichtig ist bei jedem Vortrag/Referat, dass die Zuhörer/innen etwas lernen, dennoch sollte man das Referat nicht mit Fakten oder
Zahlen überfrachten. Wichtig ist, dass der Referent gewerkschaftliche Positionen überzeugend zu vertreten vermag. Denkt bitte auch
an die Nutzung optischer Hilfsmittel, um Informationen zu vermitteln. Eine Fragerunde am Ende oder ein Quiz zu Beginn haben sich als
nützliche „Eisbrecher“ bewiesen.
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Aktionen
Vor-Ort-Aktionen
Flugblätter und Info-Stände sind zwar eine gute Werbemöglichkeit, doch wesentlich aufsehenerregender sind gezielte Aktionen, die
thematisch mit studierender Erwerbstätigkeit zusammenhängen. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Mit originellen
Aktionen ist man vor Ort präsent, kann über gewerkschaftliche Beratungsangebote informieren und gleichzeitig Studierende für die
Arbeit in einer Gewerkschaft begeistern – ja, perspektivisch vielleicht sogar den Grundstein für eine Campus-Gruppe legen. Parallel
dazu kann man diese Gelegenheiten nutzen, um Journalist/innen für die Berichterstattung zu einem gewerkschaftlichen Thema zu
interessieren.
Jede Aktion, die im thematischen Zusammenhang mit studentischer Erwerbstätigkeit steht, bietet sich an. Es ist hilfreich, sich dafür
Kooperationspartner vor Ort zu suchen. „Natürliche Partner“ an den Universitäten sind der AStA, die Fachschaften und, so vorhanden,
Hochschulinformationsbüros oder Forschungskontaktstellen. Hier können gemeinsam Vorträge, Podiumsdiskussionen oder
Gesprächsrunden ausgerichtet werden.
Gut sind auch gemeinsame Aktionen von DGB und Einzelgewerkschaften zu studien- oder hochschulspezifischen Themen. Hier kann
das gesamte Spektrum gewerkschaftlicher Aktivitäten genutzt werden.
Die Hans-Böckler-Stipendiaten-Gruppen an den Hochschulen sind mögliche Ansprechpartner für einzelne Aktionen, wie auch für die
Verankerung gewerkschaftlicher Interessen an der Universität. Interessant ist auch die Zusammenarbeit mit politischen
Hochschulgruppen, die jedoch regional unterschiedlich gestaltbar ist und von den jeweils Aktiven abhängt.
Nicht aus den Augen gelassen werden sollten Kooperationsmöglichkeiten mit dem Hochschulteam des örtlichen Arbeitsamtes oder mit
dem Studentenwerk. Hier kann man sich unter anderem fachliche Unterstützung holen.
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Werbung

WAS: Plakate, Flyer, Emergency cards, Broschüren

WO: Schwarzes Brett der Hochschule – auch im Internet, in Hörsälen und Seminaren, in Wohnheimen, Studentenclubs, in der
Hochschulpresse, aber auch Lokalpresse am Hochschulstandort; Fachschaften, AStA/StuRa, kommentierte
Vorlesungsverzeichnisse

Studentensekretariate und studentische Jobvermittlungen als Multiplikatoren gewinnen, dort Infomaterialien auslegen

Werbung in Arbeitsrechtsseminaren für studentsatwork und auch für Veranstaltungen

