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Einrichtungskonzept Gemeindepflegehaus Brieselang: Leitlinien & Pflege

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Einrichtungskonzept - Gemeindepflegehaus Brieselang
Dieses Dokument ist ein Einrichtungskonzept für das Gemeindepflegehaus Brieselang,
das die Leitlinien, Organisation, Versorgung und Rechte der Bewohner beschreibt.
Einrichtungskonzept und Kernprozesse
Das Dokument beschreibt die zentralen Abläufe und Prinzipien der Pflegeeinrichtung im
Einklang mit diakonischem Auftrag und Leitbild.
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Das Konzept richtet sich an Mitarbeitende, Kunden, Angehörige und Prüforgane.
Es basiert auf einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess und wird im
Qualitätshandbuch vertieft.
Ziel ist die aktivierende Pflege und Rehabilitation, um die Fähigkeiten der
Bewohnenden in den Alltag zu integrieren.
Träger und Organisation
Die Johannesstift Diakonie gAG ist der Träger, mit rund 10.000 Mitarbeitenden und Sitz in
Berlin.
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Die Evangelisches Johannesstift Altenhilfe gGmbH ist die Trägergesellschaft des
Hauses in Brieselang.
Das Unternehmen ist das größte diakonische Gesundheits- und Sozialunternehmen
im Nordosten Deutschlands.
Das Konzept basiert auf einem fortlaufenden Dialog und laufender
Qualitätsentwicklung.
Zielsetzung und Zielgruppen
Fokus auf individuelle Bedürfnisse der Bewohnenden durch aktivierende Pflege.
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Vollstationäre Pflege mit 48 Plätzen, Pflegegrade gemäß SGB XI.
Hauptzielgruppe: Einwohner Brieselangs und Havellands, die pflegerische,
therapeutische und ärztliche Betreuung benötigen.
Ausschlusskriterien: Beatmungspflichtige, Suchtkranke, unterbringungsbedürftige
Personen, Übergewicht über 150 kg.
Leitbild und Werte
Das Leitbild basiert auf christlicher Nächstenliebe und dem Auftrag „Gutes tun. Jeden
Tag.“
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Es fördert christliche Werte, Wertschätzung, Würde und Selbstbestimmung.
Das Leitbild ist im Eingangsbereich sichtbar und prägt die tägliche Arbeit.
Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen
Orientierung an der Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen.
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Acht Artikel, z.B. Recht auf Selbstbestimmung, Privatsphäre, Würde, Information,
Teilhabe, Kultur und Würde im Sterben.
Besondere Berücksichtigung der geschlechtlichen und sexuellen Identität.
Förderung von Selbstbestimmung, inklusive Pflege durch Fachkräfte des gleichen
Geschlechts.
Freiheitsförderung und Schutz vor Missbrauch
Anerkennung der Menschenwürde und Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen.
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Maßnahmen nur bei Gefahr, nach Einwilligung oder richterlicher Genehmigung.
Einsatz nur als letztes Mittel, mit besonderer Sorgfalt.
Maßnahmen dienen der Abwendung von Selbst- und Fremdgefährdung.
Bauliche Ausstattung und Räumliche Struktur
Lage im Zentrum Brieselangs, gute Anbindung an ÖPNV.
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48 Plätze auf zwei Etagen, jeweils mit Gemeinschaftsraum, Küchen, Balkonen,
Garten.
Barrierefreie Zimmer, Einzel- und Appartements, individuell gestaltbar.
Direkter Zugang zu Innenhof, Terrasse, Garten, Balkone, mit Gartenmöbeln.
Personalentwicklung und Organisation
Gezielte Förderung der Mitarbeitenden durch Einarbeitung, Fortbildung und Ausbildung.
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Aufgabenbeschreibungen für Berufsgruppen, jährliche Fortbildungen.
Qualifikationsmatrix dokumentiert Weiterbildungsstand.
Ausbildung im Haus, Praxisanleitung und Förderung des Nachwuchses.
Mitwirkung der Bewohner und Angehörigen
Vertretung durch Bewohnerbeirat, regelmäßiger Austausch mit Angehörigen.
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Angehörigenarbeit durch Abende, Festlichkeiten, Beratung.
