PRESSE- UND AKTIONSREADER (STAND NOVEMBER 2003) Inhaltsverzeichnis Projekt-Informationen 5 Vorbemerkungen 5 “Students at work” 7 Das DGB Campus Office 12 Eröffnung eines "DGB-Campus Office" 12 Bildung von Netzwerken / Kooperationen 14 Die Beratung 15 Allgemeines 15 Face-to-face-Beratungen 16 Praktikum 17 Allgemeines 17 Möglichkeiten gewerkschaftlicher Arbeit 17 Info-Stand 19 2 Veranstaltungen 21 Veranstaltung zur Berufsorientierung/Kontaktbörsen 21 Gesprächskreise / Podiumsdiskussionen 22 Referate / Präsentationen 22 Vor-Ort-Aktionen 24 Werbung 25 Aktionswoche an der Uni zum Thema „Jobben und Arbeiten“ 25 Party 27 Semesterbeginn 27 Aktion zu Tarifinformationen / Fragebogen 28 Aktion „Experten-Telefon“ 28 Aktion „Besen-Parade“ 28 Aktion „Weihnachtsmann“ 28 Aktion „Mensa“ 29 Aktion „Bafög-Amt“ 29 Aktion „Bibliothek“ 29 Pressearbeit 30 Allgemeines 30 Pressedokumentation 31 Presseverteiler 31 3 Veranstaltungs-/ Terminankündigungen 32 Pressekonferenz / Pressefrühstück 33 Presseerklärungen 33 Leserbriefe 34 Anhang 36 Bestehende Hochschulinformationsbüros und Kooperationsstellen 36 Weiterführende Literatur 39 Emergency Card Bestellliste für Broschüren und Plakate der DGB-Jugend Error! 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Auch wenn Studenten/innen (derzeit) nicht nachweisbar eine besondere Benachteiligung im Erwerbsleben erfahren, so stellen sie doch in mehrerer Hinsicht eine besondere Gruppe dar: - Sie unterliegen bereits als junge Menschen einer Doppelbelastung durch Studium und Job. - Sie arbeiten häufig in Randbereichen des Arbeitsmarktes, also als Teilzeitkräfte mit wechselnden Arbeitszeiten oder als (Schein-) Selbständige mit streng leistungsbezogener Bezahlung. - Sie sind Trendsetter in der Ausübung neuer schnelllebiger Berufsfelder. Sie arbeiten „vorübergehend“ während des Studiums und lassen sich daher eher auf Zugeständnisse wie späte Arbeitszeiten, Überstunden, Verzicht auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Urlaubstage ein. Damit tragen sie allgemein mit zu einem Abbau von sozialen Standards bei. Gleichzeitig ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad (noch) gering. 5 Viele Studierende sind bereits Teilzeit-Fachkräfte. Fachnahe Erwerbstätigkeit ist eine neue Form des allmählichen Übergangs zwischen Studium und Beruf, praktiziert von der Mehrheit der fachnah erwerbstätigen Studierenden – immerhin die Hälfte aller erwerbstätigen Studierenden. Solange dies unberücksichtigt bleibt, sind auch die statistischen Zahlen über Studiendauer bzw. Berufseintritt unzutreffend. Recherchen in ausgewählten Betrieben ergaben einen ausgeprägten Mangel an Daten sowohl bei Betriebsräten als auch Personalverantwortlichen. Auf Grund der hohen subjektiven und objektiven Flexibilität sind studentische Fachkräfte ein relevanter Puffer auf dem Arbeitsmarkt. Sie sind für die Arbeitgeber auch deutlich kostengünstiger als fest Angestellte. Inhaltliche Rückwirkungen aus diesen Tätigkeiten ins Studium dürften ein hohes Potential für die Studienreform und den Praxisbezug der Ausbildung in Technischen Universitäten und Fachhochschulen liefern, soweit diesen Studierenden Einflussmöglichkeiten bei der Studiengestaltung zugebilligt werden. Literaturhinweise und Hintergrundinformationen findet ihr auf der Seite von www.studentsatwork.org - Zur Vereinbarkeit von Studium und Job. Erkenntnisse aus der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes: www.sozialerhebung.de - „Soli Extra“ zum Thema Studierende - „Hintergrundinformationen zum Thema Studierende und Arbeitswelt, Analyse des DGB“ 6 „Students at work“ Das Projekt studentsatwork setzt dort an, wo Studierende am ehesten gewerkschaftliche Leistungen brauchen, nämlich bei ihrer eigenen Erwerbstätigkeit. Ziel des Projekts ist es, im Rahmen der gewerkschaftlichen Vorfeldarbeit jobbende Studierende über ihre Rechte aufzuklären, ein Problembewusstsein für die häufig prekären Jobverhältnisse in dieser Zielgruppe zu erreichen sowie eine Heranführung an die Gewerkschaften durch eine erste, unverbindliche Beratung bei ihren konkreten Problemen zu bewirken. Erwerbstätige Studierende sollen kompetent in arbeitsrechtlichen Fragen beraten werden. Ziel der Beratung ist: 1.) Die Herstellung positiver Kontakte zu gewerkschaftlicher Interessenvertretung. Die Vermittlung des DGB und der Gewerkschaften als kompetente Ansprechpartner. 2.) Die Gewinnung von Mitgliedern für die Gewerkschaften. Hierfür soll jede ausführliche Beratung nur gegen den Beitritt zu einer DGB-Gewerkschaft erfolgen. Eine Anfangsberatung gibt es ohne Bedingung. Das Projekt ist nicht als kurzfristige Kampagne, sondern als dauerhaftes Serviceangebot ausgerichtet. Es gliedert sich in zwei große Bereiche: das zentrale Portal der Online-Beratung und in die örtlich verankerten „Campus Offices“. Die Online Beratung: www.studentsatwork.org Zentrales Element der Kampagne ist die Beratungshomepage www.studentsatwork.org. Über ein Email-Formular können die Studierenden Kontakt zum Beratungsteam der DGB-Jugend aufnehmen. Zwei Honorarkräfte beraten zu allen Fragen rund um das Thema Nebenjob, vor allem aber bei konkreten Problemen im Betrieb. Falls nötig, werden die Studierenden an die zuständigen Regionalbüros oder Verwaltungsstellen der Gewerkschaften vor Ort weitervermittelt. Die Berater sind für den Anfangskontakt und die Anfangsberatung zuständig (alles per Email, ggf. auch Rückruf). Zugleich sind sie die Lotsen zur/m zuständigen Verwaltungsstelle/Regionalbüro der Gewerkschaft vor Ort bzw. sogar zum zuständigen Betriebsrat. 7 Die Studierenden werden vom Beratungsteam „an die Hand genommen“, bis sie bei der richtigen Gewerkschaft und genau beim richtigen Ansprechpartner ankommen. Die Online-Beratung wird in enger Abstimmung mit der Abteilung Jugend und in Kooperation mit der „DGB Rechtsschutz GmbH“ vorgenommen. Darüber hinaus stehen auf der Homepage noch weitere Informationen zur Verfügung, die für Studierende von Interesse sind. Hierzu gehören Fragen der Studienfinanzierung (Bafög, Unterhaltsfragen, Stipendien, Steuern) oder z.B. Praktika, Tipps für Studierende mit Kind etc. Auf der Startseite unserer Homepage www.studentsatwork.org findet ihr unter anderem das studentsatwork-Logo zum Herunterladen (als Banner zur Verlinkung). Seit kurzem gibt es alle zwei Monate einen Newsletter vom Projekt studentsatwork. Die Bestellmaske des Newsletters findet sich ebenso auf der Startseite wie die Ecard, die zu Veranstaltungsankündigung oder Werbung für das Projekt gedacht ist. Daneben gibt es einige Hintergrundinformationen zum Thema Jobben und Studium („Soli Extra“ Winter 2002/2003 oder „Die Situation erwerbstätiger Studierender in Deutschland: Hintergrundinformation des DGB“ zum Download). Im Bereich Aktuelles finden sich Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen oder neueste rechtliche Entwicklungen. Im unteren Bereich der