WANN: Semesterbeginn - Orientierungsphase an der Hochschule, flankierend zu Veranstaltungen an der Hochschule, die
thematisch passen (fächerübergreifend: Arbeitswelt, Gerechtigkeit, Firmenkontakte) Werbung in Arbeitsrechtsseminaren für
studentsatwork und auch für Veranstaltungen, Weihnachten (Saisonjobs und Weihnachtsgeld)
Aktionswoche an der Uni zum Thema „Jobben und Arbeiten“
Arbeitsintensiv aber zielführend ist eine gemeinsam von DGB und Einzelgewerkschaften organisierte Aktionswoche an der Hochschule
zum Thema „Studieren und Arbeiten“. Eine solche Woche könnte beispielsweise so aussehen:
Mittwoch: Auftakt Pressefrühstück, Infostand der DGB Jugend und verschiedener Einzelgewerkschaften
Mittwoch / Donnerstag: Pressetour
(Organisation der Pressetour, die Einblick in Beschäftigungsverhältnisse Studierender in einzelnen Betrieben gibt, in Kooperation mit
der IHK oder auf Einladung einzelner Betriebsräte. Vorbereitung der Tour mit betroffenen Studierenden; Tourbegleiter sind aktive
Gewerkschafter, unter den Gästen sind engagierte Studierende, die Betriebsräte sowie die interessierte Presse und Fachöffentlichkeit.)
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Donnerstag / Freitag Fachtagung mit Themenbezug z.B. Moderne Arbeitswelt – Flexibles Leben – Unsichere Zeiten, zweitätige
Fachtagung zu modernen Arbeitszeitkonzepten und Veränderungen der Beschäftigungskultur
Freitag: offener Gesprächskreis / Podiumsdiskussion als Abschluß der Fachtagung, anschließend Party + Grillen; Dokumentation und
Protokoll der Fachtagung für die weitere Arbeit anfertigen und auswerten.
(Samstag/Sonntag – Nachbereitung der Pressetour: Im Anschluss an die Tour Erstellen einer Dokumentation der Tour mit Fotos, um
diese dann als Wandzeitung, Aufsteller oder Reportage in der Aktionswoche zu präsentieren. Dabei können studierende Erwerbstätige
ihren Arbeitplatz kurz vorstellen und ggf. Fragen beantworten.
Montag: Aktion Mensa, Infostand und Info-Veranstaltung zu 400-Euro-Jobs (Seminarcharakter)
Dienstag: Aktion für die Presse: „Hier werden Studis über den Tisch gezogen“ (vor den Türen eines ausbeutenden Arbeitgebers steht
die Lange Bank: Studi wird am Seil langsam über den Tisch gezogen – Gewerkschaften dürfen gern an der anderen Seite ziehen);
oder: Infoveranstaltung der Tarifinitiative
Mittwoch „Marktplatz Arbeitsmarkt“ Vorstellung aller Gremien, Vereine und Institutionen (Praktikumsstelle, Auslandsamt,
Studentenwerk, AStA/StuRa, Bafög-Amt, studentische Jobvermittlung usw.), die etwas mit der Erwerbstätigkeit Studierender zu tun
haben, dabei Vorstellung der Dokumentation der Pressetour, Studierende berichten über best und worst practice, PowerpointPräsentation „Know your rights!?“, Angebot eines Seminars zu Kompetenztraining oder Bewerbungsstrategien
Abschluss: Besenparade über den Campus und einseitiges Verlesen/Verabschieden einer Studentenresolution, dass man nie wieder
unter schlechten und untertariflich bezahlten Bedingungen arbeiten möchte.
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Party
Man kann sich bei Studierenden mit nichts so leicht bekannt und beliebt machen wie mit einer kleinen Party. Am besten in
Zusammenhang mit der Eröffnung eines Campus Office! Bevor das neue DGB-Campus Office an der Uni öffnet, lohnt es sich, eine
Party mit Getränken, Musik und eventuell einem Büffet zu organisieren. Dazu sollten sowohl Studierende als auch die Presse
eingeladen werden. Es sollte eine kurze Vorstellung des Projektes geben, in dem man die Aufgaben und Ziele des Campus Office kurz
vorstellt, um anschließend die Party für eröffnet zu erklären.
Neben einem geeigneten Raum (bei der Universitätsverwaltung nachfragen) muss man sich um die Einladungen für die Presse,
Ankündigungen durch Flugblätter, Plakate etc. und die Planung und Finanzierung des Caterings kümmern.
Semesterbeginn
Werbung für gewerkschaftliche Studierendenarbeit lässt sich auch gut über die allseits begehrten „Student-Welcome-Packs“ realisieren.
Durch eine Anfrage beim lokalen Studentenwerk läßt sich leicht klären, inwiefern man eine Folder-Aktion oder give-aways im „StudentWelcome-Pack“ unterbringen kann. Das bedarf allerdings einer guten und längerfristigen Vorbereitung.
Die Powerpoint-Präsentation wird am besten in der Orientierungswoche eingesetzt. Sonst könnte es sein, dass es wenig Publikum gibt,
denn manche Universitäten und FHs haben enge Stundenpläne. Daher ist neben der Zusammenarbeit mit dem AStA/StuRa auch
Einbeziehung der universitären Organisatoren der Orientierungs-Woche und das Eingehen auf die Stundenpläne wichtig.