Beratungsgespräche zur Unterstützung bei Entscheidungen.
Eingewöhnung und Integrationsgespräche nach sechs Wochen.
Pflegerische Versorgung und Pflegeprozess
Ganzheitliche Pflege nach wissenschaftlichen Standards, Bezugspflege.
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Pflege in vier Schritten: Informationssammlung, Maßnahmenplanung, Berichte,
Evaluation.
Bewohnerbeteiligung bei Planung und Änderungen.
Kontinuierliche Dokumentation und Qualitätssicherung.
Präventions- und Behandlungspflege
Angebot präventiver Maßnahmen bei Risikopatienten.
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Zusammenarbeit mit Ärzten, Apotheken, Wundexperten.
Behandlungspflege nur auf ärztliche Anordnung, inklusive
Medikamentenmanagement.
Umgang mit Medikamenten durch Kooperationsapotheke, Sicherstellung der
Sicherheit.
Kultursensible und palliative Pflege
Respekt für kulturelle, religiöse und individuelle Bedürfnisse.
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Kultursensible Pflege als subjektorientiert, biographiebezogen.
Palliative Versorgung orientiert sich an Hospizarbeit, Schmerz- und
Symptommanagement.
Würdige Begleitung in der letzten Lebensphase, Einbeziehung von Angehörigen
und Seelsorge.
Qualitätssicherung und Standards in der Pflege
Die Einrichtung legt großen Wert auf die Einhaltung aktueller Standards und
kontinuierliche Qualitätssicherung.
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Standards basieren auf neuesten pflegewissenschaftlichen und medizinischen
Erkenntnissen (SGB XI § 11 Abs.1).
Standards sind im QM-Handbuch jederzeit für Mitarbeitende zugänglich.
Regelmäßige Aktualisierung der Standards sichert gleichbleibend hohe
Pflegequalität.
Expertenstandards definieren Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Pflegelevel.
Qualitätssicherung umfasst interne Audits, Kundenbefragungen, Hygiene- und
Infektionskontrollen sowie Ergebnisbewertungen.
Das Qualitätsmanagement-System ermöglicht kontinuierliche
Pflegeprozessbewertungen.
Mitarbeitende erhalten laufende Schulungen und Weiterbildungen.
Verfahrensanweisungen sind im digitalen Handbuch hinterlegt und werden in den
Arbeitsalltag integriert.
Jährliche Hygienebegehungen und halbjährliche Inspektionen gewährleisten
Hygiene-Standards.
Kunden- und Angehörigenbefragungen finden jährlich statt, um Feedback zu
sammeln.
Interdisziplinäre Fallbesprechungen fördern die Zusammenarbeit.
Dokumentations- und Qualitätskontrollen sichern die Pflegekontinuität und -qualität.
Medizinische und Therapeutische Versorgung
Die Einrichtung bietet eine umfassende medizinische Betreuung und vielfältige
therapeutische Angebote.
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Kontinuierliche medizinische Betreuung ist essenziell für Lebensqualität im Alter
und bei Krankheit.
Kooperierende Hausärzte behandeln die Bewohner im Rahmen der integrierten
Versorgung.
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Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie sichern die gerontopsychiatrische
Akutversorgung.
Weitere Fachärzte (z.B. HNO, Physikalische Medizin, Zahnärzte) stehen zur
Verfügung.
Freie Arztwahl der Bewohner bleibt unberührt.
Physiotherapie findet dienstags und donnerstags in der Einrichtung statt.
Therapeutische Maßnahmen zielen auf Mobilitätsverbesserung, Schmerzlinderung
und Erhalt der Selbstständigkeit ab.
Ergotherapie wird ergänzend eingesetzt, um Motorik, Sensorik und Wahrnehmung
zu fördern.
Therapeutische Fachkräfte sind in die Einrichtung integriert und arbeiten
interdisziplinär.
Soziale Betreuung und Aktivierung
Ziel ist die Förderung der Selbstständigkeit und die sinnvolle Tagesgestaltung der
Bewohner.
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Alle Bewohner haben Anspruch auf Betreuungsleistungen nach §43b.
Maßnahmen werden auf Basis der Ressourcen, SIS und Fallbesprechungen
geplant.