Startseite gibt es den Zugang zum INTRAnet. Hier erscheint folgende Maske: Netzwerkkennwort eingeben Geben Sie Benutzernamen und Kennwort ein: Resource intranet Benutzername Kennwort studenten projekt 8 9 Sitemap unserer Homepage BERATUNG - E-Beratung (Beratungsmaske) - Campus Office – Beratung vor Ort STUDENTS AT WORK - Beschäftigungsverhältnisse Beschäftigungsverhältnisse 400-Euro-Jobs/Geringfügige Beschäftigung 400-Euro-Jobs in Privathaushalten Kurzfristige Beschäftigung Reguläre studentische Beschäftigungsverhältnisse Freie Mitarbeit/Honorartätigkeit Jobben an der Uni - Steuern - Sozialversicherung Allgemein Rentenversicherung Krankenversicherung Unfallversicherung - Deine Rechte im Job Arbeitsvertrag Krankheit Urlaub Arbeitsschutz Tarifverträge Personal-/ Betriebsrat - Praktika Allgemein Praktika als individuelle Fortbildung Praktika als handfeste Mitarbeit im Betrieb Praktika vor und nach dem Studium INFOS Stipendien Unterhalt der Eltern Bafög Anrecht auf Sozialleistungen Studieren mit Kind Kindergeld SERVICE Publikationen Gewerkschaft+Wissenschaft Ecard Gewerkschaftsmitglied werden Aktuelles Newsletter LINKS Praktikum/Jobs Uni/FH Arbeit / Geld / Recht Kooperationen 10 Vor-Ort-Beratung im „DGB-Campus Office“: Neben der Beratung per Email muss die Beratung vor Ort wesentlicher Bestandteil des Projekts sein. Dazu erscheint es sinnvoll, eine Art Geschäftsraum der Gewerkschaften an den Hochschulen einzurichten. Diese Anlaufstelle für Studierende mit ihren Problemen oder Anregungen kann in Form regelmäßiger Info-Stände mit Beratungsmöglichkeit (Raum – auch Seminarraum -, in dem man ungestört eine Weile reden kann) oder als fest eingerichtetes Büro auf dem Campus geschehen. Als Bezeichnung dieser regelmäßigen und festen Geschäftszeiten an den Hochschulen empfehlen wir „Campus Office“. In enger Kooperation mit den Jugendbildungsreferenten, den DGB-Landesjugendsekretariaten und den Jugendabteilungen der Gewerkschaften sollen hier öffentlichkeitswirksame Beratungsaktionen an den Hochschulen durchgeführt werden. Sowohl für die Online-Beratung, als auch für die Vor-Ort-Aktionen sollte durch die Verteilung von Info-Flyern, das Aushängen von Plakaten oder Veranstaltungsankündigungen an den Hochschulen und durch das Versenden elektronischer Postkarten (Ecards) geworben werden. Die Ecards können von der Website direkt verschickt werden. Materialien, darunter auch Flyer und Poster können direkt bei studentsatwork bestellt werden. Zu diesem Zweck gibt es im INTRAnet unter Punkt 7. ein Bestellformular, das ausgefüllt an uns gefaxt werden kann (Fax: 030-24060409), um Materialien zu erhalten. Zudem findet ihr ein Formular im Anhang dieses Readers. Es ist elementar für den Erfolg von studentsatwork, dass das Projekt auf regionaler Ebene, in den einzelnen Hochschulen und Universitäten vor Ort verankert werden kann. Die Information und Motivation von bereits aktiven und interessierten Gewerkschaftern und Studierenden ist dabei unerlässlich. 11 Campus Office Das „DGB-Campus Office“ Eröffnung eines „DGB Campus Office“ Für die nachhaltige und erfolgreiche Arbeit an der Hochschule erscheint es erstrebenswert, den Kontakt zu Studierenden an der Hochschule oder Universität durch die Gründung eines „DGB-Campus Office“ zu institutionalisieren. Deshalb muss ein „Campus Office“ nicht nur ein Ort sein, an dem Info-Materialien ausliegen, sondern eine wichtige Verankerung gewerkschaftlicher Arbeit an der Hochschule. Es sollte ein regelmäßiges Beratungsangebot für Studierende vorhalten, günstigstenfalls direkt an der Universität oder Hochschule. Zu Beginn der Beratungszeit bietet es sich an, einmal wöchentlich oder 14täglich kompetente Beratung anzubieten. Diese Zeiten müssen gezielt beworben werden. Es ist jedoch auch möglich, bei Vor-Ort-Aktionen oder während der Betreuung eines Info-Standes Termine zur Beratung zu vergeben, die dann auf einen bestimmten Tag des Monats/der Woche gelegt werden. Die Beratung selbst sollte von kompetentem Personal durchgeführt werden. Viele Aktive, die bereits in der Studierendenarbeit tätig sind, können auch auf Erfahrungen in der Sozialberatung zurückgreifen, die hier eine Rolle spielen können. Darüber hinaus können Schulungen auf Landes- oder Regionsebene, die auf die Beratungstätigkeit vorbereiten, den Bedarf an Beratern decken helfen. Zusätzlich erscheint eine Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgewerkschaften des DGB sinnvoll. Je nach Studienschwerpunkt der Hochschule ist es zweckmäßig, die Kolleg/innen der acht Mitgliedsgewerkschaften anzusprechen und sich Rat und Unterstützung zu holen. Vielleicht ist es möglich, eine/n hauptsamtliche/n Kollege/in für die Beratungstätigkeit zu gewinnen (z.B. 1,5 Stunden 14täglich), so nicht, sollte zumindest eine enge Kooperation vereinbart werden, um bei schweren Fragen nicht allein da zu stehen. Die Möglichkeit, sich kompetenten Ratschlag per Telefon oder Email einholen zu können, wäre dabei schon eine große Hilfe. Sicher gibt es auch einige Studierendenvertretungen, die sich einen eigenen Rechtsanwalt leisten, doch das bleibt die Ausnahme. 12 Für die Nutzung von Räumlichkeiten und Infrastruktur (Schreibtisch, Computer, Post, Telefon) bietet sich die Zusammenarbeit mit dem AStA/StuRa oder einer Fachschaft an, deren Adresse den Studierenden auch bekannt ist. Die Jobberatung, die das „Campus Office“ anbietet, füllt in fast allen Fällen eine Lücke in der Sozialberatung an Hochschulen. Für die gute Zusammenarbeit mit den Studierendenvertretungen ist es unter Umständen auch sinnvoll, das Projekt studentsatwork auf den Landes-ASten-Treffen vorzustellen und zu bewerben. Darüber hinaus sollte das „Campus Office“ ein Ort gewerkschaftlicher Aktivitäten sein/werden. Das heißt, dass über das Auslegen von Broschüren hinaus auch gewerkschaftliche Veranstaltungen angekündigt und/oder durchgeführt werden. Hier eine kleine Auswahl an Beispielen für gelungene Campus Office –Arbeit: Bielefeld Das „Campus Office“ an der Uni Bielefeld, Raum C2-118 bietet im Semester und in der vorlesungsfreien Zeit Studierenden face-toface-Beratung, aber auch Informationsmaterial. Mittwochs 11 bis 16 Uhr. Weitere Informationen: DGB-Jugendbüro DGB-Region Ostwestfalen/Bielefeld; Marc Neumann (Jugendbildungsreferent) Email: [email protected] Hannover An der Uni Hannover ist das HochschulInformations-Büro (HIB) für Studierende offen und beantwortet alle Fragen rund um den Job. Weitere Informationen: Münster Das „Campus-Office“ der Jugend NRW und des AStA der Uni Münster bieten seit 21. Mai 2003 Arbeitsrechtsberatung für studierende Jobber/innen. Weitere Informationen: DGB-Jugend Münsterland/AStA Münster Anne Sandner oder Jochen Dahm Email [email protected] oder [email protected] Dortmund Gemeinsame Aktion des GEWHochschulbüro und anderer Einzelgewerkschaften, begrenzt auf zwei Jahre bis 31. Dezember 2004. Feste Sprechstunde vor Ort an Uni Dortmund mit fester Besetzung, wechselnden Gästen und Schwerpunktthemen Dienstags 14 bis 17 Uhr Weitere Informationen: Darmstadt Face-to-face-Beratung der DGB-Jugend in Kooperation mit Mitgliedsgewerkschaften und AStA derTU Darmstadt. Weitere Informationen: Email: [email protected] www.dgb-hannover.de/hib/kontakt.html 13 Bildung von Netzwerken / Kooperationen Kooperation und Bildung von Netzwerken verstärkt die Synergieeffekte, die gewerkschaftliche Arbeit an Hochschulen auslöst. Ziel ist es, den DGB als integralen Bestandteil des Hochschullebens zu etablieren. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich in bereits bestehende Netzwerke einzubringen oder neue Kooperationen aufzubauen. So wurde beispielsweise an der Humboldt-Universität (HU) Berlin ein „BeraterInnen-Netzwerk“ aufgebaut, das die Idee von studentsatwork vertieft. Die DGB-Gewerkschaften profilieren sich damit gegenüber Studierenden als Kompetenzträgerinnen im Arbeitsleben und Vertreterinnen von Interessen aller Erwerbstätigen. Mitarbeiterinnen der studentischen Selbstverwaltung und Student/innen im allgemeinen werden schrittweise in die verschiedenen Felder gewerkschaftlicher Arbeit integriert. Die Kooperation zwischen dem ReferentInnenrat der HU Berlin und dem DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg wird durch die Infrastruktur der studentischen Sozialberatungssysteme unterstützt und soll von ehrenamtlichen Berater/innen betrieben werden. Interessierte Student/innen (idealerweise mit Erfahrungen aus dem Sozialberatungssystem, aus der studentischen Selbstverwaltung und mit gewerkschaftlichem Hintergrund) werden dafür in einem mehrtätigen Seminar zu Berater/innen für studentische Jobber/innen qualifiziert. Ein Beratungsleitfaden dafür wurde bereits erstellt. Das Netzwerk leistet eine Anfangsberatung mit Falleinschätzung und Strategienentwurf, für eine weiterführende Beratung und Unterstützung muss der/die Studierende Mitglied in einer Gewerkschaft werden. Dafür werden auch kompetente Ansprechpartner/innen in den Einzelgewerkschaften vermittelt. An einigen Hochschulen gibt es bereits Hochschul-Informations-Büros (HIB), die Beratungen für Studierende anbieten und gewerkschaftliche Arbeit leisten. Im HIB sollen Kontakte zwischen Studierenden und den Gewerkschaften aufgebaut und die Vernetzung von Studierenden- und Gewerkschaftsvertretungen gefördert werden. Noch haben die HIBs in Hannover, Bremen, Berlin und nun auch in Magdeburg Modellcharakter. Aber: Wo bereits ein Hochschulinformationsbüro arbeitet, sollten diese vorhandenen Strukturen genutzt und weiter ausgebaut werden. Es sollten keine Konkurrenzprojekte zu bereits bestehenden Büros entstehen. Die Liste der bestehenden Hochschulinformationsbüros und der Kooperationsstellen findet ihr im Anhang. 14 Beratung Die arbeitsrechtliche Anfangsberatung Allgemeines Einige wichtige Informationen zu unserer Hilfestellung für Studierende vorweg: Der entscheidende Punkt ist die Vereinbarkeit der Rechtsberatung für Studierende mit dem Rechtsberatungsgesetz. Das Rechtsberatungsgesetz verbietet eine kostenlose verbindliche Rechtsberatung. Ausnahmen sind Rechtsberatungen für Mitglieder wie sie z. B. die Gewerkschaften oder Mietervereine anbieten. Studierende, die wir bei ihren Rechtsproblemen auf Lösungsstrategien aufmerksam machen, sind zumeist nicht Mitglied einer Gewerkschaft. Insofern kann und darf ihnen - ohne Mitgliedschaft in einer der Einzelgewerkschaften - nur eine Anfangsberatung gegeben werden. Unproblematisch ist es, die Termine für die face-to-face-Beratung „Info-Stunde“, „Info-Point“ etc. zu nennen, nicht Rechtsberatung. Im Gespräch und auch in den Publikationen sollte man darauf hinweisen, dass es eine richtige Rechtsberatung nur für Mitglieder gibt, selbstverständlich aber eine Anfangsberatung. Bei der Grenzziehung zwischen Anfangsberatung und Rechtsberatung sollte man dem Berater/der Beraterin einen gewissen Ermessensspielraum gewähren. Bei konkreter Arbeitsrechtsproblematik, bei der rechtsverbindliche Beratung und Rechtsbeistand notwendig werden, muss man jedoch zwingend Mitglied werden. In vielen Fällen kommen die Studierenden mit eher allgemeinen Fragen (Wann habe ich Anspruch auf..?) und dies erfüllt noch nicht den Charakter einer spezifischen Rechtsberatung. 15 Face-to-face-Beratungen Face-to-face-Beratungen bieten eine gute Gelegenheit, um mit Studierenden vor Ort ins Gespräch zu kommen und sie eventuell an die Gewerkschaften zu binden. Sie können allerdings nur von Menschen durchgeführt werden, die in den Themenbereichen wie Beschäftigungsverhältnisse, Sozialversicherung, Arbeits- und Tarifverträge etc. sattelfest und damit den konkreten Anfragen gewachsen sind. Somit bietet sich an, auf geschulte Kolleg/innen aus den Mitgliedsgewerkschaften des DGB zurückzugreifen und diese um Mithilfe zu bitten, aber auch gewerkschaftsfreundliche Mitglieder des AStA/StuRa können die Arbeit unterstützen. Sollte dies nicht möglich sein, dann ist es eine gute Strategie, zuerst allgemein zu informieren und für konkrete Probleme einen weiteren Termin auszumachen, bis zu dem ihr alle Informationen für den jeweiligen Studierenden zusammen gestellt habt. Nicht vergessen, die Daten aufzunehmen, dann fällt euch die Kontaktaufnahme leichter und ihr müsst nicht warten, bis der Studierende wieder auf euch zukommt. Für den Ratsuchenden ist dann auch klar, dass Gewerkschaften sich kümmern und das vermittelt ein gutes Bild unserer Arbeit. Die Beratungen sollten dann in einem extra (geschlossenen) Raum stattfinden. Das wirkt seriöser und diskreter, denn manchmal werden die Fragestellungen möglicherweise sehr persönlich sein. Gehen die Fragen sehr ins Detail oder erweist sich eine Problemlage als komplizierter als zunächst gedacht, ist es notwendig, die Studierenden an einen konkreten Ansprechpartner bei den Gewerkschaften zu verweisen. 