Zusätzlich dazu könnte man einen gewerkschaftlich orientierten Wegweiser durch die Hochschulinstitutionen erstellen oder/und sich
darum bemühen in den bereits bestehenden Wegweiser als Ansprechpartner zu erscheinen. Auch die Unterstützung von Sportclubs
oder Vereinen an der Hochschule kann sich als fruchtbar erweisen.
Viele Tageszeitungen und Stadtmagazine erstellen spezielle Uni-Beilagen zum Semesterbeginn. Hier besteht die Möglichkeit, neben den
„traditionellen“ Themen wie Studiengebühren, Bildungskürzungen, Innovation in der Lehre, das Thema „studentische
Arbeitsverhältnisse“ zu plazieren.
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Aktion zu Tarifinformationen/ Fragebogen
Um für Aktionen und Pressearbeit erst einmal aussagekräftige lokale Daten zu sammeln, eignen sich repräsentative Umfragen, die bei
guter Vorbereitung mit relativ geringem Aufwand umgesetzt werden können. Sehr erfolgreich wurde eine solche Umfrage zu
Jobbedingungen in Freiburg (in Kooperation mit der GEW) durchgeführt. Studierende wurden zu ihren Beschäftigungsverhältnissen
befragt und gleichzeitig über geltende Regelungen und rechtliche Hintergründe informiert. Dadurch wurde Aufmerksamkeit für die
Thematik erregt und auch Problembewusstsein bei den Studierenden, ob Jobber oder nicht, geweckt.
Aktion „Experten-Telefon“
Die „DGB-Campus-Gruppe“ bietet in einer lokalen Zeitung für Studierende eine telefonische Beratung zu einem bestimmten arbeitsrechtlichen
Thema, z.B. Rentenversicherung, an. Notwendig sind ein verfügbarer Telefonanschluss und natürlich die Kooperation mit der lokalen Presse.
Außerdem muss eine kompetente Person für die Beratung gewonnen werden. Das Team von studentsatwork unterstützt Euch dabei gern und
kann hier beratend tätig werden.
Aktion „Besen-Parade“
Mit T-Shirts bekleidet, die die Aufschrift „Billig. Für bessere Arbeitsbedingungen sorgt die „DGB-Campus-Gruppe“ o. ä. tragen, fegen
einige Aktivist/innen den Boden des Uni-Gangs, andere verteilen Flugblätter, auf denen über die „DGB-Campus-Gruppe“ und ihre
Beratungsmöglichkeiten informiert und die geringe Bezahlung vieler studentischer Beschäftigter thematisiert wird.
Aktion „Weihnachtsmann“
Mit Transparenten oder Flugblättern, z.B. mit dem Titel „Bessere Arbeitsbedingungen bringt nicht das Christkind/ der Weihnachtsmann,
sondern die ,DGB-Campus-Gruppe’“, machen als Weihnachtsmänner Verkleidete auf die Arbeit der „DGB-Campus-Gruppe“ und die
schlechten Arbeitsbedingungen vieler beschäftigter Studierender aufmerksam. Möglicher Anknüpfungspunkt ist der typische
Studentenjob „Weihnachtsmann“, der zum Jahresende Konjunktur hat. Außerdem stellt sich die Frage des Weihnachtsgeldes auch in
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jedem Jahr wieder für viele jobbende Studierende. Für beideProbleme kann mit der Weihnachtsmann-Aktion Aufmerksamkeit erzeugt
werden.
Aktion „Mensa“
Jede/r Studierende freut sich auf das Mensa-Essen und die damit verbundene Pause im Laufe des Uni-Tages. Die „DGB-CampusGruppe“ informiert hier z.B. durch das Verteilen von Flugblättern mit dem Titel „Mittagspause? Fällt aus.“ oder einen Stand, der dies
ankündigt, über arbeitsrechtliche Bestimmungen, wie z.B. Pausen- und Urlaubsregelungen, die auch für studierende Beschäftigte
gelten. Gleichzeitig kann auch darauf hingewiesen werden, wie viele Studierende im Bereich Gastronomie tätig sind und was man
machen muss um ein Gesundheitszeugnis zu bekommen und / oder welche Arbeitsschutzregeln gelten.
Aktion „Bafög-Amt“
Wenn zu Semesterbeginn die Studierenden im Bafög-Amt sitzen und darauf warten, ihre Sachbearbeiterin zu sprechen, verkürzt die
„DGB-Campus-Gruppe“ ihnen die Wartezeit mit Wasser und Brot und/oder Flugblättern. Diese können z.B. darauf hinweisen, dass zu
viele Überstunden zur Kürzung des Bafög und des Kindergeldes führen können und Studierende berechtigt sind, Überstunden
abzulehnen, wenn dies im Arbeitsvertrag geregelt ist.
Aktion „Bibliothek“
DGB-Aktive werden in einer Bibliotheksaktion / durch Plakate darauf aufmerksam machen, dass fast alle studentischen Hilfskräfte
immer noch ohne Tarifvertrag arbeiten. Auf den Bibliotheks-Plakaten kann z. B. stehen: „Zur Arbeit ohne Tarifvertrag siehe auch:
Grebing. Geschichte des Wilhelminischen Reiches, Fischer Verlag, 1998. Signatur 12/345/6789a“ mit dem Zusatz am Ende, dass an
dieser Hochschule immer noch kein Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte abgeschlossen wurde.
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Presse
Pressearbeit
Allgemeines
Gewerkschaftliche Pressearbeit sollte vorrangig:

politische Entscheidungen und Vorgänge beeinflussen,

eine konstante öffentliche Gegenmeinung aufbauen

Missstände aufdecken, öffentlich bekannt machen und dadurch versuchen, diese zu beseitigen

eigene politische Ideen verbreiten

über die eigene Arbeit berichten

um Sympathie und neue Mitglieder werben
Es gibt verschiedene Formen von Pressearbeit, die nebeneinander angewandt werden können:

Pressemitteilungen

Leserbriefe

Pressekonferenzen/Pressefrühstück

Hintergrundinformationen

Einladungen und Terminankündigungen
In jedem „DGB-Campus Office“ sollte ein/e Aktivist/in mit der Pressearbeit betraut werden. Dabei besteht Pressearbeit über das
Verfassen von Presseinformationen und Mitteilungen hinaus in der Kontaktpflege, Koordination und Recherche. Der/die
Presseverantwortliche sollte sich z.B. in den Lokalredaktionen persönlich vorstellen und dort den/diejenige/n ausfindig machen, der/die
30
für gewerkschaftliche Themen oder die Hochschulseite verantwortlich ist. Als Anlass kann ein Veranstaltungsbericht bzw. eine
Einladung dienen. Mit diesem/r Redakteur/in kann dann besprochen werden, ob und welche Pressetermine für ihn/sie relevant sind, in
welchem Umfang er/sie weiter über Aktivitäten informiert werden möchte und in welchem Stil die Meldungen oder Mitteilungen
verfasst sein sollten.
Dieser persönliche Kontakt erleichtert die Pressearbeit wesentlich und verbessert die Chancen, Veranstaltungen und Berichte
unterzubringen.
Pressedokumentation
Die Dokumentation, das heißt die Auswertung und Archivierung von Presseartikeln und Presseinformation, in denen über Aktivitäten
oder Aktionen der DGB Campus Offices berichtet wird oder die von Bedeutung für die Arbeit eines Campus Office sein kann, ist eine
wichtige Grundlage für die Pressearbeit. Diese Dokumentation übernimmt das Team von studentsatwork. Presseartikel können beim
DGB Bundesvorstand, Abteilung Jugend eingereicht werden. Sie werden dann im INTRAnet veröffentlicht. Die Übermittlung kann dabei
in einem der gängigen Dateiformate per Email, per Briefpost oder per Fax (030-24060-409) erfolgen.
Presseverteiler
Der/die Presseverantwortliche richtet, nachdem persönlich Kontakt mit den Redaktionen aufgenommen wurde, einen Presseverteiler
(mit einem Datenverwaltungsprogramm oder Karteikarten) ein. Dieser Presseverteiler sollte gegliedert sein in einen engeren und einen
erweiterten Teil, zusätzlich eventuell mit einem Sonderteil für Journalist/innen, die nur zu bestimmten Themen schreiben.
Interessant ist die Zusammenarbeit mit Erstsemester-Zeitungen, die an vielen Hochschulen von den Asten/StuRä, Unigruppen oder
Fachschaftsinitiativen herausgegeben werden. Sie haben in der Regel eine hohe Auflage und werden aufgrund der zahlreichen ServiceInformationen auch intensiv gelesen. Mit journalistisch aufbereiteten Artikeln und entsprechend gestalteten Druckvorlagen für die
Weiterverarbeitung kann man den Redakteuren einen zusätzlichen Service bieten.
In den engeren Verteiler sollten aufgenommen werden:
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
Lokalzeitungen, d.h. die entsprechenden Journalist/innen in der Redaktion