Betreuungsassistenten setzen die Maßnahmen um; sie sind regelmäßig
fortgebildet.
Ehrenamtliche unterstützen bei Begleitung, Festen und Gruppenangeboten.
Angebote werden als Einzel- oder Gruppenangebote gestaltet, inklusive christlichspiritueller Aktivitäten.
Tägliche, saisonale und festliche Angebote fördern Gemeinschaftsleben.
Für kognitiv eingeschränkte Bewohner stehen Sinnesanregung (z.B.
Snoezelenwagen) und Erinnerungsarbeit (Tablets) bereit.
Seelsorge und Diakonie
Die Einrichtung ist Teil der evangelischen Kirche und lebt christliche Werte.
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Monatlicher Gottesdienst, Gespräche, Gebete und Singen sind möglich.
Würdevolle Begleitung sterbender Bewohner ist gewährleistet.
Seelsorge ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur.
Grenzsituationen und Sinnfragen werden seelsorgerlich begleitet.
Geistliche Betreuung und Lebenshilfe stehen bei Bedarf zur Verfügung.
Hygiene- und Infektionsschutzkonzept
Hygiene ist zentral für die Gesundheit der Bewohner und wird durch strikte Standards
gewährleistet.
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Jährliche Schulungen zu Hygienerichtlinien für Mitarbeitende.
Halbjährliche Inspektionen in allen Wohnbereichen durch Hygienefachkraft.
Umsetzung der Hygienepraktiken gemäß Hygienehandbuch und HACCP-Konzept.
Strenge Reinigungs- und Desinfektionsprotokolle, Händehygiene und
Schutzausrüstung.
Ziel: Minimierung des Infektionsrisikos und Schutz der Bewohner.
Hauswirtschaftliche Versorgung
Effiziente Hauswirtschaft trägt zum Wohlbefinden bei und sorgt für reibungslose Abläufe.
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Koordination verschiedener Leistungsbereiche durch interne Hauswirtschaftskräfte.
Regelmäßige Schulungen der Hauswirtschaftskräfte.
Speisen werden täglich in Gemeinschaftsküche frisch zubereitet, basierend auf
Bewohnerwünschen.
Lebensmittel werden vom Einzelhändler geliefert.
Getränke stehen jederzeit in unbegrenzter Menge zur Verfügung.
Wäsche wird zweimal wöchentlich durch Kooperationsfirma gereinigt; private
Kleidung wird auf Wohngruppe gewaschen.
Reinigungsarbeiten erfolgen durch eine externe Firma nach Leistungsverzeichnis.
Haustechnik wird von der eigenen Abteilung betreut, kleinere Reparaturen durch
Hausmeister.
Kooperationen und externe Dienstleister
Externe Partner ergänzen die Versorgung und sichern Fachkompetenz.
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Verträge regeln Leistungen in Verpflegung, Reinigung, Wäsche und
Medikamentenversorgung.
Qualität der externen Leistungen wird kontinuierlich kontrolliert.
Regelmäßiger fachlicher Austausch zur Qualitätssicherung.
Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Therapeuten und Spezialisten (z.B.
Wundexperten).
Qualitätssicherung und Dokumentation
Umfassende Maßnahmen sichern die Pflegequalität und Transparenz.
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Implementiertes Qualitätsmanagement-System mit regelmäßigen Bewertungen.
Kontinuierliche Schulungen der Mitarbeitenden.
Verfahrensanweisungen im digitalen Handbuch, Einhaltung gesetzlicher Standards.
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Jährliche Kunden- und Angehörigenbefragungen.
Hygienebegehungen und Hygienekommissionen.
Überwachung von Pflegeergebnissen wie Gesundheitszustand, Medikamentenund Sturzstatistiken.
Interdisziplinäre Fallbesprechungen und Beschwerdemanagement.
Pflegedokumentation nach Strukturmodell (SIS, Maßnahmenplan, Pflegeberichte).
Regelmäßige Visiten bei Neuaufnahmen, IQS-Erhebungen, Modulprüfungen,
Umgebungs- und Fachchecks.
Ziel: kontinuierliche Verbesserung der Pflegequalität und Sicherheit.
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