16 Praktikum Praktikum Allgemeines Praktika vor oder während des Studiums werden immer beliebter. In der Praxis ist der Übergang vom Praktikum zum regulären Beschäftigungsverhältnis fließend und vieles, was als Praktikum bezeichnet wird, ist eigentlich ein ganz normales Beschäftigungsverhältnis. Damit bieten Praktika eine gute Einstiegsmöglichkeit in die Studierendenarbeit der Gewerkschaften. Die Beratung in Fragen von studienbegleitenden Praktika bietet die Möglichkeit, gewerkschaftliche Anliegen deutlich zu machen. Hier findet sich ein Kernbereich des studentischen Interesses, gekoppelt an Erwerbstätigkeit und den eventuell darauf aufbauenden Übergang von der Hochschule in den Beruf. Möglichkeiten gewerkschaftlicher Arbeit Praktikums-AG in Zusammenarbeit mit den Fachschaften der Studienrichtungen, in denen Pflichtpraktika absolviert werden müssen: Hier bietet sich auch eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Einzelgewerkschaften an – je nach Studienrichtung eventuell mit der IG Metall, IG Bau, IG BCE oder der GEW. Bei Technischen Universitäten und Fachhochschulen mit spezifischer Ausrichtung ist diese Zusammenarbeit besonders fruchtbar und mit wenig Aufwand gestaltbar. Die AG zeigt Probleme und Defizite der Praktika als Schnittstelle zum Beruf auf, vermittelt aber auch grundlegende Informationen zur Anerkennung des Praktikums durch die Uni, dem inhaltlichen Bezug des Praktikums zum Studium, zu Praktikums- und Arbeitsverträgen u.v.m. Diese fachbezogene Arbeitsgemeinschaft kann aber auch interessierte Studierende einbinden und an gewerkschaftliche Arbeit näher heranzuführen. Gleichsam effektiv kann auch ein so genanntes„Forum Praktikum“ mit Info-Markt, eine Veranstaltung, die die Praktikums-AG bewirbt und das gewerkschaftliche Engagement in das Bewusstsein ruft. Als Rahmen sollten Vorträge zu gewerkschaftlich 17 interessanten Themenbereichen, die mit der Fachrichtung oder angebotenen Praktika in Verbindung stehen, gehalten und eine Diskussion angeregt werden. Arbeits- und Sozialrechtliche Beratung sollte als gewerkschaftliche Kernkompetenz dem universitären Praktikumsamt angeboten werden. Hier erscheint es leicht, mit Institutionen an der Hochschule zu kooperieren. Des weiteren gibt es die Möglichkeit, einen Kooperationsvertrag mit einer oder mehreren Fakultäten, die Pflichtpraktika vorschreiben, zu schließen, um dort Praktikumsberatungen für Studierende anzubieten. Die Aufstellung eines Info-Ständers mit studentsatwork-Materialien im bereits bestehenden universitären Praktikumsamt ist eine ergänzende Maßnahme, die weitere Öffentlichkeit und Bewusstsein in der Zielgruppe erzeugt. 18 Info-Stand Info-Stand Infostände bieten eine hervorragende Möglichkeit, mit geringem Aufwand Präsenz zu zeigen und mit Interessierten ins Gespräch zu kommen. Einerseits bieten sich Infostände im Vorfeld einer konkreten Veranstaltung an, um diese damit zu bewerben. Zum anderen haben regelmäßige Infostände den Effekt, dass trotz des geringen Aufwands der Eindruck großer Aktivität vermittelt wird. Insbesondere im Zusammenhang mit einer Beratungs-Aktion vor Ort kann hier erfolgreich geworben werden. Manch einer hat Probleme damit, auf Leute zuzugehen oder Angst davor, irgendwelchen Fragen oder Argumenten nicht gewachsen zu sein. Deshalb solltet Ihr Euch vorher treffen, ein paar mögliche Fragen durchgehen und Antwortmöglichkeiten entwickeln. Dabei können auch die FAQ’s auf der Homepage (noch in Arbeit) helfen. Besonders ansprechend ist ein möglichst breites Spektrum an Aktiven, die den Infostand betreuen, also Frauen UND Männer, vielleicht verschiedene Altersgruppen etc. Wichtig ist außerdem, dass der Infostand gut sichtbar ist. Das lässt sich am Ehesten mit Plakataufstellern oder im Freien auch mit einem Sonnenschirm erreichen. Unverzichtbar ist ein Tisch, auf dem die Infomaterialien ausliegen sollten. Der Tisch sollte mit einer Decke oder Plakaten abgedeckt sein - sieht einfach besser und professioneller aus. (Vorsicht ist im Freien geboten, schon ein kleiner Luftzug führt häufig dazu, dass der Schirm kippt, die Decke weggeweht oder das Material verstreut wird und Euch ablenkt.) Ganz wichtig ist, dass Ihr Euch nicht hinter dem Tisch versteckt, sondern gezielt und offen auf die Passanten zugeht. Ein Flugblatt (z.B. mit Veranstaltungshinweisen o.ä.) kann dabei hilfreich sein. Ihr habt einen Einstieg und könnt an den Stand einladen, um nähere Informationen anzubieten. 19 Hier noch eine Checkliste für die Vorbereitung eines Infostandes: 1. Genehmigung beantragen (je nach Ort unterschiedlich, bei der Universitätsverwaltung, Hausmeister, Ordnungsamt oder Polizei). Infostand vor der Mensa oder im Foyer bietet sich an. Dabei müsst Ihr Ort, Zeit, Dauer, Größe des Standes und evtl. Musik- oder Megafoneinsatz angeben. Tisch Ggf. Sonnenschirm Informationsmaterial (Broschüren, Faltblätter, Pressematerial mit thematischem Bezug) 2. Materialien besorgen. Überprüft rechtzeitig, ob alle Materialien vollständig und v.a. aktuell sind, damit Ihr notfalls noch nachbestellen könnt. Plakate, Transparente, evtl. dafür eine Stellwand, Pinnwand o.ä. Reisszwecken/Nadeln, Tesafilm/Paketband Plakatständer evtl. Preisschilder/-liste für Broschüren und Kasse mit Kleingeld evtl. Kaffee, Tee, Glühwein. Wenn Ihr Getränke ausschenken wollt, solltet Ihr Euch vorher erkundigen, ob Ihr evtl. eine Ausschankgenehmigung braucht. Ist manchmal schwierig, weil jemand mit Gesundheitszeugnis dabei sein muss etc. Im Zweifelsfall lieber davon Abstand nehmen. Give-Aways, z.B. (wenn vorhanden) 3. Presseankündigung für den Infostand schreiben und veröffentlichen. 4. Flugblatt vorbereiten (statt sie mit Informationen vollzustopfen zugunsten der Übersichtlichkeit etwas weglassen), Verweis auf das Online-Angebot von studentsatwork und auf den lokalen Ansprechpartner 5. Leute organisieren: Soll der Infostand den ganzen Tag dauern, empfiehlt es sich, die Leute im Zwei-Stunden-Abstand kommen zu lassen. Ist gut für die Motivation und Ihr vermeidet, dass sich die eigenen Leute vormittags „tottreten“ und nachmittags keiner mehr da ist. Bedenkt auch immer, dass Ihr auch Leute für den Auf- und Abbau braucht. 6. An- und Abtransport des Standes und der Materialien klären. 20 Veranstaltungen Veranstaltungen Im Folgenden werden verschiede Möglichkeiten kurz beschrieben, mit gezielten Veranstaltungen und Aktionen, die Idee von studentsatwork in die Zielgruppe hereinzutragen. Wichtig ist dabei immer die Bezugnahme auf die Zielgruppe und deren Erwerbstätigkeit sowie die Darstellung der Gewerkschaften als kompetente Ansprechpartner und Interessenvertreter. Veranstaltung zur Berufsorientierung/Kontaktbörsen Zusätzlich zur guten Vorarbeit mit Info-Ständen ist insbesondere die Präsentation auf Firmenkontakt-Messen erfolgversprechend. Mit Veranstaltungen zur Berufsorientierung sollen v.a. Studierende der höheren Fachsemester angesprochen werden. Hier können Fragen wie die nach evtl. notwendigen Zusatzqualifikationen, nach Einstiegsgehältern, Arbeitnehmervertretungen oder auch Tarifverträgen verschiedener Branchen gestellt und mit ihrer Beantwortung Gewerkschaften als kompetente Ansprechpartner und Vertreter von Arbeitnehmer/inneninteressen dargestellt werden. Als geeignete Werbeträger bei Infoständen können so genannten „Emergency Cards/Flyer“ gelten. Auf der Größe einer Visitenkarte können sie in ansprechender Gestaltung Telefonnummern oder andere Kontaktmöglichkeiten von Ansprechpartnern verschiedener Mitgliedsgewerkschaften/des DGB/des „Campus Office“, die schnelle Hilfe bei Jobproblemen garantieren, präsentieren. Ein Beispiel findet sich im Anhang. Sollte ein Standplatz auf der Messe Eure finanziellen Mittel überschreiten, ist es möglich, zeitgleich zur Messe, zumindest auf dem Hochschulgelände oder auf dem Weg zur Messe in der Stadt, einen Infostand oder eine andere Veranstaltung durchzuführen. So nutzt man das Interesse der Studierenden, das durch die Fachmesse angeregt wurde für sich aus, ohne die eventuell anfallenden hohen Kosten eines Standes tragen zu müssen. Wichtig ist natürlich auch hier eine gute Vorbereitung und ein strategisch günstiger Platz für den Stand. 