Landes- und Bundesbüros der DGB-Jugend und der Gewerkschaftsjugenden

am Ort ansässige Korrespondenten überregionaler Tageszeitungen

örtliche Studierendenzeitungen und Stadtmagazine
An den engeren Verteiler sollten sämtliche Pressemitteilungen gesandt werden, vor allem diejenigen mit lokalem Bezug (Stadt,
Region).
In den erweiterten Teil gehören:

Regions- bzw. Landesredaktionen der Regionalzeitungen

überregionale Wochenzeitungen

das nächstgelegene Büro der Nachrichtenagenturen

die nächstgelegene Rundfunkredaktion

überregionale Studierendenmagazine
Der erweiterte Presseverteiler sollte nur für Erklärungen mit überregionalem Bezug genutzt werden.
Die Presseerklärungen sollten an die Redaktionen gefaxt werden. Wer über ein Faxmodem verfügt, füttert das Faxprogramm mit den
Nummern der Presseverteiler. Bei künftiger Versendung muss dann nur noch der entsprechende Verteiler angewählt werden.
Veranstaltungs-/Terminankündigungen
Viele Studierenden- oder Stadtmagazine verfügen über Terminspalten. In diesen Veranstaltungsankündigungen sollte jeder
Beratungstermin angekündigt werden. Größere Veranstaltungen (Podiumsdiskussionen, Infostände, Aktionen) werden in Form einer
kleinen Meldung mit Informationen über das jeweilige Thema und die Referent/in an die Presse weitergeleitet. Größere
Veranstaltungen können auch über den Rundfunk angekündigt werden.
32
Ein Ankündigung enthält:

Ort, Zeit, Datum

Titel und Thema der Veranstaltung

ggf. Referent/innen mit Titel, Funktion und Qualifikation, falls dies für die Veranstaltung relevant sein sollte

kurzes inhaltliches Anreißen des Themas (3-4 Sätze) samt Erklärung, warum die Veranstaltung gerade jetzt stattfindet (so es einen
konkreten Anlass gibt)
Pressekonferenz/Pressefrühstück/Eröffnung
Auch in Bezug auf ein „DGB-Campus-Office“ kann eine Pressekonferenz abgehalten werden. Günstiger erscheint in diesem
Zusammenhang jedoch ein Pressefrühstück, zu dem man ins „Campus Office“ einladen kann. Das lohnt sich natürlich nur, wenn es
mehrere JournalistInnen am Ort gibt oder man die Zusammenarbeit zu anderen Verbänden und Organisationen auf lokaler Ebene
verstärken möchte. Zu jedem Pressefrühstück muss es neben dem eigentlichen Frühstück auch einen so genannten „Waschzettel“ bzw.
eine kleine Pressemappe mit Informationen und Materialien geben. Der „Waschzettel“ sollte alles Gesagte stichwortartig enthalten
bzw. den Redetext von Referent/innen wiedergeben.
Zu dem Pressefrühstück sollte rechtzeitig eingeladen werden, am besten mit einer Rückantwort für die Teilnahmebestätigung
versehen. Ein Frühstück ist auch deshalb eine gute Gelegenheit, die Presse zu interessieren und informieren, weil am Vormittag
stattfindende Veranstaltungen den Redakteuren genügend Zeit lassen, ihre Artikel zu schreiben.
Presseerklärungen
Pressemitteilungen und Presseinformationen müssen eine doppelte Funktion erfüllen: die Nachricht des/der Verfassers/in übermitteln
und die Aufmerksamkeit der Empfänger/innen auf sich ziehen. Damit beim Lesen genug Interesse aufgebaut wird, muss die Meldung
oder Information mindestens zwei der drei folgenden Punkte beinhalten:

Neuigkeitswert und Aktualität
33

Außergewöhnlichkeit

direkte Auswirkungen auf die Leserschaft
Die Pressemeldung ist eine Kurzfassung einer Information oder eines Ereignisses, die schnell und knapp informiert. Dabei entscheidet
oft der erste Satz der Meldung (Einstieg) über Veröffentlichung oder Papierkorb. Das Wichtigste muss also am Anfang oder im Titel
genannt werden. Die Einzelheiten folgen in den nächsten Sätzen oder Abschnitten. (Wer – Was – Wann – Wie – Warum – Wo?).
Wichtig sind dabei vor allem Präzision, Kürze, Aktualität und Objektivität der Aussagen. Eurer Fantasie sind bei der Themenauswahl
fast keine Grenzen gesetzt. Jedes Thema, das im Zusammenhang mit studentischer Erwerbstätigkeit steht, ist für eine Pressemitteilung
oder Presseinformation geeignet. Einige Beispiele:

„Stand der Tarifverhandlungen für studentische Beschäftigte“

„Aufschwung für die Gewerkschaftsbewegung“

„Die besten und die schlechtesten Studi-Jobs im Sommer“

„Studis im Weihnachtsgeschäft“
Leserbriefe
Auch Leserbriefe gehören zur Pressearbeit. Sie lassen sich zu fast allen politischen Themen schreiben. Besondere Anforderungen an
Länge und Form gibt es dabei nicht, es ist jedoch günstig sich an anderen Leserbriefen zu orientieren. Die Redaktionen werden den
Brief dann evt. auch kürzen oder nur die wichtigsten Informationen wiedergeben.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Person, die den Leserbrief schreibt, ihre „offizielle“ Funktion angibt (z.B. Beraterin „DGBCampus-Office“) und diese einen Bezug zum Thema des Leserbriefes hat. Gerade den kleineren Lokalzeitungen mangelt es häufig an
Leserbriefen, so dass die Wahrscheinlichkeit des Abdrucks relativ hoch ist.
34
35
Anhang
Anhang
Bestehende Hochschulinformationsbüros und Kooperationsstellen
Hochschulinformationsbüros in Deutschland
Soziale Informations- und Beratungsstelle der Studierenden-Vertretung Uni München, Leopoldstr.18, 80802 München, Tel.: 089/21 80 30 52,
Email: [email protected]
GEW-Hochschulbüro Freiburg, Spechtpassage, Wilhelmstr. 15, 79098 Freiburg, Tel.: 0761/33 32 1,
Email: [email protected]
Hochschulinformationsbüro des DGB, HIB Bremen, Bibliothekstr., Postfach 155, 28359 Bremen Tel.: 0421/21 84 74 7,
Email: [email protected] oder [email protected]
GEW Hochschulbüro Marburg, Schwanenallee 27/31, 35037 Marburg, Tel.: 06421/95 23 95, Email: [email protected]
GEW Hochschulbüro Dortmund, c/o AStA Uni Dortmund, Emil-Figge-Str. 50, 44221 Dortmund, Tel.: 0231/14 88 81
GEW Hochschulbüro Bielefeld/Paderborn, Marktstr.10, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521/17 33 17, Email: [email protected]
GEW Hochschulbüro Köln/Bonn, Hans-Böckler-Platz 9, 50672 Köln, Tel.: 0221/51 62 67, Email: [email protected]
GEW Hochschulbüro Münster, Diepenbrockstr. 30, 48145 Münster, Tel.: 0251/33 90 8
Kooperationsstelle Uni Göttingen, Humboldtallee 15, 37073 Göttingen, Tel.: 0551/39 47 56, www.kooperationsstelle.uni-goettingen.de
DGB HIB Uni Hannover, Königsworther Platz 1 (Conti-Hochhaus), 30167 Hannover, Tel.: 0511/70 00 781
HIB Uni Magdeburg, 39116 Magdeburg, Tel: 0291/88 64 431, Email: [email protected]
36
HIB der FH Magdeburg, Breitscheidstr. 2, 39114 Magdeburg
IG Metall HIB Braunschweig, Spielmannstr. 13, 38106 Braunschweig, Email: [email protected]
HIB Dessau (in Gründung) Email: [email protected]
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Kooperationsstellen
Die Kooperationsbüros führen in der Regel keine Beratung durch, sondern dienen der Forschung, dem Wissenstransfer zwischen