21 Gesprächskreise/ Podiumsdiskussionen In Zusammenarbeit mit dem AStA/StuRa oder den Fachschaften kann eine Veranstaltungsreihe, z.B. Podiumsdiskussionen, Gesprächskreise, Vorlesungsreihen etc. vor Ort an der Hochschule mit wechselnden Gästen und Schwerpunktthemen in Leben gerufen werden, die mit dem Thema Arbeitswelt und Gewerkschaften oder auch sozialer Gerechtigkeit zu tun haben. Podiumsdiskussionen dienen der öffentlichen Aufarbeitung aktueller Themen und Problemlagen. Vertreter/innen von Gewerkschaften, Parteien oder aus der Wissenschaft könnten Stellung zu aktuellen Themenfeldern beziehen und diskutieren. So würde die Organisation einer Vorlesungsreihe „Soziale Gerechtigkeit“ mit anschließendem Expertengespräch nicht allein dem Zeitgeist entsprechen, sondern auch einen vitalem Interesse gewerkschaftlicher Politik. Auch die lokale Presse könnte in die Bewerbung dieses Ereignisses mit einbezogen werden. Wichtig ist bei der Vorbereitung nicht nur die Wahl eines geeigneten Raumes und die entsprechende Werbung, sondern auch die Terminwahl. Es sollte darauf geachtet werden, dass wichtige Sportereignisse nicht zeitgleich stattfinden, die Veranstaltung sich z.B. an die letzte Vorlesung anschließt und nicht an einem Montag oder Freitag stattfindet. Im Podium sollten nicht mehr als fünf Personen, darunter der Moderator, Platz haben. Dieser führt in die Veranstaltung ein, vermittelt zwischen den Gesprächspartnern und zieht am Ende ein Fazit. Ein/e geeignete/r Kolleg/in oder ein/e aktive/r Studierende/r sollte sich hierfür in der Region finden lassen. Referate/ Präsentationen Für die gezielte Bewerbung von eingegrenzten Gruppen – wie z.B. Erstsemester, jobbende Student/innen, Jobber/innen in der Gastronomie - bieten sich Veranstaltungen mit Seminarcharakter mitsamt einem Vortrag oder einer Powerpoint-Präsentation an. Als Service für die DGB-Campus-Gruppen wurde die zielgruppenorientierte Powerpoint-Präsentation „Know your rights“ erstellt, die sich an den übrigen ergänzenden Materialen orientiert. Diese Präsentation kann im Rahmen von Informationsveranstaltungen, Erstsemesterwochen, am „Tag der offenen Tür“ oder ähnlichen Gelegenheiten vorgeführt werden. Sie kam bereits erfolgreich an der FH „Alice Salomon“ in Berlin zum Einsatz. Die ca. halbstündige Präsentation weist insbesondere auf die Besonderheiten der 22 verschiedenen Beschäftigungsverhältnisse und grundlegende Arbeitnehmerrechte im Job hin. Sie findet sich im INTRAnetbereich unserer Homepage. Also, unbedingt ansehen und herunterladen! Wichtig ist bei jedem Vortrag/Referat, dass die Zuhörer/innen etwas lernen, dennoch sollte man das Referat nicht mit Fakten oder Zahlen überfrachten. Wichtig ist, dass der Referent gewerkschaftliche Positionen überzeugend zu vertreten vermag. Denkt bitte auch an die Nutzung optischer Hilfsmittel, um Informationen zu vermitteln. Eine Fragerunde am Ende oder ein Quiz zu Beginn haben sich als nützliche „Eisbrecher“ bewiesen. 23 Aktionen Vor-Ort-Aktionen Flugblätter und Info-Stände sind zwar eine gute Werbemöglichkeit, doch wesentlich aufsehenerregender sind gezielte Aktionen, die thematisch mit studierender Erwerbstätigkeit zusammenhängen. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Mit originellen Aktionen ist man vor Ort präsent, kann über gewerkschaftliche Beratungsangebote informieren und gleichzeitig Studierende für die Arbeit in einer Gewerkschaft begeistern – ja, perspektivisch vielleicht sogar den Grundstein für eine Campus-Gruppe legen. Parallel dazu kann man diese Gelegenheiten nutzen, um Journalist/innen für die Berichterstattung zu einem gewerkschaftlichen Thema zu interessieren. Jede Aktion, die im thematischen Zusammenhang mit studentischer Erwerbstätigkeit steht, bietet sich an. Es ist hilfreich, sich dafür Kooperationspartner vor Ort zu suchen. „Natürliche Partner“ an den Universitäten sind der AStA, die Fachschaften und, so vorhanden, Hochschulinformationsbüros oder Forschungskontaktstellen. Hier können gemeinsam Vorträge, Podiumsdiskussionen oder Gesprächsrunden ausgerichtet werden. Gut sind auch gemeinsame Aktionen von DGB und Einzelgewerkschaften zu studien- oder hochschulspezifischen Themen. Hier kann das gesamte Spektrum gewerkschaftlicher Aktivitäten genutzt werden. Die Hans-Böckler-Stipendiaten-Gruppen an den Hochschulen sind mögliche Ansprechpartner für einzelne Aktionen, wie auch für die Verankerung gewerkschaftlicher Interessen an der Universität. Interessant ist auch die Zusammenarbeit mit politischen Hochschulgruppen, die jedoch regional unterschiedlich gestaltbar ist und von den jeweils Aktiven abhängt. Nicht aus den Augen gelassen werden sollten Kooperationsmöglichkeiten mit dem Hochschulteam des örtlichen Arbeitsamtes oder mit dem Studentenwerk. Hier kann man sich unter anderem fachliche Unterstützung holen. 24 Werbung WAS: Plakate, Flyer, Emergency cards, Broschüren WO: Schwarzes Brett der Hochschule – auch im Internet, in Hörsälen und Seminaren, in Wohnheimen, Studentenclubs, in der Hochschulpresse, aber auch Lokalpresse am Hochschulstandort; Fachschaften, AStA/StuRa, kommentierte Vorlesungsverzeichnisse Studentensekretariate und studentische Jobvermittlungen als Multiplikatoren gewinnen, dort Infomaterialien auslegen Werbung in Arbeitsrechtsseminaren für studentsatwork und auch für Veranstaltungen WANN: Semesterbeginn - Orientierungsphase an der Hochschule, flankierend zu Veranstaltungen an der Hochschule, die thematisch passen (fächerübergreifend: Arbeitswelt, Gerechtigkeit, Firmenkontakte) Werbung in Arbeitsrechtsseminaren für studentsatwork und auch für Veranstaltungen, Weihnachten (Saisonjobs und Weihnachtsgeld) Aktionswoche an der Uni zum Thema „Jobben und Arbeiten“ Arbeitsintensiv aber zielführend ist eine gemeinsam von DGB und Einzelgewerkschaften organisierte Aktionswoche an der Hochschule zum Thema „Studieren und Arbeiten“. Eine solche Woche könnte beispielsweise so aussehen: Mittwoch: Auftakt Pressefrühstück, Infostand der DGB Jugend und verschiedener Einzelgewerkschaften Mittwoch / Donnerstag: Pressetour (Organisation der Pressetour, die Einblick in Beschäftigungsverhältnisse Studierender in einzelnen Betrieben gibt, in Kooperation mit der IHK oder auf Einladung einzelner Betriebsräte. Vorbereitung der Tour mit betroffenen Studierenden; Tourbegleiter sind aktive Gewerkschafter, unter den Gästen sind engagierte Studierende, die Betriebsräte sowie die interessierte Presse und Fachöffentlichkeit.) 25 Donnerstag / Freitag Fachtagung mit Themenbezug z.B. Moderne Arbeitswelt – Flexibles Leben – Unsichere Zeiten, zweitätige Fachtagung zu modernen Arbeitszeitkonzepten und Veränderungen der Beschäftigungskultur Freitag: offener Gesprächskreis / Podiumsdiskussion als Abschluß der Fachtagung, anschließend Party + Grillen; Dokumentation und Protokoll der Fachtagung für die weitere Arbeit anfertigen und auswerten. (Samstag/Sonntag – Nachbereitung der Pressetour: Im Anschluss an die Tour Erstellen einer Dokumentation der Tour mit Fotos, um diese dann als Wandzeitung, Aufsteller oder Reportage in der Aktionswoche zu präsentieren. Dabei können studierende Erwerbstätige ihren Arbeitplatz kurz vorstellen und ggf. Fragen beantworten. Montag: Aktion Mensa, Infostand und Info-Veranstaltung zu 400-Euro-Jobs (Seminarcharakter) Dienstag: Aktion für die Presse: „Hier werden Studis über den Tisch gezogen“ (vor den Türen eines ausbeutenden Arbeitgebers steht die Lange Bank: Studi wird am Seil langsam über den Tisch gezogen – Gewerkschaften dürfen gern an der anderen Seite ziehen); oder: Infoveranstaltung der Tarifinitiative Mittwoch „Marktplatz Arbeitsmarkt“ Vorstellung aller Gremien, Vereine und Institutionen (Praktikumsstelle, Auslandsamt, Studentenwerk, AStA/StuRa, Bafög-Amt, studentische Jobvermittlung usw.), die etwas mit der Erwerbstätigkeit Studierender zu tun haben, dabei Vorstellung der Dokumentation der Pressetour, Studierende berichten über best und worst practice, PowerpointPräsentation „Know your rights!?“, Angebot eines Seminars zu Kompetenztraining oder Bewerbungsstrategien Abschluss: Besenparade über den Campus und einseitiges Verlesen/Verabschieden einer Studentenresolution, dass man nie wieder unter schlechten und untertariflich bezahlten Bedingungen arbeiten möchte. 26 Party Man kann sich bei Studierenden mit nichts so leicht bekannt und beliebt machen wie mit einer kleinen Party. Am besten in Zusammenhang mit der Eröffnung eines Campus Office! Bevor das neue DGB-Campus Office an der Uni öffnet, lohnt es sich, eine Party mit Getränken, Musik und eventuell einem Büffet zu organisieren. Dazu sollten sowohl Studierende als auch die Presse eingeladen werden. Es sollte eine kurze Vorstellung des Projektes geben, in dem man die Aufgaben und Ziele des Campus Office kurz vorstellt, um anschließend die Party für eröffnet zu erklären. Neben einem geeigneten Raum (bei der Universitätsverwaltung nachfragen) muss man sich um die Einladungen für die Presse, Ankündigungen durch Flugblätter, Plakate etc. und die Planung und Finanzierung des Caterings kümmern. Semesterbeginn Werbung für gewerkschaftliche Studierendenarbeit lässt sich auch gut über die allseits begehrten „Student-Welcome-Packs“ realisieren. Durch eine Anfrage beim lokalen Studentenwerk läßt sich leicht klären, inwiefern man eine Folder-Aktion oder give-aways im „StudentWelcome-Pack“ unterbringen kann. Das bedarf allerdings einer guten und längerfristigen Vorbereitung. Die Powerpoint-Präsentation wird am besten in der Orientierungswoche eingesetzt. Sonst könnte es sein, dass es wenig Publikum gibt, denn manche Universitäten und FHs haben enge Stundenpläne. Daher ist neben der Zusammenarbeit mit dem AStA/StuRa auch Einbeziehung der universitären Organisatoren der Orientierungs-Woche und das Eingehen auf die Stundenpläne wichtig. Zusätzlich dazu könnte man einen gewerkschaftlich orientierten Wegweiser durch die Hochschulinstitutionen erstellen oder/und sich darum bemühen in den bereits bestehenden Wegweiser als Ansprechpartner zu erscheinen. Auch die Unterstützung von Sportclubs oder Vereinen an der Hochschule kann sich als fruchtbar erweisen. Viele Tageszeitungen und Stadtmagazine erstellen spezielle Uni-Beilagen zum Semesterbeginn. Hier besteht die Möglichkeit, neben den „traditionellen“ Themen wie Studiengebühren, Bildungskürzungen, Innovation in der Lehre, das Thema „studentische Arbeitsverhältnisse“ zu plazieren. 27 Aktion zu Tarifinformationen/ Fragebogen Um für Aktionen und Pressearbeit erst einmal aussagekräftige lokale Daten zu sammeln, eignen sich repräsentative Umfragen, die bei guter Vorbereitung mit relativ geringem Aufwand umgesetzt werden können. Sehr erfolgreich wurde eine solche Umfrage zu Jobbedingungen in Freiburg (in Kooperation mit der GEW) durchgeführt. Studierende wurden zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt und gleichzeitig über geltende Regelungen und rechtliche Hintergründe informiert. Dadurch wurde Aufmerksamkeit für die Thematik erregt und auch Problembewusstsein bei den Studierenden, ob Jobber oder nicht, geweckt. Aktion „Experten-Telefon“ Die „DGB-Campus-Gruppe“ bietet in einer lokalen Zeitung für Studierende eine telefonische Beratung zu einem bestimmten arbeitsrechtlichen Thema, z.B. Rentenversicherung, an. Notwendig sind ein verfügbarer Telefonanschluss und natürlich die Kooperation mit der lokalen Presse. Außerdem muss eine kompetente Person für die Beratung gewonnen werden. Das Team von studentsatwork unterstützt Euch dabei gern und kann hier beratend tätig werden. Aktion „Besen-Parade“ Mit T-Shirts bekleidet, die die Aufschrift „Billig. Für bessere Arbeitsbedingungen sorgt die „DGB-Campus-Gruppe“ o. ä. tragen, fegen einige Aktivist/innen den Boden des Uni-Gangs, andere verteilen Flugblätter, auf denen über die „DGB-Campus-Gruppe“ und ihre Beratungsmöglichkeiten informiert und die geringe Bezahlung vieler studentischer Beschäftigter thematisiert wird. Aktion „Weihnachtsmann“ Mit Transparenten oder Flugblättern, z.B. mit dem Titel „Bessere Arbeitsbedingungen bringt nicht das Christkind/ der Weihnachtsmann, sondern die ,DGB-Campus-Gruppe’“, machen als Weihnachtsmänner Verkleidete auf die Arbeit der „DGB-Campus-Gruppe“ und die schlechten Arbeitsbedingungen vieler beschäftigter Studierender aufmerksam. Möglicher Anknüpfungspunkt ist der typische Studentenjob „Weihnachtsmann“, der zum Jahresende Konjunktur hat. Außerdem stellt sich die Frage des Weihnachtsgeldes auch in 28 jedem Jahr wieder für viele jobbende Studierende. Für beideProbleme kann mit der Weihnachtsmann-Aktion Aufmerksamkeit erzeugt werden. Aktion „Mensa“ Jede/r Studierende freut sich auf das Mensa-Essen und die damit verbundene Pause im Laufe des Uni-Tages. Die „DGB-CampusGruppe“ informiert hier z.B. durch das Verteilen von Flugblättern mit dem Titel „Mittagspause? Fällt aus.