Hochschulen und Gewerkschaften – können aber oft die gewerkschaftliche Arbeit an der Hochschule inhaltlich und organisatorisch
unterstützen. Das Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen-Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen findet ihr unter
http://www.kooperation-hochschule-gewerkschaft.de/
FU Berlin, Kooperationsbereich FU-DGB http://userpage.zedat.fu-berlin.de/~gruener/
Gemeinsame Arbeitsstelle Ruhr-Universität Bochum - IG Metall http://rubigm.ruhr-uni-bochum.de/
Kooperation Hochschulen - Gewerkschaften in Osnabrück http://www.koophgos.uni-osnabrueck.de/
Kooperationsstelle Halle http://www.koop-dgb.uni-halle.de/
Kooperationsstelle Hochschule und Arbeitswelt der Universität Saarbrücken http://www.uni-saarland.de/verwalt/kha/
Kooperationsstelle Hochschulen-Gewerkschaften Braunschweig http://www.tu-bs.de/koop-bs/
Kooperationsstelle Humboldt Universität zu Berlin Deutscher Gewerkschaftsbund http://www.hu-berlin.de/studium/beruf/
Kooperationsstelle Wissenschaft/Arbeitswelt (kowa) Dortmund http://www.kowa-dortmund.de/
Kooperationsstelle Wissenschaft/Arbeitswelt an der Viadrina Frankfurt/Oder (kowa) http://www.kowa.euv-frankfurt-o.de/
Region Hannover-Hildesheim, Email: [email protected] http://www.koop-hg.de
TU Berlin DGB, Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeit http://www.tu-berlin.de/zek/koop/index.html
Uni Bremen, Kooperation Universität-Arbeitskammer http://www.kua.uni-bremen.de/
Uni Hamburg, Kooperationsstelle Hamburg http://www.uni-hamburg.de/kooperationsstelle-hh/
Uni Oldenburg, Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften http://www.uni-oldenburg.de/kooperationsstelle/
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Weiterführende Literatur
STUDIERENDE ALLGEMEIN
- DGB-Jugend (2003): Studium. Bafög. Job – Tipps zur Studienfinanzierung, Berlin. Bezug über http://www.studentsatwork.org
- GEW Hauptvorstand (2003): Jobben und Studium, Frankfurt/Main. (Bezug über: Email: [email protected])
- Akademische Arbeitsgemeinschaft (2003): Startertipps, 2. Auflage Mannheim.
ARBEITSRECHT
- Kittner, Michael/S. Kittner (2002): Arbeits- und Sozialrecht kompakt, 4. Aufl., Frankfurt/Main.
- Kittner, Michael/B. Zwanziger (Hg.) (2001): Arbeitsrecht. Handbuch für die Praxis, Frankfurt/Main.
BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSE
- Kerschbaum, Judith/M. Kossens/T. Tiefenbacher (2002): 111 Tipps zur Teilzeitarbeit, 2. Aufl., Frankfurt/Main.
- BMGS (2003): Geringfügige Beschäftigung und Beschäftigung in der Gleitzone, Berlin. (Bezug: Email: [email protected])
- BfA (2003): 400-Euro-Jobs/800-Euro-Jobs – Hinweise zur Sozialversicherung, Berlin. (Bezug: Email: [email protected])
- BfA (2003): Arbeitnehmer richtig versichern, Berlin. (Email: [email protected])
- ver.di (2003) Neuregelungen bei den geringfügigen Beschäftigungen 400 Euro Minijobs ab. dem 1.4.2003. (Email:
[email protected])
PRAKTIKA
-
IG Metall (2001): Praktika im Ingenieurstudium. Eine Orientierungshilfe zwischen Hochschulstudium und Beruf. (E.mail:
[email protected])
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Bestelliste und Emergency Card/Flyer
Findet ihr unter:
www.studentsatwork.org/login/logos
Diesen Presse- und Aktionsreader entwickeln wir beständig weiter und aktualisieren ihn fortlaufend. Anregungen und Hinweise nehmen
wir dankbar auf und lassen sie in unsere Arbeit einfließen ( [email protected] )
Das Team von studentatwork
Berlin, November 2003
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