“ oder einen Stand, der dies ankündigt, über arbeitsrechtliche Bestimmungen, wie z.B. Pausen- und Urlaubsregelungen, die auch für studierende Beschäftigte gelten. Gleichzeitig kann auch darauf hingewiesen werden, wie viele Studierende im Bereich Gastronomie tätig sind und was man machen muss um ein Gesundheitszeugnis zu bekommen und / oder welche Arbeitsschutzregeln gelten. Aktion „Bafög-Amt“ Wenn zu Semesterbeginn die Studierenden im Bafög-Amt sitzen und darauf warten, ihre Sachbearbeiterin zu sprechen, verkürzt die „DGB-Campus-Gruppe“ ihnen die Wartezeit mit Wasser und Brot und/oder Flugblättern. Diese können z.B. darauf hinweisen, dass zu viele Überstunden zur Kürzung des Bafög und des Kindergeldes führen können und Studierende berechtigt sind, Überstunden abzulehnen, wenn dies im Arbeitsvertrag geregelt ist. Aktion „Bibliothek“ DGB-Aktive werden in einer Bibliotheksaktion / durch Plakate darauf aufmerksam machen, dass fast alle studentischen Hilfskräfte immer noch ohne Tarifvertrag arbeiten. Auf den Bibliotheks-Plakaten kann z. B. stehen: „Zur Arbeit ohne Tarifvertrag siehe auch: Grebing. Geschichte des Wilhelminischen Reiches, Fischer Verlag, 1998. Signatur 12/345/6789a“ mit dem Zusatz am Ende, dass an dieser Hochschule immer noch kein Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte abgeschlossen wurde. 29 Presse Pressearbeit Allgemeines Gewerkschaftliche Pressearbeit sollte vorrangig: politische Entscheidungen und Vorgänge beeinflussen, eine konstante öffentliche Gegenmeinung aufbauen Missstände aufdecken, öffentlich bekannt machen und dadurch versuchen, diese zu beseitigen eigene politische Ideen verbreiten über die eigene Arbeit berichten um Sympathie und neue Mitglieder werben Es gibt verschiedene Formen von Pressearbeit, die nebeneinander angewandt werden können: Pressemitteilungen Leserbriefe Pressekonferenzen/Pressefrühstück Hintergrundinformationen Einladungen und Terminankündigungen In jedem „DGB-Campus Office“ sollte ein/e Aktivist/in mit der Pressearbeit betraut werden. Dabei besteht Pressearbeit über das Verfassen von Presseinformationen und Mitteilungen hinaus in der Kontaktpflege, Koordination und Recherche. Der/die Presseverantwortliche sollte sich z.B. in den Lokalredaktionen persönlich vorstellen und dort den/diejenige/n ausfindig machen, der/die 30 für gewerkschaftliche Themen oder die Hochschulseite verantwortlich ist. Als Anlass kann ein Veranstaltungsbericht bzw. eine Einladung dienen. Mit diesem/r Redakteur/in kann dann besprochen werden, ob und welche Pressetermine für ihn/sie relevant sind, in welchem Umfang er/sie weiter über Aktivitäten informiert werden möchte und in welchem Stil die Meldungen oder Mitteilungen verfasst sein sollten. Dieser persönliche Kontakt erleichtert die Pressearbeit wesentlich und verbessert die Chancen, Veranstaltungen und Berichte unterzubringen. Pressedokumentation Die Dokumentation, das heißt die Auswertung und Archivierung von Presseartikeln und Presseinformation, in denen über Aktivitäten oder Aktionen der DGB Campus Offices berichtet wird oder die von Bedeutung für die Arbeit eines Campus Office sein kann, ist eine wichtige Grundlage für die Pressearbeit. Diese Dokumentation übernimmt das Team von studentsatwork. Presseartikel können beim DGB Bundesvorstand, Abteilung Jugend eingereicht werden. Sie werden dann im INTRAnet veröffentlicht. Die Übermittlung kann dabei in einem der gängigen Dateiformate per Email, per Briefpost oder per Fax (030-24060-409) erfolgen. Presseverteiler Der/die Presseverantwortliche richtet, nachdem persönlich Kontakt mit den Redaktionen aufgenommen wurde, einen Presseverteiler (mit einem Datenverwaltungsprogramm oder Karteikarten) ein. Dieser Presseverteiler sollte gegliedert sein in einen engeren und einen erweiterten Teil, zusätzlich eventuell mit einem Sonderteil für Journalist/innen, die nur zu bestimmten Themen schreiben. Interessant ist die Zusammenarbeit mit Erstsemester-Zeitungen, die an vielen Hochschulen von den Asten/StuRä, Unigruppen oder Fachschaftsinitiativen herausgegeben werden. Sie haben in der Regel eine hohe Auflage und werden aufgrund der zahlreichen ServiceInformationen auch intensiv gelesen. Mit journalistisch aufbereiteten Artikeln und entsprechend gestalteten Druckvorlagen für die Weiterverarbeitung kann man den Redakteuren einen zusätzlichen Service bieten. In den engeren Verteiler sollten aufgenommen werden: 31 Lokalzeitungen, d.h. die entsprechenden Journalist/innen in der Redaktion Landes- und Bundesbüros der DGB-Jugend und der Gewerkschaftsjugenden am Ort ansässige Korrespondenten überregionaler Tageszeitungen örtliche Studierendenzeitungen und Stadtmagazine An den engeren Verteiler sollten sämtliche Pressemitteilungen gesandt werden, vor allem diejenigen mit lokalem Bezug (Stadt, Region). In den erweiterten Teil gehören: Regions- bzw. Landesredaktionen der Regionalzeitungen überregionale Wochenzeitungen das nächstgelegene Büro der Nachrichtenagenturen die nächstgelegene Rundfunkredaktion überregionale Studierendenmagazine Der erweiterte Presseverteiler sollte nur für Erklärungen mit überregionalem Bezug genutzt werden. Die Presseerklärungen sollten an die Redaktionen gefaxt werden. Wer über ein Faxmodem verfügt, füttert das Faxprogramm mit den Nummern der Presseverteiler. Bei künftiger Versendung muss dann nur noch der entsprechende Verteiler angewählt werden. Veranstaltungs-/Terminankündigungen Viele Studierenden- oder Stadtmagazine verfügen über Terminspalten. In diesen Veranstaltungsankündigungen sollte jeder Beratungstermin angekündigt werden. Größere Veranstaltungen (Podiumsdiskussionen, Infostände, Aktionen) werden in Form einer kleinen Meldung mit Informationen über das jeweilige Thema und die Referent/in an die Presse weitergeleitet. Größere Veranstaltungen können auch über den Rundfunk angekündigt werden. 32 Ein Ankündigung enthält: Ort, Zeit, Datum Titel und Thema der Veranstaltung ggf. Referent/innen mit Titel, Funktion und Qualifikation, falls dies für die Veranstaltung relevant sein sollte kurzes inhaltliches Anreißen des Themas (3-4 Sätze) samt Erklärung, warum die Veranstaltung gerade jetzt stattfindet (so es einen konkreten Anlass gibt) Pressekonferenz/Pressefrühstück/Eröffnung Auch in Bezug auf ein „DGB-Campus-Office“ kann eine Pressekonferenz abgehalten werden. Günstiger erscheint in diesem Zusammenhang jedoch ein Pressefrühstück, zu dem man ins „Campus Office“ einladen kann. Das lohnt sich natürlich nur, wenn es mehrere JournalistInnen am Ort gibt oder man die Zusammenarbeit zu anderen Verbänden und Organisationen auf lokaler Ebene verstärken möchte. Zu jedem Pressefrühstück muss es neben dem eigentlichen Frühstück auch einen so genannten „Waschzettel“ bzw. eine kleine Pressemappe mit Informationen und Materialien geben. Der „Waschzettel“ sollte alles Gesagte stichwortartig enthalten bzw. den Redetext von Referent/innen wiedergeben. Zu dem Pressefrühstück sollte rechtzeitig eingeladen werden, am besten mit einer Rückantwort für die Teilnahmebestätigung versehen. Ein Frühstück ist auch deshalb eine gute Gelegenheit, die Presse zu interessieren und informieren, weil am Vormittag stattfindende Veranstaltungen den Redakteuren genügend Zeit lassen, ihre Artikel zu schreiben. Presseerklärungen Pressemitteilungen und Presseinformationen müssen eine doppelte Funktion erfüllen: die Nachricht des/der Verfassers/in übermitteln und die Aufmerksamkeit der Empfänger/innen auf sich ziehen. Damit beim Lesen genug Interesse aufgebaut wird, muss die Meldung oder Information mindestens zwei der drei folgenden Punkte beinhalten: Neuigkeitswert und Aktualität 33 Außergewöhnlichkeit direkte Auswirkungen auf die Leserschaft Die Pressemeldung ist eine Kurzfassung einer Information oder eines Ereignisses, die schnell und knapp informiert. Dabei entscheidet oft der erste Satz der Meldung (Einstieg) über Veröffentlichung oder Papierkorb. Das Wichtigste muss also am Anfang oder im Titel genannt werden. Die Einzelheiten folgen in den nächsten Sätzen oder Abschnitten. (Wer – Was – Wann – Wie – Warum – Wo?). Wichtig sind dabei vor allem Präzision, Kürze, Aktualität und Objektivität der Aussagen. Eurer Fantasie sind bei der Themenauswahl fast keine Grenzen gesetzt. Jedes Thema, das im Zusammenhang mit studentischer Erwerbstätigkeit steht, ist für eine Pressemitteilung oder Presseinformation geeignet. Einige Beispiele: „Stand der Tarifverhandlungen für studentische Beschäftigte“ „Aufschwung für die Gewerkschaftsbewegung“ „Die besten und die schlechtesten Studi-Jobs im Sommer“ „Studis im Weihnachtsgeschäft“ Leserbriefe Auch Leserbriefe gehören zur Pressearbeit. Sie lassen sich zu fast allen politischen Themen schreiben. Besondere Anforderungen an Länge und Form gibt es dabei nicht, es ist jedoch günstig sich an anderen Leserbriefen zu orientieren. Die Redaktionen werden den Brief dann evt. auch kürzen oder nur die wichtigsten Informationen wiedergeben. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Person, die den Leserbrief schreibt, ihre „offizielle“ Funktion angibt (z.B. Beraterin „DGBCampus-Office“) und diese einen Bezug zum Thema des Leserbriefes hat. Gerade den kleineren Lokalzeitungen mangelt es häufig an Leserbriefen, so dass die Wahrscheinlichkeit des Abdrucks relativ hoch ist. 34 35 Anhang Anhang Bestehende Hochschulinformationsbüros und Kooperationsstellen Hochschulinformationsbüros in Deutschland Soziale Informations- und Beratungsstelle der Studierenden-Vertretung Uni München, Leopoldstr.18, 80802 München, Tel.: 089/21 80 30 52, Email: [email protected] GEW-Hochschulbüro Freiburg, Spechtpassage, Wilhelmstr. 15, 79098 Freiburg, Tel.: 0761/33 32 1, Email: [email protected] Hochschulinformationsbüro des DGB, HIB Bremen, Bibliothekstr., Postfach 155, 28359 Bremen Tel.: 0421/21 84 74 7, Email: [email protected] oder [email protected] GEW Hochschulbüro Marburg, Schwanenallee 27/31, 35037 Marburg, Tel.: 06421/95 23 95, Email: [email protected] GEW Hochschulbüro Dortmund, c/o AStA Uni Dortmund, Emil-Figge-Str. 50, 44221 Dortmund, Tel.: 0231/14 88 81 GEW Hochschulbüro Bielefeld/Paderborn, Marktstr.10, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521/17 33 17, Email: [email protected] GEW Hochschulbüro Köln/Bonn, Hans-Böckler-Platz 9, 50672 Köln, Tel.: 0221/51 62 67, Email: [email protected] GEW Hochschulbüro Münster, Diepenbrockstr. 30, 48145 Münster, Tel.: 0251/33 90 8 Kooperationsstelle Uni Göttingen, Humboldtallee 15, 37073 Göttingen, Tel.: 0551/39 47 56, www.kooperationsstelle.uni-goettingen.de DGB HIB Uni Hannover, Königsworther Platz 1 (Conti-Hochhaus), 30167 Hannover, Tel.: 0511/70 00 781 HIB Uni Magdeburg, 39116 Magdeburg, Tel: 0291/88 64 431, Email: [email protected] 36 HIB der FH Magdeburg, Breitscheidstr. 2, 39114 Magdeburg IG Metall HIB Braunschweig, Spielmannstr. 13, 38106 Braunschweig, Email: [email protected] HIB Dessau (in Gründung) Email: [email protected] 37 Kooperationsstellen Die Kooperationsbüros führen in der Regel keine Beratung durch, sondern dienen der Forschung, dem Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Gewerkschaften – können aber oft die gewerkschaftliche Arbeit an der Hochschule inhaltlich und organisatorisch unterstützen. Das Netzwerk der Kooperationsstellen Hochschulen-Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen findet ihr unter http://www.kooperation-hochschule-gewerkschaft.de/ FU Berlin, Kooperationsbereich FU-DGB http://userpage.zedat.fu-berlin.de/~gruener/ Gemeinsame Arbeitsstelle Ruhr-Universität Bochum - IG Metall http://rubigm.ruhr-uni-bochum.de/ Kooperation Hochschulen - Gewerkschaften in Osnabrück http://www.koophgos.uni-osnabrueck.de/ Kooperationsstelle Halle http://www.koop-dgb.uni-halle.de/ Kooperationsstelle Hochschule und Arbeitswelt der Universität Saarbrücken http://www.uni-saarland.de/verwalt/kha/ Kooperationsstelle Hochschulen-Gewerkschaften Braunschweig http://www.tu-bs.de/koop-bs/ Kooperationsstelle Humboldt Universität zu Berlin Deutscher Gewerkschaftsbund http://www.hu-berlin.de/studium/beruf/ Kooperationsstelle Wissenschaft/Arbeitswelt (kowa) Dortmund http://www.kowa-dortmund.de/ Kooperationsstelle Wissenschaft/Arbeitswelt an der Viadrina Frankfurt/Oder (kowa) http://www.kowa.euv-frankfurt-o.de/ Region Hannover-Hildesheim, Email: [email protected] http://www.koop-hg.de TU Berlin DGB, Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeit http://www.tu-berlin.de/zek/koop/index.html Uni Bremen, Kooperation Universität-Arbeitskammer http://www.kua.uni-bremen.de/ Uni Hamburg, Kooperationsstelle Hamburg http://www.uni-hamburg.de/kooperationsstelle-hh/ Uni Oldenburg, Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften http://www.uni-oldenburg.de/kooperationsstelle/ 38 Weiterführende Literatur STUDIERENDE ALLGEMEIN - DGB-Jugend (2003): Studium. Bafög. Job – Tipps zur Studienfinanzierung, Berlin. Bezug über http://www.studentsatwork.org - GEW Hauptvorstand (2003): Jobben und Studium, Frankfurt/Main. (Bezug über: Email: [email protected]) - Akademische Arbeitsgemeinschaft (2003): Startertipps, 2. Auflage Mannheim. ARBEITSRECHT - Kittner, Michael/S. Kittner (2002): Arbeits- und Sozialrecht kompakt, 4. Aufl., Frankfurt/Main. - Kittner, Michael/B. Zwanziger (Hg.) (2001): Arbeitsrecht. Handbuch für die Praxis, Frankfurt/Main. BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSE - Kerschbaum, Judith/M. Kossens/T. Tiefenbacher (2002): 111 Tipps zur Teilzeitarbeit, 2. Aufl., Frankfurt/Main. - BMGS (2003): Geringfügige Beschäftigung und Beschäftigung in der Gleitzone, Berlin. (Bezug: Email: [email protected]) - BfA (2003): 400-Euro-Jobs/800-Euro-Jobs – Hinweise zur Sozialversicherung, Berlin. (Bezug: Email: [email protected]) - BfA (2003): Arbeitnehmer richtig versichern, Berlin. (Email: [email protected]) - ver.di (2003) Neuregelungen bei den geringfügigen Beschäftigungen 400 Euro Minijobs ab. dem 1.4.2003. (Email: [email protected]) PRAKTIKA - IG Metall (2001): Praktika im Ingenieurstudium. Eine Orientierungshilfe zwischen Hochschulstudium und Beruf. (E.mail: [email protected]) 39 Bestelliste und Emergency Card/Flyer Findet ihr unter: www.studentsatwork.org/login/logos Diesen Presse- und Aktionsreader entwickeln wir beständig weiter und aktualisieren ihn fortlaufend. Anregungen und Hinweise nehmen wir dankbar auf und lassen sie in unsere Arbeit einfließen ( [email protected] ) Das Team von studentatwork Berlin, November 2003 40 41